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AUTO & Wirtschaft 05/2026

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Rufen Sie nicht an, Leipzig ruft Sie an!

Es ist schon Tradition, dass wir uns Ende April in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer in der Wiedner Hauptstraße in Wien treffen: Wir – das sind die Spitzen des Bundesgremiums des Fahrzeughandels, der Bundesinnung der Fahrzeugtechnik, des Verbands Österreichischer Kraftfahrzeugbetriebe (VÖK) sowie des A&W Verlags. Aus Franken reist auch stets der Geschäftsführer von puls Marktforschung an. Einziges Thema der rund zweistündigen Sitzung: der „Händlerradar“.

Für jene (vermutlich nicht allzu zahlreichen) Leser, die diesen Begriff noch nicht kennen: Der „Händlerradar“ ist die größte Zufriedenheitsumfrage unter den österreichischen Markenhändlern und -werkstätten (bzw. den Retailern und Business Providern, wie sie im Agenturvertrieb von Stellantis heißen). Rund 2 Dutzend Marken sind dabei, etwa 500 Partner werden befragt, es gibt genau vorgegebene Fragen und – das Wichtigste – absolute Anonymität. Das Ergebnis wird von den Importeuren stets mit Spannung erwartet.

Bei der jährlichen Sitzung im Frühjahr wird (nach einer kurzen Rückschau auf die abgelaufene Saison, um es im Fußballerjargon zu sagen) stets besprochen, wo die Schwerpunkte der diesjährigen Umfrage liegen sollen. Eines vorweg: Der im Vorjahr mit viel Hirnschmalz gekürzte Fragenkatalog bleibt heuer unverändert bestehen. Und das Sonderthema dreht sich um die Sicherung der Erträge in der Zukunft. Auf die Antworten kann man gespannt sein!

Der „Händlerradar“ wird natürlich auch heuer durchgeführt: Markenhändler und -werkstätten sagen, wie zufrieden sie mit ihrem Importeur sind.

Ebenso gespannt sein darf man auf das Abschneiden des Neuzugangs: Erstmals werden auch die Händler und Werkstattpartner von BYD befragt. Dafür wird Jaguar gestrichen: Die logische Folge davon, wenn man seit Monaten kein einziges neues Auto verkauft hat. Hingegen bleibt Land Rover momentan dabei. Die erforderlichen 0,5 Prozent Marktanteil im Schnitt der vergangenen Jahre wurden gerade noch erreicht. Einzig das kleine Netz könnte verhindern, dass es zu einem Ergebnis kommt. Das war auch schon im Vorjahr deutlich zu spüren.

Und sonst? Durchgeführt werden die telefonischen Umfragen wieder im Juli und August. Bitte heben Sie ab, wenn bei Ihnen eine Leipziger Nummer (+49 341…) am Display aufscheint. In Leipzig sitzt nämlich das Telefonstudio, dessen Mitarbeiter die Interviews führen. Ein erster Trend wird (wie jedes Jahr) am „A&W-Tag“ in der Wiener Hofburg präsentiert, dieses Jahr am 20. Oktober. Und das Ergebnis erfahren Sie am 5. November um ca. 14 Uhr. Dann erscheinen die Meldungen und das Sieger-Interview in der (übrigens vor Kurzem erneuerten und aufgewerteten) App der „AUTO-Information“, wenig später sollte alles auch online auf www.autoundwirtschaft.at abrufbar sein.

Aber bis dahin ist noch viel zu tun: Doch der Anfang ist gemacht, und das ist das Wichtigste! Rufen Sie nicht an, Leipzig ruft Sie an!

Ab Seite 8

Lesen Sie alles zu neuen Regelungen, die den Automarkt betreffen –inklusive großem Interview mit Bundesminister Peter Hanke!

Stellantis-Händler: Vorstand gewählt

Die im Sommer 2024 gegründete Stellantis Retailer Association Austria hat bei der Generalversammlung am 28. April ihren Vorstand gewählt. Rund 100 Retailer trafen sich dazu in Luberegg (NÖ). Der bisherige Obmann Komm.-Rat Ing. Peter List (Bild) wurde einstimmig bestätigt; der Geschäftsführer der Eisner GmbH und der AV NÖ vertritt auch (wie bisher) die Interessen der Opel-Händler im Verband. Erster Obmann-Stellvertreter ist Mag. Franz Schönthaler von der Martin & Franz Schönthaler GmbH.

Die Agentur hat sich jetzt halbwegs stabilisiert, wir sind auf einem guten Weg. Aber ein Stück ist noch zu gehen.

Komm.-Rat Ing. Peter List

Für den ausgeschiedenen Obmann-Stv. Mag. Ernst Karner (Autohaus Fior) wurde für Citroën bereits vor einigen Monaten Christina Gruber, Standortleiterin in Baden der Alexander Gruber e.U., in den SRAA kooptiert; bei der Versammlung am 28. April wurde sie nun einstimmig gewählt. Bei Peugeot folgt im SRAA auf Mag. Thomas Fally, der nach dem Verkauf der Hermann Schmid GmbH nicht mehr aktiv ist, nun Karin Fritz, Geschäftsleiterin der Autohaus Fritz GmbH & Co KG in Gleisdorf.

List sprach von „guter Stimmung“ bei der Versammlung, bei der nach den Wahlen auch das Stellantis-Management, angeführt von Mag. Markus Wildeis, mit den Markendirektoren und dem Aftersales-Team zu Gast war und einen Ausblick gab. „Die Agentur hat sich jetzt halbwegs stabilisiert, das hat lang genug gedauert“, meint List. Auch wenn andere Länder nicht – wie ursprünglich geplant – den seinerzeitigen Pilotmärkten (Österreich, Belgien und die Niederlande) folgen werden, werde Österreich im Agentursystem verbleiben, so List. „Anfangs haben wir viele Marktanteile verloren, weil das für alle neu war. Auch jetzt sind wir noch nicht dort, wo wir waren, aber auf einem guten Weg. Doch ein Stück des Weges ist noch zu gehen.“ Im Vergleich zu früheren Tagungen sei die Stimmung aber heuer deutlich besser gewesen: „Wenn der Verkauf gut läuft, erträgt man so manches leichter.“ Das Tal sei jedenfalls durchschritten, meint der SRAA-Obmann.

Lagermax investiert

Die Lagermax-Gruppe habe im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 760 Millionen Euro erwirtschaftet, wie das Salzburger Unternehmen mitteilte. Trotz globaler Herausforderungen und anhaltend volatiler Märkte in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld bewerteten die Vorstände Alexander Friesz und Thomas Baumgartner das Ergebnis vor dem Hintergrund der internationalen Wirtschaftslage als „insgesamt zufriedenstellend“. Insgesamt habe man im abgelaufenen Geschäftsjahr 75 Millionen Euro investiert, unter anderem in den ersten „Sunpark“ (Bild), eine Groß-PV-Anlage mit 200 E-Ladepunkten am Autotransport-Standort in Straßwalchen.

Entwarnung?

Vorsichtig positiv reagiert Mag. Bianca Dvorak (Bild), Geschäftsführerin im Bundesgremium Fahrzeughandel der Wirtschaftskammer Österreich, auf ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs, dem zufolge Umsatzersätze für Covid-Lockdowns einen Rechtsanspruch begründen. Dieses Urteil könne man ihrer Meinung nach auch auf die Kfz-Branche anwenden, so Dvorak. In letzter Zeit hatten Autohändler vermehrt von Rückforderungen des Finanzministeriums berichtet, es gebe derzeit etwa 10 offene Verfahren, so Dvorak.

„Wir haben viel Geld in die Hand genommen, doch jedes weitere Zögern hätte mehr gekostet.“

Stefan Hartung, Bosch

Made in Spain?

Laut Nachrichtendienst

„Chinas Autoindustrie agiert nicht mehr als Aufholer, sondern mit eigenem Führungsanspruch.“

Beatrix Keim, Center Automotive Research

Bloomberg plant der chinesische SAIC-Konzern, in Spanien ein Werk für Fahrzeuge der Marke MG zu errichten. SAIC hatte schon 2023 angekündigt, den MG4 künftig auch in Europa bauen zu wollen. Bei der Standortwahl dürften vor allem Produktionskosten eine zentrale Rolle spielen.

Post kauft 600 elektrische Fiat-Transporter

Nachdem die Österreichische Post AG in den vergangenen Jahren überwiegend Fahrzeuge von Maxus gekauft hatte, kommt nun wieder ein europäischer Hersteller zum Zug. Hinter den Kulissen war bereits seit einigen Wochen über den Großauftrag gesprochen worden, den Fiat von der Österreichischen Post AG erhalten hat – nun bestätigten Christian Bley (Bild l.), Markenleiter Fiat, und Peter Umundum, Vorstand Post AG (r.), den Deal: 600 E-Scudo wurden bestellt, deren Auslieferung noch im Lauf des heurigen Jahres beginnen sollen.

Innung zu StVO-Änderungen

In einem Infoblatt informiert die Bundesinnung im Detail zu StVO-Änderungen, sodass Betriebe eventuelle neue Geschäftsfelder erschließen können. Innungsmeister MMSt. Roman Keglovits-Ackerer (Bild): „Wir sollten Mobilitäts-Ansprechpartner Nr. 1 sein!“ Online unter: www.fahrzeugtechniker.at

„Ich will den Leuten nicht lehrerhaft vorschreiben, wie sie unterwegs sein sollen.“

Komm.-Rat Peter Hanke, Bundesminister

Für Impact bei der Politik

Burkhard Weller (Bild), Geschäftsführer WellerGruppe und Präsident des Verbands der Automobilhändler Deutschlands VAD, betonte die Notwendigkeit einer Interessenvertretung für den großen Markenhandel. „Wir zählen bereits über 70 Mitglieder, die mehr als 700.000 verkaufte Fahrzeuge repräsentieren; Ziel bis Sommer ist die Marke von einer Million“, so Weller. „Es gab bisher keinen Verband, der die spezifischen Interessen des Autohandels in der Politik wirksam vertritt“, so Weller. „Wir wollen eine starke Stimme in Berlin und Brüssel sein.“

Weller wird auch beim A&W-Tag am 20. Oktober in der Wiener Hofburg auf der Bühne sprechen.

Ungewollte Helferlein?

Einer Umfrage von AutoScout24 zufolge nutzen Frauen die Assistenzsysteme in Fahrzeugen häufiger als Männer. Die Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren sind gegenüber den Systemen weniger skeptisch als junge Autofahrer bis 29 Jahre, aber auch als die Generation 50 plus. Grundsätzlich will eine deutliche Mehrheit selbst darüber entscheiden, ob Assistenzsysteme im Fahrzeug dauerhaft aktiviert sind. Rund ein Drittel der befragten Autobesitzer bewerten technische Neuerungen und Weiterentwicklungen bei Assistenzsystemen positiv. Ebenso viele empfinden verpflichtende Assistenzsysteme jedoch als Einschränkung der individuellen Fahrweise. Zudem fürchten 28 Prozent, teilweise die Kontrolle über ihr Fahrzeug zu verlieren. Etwa ein Viertel würde sich für ein Auto mit weniger verpflichtenden Assistenzsystemen entscheiden.

FOKUS

VFT spricht sich gegen verlängerte Pickerl-Intervalle aus. Dies und mehr im TEILE-Spezial!

HANDEL

GEWERBE

WIRTSCHAFT

Versorgungsfragen

Unlängst hat sich, vielleicht haben Sie es mitbekommen, bei uns im Verlag eine Personalfluktuation ereignet. Und verblüffenderweise hat sich dadurch der Anteil jener Kollegen weiter erhöht, welche sich vegetarisch (oder vegan, so ganz sattelfest bin ich bei dem Thema nicht) ernähren. Nicht, dass Sie jetzt glauben, ich fiele neuen Kollegen gleich mit der kulinarischen Gretchenfrage „Wie hältst du’s mit dem Leberkas?“ ins Haus! Die Information wird halt publik, wenn wir gemeinsam Mittagessen bestellen oder, was dankenswerterweise immer wieder vorkommt, der Arbeitgeber eine Runde Pizze(n) ins Büro kommen lässt und der – für mich zu meidende – Stapel Marinaras von Mal zu Mal höher wird. (Ich hüte mich übrigens zu beklagen, dass nie meine Lieblingspizza „Hawaii“ dabei ist. Ich weiß, die Kollegen sind da puristisch, ganz nach dem neapolitanischen Bannspruch: Verlangst du Ananas am Fladen, wirst du nicht mehr eingeladen.)

Unser hoher Pflanzenfresseranteil ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass der Automotive-Journalismus in etwa so männerdominiert ist wie ein Mönchskloster. Könnte die Vegetarierschwemme daran liegen, dass unsere breite Berichterstattung in Sachen linksgrün-versiffter Elektromobilität (keine Eigendefinition, bitte schön, eher Stammtischrückmeldung) die Anhänger der botanischen Kulinarik zu uns in die Schreibstube lockt? Vielleicht liegt die Ursache ja auch in der perfekten Office-Infrastruktur: Gegenüber, sandalenläufig erreichbar sozusagen, bietet seit Langem eine astreine Ausspeis’ gekochtes Gemüse in allerhand Saucen feil, indisch-ayurvedisch quasi, bissl Fusion. Bissl kostspielig auch, aber wer sein Hartverdientes nicht in Eigenheime oder Kryptowährungen versenkt, kann sich halt was Anständiges zum Essen leisten: eine „cremige Süßkartoffel-Spinat-Lasagne“ zum Beispiel. Die gönne ich bekennender Fleischfresser mir selbst auch gern. Jetzt gleich nämlich, wenn ich das hier zu Ende geschrieben habe. Mahlzeit!

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Der hohe Vegetarieranteil ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass der Automotive-Journalismus in etwa so männerdominiert ist wie ein Mönchskloster.

Mag. Bernhard Katzinger, Chef vom Dienst AUTO & Wirtschaft

UE REGELN

Strenges Regiment

Neue, strengere Regeln braucht das Autoland? Die Politik scheint’s zu glauben. Wir geben auf den folgenden Seiten einen Überblick, welche neuen und/oder verschärften Regularien auf Österreichs Motoristen und die Branche in nächster Zeit zukommen.

In die Arbeiten zur Fertigstellung dieser Fokus-

Strecke platzte die Nachricht: Als Beitrag zur Budgetkonsolidierung soll künftig auch für elektrische Dienstwagen mit Privatnutzung ein Sachbezug fällig werden. Die Regelung werde betroffene Dienstnehmer schon ab 2028 bis zu 360 Euro monatlich kosten, schätzen Kommentatoren. Der Staat werde etwa 160 Millionen Euro pro Jahr einstreifen. Die Rede ist von einem anfänglichen Sachbezug von 0,75 Prozent des Anschaffungswerts.

In seltener Einigkeit kritisieren Grüne und Automobilimporteure den Schritt. Einen „klimapolitischen

Die Sachbezugsbefreiung für E-Autos ist das Instrument einer nachhaltigen Mobilitätspolitik.

Günther Kerle, Sprecher Automobilimporteure

Offenbarungseid“ nennt es Jakob Schwarz, Budgetsprecher der Grünen. Importeurssprecher Günther Kerle warnt vor „massiven Unsicherheiten. Die Sachbezugsbefreiung von E-Fahrzeugen sollte als langfristiges Instrument einer nachhaltigen Mobilitätspolitik verstanden werden.“ Auch der ÖAMTC spricht von einem „klaren Dämpfer für die E-Mobilität. Die Befreiung war ein klarer Anreiz für Unternehmen und Beschäftigte“, sagt Martin Grasslober.

Als „falsches Signal zur falschen Zeit“ nennt Manuel Scheffauer von der Prodinger Steuerberatung den Schritt, der nicht nur einzelne Dienstnehmer treffe, sondern das Vertrauen in die Verlässlichkeit steuerpolitischer Zusagen untergrabe.

StVO-, KFG- und FSG-Neuerungen

Noch im März hat der Nationalrat Reformen der Straßenverkehrsordnung (StVO), des Kraftfahrgesetzes (KFG) und des Führerscheingesetzes (FSG) auf den Weg gebracht, welche teils gravierende Änderungen auf unsere Branche sowie die Motoristen des Landes mit sich bringen. Die Regierung spricht vom „größten Verkehrssicherheits- und Modernisierungspaket der vergangenen Jahre“, welches zum Teil bereits per Mai in Kraft gesetzt wurde. So ist nun die kamerabasierte Verkehrsberuhigung für Städte und Gemeinden geregelt worden – man erinnere sich an die hitzige Debatte um ein „Fahrverbot“ für die Innere Stadt in Wien im Herbst des Vorjahres. Der ÖAMTC hatte damals vor „Chaos“ gewarnt, wenn Gemeinden kreative Verkehrsbeschränkungen als Einnahmequelle für sich entdecken – eine Befürchtung, die der Mobilitätsclub mit dem Verweis auf manch italienische Kommune weiter aufrechterhält.

Die Sachbezugsbefreiung war ein klarer Anreiz für Unternehmen.

Gute und schlechte Nachrichten für Einspurige Immerhin regle das Gesetz, dass datenschutzkonform nur Fahrzeugkennzeichen und nicht Personen von Kameras aufgenommen werden dürfen. Außerdem müssen betroffene Zonen klar ausgeschildert sein, eine Bedarfsprüfung ist Bedingung. Außerdem sind nur mehrspurige Fahrzeuge betroffen. Damit ist die Befürchtung der Zweirad-Community, dass Mopeds und Motorräder sozusagen „ausgesperrt“ werden könnten, abgewendet, wie die Arge2Rad, Dachverband der österreichischen Zweiradimporteure und Zweiradindustrie, ausdrücklich begrüßt. Weniger happy ist die Zweirad-Interessenvertretung mit den Verschärfungen für E-Mopeds, die als nicht immer StVO-konform bewegte Zustell-Vehikel einen zweifelhaften Ruf bei anderen Verkehrsteil-

nehmern genießen. Sie werden ab Herbst nicht mehr als Fahrräder, sondern als Kraftfahrzeuge eingestuft. Während der Gesetzgeber auf die Verkehrssicherheit verweist – und vermutlich mancher Senior auf den Gehsteigen unserer Städte erleichtert aufatmet –, verweist die Arge2Rad darauf, dass diese Fahrzeuge die wirtschaftliche Lebensgrundlage für etwa 5.000 Essens- und Warenzusteller bilden. „Diese Menschen sichern die Nahversorgung in unseren Städten. Die neuen Regelungen treffen sie hart – viele ihrer Fahrzeuge sind künftig nicht mehr zulassungsfähig, es fehlen Führerscheine der Klasse AM sowie die notwendige Schutzausrüstung“, sagt Generalsekretärin Karin Munk. Der Verband will nun ein Unterstützungspaket für Betroffene schnüren.

Großer Überblick auf den folgenden Seiten

Lesen Sie auf den folgenden Seiten unsere Einblicke in neue Mobilitäts-Regeln von Euro 7 bis Raserregelung. Im großen Interview (ab S. 10) haben wir Mobilitäts-Minister Komm.-Rat Peter Hanke mit einigen Argumenten konfrontiert. Wie immer, rundet eine große Umfrage unsere Fokus-Strecke ab! •

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Adobe Stock, ÖAMTC, IV

Alles neu macht der …

Ab Juni treten neue gesetzliche Garantie- und Gewährleistungsbestimmungen in Kraft – weitere Neuerungen folgen.

Bereits ab dem 19. Juni gibt es im Rahmen des Verbraucherrechts-Änderungsgesetzes 2026 neue rechtliche Bestimmungen, die auch für die Kfz-Branche relevant sind. So müssen all jene, die einen Online-Shop besitzen, künftig einen eigenen Widerrufsbutton im Rahmen des Kauf- bzw. Bestellprozesses im Online-Shop einbauen. Ein Hinweis, dass man per Mail einen Widerruf machen kann, reicht dann nicht mehr aus.

Gesetzlicher Hinweis

Weiters neu sind die von der EU vorgege ben Garantie- und Gewährleistungshin weise. Während die Garantiehinweise von den Herstellern kommen müssen und für jedes Produkt extra erstellt werden müssen, ist der Gewährleistungshinweis für alle gleich. Es gilt jedoch: Der

Gewährleistungshinweis muss sowohl online, also auch im stationären Handel für den Kunden sichtbar sein und darf nicht verändert werden. Neues gibt es auch in Sachen Verlängerung der Gewährleistungszeit, dazu lesen Sie mehr im Teile-Spezial auf Seite 7. • Text: Kevin Kada, Fotos: AdobeStock/Gina Sanders

Mobilität als Ganzes wichtig

Im Exklusiv-Interview nimmt Bundesminister Komm.-Rat Peter Hanke zu einigen aktuellen „Pain Points“ der österreichischen Automotive-Branche Stellung.

NEUE REGELN

A&W: In der Automobilwirtschaft wird der sinkende Stellenwert des Autos und der Autowirtschaft beklagt: Autobashing, steigender Regulierungsdruck – ist das System „Auto“ nicht mehr das, was es einmal war?

Bundesminister

Peter Hanke im Gespräch mit A&W-Redakteur Bernhard Katzinger

Peter Hanke: Das sehe ich ganz und gar nicht so. Die Gesellschaft geht heute in einer modernen Art mit dem Mobilitätsthema ein Stück weit offener um, und so wird neben dem individuellen Verkehr –also dem Auto und der Möglichkeit, selbstbestimmt genau von Punkt zu Punkt zu fahren – eben auch ein großes Netz für öffentlichen Verkehr angeboten und ausgebaut. Es macht Sinn, gerade in Großstädten den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Aber es ist mir auch bewusst, dass das Auto insbesondere im ländlichen Raum eine ganz wesentliche Bedeutung für die Gesellschaft hat und behält. Wir müssen die Mobilitätsbedürfnisse in den Vordergrund rücken, aber auch sagen: Ja, Mobilität ist ein Stück Freiheit. Deshalb war es mir vom ersten Tag an wichtig zu sagen, dass für mich alle Verkehrsträger gleich wichtig sind und mir die Mobilität in ihrer ganzen Breite ein Anliegen ist.

Derzeit werden in Wien 25 Prozent der Wege mit dem Auto zurückgelegt, am Land bis zu 70. Wie soll sich der „Modal Split“ mittelfristig verändern? Hanke: Wir wollen erreichen, dass sich der öffentliche Verkehr weiterhin dynamisch entwickelt und der Anteil steigt, damit wäre viel geholfen. Aber ich will nicht lehrerhaft den Leuten vorschreiben, wie sie unterwegs sein sollen. Öffentlicher Verkehr ist auch im Sinne der Leistbarkeit von Mobilität wichtig, nicht jeder kann sich ein Auto leisten. Auch im Zusammenspiel mit dem automatisierten Fahren entstehen Möglichkeiten, die man nicht geringschätzen sollte. Als Sozialdemokrat ist mir der Öffi-Ausbau wichtig, aber nicht in dem Sinne, dass jetzt der Pkw aktiv zurückgedrängt werden muss.

In der Branche herrscht Unverständnis über die Neuregelungen zur §57a-Überprüfung. Auswertungen zeigen, dass schon zwei Jahre junge Neuwagen recht grobe Mängel aufweisen. Wenn man die Pickerl-Intervalle verlängert, opfert man da nicht ein Stück Sicherheit für eine eher geringe Entbürokratisierung?

Hanke: Autos werden immer sicherer und weisen bereits im Cockpit auf Mängel hin. Wir haben die Reform auch nicht aus der Hüfte geschossen, sondern haben uns auch europaweit umgesehen, wie das denn andere machen, etwa Spanien oder Finnland, die ein ähnliches System wie wir hier aufgesetzt haben. Ich kann mir auch vorstellen, dass den Werkstätten im Fachkräftemangel dadurch mehr Zeit für andere fachliche Tätigkeiten gegeben wird. Autofahrer und Werkstätten werden sich rasch auf die neue Regelung einstellen, die ja für den Endkunden den Vorteil hat, dass die jährlichen Intervalle erst nach dem zehnten Jahr nötig sind. Bis in den Herbst ist auch noch Zeit, für die anstehende Änderung zu planen.

Wie stehen Sie zum Thema „digitales Pickerl“, das von der Branche vorgeschlagen wird?

Hanke: Ich denke derzeit intensiv darüber nach und habe bereits meine Experten im Ministerium ersucht, Möglichkeiten zu prüfen. Die Akzeptanz für die digitale Autobahnvignette zeigt, dass es eine Möglichkeit wäre, aber es gibt durchaus auch Gegenstimmen und Ablehnung. Ich werde das erst ankündigen, wenn es auch umgesetzt werden kann.

Viel Kritik kommt aus der Branche an der NoVA: Kompliziert, unverständlich, jetzt wurde auch noch die Rückvergütung gestrichen. Auch wenn das nicht in Ihr Ressort fällt: Verstehen Sie die Kritik?

Hanke: Jede Veränderung führt zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen bei den Betroffenen; aber wir wissen auch, dass Betrugsbekämpfung ein wichtiges Anliegen ist, wie im Fall der NoVA-Rückvergütung. Ich denke, die getroffene Regelung ist akzeptabel, die meisten werden damit leben können.

Der Verfassungsgerichtshof hat dieser Tage die sogenannte „Raser-Regelung“ verschärft, sodass

Wir wollen erreichen, dass sich der öffentliche Verkehr dynamisch entwickelt. Aber ich will den Leuten nicht lehrerhaft vorschreiben, wie sie unterwegs sein sollen.

nun auch z.B. Leasing- oder Dienstfahrzeuge beschlagnahmt werden können. Der Leasingverband sieht das Kfz-Leasing in Österreich dadurch gefährdet.

NEUE REGELN

Hanke: Ich nehme diese Befürchtungen ernst, denn wir leben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und deshalb ist es mir wichtig, dass in dem Sektor nicht so viel Unruhe herrscht. Es liegt jetzt ein 60 Seiten starkes Urteil vor, das wir uns jetzt im Detail ansehen. Aber es ist richtig, dass eine klare Regelung getroffen wurde. Wir kennen die unschönen Bilder von den Unfällen, welche Raser verursachen, deshalb halte ich das für notwendig.

Sie haben gerade einen erweiterten Rechtsrahmen für den Testbetrieb unter anderem für autonomes Fahren für Busse und den Gütertransport angekündigt. Wie sieht es denn bei den Pkws aus? Die Systeme ließen auch dort mehr autonomes Fahren zu als der Gesetzgeber.

Hanke: Die Automatisiertes Fahren Verordnung gilt selbstverständlich auch für Pkws, wenngleich mein Fokus auf dem öffentlichen Verkehr liegt. Wie ich immer wieder sage, ist mir Verkehrssicherheit das wichtigste Anliegen. Moderne Assistenzsysteme unterstützen sehr gut die Verkehrssicherheit, wenn sie in der richtigen Geschwindigkeit im System eingearbeitet werden. Hier halte ich es für wichtig, dass europaweit eine Vorgangsweise gefunden wird, bei der nicht Bürokratie, sondern Technologie und Fortschritt großgeschrieben werden.

Kommen wir zur Antriebswende. Wie zufrieden sind Sie denn mit den Neuzulassungen der E-Fahrzeuge 2026 bisher?

Hanke: Die jüngsten Zahlen sind sensationell, das zeigt schon, dass hier einiges beim Konsumenten neu gedacht wird und auch neu ankommt. Aber wir müssen weiter noch mehr Bewusstsein schaffen für die E-Mobilität. Es war mir deshalb wichtig, die Dachmarke „E-Move Austria“ zu kreieren, wo wir mit Informationen, mit Förderungen, mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen für die E-Mobilität werben.

Ich bin auch einer, der Planungssicherheit für die Industrie als wichtig ansieht. Es ist nicht gut, wenn man von Halbjahr zu Halbjahr unterschiedliche Signale aussendet. Diese Planungssicherheit braucht auch der Konsument, um eine Entscheidung treffen zu können. Ich sehe die Zukunft im Pkw-Bereich ganz klar im Bereich der E-Mobilität, sage aber nicht, dass ich darum alle anderen Technologien und Überlegungen wie Wasserstoff wegdenken möchte.

Sie betonen immer wieder das Prinzip der Technologieoffenheit und müssen laut AFIR entlang der Hauptverkehrsrouten eine Wasserstoff-Infrastruktur errichten. Baut man da nicht ein System, das man dann später nicht braucht, weil der E-Lkw den Job erledigt?

Hanke: Mir ist es wichtig, die Technologieoffenheit zu betonen. Auch in meiner alten Verantwortung (als Öffi-Stadtrat in Wien, Anm.) habe ich Wasserstoffbusse für die Wiener Linien angeschafft, weil sie für die Anforderung am geeignetsten waren. Es gibt zu diesen Themen unterschiedliche Meinungsbilder von Experten, die ich mir genau anhöre. Ich sehe uns hier noch auf dem Weg. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und man muss natürlich aufpassen, dass man hier die Investitionen, die uns ohnehin schwerfallen, auch richtig setzt.

Wir müssen weiter noch mehr Bewusstsein schaffen für die Elektromobilität.

Komm.-Rat Peter Hanke ist seit 2025 Minister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. Vorher war er als amtsführender Stadtrat in Wien für die Finanz-Agenden und Wiener Stadtwerke verantwortlich

Die EU hat zuletzt das sogenannte „Verbrenner-Aus“ erneut aufgeweicht, wie stehen Sie denn zur aktuellen Regelung?

Hanke: Also die Relativierung, die man jetzt auf europäischer Ebene hier findet, halte ich für akzeptabel. Aus meiner politischen Logik halte ich 2035 für das richtige Datum für Österreich und Europa, sich hier zurückzuziehen und eben auch Planungssicherheit zu geben für neue Investitionen und Klarheit zu schaffen. Und deshalb werde ich hier diesen Standpunkt auch weiterhin vertreten, nämlich, dass das Verbrenner-Aus wichtig ist.

Dann muss aber auch die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität stehen. Wie zufrieden sind Sie denn in diesem Bereich mit den Fortschritten?

Hanke: Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Deshalb habe ich mir auch einen Schwerpunkt gesetzt, die Ladeinfrastruktur massiv zu unterstützen. Bei den öffentlichen Ladepunkten gibt es eine hohe Dynamik. Dort sind wir mittlerweile in Österreich bei rund 38.000. Und wir haben etwa 4.000 ultraschnelle HPC-Ladepunkte, deren Zahl sich 2025 verdoppelt hat. Das ist schon eine gute Entwicklung. Auf das, wo ich jetzt durchaus ganz großen Wert lege, dass wir beim hochwertigen Straßennetz uns bemühen, eine massive Beschleunigung vorzunehmen. Das kann ich in meiner Eigentümerrolle bei der ASFINAG, die bereits in einem ersten Schritt über 20 Rastplätze entsprechend ausstatten wird, um eben diese Schnellladekapazität massiv auszubauen.

Sie haben angekündigt, rasch eine Lösung für mehr Preistransparenz beim Schnellladen zu präsentieren. Wann wird es so weit sein?

Hanke: Ich bin nicht zufrieden mit der Situation. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, ich hoffe im Lauf des Jahres können wir einen Weg vorgeben. Der Großteil der Regulatorik hierfür liegt im Energieministerium.

Wie sehr ist bidirektionales Laden – Vehicle-toHome, Vehicle-to-Grid – Thema in Ihren aktuellen Plänen?

Hanke: Das sind wichtige Zukunfts- und Pilotthemen, an denen wir natürlich arbeiten, etwa im AIT (Austrian Institute of Technology) oder der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft). Das erste I in unserer Abkürzung (BMIMI) steht nicht zufällig für Innovation. Durch innovative Lösungen können wir

Mehrwert für unsere Wirtschaft finden und Wertschöpfungspotenziale nutzen.

Laut der jüngsten StVO-Reform aus Ihrem Haus werden künftig auch E-Mopeds, wie sie von Essenszustellern benutzt werden, künftig als Kfz eingestuft. Die „Arge 2Rad“ befürchtet, dass die Essenszusteller, die ja nicht gerade zu den begütertsten unserer Gesellschaft zählen, damit ihres Arbeitsmittels beraubt werden.

Hanke: Wir sind da im Austausch mit den Essenszustellern. Auch mit der Arge 2Rad gibt es gute Gespräche und wir begrüßen deren Initiative. Ich selbst habe im parlamentarischen Prozess klar gesagt, dass es mir wichtig ist, dass wir genau für diese Gruppe auch Wege der Unterstützung finden, im Sinne der Verkehrssicherheit.

Um Rücksicht auf die Betroffenen zu nehmen, haben wir in diesem Punkt auch erst den 1. Oktober als Zeitpunkt des Inkrafttretens festgelegt. Aber es geht hier um das Thema Verkehrssicherheit. Diese Gefährte sind schwer, brauchen viel Platz, fahren auf den Radwegen unserer Städte, und das ist

Planungssicherheit für Industrie und Konsumenten ist wichtig. Es ist nicht gut, wenn man von Halbjahr zu Halbjahr unterschiedliche Signale aussendet.

einfach eine Gefahr für alle Familien, die mit ihren Kindern unterwegs sind. Hier wird jetzt Ordnung geschafft. Die Fahrzeuge gehören nicht auf den Radweg, sondern auf die Straße und werden künftig wie Mopeds behandelt – von der Versicherung bis zur Ausrüstung.

Lassen Sie mich zum Schluss noch zum Lobautunnel fragen. Kürzlich haben erste Arbeiten begonnen, gibt es schon einen Zeitpunkt, wann dort die ersten Autos fahren?

Hanke: Es gibt keinen fixen Zeitplan für den Lobautunnel, sondern es gibt eine Inaussichtstellung eines möglichen Beginns immer in Abhängigkeit einer rechtlich soliden Vorgangsweise. Ich handle streng nach den rechtlichen Vorgaben. Wir sehen jetzt die Vorbereitungen für den Baubeginn der S1 im Nordbereich, der zu einer ersten Entlastung des Verkehrs führen soll. Natürlich ist mir das Bauprogramm der Asfinag ein wichtiges Anliegen. Aber es ist mir genauso ein wichtiges Anliegen, mit welcher Motorisierung und mit welchem Antrieb man dann unterwegs ist auf diesen Straßen. Und das ist ja aus meiner Sicht die E-Mobilität. •

Interview: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Manfred Seidl

NEUE REGELN

Künftig sollen auch Raserfahrzeuge, die nicht den Rasern selbst gehören, eingezogen werden dürfen

Voller Durchgriff bei Rasern

Die höchstgerichtliche Änderung der Raserregelung stellt Leasinggeber, Dienstherren und Autovermieter, aber auch Autohändler vor eine ungewisse Zukunft.

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat in einer Entscheidung von April 2026 erkannt, dass „Verfall und Verwertung“ von sogenannten Raserfahrzeugen verfassungskonform sei, nicht jedoch die Regelung, dass dies nur bei Fahrzeugen möglich sei, die im Alleineigentum des Lenkers stehen. Das heißt nicht weniger, als dass ab 1. Oktober 2027 auch Leasing-, Leih- oder Dienstfahrzeuge beschlagnahmt und versteigert werden dürfen.

Die Grünen sehen in der Entscheidung einen „großen Erfolg für die Verkehrssicherheit“, und das Kuratorium für Verkehrssicherheit kritisiert die bisherige Regelung als zahnlos. Armin Kaltenegger, Leiter Rechtsabteilung beim KFV, zog im ORF-Radio

Das Fundament des Leasingmodells wird durch den Entscheid massiv erschüttert.

Dr. Alexander Nekolar, VÖL

eine düstere Bilanz der bisherigen Raser-Regelung: Durch die Ausnahmen sei von der Intention des Gesetzgebers nicht mehr viel übriggeblieben, bei bisher 500 beschlagnahmten Fahrzeugen hätten die meisten Lenker ihr Auto wiederbekommen. Besonders beliebt sei es gewesen, rückdatierte und gefälschte Kaufverträge zu präsentieren und so das Fahrzeug zurückzuerlangen, so Kaltenegger. Autohandel und Leasingwirtschaft kritisieren die

neue Regelung hingegen als deutlich überschießend. Wenn das VfGH-Urteil so umgesetzt werde, gefährde dies das Kfz-Leasing in Österreich, wie der Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) in einer Stellungnahme meinte. „Wenn der Fahrzeug-Eigentümer für das Verhalten eines Dritten wirtschaftlich einstehen muss, wird nicht nur das Fundament des Leasingmodells, sondern das gesamte Rechtsverständnis massiv erschüttert“, argumentiert Dr. Alexander Nekolar, Präsident des VÖL.

Forderung nach Gesetzesreparatur

Die neue Regelung werde Unternehmen und private Nutzer treffen und führe zu steigenden Finanzierungskosten, strengeren Vergabekriterien sowie zu „spürbaren Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Leasingfahrzeugen.“ Der Verband fordert, dass die Übergangsfrist bis 1. Oktober 2027 genutzt werden soll, um eine rechtssichere und ausgewogene Neuregelung zu erarbeiten.

Auch Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst, Bundesgremialobmann-Stv. des Fahrzeughandels, kritisierte den Schritt: Alle Probe- und Vorführfahrzeuge des Handels stünden durch die Gesetzesänderung immer in Gefahr, beschlagnahmt zu werden. Das Parlament müsse eine gangbare Lösung finden, forderte er im ORF. •

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Adobe Stock/Kyryl Gorlov, VÖL

Quo vadis „Pickerl“?

Vor Weihnachten als „Maßnahme zur Deregulierung“ von der Politik angekündigt, gibt es hinsichtlich neuer Intervalle bei der § 57a-Überprüfung keine finale Entscheidung.

Änderungen bei der NoVA

Die 1992 als Nachfolger der Luxussteuer eingeführte Normverbrauchsabgabe (NoVA) ist ein österreichisches Unikum und ruft beständig Kritik hervor.

So richtig Freude hat, mit Ausnahme des Finanzministers, mit der NoVA eigentlich niemand. Die letzte positive Nachricht rund um die Abgabe war deren Entfall für leichte Nutzfahrzeuge (Klasse N1) mit 1. Juli 2025. Ansonsten sorgen stetig sich verändernde Berechnungsformeln und Sonderbestimmungen dafür, dass das NoVA-System immer komplexer und damit die Umsetzung in der Praxis erschwert wird. In der derzeitigen Form sei die Abgabe „ein unüberschaubares Steuergesetz ohne irgendeinen Lenkungseffekt“, kritisiert etwa Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Aus diesem Grund wollen Importeure und Fahrzeughandel noch in diesem Jahr einen Vorschlag für eine NoVA-Reform in den

DNoch lauten die § 57a-Begutachtungsintervalle „3-2-1“

ie geplante Umstellung vom derzeitigen Begutachtungsrhythmus 3-2-1 (in Jahren nach der Pkw-Erstzulassung) auf 4-2-2-2-1 hat für Unmut in der Kfz-Branche gesorgt. Begründet wird dieser mit massiven Sicherheitsbedenken. Diese Sorgen sind nicht ganz unbegründet. Eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsminister Peter Hanke zielte konkret auf die Mängelstatistik ab und lieferte konkrete Antworten. Demnach zeigt sich ein relativ hoher Anteil an schweren Mängeln bereits nach drei Jahren. Bei Pkws (M1) und schweren Anhängern betrifft das mehr als 18 Prozent der überprüften Fahrzeuge, bei Zweirädern (L) bereits rund 39 Prozent. Aus diesen Gründen sprechen sich Branchenvertretungen wie die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik oder VFT entschieden gegen eine Verlängerung der „Pickerl“-Intervalle aus. Auch aus den Betrieben kommt Kritik an den geplanten Maßnahmen: Befürchtet werden Mehrkosten für die Kfz-Wirtschaft in Millionenhöhe. Diese müssten in letzter Konsequenz auf die Endkunden umgelegt werden. Wolle man deregulieren, so legt die Bundesinnung eine Zusammenlegung der aktuell drei verwendeten Datenbanken in eine „Fahrzeugdatenbank“ nahe. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: BI Fahrzeugtechnik/ Rita Newman

Die nächsten NoVA-Anpassungen stehen mit 1. Juli 2026 an

politischen Prozess einbringen. In naher Zukunft, konkret mit 1. Juli 2026, treten weitere Änderungen bei der NoVA in Kraft. Ab dann ist eine Rückvergütung der Abgabe beim Export von Fahrzeugen nur noch innerhalb der ersten vier Jahre nach Neuzulassung möglich. Danach entfällt diese Möglichkeit. Von dieser Neuerung sind Exportgeschäfte ebenso betroffen wie die Restwertkalkulation beispielsweise von Leasingunternehmen oder Auktionsplattformen. Für Händler und spezialisierte Anbieter ein massiver Eingriff in ihre Geschäftstätigkeit und eine Gefahr für den wirtschaftlichen Erfolg. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: Pixabay

NEUE REGELN

NEUE REGELN

Ganz

neue

Rechnung

Die Euro-7-Verordnung markiert einen grundlegenden Wandel, schreibt Andreas Forster von iusbote in seinem Gastbeitrag. Während die bisherige Verordnung (Euro 6) den Fokus primär auf die Limitierung von Abgasemissionen legte, verfolgt Euro 7 einen ganzheitlichen Ansatz.

Mag. Andreas Forster, iusbote

Die Regulierung erstreckt sich nicht mehr nur auf die Folgen der Verbrennung von Kraftstoffen, sondern auf das gesamte Fahrzeug als Emissionsquelle, einschließlich mechanischer Komponenten und elektrischer Energiespeicher.

Haupt- und Zusatzlebensdauer

Ein wesentliches Merkmal der Euro 7 ist die Zusammenführung der bisher getrennten Regelwerke für leichte Kraftfahrzeuge (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) und schwere Nutzfahrzeuge (Busse und Lkws). Erstmals unterliegen die Fahrzeuge der Klassen M1, N1 sowie M2, M3, N2 und N3 einem einheitlichen Rechtsrahmen. Darüber hinaus werden auch Anhänger der Klassen O3 und O4 sowie spezifische Anforderungen an die Beschaffenheit von Reifen der Klassen C1, C2 und C3 einbezogen. Die Euro 7 definiert die Dauerhaltbarkeit von emissionsrelevanten Bauteilen neu. Euro 7 hebt die Werte für die Haltbarkeit für Pkws für die „Hauptlebensdauer“ auf 160.000 km oder acht Jahre an, je

nachdem, was zuerst eintritt. Zudem wird eine „zusätzliche Lebensdauer“ festgelegt, während derer die Abgasemissionen maximal um den Faktor 1,2 erhöht sein können. Diese „zusätzliche Lebensdauer“ beträgt 10 Jahre oder 200.000 km und beginnt ab dem Ende der Hauptlebensdauer. Dies verpflichtet die Hersteller dazu, die Hardware so auszulegen, dass diese über einen deutlich längeren Lebenszyklus ihre Leistung erbringen muss. Für Fahrzeuge über 16 Tonnen Gesamtgewicht beträgt die Hauptlebensdauer gar 700.000 km oder 12 Jahre, die zusätzliche Lebensdauer 875.000 km bzw. 15 Jahre.

Neu: Nicht-Abgas-Emissionen

Ein Paradigmenwechsel ist die erstmalige Limitierung von (Partikel-)Emissionen, die nicht vom Verbrennungsmotor stammen. Für Pkws und leichte Nutzfahrzeuge wird ein Grenzwert für verschiedene Arten von Emissionen eingeführt, so zum Beispiel Bremspartikelemissionen, Reifenabrieb oder Verdunstungsemissionen. Die Bremspartikelemissionen für reine Elektrofahrzeuge liegen bei 3 mg/km und für Verbrenner sowie Hybride bei 7 mg/km. Ab dem Jahr 2035 soll dieser Wert für alle Fahrzeuge der Klassen M1 und N1 auf 3mg/km sinken.

Für Elektro- und Hybridfahrzeuge führt Euro 7 verbindliche Mindestwerte für die Haltbarkeit der Antriebsbatterie ein – ein Element, das in der Euro 6 nicht existierte. Hersteller müssen sicherstellen, dass die Batteriekapazität bei Fahrzeugen der Klasse M1 nach fünf Jahren oder 100.000 km noch mindestens 80 Prozent des Ursprungswerts beträgt. Nach acht Jahren oder 160.000 km darf dieser Wert nicht unter 72 Prozent fallen. Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass Elektrofahrzeuge auch als Gebrauchtwagen eine hohe Nutzbarkeit behalten und nicht vorzeitig aufgrund nachlassender Reichweite entsorgt werden müssen. Für Fahrzeuge der Klasse N1 betragen diese Werte 75 und 67 Prozent.

Euro 7 ist weit mehr als eine technische Feinjustierung der Abgaswerte. Sie zeigt Anzeichen einer umfassenden Qualitätssicherungsvorschrift über weite Teile des Lebenszyklus von Fahrzeugen. Die erhöhte Transparenz durch neu eingeführte Informationspflichten seitens der Hersteller bietet professionellen Fuhrparks neue Datenpunkte für ein präzises TCO-Management und die neuen Batteriestabilitätsvorschriften ermöglichen einen höheren Restwert von Elektrofahrzeugen nach dem Ende des Leasings. Letztlich zwingt die Verordnung die Branche dazu, die ökonomische und ökologische Bilanz eines Fahrzeugs über den gesamten Zeitraum der Nutzung zu betrachten, anstatt sich lediglich auf den Neupreis und die Prospektwerte zu verlassen. • Text: Mag. Andreas Forster, Grafik: AdobeStock, Foto: iusbote

Noch sind autonom fahrende Kleinbusse (im Bild: Testbetriebe in Japan und Wien) sehr selten; dies soll sich laut Martin Russ (o. l.) und Minister Peter Hanke (o. r.) ändern

Weichenstellung für autonome Verkehre

Das Bundesministerium präsentierte gemeinsam mit Austria Tech die nächsten Schritte und einen erweiterten Rechtsrahmen für autonome Busse und Nutzfahrzeuge.

Mobilitätsminister Peter Hanke kündigte bei einer Pressekonferenz mit Martin Russ, Geschäftsführer von Austria Tech, die nächsten Schritte für automatisierte Mobilität in Österreich an. Nach zwölf Jahren Forschungsförderung mit einem Gesamtvolumen von 63,5 Millionen Euro leitet das Mobilitätsministerium nun den Übergang in den erweiterten Testbetrieb ein, um die nächste Phase für einen verkehrssicheren Regelbetrieb in Österreich einzuleiten.

Mehrwert statt Science-Fiction

Wie Minister Hanke sagte, soll ein konkreter Mehrwert im Mobilitätsbedürfnis der Österreicherinnen und Österreicher geschaffen und ein sicherer Betrieb gewährleistet werden. „Automatisiertes Fahren ist aus meiner Sicht keine technische Spielerei, sondern leistet einen wesentlichen Beitrag für sichere und zukunftsorientierte Mobilität“, sagte Hanke. „Im Mittelpunkt meiner Vision stehen dabei immer die Bedürfnisse und der Mehrwert für die Menschen. Daher ist entscheidend, die Leute mitzunehmen und Vertrauen in die neuen Technologien zu schaffen, die wir bisher nur mit Science-Fiction verbinden.“

Dafür werden verschiedene Gesetzesmaterien angepasst, um den erweiterten Testbetrieb zu ermöglichen –konkret werden die Automatisiertes-Fahren-Verordnung sowie das Kraftfahrgesetz (KFG) novelliert.

Das Mobilitätsministerium verfolgt bewusst den Ansatz, automatisiertes Fahren nicht nur auf den

Individualverkehr und Robotaxis zu fokussieren, sondern sieht darin insbesondere eine Chance für den öffentlichen Verkehr im ländlichen Bereich. Im Herbst 2026 wird Mobilitätsminister Hanke einen Gipfel aller Schlüsselakteure aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft einberufen, um gemeinsame Roadmaps für die weitere Entwicklung abzustimmen. Laut Skalierungsperspektive der Austria Tech sollen bis 2030 etwa 30 bis 50 Fahrzeuge in zwei bis drei Testregionen auf Level 4 (fahrerlos) autonom unterwegs sein. •

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: BMIMI/Holzer, Wiener Stadtwerke, Navya (heute Gama)

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Bürokratie bindet Arbeitskräfte

Bürokratie: Was wirklich drängt

Die allgegenwärtige Bürokratie verzögert oft diverse Abläufe im Betrieb: Wo drückt der Schuh?

Text: Dieter Scheuch

NEUE REGELN E

Materieller und personeller Aufwand

„Die Zettelwirtschaft ist sehr vielen Gesetzen geschuldet, mit Datenschutz-Unterzeichnungen, zahlreiche Verträge wie z. B. Leasing, Kredit müssen unterschrieben werden“, sagt Michael Schmidt, Geschäftsführung Denzel-Höglinger in Linz. „Mittlerweile ist ein Kaufvertrag inklusive Leasingvertrag zwischen 80 und 100 Seiten dick. Das ist zum einen ein enormer materieller und zum anderen personeller Aufwand.“

Die Daten müssten dem Importeur übermittelt werden, fehle nur eine Unterschrift, müsse der Kunde wieder kontaktiert werden. „Es sind oft Vorschriften und Gesetze, die uns und den Importeur zwingen, diesen Aufwand zu betreiben. Man wächst mit der Entwicklung mit und akzeptiert sie, aber es wird nicht leichter.“

Wolfgang Rötzer

„Wir müssen beispielsweise gewisse Daten in regelmäßigen Abständen an die Statistik Austria melden, das benötigt Zeit, ein Beispiel dafür, dass hier Arbeitskräfte gebunden werden, die für uns nichts bringen“, wie Ing. Wolfgang Rötzer, Geschäftsführer Autohaus Dosenberger, Innsbruck, erklärt. „Weiters könnte auch das Thema Lohn- und Gehaltstransparenz mühsam werden, was weitere Mitarbeiter mit zusätzlichen Aufgaben bindet.“ Es gebe zusätzlich Punkte, wie etwa die jährliche Abwasserkontrolle: „Wir müssen Proben von einem Institut abnehmen und untersuchen lassen und die Ergebnisse einschicken“.

Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzten, früher hätten sich die Behörden öfter um solche Dinge gekümmert „einiges ist aber zu uns verlagert worden“.

Aufwändige Administration

„Es gibt Regelungen, wie beispielsweise die § 57a-Überprüfungen, die gut funktioniert haben und jetzt verändert werden sollen. Aus meiner Sicht ist das längerfristig ein Nachteil für die Kunden, die aufgrund längerer Intervalle mögliche Folgeschäden in Kauf nehmen müssten“, wie Alexander Moldan, Geschäftsführer Auto Pirnbacher in St. Johann i. Pongau, sagt. Schwierig sei auch die Administration von Kaufverträgen, Leasing und Finanzierungen: „Das ist vor allem in einem Mehrmarkenhaus enorm aufwändig, wobei sich die Situation aufgrund einzelner digitaler Abwicklungsmöglichkeiten unter akribischer Einhaltung aller Datenschutz-Vorschriften leicht verbessert hat. Wichtig wäre, diese Prozesse deutlich zu vereinfachen.“

Kurze Wege, flotte Abwicklung „Als schwierig gestalten sich oft gewerberechtliche Genehmigungen etwa bei Umbauten, denn wenn man bereit ist, in Betriebe zu investieren, sollte die Politik die Rahmenbedingungen schaffen, dass das schnell geht“, meint Oskar Dörfler, Landesgremialobmann des Kärntner Fahrzeughandels und Geschäftsführer des Autohauses Dörfler in Spittal. Der Zeitfaktor spiele dabei eine entscheidende Rolle. Abgesehen davon würden durch Verzögerungen auch Mitarbeiter im Haus gebunden, „das bremst gewaltig“. Es bedürfe einer Menge Behördenwege: „Wir müssen immer wieder nachfragen, Eigeninitiative ergreifen und dahinter sein, weil eben die Zeitspannen zu lange sind. Es gibt Potenzial, kurze Wege und zeitnahe Abwicklungen wären ein großer Entbürokratisierungs-Schritt“.

Sehr viel Büroaufwand

„Die Bürokratie im Autohaus ist nach wie vor allgegenwärtig, man muss die Geschäftsabwicklung ausführlich melden, um Bonus- und Flottenansprüche zu erhalten und auch die Erfüllung der Kriterien, die maßgeblich für Boni und Zielerreichungen sind, erfordert sehr viel Büroaufwand“, so Komm.-Rat Manfred Ellensohn, Seniorchef Autohaus Ellensohn GmbH in Rankweil. Die Digitalisierung bringe teilweise Vorteile, binde aber auch Mitarbeiter in der Verwaltung. Auch hier wäre eine Vereinfachung der Abläufe wünschenswert. „Aus meiner Sicht sinnvoll wäre auch die Umstellung auf komplett digitale §57a-Überprüfungen samt digitalem Pickerl. Letzteres auszustellen, zu lochen und zu besorgen benötige Zeit, die Pickerl müssten derzeit über die Bezirksbehörde angefordert werden.

Manfred Ellensohn

Oskar Dörfler
Michael Schmidt
Alexander Moldan

Komplizierte NoVA-Regeln

„Grundsätzlich spricht die ganze Welt über KI, dennoch ist diese bis dato weder bei den Behörden noch bei den Herstellern spürbar implementiert worden“, wie Mag. Franz Schönthaler, Geschäftsführer Autohaus Schönthaler in Pernitz, unterstreicht. Ein weiteres Problem stellten die komplizierten NoVA-Regeln dar. „Ich orte auch Ignoranz betreffend §57a-Begutachtung und der von der Regierung als Entbürokratisierungs-Maßnahme deklarierten Verlängerung der Pickerl-Intervalle.“ Die Dokumentationspflichten stiegen weiter an, in diesem Punkt habe sich bis dato nichts verbessert. Die Digitalität habe Verbesserungen gebracht, dennoch gebe es Schattenseiten – wenn etwa diese Systeme gehackt würden. „Mein Wunsch an die Politik: Mehr jenen zuhören, die über jahrzehntelange Expertise in der Branche verfügen.“

Genehmigungen vereinfachen „Es wäre wünschenswert, wenn – natürlich auch rechtlich abgesichert – alle Kunden einen Kaufvertrag digital signieren könnten und sie diesen per Mail als PDF erhalten“, sagt Marko Fischer, Geschäftsführer Fischer Auto in Wien und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien.

„Auch Betriebsanlagengenehmigungen oder Prüfungen müssten vereinfacht werden. Wichtige wäre auch die Durchforstung des Paragraphen- und Gesetzesdschungels, diesbezüglich sollte – der Entwicklung angepasst – alle 10 Jahre auch eine Evaluierung erfolgen. Was wir uns wirklich wünschen, wäre die Umsetzung sinnvoller Maßnahmen, und dass die Interessenvertreter schon zu Beginn etwaiger Änderungspläne intensiv miteingebunden werden.“

Von einem papierlosen

Büro kann keine Rede sein, die Zettelwirtschaft besteht nach wie vor.“

Manfred Beck

Mittlerweile ist ein Kaufvertrag inkl. Leasingvertrag zwischen 80 und 100 Seiten dick.“

Enorme Mengen an Papier

„Die Bürokratie im Autohaus ist nach wie vor allgemein omnipräsent, sowohl seitens der Behörden, aber auch von den Herstellern“, so Manfred Beck Geschäftsführer Autohaus Beck in Gols und Landesinnungsmeister der burgenländischen Fahrzeugtechnik.

„Von einem papierlosen Büro kann keine Rede sein ,,es geht um Aufbewahrungs- und Belegungspflichten, die natürlich enorme Mengen an Papier benötigen.“

Darüber hinaus würden Behörden Aufgaben an die Betriebe abwälzen. Das betreffe etwa Betriebsüberprüfungen, „die wir bei Änderungen selbst dokumentieren und übermitteln müssen, bevor die Behörde im Betrieb erscheint und die Änderungen überprüft“. Insgesamt wünschenswert wären deutlich vereinfachte Abläufe.

Die Welt redet über KI, diese ist bis dato weder bei den Behörden noch bei den Herstellern spürbar implementiert worden.

Franz Schönthaler

Das überbordende Gewährleistungsrecht stellt ein Problem dar.

Josef Puntinger

Pickerl komplett digital abwickeln „Es gibt punkto Bürokratie mehrere Punkte, wobei aus meiner Sicht, das überbordende Gewährleistungsrecht ein Problem darstellt“, wie Komm.-Rat Ing. Josef Puntinger, Seniorchef des Autohauses Puntinger in Leoben, berichtet.

Josef Puntinger

„Gewährleistung und Konsumentenschutz stehen außer Frage, das Gewährleistungsrecht wird dennoch immer komplizierter, es sollte auch für den Handel leichter managebar sein. Ein weiterer Kritikpunkt ist die sehr komplizierte Berechnung der NoVA. Darüber hinaus sollte man – aktuell im Zusammenhang mit der Diskussion über die § 57a-Regelung – die Gelegenheit nutzen und auch die Pickerl-Überprüfungen ähnlich wie bei der Autobahnvignette komplett digital abwickeln. Das würde uns in der Werkstatt den Alltag erleichtern.“

Marko Fischer
Franz Schönthaler
Manfred Beck

Der Cupra Raval wurde am 9. April in Wien und zeitgleich in anderen Städten enthüllt

Jetzt kommen die Besucher

Mit dem neuen Raval in der Auslage wird die Cupra City Garage in Wien zum Hotspot jener, die sich ein 4 Meter langes, leistbares Elektroauto kaufen wollen.

Seit 9. April steht er in der Cupra City Garage, der neue Raval: Und plötzlich kommen die Interessenten verstärkt in die Location in der Maysedergasse, um sich das 4,04 Meter kurze Elektroauto mit viel Platz im Innenraum anzuschauen. Der Raval ist das einzige Auto aus dem Quartett des Volkswagen Konzerns, das noch vor dem Sommer, nämlich in der 3. Juni-Woche, bei den Händlern stehen wird. Der VW ID. Polo folgt im September, der Škoda Epiq im Oktober und der VW ID. Cross im Dezember. „Im Schnitt kommen täglich 80 bis 120 Leute, um sich den neuen Raval anzuschauen“, sagt Timo Sommerauer, BA, der für Seat und Cupra zuständige Markenleiter bei Porsche Austria. Das sei das Acht- bis Zehnfache der bisherigen Besucherzahl.

Bisher hat es schon mehr als 500 Kaufabschlüsse für den Cupra Raval gegeben.

Timo Sommerauer, BA

„Die Leute wollen das echte Auto anschauen, nachdem sie es ja bisher nur getarnt gekannt haben“, sagt Sommerauer. „Bisher hat es auch schon mehr als 500 Kaufabschlüsse gegeben, obwohl dies nur für

die stärkeren Versionen Endurance und VZ möglich ist, die im Juni nach Österreich kommen.“ Daneben gebe es aber auch die Möglichkeit des Prebookings für das günstigere Modell, das aber erst im Herbst in Österreich eintrifft (ab 22.900 Euro). Vor allem Firmenkunden, denen neben der Ladegeschwindigkeit auch die Reichweite wichtig sei, würden sich für den VZ oder den Endurance entscheiden.

Fast 70 Prozent mehr E-Autos im 1. Quartal

Mit dem Raval will Cupra den Anteil an Elektroautos weiter erhöhen. Hatten im Vorjahr 24,0 Prozent aller Cupra einen Elektromotor (und 2024 sogar 28,7 Prozent), so sollen es heuer bis Jahresende 35 Prozent werden. Rechnet man auch die Plug-in-Hybride dazu, waren 37,9 Prozent aller neuen Cupra im Jahr 2025 elektrifiziert (nach 33,6 Prozent im Jahr 2024). Bei der Erreichung der Ziele ist man laut Sommerauer auf einem guten Weg: Beim E-Auto-Absatz von Cupra habe es im 1. Quartal ein Plus von 69,8 Prozent gegeben: „Und das noch vor Einführung des Raval und dem Facelift des Born.“ Mit Raval (ab 22.900 Euro), Born (ab 28.900 Euro) und Tavascan (ab 36.000 Euro) hat Cupra nun 3 unterschiedliche Elektroautos im Programm.

Laut Mag. Wolfgang Wurm, Geschäftsführer von Porsche Austria, wurden im 1. Quartal in Österreich 6.827 E-Autos aus dem Volkswagen Konzern neu zugelassen, das ist ein Plus von 13,7 Prozent im Vergleich zu den 6.005 Einheiten im 1. Quartal 2025. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Seat/Cupra

Für alle seit Ende November 2025 gekauften Seat-Neuwagen gilt eine 10-Jahres-Garantie. Hingegen lockt Cupra nun mit dem erneuerten Born (rechts unten) neue Kunden . Das Auto kommt Anfang Juli nach Österreich.

Neue Autos, höhere Ziele

Seat und Cupra sind heuer gut unterwegs: Welche Ziele hat Markenleiter Timo Sommerauer, BA?

Und was plant man mit dem neuen Cupra Born, der Ende April in Madrid vorgestellt wurde?

Positiv blickt Timo Sommerauer, BA, der für Seat und Cupra zuständige Markenleiter bei Porsche Austria, in die nahe Zukunft: Mit 2.885 Neuzulassungen für Cupra und 3.732 für Seat kommen die beiden Marken nach dem 1. Quartal auf 6.617 Einheiten. „Insgesamt planen wir mit 25.700 Stück bis Ende des Jahres“, meint Sommerauer. 2025 waren es 11.219 Cupra sowie 12.768 Seat, also insgesamt 23.987 Stück. „Wir haben eigentlich für heuer mit 23.000 Einheiten geplant“, sagt Sommerauer. Verantwortlich für die positive Entwicklung sind mehrere Dinge: Zum einen die 10-Jahres-Garantie, die der Importeur bei der Händlerkonferenz im November des Vorjahres für alle neuen Seat angekündigt hat. „Diese Garantie war der Hauptgrund, warum wir auch heuer unseren Marktanteil halten“, sagte Sommerauer am Rande der Pressepräsentation des Cupra Born in Madrid im Exklusiv-Interview: „Während andere Länder, wo es diese Garantie nicht gibt, verlieren, liegen wir nach den ersten beiden Dekaden im April bei Seat wieder bei einem Marktanteil von 4,8 Prozent.“

Bei Cupra lockt einerseits der Raval zusätzliche Kunden (siehe eigener Bericht in diesem Heft), andererseits kommt zu Sommerbeginn auch der erneuerte Born. Sommerauer glaubt, dass es auch gelingen wird, bisherige Firmenkunden „auf das neue Modell umzudrehen“. Das Verhältnis zwischen Firmen- und Privatkunden lag beim Born bisher bei etwa 55:45 Prozent. „Wir haben festgestellt, dass Private vor allem Sondermodelle wie den Born Alpha oder den Born X kaufen, also maximal 28.000 Euro für ein Elektroauto in diesem Segment ausgeben wollen.“

Born X verkauft sich besser als erwartet

Das Sondermodell Born X, das vom auslaufenden Modell angeboten wird, sei „in den vergangenen Wochen durch die Decke gegangen“, meint Sommerauer. Der Born X sei solide ausgestattet und mit dem größeren Akku (78 kWh) um 24.900 Euro zu haben. „Wir haben mit 200 bis 300 Autos geplant, doch binnen weniger Wochen sind 540 Orders hereingekommen.“ Daher werde man vom Born (altes und neues Modell addiert) heuer nicht wie geplant 1.000 bis 1.200, sondern wohl 2.300 bis 2.400 Einheiten verkaufen, heißt es beim Importeur. •

Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Seat/Cupra

Aus Europa – für Europa

Der Volkswagen Konzern fertigt die Batteriezellen für seine Autos unter anderem in Salzgitter (D) und Martorell (E): Wir waren vor wenigen Wochen bei der Eröffnung des Werks in Spanien mit dabei. Weitere Werke werden folgen.

Alles begann mit der „Leasl“

Mit neuen Rekordzahlen feiert die Porsche Bank ihr 60-Jahr-Jubiläum. Wie geht es in den kommenden Jahren weiter?

Sie bilden seit 2012 das Führungsduo in der Porsche Bank: Mag. Hannes Maurer und Dr. Alexander Nekolar

Die Entwicklung der Finanzierungsquote: Neuwagen Österreich (schwarz), Gebrauchtwagen Österreich (blau), Neuwagen Ausland (grau)

Der Bestand der Porsche Bank hat sich 2016 mehr als verdoppelt

Es war der 9. März 1966, als in der VOWA in Innsbruck der erste Leasingvertrag ausgestellt wurde. Für ein Auto wohlgemerkt, denn damals konnte man beim Vorläufer der heutigen Porsche Bank auch Jachten, Kühe und sogar Rennpferde leasen: Einer der Vierbeiner trug übrigens den Namen „Leasl“, womit allfällige Fragen zum Titel dieser Story auch gleich beantwortet wären.

Aus den anfänglichen zwei sind mittlerweile 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geworden, 570 von ihnen in Österreich. Und Österreich ist nur noch eines von 16 Ländern, in denen die Porsche Bank aktiv ist: Der gesamte Balkan, dazu die Slowakei und die Ukraine sowie Chile und Kolumbien in Südamerika. Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Neuverträge mit 770.612 einen neuen Höchststand erreicht; vor einem Jahr waren es 664.818. Der Bestand wuchs binnen Jahresfrist von 1.522.706 auf 1.749.596 Verträge. Und bei der Finanzierungsquote werden heuer 56 Prozent erwartet. Verantwortlich dafür ist der Hochlauf der Elektromobilität und hier vor allem das Operative Leasing: „Wir garantieren den Restwert und tragen das Risiko, und die Kunden können das Auto zurückgeben.“

Gebrauchte Elektroautos werden kalkulierbarer Auf Nachfrage meinen die Vorstände Mag. Hannes Maurer und Dr. Alexander Nekolar, dass man bei den Restwerten der gebrauchten E-Autos in den vergangenen Jahren „Lehrgeld bezahlt“ habe. Nun habe sich der Markt aber stabilisiert, und durch die günstigeren E-Autos des Volkswagen Konzerns, die heuer ab etwa 25.000 Euro auf den Markt kommen, wird das Risiko nochmals deutlich minimiert.

Der Vertrieb der Produkte läuft nach wie vor großteils direkt über die Autohäuser: „Einige performen super, da liegt die Finanzierungsquote schon jetzt bei 60 bis 70 Prozent. Es gibt kein Autohaus, wo das gar nicht performt, auch die schlechtesten liegen bei 40 Prozent.“ Unterschiede zwischen privaten Händlern und jenen der Porsche Inter Auto (PIA) gibt es zumindest in Österreich nicht: „Aber es gibt Länder, wo die PIA weit drüber ist. Das hängt auch davon ab, ob ein großer Flottendeal finanziert ist oder nicht“, meinen Maurer und Nekolar.

In naher Zukunft soll übrigens das Operative Leasing auch für Fahrzeuge starten, die älter als 12 Monate sind (mit garantierten Restwerten). Maurer: „Außerdem planen wir Servicepakete für Autos, die älter als 18 Monate sind.“ •

Text: Mag. Heinz Müller, Foto und Grafiken: Porsche Bank

„Zusammenhalt

ist

wichtig“

Natürlich schielen auch Suzuki-Händler in Richtung chinesische Marken: Österreich-Chef Roland Pfeiffenberger, MBA, hat eine klare Meinung dazu.

Wenn eine Marke ein Modell aufgibt, ist das immer problematisch: Umso schwieriger ist es, wenn ein kleiner Hersteller wie Suzuki betroffen ist.

Daher war Roland Pfeiffenberger, MBA, ÖsterreichChef von Suzuki, bei der Händlertagung in Flachau bemüht, die niedrigeren Verkäufe im Vergleich zu

Man darf die Arbeit nicht aufteilen, auch wenn die neue Liebschaft interessanter sein mag.

Roland Pfeiffenberger, MBA

früher richtig einzuordnen: „Wir haben unseren Partnern erklärt, dass man nicht nur auf die reinen Stückzahlen schauen darf.“ Erstens sei der Absatz in Europa generell deutlich zurückgegangen: „Und wenn dann auch noch Modelle wegbrechen, wirkt sich das aus. Doch wir sind mit den Modellen in jenen Segmenten, in denen wir vertreten sind, sehr gut unterwegs, vor allem auch bei 4WD.“

Außerdem gebe es ein sehr gutes Aftersales-Geschäft: „Die kontinuierliche Arbeit über die Jahre hinweg durch unsere Partner trägt Früchte.“ Dadurch habe

Roland Pfeiffenberger, MBA, gab bei der Händlerkonferenz in Flachau die Richtung vor

man sich trotz der Einschränkungen im Neuwagenverkauf ein gutes Fundament für die kommenden Jahre geschaffen.

Der Österreich-Chef gab den Händlern deutlich zu verstehen, wie wichtig es sei, „dass man zu 100 Prozent hinter der Marke steht“. Das gelte momentan umso stärker, da immer wieder Händler wegen der neuen Mitbewerber vor allem aus China eine zusätzliche Marke nehmen. „Was manche Händler unterschätzen, ist, dass man für jede Marke eine Struktur aufbauen muss und jede Marke 100 Prozent Fokus braucht“, sagt Pfeiffenberger. „Es war eine klare Botschaft von uns: Man darf die Arbeit nicht aufteilen, auch wenn die neue Liebschaft im Moment interessanter sein mag.“ Der Importeur habe den Händlern klar zu verstehen gegeben, dass man „eine Familie, ein Team“ sei: „Da muss man zusammenhalten, auch wenn es einmal schwieriger ist.“

Auszeichnungen für Händler

Als einziger Exklusiv-Händler in Österreich wurde die Barbara Mayer Kfz-Handel & -Fachwerkstätte GmbH aus Tulln ausgezeichnet, und zwar für die höchste Zahl an Kaufverträgen für den neuen e Vitara in Relation des Einzugsgebietes. Das Autohaus Hein (als Subhändler von Auto Sparer in St. Johann in Tirol) erhielt die Auszeichnung für den höchsten Marktanteil in den vergangenen 6 Jahren. Top-Performer beim Neufahrzeug- und Ersatzteileumsatz sowie bei der Teilhabe an Schulungen im Verkauf und Service sind die Autopark GmbH (mit 4 Standorten für Suzuki), das Autohaus Radauer (3 Standorte) und die Imster Autohaus Hairer GmbH & Co. KG. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Suzuki

Mit dem e Vitara fährt nun auch Suzuki rein elektrisch

Audi-Vertriebsvorstand

Marco Schubert hat familiäre Beziehungen zu Österreich

„Wir

glauben an den Standort“

Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert spricht über Österreich, China und die USA –und darüber, ob eine Fertigung in Deutschland auf Dauer noch leistbar sein wird.

A&W: Audi-Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner hat vergangenes Jahr in Mailand bei einem bemerkenswerten Auftritt gemeint, Audi habe seinen Weg verloren. Wie lange wird es denn dauern, bis Audi seinen Weg wiederfindet?

Marco Schubert: Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind: Wir hatten eine Zeit mit weniger neuen Produktangeboten. Das haben wir in den vergangenen zwei Jahren sukzessive geändert, das hilft in unserer Positionierung als Marke. In Mailand haben wir mit dem Audi Concept C eindrucksvoll gezeigt, wohin der Weg geht, im Exterieur und auch im Interieur. Das Auto wird 2027 in einer ganz ähnlichen Form als Serienfahrzeug auf den Markt kommen.

Wie viel Zeit geben Sie sich, bis wirklich wieder ein Dreikampf der Premiummarken stattfindet?

Schubert: Ich würde nicht sagen, dass heute kein Dreikampf stattfindet. Wenn wir beispielsweise nach Europa schauen, ist Audi da die Nummer zwei unter den Kernwettbewerbern, in China sogar die Nummer eins. Die Autos werden gemeinsam mit den Joint-Venture-Partnern dort lokal gebaut. Es gibt auch andere Märkte wie Österreich, in denen wir positiv unterwegs sind, gut ins Jahr gestartet sind und einen sehr guten Marktanteil haben. Es gab auch Zeiten, in denen Audi ganz klar die Nummer eins in Europa war. Mit dem Produktangebot, das wir jetzt haben, können wir sukzessive weiter aufschließen.

Die traditionelle Aussage „Vorsprung durch Technik“ war in den vergangenen Jahren nicht immer passend: Wie viel Überzeugungsarbeit muss man

Unser Markenclaim „Vorsprung durch Technik“ ist eine Positionierung, die uns motiviert, weiterhin den Anspruch zu haben, Vorsprung zu leben.

denn leisten, damit man die Kunden wieder davon überzeugen kann, dass Audi wirklich Technologieführer ist?

Schubert: Unser Markenclaim „Vorsprung durch Technik“ ist eine Positionierung, die uns motiviert, weiterhin den Anspruch zu haben, Vorsprung zu leben. Von der Design- und Produktsprache ist das mit dem Concept C die erste Interpretation, wie „Vorsprung durch Technik“ in Zukunft aussehen wird.

Wie wichtig ist Österreich jetzt als Vorzeigemarkt für Audi in Europa?

Schubert: Für uns ist Österreich ein sehr wichtiger Markt, auch vor dem Hintergrund, dass wir sehen, dass Österreich einen sehr hohen Marktanteil im weltweiten Kontext hat. Das ist sowohl ein Verdienst der Großhandelsebene, also der Porsche Holding in Salzburg, kurz PHS, als auch unserer Retail-Ebene. Die PHS ist für uns bedeutend in Deutschland und in anderen Märkten, also global, unterwegs. Ich sitze zum Beispiel mit im Aufsichtsrat der PHS: Das ist insofern gut, weil ich deswegen weiß, was auf der Retail-Seite passiert und wie es unserem Handel geht.

Audi hat in Österreich auch fünfmal in Folge den „Händlerradar“ in Österreich gewonnen, den wir in unserem Verlag machen, hatte also immer die zufriedensten Händler und Servicepartner.

Schubert: Das merkt man auch, ich bin auch privat viel in Österreich. Meine Frau kommt aus Österreich, meine Familie lebt also dort, da kriege ich natürlich viel mit. Dadurch habe ich auch zu den Händlern einen relativ engen Bezug. Es freut mich zu hören, dass die Händler zufrieden sind, das spricht aus Sicht des Importeurs für eine gute Orchestrierung.

Der Markt in den USA ist durch die Zölle sehr schwierig geworden. Was sind Ihre Pläne? Wird sich der Aufbau einer eigenen Fertigung in den USA auszahlen?

Schubert: Der Markt ist der Marke Audi positiv gesonnen. Die aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen erschweren die Situation: Auf Importe aus Europa haben wir 15 Prozent Zölle. Unser Audi Q5 wird in Mexiko gebaut, dort liegen die Zölle bei 27,5 Prozent. Wir sind weiterhin dabei, das zu bewerten. Fest steht: Wir wollen stärker lokalisieren, um auch langfristig in den USA zu wachsen. Doch das ist eine strategische Entscheidung, für die wir stabile und verlässliche Rahmenbedingungen benötigen.

Werden die Audis ohne die vier Ringe, die in China debütiert haben, auch nach Europa kommen?

Schubert: Nein. Es ist auch nicht angedacht, dass wir diese Plattform nach Europa bringen. Sie wurde speziell mit unserem Joint-Venture-Partner im Süden, also in Shanghai mit der SAIC entwickelt. Diese Plattform ist rein für den chinesischen Markt.

Was kann man denn von dem Projekt China für den Rest der Welt lernen?

Schubert: Es ist vor allem das Tempo, also die Entwicklungszyklen. In Europa dauert die Fahrzeugentwicklung derzeit noch länger. Das hängt auch

an Faktoren wie Sicherheitsstandards, die wir hier haben. Die Homologationskriterien sind in Europa anders als in China. Hinzu kommt das Thema Digitalisierung: Vor allem die junge Generation hat die Erwartungshaltung, dass ein Auto wie ein Handy funktioniert.

Apropos Vertrieb: Ist der Agenturvertrieb, der bei den deutschen Mitbewerbern im Premiumbereich in Österreich geübte Sache ist, ein Thema für Sie?

Schubert: Es gab für Europa das Projekt der sogenannten unechten Agentur für die vollelektrischen Fahrzeuge. Wir sind heute bereits im Flottengeschäft in Europa mit der Agentur unterwegs. Das heißt, dass wir einen Großteil unseres europäischen Volumens schon jetzt über die Agentur verkaufen, analog wie es auch unsere Wettbewerber tun. Wir haben das Ganze weiterhin im Auge, haben aber letztes Jahr erfolgreich den Privatkunden-Vertrieb von Elektro-

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Wir wollen in den USA stärker lokalisieren, um auch
Doch das

langfristig zu wachsen.

ist eine strategische Entscheidung.

fahrzeugen zurück ins Einzelhandelsgeschäft geführt.

Welche Modelle kommen heuer auf den Markt?

Schubert: Dieses Jahr haben wir den Audi RS5, also ein hochemotionales Produkt. Da sind wir mit einem Sechs-Zylinder-Hybrid unterwegs und haben bisher auch schon ein sehr positives Feedback bekommen. Von den Fahreigenschaften des Fahrzeugs her sind wir ebenfalls gut unterwegs. Auch der Audi Q9 wird dieses Jahr noch kommen. Mitte des Jahres werden wir den Audi Q4 e-tron mit einem Facelift aufwerten. Dann kommt Ende des Jahres noch der Audi A2 e-tron als vollelektrisches Einstiegsfahrzeug für die auslaufenden Modelle für A1 und Q2.

Wie lange kann man sich eine Fertigung in Europa noch leisten, wo die Personalkosten und die Energiekosten durch die Decke gehen?

Schubert: Es hängt viel von den Rahmenbedingungen ab. Bis 2029 wollen wir rund acht Milliarden Euro in die deutschen Standorte investieren. Das zeigt: Wir glauben an den Standort und dass es richtig ist, hier unterwegs zu sein. Wir haben viele Vorteile, die andere Regionen nicht haben. Aber der Wettbewerb ist natürlich intensiver geworden. Damit müssen wir uns stark auseinandersetzen und gegensteuern. Wir reduzieren schrittweise und sozialverträglich bis 2029 bis zu 7.500 Stellen an den deutschen Standorten, gleichzeitig geben wir eine Beschäftigungssicherung bis 2033. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Audi

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„Messe war Riesenerfolg“

Die „Auto&Bike“ in Klagenfurt

lockte vom 10. bis 12. April 42.000

Besucher an. Sie wurde auch heuer wieder gemeinsam mit der „Freizeitmesse“ veranstaltet.

Bewährtes soll man nicht verändern; das wissen auch Messeveranstalter: Und daher gab es heuer in Klagenfurt wieder zwei Veranstaltungen, die einander seit mittlerweile 49 Jahren ergänzen.

Oskar Dörfler, Landesgremialobmann des Kärntner Fahrzeughandels, sprach von einem „Riesenerfolg“. Es habe auch einige Verkaufsabschlüsse direkt auf der Messe gegeben.

Landesgremialobmann Oskar Dörfler bei der Eröffnung der Messe

Das Gremium veranstaltete auf der Messe auch den ersten „Mobility Talk“ mit Händlerkollegen, der ab heuer den „Tag der Kärntner Kfz-Wirtschaft“ ersetzt. „In einem kleineren Rahmen fällt es vielen Kollegen leichter, gewisse Probleme anzusprechen“, resümiert Dörfler: So bekomme man im Gremium wertvollen

Input für die Arbeit. Drei weitere Termine sind für heuer noch geplant.

Breite Palette an Autos und Zweirädern

Maximilian Aichlseder, MBA (Renault, Dacia, BYD, Land Rover) nannte auch die Begegnung mit den Händler-Kollegen als Reiz an solchen Messen. Der Villacher Zweiradhändler Dieter Hahn war von der breiten Palette begeistert, die er und seine Kollegen aus anderen Städten auf der Messe zeigten. •

Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Kärntner Messen/Zangerle

Der offizielle Messe-Fotograf besuchte die Stände vor dem Besucheransturm

Einige Messehallen in Klagenfurt sind schon etwas in die Jahre gekommen

Anfang April ist ein idealer Termin für Zweirad-Interessenten, auch in Kärnten

Ein bisserl Retro darf auch sein: Am Rande der Messe war so manches Relikt aus früheren Zeiten zu sehen

Nicht immer hatten die Besucher so viel Platz zum Bestaunen der Neuheiten

(Co-Gründer CarOnSale)

Data-Driven Autohaus

Beim Kongress von CarOnSale und Alpha Online in München stand die Digitalisierung des Autohauses und des Gebrauchtwagen-Prozesses im Mittelpunkt.

Nach der Übernahme von Alpha Online ermöglicht CarOnSale nicht nur die B2B-Vermarktung der HändlerFahrzeuge, sondern bietet mit dem AlphaController eine effiziente und ausgereifte Lösung für den Gebrauchtwagen-Prozess im Betrieb. Unter dem Titel „Driving tomorrow“ haben CarOnSale und Alpha Online am 16. April zum Kongress ins Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) nach München geladen. Dabei stand unter anderem die Digitalisierung des Autohauses und des Gebrauchtwagen-Prozesses im Mittelpunkt. Die Keynote kam dabei von FlixBus Co-Gründer Daniel Kraus. Die Verbindung zur Autobranche stellt die in beiden Branchen entscheidende Rolle von (digitalen) Prozessen dar.

Podiums-Diskussion beim CarOnSale-Kongress, unter anderem mit Burkhard Weller (l.) vom Verband der Automobilhändler Deutschlands VAD

Strukturelle Neuordnung des GW-Geschäfts „Der Gebrauchtwagenmarkt steht vor einer Phase struktureller Neuordnung“, ist CarOnSale-CoGründer Tom Krüger überzeugt. Zwar wachse das GW-Geschäft. „Doch die Branche steht unter Druck von mehreren Seiten gleichzeitig: volatilere Märkte, steigende Kapitalbindung, zunehmende Konsolidierung.“

In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion wurden die Herausforderungen des Handels beleuchtet.

Dabei wurde deutlich sichtbar: Das GebrauchtwagenGeschäft wird wichtiger, größer, professioneller und digitaler.

Die großen Autohandels-Gruppen wie Hahn, Weller oder Bauschatz & Gerstenmaier sind längst in dieser Transformation, organisieren ihre Unternehmer und ganz speziell den Gebrauchtwagen-Handel gänzlich neu.

„Wie steuere ich meinen Einkauf?“ ist laut Krüger die entscheidende Frage. Dabei würde man immer mehr spezialisierte Teams im Einkauf sehen. „Außerdem sind die Autohäuser beim Zukauf offener und schauen in ganz Europa“, so Krüger. Dabei kommen Prozesse immer mehr in den Fokus, es geht um KI, Daten und Technologie. Die Umsetzung funktioniert dabei – und auch darüber herrschte in München Einigkeit – nur über die richtigen Menschen und die engagierten Mitarbeiter. Weitere Informationen lesen Sie in der AUTOInformation 2816 vom 24. April 2026. •

Text und Fotos: Gerald

Weiss
Axel Döbbeler (CoS), Olaf Bock (Alpha Online), Tom Krüger, Max Schilling und Oguz Özgüler

AutoWallis bringt Geely

Wenn alles klappt, erfolgt der Start der nächsten China-Marke in Österreich noch vor dem Sommer.

Dass AutoWallis in Österreich neben NIO, KGM und Farizon auch eine weitere Marke importieren wird, war bereits im Herbst 2025 angekündigt worden. Monatelang war darüber spekuliert worden, welche das sein wird, und seit Ende April ist klar: Geely. Der Vertrieb durch den in Ungarn ansässigen Importeur soll noch im 2. Halbjahr starten. Anfangs sollen die Modelle Geely E5 und Starray EM-i angeboten werden; es handelt sich um zwei SUVs aus der Mittelklasse. Der E5 hat eine 60,22-kWh-Batterie (Reichweite von 430 Kilometern). Der Starray EM-i ist ein Plug-in-Hybrid (Kombination eines 1,5-Liter-Benzinmotors mit einer 18,4 kWh-Batterie). Weitere Modelle sollen folgen.

Anni Reiss, Brand Director Austria bei AutoWallis, will in den kommenden Wochen ein österreich-

weites Händler- und Servicenetz aufbauen. Details dazu gibt es vorerst noch nicht. AutoWallis ist europaweit in 17 Ländern mit 31 unterschiedlichen Marken aktiv.

Aiden He, CEO und VP Strategy & Product Geely Europe, nennt den Start in Österreich als wichtigen Meilenstein in der Expansion von Geely. •

Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Geely

Der Robox (l.) ist noch ein Concept Car; V23 und V27 werden bereits verkauft

Auf der Autoshow in Beijing präsentierte Ende April auch die junge Marke iCAUR, eine Tochter von Chery, Modelle und Pläne: Österreich spielt dabei eine wichtige Rolle.

In Beijing wurde auch bekannt, dass ein Start in Europa immer näher rückt – auch in Österreich sollen die Fahrzeuge schon relativ rasch angeboten werden. „Ja, iCAUR wird im Q4 – wenn alles nach Plan läuft – auch in Österreich starten“, heißt

Die Verträge wurden Ende April unterzeichnet: Der Starray EM-i kommt gleich zu Beginn

es. „Die Planungen laufen auf Hochtouren.“ Weitere Details werden vorläufig aber noch nicht bekannt gegeben.

Der chinesische Konzern ist derzeit mit den Marken Omoda und Jaecoo (importiert von Colmobil) und Chery (vertrieben über Freesbe) in Österreich aktiv. Nun steht mit iCAUR die vierte Chery-Marke vor den Türen – eine Entwicklung, die China-Experten bereits seit Jahren prophezeit haben: Ebenso wenig überrascht Fachleute, dass unterschiedliche Importeure am Werk sind. Interesse seitens der Händler an der erst seit 2025 bestehenden Marke dürfte jedoch bestehen, denn die kantigen Modelle von iCAUR stechen im sogenannten „Boxy Design“ aus der doch relativ einheitlichen Optik vieler anderer chinesischer Hersteller heraus. In Peking präsentierte Dr. Su Jun, CEO von iCAUR, ein Concept Car namens Robox. Bereits erhältlich sind die Modelle V23 (BEV) und V27 (Hybrid): Diese werden nicht nur in China, sondern auch in etwa 40 anderen Märkten, unter anderem im Nahen Osten angeboten. •

Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: iCAUR

Audi zeigte auf der Messe seine neuesten Entwicklungen

Ja, er kommt tatsächlich: Hier sehen Sie die Studie für den smart #2

Taktgeber, nicht Herausforderer

Eine Bilanz der Automesse in Beijing – von der China-Expertin Beatrix Keim, die auch am „A&WTag“ 2025 ein viel beachtetes Referat gehalten hat.

Die Beijing Auto Show 2026 zeigt klar: Chinas Automobilindustrie agiert nicht mehr als Aufholer, sondern mit eigenem Führungsanspruch. Nach Kleinwagen, MPVs und „Intelligent Car“-Fokus in den Vorjahren richtet sich der Blick nun konsequent auf das Luxussegment. Limousinen und SUVs orientieren sich sichtbar an Ikonen wie Rolls-Royce, Bentley oder Range Rover – jedoch nicht als Kopie, sondern als selbstbewusste Neuinterpretation. Technologisch ist „AI“ längst Standard. Softwaredefinierte Fahrzeuge, lernende Systeme und integrierte

Chinas Autoindustrie agiert nicht mehr als Aufholer, sondern mit eigenem Führungsanspruch.

Beatrix Keim, Center Automotive Research

Ökosysteme gehören bei fast allen Herstellern zur Grundausstattung. Die klassische Trennung zwischen OEM und Zulieferer verschwimmt. Für deutsche Hersteller ergibt sich ein ambivalentes Bild. Technologisch und teilweise auch im Design wurde aufgeholt. Doch der eigentliche Druck entsteht nicht durch Technik, sondern durch das

Für Stellantis-Partner Leapmotor (l.) ist Beijing die wichtigste Messe, ebenso für Omoda (u.)

Markenversprechen. Die zentrale Frage lautet: Wofür stehen deutsche Premiummarken in China noch – und rechtfertigt das ihre Preisposition?

Traditionelle Werte wie Qualität und Sicherheit werden an Differenzierungskraft verlieren. Sie werden zunehmend als Standard erwartet und vor allem politisch flankiert. Gleichzeitig übersetzen chinesische Hersteller Innovation schneller in sichtbaren Kundennutzen. Entscheidend bleibt damit das Prestige – doch auch dieses wandelt sich. Status definiert sich stärker über technologische Aktualität, digitale Leistungsfähigkeit und nationale Zugehörigkeit als über Herkunft. Ein lokal entwickeltes Fahrzeug kann heute mehr gesellschaftlichen Wert vermitteln als ein importiertes Premiumprodukt. Das klassische europäische Luxusnarrativ verliert damit an Exklusivität. Preisaufschläge lassen sich nicht mehr allein mit Herkunft oder Ingenieurstradition begründen. Parallel verschärft sich der Wettbewerb innerhalb Chinas massiv. Marken übertreffen sich gegenseitig in Technologie, Design und Inszenierung. Auch technologisch bleibt das Tempo hoch: AI-gestütztes Fahren, verkürzte Entwicklungszyklen durch KI-Agenten und große lokale Entwicklerteams verdeutlichen die Dynamik, das allerdings auch erfreulicherweise bei den deutschen Konzernen.

Fazit: China ist nicht mehr Herausforderer, sondern Taktgeber. Der Wettbewerb wird schneller, härter und weniger vorhersehbar. Erfolg erfordert mehr als Technik – entscheidend ist eine konsistente Strategie aus Produkt, Preis und Positionierung. •

Text: Beatrix Keim, Fotos: Audi, Leapmotor, Omoda, smart

GEWERBE

„Wollen

am Markt organisch wachsen“

Daniel Marberg-Bahlmann skizziert Positionierung und Zukunftspläne des Reifen- und Autoservice-Spezialisten BestDrive in Österreich.

A&W: Wie gestaltet sich die Wahrnehmung der Marke BestDrive in Österreich?

Marberg-Bahlmann: Als Teil eines weltweiten Rebrandings von Contitrade zu BestDrive by Continental haben wir 2024 alle ehemaligen Filialen von Reifen John und Profi Reifen & Autoservice erfolgreich in die neue Servicemarke integriert. Unser Team ist diesen Weg voll mitgegangen. Dass damit lokale Markenbekanntheit verloren gehen könnte, haben wir bewusst in Kauf genommen.

Wie ist BestDrive hierzulande aufgestellt?

Marberg-Bahlmann: Wir betreiben 51 Standorte selbst, weitere 30 werden von Franchisenehmern geführt. Eine Erweiterung des BestDrive-Netzwerkes ist willkommen, aber nicht dezidiert geplant. Falls neue Standorte hinzukommen, dann im Franchisesystem. Für uns ist es wichtiger, die bestehenden Filialen auszulasten. Wir wollen am Markt auf jeden Fall organisch wachsen. Deshalb bauen wir auch unser Netzwerk mit Online-Plattformen aus und positionieren uns dort gezielt als professioneller Montagepartner mit hochwertigem Service. BestDrive verfügt über ein saisonal stark schwankendes Geschäft, die für den Reifenhandel und -service typische Lücke im Sommer soll zunehmend mit Autoservice-Dienstleistungen geschlossen werden. Im Autoservice-Bereich sehen wir noch viel Potenzial, wie wir unsere bestehenden Kunden noch umfangreicher servicieren bzw. potenzielle Neukunden zu uns holen können.

Im Autoservice-Bereich sehen wir noch viel Potenzial.

Daniel Marberg-Bahlmann, Geschäftsführer

Wird es künftig zu Verschiebungen in der Kundenstruktur kommen?

Marberg-Bahlmann: Derzeit verteilt sich unser Geschäft zu rund 40 Prozent auf Privatkunden, 50 Prozent auf Geschäftskunden (Fuhrparks, Flotten, Leasinggesellschaften) und 10 Prozent auf Franchise. Obwohl der Prozentsatz der gewerblichen Kfz-Zulassungsnehmer weiter steigt, konnten wir in den ersten Monaten 2026 auch im Privatkundenbereich zulegen. Das Lkw-Geschäft ist ein stabiler Bereich und trägt je nach Phase zwischen 10 und 20 Prozent zum Umsatz bei.

Sind Zusatzangebote, vorrangig im Dienstleistungsbereich, angedacht?

Die Langfassung des Interviews lesen Sie in der AUTO-Information

Nr. 2818 vom 8. Mai 2026

Es hat sich in diesem Prozess aber auch gezeigt, dass die Bindung zum Mitarbeiter noch stärker ist als zur Marke. Die Mitarbeiter, die direkten Ansprechpartner für die Kunden, sind geblieben, das ist der entscheidende Punkt. An dem weiteren Ausbau unserer Markenbekanntheit arbeiten wir laufend und setzen dabei auch auf gezielte Aktionskampagnen.

Marberg-Bahlmann: Rund 20 Prozent des Umsatzes sind Autoservice, der Rest verteilt sich auf Reifenverkauf und -service. Die Nutzungsdauer der Fahrzeuge nimmt zu, es gibt mit steigendem Fahrzeugalter einen Trend weg vom Markenbetrieb. Wir arbeiten daran, komplexere Reparaturen, beispielsweise Getriebeinstandsetzungen, Austausch von Zylinderkopfdichtungen und Zahnriemen, flächendeckend anzubieten. Bereits jetzt gibt es an den meisten Standorten die Möglichkeit der §57a-Überprüfung. Und in ausgewählten Filialen wird bereits die Reparatur von Unfallschäden angeboten. Die Karosseriearbeiten werden hier intern mit eigenem Personal durchgeführt, die Lackierarbeiten werden extern vergeben. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: BestDrive

Pro Bond klebt dort, wo andere scheitern – und zeigt dabei sichtbar, wann die Reparatur sicher hält.

Wenn in der Werkstatt eine Halterung bricht, ein Clip ausreißt oder eine Kunststoffverkleidung instand gesetzt werden muss, zählt vor allem eines: eine Reparatur, die schnell funktioniert, sauber aussieht und im Fahrbetrieb zuverlässig hält. Genau dafür wurde Pro Bond von Innotec entwickelt. Die Produktneuheit ist ein elastischer 2K-Sekundenkleber mit Farbindikator, der beim Aushärten von violett zu transparent wechselt und damit sichtbar macht, wann die Verbindung sicher belastbar ist.

Gerade bei modernen Fahrzeugen sind viele Bauteile aus Kunststoffen wie PP, PE, PA, EPDM oder Gummi gefertigt – Materialien, bei denen herkömmliche Klebstoffe oft an ihre Grenzen stoßen. Pro Bond haftet auch auf diesen schwierigen Untergründen zuverlässig und bleibt dabei dauerhaft flexibel und stoßfest. Das ist besonders wichtig bei Bauteilen, die Vibrationen, Bewegung und wechselnden Belastungen ausgesetzt sind.

Auch die Anwendung ist auf den Werkstattalltag ausgelegt: Mischdüse aufsetzen und direkt verarbeiten. Das standfeste Gel läuft nicht ab, tropft nicht und eignet sich ideal für vertikale Reparaturen direkt am Fahrzeug. Zudem füllt Pro Bond Spalte und Unebenheiten bis zu 3 mm aus und sorgt nach dem Aushärten für ein nahezu unsichtbares, transparentes Endergebnis

Typische Einsatzbereiche sind die Reparatur von Scheinwerferhalterungen, Stoßfängern, Kunststoffverkleidungen, Clips, Laschen, Kabelhaltern sowie Innenraumteilen und Gehäusen. Pro Bond macht Reparaturen damit einfacher, sicherer und wirtschaftlicher – genau dort, wo im Werkstattalltag belastbare Lösungen gefragt sind.

Elastischer 2KSekundenkleber mit Farbindikator

Pro Bond macht Kunststoffreparaturen wirtschaftlich und kontrollierbar

• Farbindikator statt Rätselraten: violett auftragen, transparent aushärten.

• Haftet auch auf PP, PE, PA, EPDM und Gummi.

• Standfest, spaltfüllend, flexibel gemacht für den Werkstattalltag.

Produktvorführung vereinbaren

www.innotec.at/beratersuche

Reifen verbinden: die DRIVER-Partner aus der point-S-Gruppe (erstmals komplett versammelt, o.), Matteo Braga (l.)

Pirelli beschleunigt die DTM neu

Ein Reifen. Ein klares Statement für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Pirelli liefert zur DTM-Saison 2026 erstmals einen exklusiv entwickelten Rennreifen. Und ein Signal.

Der Startschuss zur DTM-Saison 2026 fiel am 24. April auf dem Red Bull Ring in Spielberg, gleichzeitig rollte ein Reifen auf die Strecke, der in der DTM-Geschichte einzigartig ist. Ein von Grund auf neu entwickelter Pneu, der eigens für die Anforderungen der DTM konzipiert und in Deutschland gefertigt wurde.

Erfolgreiche

Partner: Matteo Braga, Wolfgang Meier, Thomas Voss, (v. l.)

Sechs Monate Volllast Nachdem Pirelli im Oktober 2025 offiziell als DTM-Reifenlieferant bestätigt worden war, startete die Entwicklung unter Hochdruck. Der erste Testlauf fand im November statt, „nicht der ideale Zeitpunkt, um etwas im Freien zu testen“, so Matteo Braga, Head of Circuit Activity Pirelli. Die Wintersaison wurde konsequent für Simulationen und Analysen genutzt. Das Ergebnis: Ein Reifen aus FSC™-zertifiziertem Naturkautschuk, der die gesetzten Ziele erfüllt.

Was den DTM-Reifen besonders macht

Wer genau hinschaut, erkennt das eigenständige Produkt nicht nur wegen des gemeinsam auf der Reifenflanke platzierten DTM- und Pirelli-Logos, übrigens eine Premiere in der Geschichte beider Marken. Der

neue Reifen bietet verbessertes Aufwärmverhalten, optimierte Performance, kontrolliertere Abnutzung. Letzteres ist programmatisch: Die Fahrer sollen die Reifenleistung aktiv managen müssen. Dadurch wird auch die Saisonstrategie wichtiger und Reifenmanagement über die gesamte Saison zu einem eigenen Wettbewerbsfaktor.

Made in Germany

DTM-Geschäftsführer Thomas Voss unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft: „Pirelli war von Beginn an führend bei Speed, Qualität, Verfügbarkeit. Das Gesamtpaket stimmt“ und er sieht sie als Signal für die gesamte Automobilindustrie. Auch Wolfgang Meier, CEO Pirelli Deutschland, betont, dass oftmals in Deutschland die Technologie entwickelt, die Produktion aber ins Ausland verlagert wird. Der Pirelli DTM-Reifen zeige: Beides ist hier möglich.

Driver vollzählig bei der DTM

Abseits der Boxengasse kamen die österreichischen Partner von DRIVER, dem Pirelli-Handelskonzept erstmals zusammen. Dabei handelt es sich um mittlerweile 20 point-S-Betriebe, die ihre Auftritt auf DRIVER umgestellt haben. Der positive Zuspruch zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel hier sehr gut funktioniert. • Text: Petra Mühr, Fotos: adac_motorsport, Redaktion

Die Hallen füllen sich

Die AutoZum berichtet von regem Aussteller-Interesse und laufenden Buchungen für 2027.

Wir registrieren ein sehr hohes Interesse an der AutoZum 2027“, erklärt Messeleiter

Sven Sauer über Österreichs größte Kfz-Fachmesse, die wieder vom 20. bis 23. Jänner 2027 im Messezentrum Salzburg stattfindet.

Nach der sehr erfolgreichen Auflage 2025 ist für 2027 wieder Wachstum geplant und die Vorzeichen stehen sehr gut. „Wir sind mit vielen Unternehmen in der konkreten Messe-Planung und haben bereits zahlreiche fixe Zusagen“, so Sauer.

Große Vielfalt aus allen Teilbranchen

Vor Kurzem haben wir an dieser Stelle die Buchung von Würth gemeldet. Bei einem der traditionell größten Aussteller laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. „Kürzlich hat mit Bosch ein weite-

rer Fachbeirat die Teilnahme offiziell bestätigt“, berichtet Sauer über einen den führenden Anbieter im Werkstätten-Segment. Fixe Buchungen gibt es auch von zahlreichen anderen Partnern aus den verschiedenen Teilbereichen der Kfz-Branche, damit wird einmal mehr die Vielfalt der AutoZum unterstrichen. Dazu gehört etwa die Teilnahme von Liqui Moly und Fuchs (Schmierstoffe), Christ (Waschanlagen), Neimcke (Teile-Großhandel), Meta Lagertechnik, Fit-Zel Transportsysteme, DKS Technik (Karosserie), Autolift (Hebetechnik), Herth+Buss (Kfz-Teile), Pichler Werkzeuge und Reifen Straub. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: AutoZum

Die Zeitenwende im Waschgeschäft SmartCare Connect

• Maximale Effizienz

• Herausragende Waschergebnisse

• Der Schlüssel zu neuen, digitalen Vertriebskanälen

AutoZum-Messeleiter Sven Sauer

Bild links: Werkstattleiter Stefan Strauß und Kastner-Vertriebsleiter-Ost Jürgen Schönbauer zeigen auf den neuen Rollen-Bremsenprüfstand, der das Arbeiten deutlich erleichtert

„Bestens betreut“

Auf mehr als 50 Jahre blickt das MehrmarkenAutohaus Karl Strauß in Stockerau zurück. Um Arbeiten auf höchstem technischem Niveau zu gewährleisten, wurde in jüngster Zeit auch die Zusammenarbeit mit dem Werkstättenausrüster Kastner intensiviert.

Firmenchef Karl Strauß feierte in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag, mit Sohn, Kfz-TechnikerMeister und Werkstattleiter Stefan Strauß (25), der seit zwei Jahren das Team verstärkt, ist bereits die nächste Generation im Unternehmen fest verankert. „Ich unterstütze die Werkstatt bei komplizierteren Fällen und bin auch für den Bereich Werkstättenausrüstung zuständig“, erklärt Stefan Strauß. Für das breite Angebot von Kastner und das kompetente Techniker-Team findet er nur lobende Worte: „Ich fühle mich bestens betreut.“

Verstärkte Kooperation seit zwei Jahren Zwar gab es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder einmal Berührungspunkte, so richtig verstärkt wurde die Zusammenarbeit mit dem Eintritt von Stefan Strauß in das Familienunternehmen. In diese Zeit fiel auch der 250 m2 große Werkstattzubau, der seit August 2025 unter anderem vier neue Hebebühnen und einen neuen Rollen-Bremsenprüfstand BPS Sherpa Compact-XT-6280 beherbergt. Mit Letztgenanntem

können dank der breiten Ausführung auch Transporter und Pick-ups problemlos überprüft werden. „Mit der Qualität und der Handhabung des RollenBremsenprüfstands bin ich sehr zufrieden. Bis dato sind keine Mängel aufgetreten. Zudem erleichtert der Automatik-Modus das Arbeiten deutlich“, unterstreicht der Werkstattleiter. „Wir waren von Anfang an in den Zubau mit eingebunden“, ergänzt Jürgen Schönbauer, Kastner-Vertriebsleiter-Ost. „Die Koordination mit den Behörden hat gut funktioniert und die Montage erfolgte zeitgerecht.“ Für Stefan Strauß wiederum war es wichtig, dass er „alles aus einer Hand“ bekommt.

Für die Zukunft gerüstet

Beim Projekt lief und bei der Zusammenarbeit läuft also alles wie auf Schienen: Dafür sorgt auch der gute Draht zwischen den Kastner-Technikern und dem Autohaus-Verantwortlichen. Denn seit dem Einstieg von Stefan Strauß ins Unternehmen und der damit einhergehenden langfristigen Perspektive für den Ford-, Mercedes-Benz- und smart-Händler wird noch einmal mehr Augenmerk darauf gelegt, dass der Betrieb für alle aktuellen und künftigen Herausforderungen gerüstet ist. Dazu gehört auch die regelmäßige Wartung des technischen Equipments, die Stefan Strauß in die Hände der Kastner-Spezialisten legt. „Die Wartung der Werkstattausrüstung ist wichtig. Unsere Kfz-Fachkräfte benötigen mehr denn je einwandfrei funktionierende Werkzeuge und Geräte.“ • Text und Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl

Ein Schutz, der sich lohnt

Stop&Go-Marderabwehr bietet Werkstätten und Autohäusern Marderabwehrlösungen ohne großen Montageaufwand.

Im Frühjahr steigt das Risiko für Marderschäden

deutlich an – ein guter Anlass für Kfz-Betriebe, das Thema aktiv in die Kundenberatung einzubinden und das Serviceangebot zu erweitern. „Bei unseren Lösungen achten wir darauf, dass sie anwenderfreundlich sind“, erklärt Jochen Beik, Vertriebsleiter, Norbert Schaub GmbH, die die Marke Stop&Go vertreibt.

Breites Sortiment

„Sie eignen sich für den Einbau in Pkws, Transporter und Wohnmobilen und sind in kurzer Zeit über die geöffnete Motorhaube installiert.“ Stop&Go bietet ein breites Sortiment an Abwehrlösungen – von Duftprodukten über Ultraschallgeräte bis hin zu Hochspannungs- und Kombisystemen. Neu ist das mobile Rooftop Ultraschall Marderabwehrgerät: eine Kombination aus Ultraschall und Blitzlicht. Das

Enorme MarderSchäden: Stop&Go bietet Abwehrlösungen

Neue Wege

Siems & Klein geht in der Kundenansprache und -bindung neue Wege und setzt wie im Vorjahr auf eine selbst organisierte Classic-Veranstaltung.

Am 13. Juni geht die 2. Siems & Klein Classic in Mariazell über die Bühne. 50 Oldtimer und mehr als 100 Gäste nehmen den Rundkurs im Mariazeller Land in Angriff. Zwischen Start und Ziel liegen 7 Stationen, an denen unter anderem für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt wird. Denn bei einer Oldtimer-Rallye stehen nicht die Zeiten im Vordergrund, sondern der Genuss: der Genuss des Fahrens, der Landschaft, der Strecke.

„Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, gerade im Business ist es wichtig, dass Dinge schnell funktionieren – für uns und unsere Kunden. Mit der Classic wollen wir ein bewusstes Zeichen setzen, ein Zeichen der Entschleunigung“, erklärt Martin Brachmann, Geschäftsführer von Siems & Klein. Zeit nehmen sich an diesem Tag nicht nur ausgewählte Kunden von Siems & Klein, sondern auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siems & Klein.

System ist akkubetrieben, binnen weniger Sekunden installiert und sowohl für Kundenfahrzeuge als auch für die eigene Flotte geeignet. Stop&Go-Werkstattpartner profitieren von geprüfter Qualität, vier Jahren Garantie auf viele Produkte sowie einem digitalen Werkstattfinder, der gezielt Kundenanfragen in die Betriebe lenkt. So wird aus einem saisonalen Thema eine nachhaltige Servicelösung, die das ganze Jahr über Mehrwert schafft. • Text: Dieter Scheuch, Fotos: Stop&Go

Die Mannschaft von Siems & Klein bei der Premiere des Classic-Events im Jahr 2025

„Ohne sie wäre die ganze Veranstaltung in dieser Form nicht möglich. Wir bereiten schon seit Wochen gemeinsam vor und arbeiten daran, unseren Teilnehmern einen besonderen Tag zu schenken“, sagt Mario Mayer, Abteilungsleiter bei Siems & Klein. Schon im Vorjahr war die Veranstaltung ein voller Erfolg. „Kundenbeziehungen leben davon, dass das Daily Business läuft. Aber wir wollen mehr: eine gemeinsame Geschichte. Und die lebt von gemeinsamen Erlebnissen“, betont Brachmann. • Text: Redaktion, Foto: Robert Pichler

Die Kombination aus Innotec-Reiniger und INTOOL-Pistole sorgt für schnelle und sparsame Reinigung

Schneller und sparsamer

Mit dem Easy Clean von Innotec und dem Intool Turbo Spin erfolgt die Fahrzeugaufbereitung schneller und mit weniger Materialverbrauch.

Im Werkstatt- und Aufbereitungsalltag zählt nicht nur, ob ein Fahrzeug sauber wird. „Entscheidend ist, wie schnell du zum Ergebnis kommst, wie wirtschaftlich du arbeitest und wie viel Material du dabei tatsächlich verbrauchst“, berichtet Vertriebsleiter Wolfgang Schmid, Head of Sales Automotive bei Innotec.

Hier setzt die Kombination aus Easy Clean und Intool Turbo Spin Cleaner an – ein durchdachtes System für professionelle Fahrzeugreinigung, mit dem Effizienz, sauberes Finish und Nachhaltigkeit in einem Arbeitsprozess vereint werden.

Entscheidend ist, wie schnell und wie wirtschaftlich du zum Ergebnis kommst.“

Wolfgang Schmid, Head of Sales Automotive, Innotec

„Wer täglich Cockpits, Türverkleidungen, Kunststoffe, Stoffe, Polster oder Dachhimmel reinigt, kennt das Problem: viele unterschiedliche Spezialreiniger, hoher Verbrauch, unnötige Lagerhaltung und am Ende trotzdem zusätzlicher Aufwand durch Nacharbeiten“, so Schmid.

Mit Easy Clean reduziert Innotec diese Komplexität. „Der Reiniger entfernt zuverlässig Fett, Öl, Nikotin, Straßenschmutz, Insektenreste, Ruß und Politurreste und ist für nahezu alle typischen Oberflächen im

Fahrzeug geeignet.“ Damit spart das System nicht nur Zeit im täglichen Einsatz, sondern vereinfacht auch die Abläufe in Werkstatt und Fahrzeugaufbereitung.

Kombination aus Reiniger und Pistole

Die gesamten Vorteile spielt Easy Clean im Zusammenspiel mit dem Intool Turbo Spin Cleaner aus. So zerstäubt die Druckluft-Reinigungspistole den Reiniger besonders fein und bringt ihn exakt dorthin, wo man ihn braucht. „Das verbessert die Verteilung, unterstützt eine schnelle Schmutzlösung und hilft gleichzeitig dabei, den Produktverbrauch deutlich zu reduzieren“, weiß Schmid. In der Praxis bedeutet das: weniger Nachfüllen, weniger Handling und geringere laufende Kosten.

Weiters kann nach der Reinigungsphase mit der ‚air only‘-Funktion direkt nachgetrocknet werden. „Das beschleunigt den gesamten Arbeitsprozess spürbar und sorgt für ein sauberes, streifenfreies Finish ohne unnötige Nacharbeit.“ Gerade bei hohem Fahrzeugdurchsatz macht genau diese Kombination aus Reinigung, feiner Zerstäubung und schneller Trocknung den Unterschied.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit zeigt das System klare Stärken. Wer mit weniger Produkt auskommt, reduziert automatisch den Bedarf an Kanistern, Verpackungsmaterial und Lagerfläche. • Text: Redaktion, Fotos: Innotec

Neue SB-Waschanlagen-Generation

Mit JetWash Connect präsentiert der deutsche Waschanlagenhersteller

WashTec eine neue Generation von SB-Waschanlagen.

Die neue Anlage kombiniert ein vollständiges modulares Konzept mit erweiterten digitalen Services, modernste Bezahloptionen und den neu entwickelten Stahlbau JetBay Connect. Darüber hinaus steht erstmals die MagicCare Highend-Politur auch für den SB-Bereich zur Verfügung.

Neue Bezahlmöglichkeiten für mehr Komfort

Die neue SB-Waschanlage kann an digitale und flexible Vermarktungsmöglichkeiten wie die App EasyCarWash Pro angebunden werden. Die neue Bezahlfunktion Wash & Pay macht den SB-Waschprozess für den Kunden noch einmal deutlich komfortabler. Denn nach der Autorisierung läuft der Waschvorgang ohne Unterbrechungen ab, da ein Nachwerfen der Münzen wegfällt. Die Abrechnung erfolgt nach Programmende – unabhängig davon, ob per App, Karte

Kunden wird ein verbessertes Wascherlebnis geboten

oder Smartphone bezahlt wird. WashTec-Angaben zufolge zeigen erste Erfahrungswerte, dass sich dank Wash & Pay der durchschnittliche Waschumsatz signifikant erhöhen lässt. Der Stahlbau JetBay Connect wurde hinsichtlich Optik und Funktionalität komplett überarbeitet und bietet ein modernes Erscheinungsbild – untermauert durch individuelle Farbgestaltung, Oberlichter oder ein LED-Konzept für die intuitive Kundenführung. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: WashTec

„Wir

suchen Autohäuser“

Die Kfz-Zubehörkette Forstinger will ihr aktuelles Filial- und Werkstättennetz ergänzen. „Wir suchen dringend Autohäuser“, sagt Geschäftsführer Rudolf Bayer. Hier sind die Details!

Es ist noch nicht allzu lange her, da stand die Zukunft der Autozubehörkette Forstinger auf der Kippe – und das nicht zum ersten Mal.

Doch seit der in der Branche allseits bekannte Rudolf Bayer das Szepter übernommen hat, geht es wieder aufwärts. War das Ergebnis im Vorjahr noch leicht negativ, so plant Bayer für 2026 ein positives operatives Ergebnis in Höhe von etwa einer Million Euro: „Unser Wirtschaftsjahr geht immer von Oktober bis September, und fast die Hälfte davon haben wir schon erwirtschaftet.“ Derzeit liege man sogar „leicht über Plan“, so Bayer. Nicht zuletzt habe auch der Winter „einen gewissen Rückenwind“ erzeugt. Auch die Verkleinerung des Zentrallagers habe zur Verbesserung des Ergebnisses beigetragen.

An 3 Standorten bereits umgesetzt

Nun will Forstinger das Filial- und Werkstättennetz sogar ergänzen: „Wir suchen dringend Autohäuser“, sagt Geschäftsführer Bayer: Bei der Akquise will man ähnlich vorgehen wie an den 3 Standorten, wo man dieses Konzept bereits umgesetzt hat.

In Neunkirchen wurde im Vorjahr das ehemalige Autohaus Zezula zu einer Forstinger-Filiale samt

angeschlossener Werkstätte umgebaut, Ähnliches geschah beim ehemaligen Betrieb von Toyota Frey in Wien-Floridsdorf und in Baden beim ehemaligen Autohaus Koinegg. Gesucht sind Betriebe von 700 bis 1.000 Quadratmeter: Im ehemaligen Schauraum soll der Verkaufsshop von Forstinger eingerichtet werden, in der Werkstätte sollten 2–4 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Wichtig wäre auch die Berechtigung zur §57a-Überprüfung.

„Die Babyboomer gehen in Pension und finden für ihren Betrieb möglicherweise keinen Nachfolger“, sagt Bayer als Begründung für seine Entscheidung. Forstinger will die Betriebe nicht kaufen, sondern vorzugsweise mieten. „Wir können uns aber, wenn

Die Babyboomer gehen in Pension und finden für ihren Betrieb möglicherweise keinen Nachfolger.

Rudolf Bayer, Forstinger

alles passt, auch andere Lösungen vorstellen“, meint Bayer. Gesucht wird in ganz Österreich: „Im Austausch von einer bestehenden Filiale, die nicht optimal gelegen ist oder als Ergänzung zu den 69 Betrieben, die wir derzeit aktuell haben.“ 68 davon haben auch eine angeschlossene Werkstätte, nur die Forstinger-Filiale in der Hütteldorfer Straße 63–65 in Wien nicht. Interessenten melden sich am besten direkt per E-Mail: rudolf.bayer@forstinger.com • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Forstinger

Fangen Sie an zu helfen

Verkauft wird im Autohaus, in der Werkstatt und im Handel eigentlich ständig: Den Kunden vom Modellwechsel überzeugen. Den Servicetermin schmackhaft machen. Das Team für neue Prozesse begeistern. Den Einkäufer von der richtigen Teileauswahl überzeugen.

Der Ausgangspunkt ist immer derselbe. Eine Botschaft, ein Produkt, eine Dienstleistung, die Sie jemandem verständlich und attraktiv machen wollen.

3 Fragen hinter jeder guten Botschaft

Die drei Grundfragen dabei: Was wollen Sie kommunizieren? Wen wollen Sie erreichen? Wozu wollen Sie das? Frage drei hat der amerikanische Verkaufsprofi und Bestsellerautor Zig Ziglar einmal komplett anders erklärt: Unterstützen Sie, statt zu verkaufen.

Natürlich wollen Sie Autos oder Services verkaufen. Ihre Mitarbeiter motivieren. Aber wer seinem Kunden nicht einfach ein Fahrzeug, sondern Mobilität, Verlässlichkeit, ein gutes Gefühl verkauft. Nicht einfach ein Service einredet, sondern dafür sorgt, dass jemand sicher unterwegs ist, also echte Unterstützung für den Kunden liefert …, dann entsteht echtes Vertrauen statt Kaufdruck.

Guter und erfolgreicher AutomotiveContent erklärt, überzeugt, begleitet.

Worte, um Werkstätten zu füllen Genau so funktioniert das mit Texten. Guter und erfolgreicher Automotive-Content erklärt, überzeugt, begleitet. Newsletter, die gelesen werden. Fachartikel, die Händler und Werkstätten als Experten positionieren. Ein internes Magazin, das nicht im nächsten Altpapier-Container landet. Wenn Sie also Unterstützung bei Content wollen, der in Ihrer Branche wirklich ankommt, schreiben Sie uns gern. • (info@autentio.at)

Dr. Fritz Knöbl ist emeritierter Rechtsanwalt und Publizist

Katzenjammer

Europas Autoindustrie hat bei der Klimawende ihre Hausaufgaben gemacht.“ ACEA-Generaldirektorin Sigrid de Vries bezifferte im Herbst 2024 die Investitionen für diese (unfreiwilligen) „Hausaufgaben“ mit 250 Milliarden Euro. Basierend auf realitätsfernen Vorgaben der EU, die dennoch zu erfüllen waren. Keine zwei Jahre später erfolgt nun der Katzenjammer. Laut einer Analyse der Beratungskanzlei Ernst & Young Global Limited (EY) in London summieren sich die Belastungen durch die nunmehr erforderlichen Wertberichtigungen für Batteriefabriken, Entwicklungsprojekte und neue Modellreihen für die Jahre 2025 und 2026 weltweit auf fast 60 Milliarden Euro.

„Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen existenzbedrohenden Krise“, urteilt Constantin M. Gall, EY-Spezialist für globale Mobilitätsstrategien, pessimistisch. „Viele Konzerne hatten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Tatsächlich entwickelte sich die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa deutlich schwächer als prognostiziert.“ Die finanziellen Folgen treffen nicht nur die global agierenden Autoproduzenten, sondern genauso deren lokale Zulieferer – und letztlich auch jeden einzelnen Autohändler.

Der Gesamtgewinn der 19 analysierten Autokonzerne brach weltweit um 59 Prozent ein.

Dr. Fritz Knöbl

Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.

„Was als Zukunftswette begann, wird für viele Autokonzerne zunehmend zur milliardenschweren Belastung“, analysiert EY die Situation der 19 weltweit führenden Autokonzerne. Vier von ihnen rutschten bereits in die roten Zahlen. Mit einem Abschreibungsbedarf von rund 22 Milliarden Euro hat es Stellantis am ärgsten erwischt. 15 Milliarden entfallen davon auf den politischen Strategiewechsel – weg von Elektroautos – am USMarkt. Dementsprechend sind davon auch Ford (umgerechnet 18 Mrd. Euro) und General Motors (rund 7 Mrd.) betroffen. Honda hat ebenfalls stark auf die E-Mobilität gesetzt – und muss dafür 14,5 Milliarden Euro abschreiben.

Die Folge: Der Gesamtgewinn der 19 analysierten Autokonzerne brach 2025 weltweit um 59 Prozent ein, schrumpfte von 143 auf 59 Milliarden Euro. Die Gewinnmarge sank von 6,7 auf 2,8 Prozent (somit auf einen historischen Tiefstand), obwohl der Umsatz mit einem kleinen Plus von 0,6 Prozent weltweit stabil blieb. Die deutschen Konzerne schnitten bei herben Markteinbußen in China mit einem Umsatzrückgang von 4,1 Prozent allerdings schlechter ab als die Konkurrenz.

Die realitätsferne Industrie- und Klimapolitik der EU war eine (voraussehbare) Einladung für chinesische Produzenten. Noch liegen die drei größten Chinesen aktuell auf den Plätzen 10, 15 und18 im internationalen Umsatzranking. Doch konnten die drei Marktleader BYD, Geely und Great Wall Motors ihren Umsatz um 9,3 bzw. 16 Prozent deutlich steigern. Geely verbucht sogar – als rare Ausnahme – ein Gewinnwachstum. Bei den beiden anderen sanken die Gewinnmargen moderat um 13 Prozent. Das, was damals für eine erfolgreiche EU-Energie-Transformation erforderlich gewesen wäre und was auch heute noch fehlt, ist die erforderliche Infrastruktur. Insbesondere die dafür erforderlichen Leitungen, um die neue „grüne“ Energie entsprechend nutzen zu können. Weiters entsprechende Speicherkapazitäten, um die bei Wind und Sonnenschein produzierten Strommengen während düsterer Flautezeiten verfügbar zu haben.

„Ein klimaneutrales Österreich braucht, um die Elektrifizierung von Verkehr, Industrie und Gebäuden zu schaffen, bis 2040 doppelt so viel Strom wie jetzt“, erklärte 2024 die Geschäftsführerin des Dachverbandes „Erneuerbare Energie Österreich“ (EEÖ), Dipl.-Ing. Martina Prechtl-Grundnig. Dazu wären bis 2040 allein für den Netzausbau 53 Milliarden Euro nötig (44 Milliarden für Verteilernetze, 9 Milliarden für Übertragungsnetze). In Deutschland wird der entsprechende Investitionsbedarf bis 2045 auf 651 Milliarden Euro geschätzt. Die Kosten für den gleichzeitig notwendigen Ausbau der Speicherkapazitäten sind da noch gar nicht mitgerechnet. Wie das finanziert werden soll, bleibt unklar. •

Gerald Weiss, redaktioneller Verlagsleiter B2B

Komplexe Autokrise

Die deutsche Automobilindustrie und die mit ihr eng verbundene österreichische Zulieferindustrie stehen gewaltig unter Druck. Darüber besteht Konsens. Weniger Einigkeit herrscht in der Begründung dafür: Gerne wird die EU-Politik, der Klimaschutz, das Elektroauto und das (so nie vorhandene) Verbrennerverbot dafür verantwortlich gemacht. Eine Studie zu den hohen Investitionen in die E-Mobilität führen dann gerne zu Headlines wie „Milliardengrab E-Mobilität“. Diese Schlussfolgerung greift jedoch viel zu kurz. Die Situation der deutschen Autoindustrie hat sehr viele Gründe, die in den vergangenen Jahren erst aufgetreten sind oder sich verstärkt haben:

Volumensrückgänge und Probleme auf anderen Märkten:

Noch immer fehlen (seit COVID) in Europa fast 20 Prozent des Neuwagenvolumens, das werden wir auch nicht mehr aufholen. Dazu kommt der steigende Marktanteil der chinesischen Hersteller, langsam in Europa und disruptiv im wachsenden China-Markt. Fast im gleichen Ausmaß wie der Anteil der New Energy Vehicles, also BEV und PHEV/Range-Extender-Modelle, in China wächst, sinkt dort der Marktanteil der deutschen Anbieter. Nicht zuletzt gibt es am US-Markt, wo die Deutschen ohnehin nie sehr stark waren, Zoll-Probleme. Das Volumen ist also geschrumpft.

China ist Weltmarktführer bei E-Autos geworden und beherrscht damit die Technologie der Zukunft.

Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.

Legacy: zu hohe Kapazitäten von alten Fabriken

Während zuerst Tesla und mittlerweile die chinesischen Hersteller neue und topmoderne Fabriken bauen, fast nur neue Technologien entwickeln und produzieren, sitzen die deutschen Hersteller auf ihren „Altlasten“. Strukturen, Technik und Produktionsstandorte sind deutlich älter als bei den neuen Wettbewerbern, dazu kommt hoher und teurer Personalstand. Dabei war (und ist) es verlockend, mit dem „Bestehenden“ noch gutes Geld zu verdienen, anstatt konsequent in das „Neue“ zu investieren.

Disruptive Transformation

Die technologische Transformation hat deutlich an Tempo gewonnen, ist teils disruptiv. Entwicklungs- und Produktionszyklen sind durch China-Speed massiv verkürzt worden und passen nicht mehr zu den Kalkulationen der etablierten Hersteller. Das fällt beim Antrieb besonders auf: Hier sind die europäischen Plattformen teilweise bereits wieder veraltet, müssen aber noch länger produziert werden. Das gilt aber ebenso für autonomes Fahren, Software-defined-Vehicles, die Software an sich sowie für die Produktion (Dark Factory, Gigacasting,...)

Produktionskosten

Die ohnehin hohen Produktionskosten in Europa, vor allem in Deutschland und Österreich, sind durch die Energiekrisen noch weiter gestiegen. Anstatt noch intensiver in erneuerbare Energie, Netze und Speicher zu investieren, um langfristig günstigere Energie zu nutzen, werden weiterhin Milliarden (zirka 8 in Österreich, zirka 80 in Deutschland, Tendenz wieder stark steigend) beim Import von fossilen Energieträgern im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt.

Politik und fehlende Planungssicherheit

Der Weg zur Elektromobilität war lange Zeit – samt klarem Bekenntnis von Politik und Herstellern – vorgezeichnet. Deutschland sollte mit einem starken Heimmarkt Weltmarktführer werden. Dafür hätte es aber Konsequenz und Planungssicherheit gebraucht, beides hat es nicht gegeben. Der panische Zick-Zack-Kurs bestraft neue Player, Start-Ups und jene, die ihre Hausaufgaben gemacht haben – und er belohnt Unternehmen, die zu lange am Alten festhalten. Dass die Pkw-Zukunft elektrisch ist, wird auch dort nicht bezweifelt. Die nun noch verlängerte Mehrgleisigkeit belastet die Konzerne immens und vergrößert die Entwicklungslücke zu China. Die chinesischen Hersteller sind heute Weltmarktführer bei E-Autos und beherrschen damit die Technologie der Zukunft. Auch die Deutschen bedienen sich mittlerweile deren Kompetenz, lassen dort entwickeln und produzieren. Das hat sich in nur wenigen Jahren umgedreht.

WIRTSCHAFT

„Für die Industrie ungünstig!“

Bosch-Chef Stefan Hartung und Finanzvorstand

Markus Forschner

Bei der Bosch-Bilanzpressekonferenz in Deutschland sieht man, was der Weltkonzern mit fast einer halben Million Mitarbeitern leistet. Und was bringt die Zukunft?

Auch wenn man schon einige Zeit nicht mehr hier war: Der vor 10 Jahren eröffnete Forschungscampus in Renningen ist jedes Mal beeindruckend: 2.100 Experten und Expertinnen aus 50 Nationen arbeiten hier. Und auch wenn man nicht weiß, was in den Labors, Werkstätten und Instituten alles vor sich geht – einige fertige Ergebnisse werden den Journalisten aus aller Welt doch gezeigt.

Jeder einzelne Vorstand steht mit ausgewählten Mitarbeitern an seinem Platz im Foyer und präsentiert

Wir haben viel Geld in die Hand genommen, doch jedes weitere Zögern hätte mehr gekostet.

Stefan Hartung, Bosch-Chef

die neuesten Ideen: Neue, winzige Kameras zum Beispiel, die den Innenraum eines Autos überwachen und so manchen Sitzbelegungssensor überflüssig machen (und auf diese Weise das Auslösen von Airbags verhindern, wenn zum Beispiel der Beifahrer/die Beifahrerin die Füße am Armaturenbrett abgelegt hat). Serienstart? Vermutlich noch heuer. Und natürlich sind da auch die neuesten Mähroboter, Sägen, Heiz- und Kühlsysteme zu sehen, und alles andere, das Bosch so bietet (wie etwa medizinische Geräte, die auch in Afrika zum Einsatz kommen sollen).

So vergeht der Vormittag, und am frühen Nachmittag folgt das eigentliche Ereignis, die Jahrespressekonferenz: Auch wenn die Ergebnisse schon einmal besser waren als im abgelaufenen Jahr, hat Bosch-Vorstandschef Stefan Hartung seinen Optimismus bewahrt. Der Chef von 412.774 Mitarbeitern (-5.100 im Vergleich zu 2024) weltweit hat den Überblick nicht verloren. Auch wenn es nach wie vor „zu viele weltpolitische Fragezeichen und zu wenig Nachfrage auf einigen unserer Kernmärkte“ gebe, blicke man zuversichtlich in die Zukunft, meinte er am 16. April bei der Bilanz-Pressekonferenz am Forschungszentrum Renningen bei Stuttgart.

Kritik am Weg der EU bei den Verbrennern Auf Rückfrage ging Hartung auch auf das Verbrennerverbot in der EU ab 2035 ein: Er appellierte an die Politiker, das zu ändern: „Wenn die EU bei der Regulierung bleibt, dass es dann nur noch BEVs gibt, dann wird der Markt für Pkws voraussichtlich kleiner werden.“ Wie viel das sein werde, sei schwer zu sagen, da es verschiedene Meinungen der Hersteller gebe: „Warum? Weil in bestimmten Regionen für bestimmte Kunden ein BEV nicht möglich ist.“ Bosch erwartet „entweder vorgezogene Käufe oder der Verbrenner hält sehr lang. Das ist für die Industrie äußerst ungünstig.“

Das Ergebnis von 2025 liegt unter unseren Erwartungen, aber im Bereich des Annehmbaren.
Stefan Hartung, Bosch-Chef

Zu Beginn der Pressekonferenz sagte Hartung, dass man im Vorjahr „einige sehr schmerzhafte und folgenreiche Entscheidungen treffen“ musste: Vor allem in Deutschland habe man mit den Arbeitnehmervertretern Vereinbarungen erzielt, um Mitarbeiter zu entlassen: „Diese Maßnahmen waren nicht einfach, aber zielführend. Wir haben sehr viel Geld in die Hand genommen, doch jedes weitere Zögern hätte viel mehr Geld gekostet.“

Aufträge in Rekordhöhe im Kfz-Bereich

Der Gesamtumsatz von 91,0 Milliarden Euro sei 2025 um 0,7 Prozent über 2024 gelegen, so Finanzvorstand Markus Forschner. Das EBIT von 2 Prozent liege nicht nur unter dem Wert von 2024 (3,5 Prozent), „sondern auch unter unseren Erwartungen, aber im Bereich des Annehmbaren“, sagte Hartung. Vor dem Hintergrund der angespannten weltpolitischen Lage müsse Bosch seine Ertragskraft weiter verbessern. Erfreulich sei, dass Bosch im Bereich Mobility im Vorjahr Aufträge in Rekordhöhe bekommen habe, vor allem bei ADAS und Elektrifizierung. „Doch die weltweiten Preise orientieren sich zunehmend an einem Standard, und das ist der chinesische.“ Wichtig sei bei Bosch die Kombination aus

globalem Denken und lokalem Handeln: „Wir können unser Angebot und die Lieferketten an regionale Erfordernisse anpassen: Hier sind wir klar im Vorteil.“

Auch 2026 werde durch erhebliche Unsicherheiten geprägt sein, hieß es bei der Pressekonferenz: „Noch nicht abschätzbar sind die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die Energie- und Rohstofflieferungen.“ In Asien/Pazifik, einem der wichtigsten Wachstumsmärkte, erwartet Bosch strukturelle Herausforderungen in China aufgrund der Bevölkerungsentwicklung. In Europa werde das Wachstum verhalten bleiben, weil Reformen nur zögerlich umgesetzt werden, insbesondere in Deutschland,

Die wichtigsten Ergebnisse des Vorjahres in einzelnen Charts

Noch nicht abschätzbar sind die Auswirkungen auf die Energie- und Rohstofflieferungen.

Bosch-Finanzchef Markus Forschner über den Nahost-Krieg

meinte Finanzvorstand Forschner: „Doch die hohen Rückstellungen des Vorjahres werden uns nicht mehr so belasten, auch die Restrukturierung wird sich auswirken.“

Es werde aber sicher länger dauern, die angepeilte Rendite von 7 Prozent zu erreichen, als man ursprünglich gedacht habe. •

Text: Mag. Heinz Müller, Foto und Grafiken: Bosch

Wird

eine runde Sache

Die Reifenbranche befindet sich im rasanten Wandel: Auf der The Tire Cologne werden im Juni wieder verschiedenste Lösungsansätze offenbart.

350 Aussteller aus 32 Ländern werden sich vom 9. bis 11. Juni in Köln ein Stelldichein geben, wenn sich die internationale Reifenbranche zur Leitmesse „The Tire Cologne“ einfindet.

Veranstalter Koelnmesse und BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk) betonen, dass drei Viertel der Aussteller nicht aus Deutschland stammen. Auch die etwa 15.000 Fachbesucher,

Wir setzen Themen, wir schaffen Orientierung, wir geben der Branche Impulse.

Ingo Riedeberger, Koelnmesse

die erwartet werden, sollen aus mehr als 110 verschiedenen Ländern anreisen.

Am Puls der Branchentrends

Die globalen Trends und Problemstellungen werden folglich auch in einer Vielzahl von Formaten aufgearbeitet, die über Produktpräsentationen weit hinausgehen. „Unsere Rolle geht weit über eine reine Produktschau hinaus. Wir setzen Themen, wir schaffen Orientierung, wir geben der Branche

Auf der Tire Stage in Halle 6 wird auch heuer wieder über Markttrends und Innovationen diskutiert werden (Bild: TTC 2024)

Impulse, und das auf internationaler Ebene“, formuliert Messedirektor Ingo Riedeberger den Anspruch der Veranstalter.

Einem dieser Trendthemen, der Nachhaltigkeit nämlich, spürt die Messe im „Innovation Lab“ nach, wo es um neue Rohstoffe und Rezepturen ebenso geht wie über Recycling, KI-Unterstützung oder 3D-Druck. Ziel müsse es sein, die nunmehr verpflichtenden Nachhaltigkeitskriterien mit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit unter einen Hut zu bringen, heißt es vonseiten des Veranstalters.

Neue Technik, Demos und Vorträge

In Halle 8 richtet die Messe mit dem „Walk of Services“ heuer einen besonderen Fokus auf Dienstleistungen und Werkstattlösungen für den Reifenfachhandel. Rund 100 Aussteller präsentieren hier Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die Werkstätten und Fachbetriebe bei der Optimierung ihrer täglichen Abläufe unterstützen. Der Bereich ist als praxisorientierter Service-Hub konzipiert, der ein breites Spektrum an Themen abdeckt. • Text: Redaktion, Fotos: Koelnmesse

Verkaufen Sie Sicherheit

Die Bedeutung von Versicherung und Garantie, aber auch von Finanzierung hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Die Krisen der vergangenen Jahre haben vieles verändert. So hat die Preisdynamik beim Gebrauchtwagen für viel Verunsicherung gesorgt, der zuletzt hohe Wertverlust bei Elektroautos hat das Thema noch verschärft. Dazu kommt die Unsicherheit durch mehr Elektronik, mehr Sensorik und neue Technologien. Bei HybridModellen sowie bei reinen Elektroautos kommt fehlende Erfahrung bei Akku oder Bauteilen wie Wechselrichter oder Onboard-Charger dazu. Nicht zuletzt sind – wie in allen Bereichen – die Kosten auch in der Werkstatt gestiegen. Reparaturen sind deutlich teurer geworden. All das hat das Bedürfnis der Autokäufer – sowohl Privatkunden wie auch Unternehmen – nach mehr Sicherheit verstärkt.

spricht sich beim Konsumenten herum, dass Autos geroutet werden oder rasch Totalschäden entstehen. Hier gibt die Beratung im Kfz-Betrieb des Vertrauens – sowohl beim Abschluss wie auch im Schadenfall – die hier zitierte Sicherheit.

Sicherheit bieten, Kundenloyalität gewinnen Bleibt noch das Thema Garantie, das mit Verlängerungs- und Anschluss-Garantien bei längeren Behaltedauern genauso beim Gebrauchtwagen-Kauf ebenfalls Sicherheit bietet.

Der Kfz-Betrieb kann Sicherheit bieten und Kundenloyalität gewinnen

Das beginnt bei der Nutzungsform, wo Leasing weiter an Bedeutung gewonnen hat: weil die Fahrzeuge teurer geworden sind und weil sowohl Privatkunden wie auch Unternehmer kalkulierbare Kosten wollen.

Bei E-Autos ist der garantierte Restwert sehr wichtig. Sicherheit gibt auch die richtige Versicherung, denn es

Egal ob Finanzdienstleistung, Versicherung oder Garantie, letztlich bringt es neben Sicherheit und Vertrauen eine entscheidende Möglichkeit zur Kundenbindung, und die ist für den langfristigen Erfolg des Autohauses essenziell. •

Text: Gerald Weiss, Foto: Adobe Stock/Garun Studios

Keep moving.

Geben Sie Ihren Kunden das Gefühl von Freiheit und Sicherheitlangfristige Kundenbindung mit Garantie.

SREV I CHERUNG & FINAN Z I GNURE

Bernhard Buchegger (M.), Spartenleiter Technik vom Raiffeisen Lagerhaus Korneuburg u. Umgebung, empfängt Michael Strasser (r.) und Christoph Weber (l.) von CarGarantie am Standort in Tresdorf

Das moderne Autohaus bietet Neuwagenhandel mit 7 Marken, Service und Gebrauchtwagen sowie Landmaschinen und Wohnmobile

Starke Partnerschaft

Wie durchdachte Garantieprodukte Marken im Wettbewerb stärken können, beweist CarGarantie beim RLH Korneuburg u. Umgebung.

Seit Februar 2023 sind vormals um Korneuburg herum „verstreute“ Standorte des Raiffeisen Lagerhauses Korneuburg in Tresdorf zusammengefasst, erzählt Bernhard Buchegger, Spartenleiter Technik, am Standort. Mit 90 Mitarbeitern betreibt die „Kraft am Land“ – welche übrigens nur im Bundesland Niederösterreich Pkw-Handel und -Service anbietet – am weitläufigen Gelände in Tresdorf Neu- und

Schulung und Erfahrung

Kundenloyalität „bricht“ im Schnitt nach 3 bis 4 Jahren, mit den Produkten von CarGarantie können wir das auf 7 Jahre strecken.

Bernhard Buchegger, Raiffeisen Lagerhaus Korneuburg

Gebraucht-Pkws, Service inklusive Lack- und Karosseriereparatur sowie einen Schwerpunkt Wohnmobile. 700 Fahrzeuge, davon 200 Gebrauchte, werden hier pro Jahr verkauft. Bei Gebrauchtwagenund Neuwagen-Anschlussgarantien arbeitet man erfolgreich mit CarGarantie zusammen.

„Hauseigene“ Garantieangebote

„Wir haben unschlagbare Erfahrung in der Branche und beobachten aktuelle Entwicklungen genau“, sagt Michael Strasser, National Sales Director Austria bei CarGarantie. „Dazu kommt das bei uns akkumulierte technische Wissen unseres Schadenteams. Für unsere Partnerbetriebe agieren wir wie eine externe Garantieabteilung.“

„Die Zusammenarbeit mit CarGarantie funktioniert immer sehr flüssig und lösungsorientiert“, lobt Buchegger, der die problemlose Erreichbarkeit des Kundenservice hervorhebt. Der CarGarantieAußendienst kann Mitarbeiter stets auf dem aktuellen Stand halten, was Produkte und Konditionen betrifft.

Gerade in Zeiten höherer Fluktuation kann dies für Distriktleiter Christoph Weber schon einige Schulungen im Jahr am Standort bedeuten. „Gut geschulte Mitarbeiter verlieren die Scheu, das Produkt gegenüber dem Endkunden anzusprechen und zu argumentieren“, ist Weber überzeugt. •

Mit „5 Jahre Lagerhaus Garantie“ hat man seit 2016 ein standorteigenes Anschlussgarantiepaket im Talon, mit dem man Kunden überzeugt. „Das Angebot ist für uns sehr wichtig, da die Kunden immer wiederkommen und bei uns das Service machen lassen.“ Buchegger nimmt wahr, dass das im Verkauf ein stichhaltiges Argument darstellt. „Die Kundenloyalität ‚bricht‘ im Schnitt etwa nach 3 bis 4 Jahren, wir können das bis zu 7 Jahren hinausziehen“.

Text und Fotos: Mag. Bernhard Katzinger

Kompetenter Begleiter

Kompetente Beratungsleistungen sind essenzielle Faktoren bei Nachhaltigkeitsprojekten – etwa der Umstellung von Flotten auf E-Mobilität.

Die Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten erweist sich oft als Herausforderung für Unternehmen. Das gilt zum Beispiel für den Umstieg auf E-Mobilität. Der Autohandel ist gut beraten, für die Bedarfe der Kunden den richtigen Partner zu haben.

Attraktive Komplettpakete rund um Finanzierung

„Wir bei Wiener Städtische · Donau Leasing verfügen über ein Portfolio, mit dem wir unsere Kundinnen und Kunden bedarfsgerecht und individuell bei der Realisierung nachhaltiger Projekte unterstützen“, ist Geschäftsführer Andre Löhlein überzeugt. Die Finanzierungslösungen von Wiener Städtische · Donau Leasing werden individuell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Mit vielen Zusatzleistungen und passenden Versicherungslösungen wird ein attraktives Komplett-Service geboten. Die Produktpalette reicht von Kfz-Leasing und

Viele Unternehmen stellen auf E-Mobilität um, hier ist Finanzierungskompetenz gefragt

Flexikauf (Gebrauchtwagenfinanzierung) für alle Kundengruppen über Mobilienleasing bis hin zum professionellen Fuhrparkmanagement speziell für Unternehmen.

Ladebonus

Wer ein neues Elektroauto über Leasing oder Flexikauf finanziert, bekommt bis Ende 2026 einen einmaligen Ladebonus in Höhe von 200 Euro auf den Vertrag gutgeschrieben.

Dass beim Leasing nicht der Besitz, sondern die Nutzung im Vordergrund steht, entspricht voll und ganz dem Zeitgeist und erklärt zum Teil die große Beliebtheit. Die Kundenberater von Wiener Städtische · Donau Leasing haben stets den vollen Überblick über aktuelle Angebote und Produkte. • Text: Redaktion, Foto: Adobe Stock/ivanbaranov

Neuer BMW-Schauraum (o.), Lack- und Karosseriezentrum (u. l.) und BYD-Schauraum (u. r.)

Markus Pokorny (CARPLUS), Lukas Göndle und Michael Hickelsberger, (Göndle), Dominic Krb (CARPLUS)

Premium-Anspruch verbindet

Das Autohaus Göndle und CARPLUS arbeiten seit vielen Jahren sehr erfolgreich zusammen und sorgen mit dem gemeinsamen Premium-Anspruch für Kundenbindung.

DDer Göndle-Autohaus-Campus im Übersichtsplan

ie Entwicklung der Firma Göndle in St. Pölten ist mehr als beeindruckend: Rund um das Stammhaus ist in den vergangenen Jahren ein richtiger Autohaus-Campus entstanden, der sich aus mehreren Gebäuden zusammensetzt. Nach dem Bau der Lackiererei (2016) und dem Reifenhotel samt Parkhaus (2021) wurden vergangenes Jahr komplett neue Schauräume für BYD sowie für die Stamm-Marke BMW gebaut. Zwischenzeitlich wurde das Stammhaus samt Werkstätte adaptiert. Seit heuer ist man außerdem in einer firmenrechtlichen Kooperation mit Autohaus Dallamassl in Horn und kann gemeinsam Volumen und Synergien weiter heben.

Aftersales-Geschäft mit hoher Kundenzufriedenheit und -bindung und so ist Göndle weit über die Bezirksgrenzen von St. Pölten bekannt und erfolgreich.

Die richtigen Partner

Ein weiterer Erfolgsfaktor sind die richtigen Partner: Ein besonders langjähriges und erfolgreiches Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Carplus. „Die Versicherungsvermittlung ist uns sehr wichtig, nicht nur wegen Zusatzerträgen, sondern auch um unsere Karosserieabteilung auszulasten“, so Hickelsberger. „Fahrzeugverkauf, Finanzierung und Versicherung gehören heute zusammen, wir wollen alles aus einer Hand anbieten“, ergänzt Göndle.

Gemeinsam mit Carplus können wir hohe Kundenzufriedenheit erzielen.

Michael Hickelsberger, Geschäftsführer Göndle

Neue Gebäude und Infrastruktur führen allein noch nicht zum Erfolg, vielmehr geht es um Führung, Mindset, Motivation und Mitarbeiter. „Selbst wenn wir stark gewachsen sind, sind wir noch immer ein Familienbetrieb und der Kunde ist keine Nummer, er wird ernst genommen und wir schaffen immer eine Lösung“, beschreibt Lukas Göndle, der als Enkel des Firmengründers seit 2024 gemeinsam mit Langzeit-Geschäftsführer Michael Hickelsberger das Unternehmen leitet. Die Basis bildet dabei ein starkes

„Der Premium-Anspruch verbindet uns. Schließlich will ein BMW-Kunde, der ein Fahrzeug mit entsprechendem Listenpreis fährt, im Schadenfall nicht enttäuscht werden“, weiß Dominic Krb, Geschäftsführer Carplus. Das wird durch Carplus gewährleistet, inklusive maximalen Vorteilsumfangs bei der Reparatur im Autohaus.

„Wir schätzen die Zusammenarbeit mit Carplus wirklich sehr, es ist eine sehr gute Partnerschaft, leistungsbezogen in beide Richtungen und wir können gemeinsam eine hohe Kundenzufriedenheit erzielen“, beschreibt Hickelsberger. •

Text und Fotos: Gerald Weiss

VW warb wieder wirkungsvoll

Das Team vom „Observer“ hat wieder die österreichischen Printmedien durchforstet: Welche Marken warben zwischen 15. März und 15. April am eifrigsten? Und für welche Modelle?

Wie auch in den Vormonaten wies VW bei der Markenwerbung das höchste Anzeigenpreisäquivalent (APQ) von 888.447,10 Euro auf, vor Škoda (700.609,07 Euro) und Seat (317.311,28 Euro). Die Händleranzeigen schnitten im Vergleich zur Analyse in den Vormonaten relativ schwach ab: Toyota landete mit einem Werbewert von 440.358,60 Euro auf dem ersten Platz, gefolgt von Ford (230.430,62 Euro) und Škoda (172.071,47 Euro).

Vergleichen leicht gemacht!

In der PR war Mercedes mit einem Werbewert von 809.113 Euro eindeutig der Spitzenreiter, auf Platz 2 schaffte es Kia mit einem APQWert von 621.429 Euro, gefolgt von Renault (573.506 Euro).

Enyaq vor Golf und Octavia

Bei der Markenwerbung lag der Škoda Enyaq voran, auf Platz 2 landete der VW Golf, gefolgt vom Škoda Octavia. Bei den Händleranzeigen belegte der Ford Puma Platz 1. Der – in der Markenwerbung nicht präsente – Toyota Yaris erzielte in den Inseraten der Händler Rang 2, gefolgt vom Suzuki Vitara.

In der PR der einzelnen Modelle preschte diesmal der neue Renault Twingo (336.278 Euro) auf den ersten Platz vor. Dahinter lag der Opel Astra, Platz drei belegte erstmals der BYD Atto knapp vor dem Fiat Grande Panda. • (RED)

Pkw-Marken 15. März bis 15. April 2026

Pkw-Modelle 15. März bis 15. April 2026

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im

Garantie & Kundenbindung.

Garantie auch für Zweiräder: Mobile Garantie und Motor-City

Vertriebsleiter Wolfgang Wagner (Motor-City), Gernot Lindermayer (Mobile Garantie) und Fahri Gökbas (Motor-City)

Sicherheit für 2- und 4-Rad

Die neue Motor-City in Wien-Simmering vertraut auf die 3-Jahres-Garantie von Mobile Garantie. Damit erreicht man im wichtigen Gebrauchtwagen-Geschäft optimale Kundenbindung.

DMit der 3-Jahres-Garantie entwickelt sich eine ganz andere Kundenbindung.

Wolfgang Wagner, Vertriebsleiter Motor-City

ie neue Motor-City in Wien-Simmering ist so etwas wie der Shootingstar der heimischen Autobranche. Fahri Gökbas hat das Autohaus vor einem Jahr übernommen, in Rekordzeit umgebaut und modernisiert. Gemeinsam mit Vertriebsleiter Wolfgang Wagner wurde ein „Alles aus einer Hand“-Konzept entwickelt, das heute neben Neuwagen von Opel und Xpeng, dem kompletten Zweirad-Angebot von Honda auch das Gebrauchtwagengeschäft, Werkstätte, Karosserie, Aufbereitung, Folierung, Innenausbau und Teilehandel bietet, teilweise mit eigenständigen Partnern. „Alle bringen Frequenz und bieten gemeinsam dem Kunden ein KomplettAngebot“, so Gökbas.

3-Jahres-Garantie für mehr Kundenbindung „Jung- und Gebrauchtwagen sind ein ganz wichtiger Bereich und die Garantie ist dabei eine wichtige Lösung“, erklärt Wagner. Dabei hat ihn das Paket von

Mobile Garantie überzeugt: „Das Produkt ist sehr interessant. Mit der 3-Jahres-Garantie entwickelt sich eine ganz andere Kundenbindung. Der Kunde kommt jährlich zum Garantie-Check, wir sind damit in Kontakt und wissen auch, wann er wieder tauschen möchte.“ „Darüber hinaus weiß der Händler über den Zustand des Fahrzeuges Bescheid, weil er es ja selbst serviciert“, ergänzt Gernot Lindermayer, Gebietsleiter bei Mobile Garantie. Das Verkaufsteam der Motor-City ist deshalb angehalten, eine möglichst hohe Durchdringung zu erreichen. Denn vom Abschluss profitieren alle.

Nicht zuletzt hat sich auch die Ware verändert: „Der Hybrid ist der neue Diesel am Gebrauchtwagen-Platz“, beschreibt Wagner. Neue Technik erfordert Sicherheit für den Kunden. „Mit dem Thema Sicherheit kann man immer punkten. Mittlerweile schließen Konsumenten auch Zusatzgarantien für TV-Geräte ab“, weiß Lindermayer. Nicht zuletzt kommt auch die Vielfalt in der Deckung von Mobile Garantie hier zum Einsatz, denn die Motor-City ist auch im Zweirad-Geschäft gut unterwegs.

„Wir sind an langfristigen Kooperationen interessiert und wir haben einen starken Partner mit großem Engagement, auch bei den Mitarbeitern“, so Lindermayer abschließend. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: Weiss, Motor-City

Garantie verlängern

Bei steigenden Kosten und überschaubarer Qualität gewinnt die maßgeschneiderte Garantie weiter an Bedeutung, weiß man bei Real Garant.

Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe nehmen zu“, berichtet Andreas Hager-Pichler, Vertriebsleiter bei Real Garant in Österreich. Gründe sind Qualitätsprobleme, generell gestiegene Kosten sowie höhere Reparaturkosten durch neue Ausstattungsund Elektronik-Komponenten. „In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wächst auch der Wunsch nach mehr Sicherheit“, weiß Hager-Pichler. Außerdem behalten Kunden ihre Fahrzeuge länger und möchten sich gegen unvorhergesehene Reparaturen absichern. „Hier ist der Werkstatt-Besuch ein perfekter Kontaktpunkt, um eine Garantie-Verlängerung oder eine Anschluss-Garantie anzubieten.“

Dafür müssen Mitarbeiter im Autohaus das Thema aktiv ansprechen und bestehende Garantien prüfen. „In Betrieben, in denen das gelingt, zeigt sich in meiner Erfahrung eine deutlich längere Kundenbeziehung“, so Hager-Pichler.

Andreas HagerPichler, Vertriebsleiter Real Garant

Individuelle Lösungen und Modelle

RealGarant bietet dafür maßgeschneiderte Lösungen, abgestimmt auf Fahrzeugbestand, Marken und Volumen des Händlers. „Dabei lassen sich unsere Anschlussgarantien flexibel an die Herstellergarantien anpassen“, erklärt Hager-Pichler: „Darüber hinaus liegt unsere Vergütung deutlich näher am EndkundenStundensatz als die Hersteller-Garantie. Neben Sicherheit, Kundenbindung und Werkstatt-Auslastung verbessern sich also auch noch die Erträge.“ •

Text: Gerald Weiss, Fotos: Real Garant

IHR KOMPETENTER PARTNER

Jürgen Bogner sprach in seinem Vortrag über die vielen Möglichkeiten der KI

Saskia Reiter erklärte, wie die aluco GmbH KI bei der Logistikplanung einsetzt

Kein Diesel, aber dafür KI

Beim El-Motion-Kongress in Vösendorf bei Wien wurden nicht nur gewagte Thesen aufgestellt, sondern es wurde auch gezeigt, was in Zukunft alles möglich sein wird.

Unter der Moderation von Oliver Zeisberger ging die El-Motion in der Pyramide Vösendorf über die Bühne. Zwei Tage lang skizzierten Experten aus den Bereichen Energie, Automotive, Logistik und IT, wie die gewerbliche Mobilität der Zukunft aussehen kann und welche Tools es schon heute gibt, um einen effizienteren Arbeitsalltag zu gestalten.

In 200 Wochen wird kein Unternehmer mehr ein mit Diesel betriebenes Fahrzeug kaufen. Lars Thomsen, future matters AG

In der Keynote zum Start des Events skizzierte der Zukunftsforscher und Gründer des Think Tanks „future matters AG“, Lars Thomsen, warum der Hochlauf der elektrischen Flotten in den vergangenen Wochen und Monaten exponentiell steigen wird. Thomsens – durchaus gewagte – These: „In 200 Wochen (also in gut 4 Jahren, Anm.) wird kein Unternehmer mehr ein mit Diesel betriebenes Fahrzeug kaufen.“ Denn laut Thomson ist es schlichtweg wirtschaftlich nicht mehr rentabel, in Zukunft auf Verbrenner zu setzen.

Der digitale Mitarbeiter

In seinem Vortrag zum Thema Künstliche Intelligenz erzählte Jürgen Bogner, KI-Experte der Digital-Agentur „biteme.digital“, wie er seinen eigenen Arbeitsalltag mit Künstlicher Intelligenz effizienter gestaltet. Insgesamt acht KI-Agenten arbeiten für ihn, um seinen Alltag stressfreier und einfacher zu machen. „Jeder Agent hat sein bestimmtes Aufgabengebiet und in diesem arbeitet er fast vollständig autonom“, erzählte Bogner.

Danach zeigte Saskia Reiter von der aluco GmbH, wie mit automatischer Bild- und Sensortechnik Waren und Pakete in der Logistik gescannt werden und so die perfekte Laderaumplanung funktionieren kann.

Zum Abschluss des Tages ging es um die Themen Energie und Netzstabilität. Kurt Misak vom Austrian Power Grid zeigte die Entwicklung des Stromverbrauchs bei der Umstellung auf E-Mobilität. Oliver Mandl von BYD erklärte, wie das Flash Charging des chinesischen Herstellers künftig Ladegeschwindigkeiten jenseits der 1.000 kW ermöglichen soll.

Schwerpunkt Güterverkehr

Nach den rechtlichen Grundlagen im Speditionsund Logistikbereich am Vortag stand der zweite Tag im Fokus des Güterverkehrs der Zukunft. Ob Elektro-Lkws, Ladeparks für selbige oder aber die generelle Transformation hin zur E-Mobilität waren die Programmpunkte. • Text und Fotos: Kevin Kada

Groß-Aufbereitung

Autohero eröffnete in Wolkersdorf ein Aufbereitungszentrum in neuer Dimension.

Riesig“ wäre auch nicht übertrieben: Mit einer Kapazität bis zu 18.000 Fahrzeuge pro Jahr auf 17.000 Quadratmetern soll der neue Betriebsstandort der Auto1-Tochter das Wachstum in Österreich weiter befeuern. Dabei geht es um Gebrauchtwagen, die von Flotten oder Privaten angekauft und dann

Der Standort wurde von Mag. Günther Taferner, Geschäftsführer Autohero (M.) sowie Bürgermeister Ing. Dominic Litzka (r.) und WKNÖ-Vizepräsident Mag. Kurt Hackl (l.) eröffnet

wieder an Privatkunden in Österreich verkauft werden sollen.

Zur offiziellen Eröffnung hatten sich als Ehrengäste der Wolkersdorfer Bürgermeister Ing. Dominic Litzka und WKNÖ-Vizepräsident Mag. Kurt Hackl eingefunden. Mag. Günther Taferner, Geschäftsführer von Autohero, sprach von einem „großen Wachstumsschritt“ für das Unternehmen. •

Text und Fotos: Mag. Bernhard Katzinger

Neueröffnung nach Umbau

Nach der Übernahme von BMW Bierbaum durch die Gady Gruppe wurde nun der Standort wieder eröffnet.

Nach der Übernahme von BMW Bierbaum in Baden durch die Gady-Gruppe wurde unter dem Beisein von Eigentümer und Geschäftsführer Philipp Gady, den Geschäftsführern Werner Walter und Eugen Roth sowie Wolfgang Painer, Leiter der Handelsentwicklung bei BMW Österreich, das rundum erneuerte und renovierte Gebäude in Baden eröffnet.

Neue BMW-CI Zeitgleich wurde auch das neue Design der BMW-Schauräume umgesetzt. Für die Gady Family ist der Schritt ein wichtiger, wie Philipp Gady betont: „Wir haben das hier in Rekordzeit umgesetzt, und dafür bin ich sehr dankbar. Im 90. Jubiläumsjahr unserer Firma haben wir nun den Schritt nach

Neben den Vertretern der Gady Gruppe war auch hohe Politik-Prominenz bei der Eröffnung des BMW-Standorts in Baden anwesend

Niederösterreich gemacht, und wir freuen uns darauf, dieses geschichtsträchtige Haus in die Zukunft zu bringen.“

Mit den neuen ehemaligen Bierbaum-Standorten betreibt Gady nun 17 Standorte mit rund 500 Mitarbeitern in Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark. • Text und Fotos: Kevin Kada

Bidi-Laden nimmt Tempo auf

Das dritte Plattformtreffen der V2G Alliance Austria hat bereits umfangreiche HandlungsEmpfehlungen für Politik, Hersteller, Netzbetreiber und Gesellschaft hervorgebracht.

Es ist beeindruckend, was seit unserem letzten Treffen im November alles passiert ist“, hat Obmann-Stellvertreter Kurt Leonhartsberger bei der Begrüßung des dritten Plattform-Treffens der V2G Alliance Austria in Neulengbach erklärt. Er hat sich dabei auf die Technologie und die Angebote der Hersteller bezogen, wo das Thema Tempo aufnimmt. Der Satz trifft aber auch auf die Arbeit des jungen Vereins zu, denn hier wurde in den Arbeitsgruppen bereits sehr viel geleistet. „Es wurde ein Positionspapier entwickelt, um die wichtigsten Knackpunkte an politische Entscheidungsträger zu übermitteln“, so Leonhartsberger. Außerdem wurden alle Use Cases und Geschäftsmodelle zusammengetragen.

Erste Handlungsempfehlungen Vorstandsmitglied Christian Peter (Elektro-Mobilitäts-Club) hat im Rahmen des sehr gut besuchten Treffens die ersten Handlungsempfehlungen für die jeweiligen Bereiche wie Politik, Hersteller, Netzbetreiber oder Gesellschaft präsentiert. Dazu zählen etwa herstellerübergreifende Kompatibilität und eine EU-weite Standardisierung von V2G. „Wichtig ist auch, dass Fahrzeuggarantien verständlich sind und mit V2G kompatibel bleiben“, so Peter. Lösungen brauche es auch noch bei der im ElWG zu eng ausgelegten Systemdienlichkeit. „Derzeit sind hier nur Großspeicher berücksichtigt. Netzdienlich-

keit muss daher anders definiert werden: Wer dem Netz hilft, sollte belohnt und nicht bestraft werden“, erklärt Peter. Flotten sind eine wichtige Zielgruppe, wobei hier der Sachbezug noch geklärt werden muss. „Die Vorteile von V2G müssen an Gesellschaft und Politik und auch an den E-Auto-Fahrer kommuniziert werden, insbesondere beim Autokauf“, so Peter. Dabei hilft die mittlerweile große Zahl an Mitgliedern der V2G Alliance Austria, die aus vielen Bereichen kommen.

Hohe Nachfrage nach Bidi-Box

Die von Ambibox mit einer breiteren Anzahl von Fahrzeugen kompatible DC-Wallbox ist für Österreich verfügbar und „als Wechselrichter offiziell zugelassen“, wie Henk Meiborg von ZAPe sagt. Bei Moon Power erfreut man sich hoher Nachfrage für das Produkt: „Die von Moon vertriebene DC-Wallbox von Ambibox ist bereits für mehrere Fahrzeug-Marken verwendbar, darunter viele Modelle aus dem VW-Konzern“, erklärt Mag. Thomas Reitsammer, Head of Marketing & Business Development bei Moon Power. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: Weiss, Moon, ZAPe

Weitere Information zum Plattform-Treffen der V2G Alliance Austria lesen Sie in der AUTO Information 2817 vom 1. Mai 2026.

Der in Neulengbach anwesende Teil des Vorstandes der V2G Alliance: Martin Bruckner, Christian Peter, Patrizia Ilda Valentini, Dr. Klaus Raggl, Marcella Kral, Kurt Leonhartsberger
BiDi-Wallbox von Moon Power
Bidi-Wallbox von ZAPe

Bernhard Geringer (l.) bei der Eröffnung des Wiener Motorensymposiums, welches heuer mit Schwerpunkten wie China oder KI rund 1.000 internationale Gäste nach Wien zog

Breites Technologieportfolio

Beim 47. Wiener Motorensymposium diskutierten rund 1.000 Gäste, wie die Industrie mit diversen Energiequellen, Antrieben und Marktanforderungen umgehen soll.

Beim 47. Wiener Motorensymposium in der Wiener Hofburg stand abermals technologische Offenheit im Mittelpunkt. ÖVK-Vorsitzender Univ.Prof. Dr. Bernhard Geringer rief zur Eröffnung zu einer neutralen und umfassenden Diskussion über künftige Antriebe auf. Die Zukunft der Mobilität habe sich nicht auf eine einzelne Technologie reduzieren lassen. Neben dem reinen Fahrzeugantrieb müssten auch Energieverfügbarkeit und der gesamte Treibhausgasausstoß berücksichtigt werden. Das Themenspektrum für die rund 1.000 internationalen Gäste reichte von Antriebstechnologien für Pkws und Nutzfahrzeuge bis hin zu Schienenfahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen. Geringer verwies darauf, dass erstmals fast die Hälfte der Vorträge von OEMs, gekommen sei.

China-Schwerpunkt am Vortag Bereits vor der offiziellen Eröffnung hatte in Wien das „Forum on Powertrain for Sustainable Mobility“ stattgefunden, organisiert vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik gemeinsam mit der chinesischen Society of Automotive Engineers, China SAE. Ruiping Wang, Senior Vice President von Geely Auto, gab Einblicke in den chinesischen Markt. China sei als weltweit größter Automobilmarkt führend bei der groß angelegten Elektrifizierung gewesen. Gleichzeitig habe die Digitalisierung

den Wandel hin zu KI-gestützter Intelligenz im Fahrzeugsektor beschleunigt. Im Fokus standen effiziente Antriebsstränge, Batterien, Elektromotoren, elektronische Steuerungen und KI-Anwendungen.

Auch Univ.-Prof. Stefan Pischinger von der RWTH Aachen und FEV sprach sich gegen eine vereinfachte „Entweder-oder-Debatte“ aus. Die Transformation sei keine binäre Entscheidung gewesen, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus Regulierung, Marktanforderungen, technologischer Reife und industrieller Umsetzung. •

Text: Kevin Kada, Fotos: ÖVK

HÄNDLER-TREND

BAROMETER ÖSTERREICH

Zufrieden mit NWund GW-Verkauf

Insgesamt 85 Prozent der befragten Händler im Händler-Trend Barometer sind mit den Neuwagen-Verkaufsabschlüssen sehr zufrieden (35 %) bzw. zufrieden (50 %). Dieser Wert ist im Zeitverlauf das beste Ergebnis seit Erhebungsbeginn. Besonders zufrieden sind die Händler von großen (91 %) sowie Premiummarken (88 %). Beachtlich: Unter den Befragten, die große Marken im Programm haben, gab kein Händler an, dass er gänzlich unzufrieden ist. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den GW-Verkäufen. Hier zeigen sich 77 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden. Erstmals seit fünf Jahren gibt es zudem über ein Drittel sehr zufriedene GW-Händler. Zudem zeigt sich, dass es seit dem 2. Quartal 2025 eine stark steigende Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben gibt. Denn erstmals seit Beginn der Erhebungen machen alternative Antriebe über 50 Prozent der verkauften Neufahrzeuge aus. Konkret 51 Prozent der befragten Händler gaben an, dass die NW einen alternativen Antrieb haben. Das wird auch durch die höhere Zahl an Neuzulassungen für Alternative gestützt. Zum Vergleich: Reine Benziner sind von 39 auf 35 Prozentpunkte gesunken. DieselFahrzeuge von 15 auf 13 Prozentpunkte. Damit haben die beiden reinen fossilen Antriebe ein neues Allzeit-Tief erreicht. In Sachen Finanzierung hat man unterdessen ein Allzeithoch erreicht. Die Mehrheit aller NW-Fahrzeuge wurden in Q1/2026 über das Autohaus finanziert. Im GW-Bereich wird außerdem fast ein Drittel aller Fahrzeuge über das Autohaus finanziert. In beiden Bereichen sind vor allem große und Premiummarken stark vertreten. •

Kundeninteresse an E-Auto steigt

In der 31. Erhebungswelle des Händler-Trend Barometers zeigt sich eine klare Tendenz in Richtung E-Mobilität. Doch das Vertrauen und die Kaufbereitschaft leiden unter der geopolitischen und wirtschaftlichen Lage.

82 %

der Kunden sind offener gegenüber neuen Antriebstechnologien

Bei der 31. Erhebungswelle des Händler-Trend Barometers, welches von puls Marktforschung in Kooperation mit der Santander Consumer Bank und AUTO&Wirtschaft quartalsweise veröffentlicht wird, zeigt sich, dass die Kunden deutlich offener gegenüber neuen Technologien sind als bisher. Insgesamt 82 Prozent der Befragten gaben an, dass die Offenheit höher ist als im vergangenen Jahr. Nur 3 Prozent wiederum haben eine Verringerung festgestellt. Weiters ist auch der Informationsstand der Kunden gestiegen. 73 Prozent gaben an, dass ihre Kunden über neue Antriebstechnologien und weitere Neuerungen gut informiert sind.

65 %

der Befragten gaben an, dass ihre Kunden die geopolitische und wirtschaftliche Lage spüren

Verunsicherung gestiegen

66 %

meinen, das Kaufverhalten ihrer Kunden habe sich geändert

HÄNDLER-TREND

Die wirtschaftliche Verunsicherung unter den Kunden ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 65 Prozent, also gut zwei Drittel der Befragten, gaben an, dass ihre Kunden die aktuelle geopolitische Lage und auch die daraus resultierenden wirtschaftlichen Entwicklungen spüren. 30 Prozent meinen, es habe sich nichts verändert, und 3 Prozent sagten, dass die Verunsicherung geringer wurde. Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in der grundsätzlichen Kaufbereitschaft der Kunden wider. Nur 28 Prozent der befragten Händler gaben an, dass die Kaufbereitschaft gestiegen ist. Für mehr als die Hälfte, nämlich 51 Prozent, ist sie gleichgeblieben und 21 Prozent gaben an, dass sie geringer wurde.

Etwa 66 Prozent der befragten Händler konnten eine Veränderung im Kaufverhalten ihrer Kunden feststellen. Dabei gibt es drei Hauptmerkmale, wie sich das Verhalten verändert hat. Zum einen geht der Trend stark in Richtung Elektroauto, das Privatkundengeschäft ist beinahe zum Erliegen gekommen

BAROMETER ÖSTERRE

Offenheit und Informationsstand der Kunden sind gestiegen, allerdings auch deren wirtschaftliche Verunsicherung

Was hat sich gegenüber dem vergangenen Jahr bei den Kunden geändert?

50 %

der Kunden sind offener gegenüber E-Autos

und geplante Käufe werden verschoben oder überdacht. Außerdem wird verstärkt über Alternativen in Form von E-Fahrzeugen nachgedacht. Besonders stark davon betroffen sind die kleinen Marken. Hier haben 73 Prozent angegeben, dass sich das Kaufverhalten verändert hat. Bei den großen sowie Premiummarken liegt der Prozentsatz bei 67 Prozent, während bei den mittelgroßen Marken etwa 59 Prozent eine Änderung bei den Kunden feststellten.

Zwei Drittel der Händler stellen eine Veränderung des Kaufverhaltens ihrer Kunden aufgrund der Energiekrise fest

Hat die Energiekrise zu einer Veränderung des Kaufverhaltens geführt, d. h. kommt es vor, dass Kunden deshalb ihre Kaufentscheidung ändern?

Ein großer Teil der Händler hat sich bereits auf das veränderte Kundenverhalten eingestellt

Inwieweit stimmen Sie den Aussagen zu?

Über ein Drittel sehr Zufriedene mit dem GWVerkauf wird erstmalig seit 5 Jahren wieder erreicht

Wie zufrieden sind Sie mit den GW-Verkäufen im Q1?

59 %

der Händler beraten ihre Kunden nun ganzheitlich in Richtung E-Mobilität, Wallboxen etc.

Händler müssen mit Kunden anders arbeiten Nicht nur das Kundenverhalten hat sich im Zuge des Iran-Krieges und der Energiekrise verändert. Auch die Art und Weise, wie die Händler mit den Kunden arbeiten müssen, hat sich stark geändert. 50 Prozent aller befragten Händler sehen, dass die Kunden offener gegenüber E-Autos sind. Aufgrund der aktuellen Krise beraten etwa 59 Prozent der Befragten ihre Kunden verstärkt ganzheitlich in Richtung E-Mobilität, Wallboxen und Ladekarten. Weiters setzen gut 50 Prozent der Händler verstärkt auf Elektrofahrzeuge in den Verkaufsgesprächen. Außerdem zeigt sich, dass 41 Prozent der Befragten zudem aktiver im Bereich der gebrauchten Elektromodelle agieren. •

Text: Kevin Kada, Fotos: Santander/puls

Erstmalig ist die Mehrheit der verkauften Neuwagen mit einem alternativen Antrieb ausgestattet

Wie haben sich die verkauften NW im Q1/2026 aufgeteilt?

Der Automarkt wächst

Werfen wir diesmal einen Blick auf die E-Auto-Zulassungen in den einzelnen Ländern: Ein Minus gab es (wenn auch bei einem hohen Marktanteil der „Elektrischen“) nur in den 3 Benelux-Staaten und in Norwegen, wobei im nordischen Vorzeigeland der Absatz der Elektroautos mit -7,0 Prozent geringfügiger sank als der Gesamtmarkt (-15,5 Prozent).

Neuwagenzulassungen Europa 03/2026

1Hybrid = Vollhybrid und Mild Hybrid 2Andere = Wasserstoff, Erdgas, LPG, E85 und andere Antriebe

Die neue chinesische Marke Xpeng kam im März in Österreich auf immerhin 42 Neuzulassungen; 117 waren es im 1. Quartal.

SIEBENTAUSENDSIEBENHUNDERTEINUNDDREISSIG Wer hätte sich das vor einem Jahrzehnt gedacht? Der Anteil der Dieselfahrzeuge an den Gesamtzulassungen aller Pkws lag zwischen Jänner und März in Österreich bei 10 Prozent: Exakt 7.731 Pkws (von 77.235) hatten einen Selbstzünder, das waren um 9,5 Prozent weniger als im Q1/25.

MARKE DES MONATS MÄRZ2026

Mit einem Marktanteil von 10,7 Prozent war Škoda im März (wie fast immer) die Nummer 2 unter den Automarken in Österreich: Exakt 3.533 Neufahrzeuge der tschechischen VW-Tochter wurden abgesetzt, das waren um stolze 46,17 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Allerdings wurde der kumulierte Schnitt der ersten 3 Monate, nämlich 11,05 Prozent, selbst durch diese hohe Steigerung im Neuwagen-Absatz im März knapp verfehlt. In den ersten 3 Monaten wurden in Österreich 8.538 neue Škoda zugelassen, das ist ein Zuwachs von 23,4 Prozent – und mehr als der Gesamtmarkt (+16,99 Prozent). • (MUE)

Neuwagenzulassungen

Österreich 03/2026

Gebrauchtwagenumschreibungen

Österreich 03/2026

Top 5 Pkw-Nzl nach kWh (%)

Bei Audi ging der März mit einem Plus von 36,47 Prozent zu Ende: Kumuliert steht für die Ingolstädter ein Wachstum von 13,90 Prozent zu Buche.

Porsche steht in Österreich (und auch in vielen anderen Ländern auf der Welt) heuer ein bisschen auf der Bremse: Von Jänner bis März sanken die Neuwagen-Zulassungen um 18,14 Prozent.

Volkswagen schaffte in den ersten 3 Monaten +22 Prozent: Der bedeutet einen Marktanteil von 14,92 Prozent. (Kolumbus, der 1492 Amerika entdeckte, hätte sicher seine Freude daran.)

Hans Bachinger und Carsten Ritterbach von Menschen im Vertrieb

Vertrieb als Krisenhebel

Menschen im Vertrieb GmbH setzt bei Restrukturierungen auf den Vertrieb und die Erhöhung des Umsatzes statt nur auf Kosteneinsparungs-Reflexe.

Wenn mittelständische Unternehmen in wirtschaftlichen Druck geraten, beginnt Restrukturierung oft mit Kostenprogrammen, Personaldebatten und Strukturmaßnahmen“, berichtet Hans Bachinger, Geschäftsführer von Menschen im Vertrieb. „Wir setzen daher genau an jener Stelle an, die in vielen Krisen zu spät Beachtung findet: beim Vertrieb als direktem Hebel für Liquidität, Marktvertrauen und unternehmerische Handlungsfähigkeit.“

Der Vertrieb wird in Restrukturierungen häufig zu Unrecht als Kostenfaktor behandelt“

Hans Bachinger, Menschen im Vertrieb

Der Grundgedanke ist klar: „Wir retten Umsatz, nicht nur Stellen“, so Bachinger. Dieses Leitmotiv steht für einen Ansatz, der Restrukturierung nicht primär als Abbauprojekt versteht, sondern als operative Neuausrichtung auf zahlungswirksame Marktaktivität.

„Nach Darstellung vieler Experten entsteht ein tragfähiger Turnaround nicht allein durch eine bessere Bilanzoptik“, ergänzt Carsten Ritterbach. Entscheidend sei vielmehr, dass wieder neues Geld in die Kasse kommt, und genau hier wird der Vertrieb zum zentralen Krisenhebel.

Im Zentrum des Ansatzes von Menschen im Vertrieb steht ein praxiserprobter 7-Schritte-Plan, der innerhalb von 90 Tagen Wirkung erzeugen soll. Be-

sonders relevant für Krisensituationen ist der Fokus auf messbare Vertriebssteuerung. Das Unternehmen arbeitet dabei mit Umsatzplänen, KPI-basierten Reviews, Forecasts ohne Hoffnungslogik sowie nummerischen Vertriebs- und Umsatzplänen, die ausdrücklich auf Umsetzbarkeit und Liquiditätswirkung ausgerichtet sind.

Vertrieb als Antwort auf die Krise

„Aus unserer Sicht wird der Vertrieb in Restrukturierungen häufig zu Unrecht als Kostenfaktor behandelt“, erklärt Bachinger: „Vielmehr sind Abschlüsse, belastbare Pipeline-Qualität, Rückgewinnung gefährdeter Kunden und ein professionell geführter Marktauftritt entscheidend dafür, ob ein Unternehmen in der Krise wieder Stabilität gewinnt.“

„Wer in der Krise ausschließlich auf Kostensenkung setzt, verlangsamt oft nur den Substanzverlust. Wer dagegen den Vertrieb systematisch stärkt, schafft bessere Voraussetzungen für Umsatz, Vertrauen bei Stakeholdern und einen belastbaren Neustart“, ergänzt Ritterbach. Besonders in der automobilnahen Industrie und im Automotive-Umfeld können klare Marktpriorisierung, belastbare Vertriebsprozesse und schnelle Umsatzmaßnahmen einen wesentlichen Beitrag leisten, um Bestandskunden zu sichern und Liquidität zu stabilisieren. •

Text: Redaktion, Fotos: Menschen im Vertrieb, AdobeStock_your123

Der Automobilzulieferer ZF hat seine Führungsstruktur neu ausgerichtet und ernennt Peter Holdmann zum ersten Chief Technology Officer (CTO) des Konzerns. Holdmann war bereits zuvor Vorstand für Forschung und Entwicklung im Unternehmen.

Neu im Führungsteam

Sanja Danilovic, zuletzt als Senior HR Managerin tätig, steigt nun zur Head of Human Resources (HR) bei der Karosserie- und Lackreparaturkette Lucky Car auf. Die 30-Jährige ist seit 2024 im Unternehmen und übernimmt nunmehr den gesamten Personalbereich. Lucky Car betreibt insgesamt 62 Werkstätten mit rund 650 Mitarbeitern. In ihrer neuen Funktion setze Danilovic klare strategische Impulse in den Bereichen Employer Branding und Lehrlingsentwicklung: „Unser ambitioniertes Ziel können wir nur mit einem starken, engagierten Team erreichen.“

Continental verabschiedet seinen bisherigen Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle (l.) nach 16 Jahren als Aufsichtsratsvorsitzender. Für ihn wird Susanne Soussan den Posten bei Continental übernehmen. In ihrer Antrittsrede erklärte Soussan, sie wolle auf dem Erreichten aufbauen und Continental auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft begleiten. Sie wolle eine Aufsicht sein, die nah am Geschäft ist.

Motorjournalist Franz Farkas ist Ende März im 70. Lebensjahr verstorben. Farkas war als Ingenieur in der Telekommunikations-Branche tätig, ehe er in den Automotive-Journalismus wechselte, wo er mehrere Jahrzehnte als „Freier“ für viele Publikationen schrieb.

Neu bei Rowe

Thomas Papez, zuletzt von 2022 bis Ende 2025 als Geschäftsführer von ContiTrade Austria (heute BestDrive Austria) tätig, ist seit 1. April neuer Senior Vice President Global Sales and Marketing bei der Rowe Mineralölwerk GmbH.

Ricardo-José Vybiral wurde vom Vorstandsgremium des Gläubigerschutzverbandes KSV1870 für weitere fünf Jahre das Vertrauen ausgesprochen. Vybiral, der als Digitalisierungsexperte gilt, leitet bereits seit 2016 die Geschicke des KSV1870.

Gerry McGovern, bisheriger Designchef von Jaguar Land Rover, hat das Unternehmen mit März 2026 verlassen. Die Gerüchte um seinen Abgang gab es bereits seit Dezember 2025, diese haben sich nun bestätigt. Er gründet seine eigene Kreativberatungsfirma.

Adolf Seifried, Landesgremialobmann Fahrzeughandel in Oberösterreich, darf seit April den Titel „Kommerzialrat“ tragen. Seifried ist seit 2006 Mitglied im Landesgremialausschuss und wurde 2025 erneut zum Landesgremialobmann bis 2030 wiedergewählt.

Hochgeschurtz bei Sixt

Uwe Hochgeschurtz, zuletzt COO für die Region „Enlarged“ bei Stellantis, verantwortet seit Anfang April als Senior Vice President die Märkte Österreich und Schweiz beim Mobilitätsanbieter Sixt. Hochgeschurtz, der 35 Jahre internationale Erfahrung mitbringt, berichtet an Europachef Jean-Philippe Doyen.

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