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AUTO & Wirtschaft 06/2026

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The Chinese Dream

Was für viele österreichische Endkunden noch nach (oft schauriger) Zukunftsmusik klingt, ist für unsereins Alltag: Ich fahre gerade ein Testauto von Xpeng, kenne die aktuellen Fahrzeuge von BYD, MG etc., spreche mit Händlern und Importeuren von Marken, die sich noch nicht im österreichischen Alltag etabliert haben: So durfte ich für diese Ausgabe beim Österreich-Start von Chery Tiggo dabei sein und mit Annelies Reiss die Verantwortliche für den bevorstehenden Launch der Marke Geely zum Interview begrüßen.

Und das Engagement Chinas beschränkt sich keinesfalls auf Fahrzeuge: Auf der Reifenleitmesse „The Tire Cologne“ nehmen die Reifenhersteller aus der mittlerweile zweitgrößten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt selbstbewusst jene großen Flächen in Beschlag, welche bekanntere Marken links liegenlassen. Ein erster Bericht von der „Tire“ steht in diesem Heft auf Seite 28, ehe wir im REIFEN-Spezial in der Juli-Ausgabe die Details aus Köln für Sie ausbreiten.

Ich nehme im beruflichen wie im privaten Umfeld wahr: Die China-Debatte wogt hin und her. Zwischen der großen Katastrophe und einer neuen China-Romantik werden viele Szenarien beschworen. Bricht der Untergang über Europa herein, das von der eigenen Trägheit zur Armut verdammt wird? Ersetzen Stuhl-Tai-Chi als Fitnesstrend und TikTok als Leitmedium unsere bisherigen, von Trump in die Tonne getretenen positiven Amerika-Klischees? Kommt statt des „American“ jetzt der „Chinese Dream“?

Die China-Debatte wogt hin und her, von der großen Katastrophe bis hin zur neuen China-Romantik wird vieles beschworen.

Mir fallen chinesische Automodelle als digital zwar überkomplett, aber keinesfalls haushoch überlegen auf. Aber die Modelle werden europäischer, was Design und Ausstattung betrifft. Eines haben die Hersteller längst begriffen: Ohne Händler, welche in der Region vertrauensbildend wirken, geht es nicht.

Und ich sehe, dass die Europäer die Herausforderung angenommen haben und den Wettbewerb nicht länger verweigern, selbst wenn gleichzeitig weiterhin an vielen Lobby-Fronten für das Althergebrachte, etwa den Verbrenner, gekämpft wird. Sicherlich macht man es sich zu leicht, wenn man uns Europäern vorwirft, die Entwicklung – ob aus kurzsichtigem Traditionsbewusstsein oder bornierter Ablehnung des Neuen – verschlafen zu haben. Wenn man oben steht und ein Erfolgsmodell über Jahrzehnte betreibt, fällt es schwerer, sich zu verändern, als wenn man ganz von vorn anfängt.

China ist unzweifelhaft in aller Munde – und wird ernst genommen. In diesem Heft haben wir der „China-Power“ eine große Fokusstrecke der Frage gewidmet, inwieweit das chinesische Engagement in Europa uns allen Grund zur Besorgnis sein muss. Die Beiträge von Experten gehen in die Tiefe und beleuchten verschiedenste Facetten, und auch die Händlerumfrage zeigt ein differenziertes und pragmatisches Bild – wie es von Unternehmern zu erwarten ist.

Große Fokusstrecke: Überrollt die China-Power Europa? Oder überwiegen die Chancen für europäische Unternehmer? Ab Seite 8

E(Ä)ngste nehmen

Mobilitätsminister Peter Hanke will mit der österreichweiten E-Mobilitätskampagne „Keine E-ngste mehr!“ Vorbehalte gezielt abbauen. Die Informationsoffensive ist Teil von „eMove Austria“ und soll den Umstieg auf E-Mobilität weiter vorantreiben.

Infomedia übernimmt Veact

Die australische Infomedia Pty Ltd, ein weltweit führender Anbieter von Technologie- und Datenlösungen für den Automotive After Sales, hat die Münchener Veact GmbH übernommen. „Veact zählt zu den führenden europäischen Spezialisten für datenbasierte Kundenaktivierung, Predictive Service Marketing und After Sales-Kundenmanagement“, erklärt Gründer Philipp Posselt (Bild). „Infomedia ergänzt diese Expertise durch tiefes Know-how in den Bereichen Fahrzeug-, Service- und Teileinformationen“, so Jens Monsees, CEO von Infomedia.

Xpeng bei Schmidt Premium Cars

Am Wiener Standort sowie in Salzburg und Klagenfurt bietet das Handelshaus Schmidt Premium Cars nunmehr auch die chinesische Automarke Xpeng an. An der Wagramer Straße in Wien wurde von Geschäftsführer Michael Röck (Bild l.) und Georg Staudinger (r.), Country Manager Xpeng in Österreich, ein neuer Schauraum für die Marke, welche bei Magna in Graz fertigen lässt, eröffnet. „Mit Xpeng bringen wir eine neue Generation intelligenter Elektromobilität nach Wien und schaffen gemeinsam mit Schmidt Premium Cars einen modernen Standort für innovative Mobilitätslösungen“, so Röck. Erst seit zehn Jahren aktiv, bringt es Xpeng mittlerweile auf vier Modelle allein für Europa. Sowohl die Limousine P7+ als auch die SUVs G6 und G9 werden bei Magna in Graz gefertigt, ganz neu im Programm ist der elektrische Van X9, der auch bei den Wiener Elektro Tagen gezeigt wurde.

„Wir haben im vergangenen Jahr durch Insolvenzen eine große Anzahl an Betrieben verloren.“

Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst, Bundesgremialobmann-Stv.

E-Firmenwagen nun teurer

Mit dem Doppelbudget ist nun auch die neue Sachbezugsregelung für elektrische Dienstwagen fix. Ab 2027 werden 0,375 Prozent fällig, ab 2028 dann 0,625 Prozent. Dieser etwas niedrigere Satz wurde in letzter Sekunde von der Branche verhandelt.

Unverhältnismäßige Preise

Wie Marcella Kral vom Mobilitätsclub ÖAMTC sagte, schreibe die EU-Verordnung zur Ladeinfrastruktur (AFIR) vor, dass Unterschiede in den Ladepreisen verschiedener Anbieter „verhältnismäßig“ sein müssten. Dies treffe auf Preisunterschiede von 80 Prozent, wie sie derzeit beobachtet würden, aber in keinem Fall zu. Kral forderte bei einer Podiumsdiskussion am Rande der Wiener Elektro Tage (siehe auch S. 18 in diesem Heft), dass bei den Ladetarifen behördlich reguliert werden müsse.

„Ohne Verpflichtung zu lokaler Produktion wird Europa nicht wettbewerbsfähig bleiben.“

Helmut Weinwurm, CEO Bosch „Das Konzept der Wiener Elektro Tage hat sich mit den aktuellen Weiterentwicklungen vollends bewährt.“

Thomas Beran, MBA, Porsche Media Creative

AdobeStock_Kenes

Marken-Erlebnis

Mit der offiziellen Eröffnung am 20. Mai 2026 nahm das neue Porsche Zentrum Oberösterreich in Leonding seinen Betrieb auf. Der Neubau stehe für einen konsequenten Ausbau der regionalen Infrastruktur und verbinde ein hochwertiges Markenerlebnis mit einem klaren Bekenntnis zu nachhaltigem Bauen und Betrieb, wie die Porsche Holding verlauten ließ. Pro Jahr werden am Standort in Linz-Leonding rund 200 Neufahrzeuge und 60 Gebrauchtwagen verkauft. Das Team des Porsche Zentrums Oberösterreich besteht unter anderem aus 4 Personen im Verkauf und 15 in der Werkstatt. Mehr als 350 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen an der Eröffnung teil. Im Bild von links: Helmut Eggert (Geschäftsleitung Porsche Österreich), Jürgen Lenzeder (Leitung Marketing & Vertrieb Porsche Österreich), Gregor Swoboda (Leitung Porsche Zentrum Oberösterreich), Thomas Herndl (Verbund-Geschäftsführung Oberösterreich), Harald Feilhauer (Geschäftsführung Porsche Inter Auto Österreich)

The Power of E für Flotten

Der Bundesverband eMobility Austria lud zusammen mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich zum Power Day, und über 130 interessierte Teilnehmer pilgerten nach St. Pölten. Niederösterreichische Unternehmen wurden in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und an den Ständen von einschlägig tätigen Unternehmen umfangreich über Vorzüge der Elektrifizierung von Fuhrparks informiert. Neben den Unternehmern waren auch Schüler der Landesberufsschule für Elektrotechnik Stockerau zu Gast.

Energiepreise verändern Reisepläne

Vor allem Familien reagieren sensibel auf steigende Energiekosten und ändern dadurch ihre Reisepläne, wie eine Umfrage im Auftrag von AutoScout 24 ergab. 18 Prozent der befragten Haushalte mit Kindern will heuer für die Urlaubsreise das Auto statt des Flugzeugs verwenden. Ebenso viele entscheiden sich für ein näher gelegenes Reiseziel oder verkürzen die Dauer des Urlaubs.

13 Prozent geben an, beim Auto als Verkehrsmittel bleiben, aber zusätzlich bei Ausgaben rund um die Fahrt sparen zu wollen. Von den Energiepreisen unbeeindruckt zeigen sich 24 Prozent, die verreisen wollen wie geplant. Komplett auf den Sommerurlaub mit der Familie verzichten, wollen lediglich 6 Prozent.

Kritik an EU

Die BMW AG fordert, dass die EU erneuerbaren Kraftstoffen im Dekarbonisierungspfad mehr Platz einräumen soll. Einer gemeinsam mit deutschen Forschungsinstituten erstellten Studie zufolge könnten bis 2040 über 100 Prozent der Kraftstoffe aus nichtfossilen Reststoffen erzeugt werden. Solche Kraftstoffe seien ein sofort wirksamer CO2-Hebel für alle Fahrzeuge, die bereits auf der Straße seien, meint Alexander Bamberger, Geschäftsführer BMW Austria. Für einen starken Industriestandort brauche man sowohl elektrisches Fahren als auch erneuerbare Kraftstoffe, so Bamberger.

Foto: Adobe Stock/Robert Kneschke

FOKUS

HANDEL

Lesen Sie über steigende Preise, Lieferengpässe und die Vorhaltung der richtigen Spezifikationen im ÖL-Spezial

WIRTSCHAFT

Viel auf den Beinen

Termine vielerorts sind des Fachredakteurs Brot. Das ist auch gut so, gilt es doch, Themen und Trends frühzeitig aufzuspüren und Sie, liebe Leserinnen und Leser, daran teilhaben zu lassen. Das erste Halbjahr 2026 war durchaus intensiv, wie man nicht nur dieser Ausgabe entnehmen kann. Daily Business mit Brancheninformationen, dazu die kontinuierliche Magazinerstellung, darüber hinaus unsere jährliche Sonderausgabe, on top noch eine große Verlagsveranstaltung mit 1.000 Teilnehmern und ein Trip nach Köln zur zumindest aus europäischer Sicht größten Reifenmesse. Das will einmal gestemmt werden und wird es auch. Und neigen sich die intensiven Tage und Wochen in Richtung Sommer einmal dem Ende zu, dann braucht es gar keinen Blick auf den Schrittzähler, denn man spürt es einfach: Jeder Internist wäre mit der täglich absolvierten Schrittanzahl in der jüngeren Vergangenheit zufrieden.

Der Herbst mit seiner Vielzahl an Messen, Events und Terminen lässt auf Zeiten mit hoher Intensität schließen.

Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Redakteur AUTO & Wirtschaft

Jetzt, gegen Jahresmitte, werden noch einmal alle (und vielleicht auch die letzten) Reserven mobilisiert, um anstehende Projekte abzuschließen und sich auf wenige Wochen der Ruhe und Entspannung einzustimmen. Bitter nötig, denn der Herbst und in seinem Schatten eine Vielzahl an Messen, Events und Terminen lassen schon jetzt auf Zeiten mit hoher Intensität schließen. Gleich im September stehen mit der Automechanika in Frankfurt am Main und den KLS-Fachtagen in Wels zwei Veranstaltungen an, die auf jeden Fall gutes Schuhwerk und hohes Durchhaltevermögen bedingen. Einen Monat später führt der A&W-Tag einmal mehr die heimische Kfz-Branche in der Hofburg zusammen, und dann folgt schon der Jahresendspurt und die Vorschauen auf Vienna Drive und AutoZum, die gleich zu Jahresbeginn 2027 anstehen. Sie sehen also: Fad wird uns auf keinen Fall!

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CHINAPOWER Der neue Technologieführer

LDas Auto aus China ist ein ebenso emotionales wie technologisches Thema geworden. Ist das ein vorläufiger Trend oder hat die deutsche Autoindustrie wirklich schon verloren?

das riesige Land mittlerweile der größte Automarkt der Welt, wächst nach wie vor und zeitgleich drängen die chinesischen Hersteller aufgrund des vernichtenden Wettbewerbs am Heimmarkt auf die Weltmärkte. In Europa hat die Autoindustrie nach Corona deutlich Volumen verloren – in einem zuvor künstlich aufgeblasenen Markt. Nun kommen auch noch die chinesischen Hersteller nach Europa und knabbern weiter am Volumen.

China hat uns abgehängt

ange Zeit wurden Produkte, die in Europa (oder den USA) entwickelt worden sind, in China günstig produziert. Europa war Qualität, China war billig. Das hat sich gedreht: China ist von der Werkbank Europas auch zum Technologie-Zentrum geworden: Bei den Elektronik-Produkten langsam und unauffällig, beim Auto war es eher eine Bombe, als 2023 die erste Automesse in China nach der Pandemie stattgefunden und die Welt gesehen hat, wie dynamisch sich die chinesischen Marken entwickelt hatten.

Über viele Jahre war China die Cashcow für die deutschen Autobauer: In einer (politisch vorgeschriebenen) Kooperation mit chinesischen Konzernen wurden dort über viele Jahre Millionen Autos verkauft und Milliarden Euro verdient. Lange Zeit galt die

Wir müssen Modelle, die wir in China entwickeln, auch für Europa lokalisieren und in Europa bauen.

Olaf Lies, Ministerpräsident Niedersachsen und VW-Aufsichtsrat

Formel: China bringt ein Drittel Volumen und zwei Drittel Ertrag. Damit wurden auch viele Strukturund Entwicklungs-Defizite in den Konzernen überdeckt. Nun sind diese Erträge Geschichte. In China stürzen die deutschen Marken ab. Dabei ist

Es ist Realitätsverweigerung, wenn man die politischen Vorgaben zum Elektroauto für den Niedergang der europäischen Autoindustrie verantwortlich macht. Die Probleme sind vielfältig. Mittlerweile hat uns China in vielen Bereichen abgehängt. Die Deutschen bauen mittlerweile auch gute Elektroautos, aber die Dynamik in China ist gewaltig – nicht nur beim Antrieb, sondern auch in der Digitalisierung und beim Software-defined-Vehicle. Als nächstes kommt das autonome Fahren, vermutlich ein noch größerer Gamechanger als die Antriebswende.

Und wie geht’s weiter? Noch immer wird absurderweise erzählt, dass der Erhalt des Verbrenners auch die europäische Autoindustrie retten würde.

Die Geschichte wird aber anders geschrieben: Einige europäische Autohersteller haben – notwendigerweise – sehr rasch ihre Strategie geändert. Teilweise entwickeln und bauen sie — formulieren wir es diplomatisch — „gemeinsam“ mit chinesischen Herstellern Autos in China. VW mit Xpeng, Audi mit SAIC. Andere Hersteller sind ebenfalls bereits in Kooperation: Stellantis mit Leapmotor, Mercedes mit Geely (über Smart), BMW mit Great Wall Motor (für Mini). Der Unterschied: Früher holte sich China das Know-how von den Deutschen, heute ist es umgekehrt. Europäische Hersteller arbeiten in China und vor allem mit China, um Autos schneller, digitaler und günstiger zu entwickeln und zu bauen.

China-Entwicklungen in Europa lokalisieren

„Wir müssen Modelle, die wir in China entwickeln, nicht nur für China und die ganze Welt entwickeln, sondern wir müssen Modelle, die wir in China entwickeln, auch für Europa lokalisieren und in Europa

Her

bauen.“ Das sagt Olaf Lies, sozialdemokratischer Ministerpräsident von Niedersachsen und damit Teilhaber und Aufsichtsrat bei VW. Er schränkt das zwar auf Modelle ein, „die wir sowieso nicht mehr haben“, aber er bestätigt damit, dass die Entwicklung und die damit verbundene Wertschöpfung verstärkt in China stattfinden werden und diese Modelle für Europa adaptiert und in Europa produziert werden. „Das schließt nicht aus, dass wir auch Komponenten aus China verwenden müssen“, so Lies. Gleichzeitig wird auch von den Zulieferern erwartet, dass sie chinesischer werden.

Deutsche Marken werden stark bleiben Nein, wir müssen uns keine Sorgen um die europäischen Autokonzerne machen, aber wir müssen realistisch sehen, dass wir die Technologieführerschaft, zumindest in vielen Bereichen, verloren haben. Wir müssen sehen, dass ein noch größerer Teil der Wertschöpfung nach Fernost wandern wird. Entscheidend ist, mit welcher Geschwindigkeit, mit welchem Arbeitseinsatz, mit welcher Manpower und auch mit welcher politischen Klarheit, Stichwort Planungssicherheit, dort Technologien vorangetrieben werden. Dabei werden berechtigterweise Themen wie Demokratie, Meinungsfreiheit oder die uns wichtige Vielfalt der 27 EU-Länder in Spiel gebracht.

Für die heimischen Händler stellt sich derzeit eine entscheidende

Frage: China-Marke oder nicht?

Das stimmt, aber es ändert nichts an den Fakten. Und als Europa haben wir nur zwei Möglichkeiten: entweder uns abzuschotten oder mit Kooperationen zumindest einen kleineren Teil der Entwicklungs-Wertschöpfung und einen größeren Teil der Produktion in Europa zu behalten.

China-Marke oder nicht?

Für viele heimische Händler stellt sich derzeit eine entscheidende Frage: Braucht es zu den bestehenden Marken auch eine China-Marke? Für viele Konsumenten, und dazu zählen auch Fuhrpark-Kunden, ist China kein Hindernis. Vielmehr ist es überraschend, wie schnell gänzlich neue Marken in Europa erfolgreich sind. Ein entscheidender Punkt ist dabei übrigens das Vertrauen zum regionalen Händler. Und das Management der chinesischen Autohersteller hat schnell erkannt, dass es für den europäischen Kunden europäische, regionale Vertriebspartner braucht. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: AdobeStock/

„Man kann
1,4 Milliarden Menschen nicht unterdrücken“

Sinologe Christian Göbel berichtet im Gespräch mit A&W über Arbeit, Mentalität, Wettbewerb und die Frage, ob die chinesische Autoindustrie Europa überrollt.

Wird uns China überrollen? Diese Frage stellt sich derzeit ganz besonders für die europäische Autoindustrie. Das Thema China beschäftigt aber auch Autohäuser und Werkstätten in Österreich. Wir haben den Sinologen Univ.-Prof. Dr. Christian Göbel, M.A., von der Universität Wien befragt, um China besser zu verstehen.

Die Situation ist ziemlich extrem, sagt Göbel. Immer weniger Geld, immer mehr Druck, immer höhere Anforderungen.

Univ.-Prof. Dr. Christian Göbel, M.A., Institut für Ostasienwissenschaften/Sinologie

Das Bild vom unterdrückten Menschen, das wir in Europa oft sehen, gibt es laut Göbel so nicht: „Dass Menschen in ihrem täglichen Leben unterdrückt werden, stimmt so nicht.“ Gleichzeitig verweist er klar auf die politische Realität: „China hat das weltweit am meisten ausgebaute Überwachungssystem und einen Repressionsapparat. Widerstand wird unterdrückt, Gegner werden weggesperrt.“ Die Regierung versuche dennoch nicht, über Zwang, sondern über Zustimmung zu regieren. „Man kann 1,4 Milliarden Menschen nicht nur unterdrücken“, so Göbel.

Hoher Druck im Arbeitsleben

Beim Arbeitseinsatz sieht Göbel den Unterschied vor allem im größeren Druck. „Der Druck ist hoch, die Fehlertoleranz niedrig. Und das wird immer stärker.“ In manchen Bereichen seien die Arbeitsbedingungen sehr schlecht, das Grundgehalt niedrig. Vieles laufe über Wettbewerb und Prämien.

Dabei muss man differenzieren: „Es gibt viele Angestellte mit Uni-Ausbildung, aber auch hier gibt es unterschiedliche Standards und Uni-Levels.“ Dazu kommt ein großer Unterschied zwischen Angestellten und Arbeitern, weil Letztere immer mehr durch Automatisierung ersetzt werden. „Der Einsatz von Robotern ist viel stärker als hier. Es gibt einen Kampf um Jobs zwischen Arbeitern und Robotern“, berichtet Göbel. Wer händisch arbeitet, muss mit der hohen Geschwindigkeit mithalten.

Schwaches soziales Netz

Ein wesentlicher Faktor ist für Göbel das Sozialsystem. „Das ist nicht vergleichbar mit unserem“, sagt er. Eine alternde Gesellschaft, mangelnde Alters- und Gesundheitsvorsorge und der Kampf um Jobs führen dazu, dass Arbeitnehmer bei Arbeitsbedingungen oft weniger

Die Entwicklung der chinesischen Autoindustrie ist ein Ergebnis von Druck, Wettbewerb, staatlicher Strategie und einem besonderen wirtschaftlichen System.

Wahl haben. „Aber natürlich kann jeder Mitarbeiter auch kündigen“, sagt Göbel.

Eine ganz wesentliche Rolle spielt die staatliche Planung. Staat, Provinz und Stadt bekommen Vorgaben. Das Bruttoinlandsprodukt wird anders behandelt als in Europa. „Das BIP wird in China nicht wie bei uns auf Grundlage dessen berechnet, was konsumiert und produziert wird, sondern es wird vorgegeben“, sagt Göbel. Wenn die Vorgabe fünf Prozent lautet, wächst es auch fünf Prozent.

Diese Steigerungen werden auch dadurch erreicht, dass die Regierung selbst Konsument ist oder investiert. „Der Staat kauft ein“, sagt Göbel. Öffentliche Ausschreibungen und staatlicher Konsum spielen dabei eine große Rolle.

Lokale Finanzierungsvehikel

Eine wichtige Rolle spielen laut Göbel Local Government Financial Vehicles, eine Mischung aus staatlichen und privaten Unternehmen in den Provinzen. Sie übernehmen öffentliche Leistungen, sind aber auch Investmentgesellschaften, etwa bei Immobilien oder Start-ups. „Früher war das die Solarindustrie, jetzt ist es die Elektromobilität“, so Göbel. Über diese Modelle subventionieren die Provinzen ihre Unternehmen und stehen damit im Wettbewerb zu anderen Regionen. „Das System wurde nach 2008 stark. Weil Regierungen in China keine Schulden aufnehmen durften, brauchen sie solche Modelle, um indirekt Schulden aufzunehmen. Land wurde an diese Gesellschaften verkauft und dieser Transfer diente der Finanzierung“, erklärt Göbel. Heute sei die Lage schwieriger.

„Die Situation ist ziemlich extrem“, sagt Göbel. „Immer weniger Geld, immer mehr Druck, immer höhere Anforderungen.“

Die Verschuldung der Lokalregierungen ist dabei gestiegen. „12 von 33 Provinzen sind Hochrisikoprovinzen“, so Göbel. Es gibt einen Kampf um knappe Mittel. Dazu komme der Einbruch bei Land- und Immobilienmärkten. „Niemand weiß genau, wie es weitergeht“, berichtet Göbel. Ein plötzliches Platzen der Blase sieht er aber nicht.

Produktentwicklung statt Grundlagenforschung

Vor 20 Jahren hat man China oft anders wahrgenommen: „Bequem, wenig Aktivitäten, Qualität als Problem. Das hat sich geändert“, meint Göbel. Entscheidend ist das System.

Investitionen in Forschung und Entwicklung spielen eine große Rolle, allerdings mit einem klaren Fokus.

„Diese Investitionen gehen in die Produktentwicklung, nicht in die Grundlagenforschung“, weiß Göbel. Für die Autoindustrie ist das zentral. „Das ist ein sehr, sehr wichtiger Faktor, vielleicht der wichtigste Faktor, warum die Autoindustrie so kompetitiv werden konnte.“ Noch 2019 habe es hunderte Hersteller in China gegeben, von denen in Europa kaum jemand eine Marke nennen konnte.

Zusammenarbeit braucht Fachleute

Das BIP wird in China nicht berechnet, sondern es wird vorgegeben.

In der Zusammenarbeit warnt Göbel vor Stereotypen. „DEN Chinesen gibt es nicht. Es kommt darauf an, mit wem man es zu tun hat.“ Wichtig ist das Verständnis. „Es wäre wichtig, Fachleute vor Ort zu haben“, sagt Göbel. Österreichische und deutsche Unternehmen bräuchten Leute, die Chinesisch sprechen. Auch Konflikte werden anders behandelt. „Das gefällt mir nicht, wird nicht gesagt, sondern über Dritte gemacht“, erklärt Göbel. Konflikte auf partnerschaftlicher Ebene werden eher vermieden. Auf persönliche Beziehungen allein sollte man sich aber nicht verlassen. „Kontinuität aus zwischenmenschlichen Verhältnissen ableiten zu wollen, wird nicht funktionieren.“

Nicht einfacher Wettbewerb

China ist nicht einfach nur ein Markt mit anderen Herstellern. Die Regierung denkt langfristig, Unternehmer aber sehr kurzfristig. „In China wird aufgrund der Situation und des hohen Drucks viel kurzfristiger gedacht“, beschreibt Göbel. Wenn es Möglichkeiten für Gewinne gibt, würden diese genutzt. „Die Entwicklung der chinesischen Autoindustrie ist ein Ergebnis von Druck, Wettbewerb, staatlicher Strategie und einem besonderen wirtschaftlichen System“, fasst Göbel zusammen. Die Regierung findet es gut, wenn Unternehmen im Ausland erfolgreich sind, solange sie ihre Zentrale in China haben. „Für Europa stellt sich damit eine Abhängigkeitsfrage“, weiß Göbel. Denn die Regierung hat direkten Durchgriff auf die Unternehmen des Landes. „Wenn der chinesische Staat etwa der Meinung ist, chinesische Autohersteller sollen in Europa nicht mehr präsent sein, dann wird das so passieren.“ Man wird es berechnen und bewerten, aber wenn es politisch notwendig ist, wird man es tun. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: AdobeStock_ABCDstock, AdobeStock_ powerstock, Barbara Mair

für diese Marken und investieren. Gemeinsam mit den Händlern wollen wir noch besser werden.“

Möglichkeiten, weitere China-Marken als Privatimporteur aufzunehmen, gebe es natürlich immer wieder: „Im Vorjahr haben wir 5 Marken, die wir machen hätten können, abgesagt. Und es gibt weitere, die unbedingt mit uns kooperieren wollen. Aber mehr Marken heißt nicht automatisch, dass man mehr Erfolg hat“, ist Mayr überzeugt.

Digitale Integration des Alltags im Auto

Was Mayr bei der Automesse in China noch auffiel? Die Veranstaltung sei „mehr Technologiemesse als eine klassische Automobilmesse“ gewesen. Das Thema Elektrifizierung sei vollständig bei den Kun-

Das Thema Elektrifizierung ist bei den Kunden angekommen; nun geht es um die Skalierung.

Hansjörg Mayr, Denzel-Vorstand

CHINAPOWER

den angekommen; nun gehe es um die weitere Skalierung und damit Kostenreduktionen. Chinesische Kunden seien vor allem daran interessiert, was das Fahrzeug könne: Digitale Integration des Alltags im

Digitalisierung und Zölle

Wie sieht Denzel-Vorstand Hansjörg Mayr die Zukunft der Autoindustrie, vor allem was das Thema Digitalisierung betrifft? Kommen weitere Marken aus China ins Portfolio?

Vor 20 Jahren streckte Denzel, Österreichs größter Privatimporteur, die Fühler nach China aus. Vorsichtig noch, doch man machte sich bei den Herstellern bemerkbar. Damals waren die chinesischen Autos noch nicht wirklich reif für Europa. Doch der lange Atem machte sich bezahlt, und mit BYD und MG hat Denzel seit einigen Jahren die zwei Pkw-Marken aus China mit dem höchsten Marktanteil und mit Maxus einen Nutzfahrzeug-Hersteller unter seinen Fittichen.

Doch was nun? Hat Denzel-Vorstand Hansjörg Mayr bei seiner Reise nach Peking Ende April neue Verträge abgeschlossen? Im Interview kommt eine klare Absage: „Nun konzentrieren wir uns darauf, aus dem sehr guten Portfolio das Bestmögliche zu machen.“ Und wenn, wie im April, BYD ganz knapp vor Škoda die Nummer 1 unter den Elektroautos bei den Neuzulassungen in Österreich war, merke man auch, dass dies gelinge, meint der DenzelVorstand: „Doch wir sehen noch immer Potenzial

Auto werde immer wichtiger, ebenso das autonome Fahren und Ladegeschwindigkeiten. So werden die Autos als „Mobilitätshülle“ entwickelt, was weit über die bisherige europäische Wahrnehmung eines Fahrzeugs hinausgehe. Ein weiterer Beweis, wie wichtig Elektromobilität in China ist: Die „neue Welt“ wurde in Peking in den neu errichteten Messehallen untergebracht, während Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in den älteren Hallen zu sehen waren.

Mayr glaubt auch nicht, dass sich die chinesischen Hersteller durch Zölle von ihren Zielen in Europa abhalten lassen: Europa habe mit China 40 Jahre gute Geschäfte in der Verbrenner-Technologie gemacht, jetzt sei es legitim, dass China mit Europa Geschäfte bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden machen wolle. In Europa habe man viel zu lange „an der alten Welt festgehalten“, so Mayr. Und immer mehr chinesische Hersteller wollen Fabriken in Europa übernehmen oder errichten. •

Text: Mag. Heinz Müller, Foto: Denzel

CHINAPOWER

Intensive Kooperationen

Die chinesische Automobilindustrie hat die europäische in vielen Bereichen überholt.

China-Experte Henrik Bork kennt die Gründe und die Antworten.

A&W: Wie konnte China die europäische Autoindustrie so rasch überholen?

Henrik Bork: Das ist eine gute Frage, denn dasselbe Muster wiederholt sich ja auch in anderen Industrien. In den westlichen Medien wird hier oft von Subventionen der chinesischen Regierung, von Planwirtschaft und neuerdings auch viel von „Überkapazitäten“ geschrieben. All das gibt es, ist aber meiner Beobachtung nach nicht entscheidend. Für wichtiger halte ich ganz andere Faktoren. In China denkt und plant man langfristig und sehr „holistisch“, also in Zusammenhängen. Man sieht die Notwendigkeit erneuerbarer Energien für den Klimaschutz und

verankert wird, vom Design über die Produktionslinien bis hin zu KI-Weltmodellen für autonome Fahrfunktionen. Während Europa noch versucht, beim elektrischen und intelligenten Fahren aufzuschließen, ist China schon wieder einen Schritt weiter.

Wie wird sich die chinesische Autoindustrie im derzeitigen starken Wettbewerb entwickeln und welche Auswirkungen wird das auf Europa haben?

Bork: Der chinesische Automarkt ist zum globalen Leitmarkt für innovative Produkte und Mobilitätslösungen geworden. Die Trends, die hier geboren werden, kommen früher oder später auch nach Europa.

Auch beim intelligenten und vernetzten Fahren sowie neuerdings beim

KI-definierten Fahren hat die chinesische Industrie die europäische abgehängt.

China-Experte Henrik Bork, Asia Waypoint

Henrik Bork lebt seit mehr als 30 Jahren in Asien und leitet seit 2012 die Consulting- und Recherchefirma Asia Waypoint, die Unternehmen bei ihrem Chinageschäft berät.

gleichzeitig die neue Disruption durch Künstliche Intelligenz und richtet die gesamte Volkswirtschaft danach aus. So wachsen erst die Ökosysteme, in denen E-Mobilität und neue Konzepte wie Flugtaxen und Frachtdrohnen überhaupt eine Chance haben. Private chinesische Unternehmen wie BYD oder Li Auto bauen inzwischen bessere und günstigere EAutos als alle europäischen Konkurrenten. Auch beim intelligenten und vernetzten Fahren sowie neuerdings beim KI-definierten Fahren hat die chinesische Industrie die europäische inzwischen abgehängt.

Kann Europa noch aufholen oder wird der Abstand durch „China Speed“ sogar noch größer?

Bork: Das Aufholen wird immer schwerer, insbesondere durch das hohe Tempo, mit dem in China gerade die KI in allen Bereichen der Autoindustrie

Dies neidlos anzuerkennen und die chinesische Industrie sehr genau zu beobachten, ist der erste Schritt zur Wahrung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.

Liegt die Lösung in der Kooperation? Sind die chinesischen Hersteller überhaupt daran interessiert?

Bork: Es gibt keinen anderen Weg mehr als intensive Kooperationen mit chinesischen Technologieführern. Die führenden europäischen Autobauer gehen daher auch diesen Weg, etwa VW mit Xpeng und Horizon Robotics, Stellantis mit Leapmotor, Audi mit SAIC. In Politik und Medien mag derzeit eine große Chinaphobie herrschen, aber die Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt. Chinas Unternehmen sind interessiert, werden sich aber die Bedingungen nicht mehr vorschreiben lassen. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: AdobeStock_Achirawee, Asia Waypoint

China wird salonfähig

Studie zeigt: Chinesische Elektroautos werden in Europa zunehmend als Alternative wahrgenommen. In Österreich bleibt die Akzeptanz mit 49 Prozent allerdings stabil.

Eine Studie der Managementberatung Horváth zeigt, dass chinesische Elektroautos in Europa mehr und mehr als ernstzunehmende Alternative wahrgenommen werden. Für die Untersuchung wurden knapp 4.500 Pkw-Besitzer in 16 europäischen Ländern sowie in China, Brasilien, Indien und den USA befragt. Voraussetzung war, dass die Befragten in den nächsten 2 bis 3 Jahren einen Autokauf planen.

Horváth & Partners fragt regelmäßig die Entwicklungen am heimischen Automarkt ab

Mehr als die Hälfte

In Europa können sich mittlerweile 55 Prozent der Befragten vorstellen, ein chinesisches E-Auto zu kaufen. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von 7 Prozentpunkten, gegenüber 2023 sogar einem Zuwachs von 12 Prozentpunkten. Während Österreich mit 49 Prozent im europäischen Mittelfeld liegt und damit gegenüber dem Vorjahr unverändert bleibt, ist die Akzeptanz in anderen Ländern stark gestiegen. In Deutschland würden 52 Prozent ein chinesisches Modell in Betracht ziehen, Anfang

2024 waren es noch 37 Prozent. Besonders hoch ist die Akzeptanz in Spanien und Ungarn mit jeweils knapp drei Viertel der Befragten. Geringer ist das Interesse in der Schweiz mit 46 Prozent sowie in den Niederlanden und Frankreich mit jeweils 47 Prozent.

Qualität vs. Preis/Leistung

Als wichtigstes Argument für chinesische E-Autos gilt vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis. In Österreich nannte das mehr als die Hälfte der interessierten Befragten als entscheidendes Kaufargument. Gleichzeitig gewinnt „Made in China“ in der Autoindustrie an Qualitätswahrnehmung: Während 2023 in Österreich noch 20 Prozent die Qualität als Kaufargument sahen, waren es nun 27 Prozent. Allerdings bleibt Qualität auch ein Gegenargument: 42 Prozent der österreichischen Befragten nannten sie als Grund, kein chinesisches E-Auto zu kaufen. In China können sich 92 Prozent der Befragten den Umstieg auf ein Elektroauto vorstellen. Europa hinkt in dieser Frage hinterher. Auch in Österreich habe sich die Dynamik zuletzt verlangsamt, unter anderem weil durch die Diskussion rund um das Verbrennerverbot der unmittelbare Handlungsdruck gesunken sei. • Text: Kevin Kada, Fotos: Horváth & Partners

Nun sind die ersten Referenten für den 20. Oktober fixiert: Klaus Zellmer, CEO von Škoda, wird erzählen, was die tschechische Schwester von Volkswagen für die kommenden Jahre plant. Wolfgang Wurm, Geschäftsführer von Porsche Austria, wird ebenso referieren wie Hansjörg Mayr, Vorstand von Denzel. Dazu kommen spannende Podiumsdiskussionen, eine attraktive Ausstellung sowie Möglichkeiten zum Netzwerken – auch heuer wieder in den prunkvollen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg.

Nutzen Sie den Frühbucherbonus und melden Sie sich gleich an!

Rockenbauer-

Burkhard Weller,

Wolfgang

Tamara Heinz, AV International GmbH
Hansjörg Mayr, CBDO & CDO, Denzel
Anna
Paier, Autohaus Paier
CEO Weller Gruppe
Wurm, Geschäftsführer Porsche Holding
Klaus Zellmer, CEO Skoda Auto

China: Gefahr

oder Chance?

Beratung ist Trumpf, das gilt auch für die Neueinführungen aus China, die zunehmend „europäisch“ werden.

CHINAPOWER

Richtige Entscheidung getroffen

im Dreischichtbetrieb gearbeitet, das wäre in Europa nicht

„Als wir uns in unserem Autohaus für die Hinzunahme der chinesischen Marke BYD entschlossen haben, haben wir erst einmal abgewartet, wie sich zusätzliche Geschäfte entwickeln“, wie Josef Frischmuth, Gesellschafter Autohaus Danner/ Schlüßlberg, berichtet. „Mittlerweile sind wir sehr zufrieden und froh, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, die Abschlüsse sind gut.“ In jüngster Vergangenheit habe sich die Nachfrage nach Elektro-Fahrzeugen aufgrund des jüngsten Öl-Konflikts enorm erhöht. „Auch deutlich mehr Privatkunden wollen nun auch auf E-Autos umsteigen.“ Dieser Trend betreffe nicht nur die Marke BYD, sondern auch die Marke Ford. Letztendlich sei der Erfolg auch den Händlern zu verdanken, die hinter den Marken stünden und die Volumen gepusht hätten.

Qualität passe. „Das Plus der Europäer ist, dass wir eine Geschichte und die Marken eine Seele und Historie haben, das ist

Rasanter, innovativer und schneller „Ich habe vor Kurzem die Peking Motor Show besucht und man muss neidlos anerkennen, dass China in unserer Branche die Entwicklungsführerschaft übernommen hat“, sagt Mag. Michael Mayr, Geschäftsführer Autopark/Innsbruck. „Aus meiner Sicht stellen die neuen Marken aus Fernost eine Riesen-Chance für die Händler dar. Die Fahrzeuge sind technologisch top, und die Hersteller entwickeln eine enorme Geschwindigkeit. In China wird in Entwicklungszentren teilweise im Dreischichtbetrieb gearbeitet, das wäre in Europa nicht möglich.“ Die Leistungsbereitschaft sei enorm, technologisch werde rasanter, innovativer und schneller gearbeitet. Auch die Qualität passe. „Das Plus der Europäer ist, dass wir eine Geschichte und die Marken eine Seele und Historie haben, das ist ein Unterschied zu den neuen Marken aus China.“

Wettbewerb kurbelt Markt an „Auch in der Vergangenheit haben Hersteller aus Fernost ihre Produkte – zuerst die Japaner und später die Koreaner – auf den europäischen Markt mit Erfolg vermarktet, der Wettbewerb belebt den Markt“, sagt Harald Kaufmann, Landesgremialobmann-Stv. des Salzburger Fahrzeughandels und Geschäftsführer Auto Kaufmann/Zell am See. „Derzeit geben die Chinesen die Pace vor und sie präsentieren laufend neue Modelle, aber es stellt sich für die kommenden Jahre die Frage, ob auch die Langzeitqualität passt. Dazu gesellen sich die Themen Ersatzteilversorgung, Lieferfähigkeit oder Korrosionsschutz.“ Für Händler, die noch Kapazitäten hätten, könne eine Hinzunahme einer chinesischen Marke Sinn machen, wichtig sei, dass man sich mit dem Produkt auch identifizieren könne.

Mitbewerber beleben Geschäft „Aus meiner Sicht belebt jeder Mitbewerber das Geschäft“, meint Oskar Dörfler, Landesgremialobmann des Kärntner Fahrzeughandels und Geschäftsführer Autohaus Dörfler/Spittal a.d. Drau. „Darüber hinaus glaube ich, dass die altbewährten, europäischen Marken auch bei den Kunden immer noch sehr hoch im Kurs stehen, dennoch kann sich als Ergänzung auch eine Chance bieten, den Absatz und Umsatz mit einer chinesischen Marke zu erhöhen.“ Es fehlten bei diesen neuen Marken aber Langzeiterfahrungen und es handle sich bei den chinesischen Unternehmen oft um sehr große Konzerne. Wenn sich das eine oder andere mangels entsprechenden Erfolgs aus dem europäischen Markt zurückziehen sollte, habe auch der Händler ein Problem.

Keine Gefahr „Konkurrenz wird es immer geben und sie belebt das Geschäft, ich sehe hier keine Gefahr“, erklärt Mag. Rudi Lins, Geschäftsführer Autohaus Rudi Lins/Nüziders und Landesgremialobmann des Vorarlberger Fahrzeughandels. „Wir haben ja auch die Entwicklungen in der Vergangenheit beobachtet, in den 1970er- und 80er-Jahren drängten japanische Marken auf den Markt, etwas später kamen die Koreaner.“ Auch damals habe es zu Beginn ansteigende Verkaufszahlen gegeben, die sich später auf einem normalen Niveau eingependelt hätten. „Ich nehme an, dass sich diese Entwicklung auch bei den chinesischen Marken wiederholen wird.“ Der VW Konzern sei gerüstet: „Es startet eine Modell-Offensive auch im E-Bereich, mit dem ID.Polo, Cupra Raval, Škoda Epiq und den Facelifts von ID.4 und ID.3 sind wir gut aufgestellt.“

Oskar Dörfler
Josef Frischmuth
Harald Kaufmann
Michael Mayr
Rudi Lins
Text: Dieter Scheuch, Fotos: Archiv

Österreicher sind treue Kunden

„Ich sehe hier keine Gefahr, der österreichischen Kunde ist ein sehr treuer“, sagt Stefan Hutschinski, Einzelhandelssprecher im Bundesgremium Fahrzeughandel und Geschäftsführer Hutschinski Mobility/Wien.

„Wenn auch europäische Marken das schaffen, was die chinesischen Marken schaffen – das betrifft speziell auch Premiummarken – glaube ich, dass sich da wenig ändert, das trifft aus meiner Sicht auch auf die Mittelklasse zu. Bei den preisgünstigeren Marken könnte sich schon etwas verändern. Insgesamt glaube ich, dass es gut ist, wenn man sich auf die Marken besinnt, die man hat und versucht, diese zu positionieren und auszubauen. Wichtig ist den Kunden Verlässlichkeit im Service, deshalb setzen viele auch auf Bewährtes“.

Man muss neidlos anerkennen, dass China in unserer Branche die Entwicklungsführerschaft übernommen hat.

Michael Mayr

Wir sind sehr zufrieden, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Josef Frischmuth

Es gibt auch Risiken

„Es gibt eine Unzahl von chinesischen Automarken und die chinesische Markenvielfalt könnte sich möglicherweise in Zukunft auch wieder reduzieren“, wie Ing. Wolfgang Schirak, Landesgremialobmann des niederösterreichischen Fahrzeughandels und VL Schirak Automobile/St. Pölten, meint. Wenn ein Händler auf eine Marke setze, die in wenigen Jahren den Markt verlasse, habe er ein Problem. Dazu gesellten sich geopolitische Entwicklungen – Stichwort Zölle –, die die Ware verteuerten und im Extremfall unverkäuflich machen könnten.

„Aus meiner Sicht ist – abgesehen von der Marke – auch wichtig, welcher Ansprechpartner für die jeweilige Marke in Österreich agiert.“ Davon hänge ab, ob man sich für die Hinzunahme einer Marke entscheide oder auch nicht.

Wichtig ist den Kunden auch Verlässlichkeit im Service, deshalb verlassen sich viele auf Bewährtes.

Ich sehe die neuen chinesischen Marken als große Chance für die Händler.

Wilhelm Weintritt

Gute Ergänzung

„Ich sehe die neuen chinesischen Automarken als Chance, sonst hätte ich keinen Vertrag mit der Marke Jaecoo Omoda abgeschlossen“, unterstreicht Wilhelm Weintritt, Geschäftsführer Autohaus Weintritt Neusiedl a. See, Eisenstadt und Baden. „Unser Problem war auch, dass die Marke Ford die Modellpalette speziell im Pkw-Bereich ausgedünnt hat und uns derzeit zu wenig anbieten kann, was sich auf die Verkaufszahlen ausgewirkt hat. Das war auch der Grund, warum wir uns auch anderwärtig umsehen mussten, um unseren Kunden ergänzend entsprechende Ware anbieten zu können.“ Die chinesischen Fahrzeuge seien qualitativ hochwertig, wichtig sei auch der entsprechende Support im Reparaturgeschäft. „Hier stehen natürlich die neuen Marken vor einer Herausforderung, das nimmt einige Zeit in Anspruch, bis sich das einspielt.“

Ergänzung des Portfolios

„Die Hinzunahme einer neuen Marke ist, wie ich meine, auf die jeweilige Situation des Händlers abzustimmen“, wie Heinz P. Robinson, handlungsbevollmächtigter Gesellschafter Autohaus Robinson/Graz, erläutert. „Wir haben uns zu unseren Marken Mazda und Kia als Ergänzung des Portfolios für die Marke MG entschieden. Voraussetzung dafür ist, dass man neue Marken mit einer eigenen Mannschaft vertreibt, das haben wir auch in der Vergangenheit immer so praktiziert.“

Wesentlich sei auch, sich „tunlichst eine Marke mit einem verlässlichen Vertriebspartner auszusuchen, mit dem auch die Ersatzteilversorgung und die Garantieabwicklung funktionieren. Das war ein Kriterium, uns für den Vertrieb der Marke MG zu entscheiden.“

Wilhelm Weintritt
Heinz P. Robinson
Wolfgang Schirak
Stefan Hutschinski

70.000 Besucher frequentierten den Wiener Rathausplatz, um sich über die neuesten E-Autos zu informieren

ÜBei Eröffnung der Wiener Elektro Tage (v. l.): Moderatorin Kristina Inhof, Günther Kerle (Automobilimporteure), Thomas Beran, MBA (Porsche Media & Creative), Stephanie Ernst, MMBA, MSc (LGO des Wiener Fahrzeughandels)

Ein Stadtfest für die Elektromobilität

Eine „höchst positive“ Bilanz zog der Veranstalter der Wiener Elektro Tage 2026: Nicht nur, dass der Wettergott dem Event heuer gnädig war, auch der kräftige Aufwind bei den elektrischen Neuzulassungen sorgte für gute Stimmung am Rathausplatz.

ber 70.000 Besucherinnen und Besucher frequentierten die Stände von 20 Ausstellern vom 29. bis 31. Mai, an denen über 60 Modelle, davon viele Österreich-Premieren, gründlich unter die Lupe genommen werden konnten. Damit habe das größte Elektro-Mobilitäts-Event Österreichs erneut ein starkes und klares Zeichen für einen branchenübergreifenden Dialog im Sinne der Dekarbonisierung und des Klimaschutzes gesetzt, wie

Wir hätten uns für unsere Kunden mehr Kontinuität vonseiten der Politik gewünscht.

Matthias Schabetsberger, Managing Director Austria Polestar

Thomas Beran, Leitung Porsche Media & Creative und Veranstalter der Wiener Elektro Tage, im Anschluss an das Event sagte. „Das im Vorjahr neu aufgestellte Konzept, neben reinen Elektroautos auch auf Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge zu setzen, hat sich gemeinsam mit zusätzlichen Weiterentwicklungen vollends bewährt.“ Die Wiener Elektro Tage 2026 hätten verdeutlicht, dass die Mobilitätswende längst in der breiten Öffentlichkeit angekommen sei. Beran

lobte auch den dafür notwendigen Schulterschluss von den teilnehmenden Automarken, der Wiener Stadtregierung und den Ausstellern aus anderen Bereichen wie Finanzierung, Ladeinfrastruktur oder Service.

Ende der Grundsatzdiskussionen

Bei unseren Standbesuchen waren viel Optimismus und gute Stimmung spürbar. Vertreter von mehreren Importeuren an den Ständen berichteten, dass die Elektroverkäufe derzeit klar über 50 Prozent ausmachen. Dazu zählte etwa Ralf Benecke, Importeurs-Chef bei Renault Österreich. „Wir zeigen mit dem Twingo ein klares Bekenntnis zu leistbarer E-Mobilität“. Auch bei Volkswagen war mit dem neuen ID.Polo GTI ein Kleinwagen der Star der Show – nur eine von 10 Österreich-Premieren, welche bei der Eröffnung auf einem „Catwalk“ der Presse und dem bereits am Vormittag anwesenden Publikum vorgeführt wurde. Bernd Pfallers Beobachtung, dass die Leute nicht länger mit Grundsatzfragen zur Elektromobilität, sondern mit sehr konkreten Anfragen zu technischen

VW-Trainer

Richard Gollatsch beantwortete viele Fragen

zum neuen

Timo Sommerauer, Brand Director Cupra und Seat, vor dem Cupra Raval: 2026 wird das Jahr der leistbaren elektrischen Kleinwagen, die auch Emotionen wecken dürfen

Andreas Oberascher, Managing Director Ford Austria: Stark steigende E-Autoverkäufe

Händlerin Isabella Keusch mit Polestar-Chef Matthias Schabetsberger

PeugeotMarkenbotschafter

Simon Schwarz und Manuel Rubey mit Markenchef Bernd Pfaller (M.)

Am „Catwalk“ wurden 10 Österreich-Premieren gezeigt, hier der VW ID.3 Neo

Unser Konzept mit BEVs und PHEVs hat sich zusammen mit den aktuellen Weiterentwicklungen der Elektro Tage vollends bewährt.

Daten oder Ausstattung kommen, wurde an manchem anderen Stand bestätigt. Bei Ford berichtete Andreas Oberascher, wie gut die E-Modelle Capri und Explorer derzeit laufen – was die Lieferzeiten auf einige Monate streckt. Bei Leapmotor wiederum berichtete Markendirektor Christian Bley, dass man die Verkäufe aus dem Vorjahr bereits übertroffen habe – eine Entwicklung bei der Stellantis-Marke, die mittels des neuen kompakten B05, der auf dem Event vorgestellt wurde, wohl anhalten dürfte. Die durch die Kauflust der Kunden befeuerte gute Stimmung wurde in den Gesprächen nur durch die politischen Entwicklungen etwas getrübt. Dass nunmehr (nach Abschaffung der Kaufprämie und Einführung der motorbezogenen Versicherungssteuer im vergangenen Jahr) ein Sachbezug für privat genutzte elektrische Dienstwagen kommt, könnte das Flottengeschäft etwas dämpfen. Große Einbrüche befürchtete jedoch

niemand, den wir fragten. „Wir hätten uns für unsere Kunden mehr Kontinuität der Politik gewünscht“, sagte Matthias Schabetsberger, Österreich-Chef von Polestar. Der steigende Privatkundenanteil könnte die Auswirkungen abmildern, außerdem bleibt der Sachbezug für Verbrenner deutlich höher.

Kontinuität in der Mobilitätspolitik

Schon bei der Eröffnung meinte etwa die Wiener Landesgremialobfrau des Fahrzeughandels, Stephanie Ernst, dass die derzeitige Politik dem Autohandel nicht gerade in die Hände spiele. Und auch beim Pressetalk, einem ebenfalls neuen Format der heurigen Elektro Tage, wurde der Wunsch nach einer kontinuierlichen Politik mehrfach betont.

Bei ebendiesem Presse-Event wurden zu kulinarischen Häppchen auch frische Zahlen und Fakten serviert: So meldete Philipp Wieser, Leiter der Österreichischen Leitstelle E-Mobilität (OLÉ), dass der Bestand von BEVs in Österreich erstmals die 5-Prozent-Marke überschritten hat, und erste Flächenbezirke melden bei den Neuzulassungen über 50 Prozent Elektroanteil. •

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Mag. Severin Karl, Katzinger

ID. Polo GTI
Thomas Beran, MBA, Porsche Media & Creative GmbH

Matthias Zink ist Präsident des Verbandes der europäischen Zulieferindustrie CLEPA und Vorstandsmitglied von Schaeffler

„Nicht weit genug gedacht“

Matthias Zink, CLEPA-Präsident und SchaefflerVorstand, erklärt, was er sich vom Automotive Package erwartet und was notwendig ist, um Europa wieder wettbewerbsfähig zu machen.

A&W: Im Vorjahr haben Sie gemeinsam mit dem ACEA-Präsidenten Ola Källenius einen offenen Brief an die EU-Kommission beziehungsweise an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschickt. Gab es eine Antwort?

Matthias Zink: Also es gab zumindest kein offizielles Rückschreiben oder eine Reaktion auf den Brief. Aber es gab eine Öffnung auf Seiten der Kommission. Wir hatten drei Automotive-Dialoge beziehungsweise strategische Automotive-Gipfel mit den Herstellern, den Lieferanten, aber auch mit Kommissaren, der Gewerkschaft und so weiter. Und da war insbesondere beim dritten Gipfel ein offener Dialog darüber, wie kritisch die Situation in Europa ist, wo wir wirklich stehen mit der E-Mobilität, wie Hybride helfen können etc. Und genau diesen offenen Dialog begrüße ich, denn wir haben die Dringlichkeit deutlich hinterlegt.

Eine der größten Kritiken oder Gefahren ist der Wegfall tausender Jobs. Wenn man sich die Zulieferindustrie ansieht, reden wir hier noch von einer schwierigen Phase oder von einem Strukturwandel?

Zink: Es ist beides. Die Zahl der Jobs, die in Gefahr sind, ist sehr hoch. Wir reden da von 350.000 Jobs im Rahmen dieser Transformation. Diesen Wandel müssen wir akzeptieren. E-Mobilität, Künstliche Intelligenz und viele andere Dinge bieten allerdings auch Chancen. Das größte Problem in diesem Prozess ist aber eher, dass wir über Technologieverbote, Strafzahlungen bei Nichterreichung der CO2-Ziele, die Nichtabverkäufe von BEV-Fahrzeugen reden und

Den langfristigen Wandel werden und müssen wir aktiv gestalten, da ist sich auch die Branche einig, sowohl die ACEA als auch wir in der CLEPA.

das lösen müssen. Diese Dinge haben zu Job-Abbau, Insolvenzen und großen Problemen in der Branche geführt. Es ist also höchste Zeit darüber zu reden, wo wir mit der E-Mobilität wirklich stehen. Und wir müssen darüber diskutieren, ob ein Technologieverbot der richtige Weg ist oder ob es nicht besser wäre, ein technologieoffenes reguliertes Rahmenwerk zu erstellen. Genau diese Punkte waren auch die Gründe, warum die Dialoge mit der EU-Kommission

stattgefunden haben. Schlussendlich hat das auch dazu geführt, dass es jetzt diesen neuen Vorschlag gibt (das Automotive Package der EU, Anm.), der noch durch die Länder und das EU-Parlament muss. Aber klar: Das sind kurzfristige Probleme, die wir lösen müssen. Den langfristigen Wandel werden und müssen wir aktiv gestalten, da ist sich auch die Branche einig, sowohl die ACEA als auch wir in der CLEPA.

Aus Ihren Erzählungen klingt schon etwas durch, aus welcher Richtung der Wind weht. Wer trägt aus Ihrer Sicht die Hauptverantwortung an dieser Situation? Ist es die Politik, sind es die Energiepreise, ist es die chinesische Konkurrenz oder alles zusammen?

Zink: Es ist schwer, von Schuld zu reden. Ich denke, die chinesische Konkurrenz hat man sicher unterschätzt. Dort hat man den Wandel hin zur E-Mobilität viel holistischer gestaltet. Sie haben Rahmenbedingungen geschaffen zur Rohstoffbeschaffung, Batterieentwicklung und hat elementare Eckpfeiler in den 5-Jahres-Plänen definiert und dann auch sehr stark diese Chance der batterieelektrischen Fahrzeuge genutzt. In Europa hingegen haben wir, von der Diesel-Krise kommend, über sehr strenge und teilweise einseitige Regulierungen gesprochen und das bevorstehende Szenario nicht holistisch genug eingeschätzt. Und damit sind wir teilweise in die Einbahnstraße gelaufen. Bestes Beispiel ist das Technologieverbot. Wenn aber ein Technologiewettbewerb zu besseren Lösungen führt, dann darf man keine Technik verbieten. Und da sind Fehler passiert. War es jetzt die Autoindustrie, waren es die Regulatoren? Ich denke, da hat jeder seinen Anteil, und ich denke, jetzt müssen wir schauen, was China besser gemacht hat, damit wir nicht den Anschluss verlieren.

2026 hat man hier natürlich massiven Aufholbedarf. Vor allem, wenn man bedenkt, dass China bereits in den 1990er-Jahren damit begonnen hat, die Industrie auf Batterieproduktion auszulegen, während man in Europa Batteriewerke sogar geschlossen hat. Es ist ein Leichtes zu sagen, die Chinesen sind die Bösen, aber ist Europa an der Situation nicht selbst schuld?

Zink: Europa hat sicher nicht weit genug gedacht. Klar, wir haben keine 5-Jahres-Planwirtschaft. Wir sind, was ich übrigens sehr genieße, eine 27-LänderDemokratie. Aber natürlich ist es dadurch umso schwerer, auf einen gemeinsamen Plan zu kommen. Aber in diesen 27 Ländern gibt es sehr viel Intelligenz, Engagement, Pioniergeist und Innovation. Wir müssen uns jetzt in Europa neu definieren. Aber es werden Restriktionen wie die Rohstofffrage nach

Lithium bleiben. Ein paar Limitierungen werden wir akzeptieren müssen. Sich zusätzlich Technologieoffenheit zu verbieten, das war aus meiner Sicht einfach falsch und muss korrigiert werden. Ich bin davon überzeugt, dass Europa zu alten Stärken und Tugenden zurückkehren und auch wieder richtig wettbewerbsfähig werden kann.

Technologieoffenheit ist so das große Schlagwort in der Branche. Man könnte aber auch sagen, dass das ein eleganter Begriff dafür ist, sich ein bisschen der notwendigen Veränderung zu entziehen. Es gibt zudem auch viele Stimmen, die sagen, dass Technologieoffenheit auch teuer in der Entwicklung ist. Was würden Sie dem entgegnen?

Zink: Teuer ist es aber auch, einseitige Wege zu gehen und wieder umzukehren, wenn man den falschen Weg gegangen ist. Für mich geht es um einen Innovations- und Technikwettbewerb auf ein klares und

Ich

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denke, dass man die chinesische Konkurrenz sicher unterschätzt hat. Dort hat man den Wandel zur E-Mobilität holistischer gestaltet.

machbares Ziel hin, auf das wir uns einigen müssen. Und dann sollte man den Wettbewerb laufen lassen. Vor allem, wenn man sich ansieht, mit welcher Dynamik und mit welchem Engagement zum Beispiel Hybrid-Fahrzeuge entwickelt werden. Gerade die sind eine naheliegende Zwischenstufe zum vollelektrischen Fahren. Und das ist für mich auch der richtige Zwischenschritt, ohne dass wir fünf verschiedene Wege parallel beschreiten müssen. Es geht einfach darum, dass wir ein Endszenario definieren, welches in einem machbaren Zeitraum erreicht werden kann. Und diesen Weg würde ich technologieoffen beschreiten. Und genau dieser fehlende Plan war aus meiner Sicht der größte Fehler.

Wo glauben Sie, geht die Reise in den nächsten 5 Jahren in Sachen Elektromobilität hin?

Zink: Ich denke, dass wir in den kommenden Jahren eine ausgeprägte Hybrid-Phase sehen werden, wo wir unsere Stärken nutzen können. Das ist wichtig und macht technisch absolut Sinn auf dem Weg zur CO2-Reduktion. Das gibt der europäischen Automobilindustrie die Chance, den Übergang zur Elektromobilität, der definitiv kommen wird, zu gestalten. Dieser Zwischenschritt ermöglicht es der Branche auch finanziell, die Ressourcen aufzubauen, die erforderlich sind, um in Zukunft in Innovationen, Forschung und Entwicklung zu investieren. Das wünsche ich mir für Schaeffler und für die gesamte Branche. • Text und Foto: Kevin Kada

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Annelies Reiss verantwortet bei Importeur AW Distribution (AutoWallis) die Marke Geely für Österreich

Der Geely E5 ist ein batterieelektrisches SUV mit LFP-Akku im C-Segment

Der Geely Starray EM-i bespielt als „Super Hybrid“ das wachsende Plug-in-Segment

Schnell starten und wachsen

Der Geely-Konzern aus China bringt mit „Geely“ die nächste Marke nach Österreich, diesmal allerdings außerhalb des Volvo-Netzes. Importeur ist eine AutoWallis-Tochter.

Wir suchen für die Marke Geely Händler außerhalb des Volvo-Netzes. Dazu suchen wir Partner, die gerne mit einer Volumenmarke arbeiten wollen und dafür auch die Gegebenheiten haben“, sagt Annelies Reiss. Die markterfahrene Managerin ist bei der ungarischen AW Distribution CEE Kft., die zur AutoWallis-Gruppe gehört, künftig für die Marke Geely in Österreich verantwortlich.

Schnelles Wachstum vorgesehen Gesucht werden Partner, die bereits BEVs und PHEVs verkaufen, servicieren und auch Gebrauchtwagenvertrieb im Geschäftsportfolio aufweisen.

Die Volumenmarke Geely wird sich auf Steckerfahrzeuge konzentrieren und will ein schnelles Wachstum vorlegen, welches die Partner mitgehen können

Die Kunden sollen möglichst rasch ein flächendeckendes Händlernetz vorfinden.

Annelies Reiss, Regional Brand Director

müssen. „Wir starten mit 2 Modellen, dem elektrischen Geely E5 und dem PHEV Geely Starray EM-i. Bis Ende 2027 wollen wir dann schon 6 bis 9 Modelle anbieten. Im ländlichen Bereich kann die Fläche ein wenig kleiner sein“, so Reiss. „Die Kunden sollen möglichst rasch ein flächendeckendes Händlernetz

vorfinden, zum Soft Launch im Sommer sollen 8 Handelspunkte stehen.“ Die aktive Händlersuche hat bereits begonnen, und Unterstützung liefert dabei ein Experte, welcher der Branche in Österreich kein Unbekannter ist: Mit seiner eigenen Agentur begleitet Mag. Dr. Thomas Hörmann, ehemals Managing Director von Polestar Austria und vorher Jaguar Land Rover Austria, den Marktstart und den Aufbau des Händlernetzes in Österreich.

China-Riese im Wachstum

Der Geely-Konzern ist im weltweiten Auto-Business seit Langem eine feste Größe und vereint bekannte Marken wie Volvo, Polestar, Lotus, Zeekr oder (in einem Joint Venture mit Daimler) Smart. Auch an Mercedes-Benz ist man beteiligt. Weltweit hat der Konzern seit 1997 über 20 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Gegründet wurde Geely übrigens als Hersteller von Kühlschrank-Komponenten im Jahr 1986, heute ist man einer der größten privaten chinesischen Autohersteller.

Den europäischen Markt will man nicht zuletzt mit hohen Sicherheitsstandards und „europäischem Design“ bespielen. Im schwedischen Gothenburg betreibt der Konzern ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, im englischen Coventry ein R&Dund Designzentrum. •

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Geely, AW Distribution

Neuer Stern auf Roadshow

Bei einer Tour durch Österreich enthüllte Mercedes-Benz den neuen VLE für interessierte Gewerbe- und Privatkunden bei AV Hall in der Wiener Muthgasse.

Ein „großer Tag“ für Mercedes-Benz sei die Vorstellung des VLE und damit einer ganz neuen Van-Klasse im Konzern gewesen, erzählt David Nogossek, Managing Director Vans bei Mercedes-Benz Österreich. Die etwas niedrigere Bauform mit ausgeprägter „Schnauze“ soll ebenso wie die 800-Volt-Architektur und der versatile Innenraum Gewerbe- wie Privatkunden gleichermaßen anlocken, so Nogossek.

Angebot für Familien

Auf seiner Roadshow machte der VLE in einer Vorserienversion (mittlerweile ist die Serienproduktion angelaufen) im Autohaus von AV Hall in der Wiener Muthgasse Station, wo Geschäftsführer Alexander Pfaller mit Tamara Heinz, Sales Performance

David Nogossek, Tamara Heinz und Alexander Pfaller (v.l.) mit dem neuen Mercedes-Benz VLE

Der neue Van von Mercedes-Benz bietet dank 800-Volt-Architektur schnelles Laden

Manager bei AV International GmbH, Kunden zur Enthüllung des neuen Modells begrüßte. Die Preise für den VLE beginnen bei 62.900 Euro. Das Fahrzeug wird in zwei Radständen und diversen Sitzkonfigurationen bestellbar sein • Text und Fotos: Mag. Bernhard Katzinger

DIE ÖSTERREICHISCHE FACHMESSE FÜR DEN AUTOMOTIVEN AFTERSALES MARKET

Alexander Struckl (Geschäftsführer MG Motor Austria, r.) und Michael Gindl (Markenleiter MG bei Denzel Retail) vor dem neuen MGS9 PHEV

Große Pläne, neuer Schauraum

Mit viel Rückenwind aus den ersten Monaten geht MG in die zweite Jahreshälfte, die der Marke neue Impulse geben wird – unter anderem mit einem Flagship-Store im Süden Wiens.

Es war schon immer ein bisschen eng in der Richard-Strauss-Straße 14 in Wien-Inzersdorf:

Im Gebäude, seit 1978 Heimat von Mitsubishi in Österreich, fanden in den vergangenen Jahren auch MG, Maxus und einige Jahre lang auch BYD Aufnahme. BYD ist mittlerweile ausgezogen, allzu viel mehr Platz hat MG dennoch nicht bekommen. Und so ist es kein Wunder, dass die Wolfgang Denzel Auto AG schon seit Jahren auf das (immer leerer werdende) Gebäude eines traditionellen Textil-Großhandels schielte. Allein: Das Haus war unverkäuflich.

Doch Hartnäckigkeit macht sich bezahlt und vor einigen Monaten einigte man sich dann doch: Und so wird nach den Umbauarbeiten nicht nur das Team des MG-Importeurs in ein Haus weiter stadteinwärts ziehen, sondern vor allem auch der Schauraum, der (man muss es sagen) bisher nicht wirklich repräsentativ war.

Dadurch bekommt auch Mitsubishi wieder mehr Platz für die Autos im Erdgeschoß, und im hinteren Teil des umgebauten, vierstöckigen Gebäudes erhält das Parts & Accessories Center (PAC) mehr Flächen

So wird der Schauraum in Wien-Inzersdorf bald aussehen

für die Lagerung von Ersatzteilen: Dies ist notwendig, da bei Denzel (und jetzt schließt sich der Kreis) in den vergangenen Jahren immer mehr neue Importmarken (MG, BYD, Maxus) zu den bestehenden Herstellern (Mitsubishi, Hyundai) dazu gekommen sind. Ein weiterer Teil wird extern vermietet. Ziel ist es, dass die Übersiedlung noch vor Jahresende erfolgt: Importeurschef Mag. Alexander Struckl freut sich jedenfalls schon auf das umgebaute Gebäude, für den Schauraum wird Michael Gindl (Markenleiter MG bei Denzel Retail) verantwortlich sein. „Zumindest 7 Autos sollen in diesem exklusiven Schauraum Platz haben“, sagt Struckl. Platz, den die aufstrebende Marke dringend benötigt, denn die Palette wächst und wächst. Jüngster Neuzugang ist der MGS9, dessen erstes Exemplar Mitte Mai angeliefert wurde: ein 4,90 Meter langer Plug-in-Hybrid, der ab 38.990 Euro angeboten wird.

Zwei Prozent als Ziel bis Jahresende

Nach den ersten 4 Monaten liegt MG mit 1.905 Neuzulassungen bei einem Marktanteil von 1,8 Prozent: „Das sind 0,3 Prozentpunkte über dem Ergebnis des Vorjahres“, freut sich Struckl. „Damit können wir wirklich zufrieden sein und liegen sehr gut auf Zielkurs.“ Da für die kommenden Wochen auch eine sehr gute Anlieferung mit Fahrzeugen angekündigt sei, gebe es noch bessere Chancen auf dem Markt. Der typische MG-Kunde komme aus dem Privatbereich und erwarte nicht nur ein gutes PreisLeistungs-Verhältnis, sondern auch „Cash&Carry“: „Daher ist ein gut sortiertes Lager sehr wichtig.“ Ziel bis Jahresende sind 2 Prozent. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: MG

Die Plattformstrategie wird verstärkt, die STLA One (Bild) soll ab 2027 die Basis für mehr als 30 Modelle bilden

Schneller und flexibler

Stellantis hat mit der weltweiten Strategie FaSTLAne 2030 einen neuen Plan für die nächsten Jahre vorgelegt: Durch Plattformen will man global flexibel agieren, die europäische Produktion soll u.a. durch Joint Ventures erhalten werden.

Bei seinem „Investor Day“ in den USA hat Stellantis eine umfassende Strategie-Anpassung unter dem Titel „FaSTLAne 2030“ präsentiert. Während man die Markenlandschaft weiterhin nicht infrage stellt, sollen künftig vier globale Marken –Jeep, Ram, Peugeot und Fiat – neben fünf regionalen Marken stehen, diese sind Chrysler, Dodge, Citroën, Opel und Alfa Romeo. DS Automobiles wird unter Führung von Citroën weitergeführt, Lancia von Fiat. Auch Maserati wird als Luxusmarke bestehen bleiben, 2 neue Modelle wurden angekündigt. Wie es vonseiten des Konzerns heißt, sollen bis 2030 über 60 Neueinführungen und 50 Aktualisierungen

Unser Strategieplan FaSTLAne 2030 steht für langfristiges profitables Wachstum.

Antonio Filosa, CEO Stellantis

kommen, davon sollen 29 BEVs, 15 PHEVs, 24 HEVs und 39 mHEVs oder Verbrenner sein.

Plattformen als flexible Basis

CEO Antonio Filosa bekannte sich klar zur globalen Plattformstrategie, im Jahr 2030 sollen die Hälfte der verkauften Fahrzeuge auf drei globalen Fahrzeugplattformen stehen, welche von Grund

auf modular aufgebaut sind und mit den unterschiedlichen Antriebssträngen kompatibel sind. Durch die Flexibilität bei den Antrieben könne man in den einzelnen Märkten rasch auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren.

Kosten weiter streng im Blick

FaSTLAne 2030 wartet mit ambitionierten Finanzund Kostenzielen auf: So will der Konzern 2030 Umsätze von 190 Mrd. Euro realisieren (154 Mrd. im Jahr 2025), gleichzeitig will man die Kosten laut „Value Creation Program“ ab 2028 jährlich um 6 Mrd. Euro senken. In Nordamerika sollen die Umsätze bis 2030 um 25 Prozent, in Europa um 15 Prozent gesteigert werden. In puncto Effizienz will der Konzern nicht zuletzt mit schnelleren Produktentwicklungszyklen punkten, die auf 24 Monate (von derzeit 40) gesenkt werden sollen. Die Produktionskapazitäten sollen weltweit besser ausgelastet werden, sowohl in den USA als auch in Europa peilt man 80 Prozent an. Zwar soll die Kapazität in Europa um 800.000 Einheiten reduziert werden, dafür sollen jedoch keine Standorte geschlossen werden, wie Filosa in einer Pressekonferenz bekräftigte. Nicht zuletzt durch Partnerschaften mit Leapmotor und Dongfeng will Stellantis das Produktionsvolumen erhalten.

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Stellantis

Ready-Set-Ford und Europa-Offensive

Mit 7 neuen Produkten in den nächsten drei Jahren und neuen Service-Leistungen geht Ford in Europa nun wieder in die Offensive.

Fünf neue Pkw-Modelle und zwei neue Nutzfahrzeuge werden das europäische Produktportfolio von Ford bis zum Jahr 2029 erweitern und attraktivieren. Das hat das Ford-Management bei einem Event mit europäischen Händlern in Salzburg angekündigt. Gleichzeitig waren Händler, Mitarbeiter und Journalisten aus der D-A-CH-Region zu einem rasanten Event zur Auto-Event-Location BilsterBerg (D) geladen, um die aktuelle Palette auf der Rennstrecke zu testen.

Im für Ford sehr wichtigen und erfolgreichen Nutz-

Mit der internationalen Präsentation in Salzburg haben wir ein klares Signal gesetzt: Ford geht in die Offensive.

Mag. Andreas Oberascher, Managing Director Ford Austria

Mitarbeiter, Verkäufer und Journalisten aus dem D-A-CH-Raum waren zur Präsentation und Testfahrt auf die Rennstrecke Bilster-Berg geladen

österreichischen Händlern kommen. Mit dem Ausbau des Portfolios sowie der vernetzten Dienste will Ford seine Marktführerschaft bei Nutzfahrzeugen verteidigen und ausbauen.

Fünf neue Pkws: aus Europa, für Europa Auch das europäisch Pkw-Portfolio von Ford soll in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut und verjüngt werden. Unter anderem kommt – als Teil der Bronco-Familie – ein kompaktes, robustes SUV mit unterschiedlichen Antriebsarten. Im Bereich der Elektroautos sind ein neuer Ford-Kleinwagen ebenso geplant wie ein kleines SUV. Nicht zuletzt sollen zwei neue Multi-Energy-Crossover-Modelle bis 2029 eingeführt werden. „Dass Ford seine neue Vision für Europa in Salzburg vorgestellt hat, erfüllt mich, als gebürtigen Salzburger, mit besonderem Stolz“, so Andreas Oberascher, Managing Director Ford Austria: „Damit senden wir ein klares Signal an unsere Partner: Ford geht in die Offensive.“

fahrzeug-Segment wurde der Ranger Super Duty als Pick-up für besonders anspruchsvolle Dienste und einer Nutzlast von 2 Tonnen vorgestellt. Noch heuer soll der neue Transit City als ein rein elektrischer Transporter zu den

Mobilität der Zukunft

„Mit unserer globalen Markenplattform ‚Ready-Set-Ford‘ und einer umfassenden Produkt- und Serviceoffensive für die kommenden drei Jahre zeigen wir, dass wir bereit sind, die Mobilität der Zukunft aktiv mitzugestalten“, so Oberascher: „Unsere Strategie basiert auf dem, was Ford ausmacht: Build, Thrill und Adventure – also Anpacken, Nervenkitzel und Abenteuer. Diese Werte übersetzen wir in hochmoderne Fahrzeuge und intelligente Technologien, die perfekt auf die Bedürfnisse der österreichischen Autofahrer passen.“ •

Text: Gerald Weiss, Fotos: Ford

Ford Ranger Super Duty
Ford Transit City

Frank Wang (r.) mit Moderator Tom Trabitsch

Familienfest zum Marktstart

Zum Österreich-Start lud Chery Tiggo mit Importeur Freesbe GmbH zu einem Familienfest nach Wien-Ottakring. Vier SUVs stehen bereits bei einigen Händlern.

Neben Country Sales Manager Jürgen Keusch waren u.a. auch Frank Wang, EU Region Deputy General Manager Chery, sowie die beiden Freesbe-Europe-Vorstände Ilona Levy Kalias (COO) und Sagi Butbul (CEO) in Wien.

Händlernetz für den Erfolg

Der Importeur setzt auf ein Händlernetz – als erste Handelspunkte werden das Grazer Autohaus Gaberszik und Mitterbauer-Smola in Krems genannt. Ziel sei, bis Jahresende flächendeckend anbieten zu können, so Keusch.

In seiner in tadellosem Deutsch gehaltenen Eröffnungsrede betonte Wang die Familienfreundlichkeit als Kern-Markenwert. Österreich sei ein wichtiger Schritt in Cherys Europa-Strategie. „Wir sehen das Auto als Teil des Familienalltags. Es soll Sicherheit geben, Komfort bieten und den Menschen das Leben leichter machen – und das jeden Tag aufs Neue“, so Wang.

Zum Marktstart stehen vier Modelle in den Schauräumen, beginnend mit dem Tiggo 4 HEV, einem Volhybriden, der in der Klasse der kompakten, urbanen SUV antritt und mit 23.490 Euro einen Preispunkt setzt. Eine Stufe darüber wird der Tiggo 7 in drei Antriebsvarianten angeboten, als Allradler mit Verbrennungs-

„Wir sind aktiv auf Händlersuche und wollen heuer noch 15 bis 20 Standorte erreichen. Country Manager Jürgen Keusch mit dem Tiggo 8

motor sowie als Voll- und Plug-in-Hybrid, letzterer mit einer Gesamtreichweite bis zu 1.200 km. Auch als PHEV kommt der Tiggo 8, ein Siebensitzer mit einem variablen Kofferraumvolumen von 114 bis 1.930 Litern. Das Flaggschiff ist der Tiggo 9, ebenfalls ein Siebensitzer, der über 2.000 Liter Stauraum bietet. Chery ist der größte Autoexporteur Chinas und derzeit in über 120 Ländern der Welt präsent. Für Österreich ist man noch aktiv auf Händlersuche, sagt Country Sales Manager Jürgen Keusch. • Text und Fotos: Mag. Bernhard Katzinger

GEWERBE

Treff für Branche im Wandel

Trotz großer Abwesender zufrieden bilanzierte die Koelnmesse über die abgelaufene The Tire Cologne, bei der besonders Dienstleistungen und Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt standen.

Mit knapp 400 Ausstellern aus 33 Ländern und rund 14.600 Teilnehmenden aus 110 Ländern hat die „Tire“ 2026 ihre Position als internationale Leitmesse der Reifen- und Räderbranche erneut bestätigt, bilanzierte der Veranstalter am Donnerstagabend nach Messeschluss. An den vier Messetagen waren nicht nur besonders viele asiatische Marken, sondern auch ein hoher Anteil internationaler Besucher aufgefallen, was „die globale Relevanz der Messe unterstrich“.

Freie Räume wurden genutzt

Messedirektor Ingo Riedeberger bemühte, auf große abwesende (oder nur auf Kleinstständen vertretene) Marken angesprochen, eine Fußballmetapher: Frei werdende Räume würden von anderen genutzt. Auch am „Walk of Services“ waren Anbieter von digitalen Angeboten und zusätzlichen Dienstleistungen stark vertreten. Die Beteiligung aus Reifenfachhandel und Werkstattumfeld sei deutlich gewachsen, so der Veranstalter: Von 147 teilnehmenden Unternehmen waren 44 Neuaussteller im Service-Bereich. „Wir haben eine Plattform geschaffen, die konkrete Lösungen und neue Perspektiven für Handel und Werkstätten bietet. Die Beteiligung und das Besucherinteresse zeigen die Relevanz des Themas“, meinte Stephan Helm, Vorsitzender des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV). Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kreislaufwirtschaft, das von diversen Ausstellern ebenso bespielt

Zentrales Thema waren Services rund um den Reifen, zusammengefasst im „Walk of Services“

Am Kumho-Stand mit Mag. Jorge Costa, Senior Sales Manager für Österreich (r.)

Bei Falken/Dunlop: Österreich-SalesDirector Günther Riepl

Messedirektor Ingo Riedeberger (r.) mit Ludwig Obermaier, LKQ Stahlgruber

wurde wie durch Vorträge und Diskussionen. Lesen Sie unseren großen Nachbericht mit vielen Bildern von der Tire Cologne im REIFEN-Spezial im Juli!•

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Mag. Andreas GranzerSchrödl, Mag. Bernhard Katzinger0

Das M9700 arbeitet bordnetzunabhängig (l.), die Hochspannungsbürsten sorgen für effektiven Schutz (Mitte), der 360°Geber lässt sich tief im Motorraum positionieren

Effektiver Schutz vor Mardern

Schäden durch Marderbisse sind nicht nur ärgerlich, sondern auch kostspielig. Mit Marderabwehrgeräten von K&K lässt sich diesem Problem vorbeugen.

Marderbisse verursachen pro Jahr erhebliche Schäden an Fahrzeugen, diese treten flächendeckend und ganzjährig auf. Werkstätten können mit dem Einbau von Marderabwehrprodukten nicht nur wichtige Zusatzerträge generieren, sondern auch die Kundenbindung erhöhen.

Fachgerechter Einbau ist essenziell

Für einen zuverlässigen Schutz braucht es aber nicht nur das richtige System, sondern vor allem den fachgerechten Einbau. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt sich anhand des K&K-Kombigeräts M9700, das Ultraschall mit Hochspannung kombiniert und damit die wirksamste Methode gegen Marder darstellt. Das Gerät arbeitet mit handelsüblichen AA-Batterien und damit unabhängig vom Bordnetz. Über einen Vibrationssensor schaltet sich das System bei der Fahrt automatisch aus und im Stand wieder ein. Die Low-Battery-LED und die K&K-Erinnerungs-App erinnern an den Batteriewechsel und halten damit den Wartungsaufwand gering.

Hebebühne wird empfohlen

Bei der Montage selbst empfiehlt sich die Verwendung einer Hebebühne, denn nur so lassen sich die typischen Eintrittsstellen des Marders im unteren Motorraum, beispielsweise an der Vorderachse und den Radkästen, gezielt absichern. Da K&K-Syste-

me wie das M9700 dank geschlossenem Kuppellautsprecher den IP67-Standard erfüllen, ist die Montage auch im Spritzwasserbereich problemlos möglich.

Schritt für Schritt durch die Montage

Das Steuergerät wird im oberen Motorraum montiert, das vereinfacht die Batteriewechsel und den Kontrollblick auf die LEDs. Die sechs mitgelieferten Multikontakt-Hochspannungsbürsten werden mit Kabelbindern entlang der typischen Laufwege des Marders fixiert.

Im Unterschied zu anderen Lösungen durchdringen die K&K-Multikontakt-Hochspannungsbürsten das isolierende Fell und nutzen das gesamte Tier als Angriffsfläche. Zudem sind die Kontakte zweipolig ausgeführt, sodass kein separater Massepunkt erforderlich ist. Das erleichtert die Montage und erlaubt es der Kfz-Fachkraft, sich auf die strategisch relevanten Eintrittsstellen zu konzentrieren. Da Steuergerät und Ultraschallgeber separate Bauteile sind, lässt sich der 360°-Geber tief im Motorraum positionieren und strahlt den Schall frei in alle Richtungen ab. Wichtig beim Verlegen der Kabel ist ausreichender Abstand zu heißen Bauteilen. Auf der Hebebühne sollte die fachgerechte Montage innerhalb von 60 bis 90 Minuten gelingen. • Text: Redaktion, Fotos: K&K

Damit Kunden mobil ble

Mit der neuen Produkt- und Serviceoffensive wird Ford seine Marktführerschaft bei Nutzfahrzeugen in Europa verteidigen und ausbauen. Neben dem Portfolio mit dem neuen Transit City und dem neuen Ranger Super Duty werden auch die vernetzten Dienste erweitert, die Fahrzeugdaten in messbare Produktivität umwandeln. „Ford Pro entwickelt sich vom Fahrzeughersteller zum Produktivitätspartner für europäische Unternehmen“, berichtet Andreas Oberascher, Managing Director Ford Austria.

So nutzen die Uptime Services von Ford Pro vernetzte Fahrzeugdaten und vorausschauende Intelligenz, um Probleme zu identifizieren, bevor die zu Ausfällen führen. Ford Pro erweitert diese Funktionen nun erstmals auch auf kleine Unternehmen. Durch die neuen Dealer Uptime Services kann jeder Ford-Händler zu einem aktiven Uptime-Manager werden – er überwacht den Fahrzeugzustand, nimmt proaktiv Kontakt auf und bereitet Ersatzteile sowie die Werkstatt vor, noch bevor das Fahrzeug eintrifft.

Ready-Set-Ford und 7 neue Modelle

Andreas Oberascher

„Ready-Set-Ford“ ist die neue globale Markenplattform, die auf Fords Führungsposition in den Bereichen Fahrzeuge für Profis, begeisternde Performance und Offroad-Abenteuer basiert.

Gleichzeitig mit der Vorstellung von „Ready-SetFord“ wurde auch eine eindrucksvolle Produkt- und Service-Offensive, maßgeschneidert für die Anforderungen des europäischen Marktes, vorgestellt.

Neben zwei neuen Nutzfahrzeugen verjüngt Ford sein Pkw-Portfolio mit fünf völlig neuen Modellen, die Offroad-DNA mit einer 100-jährigen RallyeTradition verbinden: Neben einem Mitglied der Bronco-Familie, einem elektrischen Kleinwagen und einem kleinen, ebenfalls elektrischen Elektro-SUV (2028) werden auch zwei neue Multi-Energy-Crossover-Modelle (2029) auf den Markt gebracht. „Aus Europa, für Europa“, lautet hier die Devise.

„Mit unserer globalen Markenplattform ‚ReadySet-Ford‘ und einer umfassenden Produkt- und Serviceoffensive für die kommenden drei Jahre zeigen wir, dass wir bereit sind, die Mobilität der Zukunft aktiv mitzugestalten. Es ist ein klares Bekenntnis von Ford zu Europa, sowohl bei den PKWs als auch bei den leichten Nutzfahrzeugen “, so Ford-Austria Managing Director Andreas Oberascher.

iben und Geld verdienen

Die Telematik erhöht die Produktivität der Ford Pro-Fahrzeuge (l.)

Der Transit City ist ein neuer, rein elektrischer Transporter, der speziell für Flotten in dicht besiedelten städtischen Gebieten entwickelt wurde. (o.)

Die AutoZum-Bühne war 2025 sehr gut besucht und wird auch 2027 umfassend bespielt

Geballtes Wissen in Salzburg

Die AutoZum entwickelt sich, auch in Kooperation mit A&W, von der Produktinformation zur innovativen Lösungsplattform mit umfassenden Inhalten, Vorträgen und Diskussionen.

Die Anforderungen an die Kfz-Betriebe nehmen laufend zu, die Antworten werden komplexer. Das bietet natürlich Chancen, um sich mit hoher Kompetenz abzuheben. Aber es bedarf auch hohen Engagements, um das Unternehmen strategisch auszurichten, die Mitarbeiter aus- und laufend weiterzubilden und die Werkstätte entsprechend auszustatten. Der Weg dorthin führt über Information, Austausch und Netzwerk. Die AutoZum als langjährige, ver-

Mit Inhalten, Lösungen und Branchenkompetenz wollen wir die AutoZum für die Besucher noch attraktiver machen.

Sven Sauer, Messeleiter AutoZum

lässliche Branchenplattform entwickelt sich – neben der Vorstellung von Produkten und Dienstleistungen – auch immer mehr zur Branchenplattform mit umfassenden Inhalten und Lösungen.

2027 wieder auf die Erfahrung von A&W vertraut. In einer tiefgreifenden und nachhaltigen Kooperation arbeiten die Messe Salzburg und der A&W-Verlag intensiv zusammen.

Das exakte Programm ist in Ausarbeitung, die Schwerpunkt-Themen sind aber bereits fixiert. So wird der Autohandel ebenso relevante Themen auf der Bühne finden wie die mechanische Werkstatt und die Lack- und Karosseriebetriebe. Ein Fixpunkt ist natürlich auch der traditionelle VRÖ-Reifentag.

Innovations-Bühne in Halle 2/6

Die AutoZum 2027 findet vom 20. bis 23. Jänner im Messezentrum Salzburg statt.

AutoZum-Bühne mit A&W in Halle 10 Gemeinsam mit AUTO & Wirtschaft wird auch die AutoZum 2027 eine große Bühne in Halle 10 bespielen. „AUTO & Wirtschaft verfügt mit Kongressen wie A&W-Tag oder dem WERKSTATT-FORUM über hohe Kompetenz bei der Gestaltung von branchenspezifischem Bühnenprogramm“, berichtet Messeleiter Sven Sauer, der vom 20. bis 23. Jänner

Zum ersten Mal wird es auf der AutoZum 2027 eine zweite hochkarätige Bühne geben. Im Rahmen der Innovation-Area (Werkstatt4Future) in Halle 2/6 wird die AutoZum Stage 2 umgesetzt. Dabei sollen die wichtigen Zukunftsthemen für die KfzBetriebe beleuchtet werden. „Nicht zuletzt werden wir dort auch den AutoZum Innovation-Award verleihen“, erklärt Mag. Stephan Gantner, der für die Organisation der Stage 2 verantwortlich zeichnet.

Für Messeleiter Sven Sauer stehen der Inhalt, die Lösungen und die Branchenkompetenz im Fokus: „Damit wollen wir – in Zeiten großer Herausforderungen – Möglichkeiten aufzeigen und Perspektiven geben, um so die AutoZum für die Besucher noch attraktiver zu machen.“•

Text: Gerald Weiss, Fotos: A&W

Es kann losgehen

Car-Rep-Profiteam Denk ist für den Start der diesjährigen Hagelsaison bestens vorbereitet.

Der Spezialist für lackfreie Ausbeultechnik hat das Frühjahr dazu verwendet, um sich für die Hagelsaison, die sich über die Sommermonate zieht, in Stellung zu bringen. „Wir haben bereits Schäden nach kleinräumigen Hagelereignissen repariert, unterstützen Werkstätten bei der Beseitigung von Parkdellen und arbeiten Altaufträge ab“, zog Peter Denk, Geschäftsführer

Car-Rep-Profiteam Denk, Anfang Juni Bilanz über das bisherige Jahr. Nun wartet man auf Schäden durch Großwetterereignisse, die es dann zu reparieren gilt. Dazu gibt es ein Kernteam von rund 20 zertifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei Bedarf steht zusätzlich ein „starkes Netzwerk mit

Strategische Entwicklung

Die Weiterentwicklung des Netzwerkes sowie die Bedeutung von Social Media und KI standen im Mittelpunkt der Euromaster Jahrestagung in Saalfelden.

Euromaster hat Ende Mai seine österreichischen Franchise-Partner zur Jahrestagung nach Saalfelden geladen. Bei der zweitägigen Veranstaltung ging es um die strategische Weiterentwicklung des Franchise-Netzwerks sowie um aktuelle Chancen und Herausforderungen im Reifenfachhandel und Autoservice-Geschäft.

KI, Social Media und Flotten-Thema Intensiv diskutiert wurde die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und Social Media für die künftige Vermarktungsstrategie. Weitere Themen waren der gezielte Einsatz digitaler Tools, der Ausbau des Flotten-Leasing-Geschäfts, der digitale

Geschäftsführer Peter Denk

Schulungen finden mit wenigen Ausnahmen ganzjährig statt, um Fachkräfte von morgen auszubilden

vielen sehr guten Dellentechnikern“ zur Verfügung.

Mit Ausnahme der Monate Juli und August werden auch immer wieder Schulungen, unter anderem für Lehrlinge, durchgeführt, um den Fachkräften von morgen die Dellentechnik näherzubringen. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Car-Rep Denk

Weiterentwicklung, Austausch und Strategie beim Netzwerktreffen von Euromaster Österreich

Mastercheck, die Kooperation mit Check24, zusätzliche Potenziale durch Hagelschadenreparaturen sowie die Zusammenarbeit mit Michelin. Darüber hinaus bot die Tagung Raum für den Austausch untereinander. „Wir hatten zwei arbeitsintensive und sehr konstruktive Tage, die allen Teilnehmern zahlreiche neue Chancen und Perspektiven aufgezeigt haben“, so Roland Dorfner, Bereichsleiter Österreich bei Euromaster. • Text: Redaktion, Fotos: Euromaster

Roland Dorfner, Bereichsleiter Österreich bei Euromaster

Werkstattausrüstung als Schwerpunkt

Aussteller und WM-Team bei der WM Werkstattmesse 2025

Siegfried Kutscha, Geschäftsführer WM Fahrzeugteile Austria

Werkstattlösungen live

Bei der WM Werkstattmesse am 18. und 19. September in der MetaStadt setzt Geschäftsführer Siegfried Kutscha heuer noch stärker auf Werkstattpraxis.

Die heurige Auflage der WM Werkstattmesse findet am 18. und 19. September, erneut in der MetaStadt in Wien 22, statt. Das erfolgreiche Format wird eine Mischung aus Bewährtem und Neuerungen sein. Die Veranstaltung soll Antworten auf die vielen Herausforderungen im Werkstattgeschäft bieten.

„Wichtig sind uns Anwendungen in der Praxis“, verweist Siegfried Kutscha, Geschäftsführer WM Fahrzeugteile Austria, auf zahlreiche Präsentationen beim Schwerpunkt Werkstattausrüstung, „WM will mit Live-Vorführungen und Demonstrati-

Wir wollen mit Live-Vorführungen eine moderne Werkstatt greifbar machen.

Siegfried Kutscha, Geschäftsführer WM Fahrzeugteile Austria

onen den Kunden eine moderne Werkstatt greifbar machen“, erklärt Kutscha. „Ziel ist es, die Scheu vor neuen Lösungen zu verlieren und den Zugang zu erleichtern. Es soll mehr Interaktion geben, ganz speziell im Bereich Werkstattausrüstung.“ Ein großer Vorteil ist, dass – im Gegensatz zur reinen Beratung über den Außendienst – die Lösungen direkt vor Ort gezeigt werden. „Die Geräte, die Gerätehersteller und die Techniker sind direkt bei der Messe verfügbar“, so Kutscha.

Die digitale Werkstatt

„Im Bereich der digitalen Werkstatt werden wir einige Neuerungen zeigen“, so Kutscha. Die Lösungen werden bereits gut angenommen, oft werden aber nur Teile daraus verwendet. „Viele Kunden wissen noch gar nicht, was mit den Tools alles möglich wäre und welche Funktionen sie bisher noch nicht nutzen.“ Im Alltag bleibt oft zu wenige Zeit, sich umfassend damit zu beschäftigen. „Die Messe bietet daher die Gelegenheit, diese Möglichkeiten noch einmal sichtbar zu machen und die Neugier der Kunden zu wecken“, berichtet Kutscha,

Neue Marken, neue Lösungen

Einige Marken wird man auf der Wiener WM-Messe zum ersten Mal sehen. „Es gibt Anbieter, die schon länger bei WM im Programm sind, aber in Österreich noch nicht stark positioniert waren“, so Kutscha. Neben zahlreichen etablierten Herstellern sind natürlich auch die WM-Eigenmarken wieder stark vertreten. Weiters spielt das Thema Werkstattkonzept eine wichtige Rolle. In der zunehmend komplexen und herausfordernden Entwicklung im Werkstättenbereich sind Kooperationen und unterstützende Partnerschaften wichtig. „Mit RepMaster können wird das bestehende Angebot mit einem PremiumKonzept abrunden“, erklärt Kutscha. • Text: Gerald Weiss, Fotos: Weiss, WM

Pickerlinfos über QR-Code

Mit dem neuen Layout des §57a-Gutachtens bietet die ZBD nun auch digitales Services rund ums „Pickerl“.

Die Zentrale Begutachtungsplaketten-Datenbank (ZBD) bietet mit dem neuen Layout des §57a-Gutachtens mit dem erweiterten QR-Code Informationen und Services. „Damit werden relevante Plaketteninformationen aus das Gutachten digital zugänglich gemacht werden“, berichtet Vertriebsleiter Markus Singer. Diese Informationen stammen direkt und ausschließlich aus der ZBD und sind daher immer aktuell. Änderungen, etwa im Fall einer Ersatzplakette, werden entsprechend aktualisiert und angezeigt.

Nutzer können über das Smartphone Wallet Prüfbzw. Gutachtendokument digital einsehen und zusätzlich die vorhandenen Informationen zur Prüfplakette abrufen. Die Überprüfung der Plaketten-

gültigkeit ist auch durch Dritte, also ermächtigte Personen, einfach möglich. „Damit schafft die ZBD mehr Transparenz und erleichtert die Kontrolle im Alltag“, so Singer.

Für den Fahrzeughalter bietet der Service eine Erinnerungsfunktion mittels Pop-up oder E-Mail, damit sollten keine Fristen mehr versäumt werden. Eine direkte Verlinkung zu kfzgutachten.at führt zudem zu weiterführenden Informationen und relevanten Inhalten. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: ZBD

Digitale Services rund ums Pickerl: Erinnerungsfunktion, Informationen und Gültigkeit

Wie geht‘s mit dem Pickerl weiter?

Die Begutachtungsfrist für die Verlängerung der §57a-Intervalle ist abgelaufen, Anfang Juli soll das Gesetz beschlossen werden.

Es gab umfassende Kritik am Vorhaben der Regierung, die §57a-Intervalle zu verlängern. Selbst die dramatische Mängelstatistik hat in der Politik kein Umdenken gebracht. Im Mai ging nun der Gesetzesentwurf für die Regelung 4-2-2-2-1 in die Begutachtung und enthält einige weitere, teilweise aus der neuen Regelung notwendige Änderungen. Da ein Intervall nicht länger als 4 Jahre sein darf, wurde die Überziehungsfrist nun gänzlich gestrichen. Das §57a-Gutachten darf bis zu 4 Monate vor Ablauf plus dem eigentlichem Erstzulassungsmonat durchgeführt werden, aber nicht mehr danach.

Kein zweites Gutachten, aber Umstellungskosten Außerdem entfallen der zweite Ausdruck und die Verpflichtung für die Werkstätten, einen Ausdruck zu archivieren. Die Gutachten befinden sich ja digital in der ZBD.

Für die neuen Intervalle müssen alle Gutachten erneuert werden

Etwas komplizierter wird es bei der Umstellung, denn zirka zwei Millionen Fahrzeughalter müssen eine Plakettenausgabestelle aufsuchen, um sich eine neue Plakette mit dem nun neuen Fälligkeitstermin abzuholen.

Das ist nicht nur mühsam für die Konsumenten, sondern wird auch entsprechende Verwaltungskosten verursachen, wie der ÖAMTC beklagt. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: ZBD

Die von Mewa eingesetzten Garne bestehen zu 50 Prozent aus recycelten Materialien

Kreislauf statt Sondermüll

Textile Mehrwegsysteme wie Putztücher, Ölauffangmatten oder Schonbezüge für den Innenraum von Kraftfahrzeugen können einen Beitrag leisten, um Industrieabfälle deutlich zu reduzieren und damit Entsorgungskosten zu senken.

Putztuch-Services können dazu beitragen, Ressourcenverbrauch und Emissionen zu verringern sowie Abläufe in der Produktion zu optimieren. Ein zentraler Faktor sei die Langlebigkeit und damit häufige Wiederverwendbarkeit von Textilien. Mehrwegputztücher, die der Dienstleister Mewa anbiete, könnten beispielsweise bis zu 50-mal gewaschen und erneut eingesetzt werden. Im Vergleich zu Einwegtüchern sinke der Materialverbrauch damit um das Fünf- bis Achtfache.

Nachhaltigkeit als unternehmerisches Prinzip

Das Mewa-Putztuchsystem, das in über 150.000 Betrieben europaweit eingesetzt werde, verhindere jährlich die Entstehung mehrerer Tausend Tonnen gefährlicher Abfälle, die andernfalls aufgrund der Verunreinigung mit Ölen und Schmierstoffen gemäß Gefahrstoffverordnung entsorgt werden müssten. Solange sich Putztücher von Mewa im Servicekreislauf befänden, gelten sie hingegen nicht als Abfall im Sinne des europäischen Abfallrechts, sondern würden vom Dienstleister gewaschen und wieder eingesetzt. Zusätzlich trage der Einsatz zertifizierter Sicherheitscontainer zur Lagerung verschmutzter Mehrwegtextilien dazu bei, potenzielle Gefahren im Betrieb zu vermeiden. Die nachhaltige Ausrichtung der Mewa

Dienstleistung beginne bereits in der Produktion der Putztücher. So bestehen die eingesetzten Garne zu 50 Prozent aus recycelten Materialien. Produziert werden die Putztücher in der unternehmenseigenen Weberei im nordhessischen Immenhausen. Auch alle weiteren Aufbereitungs- und Logistikprozesse des Mewa Mehrwegsystems folgten dem Nachhaltigkeitsprinzip. Ein zentrales Element sei die energetische Nutzung der aus den Tüchern ausgewaschenen Schmutzstoffe.

Ziel ist die klimaneutrale Distribution

Dadurch lassen sich bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs für die Trocknung der Putztücher decken. Technische Maßnahmen wie Hochtemperatur-Brennkammern und moderne Rauchgasreinigungssysteme sorgten dafür, dass die Belastung der Abluft die gesetzlichen Anforderungen sogar unterschreite. Weitere Einsparungen von Primärenergie werden durch Wärmerückgewinnung in Wasch- und Trocknungsanlagen sowie durch den schrittweisen Ausbau von Photovoltaik erzielt. Parallel stellt das Unternehmen seinen Fuhrpark sukzessive auf alternative Antriebsformen um mit dem Ziel einer klimaneutralen Distribution. Auch beim Wasserverbrauch setzt das Mewa-System auf Kreislaufprinzipien. • Text: Dieter Scheuch, Fotos: Mewa

Erweitertes Portfolio

Mit den neuen Produkten von Autel erweitert Herth+Buss sein Sortiment für Kalibrierung und Achsvermessung im Diagnose- und ADAS-Bereich.

Der Kfz-Teile-Spezialist Herth+Buss hat mit der neuen S2-Serie und dem automatisierten IA1000-System von Autel sein Angebot für moderne Werkstätten erweitert. Die Diagnosegeräte MS909 S2, MS919 S2 und MSUltra S2 sollen Kfz-Techniker bei komplexen Fahrzeugsystemen unterstützen und schnelle Analysen sowie effiziente Arbeitsabläufe ermöglichen.

Das MS909 S2 bildet den Einstieg in die neue Generation und bietet unter anderem einen 9,7-Zoll-Touchscreen, Topologie-Ansicht, cloudbasiertes Report-Management, Sprachsteuerung und KI-gestützte digitale Fahrzeuginspektion.

Das MS919 S2 ergänzt den Funktionsumfang um ein integriertes 4-Kanal-Oszilloskop für tiefere Signal- und Netzwerkanalysen. An der Spitze steht das MSUltra S2 mit 13,7-Zoll-Touchscreen, Split-Screen-Funktion und einem 6-in-1-VCMI2Modul, das VCI, Oszilloskop, Multimeter, Signalgenerator und CAN-Tester vereint. Ergänzt wird das Portfolio durch den IA1000 für ADASKalibrierung und Achsvermessung. Selbstständige Target-Positionierung, hochauflösende Kameras und lasergeführte Ausrichtung sollen Einrichtzeiten reduzieren und die Genauigkeit erhöhen. Passende Schulungen vermitteln Grundlagen, Sensorik, Kalibrierverfahren und rechtliche Aspekte. •

Text: Kevin Kada, Fotos: Autel

Ihr Duo für mehr Business in der Werkstatt

Die neuen Lösungen von Autel sollen Diagnose, Vermessung und Kalibrierung effizienter, präziser und besser dokumentierbar machen

Mit EValuate und practiCABLE bringen Sie Ihr E-Mobility-Service auf das nächste Level.

Das Testgerät EValuate ermöglicht die sicherheitsrelevante Prüfung von Potentialausgleich und Isolationswiderstand am AC-Ladeport, und übernimmt zusätzlich die Überprüfung der Wegfahrsperre. practiCABLE im praktischen Koffer ergänzt Ihr Portfolio perfekt: Es prüft Ladekabel schnell, einfach und verlässlich.

Mehr Effizienz. Mehr Sicherheit. Mehr E-Mobility-Business. Das perfekte Duo für Ihre Werkstatt.

Mit practiCable (l.) und EValuate sind Betriebe fit für die E-Mobilität

HV-Fahrzeuge einfach prüfen

Mit practiCable und EValuate bietet AVL DiTEST zwei Messgeräte für Hochvolt-Fahrzeuge.

Die Überprüfung von Ladekabeln von Elektrofahrzeugen schafft neues Geschäftspotenzial für Kfz-Werkstätten. Mit practiCable hat AVL DiTEST ein Tool entwickelt, dass die Anforderungen der Europäischen Norm 50699 erfüllt, welche die regelmäßige Überprüfung von gewerblich genutzten elektrischen Betriebsmitteln gesetzlich vorschreibt. Mit dem Prüfgerät können Anwender den Prozess nicht nur komplett automatisiert, sondern auch in vollem gesetzkonformem Umfang durchführen.

Übersichtliche Prüfberichte

Das System führt automatisierte Sicherheits- und Funktionsprüfungen durch und dokumentiert die Ergebnisse normkonform in übersichtlichen Prüfberichten. Ein entscheidender Vorteil für die Werkstätten: Sie können dank practiCable einen zusätzlichen Service anbieten – unabhängig davon, ob sie bereits auf E-Fahrzeuge spezialisiert sind oder nicht. „Die gesetzlichen Anforderungen sind eindeutig –und mit practiCable können Werkstätten diese nicht nur erfüllen, sondern gleichzeitig ihr Serviceportfolio erweitern“, betont Nina Kornsteiner, Produktmanagerin bei AVL DiTEST. Die robuste Kofferlösung für Mode-2- und Mode-3-Ladekabel unterstützt Schuko- und CEE-Stecker und bietet neben der normgerechten Prüfung auch vordefinierte Prüfpläne gemäß Herstellervorgaben sowie individuell konfigurierba-

re Autotest-Sequenzen. Messergebnisse lassen sich via Bluetooth oder USB übertragen und rechtssicher dokumentieren.

Sicherheit auf Knopfdruck

Eine einfache und zuverlässige Sicherheitsprüfung für Hochvolt-Fahrzeuge bietet AVL DiTEST mit dem Messgerät EValuate. Das Gerät wurde speziell für Sicherheitsüberprüfungen an Elektro- und Hybridfahrzeugen entwickelt, vorrangig für die periodische Fahrzeugüberprüfung. EValuate ermöglicht die vollautomatische Messung sicherheitsrelevanter

Mit practiCable können Werkstätten die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Nina Kornsteiner, Produktmanagerin bei AVL DiTEST

Parameter wie die Überprüfung des Potenzialausgleichs und die Isolationswiderstandsmessung direkt am AC-Ladeanschluss. Dank der integrierten Typ-2-Ladebuchse ist kein zusätzlicher Adapter notwendig. Das zweiteilige System besteht aus einer Ladeport-Einheit sowie einer Prüfsonde mit integriertem Display. Die Vierleiter-Messtechnik (Kelvin-Messung) sorgt für präzise Ergebnisse ohne Nullabgleich. Ein spezieller Immobilizer-Modus simuliert das Vorhandensein eines Ladekabels, um die Wegfahrsperre zu testen. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: AVL DiTEST

Die Branche voranbringen

Am 24. und 25. September 2026 finden in der Messe Wels die KLS-Fachtage für Karosserie, Lackierung und Schadensmanagement statt.

Dabei werden rund 100 Aussteller bzw. Partner in der neuen Halle 22 in Wels ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren, für Kurzentschlossene gibt es noch wenige Restplätze. Veranstaltet werden die KLS-Fachtage von JU.connects gemeinsam mit der Bundesinnung der Fahrzeugtechnik. Das Format setzt auf Best Practices, Networking und die Entwicklung konkreter Schritte, um die Branche nachhaltig voranzubringen. Zu den Programmhighlights zählen vier Impulsvorträge von Branchenexperten, praxisnahe Fallstudien und Live-Demonstrationen sowie Networking-Sessions, Aussteller- und Partnerbereiche. Geboten werden sollen praxisnahe Erkenntnisse, innovative Lösungen und ein offener Dialog zu aktuellen Herausforderungen. „In einer Zeit des rasanten Wandels bietet der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis echten Mehrwert. Wir freuen uns auf inspirierende Vorträge, konstruktive Diskussionen und viele wertvolle Kontakte“, betont der KLS-Fachbeirat. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: JU.connects

CEO Thomas P. Jungreithmair (r.) und Projektleiter Robert Kases (beide JU.connects) begrüßen rund 100 Aussteller in Wels

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Noch rasch anmelden!

Zufriedene Werkstattkunden und ein erfolgreiches Werkstättengeschäft sind in herausfordernden Zeiten besonders wichtig. Mit „Werkstatt des Vertrauens“ können Sie auf einfache Art und Weise die Zufriedenheit Ihrer Kunden ermitteln.

Zum 9. Mal wird heuer die Aktion „Werkstatt des Vertrauens“ in Österreich durchgeführt. „Werkstatt des Vertrauens 2027“ ist bereits gestartet und endet Anfang Dezember. Nützen auch Sie die Chance und melden Sie sich gleich an! Im Gegensatz zu vielen anderen Auszeichnungen, die von Fachleuten oder einer Jury bewertet werden, lässt „Werkstatt des Vertrauens“ in Form von Empfehlungsmarketing jene Menschen darüber entscheiden, die es betrifft. So können alle österreichischen Kfz-Fachbetriebe an dieser Aktion teilnehmen und ihre Kunden dazu einladen, sie zu bewerten.

Jede Werkstätte, die im Abstimmungsjahr mindestens 50 positive Kundenbewertungen erhält, darf im Jahr darauf den Titel „Werkstatt des Vertrauens“ tragen. Es werden zudem verschiedene Werbemittel angeboten, der Kfz-Betrieb wird unter www.werkstatt-des-vertrauens.at angeführt und kann dort von potenziellen Kunden gefunden werden.

Kunde sucht Orientierung

Für den Kunden, der Orientierung im vielfältigen Angebot der Werkstätten sucht, ist diese Auszeichnung eine besonders große Hilfe. Im Gegensatz zu einer Auszeichnung, die nur eine geringe Zahl an Werkstätten hervorbringt, wird „Werkstatt des Vertrauens“ in Österreich flächendeckend ausgerollt. Damit soll jeder interessierte Kunde einen Partner in seiner Umgebung finden können.

Was ist Werkstatt des Vertrauens?

• Ein vom Werkstattkunden verliehenes Gütesiegel.

• Die einzige Möglichkeit, mit zufriedenen Kunden zu werben.

Wie werden Sie zur Werkstatt des Vertrauens?

➜ Schritt 1: Bewerben Sie sich für die Auszeichnung.

➜ Schritt 2: Sammeln Sie die Stimmen Ihrer Kunden.

➜ Schritt 3: Erreichen Sie die benötigte Stimmenanzahl.

Was bringt Ihnen Werkstatt des Vertrauens?

• Das Gütesiegel überzeugt Neukunden von Ihrer Werkstatt.

• Es beweist Stammkunden, dass Sie permanent besten Service bieten.

• Mit der Auszeichnung werben Sie erfolgreich für Ihren guten Namen.

Die Partner

Der Ablauf

Werkstatt des Vertrauens in Österreich wird unterstützt von:

➜ Teilnahmeberechtigt sind österreichische Kfz-Fach- und Meisterbetriebe (Mitglieder der Innung der Fahrzeugtechnik).

➜ Nach erfolgter Anmeldung (E-Mail, Internet) erhalten die teilnehmenden Betriebe ein Startpaket mit entsprechenden Werbematerialien und Teilnahmekarten.

➜ Die Aktion läuft von April 2026 bis November 2026. Ein Einstieg ist bis kurz vor Ende jederzeit möglich.

➜ Der Kunde muss nachweislich einen Werkstattaufenthalt absolviert haben (Dokumentation über die Rechnungsnummer).

➜ Nach Einsendung von 50 Teilnahmekarten ist der teilnehmende Betrieb nach Auswertung der Teilnahmekarten im Dezember und entsprechender Bewertung berechtigt, den Titel „Werkstatt des Vertrauens“ zu verwenden.

➜ Das ganze Jahr 2027 darf der berechtigte Betrieb das Gütesiegel „Werkstatt des Vertrauens 2027“ nutzen und damit werben.

➜ Den berechtigten Betrieben wird dafür auch entsprechendes Werbematerial (Urkunde, Fahnen, Aufsteller, Aufkleber, …) angeboten.

JETZT ANMELDEN

Die Kunden gewinnen

Im Rahmen der Schlussveranstaltung wird ein Kunde als Gewinner des Hauptpreises gezogen.

Der Gewinner erhält den Betrag seiner Werkstattrechnung, die der Teilnahmekarte zugeordnet ist (bis zu einem Höchstbetrag von 3.000 Euro), zurück.

Die Teilnahme

Interessierte Betriebe können ein Startpaket (inklusive Sammelbox) zum Preis von 99,99 Euro (exkl. MwSt. und Zustellung) bestellen. Im Startpaket sind Informations- und Werbematerialien sowie 300 Teilnahmekarten enthalten.

Weiterführende Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit stehen auf der Internetseite www.werkstatt-des-vertrauens.at zur Verfügung.

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne über die E-Mail-Adresse wdv@awverlag.at entgegen. Für Fragen steht Frau Heike Bader per Telefon unter 02243 36840-532 oder ebenfalls über die angegebene E-Mail-Adresse zur Verfügung.

WIRTSCHAFT

Optimismus trotz Rückgang

Gut 10 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftete Bosch Österreich 2025. Dennoch ist man für 2026 positiv gestimmt und hat auch Forderungen an die Politik im Gepäck.

Das Jahr 2025 war für Bosch herausfordernd. International konnte der Konzern den Umsatz zwar leicht um 0,7 Prozent steigern, gleichzeitig belasteten Mitarbeiterabbau, schwächere Nachfrage nach Komponenten für E-Fahrzeuge und die geopolitische Lage das Geschäft. In Österreich fiel der Rückgang deutlicher aus: Der Umsatz sank um 10 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. „Trotz einer marktbedingten Abschwächung in einem der Mobility-Bereiche zeigt sich unsere operative Leistungsfähigkeit weiterhin stabil“, sagte Helmut Weinwurm, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG in Österreich.

Investitionen in Wasserstoff

Absichtserklärung mit der Linz AG für ein gemeinsames Wasserstoff-Projekt unterzeichnet wurde. Beim Thema Wasserstoff sieht Weinwurm vor allem die Politik gefordert. Es brauche mehr Commitment,

Trotz des schwierigen Umfelds investierte Bosch weiter in Zukunftsbereiche. 200 Millionen Euro flossen in Forschung und Entwicklung, weitere 19 Millionen Euro in Standorte und Zukunftstechnologien. Dazu zählen die Methanol-Infrastruktur in Hallein sowie der Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur im Linzer Engineering-Center, wo zuletzt eine

„Für

die Industrie

ungünstiger“

Hier geht‘s zum Bericht von der internationalen Bilanzpressekonferenz, auf der Bosch-CEO Stefan Hartung Kritik an der EU-Antriebspolitik übte.

Ohne Verpflichtung wird Europa nicht wettbewerbsfähig bleiben.

Helmut Weinwurm, Bosch

Infrastruktur und einen technologieoffenen Ansatz. Wasserstoff und eFuels seien vor allem für Schwerverkehr und Schifffahrt relevant.

Forderung nach EU-Produkten

Einer der wichtigsten Forderungen auf Weinwurms Liste ist jener nach „local content“ – also Produkte, deren Wertschöpfungskette in Europa liegt. „Wir müssen lokal produzieren und lokal verkaufen. Ohne eine gesetzliche Verpflichtung in diese Richtung wird Europa nicht wettbewerbsfähig bleiben.“ Dabei gehe es neben Batterien auch um Software und weitere Fahrzeugkomponenten.

Für 2026 zeigte sich Weinwurm vorsichtig optimistisch und hält ein Wachstum bis zu 5 Prozent für möglich. •

Text: Kevin Kada, Fotos: Kada, Bosch

Regionale Stärke

Bei VMS Versicherungsmarkt-Servicegesellschaft m.b.H., der Uniqa-Tochter für den Autohausvertrieb, freut man sich über starkes Wachstum im vergangenen Jahr. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung wurde das Team verstärkt. „Wir haben unsere Kapazitäten ausgebaut, in der Führung, im Vertrieb, beim Innendienst und in der regionalen Betreuung“, berichtet

Geschäftsführer Franz Filz. An der Spitze ist Horst Neusiedler in die Geschäftsführung aufgestiegen und leitet nun gemeinsam mit Franz Filz und Sabine Steurer das Unternehmen. Die Position des Vertriebsleiters, die Neusiedler bislang bekleidet hat, wird neu besetzt. Die drei regionalen Vertriebsmanager Stefan Machacek, Roman Kaspar und Florian Walter werden mittlerweile von drei Vertriebstrainern unterstützt.

Die UNIQA-Tochter VMS wächst beim Umsatz sowie bei der Zahl der Autohaus-Partner und verstärkt daher das Team in allen Ebenen.

VMS-Führung: Horst Neusiedler, Franz Filz

Der persönliche Austausch zwischen Händlern, Verkäufern und Außendienstmitarbeitern ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells.

Horst Neusiedler, VMS-Geschäftsführer

„Diese Trainer schulen die Händler und deren Verkäufer vor Ort und unterstützen in der Zusammenarbeit“, erklärt Neusiedler. Das wird geschätzt, weil die Verkäufer im Betrieb bleiben und damit Zeit sparen. „Generell ist der persönliche Austausch zwischen Händlern, Verkäufern und Außendienstmitarbeitern ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells.“

Betreuungskonzept mit Uniqa-Außendienst

Das Konzept mit dem VMS-Team und der Betreuung im Tagesgeschäft durch die Vertriebsmitarbeiter und die Generalagenten von Uniqa hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und zur Erfolgsgeschichte entwickelt. „Durch die enge Vernetzung mit den Landesdirektionen steht hinter jedem Autohaus ein Mitarbeiter. Durch das Wachstum, neue Händlerkooperationen und die Direktbetreuung wurde auch das Autohaus-Betreuungsteam von Uniqa verstärkt“, sagt Neusiedler.

Neben der umfassenden Betreuung im Autohaus-

Konzept stimmen auch die Produkte: „Die neue Uniqa-Kasko ist seit einem Jahr am Markt und wurde sehr gut angenommen“, so Neusiedler. „Die Kasko wurde mit zahlreichen Zusatzpaketen erweitert, darunter Freizeit-Paket, Kaufpreisschutz, Cyberdeckung und Elektropaket. GAP-Deckung und Innovationsdeckung waren schon zuvor Bestandteil des Produkts“, berichtet Filz. „Die Produkte sind gut angekommen. Gleichzeitig wird das Versicherungsgeschäft nicht einfacher – umso wichtiger bleiben persönliche Betreuung, gute Produktlandschaft und Serviceleistungen.“ • Text: Gerald Weiss, Fotos: Weiss, VMS

uniqa.at

Rekord in der Hofburg

Die 11. Auflage der FLEET Convention in der Wiener Hofburg geht mit knapp 1.000 Besuchern und 79 Ausstellern als die größte und erfolgreichste in die Geschichte ein.

Die FLEET Convention 2026 hat mit knapp 1.000 Besuchern und 79 Ausstellern in der Wiener Hofburg einen neuen Rekord erreicht. Die Veranstaltung zeigte, wie stark Flotten und Fuhrparks mittlerweile als Treiber für betriebliche Mobilität, Antriebswende, Energiewende und neue Nutzungskonzepte an Bedeutung gewonnen haben. Trotz des größeren Umfangs blieb die Convention ihrem Grundgedanken treu: das gesamte Themenspektrum rund um Firmenwagen und Fuhrparkmanagement abzubilden.

Noch nie haben so viele neue Automarken ihren Start verkündet.

Stefan Binder, Geschäftsführer A&W Verlag GmbH

Auch inhaltlich war die Bandbreite groß. Christian Spahn von Dataforce zeigte, dass sich Österreich bei den Flottenzulassungen zuletzt gegen den europäischen Trend behaupten konnte. Besonders bei E-Autos bleibt der Fuhrpark ein stabiler Treiber. Helmut Geil von Dekra sprach über automatisiertes

und autonomes Fahren und betonte, dass Vertrauen eine zentrale Voraussetzung für die Akzeptanz dieser Technologie bleibt. Paul Janacek wiederum machte deutlich, wie stark sich die Rolle des Fuhrparkmanagers verändert hat: Aus der Verwaltung von Fahrzeugen, Tankrechnungen und Reportings ist eine Managementaufgabe geworden, die Themen wie Energieversorgung, Ladeinfrastruktur und Gesamtkosten umfasst.

Auch die Podiumsdiskussion griff diesen Wandel auf. Im Fokus standen ganzheitliches Mobilitätsmanagement, ESG-Berichterstattung, Digitalisierung und der Einsatz von KI. Ergänzend präsentierte der Fuhrparkverband Austria neue Angebote wie eine Blitzumfrage und eine Mobility-Datenbank. Eine aktuelle puls-Studie zeigte zudem, dass Elektrofahrzeuge bei Dienstwagenfahrern gefragter sind als Diesel- und Benzinmodelle und Apps im Fuhrparkmanagement weiter an Bedeutung gewinnen.

BEST4FLEET-Awards

Eines der großen Programmhighlights war wie üblich die Vergabe der BEST4FLEET-Awards für die besten Fahrzeuge, Tools und Co. im Fuhrpark. Ausgezeichnet wurden u. a. Porsche Bank, DKV und BestDrive. Die besten Fahrzeuge waren der VW ID. Buzz Cargo sowie Skoda Elroq und Skoda Enyaq. • Text: Kevin Kada, Fotos: Chris Hofer & Manfred Seidl

Paul Janacek, ConActing Die Top-3 der jeweiligen Kategorien beim BEST4FLEET-Award

Robert Engstler (Laimer) mit Wolfgang Wurm (Porsche Austria)

Benjamin Obererlacher

mit Alexander Reissigl und Ralph Wachter von willhaben

Christian Spahn, Dataforce
Helmut Geil, Dekra Österreich
Stephan Bratzel, CAM
Stefan Reiser, puls Marktforschung
Florian Andrä (l.) mit seinen Kollegen von Würth
Andreas Oberascher (Ford) und Alexander Struckl (MG)
Geschäftsführer Dominic Krb (l.) mit seinem Team von CARPLUS
(GRS)
Guido Kutschera (Dekra), Alexander Bamberger (BMW) und Christian Clerici
Christian Clerici am Podium gemeinsam mit Anita Somos, Christiane Sonja Zulu, Melanie Schmahl und Kurt Leonhartsberger (v. l.)
Wilfried Weitgasser (Porsche), Gudrun Zeilinger (VW) und Ales Tulpa (KIA)

Hans Günter Löckinger, Vertriebsleiter Garanta Versicherungs-AG Österreich

Schutz vor Totalschaden

Aus einem harmlosen Blechschaden wird rasch ein wirtschaftlicher Totalschaden, warnt Hans-Günther Löckinger von Garanta und erklärt die Alternativen.

Laut herrschender Rechtslage liegt ein Totalschaden dann vor, wenn die Reparaturkosten und der Restwert den Wiederbeschaffungswert übersteigen“; berichtet Hans Günter Löckinger, Vertriebsleiter Garanta Versicherungs-AG Österreich. Dazu nennt Löckinger ein Beispiel: Herr Mustermann fährt einen Gebrauchtwagen mit einem Wiederbeschaffungswert von Euro 10.000,-. Beim Ausparken in der Tiefgarage fährt er mit dem Heck gegen die Betonbegrenzung. Herr Mustermann, der eine Kaskoversicherung hat, fährt zu seinem Händler, um den Schaden zu begutachten. Dort stellt sich heraus, dass die

Bei der Totalschadenabrechnung wird das Fahrzeug in der Regel über eine Wrackbörse angeboten, der Kunde erhält insgesamt Euro 10.000,- (Euro 6.500,Erlös aus Wrackverkauf und Euro 3.500,- Versicherungsleistung) und muss sich um ein neues Fahrzeug kümmern. „Gerade bei älteren Fahrzeugen wäre dem Kunden vielleicht die Reparatur lieber gewesen und er wäre sein Auto noch einige Jahre weitergefahren. Möchte er sein Auto aber nicht verkaufen, so bekommt er von der Versicherung lediglich Euro 3.500,-, obwohl die Reparaturkosten Euro 6.100,betragen“, beschreibt Löckinger.

Bei Garanta werden Kaskoschäden bis zur Höhe von 100 Prozent des Wiederbeschaffungswerts durchgeführt.

Hans Günther Löckinger, Vertriebsleiter Garanta Versicherungs-AG Österreich

Reparatur Euro 6.100,- kosten würde, der Rest-/ Wrackwert beträgt Euro 6.500,-. Nachdem die Kosten für die Reparatur und der Wrackwert in Summe Euro 12.600,- betragen und dieser Betrag den Wiederbeschaffungswert von Euro 10.000,- übersteigt, handelt es sich um einen Totalschaden.

Die Konsequenzen der Totalschadenklausel

Die Auswirkungen dieser sogenannten Totalschadenklausel sind den Kunden oftmals nicht bewusst.

Der Kunde sollte die Wahl haben „Bei Garanta werden Kaskoschäden bis zur Höhe von 100 Prozent des Wiederbeschaffungswerts durchgeführt“, so Löckinger. Im oben genannten Beispiel bedeutet das, dass die Garanta die Reparatur in Höhe von Euro 6.100,- übernimmt und der Kunde sein Auto behalten kann. „Welche Variante für den Kunden nun die geeignete ist, und welche Mobilitätslösung er künftig präferiert, das sollte er gemeinsam mit seinem Berater in seinem Autohaus besprechen und selbst entscheiden können. Im Falle der Totalschadenabrechnung hat er diese Möglichkeit nicht“, erklärt Löckinger abschließend. • Text: Redaktion, Fotos: Adobe Stock, Garanta

Ländermatch USA - China

Im Boom der E-Autos wachsen auch die Werbeaktivitäten. Der Observer hat sich für uns jene Hersteller angeschaut, die auf Steckerfahrzeuge spezialisiert sind.

Dafür wurden zehn internationale Hersteller von BEVs und PHEVs unter die Lupe genommen und deren Präsenz in österreichischen und globalen Onlinemedien untersucht (Zeitraum: 1. Jänner bis 15. Mai 2026).

Im österreichischen Ranking führt Tesla mit rund 5.300 Berichten auf Nachrichtenseiten, in Foren und Blogs das Ranking an. Die potenzielle Gesamtreichweite überschritt 5 Milliarden Unique Clients. Auf fast die Hälfte davon kam der zweitplatzierte Hersteller BYD mit 2.500 Artikeln. Polestar belegte mit 590 Onlinebeiträgen Platz drei. Knapp dahinter lag Xpeng mit 540 Berichten. In internationalen Medien liegt Teslas Präsenz mit 960.400 Beiträgen im Netz fast dreimal so hoch wie jene von BYD (346.400 Artikel).

Tesla Model Y und BYD Seal mit starker Präsenz

Vergleicht man die Präsenz einzelner E-Automodelle in österreichischen Onlinemedien, so wurde am häufigsten über Teslas Model Y berichtet (522 Beiträge). Bei BYD sticht der Seal mit 265 Artikeln hervor. Weiters nahmen auch der Polestar 2 (191) sowie die Modelle Xpeng P7 und Xpeng G9 (je 80) viel Platz in der Berichterstattung ein. Besonders positiv berichtet wurde in österreichischen Web-Medien über Polestar (46,8 % positive Beiträge) und Lucid Motors (44,1 %). Die schlechteste Berichterstattung verzeichnete Tesla mit ca. 11 Prozent NegativBeiträgen.

Hybride auf dem Vormarsch

Schauen wir uns dieses Mal die Neuzulassungen der Hybride (Voll, Mild & Plug-in) etwas genauer an. Mittlerweile halten sie gemeinsam bei 47,8 Prozent der Neuzulassungen in Europa und nähern sich damit immer mehr der 50-Prozent-Marke. Gemeinsam mit den vollelektrischen Fahrzeugen wurde diese aber sowieso schon längst geknackt.

Neuwagenzulassungen Europa 04/2026

1Hybrid = Vollhybrid und Mild-Hybrid 2Andere = Wasserstoff, Erdgas, LPG, E85 und andere Antriebe

Top 5 Antriebsarten

Im April wurde in Österreich ein Fahrzeug mit Wasserstoff, Erdgas, LPG, E85 oder alternativer Antrieb zugelassen. Noch immer 50 % weniger als im Vorjahr.

DREIUNDSIEBZIGKOMMAEINS

Die drei wichtigsten E-Automärkte der EU (Deutschland, Frankreich und Italien) haben alle starke Zuwächse bei den vollelektrischen Neuzulassungen seit Jahresbeginn hingelegt. Am stärksten war der Zuwachs in Italien mit 73,1 % Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

it 614 Neuzulassungen im Monat April kann MG im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 64,6 Prozent erzielen. Mit den weiteren Neuzulassungen des Jahres wurden bis Ende April 1.906 Stück neuzugelassen. Importeur Asia Car Import Austria bilanziert gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum mit zusätzlichen 502 Neuzulassungen (+35,8 %). Aufgrund avisierter guter Anlieferzahlen in den kommenden Wochen stehen laut Geschäftsführer Mag. Alexander Struckl die Chancen gut, 2026 auf 7.000 Neuzulassungen zu kommen. •

Text: Matthias Pilter, Grafik: A&W

Neuwagenzulassungen

Gebrauchtwagenumschreibungen

Österreich 04/2026

Österreich 04/2026

Top 5 Herkunftsländer

Nach einem Monat mit Zuwachs verzeichnete BMW im April wieder einen Rückgang um 16,74 Prozent. Kumuliert steht für die Münchner 2026 ein Rückgang von 8,50 Prozent zu Buche.

Mit einem Plus von 34,31 Prozent kann Mercedes auch im April den Wachstumskurs fortsetzen. Bis Ende April ergibt sich eine Neuzulassungssteigerung um 17,38 Prozent.

Bei KIA zeigt der Neuzulassungskurs weiter nach oben und im April konnte eine Steigerung um 54,19 Prozent erreicht werden. Von Jänner bis April ist es ein Plus von 29,90 Prozent.

Rückstand löst sich auf

Langjährige Mitgliedsbetriebe der steirischen Kfz-Fachgruppen

Beim traditionell sehr gut besuchten Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft wurden positive Zahlen aus der Zulassungsstatistik ebenso besprochen wie Herausforderungen in der Werkstätte.

Der Vortragsraum von Schloss Vasoldsberg war einmal mehr vollgefüllt, als am 21. Mai der jährliche Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft durchgeführt wurde. Ein spürbarer Zusammenhalt und kollegialer Austausch, ein praxisnahes Programm,

österreichweit wie auch in der Steiermark mit einem Plus von zirka 15 Prozent bei den Neuzulassungen gut da“, berichtete Mag. Peter Jagersberger, Landesgremialobmann des steirischen Fahrzeughandels. „Das ist insgesamt eine gute Nachricht, der Post-Corona-Rückstau löst sich langsam auf.“ Den Rückstand von über 300.000 Neuzulassungen könne man zwar nicht mehr aufholen, „aber die Situation normalisiert sich“.

Neuzulassungsloch in den Werkstätten angekommen „Derzeit profitieren wir von der Frequenz durch das Reifenumstecken, können Sommer-Check, UrlaubsCheck oder Bremsenservice mit den Kunden vereinbaren“, erklärt Mst. Thomas Marichhofer, Landesinnungsmeister der steirischen Fahrzeugtechnik: „Aber wir spüren sehr wohl, dass die fehlenden Neuzulassungen Lücken in die Werkstattauslastung bringen.“ Die Betriebe müssten etwas mehr nach rechts und links schauen und zukünftig mehr Leistungen anbieten.

Immer sehr gut besucht: steirischer Tag der Kfz-Wirtschaft mit Mag. Peter Jagersberger (Fahrzeughandel), Mst. Thomas Marichhofer und Mst. Josef Niegelhell (Fahrzeugtechnik)

perfekte Organisation, starke Partner und Sponsoren sowie die engagierten Funktionäre kennzeichneten die traditionell sehr gut besuchte Veranstaltung. „Wir stehen nach den ersten 4 Monaten sowohl

Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft

Hier finden Sie die Fotogalerie vom Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft 2026

„Im Lack- und Karosseriebereich war das vergangene Jahr eher schwach, 2026 ist bislang regional unterschiedlich“, berichtet Mst. Josef Niegelhell, Landesinnungsmeister-Stellvertreter und Sprecher der Karosseriebautechniker in der Steiermark: „Aber wir spüren, dass passive Sicherheitssysteme immer mehr greifen und weniger passiert.“ Gleichzeitig werden die Reparaturen aufwändiger und teurer. „Die Betriebe müssen besser ausbilden.“

Nachhaltigkeit, Cybersecurity und KI

Nach den traditionellen Ehrungen zahlreicher Betriebe fanden Vorträge zu Nachhaltigkeit und Energie, die Gefahr durch Cybersecurity mit einem Praxisbeispiel von Mag. Philipp Gady sowie die Künstliche Intelligenz am Beispiel „Lisa“ statt. Einen umfangreichen Nachbericht lesen Sie in der AUTO Information Nr. 2821 vom 29. Mai 2026. • Text: Gerald Weiss, Fotos: Klaus Morgenstern

„Eh wissen“ bringt keinen Umsatz

Kämen Sie in der Werkstatt jemals auf die Idee zu sagen: „Wir wissen, wie man Bremsen tauscht. Das reicht.“ Wohl kaum. Wissen macht das Fahrzeug Ihres Kunden nicht sicher. Erst wenn angepackt, montiert, geprüft und freigegeben wird, entsteht Wirkung. Genau das gilt auch für Marketing, Kommunikation, Kundengewinnung.

Ja, wissen wir eh

Sie lesen und lernen heute viel über Digitalisierung, Kundenbindung, Social Media, Fachkräftemangel und moderne Serviceprozesse. Das Problem ist also selten fehlendes Wissen. Die eigentliche Herausforderung beginnt nach dem Satz: „Ja, wissen wir eh.“ Zwischen „Ja, wissen wir eh“ und „Wir setzen es jetzt um“ liegt gefühlt mehr Strecke als zwischen Wien und Bregenz. Viele engagierte Führungskräfte und Mitarbeiter besuchen Schulungen, lesen Branchenbeiträge, hören Vorträge und

In der Kommunikation ist es ähnlich. Ein guter Plan ist wichtig, ersetzt aber keine Umsetzung.

nicken innerlich bei fast jedem Tipp. Ja, Website müsste GEO-optimiert sein. Ja, der Verkaufsprozess beginnt längst vor dem ersten Schauraum-Besuch. Ja, Lehrlinge erreicht man nicht mehr nur mit einem Aushang neben der Kaffeemaschine. Alles bekannt. Nur leider noch immer nicht umgesetzt.

Kleine Schritte statt großer Ausreden

In der Kommunikation ist es ähnlich. Ein guter Plan ist wichtig, ersetzt aber keine Umsetzung. Natürlich kostet das Zeit. Aber Nicht-Umsetzung kostet ebenfalls: Anfragen, Bewerbungen, Vertrauen, Wiedererkennung und manchmal genau jenen Vorsprung, den der Mitbewerber nutzt, während man selbst noch „eh schon weiß“, was zu tun wäre.

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Betroffen sind Unternehmen, die reine Transportdienstleistungen im grenzüberschreitenden Verkehr anbieten

Tachograph auch in Transportern

Wer dachte, ein Fahrtenschreiber sei nur etwas für Lkws, wird nun eines Besseren belehrt: Denn ab 1. Juli 2026 müssen auch manche Transporter einen an Bord haben.

Allerdings, und das ist für viele wohl die gute Nachricht, nur mit Einschränkungen. Denn betroffen sind ausnahmslos Fahrzeuge und FahrzeugKombinationen mit einem Gesamtgewicht über 2,5 Tonnen und auch nur dann, wenn diese im grenzüberschreitenden Verkehr unterwegs sind. Die grundsätzliche EU-Regelung gibt es schon seit 2006, jedoch wurde diese mit dem Mobilitätspaket 1 (EU) 2020/1054 auch für Fahrzeuge und FahrzeugKombinationen ab 2.500 Kilogramm schlagend.

Wer fällt unter die Regelung?

Das heißt aber nicht, dass jedes leichte Nutzfahrzeug ab Juli tatsächlich über einen Fahrtenschreiber verfügen muss. Hier gibt es einige Voraussetzungen: Es muss sich grundsätzlich um eine grenzüberschreitende, gewerbliche Fahrt handeln – Privatfahrten sind ausgenommen. Wird diese gewerbliche Fahrt durch einen Handwerker durchgeführt, dessen Beruf nicht der eines Chauffeurs ist, entfällt die Pflicht ebenso, sofern die Fahrt in einem Umkreis von 100 Kilometern vom Firmenstandort stattfindet und der Ausübung eines Gewerbes dient. Maler, Elektriker, Installateure und viele mehr sind damit von

der Tachographenpflicht ausgenommen. „Lediglich für grenzüberschreitende, gewerbliche Transporte ist ein Fahrtenschreiber erforderlich“, weiß Dieter Köllner-Gürsch, Projektmanager für Behörden bei TachoEasy. Dies gilt aber ohne Ausnahme, also auch dann, wenn man als Transportunternehmer vielleicht nur einmal im Monat die Grenze überschreitet. Selbst dann sind der Einbau und die permanente Verwendung eines Tachographen gesetzlich vorgeschrieben. Ab 2,5 Tonnen herrscht also Tachographenpflicht, und das unabhängig von der Aufbauform. Konkret sind sogenannte „G2-V2-Fahrtenschreiber“ vorgeschrieben, also genau jene, die auch in schweren Lkws zum Einsatz kommen. Und dann muss auch „eine entsprechende Archivierung der Tachographendaten“ erfolgen, erklärt Köllner-Gürsch. Mit den Aufzeichnungen kontrolliert nicht nur die Polizei die Lenk- und Ruhezeiten, sondern auch das Arbeitsinspektorat die Arbeitszeitregelungen. Der Einbau eines Tachographen ist grundsätzlich für jedes Fahrzeug möglich, für ältere Modelle gibt es spezielle Lösungen. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: AdobeStock_JH Virtuell, aumovio

Altes Blech findet zahlreich Publikum

Laut dem Motto 2026 der Oldtimer Messe Tulln – „Ob Traktor, Motorrad, Oldtimer oder Youngtimer“ – war am 9. und 10. Mai für jeden der 30.000 Besucher bei den 750 Ausstellern sowie den Präsentationen von 90 Clubs und Museen „etwas dabei“.

Dem Publikum wurden zahlreiche Sonderausstellungen geboten – unter anderem 130 Jahre Daimler, 80 Jahre Vespa, 50 Jahre Golf GTI oder 60 Jahre Ford Transit, Exklusives wie 30 Jahre Mercedes SLK, „Opel oben ohne“, 70 Jahre HeinkelKabine (der technisch ausgefeilten „Knutschkugel“) oder 40 Jahre Motorenentwicklung von Cosworth zeugen von der Bandbreite der überwiegend perfekten Exponate. Jubiläen ihres raren Altblechs feierten der KARO (= Kabinenroller) Club den 66. Geburtstag, die Österreichische Gesellschaft für Historisches Kraftfahrwesen (ÖGHK) wie auch der English SportsCar Club Wien (ESCC) den Fünfziger und der SAAB Club Österreich den Vierziger.

Die von der traditionellen Oldtimerszene kritisch beäugte Schau „CustomCars, TuningCars und LowriderShow 3. Teil“ deckte wieder ein stärker an Leistung und Modifizierung als an Originaltreue

und historischen Purismus interessiertes Fahrzeugpublikumssegment ab.

3D-Druck zur Teileversorgung

Kenner und alte Hasen, die sich noch an die frühere Ausgaben der Messe erinnern, wünschen sich internationale Spezialanbieter von Reifen, nachgefertigten Bestandteilen und umfangreichen Sortiments an Fahrzeugmarken-Literatur zurück, die in den letzten Jahren nicht mehr auf der Messe gesichtet wurden. Andererseits haben ein Teil der Enthusiasten, aber auch Marken- bzw. Typenklubs bei Spezialteilen in Zeiten von Internet und 3D-Druck die Versorgung selbst in die Hand genommen.

Vormerken: Die nächste Tullner Oldtimermesse, die sich als Österreichs größte Oldtimerveranstaltung bezeichnet, findet 2027 am 24. und 25. April statt. • Text: Redaktion, Fotos: Oldtimer Messe Tulln, TotalEnergies

Maybach SW 38, Baujahr 1938
Royal Enfield 1000, Baujahr 1920
TotalEnergies zeigte Elf Motorenöle, klassische Zweiräder und Sportwagen
Elf bietet eine eigene Palette für historische Fahrzeuge
Morris Minor Traveller

Das Bundesgremium Fahrzeughandel tagte in Zell am See

Herausfordernde Zeiten

Die Frühjahrssitzungen des Bundesgremiums Fahrzeughandel gingen kürzlich in Zell am See über die Bühne.

Geleitet wurden die Sitzungen von den Bundesgremialobmann-Stellvertretern Günther Kerle und Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst. „Wir haben zu Beginn die Situation in der Branche beleuchtet“, berichtet Ernst. Erfreulich sei, dass die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen sei – wobei dies noch wenig über die Erträge aussage.

Derzeit befinde sich der Fahrzeughandel in einer schwierigen Situation: „Wir haben im vergangenen Jahr durch Insolvenzen eine große Anzahl an Betrieben verloren. Auch die mögliche Beschlagnahme von Eigentum Dritter ist für uns ein großes Thema“, erklärte Ernst zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs im Zusammenhang, dass mit der Raser-Regelung künftig auch Leasing-, Leih- oder Dienstfahrzeuge versteigert werden dürften. Ein weiteres wichtiges Thema sei die geplante Einführung des Sachbezugs für E-Autos.

Mögliche Einbrüche im Reparaturgeschäft

Stefan Hutschinski, Einzelhandelssprecher im Bundesgremium Fahrzeughandel, betonte, dass aufgrund steigender Neuzulassungen auch Importeure mögliche Anpassungen der Händlerziele vornehmen könnten. „Da müssen wir schauen, dass das im

Rahmen bleibt, denn es kommt auch darauf an, wie sich der Markt heuer weiterentwickelt“.

Wir rechnen aufgrund wachsender E-Mobilität mit rückläufigen Serviceerträgen.

Stefan Hutschinski

Die Ertragssituation im Autohandel kommentierte Hutschinski so: „Wir leben davon, dass uns in Österreich die Werkstatt den Handel subventioniert. Wir rechnen aber im Zusammenhang mit wachsender E-Mobilität mit rückläufigen Serviceerträgen.“ Es werde viel wegfallen, wie man höre, hätten Reparaturbetriebe im E-MobilitätsVorreiter-Land Norwegen einen Rückgang der Aufträge von rund 40 Prozent verzeichnet. Sollten in Österreich in Zukunft auch derartige Rückgänge eintreten, würde sich das derzeitige Geschäftsmodell nicht mehr rechnen. „Der Nachlass, der auf Autos gegeben wird, zukünftige mögliche Einbrüche im Reparaturgeschäft und die fehlenden Zulassungen seit 2020 wirken sich gepaart mit den auch internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusätzlich aus. Wir werden Lösungen von den Importeuren und Herstellern und ein gesundes Geschäftsmodell brauchen, mit dem wir auch in Zukunft gut wirtschaften können.“

Für eine Erhöhung der Luxustangente für Firmenfahrzeuge, die seit 2005 unverändert bei 40.000 Euro liege und zukünftig auf 65.000 Euro angehoben werden sollte, sprach sich Mag. Bianca Dvorak, Geschäftsführerin Bundesgremium des Fahrzeughandels, aus. • Text: Dieter Scheuch, Foto: Scheuch/A&W

Saubere Kette

Schmierstoffexperte Liqui Moly nimmt eine Kettenbürste und einen Kettensprühschutz neu in sein Sortiment auf. Mit einem dreiseitigen „Kettenmaul“ ausgestattet, ermöglicht die Kettenbürste eine 360°-Tiefenreinigung von allen Seiten. Die Bürste ist dabei so konzipiert, dass sie einfach über die Kette gesetzt werden kann, während das Hinterrad der aufgebockten Maschine gedreht wird. Der Kettensprühschutz sorgt dafür, dass das Schmiermittel zielgerichtet direkt auf die Kette aufgetragen wird.

Liqui Moly GmbH www.liqui-moly.at

Kit-Lösung

Der deutsche Bremsenhersteller Zimmermann hat einen neuen Bremsen-Kit für die Mercedes-Modelle Sprinter und e-Sprinter auf den Markt gebracht. Die Kombination aus Bremsscheiben und Bremsbelägen sorgt für zuverlässige Bremsperformance und einen vereinfachten Reparaturprozess. Werkstätten profitieren von einer technisch abgestimmten Lösung sowie einem reduzierten Bestell- und Montageaufwand. Die Bremsenreparatur fällt damit zeitsparend und effizient aus.

Automatisiertes Lager

Kardex Austria bringt automatisierte Lagertechnik in den österreichischen Online-Handel. Über einen Webshop lassen sich standardisierte Systeme der Kardex Megamat Essential Linie direkt bestellen. Die Geräte sparen bis zu 85 Prozent Lagerfläche, reduzieren Suchzeiten und sorgen dafür, dass jedes Teil auf Knopfdruck verfügbar ist. Kardex Megamat funktioniert nach dem Paternoster-Prinzip: Das gewünschte Lagergut wird automatisch zur Entnahmeöffnung transportiert und das ganz ohne Laufwege. Die Modelle Essential 120 und Essential 350 ersetzen je nach Ausführung bis zu 28 m2 bzw. 83 m2 herkömmliche Regalfläche. Im Zuge der Prozessoptimierung in den Betrieben ist es wichtiger denn je, unnötige Suchzeiten zu vermeiden. Egal, ob es sich eine Schraubenbox, ein Spezialwerkzeug oder einen Ersatzteil handelt, jede Minute ist kostbar. Der Anbieter rechnet vor: Bereits 15 Minuten Suchzeit pro Person und Tag summieren sich in einem 5-Personen-Betrieb auf über 6 Stunden pro Woche bzw. mehr als 7 Arbeitswochen (bei 38,5 Stunden wöchentlich) im Jahr.

Otto Zimmermann Maschinen- und Apparatebau GmbH www.zimmermann-bremsentechnik.eu

Neuer Werkstattwagen

Mit dem Solution Trolley II präsentiert Mirka die Weiterentwicklung des bewährten Werkstattwagens Solution Trolley. Er bietet gegenüber dem Vorgänger zahlreiche, praxisnahe Verbesserungen: etwa lenkbare Rollen mit Feststellbremsen an allen vier Rädern, optimierter Zugang für den schnellen Zugriff von vorn sowie neue optionale Erweiterungen für eine Werkzeugwand oder einen Schlaucharm. Der Solution Trolley II vereint Industriestaubsauger, Schleifmaschine und Zubehör zu einer durchdachten, mobilen Schleiflösung und bringt mehr Struktur und Leistung in die Arbeitsabläufe. Wie beim Vorgänger gibt es einen robusten Stahlrahmen, langlebige Materialien und ein anwenderfreundliches Design.

Mirka GmbH www.mirka.de

Michael Ellies hat nach seiner Tätigkeit für MG und Maxus im Herbst 2025 beim ungarischen Importeur AutoWallis die Stelle als PR-Manager übernommen. Seit Mai ist Ellies nun Marketing & PR Director der Marken Geely und Nio für den österreichischen Markt.

Die beiden ehemaligen A&W-Mitarbeiter Stefan Schmudermaier und Xaver Ziggerhofer haben gemeinsam ihre eigene Agentur ZiSCH Car, Content & Event OG gegründet. Als spezialisierte Content- und Eventagentur im B2B-Fuhrparkumfeld möchten die beiden bei der Kommunikation an Firmenkunden sowie der Umsetzung von Content und Events unterstützen.

Mit Jakob Kathrein verstärkt Carplus Versicherungsvermittlungsagentur GmbH/Wien das Vertriebs-Team. Als Landesleiter Steiermark wird Kathrein die Region gemeinsam mit Karl Pack und Roland Pertl betreuen. Der gelernte Kfz-Techniker war nach seiner Tätigkeit als Neuwagenverkäufer in Graz für einen Sportauspuff-Hersteller europäischer Vertriebsleiter für den Aftermarket.

Nach ihrem Abgang als Marketing-Verantwortliche bei MG übernimmt Seyla Hodzic nun die Position als Marketing- und PR-Leiterin bei der Marke Xpeng. Zu ihrem Aufgabenbereich zählen Pressearbeit, journalistische Betreuung von Medienvertretern sowie die Werbe- und Marketingplanung des chinesischen Autoherstellers.

Yanik Cantieni übernahm mit 1. Juni die Position des Finanzchefs beim Automobilzulieferer Webasto. Zuletzt war der Schweiz-Kanadier CEO der Frauenthal Automotive Group in Schweden, davor in Leitungspositionen bei LKQ, Magna und Mercedes.

Jim Walenczak übernimmt die Leitung des niederländischen Lkw-Herstellers DAF Truck. Walenczak ist bereits seit 15 Jahren für den Mutterkonzern PACCAR in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig. Zuletzt war er Assistant General Manager-Operations.

Joost Kessels wird neuer Chief Development Officer von Seat & Cupra. Ab dem 1. August übernimmt Kessels die neu geschaffene Position, in der er die technische Verantwortung für die künftige Leitung der urbanen Elektrofahrzeugfamilie des Unternehmens tragen wird.

Seit 1. Mai 2026 ist Roman Cahak neuer Head of Automobile für Honda in Central Europe, die von Wien aus operiert. Er trat die Nachfolge von Istvan Smudla an, der die Funktion des Deputy General Manager Automobile Division bei der Honda Motor Europe antritt.

Staffelstab-Übergabe

Prof. Helmut List (r.) hat nach 47 Jahren in operativer Verantwortung die Geschäftsführung der AVL List GmbH per Ende Mai an Lukas Walter übergeben. List bleibt dem Unternehmen aber als Vorsitzender des Aufsichtsrats erhalten.

Sarah Hornaus übernimmt die Position der Technical Sales Representative für die Regionen Oberösterreich und Niederösterreich West bei Akzo Nobel.

Florian Slabschi hat mit 1. Juni die Geschäftsführung von Sekurit Service Österreich übernommen. Zuletzt war er als Head of New Installation bei TK Elevator tätig.

Ausgabe: 06/2026, 39. Jahrgang; Cover-Werbung: Garanta; Medieninhaber, Anzeigenverwaltung: A&W Verlag GmbH (FN 238011 t), 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, T: +43 2243 36840-0, UID = ATU57361312; E: redaktion@awverlag.at, I: www.autoundwirtschaft.at; Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014); Geschäftsführer: Stefan Binder, MBA, M: +43 664 5285661, E: stefan.binder@awverlag.at; Verlagsleiter B2B und Chefredakteur: Prok. Gerald Weiss, M: +43 6642359044, E: gerald.weiss@awverlag.at; Chefredakteur: Mag. Heinz Müller, M: +43 664 8221660, E: heinz.mueller@awverlag.at; Chef vom Dienst: Mag. Bernhard Katzinger, M: +43 664 1244870, E: bernhard.katzinger@awverlag.at; Redaktion: Mag.Andreas Granzer-Schrödl, M: +43 664 88368584, andreas.granzer@awverlag.at; Kevin Kada, M:+43 664 4558509, E: kevin.kada@awverlag.at; Mag. Severin Karl, M: +43 664 8222221, E: severin.karl@awverlag.at; Petra Mühr, M: +43 664 4699598, E: petra.muehr@awverlag.at; Johannes Richter, E.MA, M: +43 664 78976571, E: johannes.richter@awverlag.at; Roland Scharf, M: +43 664 1007939, E: roland.scharf@awverlag.at; Dieter Scheuch, M: +43 664 2359052, E: dieter.scheuch@awverlag.at; redaktionelle Mitarbeit: Martin Huber; Anzeigenmarketing: Alexander Keiler, M: +436648229487, E: alexander.keiler@awverlag.at; Daniel Löw, M: +43 664 789 76 570, E: daniel.loew@awverlag.at; Winfried Rath, MSc, M: +4366488368585, E: winfried.rath@awverlag.at; Leitung Administration: Beate Vogl, T: +43 2243 36840, DW: -531, E: beate.vogl@awverlag.at; Grafik: graphics - Alexander Jonas KG, 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/4/2.OG, E: a.jonas@jonas.co.at; Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn, Wiener Straße 80; Bezugspreis: Jahresabonnement (10 Ausgaben) Inland: € 85,– exkl. 10 % MwSt; Ausland: € 99,–; Bankverbindung: Bank Austria, UniCredit Group, IBAN: AT63 1200 0518 4409 7901, BIC: BKAUATWW; Gerichtsstand: LG Korneuburg; verbreitete Auflage: 11.000 Stück; Erscheinungsweise: 10-mal jährlich mit Supplements laut Mediadaten 2026; grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für alle, die vom Kraftfahrzeug leben; Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt. Schwesterpublikationen Österreich: u.a. AUTO BILD Österreich, AUTO-Information, FLOTTE, FAMILIENAUTOS, automotive GUIDE; Schwesterpublikationen Schweiz: AUTO&Wirtschaft Schweiz, AUTO BILD Schweiz, aboutFLEET Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Die Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Foto: Patrick Salfinger

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Winfried Rath, MSc

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Daniel Löw

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Hier sind alle namha en Firmen aufgelistet, bei den Partner rmen des automotive GUIDES werden zusätzlich Informationen zum Unternehmen, zu Produkten und Dienstleistungen sowie detaillierte Kontaktdaten und Ansprechpartner verö entlicht.

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