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ÖL & Wirtschaft 06/2026

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Die Vielfalt an Motor- und Getriebeölen ist eine komplexe Herausforderung für die Werkstätten. Schmierstoffexperte Martin Huber schafft etwas Überblick.

Im 24-Stunden-Rennen bewährt, für dein Auto entwickelt.

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Gerald Weiss, redaktioneller

Verlagsleiter B2B

Besonnen handeln, Partnern vertrauen

Es hat sich relativ kurzfristig ergeben, dass die Liefersituation im Schmierstoffgeschäft zum großen Thema für diese Ausgabe geworden ist. Anfangs waren es nur Gerüchte, aber nach und nach sind die Sorgen, dass sich die Ölkrise aus dem Nahen Osten auch auf das europäische Schmierstoffsegment auswirkt, Realität geworden.

Nun ist das zweifellos eine unangenehme Situation für die Hersteller und Vertriebspartner, aus zwei speziellen Gründen: Erstens gibt ein Lieferant – verständlicherweise – nicht gerne zu, wenn er in Lieferproblemen steckt. Zweitens kann eine ganz offene Kommunikation rasch zu übertriebenen Reaktionen führen. Denn selbst wenn es sich bei den Kunden um kühle Unternehmer handelt, ist ein „Toilettenpapier-Effekt“ wie zu Corona-Zeiten eine Gefahr. Sie erinnern sich, dass damals ohne Not das Klopapier gehamstert wurde und je weniger Rollen im Regal waren, desto mehr wurden panikartig gekauft.

Auf die Öl-Branche umgelegt: Schon wenn sich lediglich aus Versorgungsängsten das Bestellvolumen erhöht, kommen alle Lieferanten unter Druck, auch ohne eigentliche Lieferkrise. Ein zweites Fass, eine frühere Befüllung des Tanks, eine Extra-Bestellung von Kanistern: multipliziert mit der Anzahl der Kunden und schon hebeln diese 20 Prozent Mehrbestellung das bewährte System aus, das im Wesentlichen – aus Kostengründen – auf Just-in-Time basiert. Denn im großen Preiskampf will heute niemand mehr für Sicherheit bezahlen.

Sie als Betrieb sollten nun auf Ihre Partner und Lieferanten vertrauen, in enger Absprache bestellen.

Ich habe großen Respekt vor den Managern, die sich dem Thema in unserer Umfrage gestellt und relativ offen darüber kommuniziert haben. Sie als Betrieb sollten nun auf Ihre Partner und Lieferanten vertrauen, in enger Absprache bestellen und arbeiten. Denn nur so kann das System stabil gehalten werden und trotz tatsächlicher Engpässe weiter funktionieren. Dass es für Hersteller und Händler teurer wird, dass diese Preise an die Werkstätten weitergegeben werden müssen, ist leider ebenfalls unabwendbare Realität. Das wird – wieder einmal – auch der Konsument verstehen und akzeptieren müssen.

Vertrauen ist auch der Teil des großen Schwerpunktthemas dieser Ausgabe, um das sich erfreulicherweise wieder Gastautor und Schmierstoffspezialist Martin Huber gekümmert hat: Dabei geht es um die richtigen Spezifikationen für den eigenen Betrieb. Selbst wenn Martin Huber für sich den wohl unerfüllbaren Anspruch hatte, die eine Universal-Lösung für alle Betriebe zu erarbeiten, so ist in jedem Fall ein sehr hilfreicher Leitfaden daraus entstanden.

Denn es ging uns vor allem um Bewusstseinsbildung bei diesem Thema, um eine konsequente Analyse des Fahrzeugpools sowie um eine professionelle Planung mit Ihrem Lieferanten des Vertrauens. Denn alle hier in diesem Heft angeführten Schmierstoffpartner versorgen Sie verlässlich mit den richtigen Produkten, abgestimmt auf den Bedarf in Ihrem Betrieb und – derzeit sehr wichtig – die entsprechende Verfügbarkeit. Bleiben Sie im Gespräch.

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Longlife, FWP, LL, MB und Co.: Die Vielfalt an Schmierstoffen ist eine komplexe Herausforderung für die Werkstätten

Die Vielfalt an Motor- und Getriebeölen ist eine komplexe Herausforderung für die Werkstätten. Schmierstoff-Experte Martin Huber schafft etwas Überblick.

Longlife, FWP, LL, MB und Co.

Gastautor

Dipl.-Ing. Martin

Huber

Im letzten ÖL & Wirtschaft haben wir darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, den Unterschied zwischen den Aussagen „freigegeben“, „empfohlen“ oder „geeignet“ zu verstehen. Verlagsleiter Gerald Weiss hat mir dann in seiner entwaffnenden Art eine nur scheinbar einfache Aufgabe für diese Ausgabe des Öl-Specials gestellt: „Martin, schreib doch einfach, was eine Werkstätte so braucht, um den Markt abzudecken.“ Ich gestehe, dieser Artikel wird möglicherweise nicht die zu 100 % befriedigende kurze Antwort geben. Ich werde aber versuchen, den Verantwortlichen in den Werkstätten einen Leitfaden zu geben, wie man diese Frage angeht.

Die richtige Motoröl-Spezifikation ist längst kein Randthema mehr, sondern eine Kernfrage jeder professionellen Wartung. Noch wichtiger als die Viskosität allein ist dabei die tatsächliche Hersteller-

Gerade für freie Werkstätten und Mehrmarkenbetriebe wird die Frage nach den vorrätigen Ölen zur strategischen Entscheidung.

freigabe. Gerade für freie Werkstätten und Mehrmarkenbetriebe wird die Frage, welche Öle man vorrätig haben sollte, damit zur strategischen Entscheidung zwischen technischer Sicherheit, Lagerhaltung und wirtschaftlicher Vernunft.

Einfache Antwort für die Markenbetriebe

Für eine reine Markenwerkstätte ist die Lage vergleichsweise überschaubar. Die Herstellervorgaben sind bekannt, werden in Schulungen vermittelt und lassen sich über die jeweiligen Herstellerportale oder Serviceunterlagen eindeutig zuordnen. Auch die Fahrzeuge, die man zur Wartung erwarten kann, sind mehr oder weniger bekannt. Mit einer Hand voll Produkten lässt sich dort meist bereits eine sehr gute Abdeckung der betreuten Fahrzeugflotte erzielen: ein Produkt im Tank sowie einige weitere Öle im Fass oder Kleingebinde.

Spannend wird es dort, wo Fahrzeuge vieler Hersteller zur Wartung hereinkommen: in Mehrmarkenbetrieben und vor allem in den freien Werkstätten. Hier scheint die Aufgabe auf den ersten Blick beinahe unlösbar. Wer einen vollständigen Überblick über alle heute relevanten Öl-Spezifikationen geben

wollte, müsste eher ein Fachbuch schreiben als einen kurzen Artikel. Trotzdem lässt sich das Thema strukturieren, wenn man den österreichischen Fahrzeugbestand nach Herstellergruppen, technischen Plattformen und typischen Motorölfreigabefamilien betrachtet.

Hilfreicher Blick auf den Fahrzeugbestand Ein Blick auf den österreichischen Fahrzeugbestand hilft bei der Einordnung. Laut Statistik Austria waren Ende 2025 rund 5,29 Millionen Pkw in Österreich zugelassen. Die zehn wichtigsten Marken vereinten dabei 68,5 % des Bestands auf sich. Die dominante VW-Gruppe (VW, Audi, Škoda, Seat, Cupra) hat 39 % Anteil an der Fahrzeugflotte. Für die Werkstatt ist das eine gute Nachricht. Die VW-Spezifikationen bilden in Europa einen zentralen Block, weil sie nicht nur für Volkswagen selbst, sondern auch für Audi, Škoda und Seat relevant sind. Aktuelle Freigaben wie VW 504 00 und VW 507 00 decken viele moderne Benzin- und Dieselmotoren mit Longlife-Service ab. Neuere Anforderungen wie VW 508 00 und 509 00 betreffen vor allem moderne 0W-20-Anwendungen und sind nur zum Teil rückwärtskompatibel. Zugleich bauen die VW Vorschriften technisch auf allgemeinen Leistungsklassen wie ACEA auf, erweitern sie aber um eigene Prüfungen und Freigabeverfahren.

Gerade diese ACEA-Basis schafft in der Praxis gute Überschneidungen. Viele asiatische Hersteller – insbesondere japanische und koreanische Marken – arbeiten je nach Motorenkonzept mit Anforderungen, die sich über ACEA, API und ILSAC annähern oder

Schau genau! Manchmal machen uns die OEMs auch unbewusst das Leben schwer: Ein LL-17 FE+ und ein RN17 FE sind beides moderne 0W-20 Öle. Wüssten Sie auf Anhieb, wofür diese Öle benötigt werden?

Dipl.-Ing. Martin

Huber verfügt über jahrzehntelange Praxiserfahrung in der Entwicklung von Motoröltechnologien und hat maßgeblich an der Entwicklung von longlife und kraftstoffsparenden Ölen für führende OEMs weltweit mitgewirkt.

Wir freuen uns auch über Ihre Fragen an: schmierstoffe@ awverlag.at

teilweise überschneiden. Das bedeutet nicht, dass jede europäische Freigabe automatisch passt. Es bedeutet aber, dass man mit Produkten, die die oben genannten VW-Freigaben abdecken, einen deutlich größeren Teil der realen Fahrzeugflotte abdecken kann, als man zunächst vermuten würde.

ACEA-Spezifikationen bilden die Basis Ähnlich sind die Spezifikationen der anderen europäischen Marken aufgebaut. Die ACEA-Spezifikationen bilden die Basis, und markenrelevante Anforderungen werden durch zusätzliche Motoren-, Prüfstands- und Labortests abgeprüft. Das gilt für die BMW LL-Freigaben, die Mercedes-Benz mit MB-Freigaben, Ford mit den WSS-Spezifikationen und Renault mit RN-Freigaben sowie für Stellantis, Porsche, Jaguar Land Rover und Volvo. Für die Werkstattpraxis ist entscheidend: Es gibt Überschneidungen, aber keine pauschale Austauschbarkeit. Manche Produkte decken mehrere Hersteller gleichzeitig ab, andere sind bewusst sehr spezifisch formuliert. So haben z. B. in Österreich tätige Schmiermittelanbieter schon Produkte, welche die letzten 0W-20 Vorschriften von VW, MB und BMW gleichzeitig erfüllen: Das ist natürlich ein großer Vorteil bei der Lagerhaltung.

Historische Vielfalt bei Stellantis

Besonders interessant ist die Stellantis-Gruppe. Hier muss man schon etwas genauer hinsehen. Zahlreiche Marken unter einem Dach, darunter Opel, Peugeot, Citroën, Fiat, Jeep und Alfa Romeo, und viele noch gültige Ölspezifikationen (PSA-, Fiat- oder Opel-/GM-Vorschriften) für ältere Fahrzeuge, die noch aus der Zeit vor der Konzernfusion stammen, machen einen genauen Blick ins Handbuch oder in die Herstellerdatenbank unverzichtbar. Bei neueren Plattformen steigt die technische Vereinheitlichung und mit der Motorölspezifikationsfamilie FPW 9.5535-xx ist man bei Stellantis auf einem guten Weg, das Thema zu vereinfachen. Aber auch hier gilt: genau prüfen, was nach den Bindestrichen steht. Das xx kann für 01, 02, 03 …, DH1 und für verschiedene Anwendungsfälle stehen.

Schau genau! Viele Motoröle tragen die LL IV oder Longlife 4 im Namen. Meist sind damit VW-Produkte gemeint und nicht die Spezifikation LL-04 von BMW.

Wo findet man die Angaben?

Damit sind wir bei der wichtigsten Praxisfrage angekommen: Wo finde ich die korrekte Öl-Vorschrift für ein unbekanntes Fahrzeug? Die erste Quelle bleibt immer das Fahrzeughandbuch bzw. Serviceunterlagen, die wir in der Werkstätte vorrätig haben. Die nächste Quelle können Ersatzteil- und Informationsprogramme sein, bei denen man die VIN eingibt und die Ölspezifikation oder gleich ein konkretes Produkt angezeigt wird.

Eigene Internetportale

Viele Automobilhersteller haben eigene Internetportale, über die Werkstätten fahrzeugspezifisch die erforderlichen Informationen abrufen können. Für diese Portale können sich in der Regel nur Betriebe anmelden, die Wartungen an Fahrzeugen durchfüh-

LL-17 FE+ wird für einen BMW benötigt, mit RN17 FE machen Sie einen Renault glücklich.

ren. Manche Informationen sind gratis zugänglich, für mehr Information ist oft eine Gebühr zu entrichten. Die „Erwin“-Seiten des VW-Konzerns oder das „Independent Operator Portal“ von Stellantis seien hier als Beispiele genannt.

Mercedes and Mercedes Trucks gehen bei den Betriebsstoffen einen sehr werkstatt- und kundenfreundlichen Weg: Die Information bzgl. Betriebsstoffen ist im Internet frei zugänglich: Die Seite zeigt die verschiedenen Betriebsstoffe, Freigabelisten und eine Liste von Motoren und zughörigen Motorölspezifikationen. Besser kann man das nicht aufbereiten

und damit stellt Mercedes sicher, dass jeder, der an einem Mercedes-Fahrzeug arbeitet, die Möglichkeit hat, sich über das richtige Motoröl zu informieren. Diese Seiten sind auch immer aktuell. So findet man selbst das Getriebeöl für den neuen vollelektrischen CLA schon auf den Mercedes Betriebsstofflisten.

Zwischen Informationen und Annahmen

Bei der Recherche trennt sich die saubere Arbeit von gefährlichen Annahmen oder Stammtischinformationen. Eine passende SAE-Viskosität oder Vertrauen in ein bestimmtes Motoröl allein reichen nicht aus, wenn die geforderte Spezifikation nicht erfüllt wird. Die fahrzeugspezifische Prüfung ist Pflicht – besonders bei neueren Motorengenerationen, bei Hybridanwendungen und bei Fahrzeugen mit komplexer Abgasnachbehandlung. Selbst nach 30 Jahren im Geschäft würde ich aus dem Stegreif keine Aussage zu einem Fahrzeug machen, ohne mich vorher genau darüber informiert zu haben.

Fazit: eigene Produkstrategie aufbauen

Das Fazit für die Werkstätten und hier besonders für die Mehrmarkenbetriebe und freien Werkstätten lautet daher nicht, möglichst viele exotische Öle auf Lager zu legen, sondern die eigene Produktstrategie intelligent aufzubauen.

Eine starke Basis mit wenigen, breit einsetzbaren Produkten für die großen Herstellergruppen sowie – im jeweiligen Betrieb – gängige Kundengruppen, ergänzt um einige Spezialprodukte für Fahrzeug-Typen, von denen man weiß, dass sie regelmäßig in die Werkstätte kommen: Das ist in der Praxis meist der wirtschaftlich sinnvollste Weg.

Diese eigene Produktstrategie gilt es, mit dem Lieferanten aufzubauen und regelmäßig nachzuschärfen. Ich würde vorschlagen, 2 bis 4 Mal pro Jahr sollte man der Sache etwas Zeit widmen. Was wurde gut verkauft, was bleibt übrig, welche neuen Produkte gibt es? Ich bin sicher, die vorgestellten Marktteilnehmer in diesem Heft werden den Werkstätten dabei gerne behilflich sein. •

Text: Martin Huber, Fotos: Adobe Stock, Manfred Baumann

Hinweis des Autors:

Ich persönlich kenne ca. 75 Pkw OEM- und ACEA-Motorölspezifikationen, die in Europa noch aktiv verwendet werden. Da sind API-Spezifikationen, Spezifikationen für Trucks und nicht mehr aktive Spezifikationen noch nicht mitgezählt. Aus Platzgründen können wir hier daher nicht auf die Spezifikation eingehen.

Liefer- und Preissituation

Die Industrie ist von der schwierigen Situation im Erdölbereich zwar betroffen, bleibt aber – mit nötigen Preisanpassungen – lieferfähig, wie die Umfrage zeigt.

Wie sieht die Liefer- und Preissituation im Bereich Basisöle aus und welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Lieferund Preissituation im Schmierstoffbereich?

Thomas Paukert, Liqui Moly: Der Druck auf dem Markt ist sehr groß und die Versorgungslage inzwischen angespannt. Es erfordert mehr Aufwand, sich mit den benötigten Rohstoffen zu versorgen und so die Lieferfähigkeit in vollem Umfang aufrechtzuerhalten. Aber es gelingt uns. Vor besonders große Herausforderungen bei der Beschaffung stellen uns die Ausgangsstoffe für HC-synthetische und vollsynthetische Schmierstoffe, also Basisöle der Gruppen III und IV. Entsprechend müssen wir den Planungshorizont anpassen und längerfristig denken als zuvor notwendig. Das alles hat seinen Preis und ist mit gewaltigen Kostensteigerungen verbunden. Wir kamen nicht umhin, diese an unsere Kunden weiterzugeben.

des Konflikts respektive der Öffnung der Straße von Hormus nicht signifikant besser werden wird. Die Versorgungslage bleibt also sehr angespannt und wir bekommen täglich mit, wie wahnsinnig groß der Druck auf dem Markt ist. Wir sind weiterhin vollumfänglich lieferfähig, müssen aber natürlich einen deutlich größeren Aufwand betreiben, an die Ware zu kommen. Das größte Problem besteht bei den Basisölen, allen voran denen der Gruppe III und IV. Diese sind die Ausgangsstoffe für HC-synthetische und vollsynthetische Schmierstoffe.

Max Schenner, Obereder (Castrol): Die Situation auf den internationalen Basisölmärkten ist aktuell von Unsicherheit geprägt, geopolitische Spannungen und Einschränkungen wichtiger Transportwege führen zu steigenden Beschaffungskosten und längeren Lieferzeiten. Diese Entwicklung wirkt sich naturgemäß auch auf die Verfügbarkeit und Preisent-

Die Preise für Basisöle sind, je nach Gruppe, zwischen 109 % bis 144 % in den letzten Monaten angestiegen.

Karl Taubek, TotalEnergies

Karl Taubek, TotalEnergies: Die Preise für Basisöle sind, je nach Gruppe, zwischen 109 % bis 144 % in den letzten Monaten angestiegen. Gleichzeit besteht eine Einschränkung der Raffinations-Kapazitäten. Dadurch ergeben sich natürlich auch Auswirkungen auf die Liefer- und Preissituation von Schmierstoffprodukten.

Stefan Wermter, Rowe: Die Liefer- und Preissituation ist nach wie vor sehr angespannt. In den vergangenen Wochen sind die Preise in einer Größenordnung und Geschwindigkeit nach oben gegangen, wie wir sie bislang nicht gesehen haben. Die meisten Raffinerien geben ihre Produkte nur noch in vordefinierten Mengen raus und wir gehen nicht davon aus, dass sich die Situation in den kommenden Wochen merklich entspannen wird. Wir rechnen damit, dass die Preise auf sehr hohem Niveau bleiben und auch die Mengenverfügbarkeit ohne eine Lösung

wicklung bei Schmierstoffen aus. Für Werkstätten ist daher ein verlässlicher Partner wichtiger denn je. Durch unsere Lagerkapazitäten mit über 1 Million Litern Schmierstoffen sowie unserer eigenen Logistik können wir unseren Kunden auch in herausfordernden Marktphasen eine hohe Versorgungssicherheit bieten.

Nils Schöner, Petronas: Die aktuelle Versorgungsund Preissituation bei Grundölen verändert sich ständig. Sie ist stark abhängig von geopolitischen Entwicklungen und allgemeinen Marktdynamiken, die sich auf die globalen Lieferketten auswirken. Seit Januar 2026 haben sich die Rohölpreise pro Barrel in der Spitze praktisch verdoppelt und da Grundöle aus Rohöl gewonnen werden, hat dies direkte Auswirkungen. Stand heute haben alle Grundölgruppen einen erheblichen Kostenanstieg verzeichnet: etwa 60 % bei Gruppe III, fast 110 % bei Gruppe I und sogar bis zu 120 % bei Gruppe II. Dies wiegt umso schwerer, da Grundöle 70–90 % der Gesamtkosten eines Schmierstoffs ausmachen. Als Ergebnis waren

Preisanpassungen im Schmierstoffsektor unvermeidbar. Trotz aller externen Belastungen sind die Lieferketten von Petronas Lubricants International (PLI) weitgehend stabil und funktionsfähig. Aufgrund dieser bevorzugten Versorgungssituation verzeichnen wir derzeit eine deutlich erhöhte Nachfrage, unter anderem aufgrund von Lieferengpässen im Markt. Patrick de Francquen, Wolf: Die langjährigen und vertrauensvoll gewachsenen Beziehungen zu unseren Grundöllieferanten erlauben uns, unsere Partner weltweit immer rechtzeitig mit den notwendigen Informationen zu versorgen und deren Belieferung in Absprache mit nur geringen Beeinträchtigungen si-

Wir sind weiterhin vollumfänglich lieferfähig, müssen aber natürlich einen deutlich größeren Aufwand betreiben.

Stefan Wermter, Rowe

cherzustellen. In Moment haben wir noch eine recht gute Liefer-Performance für die meisten Öle, da wir uns auf unsere Stammkunden in der Belieferung fokussieren und auch mit Mengen-Quoten pro Monat je Kunde arbeiten. Die Preise mussten natürlich den steigenden Beschaffungskosten angepasst werden, in mehreren Schritten, aber im Moment geht auch bei den Kunden die Sicherung der Versorgung vor Bestpreis.

Phil Summe, Masteroil: Derzeit kommt es auf den internationalen Märkten zu spürbaren Engpässen in der Versorgung mit Basisölen. Ursache hierfür sind die anhaltenden geopolitischen Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Iran. Die Konflikte haben erhebliche Auswirkungen auf die globale Energie- und Rohstofflogistik, insbesondere auf Lieferketten im Nahen Osten. Durch die Beeinträchtigung wichtiger Transportwege sowie Einschränkungen bei der Produktion und dem Export von Erdöl- und Raffinerieprodukten kommt es zu Verzögerungen und Mengenreduzierungen bei der Verfügbarkeit von Basisölen. Zusätzlich führen erhöhte Transportkosten, längere Lieferzeiten und eine angespannte Versorgungslage zu weiterem Druck auf den Markt. Wir bei Masteroil geben alles dafür, unsere teils langjährigen Geschäftspartner ohne Einschränkungen zu beliefern und halten die gute Verfügbarkeit weiter hoch. An Anpassungen der Preise kommen aber auch wir leider nicht vorbei.

Gerhard Graf, LSA (ExxonMobil): Die aktuellen geopolitischen Verwerfungen führen derzeit zu einer extrem angespannten Situation bei Basisölen sowie Additiven. Daraus resultierend vermerken wir seit Anfang Mai deutliche Preissprünge – teilweise Verdoppelung – bei Schmierstoffen, verbunden mit deutlichen Einschränkungen in Bezug auf Verfügbarkeit. Die aktuelle Frage ist nicht, wie viel der Schmierstoff kostet, sondern vielmehr, ob er verfügbar ist. Dementsprechend hat die Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit derzeit die oberste Priorität für LSA. Bedingt durch unser großes Lager haben wir auch bisher die Verfügbarkeit ohne nennenswerte Einschränkungen aufrechterhalten, jedoch einhergehend mit strikten Kontingentierungen auf Basis der historischen Einkäufe. Unsere langjährigen Kunden stehen somit klar im Fokus unserer Tätigkeit.

Jens Wierer, Fuchs: Die Basisölpreise sind seit Anfang März deutlich gestiegen und haben sich teils mehr als verdoppelt. Besonders angespannt ist die Lage bei Gruppe III, wo sich die Preise in Richtung Verdreifachung entwickeln. Betroffen sind vor allem 0W-/5W-Motorenöle sowie Hydrauliköle. Ein Ausweichen auf alternative Basisöle ist begrenzt möglich. Trotz Engpässen stellen wir durch Allokation weiterhin die Versorgung unserer Bestandskunden sicher.

Markus Kneissl, Eurol: Die Verfügbarkeit von Rohstoffen steht weiterhin unter Druck, wodurch die Preise in den vergangenen Monaten gestiegen sind. Insbesondere synthetische Rohstoffe sind im Vergleich zu konventionellen Alternativen relativ knapp. Viele Raffinerien arbeiten mit Mengenbeschränkungen, die regelmäßig angepasst werden. In einigen Fällen ziehen sich Lieferanten sogar vollständig aus bestimmten Produktbereichen zurück. Diese Entwicklungen haben die Lieferkette deutlich weniger vorhersehbar gemacht und erfordern einen höheren Aufwand, um den Markt weiterhin zuverlässig und rechtzeitig zu versorgen.

Alois Höpfl, MaierKorduletsch (ExxonMobil): Die Situation bei Basisölen ist derzeit angespannt und von hoher Unsicherheit geprägt. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen wirken sich auf globale Lieferketten, Produktionskapazitäten und Rohstoffströme in der gesamten Mineralöl- und Schmierstoffbranche aus. Verfüg-

Zusätzlich führen erhöhte Transportkosten, längere Lieferzeiten und eine angespannte Versorgungslage zu weiterem Druck auf den Markt. Phil Summe, Masteroil

Stefan Wermter, Rowe
Phil Summe, Masteroil
Thomas Paukert, Liqui Moly
Ing. Karl Taubek, TotalEnergies

bare Mengen müssen deshalb sorgfältig geplant werden. Für den Schmierstoffbereich bedeutet das: Lieferzeiten und Verfügbarkeiten können sich kurzfristig verändern, gleichzeitig sind die Preise für verfügbare Vorprodukte seit Beginn der Eskalation deutlich gestiegen. Wir stehen eng mit unseren Lieferanten und Kunden im Austausch, um die Versorgung bestmöglich abzusichern und Preisentwicklungen transparent zu kommunizieren.

Statt Lagerbestände unnötig aufzubauen, sollten Werkstätten ihre Bedarfe vorausschauend planen und auf einen leistungsfähigen Partner vertrauen.

Max Schenner, Obereder

Wolfgang Schneider, Motorex: Es gibt Engpässe bei bestimmten Rohstoffen. Die Preise steigen und eine realistische Abschätzung, wann sich die Situation entspannt, ist derzeit nicht möglich.

A&W: Gibt es Empfehlungen an die Kfz-Betriebe für die aktuelle Situation, etwa hinsichtlich Lagerhaltung oder Bestellverhalten?

Graf, LSA (ExxonMobil): Eine seriöse Einschätzung der weiteren Entwicklung ist aus unserer Sicht nur sehr schwer zu treffen. Dementsprechend machen weder Hamsterkäufe, um Lieferengpässe und weitere Preissprünge zu umgehen, eben so wenig Sinn wie ein Zuwarten in der Hoffnung einer deutlichen Verbesserung der Situation. Was wir jedoch unseren Kunden empfehlen, ist, aufgrund von derzeit etwas längeren Lieferzeiten, das Bestellverhalten entsprechend anzupassen.

Wierer, Fuchs: Wir empfehlen einen engen und transparenten Austausch mit den zuständigen Gebietsleitern. Bei akutem Bedarf sind wir weiterhin lieferfähig. Von sogenannten „Hamsterkäufen“ raten wir jedoch ausdrücklich ab. Diese können wir aufgrund der aktuellen Allokationssituation auch nicht bedienen. Unser Ziel ist es, alle Bestandskunden weiterhin fair und zuverlässig zu versorgen.

Wermter, Rowe: Da weiterhin davon ausgegangen werden muss, dass Verfügbarkeiten zumindest in bestimmten Produktsegmenten immer weiter eingeschränkt sein werden, lautet die Empfehlung, regelmäßig benötigte Produkte immer mit einem Puffer von mehreren Wochen auf Lager zu halten.

De Francquen, Wolf: Für Tipps zu Bevorratungen ist es jetzt etwas spät, wir empfehlen generell immer etwas mehr Öl als Reserve zu bevorraten als kurzfristig benötigt wird. Was jetzt vielleicht noch hilft ist rechtzeitige Order, damit man in der Warteschlange

Wir empfehlen einen engen und transparenten Austausch mit den zuständigen Gebietsleitern.

Jens Wierer, Fuchs

einen vorderen Platz hat, die Lieferzeiten werden zunehmend länger, eine Entspannung ist in Moment nicht abzusehen. Und man sollte natürlich auch nach Alternativ-Ölen schauen, oft werden benötigte Spezifikationen/Freigaben ja auch durch mehrere Öle des Anbieters abgedeckt. Hier sollten die Werkstätten aber weiterhin auf entsprechende Qualität achten und nicht unbedingt nur nach Preis kaufen. Oft sind auch Öle in den kleineren Verpackungen wie 5 l oder 20 l noch verfügbar, wo Fässer schon aus sind.

Summe, Masteroil: Wichtig ist es, in der aktuellen Situation einen kühlen Kopf zu bewahren. Sicherlich muss man seine Bestände im Blick halten und Vorräte eventuell sogar moderat aufbauen, aber einen Halbjahresvorrat oder gar noch mehr ans Lager zu legen, ist aktuell der falsche Weg. Genau dann entsteht durch den Bullwhip-Effekt nämlich eine künstliche Verknappung und die Lage spannt sich unnötig noch weiter an. Neben einem angepassten Bestellverhalten ist es aktuell aber unerlässlich, sich Gedanken über seine Preispolitik zu machen. Wenn der Einkauf von Schmierstoffen teurer wird, sollte ich als Werkstattinhaber auch meine Verkaufspreise anpassen.

Schenner, Obereder: Unser Rat lautet: besonnen handeln und auf Versorgungssicherheit setzen. Statt Lagerbestände unnötig aufzubauen, sollten Werkstätten ihre Bedarfe vorausschauend planen und auf einen leistungsfähigen Partner vertrauen.

Enge Abstimmung und ein verlässlicher Partner sind gerade jetzt die wichtigsten Faktoren für Versorgungssicherheit.

Kneissl, Eurol: Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit verschiedener Rohstoffe werden bestimmte Produktgruppen innerhalb der Schmierstoffbranche zeitweise nur auf Zuteilungsbasis ausgeliefert. Die gesamte Wertschöpfungskette – vom Hersteller über den Großhandel bis hin zum professionellen Endanwender – ist von steigenden Kosten betroffen. Besonders synthetische Rohstoffe, Energie- und Transportkosten spielen dabei eine wesentliche Rolle. Eurol hat als unabhängiger Hersteller frühzeitig und angemessen auf diese Entwicklungen reagiert und versorgt seine Kunden weiterhin mit einer hohen Lieferzuverlässigkeit. Wir empfehlen Großhändlern und Werkstätten, den Verbrauch technischer Flüssigkeiten sorgfältig zu überwachen und Bestel-

Alois Höpfl, MaierKorduletsch (ExxonMobil)
Nils Schöner, Petronas
Patrick de Francquen, Wolf Oil
Gerhard Graf, LSA (ExxonMobil)

lungen rechtzeitig aufzugeben, um unnötige Engpässe zu vermeiden.

Schöner, Petronas: Für PLI sehen wir aktuell keine grundsätzliche, vor allem negative Veränderung in der Produktverfügbarkeit in den kommenden Wochen. Dem Risiko von Verzögerungen im Produktionsprozess, vor allem durch verspäteten Zulauf von Rohstoffen, begegnen wir mit entsprechenden vorgezogenen Lagerungs- und Bedarfsplanungen. Das bedeutet, das Anlegen von Überbeständen in der Werkstatt oder gar Hamsterkäufe sind aus unserer Sicht nicht notwendig. Genau hier liegt der Mehrwert von Petronas Lubricants International zusammen mit unseren Partnern im Teilhandel. So vermeiden sie unnötige Lagerbestände und stellen gleichzeitig sicher, dass die benötigten Produkte jederzeit verfügbar sind.

Paukert, Liqui Moly: Speziell im Teilegroßhandel stellen wir eine Anpassung an die veränderten Gegebenheiten fest. Unsere Kunden legen mit zunehmender Tendenz größere Vorratsmengen an. Weil die politische Lage sehr volatil ist, gehen wir von einer anhaltend eingeschränkten Verfügbarkeit mancher Produktsegmente aus. So sollte die Werkstatt von regelmäßig verwendeten Produkten immer eine Puffermenge auf Lager haben, die im Idealfall mehrere Wochen reicht.

Schneider, Motorex: Motorex-Produkte sind über Derendinger gut verfügbar. Auch wir haben vermehrt Anfragen und unsere Produktion arbeitet intensiv, die Nachfrage zu befriedigen. Üblicherweise liefert Derendinger mehrmals täglich. Derzeit kann es vereinzelt zu längeren Lieferzeiten kommen. Daher empfehle ich, mit Bestellungen nicht zu warten, bis das Fass leer ist, aber auch keine Panik zu haben. Ich würde auch die Preisgestaltung für den eigenen

maßvolles Bestellverhalten. Sinnvoll ist ein angemessener Sicherheitsbestand bei den wichtigsten Schnelldrehern, insbesondere bei Produkten, die regelmäßig im Servicegeschäft benötigt werden. Von überzogenen Vorratskäufen raten wir ab, da diese den Markt zusätzlich belasten können. Besser ist es, Bedarfe frühzeitig zu planen, Bestellungen nicht bis zum letzten Kanister aufzuschieben und bei kritischen Spezifikationen eng mit dem Lieferpartner abzustimmen.

A&W: Gibt es – unabhängig von der aktuellen Situation – allgemeine oder individuelle Empfehlungen, welche Spezifikationen eine Werkstätte (je nach Marke und regionalem Fahrzeugbestand) vorrätig halten soll? Gibt es Spezifikationen mit einem breiteren Einsatzbereich?

Kneissl, Eurol: Welche Spezifikationen eine Werkstatt bevorraten sollte, hängt stark vom regionalen Fahrzeugbestand und den betreuten Marken ab. Dennoch gibt es innerhalb der einzelnen Produktgruppen einige breit einsetzbare Spezifikationen, die eine solide Basis bilden und viele Anwendungen abdecken können.

Um die Zahl der verwendeten Öle gering zu halten, analysieren unsere Berater den Bedarf und stellen das Schmierstoffportfolio optimal zusammen.
Thomas Paukert, Liqui Moly

Betrieb analysieren und entsprechende Anpassungen vornehmen.

Taubek, TotalEnergies: Am besten kommt man gemeinsam durch Situationen wie diese. Unter „gemeinsam“ verstehen wir, dass wir durch unsere individuelle Betreuung unserer Kunden die jeweils bestmögliche Lösung finden und somit eine stabile Liefersituation für unsere Kunden anstreben. Bei vernünftigem Bestellverhalten ist die Versorgung mit Ware am wenigsten gefährdet.

Höpfl, MaierKorduletsch (ExxonMobil): Wir empfehlen Werkstätten ein vorausschauendes, aber

Schenner, Obereder: Die optimale Bevorratung hängt stark von der Ausrichtung der jeweiligen Werkstätte ab. Generell empfehlen wir, sich auf die Spezifikationen zu konzentrieren, die den größten Anteil des täglichen Servicegeschäfts abdecken. Moderne Hochleistungsöle verfügen zwar oft über ein breites Freigabeprofil und können mehrere Fahrzeughersteller abdecken, dennoch sollte die Auswahl immer fahrzeug- und herstellerspezifisch erfolgen. Unsere 22-köpfige Vertriebsmannschaft unterstützt täglich dabei, das Sortiment bedarfsgerecht zu optimieren und gleichzeitig die Lagerhaltung effizient zu gestalten. Wir sehen uns in der Pflicht, nicht nur Öl zu verkaufen, sondern Werkstätten aktiv und individuell zu beraten.

Paukert, Liqui Moly: Ein Großteil der von uns betreuten Werkstätten bedient mehrere Fahrzeugmarken. Um die Zahl der verwendeten Öle möglichst gering zu halten, analysieren unsere Berater den Bedarf und stellen das Schmierstoffportfolio optimal zusammen. Bei jedem Ölwechsel ist die Herstellerfreigabe ausschlaggebend. Dabei hilft den Betrieben unser Ölwegweiser, der erst kürzlich deutlich in seinem Leistungsspektrum erweitert wurde. Ein typisches Motoröl mit einem sehr breiten Einsatzspektrum ist das Liqui Moly Top Tec 4200 5W-30 New Generation u. a. für BMW, Fiat, Mercedes-Benz, Opel, Porsche und Volkswagen.“

Markus Kneissl, Eurol
Wolfgang Schneider, Motorex
Max Schenner, Obereder (Castrol)
Jens Wierer, Fuchs
Viele Betriebe sind schon so gut organisiert und haben das benötigte Sortiment in unterschiedliche Gebinde gesplittet.
Wolfgang Schneider, Motorex

Schneider, Motorex: Das hängt sehr vom Markenschwerpunkt der Werkstätte ab. Viele Betriebe sind schon so gut organisiert und haben das benötigte Sortiment in unterschiedliche Gebinde gesplittet: Öle mit häufig verbreiteten Freigaben im Fass und weitere Produkte in den praktischen 20 Bag-in-Box-Gebinden.

Summe, Masteroil: Unser 5W-30 LL3 hat eine extrem hohe Abdeckung für den Markt der freien Werkstatt. Am sinnvollsten ist es aber, den Bedarf jeder Werkstatt individuell zu betrachten. Deshalb fahren wir mit gut ausgebildeten Außendienstmitarbeitenden in die Werkstatt und beraten tiefgehend, welche Öle die Werkstatt braucht und welche Gebinde für die Situation vor Ort am effektivsten sind.

Wermter, Rowe: Es gibt Produkte, die ein sehr breites Einsatzspektrum abdecken, weil sie die Normen mehrerer Automobilhersteller erfüllen und deren Freigabe haben. Unser Hightec Multi Synt DPF ist ein gutes Beispiel, das sollte in keiner Werkstatt fehlen. Aber wichtig ist immer, dass bei jedem Ölwechsel gemäß den Herstellerfreigaben befüllt wird.

Höpfl, MaierKorduletsch (ExxonMobil): Die Bevorratung sollte sich immer am tatsächlichen Fahrzeugbestand der Werkstatt orientieren, also an Markenstruktur, Fahrzeugalter, regionalem Bestand und typischen Servicearbeiten. Entscheidend ist dabei nicht nur die Viskosität, sondern vor allem die passende ACEA-Klassifikation und die jeweilige OEM-Freigabe. In der Praxis bewährt sich ein schlankes Sortiment aus technisch breit einsetzbaren Mehrbereichsölen mit relevanten Herstellerfreigaben, ergänzt um Spezialprodukte nach Bedarf. So bleibt die Werkstatt flexibel, ohne unnötig viele Gebinde auf Lager zu halten.

he: ein optimiertes Portfolio, das auf einer begrenzten Anzahl klar definierter Varianten basiert. So wird es Werkstätten erleichtert, das richtige Produkt für die jeweilige Anwendung zu identifizieren und vorrätig zu halten. Mit diesem Ansatz decken unsere optimierten Produktprofile über 90 % des aktuellen europäischen Fahrzeugbestands ab.

De Francquen, Wolf: Wolf Lubricants bietet generell eine sehr große Palette an Produkten mit breiter Abdeckung an Spezifikationen und Freigaben an, damit die Werkstätten sich platz- und geldsparend bevorraten können. Das betrifft Motorenöle mit breiter Abdeckung und vielen Freigaben wie beispielsweise unser Officialtech 0W20 LS-FE, aber zunehmend auch Produkte wie Getriebe- und ATF-Öle oder unser Frostschutz mit Multi-Eignung, wie unser Coolant Evo LL -36°C. Unser Ecotech CVT-ATF FLUID deckt z. B. mehr als 150 Spezifikationen/Teile-Nummern der OEM ab.

Graf, LSA (ExxonMobil): Aufgrund unterschiedlicher Zugänge bei den Motorenentwicklungen der Hersteller (Viskosität, HTHS-Wert, treibstoffsparende Grundöle und Additive …) sowie Joint Ventures von diversen Marken bei den Triebsträngen mit jedoch markenspezifischen Freigaben, wird die Zusammenführung mehrerer Spezifikationen in ein Produkt immer schwieriger. Aus diesen Gründen gibt es nur mehr wenige Produkte im Markt, welche eine Zusammenlegung mehrerer Marken-Spezifikationen zulassen, um die Werkstätten von der Produktvielfalt in ihren Öllagern zu entlasten. Etwas Erleichterung bieten innovative Verpackungen wie z. B. unser Bag-in-Box-System, bei dem man durch eine Verpackungseinheit (Kunststoffblase in Überkarton) eine ökologisch verbesserte sowie mit der Verpackungsgröße von 20 l und einem platzoptimierten Regalsystem die Vielfalt an Freigabeanforderungen der einzelnen Marken bedienen kann.

Wierer, Fuchs: Unser Ansatz ist es, Werkstätten gezielt dabei zu unterstützen, ihr Portfolio zu optimieren – mit möglichst wenigen, aber vielseitig einsetzbaren Spezifikationen, ohne dabei Kompromisse bei Qualität oder Freigaben einzugehen.

Die Langfassung der Umfrage finden Sie unter www.autoundwirtschaft.at/ol

Schöner, Petronas: Angesichts der zunehmenden Komplexität und Vielfalt des Fahrzeugbestands wird es für Werkstätten immer unpraktischer, einen stark fragmentierten Produktbestand zu führen. Wir sind der Ansicht, dass es effektiver ist, sich auf Lösungen zu konzentrieren, die eine breite Anwendbarkeit bieten und gleichzeitig die wichtigsten Leistungsund Spezifikationsanforderungen erfüllen. Genau das ist der Ansatz hinter der Petronas Syntium-Rei-

Taubek, TotalEnergies: Die Werkstätten kennen ihre Kundenfahrzeuge und somit auch die notwendigen Spezifikationen. Wir sind immer bestrebt, unseren Kunden durch innovative Produkte, die sich stetig weiterentwickeln, auch eine effektive Lagerhaltung zu ermöglichen – sprich Produkte mit möglichst breitem Verwendungszweck anzubieten. Das „Wunderöl“, mit dem quasi „alle“ Spezifikationen erfüllt werden, gibt es nicht. •

Text: Redaktion, Fotos: Adobe Stock/Apon, z.V.g.

Stabile Lieferanten

Warum Werkstätten beim Öleinkauf gerade jetzt besonders auf ihre Lieferanten vertrauen sollten.

Die globale Versorgung mit synthetischen Basisölen ist derzeit massiv gefährdet. Durch die Blockade der Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Rohöl und petrochemische Produkte weltweit gestört. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich in der Versorgungssituation. Besonders betroffen ist unter anderem die GTL-Anlage von Shell in Katar, die auf stabile Lieferketten durch die Straße von Hormus angewiesen ist. Gleichzeitig fehlen erhebliche Mengen an Rohöl, die normalerweise auf dieser Route transportiert werden.

Verlässlichkeit ist entscheidend Für Werkstätten ist wichtiger denn je, sich auf bewährte Lieferanten und etablierte Marken zu verlassen. Wenn neue oder bislang unbekannte Anbieter mit scheinbar verfügbaren Produkten am Markt auftreten, ist Vorsicht geboten.

• Produkte entsprechen möglicherweise nicht den

geforderten Spezifikationen.

• Es kann sich um sehr gut gemachte Fälschungen von Markenprodukten handeln.

• Oder: Es werden überlagerte bzw. nicht mehr zulässige Waren angeboten.

Werkstätten sollten daher keine Produkte kaufen, die unbekannt sind bzw. nicht bei plötzlich auftauchenden, neuen Lieferanten bestellen. Markenprodukte sollten nur aus klar nachvollziehbaren und vertrauenswürdigen Quellen bezogen werden. Es ist wenig plausibel, dass neue Marktteilnehmer plötzlich besser mit Rohware versorgt werden als etablierte Anbieter. Die großen, etablierten Player im Markt werden alles daransetzen, ihre Kunden weiterhin zuverlässig mit geeigneten Produkten in ausreichender Menge zu versorgen. •

Text: Martin Huber, Foto: AdobeStock_Yellow Boat

Die Sperre der Straße von Hormus beeinträchtigt auch die Schmierstoff-Versorgung in Europa

# LÄUFT !

Beim KFZ-Unternehmertag

Freitag 20. bis

Samstag, 21. November 2026

Optional mit Verlängerung bis Sonntag, 22. November

Das erwartet Sie: -Vorträge und Workshops zu aktuellen Branchenthemen -Praxisnahe Einblicke und offener Erfahrungsaustausch -Networking, Kulinarik und Freizeit in der winterlichen Kulisse Salzburgs

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte direkt an IhrenGebietsleiterzuständigen

All-inclusive-Paket: Seminarteilnahme, Übernachtung, Kaffeepausen, Mittag- und Abendessen

Bestandteil des Stellantis-Ersatzteil-Programms: TotalEnergies Quartz mit allen erforderlichen Spezifikationen

Logistik, Produkte, Emotion

Die starke Partnerschaft mit Stellantis, verlässliche Logistik und emotionale Themen wie Motorrad und Classic mit elf kennzeichnen das Angebot von TotalEnergies.

Langjährige Partnerschaft, hochwertige Produkte mit echten Freigaben, regionale Betreuung und verlässliche Logistik sind unverändert die wichtigsten Parameter für die Zusammenarbeit der Kfz-Betriebe mit TotalEnergies.

„Im Bereich der Logistik und der Digitalisierung unterstützt TotalEnergies die Partner mit verschiedenen Lösungen, die ineinandergreifen“, erklärt Ing. Karl Taubek, Verkaufsleiter für Schmierstoffe Automotiv bei TotalEnergies Austria.

Das Portal MyLubePortal (MLP) zur Bestellung, Preis- und Verfügbarkeitsinformation sowie für die Bestellhistory spielt hier eine zentrale Rolle. „Dabei haben schon viele Kunden auf die digitale Lösung umgestellt“, so Taubek.

Der Lagerstand im Öltank kann über Tanksonden wie FoxRadar kontrolliert werden, die von TotalEner gies geliefert werden. „Dabei gibt unterschiedliche Lö sungen, um exakt Bescheid zu wissen“, berichtet Tau bek. Das bringt Sicherheit in der Zusammenarbeit mit den Kunden. Ist das System online angebunden, kann es in ein au tomatisches Bestellsystem ein geordnet werden.

Alle Stellantis-Spezifikationen erfüllt

Die im Öl-Special 12/2025 vorgestellte umfassende Kooperation mit Stellantis wird seit der Einführung konsequent umgesetzt. „Ein paar Neuigkeiten sind noch dazugekommen. Nach wie vor sind wir die Einzigen, die alle Stellantis-Spezifikationen erfüllen“, berichtet Karl Taubek. Verstärkt hat sich hier

Wir sind in einem sehr engen Austausch mit der österreichischen Stellantis-Organisation.

Karl Taubek, VL Schmierstoffe Automotiv, TotalEnergies Marketing Austria

Traditionsreiche

Marke mit eigener Klassik-Öl-Palette: elf

etwa die Zusammenarbeit im Bereich Fiat, Alfa, Lancia. „Wir sind in einem sehr engen Austausch mit der österreichischen Stellantis-Organisation und der Mopar-Schiene.“

Motorräder, Old- und Youngtimer mit elf

Die Marke elf ist verstärkt im emotionalen Schmierstoff-Segment vertreten. „Wir haben mit elf eine eigene Klassik-Schiene für Old- und Youngtimer“, erklärt Taubek. Damit war man etwa bei der Oldtimermesse in Tulln vertreten und wird als Sponsor bei der Oldtimer-Rallye „The Circle“ im September 2027 in der Steiermark dabei sein.

Nicht zuletzt wird auch die Motorrad-Schiene laufend weiterentwickelt. „Neue Produkte werden schrittweise eingeführt“, so Taubek. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: TotalEnergies

„Ein

Links: Kfz-Unternehmer Friedrich Huber (2. v. r.) mit Albin Bachschwöll, Armin Hagner (beide WM) und Andreas Fahrecker (Masteroil) vor seinem Betrieb in Klosterneuburg

Anruf löst das Problem“

Wenn die Chemie stimmt, entstehen loyale Geschäftsbeziehungen –so wie zwischen dem Klosterneuburger Betrieb Kfz-Zweirad Huber und Masteroil.

Mit dem Teilehändler und Werkstattausrüster WM Fahrzeugteile ist der Kfz-Unternehmer und Mechanikermeister Friedrich Huber eng und langjährig verbunden. Das reicht von der Ausrüstung seines Betriebs in der Klosterneuburger Inkustraße über die Teileversorgung bis hin zum Konzept autopro – und bis zum Öl: Seit ca. drei Jahren verwendet Huber Masteroil.

Der Betrieb, der derzeit um eine Halle für eine Prüfstraße erweitert wird, besteht seit 2017 am aktuellen Standort, vorher besaß Huber mehrere Betriebe an anderen Standorten. „Früher stand hier eine große

Wir servicieren alle Marken, und dank der vielen Freigaben bei Masteroil habe ich durch die Bank alle Öle verfügbar, die ich brauche.

Friedrich Huber, Kfz-Zweirad Huber

Lagerhalle“, erzählt er. „Beim Umbau 2016 habe ich das meiste selber gemacht.“

Nach dem Grund gefragt, warum er sich beim Umstieg für Masteroil entschieden hat, antwortet Huber, ohne zu zögern: „Die vielen Freigaben. Wir servicieren alle Marken, und mit Masteroil habe ich durch die Bank alle Öle verfügbar, die ich brauche – bis hin zu Getriebeölen, Zweiradölen und Additiven.“

Die 30-Liter-Fässer seien im Handling besonders

praktisch und passen gut zum Bedarf des Betriebs. Nicht zuletzt den handelnden Personen bei WM Fahrzeugteile streut Huber Rosen: „Die Verbindung ist perfekt, wir werden viermal am Tag beliefert, und mittlerweile kennen wir uns auch persönlich.“ Die Chemie zu Armin Hagner, Vertrieb WM Fahrzeugteile, stimmt, und wenn es doch einmal Probleme gibt? „Ein Anruf löst das Problem“, sagt Huber im Brustton der Überzeugung.

Standort: unscheinbar, aber erfolgreich

Dem Autor dieser Zeilen ist der kleine Betrieb Kfz-Zweirad Huber in unmittelbarer Nachbarschaft zum Verlagsbüro der AUTO & Wirtschaft noch nie aufgefallen. Aber der unscheinbare Standort dürfte für die freie Werkstätte, die – Eigenangabe Friedrich Huber – „alles macht“, ideal sein. „Wir können uns der Arbeit kaum erwehren“, lacht Huber, der mit 5 Mitarbeitern am Standort Kfz repariert, serviciert, Karosserie- und Lackierarbeiten annimmt (Letzteres wird außer Haus gegeben). Neben Privatkunden kommen auch einige Firmen aus der unmittelbaren Umgebung zu Huber in die Werkstatt. Huber verfügt über eine HV3-Qualifikation, auch vor Hochvoltfahrzeugen schreckt die Werkstatt nicht zurück. Lieber, erzählt der Unternehmer, arbeitet er allerdings an Oldtimern oder Wohnmobilen. •

Text und Fotos: Mag. Bernhard Katzinger

Premium Öl Service für Profis

Mehr als ein Ölwechsel: Der Premium Öl Service von Rowe kombiniert hochwertige Schmierstoffe mit exklusiven Additiven für den professionellen Werkstatteinsatz.

Mit dem Premium Öl Service bietet Rowe Partnerwerkstätten eine zusätzliche Serviceleistung rund um Kraftstoff- und Ölkreislauf. Das Angebot geht über den klassischen Ölwechsel hinaus und kombiniert hochwertige Schmierstoffe „Made in Germany“ mit exklusiven Additiven, die ausschließlich in Rowe Partnerwerkstätten zum Einsatz kommen. Für Werkstätten entsteht damit ein zusätzlicher Mehrwert für Kunden, ohne den Arbeitsaufwand im Service wesentlich zu erhöhen.

Die Additive wurden speziell für den professionellen Einsatz entwickelt und sind nicht im freien Handel erhältlich. Sie sollen Reinigungs- und Kon-

Für Werkstätten entsteht ein zusätzlicher Mehrwert für Kunden, ohne den Arbeitsaufwand im Service wesentlich zu erhöhen.

servierungseffekte im Motor, Kraftstoffsystem und Getriebe unterstützen, Ablagerungen lösen und dadurch Motorlauf, Effizienz, Verschleißschutz und Lebensdauer verbessern. Rowe verweist dabei auf eine besonders hohe Reinigungsleistung, die durch geschultes Personal gezielt im Rahmen professioneller Wartungsarbeiten eingesetzt wird.

Zum Programm zählt der Hightec Premium Cleaner Engine für Otto- und Dieselmotoren. Er wird vor dem Ölwechsel dem alten Motoröl zugegeben

und soll den gesamten Ölkreislauf reinigen. Dabei sollen unter anderem Kolbenringe, Hydrostößel, Ventiltrieb und Ölkanäle von Rückständen befreit werden.

Reichhaltiges Portfolio

Ergänzend bietet Rowe spezielle Reiniger für Benzin- und Dieselkraftstoffsysteme an. Diese sollen Einlassventile, Injektoren, Kolben und Brennräume reinigen, die Kraftstoffvernebelung verbessern und damit Motorleistung, Verbrauch und Abgasverhalten positiv beeinflussen. Für Automatikgetriebe bietet Rowe den Hightec Premium Cleaner Transmission an. Das Additiv soll Ablagerungen im Getriebe reduzieren und dadurch ein gleichmäßigeres Schaltverhalten fördern. Auch typische Probleme wie Ruckeln, verzögertes Anfahren oder unpräzises Schalten sollen so verbessert werden.

Rowe verweist auf ein Praxisbeispiel mit einem Audi A4 2,0 TDI. Nach dem Einsatz des Hightec Premium Cleaner Diesel und einer Fahrstrecke von 400 Kilometern sei eine Leistungssteigerung von rund 5,5 Prozent sowie eine Kraftstoffersparnis von etwa 4,5 bis 5 Prozent gemessen worden. Der Premium Öl Service soll Werkstätten damit eine Möglichkeit bieten, Servicequalität, Kundenzufriedenheit und Zusatzumsatz zu steigern. •

Text: Kevin Kada, Fotos: Rowe

Der Unternehmertag von Obereder/ Castrol findet heuer in Salzburg statt: Austausch über die heißen Eisen der Branche in stimmigem Ambiente.

Treffen in der Mozartstadt

Als Location für Tagung und auch für die Abendveranstaltung wird das Radisson Blu Hotel & Conference Center in der Stadt Salzburg dienen, kündigt der Veranstalter, die Obereder GmbH, an. „Das Event wird heuer bedeutend größer als in der Vergangenheit“, verspricht Unternehmertag-Mastermind Gerd Bernd Lang, Key Account Manager bei Obereder.

Die Konferenz-Location bietet Platz für 400 Personen, erneut wird eine Verlängerung des Hotelaufenthalts bis Sonntag ermöglicht. „Wir haben den Termin so gewählt, nämlich das Wochenende von Freitag, 20. November, dass der Salzburger Christkindlmarkt bereits geöffnet hat.“

Gerd Bernd Lang, Key Account Manager Obereder, begrüßt die Gäste des Unternehmertags heuer am Fuße der Salzburger Festung

Läuft: fit in die Zukunft II

Thematisch wird der Unternehmertag an die Vorjahresveranstaltung anschließen. Mit Würth hat man heuer erstmals einen neuen Kooperationspartner an Bord, AUTO & Wirtschaft ist Medienpartner.

Die Vorträge werden einmal mehr die heißen Eisen der Branche anpacken: Von künstlicher Intelligenz im Unternehmenseinsatz über Regulierung oder Agenturmodell bis hin zum Beitrag eines Überraschungsgasts – der nicht im Voraus verraten wird. •

Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: AdobeStock_Shambhala, Obereder

Hightech-Effizienz

Motorex bringt mit Concept B-XL ein neues

Leichtlaufmotorenöl für moderne BMW-Motoren.

Mit dem neuen Concept B-XL bietet Motorex ein synthetisches Hochleistungs-Leichtlaufmotorenöl für moderne BMW-Motoren. Das Öl der SAE-Klasse 0W/30 erfüllt die Anforderungen der BMW Longlife-19 FE und verbindet hohe Effizienz mit zuverlässigem Schutz aktueller Motorengenerationen. Durch die niedrige HTHS-Viskosität wird die innermotorische Reibung reduziert. Das kann unter anderem den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs senken und damit auch die Schadstoffemissionen deutlich verringern.

Verlängerte Serviceintervalle

Gleichzeitig ist Concept B-XL auf moderne Abgasnachbehandlungssysteme abgestimmt. Vor allem Partikelfilter in Diesel- und Benzinmotoren sollen auch über lange Laufzeiten geschützt bleiben. Dafür setzt Motorex auf eine Low-SAPS-Formulierung mit reduziertem Anteil an Sulfatasche, Phosphor

Dank der fortschrittlichen Additivtechnologie ist Concept B-XL auf verlängerte Serviceintervalle ausgelegt

tive Stabilität und ist

und Schwefel. Eine fortschrittliche Additivtechnologie sorgt gemeinsam mit synthetischen Basisölen für hohe thermische und oxidative Stabilität und ist damit auf verlängerte

BMW-Serviceintervalle ausgelegt. Hinzu kommen gute Scherstabilität, zuverlässige Kaltstarteigenschaften, wirksamer Verschleißschutz und ein Beitrag zur Kraftstoffeinsparung.

Concept B-XL kann auch in Motoren eingesetzt werden, für die BMW Longlife-12 FE vorgeschrieben ist. Als moderner Nachfolger ist es auf ähnlicher chemischer Basis aufgebaut und deckt die technischen Anforderungen der älteren Freigabe ab. •

Text: Kevin Kada, Foto: MOTOREX

Regelmäßige Wartung und der Einsatz der richtigen Produkte senken den Treibstoffverbrauch

Autofahren leistbar halten

Hohe Spritpreise machen das Autofahren teurer. Liqui Moly zeigt, wie Autofahrer mit Fahrweise, Wartung und passenden Produkten die laufenden Kosten senken können.

Die derzeit hohen Spritpreise beschäftigen die Autofahrer. Liqui Moly erklärt, wie die Werkstattkunden die Kosten reduzieren können: mit effizienter Fahrweise, regelmäßiger Wartung und den passenden Produkten.

Der größte Hebel bleibt dabei das eigene Fahrverhalten. Wer früh hochschaltet, gleichmäßig fährt und unnötige Beschleunigungen vermeidet, kann den Verbrauch reduzieren. Auch der richtige Reifendruck spielt eine wichtige Rolle.

Weiters rücken die Betriebsstoffe stärker in den Fokus. Moderne Leichtlauföle mit niedriger Viskosität können dazu beitragen, Reibung und innere Widerstände im Motor zu verringern. Liqui Moly nennt hier als Beispiel Top Tec 6200 0W-20, das für moderne Motorengenerationen entwickelt wurde. Das Motoröl reduziert Verschleiß, verbessert die Motoreffizienz und senkt den Kraftstoffverbrauch.

Zustand des Motoröls

Wichtig ist auch der Zustand des Motoröls. Mit zunehmender Laufzeit wird Öl durch Ablagerungen und Rußpartikel belastet. Dadurch kann die Reibung im Motor steigen – und mit ihr der Verbrauch. Ein regelmäßiger Ölwechsel ist daher ein wichtiger Beitrag, um die Effizienz des Motors zu erhalten. Zusätzlich können Additive helfen, die Reibung im

Motor weiter zu reduzieren. Liqui Moly verweist hier auf Cera Tec, ein Hochleistungs-Verschleißschutzadditiv. Es kann die Laufruhe erhöhen, Reibungsverluste senken und dadurch ebenfalls zur Verbrauchsreduktion beitragen.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist das Kraftstoffsystem. Denn Ablagerungen an Einspritzdüsen, Einlassventilen oder im Brennraum können die Verbrennung beeinträchtigen. Die Folge: Der Motor arbeitet weniger effizient und verbraucht mehr Kraftstoff. Mit dem Injectionreiniger bietet Liqui Moly ein Produkt, das die Einspritzanlage reinigt, Verkokungen entfernt und zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch beitragen kann.

Saubere Einspritzdüsen

Für Dieselfahrzeuge nennt man bei Liqui Moly das Super Diesel Additiv. Es reinigt das Kraftstoffsystem, hält Einspritzdüsen sauber, erhöht die Cetanzahl und verbessert die Zündwilligkeit, besonders im Kaltbetrieb. Gleichzeitig soll es Verbrauch und Motorleistung optimieren sowie vor Verschleiß, Korrosion und Ablagerungen schützen.

Das Fazit: Autofahren wird durch hohe Energiepreise teurer, doch viele kleine Maßnahmen können helfen, die laufenden Kosten im Griff zu behalten. • Text: Redaktion, Fotos: Liqui Moly

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