Im Antriebsstrang eines Elektroautos macht das Öl mehr als nur «schmieren»: Es reduziert u. A. Reibung, dämpft Geräusche sowie Vibrationen – die neusten Schmierstoffe.
NEWS
A&W Branchenanlass 2026
Ende Januar trafen sich in Safenwil rund 280 Fachleute aus der Mobilitätsbranche zum bereits zur Tradition gewordenen Event des A&W Verlages.
Rück- und Ausblick
Wir fragten bei Geschäftsführern und Inhabern von Unternehmen in der Autobranche nach, wie 2025 war und wie 2026 wird.
WIRTSCHAFT
Prognosen
Entsorgung/Recycling
Berufsbekleidung
Weiterbildung
TECHNIK
Fachwissen
Leistung: Zusammenhänge und technische Tatsachen
Setzen Sie das Potenzial Ihres Motors frei
Die besten Batterien erhältst du bei uns.
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Rund 280 Branchenvertreterinnen und -vertreter folgten zum Jahresauftakt der Einladung zum A&W Branchenanlass 2026 –ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig der persönliche Austausch in einer Zeit des Umbruchs bleibt. Zwischen Apéro, Keynote und inspirierenden Gesprächen wurde deutlich: Mut zu neuen Ufern und der Wille, Veränderungen aktiv zu gestalten, prägen unsere Mobilitätswelt mehr denn je. Den ausführlichen Bericht zum Event finden Sie auf den Seiten 6 und 7.
In der Rückblick-Ausblick-Strecke (S. 8 – 21) haben wir Ersatzteilund Zubehörlieferanten, Reifenimporteure, Schmierstoffhersteller, Entsorger, Versicherer und Werkstattausrüster befragt: Wie lief das Jahr 2025? Welche Chancen und Herausforderungen bringt 2026?
Spannend ist auch das Interview mit Rafic Mecattaf, dem neuen CEO der SAG Group. Nach dem Rückzug von Gründer und Verwaltungsratspräsident Sandro Piffaretti aus dem operativen Geschäft spricht Mecattaf auf den Seiten 24 und 25 über seine Vision, Führungsprinzipien und die strategischen Weichenstellungen für die Zukunft des grossen AftermarketSpezialisten.
Ergänzt wird der News-Teil durch verschiedene Events, die im Januar stattgefunden haben: den TDC-Neujahrsapéro in Thalwil (ZH) (S. 22/23), das Conti-Dinner in Zürich (S. 26/27), den «Tag der Schweizer Garagen» in Bern (S. 30) sowie die AmagJahrespressekonferenz ebenfalls in Zürich (S. 34).
Ein starkes Signal setzt auch unser Titelthema Schmierstoffe (S. 36 – 49). Trotz des Elektrobooms bleibt der Bedarf an Motorenölen und Fluids hoch – und die Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit und Logistik steigen weiter. Weitere Schwerpunkte widmen sich Marktprognosen für die Schweiz und Europa (S. 50 – 53), Entsorgung und Recycling (S. 54/55), Berufsbekleidung (S. 56 – 58) sowie der Weiterbildung (S. 59 – 61) als Schlüssel zur Fachkräftesicherung.
Im AUTO&Technik-Teil (S. 71 – 80) erklären unsere Technik-Experten Stefan Gfeller und Andreas Lerch die neuesten technischen Errungenschaften der Autobranche.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre! Herzlichst Ihr Mario Borri
A&W Branchenanlass:
Keynote-Speaker Oliver Heer segelte in 99 Tagen alleine und nonstop um die Welt. Er ist einer von nur 100 Finishern der legendären Vendée Globe.
Mario Borri, A&W-Chefredaktor mborri@awverlag.ch
Das Conti-Dinner 2026 startete mit einer Tram-Rundfahrt durch Zürich.
Prognosen: Neuwagenverkäufe auf historischem Tief. Entsorgung/Recycling: Spezialisten räumen auf. Berufsbekleidung: Sicher,
NEWS
A&W Branchenanlass 2026
Auf zu neuen Ufern: Der vierte
A&W Branchenanlass stand ganz im Zeichen des Aufbruchs.
NEWS
Rück- und Ausblick
Inhaber und Geschäftsführer von Unternehmen aus der Autobranche schauen zurück und wagen einen Ausblick.
NEWS
Interview mit Rafic Mecattaf
Nach dem Rückzug von Sandro Piffaretti aus der operativen Führung der SAG Group ist er der neue CEO.
• Automobil-VerkaufsberaterIn 22. Aug. 2026 (Kick-Off), Di 8 - 16.45 Uhr
• Automobil- WerkstattkoordinatorIn 2. od. 3. Sept. 2026, Mi od. Do 8 - 16.45 Uhr
• AutomobildiagnostikerIn PW / NFZ 2. od. 3. Sept. 2026, Mi od. Do 8 - 16.45 Uhr
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Giuseppe Cucchiara (l.) und Jasmin Eichner begrüssten rund 280 Gäste zum 4. A&W Branchenanlass. TDC-Neujahrsapéro: Fest mit Freunden.
Amag-Jahrespressekonferenz: VW Tiguan ist Nummer 1.
Titelthema: Schmierstoffgeschäft läuft wie
Weiterbildung: Fundiertes Fachwissen ist heutzutage entscheidender denn je. Fachwissen: Die Leistung – Arbeit pro Zeit – ist vor allem in Diskussionen wichtig.
TITELTHEMA
Schmierstoffe
Die neusten Produkte und Dienstleistungen der Schweizer Schmierstoffhändler und -hersteller.
WIRTSCHAFT
Prognosen, Recycling, Weiterbildung, Berufskleider Die weiteren Schwerpunktthemen in A&W 1+2 sind vielfältig.
AUTO&TECHNIK
News, Fachwissen und Technik Viel Fachwissen zur Leistung, Audis V6 TDI, Software im Fahrwerk und ein neuer Fertigungsprozess für Aluräder.
Rafic Mecattaf: Der neue SAG-CEO im Interview.
geschmiert.
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Auf zu neuen Ufern
Der vierte A&W Branchenanlass stand ganz im Zeichen des Aufbruchs. Zwischen Apéro, Seefahrergeschichten, leckerem Essen/Trinken und persönlichem Austausch wurde einmal mehr deutlich: Die Mobilitätsbranche lebt vom Dialog – und vom Mut, neue Wege zu gehen. Text: Mario Borri | Bilder: Martin Walder, Mario Borri, Michael Lusk
Noch jung an Jahren, aber bereits fest verankert im Kalender der Branche: Der A&W Branchenanlass hat sich in kurzer Zeit zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Schweizer Mobilitätswelt entwickelt. Auch 2026 folgen Garagisten, Carrossiers, Werkstattausstatter, Reifenfachleute, Flottenmanager, Lacklieferanten, Autoimporteure, Zulieferer, PR-Manager, Versicherer, Online- und klassische Autohändler sowie Verbandsleute der Einladung des A&W Verlages ins Eventcenter von Emil Frey Classics in Safenwil (AG). Beim Eintreffen der rund 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmer liegt bereits Bewegung in der Luft: Beim Apéro klirren erste Gläser, es wird angestossen, kleine Häppchen wandern von den Tabletts in die Hände der Gäste. Im vorderen Bereich der Eventhalle bilden sich rasch Gesprächsgruppen, bekannte Gesichter treffen auf neue. Ein Gong durchbricht schliesslich das Stimmengewirr und leitet in den offiziellen Teil des Abends über.
Willkommen und Weitblick
A&W-CEO Giuseppe Cucchiara und Geschäftsleitungsmitglied Jasmin Eichner heissen die
A&W-CEO Giuseppe Cucchiara und Geschäftsleitungsmitglied Jasmin Eichner führten durch den Abend.
Gäste herzlich willkommen. Sie sprechen die Herausforderungen des Marktes an und betonen, wie wichtig der persönliche Austausch gerade in bewegten Zeiten ist. Mit dem Hinweis, dass ein Event wie dieser ohne starke Partnerschaften nicht möglich wäre, sprechen Cucchiara und Eichner den Goldsponsoren Astara, Autoteile Wetzikon (ATW), CG Car
Garantie, Hankook und TDC AG sowie den Silbersponsoren, GCS Schweiz AG, Jäggi Automobiltechnik, KSU A-Technik AG, Riwax Chemie AG und Sortimo Walter Rüegg AG ihren Dank aus. Dann übernimmt Moderator Stephan Klapproth. Mit einem augenzwinkernden «Happy New Year» erklärt er den Branchenanlass zum ersten grossen Event des Jahres und
stellt das Motto vor: «Auf zu neuen Ufern». Mit humorvollen Seitenblicken auf Politik und Technik spannt er den Bogen zur Frage, ob wir Menschen in einer Welt der künstlichen Intelligenz bald nur noch Passagiere sind, während Maschinen das Steuer übernehmen. Ein historischer Exkurs zur Landung in der Normandie, zu besseren Daten und mutigen Entscheidungen unterstreicht seine Botschaft: Fortschritt beginnt dort, wo man den sicheren Boden verlässt.
99 Tage allein um die Welt Klapproth kündigt den Keynote-Speaker an: den Schweizer Einhand-Segler Oliver Heer. 99 Tage, rund 45’000 Kilometer, einmal um den Globus – allein, nonstop und ohne fremde Hilfe. Manchmal waren ihm die Astronauten in der ISS näher als die Menschen auf der Erde. Heer ist der 99. Finisher in der Geschichte der legendären Vendée Globe. Ein kurzer Film eröffnet sein Referat: Sturm, Gischt, endlose Horizonte und die Stille des offenen Ozeans. Dann beschreibt Heer den Alltag auf seinem 20 Meter langen Carbon-Boot mit 30 Meter hohem Mast: kein Komfort, kaum Schlaf, höchstens 40 Minuten am Stück, geweckt von einem 140-Dezibel-Alarm. 6000 Kalorien pro Tag, trotzdem zehn Kilo Gewichtsverlust – und stets das Wissen, dass nicht die Frage ist, ob am Boot etwas kaputtgeht, sondern wann. Er schildert die Route – «zweimal richtig abbiegen, der Rest ist geradeaus» – und die Extreme: Rekorddistanzen im Südatlantik, danach Sturm
Moderator Stephan Klapproth referierte auf seine bekannt witzige Art.
und haushohe Wellen nach dem Kap der Guten Hoffnung. Im Südpazifik die Einsamkeit rund um Weihnachten, Tage im Windloch und der «Point Nemo», der am weitesten von jedem Stück Land entfernte Punkt der Erde. Besonders eindrücklich ist die Begegnung mit einem Eisberg: 100 Meter Abstand zu einer mehrere Hundert Meter langen und hohen Wand aus Eis. «Das wäre nicht nur das Ende des Rennens gewesen», sagt Heer, «sondern auch meines.» Was ihn trägt, ist mentale Stärke. Resilienz. Und eine einfache Haltung: «Embrace the shit!». Probleme nicht schönreden, sondern annehmen – erst dann lassen sich Lösungen finden. Eine mentale «Toolbox» half ihm, in Krisen den Fokus neu auszurichten.
Zwischen Demut und Mut
Im anschliessenden Gespräch mit Stephan Klapproth geht es um Risiko, Wahrnehmung
Einhand-Segler Oliver Heer erzählte von seinen Abenteuern.
und Freiheit. Heer erzählt von seinen ersten Segelversuchen als 5-jähriger in Rapperswil und davon, dass er kein Draufgänger sei, sondern Risiken kalkuliere. Gefahren seien oft subjektiv: «Während uns das Meer furchteinflössend erscheint, nehmen wir alpine Risiken in der Schweiz als selbstverständlich hin.» Viermal täglich erhielt Heer Positionsmeldungen der Konkurrenz. Sein Boot kostete rund 750’000 Euro, die Top-Boote ein Vielfaches. Dennoch plant er bereits die nächste Teilnahme – mit einem neuen, schnelleren Schiff. Der schönste Moment? Nicht das Ziel, sondern Sternenhimmel ohne Lichtquellen, Sonnenaufgänge mitten im Ozean, Wale, Delfine und Albatrosse. Und die Erkenntnis, wie klein der Mensch gegenüber der Natur ist. An der Wand seines Boots stand ein Satz: «Aufgeben ist keine Alternative – bis es die einzige ist.»
Pop, Genuss und Austausch
Zum Abschied wünscht Klapproth «Mast- und Schotbruch» und schlägt den Bogen damit zurück zum Motto des Abends – «Auf zu neuen Ufern». Dann gehört die Bühne der «Schweizer Madonna»: Bella Fahrni bringt mit Songs aus den 1980er- und 1990er-Jahren, begleitet von zwei Tänzern, die Halle in Bewegung. Anschliessend stehen Essen, Trinken und Netzwerken im Mittelpunkt. Gespräche werden vertieft, neue Kontakte geknüpft, alte gepflegt. Und zwischen Dessert und letztem Glas Wein bleibt das Gefühl, dass es sich lohnt, immer wieder neue Ufer anzusteuern – auf hoher See ebenso wie im beruflichen Alltag.
Rückblick, Ausblick und Chancen: Drei Fragen zum Start ins neue Jahr
Das neue Jahr ist gestartet. Ein idealer Moment, um innezuhalten, Bilanz zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten. AUTO&Wirtschaft hat mit Ersatzteil- und Zubehörlieferanten, Reifenimporteuren, Schmierstoffherstellern, Entsorgern, Versicherern und Werkstattausrüstern gesprochen und allen die gleichen drei Fragen gestellt: 1. Wie fällt Ihr persönlicher Rückblick auf 2025 für Ihr Unternehmen aus? 2. Mit welchen Erwartungen und Zielen gehen Sie ins 2026? 3. Welche neuen Chancen oder Entwicklungen stimmen Sie derzeit besonders optimistisch?
Steven Ledermann, Geschäftsleiter/ Inhaber, Abt AG
1. 2025 war von strukturellem Wandel geprägt. Elektromobilität und steigende Investitionen in die Werkstattinfrastruktur bestimmten den Markt. Die Abt AG positioniert sich mit zukunftsorientierten, massgeschneiderten Werkstattlösungen und bietet gemeinsam mit starken Partnern umfassende 360°-Konzepte für die langfristigen Bedürfnisse der Kunden.
2. Wir werden weiter versuchen, unsere Trümpfe auf dem Markt auszuspielen. Ein qualitativ sehr hochwertiges Produkt gepaart mit einem guten After-SalesService, den wir dem Kunden zu marktgerechten Preisen anbieten.
3. Zum einen sind viele Geräte auf dem Markt veraltet. Zum anderen zwingt der Fachkräftemangel auf dem Automobilmarkt unsere Kunden zu innovativen, modernen und ergonomischen Lösungen. Genau hier sehen wir unsere Chance.
Christian Wyssmann,
Geschäftsführer AGVS
1. Das Highlight im vergangenen Jahr war ganz klar der Gewinn der «EuroSkills» durch Nutzfahrzeugmechatronikerin Alina Knüsel. Mit solchen Erfolgen können die Sichtbarkeit und das Image unserer Lehrberufe positiv gestärkt werden.
2. Im Neuwagenhandel bleibt die Lage angespannt. Ziel des AGVS ist daher, unsere Mitglieder bestmöglich zu unterstützen. Das Schaffen guter politischer Rahmenbedingungen, die Weiterentwicklung von Dienstleistungen und der Berufsbildung gehören auch 2026 zu unseren Kernaufgaben.
3. Das Werkstattgeschäft läuft nach wie vor sehr gut und wird weiterhin profitabel bleiben. Es bietet Garagistinnen und Garagisten die Möglichkeit, zu analysieren und sich kommenden Veränderungen des Marktes Schritt für Schritt anzupassen.
1. Trotz der angespannten Lage konnten wir unser Absatzvolumen steigern. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete der gezielte Ausbau unseres Aussendienstes, wodurch wir unsere Präsenz im Markt deutlich stärken konnten.
2. Wir blicken optimistisch auf 2026. Einerseits erwarten wir eine schrittweise Erholung des Neuwagenmarktes, andererseits sehen wir weiterhin grosses Potenzial im Aftermarket. Unser klares Ziel ist es, das nachhaltige Wachstum fortzusetzen und unsere Marktstellung weiter zu festigen, sowohl im Bereich Personenwagen als auch im Nutzfahrzeugsegment.
3. Ein steigender Neuwagenabsatz eröffnet uns die Chance, stärker am Komplettsatzgeschäft zu partizipieren und unser Absatzpotenzial nachhaltig zu erhöhen.
Peter Scheidegger, Verkaufsleiter Altola AG
1. Wir dürfen erneut auf ein intensives, aber erfolgreiches Jahr zurückblicken. Wie auch in den vorangegangenen Jahren haben wir grosse Anstrengungen unternommen in der Digitalisierung der Abläufe. Daneben konnten wir die Elektrifizierung unserer Flotte vorantreiben.
2. Wir werden im kommenden Jahr einige Digitalisierungsprojekte abschliessen können, welche dann auch bei unseren Kunden zu spürbaren Verbesserungen beispielsweise bei der Abholung oder auch Leergebinde-Verfügbarkeit führen werden.
3. Die Anstrengungen der vergangenen Jahre zeigen Früchte und führen dazu, dass wir auch in Zukunft unseren Kunden ein verlässlicher und zeitgemässer Partner sein können. Daneben sind grössere Investitionen in Anlagen geplant, welche uns weiteres Wachstum ermöglichen.
Oliver Stegmann, Director Group Aftersales Amag Import
1. Das Ersatzteil- und Zubehörgeschäft verlief 2025 sehr erfolgreich. Die Betriebe erfreuen sich hoher Auslastung ihrer Werkstätten. Im Räder- und Reifengeschäft konnten wir uns stark verbessern.
2. Für 2026 erwarten wir ein stabiles Aftersales-Geschäft. Wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere Kunden möglichst lange im offiziellen Markennetz zu bedienen und ihnen bedarfsgerechte Werkstattdienstleistungen anzubieten. So gleichen wir die tieferen Umsätze mit Elektroautos aus. Unser «stop+go»-Netz bauen wir weiter aus.
3. Die Amag konnte 2025 den Marktanteil und die Neuwagenverkäufe steigern. Der grosse Bestand an Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi, Skoda, Seat und Cupra sowie VW Nutzfahrzeuge und das relativ hohe Durchschnittsalter der Autos bieten sehr viel Potenzial für das Aftersales-Geschäft.
1. 2025 war anspruchsvoll: Die Budgetziele wurden nicht ganz erreicht. Dennoch ist die Transformation der Organisation auf Kurs. Ein grosser Meilenstein war die Einführung von vier neuen Anlagemodellen.
2. Wir gehen davon aus, dass die globale Unsicherheit die Investitionszurückhaltung der Kunden auch 2026 prägen wird. Dank der erneuerten Produktpalette und der Gesamtlösungskonzepte ist Aquarama sehr gut aufgestellt.
3. Ich bin besonders optimistisch, was das autonome Fahren betrifft. Diese Entwicklung wird das Nutzungsverhalten verändern und den Bedarf an externer professioneller Fahrzeugpflege sowie interner Reinigung stark erhöhen. Das ist ein Gamechanger für die Waschanlagenbranche. Wir sehen hier ein grosses und sich schnell entwickelndes Marktpotenzial.
Antonio Cristiano, CEO Aquarama Swiss AG
Markus Brunner, Managing Director Alcar Erny AG
Der Motor ist das Herz eines jeden Fahrzeugs –und er ist auf das richtige Motorenöl angewiesen.
0844 80 26 24
support.pcc@amag.ch
Alberto Sanz de Lama, Managing Director Autoscout24
1. 2025 war für uns ein prägendes Jahr. Wir investierten gezielt in Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und datenbasierte Tools. Ein Meilenstein war die Integration von Autoscout24 Direct für den Verkauf von Privatfahrzeugen innert 24 Stunden. Zudem bauten wir KI-Produkte aus, lancierten Premium-Pakete und erhöhten die Sicherheitsstandards.
2. 2026 wollen wir die Verbindung zwischen digitaler und physischer Welt weiter stärken. Kaufentscheidungen starten online, der Abschluss erfolgt offline. Mit präziseren Daten, smarten Empfehlungen und neuen Lösungen bringen wir Händler näher an ihre Zielgruppen und investieren weiter in Effizienz und einfache Entscheidungsprozesse.
3. Ich sehe grosses Potenzial in drei Bereichen: in datenbasierten Entscheidungen statt Bauchgefühl, KI-Lösungen zur Automatisierung und Qualitätssteigerung sowie der wachsenden Nachfrage nach digitalen Prozessen. Kunden wollen schneller vergleichen, kaufen und verkaufen. Unsere Investitionen in Technologie, Transparenz und Effizienz sind daher richtig.
Thomas Rücker, Direktor Auto-Schweiz
1. Es war für unsere Mitglieder wirtschaftlich ein sehr schwieriges Jahr mit Neuzulassungen auf 25-Jahre-Tief, das lag an der CO2-Überregulierung und eingetrübten Konjunkturaussichten in der Schweiz. Positiv ist das riesige Elektroautoangebot mit rund 300 Personenwagen, 70 Lieferwagen- und 40 Lastwagen-Modellen.
2. Ich wünsche mir mehr Sichtbarkeit für die Bedürfnisse des Individual- und Güterverkehrs und ein Ende der CO2Überregulierung. Das Auto ist und bleibt das Rückgrat der Mobilität und für Gütertransporte das Mittel der Wahl. Mein Ziel ist, die Verteuerung der Mobilität zu verhindern und den Kunden die Wahlfreiheit zu bewahren.
3. Unsere Branche ist agil und wettbewerbsintensiv und darf dank der vielen Investitionen und Innovation grundsätzlich positiv in die Zukunft blicken. Ich erwarte zudem weitere schnelle Fortschritte bei Komfort, Digitalisierung und Sicherheit. Dank moderner Assistenzsysteme erhöhen neue Fahrzeuge die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fussgänger und Velofahrende.
Nicolas Meier, Geschäftsführer, Autoteile Wetzikon AG
1. Das Jahr 2025 hat mit personellen Herausforderungen begonnen. Diese haben die erste Hälfte des Geschäftsjahres geprägt. Durch den grossen Einsatz des gesamten Teams können wir aber wieder auf ein gelungenes Geschäftsjahr mit erneutem Umsatzzuwachs zurückblicken.
2. Unsere Erwartungen für das Jahr 2026 sind gemässigt. Die Unruhe in der Weltpolitik schlägt auf das Gemüt der Schweizerinnen und Schweizer, was sich in zurückhaltenden Ausgaben widerspiegelt. Wir sind bestrebt, unsere beste Leistung zu bringen – den Rest machen Wirtschaft und Gesellschaft.
3. Unsere grösste Chance sehen wir in der Beschaffung. Dabei setzen wir vermehrt auf nationale und internationale Partner, welche unsere Struktur und unser Bedürfnis verstehen und ihr Angebot dementsprechend angleichen.
Wolfgang Schinagl, Geschäftsführer autolina.ch
1. 2025 war ein Wendepunkt. Trotz anspruchsvollem Marktumfeld haben wir unsere Position als Nummer-2-Plattform gefestigt und ausgebaut und erzielten mit starken Q4-Monaten neue Umsatzrekorde.
2. 2026 wollen wir klar beschleunigen. Ziele sind der Ausbau der aktiven Kunden und weiterhin profitables Wachstum. Unsere Organisation und Produkte sind dafür heute so gut wie nie aufgestellt und erhalten sehr viel positiven Zuspruch.
3. Wir profitieren von der steigenden Nachfrage nach digitaler Fahrzeugsichtbarkeit. Mit neuen digitalen Performance-Paketen und neuen Partnerschaften sind wir bestens gerüstet und werden uns laufend weiterentwickeln.
Alain Schwald, Leiter Business Development und Mitglied der Geschäftsleitung Avia Volt AG
1. Besonders geblieben sind mir die erfolgreiche Integration von «Plug’N Roll», die neuen Partnerschaften mit ABB und Etrel sowie das Erreichen von 1 Mio. Ladepunkten in Europa. Weitere Highlights für mich waren unsere Vorstellung des ersten 1-MW-Batteriespeichers und dass wir 2025 über 1 Mio. kWh Ladevolumen auf unseren Ladestationen verzeichnen durften.
2. Für das neue Jahr stehen die konsequente Fortführung des Wachstums sowie der gezielte Ausbau der Ladeinfrastruktur im Fokus. Stabile Strukturen bilden dabei die Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Gleichzeitig hat die weitere Verbesserung der Qualität des Ladeerlebnisses hohe Priorität für uns.
3. Positiv stimmt mich, dass die Elektromobilität in der Schweiz angekommen ist. Die Marktanteile wachsen, ebenso wie die Elektrifizierung des Schwerverkehrs. Zudem kommen neue Modelle aus China auf den Markt. Wir sehen auch, dass unsere Kundinnen und Kunden Lösungen schätzen, die bestehende und neue Energiekonzepte vereinen.
1. 2025 war für uns ein Jahr mit klarer Entwicklung. Wir haben Strukturen geschärft, Kundenbeziehungen vertieft und wichtige Projekte erfolgreich umgesetzt. Trotz Marktdruck blieben wir agil und haben unser Fundament gezielt gestärkt.
2. Mit Blick auf 2026 setzen wir auf nachhaltiges Wachstum, klare Prioritäten und noch mehr Kundennutzen. Ziel ist es, unsere Angebote weiter zu schärfen, effizienter zu arbeiten und das Team bewusst weiterzuentwickeln.
3. Optimistisch stimmen uns technologische Impulse, neue Partnerschaften und eine wachsende Nachfrage nach flexiblen Lösungen. In den Bereichen digitale Preisauszeichnung und Schlüsselorganisation sehen wir für 2026 ein sehr grosses Wachstumspotenzial.
Jean-Claude Bopp, Geschäftsführer Bopp Solutions AG
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Lüchinger, Country Manager Bridgestone Schweiz
1. Wir blicken positiv auf 2025 zurück. Die verlässliche Leistungsstärke unserer Premiumprodukte Bridgestone Turanza 6, Potenza Sport oder Blizzak 6 ist bei unseren Kunden und auch ihren Kunden bekannt, und so durften wir uns über eine starke Nachfrage freuen. Auch die Logistik hat durch enge Abstimmung und vorausschauende Planung gut funktioniert, so dass wir mit dem Geschäftsjahr insgesamt zufrieden sind.
2. Wir gehen das Jahr optimistisch an. Die vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Handel, unser hochmodernes Produktportfolio und die enge Kooperation mit vielen führenden Automobilherstellern sind die ideale Basis, um 2026 gemeinsam mit unseren Partnern im Markt erfolgreich zu sein.
3. Ein echter Trumpf sind die Vorteile unserer Reifen mit Enliten-Technologie, nicht nur hinsichtlich der vereinfachten Lagerhaltung. Und mit neuen Produkten, wie dem Potenza Sport Evo, sehen wir für 2026 spannende Möglichkeiten. Auch in den Bereichen Lastwagen und Motorrad kommen wir mit neuen Produkten und stärken gezielt unsere Position im Premiumsegment.
Samir Moursy, Geschäftsführer Carex Autozubehör AG
1. Ich bin stolz auf mein Team, welches TopArbeit geleistet hat. Das Jahr war geprägt von Veränderungen und Herausforderungen. Die Bereiche Produkteentwicklung, Personal, Messewesen wie auch Infrastruktur haben uns stark gefordert. Wir haben die Chancen optimal genutzt und konnten ein gutes Wachstum erzielen.
2. Wir möchten den Schwung des vergangenen Jahres nutzen und unsere Strategie weiter umsetzen. Das Kaufverhalten der Kunden ist weiterhin stark vom Onlinehandel geprägt. Das Go-live des neuen Carex-Onlineshops steht vor der Tür, und es wird richtig grossartig.
3. Einige unserer Top-Lieferanten haben Neuheiten für 2026 angekündigt, welche sicherlich einen positiven Impact auf die Verkaufszahlen haben werden. In den Bereichen Arbeitssicherheit und Motorsport sehe ich weiterhin eine positive Entwicklung. Viele Automobilisten fahren ihre Fahrzeuge wieder länger und gönnen dafür ihren Autos mehr Zubehör.
Ivan Lattarulo, Direktor Cargarantie Schweiz & Österreich
1. Insgesamt sind wir mit 2025 sehr zufrieden. Wir haben auch weiterhin festgestellt, dass die Kunden unsere ständig weiterentwickelten und optimierten Produkte gut annehmen. Dank der guten Zusammenarbeit mit unseren Partnern haben wir so die Weichen für ein erfolgreiches Jahr 2026 gestellt. Hierfür möchten wir uns herzlich bedanken.
2. Garantien und insbesondere Garantieverlängerungen werden weiterhin an Bedeutung gewinnen, und generell steht die Verbesserung der Kundenloyalität bei uns im Fokus. Wir werden daher unter anderem unser Kundenkontaktprogramm weiter ausbauen und dem Handel hierfür die passenden Lösungen präsentieren.
3. Die zunehmende E-Mobilität und der Kundenwunsch nach zuverlässiger Finanzplanung eröffnen grosse Chancen. Mit flexiblen Absicherungskonzepten, speziell auf neue Antriebstechnologien zugeschnittenen Angeboten und digitalen Services sehen wir beste Voraussetzungen, um gemeinsam mit unseren Partnern erfolgreich zu wachsen.
Daniele Marangi, Geschäftsführer Carmarket
1. Carmarket entwickelt sich stark: Um die 60’000 Fahrzeuge, mehr als 1700 Standorte, täglich über 15’000 User und +80 % mehr Leads als im Vorjahr. Die Plattform wächst kontinuierlich und gewinnt spürbar an Bekanntheit.
2. Carmarket soll weiter an Sichtbarkeit gewinnen. Wir wollen mehr Händler überzeugen und ihnen deutlich mehr qualifizierte Interessentinnen und Interessenten zuführen. Zusätzlich wollen wir Kooperationen mit Importeuren und weiteren Branchenpartnern wie Leasingbanken, Garagenkonzepten, Reifenherstellern und Versicherungen ausbauen.
3. Carmarket wächst von der Auto-Plattform zur umfassenden Profi-Plattform für Autos und Reifen. Mit ganzheitlichen Services aus einer Hand schaffen wir klare Mehrwerte und differenzieren uns stark. 2026 erweitern wir das Angebot um neue, innovative Produkte und Funktionen.
Bianca Rösler, Cluster Sales Manager DACH Castrol
1. 2025 war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr mit klaren Schwerpunkten und starkem Teamwork. Wachstum und Fortschritt zeigten sichtbare Ergebnisse. Im Fokus standen Premium-OEM-Produkte mit 0W-Viskositäten, Magnatec für Stellantis und das wachsende Getriebeölsegment, wodurch wir unsere Marktposition stärkten.
2. Wir blicken auf weiteres Wachstum. Der Branchentrend zu 0W-Viskositäten bleibt 2026 ein strategischer Schwerpunkt. Im Fokus stehen chinesische OEMs, der Ausbau des Stellantis-Portfolios, die Stärkung unseres CVO-Angebots sowie neue Marketinginitiativen für nachhaltiges Wachstum.
3. Wir sehen grosses Potenzial in der technologischen Weiterentwicklung unseres Portfolios, besonders für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Stärkere Kundenorientierung, nachhaltige Lösungen und effizientere Prozesse sind zentral, ebenso der Ausbau von Partnerschaften mit Herstellern für innovative Mobilitätslösungen.
Daniel Freund, Geschäftsführer Continental Suisse SA
1. 2025 war für uns ein Jahr der Stabilität und des Erfolgs. Wir haben ein starkes, engagiertes Team in der Schweiz, und der Arbeitsmarkt hat sich spürbar entspannt. Das hat uns geholfen, Talente zu finden, aber auch zu halten. Wirtschaftlich haben wir unsere ambitionierten Ziele erreicht –dank des Einsatzes unserer Mitarbeitenden.
2. Die Neuzulassungen waren in den letzten Jahren niedrig, daher erwarten wir 2026 ein starkes Sommerreifengeschäft. Viele Autofahrer werden ihre Reifen ersetzen, besonders im UHP-Premiumsegment. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Nachfrage optimal bedienen können.
3. Im Lastwagen-Reifengeschäft haben wir die Talsohle durchschritten, der Markt erholt sich. Bei Personenwagenreifen sehen wir Chancen für unsere Premiumprodukte, weil Menschen in unsicheren Zeiten bewusst starke Marken wählen –sie geben Sicherheit.
KOSTENLOS ANMELDEN UND INFOS UNTER: autotechnikdays.ch
Roland Schär, Geschäftsführer CRS-TEC
1. Als junges KMU war 2025 ein sehr intensives, aber gleichzeitig ein wertvolles und lehrreiches Jahr. Wir konnten unser Geschäftsmodell weiter schärfen, Strukturen festigen und wichtige Kunden und Partnerschaften gewinnen. Nicht alles lief reibungslos, aber wir konnten die Herausforderungen annehmen und als Team lernen und zusammenwachsen. Insgesamt blicken wir positiv auf 2025 zurück, da wir eine stabile Basis geschaffen haben.
2. Für 2026 setzen wir im Reifenservice und in der Carrosserie klare Ziele. Im Fokus stehen bessere Ergonomie durch Hebeund Montagesysteme, optimierte Abläufe und Schulungen, um Belastung zu senken und Effizienz zu steigern. In der Carrosserie wollen wir mit modernen, nachhaltigen Lösungen Partner überzeugen.
3. Investitionen werden heute genauer geprüft, und dass Ergonomie am Arbeitsplatz stärker im Fokus steht als je zuvor, stimmt uns besonders optimistisch. Genau hier können wir mit modernen, durchdachten Lösungen einen Mehrwert schaffen.
Karl Heusi,
CEO Derendinger AG
1. Derendinger blickt auf ein positives Geschäftsjahr zurück und ist seinen Kunden sehr dankbar dafür. Besonders gefreut hat mich, dass der Online-Anteil der Bestellungen ein Niveau erreicht hat, das noch vor wenigen Jahren undenkbar war. Die rekordhohen Abschlüsse von neuen Werkstattkonzepten zeigen, dass wir unseren Kunden echte Mehrwerte bieten.
2. Wir gehen davon aus, dass der Markt für Reparaturleistungen weiterhin stark bleibt und wir uns in diesem Markt als zuverlässiger und kundennaher Anbieter positionieren können. Selbstverständlich werden wir unseren Kunden auch 2026 neue Produkte, Dienstleistungen und Mehrwerte anbieten.
3. Aufgrund des immer älter werdenden Wagenparks denken wir, dass die oben beschriebene Stärke des Marktes weiter anhält. Trotzdem sind wir gefordert, unsere Kunden täglich von unserer Leistung zu überzeugen. Den Eintritt in den Carrosseriemarkt haben wir geschafft, nun gilt es, unsere Position weiter auszubauen. Unser Team hat zum Glück noch sehr viele Ideen, wie wir den Alltag unserer Kunden weiter vereinfachen können!
Donato Bochicchio, Managing Director PCDOL & LOGEP
1. 2025 war für uns ein Übergangsjahr, geprägt von personellen Veränderungen und anspruchsvollen Marktbedingungen. Positiv hervorzuheben sind steigende Verkäufe im Privat- und Flottengeschäft sowie die erfolgreiche Positionierung unserer Marken als verlässliche Partner, insbesondere bei der Elektrifizierung von Flotten. Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung der Marke Leapmotor. Während das PW-Geschäft stabil ist, sehen wir im NfzBereich noch Entwicklungspotenzial. Das Aftersales-Geschäft und der Ausbau von Eurorepar Car Service entwickeln sich solide. Branchenweit bleibt das Marktumfeld herausfordernd, auch wegen fehlender politischer Impulse in der Schweiz.
2. Für 2026 erwarten wir ein moderates Marktwachstum. Wir verfolgen unsere Wachstumsziele über alle Marken hinweg, bauen das Momentum im PW-Bereich aus und schärfen den Fokus auf Nfz.
3. Optimistisch stimmen uns die enge Partnerschaft mit unserem Händlernetz, die anhaltende Bedeutung individueller Mobilität in der Schweiz sowie unsere erneuerte Modellpalette über alle fünf Marken hinweg. Sie bilden die Basis für nachhaltigen Erfolg.
Giorgio Feitknecht, CEO ESA
1. Dank der grossen Verbundenheit unserer Kundinnen und Kunden hat sich die ESA im Jahr 2025 wiederum erfreulich weiterentwickelt. Die ESA-Mitarbeitenden haben mit ihrem täglichen Engagement, ihrer Kompetenz und ihrer Kundenorientierung massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.
2. Wir blicken mit Zuversicht auf das Jahr 2026 und gehen davon aus, dass die Geschäftsentwicklung ähnlich wie im vergangenen Jahr sein wird. Vorbehalten bleibt die Entwicklung der internationalen Lage und deren Auswirkungen auf die Schweiz.
3. Der Individualverkehr ist und bleibt attraktiv! Dies unterstreicht die wichtige Rolle der Garagen heute und auch in Zukunft. Für Unternehmen in der Automobilbranche ergeben sich damit weiterhin Opportunitäten.
Roger Limacher, Geschäftsführer Fibag AG
1. 2025 war geprägt von einem anspruchsvollen Marktumfeld, steigenden Kosten und dem Wandel hin zur Elektromobilität. Trotz dieser Herausforderungen konnten wir unsere Position behaupten und strategische Partnerschaften ausbauen. Besonders wichtig waren Investitionen in digitale Lösungen für effizientere Prozesse.
2. Wir starten ins 2026 mit unserem 80-jährigen Jubiläum und möchten unseren Kunden durch attraktive Aktionen einen Mehrwert bieten. Unser Ziel ist es, Marktanteile nicht nur zu sichern, sondern moderat auszubauen. Gleichzeitig optimieren wir unsere Abläufe, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
3. Die steigende Nachfrage nach Plug-in-Fahrzeugen eröffnet spannende Perspektiven, da diese Modelle zwei Technologien intelligent verbinden. Darüber hinaus sehen wir grosses Potenzial in der Vertiefung strategischer Partnerschaften. Wir prüfen zudem die Erweiterung unseres Webshops um eine zusätzliche Marke.
1. 2025 war für Hankook in der Schweiz ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr. Trotz eines leicht rückläufigen Gesamtmarktes konnten wir unseren Absatz steigern und damit unseren Marktanteil weiter ausbauen. Hierbei freut uns besonders die Absatzentwicklung der Reifen ab 18 Zoll.
2. Seit der Gründung der alpinen Niederlassung investiert Hankook konsequent in den Schweizer Markt: Bereits seit August 2025 verstärkt Antonio Nardiello das nationale Vertriebsteam und stellt zusammen mit Christian Violante und Bruno Duarte einen verbesserten Kundenservice sicher. Ziel ist, mit unseren Partnern 2026 gemeinsam das profitable Wachstum weiter voranzutreiben und die Marktposition auszubauen.
3. Der Schweizer Markt zeigt klare Trends: Der Bedarf an SUV-Reifen wächst, ebenso das All-Weather-Segment. Mit der spezialisierten «iON»-Produktpalette bedient Hankook die steigenden Anforderungen von Elektro- und Hybridfahrzeugen und unterstützt Partner mit einem verstärkten Team.
Andreas Wirth, Sales Director Hankook Austria
Stephan Marty, Geschäftsführer Hirschi AG
1. Das letzte Jahr war ein gutes Jahr. Der Verkauf von Anhängerkupplungen für Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen waren den Immatrikulationen entsprechend niedriger. Der Absatz von Kupplungen für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen konnte gesteigert werden.
2. 2026 wird keine grossen Veränderungen bringen. Wir streben eine Umsatzsteigerung von drei bis vier Prozent an.
3. Seit 2020 haben wir den Vertrieb von Kupplungen diverser Lieferanten jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich steigern können. Eine Stagnation ist nicht in Sicht. Die Schweizer Armee hat zurückgehaltene Bestellungen nun beim Fahrzeuglieferanten platziert. Hier erwarten wir eine Steigerung für die Kupplungen unserer Eigenmarke.
Marcel Stocker, Geschäftsleiter Automotive, Hostettler Autotechnik AG
1. 2025 hat uns ein leichtes Wachstum auf gutem Niveau gebracht. Für die Reifen hätten wir uns sicher noch etwas mehr Schnee gewünscht. Man spürt den älter werdenden Fahrzeugpark: in der gestiegenen Nachfrage nach Wartung, aber auch nach zeitwertgerechten Teilen und der damit verbundenen Preissensibilität.
2. Die Autotechnik Days im Frühjahr werden uns einen positiven «Boost» geben. Der Markt ist kompetitiv, aber wir sehen uns sehr gut positioniert und wollen weiter wachsen: mit neuen Konzepten, verbesserter Logistik und erweitertem Sortiment.
3. Ich sehe, dass die technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unsere Kunden und uns als Lösungsanbieter enger zusammenschweissen. Wir empfinden das als Chance, aber auch als Pflicht, hier immer wieder proaktiv neue Lösungen für unsere Partner zu entwickeln.
Gottfried Scholz, Gründer und Inhaber Irega AG
1. Da wir uns intensiv mit der Rädereinlagerung befassen, beobachten wir, dass die Reifendimensionen stetig grösser werden. Dadurch müssen Garagen immer mehr und grössere Räder lagern. Unsere speziell entwickelten Systeme für grosse Räder stossen bei den Betrieben auf sehr positive Resonanz.
2. Für 2026 erwarten wir, dass halbautomatische Systeme zur Rädereinlagerung deutlich häufiger eingesetzt werden. Sie erleichtern die Arbeit erheblich und ermöglichen eine Einsparung von bis zu drei Vierteln der Arbeitszeit und der damit verbundenen Kosten.
3. Da das Verkehrsaufkommen weiter zunimmt und Fahrzeuge weiterhin auf Reifen angewiesen sind, rechnen wir auch künftig mit einem steigenden Bedarf an unseren Rädereinlagerungssystemen in Garagen.
Christian Schaller, Inhaber Iwag Distribution AG
1. Das Jahr 2025 war für uns insgesamt positiv. Wir konnten generell eine stabile Umsatzentwicklung verzeichnen, insbesondere im Felgenbereich deutlich wachsen und unsere Eigenmarken weiter stärken. Parallel dazu haben wir unsere logistischen Strukturen gezielt ausgebaut und zusätzliche Lieferketten etabliert.
2. Für 2026 setzen wir auf eine solide und kontinuierliche Weiterentwicklung. Der Fokus liegt auf der weiteren Stärkung unserer Eigenmarken, der aktiven Förderung ausgewählter Partnermarken sowie auf dem gezielten Ausbau unseres Logistikservices und ergänzender Dienstleistungen.
3. Besonders optimistisch stimmen uns die Stärke und das Potenzial unserer Eigenmarken im Portfolio. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach individueller und gewerblicher Mobilität hoch, was auch künftig eine stabile Nachfrage und weitere Entwicklungsmöglichkeiten schafft.
Ferdinand Smolders, Geschäftsführer KSU A-Technik AG
1. 2025 war ein Jahr der Weichenstellung. Wir realisierten zukunftsorientierte, digitalisierte Werkstattkonzepte und entwickelten gemeinsam mit starken Partnern Lösungen, die mit der Fahrzeugtechnologie wachsen. Parallel stärkten wir unsere Prozesse, Vertriebskanäle und Innovationskraft nachhaltig.
2. Trotz globaler Unsicherheiten blicken wir mit Zuversicht nach vorne. Unser Fokus liegt klar auf Effizienz, Vereinfachung und Spezialisierung. Mit starken Teams und klaren Prozessen wollen wir weiter Orientierung geben und unseren Kundinnen und Kunden echte Mehrwerte schaffen.
3. Unsere Entwicklung zum ganzheitlichen Anbieter eröffnet neue Perspektiven. Lösungen aus einer Hand, kombiniert mit fundierter Beratung und Service, treffen den Zeitgeist moderner Werkstätten. Elektromobilität, Marktpräsenz und Auftritte wie an der «transport.ch» unterstreichen den Anspruch von KSU als innovativer und verlässlicher Zukunftspartner.
1. 2025 war für uns ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Wir konnten unsere Marktposition weiter festigen. Die anhaltende Tendenz, dass Fahrzeuge länger genutzt und gezielt optimiert werden, hat sich erneut positiv auf die Nachfrage nach hochwertigen Fahrwerkslösungen ausgewirkt.
2. Für 2026 erwarten wir ein spannendes Jahr mit zahlreichen neuen Produkten und Weiterentwicklungen im Bereich Vertrieb. Neben Lösungen für neue Fahrzeuge werden auch im Bereich «Klassik» weiterhin Fahrwerke entwickelt und gebaut. Wir sehen grosses Potenzial darin, unser Angebot weiter auszubauen und gezielt auf die sich wandelnden Anforderungen des Marktes zu reagieren.
3. Die Bedeutung von Fahrwerksoptimierung bei bestehenden Fahrzeugen bietet weiterhin grosses Potenzial. Gleichzeitig eröffnen neue Produkte und technologische Weiterentwicklungen zusätzliche Chancen, neue Kundengruppen anzusprechen. Mit Blick auf 2026 stimmen uns diese Entwicklungen sehr optimistisch.
Maurice Schindler, Geschäftsführer KW Schweiz
Silvan Lämmle, CEO Marketing & Verkauf Laemmle Chemicals AG
1. Für mich war es eines der spannendsten Jahre in meiner Berufskarriere. Die Integration von Amstutz und der neue Standort in Mönchaltorf haben mir alles abverlangt. Zudem ist es uns gelungen, das Kernbusiness mit den Roxor-Schmierstoffen ohne Impact voranzutreiben.
2. Wir wollen die Firmenstrukturen festigen und konsolidieren, die Produktion in Mönchaltorf für die Reinigungsprodukte hochfahren und unsere Kunden mit einem noch nie dagewesenen Produktportfolio unterstützen.
3. Wir freuen uns auf neue Impulse im Bereich der Verbrennungsmotoren und die damit verbundene Motorenölentwicklung. Durch die Amstutz-Integration sind wir der kompletteste Chemieanbieter im Bereich Schmierstoffe und Reinigungsprodukte für die Werkstatt. Dies alles aus eigner Schweizer Produktion.
Christoph Kissling, CEO LKQ Rhiag Switzerland
1. Das Jahr 2025 war von Unsicherheiten, steigender Komplexität und Kostendruck geprägt. Dennoch konnten wir wichtige Fortschritte erzielen: durch Digitalisierung, neue Kundenlösungen sowie die erfolgreiche Umsetzung zentraler Projekte wie Systemharmonisierungen und Produktinnovationen.
2. 2026 steht im Zeichen von Stabilität und Wachstum. Wir setzen auf Effizienz durch Digitalisierung und Automatisierung, stärken unsere Kundenorientierung, sichern Margen durch Kostenkontrolle und investieren gezielt in die Weiterentwicklung von Führung und Fachkompetenz.
3. Durch Digitalisierung und Prozessinnovation steigern wir Effizienz und Kundennähe. Gleichzeitig schaffen Marktdiversifikation, Partnerschaften und neue Geschäftsmodelle zusätzliche Umsatzchancen und stärken unsere Zukunftsfähigkeit.
1. Die Mewa Service AG blickt auf eine stabile Entwicklung in allen Geschäftsfeldern zurück. Wir beobachten, dass die Themen Arbeitsschutz und ökologisches Bewusstsein bei unseren Kunden zunehmend in den Fokus rücken. Tatsächlich bildet der Automobilsektor und somit unsere Putztuchsparte nach wie vor den robusten Kern unserer Marktaktivitäten.
2. Als Anbieter von Betriebstextilien – dazu gehören Mehrweg-Putztücher, Ölauffangmatten, Teilereiniger sowie Berufs- und Schutzkleidung für Industrie und Handwerk – setzt Mewa auf ein weiterhin solides Wachstum. Chancen bieten sich uns durch die marktrelevanten Trendthemen «Innovative Textilien» und «Reinraumtechnologie».
3. Erfolgsbausteine setzen wir in den Bereichen Servicequalität und Kundenmanagement, d. h. in der konsequenten Ausgestaltung unserer Kernaufgabe, dem «Mewa-Rundum-Service». Denn ein kreislauffähiges Geschäftsmodell ist in einer zirkulären Wirtschaft von grundlegender Bedeutung, da Nachhaltigkeit Werte schafft. Heute wie in Zukunft.
Stefan Sury, Verkaufsleiter Automotive Motorex AG
1. Wir können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. In unserem Heimmarkt Schweiz wie auch in den internationalen Märkten sind unser Brand und unsere Firma fest verankert und auf Wachstumskurs. Spezifisch in der Schweiz; im Bereich CAR sind Kundennähe, Unabhängigkeit und Know-how der Schlüssel zum Erfolg.
2. In einem dynamischen Marktumfeld werden wir mit Sicherheit neue Herausforderungen zu bewältigen haben. Als Firma sind wir sehr gut aufgestellt. Wir verfügen über eine professionelle, kundennahe Verkaufsmannschaft; diese wird unterstützt von spezialisierten Abteilungen am Hauptsitz. Wir wollen auch im 2026 unsere Kernkompetenzen weiter ausbauen und stärken – entsprechend haben wir ein Wachstum budgetiert.
3. Neue Technologien spornen uns an, unsere Produkte weiterzuentwickeln oder neu herzustellen. Auch in Zukunft sind unsere Flüssigkeiten, Öle, Fette und weitere Komplementärprodukte in den verschiedensten Einsätzen und Technologien vonnöten. Wir sind bereit und so aufgestellt, dass wir mit viel Selbstvertrauen und Erfahrung Marktchancen nutzen können.
Thomas Nelles, General Manager Aftermarket DACH & NORDICS Niterra EMEA GmbH
1. Neben dem zunehmenden Alter des Fahrzeugbestandes, welches die Nachfrage in IAM positiv beeinflusst hat, haben unsere Sortimentsergänzungen in allen grossen NGK- und besonders NTK Produktlinien zur deutlichen Umsatzsteigerung beigetragen. Auch bestätigen uns unsere Distributionspartner für 2025 eine stabile Warenverfügbarkeit auf hohem Niveau. 2025 war für Niterra im IAM ein sehr erfolgreiches Jahr.
2. Auch in das Jahr 2026 blicken wir positiv und planen mit einer positiven Umsatzund Absatzentwicklung, obwohl wir von einer etwas abflachenden Nachfrage im ungebundenen Kfz-Servicemarkt ausgehen.
3. Der freie, ungebundene Kfz-Verschleissteile-Markt gewinnt Marktanteile zu Lasten der vertragsgebundenen Service-Organisationen. Dies führt weiterhin zu einer positiven Entwicklung. Darüber hinaus lässt uns das Feedback unserer Geschäftspartner zu unseren umfangreichen Sortimentsergänzungen und unserer neuen NTK Produktlinie Drosselklappenstutzen positiv in das neue Jahr 2026 starten. Wir sind stolz auf die Loyalität und auf die langjährige Partnerschaft mit unseren Vertriebspartnern in der Schweiz.
1. 2025 setzten wir unseren Wachstumskurs mit innovativen Produkten und höherem Fokus auf Mehrwert für Verbraucher fort. Erhöhte Produktionskapazitäten in Finnland, Nordamerika und Rumänien sowie die CO₂-freie Fabrik in Oradea und eine verlässliche Warenverfügbarkeit bildeten die Grundlage für unseren Erfolg.
2. Unsere Wachstumsstrategie wurde 2025 weiter umgesetzt: Die neue Produktionsstätte in Rumänien fertigte bereits den einmillionsten Reifen. Zudem wurden die Premiumreifen Powerproof 2 und Seasonproof 2 erfolgreich in Zentraleuropa eingeführt. Weitere Produkteinführungen sind für 2026 geplant.
3. Nokian Tyres erwartet auch 2026 positive Effekte aus laufenden Optimierungen. Ziel ist es, Nettoumsatz und operative Marge weiter zu steigern. Nach Investitionen von 800 Mio. Euro ist das Unternehmen gut für nachhaltiges Wachstum positioniert und stärkt Premiumqualität und Markenbekanntheit – unterstützt durch Markenbotschafter Kimi Räikkönen.
Patrick Ritter, Kfm. Geschäftsführer Mewa Service AG
Sacha Waldvogel, Country Manager Nokian Tyres Switzerland
Zwei neue EUROREPAR Car Service Standorte in der Schweiz
EUROREPAR Car Service wächst weiter –und wir freuen uns, gleich zwei neue Partnerbetriebe in unserem Netzwerk begrüssen zu dürfen. Beide stehen für Qualität, Kundennähe und gelebte Leidenschaft fürs Automobilhandwerk.
DORFGARAGE Feldmann GmbH –Klein, fein und seit fast 50 Jahren ein Begriff für Vertrauen
Gegründet 1977, heute bereits in der zweiten Generation geführt, steht dieser familiäre Betrieb für Werte, die man spürt: Nähe, Ehrlichkeit und echtes Know-how. Seit 1984 Citroën Vertretung, zählt die DORFGARAGE Feldmann GmbH heute rund 800 Kunden und setzt weiterhin auf persönlichen Service. «Meine Garage ist klein, aber fein. Beste Qualität zum fairen Preis ist mir wichtig», sagt
der Inhaber Ronny Feldmann. Unterstützt von seinem Mechaniker, seinem Sohn im 2. Lehrjahr und seiner Frau im Backoffice, bietet er ein umfassendes Angebot für Fahrzeuge aller Marken – vom Neuwagen bis zum Youngtimer, vom Nutzfahrzeug bis zum Wohnmobil.
Durch den Beitritt zu EUROREPAR Car Service möchte die Garage ihre Stärken weiter ausbauen: Zugang zu technischen Daten, modernen Diagnoselösungen, Ersatzteilen für alle Marken und einem zuverlässigen technischen Support im Hintergrund.
Auto Zollikofer AG - 80 Jahre Tradition und ein starkes Zeichen für die Zukunft
Die Geschichte der Auto Zollikofer AG beginnt 1946 – heute führt bereits die dritte Generation den Familienbetrieb mit rund 35 Mitarbeitenden an mehreren Standorten in der Ostschweiz. Vom Hauptsitz in St. Gallen über die Filiale Rickenbach bis zur traditionsreichen Garage in Chur: Zollikofer ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der regionalen Mobilität.
Mit Marken wie Peugeot, Infiniti, Nissan, KGM und neu Leapmotor ist das Unternehmen breit aufgestellt. Hinzu kommen Spezialkompetenzen wie Karrosserie, Fahrzeugfolierungen, Lackierung sowie Umbauten für Camping- und Freizeitmobile. Der Kundenstamm umfasst rund 3’000 Fahrzeugbesitzer – ein Vertrauensbeweis, der für Qualität spricht.
Mit dem Beitritt zu EUROREPAR CAR SERVICE im Jahr 2025 unterstreicht Auto Zollikofer AG
ihren Anspruch, auch markenfremden Kunden höchste Servicequalität zu bieten. Als starker Multimarken-Partner sorgt EUROREPAR Car Service dafür, dass Mobilität in der Ostschweiz auch künftig zuverlässig, professionell und markenübergreifend gesichert bleibt. Ein moderner Full-Service Partner, der Tradition, Innovation und Kundenorientierung vereint.
EUROREPAR Car Service – Die clevere Wahl für alle Marken. Hier entdecken:
Markus Tschuran, Niederlassungs- und Serviceleiter
Otto Christ AG Schweiz
1. 2025 war für die Otto Christ AG Schweiz ein anspruchsvolles, insgesamt aber positives Jahr. Trotz eines zurückhaltenden Investitionsumfelds konnten wir unsere Marktposition stärken und insbesondere mit effizienten und nachhaltigen Waschanlagenlösungen überzeugen.
2. 2026 setzen wir auf eine gezielte personelle Neuaufstellung, um Teams zu stärken und Abläufe zu optimieren. So schaffen wir die Grundlage für effizientes Arbeiten, neue Projekte und eine stabile Position im Schweizer Markt.
3. Optimistisch stimmt uns die personelle und strategische Neuaufstellung. Zusammen mit der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Waschanlagen können wir Prozesse verbessern, neue Projekte angehen und unseren Kunden mehr Mehrwert bieten.
Marco Spadaro, Geschäftsführer Petro-Lubricants
1. Das Jahr 2025 war für uns geprägt von solidem Wachstum und wichtigen Erfolgen. Wir konnten unsere Marktposition in der Schweiz weiter ausbauen, das Rowe-Portfolio gezielt erweitern und neue Kunden im Automotive- und Industriesektor gewinnen. Besonders erfreulich war die Einführung leistungsstarker Schmierstoffe, die den steigenden Anforderungen moderner Motoren und Maschinen gerecht werden.
2. Für 2026 setzen wir auf den Ausbau unseres Händlernetzes und die Stärkung unserer Präsenz im Premiumsegment. Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung und Vermarktung umweltfreundlicher Schmierstoffe, um den wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht zu werden.
3. Wir sehen grosse Chancen in der steigenden Nachfrage nach energieeffizienten und biologisch abbaubaren Schmierstoffen. Zudem eröffnen neue Anwendungen im Bereich E-Mobilität und Industrie spannende Wachstumsfelder. Diese Entwicklungen stimmen uns optimistisch, unsere Position als verlässlicher Partner für innovative und nachhaltige Lösungen weiter auszubauen.
Marc Kessler, Geschäftsführer Quality1
1. 2025 war für Quality1 ein anspruchsvolles, aber erfolgreiches Jahr. Trotz eines weiterhin gedämpften Schweizer Automarktes konnten wir uns stabil entwickeln und unsere Position als digitaler Plattformanbieter für die Automobilbranche weiter stärken.
2. Für 2026 erwarten wir einen stabilen Markt ohne starke Absatzimpulse. Unsere Ziele bleiben klar: Wir treiben unsere digitale Strategie konsequent voran und schaffen nachhaltigen Mehrwert für Kunden und Partner.
3. Die steigenden Qualitätsansprüche unserer Kunden bestätigen unseren eigenen Anspruch. Quality1 steht für Verlässlichkeit und Qualität – und genau darin sehen wir grosses Zukunftspotenzial.
Luca Tedeschi, Managing Director Pirelli Tyre (Suisse)
1. Das Premiumsegment blieb robust und bestätigte damit unseren High-ValueAnsatz. Die neuen Reifen P Zero und Cinturato Winter 3 setzten neue Massstäbe, zudem war 2025 ein Rekordjahr, was Siege in Vergleichstests und den Erfolg unserer Cyber-Tyre-Technologie betrifft. Und auch das Driver-Netzwerk wuchs weiter.
2. Wir werden uns auch zukünftig auf das High-Value-Segment konzentrieren und gleichzeitig Forschung und Innovation vorantreiben, insbesondere mit Schlüsseltechnologien wie dem Pirelli Cyber Tyre. Zudem werden neue Produkte auf den globalen Märkten eingeführt, darunter die dritte Generation unseres SUV-Spezialisten Scorpion, der die wachsende Nachfrage nach Spezialreifen bedient.
3. Elektrofahrzeuge mit steigenden Zulassungszahlen und SUV mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent 2025 sind klare Wachstumstreiber für die Nachfrage nach Premiumreifen. Dieses Potenzial werden wir dank speziell entwickelter Produkte wie dem neuen Scorpion sowie unserer Elect-Technologie nutzen.
Florian Rohkamm, Chief Distribution Officer und Vorstandsmitglied bei der Real Garant Versicherung AG
1. Das vergangene Jahr war in der Automobilbranche von Veränderungen geprägt. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen blieb das Interesse an zukunftsfähigen Lösungen und wirksamen Massnahmen zur Kundenbindung durch Garantien hoch. Im engen Austausch mit unseren Partnern begleiteten wir diese Entwicklungen aktiv.
2. Mit Blick auf 2026 gehen wir zuversichtlich ins neue Jahr und erwarten starke Entwicklungen durch die Elektromobilität. Steigende Zulassungen von Elektrofahrzeugen, wachsende Ladeinfrastruktur, strengere Vorgaben und neue Marken, insbesondere aus China, werden den europäischen Markt weiter beleben.
3. Unser Fokus liegt neben Verbrennern verstärkt auf elektrischen Antrieben. Ziel ist es, Fahrzeuge ganzheitlich abzusichern und zukunftsorientierte Services anzubieten. Wartungspakete, digitale Schadenmeldung und persönliche Betreuung sorgen für mehr Komfort, Transparenz und Service auf Augenhöhe.
1. 2025 war ein anspruchsvolles, zugleich aber sehr spannendes Jahr – insbesondere in der Erstausrüstung. Umso erfreulicher ist die positive Entwicklung im Aftermarket. In mehreren Produktsegmenten konnten wir gezielt Marktanteile gewinnen und unsere Position weiter stärken.
2. Unsere Erwartungen und Ziele bleiben entsprechend ambitioniert. Für 2026 planen wir die Einführung mehrerer Produktneuheiten, die unsere Kunden über viele Jahre begleiten und nachhaltig zum Ertrag beitragen werden. Vor allem in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, Hochvolt- und Klimatechnik sehen wir weiterhin erhebliches Marktpotenzial.
3. Die EU lockerte das Verbrennerverbot ab 2035 und schuf Klarheit für Europas Autohersteller. Das stärkt die Stimmung, und die Verbrenner sind somit noch länger im Aftermarket vertreten. Gleichzeitig sind wir im Bereich der Elektromobilität sehr gut aufgestellt, so dass wir strategisch bewusst mehrgleisig und zukunftssicher agieren können.
Dirk Appelt, Mobility Aftermarket, Sales Switzerland (MA/SSZ) Robert Bosch AG
Antonio Lo Iacono, Bereichsleiter
Werkstattbedarf Südo Jasa AG.
1. 2025 war ein Jahr des Wandels und der Chancen. Die Fusion zur Südo Jasa AG war ein Meilenstein, der unser Team enger zusammengeschweisst hat. Durch die enge Zusammenarbeit der Bereiche nutzen wir Synergien gezielt, bieten ein breiteres Leistungsspektrum und haben die Verkaufsgebiete optimiert. Trotz anspruchsvoller Marktbedingungen konnten wir unsere Position festigen und wichtige Weichen für die Zukunft stellen. Der Einsatz unseres Teams war dabei entscheidend.
2. Für 2026 verfolgen wir eine klare Ausrichtung: Kundennähe stärken, Prozesse effizienter gestalten und neue Impulse setzen. Unser Anspruch bleibt, nachhaltigen Mehrwert zu schaffen, Chancen aktiv zu nutzen und gemeinschaftlich weitere Erfolge zu erzielen.
3. Die Dynamik unserer Märkte eröffnet neue Perspektiven. Innovative Lösungen für Handwerksbetriebe, starke Partnerschaften mit Marken und Lieferanten sowie die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und Servicequalität geben uns Rückenwind. Mit einem motivierten Team blicken wir zuversichtlich nach vorn und sind bereit, neue Standards zu setzen.
Werner Arpogaus,
Geschäftsführer Texa Deutschland
1. Das Jahr war für Texa Deutschland und die gesamte Texa-Gruppe sehr erfolgreich. Neue Produkte wie der H2-Blaster sowie unsere bewährten Diagnoselösungen fanden breite Akzeptanz in der Autobranche und ermöglichten ein deutlich zweistelliges Umsatzwachstum. Besonders geschätzt wird auch unser engagierter Innen- und Aussendienst, der massgeblich zu diesem Erfolg beiträgt.
2. Die positive Entwicklung und neue Partnerschaften auf Händlerebene lassen uns optimistisch auf das kommende Jahr blicken. Wir wollen unsere Marktpräsenz weiter ausbauen und die Verkaufsergebnisse steigern. Zudem erwarten wir die Fortsetzung mehrerer Grossprojekte, die einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Wachstum leisten.
3. Neue Wege im Vertriebsnetz eröffnen zusätzliche Chancen. Mit der Lade- und Prüfstation E-Diag Charger erweitern wir unser Angebot im Bereich Elektromobilität. Auf der nächsten Automechanika wird Texa zudem erneut mit mehreren Produktneuheiten vertreten sein.
1. Das Jahr 2025 war sowohl aus geschäftlicher als auch aus menschlicher Sicht ein spannendes und erfolgreiches Jahr. Wir haben festgestellt, dass es vielen Unternehmen gelungen ist, sich in einem schwierigen Umfeld zu behaupten. Wir konnten sie begleiten und ihnen helfen, indem wir auf ihre Bedürfnisse eingegangen sind. Gleichzeitig haben wir menschliche Beziehungen aufgebaut, die auch in Zukunft Bestand haben werden.
2. Das Jahr 2026 ist erst wenige Tage alt, aber wir können bereits sagen, dass es dem Jahr 2025 ähneln wird. Ein besonderes Umfeld, das wir gelassen angehen müssen, denn die Automobilwelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Dies ist eine Herausforderung, der sich unsere 400 Mitarbeiter an acht Standorten täglich stellen.
3. Wenn wir nur eine einzige wichtige Entwicklung bei der Beschaffung neuer Produkte nennen müssten, wäre das sicherlich das Produkt «AdBlue GE» by BASF, das nun aus nachhaltigen Rohstoffen und grüner Energie hergestellt wird.
Mathieu Quirin, Verkaufsleiter Automotive Schmierstoffe bei «TotalEnergies»
1. 2025 war für unser Unternehmen in der Schweiz ein Jahr des Wandels mit einem Wechsel in der Verkaufsleitung. Wir konnten die Beziehungen zu unseren Kunden und Partnern pflegen und stärken. Wir haben ein deutliches Wachstum verzeichnet.
2. Wir blicken optimistisch auf das Jahr 2026 und sind entschlossen, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern weiter zu wachsen und auch weiterhin unser Fachwissen und unsere digitalen Tools einzubringen. Das Jahr 2026 wird auch im Zeichen der Entwicklung innovativer Produkte (recycelte Öle) stehen.
3. «TotalEnergies» hat die Ausschreibung von Stellantis gewonnen und ist seit Januar für einen Zeitraum von fünf Jahren exklusiver Partner für Motorenöle im Aftersales-Bereich aller Marken der Gruppe mit den neuen Freigaben. Wir freuen uns sehr darüber, denn dies eröffnet uns spannende Perspektiven für 2026.
Gregor Eckert, Präsident, UGS –Union der freien Fahrzeugteile Grossisten der Schweiz
1. 2025 war für die UGS ein sehr lebendiges Jahr. Neben neuen Vertriebskanälen und dem Start wichtiger E-Commerce-Projekte feierten wir unser 20-jähriges Jubiläum. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Weiterbildungen und dem aktiven Austausch innerhalb der UGS.
2. Wir blicken mit grosser Motivation auf 2026. Zahlreiche konkrete Ideen sollen umgesetzt werden, um den UGS-Mitgliedern weiterhin Mehrwerte zu bieten und den branchenweiten Zusammenhalt in einem herausfordernden Umfeld zu stärken.
3. Die aktuelle Lage fördert Zusammenarbeit und Verlässlichkeit innerhalb der Branche. Gleichzeitig werden Fahrzeuge länger genutzt und häufiger repariert, was sich kurz- und mittelfristig positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirkt.
Edmond Borner, Geschäftsleiter Wheelnews / COO Cotra Autotransport AG
1. 2025 war für Wheelnews ein Jahr des starken Wachstums: Wir haben neue Arbeitsplätze geschaffen, zahlreiche Partnerschaften geschlossen und vielen Kunden geholfen, ihr Felgengeschäft erfolgreich aufzubauen. Ein absolutes Rekordjahr voller Dynamik und Freude!
2. 2026 treiben wir das Wachstum weiter: Ziel ist die flächendeckende Versorgung der Schweizer Autobranche mit zertifizierten Felgenreparaturen. Wir erweitern das Partnernetz, erhöhen die Kapazität und bleiben führend bei Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit.
3. Optimistisch stimmen uns der Trend zu Reparatur statt Ersatz, starke Kooperationen im Schweizer Autogewerbe und unsere digitalisierten Prozesse: schweizweiter Hol-/Bring-Service, OEM-Standard, Zertifikat und hohe Tageskapazität –ideale Bedingungen für zusätzliche Marktanteile und Wachstum.
TDC-Neujahrsapéro 2026 im Zeichen von Partnerschaft und Genuss
Zurück im Schützenhaus Thalwil und neu organisiert: Der TDC-Neujahrsapéro 2026 überzeugte mit durchdachter Raumaufteilung, persönlichen Worten, kulinarischer Vielfalt und gelebter TDC-Kultur.
Nach dem glamourösen Jubiläumsjahr 2025, als die TDC AG ihr 25-jähriges Bestehen im Sax in Schlieren (ZH) feierte, kehrte der traditionelle Neujahrsapéro 2026 an seinen angestammten Ort zurück: ins Schützenhaus Thalwil (ZH). Rund 300 Gäste aus der Carrosserie- und Versicherungsbranche, Schadenexperten, Partner, Freunde und Weggefährten folgten am 9. Januar 2026 der Einladung von Kurt Seiler und Massimo Di Giovanni.
Das Gebäude blieb dasselbe – neu war jedoch die Organisation im Innern. Erstmals wurde auf beiden Seiten des Saals getischt, insgesamt 140 Sitzplätze sorgten für eine spürbar bessere Struktur. Die Gäste verteilten sich besser, Gespräche entstanden natürlicher, das Gedränge früherer Jahre war deutlich reduziert. «Es ging uns darum, den Abend angenehmer zu gestalten, ohne den Charakter des Schützenhauses zu verändern», erklärte Kurt Seiler. «Die Rückmeldungen zeigen: Das Konzept ist aufgegangen.»
Ein Moderator mit persönlichem Bezug Erstmals führte Sven Epiney durch den Abend – souverän, humorvoll und mit viel Gespür für den Anlass. Epiney zählt seit Jahrzehnten zu
den bekanntesten Moderatoren der Schweiz: als Radiostimme bei SRF, als Kommentator des Eurovision Song Contests und als langjähriger Gastgeber der Quizsendung «5 gegen 5».
Eine besondere Verbindung zum TDC-Umfeld machte seinen Auftritt zusätzlich persönlich. Bei «5 gegen 5» arbeitete Epiney einst mit der heutigen Partnerin von Kurt Seiler zusammen,
Text: Mario Borri | Bilder: Sarah Rauchenstein (Shooting Garage)
Die TDC-Geschäftsleitung auf der Empore im Schützenhaus Thalwil: CEO Kurt Seiler (l.) und COO Massimo Di Giovanni nehmen CFO Simona Blaser in die Mitte.
Dank dem neuen Tischkonzept war es im Schützenhaus Thalwil weniger eng.
V. l.: Emil Laib, Kurt Seiler, Sven Epiney und Massimo Di Giovanni.
Simona Blaser (3. v. l.) mit den TDC-Damen von Frontdesk und Backoffice.
die sich dort um die Kandidatinnen und Kandidaten kümmerte. «Die Welt ist manchmal erstaunlich klein», schmunzelte Epiney. «Umso schöner, heute hier zu stehen und diesen Abend moderieren zu dürfen.»
Für den ersten Lacher sorgte er gleich zu Beginn mit einer augenzwinkernden Geschichte: «Mir ist hier in Thalwil vorher jemand hinten draufgefahren. Ein Passant hat mir gesagt, ich soll ins Schützenhaus gehen, dort sind heute genug Experten.» Der Ton war gesetzt: locker, persönlich, aber respektvoll.
Zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit Epiney fand aber auch die richtigen Worte für nachdenkliche Momente. Er erinnerte an den nationalen Trauertag, der ebenfalls am 9. Januar war, und an die Ereignisse in CransMontana. Die Durchführung des Apéros sei bewusst diskutiert worden. «Gerade solche Abende sind ein Zeichen der Wertschätzung», betonte er. «Und sie schliessen nicht aus, dass man innehalten und an andere denken kann.»
Anschliessend bat er die Geschäftsleitung der TDC AG, bestehend aus Kurt Seiler, Massimo Di Giovanni und Simona Blaser auf die Empore. Seiler nutzte den Moment für sehr persönliche Worte. Er dankte seiner Familie, allen Freunden und Wegbegleitern, die ihm vor 26 Jahren den Weg in die Selbstständigkeit ermöglichten. Der Applaus war lang und ehrlich.
Genuss als verbindendes Element Auch kulinarisch zeigte sich der Abend neu akzentuiert und mit klarer Struktur: drinnen Parmigiana, Crevetten mit Knoblauch und
hausgemachte Pasta, draussen Pizza sowie Würste. Zum Abschluss erwartete die Gäste ein grosszügiges Dessertbuffet – sowie die bekannten Löwenküsse.
Die Gesichter hinter den Regionen Im zweiten offiziellen Teil stellte Sven Epiney die Abteilungsleiter der TDC vor: Fabrizio Santoro (Region Ostschweiz), Bruno Bolliger (Region Mitte), Reto Blaser (Region Westschweiz) sowie Emanuele Burkhard (Region Tessin), der an diesem Abend leider abwesend war. «Sie sorgen dafür, dass TDC regional stark und gleichzeitig als Ganzes präsent ist», so Epiney.
Von der Gründung bis heute – und weiter Kurt Seiler und Massimo Di Giovanni blickten gemeinsam zurück. Kurt Seiler würdigte die Teilnahme seines früheren Vorgesetzten Reinhard Fürst. «Ich war während zehn Jahren
bei der damaligen Winterthur Versicherung als technischer Experte beschäftigt. Noch heute, nach 26 Jahren, folgt er unserer Einladung an den Neujahrsapéro.» Di Giovanni war zuvor Teilnehmer im Kurs von Kurt Seiler bei der höheren Fachprüfung, wurde 2002 erster Angestellter und ist heute Partner auf Augenhöhe. «Massimo ist nicht nur Mitinhaber, sondern ein verlässlicher Partner und Freund.» Massimo Di Giovanni ergänzte: «TDC ist Familie, Freundschaft und gleichzeitig der Anspruch, unseren Kunden täglich durch unsere vielfältigen Dienstleistungen passende Lösungen anzubieten.» Aus drei Mitarbeitenden wurden 44 – und die Reise ist noch nicht zu Ende. Seiler kündigte zwar eine etwas ruhigere Gangart an, schob aber lachend nach: «Ich bleibe aktiv. Vielleicht beginne ich einfach etwas früher auf dem Golfplatz.»
Ein Abend, der verbindet
Zum Schluss bedankte sich Kurt Seiler bei Sven Epiney, bei allen kulinarischen Partnern, beim TDC-Team für Dekoration und Service sowie bei den Gästen. Ein kurzer Exkurs zum Rolls-Royce-Bentley-Club und zur TDC Classic rundete seine Worte ab. Epiney schloss den offiziellen Teil mit einem klaren Signal: «Jetzt ist alles gesagt – nun wird gefeiert.»
www.tdcag.ch
Das TDC-Ehepaar: Abteilungsleiter Reto Blaser und CFO Simona Blaser.
Die Crew von der Tecconet GmbH.
Hatten viel Spass: Moderator Sven Epiney mit Kurt Seiler und Massimo Di Giovanni.
Mitglieder des ASEAI, des Westschweizer Ablegers des Verbandes freiberuflicher Fahrzeugsachverständiger.
Die TDC-Abteilungsleiter (v. l.): Reto Blaser, Fabrizio Santoro und Bruno Bolliger.
Neue Rollen, neue Richtung: Rafic Mecattaf übernimmt die operative SAG-Führung
Mit dem Rückzug von Gründer und Verwaltungsratspräsident Sandro Piffaretti aus dem operativen Tagesgeschäft hat nun Rafic Mecattaf als CEO die Führung der SAG Group übernommen. Interview: Mario Borri/Bilder: Jeronimo Vilaplana
Rafic Mecattaf (50) ist libanesisch-schweizerischer Doppelbürger, verheiratet, hat drei Kinder und lebt in der Stadt Zürich.
AUTO&Wirtschaft: Sie sind neuer CEO der SAG Group, herzliche Gratulation. Was war Ihre erste Reaktion als sie dazu ernannt wurden, und welche persönlichen Ziele verbinden Sie mit dieser neuen Rolle?
Rafic Mecattaf: Es hat mich sehr gefreut und auch sehr geehrt, von den bestehenden und neuen Eigentümern nominiert zu werden. Die
SAG-Gruppe ist eine äusserst erfolgreiche, unternehmerisch geführte Schweizer Unternehmung mit Niederlassungen in ganz Europa. Ich bin stolz, die nächste Wachstumsphase vorantreiben zu dürfen.
Sie waren bereits seit August 2024 als Senior Advisor im Unternehmen tätig und ab Mai 2025 Regional-CEO für ZentralEuropa. Was haben Sie in dieser Zeit über die SAG Group gelernt, das Sie jetzt in Ihrer neuen Rolle nutzen möchten?
Ich habe unsere Märkte Rumänien und Zentraleuropa sehr tief kennengelernt. Wir haben in Rumänien ein wichtiges Integrationsprojekt vor uns und in Zentraleuropa einige Herausforderungen, die wir noch lösen müssen. Aber ich habe vor allem viele unserer Leute in den verschiedenen Ländern und Funktionen bereits kennengelernt und bin überzeugt, dass wir mit unseren zahlreichen Talenten und unserer dezentralen, unternehmerischen Kultur einen wichtigen Akteur im europäischen AftermarketSektor bleiben werden.
Ich habe gelesen, dass Sie die Transformation von einem eigentümergeführten zu einem managementgeführten Unternehmen vorantreiben sollen. Was bedeutet diese Transformation konkret für die SAG Group? In der Vergangenheit war unser Gründer Sandro Piffaretti sowohl Haupteigentümer wie auch operativer Verwaltungsratspräsident. In Zukunft wird die strategische von der operativen Führung getrennt. Der Verwaltungsrat, welcher die drei Aktionäre vertritt, wird sich auf die strategische Ausrichtung der Gruppe sowie die Aufsicht des Managements konzentrieren. Der CEO zusammen mit den sieben neu nominierten Mitgliedern der Konzernleitung (Executive Board) werden sich auf die Umsetzung der Strategie und die operative Führung der Gruppe konzentrieren. Eine eher klassische Rollentrennung.
Welche Elemente moderner Unternehmensführung und Governance sind für Sie besonders wichtig, um die SAG Group erfolgreich weiterzuentwickeln?
• Fokus, im Sinne von weniger ist mehr
• Eigenverantwortung, unternehmerisches Denken und breiter Handelsspielraum innerhalb von klar definierten Grenzen
• Wenige, dafür verbindliche KPIs mit strikter Rechenschaftspflicht
Ein Schwerpunkt Ihrer Aufgaben soll darin liegen, die Marktposition in sowohl etablierten als auch wachstumsstarken Märkten auszubauen. Welche Märkte sehen Sie hier als Priorität und warum? Wir wollen unsere führende Marktposition in der Schweiz, in Rumänien, in Spanien und in Serbien festigen. Wir wollen weiterhin in Tschechien, Ungarn und Österreich wachsen. Des Weiteren sehen wir ein hohes Wachstumspotenzial unseres Onlinegeschäfts nicht nur im Kernmarkt Deutschland, sondern auch in ausgewählten Märkten, wo die SAG bereits präsent ist.
Was spielt der Schweizer Markt dabei für eine Rolle?
Wir sind mit Derendinger seit fast 100 Jahren in der Schweiz tätig. Wir sind absoluter Marktführer und wachsen weiterhin jedes Jahr organisch dank innovativen Kundenlösungen und hoher Servicequalität. Die Schweiz ist und bleibt eine der wichtigsten Stützen unserer Gruppe.
Sie bringen grosse Erfahrung aus der Logistik- und Beratungsbranche mit (z. B. bei Panalpina und DSV). Wie werden Sie diese Erfahrung im Aftermarket-Bereich für die SAG Group einsetzen?
Wir sind ein Handels- und Distributionsunternehmen. Neben dem Einkauf ist eine effiziente Logistik die wichtigste Kernkompetenz. Daher bin ich überzeugt, dass meine Erfahrung aus der Logistikbranche nützlich ist. Des Weiteren besteht die SAG aus Gruppengesellschaften in unterschiedlichen Wachstumsphasen und mit unterschiedlichen Managementbedürfnissen. Da helfen analytisches Denken und Portfolioüberlegungen, welche ich während meinen Beratungsjahren trainiert habe.
Die SAG Group ist in mehreren europäischen Ländern aktiv und beschäftigt Tausende Mitarbeitende. Wie wollen Sie als CEO die Unternehmenskultur über diese Regionen hinweg stärken und vereinen?
Wir haben ab dem 1. Januar eine neue Führungsstruktur, welche aus einem Verwaltungsrat, einem CEO und einer Konzernleitung besteht. Alle Märkte und alle Funktionen sind in der Konzernleitung vertreten. In dieser Gruppe werden alle wichtigen Themen diskutiert und alle wichtigen Entscheidungen getroffen. Die Konzernleitungsmitglieder werden diese Entscheidungen und die wichtigsten Prinzipien
der Unternehmenskultur bis in die tiefsten Führungsebenen vorleben und runterkaskadieren.
Wie sehen Sie die Rolle von Innovation und Digitalisierung im Aftermarket-Geschäft der SAG Group? Gibt es bestimmte Initiativen oder Technologien, die Sie priorisieren möchten?
Innovation und Digitalisierung spielen eine sehr wichtige Rolle im Aftermarket-Geschäft, und zwar auf drei Ebenen: a Umsatzsteigerung durch konstante Optimierung des Webshops und Analyse von Kunden- und Transaktionsdaten b Steigerung von Prozesseffizienz und Produktivität in den Operations c Einführung neuer, digitaler Dienstleistungen und Geschäftsmodelle
Für viele externe Partner und Kunden wird Ihre offizielle Vorstellung ein wichtiges Ereignis sein. Was möchten Sie diesen Stakeholdern mit auf den Weg geben, wenn Sie Ihre Vision für die SAG Group präsentieren?
Kontinuität und Weiterentwicklung. Kontinuität im Sinne einer unternehmerischen und respektvollen Unternehmenskultur. Weiterentwicklung im Sinne von Innovation, Stärkung unserer Marktposition und Kundennähe.
Letzten Mai ist die Swiss Automotive Group in neue Büroräumlichkeiten nach Rotkreuz (ZG) gezogen.
Conti-Dinner 2026: Im Rhythmus des Reifens
Rund 150 Partner und Kunden von Continental Schweiz trafen sich in Zürich zum Conti-Dinner 2026. Der Reifenhersteller setzte mit Ehrengast Christian Kötz, seit dem 1. Januar 2026 neuer CEO von Continental, ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Subregion Alps CH/AT. Text/Bilder: Mario Borri
Der Abend begann in Zürich-West mit einer exklusiven Extra-Tramfahrt durch das Herz der Stadt. Die Route führte auf die Hardbrücke, am Hauptbahnhof vorbei auf die Bahnhofstrasse in Richtung See, via Bellevue und Limmatquai zur Endstation am Paradeplatz. Während der Fahrt kredenzte das Servicepersonal Apéro und Getränke – eine Herausforderung, die im ratternden Tram mit viel Professionalität gemeistert wurde.
Der hochkarätigste Tisch mit dem neuen Conti-Chef Christian Kötz (4. v. r.).
Die 150 Gäste des Conti-Dinners 2026 passen locker ins VBZ-Extra-Tram.
Gastgeber Daniel Freund und Moderatorin Mireille Jaton begrüssen die Gäste.
Podium mit Mireille Jaton, Christian Kötz, Daniel Freund und Ferdinand Hoyos (v. l.).
Eventzentrum mit besonderer Aura Veranstaltungsort war das Eventzentrum Aura im Gebäude der ehemaligen Börse am Bleicherweg, in dem noch bis 1992 mit Wertpapieren gehandelt wurde. An den angeschriebenen Plätzen warteten personalisierte Drumsticks als Sinnbild für das Motto des Abends: «Der Continental Rhythmus – Verlässlich. Stark. Verbunden.» Die rund 150 Gäste wurden von Daniel Freund, CEO Continental Suisse SA und Head of Subregion Alps CH/AT, und Moderatorin Mireille Jaton begrüsst. Unter den Anwesenden befanden sich Vertreter der ESA mit CEO Giorgio Feitknecht und Präsident Hubert Waeber, Derendinger mit CEO Karl Heusi, Hostettler Autotechnik mit Automotive-Leiter Marcel Stocker, Iwag Distribution mit Inhaber Christian Schaller sowie TCS Training und Events mit Direktor Roger A. Egolf. Besonders willkommen geheissen wurde der neue oberste Continental-Chef Christian Kötz.
Einblicke in die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Continental, 1871 gegründet und seit mehr als 150 Jahren im Reifengeschäft tätig, hat sich in jüngster Zeit von anderen Geschäftsbereichen getrennt, um den Fokus wieder klar auf das Kerngeschäft zu richten. Ziel sei es, die Organisation zu verschlanken, näher an den Märkten zu agieren und eine stabile Basis für langfristiges Wachstum zu
Dialog über Markt und Zukunft
In der anschliessenden Podiumsdiskussion mit Kötz, Freund und Ferdinand Hoyos, Head of Business Area Tires EMEA, ging es um die Rolle der Subregion Alps, welche die Schweiz und Österreich umfasst. Hoyos betonte die strategische Bedeutung der Region und die Dynamik der dortigen Händler. Erstmals waren auch Garagisten und Continental-Vertreter aus Österreich dabei. Christian Kötz gewährte
schaffen. Freund sprach über den Schweizer Markt, in dem Premiumprodukte weiterhin eine zentrale Rolle spielen, während Trends wie Allseason-Reifen und eine wachsende Vielfalt an Dimensionen die Planung anspruchsvoller machen. Technologie, Verfügbarkeit, Preis- und Margendruck sowie Nachhaltigkeit nannte er als prägende Themen der kommenden Jahre.
Kulinarik und Show
Danach war der offizielle Teil des Conti-Dinners 2026 Geschichte. Nach Vorspeise und Hauptgang wechselte der Abend in einen künstlerischen Takt: Die Schweizer Formation «The Blackouts» begeisterte mit einer energiegeladenen Licht-, Trommel- und Tanzshow. Anschliessend öffneten Dessertbuffet und Bar und boten Raum für Gespräche und Austausch. Die Heimfahrt erfolgte dann mit dem Bus.
www.continental-tires.com/ch/de/
Für jeden Gast gab es ein personalisiertes Drumstick-Set als Geschenk.
V. l.: Karl Heusi (Derendinger), Marcel Stocker (Hostettler Autotechnik) und Roger A. Egolf (TCS Test und Events).
Daniel Freund mischt sich unters Volk.
V. l.: Daniel Freund mit Christian Schaller (Iwag Distribution).
V. l.: Christian Kötz mit Hubert Waeber und Giorgio Feitknecht (beide ESA). «The Blackouts» erreichten bei «Britain’s Got Talent» den zweiten Platz.
Autoscout24 Direct: Autos von Privatpersonen effizient erwerben
Mit digitalen Lösungen wie Autoscout24 Direct können Garagisten effizienter am Markt agieren, neue Quellen für Occasionsfahrzeuge nutzen und ihren Wettbewerbsvorteil stärken. AUTO&Wirtschaft hat mit Ivo Wassenaar, Director Private Customers Autoscout24, über das neue Angebot gesprochen.
AUTO&Wirtschaft: Herr Wassenaar, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für unser Gespräch nehmen. Können Sie unseren Lesern kurz erklären, was Autoscout24 Direct ist?
Ivo Wassenaar: Autoscout24 Direct ist ein neuer digitaler Service von Autoscout24, mit dem Privatpersonen ihr Fahrzeug innerhalb von 24 Stunden an ein Netzwerk geprüfter Händler verkaufen können – und das vollständig über ein Online-Auktionsverfahren. Der gesamte Verkaufsprozess ist effizient und transparent. Fahrzeughalter erfassen ihr Auto eigenständig, laden Bilder hoch, beantworten relevante Fragen zum Zustand und laden die notwendigen Fahrzeugdokumente hoch. Anschliessend prüft ein Team bei Autoscout24 die Qualität der Angaben und bereitet die Auktion für die Veröffentlichung vor. Nach Ablauf können Verkäufer das Höchstgebot annehmen, ablehnen oder ein Gegenangebot unterbreiten.
Wie genau profitieren Garagisten und Händler von diesem Modell?
Für Autohändler bietet Autoscout24 Direct einen attraktiven und schnellen Zugang zu Fahrzeugen aus dem Privatmarkt, die sonst oft nur schwer direkt verfügbar sind. Die Angebote sind vorab digital erfasst, mit vollständigen Fahrzeugdaten, Zustand und Bildern – das spart erheblich Zeit bei der Auswahl und Entscheidungsfindung. Zudem profitieren Händler von einem breiten, kontinuierlich aktualisierten Fahrzeugbestand: Täglich werden viele Fahrzeuge über das Auktionsverfahren zur Verfügung gestellt. Das hilft Garagisten, ihren Occasionsbestand schneller und effizienter zu erweitern als über klassische Kanäle.
Sie erwähnten die tägliche Verfügbarkeit. Können Sie uns etwas zur Grössenordnung des Volumens sagen?
Über die Autoscout24-Direct-Auktionsplattform werden täglich rund 50 bis 100 Fahrzeuge eingestellt. Die Auktion startet jeweils um 15 Uhr und dauert 24 Stunden. Händler benötigen dafür lediglich etwa 30 bis 60 Minuten pro Tag, um an der Auktion teilzunehmen und Fahrzeuge einzukaufen. So haben sie jeden Tag die Möglichkeit, attraktive Fahrzeuge aus dem Privatmarkt zu ersteigern und ihr Angebot effizient aktuell und vielfältig zu halten. Dieses hohe, gebündelte Tagesvolumen macht
Autoscout24 Direct zu einer wichtigen und zeitsparenden Ergänzung der Beschaffungsquellen für Garagisten.
Welche Vorteile sehen Sie konkret im Vergleich zu klassischen Einkaufswegen?
Der grosse Vorteil liegt in der Zeit- und Effizienzsteigerung. In traditionellen Beschaffungsprozessen müssen Händler viel recherchieren, Fahrzeuginformationen zusammenstellen, Kontakt zu Verkäufern aufnehmen oder Fahrzeugportale durchforsten. Mit Autoscout24 Direct entfällt ein Grossteil dieses Aufwands – die Daten stehen digital zur Verfügung und die Auktion bringt Händler direkt in Kontakt mit dem Fahrzeugangebot. Gleichzeitig schafft das Auktionsformat einen transparenten Preisfindungsprozess, der auf marktbasierten Geboten beruht.
Wie unterstützt Autoscout24 Direct seine Händler beim täglichen Einsatz?
Wir legen grossen Wert auf Nutzerfreundlichkeit und Service. Händler können personalisierte Suchanfragen speichern und werden automatisch benachrichtigt, sobald passende Fahrzeuge verfügbar sind. So verpassen sie keine relevanten Auktionen und können schneller auf hochwertige Fahrzeuge zugreifen. Insgesamt soll Autoscout24 Direct den Einkaufsprozess so einfach, schnell und digital wie möglich gestalten.
Ein wichtiges Thema für Garagisten sind natürlich die Kosten. Wie ist Autoscout24 Direct preislich aufgebaut?
Das Modell ist bewusst sehr einfach und risikofrei gehalten. Für Händler gibt es keine Fixkosten, keine Abos und keine Einstellgebühren. Kosten entstehen ausschliesslich dann, wenn ein Fahrzeug erfolgreich gekauft wird. In diesem Fall fällt eine Kommissionsgebühr von mindestens 299 Franken beziehungsweise 2.99 % des endgültigen Verkaufspreises an. Die Gebühr wird dabei bereits im Gebotsformular automatisch berechnet und transparent angezeigt. Damit stellen wir sicher, dass unsere Interessen mit denen der Händler übereinstimmen. Gerade für Garagisten ist das Auktionsmodell sehr attraktiv, weil sie Autoscout24 Direct flexibel als zusätzliche Einkaufsquelle nutzen können – ohne laufende Verpflichtungen.
Abschliessend: Welche Rolle wird Autoscout24 Direct künftig im Schweizer Automobilhandel spielen?
Wir sehen Autoscout24 Direct als eine strategisch wichtige Ergänzung zum bestehenden Fahrzeugmarkt. Der klassische Fahrzeughandel entwickelt sich weiter, und mit digitalen Lösungen wie Autoscout24 Direct können Garagisten effizienter am Markt agieren, neue Quellen für Occasionsfahrzeuge nutzen und ihren Wettbewerbsvorteil stärken. Gleichzeitig bringen wir Verkäufer und Händler in einem fairen und transparenten Auktionsprozess zusammen – ein Gewinn für beide Seiten. Autoscout24 Direct befindet sich dabei in kontinuierlicher Weiterentwicklung. Wir wachsen gemeinsam mit unseren Händlern und legen grossen Wert auf Feedback aus der Praxis, um die Plattform laufend zu verbessern und noch besser auf die Bedürfnisse des Marktes auszurichten. (pd/ml)
b2b.autoscout24.ch/direct
Ivo Wassenaar ist Director Private Customers Autoscout24.
«Automotive Experts» verstärkt Marketingkompetenz mit Branchenprofi Dirk Beneditz
Das Schweizer Kompetenznetzwerk «Automotive Experts» baut sein Profil im Bereich Marketing und Kommunikation aus. Mit Dirk Beneditz kommt ein erfahrener Branchenkenner ins Team.
«Automotive Experts» ist ein etabliertes Kompetenznetzwerk innerhalb der Schweizer Automobilwirtschaft. Es arbeitet mit Garagisten, Importeuren, Retailorganisationen und Aftersales-Betrieben und vereint Fachpersonen aus Handel, Import und Service. Ziel ist es, Marktentwicklungen einzuordnen und Unternehmen bei strategischen wie operativen Fragestellungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstützen – von der Analyse bis zur konkreten Umsetzung im Betrieb.
Verstärkung durch erfahrenen Marketingspezialisten
Ab sofort ergänzt Dirk Beneditz das Netzwerk im Bereich Marketing und Kommunikation. Er bringt über zwanzig Jahre Erfahrung in leitenden Marketingfunktionen innerhalb der Automobilindustrie mit. Seine Laufbahn führte ihn auf Importeurs-, Handels- und Agenturseite. Zu seinen Schwerpunkten zählen strategische
Markenführung, integrierte Kampagnen, Eventund Live-Marketing sowie kundenzentrierte Kommunikation.
Fokus auf wirksame Umsetzung im Alltag «Marketing wirkt nicht durch Lautstärke, sondern durch Struktur, Konsistenz und Umsetzbarkeit im Betrieb», sagt Beneditz. Entsprechend begleitet «Automotive Experts» Unternehmen nicht nur beratend, sondern auch bei der operativen Umsetzung – etwa bei Kampagnen, Markteinführungen, der Kundenkommunikation oder dem Aufbau effizienter Strukturen.
Wissenstransfer für die Branche Darüber hinaus veröffentlicht das Netzwerk regelmässig Fach- und Blogbeiträge zu Themen wie Marktveränderungen im Automobilhandel, Kundenbindung, Aftersales-Strategien sowie zur Wirkung und Messbarkeit von Marketingmassnahmen. Weitere Informationen, Part-
nerporträts und Bildmaterial stehen auf der Website von «Automotive Experts» zur Verfügung. (pd/mb)
www.automotive-experts.ch
Dirk Beneditz bringt über zwanzig Jahre Erfahrung in leitenden Marketingfunktionen innerhalb der Automobilindustrie mit.
Autobranche diskutiert Zukunft beim 20. «Tag der Schweizer Garagen»
861 Branchenvertreterinnen und -vertreter trafen sich im Berner Kursaal zum 20. «Tag der Schweizer Garagen». Im Fokus standen Verantwortung, Zahlenkompetenz und der erfolgreiche Umgang mit dem Wandel.
Mit einem klaren Appell eröffnete AGVSZentralpräsident Manfred Wellauer die Jubiläumsausgabe des Branchentreffens: Der tiefgreifende Umbruch im Autogewerbe verlange nach aktiven Entscheidungen und unternehmerischer Haltung. Verantwortung bedeute, den Wandel nicht nur zu akzeptieren, sondern ihn bewusst mitzugestalten – aus Überzeugung und nicht aus Pflicht.
Zahlen als Schlüssel zum Erfolg
Transformationsexperte Ralph Panoff rückte die operative Performance ins Zentrum. Sein Fazit: Wer erfolgreich sein will, muss seine Zahlen verstehen. Statt Schuldzuweisungen brauche es Ursachenanalysen, denn zwischen operativer Exzellenz und Unternehmenserfolg bestehe ein direkter Zusammenhang.
Blick in die Garage von morgen
Einen wissenschaftlichen Ausblick bot die Studie «Garage 2035: Menschen Technik Wandel» der Universität St. Gallen. Die Ergebnisse zeigen: Das Auto bleibt relevant – 78 Prozent der Generation Z planen bis 2035 die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs. Die Garage der Zukunft ist digital, bleibt aber menschlich.
Praxis und klare Kalkulation
Aus der Praxis berichteten Sophie Berset und Luca Jaquet. Jaquet forderte dazu auf,
861 Gäste verfolgten die 20. Austragung des «Tag der Schweizer Garagen».
sämtliche Leistungen konsequent zu verrechnen – von der Eigenmiete bis zu kleinen Arbeiten. Auch auf dem «Heissen Stuhl» wurde der Appell bekräftigt: Wertschätzung für Werkstattpersonal beginne bei korrekter Kalkulation.
Politik, Mut und Nachhaltigkeit
Astra-Direktor Jürg Röthlisberger, der kurzfristig für Bundesrat Albert Rösti einsprang, hob die
weitere Talente standen für die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung.
Ausblick
861 Gäste verfolgten die 20. Austragung –genauso viele wie im Vorjahr. Die nächste Ausgabe des «Tag der Schweizer Garagen» findet am 19. Januar 2027 statt. (pd/mb)
www.agvs-upsa.ch
ausgeprägte Zusammenarbeit im Garagengewerbe hervor. Wingsuit-Weltmeisterin Jenna Gygi sprach über den Umgang mit Risiken und Grenzen, während Sebastian Vazquez den einfachen Einstieg in die E-Mobilität aus persönlicher Perspektive schilderte.
Nachwuchs und Anerkennung
Mit der Plattform «Lehrberufe Live!» wurden neue Wege in der Berufsorientierung vorgestellt. «EuroSkills»-Gewinnerin Alina Knüsel und
Beim gemeinsamen Apéro und anschliessendem «Diner des Garagistes» wurde genetzwerkt.
Auch «EuroSkills»Gewinnerin Alina Knüsel (Mitte) stand beim «Tag der Schweizer Garagen» auf der Bühne.
Astra-Chef Jürg Röthlisberger sprang kurzfristig für den erkrankten Bundesrat Albert Rösti ein.
Carmarket neu mit umfassendem Reifenportal
Carmarket, der Online-Marktplatz für Autos von Profis, baut sein Angebot weiter aus. Unter anderem mit einem voll digitalen Reifenportal.
Carmarket ist der einzige Schweizer OnlineAuto-Marktplatz ausschliesslich für geprüfte Qualitätsfahrzeuge von zertifizierten Händlern. Mit wenigen Klicks lassen sich Traumautos finden, kaufen oder leasen und auch gleich online versichern. Aktuell sind bereits rund 60’000 Fahrzeuge von über 1700 Händlern auf Carmarket gelistet.
360-Grad-Auto-Marktplatz
Von Profis für Profis entwickelt, stärkt Carmarket die Händler, indem diese nahtlos in die digitale Wertschöpfungskette integriert werden. Mit einem voll integrierten Reifenportal macht Carmarket nun den nächsten Schritt hin zum 360°-Auto-Marktplatz. Kunden können hier Reifen direkt online beim Händler kaufen und
den Montagetermin gleich mit vereinbaren. Der Handel profitiert dabei von zusätzlichem Absatz ohne Akquisekosten, digitalen Abläufen, automatisierter Lieferung und voller Kontrolle über Sortiment, Preise und Margen.
Praktische Foto-App
Mit einem voll integrierten Reifenportal macht Carmarket nun den nächsten Schritt hin zum 360°-Auto-Marktplatz.
Ein weiteres Plus bietet Carmarket den Händlern mit «INphoto», einer intuitiven Foto-App zur professionellen Aufnahme, Freistellung und Bearbeitung von Fahrzeugbildern – flexibel und ohne Paketbindung. (pd/mb)
www.carmarket.ch
«INphoto» ist eine intuitive Foto-App zur professionellen Aufnahme, Freistellung und Bearbeitung von Fahrzeugbildern.
Das Auto-Schweiz-Team stellt sich nach der Pressekonferenz den Fragen der Journalistinnen und Journalisten (v. l.): Donato Bochicchio (Vizepräsident), Peter Grünenfelder (Präsident), Frank Keidel (Pressesprecher), Thomas Rücker (Direktor) und Helmut Ruhl (Vizepräsident).
Auto-Schweiz fordert Kurskorrektur in der Automobil- und Klimapolitik
Der Schweizer Automarkt verharrt auf einem historischen Tief. Auto-Schweiz fordert weniger Regulierung, bezahlbare Mobilität und verlässliche politische Rahmenbedingungen, um Klimaziele und Marktentwicklung in Einklang zu bringen.
An seiner Jahresmedienkonferenz in Zürich hat Auto-Schweiz eine deutliche Kurskorrektur in der Schweizer Automobilitäts- und Klimapolitik gefordert. Der Verband der Automobilimporteure sieht die Branche und die Konsumentinnen und Konsumenten zunehmend durch Überregulierung, hohe Energiepreise und neue Abgaben belastet. Ziel müsse es sein, Mobilität wieder bezahlbar zu machen und die politischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Klimaziele mit den Bedürfnissen von Wirtschaft und Bevölkerung vereinbar bleiben.
Historischer Tiefstand bei Neuzulassungen
Der Schweizer Personenwagenmarkt befindet sich laut Auto-Schweiz in einer historischen Schwächephase. Mit knapp 234’000 Neuzulassungen im Jahr 2025 wurde der tiefste Stand seit 25 Jahren erreicht, ausgenommen die Zeit der Corona-Pandemie. Während sich die europäischen Märkte schrittweise erholen, bleibt die Schweiz deutlich unter dem Vorkrisenniveau von über 300’000 Fahrzeugen pro Jahr. Der Verband macht dafür vor allem eine realitätsferne Regulierung, hohe Strompreise und fehlende marktwirtschaftliche Anreize verantwortlich.
Breites Angebot, langsamer Hochlauf
Gleichzeitig betont Auto-Schweiz das breite Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen. Kundinnen und Kunden könnten aus rund 300
elektrifizierten Personenwagenmodellen sowie 70 Lieferwagen- und 45 Lastwagenvarianten in allen Preis- und Nutzungskategorien wählen. Dennoch komme der Hochlauf emissionsarmer Fahrzeuge nur langsam voran. Der Marktanteil der Steckerfahrzeuge lag 2025 bei rund 34 Prozent und damit deutlich unter den politischen Zielwerten und der 50-Prozent-Marke der Roadmap des Bundes.
Hemmnisse für Investitionen und Kaufentscheide
Als zentrale Hemmnisse nennt der Verband hohe Strompreise, eine ungenügende Ladeinfrastruktur insbesondere in den Städten, regulatorische Unsicherheit sowie geplante neue Steuern und Abgaben. Diese Faktoren verunsicherten sowohl private Autokäufer als auch Firmenkunden und verzögerten Investitionsentscheidungen.
Forderung nach politischem Umdenken Auto-Schweiz-Präsident Peter Grünenfelder forderte in diesem Zusammenhang ein Umdenken in der Politik: «Die Politik muss aufhören, die Automobilwirtschaft zu drangsalieren und die Mobilität für Private und Firmen zu verteuern. Stattdessen braucht es ein funktionierendes Ökosystem für die Elektromobilität, Investitionssicherheit und verlässliche politische Signale für Autonutzerinnen und -nutzer. Davon profitieren alle: Private, Unternehmen, unser Wirtschaftssektor und das Klima.»
Konkret verlangte Massnahmen von der Politik
Konkret verlangt Auto-Schweiz den Abbau bürokratischer Auflagen, die aus Sicht des Verbands Kosten verursachen, aber keine Lenkungswirkung entfalten. Dazu kommen der Verzicht auf neue Steuern wie eine E-Abgabe oder zusätzliche Belastungen im Schwerverkehr, die Abschaffung der 4-prozentigen Automobilimportsteuer sowie mehr Preiswettbewerb im Strommarkt. Zudem soll die Schweiz die europäischen Flexibilisierungsmassnahmen im CO₂-Regime übernehmen und auf einen kostenintensiven «Swiss Finish» verzichten. Der Absenkungspfad bei den Emissionszielen müsse marktrealistisch ausgestaltet und zeitlich geglättet werden.
Ausbau der Infrastruktur und Verkehrsfinanzierung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur und der Umsetzung eines Rechts auf Laden, um den Alltag mit Elektrofahrzeugen zu erleichtern. Kritisch äussert sich Auto-Schweiz auch zur Zweckentfremdung von Verkehrsabgaben: Die jährlich rund 13 Milliarden Franken, welche Automobilisten an Steuern und Abgaben leisten, müssten konsequent der Mobilitätsinfrastruktur zugutekommen. (pd/mb)
www.auto.swiss
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Trotz rückläufigem Markt: Amag steigert
Marktanteil auf 32,1 Prozent
Auf dem Zürichberg lud die Amag zur traditionellen Jahrespressekonferenz. Zahlreiche Auto- und Wirtschaftsjournalisten folgten der Einladung von CEO Helmut Ruhl. Text: Mario Borri
Die Amag-Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2025 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen sehr erfolgreich ab. Während die Neuzulassungen im Schweizer Fahrzeugmarkt um rund 2,4 Prozent auf 233’737 Personenwagen zurückgingen, steigerte die Amag ihren Marktanteil auf 32,1 Prozent – den zweitbesten Wert ihrer Geschichte. Mit rund 7500 Mitarbeitenden und etwa 800 Lernenden erzielte die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 5,0 Milliarden Franken.
Sechs von zehn Topmodellen von der Amag Volkswagen verteidigte mit 25’607 verkauften Fahrzeugen zum 27. Mal in Folge die Marktführerschaft. Der VW Tiguan war mit 5181 Zulassungen das meistgekaufte Auto der Schweiz.
Skoda erreichte mit 22’290 Neuzulassungen und einem Rekordmarktanteil von 9,5 Prozent erstmals Platz zwei in der Markenrangliste. Audi (17’225; 7,4 % MA) belegte Rang fünf, Seat/ Cupra (9905; 4,2 % MA) Rang sieben. Insgesamt stammten sechs der zehn meistverkauften Modelle von der Amag-Gruppe.
Elektromobilität als Wachstumstreiber Mit 16’508 verkauften Elektrofahrzeugen erreichten die Marken der Gruppe einen Marktanteil von 31,0 Prozent. CEO Helmut Ruhl betont: «Dass wir trotz rückläufigem Markt zulegen konnten, unterstreicht die Stärke unserer Produkte, unsere strategische Klarheit und das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden.»
Neue Modelle und flächendeckende Ladeinfrastruktur
Mit der Urban Electric Car Family will die Amag neue, bezahlbare Elektromodelle in zusätzliche Segmente bringen – darunter den VW ID. Polo, den Cupra Raval und den Skoda Epiq. Ergänzt wird das Angebot durch neue Ladelösungen mit Zugang zu rund 20’000 Ladestationen in der Schweiz und über einer Million Ladepunkten in Europa sowie einen verlängerten 28-Rappen-Tarif an ausgewählten Standorten.
Energie und Leasing als stabile Säulen Die zur Gruppe gehörende Helion Energy AG errichtete im 2025 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 52,4 GWh und baute unter anderem Schnellladestationen für die Migrol-Gruppe. Das Leasinggeschäft entwickelte sich stabil weiter, gestützt durch mehrere Anleiheemissionen, darunter auch Green Bonds.
Transformation als gemeinsamer Auftrag Ruhl bezeichnet die Transformation als «Gemeinschaftsaufgabe». Der Marktanteil 2025 unterstreiche den Anspruch der Amag, die erneuerbare Mobilität aktiv mitzugestalten und ihre Position als führende Anbieterin integrierter Mobilitätslösungen in der Schweiz weiter auszubauen.
www.amag.ch
Der VW Tiguan war 2025 das meistverkaufte Auto in der Schweiz.
Amag-CEO Helmut Ruhl (r.) und Leiter Group Communication Dino Graf bei der Jahrespressekonferenz im Sorell Hotel Zürichberg.
awverlag.ch
events@awverlag.ch
KOMBI
Wenn Fluide zur Technologie werden: Schmierstoffe in BEV und PHEV
Bei Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen (BEV und PHEV) spricht man oft von Batterie, Reichweite, Ladezeiten und Software. Doch ein weniger sichtbarer Faktor prägt Effizienz, Komfort und Lebensdauer ganz wesentlich: die Betriebsfluide. Text: Giuseppe Loffredo
In der Elektrifizierung verschwinden sie nicht – sie übernehmen neue Aufgaben. Aus «einfachen Ölen» werden funktionale Bausteine im Fahrzeugkonzept. Am deutlichsten zeigt sich das im Antriebsstrang.
Anforderungen im Antriebsstrang
Selbst mit nur einer Übersetzung arbeitet zwischen Elektromotor und Rädern ein Zahnradtrieb, der sofort verfügbares Drehmoment und hohe Drehzahlen verkraften muss. Das Öl macht hier weit mehr als nur «schmieren»: Es reduziert Reibung, unterstützt die Wärmeabfuhr, dämpft Geräusche und Vibrationen und schützt Lager sowie Verzahnungen über lange Zeit.
Das Getriebeöl sorgt dafür, dass die Zahnräder und Lager im Inneren des Untersetzungsgetriebes gut geschmiert werden.
Gleichzeitig verändern sich die Werkstoffe rund um das System: mehr Kupfer, mehr Polymere, dazu spezifische Dichtungen und Beschichtungen. Darum ist Verträglichkeit entscheidend: Der Schmierstoff muss mit Metallen und isolierenden Materialien harmonieren, ohne sie anzugreifen – und auch bei langen Wartungsintervallen konstant funktionieren.
Fluide im Hochvoltumfeld
Hinzu kommt eine typisch elektrische Anforderung: das «elektrische» Verhalten des Fluids. In vielen Architekturen arbeitet es nahe bei Kabelsätzen und empfindlichen Komponenten und kann direkt neben Baugruppen liegen, die den Energiefluss zwischen Batterie und Motor steuern (Inverter und Wandler).
Heisst konkret: Es muss nicht nur zuverlässig schmieren, sondern sich in einer Hochvoltumgebung auch vorhersehbar und sicher verhalten – ohne unerwünschte Nebeneffekte.
Effizienz und bedarfsgerechte Schmierung
Ein weiteres Schlüsselwort ist Effizienz. Um Verluste zu senken, kommen oft Produkte mit tieferer Viskosität zum Einsatz. Doch der Balanceakt ist anspruchsvoll: Weniger Widerstand unterstützt die Reichweite, die Schutzwirkung muss dennoch stimmen.
Deshalb setzen gewisse Systeme bereits heute auf eine «bedarfsgerechte» Schmierung und passen den Ölkreislauf den Fahrbedingungen an: weniger Aufwand, wenn es nicht nötig ist, mehr Kühlung und Schutz, wenn der Antriebsstrang gefordert ist. Der nächste Schritt
geht Richtung feinere Regelung und engere Verknüpfung mit dem Thermomanagement –je kompakter die Antriebseinheiten werden, desto wichtiger wird diese Abstimmung.
Weitere Betriebsmedien im Fokus Neben Schmierstoffen spielen weitere Betriebsmedien eine Rolle: Spezialfette (etwa für Lager und rotierende Bauteile), Bremsflüssigkeit, die auch bei intensiver Rekuperation zuverlässig bleiben muss, und vor allem Kühlmittel fürs Thermomanagement.
Batterien und Inverter leben von der richtigen Temperatur: Wärme effizient zu übertragen, ist entscheidend für Leistung und Lebensdauer. In gewissen Kreisen ist zudem eine tiefe elektrische Leitfähigkeit wichtig, um nahe bei Hochvoltkomponenten mit grossen Sicherheitsreserven zu arbeiten. Und mit Wärmepumpe und Klimatisierung wird auch das Kältemittel Teil der Effizienzgleichung.
Zusätzliche Ebene bei Plug-in-Hybriden Bei PHEV kommt eine weitere Ebene hinzu: Neben den «elektrischen» Fluiden spielen auch jene fürs Thermomanagement des Verbrennungsmotors und seiner Komponenten eine Rolle.
Bedeutung für Werkstätten und Flotten Für Werkstätten und Flotten ist der Paradigmenwechsel damit längst Realität: Es reicht nicht, «ein gutes Öl» einzufüllen. Gefragt ist der passende Schmierstoff – in der richtigen Spezifikation – für genau dieses System.
Beispiel Tesla: Der direkt gekühlte, also ölumspülte Elektromotor eines Tesla benötigt Schmierung, um reibungslos zu funktionieren und den Verschleiss zu minimieren.
Steigende Motoranforderungen verlangen nach leistungsstarken Schmierstoffen. Mit Castrol Edge 0W-20 LL IV bietet Castrol ein modernes Motorenöl mit breiten Herstellerfreigaben und innovativer Technologie.
Moderne Motoren werden immer kompakter, effizienter und leistungsstärker. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Motorenöle deutlich. Höhere Drücke, Turbolader und komplexe Abgasnachbehandlungssysteme führen zu extremen Belastungen im Motorinnern. Für Garagisten und Werkstätten im Schweizer Aftermarket ist es deshalb entscheidend, auf Schmierstoffe zu setzen, die diesen Herausforderungen dauerhaft standhalten. Mit Castrol Edge bietet Castrol eines seiner leistungsstärksten Motorenöle an. Die Produktreihe wurde entwickelt, um leistungsmindernder Reibung gezielt entgegenzuwirken. Denn bei jeder Motorumdrehung entstehen kurzfristig sogenannte Reibungs-Hotspots. Diese können sich im gesamten Motor verteilen und die Motorleistung um bis zu zehn Prozent reduzieren. Genau hier setzt die Fluid-Titanium-Technologie von Castrol Edge an.
Stärker unter Druck – weniger Reibung
Castrol Edge mit Fluid Titanium verändert unter hoher Druckbelastung seine physische Struktur. Das Öl wird in besonders beanspruchten Bereichen noch widerstandsfähiger, trennt
die Metalloberflächen effektiver voneinander und reduziert so Metall-auf-Metall-Kontakt. Das Ergebnis ist eine um bis zu 20 Prozent verringerte leistungsmindernde Reibung – ein entscheidender Vorteil für moderne Hochleistungsmotoren im täglichen Werkstattbetrieb.
Neue Generation für moderne Antriebskonzepte
Mit Castrol Edge 0W-20 LL IV erweitert Castrol sein Sortiment um ein besonders niedrigviskoses Motorenöl, das in enger Zusammenarbeit mit führenden Automobilherstellern entwickelt wurde. Es ist das erste 0W-20-Öl mit sogenanntem «Triple Longlife» und vereint drei unterschiedliche Herstellerfreigaben in einem Produkt. Damit eignet es sich ideal für den vielseitigen Einsatz in heutigen Werkstätten. Castrol Edge 0W-20 LL IV ist für Benzin-, Diesel- und Hybridfahrzeuge ausgelegt und erfüllt zahlreiche aktuelle Spezifikationen und Freigaben, darunter ACEA C5/C6, API SP, ILSAC GF-7 sowie BMW Longlife-17 FE+, MB 229.71/229.72, Porsche C20 und VW 508 00/509 00. Zusätzlich ist das Öl vollständig geeignet für Anwendungen mit BMW Longlife-14 FE+.
Schutz vor LSPI und langfristige Sicherheit Gerade bei aufgeladenen, Downsizingorientierten Motoren stellt das Phänomen der Low Speed Pre-Ignition (LSPI) ein ernstzunehmendes Risiko dar. Diese unkontrollierten Vorzündungen können schwere Motorschäden verursachen. Castrol Edge 0W-20 LL IV erfüllt die relevanten LSPI-Prüfanforderungen und trägt dazu bei, dieses Risiko deutlich zu reduzieren.
Die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit aller Castrol-Öle wird durch umfangreiche Prüfprogramme sichergestellt. Neue Produkte durchlaufen über viele Tausend Teststunden anerkannte Industrie- und OEM-Motorentests unter extremen Bedingungen. So erhalten Werkstätten ein Motorenöl, das nicht nur den aktuellen technischen Anforderungen entspricht, sondern auch langfristig Schutz, Effizienz und Leistung bietet. (pd/ir)
www.castrol.com
Castrol Edge 0W-20 LL IV ist ein fortschrittliches Motorenöl, entwickelt in Kooperation mit führenden Fahrzeugherstellern.
«Motorenöl ist heute ein Ersatzteil mit hoher Komplexität»
Freigabenvielfalt, Logistik und veränderte Motorentechnik fordern den Schmierstoffmarkt. Lucas Michel, Category Manager bei Derendinger, spricht über Trends, Herausforderungen und die Rolle des Garagisten. Interview: Isabelle Riederer
AUTO&Wirtschaft: Herr Michel, welche Bilanz ziehen Sie für das Schmierstoffgeschäft 2025?
Lucas Michel: Trotz eines hart umkämpften Marktes können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.
Wie, denken Sie, wird sich die Situation weiterentwickeln?
Im Moment keine wesentlichen Veränderungen, die Autos werden länger gefahren und vermehrt gewartet. Der Elektroanteil beeinflusst uns im Moment nur marginal.
Was wird Sie 2026 besonders fordern?
Der ständige Wechsel und das Neuaufkommen von Freigaben und Spezifikationen machen uns das Leben schwer, da wir mit unserem Sortiment möglichst alles abdecken wollen. Dies erschwert uns auch die Ausbildung der Vertriebsmannschaft.
Was ist Ihr Erfolgsrezept, Ihr USP?
Unsere hohe Verfügbarkeit an verschiedenen Produkten, schnelle Lieferbarkeit, unser
Derendinger bietet eine grosse Auswahl an qualitativ hochwertigen Ölmarken.
Onlineshop und eine kompetente Vertriebsmannschaft, die den Kunden gut berät.
Welches sind die Haupteinflüsse aufs Schmierstoffgeschäft in der Schweiz?
Das grenznahe Ausland, das mit günstigen Preisen in die Schweiz importiert. Die Elektromobilität hat einen Einfluss, aber aktuell ist er noch klein, da sich die Zahlen ruhig halten. Auf dem verhältnismässig kleinen Gebiet Schweiz hat es viele Anbieter von Schmierstoffen.
Wie hat sich die Nachfrage nach Ölen und Schmierstoffen verändert?
Früher haben zwei bis drei Öle für den ganzen Fuhrpark gereicht, heute ist das nicht mehr denkbar, weil sich das Motorenöl zu einem Ersatzteil weiterentwickelt hat, das markenmodellspezifisch passen muss. Das Motorenöl wird auch immer mehr dafür verwendet, um Motorenprobleme zu lösen, z. B. LSPI. Durch diesen Fakt hat sich die Nachfrage von Grossgebinden zum Kleingebinde verlagert. Zum Beispiel vom Fass zum 20-Liter-Gebinde.
Wieso soll ein Garagist Ihre Produkte verwenden?
Wir stehen in engem Kontakt mit den Ölherstellern, bieten eine grosse Auswahl an qualitativ hochwertigen Ölmarken und können damit rund 98 Prozent des Schweizer Fuhrparks abdecken.
Wie unterstützen Sie Garagisten zusätzlich?
Mit Beratung in dieser Freigabenvielfalt und natürlich mit Promos, einer Top-Logistik und wertvollen Informationen im «Drive Magazine». So bieten wir ein rundum sorgloses Paket samt Entsorgung.
Wie sieht es bei den Produkten aus – gibt es etwas Neues?
Der Ausbau der Stellantis-Gruppe bringt auch neue Öle in unser Sortiment, und es gibt stetige Erweiterungen im ATF-Getriebe-Sektor.
Werden künftig andere Flüssigkeiten relevanter, Stichwort Kühlmittel?
Kühlmittel für Batterien sind bei uns noch nicht im Programm, weil die Nachfrage aktuell nicht da ist, das wird aber mittelfristig sicher zum Thema.
Welchen Stellenwert hat der Onlinehandel? Mittlerweile wird über die Hälfte der Kleingebinde über den Shop bestellt. Mit Hilfe des Ölfinders oder der VIN-Abfrage ermöglichen wir dem Kunden eine rasche und unkomplizierte Auswahl des richtigen Öls.
Wie oft am Tag beliefern Sie Ihre Kunden? Je nach Gebiet bis zu sechsmal pro Tag. www.derendinger.ch
Lucas Michel, Category Manager bei Derendinger.
ESA erweitert Öl- und Getriebeservice: Lukratives Zusatzgeschäft für Garagen
Die ESA bietet Garagistinnen und Garagisten ein breites Schmiermittelsortiment und eröffnet mit dem Thema Automatenspülung neue Chancen für effizienten Service und attraktives Zusatzgeschäft.
Die ESA ist eine zuverlässige Partnerin für Garagistinnen und Garagisten und bietet ein umfassendes Sortiment an Motoren-, Getriebeund Hydraulikölen sowie passendem Zubehör für einen effizienten Ölservice. Kundinnen und Kunden profitieren von einer grossen Markenvielfalt und können zwischen bewährten Produkten führender Hersteller wählen. Die Eigenmarke «ESALube» steht für hochwertige Schweizer Qualität zu fairen Preisen und deckt alle gängigen Spezifikationen sowie zahlreiche Herstellervorgaben ab.
Ergänzt wird das Sortiment durch Premiummarken wie Shell, Total und Elf, deren Motorenöle in enger Zusammenarbeit mit Automobilherstellern kontinuierlich weiterentwickelt werden. Für spezielle Anforderungen sind zudem Premium-ATF-Schmiermittel von Lube1, Vaico, ZF und Millers Oils erhältlich. Letztere sind besonders auf die Bedürfnisse von Young- und Oldtimern zugeschnitten. Dank grosser Lagerbestände und effizienter Logistik garantiert die ESA eine hervorragende Warenverfügbarkeit und schnelle Lieferzeiten.
Automatenspülung als wachsendes Geschäftsfeld
Getriebespülungen gewinnen in der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Da Automatikgetriebe bei Neuzulassungen dominieren und immer häufiger eine regelmässige Wartung empfohlen wird, steigt die Nachfrage nach professionellen Spülungen. Diese optimieren das Schaltverhalten, erhalten den Fahrzeugwert und beugen teuren Reparaturen vor. Für Garagisten eröffnet sich damit ein attraktives Zusatzgeschäft mit hohem Ertragspotenzial.
Modernes Spülgerät für den Werkstattalltag
Seit Herbst 2025 ist das Spülgerät Fluid Pro ATX 280 von Mahle Teil des ESA-Sortiments. Mit vollautomatischer Funktionalität, benutzerfreundlicher Bedienung und einer Web-Datenbank, die rund 90 Prozent aller Getriebemodelle abdeckt, ist das Gerät universell einsetzbar und ideal für Mehrmarkengaragen. Das 7-Zoll-Touch-Display und die intuitive Oberfläche erleichtern den Arbeitsalltag.
Die Software erkennt automatisch die Ölflussrichtung und verhindert Schäden am Getriebe, während die Boost-Funktion schnelle und präzise Spülungen ermöglicht. Dank WLAN-Verbindung bleiben Updates aktuell und eine Fernunterstützung sorgt für zusätzliche Betriebssicherheit. Die Berichte der Spülungen
lassen sich per Nexus Print ausdrucken, und die Fluid-Pro-App erlaubt die Steuerung aus der Ferne.
Für maximale Flexibilität ist der Behälter beim Wechsel zwischen verschiedenen Öltypen schnell austauschbar. Die integrierte ZeroCross-Technologie garantiert höchste Reinheit, da ein interner Waschprozess Kreuzkontaminationen zuverlässig verhindert. Im ESA-Preis inbegriffen sind die Inbetriebnahme vor Ort durch die Auto Meter AG sowie ein Standardkoffer mit 17 Adaptern, die für die meisten Getriebemodelle passen. Weitere Adapter können bequem im ESA-«eShop» nachbestellt werden.
Einfacher Einstieg mit persönlicher Unterstützung
Interessierte Garagisten können eine Vorführung vereinbaren und die Dienstleistung direkt am Kundenfahrzeug testen. Die ESA übernimmt die Organisation und sorgt für eine reibungslose sowie pünktliche Lieferung aller benötigten Materialien. So gelingt der Einstieg in dieses lukrative Geschäftsfeld einfach, effizient und ohne grossen Aufwand. (pd/mb)
www.esa.ch/atx280
Wenn Vielfalt zur Herausforderung wird
Elektrifizierung, CO₂-Vorgaben und mehr Freigaben verändern das Ölgeschäft. Die Vielfalt wächst, der Druck auf Lager und Logistik steigt. Fibag punktet mit Tempo, Beratung vor Ort und Online-Präsenz.
Die Elektrifizierung verändert den Markt –doch in der Schweiz bleibt das Ölgeschäft stabil. Das hohe Durchschnittsalter der Fahrzeugflotte kompensiert noch den wachsenden Anteil elektrifizierter Fahrzeuge. Verbrenner bleiben im Service, und sie brauchen passende Schmierstoffe. Der Blick nach vorn zeigt, dass in Europa im Gegensatz zu Asien der Schmierstoffbedarf stagniert. Für Schweizer Werkstätten bedeutet diese Entwicklung im Moment noch keinen Einbruch, aber auch keine Entwarnung. «Der Druck verlagert sich vom Volumen auf die Vielfalt», erklärt Kurt Schürch, Leiter Einkauf/Verkauf bei der Fibag AG.
Breites Sortiment
«Die Fahrzeughersteller treiben ultra-niedrigviskose Öle wie 0W-8, 0W-12 oder 0W-16 voran, um ihre CO₂-Ziele zu erreichen», erklärt er weiter. Für den Handel heisst das: Mehr
Fibag bietet eine breite Vielfalt von Schmierstoffen.
Varianten, mehr Komplexität, mehr Lagerdruck. Das Sortiment wird breiter und die Lagerhaltung anspruchsvoller. Auch in der Werkstatt zeigt sich der Wandel täglich. Früher reichte ein Produkt, heute verlangt fast jeder Fahrzeugtyp eine eigene Freigabe. Das bindet Kapital, Platz und erhöht das Risiko falscher Ölauswahl. Übersichtliche Normen, klare Freigaben und passende Gebindegrössen werden zur Pflicht. «Wir sind Vollsortimenter mit hoher Verfügbarkeit und schneller Lieferung», sagt Schürch. Im Onlineshop sind alle Produkte verfügbar. Drei Viertel des Umsatzes läuft bei der Fibag bereits online. Beratung liefert der Aussendienst, besonders bei Mehrmarkenbetrieben.
Just in time
Die Logistik bleibt ein Wettbewerbsvorteil. Kleingebinde verschickt Fibag bis zu drei Mal täglich, Grossgebinde einmal pro Tag. Was zählt, wissen alle Garagen: Verfügbarkeit und just in time. Wer morgens bestellt, will
mittags oder spätestens tags darauf die Ware verfügbar haben. «Bei den Marken dominieren BP Castrol, Exxon Mobil und Total Energies. Entscheidend ist jedoch nicht das Label, sondern die Freigabe für das jeweilige Aggregat», so Schürch. Seit dreissig Jahren haben Umwelt- und Verschleiss-Schutz grosse Fortschritte gebracht und sie bleiben auch künftig im Fokus, ist Schürch überzeugt. Ein oft unterschätzter Punkt ist der Nachfüllliter. «Moderne Motoren verbrauchen zwar wenig Öl, doch ein korrekter Nachfüller gehört in jedes Auto. Er bringt Zusatzgeschäft und verhindert Schäden», betont der Leiter Einkauf/Verkauf. Schürch ist überzeugt, dass die Zukunft jenen gehört, die Vielfalt beherrschen und Tempo halten. Ein breiteres Sortiment bei gleichbleibend hohen Lieferansprüchen ist ein anspruchsvoller Mix. Fibag entlastet Garagen genau hier – mit Tiefe im Sortiment, klarem Rat und zuverlässiger Logistik. (pd/ml)
www.fibag.ch
Kurt Schürch ist Leiter Einkauf/Verkauf bei der Fibag AG.
Wenn Motorenöl zum Risikofaktor wird
Ölverdünnung, Longlife-Intervalle und Lifetime-Füllungen erhöhen das Schadensrisiko moderner Motoren. Die Hostettler Autotechnik AG unterstützt Garagen mit hochwertigen Motul-Schmierstoffen und fundierter Fachkompetenz.
Motorenöl ist längst mehr als ein Betriebsstoff – es ist ein flüssiges Konstruktionselement. Bereits in der Motorenentwicklung wird der Schmierstoff als integraler Bestandteil berücksichtigt. Umso wichtiger ist es, Motorenöle gemäss Herstellervorgaben einzusetzen und deren Zustand im Werkstattalltag korrekt zu beurteilen.
Öl ist nicht gleich Öl
Die chemische Zusammensetzung eines Motorenöls wird durch Herstellerspezifikationen definiert. Diese beschränken sich allerdings weitgehend auf Additivierung und genormte Messwerte. Entscheidend für die Leistungsfähigkeit eines Schmierstoffs sind jedoch ebenso die Qualität des Basisöls sowie das Zusammenspiel aller Komponenten über die gesamte Einsatzdauer hinweg. Diese Abhängigkeiten erfordern aufwendige Entwicklungsarbeit und eine konsequente Qualitätsüberwachung.
Ölverdünnung als unterschätztes Risiko
Ein Praxisbeispiel verdeutlicht die Problematik: Bei einem 1.2-PSA-Benzinmotor zeigte sich bereits nach rund 6000 Kilometern eine massive Treibstoffverdünnung des Öls. Die Heissviskosität war kaum mehr messbar, der Wassergehalt deutlich erhöht. Mögliche Ursachen sind häufige Kaltstarts, hoher Kurzstreckenanteil oder eine fehlerhafte Gemischaufbereitung. Die Analyse zeigte zudem eine stark reduzierte alkalische Reserve (BN), was auf eine fortschreitende Übersäuerung hinweist. Der hohe Treibstoffanteil führte zur Zerstörung des Zahnriemens und in der Folge zur Verunreinigung von Ölansaugstutzen, Ölpumpe, Vakuumpumpe und variabler Nockenwellenverstellung.
Ölanalyse schafft Klarheit
Der Zustand eines Motorenöls lässt sich am zuverlässigsten mittels unabhängiger Laboranalyse beurteilen. Vergleichbar mit einem grossen Blutbild liefert die Ölanalyse fundierte
Informationen zu Ölzustand, Verschleiss und möglichen Schadensursachen. Im beschriebenen Fall zeigten die Verschleisswerte, dass der Motor trotz massiver Ölverdünnung noch keinen Schaden genommen hatte – eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die weitere Instandsetzung.
Lösungen für den Werkstattalltag
Die Hostettler Autotechnik AG bietet Garagenbetrieben ein breit abgestütztes Schmierstoffsortiment und kompetente Beratung. Mit den Schmiermitteln von Motul stehen für unterschiedliche Motorenkonzepte, Betriebsbedingungen und Serviceintervalle passende Lösungen zur Verfügung. Hochwertige Schmierstoffe leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Betriebssicherheit, Schadenprävention und nachhaltigen Kundenbindung. (pd/ml)
www.autotechnik.ch
Philipp Schatzmann, Produkt Manager Hostettler Autotechnik AG, unterstützt und berät Garagisten beim Thema Motorenöl.
Entwicklung statt Stillstand im Schmierstoffgeschäft
Silvan Lämmle, Geschäftsführer von Laemmle Chemicals, spricht über ein starkes Schmierstoffjahr, neue Entwicklungsimpulse durch politische Entscheide und Innovationen von Motorenölen bis Kühlflüssigkeiten.
AUTO&Wirtschaft: Wie zufrieden sind Sie mit dem Schmierstoffjahr 2025?
Silvan Lämmle: Das Schmierstoffgeschäft hat sich im letzten Jahr gut entwickelt. Ein Hauptgrund dafür ist, dass weniger Neuwagen verkauft wurden und der bestehende Fuhrpark vermehrt gewartet und repariert wurde – für den Aftermarket ist das positiv. Schwieriger
Neu im Sortiment: das Motorenöl Roxor Daytona BF-X 0W-30 mit BMW-Longlife-12-FE-Freigabe.
sieht es auf der Seite von neuen Motorenölen aus – aus dem einfachen Grund, weil in den letzten Jahren die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors kaum noch von Interesse ist.
Das könnte sich jetzt aber wieder ändern. Die EU hat beschlossen, das Verbrennerverbot für 2035 aufzuheben bzw. abzuschwächen. Diese Entscheidung wird doch sicher einen Einfluss auf das Schmierstoffgeschäft haben?
Ja, es wird einen Einfluss haben. Für die Autobranche und die Schmierstoffbranche ist es gut. In den letzten fünf Jahren hat sich bei der Entwicklung von Verbrennungsmotoren wenig getan, folglich hat sich auch wenig bei den Motorenölen verändert. Durch die Entscheidung wird sich das ändern, und das spüren wir bereits durch neue Entwicklungsaufträge im Bereich Verbrennungsmotoren. Ich bin aber der Meinung, dass der Verbrennungsmotor in der Zukunft nur eine Chance haben wird, wenn er mit synthetischem Treibstoff betrieben wird.
Neben Motorenölen und Schmierstoffen der Marke Roxor bietet Laemmle Chemicals ein breites Sortiment an Reinigung- und Pflegeprodukten an. Wie gut sind Sie da mittlerweile aufgestellt?
Mit den Marken Amstutz, Polyston, Fiesta und Allerno decken wir ein sehr breites Angebot ab. Ich würde sogar behaupten, dass wir der
grösste Anbieter sind. Ein grosser Vorteil ist hierbei unsere klare Markentrennung. Amstutz ist die Marke für die Werkstatt, Polyston, Fiesta und Allerno sind Marken für den Einzelhandel.
Apropos Produkte, gibt es Neuheiten für das kommende Jahr?
Ja, wir werden dieses Jahr eine neue Produktelinie der Marke Amstutz für Selbstbedienungswaschanlagen auf den Markt bringen. Schmierstoffseitig wird es ein neues ATF-Öl geben, das in einer Norm sowohl die neusten ATF-Dexron-VI-Spezifikationen wie auch die neusten CVT-Spezifikationen erfüllt und vereint. Zudem werden wir demnächst ein Universalkühlöl lancieren, mit welchem man von der Batterie über Kabel bis hinein ins Datacenter alles kühlen kann.
Welche Chancen ergeben sich in den kommenden Jahren für Sie als innovativer Schmierstoffhersteller?
Ich freue mich auf den Fortschritt bei der Motorenentwicklung, und auch die Elektromobilität wird neue Ideen und Innovationen im Bereich der Kühlung bringen.
Wie hat sich das Kundenverhalten in den letzten Jahren verändert? Und wie unterstützen Sie Ihre Partner?
Für unsere Kunden und Partner ist es wichtig, dass sie sich auf uns verlassen können, sowohl bei unseren Produkten als auch bei der Verfügbarkeit und den Lieferzeiten. Wir haben erfahrene Mitarbeiter, die helfen und beraten, und wir bieten mit unserem digitalen Oil Finder ein geniales Tool an, das auch als Shortcut auf dem Smartphone funktioniert. Doch das Wichtigste ist und bleibt, dass man bei den Kunden ist und einen guten Job macht. www.laemmle-chemicals.ch
Silvan Lämmle, Geschäftsführer von Laemmle Chemicals.
Interview/ Bild: Isabelle Riederer
Krautli (Schweiz) AG: Starkes Schmiermittelportfolio für den Schweizer Markt
Die Krautli (Schweiz) AG verfügt über ein breit aufgestelltes Schmiermittelportfolio. Zum Sortiment gehören die etablierten Marken Valvoline und Castrol sowie die Eigenmarke K-Tech.
Seit vielen Jahren werden diese Produkte erfolgreich auf dem Schweizer Markt vertrieben und haben sich in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen bewährt. Das Portfolio deckt ein umfassendes Spektrum an Schmierstoffen ab und bietet für jeden Kunden und jedes Fahrzeug – vom Personenwagen über Nutzfahrzeuge bis hin zu Spezialanwendungen – die passende Lösung.
Mitarbeitende mit fundiertem Know-how Ein zentraler Erfolgsfaktor der Krautli (Schweiz) AG ist das hohe Fachwissen des Teams. Die Mitarbeitenden verfügen über fundiertes Know-how im Bereich Schmierstoffe und unterstützen Kunden kompetent bei technischen und anwendungsspezifischen Fragestellungen. Dadurch wird sichergestellt, dass stets das optimale Produkt für den jeweiligen Einsatz empfohlen wird.
Lieferung innerhalb 24 Stunden Ergänzt wird das Leistungsangebot durch eine leistungsfähige Logistik: Die Krautli (Schweiz) AG beliefert Kunden innerhalb von 24 Stunden in der gesamten Schweiz und gewährleistet damit eine hohe Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit.
Mit starken Marken, technischer Kompetenz und schneller Lieferung positioniert sich die Krautli (Schweiz) AG als zuverlässiger Partner für hochwertige Schmierstofflösungen im Schweizer Markt. (pd/mb)
www.krautli.ch
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Zum Krautli-Sortiment gehören die etablierten Marken Valvoline und Castrol sowie die Eigenmarke K-Tech.
Der Hauptsitz der Oel-Brack AG in Hunzenschwil (AG) mit überdimensioniertem Midland-Ölfass liegt direkt an der Autobahn A1.
Zweite Ausbauetappe bei Oel-Brack: Midland bereit für mehr Vielfalt
Direkt an der A1 erweitert Oel-Brack den Standort Hunzenschwil erneut: Fünf neue 50’000-Liter-Additivtanks ergänzen den Ausbau von 2017 – für kurze Wege, effiziente Mischprozesse und mehr Flexibilität bei Midland-Schmierstoffen. Text/Bilder: Mario Borri
Zwischen Bern und Zürich fällt der Blick vieler Pendler täglich auf das überdimensionierte Midland-Ölfass direkt an der Autobahn A1. Dahinter liegt der Hauptsitz der Oel-Brack AG in Hunzenschwil (AG), ein Standort, der Tradition und Moderne sichtbar verbindet. Das Bürogebäude mit teilweise historischem Mobiliar steht sinnbildlich für die lange Firmengeschichte – unmittelbar daneben entstehen hochautomatisierte Mischanlagen für moderne Schmierstoffe.
Die Marke Midland, 2004 eingeführt und nach dem Schweizer Mittelland benannt, ist heute fest im Garagen-, Motorrad-, LKW- und Industriebereich etabliert. Produziert und gemischt wird ausschliesslich in Hunzenschwil – mit dem Anspruch, Schweizer Qualität mit technischer Innovationskraft zu verbinden.
Der erste Erweiterungsbau: Automatisierung und Kapazität Bereits 2017 setzte Oel-Brack einen entscheidenden Meilenstein: Mit einem umfassenden Erweiterungsbau wurde der Standort grundlegend modernisiert. Herzstück war die Inbetriebnahme einer vollautomatischen Schmierstoff-Mischanlage, die eine präzise, reproduzierbare Herstellung unterschiedlichster «Rezepturen» ermöglicht.
Im Zuge dieses Ausbaus wurden rund 40 neue Tanks installiert, die Gesamtlagerkapazität
auf etwa 2,5 Millionen Liter erhöht und die Anlage mit über 200 Metern Rohrleitungen sowie rund 140 elektronisch-pneumatischen Ventilen ausgestattet. Ziel war es, bei wachsender Produktvielfalt effizienter zu produzieren und mit denselben personellen Ressourcen deutlich mehr Output zu ermöglichen. Diese Investition legte die Basis für das kontinuierliche Wachstum der Marke Midland – und machte gleichzeitig deutlich, dass weitere Ausbauschritte absehbar sein würden.
Die Erweiterung zur Erweiterung: Additive im Fokus Genau hier setzt die aktuelle Ausbauetappe an. Der neue Erweiterungsbau ergänzt die Investitionen von 2017 gezielt und funktional. Geplant sind fünf zusätzliche Additivtanks mit je 50’000 Litern Inhalt, platziert in unmittelbarer Nähe der vollautomatischen Mischanlage. Der Grund dafür liegt in der Praxis der Schmierstoffmischung: Viele Additive sind hochviskos und müssen vor dem Transport in Rohrleitungen erwärmt werden, um fliessfähig zu sein. Lange Distanzen würden dabei Energie kosten und den Prozess verkomplizieren. Michael Brack, zuständig unter anderem für Business Development, erklärt: «Additive müssen teilweise temperiert werden, damit sie zuverlässig fliessen. Kurze Wege sind deshalb
entscheidend – technisch, energetisch und qualitativ.»
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Erwärmte Additive vergrössern ihr Volumen. Die Tanks vor Ort müssen deshalb ausreichend dimensioniert sein, damit der Inhalt von Transporttanks mit bis zu 29 Tonnen Nutzlast Platz findet und keine aufwendigen Teillieferungen nötig werden.
Produktvielfalt, Elektromobilität und neue Anforderungen
Die Zahl der Rezepturen nimmt weiter zu –auch vor dem Hintergrund der Elektromobilität.
Noch ist es eine Baustelle, im März sollen die fünf zusätzlichen Tanks an die vollautomatische Mischanlage angeschlossen sein.
Zwar verändern sich Antriebskonzepte, der Bedarf an Schmierstoffen sinkt jedoch nicht. Elektromotoren, integrierte Getriebe, Lager, Reduktionsstufen und Leistungselektronik benötigen spezielle Schmierstoffe, die nicht nur schmieren, sondern auch kühlen, schützen und Lebensdauer sichern.
«Die grössere Produktevielfalt verlangt in der Herstellung auch immer mehr verschiedene Additive. Damit auch neuere Produkte hocheffizient mit der vollautomatischen Mischanlage produziert werden können, benötigen wir mehr Additivtanks», sagt Michael Brack. Der neue Erweiterungsbau schafft genau dafür die nötige Flexibilität.
Weiterer Vorteil: nachhaltige Rohstoffbeschaffung
Oel-Brack kauft Basisöle und Additive als Einzelsubstanzen ein und mischt sie. Diese Rohstoffe werden in Tanks von bis zu 29 Tonnen angeliefert, die über weite Strecken mit der Bahn transportiert werden. Erst auf der «letzten Meile» bringt der LKW die Tanks. Der Einkauf in Bulk-Mengen ist nicht nur günstiger als Fassware, sondern auch nachhaltiger: weniger Verpackung, weniger Transporte, weniger Handling. Die gross dimensionierten Additivtanks ermöglichen es, diese Vorteile konsequent zu nutzen und gleichzeitig die Versorgung der Mischanlage sicherzustellen.
Michael (l.) und Daniel Brack, Mitglieder der Gründerfamilie, koordinieren die Entstehung des Erweiterungsbaus.
In der ersten Ausbauetappe 2017 wurden 40 neue Tanks installiert, welche die Gesamtlagerkapazität auf etwa 2,5 Millionen Liter erhöhten.
Zukunftsfähigkeit mit System
Die Oel-Brack AG, gegründet 1880 und bis heute familiengeführt, investiert seit Jahrzehnten gezielt in Technologie und Infrastruktur. Nach dem grossen Automatisierungsschritt von 2017 folgt nun der nächste logische Ausbau – nahe an der Mischanlage und nahe an den Additiven. Für Garagen, Flottenbetreiber und Industriekunden bedeutet das: konstante Qualität, hohe Lieferfähigkeit und Schmierstoffe, die auch künftigen Antriebstechnologien gerecht werden. Das grosse Ölfass an der A1 steht damit nicht nur für Sichtbarkeit, sondern für einen Standort, der konsequent in die Zukunft weiterentwickelt wird.
www.midland.ch
Midland Synqron 0W-16: das niedrigviskose Motorenöl
Motorenöle mit der tiefen Viskosität von 0W-16 werden tendenziell häufiger verlangt, in erster Linie von asiatischen Fahrzeugherstellern wie Toyota, Lexus, Honda und Kia – aber auch von Renault. Das neue Midland Synqron 0W-16 ist die Antwort auf dieses wachsende Bedürfnis.
Midland Synqron 0W-16 wurde speziell für modernste, hocheffiziente Motoren entwickelt. Es wird meist für Hybridmotoren und kleine Turbo-Benziner verlangt. Die abgesenkte HTHS-Viskosität (High Temperature High Shear) hilft erwiesenermassen, Treibstoff zu sparen und die Emissionen zu verringern. Ausserdem sorgt die niedrige Viskosität für eine sofortige Schmierung und einen effektiven Motorschutz bei tiefen Kaltstarttemperaturen.
Oel-Brack-COO Fredi Brack überwacht die vollautomatische Mischanlage.
«Für unsere Kunden sind wir ein sicherer Wert»
Motorex blickt auf ein starkes Jahr zurück: mit neuer US-Niederlassung, Fokus auf E-Mobilität und klaren Wachstumsplänen. Trotz anspruchsvollem Umfeld sehen Stefan Sury, Verkaufsleiter Automotive, und Manuela Segginger, Produktmanagerin Automotive, grosse Chancen. Interview/Bild: Isabelle Riederer
AUTO&Wirtschaft: Wenn Sie auf das vergangene Jahr zurückblicken, welche Ereignisse haben das Geschäft von Motorex besonders geprägt??
Stefan Sury: Vor einem Jahr haben wir eine offizielle Niederlassung in den USA gegründet, folglich drehte sich im letzten Jahr vieles um unsere neue Tochtergesellschaft gedreht. Sowohl international als auch national blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Produktseitig haben wir 2025 unsere Electric Vehicle Line weiter vorangetrieben. Das Ziel ist eine komplette Produktepalette mit hochwertigen Flüssigkeiten, Getriebeölen und Fetten für elektrische Fahrzeuge.
Welche strategischen Ziele haben Sie sich für das neue Jahr vorgenommen?
Sury: Natürlich wollen wir unsere Marktanteile halten bzw. weiter ausbauen. Wir sind hier in einer guten Ausgangslage, wir fokussieren uns auf unsere Kernkompetenz, setzen auf hochwertige Produkte, sind ein unabhängiger Komplettanbieter und betreuen unsere Kunden mit einer starken Aussendienstmannschaft. Wir wollen nah bei unseren Kunden sein, schnelle
Lösungen bieten und auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen.
Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit als besonders dringlich?
Manuela Segginger: Die Zunahme der Spezifikationen ist und bleibt eine Herausforderung, nicht nur für uns als Hersteller, sondern auch für unsere Kunden. Vor allem der Zugang zu den neusten Freigaben ist eine Herausforderung.
Die EU kippt das Verbrenner-Aus, welche Auswirkungen hat dies auf das Schmierstoffgeschäft?
Sury: Viele Hersteller haben sich in den letzten Jahren stark auf die Elektromobilität konzentriert, dadurch ist der Verbrennungsmotor und dessen Weiterentwicklung in den Hintergrund geraten. Das hat sich auf neue Schmierstoffe und Motorenöle ausgewirkt. Durch die neue Ausgangssituation kann dies wieder neue Impulse für den Schmierstoffmarkt geben.
Immer mehr neue chinesische Automarken kommen in die Schweiz, ergibt das auch neue Geschäftsfelder für Motorex?
Sury: Wir sind mit einigen Automarken im Gespräch, denn Autos in die Schweiz liefern ist das eine, aber der Aufbau eines Aftermarkets samt Flüssigkeitsmanagement ist das andere. Viele wissen nicht, dass die neuen chinesischen Automarken nicht nur elektrische Modelle haben, sondern teils auch reine Verbrenner und Hybride verkaufen.
Motorex ist ein traditionsreicher Schweizer Hersteller: Welche USP definieren Sie heute und wie differenzieren Sie sich gegenüber Mitbewerbern?
Sury: Für unsere Kunden sind wir ein sicherer Wert – ob mit unseren hochwertigen Produkten, mit unserem Kundendienst, mit unserer Aussendienstmannschaft, unserer Kundennähe oder unserer Unabhängigkeit. Wir sind klar aufgestellt, stabil und haben eine unbändige Kraft nach vorne mit einem starken Team. Das sind unsere Werte, die wir auch in Zukunft weiterleben.
www.motorex.com
Stefan Sury, Verkaufsleiter Automotive, und Manuela Segginger, Produktmanagerin Automotive bei Motorex.
Kompetenz und Kundennähe als USP
Der Markt für Schmierstoffanbieter bleibt auch 2025 in Bewegung. Elektrifizierung, die geplante Abkehr vom Verbrennungsmotor und steigende Qualitätsanforderungen verlangen von Herstellern und Distributoren ein hohes Mass an Anpassungsfähigkeit –wie Marco Spadaro, Geschäftsführer der Petro-Lubricants AG, erklärt.
Die Petro-Lubricants AG behauptet sich seit der Gründung 2007 erfolgreich gegen deutlich grössere Mitbewerber im Schweizer Markt. Auch für 2025 zieht das Unternehmen eine positive Bilanz. «Wir sind mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden. Im Automotive-Geschäft konnten wir erneut wachsen», sagt Geschäftsführer Marco Spadaro. Damit bestätigt das Unternehmen seine Position in einem Markt, der weiterhin von starkem Wettbewerb und geringen strukturellen Wachstumsmöglichkeiten geprägt ist. Eine klare strategische Ausrichtung ist deshalb zentral. «Wir verkaufen keine Standardware, sondern Lösungen. Nähe zum Kunden und technisches Verständnis machen heute den Unterschied», betont Spadaro. Diese Haltung zahlt sich insbesondere im Automotive-Segment aus, wo
Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit entscheidend sind. «Nachhaltigkeit, Kompetenz und Kundennähe sind für uns die wichtigsten Faktoren.»
«Wir verkaufen keine Standardware – wir liefern Lösungen.»
Marco Spadaro
Elektrifizierung verändert, verdrängt aber nicht
Spadaro sieht jedoch auch Herausforderungen. Die Elektrifizierung verändert den Markt – aber nicht in einem Tempo, das klassische Produkte unnötig macht. «Motorenöle verlieren etwas an Volumen, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Spezialprodukte für Hybridfahrzeuge deutlich», erklärt er. Zudem wächst die Bedeutung
von Kühlflüssigkeiten, Getriebeölen und Fluids für das Wärmemanagement. Trotz politischer Rahmenbedingungen bleibt der Verbrenner in der Schweiz ein relevanter Faktor. «Die Flottenstruktur und die tatsächlichen Nutzungsprofile sprechen klar dafür.»
«2026 wollen wir unser Vertriebsnetz gezielt ausbauen.»
Marco Spadaro
Öl bleibt für Garagisten ein Margenträger Trotz Preisdruck bleiben Schmierstoffe und chemisch-technische Produkte ein margenträchtiges Geschäft für Garagisten. Die Anforderungen an moderne Öle steigen jedoch weiter. «Ein moderner Schmierstoff muss thermisch extrem stabil sein, Treibstoff sparen und vor allem die OEM-Freigaben erfüllen. Ohne diese hat ein Produkt kaum mehr eine Chance», so Spadaro. Die Nachfrage verschiebt sich spürbar in Richtung hochwertiger, spezialisierter Lösungen. Um diese Vielfalt und Komplexität abzudecken, arbeitet Petro-Lubricants seit 2012 mit Rowe zusammen. «Mit Rowe haben wir einen Partner, der schnell reagiert, hohe Qualität liefert und die nötige Flexibilität mitbringt.» Das Portfolio umfasst neben klassischen Schmierstoffen auch biosynthetische Varianten sowie Produkte für neue Antriebstechnologien.
Dienstleistung als entscheidender
Unterschied
Neben einem Sortiment von über 3000 Produkten setzt Petro-Lubricants weiterhin auf ein breites Dienstleistungsangebot und eine konsequente Mehrmarkenstrategie. Dazu gehören Offenlieferungen, technische Schulungen und administrative Unterstützung ebenso wie die enge Betreuung von Handelspartnern. «Wir lösen Probleme, wir liefern nicht einfach Ware», fasst Spadaro zusammen. Der Blick ist dabei klar nach vorne gerichtet. «2026 wollen wir erneut Marktanteile gewinnen. Wir befinden uns in einer Phase, in der wir gegen die grossen Anbieter Marktanteile verteidigen – und ausbauen müssen», sagt der Geschäftsführer. Ein zentrales Element ist der Weiteraufbau des Vertriebsnetzes. «Wir suchen gezielt Partner in der Region Bern und in der Westschweiz.» Das Credo bleibt unverändert: langfristig denken, partnerschaftlich handeln – und gemeinsam erfolgreich sein.
Petro-Lubricants vertreibt ein breites Sortiment von Rowe.
www.petro-lubricants.ch
Michael Lusk
Marco Spadaro ist Geschäftsführer von Petro-Lubricants AG.
LKQ Rhiag und Liqui Moly: Motorpflege neu gedacht
Additive optimieren moderne Motoren gezielt. Liqui Moly setzt mit Cera Tec auf eine Kombination aus chemischem und physischem Verschleissschutz für mehr Effizienz, Schutz und Laufleistung.
Additive sind funktionale Zusatzstoffe, die Motorenöl, Treibstoff oder Kühlmittel gezielt unterstützen. Sie kommen zum Einsatz, um Reibung zu reduzieren, Ablagerungen zu verhindern, Materialien zu schützen und Alterungsprozesse zu verlangsamen. Unterschieden wird dabei zwischen Öl-, Treibstoffund Kühlmitteladditiven. Richtig angewendet
es gezielt vor verschleissbedingten Schäden durch Reibung, Druck und Hitze.
Das Additiv basiert auf einer Suspension aus mikroskopisch kleinen Keramikpartikeln und chemischen Wirkstoffen in ausgewählten Grundölen.
Der chemische Reibungsmodifikator reagiert direkt mit den Metalloberflächen und
tragen sie massgeblich zur Zuverlässigkeit, Betriebssicherheit und Lebensdauer moderner Aggregate bei.
Cera Tec: kombinierter Verschleissschutz für hochbelastete Motoren
Im Mittelpunkt des Liqui-Moly-Additivprogramms steht Cera Tec, ein Hightech-Öladditiv mit kombiniertem physischem und chemischem Wirkprinzip. Entwickelt für moderne, hochbelastete Motoren mit niedrigen Viskositäten, schützt
glättet diese ohne abrasiven Materialabtrag. Ergänzend füllen Keramikpartikel mit einer Grösse von unter 0,5 Mikrometern feinste Unebenheiten im Metall. So wird direkter Metallkontakt reduziert, die Reibung minimiert und ein belastbarer Schutzfilm aufgebaut, der laut Liqui Moly bis zu 50’000 Kilometer wirksam bleibt.
Vereinte Wirkmechanismen in einem Produkt
Während das «Oil Additiv» auf physischem Verschleissschutz mit MoS₂ basiert und «Motor Protect» ausschliesslich chemischen Hochdruckschutz bietet, vereint Cera Tec beide Wirkmechanismen. Die chemisch und thermisch hochstabile Mikrokeramik sorgt für einen dauerhaften Leichtlaufeffekt – auch unter extremen Betriebsbedingungen.
Cera Tec ist selbstmischend, absolut filtergängig und mit allen handelsüblichen Motor- und Getriebeölen kompatibel. Es eignet sich zudem für Fahrzeuge mit Turbolader, Katalysator oder Dieselpartikelfilter und kann durch reduzierte Reibungsverluste den Treibstoffverbrauch sowie den Schadstoffausstoss positiv beeinflussen.
Bewährtes Know-how mit internationaler Reichweite
Liqui Moly begann 1957 als kleines AdditivStartup in Ulm. Das erste Produkt war ein Öladditiv mit Molybdändisulfid (MoS₂), das dem Firmennamen seinen Ursprung gab: Liqui für flüssig, Moly für den Festschmierstoff. Heute produziert das Unternehmen 25 Mio. Dosen
Cera Tec ist ein HigtechÖladditiv mit einem kombinierten physischen und chemischen Wirkprinzip.
Additive pro Jahr und insgesamt rund 120’000 Tonnen Schmierstoffe, die in rund 150 Ländern verkauft werden.
Liqui Moly setzt konsequent auf Qualität «Made in Germany» und entwickelt kontinuierlich Produkte für die extremen Anforderungen moderner Motoren. Die Additive tragen dazu bei, Reibung zu reduzieren, Verschleiss zu minimieren und Materialien vor Ablagerungen und Alterung zu schützen. Die Produkte von Liqui Moly sind auch über den Onlineshop der LKQ Rhiag, «ec24» (info.ec24.ch), erhältlich. (pd/mb)
www.rhiag.ch
Additive sind funktionale Zusatzstoffe, die Motorenöl, Treibstoff oder Kühlmittel gezielt unterstützen.
Liqui Moly produziert über 18 Millionen Dosen Additive pro Jahr.
«TotalEnergies» wird offizieller Motorenölpartner von Stellantis
«TotalEnergies» baut seine Partnerschaft mit Stellantis aus und wird für die nächsten fünf Jahre offizieller Lieferant für Motorenöle im After-Sales-Bereich aller Konzernmarken.
«TotalEnergies» stärkt und erweitert seine Zusammenarbeit mit Stellantis im Bereich der Motorenöle für die kommenden fünf Jahre. Das Unternehmen übernimmt damit die Rolle des offiziellen Lieferanten für alle Stellantis-Marken im After-Sales-Bereich und unterstreicht seine strategische Bedeutung innerhalb des internationalen Automobilkonzerns. Die Vereinbarung markiert einen weiteren Meilenstein in der langjährigen Kooperation beider Unternehmen.
Vereinfachte Motorenspezifikationen bei Stellantis
Seit dem 1. Januar 2026 hat Stellantis sein System der Motorenspezifikationen grundlegend vereinfacht. Die bisher gültigen 34 Normen wurden auf sechs neue, harmonisierte Spezifikationen reduziert, die unter der Freigabe FPWxxxx geführt werden. Diese neuen Standards erfüllen die Anforderungen moderner Antriebstechnologien wie hohe Leistung, geringer Treibstoffverbrauch und Hybridkompatibilität, bleiben jedoch gleichzeitig für ältere Motorisierungen geeignet. Zudem sind sie vollständig rückwärtskompatibel zu den früheren Freigaben FCAxxxx, PSAxxxx und OVxxxx.
Alle Freigaben aus einer Hand
Bis heute ist «TotalEnergies» der einzige Lieferant, der sämtliche neuen Stellantis-Freigaben besitzt und diese europaweit bereitstellen
kann. Seit Januar übernimmt das Unternehmen ausserdem die Belieferung der MoparProduktlinie. Die offizielle Co-Branding-Reihe gilt als Originalteile-Programm (O.E.) und wird im Konzern als anerkannte Ersatzteilmarke geführt.
Über 50 Jahre Zusammenarbeit
Die Partnerschaft zwischen der StellantisGruppe und «TotalEnergies» blickt auf eine
mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Sie begann 1968 mit Citroën, wurde 1995 auf Peugeot ausgeweitet und 2021 um Opel ergänzt. Mit den neuen Spezifikationen erstreckt sich die Kooperation nun auch auf FCA sowie alle weiteren Marken von Stellantis und deckt damit das gesamte Konzernportfolio ab.
Drei neue Säulen für die Zukunft
Nach einer mehr als einjährigen Ausschreibung geht die Zusammenarbeit inzwischen deutlich über den klassischen After-Sales-Bereich hinaus. Sie stützt sich auf drei zentrale Säulen: Forschung und Entwicklung, Motorsport sowie Kreislaufwirtschaft mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Ziel ist es, Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig ökologische Verantwortung stärker in den Mittelpunkt zu stellen.
Nachhaltige Produktlinie EV3R
Im Rahmen dieser zukunftsorientierten Ausrichtung hat «TotalEnergies» die Produktlinie EV3R entwickelt. Diese basiert auf regenerierten Basisölen (RRBO) und kombiniert hohe Leistungsfähigkeit mit einer optimierten Ressourcennutzung. Durch die Reduzierung von Primärrohstoffen tragen die Produkte zu mehr Nachhaltigkeit bei, ohne Kompromisse bei Motorenschutz oder Zuverlässigkeit einzugehen. (pd/mb)
www.totalenergies.ch
Bis heute ist «TotalEnergies» der einzige Lieferant, dessen Schmierstoffe die neuen Stellantis-Freigaben besitzen.
Im Rahmen der zukunftsorientierten Ausrichtung hat «TotalEnergies» die Produktlinie EV3R entwickelt.
«Der
Neuwagenkauf
wird politisch
verteuert und damit unattraktiv gemacht»
Im Interview mit AUTO&Wirtschaft erklärt Auto-Schweiz-Direktor Thomas Rücker, warum der Schweizer Automarkt 2025 unter Druck steht und welche Rolle hohe Strompreise, fehlende Ladeinfrastruktur und CO₂-Sanktionen spielen. Interview: Mario Borri
AUTO&Wirtschaft: Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Gründe für die anhaltende Marktschwäche im Jahr 2025?
Thomas Rücker: Die anhaltende Schwäche ist primär hausgemacht: Eine europaweit einzigartige CO₂-Überregulierung verteuert die Mobilität. Ein Beispiel dafür sind die Ausgleichszahlungen wegen der Verfehlung von CO₂-Zielwerten. Während die Hersteller in Europa bisher weitestgehend um Zahlungen herumkamen, kosteten uns die Sanktionen in der Schweiz bisher kumuliert über 300 Millionen Franken. Und allein für 2025 werden die direkten CO2-Sanktionen auf 125 Millionen Franken geschätzt. Dazu kommen Vermeidungskosten in mindestens derselben Höhe! Und es drohen neue Belastungen für Automobilisten, die Private, Firmen und den Handel verunsichern. Dazu zählen die ElektrofahrzeugErsatzabgabe sowie die Verteuerung der E-Trucks durch die geplante LSVA-Revision. Hinzu kommt eine eingetrübte Konjunktur, die den Aufschub von grossen Investitionen wie einer Ersatzbeschaffung begünstigt. Bei den Personenwagen ist das Durchschnittsalter deshalb auf 10,5 Jahre gestiegen, weil die Nutzungsverlängerung mit den hochwertigen Produkten technisch unbedenklich – aber teurer im Unterhalt – ermöglicht werden kann.
Kurz gesagt: Der Neuwagenkauf wird politisch verteuert und damit unattraktiv gemacht.
Sie sprechen von Fehlanreizen in der CO₂-Regulierung. Was läuft aus Ihrer Sicht konkret falsch?
Das heutige System sanktioniert Anbieter für fehlende Nachfrage, obwohl über 300 elektrifizierte Modelle in allen Preis- und Leistungsklassen verfügbar sind. Importeure können Kaufentscheide nicht erzwingen, werden aber dennoch als Einzige mit Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe konfrontiert, wenn die Klimaziele im Bereich Verkehr verfehlt werden. Dieser Ansatz ist planwirtschaftlich und nicht gerechtfertigt. Zudem verzerrt es den Markt, schwächt Handel, KMU und Beschäftigung – und verzögert erst noch das Erreichen der Klimaziele, weil die Menschen an ihrem alten Verbrenner festhalten.
Ist eine Rückkehr zum früheren Marktniveau von rund 300’000 Neuzulassungen realistisch?
Mittelfristig ist eine Rückkehr zu diesen Volumen nur unter marktwirtschaftlich vernünftigen Rahmenbedingungen realistisch. Bleiben Überregulierung und Verteuerung bestehen, wird sich der Markt nicht erholen und wir
werden uns mit einem Gesamtmarkt von 230’000 – 250’000 Einheiten begnügen müssen. Das hätte Folgen für Arbeitsplätze und Volkswirtschaft. Zudem bliebe dann der Unterhalt überverhältnismässig teuer für die Kunden.
Warum kommt der Hochlauf von batterieelektrischen und Plug-in-Hybridfahrzeugen nur schleppend voran?
Die Branche hat ihre Hausaufgaben gemacht mit mehr als 300 Modellen in allen Leistungsklassen und Angeboten unter 20’000 Franken. Hohe Strompreise, ungenügende Ladeinfrastruktur – insbesondere für Mieter – sowie widersprüchliche politische Signale bremsen die Nachfrage. Zusätzliche Abgaben und der Wegfall steuerlicher Entlastungen wirken zusätzlich kontraproduktiv. Nur wenn die Mieter in der Schweiz mehrheitlich auf die Elektromobilität umsteigen können und darin mehr Vor- als Nachteile sehen, wird sich die Elektromobilität durchsetzen.
Welche Rolle spielen Voll- und Mildhybride bei der Erreichung der CO₂-Ziele?
Der Beitrag von Voll- und Mildhybriden zur CO₂Reduktion im Gesamtmarkt wird unterschätzt. Sie senken den Flottenverbrauch sofort und in
Thomas Rücker, Direktor von Auto-Schweiz, der Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure.
der Breite, ohne neue Infrastruktur vorauszusetzen. Gerade in einem stockenden Gesamtmarkt sind sie ein zentraler Stabilitätsanker für Umweltziele, auch wenn ihr Beitrag geringer ausfällt als bei reinelektrischen Antrieben.
Haben klassische Benzin- und Dieselfahrzeuge noch eine Zukunft?
Benzin- und Dieselfahrzeuge verlieren Marktanteile (2025: –20 % bzw. –30 %) und zunehmend an Bedeutung, da diese durch HEV und MHEV teilelektrifiziert werden können. In gewissen Anwendungen werden sich diese aber noch länger behaupten. Sie sichern heute immer noch Mobilität, finanzieren den technologischen Wandel quer und werden laufend effizienter. Ein abrupter politischer Ausstieg verzögert die Flottenerneuerung und schadet der Wirtschaft. Wären synthetische oder biogene Treibstoffe weiter verbreitet, könnten auch Verbrenner auf dem Weg zu Netto-Null helfen.
Welche Folgen hat das steigende Durchschnittsalter des Fahrzeugparks?
Ein überalterter Fahrzeugpark bedeutet höhere CO₂-, Schadstoff- und Lärmemissionen. Zudem leidet die Verkehrssicherheit, da moderne Assistenzsysteme fehlen. Wirtschaftlich schwächt dies Handel, Werkstätten und die gesamte Wertschöpfungskette. Hinzu kommt, dass der Unterhalt für ältere Fahrzeuge teurer wird und somit steigende Betriebskosten zu erwarten sind.
Was erwarten Sie kurzfristig von der Bundespolitik?
Vor allem keine neuen Steuern oder Abgaben. Es braucht Entlastungen bei den CO₂-Sanktionen, die Abschaffung der Automobilsteuer und klare Ausbaupläne für günstige Energie und flächendeckende Ladeinfrastruktur. Leider sind die jüngsten Signale aus Bern negativ: So lehnte die Kommission UREK-N eine Flexibilisierung der CO2-Sanktionen analog zur EU ab.
Wie wichtig sind Strompreise und Ladeinfrastruktur für den Erfolg der Elektromobilität? Strompreise sind ein zentraler Kostenfaktor für die E-Mobilität und zu hoch. Es braucht dringend eine Liberalisierung des Strommarkts. Gleichzeitig fehlt es vielerorts an transparenter und bezahlbarer Ladeinfrastruktur. Besonders kritisch ist der eingeschränkte Zugang zu privaten Ladepunkten für Mieterinnen und Mieter. Günstige Stromkosten für das Elektroauto dürfen nicht nur Eigenheimbesitzern vorbehalten sein, Elektromobilität muss für alle wirtschaftlich attraktiv sein.
Welchen Beitrag leisten Garagistinnen und Garagisten in dieser Phase des Umbruchs? Es gilt, Unsicherheiten zu Reichweite, Laden und Werterhalt aktiv abzubauen. Der Handel
engagiert sich bereits stark, denn die Beratung für potenzielle Käufer von emissionsarmen Autos ist ungleich aufwendiger. Gleichzeitig stösst der Handel ohne politische Unterstützung bei Infrastruktur und Kosten an seine Grenzen, denn letztlich entscheidet der Kunde, was ihm den grössten Nutzen bringt.
Welche Erwartungen haben Sie an den Markt im Jahr 2026?
Unsere Mitglieder erwarten eine Stabilisierung des Gesamtvolumens 2026 bei rund 235’000 Fahrzeugen. Eine echte Trendwende ist aber nur mit marktwirtschaftlichen Entlastungen realistisch. Positive Signale der Politik könnten jedoch rasch Investitions- und Kaufimpulse auslösen.
Was braucht es, damit die Branche wieder zuversichtlicher in die Zukunft blickt?
Unsere Branche ist agil und wettbewerbsintensiv und darf dank der vielen Investitionen und Innovation grundsätzlich positiv in die Zukunft blicken. Wir sind gerüstet für eine emissionsarme Zukunft und haben die nötige Entwicklungsarbeit bereits geleistet. Weitere Zuversicht für eine schnelle Erholung des Gesamtmarkts sowie der Antriebswende entsteht durch verlässliche, marktorientierte und technologieoffene Rahmenbedingungen. Die Politik muss weg von Überregulierung und hin zu Anreizen und Planungssicherheit. Dann kann die Automobilwirtschaft wieder vermehrt ihren Beitrag zu Klimaschutz und Wohlstand leisten.
www.auto.swiss
Herr und Frau Schweizer besuchen Neuwagenshowrooms immer noch zu selten.
Anstatt bei 50 Prozent lag der Marktanteil der Steckerfahrzeuge 2025 bei nur rund 34 Prozent.
Darum fällt Europa im globalen Markt zurück
Rekordverkäufe, China-Boom und ein strauchelndes Europa: Autoexperte Professor Ferdinand Dudenhöffer erklärt, warum 2026 von chinesischen Marken geprägt wird – und weshalb Europa technologisch den Anschluss verliert.
Interview: Isabelle Riederer
AUTO&Wirtschaft: Herr Professor Dudenhöffer, 2025 wurde mit über 81 Millionen verkauften Personenwagen einer neuer Rekord erreicht. Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Treiber dieses weltweiten Wachstums – und wo liegen die strukturellen Risiken?
Ferdinand Dudenhöffer: Die kurzfristige Automobilnachfrage richtet sich sehr stark nach dem Wachstum des Bruttosozialproduktes, und da sieht man in Ländern wie China, wie stark dieses Wachstum eben sein kann – gerade auch im Vergleich zu Europa, wo das Wachstum und die Nachfrage doch eher klein sind. Wie es in den USA aussieht, ist schwierig zu sagen, da man nicht genau weiss, was da noch kommt.
China erreicht spätestens 2026 einen Weltmarktanteil von 30 Prozent. Was bedeutet diese Marktkonzentration für die globale Autoindustrie?
Langfristig bedeutet das: Wer im Autogeschäft bleiben will, muss in China präsent sein. China ist hochtechnologisiert, vor allem auch in den Bereichen autonomes Fahren, smartes Cockpit und der Elektromobilität. Man darf hier den Anschluss nicht verlieren, weshalb man in China nicht nur Autos produzieren sollte, sondern auch entwickeln. Beispiele dafür gibt es, wie die aktuelle VW-Strategie «In China für China» oder auch Audi, die in China ihr erstes Fahrzeug, den Audi E5 auf den Markt gebracht haben, sowie Porsche, die sich dafür entschieden haben, ein Entwicklungszentrum in China zu eröffnen. Wenn ein Autohersteller langfristig erfolgreich sein will, braucht er einen sehr starken Fuss in China. Kurzum: ohne China kein Auto!
Die EU hat das geplante Verbrenner-Aus für 2035 nun doch gekippt beziehungsweise abgeschwächt. Wie beurteilen Sie diese Entscheidung und welche Folgen wird das für die europäische Automobilindustrie haben?
Es ist erschütternd, was die EU-Kommission vorgelegt hat. Man hat zwar mitgeteilt, dass 90 % der Neuwagen im Jahr 2035 Null-CO2Fahrzeuge sein sollen, aber mehr nicht. 10 % könnten Verbrenner sein, welche ist ebenso wenig bekannt wie die kurios aufgezählten Ausgleichsmechanismen. Ausgleich soll von grünem Stahl kommen, einer Art Super-Boni für kleine Elektroautos, nachhaltigen Treibstoffen,
Subventionierung der europäischen Batterieproduktion oder dann wieder 100 % CO2-frei für grosse Flotten. Fabuliert wurde dann noch über Schnelllader für Lkw. Nichts Konkretes, sondern Allgemeinplätze. Der Effekt: Keiner weiss, wie es weitergeht. Sowohl die Autobauer, wie etwa BMW, die stark für die Aufweichung gekämpft haben, als auch Politiker wie der bayrische Ministerpräsident Söder oder die Umweltfraktionen – alle waren baff, was da abgeliefert wurde. Die Verunsicherung bei Industrie und Verbrauchern hält an. Wir verschieben Investitionen in die Zukunft. Der Vorsprung von China wird grösser.
Europa verliert immer mehr an Bedeutung sowohl bei den Verkäufen als auch in der Produktion. Ist das aus Ihrer Sicht ein vorübergehendes Konjunkturproblem – oder ein dauerhaftes Strukturproblem Europas? Es ist leider ein dauerhaftes Strukturproblem. Deutschland hat eine sehr schlechte Wettbewerbsfähigkeit. Wir gehören zu den Schlechtesten der Welt. Deutschland befindet sich in einem Deindustrialisierungsprozess, nicht nur in der Autoindustrie. Es wird viel von Reformen gesprochen und angekündigt, aber leider Gottes bleibt es bei starken Worten ohne Taten. Auch die EU tut sich schwer. Es ist ein
Professor Dr. Ferdinand Dudenhöffer
Dudenhöffer ist überzeugt: Wer im Autogeschäft überleben will, muss in China präsent sein. Auch Volkswagen baut in China ein eigenes Test- und Entwicklungslabor.
zu kompliziertes Gebilde aus 27 Individuen und einer sehr grossen Brüsseler Behörde. Musterbeispiel ist die jahrelange Diskussion um das «Verbrennerverbot».
Sie sprechen immer wieder von einem «Triple» für China: grösster Markt, grösster Produzent, grösster Exporteur – und führend bei Batterie-, Software- und Automatisierungstechnologien. Hat Europa technologisch bereits den Anschluss verloren oder besteht noch Hoffnung?
In Teilbereichen – wie dem autonomen Fahren, auch im Bereich Software und vor allem bei den Batterien – hat Europa den Anschluss längst verloren. Gerade bei der Batterietechnologie und -entwicklung bringt es wenig, da noch zu versuchen, aufzuholen. In Europa haben wir nach wie vor noch starke Marken, vor allem wenn es um die Entwicklung von Fahrwerken und auch von Verbrennungsmotoren geht. Das Problem ist aber, dass wir zu langsam sind, um neue Stärken zu entwickeln.
Blicken wir auf 2026: Welche Entwicklungen erwarten Sie für das neue Jahr und wo sehen Sie für Hersteller noch echte Chancen in einem insgesamt stagnierenden Umfeld?
2026 wird kein einfacher Markt. In Deutschland wird man ein paar Autos mehr verkaufen als im Vorjahr. Auch die Schweiz ist gesättigt, und es
ist kein grosses Wachstum mehr zu erwarten. Den Japanern und Koreanern geht es gleich wie uns in Europa. Das heisst: Die Stärken im Markt und die Entwicklungen im Markt werden durch neue Hersteller geprägt. Die alten Hersteller müssen gucken, wie sie ihre Rolle behalten können. Die Chinesen werden weiter zulegen – nicht nur mit neuen PHEVund BEV-Modellen, sondern auch mit einem ganzen Schwarm an Unternehmungen, die nach Europa kommen werden. 2026 wird ein Jahr, in welchem die Chinesen sich weiter auf dem europäischen Markt etablieren werden.
Sie haben die VW-Strategie «In China für China» angesprochen, wie stark wird dieses Engagement die Zukunft der Marken der Volkswagen-Gruppe prägen? Die Strategie setzt dort an, wo die jungen Chinesen ihre Vorteile haben. Es braucht für China «China-Speed» und China-Kosten. Alle zukünftigen VW werden ausschliesslich in China entwickelt und gebaut. Wolfsburg wird überflüssig. Damit gibt es im Konzern zwei Welten, Asien und vermutlich Südamerika und die arabischen Staaten. Und die «alte Welt» Wolfsburg für Europa und ein bisschen USA. Wenn das Konzept klappt, wird VW mächtiger als Toyota, aber gleichzeitig chinesischer. BMW und Mercedes werden sich das anschauen, denn in Germany entwickelt und in China produziert, klappt immer schlechter.
Wie sehen Sie die Entwicklungen bei Mercedes-Benz? Haben die Stuttgarter die richtige Strategie gewählt?
Bei Mercedes hat man erkannt, dass man sich mit Luxus pur verrannt hat. Die A-Klasse kommt wieder, und das ist sehr gut. Und Mercedes setzt auf Technologie mit dem neuen CLA, der in seiner Elektroversion in China eine wichtige Rolle spielen muss. Was bei Mercedes sehr gut in den letzten Jahren aufgebaut wurde, ist das neue Markensystem mit AMG, Mercedes Maybach, Mercedes S-Klasse, G-Klasse. Wenn man jetzt mit der A-, C-, E-Klasse und den entsprechenden SUV konsequent weiterarbeitet, baut man ein starkes Fundament. Mercedes ist besser als viele vermuten.
BMW schafft es traditionell gut, technologische Übergangsphasen zu managen. Wie gut sind die Bayern für die nächsten fünf Jahre aufgestellt?
BMW hat ein hervorragendes Produktionsnetzwerk, das gut ausgelastet ist und ihnen einen grossen Vorteil bringt. Wie gut es in den kommenden Jahren aussehen wird, wird von der «Neuen Klasse» abhängen, zum einen, wie die Modelle in Europa ankommen werden; aber vor allem wird es davon abhängen, wie die Preisstruktur der «Neue Klasse»-Modelle in China sein wird. China matters!
Wie steht es eigentlich um Tesla, irgendwie scheint da die Luft raus zu sein …
Tesla ist eine Automarke von gestern, die grossen Innovationen liegen Jahre zurück und neue Modelle gibt es nicht. Jetzt senkt man die Preise, um Boden gutzumachen. Modelle wie der Cybertruck sind unverkäuflich. Es ist schwer, da einen positiven Trend zu erkennen.
Stellantis setzt auf Kosteneffizienz und globale Plattformen. Wie beurteilen Sie die Zukunftsfähigkeit des Konzerns?
Durch den Wechsel und den Weggang von Carlos Tavares ist Stellantis in einer sehr schwierigen Position. Tavares hat es geschafft, die Marken von Stellantis in Europa zu stabilisieren und Opel in die positiven Zahlen zu bringen. Doch seit er weg ist, fehlt der neuen Konzernleitung nicht nur eine neue Strategie, sie kämpft auch mit einem schwachen US-Markt. Es ist schwierig, zu sagen, wie es weitergeht. Aber die Fortsetzung der Erfolge aus der Tavares-Zeit wird kaum gelingen.
Ähnlich sieht es da wohl bei Renault aus, oder?
Sehr ähnlich. Luca de Meo hat Renault viel Aufschwung gebracht, doch dieser ist weg und damit auch der Schwung. Dass Renault mit Ford bei kleinen Elektroautos künftig zusammenarbeitet, könnte helfen – vor allem auch Ford in Europa. Stellantis könnte eine Blaupause sein.
www.car-institute.com
Das Hin und Her beim Verbrenner-Aus sorgt laut dem Auto-Experten für noch mehr Verunsicherung und Verwirrung – sowohl bei den Automobilherstellern und Zulieferern als auch bei Kundinnen und Kunden.
Autobatterien im Wandel: Nicht jede Starterbatterie ist eine Bleibatterie
Ältere Starterbatterien verursachen oft Startprobleme im Winter und müssen ersetzt werden. Wegen des enthaltenen Bleis erhalten Garagenbetriebe bei der Abgabe an spezialisierte Entsorger wie die Altola AG eine Gutschrift.
In früheren Jahren dominierten im Fahrzeugbereich vor allem klassische Blei-Säure-Batterien oder Gelbatterien. Heute zeigt sich bei der Sammlung gebrauchter Starterbatterien ein differenzierteres Bild. Zunehmend tauchen auch andere Batterietypen unter den als Bleibatterien abgegebenen Altakkumulatoren auf. Dazu zählen beispielsweise Lithium-Ionen-Batterien wie LiFePO4. Auch Batterien und Akkus aus anderen Anwendungsbereichen werden immer wieder mitgegeben, etwa Antriebsbatterien aus Hybridfahrzeugen, Haushaltsbatterien oder Akkus von Elektrowerkzeugen. Diese Batterien unterliegen jedoch anderen Entsorgungs- und Transportanforderungen und müssen deshalb separat gesammelt werden– passende Gebinde gibt es übrigens auch bei der Altola AG.
Kennzeichnung als entscheidender Hinweis Der Batterietyp ist auf den ersten Blick nicht immer eindeutig erkennbar. Ein wichtiges Symbol ist das sogenannte Pb-Zeichen, das für das chemische Element Blei steht. Allerdings weist dieses Symbol allein nicht zwingend darauf hin, dass es sich um eine klassische Bleibatterie handelt, die für das Bleirecycling vorgesehen ist. Nach europäischer Gesetzgebung müssen bereits Batterien mit einem Bleianteil von 0,004 Prozent dieses Zeichen tragen. Erst wenn zusätzlich ein Recycling-Symbol mit drei im
Entsorgungslösungen.
Dreieck angeordneten Pfeilen angebracht ist, handelt es sich eindeutig um eine Bleibatterie.
Sicher verpackt für den Transport
Bei Blei-Säure-Batterien besteht die Gefahr, dass bei kleineren Defekten Säure austritt.
Für die Sammlung und den Transport eignen sich daher sogenannte Kunststoffpaloxen besonders gut. Die Batterien sollten darin aufrecht gestellt werden, dürfen nicht über den Rand hinausragen und die Pole der obersten Lage müssen abgedeckt sein. Dies kann beispielsweise mit einfachem Klebeband erfolgen und dient dazu, Kurzschlüsse während des Transports zu vermeiden.
Trennung spart Kosten und erhöht
Sicherheit
Eine sorgfältige Trennung der verschiedenen Batterietypen bringt nicht nur finanzielle Vorteile, da artfremde Batterien beim Entsorgungsbetrieb aufwendig nachsortiert werden müssen. Sie ist auch aus Sicherheitsgründen wichtig. Immer wieder kommt es zu Bränden, die bei der Lagerung oder während des Transports falsch gesammelter Batterien entstehen können. Eine genaue Kontrolle der Etiketten und die korrekte Verpackung leisten daher einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren und gesetzeskonformen Umgang mit Altbatterien. Fragen zu diesem Thema beantwortet die Altola AG per Mail (mail@altola.ch) oder am Telefon (+41 62 287 23 72). (pd/mb)
www.altola.ch
Altola ist Partner für nachhaltige und gesetzeskonforme
Nicht jede Starterbatterie ist zwingend eine Bleibatterie.
Thommen-Furler: Rundum-Service für sichere und nachhaltige Entsorgung
Thommen-Furler steht für zuverlässige, umweltgerechte Entsorgung von Sonder- und Industrieabfällen. Mit dem «ChemCare»-Konzept bietet das Unternehmen alles aus einer Hand – von Beratung und Logistik bis Recycling.
Mit seinem etablierten «ChemCare»-Ansatz «Versorgen, Unterstützen, Rezyklieren – alles aus einer Hand!», begleitet Thommen-Furler Unternehmen entlang des gesamten Entsorgungsprozesses. Ziel ist es, Kunden eine sorgenfreie, rechtskonforme und nachhaltige Lösung für den Umgang mit Sonder- und Industrieabfällen zu bieten. Das Leistungsspektrum reicht von der fachgerechten Entsorgung und dem Recycling bis hin zur Bereitstellung geeigneter Verpackungen, der Erstellung von Begleitscheinen und Etiketten sowie der kompletten Organisation des Abtransports.
Effiziente Logistik und persönliche Beratung
Rund 50 eigene Lastwagen sind täglich in der Schweiz und in Liechtenstein unterwegs. Bereits bei der Bestellung werden Kunden über den geplanten Abholtermin informiert und können bei Bedarf leere Gebinde oder neue Verpackungen anfordern. Speziell geschulte Entsorgungsspezialisten beraten Garagen, Carrosseriebetriebe und andere Unternehmen der Automobilbranche zu optimalen Verpackungslösungen sowie zur sicheren und normgerechten Einrichtung von Abfallräumen.
Starke Infrastruktur in der Schweiz
Die Thommen-Furler-Gruppe betreibt acht Standorte in der Schweiz, davon fünf mit Spezialisierung auf die Entsorgung und das Recycling von Sonderabfällen. Das Unternehmen verfügt über die notwendigen Bewilligungen für die Sammlung und Behandlung nahezu aller Sonderabfälle aus Industrie und Automotive – ausgenommen radioaktive, explosive und infektiöse Stoffe. Jährlich werden mehr als 100’000 Tonnen Abfall entgegengenommen und verarbeitet, was rund 2200 Fässern pro Arbeitstag entspricht.
Kompetenz für die Automobilbranche Sämtliche Abfälle aus der Automobilbranche werden zentral in Rüti b. Büren (BE) gesammelt und einer strengen Eingangskontrolle unterzogen. Dazu zählen unter anderem Blei-Starterund Traktionsbatterien, Li-Ion-Hochvoltbatterien, gebrauchte Öle und Lösungsmittel, Ölfilter, Altreifen, Windschutzscheiben, Alteisen sowie Werkstattabfälle. Nach der Prüfung werden die Materialien in den eigenen Anlagen oder bei zertifizierten Partnern aufbereitet, recycelt oder fachgerecht entsorgt.
Recycling mit Vorbildcharakter Beim Recycling gebrauchter Bleibatterien setzt Thommen-Furler auf die Partnerschaft mit Campine N.V. in Belgien. Moderne Schredderanlagen in mehreren europäischen Ländern und
Aussenansicht Betriebsstandort Thommen-Furler La Chaux-de-Fonds (NE).
eine leistungsfähige Bleigiesserei ermöglichen eine nahezu vollständige Rückgewinnung des Rohstoffs. Die daraus entstehenden Bleibarren werden direkt für die Herstellung neuer Batterien verwendet – ein eindrucksvolles Beispiel für funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Thommen-Furler steht für einen sorglosen, aber verantwortungsvollen Umgang mit Sonder- und Industrieabfällen – zuverlässig, nachhaltig und zukunftsorientiert. (pd/mb)
www.thommen-furler.ch
Vorbehandlungstanks, Betriebsstandort Rüti b. Büren (BE).
Die Thommen-Furler AG verfügt über eigene Behandlungsanlagen, z.B. jene im Betrieb in La Chaux-de-Fonds (NE).
Arbeitskleidung neu gedacht: Markenauftritt mit Wirkung und Stil
Moderne Druckverfahren und innovative Materialien eröffnen neue Wege für individuelle Arbeitskleidung und Merchandising. Der A&W Verlag bietet vielfältige Lösungen für einen starken Markenauftritt.
Arbeitskleidung und Werbeartikel sind heute weit mehr als funktionale Begleiter im Berufsalltag. Sie transportieren Werte, schaffen Wiedererkennung und machen Marken sichtbar. Einer der wirkungsvollsten Wege, um sich von Mitbewerbern abzuheben, ist die gezielte Inszenierung des eigenen Logos, Claims oder Sujets. Ob auf der Kleidung der Mitarbeitenden oder auf durchdachten Give-aways für Kundinnen und Kunden – moderne Veredelungstechniken bieten nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.
Dank neuester Drucktechnologien lassen sich Kleidungsstücke individuell und detailreich gestalten. Besonders vielseitig zeigt sich dabei die innovative Sublimatic-Technologie. Sie ermöglicht es, verschiedenste Textilien – von Mützen über Shirts bis hin zu Socken – vollflächig und farbintensiv zu bedrucken. So entstehen Unikate, die nicht nur funktional sind, sondern auch visuell überzeugen und im Gedächtnis bleiben.
Wer einen klassisch-edlen Look bevorzugt, findet beim A&W Verlag zudem hochwertige Sticklösungen. Gestickte Logos, Symbole oder Embleme verleihen Kleidungsstücken eine besonders langlebige und professionelle Anmutung. Die Embleme lassen sich unkompliziert aufbügeln und flexibel einsetzen. Eine ebenso praktische Alternative sind sogenannte Transfer-Sticker. Diese hauchdünnen Folien werden mit dem gewünschten Motiv bedruckt, sind sehr elastisch, strapazierfähig und problemlos waschmaschinenfest.
Der A&W Verlag bietet eine breite Auswahl an personalisierbaren Merchandising-Produkten.
Arbeitskleidung und Merchandising aus einer Hand Neben den vielfältigen Veredelungsmöglichkeiten bietet der A&W Verlag auch ein breites Sortiment an passender Arbeitskleidung. Das Angebot reicht von Jacken, Hemden und Shirts bis hin zu funktionaler Sicherheits- und Warnbekleidung. Gerade Sicherheitswesten oder Shirts mit Reflektorstreifen gewinnen zunehmend an Bedeutung. In vielen europäischen Ländern sind sie bereits vorgeschrieben, und auch hierzulande gehören sie in Garagen, Werkstätten und im Strassenverkehr immer häufiger zur Standardausrüstung. Mit modernen Drucktechniken lassen sich selbst diese funktionalen Kleidungsstücke individuell gestalten und optisch aufwerten.
Abgerundet wird das Angebot durch eine grosse Auswahl an Merchandising-Artikeln und
Alltagshelfern. Im Promotion-Onlineshop des A&W Verlags finden sich unter anderem Tassen, Notizbücher, Glasflaschen, Kugelschreiber oder Regenschirme. Von Stoffbeuteln über Hundespielzeug bis hin zu Strohhüten lassen sich sämtliche Produkte mit dem eigenen Logo oder Firmennamen personalisieren – ideal für Mitarbeitende oder als Kundengeschenk. Zu den aktuellen Neuheiten zählen LEDTischlampen für den Innen- und Aussenbereich sowie zahlreiche Büroartikel aus Kork, darunter Schreibhefte, Notizblöcke und Stifte. Jeder Artikel kann individuell gestaltet werden und verbindet Nachhaltigkeit mit einem starken Markenauftritt. (ir)
Dank modernsten Technologien können hochwertige Kleidungsstücke und Textilien beim A&W-Verlag mit dem eigenen Firmenlogo veredelt werden.
Mit Berufskleidung im Rundum-Service durchstarten
Strapazierfähig, praktisch und sicher: In der Werkstatt muss Berufskleidung viel leisten. Der Rundum-Service von Mewa sorgt dafür, dass Mitarbeitende jederzeit optimal ausgestattet sind – ohne zusätzlichen Organisationsaufwand.
Mechaniker, Mechatroniker und Carrosseriespezialisten arbeiten unter Zeitdruck und in unterschiedlichsten Körperhaltungen. Umso wichtiger ist Kleidung, die bequem sitzt und jede Bewegung mitmacht. Zur Grundausstattung gehören Arbeitshosen mit Bundjacke
Mewa-Berufskleidung bietet nebst Schutz auch viel Tragekomfort.
oder langärmlige Overalls aus strapazierfähigem Material. Funktionstextilien mit guter Atmungsaktivität sorgen für ein angenehmes Körperklima, während praktische Taschen mit sicheren Verschlüssen Platz für Werkzeuge und Kleinteile bieten.
Schutz und Komfort gezielt kombinieren Neben der allgemeinen Schutzfunktion ist in vielen Bereichen spezielle Schutzkleidung gefragt – etwa gegen Hitze, Funken, Chemikalien oder elektrostatische Aufladung. Moderne Hightech-Gewebe verbinden diese Eigenschaften mit geringem Gewicht und hohem Tragekomfort. Eine klare Bedarfsanalyse hilft, für Schweiss-, Lackier- oder Batteriearbeiten die passende Ausstattung zu definieren.
Rundum-Service von Mewa Mewa übernimmt Beratung, Bereitstellung, Pflege, Reparatur und den regelmässigen
Austausch der Berufskleidung. Die Kleidung ist stets sauber und einsatzbereit, ohne dass sich Werkstatt oder Mitarbeitende um Waschen oder Nachkaufen kümmern müssen. Das entlastet die Organisation und sorgt für klar kalkulierbare Kosten sowie einen professionellen Auftritt. (pd/mb)
www.mewa.ch
esa.ch
Trendige und bequeme Berufskleidung, passend für das Garagengewerbe.
Sicherheitsschuhe mit «3CLOUD»-Technologie: Komfort trifft Innovation
Die «3CLOUD»-Technologie kombiniert innovative Dämpfung mit hoher Rückfederung und Grip. Die Sicherheitsschuhe Moon und Galaxy sind für den Arbeitsalltag konzipiert und bei Derendinger AG erhältlich.
Sicherheitsschuhe müssen heute weit mehr leisten als reinen Schutz. Komfort, Ergonomie und Rutschfestigkeit spielen im Arbeitsalltag eine zentrale Rolle. Mit der «3CLOUD»-Technologie setzt Giasco auf einen innovativen Sohlenaufbau, der genau hier ansetzt.
Kern der Technologie ist eine speziell entwickelte Zwischensohle mit quer verlaufenden Tunnelstrukturen. Diese sorgen für eine ausgewogene Kombination aus Dämpfung und Rückfederung und reduzieren die
Belastung von Gelenken und Muskulatur. Die trapezförmige Geometrie der Öffnungen sowie die Memory-Eigenschaften des eingesetzten Polyurethans stellen sicher, dass diese Eigenschaften über die gesamte Lebensdauer des Schuhs erhalten bleiben. Ergänzt wird das System durch eine Laufsohle mit doppelter Profilierung. Ein Profil, das an Rennreifen erinnert und einen sogenannten Saugnapfeffekt erzeugt. Diese Konstruktion gewährleistet einen hohen Grip auf glatten
und ebenen Böden. Zum Einsatz kommt die «3CLOUD»-Technologie unter anderem in den Modellen Moon und Galaxy, welche bei Derendinger erhältlich sind. Beide Sicherheitsschuhe verbinden moderne Dämpfungstechnologie mit den klassischen Anforderungen an Arbeitsschuhe wie Antistatik, Rutschhemmung und Schutz vor elektrischen Entladungen. (pd/ir)
www.derendinger.ch
Lyreco erweitert ESA-PartnerShop mit individualisierbarer Berufskleidung
Im ESA-Partner-Shop bietet Lyreco ein breites Sortiment an Berufskleidung und persönlicher Schutzausrüstung – von Standardprodukten bis hin zu individuell anpassbaren Lösungen für Betriebe und Lernende.
Über den ESA-Partner-Shop erhalten Kundinnen und Kunden Zugang zu einem vielfältigen Angebot von Lyreco. Als etablierter Anbieter von Schutzprodukten deckt das Unternehmen das gesamte Spektrum der persönlichen Schutzausrüstung ab. Dazu zählen Arbeitsund Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe sowie Hand-, Augen- und Gehörschutz. Ergänzt wird das Sortiment durch weitere Sicherheits- und Arbeitsplatzprodukte für unterschiedliche Einsatzbereiche, wie beispielsweise Handschuhe für Lackier- oder Motorraumarbeiten sowie passende Schutzkleidung für den täglichen Werkstatteinsatz.
Optionen zur Individualisierung und Angebote für Lernende Neben klassischen PSA-Produkten bietet der Partner-Shop zudem auch Möglichkeiten zur
individuellen Anpassung. Bestellungen können direkt im Shop oder über eine Anfragefunktion ergänzt werden. So lassen sich beispielsweise Firmenlogos oder die Namen von Mitarbeitenden auf der Schutzkleidung anbringen.
Zusätzlich ergänzt die ESA in Zusammenarbeit mit dem AGVS das Angebot für den Einstieg ins Berufsleben. Mit dem sogenannten Safety-Bag erhalten Lernende eine Grundausstattung, die alle wichtigen Komponenten für einen sicheren Start in den Arbeitsalltag enthält.
Die ESA-Partner-Shops stehen Kundinnen und Kunden exklusiv zur Verfügung und erweitern das bestehende Sortiment. Eine Übersicht über das Angebot und weitere Informationen sind auf esa.ch zu finden. (pd/mb)
www.esa.ch
Die Modelle Moon und Galaxy von Giasco verbinden modernste Technologie mit Alltagstauglichkeit.
Lyreco deckt das gesamte Spektrum der persönlichen Schutzausrüstung ab.
Mit dem Safety-Bag erhalten Lernende eine Grundausstattung für einen sicheren Start in den Arbeitsalltag.
Zukunftsfähige Kompetenz: Der BoschTrainingseffekt für Garagen
Fundiertes Fachwissen für Garagen ist heutzutage entscheidender denn je. Das Bosch-Trainingsprogramm steht hierbei nicht nur für die Vermittlung neuer Fähigkeiten, sondern für eine umfassende Investition in die Zukunftsfähigkeit, Effizienz und den nachhaltigen Erfolg von Garagen.
Mit einem praxisnahen Aus- und Weiterbildungsangebot sichern Garagisten sich aktuelles Know-how, stärken langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit, schonen Ressourcen durch präzisere Arbeitsprozesse und optimieren die Kosteneffizienz. Die Entscheidung für ein Bosch-Training ist somit keine reine Weiterbildungsmassnahme, sondern eine strategische Weichenstellung für eine erfolgreiche Zukunft. Sie steigert die Leistungsfähigkeit von Teams und sichert nachhaltig die Kundenzufriedenheit. Dies entlastet nicht nur das Budget durch weniger Fehlersuche und schnellere Reparaturen, sondern leistet durch fachgerechte Diagnose und Instandsetzung auch einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung und zu umweltfreundlicheren Garagenprozessen. Bosch beweist damit, dass Kompetenz und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen.
Bosch-Service-Trainings machen Garagisten zu Experte für Diagnose, Wartung und Reparatur.
Trainings laufend aktualisiert und passgenau zugeschnitten. Boschs Erfahrung als globaler Erstausrüster und sein Qualitätsmanagement sichern höchste Trainingsqualität. Es werden alle Schnittstellen beleuchtet, um trotz steigender Fahrzeugkomplexität uneingeschränkte Diagnose- und Reparaturkompetenz zu gewährleisten. (pd/ml)
www.bosch-training-solutions.com
Praxisnahes Know-how für den Aftermarket
Ismael Fernandez, Head of Digital Workshop bei Derendinger, erklärt im Interview, wie die Derendinger Academy praxisnahe Weiterbildung für den automobilen Aftermarket neu denkt.
AUTO&Wirtschaft: Herr Fernandez, wie ist die Derendinger Academy aktuell aufgestellt?
Ismael Fernandez: Die Derendinger Academy ist heute eine praxisorientierte Weiterbildungsplattform für Fachkräfte aus dem automobilen Aftermarket. Sie verbindet technisches Knowhow mit zukunftsrelevanten Themen wie Elektrifizierung, Digitalisierung und moderne Werkstattprozesse. Mit einem erfahrenen Trainerteam und Partner, zeitgemässer Infrastruktur und einer klaren Ausrichtung auf den Praxisnutzen ist die Derendinger Academy fest im Schweizer Automotive-Markt etabliert.
Welche Kurse bieten Sie an? Und wie viele?
Das Angebot umfasst derzeit mehrere Dutzend Weiterbildungen, die laufend aktualisiert und erweitert werden. Dazu zählen technische Schulungen rund um Fahrzeugdiagnose, Antriebstechnologien, Elektrik/Elektronik sowie Kurse zu Werkstattorganisation, Verkaufskompetenz und individuellen Trainingsmodulen.
Die Academy deckt damit ein breites Spektrum vom Basiswissen bis zur Spezialisierung ab.
An wen richtet sich Ihr Kursangebot und wo finden die Kurse statt?
Die Kurse richten sich in erster Linie an Automobilfachkräfte wie Mechatroniker, Diagnostiker, Carrossiers sowie Werkstattverantwortliche und Lernende im Automotive-Bereich. Die Schulungen finden an speziell ausgerüsteten Academy-Standorten sowie teilweise direkt bei Partnerbetrieben statt.
Welches sind im Moment die begehrtesten Kurse?
Besonders gefragt sind Schulungen zu Hochvolt und Elektromobilität, zur modernen Fahrzeugdiagnose sowie zu Assistenz- und Sicherheitssystemen. Diese Themen spiegeln den rasanten technologischen Wandel in der Automobilbranche wider und sind für Werkstätten essenziell, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (ir)
Umfassende Expertise für jede Herausforderung Boschs breites Schulungsangebot deckt alle modernen Automobiltechnologien ab – das reicht von den Antriebssystemen bis hin zur Fahrerassistenz. Dieses Angebot garantiert qualitätsgesicherte Lösungen für die Leistungsfähigkeit und Zukunft von Garagen. Besonders für E-Mobilität und komplexe Diagnosesysteme werden die praxisnahen Die Derendinger
www.derendinger.ch
Die Hostettler Autotechnik AG baut ihr Trainingsangebot weiter aus
Neue Antriebstechnologien, komplexe Abgasnachbehandlung und steigende digitale Anforderungen stellen Werkstätten vor neue Herausforderungen. Mit gezielt ausgebauten Trainings erweitert die Hostettler Autotechnik AG ihr praxisnahes Weiterbildungsangebot.
Die Anforderungen an Garagenbetriebe verändern sich rasant: Elektromobilität hält Einzug in den Werkstattalltag, moderne Dieselmotoren werden technisch immer anspruchsvoller, und auch die Kundenkommunikation verlagert sich zunehmend in den digitalen Raum. Die Hostettler Autotechnik AG unterstützt Garagisten mit einem breit abgestützten Trainingsprogramm dabei, fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben und ihren Betrieb zukunftssicher auszurichten. In enger Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Fachspezialisten wird das Trainingsprogramm laufend aktualisiert. Aktuelle Entwicklungen aus der Fahrzeug- und Teileindustrie werden ebenso berücksichtigt wie bewährte Inhalte aus der Werkstattpraxis. Mit eigenen Schulungen stellt die Hostettler Autotechnik AG zudem sicher, dass fundiertes technisches Know-how auch intern aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der Fokus liegt auf direktem Nutzen und hoher Umsetzbarkeit im Tagesgeschäft.
Elektromobilität: Kompetenz für Tesla-Fahrzeuge
Neu im Trainingsportfolio ist der «Aufbaukurs TeslaPoint – Wartung, Reparaturen und Diagnose an Tesla-Fahrzeugen». Das Training vermittelt vertieftes Wissen zu Wartung, einfachen Reparaturen und den wichtigsten Fahrzeugsystemen. Die Teilnehmenden lernen, typische Verschleissarbeiten fachgerecht auszuführen sowie Hinweise auf Batterieund Motorprobleme frühzeitig zu erkennen. Ergänzend wird der Umgang mit Software, Steuergeräten und dem Service Mode geschult – als Grundlage für die Zusammenarbeit mit Teslabor sowie die Nutzung von Tech Support und Teslacademy.
Im Tesla-Aufbaukurs lernen Garagisten alles über die US-Stromer.
Dieselkompetenz: VAG-Euro-6-Motoren im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Training «Im Griff – VAG Dieselmotorenfamilie der Generation Euro 6». Trotz zunehmender Elektrifizierung bleiben moderne Dieselmotoren, insbesondere die VW-Motorenfamilie mit der internen Bezeichnung EA288, ein zentraler Bestandteil des Werkstattalltags. Das Training der Hostettler Autotechnik AG vermittelt fundiertes Wissen zum konstruktiven Aufbau von Mechanik, Einspritzsystemen und Abgasnachbehandlung. Bekannte Schwachstellen werden aufgezeigt sowie praxisnahe Ansätze zur Diagnose und Reparatur vermittelt.
Mehr Sichtbarkeit: digitale Präsenz für Autogaragen
Ergänzt wird das technische Angebot durch den Kurs «Digitale Präsenz für Autogaragen». Er zeigt auf, wie Garagen ihre Online-Sichtbarkeit erhöhen, digitale Kanäle gezielt nutzen und Kunden professionell ansprechen können. Mit dem erweiterten Trainingsangebot unterstreicht die Hostettler Autotechnik AG ihren Anspruch, Garagenbetriebe nicht nur mit hochwertigen Produkten, sondern auch mit praxisorientiertem Know-how nachhaltig zu unterstützen. (pd/ml)
www.autotechnik.ch/training
Digitales Know-how wird für Garagisten immer wichtiger.
Hostettler Autotechnik hat hilfreiche Tools für Garagisten.
Tradition trifft Zukunft: Warum Weiterbildung die Fahrzeugbranche stärkt
Der technische Wandel in der Fahrzeugbranche stellt Fachkräfte und Betriebe vor neue Herausforderungen. Weiterbildung sichert dabei Qualität, Effizienz und Zukunftsfähigkeit – zum Beispiel bei der STFW in Winterthur.
Der stetige technische Fortschritt in der Fahrzeugbranche verändert nicht nur Werkstätten, sondern auch die Anforderungen an Fachpersonen. Während das traditionelle Handwerk weiterhin das Fundament der Fahrzeugtechnik bildet, gewinnt ergänzendes, aktuelles Fachwissen zunehmend an Bedeutung. Erst das Zusammenspiel aus bewährter Praxis und modernen Technologien ermöglicht eine effiziente, qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte Arbeitsweise.
Vielfältige Wege der Weiterbildung Weiterbildung wird damit zu einem entscheidenden Faktor für Fachkräfte wie auch für Betriebe. Ob durch kompakte Kurse oder eidgenössische Weiterbildungen – die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind vielfältig. Sie reichen vom spezifischen Fachkurs bis zu höheren Abschlüssen, die beispielsweise den Weg als
Weiterbildung ist ein entscheidender Faktor für Fachkräfte wie auch für Betriebe.
Mechatroniker/-in über Diagnostiker/-in bis hin zur leitenden Funktion als Betriebswirt/-in ebnen. Neue Kompetenzen stärken und ergänzen das Selbstverständnis für das eigene Handwerk, erfüllen aktuelle Anforderungen und tragen gleichzeitig zu einem professionellen Auftritt in der Branche bei.
Mehrwert für Unternehmen und Branche Auch Unternehmen profitieren nachhaltig von gut ausgebildeten Mitarbeitenden. Die Förderung durch Weiterbildung steigert Motivation und Loyalität, hält das Qualitätsniveau hoch und wirkt sich direkt auf die Kundenzufriedenheit aus. Investitionen in Wissen zahlen sich somit
doppelt aus: für den Betrieb und die gesamte Branche. (pd/mb)
www.stfw.ch/FT
Gut zu wissen
Am Mittwoch, 4. März 2026, 18.30 Uhr, lädt die STFW zum Afterwork-Event «Innovation trifft Praxis – moderne Carrosserietechnik im Fokus» mit Live-Demos und Apéro Riche ein, wobei Fachpersonen der Branche innovative Systeme und aktuelle Trends kennenlernen können. Weitere Informationen, das Programm sowie die Anmeldemöglichkeit gibt es hier: www.stfw.ch/Afterwork-FT
Weiterbildung bewegt: Sicherheit, Engagement und Frauenpower am WBZ
Engagement, Sicherheit und Frauenpower prägen die Weiterbildung am WBZ Lenzburg. Vom Solar-Racing-Team im Hochvoltkurs bis zu technikbegeisterten Diagnostikerinnen zeigen: Lernen bewegt die Branche.
Es macht Spass zu sehen, wie engagiert Kurs- und Lehrgangsteilnehmende ihren Weg gehen. Dazu gehören die vier ETH-Studenten des «aCentauri Solar Racing Teams», die im Hochvolt-Kurs am Weiterbildungszentrum Lenzburg (WBZ) die «Kompetenzausweise 1 und 2 für sicheres Arbeiten an Hochvoltsystemen in der Fahrzeugtechnik» erwarben.
Gelerntes im Ernstfall umgesetzt Das WBZ erhielt im Nachgang folgendes Feedback: «Der HV-Kurs hat uns sehr geholfen, im Elektroteam sicher zu arbeiten. Wir hatten einen kleinen HV-Zwischenfall und wussten dank des Kurses genau, was zu tun ist.» So soll es sein! Für alle, die an Elektrofahrzeugen arbeiten, gilt: Safety first! Das betrifft Fachpersonal in Auto-, Nutzfahrzeug- oder Landmaschinenwerkstätten ebenso wie Fachleute von Blaulichtorganisationen, die bei Rettungs- und Bergungsaktionen mit Hochvoltkomponenten konfrontiert werden.
Frauenpower in der Fahrzeugdiagnostik Ebenfalls beeindruckend ist die Frauenpower, die im Lehrgang «Automobildiagnostiker:in mit eidg. Fachausweis 24–26» am WBZ anzutreffen ist. Unter den 21 Lehrgangsteilnehmenden sind fünf technikbegeisterte Frauen. Fürs WBZ ist dies eher speziell, für die Frauen nicht. Sie bewegen sich ganz selbstverständlich in der von Männern dominierten Branche – an ihrem Arbeitsplatz und in der Weiterbildung. Damit zeigen sie, dass es – wie so oft – nicht auf alte Klischees, sondern auf Willen, Interesse und Begeisterung ankommt. (pd/mb)
www.wbzlenzburg.ch
Studenten des «aCentauri Solar Racing Teams» im Hochvolt-Kurs am Weiterbildungszentrum Lenzburg (WBZ).
Im WBZ-Lehrgang «Automobildiagnostiker:in mit eidg. Fachausweis 24–26» nehmen auch fünf technikbegeisterte Frauen teil.
Occasionen stärken das Geschäftsmodell des Handels
Das Gebrauchtwagengeschäft bleibt für den deutschen Handel ein Stabilitätsanker. Trotz Wertverlusten bei E-Fahrzeugen und hoher Einkaufspreise blicken viele Betriebe vorsichtig optimistisch auf 2026. Text:
Das Geschäft mit Gebrauchtwagen gewinnt weiter an Bedeutung. Eine «AUTOHAUS»-Befragung des deutschen Handels im Dezember zeigt: Die Zufriedenheit mit dem Occasionsgeschäft liegt deutlich über jener im Neuwagensegment –trotz nur leicht gestiegener Stückzahlen. Die Perspektiven bleiben insgesamt positiv.
38 Prozent der befragten Unternehmer bewerten das Occasionengeschäft 2025 als (sehr) gut, lediglich 17 Prozent als schlecht. Besonders zufrieden zeigen sich Betriebe mit mehr als 500
Ralph M. Meunzel, AUTOHAUS
Fahrzeugverkäufen pro Jahr sowie Vertreter der Premiummarken. 28 Prozent berichten von Umsatzsteigerungen, 18 Prozent von einer verbesserten Rendite. Gleichzeitig geben 49 Prozent ein schlechteres Ergebnis als 2024 an.
Marktentwicklung und Restwerte unter Druck
Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt schloss 2025 mit rund 6,51 Millionen Besitzumschreibungen und einem leichten Plus von 0,5 Prozent. Prägend war die zunehmende Spreizung der Restwerte zwischen Verbrennern und Elektrofahrzeugen. Der starke Wertverlust bei BEV belastete insbesondere Leasingrückläufer, die teils deutlich unter den kalkulierten Restwerten in die Bücher zurückkehrten.
Dies führte zu erhöhtem Wertberichtigungsbedarf, wie die «AUTOHAUS»-Wirtschaftsprüfer von RAW berichten. Viele Händler reagierten mit teils deutlichen Preisabschlägen, häufig verbunden mit Verlusten, um Bestände abzubauen.
Förderpolitik beeinflusst den Abverkauf Vor dem Hintergrund der seit 1. Januar 2026 geltenden staatlichen Förderprämie von bis zu 5000 Euro für neue batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride mit bis zu acht Sitzen war dieser Abverkauf aus Sicht des Handels
notwendig. Der Zuschuss dürfte die Restwerte nicht geförderter Gebrauchtfahrzeuge zusätzlich unter Druck setzen.
Nachfrage, Engpässe und Perspektiven Nach Einschätzung der befragten Garagisten könnte das Occasionengeschäft nachfrageseitig besser laufen. Als wichtigste Bremsfaktoren gelten hohe Einkaufspreise und ein Mangel an attraktiven Fahrzeugen. An dritter Stelle stehen schwer verkäufliche gebrauchte BEV. Bei rund 70 Prozent der Händler machen sie weniger als zehn Prozent des Bestands aus. Der verlustreiche Abverkauf rangierte im Dezember nicht mehr an erster Stelle der Sorgen, was auf eine leichte Entspannung hindeutet. Diese könnte sich jedoch mit der Neuwagenförderung wieder abschwächen. Positiv zu bewerten ist die Ankündigung des Umweltministers, in einem zweiten Schritt auch gebrauchte E-Fahrzeuge in die Förderung einzubeziehen, was den Verkaufsdruck reduzieren dürfte.
Ausblick 2026: zentrale Säule des Autohauses
Die schwache Marktnachfrage 2025 führen die Befragten vor allem auf hohe Fahrzeugpreise und gestiegene Finanzierungskosten zurück. Für 2026 erwarten 76 Prozent eine Verbesserung oder zumindest stabile Entwicklung des Gebrauchtwagengeschäfts im eigenen Betrieb, lediglich 15 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Für 82 Prozent bleibt das Occasionengeschäft eine zentrale Säule und langfristig unverzichtbarer Bestandteil des Geschäftsmodells Autohaus.
www.autohaus.de
Ralph M. Meunzel, Chefredaktor AUTOHAUS
Infoabend Daten/Anm.
Automobildiagnostiker:in mit eidg. FA
Start: 2. September 2026 (4 Semester)
Infoabend: 3. März 2026, 18.00 Uhr *
Technische Kaufleute mit eidg. FA
Start: 10. August 2026 (4 Semester)
Infoabend: 9. März 2026, 18.00 Uhr *
* kostenlos u. unverbindlich, Anmeldung erforderlich
Alternative Antriebssysteme Kompetenzbereich Z4AA
Start: 3. November 2026 (13 Halbtage)
Hochvolt-Zertifizierung mit Kompetenzausweis AGVS/Electrosuisse
K1: Freitag/Samstag, 27. & 28. März 2026
K2: Freitag/Samstg, 21. & 22. August 2026
Gas 1 mit Kompetenzausweis AGVS Freitag, 27. November 2026
Gas 2 mit Kompetenzausweis AGVS Samstag, 28. November 2026
Weitere Informationen: Telefon 062 885 39 02 www.wbzlenzburg.ch
Alpine A390 GTS
Leistung (PS)
Drehmoment (Nm)
0 – 100 km/h (s)
Schlüsseljahr für Elektroautos
2026 wird für den Elektroautomarkt ein Schlüsseljahr – und für Händler sowie Garagisten eine echte Bewährungsprobe. Die Modellvielfalt wächst rasant, die Preisspannen werden breiter, und die Kundschaft ist informierter, kritischer und anspruchsvoller denn je. Gefragt sind nicht nur attraktive Fahrzeuge, sondern vor allem Kompetenz: Beratung zu Reichweite, Ladeleistung und Software-Updates gehört ebenso dazu wie fundiertes Wissen zu Förderungen, Total Cost of Ownership und Einsatzprofilen. Gleichzeitig verändern sich Werkstattprozesse. Hochvolttechnik, Diagnose-Software, Batteriereparatur und -bewertung verlangen nach Investitionen in Schulung, Infrastruktur und Sicherheit. Wer hier zögert, verliert schnell den Anschluss.
Hinzu kommt der Wandel im Verkauf: E-Autos werden zunehmend über Nutzungsszenarien verkauft – vom urbanen Zweitwagen bis zum langstreckentauglichen Premium-Stromer. Probefahrten, Ladeerlebnisse und transparente Kostenvergleiche sind zentrale Verkaufsargumente. Auch das Thema Gebrauchtwagen gewinnt an Bedeutung, denn Batteriezustand und Restwert entscheiden über Vertrauen. Händler und Garagisten, die sich früh positionieren, können sich als verlässliche E-Mobilitäts-Partner etablieren und neue Ertragspotenziale erschliessen. In dieser Modellvorschau stellen wir fünf aktuelle E-Autos vor: Alpine A390, Hyundai Ioniq 6N, Renault Twingo E-Tech, Subaru Solterra EV und Volvo ES90 – sie zeigen exemplarisch, wie breit und dynamisch der E-Markt 2026 aufgestellt ist. (ml)
Hyundai Ioniq 6N
Leistung (PS)
Verbrauch (kWh/100 km)
Verkäufe (2025)
Lancierung (Monat)
Preis (ab CHF)
April 2026
650
Drehmoment (Nm) 770
0 – 100 km/h (s) 3,2
Vmax (km/h)
Verkäufe (2025)
(Monat)
Die drei Elektromotoren (einer vorne, zwei hinten) bilden den ersten Allradantrieb von Alpine und sorgen im Zusammenspiel mit dem Alpine-Active-Torque-Vectoring-System (AATV) für maximale Dynamik, Sicherheit und Agilität – und eine Fahrkultur, die sonst nur in höheren Segmenten zu finden ist.
Walter Streuli
Geschäftsführer/Inhaber
Walter Streuli AG Wädenswil
Eine Verbindung aus Sportlichkeit und Performance mit Technologie und Raffinesse für ein einzigartiges Fahrerlebnis im Alltag und bei sportlichen Fahrten. Das unverwechselbare Design wird alle Liebhaber/-innen schöner Sportwagen begeistern, so wie es Alpine seit mehr als 70 Jahren tut.
Der Ioniq 6N verbindet aerodynamische Effizienz mit kompromissloser N-Performance. Er zeigt, dass Elektromobilität und Fahrdynamik kein Widerspruch sind, sondern die Zukunft sportlicher Mobilität definieren.
Gregor Bucher
Vorsitzender der Geschäftsleitung City Garage AG St. Gallen
Der Ioniq 6N wird besonders Performanceaffine Kundinnen und Kunden ansprechen, die ein emotionales Fahrerlebnis suchen – kombiniert mit Alltagstauglichkeit und modernster Elektrotechnologie.
Nicht nur Sportwagen bieten rasante Fahrleistungen.
Claudia Meyer Managing Director
Renault Group Schweiz Urdorf
Christoph Krienen Brand Director Hyundai Switzerland
Astara Mobility Switzerland AG Wallisellen
Drehmoment (Nm)
Vmax (km/h)
Verbrauch (kWh/100 km)
Verkäufe (2025)
Lancierung (Monat) April
Preis (ab CHF)
Claudia Meyer Managing Director Renault Group Schweiz Urdorf
Der Twingo E-Tech Electric ist noch praktischer und komfortabler als zuvor und setzt neue Massstäbe im A-Segment. Gleichzeitig bleibt er dem Pioniergeist von Renault und dem ersten Twingo treu. Der Twingo E-Tech Electric ist seit Januar mit einem unschlagbaren Preis ab 18'900 Franken bestellbar.
Gregor Bucher
Vorsitzender der Geschäftsleitung City-Garage AG St. Gallen
Verbrauch (kWh/100
Verkäufe (2025)
Lancierung (Monat) Februar 2026
Preis (ab CHF)
Pascal Meyer Geschäftsführer
Subaru Schweiz AG Safenwil
Der neue Solterra 4x4 bietet mehr Leistung, weniger Verbrauch, schnelleres Laden, zehn Jahre Garantie / 200'000 km, 1500 kg Anhängelast und einen attraktiven Einstiegspreis. Wie bei Subaru üblich: der legendäre symmetrische Allradantrieb und höchste Sicherheit dank modernsten Fahrerassistenzsystemen.
Der Twingo E-Tech Electric ist ein Fahrzeug mit ikonischem und unverwechselbarem Design – und darüber hinaus aussergewöhnlich geräumig und modular. Er erfüllt die Erwartungen der Kund/-innen in ganz Europa und bringt gleichzeitig eine optimistische Stimmung in jedes Dorf und jede Stadt.
Alex Catroppa Verkaufsleiter Subaru Emil Frey AG Autocenter Safenwil Safenwil
Der Volvo EX60 kommt mit 810 Kilometern Reichweite und zu einem sehr attraktiven Preis: Spätestens jetzt sollte jeder vollelektrisch fahren wollen.
Für all jene Kunden, die bezüglich der Langlebigkeit der Batterie Bedenken äusserten, sind die Garantieleistungen von zehn Jahren ein wichtiges Kaufargument. Dank interessanten Lancierungsprämien und dem exklusiven Swiss-Edition-Paket ist der Subaru Solterra EV 4x4 eine sehr gute Wahl.
Mathias Kamm
Geschäftsführer Filialen Carplandet Park Garage Thalwil Thalwil
Der Volvo XC60, unser Plug-in-HybridModell, ist bis heute der bestverkaufte Volvo aller Zeiten. Nun freuen wir uns auf den Volvo EX60, das vollelektrische Geschwistermodell, das auf einer komplett neuen Plattform gebaut ist.
Jesus Fernandez de Mesa Managing Director Volvo Car Switzerland Regensdorf
VW beliebteste Schweizer Marke
Verursacht durch die europaweit rigideste CO2-Regulierung erreicht der Automarkt mit 233’737 Neuzulassungen 2025 den tiefsten Stand seit über 25 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr wurden knapp 6000 Fahrzeuge weniger immatrikuliert.
Während sich der europäische Markt sukzessive erholt und leicht wächst, bleibt die Schweiz erneut unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil neu zugelassener Steckerfahrzeuge beträgt 2025 ein Drittel. Damit bleibt das politische Ziel von 50 Prozent Steckerfahrzeugen ausser Reichweite. Trotz immenser Marktanstrengungen mit über 300 E-Modellen sind daher CO₂-Sanktionsfolgen in dreistelliger Millionenhöhe für die Importeure zu erwarten. Mit dieser Sanktionspolitik steht die Schweiz europaweit isoliert da.
2,4 Prozent Rückgang
Mit 233’737 Neuzulassungen verzeichnet der Schweizer Automobilmarkt im Gesamtjahr 2025 ein äusserst schwieriges Jahr. Gegenüber dem Vorjahr wurden knapp 6000 Fahrzeuge weniger immatrikuliert, was einem Rückgang von 2,4 Prozent entspricht. Damit erreicht der Markt – unter Ausklammerung der Corona-Pandemie – den tiefsten Stand seit mehr als 25 Jahren. Der Schweizer Gesamtmarkt bleibt, anders als das restliche Europa, weiterhin deutlich unter dem langjährigen Vorkrisenniveau von rund 300’000 Neuzulassungen pro Jahr. Der Volumenverlust der Schweizer Automobilwirtschaft resultiert aus marktfremden CO2-Vorgaben, überdurchschnittlich hohen Energiepreisen und konjunkturellen Unsicherheiten, was sowohl Konsumentinnen und Konsumenten als auch Gewerbetreibende belastet. Die Erneuerung des Wagenparks verzögert sich dadurch weiter. Die letzte Erhebung vom Bundesamt für Statistik zeigt ein Durchschnittsalter von 10,5 Jahren, während es vor 25 Jahren (2000) noch 7,4 Jahre betrug. (ml)
VW verkaufte auch 2025 am meisten Autos.
Tiguan neue Nummer 1
SUV statt Strom-Star: Der VW Tiguan ist 2025 das meistverkaufte Auto der Schweiz.
Der VW Tiguan führt 2025 die Schweizer Autohitparade an. Der Jahresvergleich zeigt, warum Allrounder gewinnen und Tesla Federn lässt. SUV dominieren quer durch alle Preissegmente, während Limousinen weiter an Bedeutung verlieren.
Der Schweizer Automarkt hat 2025 einen neuen Spitzenreiter – und der heisst VW Tiguan. Mit 5181 Neuzulassungen übernimmt das SUV die Führung der Jahresstatistik und verdrängt
das Tesla Model Y, das mit 5080 Einheiten auf Rang zwei zurückfällt. Platz drei geht an die Mercedes-Benz GLC-Klasse (4299). Auch hinter der Spitze ist Bewegung. Der VW Golf legt deutlich zu und verbessert sich auf 3985 Zulassungen, was ihn wieder klar in der Spitzengruppe positioniert. Der Toyota Yaris (3313) bestätigt, dass effiziente Kleinwagen trotz SUV-Boom ihre Käuferschaft behalten. Gleichzeitig bleibt der Premiumbereich stabil: Die GLC-Klasse verteidigt souverän ihre Rolle als meistverkauftes Luxus-SUV der Schweiz. Besonders auffällig ist Skoda. Mit Kodiaq (3895), Karoq (3452) und dem neuen Elroq (3448) platziert die Marke gleich drei Modelle in den Top Ten. Der Octavia, 2024 noch auf Rang zwei, fällt 2025 knapp aus der Spitzengruppe heraus – weniger wegen Schwäche, sondern wegen der anhaltenden Verschiebung hin zu SUV. Elektroautos sind fest etabliert, doch sie gewinnen nicht mehr automatisch – entscheidend sind Preis, Nutzwert und Markenvertrauen. (ml)
Skoda ist gleich mit drei Modellen in den Top Ten.
Allrad weiter im Trend
Land Rover ist ein Synonym für Allradfahrzeuge.
Die Schweizer Allradstatistik zeigt, wie stark 4x4 hierzulande verankert ist: 50,7 Prozent aller Neuzulassungen verfügen über Allradantrieb. Während viele Marken deutlich zulegen, erreichen einige Hersteller mittlerweile einen Allradanteil von fast 100 Prozent.
Der Allradantrieb bleibt 2025 ein zentrales Merkmal des Schweizer Automarkts. Mit einem Marktanteil von 50,6 % sind mehr als die Hälfte aller neu zugelassenen Personenwagen mit 4x4 unterwegs. Von insgesamt 233’737 Neuzulassungen verfügen 118’342 Fahrzeuge über Allrad – ein klares Signal: In der Schweiz ist 4x4 längst vom Nischen- zum Standardantrieb geworden. An der Spitze der Volumenmarken stehen Subaru, Land Rover und Bentley mit Allradanteilen nahe der Vollabdeckung. Subaru erreicht mit 1152 Allradfahrzeugen bei 1154 Zulassungen 99,8 %, Land Rover liegt bei 1887 von 1889 Fahrzeugen sogar bei 99,9 % und Bentley folgt mit 156 von 157 Neuwagen auf 99,4 %.
Diese Marken prägen die Statistik deutlich und zeigen, wie stark Allrad zur Markenidentität gehört.
SUV, Premium und Stromer
Treiber des hohen Gesamtmarktanteils sind SUV, Premiumfahrzeuge und zunehmend elektrifizierte Modelle, bei denen Allrad technisch über zwei Motoren einfach realisiert wird. Gleichzeitig bleibt 4x4 ein wichtiges Argument für Sicherheit, Traktion und Fahrstabilität – gerade unter Schweizer Bedingungen. Am unteren Ende finden sich Hersteller, bei denen Allrad kaum eine Rolle spielt. Opel kommt bei 3348 Neuzulassungen nur auf 46 Allradfahrzeuge (1,4 %), Leapmotor auf 73 von 940 Zulassungen (7,8 %). Die Allradstatistik 2025 zeigt ein klares Bild: Einige Marken setzen konsequent auf 4x4, andere verzichten nahezu vollständig. Insgesamt bleibt Allrad ein fester Pfeiler des Schweizer Automarkts – mit stabilen Marktanteilen und klaren Gewinnern. (ml)
Transporter verlieren
Viele Nutzfahrzeugmarken mussten 2025 Federn lassen.
Die Schweizer Nutzfahrzeugstatistik 2025 zeigt klare Gewinner. Vor allem im Segment der Personentransporter setzen einige Marken neue Massstäbe, während bei den Sachentransportern weiterhin stabile, bewährte Modelle dominieren. Ein Blick auf Zahlen und Trends.
Im Segment der Personentransporter zeigt sich 2025 eine klare Marktstruktur. Volkswagen Nutzfahrzeuge behauptet mit Modellen wie Transporter, Caddy und Multivan die Spitzenposition, unterstützt durch steigende Nachfrage nach elektrischen Varianten wie dem ID.Buzz. Auf den Plätzen folgen Mercedes-Benz mit V-Klasse und Vito sowie Ford mit Transit und Tourneo, deren robuste und praxisnahe Fahrzeuge besonders bei Gewerbekunden gefragt sind. Auffällig ist der Zuwachs bei Renault und Peugeot, die vor allem im städtischen Shuttle- und Lieferverkehr punkten. Die Erfolgsfaktoren sind Zuverlässigkeit, flexibler Innenraum, Assistenzsysteme und wachsende elektrische Optionen. Elektroantriebe gewinnen zwar langsam, setzen aber erste Impulse für eine nachhaltige Flottenumstellung.
Sachentransporter
Die Schweizer Statistik zeigt zudem, dass Sachentransporter nach wie vor relevant sind. Ihre Stärke liegt in Robustheit und Vielseitigkeit. Während die Gesamtzahlen moderat zurückgehen, halten sich die etablierten Modelle an der Spitze. Elektrovarianten spielen hier noch eine untergeordnete Rolle, doch Pilotprojekte in urbanen Lieferflotten deuten auf einen langsamen Übergang hin. Insgesamt spiegeln die Zahlen die Dynamik im Nutzfahrzeugmarkt wider: Traditionelle Stärken sichern die Basis, während neue Antriebe und modulare Konzepte Chancen für zusätzliche Marktanteile eröffnen – besonders bei den Personentransportern, die als flexibles und wachsendes Segment gelten. (ml)
Akzo Nobel verlängert die erfolgreiche Partnerschaft mit McLaren
Akzo Nobel und McLaren Racing setzen ihre Zusammenarbeit fort. Der Beschichtungsspezialist bleibt offizieller Partner des Formel-1-Teams und engagiert sich neu im McLaren United Autosports WEC Hypercar Team.
Akzo Nobel und das McLaren Mastercard Formula 1 Team haben ihre seit 2008 bestehende Partnerschaft verlängert. Der Beschichtungsspezialist bleibt exklusiver offizieller Partner für Beschichtungslösungen und vertieft damit eine Zusammenarbeit, die seit fast zwei Jahrzehnten auf Leistung, technologische Entwicklung und gemeinsame Innovationsziele ausgerichtet ist.
Einstieg in die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft Neben der Formel 1 engagiert sich Akzo Nobel künftig auch im McLaren United Autosports WEC Hypercar Team. Das Unternehmen gehört zu den ersten offiziellen Partnern des Teams, das 2026 sein Debüt in der FIA-LangstreckenWeltmeisterschaft (WEC) geben soll.
Technologie, Nachhaltigkeit und Entwicklung
Nach Angaben beider Partner steht die Zusammenarbeit nicht nur für sportlichen Erfolg, sondern auch für die Weiterentwicklung nachhaltiger Beschichtungslösungen und neuer Technologien. Akzo Nobel will seine Expertise in den Bereichen Lackentwicklung, Oberflächenschutz und Materialinnovation gezielt in die Motorsportprojekte einbringen und so neue Anwendungen für den Serien- und Spezialfahrzeugbereich erschliessen.
Sportliche Erfolge als Meilenstein
Einen besonderen Höhepunkt erreichte die Partnerschaft im vergangenen Jahr, als das McLaren Mastercard Formula 1 Team sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel gewann. Beide Unternehmen sehen diesen Erfolg als Bestätigung für ihre langfristige Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement für kontinuierliche Verbesserung.
Blick auf die Rennsaison 2026
Zur WEC gehört auch das traditionsreiche 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das McLaren bereits 1995 bei seinem Debüt gewann. Der neue McLaren-Formel-1-Rennwagen soll am 9. Februar vorgestellt werden. Die offiziellen Testfahrten für die kommende Saison beginnen am 12. Februar in Bahrain, der erste Grand Prix ist für den 8. März in Australien angesetzt. (pd/mb)
www.shop.sikkens-center.ch/de
Axalta präsentiert «Solar Boost» als Autofarbe des Jahres 2026
Axalta hat «Solar Boost» zur Autofarbe des Jahres 2026 gekürt. Der leuchtende Orangeton mit champagnerfarbenen Effektpigmenten soll globale Farbtrends und den Wunsch nach mehr Individualität bei Autokäufern widerspiegeln.
Axalta Coating Systems hat seine Autofarbe des Jahres 2026 vorgestellt. «Solar Boost» ist ein warmer Orangeton, der speziell für moderne Fahrzeugdesigns entwickelt wurde. Durch champagnerfarbene Effektpigmente verändert sich die Wirkung der Farbe je nach Lichteinfall und verleiht dem Lack ein dynamisches Erscheinungsbild.
Farbe als Kaufkriterium
Nach Angaben des Unternehmens spielt die Lackfarbe eine zentrale Rolle bei der Kaufentscheidung. Interne Studien von Axalta zeigen, dass über 80 Prozent der Käufer die Farbe als einen der wichtigsten Faktoren betrachten. Sie beeinflusst den ersten Eindruck in Bezug auf Sicherheit, Sportlichkeit, Eleganz und den möglichen Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs.
Trend zu mehr Individualität
«Solar Boost» steht für den wachsenden Wunsch vieler Autokäufer, sich stärker über
das Fahrzeugdesign auszudrücken. Besonders jüngere und trendbewusste Zielgruppen interessieren sich zunehmend für ausdrucksstarke Farbtöne jenseits klassischer Neutralfarben.
Globale Farbforschung als Grundlage Axaltas weltweite Analysen zeigen, dass Orange in verschiedenen Regionen unterschiedliche Bedeutungen hat: In Nordamerika wird die Farbe mit Wärme und Kreativität verbunden, in Lateinamerika mit Vitalität und Lebensfreude. Im asiatisch-pazifischen Raum gewinnen kräftige Farbakzente vor allem in
wachstumsstarken Segmenten wie der Elektromobilität an Bedeutung.
Langjährige Erfahrung im Farbdesign Axalta kürt seit zwölf Jahren eine Autofarbe des Jahres. Mit mehr als 160 Jahren Erfahrung in der Farbentwicklung kombiniert das Unternehmen Erkenntnisse aus Psychologie, Trendforschung und Lacktechnologie, um Fahrzeugherstellern frühzeitig Orientierung bei zukünftigen Farbtrends zu geben. (pd/mb)
www.axalta.com/ch/de_DE.html
«Solar Boost» ist ein warmer Orangeton, der speziell für moderne Fahrzeugdesigns entwickelt wurde.
Das McLaren Mastercard Formula 1 Team gewann 2025 sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel.
NEWS
Neue Anhängerassistenten
Keine Gefahr durch Elektrosmog beim Fahren und Laden
Armaturenträger aus Stahl und faserverstärktem Kunststoff
Kompaktes Range-Extender-Modul
FACHWISSEN
Leistung
Die Leistung ist vor allem in den Diskussionen wichtig. Die technischen Tatsachen und Zusammenhänge zur Leistung können aus entsprechenden Diagrammen gelesen werden, die grosse Sachkenntnisse erfordern.
TECHNIK
Vorausschauend und leise ZF zeigt mit AI Road Sense und Active Noise Reduction zwei Fahrwerk-Softwarelösungen.
Punch vom E-Verdichter
Die MHEV-plus-Technologie kommt in Audis neuem V6 TDI erstmals in Kombination mit einem elektrisch angetriebenen Verdichter.
Herstellungsprozess für Leichtmetallräder revolutioniert «Turbu-Druck-Giessen» ermöglicht leichtere und gleichzeitig stabilere Felgen und senkt den Energieund Rohmaterialbedarf bei der Aluradherstellung.
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Neue Assistenten machen das Rangieren und Parkieren mit Anhänger einfacher und sicherer
Aumovio hat zwei neue Assistenzfunktionen entwickelt, welche das Fahren, Rangieren und Parken mit Anhängern jeder Art einfacherer und sicherer machen. Das erste System ist ein Rückfahrassistent: Viele Anhängerfahrer kennen die Situation, dass man vorwärts zum Beispiel in eine enge Parkbucht fährt und dabei nicht den idealen Anfahrwinkel trifft. Beim Versuch, das Fahrzeug und den Anhänger für einen erneuten Versuch in die Ausgangsposition zurückzusetzen, manövriert man sich oft nur noch weiter ins Abseits. Für solche Fälle bietet Aumovio bereits seit 2020 ein Trailer-ReverseAssist-System an, das dem Fahrer hilft, die ideale Spur beim Rückwärtsfahren zu finden. Der neue Rückfahrassistent für Anhänger geht nun mit der Trailer-BacktrackFunktion noch einen Schritt weiter: Auf Knopfdruck manövriert er das
Anhänger-Kollisionswarnung: Das neue Assistenzsystem verhindert Kollisionen mit Fussgängern oder Hindernissen wie Bordsteinen und geparkten Fahrzeugen.
Fahrzeug bequem zurück in die ursprüngliche Position, dazu bewegt er das Fahrzeug-AnhängerGespann automatisch entlang derselben Strecke, die zuvor vorwärtsgefahren wurde, und verhin-
dert so Abweichungen von der Ideallinie.
Der zweite Assistent, Trailer Collision Warning, ist eine Kollisionswarnung für Wendemanöver, Abbiegen und Kurvenfahrten mit
Anhängern beim Rückwärtsfahren, Anfahren und Überholen. Er unterstützt in einer ebenfalls bekannten Situation: Beim Abbiegen oder Rangieren wird der grössere Wendekreis des Anhängers falsch eingeschätzt, und die hintere Ecke des Fahrzeugs kollidiert mit der vorderen Ecke des Anhängers. Zudem besteht bei solchen Manövern immer die Gefahr einer Kollision mit Fussgängern oder Hindernissen wie Bordsteinen. Das Assistenzsystem nutzt vorhandene Surround-View-Kameras und optional Radarsensoren im Fahrzeug, um die Umgebung genau zu berechnen, Hindernisse zu erkennen und die Fahrerin vor möglichen Kollisionen zu warnen. Eine Echtzeit-Pfadüberlagerung zeigt dem Fahrer ausserdem an, ob sich Fahrzeug und Anhänger bei dem gewählten Lenkwinkel auf Kollisionskurs befinden. (pd/sag)
Unbedenklich: Studie findet keine Gefahr durch Elektrosmog beim Fahren und Laden von E-Autos
Sind Verbraucher beim Fahren oder Laden eines E-Autos starkem Elektrosmog ausgesetzt? Dieser Frage hat sich der ADAC gemeinsam mit der Seibersdorf Labor GmbH und dem Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit an der RWTH Aachen gewidmet. Für entsprechende Messungen in elf BEV, zwei Plug-inHybriden und einem Verbrenner wurden zehn Messsonden in einen Sitz-Dummy von den Füssen bis zur Kopfhöhe verteilt, in jedem Auto auf jeweils mindestens zwei Sitzplätze gesetzt und in verschiedenen Szenarien untersucht.
Während der Fahrt lagen lokal und kurzzeitig vereinzelte Magnetfeldstärken zwar über den vorgegebenen Referenzwerten – zum Beispiel beim Starten oder Bremsen. Die Berechnung der dabei im Körper hervorgerufenen elektri-
Für die Messungen wurden insgesamt zehn Messsonden im Sitz-Dummy von den Füssen bis zur Kopfhöhe verteilt und in verschiedenen Szenarien untersucht.
schen Feldstärken und Stromdichten zeigte jedoch, dass die Basisgrenzwerte immer eingehalten wurden. Die stärksten Magnetfelder traten typischerweise vor allem im Fussraum auf, während sie im Kopf- und Rumpfbereich meist gering waren. Insgesamt ist die lang-
fristige und körpergemittelte Strahlenbelastung in einem Elektroauto vergleichbar mit den Werten, denen zum Beispiel ein Fahrgast in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesetzt ist. Lokal erhöhte Werte konnten auch beim Zuschalten elektrischer Komponenten gemessen werden.
Das betraf neben den E-Autos auch die Plug-in-Hybride und den Verbrenner-PW. Bei den Ladevorgängen konnten nennenswerte Magnetfelder vor allem beim AC-Laden im direkten Umfeld des Ladesteckers nachgewiesen werden. Die Werte waren während der Initialphase am höchsten. Auch hier zeigte sich, dass trotz der kurzzeitig erhöhten Werte keine Überschreitung der empfohlenen Höchstwerte im Körper auftrat – selbst beim direkten Anfassen des Ladesteckers nicht. Beim DC-Schnellladen waren die strahlenschutztechnisch bewerteten Magnetfeldimmissionen trotz signifikant höherer Ladeleistungen sogar geringer ausgeprägt als beim Laden mit Wechselstrom. Insgesamt waren die Expositionen beim Laden aber weniger stark als bei der Fahrt. (pd/sag)
Bild: Seibersdorf Laboratories GmbH
Strukturell wichtiger Armaturenträger in einer Kombination
aus faserverstärktem Kunststoff und Stahl
Der Armaturenträger erstreckt sich hinter dem Armaturenbrett über die gesamte Fahrzeugbreite und bildet ein wesentliches tragendes Element im Cockpit. Er spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit der Insassen, dient als Befestigungspunkt für die Airbags und schützt bei einem Aufprall. Gleichzeitig reduziert er Geräusche und Vibrationen und sorgt so für ein ruhiges und komfortables Innenraumgefühl. Während er bisher aus Magnesium oder Stahl gefertigt wurde, hat Jaguar Land Rover (JLR) den Armaturenträger für zukünftige Modelle neu entwickelt und setzt dabei erstmals auf eine Hybridlösung aus faserverstärktem Kunststoff und Stahl.
Der technische Durchbruch soll jährlich über 50’000 Tonnen CO2 einsparen, was dem durchschnittlichen Jahresenergieverbrauch von
SCHAEFFLER
JLR hat den Armaturenträger für zukünftige Modelle neu entwickelt und setzt dabei erstmals auf eine Hybridlösung aus faserverstärktem Kunststoff und Stahl.
rund 17’000 britischen Haushalten entspreche. Möglich wird die Einsparung durch den Verzicht auf besonders kohlenstoffintensives Magnesium und den Einsatz eines Verbundwerkstoffs mit deutlich geringerem CO2-Ausstoss. Das Material entstand ursprünglich aus
einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit den Zulieferern Celanese, CCP Gransden und Petford Group. Es wurde strengen Tests unterzogen, die bewiesen, dass die Hybridstruktur die Leichtigkeit von faserverstärktem Kunststoff mit der Steifigkeit und Festigkeit
von Stahl vereint. Faserverstärkter Kunststoff kann zudem so konstruiert werden, dass er bei einem Aufprall Energie effektiv absorbiert. In Kombination mit Stahl trägt er entscheidend zur strukturellen Integrität des Armaturenbretts bei. Matthew Atkinson, leitender Forschungsingenieur bei JLR, erklärt: «Die Neugestaltung eines solchen Bauteils ist nicht nur ein einfacher Materialaustausch, sondern eine komplexe technische Herausforderung. Gemeinsam mit unseren Lieferanten mussten wir sicherstellen, dass das neue Hybridmaterial höchste Standards in Sicherheit, Hochwertigkeit und Haltbarkeit erfüllt und gleichzeitig eine erhebliche CO2-Reduzierung ermöglicht. Das zeigt, wie Forschung und enge Zusammenarbeit zu spürbaren Fortschritten in der Nachhaltigkeit führen können –ohne Kompromisse.» (pd/sag)
Hochintegriertes kompaktes Range-Extender-Modul sorgt für mehr Reichweite im Elektrofahrzeug
Schaeffler hat seine Innovationskraft und Leistungsfähigkeit für die E-Mobilität im Dezember auf dem CTI-Symposium in Berlin unterstrichen, wo die Sparte E-Mobility die ganze Breite ihres Produktportfolios für die Antriebselektrifizierung zeigte. Unter den Exponaten befand sich ein besonderes Highlight: Das neue Range-Extender-Modul für REEV (Range Extender Electric Vehicle) deckt sämtliche Anforderungen an die Stromerzeugung in diesen Fahrzeugtypen ab, welche aktuell sowohl in China als auch in den USA rasch an Bedeutung gewinnen.
Das hochintegrierte RangeExtender-Modul ist bereits bei den ersten Kunden im Fahrzeug eingebaut. Die besonders kompakte Einheit aus E-Maschine plus Leistungselektronik zur Stromerzeugung inklusive Kühlsystem
Schaefflers Range-Extender-Modul ist eine kompakte Einheit aus E-Maschine, Leistungselektronik und Kühlsystem mit Ölpumpe, Wasseranschluss und Ölfilter.
mit Ölpumpe, Wasseranschluss und Ölfilter liefert in der stärkeren
Power-Class-2-Version kontinuierlich bis zu 300 kW Ladeleistung, die direkt in die Batterie gespeist werden kann. Die Leistung reicht aus, um Pick-up-Trucks inklusive Anhänger zu fahren. Das RangeExtender-Modul gibt es wahlweise für 400-Volt- oder 800-Volt-Architekturen. Es setzt dann ein, wenn die Batteriekapazität des Fahr-
zeugs unter einen Schwellenwert sinkt. Auf diese Weise bewältigt ein REEV lange Strecken ohne Ladestopp, während kurze Strecken rein elektrisch gefahren werden – das Beste aus beiden Welten. In China ist das einer der Treiber für die Popularität von REEV, in den USA ist es vor allem die Möglichkeit, schwere Pick-ups mit Anhänger und Zuladung über lange Strecken zu fahren. Mit dem Schaeffler-Range-Extender-Modul ist es gelungen, gleichzeitig sämtliche Anforderungen an eine solche Generatoreinheit zu erfüllen und trotzdem ein Modul in der Leistungsklasse bis 80 kW mit < 200 mm axialer Länge zu entwickeln – ein entscheidender Faktor, um in einem Elektrofahrzeug zusätzlich einen Verbrennungsmotor und die Generatoreinheit unterbringen zu können. (pd/sag)
Ist Leistung wichtig?
Die Leistung ist vor allem in den Diskussionen wichtig. Bei technischen Fragen helfen die Antriebsdrehmomente oder -kräfte eigentlich fast mehr. Aus Leistungsdiagrammen können die technischen Tatsachen und Zusammenhänge natürlich auch gelesen werden, aber diese Diagramme erfordern grosse Sachkenntnisse.
Text: Andreas Lerch | Bilder: Bugatti, Andreas Lerch
Bild 1. Damit mit diesem Bugatti die 400-km/h-Marke geknackt werden kann, müssen Kraft, Drehmoment und Leistung grösser sein als die anliegenden Fahrwiderstände. Nur so kann der Motor seine Drehzahl noch mehr steigern und das Fahrzeug beschleunigen.
Die Leistung ist gerade in der Fahrzeugtechnik ein ausgesprochen populärer Begriff, obwohl sich unter der Leistung viele Leute nicht sehr viel vorstellen können. Man assoziiert dann meistens die hohe Leistung mit der Geschwindigkeit und der Beschleunigung von Sportwagen, wie zum Beispiel beim abgebildeten Bugatti. Diese Assoziation ist natürlich richtig, weil mit den hohen Leistungen zwingend auch hohe Drehmomente verknüpft werden können (ausser wenn die Drehzahlen extrem hoch geschraubt werden). Dies entspricht dem ersten physikalischen Ansatz für die Leistung: Drehmoment und Drehzahl (bzw. Kraft und Winkelgeschwindigkeit).
Nun stellt sich aber die Frage, was denn eigentlich die Leistung eines Automobils mit der «Stärke eines Pferdes» zu tun hat. Suzuki beschreibt die Herkunft der Abkürzung PS auf ihrer Website folgendermassen: «Die Bezeichnung ‹Pferdestärke› geht auf den schottischen Ingenieur James Watt zurück, der im 18. Jahrhundert diese Einheit einführte, um die Leistung von Dampfmaschinen zu vergleichen. Ein PS entspricht der Arbeit, die ein Pferd in der Lage ist, in einer bestimmten Zeit zu verrichten.» Damit ist ein zweiter physikalischer Ansatz für die Leistung gegeben: Arbeit und Zeit.
Einheit der Leistung
Die schweizerische Bundesversammlung beschliesst am 1. April 1949, also vor bald 80 Jahren, die folgende Abänderung des Bundesgesetzes über Mass und Gewicht: «Art. 10: Die aus den gesetzlichen Haupteinheiten der Länge, der Masse und der Zeit abgeleitete Einheit der Kraft ist das Newton (Symbol: N). Das Newton ist die Kraft, welche der Masse ein Kilogramm die Beschleunigung ein Meter je Sekunde in der Sekunde erteilt. Art. 11. Die Einheit der Arbeit (Energie) ist das Joule (Symbol: J). Das Joule ist die Arbeit, welche verrichtet wird, wenn sich der Angriffspunkt der Kraft ein Newton um einen Meter in der Richtung dieser Kraft verschiebt. Art. 12. Die Einheit der Leistung ist das Watt (Symbol: W). Das Watt ist die Leistung ein Joule je Sekunde.»
Knapp 30 Jahre später, am 1. Januar 1978 wurde das gesetzliche Messwesen in der Schweiz noch einmal grundlegend revidiert. Es wurde das « Système international d’unités» (das Internationale Einheitensystem) eingeführt. Dieses vereinheitlichte auch die Grundgrössen von Licht, Temperatur und Materie. Nach einer Einführungsperiode von fünf Jahren wurden die veralteten Einheiten verboten. So z. B. Einheiten wie Zentner, Kilopond, Kalorie, mm Wassersäule und eben auch das PS. Da das Weiterverwenden dieser Einheiten jedoch nicht sanktioniert wurde, haben wir es noch heute mit ihnen zu tun.
Dass das Watt bzw. das Kilowatt in der Elektrotechnik die Einheit für die Leistung
Bild 2. Ob dieses Auto in 5 oder 10 s angehoben wird, hängt vom Drehmoment und von der Drehzahl, also von der Leistung, des antreibenden Motors ab.
Bild 3. Die rote Drehmomentkurve erreicht ihr Maximum bei geringerer Drehzahl als die Leistungskurve. Dass die Drehmomentkurve unterhalb der Leistungskurve liegt, hat sich so eingebürgert, ist aber einzig eine Frage des Massstabes.
darstellt, ist eigentlich unbestritten. Absurd ist, dass jetzt aber auch diese Leistungsangaben wieder in PS umgerechnet und angegeben werden. Lange Zeit wurde argumentiert, dass der Leistungswert in PS halt den grösseren Betrag darstelle als bei der Angabe in kW. Aber nach bald 50 oder 80 Jahren hätten sich wohl die allermeisten Konsumenten an die Einheit kW gewöhnt.
Arbeit pro Zeit
In Bild 2 wird das Fahrzeug mit Hilfe einer Seilumlenkung angehoben. Die dabei geleistete Arbeit berechnet sich aus der zurückgelegten Strecke mal der dazu aufgewendeten Kraft. Die vom Motor gelieferte Kraft muss dabei grösser sein als die Gewichtskraft des Fahrzeugs. Wenn sie nun viel grösser ist als die Gewichtskraft (und sich die Drehzahl auch erhöhen lässt), ist das Fahrzeug schneller oben, als wenn sie nur ein bisschen grösser ist. Dies macht den Unterschied in der Leistung. Wird das Fahrzeug in kurzer Zeit angehoben, braucht es eine grosse Leistung; darf es länger dauern, ist die benötigte Leistung geringer.
Bild 4. Werden die Drehmomente in den einzelnen Gängen dargestellt und die Drehzahl in die Fahrgeschwindigkeit umgerechnet, ergibt sich ein Fahrschaubild, ähnlich wie beim Zugkraftdiagramm.
deutlich: Je kürzer die Zeit für eine bestimmte Arbeit, desto mehr Leistung muss ich dazu aufwenden.
Bild 5. Auch mit den Leistungen in den einzelnen Gängen kann dieses Diagramm aufgestellt werden. Der Motor erreicht aber in jedem Gang die gleiche Leistung.
Interessant ist dabei, dass der Drehmomenthöhepunkt von Gang zu Gang kleiner wird. Das heisst, das maximale Drehmoment ist geringer, je höher der Gang ist. Das liegt daran, dass das Getriebe ein Drehmomentwandler ist, aber kein Leistungswandler. Die Leistung ist am Getriebeeingang (an der Kupplung) und am Getriebeausgang (am Schluss ist es am Rad) genau gleich gross. Wird das Drehmoment also verkleinert, muss die Drehzahl vergrössert werden. Genau das sagt die Formel aus:
Wird das Drehmoment M in Newtonmeter und die Drehzahl in 1/min eingesetzt, so kommt dabei die Leistung in kW heraus.
9550
Ein Beispiel mit Muskelkraft aus dem Alltag verdeutlicht die Zusammenhänge: Trage ich sechs Eineinhalbliter-Flaschen Mineralwasser vom Keller in den dritten Stock, komme ich ins Schwitzen; nehme ich auf der Treppe aber zwei Stufen auf einmal, schwitze ich noch mehr, und wenn ich dann dazu noch springe … Es wird
Drehmoment und Drehzahl Beim Verbrennungsmotor wird der Zusammenhang zwischen Leistung und Drehmoment in Diagrammen dargestellt, welche über der Drehzahl aufgezeichnet sind. Das Drehmoment hängt von vielen Beeinflussungen ab. Wie aus der Verbrennungskraft im Motor ein Drehmoment wird, wurde in AUTO&Technik 12/2023 beschrieben. Dieses Drehmoment wird im Getriebe verändert und dann über das Achsgetriebe zu den Rädern geführt. Dort kommt es in der Nabe des Rades als Drehmoment an (AUTO&Technik 1+2/2025, Bild 2). Wenn es über den Radius zum Radumfang geleitet wird, wird aus dem Drehmoment wieder eine Kraft, welche im Zugkraftdiagramm dargestellt ist (AUTO&Technik 12/2023, Bild 3). Natürlich kann dieses Zugkraftdiagramm auch als Drehmomentdiagramm dargestellt werden. Dann handelt es sich um die Drehmomente, welche von der Antriebswelle auf die Radnabe übertragen werden. Das Diagramm sieht gleich aus wie das Zugkraftdiagramm, in welchem die Kräfte eingezeichnet sind, aber die Drehmomentbeträge auf der Ordinate entsprechen nun dem Produkt aus der Zugkraft am Radumfang und dem Radius des Rades (Bild 4).
Die Formel 1 zeigte, dass Leistung gleich Arbeit durch Zeit ist. Die Arbeit ist mit J oder Nm bezeichnet. So kann die Einheitengleichung nun auf zwei Arten ausgelegt werden:
Das Newtonmeter Nm kann einerseits als Arbeit angeschaut werden. Der Meter m darin kann aber auch mit der Sekunde s unter dem Bruchstrich verbunden werden, dann wird der Ausdruck zur Geschwindigkeit, die Leistung wird zum Produkt aus Kraft und Geschwindigkeit.
Wenn sich aber eine drehmomentabgebende Welle dreht, müssen die Umfangskraft und die Umfangsgeschwindigkeit herangezogen werden ((3) in Bild 6). Die Umfangsgeschwindigkeit entspricht dabei dem Produkt aus Umfang und Drehzahl, wobei die Drehzahl noch durch 60 dividiert werden muss, damit die Geschwindigkeit in m/s entsteht (4). Zur Umfangsberechnung wird der Durchmesser durch zwei Mal den Radius ersetzt. Wird jetzt der Radius mit der Kraft verknüpft, entsteht ein Drehmoment, dann bleibt als Variable auch noch die Drehzahl in der Formel und einige Umrechnungsfaktoren (2, 60 und π). Diese Faktoren können zu einer Konstanten umgerechnet werden (7). Wird der Kehrwert dieser Zahl unter den Bruchstrich geschrieben, kommt die Zahl 9.54929 der angestrebten Zahl 9550 schon ziemlich nahe. Wir vergrössern den Faktor mit tausend (8). Damit wird ein Resultat nicht in Watt, sondern in Kilowatt entstehen.
Leistungsschaubild
Da das Getriebe einen Drehmomentwandler darstellt, wird bei höheren Gängen das Drehmoment kleiner, dagegen die Drehzahl grösser. Die Leistung berechnet sich aus Drehmoment mal Drehzahl, deshalb bleibt die Leistung in allen Gängen am Getriebeeinund -ausgang konstant (Wirkungsgrad nicht berücksichtigt). So unterscheidet sich das Drehmomentfahrschaubild wesentlich von jenem, welches die Leistung darstellt (Bilder 4 und 5). Im Drehmomentdiagramm können die abrufbaren Drehmomente in jeder Situation herausgelesen werden, und man erkennt, dass die Drehmomente bei zunehmender Drehzahl (Geschwindigkeit) kleiner werden. Nicht so beim Leistungsdiagramm. Da ist die Leistung
= = (1)
= 9550 = (2)
= = = (1 )
= (3)
= 60 = 2 60 (4)
2 60 (5)
= 2 60 (6)
= 0 104719 (7)
= 9 54929 1000 (8)
≈ 9550 (9)
Bild 6. Ableitung der Konstanten in der Leistungsformel aus Drehmoment und Drehzahl.
in jedem Gang drehzahlabhängig immer gleich gross. Theoretisch kann aus diesem Diagramm das Gleiche herausgelesen werden wie beim Drehmoment- oder Zugkraftdiagramm, aber es muss immer berücksichtigt werden, dass die Drehzahl gewissermassen noch abgezogen werden muss. Deshalb ist ein Leistungsfahrschaubild schwieriger zu interpretieren als ein Zugkraftdiagramm. Das ist aber auch der Grund, weshalb das Leistungsdiagramm nur selten dargestellt wird. Bei beiden Diagrammen ist aber die theoretische Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs deutlich sichtbar. Sie liegt exakt in jenem Punkt, in welchem die Antriebskraft, das Antriebsdrehmoment oder eben die Antriebsleistung genau gleich gross sind wie der Fahrwiderstand (als Kraft, Drehmoment oder Leistung). Im Zugkraft- und Drehmomentdiagramm liegen diese Punkte unten rechts, was auf eine hohe Geschwindigkeit, aber auf nicht sehr grosse Widerstandskräfte hinweist. Anders beim Leistungsdiagramm. Dort befindet sich der Punkt oben rechts. Rechts wiederum, weil die Geschwindigkeit hoch ist, und oben, weil gleichzeitig auch die Leistung hoch ist. Das deswegen, weil in der Leistung das Drehmoment und die Drehzahl enthalten sind.
Leistung im Alltag
Das Velofahren ist jedem ein Begriff. Kommt eine Steigung und will man nicht schwitzen, also die Leistung nicht vergrössern, so wird die Fahrgeschwindigkeit kleiner, weil die Trittfrequenz kleiner wird, damit bei gleicher Kraft die Steigung überwunden werden kann. Es kann auch zurückgeschaltet werden. Dann wird die Trittfrequenz zwar wieder höher, aber die Trittkraft wird geringer, und so bleibt auch die Leistung wieder gleich. Wird beim Zurückschalten die Trittkraft halbiert, dann wird gleichzeitig die Trittfrequenz bei gleicher Leistung verdoppelt. Dieser Zusammenhang kann mit der Formel (9) nachgerechnet und bewiesen werden.
Wollen wir aber die Steigung nicht nur bewältigen, sondern auch noch die Geschwindigkeit halten, dann muss die Trittkraft bei gleichbleibender Trittfrequenz vergrössert werden, weil die Fahrwiderstände (im Beispiel ist es der Steigungswiderstand) grösser geworden sind. Dies hat nun eine Leistungssteigerung zur Folge. Wird in der Ebene die Trittkraft vergrössert, so erfolgt zusätzlich eine Trittfrequenzsteigerung, da die Fahrwiderstände
Bild 7. Der Vergleich mit dem Velo ist vorstellbar. Während mit der Getriebeschaltung die Leistung konstant bleibt, steigt sie, wenn Drehmoment und Drehzahl steigen.
in dieser Situation gleich bleiben. Aber auch dabei wird die Leistung grösser.
Md und P im Verbrennungsmotor Hub, Bohrung und der Verdichtungsraum bestimmen im Verbrennungsmotor den geometrischen Raum, in welchem die Verbrennung ablaufen kann (Hubraum + Verdichtungsraum = Verbrennungsraum). Wie effizient dieser Raum mit Gemisch gefüllt wird, hängt von der Drehzahl, den Steuerzeiten, den Ventilquerschnitten und der Aufladung ab. Sicher ist, dass es einen optimalen Drehzahlpunkt geben wird, in welchem alles optimal zusammenspielt. In diesem Moment wird die maximale Gemischmenge im optimalen Zeitpunkt entflammt und es wird eine maximale Ausdehnung mit dem entsprechenden Druckanstieg entstehen. Dieser Druck wirkt auf den Kolbenboden, wo er in Kraft umgewandelt wird, welche über den Kurbeltrieb weitergeleitet und in ein Drehmoment umgewandelt wird. Wie aus dieser Verbrennungskraft das Drehmoment entsteht, wurde in AUTO&Technik 1+2/2025 beschrieben.
Wird die Drehzahl weiter gesteigert, nehmen die Strömungswiderstände zu und der Füllungsgrad wird schlechter, ausser wenn der Turbolader den Ladedruck noch steigern kann. Für die Leistung heisst das aber noch nicht, dass diese auch schon den maximalen Punkt erreicht hat (Bild 3). Solange die Drehzahl stärker ansteigt, als das Drehmoment abfällt, solange steigt die Leistung noch weiter an. Aus diesem Grund wird die maximale Leistung über der Drehzahl immer später erreicht als das maximale Drehmoment.
Da nach dem maximalen Drehmoment die Leistung immer noch weiter steigen kann, kann mit einem Auto in diesem Betriebsbereich
Vom Kolbenmotor
8.
auch noch weiter beschleunigt werden. In der Motorentechnik ist die Drehzahlspanne zwischen maximalem Drehmoment und maximaler Leistung als der elastische Bereich bekannt. In diesem Bereich kann sehr gut gefahren werden. In der Nähe des maximalen Drehmoments liegt auch der beste Wirkungsgrad des Motors, also wird das Fahren zudem wirtschaftlich. Im Bereich der maximalen Leistung ist die Drehzahl in der Regel sehr hoch und deshalb wird viel Treibstoff eingespritzt. Daher ist das Fahren immer noch sehr agil, aber ökonomisch bereits etwas problematisch. Wie lange mit dem Fahrzeug beschleunigt werden kann, hängt grundsätzlich von den Fahrwiderständen ab. Ist die Antriebsleistung viel grösser als die Fahrwiderstandsleistung, so beschleunigt das Fahrzeug rasant. Ist sie nur ein bisschen grösser, so wird auch nicht mehr gross beschleunigt. Je mehr sich ein Fahrzeug seiner Höchstgeschwindigkeit nähert, desto kleiner wird die Beschleunigung, da die Leistung kaum mehr grösser wird, die Fahrwiderstände jedoch schon.
Md und P im Elektromotor
Bei E-Maschinen gibt es für die Drehmomentabgabe natürlich auch einige Einflussgrössen, aber die Drehmomentabgabe ist dank des Drehstromes fast schwingungsfrei und permanent. Gemäss dem Strukturbild 9 sind permanent drei Pole im Einsatz. Da Rotor und Stator unterschiedlich viele Pole aufweisen, ergeben sich immer Überschneidungen und die Pole unterstützen sich in der Abgabe von Drehmoment. Weil die zugeführte Spannung sinusförmig passiert, nimmt die Magnetfeldstärke analog und stetig
Bild 9. Bei der elektrischen Drehstrommaschine kommt es darauf an, auf welche Ströme bzw. Magnetfeldgrössen die Maschine ausgelegt ist.
zu bzw. ab. Dadurch und weil in Wirklichkeit der Drehstrom nicht auf drei Spulen wirkt, sondern auf ein Vielfaches davon, ergibt sich eine sehr gleichmässige Drehmomentabgabe. Da der Drehstrom durch die Elektronik jedoch digital erzeugt wird, kann die Sinusform nicht ganz perfekt ausgestaltet sein, und aus diesem Grund können sich bei der Drehmomentabgabe leichte Schwingungen ergeben.
Interessant ist aber, dass das Drehmomentmaximum bereits beim Anfahren, also bei Motorstillstand anliegt (Bild 10). Deshalb erübrigt sich bei E-Fahrzeugen eine Anfahrkupplung. Das elektrische Magnetfeld hängt vom fliessenden Strom ab, und die Kabel der Wicklungen weisen einen grossen Querschnitt und dementsprechend wenig Widerstand auf. Damit wird bereits bei einer mässigen Spannung ein grosser Strom fliessen und einen hohen magnetischen Fluss und eben ein hohes Drehmoment hervorrufen. Dies reicht aus, um einen Start mit hoher Beschleunigung hinzulegen.
Steigt die Drehzahl, steigt auch die Selbstinduktions- oder die Gegenspannung im E-Motor. Um diese zu überbrücken und immer eine genügend hohe Spannung anliegen zu haben, welche den Strom für das maximale Drehmoment erzeugt, muss die Leistungselektronik die anliegende Spannung stetig erhöhen. Solange das gelingt, ist das Drehmoment konstant; und da die Drehzahl steigt, nimmt auch die Leistung zu (Bild 10). Der Diagrammbereich mit dem konstanten Drehmoment wird Grunddrehzahlbereich genannt. Kann die Spannung nicht weiter erhöht werden, nimmt mit der Drehzahl auch die Gegenspannung weiter zu. Von nun an werden Nutzspannung, Nutzstrom und damit auch das Drehmoment kleiner. Das Drehmoment nimmt gegenproportional zur Drehzahl ab. Deshalb verändert sich die Leistung in diesem Bereich nicht (oder kaum). Man spricht
Bild 10. Der Leistungsverlauf in diesem Diagramm lässt erwarten, dass die Fahrwiderstandskurve die Leistungskurve erst bei hohen Drehzahlen oder bei einer hohen Fahrgeschwindigkeit schneiden wird.
im Diagramm vom Feldschwächebereich, weil das magnetische Feld durch die Gegeninduktion schwächer wird. Auf diese Weise ergibt sich ein für den Fahrzeugantrieb sehr praktischer Drehmoment- und Leistungsverlauf. Da die Fahrwiderstände das Leistungsangebot des Motors erst später im Feldschwächebereich erreichen werden, kann vorläufig noch weiter beschleunigt werden. Die Beschleunigung wird aber kleiner, d. h., die Drehzahl nimmt langsamer zu, weil der Leistungsüberschuss immer kleiner wird.
FRAGEN
1. Wann wurde die Einheit PS vom Schweizer Parlament abgesetzt?
2. Welche mechanischen Grössen müssen erhöht werden, damit ein Auto schneller fahren kann?
3. Wie heisst im Leistungsdiagramm der Drehstrommaschine der Bereich der konstanten Leistung?
LÖSUNG ZUR AUSGABE 12/2025
1. Grunddrehzahlbereich (Bereich mit konstantem Drehmoment), Feldschwächebereich (Bereich mit sinkendem Drehmoment, aber – theoretisch – konstanter Leistung).
2. Serieller Modus: ICE treibt EM2 = Generator, EM1 Fahrzeugantrieb. Paralleler Modus: ICE treibt, EM2 treibt ebenfalls an. EM1 kann antreiben oder generatorisch wirken.
3. Wenn der verbrennungsmotorische Antrieb von einem überlagerten E-Antrieb unterstützt wird (paralleler Modus).
4. Bild 7 Mitte: C0, und die Kupplungen A und C sind geschaltet. Gemäss der Tabelle entspricht dies der Schaltstufe S3.
Bild
Im Verbrennungsmotor hängt die Höhe des Drehmoments vor allem von den Zylinderabmessungen, dem Ladedruck und der Drehzahl ab.
Vorausschauend und leise
ZF kombiniert mit seiner Strategie für das sogenannte Chassis 2.0 Aktuatoren wie etwa die Steer- oder Brake-by-Wire-Technologie mit Software und künstlicher Intelligenz. Mit AI Road Sense und Active Noise Reduction hat das Unternehmen zwei weitere entsprechende Softwarelösungen auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Text:
Die KI-basierte Softwarelösung AI Road Sense nutzt die Informationen von Sensoren, um das Fahrwerk in Echtzeit an wechselnde Strassenund Oberflächenbedingungen anzupassen. Dazu verarbeitet die ZF-Software «cubiX» die ermittelten Sensordaten, um die Steuerung intelligenter Aktuatoren wie zum Beispiel das semiaktive Dämpfungssystem Continuous Damping Control (CDC) oder das vollaktive Dämpfungssystem «sMOTION» zu koordinieren. «sMOTION» etwa vermag innerhalb von einer Millisekunde auf die Impulse zu reagieren und passt die Dämpfer entsprechend an. Das System ist skalierbar und in drei Ausbaustufen verfügbar. Bereits in der Standard-Konfiguration erkennt AI Road Sense mithilfe von CAN-Bus-Signalen den aktuellen Strassentyp. In der Advanced-Version kommen Kameradaten hinzu, die eine vorausschauende
Oberflächenerkennung und prädiktive Analysen ermöglichen. In der Premium-Konfiguration kommt zusätzlich Lidar-Technologie zum Einsatz, die das Strassenprofil bis zu 25 m voraus mit einer Genauigkeit von 2 cm erfasst und ein detailliertes 3D-Geländeprofil für präzise Fahrwerkanpassungen erstellt.
Eine weitere Möglichkeit ist die intelligente Verknüpfung von Sensor- und Fahrwerksdaten: Eine Kamera alleine beispielsweise erkennt Schnee nur als einheitliche Fläche. Werden die Kameradaten aber mit Fahrwerkssignalen wie Reifenschlupf und Drehmomentanstieg kombiniert, kann AI Road Sense zwischen tiefem und flachem Schnee unterscheiden und das Fahrwerk optimal auf die jeweilige Situation einstellen. Das System kann zudem den Fahrer «kennenlernen». Dazu werden Gas-, Bremsund Lenkeingaben in Echtzeit mit fahrzeug-
internen Faktoren wie etwa, ob Kinder mit im Auto sitzen, und externen Faktoren – zum Beispiel Aussentemperatur – analysiert. Auf dieser Datenbasis kann die KI Fahrstil und Präferenzen des Fahrers vorhersagen und ermöglicht über das Fahrwerk und das Antriebssystem ein personalisiertes und adaptives Fahrerlebnis.
Active Noise Reduction im Fahrwerk
Wenn die Luftsäule im Reifen in Schwingung gerät, entsteht das sogenannte Cavity Noise. Diese Geräusche werden über Fahrwerkbauteile wie Querlenker und Dämpfer direkt ins Fahrzeuginnere übertragen. ZFs ActiveNoise-Reduction-Funktion soll, wie der Name schon sagt, diese Geräusche aktiv reduzieren. Dazu kommt als Basis die neue Generation des Smart-Chassis-Sensors mit integriertem Beschleunigungssensor zum Einsatz, der die Schwingungen misst, die vom Reifen über das Fahrwerk ins Fahrzeug gelangen. In einer Steuereinheit werden die Daten analysiert, wobei ein eigens entwickelter Algorithmus die charakteristischen Geräuschmuster des Cavity Noise (typischerweise bei ungefähr 200 Hz) erkennt und ein phaseninvertiertes Gegensignal erzeugt. Der Clou: Das Gegensignal wird nicht etwa – wie bei gängigen Lösungen zur aktiven Geräuschminderung – über Lautsprecher ausgegeben. Vielmehr wird es durch die ZF-Software «cubiX» über die Ventile der semiaktiven CDC-Dämpfer eingespielt, wobei die Funktion Mikrobewegungen des Dämpfers nutzt, um das Störgeräusch gezielt zu reduzieren. Selbstverständlich geschieht dies, ohne dabei die eigentliche Dämpferfunktion zu beeinträchtigen.
Da die Umsetzung der Geräuschreduktion rein softwarebasiert durch eine intelligente Ansteuerung der CDC-Dämpfer erfolgt, entsteht kein zusätzlicher Installationsaufwand oder Bauraumbedarf. Bereits in der aktuellen Version würden gemäss ZF Pegelreduktionen von mehr als 3 dB erreicht, während langfristig gesehen bis zu 10 dB möglich seien. Der Serienstart für Active Noise Reduction, das softwareseitig auf verschiedene Fahrzeugtypen und Kundenanforderungen angepasst werden kann, ist für 2028 geplant. Interessant ist ZFs Aussage, dass die Softwarefunktion in Zukunft auch bei weiteren Aktuatoren zum Einsatz kommen könnte. Als Beispiele werden die aktive Reduzierung von Bremsenquietschen oder die Verwendung in Kombination mit dem vollaktiven Dämpfungssystem «sMOTION» genannt.
Stefan Gfeller | Bilder: ZF
ZFs AI Road Sense erkennt Strassenzustände, antizipiert das Fahrverhalten und passt das Fahrwerk entsprechend an.
Das phaseninvertierte Gegensignal zum Störgeräusch wird über die Ventile der semiaktiven Dämpfer von ZF eingespielt.
Punch vom elektrisch angetriebenen Verdichter
Audi erweitert das Motorenprogramm des Q5 und A6 um einen Dreiliter-V6-Diesel. Dabei kommt die MHEV-plus-Technologie mit Triebstranggenerator und Riemenstartergenerator erstmals in Kombination mit einem elektrisch angetriebenen Verdichter zum Einsatz. Text: Stefan Gfeller | Bilder: Audi
Mit der MHEV-plus-Technologie, die in der AUTO&Technik-Ausgabe 3/2025 beschrieben wurde, bietet Audi eine Teilelektrifizierung, die einerseits Performance und Fahrerlebnis steigert und andererseits die CO2-Emissionen sowie den Treibstoffverbrauch verringert. Die Basis dafür bilden der Triebstranggenerator, der Riemenstartergenerator und die LithiumEisenphosphat-Batterie. Im weiterentwickelten Dreiliter-V6-TDI wird das System nun erstmals um einen elektrisch angetriebenen Verdichter (EAV) erweitert. Wie in anderen Audi-Modellen mit EAV auch, kommt dieser nicht etwa anstelle eines Turboladers zum Einsatz. Vielmehr dient er der Unterstützung des herkömmlichen VTG-Abgasturboladers in einem zweistufigen Aufladekonzept und ist ein integraler Bestandteil der Motorsteuerung in einer neu entwickelten Brennverfahrensstrategie. In Kombination mit der MHEV-plus-Elektrifizierung soll der V6 TDI EA897evo4 mit 220 kW/299 PS und
580 Nm Drehmoment kraftvolle Leistungsentfaltung in jeder Fahrsituation bieten – beim Anfahren, beim Beschleunigen am Ortsausgang, beim Überholvorgang oder auf der Autobahn.
Spontaner beim Anfahren, sparsamer im Verbrauch
Der elektrisch angetriebene Verdichter überwindet das Turboloch bei niedriger Drehzahl und ermöglicht es, dabei mit hohem Drehmoment zu fahren. Das führt zu einem geringeren Treibstoffverbrauch im Vergleich zur bisherigen Motorengeneration. Zusätzlich wurde die Spontanität beim Anfahren erheblich verbessert, so legt das Fahrzeug in den ersten 2.5 s gut eine Wagenlänge mehr zurück. Während der Riemenstartergenerator den Zustart regelt und den Motor beim Drehzahlhochlauf unterstützt,
Die permanenterregte Synchronmaschine des elektrisch angetriebenen Verdichters wird vom 48-V-Bordnetz mit Spannung versorgt.
stellen der Triebstranggenerator und der EAV das Drehmoment zur Beschleunigung. Hierbei verstärkt der elektrisch angetriebene Verdichter den Ladedruckaufbau im Motor. Gleichzeitig überträgt der Triebstranggenerator den ersten direkten Drehmomentimpuls auf die Räder.
Eingebaut ist der EAV, der über das 48-VBordsystem gespeist wird, in der Ansaugluftstrecke nach dem konventionellen Turbolader und dem Ladeluftkühler. Wenn die Lastanforderung durch das Gaspedal hoch und zugleich das Energieangebot auf der Turbinenseite niedrig ist, wird die Ansaugluft über einen Bypass zum elektrisch angetriebenen Verdichter gelenkt. Dort wird die vom Abgasturbolader verdichtete Ansaugluft weiter komprimiert und gelangt in den Brennraum.
Rascher Ladedruckaufbau ohne Turboloch Im Vergleich zu früheren Modellen mit EAV wie dem S4, dem S6 und dem SQ5 sei die aktuelle Generation deutlich performanter – dank grösserem Betriebsbereich und schnellerem Ladedruckaufbau. Die Basis dafür legen der permanenterregte E-Motor und eine optimierte Strömungsführung. Während der Verdichter bisher nur in einem kleinen Betriebsbereich wirkte, arbeitet die neue Generation jetzt flächig über das gesamte Drehzahlband. Und durch die Interaktion von elektrisch angetriebenem Verdichter und Triebstranggenerator baut sich der maximale Ladedruck von 3.6 bar fast eine Sekunde schneller auf und sorgt so für das spürbar gesteigerte und turbolochfreie Anfahrerlebnis, das beinahe dem eines elektrischen Antriebs mit ähnlicher Leistung entspreche. Beim Beschleunigen dreht das Verdichterrad innerhalb von 250 ms auf 90’000/min hoch, was einer Drehzahlsteigerung um fast 40 % entspricht.
Ladeluftführung im V6-TDI-Motor: Die vom EAV weiter verdichtete Luft wird nicht zusätzlich gekühlt.
Neuer Herstellungsprozess für Leichtmetallräder
Leichter und fester durch Turbu-Druck-Giessen
Weniger Rohmaterial- und Energiebedarf bei der Aluradherstellung verspricht ein neues, Turbu-Druck-Giessen genanntes Verfahren, das leichtere und gleichzeitig sogar stabilere Felgen ermöglicht. Bilder: Entec-Stracon GmbH
Mit seiner Firma Entec-Stracon GmbH hat Ralf Bux einen neuen Herstellungsprozess für PW-Aluminiumräder entwickelt. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Verfahren hat dem Gründer des mittelständischen Unternehmens im letzten März den Deutschen Innovationspreis 2025 eingebracht und wird Turbu-Druck-Giessen (Turbulenzarmes-druckbeaufschlagtes-Giessen) genannt. «Die Leichtmetallräder sind deutlich leichter, stabiler und fester als bisher, dadurch können Räder flexibel und individuell gestaltet werden», erklärt Erfinder Bux einen der Vorteile des Verfahrens gegenüber dem herkömmlichen Niederdruckgiessen. Beachtlicher sind jedoch die Umweltentlastungen, so reduziere sich der Energieverbrauch um die Hälfte. Der Ingenieur: «Mit unserer Herstellung benötigen wir pro Rad 57 kWh statt wie üblich 114.» Pro Jahr können mit nur einer Giessmaschine mehr als 150’000 Räder hergestellt werden. «Die Einsparung beträgt damit pro Jahr rund neun Gigawattstunden Strom», so Bux; das entspreche einem Energiebedarf von mehr als 2200 Vier-Personen-Haushalten.
100 Prozent Recyclingmaterial möglich Ralf Bux, der über 25 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Radentwicklung verfügt und mit dieser neuen Idee nicht weniger als den Herstellungsprozess in eine neue Ära führen will, erklärt das Turbu-Druck-Giessen: «Die Aluminiumlegierung schiesst innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde unter hohem Druck seitwärts in die Form. Das Material hat aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der extrem niedrigen Werkzeugtemperatur nach der Erstarrung deutlich kleinere Korngrössen und deshalb eine höhere Festigkeit und Dehnung.» Beim herkömmlichen Niederdruckgiessen fliesst die geschmolzene
Die Aluräder von Entec-Stracon sind leichter und stabiler als herkömmliche, individuell im Design und bestehen aus 100 Prozent Recyclingmaterial. Durch die prozessbegleitende Qualitätskontrolle mittels Hunderter Sensoren entsteht kein Ausschuss.
Aluminiumlegierung von der Mitte aus in die Form und verteilt sich mithilfe der Schwerkraft. Nach dem Abkühlen folgt ein Zerspanungsprozess, das heisst überschüssiges Material wird abgetrennt und es fallen Späne an –minderwertiges Sekundärmaterial. Bux, der zuvor zehn Jahre als Entwicklungsingenieur bei Mercedes gearbeitet hat: «Beim TurbuDruck-Giessen sind durch das konturnahe Giessen dünnwandige Querschnitte möglich bei minimalem Nachbearbeitungsaufwand.» Eine aufwendige mechanische Bearbeitung wie bei herkömmlichen Rädern entfalle dadurch. Sekundärmaterial entsteht laut Bux allenfalls durch Anguss und Überläufe, doch das sei höherwertig, weshalb es beim nächsten Guss wieder eingesetzt werden könne. Der Prozess kann nach seinen Worten mit 100 Prozent Recyclingmaterial umgesetzt werden, was mit Blick auf Ressourceneffizienz einen deutlichen Mehrwert bietet.
Optimierte Qualitätskontrolle und Echtzeitüberwachung
Aber auch die Qualitätskontrolle wurde anders gestaltet und optimiert: Vor dem Guss und nach dem Erkalten wird die Metalllegierung genau gewogen, eine Sensorik prüft das Rad nach dem Abschrecken auf Porosität. «Durch Hunderte Sensoren werden alle prozessrelevanten Parameter in allen Bereichen in Echtzeit erfasst und zentral dokumentiert», so Ralf Bux. Neben diesen Tausenden Parametern wird das neue Verfahren permanent überwacht und gesteuert – anders als beim
Niederdruckguss. Wenn sich die Qualität während des Prozesses verschlechtert, kann gezielt gegengesteuert werden, so dass kein Ausschuss entsteht.
Bei allen durchgeführten Giessversuchen wurden Leichtmetallräder in unterschiedlichen Ausführungen erzeugt und auf den Prüfständen im direkten Vergleich zum Strasseneinsatz getestet. Nun sollen bereits heuer erste mittels Turbu-Druck-Giessen hergestellte Räder bei Automobilherstellern wie BMW und Mercedes-Benz in Serie gehen. (sag)
Ausgezeichnet: Entec-Stracon-Geschäftsführer Ralf Bux (r.) bei der Ehrung mit dem Deutschen Innovationspreis 2025 und der Gratulation von Mike Seidel, Projektleiter Radentwicklung der BMW Group.
Das Turbu-Druck-Giessen ist zudem blitzschnell: Für den Guss eines PW-Leichtmetallrads werden lediglich 0.05 s benötigt.
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A&W präsentiert die Sommerreifen-Highlights 2026 und gibt Tipps für gute Geschäfte mit den Pneus.
WIRTSCHAFT
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Wir zeigen neue Waschanlagen und SBWaschplätze und geben einen Überblick zu Produkten für die Fahrzeugreinigung.
Zu den weiteren Themen der März-Ausgabe zählt neben Klimaanlagen und Klimaservice – mit neuen Geräten für eine einträgliche Klimaanlagenwartung – auch die stark nachgefragte Felgenreparatur.
AUTO-EVENTS 2026
FACHWISSEN
Besondere Wege
Anlässlich der ETH-Tagungsreihe «Aspekte der individuellen Mobilität», welche seit Jahren in loser Folge in Zürich durchgeführt wird und eben wieder stattgefunden hat, beachteten wir vor allem den Vortrag «Besondere Wege in der Antriebstechnik». Es ist spannend, in welche Richtungen die Tüftler, Erfinder und Ingenieure diese Technik in den vergangenen Jahrzehnten entwickeln wollten. Manche Entwicklungen wie beispielsweise die Schwungradtechnik waren ursprünglich nicht von Erfolg gekrönt, aber wenn sie in Verbindung mit der E-Mobilität angeschaut werden, könnten sie durchaus eingesetzt werden.
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Autotechnik Days
SCHWERPUNKT
Lackieranlagen und Lacktrends 2026 In der ersten Ausgabe des neuen Jahres setzt AUTO&Carrosserie den Schwerpunkt auf Lackieranlagen und Lacktrends. So stellen wir einerseits die neusten Lackierkabinen und Multiarbeitsplätze sowie innovative Technologien bei der Lackaufbringung vor. Besonders im Fokus der Hersteller – aber natürlich auch der Carrosserielackierer – stehen dabei eine schnellere Trocknung und weniger Energieaufwand. Andererseits werden wir die neusten Entwicklungen bei den Lacken aufspüren. Dazu gehört beispielsweise, dass die Produkte laufend verbessert werden und noch schneller zu applizieren sind.
Die Autotechnik Days der Hostettler Autotechnik AG finden vom 5. bis 7. März 2026 in Luzern statt und bieten Garagisten und Fachleuten des freien Aftermarkets über 70 Lieferanten, praxisnahe Workshops zu ADAS-Kalibrierung, Getriebetechnik oder E-Mobilität, Breakout-Sessions sowie ein Rahmenprogramm mit Experten, Talks und Networking-Gelegenheiten.
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