Ausgabe 36 | 8. September 2022
Erste Fahrt im 687-PS-E-Boliden Schweiz
Mercedes-AMG nimmt sich des EQE an und verhilft der rein elektrischen Limousine als EQE 53 4matic+ und EQE 43 4matic zu eindrucksvollen Fahrleistungen.
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IE ZEITEN, IN denen man AMGKracher an ihren extremen Kotflügeln, fetten Schürzen und brachialen Endrohren erkannte, scheinen sich dem Ende zuzuneigen. So hat die sportliche Tochtermarke die fliessenden Linien der «Mittelklasselimousine» übernommen und nur marginal angepasst. Abgesehen vom Panamericana-Kühlergrill, den optionalen 21-Zöllern und der kleinen Spoilerlippe am Heckdeckel unterscheiden sich die AMG-Modelle optisch kaum von den nicht ganz so sportlichen EQE-Topversionen. Im Innenraum unseres Testwagens thront der optionale MBUX-Hyper screen. Schafft man es, sich aus dem Bann der drei Bildschirme zu befreien, warten wohlgeformte Sportsitze, viel Karbon-Dekor und ein neues AMG-Lenkrad auf.
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Über 500 Kilometer Reichweite
Die Elektrifizierung von Mercedes-Benz hallt bis nach Affalterbach nach. Mit dem EQE 43 und dem EQE 53 verlassen die nächsten Stromer die Tuning schmiede.
Unter dem Blechkleid überzeugt das aus AMG-Hand gefertigte Fahrwerk. Der 53 4matic+ verfügt über 628 PS, das «kleinere» 43er Modell über 476 PS. Bei den für AMG-Performance neu abgestimmten Batterien unterscheidet sich die Leistung nicht. Beide Modelle rollen mit 90,6 kWh Energiespeicher vom Band. Während die Energieabgabe in den sportlichen Fahrmodi auf maximale Leistung getrimmt ist, sollen im Comfort-Mode laut WLTP Reichweiten von 534 Kilometern (beim 43er) und 526 Kilometern (beim 53er) möglich sein.
Plus-Pakets kurzzeitig über bis zu 687 PS und 1000 Nm. So beschleunigt er gleich schnell wie ein Ferrari 458 Italia vom Stand auf Tempo 100 – nämlich in 3,3 Sekunden. Dafür, dass der Sprintmeister auch in den Serpentinen nicht viel an Geschwindigkeit einbüssen muss, sorgt die Kombination aus Karbon-Keramikbremsen, tiefem Schwerpunkt, optimiertem Luftfahrwerk und Hinterachslenkung. Gegen die Performance des EQE 53 4matic+ kommt wohl keine Verbrenner-Limousinen an. Den 43 4matic gibt's ab 121'300Franken, der 53 4matic+ kostet mit einem Basispreis von 127'400 etwas mehr. (fs)
In 3,3 Sekunden von 0 auf 100 Für unsere erste Testfahrt wählen wir die neue – extra geschärfte – Speerspitze aus der Modellreihe. Unser 53 4matic+ verfügt dank des Dynamic-
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