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GZD_20260724_AZ_Ratgeber Mobilitaet Emil Frey

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Sorgfältig beharrlich sein und gelassen bleiben

Für Lehrstellensuchende und deren Eltern sind die nächsten Wochen wegweisend.

Wenn sich ab August die Ausbildungsbetriebe intensiv der Lehrstellenvergabe widmen, beginnt für Jugendliche eine wegweisende Phase. Im Autocenter Safenwil machen sich die Verantwortlichen gefasst auf rund 200 eintreffende Bewerbungsdossiers von Jugendlichen, die sich für eines der zwölf Berufsfelder interessieren. Wer die Tipps von Melanie Achini, Leiterin Personal, und Moritz Spychiger, Berufsbildner Automobiltechnikberufe, beherzigt, erhöht seine Chancen auf eine der begehrten Lehrstellen.

8 Hacks für Suchende

1. Vielseitig schnuppern: Blicke über den Tellerrand hinaus und lerne auch Berufe kennen, die nicht zuoberst auf deiner Wunschliste stehen.

2. Zeige dein Potenzial: Interessiere dich für sämtliche Tätigkeiten, die ein Beruf mit sich bringt. Die Berufsbildner/-innen, Fachleute und Lernende, die dich in einer Schnupperlehre begleiten, wollen deine Neugier und deinen Tatendrang vom ersten Moment weg erkennen und spüren. Ihre gesammelten Eindrücke fliessen in das Auswahlverfahren ein.

3. Wunschliste erstellen: Ordne deine Erfahrungen aus den Schnupperlehren und überlege dir, welche Berufe für dich geeignet sein könnten. Wichtig: Ein Beruf muss Spass machen –schon in der Schnupperlehre.

3 Kniffe für Eltern

1. Aktiv begleiten: Eltern sollten sich mit ihrem Kind auf die Suche nach dessen Vorlieben machen und gemeinsam überlegen, wo die Stärken und Schwächen liegen. Unterstützung ist hier besonders wertvoll, weil Eltern ihr Kind am besten kennen. Ein früherer, längst ver-

4. Das persönliche Profil finden: Bringe deine Wünsche mit deinen schulischen Fähigkeiten in Einklang. Der Entscheid für eine drei- statt eine vierjährige Lehre ist keine Niederlage, sondern verschafft dir möglicherweise genau den Raum, den du für die persönliche Entwicklung benötigst.

5. Sorgfältig bewerben: Halte dein Dossier stets vollständig, achte auf die Genauigkeit beim Formulieren von Adressen, Namen und Berufsbezeichnungen, vermeide peinliche Copy-PasteFehler und lasse die Texte von jemandem gegenlesen. Wenn alles passt: Unterlagen als PDF schicken, inklusive Multicheck, Eignungstest etc., wenn verlangt.

6. KI richtig einsetzen: Formuliere unbedingt mit eigenen Worten und nutze Copilot & Co., um die Stolpersteine der Grammatik und Rechtschreibung zu umgehen. Texte sollen dir und deinen sprachlichen Fähigkeiten ent -

sprechen, niemand freut sich über von A bis Z durchgestylte KI-Texte.

7. Vorbereitet zum Kennenlernen: Beschäftige dich im Vorfeld eines Bewerbungsgesprächs ausreichend mit der Firma, die dich empfängt. Es macht einen guten Eindruck, wenn du zum Beispiel Bescheid weisst, in welcher Branche sie arbeitet oder wie viele Mitarbeitende sie beschäftigt und du erklären kannst, was dich an der Firma reizt.

8. Erreichbar und reaktionsschnell sein: Nimm Anrufe auf deinem Smartphone entgegen und stelle sicher, dass du über eine aktive E-Mail-Adresse verfügst und das Postfach nicht überfüllt ist. Beantworte eingehende E-Mails so rasch als möglich. Mal einen Telefonanruf verpasst? Kein Problem, solange du umgehend zurückrufst. Eine schnelle Reaktionszeit zeigt, dass es dir ernst ist mit der Bewerbung.

Diagnose Kantonsbester: Melanie Achini, Leiterin Personal im Autocenter Safenwil, und Moritz Spychiger, Berufsbildner Automobiltechnik, freuen sich mit Nico Meier über dessen grandiosen Lehrabschluss.

«Nach dem ersten Jahr fiel mir alles leichter»

gessen geglaubter Hang zum Basteln zum Beispiel kann ein Hinweis auf sein handwerkliches Talent sein und hilft, das persönliche Profil zu schärfen.

2. Cool bleiben: Die Pubertät ist bekanntlich für die Jugendlichen und die Eltern gleichermassen herausfordernd, entsprechend gross ist während der Lehrstellensuche das Konfliktpotenzial. Das beharrliche Coaching und die

Prise Gelassenheit gehen bei der elterlichen Unterstützung im Gleichschritt.

3. Einfach da sein: Jugendliche auf Lehrstellensuche setzen sich oft selbst unnötig unter Druck. Spüren sie in solchen Phasen das Verständnis der Eltern, ist schon viel gewonnen. Gemeinsam dranbleiben verspricht Erfolg, Zuversicht ausstrahlen ebenso.

«Die super Note zeigt mir, dass ich etwas erreichen kann, wenn ich wirklich dranbleibe. Im Vergleich zum ersten Jahr bin ich nicht viel gesprächiger, aber die Lehre gab mir schon viel Selbstvertrauen. Mein Interesse an der Autotechnik, mein Wissensdurst und die Fähigkeit, für Themen Begeisterung zu entwickeln, trugen mich durch die vier Jahre. Den Anfang empfand ich als sehr herausfordernd, weil ich mich erst an den Aufwand und die Art der Prüfungen gewöhnen musste. Danach fiel mir alles leichter. Einen Schub verlieh mir der um eine halbe Note gesteigerte Durchschnitt im dritten Lehrjahr, der mich zusätzlich zum Lernen motivierte. Der Beruf des Automobil-Mechatronikers ist sehr vielfältig, man erhält Einblick in viele Bereiche, lernt, was arbeiten heisst. Ursprünglich hatte ich mit Autos ja nichts am Hut, mein Plan war, die Matur zu machen und gleich danach zu studieren. Als ich merkte, dass die Kanti doch nichts war für mich, ich ein Töffli erhielt und mich mein Onkel dazu ermunterte, einen Blick in die Autobranche zu werfen, zog ich

eine Berufslehre in Betracht. Mein Onkel hatte seine Lehre ebenfalls bei Emil Frey Autocenter in Safenwil gemacht und als Kantonsbester abgeschlossen. Ein Highlight war das Projekt «Toyota GT86», in das sämtliche Lernende aller Lehrberufe des Autocenters involviert waren. Wir unterzogen das Auto innen und aussen einer Komplettsanierung und übergaben es dem Patron Walter Frey an der Jahresschlussfeier als Geschenk. Als Dank lud Lorenz Frey-Hilti uns zu einem Rennen der DTM auf den Hockenheimring inklusive Abendessen und Übernachtung ein. Wir lernten das Team von Emil Frey Racing kennen, durften in die Box. Als nächste Schritte absolviere ich die Berufsmatur und anschliessend das Militär. Und weil mich Dinge wie die Diagnose interessieren, kann ich mir vorstellen, ein Studium in Elektrotechnik zu beginnen.» Aufgezeichnet: phil

Nico Meier schloss die Lehre als AutomobilMechatroniker mit der Note 5,6 als Bester des Kantons Aargau ab.

Hier bewerben

Via Lehrstellenplattform yousty.ch. Im Suchfeld «Emil Frey Safenwil» eingeben und das aktuelle Lehrstellenangebot entdecken. Informationen zu den Ausbildungsberufen im Autocenter Safenwil sind auf emilfrey.ch/safenwil zu finden.

Bild: Philipp Kissling

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