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Ruth Cortinas

BLUMEN REGEN UND

BLÄTTER TANZ Filigran und verspielt Schmuck, Raumobjekte und Papierkunst mit Naturmaterialien


Ruth Cortinas

BLUMEN REGEN UND

BLÄTTER TANZ Filigran und verspielt Schmuck, Raumobjekte und Papierkunst mit Naturmaterialien


Inhalt

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EINLEITUNG

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Sammeln

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Pressen und Trocknen Blumenpresse

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Aufbewahren und Archivieren Falttaschenbuch

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Verg채nglichkeit und Farbver채nderungen

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KLEINES HERBARIUM

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Mohnblume Hortensie Bougainvillea Winde Rose Jungfer im Gr체nen Farn Laub Angeknabbertes Fr체chte, Samen und weiteres Trockenmaterial

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42 45

Werkzeug und Material Vergolden


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PROJEKTE

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Klammergirlande Blumengirlanden Blättertanz (Mobile) Tanzende Schmetterlinge (Mobile) Hängegirlanden Galerie auf Etagen (Wandregal) Kleine Tischausstellung Blumenregen (Vorhang) Phiolen Glasrahmen Leporello Leporello-Herbarium Sichttaschen-Herbarium Buchzeichen Blumenpost (Karten) Karten mit Prägung Cyanotypie Cyanotypie-Karten Cyanotypie-Seidenschal Schmuckvariationen aus Mohnkapseln Halskette aus Fundstücken Schmuck aus Lindensamen Armband aus Eicheln Schmuck-Anhänger Blumen-Tattoos Mäppchen Bade-Teebeutel

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Bezugsquellen Über die Autorin Dank Register


VERGÄNGLICHKEIT UND FA R B V E R Ä N D E R U N G E N

Blumen und Blätter halten natürlich auch getrocknet nicht ewig. Die Vergänglichkeit liegt in der Natur der Dinge und ist auch Teil ihrer Schönheit. Durch den Flüssigkeitsverlust führt bereits der Trocknungsprozess bei Blumen und Blättern immer zu einer Farbveränderung. Während bei dieser ersten Farbveränderung die Farben meist eine Nuance dunkler werden oder sich gar in einen komplett anderen Farbton verwandeln, führt die spätere Farbveränderung durch die Einwirkung von Licht und Zeit zu einem allmählichen Verblassen. Dieser Prozess erfolgt bei manchen Pflanzen schneller als bei anderen. Man spricht dabei von der sogenannten Lichtechtheit. Generell halten sich dunkle Violett- und Blautöne länger als helle Farben wie etwa Blattgrün oder Gelb. Sie können den Prozess des Verblassens hinauszögern, indem Sie die Objekte vom Sonnenlicht möglichst fernhalten. So bleibt beispielsweise in einem Herbarium die Farbe eines Blütenblatts viel länger erhalten als an einem im Wohnzimmer aufgehängten Mobile. Aber auch ein verblasstes Blütenblatt kann schön sein! Und wenn Sie irgendwann doch der Meinung sind, dass die Blumen unansehnlich geworden sind, ist es Zeit, etwas Neues entstehen zu lassen. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der Farben und ihrer Veränderungen. 20

EINLEITUNG

Weiß Weiße Blüten können sich durch den Trocknungsprozess ins Bräunliche wandeln; häufig nimmt ein Teil der Blüten die Farbe von Zwiebelschalen an. Ganz zarte Blüten werden manchmal auch elfenbeinweiß und erhalten eine leichte Transparenz. Sehr schön trocknen zum Beispiel weiße Hortensien, Stiefmütterchen, Phlox oder Bärlauch. Schleierkraut, weiße Spiersträucher und Erdbeerblüten ergeben bezaubernde kleinste Blüten in Weiß.

Grün Bei grünlichen Blüten kann das Grün mit der Zeit verblassen und ins Weiße oder Bräunliche übergehen. Hellgrüne Blätter verblassen häufig mit der Zeit zu gelblichweiß. Dunkelgrüne Blätter behalten länger ihre satte Farbe; sie dunkeln tendenziell eher nach und gehen schließlich in ein Grün mit leichtem Graustich über. Grüne Blätter, die schön trocknen, finden Sie in der Natur im Überfluss. Wunderschön werden zum Beispiel viele Kleesorten. Auch ein Blick in den Kräutertopf und das Gemüsebeet kann sich lohnen: Petersilie, junge Blätter von Schnittsalaten oder Kohl, Pfefferminze und Eisenkraut liefern ebenfalls tolle Ergebnisse; Letztere beschen-


ken uns zudem mit feinem Duft. Bei den Blumen liefern etwa Muschelblumen und Hortensien schönste Grüntöne.

Gelb und Orange Gelb ist bei Blüten eine heikle Farbe, sie behält nur selten ihre Leuchtkraft und Intensität. Sehr oft werden gelbe Blüten unschön braun. Orange hält sich etwas besser, vor allem bei satten Farben. Gute Erfahrungen habe ich beispielsweise mit Mädchenauge, Ringelblume, Butterblume, Ranunkelstrauch und Tagetes gemacht. Auch Krokus wird wunderschön. Keine zufriedenstellenden Ergebnisse habe ich bisher mit Sonnenblumen und Chrysanthemen erzielen können. Narzissen verwandeln sich meist in ein Zwiebelbraun oder Braunweiß, das mir allerdings sehr gut gefällt, denn zusammen mit den feinen Adern, die hervorgehoben werden, erscheinen sie sehr filigran und zart.

Rot Blumen und Blätter in Rottönen werden nach dem Trocknen immer einige Nuancen dunkler. Ein leuchtendes, knalliges Rot erhält man am ehesten von feuerrotem Laub, wie beispielsweise dem von einigen Ahornsorten oder von Weinreben. Bei den Blumen sind Sie mit Geranien, roten Rosen und Nelken gut beraten, um schöne und kräftige Töne von Fuchsia bis Bordeaux zu erzielen. Schön werden auch die leuchtend roten Blüten der Sternwinde 'Cardinalis'. Leuchtend rote Tulpen werden beim Trocknen leider alles andere als rot; stattdessen nehmen sie meist einen bräunlichen oder gelblichen Ton an. Dies gilt übrigens für die meisten Tulpenarten, gleich welcher Ursprungsfarbe, mit Ausnahme von sehr hellen oder weißen Tulpen, die schön weiß werden können. Trotz allem kann es sich lohnen, Tulpen zu pressen, denn die Ergebnisse verblüffen teilweise mit feinen Musterungen und kecken Flecken.

Rosa und Pink Kräftige Pinktöne bei Blumen erfreuen uns meist auch nach dem Trocknen mit satten Farben. Doch auch sie können sich im Laufe der Zeit entweder in ein blasses Lachsrosa verwandeln oder nachdunkeln. EINLEITUNG

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Zierlauch

Fuchsschwanzpalmen-Samen

Mohnkapseln 40

KLEINES HERBARIUM


Mondviole

Storchschnabel

Schwarznuss

Samen der Herbstanemone KLEINES HERBARIUM

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Klee

Ginkgo- und Rosenblätter mit Sprenkeln

Zaunwindenblätter 48

WERKZEUG UND MATERIAL


Partiell vergoldetete Blätter

Blätter der Sternwinde 'Cardinalis'

Vergoldetes Blattskelett WERKZEUG UND MATERIAL

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Blumenregen Für diesen Vorhang benötigen Sie vor allem zwei Dinge: Eine Menge gepresster Blumen und viel Zeit. Doch der Aufwand belohnt Sie mit einem funkelnden Blumenregen! Es sieht wunderschön aus, wenn das Licht auf die sanft schaukelnden Blumen fällt und die Goldpartikel glitzern. Grüntöne verlieren an der Sonne schneller Ihre Leuchtkraft als bunte oder weiße Blüten. Darum rate ich für dieses Projekt zu Blumen anstatt Blättern.

MATERIAL

Laminierer und dicke Laminierfolie viele gepresste Blumen

Als Erstes laminieren Sie die gepressten Blumen. Legen Sie sie dicht beieinander, aber jeweils mit einem kleinen Abstand zueinander zwischen die Laminierfolie.

einige Bögen Kompositionsgold Schere Goldfaden

Streuen Sie ein paar Fetzen Kompositionsgold darüber und ab in den Laminierer damit.

Nähmaschine runder Holzstab, ca. 1 m lang

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PROJEKTE

Schneiden Sie dann die einzelnen Elemente aus. Wenn einige Blumen übereinander geraten sind, ist das nicht weiter schlimm, sondern kann im Gegenteil sogar sehr charmant wirken. Schneiden Sie diese einfach zusammen als ein Stück aus.


PROJEKTE

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Leporello-Herbarium Kleben Sie Ihre schönsten gepressten Blumen und Blätter als kleine, feine Sammlung in ein Leporello. Besonders edel wird es, wenn Sie Kupferband verwenden.

MATERIAL

Leporello nach Anleitung auf Seite 82 gepresste Blumen und Blätter

Die Naturmaterialien kleben Sie mit dem Klebeband auf die Seiten des Leporellos. Damit feine Stiele oder längere, feine Blätter nicht umknicken, müssen Sie allenfalls an mehreren Stellen Klebeband einsetzen.

schmales Kupferband oder Washi-Tape

Wer mag, kann den Namen der Pflanze, Fundort und Datum mit Bleistift oder Tusche dazuschreiben. Vielleicht möchten Sie auch eine Sammlung Ihrer Fundstücke von einer bestimmten Wanderung oder einem Urlaub anlegen oder Ihren Gartenbestand dokumentieren.

Übrigens Sie könnten auch ein Leporello-Herbarium mit vergoldeten oder versilberten Blättern herstellen und zum Einfassen ein Papier mit Goldakzenten verwenden.

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PROJEKTE


PROJEKTE

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Mohnschmuck-Variation I 114

PROJEKTE


Halskette aus FundstĂźcken PROJEKTE

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