Kettmeir
Kellereistraße 4 | 39052 Kaltern Tel. 0471/963135 | visit@kettmeir.com www.kettmeir.com

Die Kellerei Kettmeir zählt seit mehr als einem Jahrhundert zu den prägenden Namen der Südtiroler Weinwelt. Eingebettet in die Weinberge von Kaltern steht das historische Kellereigebäude für Tradition und Qualität und ist eng verbunden mit dem Terroir des Überetschs. Mit der nun fertiggestellten Erweiterung des Standorts wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft gesetzt.
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Die neue Erweiterung fügt sich harmonisch in den historischen Bestand der Kellerei Kettmeir ein und verbindet zeitgenössische Architektur mit der gewachsenen Identität des Standorts.
Neben der Weinproduktion prägt vor allem die hochwertige Sektproduktion die Identität der Kellerei Kettmeir. Als einer der Pioniere der traditionellen Sekterzeugung in Südtirol hat das Haus Entwicklungen auf diesem Gebiet über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt. Mit den baulichen Erweiterungen wurden neue Flächen für Produktion, Lagerung und Logistik geschaffen, die den Betrieb funktional stärken und interne Abläufe optimieren. Gleichzeitig schafft das Projekt neue Möglichkeiten
für Verkostungen, Begegnungen und authentische Einblicke in die Welt von Kettmeir.
Im Mittelpunkt der Planung stand der respektvolle Umgang mit der bestehenden Bausubstanz. Ziel war es, die historische Kellerei als prägendes Element zu erhalten und die neue Architektur behutsam in das Ensemble einzufügen. Die architektonische Planung und Bauleitung wurden federführend von X-Plan und dem Architekten Daniel Pernstich betreut. Gemeinsam mit den Architekten Georg Fliri und Michael Nicolussi sowie

der Architektin Madeleine Leroy entstand ein Entwurf, der sich bewusst zurücknimmt und den Bestand stärkt. Die statische Planung lag bei Ingenieur Lorenzo Parisi, während Baumanagement und Sicherheitskoordinierung von Günther Dissertori übernommen wurden.
„Gute Architektur muss nicht im mer laut sein. Bei Kettmeir war es unser Ziel, eine Erweiterung zu schaffen, die sich respektvoll zurücknimmt und zugleich alle Anforderungen eines modernen






Neugestaltete Räumlichkeiten vereinen funktionale Lagerflächen mit einer hochwertigen Gestaltung und schaffen ein besonderes Ambiente für Besucher.
Geschwungene Bögen und natürliche Materialien schaffen eine ruhige Architektursprache.
Kellereibetriebs erfüllt. Dass dabei auch neue Räume für Begegnung, Genuss und Gastfreundschaft entstanden sind, ist ein besonderer Mehrwert des Projekts“, so Daniel Pernstich. Große Teile des neuen Bauvolumens wurden in den Hang integriert. Dadurch bleibt die Wirkung der historischen Kel-
lerei erhalten, während sich die neuen Bereiche zurückhaltend in das Gesamtbild einordnen. Die
Qualität des Projekts entsteht aus dem Zusammenspiel von Bestehendem, der umliegenden Landschaft und zeitgemäßer Architektur mit funktionalem Anspruch.
Weinkultur und Innovation
Die Erweiterung steht beispielhaft für eine Entwicklung, die viele gewachsene Wein- und Sektbetriebe prägt: Historische Identität und moderne Anforderungen müssen einander gerecht werden. Produk-
„Bei Kettmeir war es unser Ziel, eine Erweiterung zu schaffen, die sich respektvoll zurücknimmt und zugleich alle Anforderungen eines modernen Kellereibetriebs erfüllt.“
ARCHITEKT
DANIEL PERNSTICH

tion, Lagerung, Logistik, Energieeffizienz und Besucherqualität werden heute nicht mehr getrennt betrachtet, sondern als zusammenhängendes Gesamtkonzept geplant. Gerade bei einem Haus wie Kettmeir, dessen Geschichte eng mit Kaltern und der Südtiroler Wein- und Sektkultur verbunden ist, war dieser Anspruch besonders hoch. Die Kellerei wurde baulich, funktional und energetisch weiterentwickelt. Dieser Schritt unterstreicht die Bedeutung des Standorts und das Vertrauen in die Zukunft der Marke Kettmeir.
Funktionale Abläufe und nachhaltige Technik Neben der Gestaltung war die funktionale Weiterentwicklung des Kellereibetriebs ein zentrales Ziel. Durch die Erweiterung entstanden dringend benötigte Lagerflächen, die dem Wachstum des Betriebs und den hohen Qualitätsansprüchen der Kellerei gerecht werden. Die An- und Ablieferung wurde neu strukturiert, Verkehrswege wurden optimiert und Funktionsbereiche klarer voneinander getrennt. Dadurch entstand eine Infrastruktur, die interne Abläufe

erleichtert und die Kellerei langfristig stärkt. Auch ökologische Überlegungen spielten eine wichtige Rolle. Durch geothermische Bohrungen in Kombination mit Photovoltaikanlagen konnte ein hoher Grad an energetischer Eigenversorgung für die neuen Gebäudeteile erreicht werden. Ergänzend wurde ein großvolumiger Wasserspei-

Der helle Verkostungsraum bietet Platz für Weinproben, Veranstaltungen und Begegnungen.
cher integriert, in dem das Regenwasser der Dachflächen gesammelt und für die Bewässerung der Grünflächen und Außenanlagen genutzt wird. Die Umsetzung sol-
Beste Bedingungen für die Reifung hochwertiger Schaumweine.
cher Lösungen erfordert präzise Planung, technische Kompetenz und sorgfältige Ausführung. Das Zusammenspiel von Bauherrschaft, Betriebsleitung, Architektur, Statik, Baumanagement, Sicherheitskoordinierung, Fachplanung, ausführenden Unternehmen und spezialisierten Handwerksbetrieben war daher ein wesentlicher Faktor für das Gelingen des Projekts.
Raum für Genuss und Begegnung
Neben den funktionalen Flächen entstanden im Zuge der Erweite-
Kaltern
Zimmerei Holzbau

Warme Holzoberflächen und klare Linien prägen den modernen Stil.
rung auch neue Räume für Gäste und Besucher. Denn moderne Wein- und Sektherstellung bedeutet längst mehr als Produktion. Wein und Sekt stehen inzwischen für Kultur, Genuss, Herkunft und Erlebnis. Mit dem neuen Verkostungsraum, der dazugehörigen Küche sowie weiteren Bereichen für Führungen, Veranstaltungen und Gästeempfang entstanden helle, einladende Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Großzügige Fensterflächen, natürliche Materialien und eine offene Raumgestaltung schaffen eine Atmosphäre,
die den Charakter des Hauses aufgreift und zugleich zeitgemäße Akzente setzt. Besucherinnen und Besucher können die Welt von Kettmeir hier in einem passenden architektonischen Rahmen kennenlernen. Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen Begegnung und machen die Geschichte,

Eleganz und Funktionalität vereinen sich.
die Philosophie sowie die Weine und Sekte des Hauses erlebbar.
Gemeinsam weiterentwickelt Ein Projekt dieser Größenordnung ist immer das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit. Neben der architektonischen Idee waren

