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Sonderseiten: Vorzeigebetriebe
Mittwoch, 20. März 2024
„Made in Südtirol“ steht für eine hohe Qualität bei den Produkten und Dienstleistungen.
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Von kleineren und größeren Champions VORSTELLUNG: Südtiroler Betriebe zwischen lokaler Verwurzelung und internationalem Erfolg
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ielfältig und verzahnt, das ist Südtirols Wirtschaft. Das Fundament bilden familiengeführte Kleinst-, Kleinund Mittelbetriebe – sie sind Champions der Wirtschaft am lokalen, regionalen und internationalen Markt. Der neue Vorsitzende des Südtiroler Wirtschaftsrings (SWR), Sandro Pellegrini, betonte vergangene Woche im Interview mit den „Dolomiten“, dass er auf die Bedeutung der Wirtschaft für den Wohlstand im Land künftig noch deutlicher hinweisen wolle. Er wolle zum Botschafter der Unternehmen im eigenen Land werden.
Höchstleistungen im Export Die Südtiroler Betriebe sind ihrerseits in den vergangenen Jahrzehnten zu echten Botschaftern
in der Welt geworden. Man denke zum Beispiel an die Exportwirtschaft, die sich international erfolgreich in Nischenmärkten behauptet. Und zwar so sehr, dass es ihr gelungen ist, auch 2023 wieder einen Exportrekord aufzustellen. Waren und Dienstleistungen im Wert von fast 7 Milliarden Euro wurden ins Ausland verkauft. „Made in Südtirol“ brummt – der hohen Qualitätsstandards sei Dank. Erfolg über den Preis zu erzwingen, ist nämlich nicht die Art und Weise wie Südtirols Vorzeigebetriebe Wirtschaft betreiben.
Ein Sektor braucht den anderen Doch ist es nicht das Außenhandelsgeschäft allein, das zur Entwicklungsfähigkeit und Resilienz beiträgt. Ein weiterer Faktor ist das gegenseitige Verständnis der einzelnen Sektoren, das auch damit zusammenhängt, dass sie
teilweise eng miteinander verzahnt sind. Beispiel Tourismus: Dieser trägt nicht nur zur direkten Wertschöpfung durch die jährlich weit über 30 Millionen Übernachtungen bei, sondern besteht auch fast ausschließlich aus kleineren Familienbetrieben, was die dezentrale Kapitalbildung und die Stärkung des ländlichen Raums fördert. Eine enge Verbindung besteht auch zwischen Tourismus, Handel und Landwirtschaft. Letztere produziert hochwertige und sichere Lebensmittel, die von der Hotellerie und Gastronomie angeboten werden. Produkte wie der Südtiroler Wein dienen als wichtige Botschafter für die Region. Um langfristig erfolgreich zu sein, muss auch die Struktur, sprich das Angebot der Beherbergungsbetriebe, kontinuierlich erneuert werden. Hier kommt das Handwerk ins Spiel, das eng mit dem Tourismus verbunden ist.
Das ist noch nicht alles: Arbeitet der Tourismus gut, profitiert davon auch der Handel, der von der Frequenz der Gäste in den Orten maßgeblich abhängt. Die touristische Nachfrage stützt den Konsum, ebenso wie die hohe Binnennachfrage der Einheimischen. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass es auch in der Peripherie vielerorts noch ein funktionierendes Nahversorgungsangebot gibt. Südtirols Wirtschaft ist robust – das hat sie besonders in den letzten Jahren der Mehrfachkrisen wiederholt bewiesen. Und auch 2023 schlug sie sich gut: Während die Wirtschaftsleistung bei den wichtigsten Handelspartnern Deutschland und Österreich schrumpfte, wuchs die heimische leicht. Die breite Aufstellung der Südtiroler Wirtschaft gibt Anlass zur Zuversicht, auch zukünftigen Herausforderungen mit breiter Brust entgegenzusehen. © Alle Rechte vorbehalten