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WIKU_SS_Muell&Recycling_10_09_25

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Mittwoch, 10. September 2025

WIKU 19

Trennen, Verwerten, Vermeiden Abfall als Rohstoff: Südtirols Weg zur nachhaltigen Abfallwirtschaft oder Recyclinghöfe – die Trennsysteme können lokal variieren. Sonderabfälle wie Batterien, Altöl oder Elektrogeräte müssen immer zu speziellen Sammelstellen gebracht werden.

er Kern einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Südtirol ist ein gut ausgebautes Sammelstellennetz: Derzeit gibt es 88 Recyclinghöfe auf Gemeindeebene sowie vier zentrale Wertstoffzentren in Glurns, Lana, Natz-Schabs und Bruneck. Zusätzlich sind mehrere Wertstoffinseln im ganzen Land verteilt. Diese Einrichtungen sind die ersten Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger, um Abfälle fachgerecht zu entsorgen. Hier werden wiederverwertbare Materialien wie Glas, Papier, Karton, Metalle und Holz sowie gefährliche Haushaltsabfälle wie Altöl, Batterien und Farben gesammelt – stets unter Einhaltung gesetzlicher Umweltstandards. Doch die Sammlung ist nur der Anfang. Ziel ist eine umfassende Verwertung: Wertstoffe sollen den Rohstoff ersetzen, mehrfach wiederverwendbar sein (z. B. Recyclingpapier, das je nach Qualität und Faserlän-

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Recycling ist in Südtirol längst mehr als nur ein ökologisches Lippenbekenntnis – es ist gelebter Alltag. Mit einer landesweiten Trennquote von rund 70 Prozent zeigt die Bevölkerung ein hohes Bewusstsein für nachhaltige Abfallwirtschaft und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Verringerung des Restmüllaufkommens.

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Recycling schont Ressourcen und Umwelt: Ein funktionierender Wertstoffkreislauf ist der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit. ge mehrere Recyclingzyklen durchlaufen kann) und die Abfälle stofflich oder thermisch verwertet werden.

So trennt man Müll richtig In Südtirol ist korrekte Mülltrennung die Grundlage für effizientes Recycling. Restmüll ist nur für nicht verwertbare Abfälle wie verschmutzte Verpa-

ckungen oder Windeln gedacht. Biomüll umfasst Küchenabfälle wie Obstreste oder Kaffeesatz. Papier (z. B. Zeitungen, Hefte) gehört sauber in die Papiertonne – Kartonverpackungen sollten gefaltet und separat entsorgt werden. Glas wird farblich gemischt gesammelt, jedoch nur als Verpackungsglas wie Flaschen oder Konservengläser. Die Sammlung von Kunststoffen und Metallen erfolgt je nach Gemeinde über Container

Müllvermeidung beginnt beim Einkauf Der wirkungsvollste Weg, Müll zu vermeiden, beginnt lange bevor ein Produkt in der Tonne landet – nämlich beim Einkauf. Wer bewusst konsumiert, spart nicht nur Abfall, sondern auch wertvolle Rohstoffe und Energie. Es lohnt sich, vor dem Kauf zu hinterfragen, ob ein Produkt wirklich nötig ist – denn früher oder später wird alles zu Müll. Hochwertige, langlebige und reparaturfreundliche Produkte sind dabei eine nachhaltige Alternative zu kurzlebiger Massenware. Auch die Verpackung spielt eine zentrale Rolle: Mehrweggebinde sollten stets Einwegprodukten vorgezogen werden, ebenso recycelbare Materialien. Besonders im Lebensmittelbereich lässt sich Verpackung häufig ganz vermeiden – etwa bei Obst und Gemüse. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Beitrag zur Müllvermeidung: Wer beim Einkauf eine eigene Tasche mitnimmt, zu wiederaufladbaren Batterien greift und defekte Geräte reparieren lässt, statt sie sofort zu ersetzen, hilft mit, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen. © Alle Rechte vorbehalten


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