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Neuer Firmensitz für Malfertheiner Landmaschinen Foto: Hannes Meraner
Mehr Platz, effiziente Abläufe und moderne Architektur für das traditionsreiche Südtiroler Unternehmen Ein neuer Firmensitz mit viel Platz für die Zukunft: Im Gewerbegebiet Telfen hat Malfertheiner Landmaschinen ein modernes Betriebsgebäude geschaffen, das sich trotz seiner Größe stimmig in die Landschaft rund um Kastelruth einfügt.
Was zwei Brüder 1959 in einer kleinen Werkstatt am Lusnerhof in Kastelruth begannen, entwickelte sich über Jahrzehnte zum traditionsreichen Unternehmen
Malfertheiner Landmaschinen. Heute ist der Betrieb seit mehr als 65 Jahren im Vertrieb und Service von Landmaschinen tätig und als zuverlässiger Ansprech-
Gemeinsam geplant. Erfolgreich realisert GESAMTPLANUNG UND BAULEITUNG
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partner fest in Südtirol verankert. Mit dem Neubau des Firmensitzes im Gewerbegebiet Telfen in Kastelruth wird diese Entwicklung konsequent weitergeführt.
Der neue Sitz schafft mehr Raum, verbessert die täglichen Arbeitsabläufe und bietet optimale Bedingungen für Beratung und Service.
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Fotos: Hannes Meraner
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Grün in vielen Nuancen prägt die Fassade des neuen Firmensitzes und schafft einen bewussten Bezug zur Natur. Bei den überdachten Bereichen setzt Holz einen natürlichen Akzent. Die Geschichte der Firma Malfertheiner Landmaschinen beginnt 1959. Nikolaus und Alois Malfertheiner erkannten früh,
wie technische Lösungen die tägliche Arbeit in der Landwirtschaft erleichtern konnten. Ausgangspunkt war eine
einfache, aber wirkungsvolle Idee: ein wasserbetriebener Elektroweidezaun. Auf einem Markt wurden die beiden Brü-
der auf ein solches Gerät aufmerksam, das dort von einem Händler aus Reinswald angeboten wurde. Die Geräte bestanden aus einer Holzkiste mit einem Zündmagneten und einem seitlich angebrachten Wasserrad. Fließendes Wasser aus Bächen trieb das Rad und damit den Zündmagneten an. So wurde Strom erzeugt, der über einen auf Holzstecken befestigten Draht geleitet wurde und die Tiere innerhalb der Weide hielt. Für die Bauern war dies damals eine große Arbeitserleichterung, denn sie konnten auf einen Hirten oder aufwendige Zäune verzichten. Nikolaus und Alois Malfertheiner beschlossen, solche Geräte selbst nachzubauen und weiterzuentwickeln. Die dafür benötigten Zündmagnete aus Automobilen besorgten sie günstig bei verschiedenen Autowerkstätten in Oberitalien. Das Wasserrad bestand anfangs aus Holz und wurde später durch eine Ausführung aus Eisen ersetzt. Die fertigen Geräte brachten die beiden Brüder auf die Märkte und boten sie dort zum Verkauf an. Mit ihren wasserbetriebenen Elektroweidezäunen wurden sie allmählich im ganzen Land bekannt. In den ersten Jahren verkauften sie an die 30 bis 40 solcher Geräte. Damit war der Grundstein für die Firma Malfertheiner Landmaschinen gelegt.
Erweiterung des Sortiments Schon bald kamen weitere Produkte hinzu. 1960 wurde
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Foto: Hannes Meraner
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Großzügige Betriebsflächen bieten ausreichend Platz für die Anlieferung und Abwicklung mit großen Transportfahrzeugen.
die Firma Kolltec, die industriell gefertigte batteriebetriebene Elektroweidezaungeräte herstellte, auf die beiden Brüder aufmerksam. Nikolaus und Alois sollten die Vertretung in Südtirol übernehmen. Ohne zu wissen, wie gut sich die Geräte verkaufen würden, bestellten sie gleich 100 Stück. Die Entscheidung erwies sich
als richtig, denn in den folgenden Jahren konnten zahlreiche Elektroweidezäune verkauft werden. Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 1961 mit den Mähmaschinen der Marke Bertolini. Zunächst erhielten die Brüder die Subvertretung, bereits ab 1962 übernahmen sie die Direktvermarktung.
Durch den engen Kontakt mit den Bauern erkannten sie immer wieder neue Bedürfnisse und erweiterten ihr Angebot – zeitweise sogar um Kühltruhen und Waschmaschinen. Auf der Bozner Herbstmesse 1962 präsentierte sich Malfertheiner erstmals mit einem eigenen Stand. In den folgenden Jahren
kamen unter anderem Futterhäcksler, Pflüge und Dreschmaschinen sowie später Transporter und Traktoren hinzu. 1974 übernahm Malfertheiner den Alleinvertrieb der Fella-Produkte für Südtirol, ab 1981 gehörten GruberLadewagen zum Sortiment. 1994 kamen Rasant Kombitraks und Motormäher hinzu.
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Wir bedanken uns herzlich bei der Familie Malfertheiner für das Vertrauen in unser Handwerk.
Seit 1996 - Kastelruth Seit 1996 - K +39 335 6150284
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Unter den überdachten Bereichen finden Neu- und Gebrauchtmaschinen ausreichend Platz und sind vor Regen und Schnee geschützt.
Zwei Jahre später nahm das Unternehmen LamborghiniTraktoren ins Programm auf. Mit Aebi-Terratracs, Transportern und Motormähern wurde das Angebot 2004 nochmals erweitert. Heute ist das Unternehmen vor allem auf Landmaschinen für die besonderen Anforderungen der Südtiroler Landwirtschaft spezialisiert. „Unser Hauptmerk liegt bei der Grünlandwirtschaft und der Bewirtschaftung steiler Wiesen und Felder“, erklärt Geschäftsführer Christian Malfertheiner. Neben dem Verkauf der Maschinen ist dem Unternehmen die Betreuung seiner Kunden wichtig. „Wir haben hohe Qualitätsansprüche. Deshalb legen wir großen Wert auf eine professionelle Beratung beim Neukauf und unterstützen unsere Kunden auch bei Problemen“, betont Malfertheiner.
Foto: Alex Moling
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Die Zimmer sind alle nach Norden ausgerichtet und öffnen den Blick zur Seceda, die bei Gästen besonders beliebt ist.
Begrünte Dachflächen sind Teil des nachhaltigen Konzepts des neuen Firmensitzes.
Wachstum und steigende Anforderungen Mit der Entwicklung des Unternehmens wuchs nicht nur das Sortiment. Auch der Platzbedarf wurde immer größer. Der Firmensitz in Kastelruth war deshalb im Laufe der Jahrzehnte mehrfach erweitert und an neue Anforderungen
angepasst worden. Mitte der 1990er-Jahre wurde die erneut zu klein gewordene Werkstatt umgebaut. 1998 kam eine Lagerhalle mit 1000 Quadratmetern Nutzfläche hinzu. Mit der Zeit stieß der Betrieb an seine räumlichen Grenzen. „Wir hatten keine Möglichkeit mehr, den alten Standort zu er-
weitern“, beschreibt Christian Malfertheiner die damalige Situation. Doch nicht nur der fehlende Platz wurde zunehmend zum Problem. „Die gesamte Gestaltung der Räumlichkeiten war nicht mehr zeitgemäß und entsprach nicht mehr unseren Bedürfnissen“, erklärt der Geschäftsführer. Besonders bei der Unterbringung der Maschinen zeigte sich der Platzmangel. Ein Teil der Geräte musste im Freien abgestellt werden und war damit der Witterung ausgesetzt. Für Malfertheiner war deshalb klar, dass es eine umfassende Lösung brauchte: mehr Platz und ein Betriebsgebäude, das von Beginn an auf die betrieblichen Anforderungen zugeschnitten ist.
Mehr Platz, bessere Abläufe Die Entscheidung fiel schließlich auf einen Neubau im Gewerbegebiet Telfen. Damit bot
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Fotos:Foto: Hannes AlexMeraner Moling
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sich die Möglichkeit, die verschiedenen Betriebsbereiche von Grund auf neu zu planen. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Großzügige Räume bieten mehr Bewegungsfreiheit, während die einzelnen Abteilungen so angeordnet wurden, dass die täglichen Arbeitsschritte einfacher ineinandergreifen. Vor allem Werkstatt und Service profitieren davon, dass zusammengehörende Bereiche näher beieinanderliegen. Deutlich verbessert wurden auch die Möglichkeiten zur Unterbringung der Maschinen. Neu- und Gebrauchtmaschinen sowie Geräte von Kunden können nun geordnet und weitgehend wettergeschützt abgestellt werden. Mehr Raum steht außerdem für die Anlieferung zur Verfügung. Auch große Lkw finden nun ausreichend Platz zum Zufahren, Rangieren und Abladen.
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Umgeben von Wiesen und Wald liegt der neue Firmensitz von Malfertheiner Landmaschinen vor der eindrucksvollen Kulisse des Schlerns.
Grün prägt den neuen Firmensitz Neben den funktionalen Anforderungen spielte bei der Planung auch die architektonische Gestaltung eine wichtige Rolle. Das Gebäude passt sich an die Hanglage an und ist in mehrere Baukörper gegliedert. Dadurch wirkt der Neubau trotz seiner Größe weniger massiv und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die unterschiedlichen Höhen und Formen der einzelnen Gebäudeteile lockern das Erscheinungsbild zusätzlich auf. Besonders ins Auge fällt die Fassade in verschiedenen Grüntönen. „Die grüne Farbgestaltung war uns wichtig, weil sie für Natur, Wiesen und Wald steht – also genau für die Bereiche, mit denen unsere Kunden
täglich arbeiten“, erklärt Christian Malfertheiner. Bei den Materialien treffen Beton und Metall auf Holz.
Letzteres wurde vor allem bei den Überdachungen eingesetzt und setzt dort einen natürlichen Akzent. So verbindet der
moderne Gewerbebau eine zeitgemäße Architektur mit Materialien, die zum ländlich geprägten Umfeld passen.
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Alles unter einem Dach Das neue Betriebsgebäude umfasst insgesamt fünf Ebenen, die über ein zentrales Treppen-
Fotos: Arch. Lukas Burgauner
Foto: Alex Moling
Die Innenbereiche des neuen Firmensitzes bieten viel Platz und schaffen gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Besonders die großzügig angelegte Werkstatt erleichtert die tägliche Arbeit.
haus miteinander verbunden sind. Die verschiedenen Bereiche sind entsprechend ihrer jeweiligen Nutzung im Gebäude
verteilt. Im Untergeschoss befindet sich eine großzügige Lagerhalle für landwirtschaftliche Maschinen.
Das Erdgeschoss bildet den technischen Schwerpunkt des Betriebs. Hier befinden sich die Werkstatt, eine Schlosserei und ein Lackierraum. Hinzu kommen das Ersatzteillager, das Büro des Werkstattleiters, ein Waschplatz und verschiedene Technikräume. Überdachte Flächen für die Präsentation von Gebrauchtmaschinen ergänzen diesen Bereich. Im Zwischengeschoss stehen den Mitarbeitern ein Aufenthaltsraum, Umkleiden und Sanitärräume zur Verfügung. Das erste Obergeschoss ist vor allem dem Verkauf und der Verwaltung vorbehalten. Neben den Büros befindet sich hier ein Ausstellungsraum für kleinere Maschinen. Weitere überdachte Flächen bieten Platz für die Präsentation von Neumaschinen. Im zweiten Obergeschoss befinden sich schließlich ein Schulungs- und Präsentationsraum sowie eine Betriebswohnung.
Effizienter im Arbeitsalltag Die Vorteile der neuen Aufteilung zeigen sich besonders im täglichen Betrieb. „Die Abläufe in Reparaturwerkstatt und Ersatzteillager sind jetzt besser organisiert. Durch die kürzeren Wege ist die tägliche Arbeit für unsere Mitarbeiter deutlich einfacher geworden“, erklärt Christian Malfertheiner. Werkstatt und Ersatzteillager liegen nun näher beieinander, sodass die Mitarbeiter schneller zwischen den beiden Bereichen wechseln können. Die großzügigeren Platzverhältnisse erleichtern zudem den Umgang mit den Maschinen. Gerade bei größeren landwirtschaftlichen Geräten ist ausreichend Bewegungsraum wichtig, um die
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anfallenden Arbeiten in der Werkstatt gut durchführen zu können.
Mehr Komfort für die Kunden Auch beim Verkauf macht sich der zusätzliche Platz bemerkbar. „Die Verkaufs- und Ausstellungsräume sind jetzt deutlich größer, überdacht und insgesamt einladender gestaltet“, erklärt Christian Malfertheiner. Maschinen können dadurch auch bei ungünstiger Witterung unter geschützten Bedingungen besichtigt werden. Auch die Orientierung wurde einfacher. „Die Einteilung ist übersichtlich und die einzelnen Abteilungen sind gut erreichbar“, so der Geschäftsführer.
Nachhaltigkeit und technische Ausstattung
Zahlreiche Besucher nutzten die Eröffnungsfeier im April dieses Jahres, um den neuen Firmensitz und das Maschinenangebot von Malfertheiner Landmaschinen kennenzulernen.
Fotos: Malfertheiner Landmaschinen
Neben den Verbesserungen im täglichen Betrieb verfügt der Neubau über eine zeitgemäße technische Ausstattung, bei der auch der Umgang mit Ressourcen berücksichtigt wurde. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Regenwasser. Das anfallende Dachwasser wird gesammelt und teilweise wiederverwendet. Rückhaltebecken nehmen größere Wassermengen bei starken Niederschlägen auf und ermöglichen eine kontrollierte Ableitung. Auch für das Abwasser aus dem Werkstattbereich wurden eigene Vorkehrungen getroffen. Es wird unter anderem über einen Ölabscheider behandelt, bevor es weitergeleitet wird. Damit wird den besonderen Anforderungen Rechnung getragen, die bei Arbeiten an landwirtschaftlichen Maschinen entstehen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch begrünte Flachdächer, die sich
zugleich in das Gestaltungskonzept des Neubaus einfügen.
Gemeinsam zum Ziel Rund zwei Jahre dauerte die Umsetzung des neuen Firmensitzes. „Der gesamte Ablauf der Bauarbeiten verlief dank der guten Zusammenarbeit mit den heimischen Betrieben reibungslos“, betont Christian Malfertheiner. Auch mit dem Ergebnis zeigt sich der Geschäftsführer zufrieden: „Besonders stolz sind wir auf die praxisnahe Einteilung der
verschiedenen Bereiche.“ Mit der Fertigstellung ist ein Projekt abgeschlossen, das einen weiteren wichtigen Schritt in der mehr als 65-jährigen Geschichte von Malfertheiner Landmaschinen markiert.
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