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Brückenschlag in die Zukunft

Die neue Eschenlohe-Brücke verbindet moderne Ingenieurskunst mit der Geschichte des Ultentals

Die neue Eschenlohe-Brücke bei St. Pankraz verbindet seit Ende 2024 das Ultental mit dem überregionalen Straßennetz. Mit ihrer markanten Bogenkonstruktion knüpft sie an die historische Baumannbrücke an und erfüllt zugleich modernste Anforderungen an Sicherheit und Tragfähigkeit.

Jahrzehntelang war die Eschenlohe-Brücke bei St. Pankraz eine unverzichtbare Verbindung im Ultental. Doch die Konstruktion aus den 1960er-Jahren war den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Nach mehreren Jahren Planung und Bauzeit entstand an ihrer Stelle ein hochmodernes Bauwerk, das Sicherheit, Funktionalität und architektonische Kontinuität miteinander verbindet. Mit ihrer markanten Bogenform bleibt die neue Brücke ein vertrauter Bestandteil der Landschaft und setzt zugleich neue Maßstäbe im Südtiroler Brückenbau.

Die Eschenlohe-Brücke auf der Ultner Landesstraße LS9 prägt seit JahrzehntendasBilddesTales. Für die Bevölkerung des Ultentals und der angrenzenden Gemeinden stellt sie eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen dar. Täglich nutzen Pendler, Anwohner und Besucher die Strecke, die das Tal mit dem übrigen Straßennetz verbindet.

Die ursprüngliche Brücke, auch unter dem Namen Baumannbrücke bekannt, wurde zwischen 1962 und 1965 errichtet. Über viele Jahre erfüll-

te sie zuverlässig ihre Aufgabe. Mit der Zeit machten jedoch Alterungserscheinungen und technische Schwächen immer deutlichere Eingri e notwendig. Untersuchungen zeigten schließlich, dass Tragfähigkeit und Sicherheitsstandards langfristig nicht mehr gewährleistetwerdenkonnten.

Eine einfache Sanierung kam daher nicht mehr infrage. Stattdessen entschied sich das Land Südtirol für einen kompletten Neubau – ein Vorhaben, das sowohl technisch als auch organisatorisch höchste Anforderungenstellte.

Bauen bei laufendem Verkehr Eine der größten Herausforderungen des Projekts bestand darin, die wichtige Verkehrsverbindung während der gesamten Bauzeit aufrechtzuerhalten. Dafür wurde zunächst eine provisorische Umfahrung entlang der ehemaligen Talstraße errichtet, die ab April 2023 den gesamten Verkehr übernahm.

ErstdanachkonntendieArbeiten am bestehenden Bauwerk beginnen. Die Fahrbahnplatte und weitere Bauteile wurden schrittweise zurückgebaut, während Fundamente

und Widerlager für den Neubau vorbereitet und verstärkt wurden.Besondersanspruchsvoll war die Errichtung des neuen Bogens, der auf der bestehenden Konstruktion aufgebaut wurde. Nachdem die neue Tragstruktur ihre Funktionübernehmenkonnte,wurde die bisherige Bogenkonstruktionkontrolliertentfernt.

Der Neubau erforderte eine präzise Abstimmung sämtlicher Arbeitsschritte. Nur durch die sorgfältige Planung der einzelnen Bauphasen konnten Sicherheit, Baufortschritt und Verkehrs uss gleichermaßen gewährleistetwerden.

Moderne Konstruktion mit vertrauter Silhouette Trotz aller technischen Neuerungen sollte die neue Eschenlohe-Brücke ihren charakteristischenWiedererkennungswert bewahren. Deshalb orientierte sich die Gestaltung bewusst an der bisherigen Formensprache. Vor allem die markante Bogenform knüpft an das Erscheinungsbild der früheren Baumannbrücke an und sorgt dafür, dass das Bauwerk wei-

Präzisionsarbeit in

abgestimmt werden.

terhin das Landschaftsbild des Ultentalsprägt.

Gleichzeitig wurde die Konstruktion deutlich moderner ausgeführt. Die Fahrbahn wird

von Verbundträgern aus Cortenstahl und einer Stahlbetonplatte getragen. Diese Bauweise ermöglicht eine e ziente Tragkonstruktion und trägt zur

LanglebigkeitdesBauwerksbei. Mit rund 160 Metern Länge, einer Höhe von etwa 50 Metern und einer Spannweite von 98 Metern stellt die neue

luftiger Höhe: Beim Neubau der Brücke mussten zahlreiche Bauabschnitte exakt aufeinander

Die Betonierung der Fahrbahnplatte markierte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung der neuen Eschenlohe-Brücke.

Eschenlohe-Brücke ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für dasUltentaldar.

Neben den technischen Anforderungen spielte auch die Einbindung in die Umgebung einewichtigeRolle.Zielwares, ein Bauwerk zu scha en, das sich in die Landschaft einfügt und zugleich den Anforderungen einer modernen Verkehrsverbindunggerechtwird.

Innovative Technologien erstmals im Einsatz Vor der Verkehrsfreigabe wurde die neue EschenloheBrücke einer statischen Belastungsprüfung unterzogen. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass das Bauwerk den aktuellen Anforderungen an Sicherheit und Tragfähigkeit entspricht.

Beim Neubau kamen innovative Technologien und moderne Bauverfahren zum Einsatz, die teilweise erstmals in Südtirol verwendet wurden. Mobilitäts- und InfrastrukturLandesrat Daniel Alfreider betonte in diesem Zusammenhang den Einsatz der zahlreichen Bauarbeiter, Techniker und Fachkräfte, die an der Realisierung des Projekts mitgewirkt haben. Ihr Beitrag habe maßgeblich dazu beigetragen, eine sichere und leistungsfähi-

Der markante Bogen bildet das Herzstück der neuen Brücke.

ge Verkehrsverbindung für das Ultentalzuscha en.

Freigabe kurz vor Weihnachten 2024

Die letzten Monate der Bauzeit standen ganz im Zeichen der Fertigstellung. Im Herbst 2024 wurden die Stahlstützen und das Tragwerk montiert. Danach folgten die abschließenden Arbeiten an der Fahrbahn. Im Dezember 2024 wurden Abdichtungen angebracht, Geländer montiert und Asphaltierungsarbeiten durchgeführt. MitdiesenArbeitenwurdendie Voraussetzungen für eine langfristigeundsichereNutzunggescha en. Noch vor Weihnachten 2024 konnte die neue Brücke schließlichfürdenVerkehrfreigegebenwerden.FürdieBevölkerung des Ultentals bedeutete diesdasEndeeinerlangenBau-

Mit der Montage des Überbaus nahm die neue Eschenlohe-Brücke ihre endgültige Form an und wurde zu einem markanten neuen Wahrzeichen des Ultentals.

phaseundzugleicheinenwichtigen Meilenstein. Bürgermeister omas Holzer sprach von einem besonderen Moment für St. Pankraz und das gesamte Tal. Die neue Verbindung sei nicht nur verkehrstechnisch vongroßerBedeutung,sondern auch ein Symbol für die WeiterentwicklungderRegion.

Abschluss eines Großprojekts

Mit der Verkehrsfreigabe war das Bauwerk zwar bereits nutzbar, abgeschlossen waren die Arbeiten jedoch noch nicht. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 wurden das Provisoriumzurückgebautundletzte Anpassungen vorgenommen. Dafür waren zeitweise

alternative Verkehrsregelungen erforderlich.

Mit dem endgültigen AbschlussdesProjektsverfügtdas Ultental nun über eine moderneundsichereVerkehrsverbindung, die den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 12,3 Millionen Euro. Für das Land Südtirol ist die neue Eschenlohe-Brücke damit nicht nur ein bedeutendes Infrastrukturprojekt, sondern auch ein klares Bekenntnis zur langfristigen StärkungländlicherRegionen.

Die Verbindung aus moderner Ingenieurskunst, hoher Funktionalität und sensibler architektonischer Gestaltung

macht die neue EschenloheBrücke zu einem Bauwerk, das weit über seine reine Verkehrsfunktion hinaus Bedeutung besitzt. Sie steht für die erfolgrei-

che Verbindung von Tradition und Innovation und prägt das Landschaftsbild des Ultentals für die kommenden Generationen. © Alle Rechte vorbehalten

Ein besonderes Projekt auch für uns! Danke an Strabag Italia für das Vertrauen und an unsere Mitarbeiter für die Super Ausführung.

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