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Spezial_Sueditrols_Privatkliniken_und_Gesundheitszentren_26

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„Dolomiten“-Sonderdruck zur Ausgabe Nr. 216 vom 19. September 2026

PRIVATTHEMA 1

Südtirols

PRIVATKLINKEN und GESUNDHEITSZENTREN

WO DIE KLEINEN STARK SIND

WOHLBEFINDEN ABSICHERUNG AUF ALLEN EBENEN ALS STRATEGIE

Blick ins Gesundheitssystem

Der Mensch als Ganzes

Damit Kosten nicht belasten


Wie erkennst du ein Wunder? Es lacht!

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Wir versichern das Wunder Mensch.

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VORWORT 3

LIEBE LESERINNEN UND LESER! Hand aufs Herz: Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig intensiv mit Ihrer Gesundheit beschäftigt? Wahrscheinlich genau dann, wenn irgendwo etwas gezwickt hat oder Sie wegen einer Grippe eine Krankschreibung brauchten. Zugegeben, das ist menschlich. Wir neigen einfach dazu, unserem Körper erst dann die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, wenn er protestiert. Dennoch hat sich in den vergangenen Jahren in diesem Bereich etwas geändert: Informationen aus dem Internet, aus sozialen Medien, aber auch digitale Technik wie Fitness-Uhren motivieren immer mehr Menschen dazu, Gesundheit nicht nur aus dem Blickwinkel des Kranken zu betrachten, sondern als Geschenk, das es zu hüten gilt. In diesem Sinne ist auch das vorliegende „Dolomiten“-Sonderheft entstanden. Es wirft einen Blick auf jene Einrichtungen in Südtirol, die das öffentliche Gesundheitssystem ergänzen und die sich sowohl der Versorgung als auch der Prävention und der persönlichen Absicherung widmen. Dr. Peter Mazzurana, Sanitätsdirektor der Marienklinik, erklärt im Interview die wichtige Rolle der Privatkliniken in Südtirol, die nicht nur das öffentliche System entlasten, sondern auch Nischenbehandlungen anbieten. Über den ganzheitlichen Ansatz im Gesundheitsbereich spricht Meinrad Vigl von Omnia-Physio. Denn oft hängen Probleme zusammen, die wir auf den ersten Blick gar nicht miteinander verbinden.

Und was passiert, wenn wirklich einmal etwas Unvorhergesehenes geschieht? Ein Sturz auf der Skipiste oder eine Diagnose, die schnelle Entscheidungen erfordert? Giulia Sandri von der Volksbank wirft einen Blick auf die private Krankenversicherung, die im Ernstfall von vielen Sorgen befreien kann. Viel Freude beim Lesen!

IMPRESSUM „Dolomiten“-Spezial: „Südtirols Privatklinken und Gesundheitszentren“, September 2026, Herausgeber, Verlag und Druck: Athesia Druck GmbH, Bozen, Redaktion und Druckerei: Weinbergweg 7, 39100 Bozen, Tel. 0471/928888, Chefredakteur: Elmar Pichler Rolle, Redaktion: Edith Runer, Titelbild und Bilder: Shutterstock, Layout: Athesia Druck GmbH, Tel. 0471/925358, Koordination: Lidia Galvan, „Dolomiten“- Anzeigenabteilung, Tel. 0471/925312, dolomiten.spezial@athesia.it Privacy Athesia Druck GmbH hat gemäß Art. 37 der EU-Verordnung 2016/679 (GDPR) den Datenschutzbeauftragten (Data Protection Officer, DPO) ernannt. Die Kontaktaufnahme für jedes Thema in Bezug auf die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist über dpo@athesia.it möglich. Druckreif übermittelte Unterlagen können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher oder grafischer Form, haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur.

produziert nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens UW 1492


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INTERVIEW PRIVATKLINIKEN

Dr. Peter Mazzurana über die Rolle der Privatkliniken in Südtirol

ERGÄNZUNG STATT KONKURRENZ Kürzere Wartezeiten, mehr Auswahl, mehr ­Mitentscheidung, unkomplizierte Wege: Privatkliniken haben gegenüber öffentlichen Strukturen entscheidende Vorteile für Patientinnen und Patienten – und viele sind bereit, dafür auch selbst zu bezahlen. Doch die privaten Strukturen verstehen sich nicht als Konkurrenz zum öffentlichen Gesundheitswesen. Ganz im Gegenteil: Sie sind längst zu einer unverzichtbaren Ergänzung geworden. Welche Lücken sie schließen, wo sie zusätzlich punkten und wo sie an ihre Grenzen stoßen, erklärt der Sanitätsdirektor der Marien­klinik in Bozen, Dr. Peter Mazzurana, im Interview.

Patientinnen und Patienten denken bei Privatkliniken vor allem an kurze Wartezeiten. Wie lässt sich der große Unterschied zum öffentlichen System erklären? Liegt es tatsächlich nur am geringeren Andrang, dass man dort etwa am nächsten Tag einen Termin bekommt, während man sonst monatelang warten muss? Dr. Peter Mazzurana: Ich möchte vorausschicken, dass das öffentliche Gesundheitssystem in Südtirol – entgegen mancher Kritik – sehr gut aufgestellt ist und dass dort auf hohem Niveau gearbeitet wird. > Lesen Sie weiter auf Seite 6.


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ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran-Bozen:

Gesundheit erhalten, bevor Krankheit entsteht

Im ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran-Bozen verbindet sich die jahrhundertealte Mission des Deutschen Ordens „Helfen und Heilen“ mit moderner, personalisierter Medizin. Im Zentrum steht der Mensch – und eine klare Überzeugung: Wer Gesundheit langfristig erhalten will, sorgt frühzeitig vor.

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie ist ein dynamisches Gleichgewicht, das sich im Laufe des Lebens verändert – abhängig von Lebensstil, Umwelt, familiären Faktoren und nicht zuletzt von der individuellen genetischen Ausstattung. Genau hier setzt das ST. JOSEF Gesundheitszentrum an. Als Einrichtung in Trägerschaft des Deutschen Ordens verbindet es medizinische Expertise mit einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen. Mehr als 35 Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten interdisziplinär zusammen – mit dem Ziel, Erkrankungen zu behandeln, wenn sie bereits aufgetreten sind, aber vor allem gesundheitliche Risiken möglichst früh zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. Prävention wird damit zu einem wesentlichen Bestandteil der medizinischen Versorgung.

VITA SANA: Vorsorge, die zum Menschen passt Ein zentraler Baustein dieses Ansatzes ist das Vorsorgeprogramm ST. JOSEF VITA SANA. Anders als bei einem standardisierten Check-up bilden hier die persönliche Lebenssituation und das individuelle Risikoprofil die Grundlage für die Auswahl der Untersuchungen. Verschiedene Vorsorgepakete und Module lassen sich gezielt auf die eigene gesundheitliche Situation abstimmen. Im Fokus stehen unter anderem Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie onkologische Fragestellungen. Auch

Nieren- und Augenerkrankungen sowie bestimmte seltene oder komplexe Krankheitsbilder können im Rahmen spezialisierter Untersuchungen berücksichtigt werden. Ergänzend fließen Lebensstil und beeinflussbare Faktoren wie Ernährung und Bewegung in die Vorsorge ein. Seit 2025 umfasst VITA SANA zudem Elemente der prädiktiven genetischen Diagnostik. Moderne genetische Analysen können Hinweise auf eine erhöhte Krankheitsneigung liefern und damit eine noch gezieltere Vorsorge ermöglichen – insbesondere bei familiärer Vorbelastung oder bestimmten angeborenen Risiken. Wenn Medikamente individuell angepasst werden Ein weiterer Schwerpunkt ist die Pharmakogenetik. Sie untersucht, wie genetische Unterschiede die Reaktion auf bestimmte Arzneimittel beeinflussen. Denn Medikamente können bei Menschen unterschiedlich wirken. Während ein Wirkstoff bei der einen Person gut anschlägt, kann er bei einer anderen weniger wirksam sein oder Nebenwirkungen verursachen.

Die Kenntnis bestimmter genetischer Merkmale kann dabei helfen, Therapien gezielter auszuwählen und Dosierungen individueller abzustimmen. Medizinische Kompetenz auch bei komplexen Entscheidungen Neben Vorsorge und Diagnostik bietet das ST. JOSEF Gesundheitszentrum auch die Möglichkeit einer medizinischen Zweitmeinung. Bei komplexen Diagnosen oder wichtigen Therapieentscheidungen erhalten Patientinnen und Patienten damit eine zusätzliche fachärztliche Einschätzung, um Befunde einzuordnen, Behandlungsoptionen abzuwägen und Sicherheit für die nächsten Schritte zu gewinnen. ST. JOSEF Gesundheitszentrum Sanitätsdirektor: Prof. Dr. Alfred Königsrainer Franz-Innerhofer-Straße 2/4, Meran Tel. 0473/864333 Brennerstraße 2/D, Bozen Tel. 0471/1555000 health@stjosef.it www.stjosef.it


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INTERVIEW PRIVATKLINIKEN

Lange Wartezeiten beim öffentlichen Gesundheitsdienst sind, ein aber nicht der einzige Grund, warum sich Patientinnen und Patienten an Privatkliniken wenden.

In kleineren Strukturen, wie es die Privatkliniken meistens sind, kann sich das medizinische Personal stärker auf Patienten konzentrieren, ihnen mehr Aufmerksamkeit widmen. Dieser enge und meist dauerhafte Kontakt wird sehr geschätzt. Dr. Peter Mazzurana Natürlich kann ein dermaßen großes System, das hunderttausende Menschen versorgen muss, nie jederzeit allen und allem gerecht werden. Es wird immer Bereiche geben, in denen Verbesserungsbedarf herrscht. In diesen Lücken platzieren sich dann die Privatkliniken. Sie können kürzere Wartezeiten bieten, oft einen engeren Kontakt zwischen medizinischem Personal und Patienten und Patientinnen. Manchmal sind sie auch in gewissen Ni-

schenbereichen top und deshalb gefragt. Das können Eingriffe, Behandlungen oder Produkte sein, die im öffentlichen System gar nicht oder nur nach langen Wartezeiten zu bekommen sind.

dizinische Personal stärker auf Patienten konzentrieren, ihnen mehr Aufmerksamkeit widmen. Dieser enge und meist dauerhafte Kontakt wird sehr geschätzt. Dafür sind viele Patienten bereit, aus eigener Tasche zu bezahlen. Eine Privatklinik kann stärker auf die individuellen Wünsche der Patientinnen und Patienten eingehen. Wenn jemand beispielsweise eine bestimmte Prothese bevorzugt, bei einer Operation des Grauen Stars eine spezielle Premiumlinse – etwa eine multifokale Linse – wählen möchte oder Wert auf ein Einzelzimmer legt, ist dies im öffentlichen Bereich nicht immer möglich.

Was spricht neben kürzeren Wartezeiten sonst noch für eine Privatklinik?

Allerdings muss jede Leistung auch privat bezahlt werden. Versorgen Sie, provokant formuliert, also nur die „oberen Zehntausend“?

Mazzurana: In kleineren Strukturen, wie es die Privatkliniken meistens sind, kann sich das me-

Mazzurana: Nein, diese Annahme ist überholt. Tatsächlich kommen Menschen aus

fast allen Einkommensschichten zu uns – insbesondere im ambulanten Bereich. Wenn jemand ein Herzproblem hat und besorgt ist und „zu lange“ auf eine Visite im Krankenhaus warten muss, meldet er sich bei uns und bekommt vielleicht schon am nächsten Tag einen Termin. Vor allem die ambulanten Behandlungen sind für viele erschwinglich. Wer hingegen eine hochwertige Privatversicherung hat, der kann auch einen chirurgischen Eingriff mit anschließender Therapie bezahlen. Es hängt auch vom Schwerpunkt der Klinik ab, mit welchen Patienten hauptsächlich gearbeitet wird. Eine rein auf Orthopädie ausgerichtete Struktur wird vermutlich mehr Operationen durchführen als andere Privatkliniken.

> Lesen Sie weiter auf Seite 8.


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Medical Center Quellenhof Prävention und Gesundheit im Fokus

sche Leistungen, Endoskopien, konservative- und operative Behandlung der Venen, Physiotherapie, therapeutische Massagen sowie individuell abgestimmte Programme zur Rückengesundheit und körperlichen Leistungsfähigkeit. So entsteht eine umfassende medizinische Betreuung, die Vorsorge, Diagnostik und gezielte Therapie miteinander verbindet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der ästhetischen Medizin und der ärztlichen Begleitung des Alterungsprozesses. Denn gesundes Altern bedeutet nicht nur, Erkrankungen vorzubeugen – auch

Vorsorge & Früherkennung Anti Aging Venen-Erkrankungen Dermatologie 3D-Ganzkörper-Scan zur Hautkrebsvorsorge Enddarmerkrankungen Endoskopie (Magen-Darm-Spiegelung)

numtoxin und Hyaluronsäure, nicht-invasive Facelifts, moderne Lasertherapien und Radiofrequenz-Microneedling. Ergänzt wird das Angebot durch individuell abgestimmte Hautbehandlungen, die auf wissenschaftlicher Basis die Regeneration fördern, die Hautqualität verbessern und ihre natürliche Spannkraft unterstützen. Damit verbindet das Medical Center Quellenhof klassische Medizin mit moderner Prävention, Longevity und ästhetischer Medizin – mit dem Anspruch, Menschen nicht erst bei Krankheit zu begleiten, sondern sie dabei zu unterstützen, möglichst lange gesund, vital und leistungsfähig zu bleiben. Eingebettet in die besondere Atmosphäre des Quellenhof Luxury Resort Passeier verbindet das Medical Center medizinische Kompetenz mit einem Umfeld, in dem Gesundheit, Erholung und Wohlbefinden auf besondere Weise zusammenfinden. Foto: Canfieldscientific.com

Zum medizinischen Spektrum gehören umfassende Vorsorgeund Check-up-Programme, moderne bildgebende Diagnostik sowie Haut-, Darm- und Kreislaufvorsorge. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Hautkrebsvorsorge ein. Mit einem hochmodernen 3D-Ganzkörperscanner können Hautveränderungen präzise dokumentiert und im Verlauf beurteilt werden. Dabei ergänzen innovative Technologien und künstliche Intelligenz die fachärztliche Beurteilung. Darüber hinaus bietet das Medical Center allgemeinmedizini-

© Medical Center Quellenhof – Christopher Kröll

Das Medical Center Quellenhof nahe Meran steht seit seiner Gründung im Jahr 2010 für moderne Medizin mit einem klaren Schwerpunkt auf Prävention, Früherkennung und gesundem Altern. Damals von Dr. Christian Raffeiner initiiert, wird das Zentrum heute von Dr. med. Leyla RafiStenger geleitet. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Fachärzteteam verfolgt sie ein Ziel: gesundheitliche Risiken möglichst früh zu erkennen, Erkrankungen vorzubeugen und Gesundheit sowie Lebensqualität langfristig zu erhalten.

Wohlbefinden, Vitalität und ein positives Körpergefühl tragen wesentlich zur Lebensqualität bei. Zum Behandlungsspektrum gehören unter anderem Botuli-

Proktologie Chirurgie Physiotherapie & medizinische Massagen Rückengesundheit Laserbehandlung Ästhetische Medizin & medizinische Kosmetik Longevity – gesund ins Alter


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INTERVIEW PRIVATKLINIKEN

Die Vertragsabkommen führen zu einer klassischen „Win-win-win“-Situation: für den ­Sanitätsbetrieb, die Patienten und die Privatkliniken. Dr. Peter Mazzurana

Wie finanziert sich eine Privatklinik? Mazzurana: Um kostendeckend und möglichst mit Gewinn arbeiten zu können, braucht eine Privatklinik in der Regel mehrere Standbeine. Viele Kliniken setzen zusätzlich zu den klassischen Angeboten auf die Vorsorgemedizin. Mit einigen privaten Strukturen hat der öffentliche Gesundheitsdienst Vertragsabkommen. Das be-

deutet, dass sie eine festgelegte Zahl von bestimmten Leistungen übernehmen. Auch das ist eine notwendige Einnahmequelle.

Was bedeuten diese Vertragsabkommen konkret für Patientinnen und Patienten? Und für Ihren Betrieb? Mazzurana: Für den Betrieb sind sie inzwischen ein wichtiger Teil des Einkommens. Der

Austausch mit dem Sanitätsbetrieb funktioniert seit einigen Jahren zudem sehr gut. Für die Patienten bedeutet das kürzere Wartezeiten, weil es zusätzliche Strukturen gibt, und eine mindestens gleichwertige Behandlung – das ist Voraussetzung – wie sie im öffentlichen Gesundheitsdienst angeboten wird. Der Sanitätsbetrieb wird dadurch spürbar entlastet. Es ist also eine klassische „Win-winwin“-Situation: für den Sanitätsbetrieb, die Patienten und die Privatkliniken. Allerdings wird die Zahl der Leistungen in den Vertragsabkommen jährlich neu bestimmt, sodass sie variieren und wir als Privatkliniken damit umgehen müssen. Dennoch glaube ich, dass wir mit dieser Aufteilung auf dem richtigen Weg sind.

Wie flexibel können private Strukturen auf neue medizinische Trends und Technologien

reagieren? Gibt es da mehr Spielraum als im öffentlichen Gesundheitswesen?

Mazzurana: Auf jeden Fall. Das ergibt sich schon allein wegen der kleineren und daher flexibleren Strukturen. Es müssen außerdem keine Wettbewerbe ausgeschrieben werden, was viel Zeit und Bürokratie spart. Aber es bedarf natürlich einer strengen Abwägung, denn neue Trends und Technologien kosten meistens viel Geld, und wenn sie dann nicht funktionieren, hat die Klinik ein Problem. Generell ist aber auch das öffentliche Gesundheitssystem bei der Anschaffung und Nutzung moderner medizinischer Geräte und Technologien gut aufgestellt.

Wo stößt das System der Privatkliniken bei der medizinischen Versorgung an Grenzen? Mazzurana: Bei der extremen Notfallmedizin. Dafür sind


INTERVIEW PRIVATKLINIKEN 9

Südtirols Privatkliniken nicht ausgerüstet. Wer zum Beispiel bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt wird, muss ins öffentliche Krankenhaus eingeliefert werden. Natürlich verfügen auch die Privatkliniken über alle Voraussetzungen für hausinterne Notfälle, aber sie sind nicht die passende Anlaufstelle für schwerste Notfälle. Eine weitere Grenze sind hochspezielle Behandlungen von ebenso hochspezialisierten Ärztinnen oder Ärzten, weil es sich eine Privatklinik nicht leisten kann, ein eigenes Team für wenige Einsatztage im Jahr dauerhaft bereitzustellen. Dafür gibt es besondere Strukturen, die dann aber Patienten aus der Region und von überall her behandeln.

Wie gut arbeiten Südtirols Privatkliniken zusammen? Mazzurana: Es gibt einen Austausch innerhalb der Kliniken, wobei vor allem allgemeine Strategien besprochen werden, die alle gemeinsam betreffen. Am Ende muss aber jede Struktur für sich den richtigen Weg oder die richtigen Nischen finden, um am Markt bestehen zu können.

Inwiefern betrifft der Fachkräftemangel auch das private Gesundheitswesen? Mazzurana: Der Fachkräftemangel betrifft das gesamte Gesundheitswesen und schließt die Privatkliniken nicht aus. Die vor vielen Jahren befürch-

tete Ärzteschwemme ist ausgeblieben. Im Gegenteil – der erschwerte Zugang zu Universitäten hat viele junge Menschen demotiviert, und diese fehlen uns jetzt. An Pflegepersonal mangelt es genauso schon seit Jahren. Und die Herausforderungen werden in Zukunft nicht kleiner werden.

ZUR PERSON

Wie gehen Sie in Ihrer Struktur damit um? Mazzurana: Alle fischen im selben Teich. Durch gute Angebote, sei es finanzieller wie organisatorischer Art, versuchen wir, Mitarbeitende zu gewinnen. Ganz wichtig ist auch das Arbeitsklima. Es braucht gute Kommunikation und ein motivierendes Umfeld.

Dr. Peter Mazzurana ist ­Sanitätsdirektor der Marienklinik in Bozen. Foto: Marienklinik/Luca Gallizio

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LAMEDICA Gesundheit für Frauen in Bozen. Im Herbst eröffnet in Bozen LAMEDICA, ein Zentrum für ganzheitliche Frauengesundheit. Unterschiedliche medizinische und therapeutische Fachbereiche arbeiten hier unter einem Dach zusammen – mit einem gemeinsamen Ziel: Frauen in ihren unterschiedlichen Lebensphasen kompetent, persönlich und abgestimmt zu begleiten.

Der weibliche Körper verändert sich im Laufe des Lebens – und damit verändern sich auch gesundheitliche Bedürfnisse. Genau hier setzen wir an: mit Medizin, die Zusammenhänge berücksichtigt und Frauen individuell begleite“, erklärt Priv.Doz. Dr. Christine Brunner, Mitgründerin und medizinische Leiterin von LAMEDICA.

Priv.-Doz. Dr. Christine Brunner

Das Konzept gründet auf drei Säulen: ambulante medizinische Versorgung, intensive Rehabilitations- und Gesundheitsprogramme sowie Longevity – gesund und vital älter werden. Die erste Säule bildet die ambulante medizinische Versor-

gung. Sie umfasst Gynäkologie, Vorsorge und Sexualberatung, Sportmedizin, Physiotherapie und Ernährungsmedizin sowie spezialisierte Bereiche wie Beckenbodengesundheit, Wechseljahre, medizinische Ästhetik und plastische Chirurgie – alles unter einem Dach und aufeinander abgestimmt. Die zweite Säule widmet sich Rehabilitation und intensiver Begleitung – etwa für Frauen während und nach einer onkologischen Erkrankung, bei chronischen Schmerzen oder in besonderen Lebensphasen. Kompakte Programme über ein bis drei Wochen ermöglichen ein gezieltes Ineinandergreifen verschiedener medizinischer und therapeutischer Disziplinen. Die dritte Säule widmet sich der Longevity: einem präventiven, individualisierten Ansatz

für ein gesundes und vitales Älterwerden. Umfassende Diagnostik – darunter Blut-, Harnund Stuhlanalysen – bildet die Grundlage für abgestimmte Empfehlungen und Programme. Für junge Frauen wurde mit „First Love“ ein Angebot rund um den ersten gynäkologischen Besuch entwickelt – mit Zeit für Fragen, verständlicher Information und einem behutsamen Zugang zur eigenen Gesundheit. LAMEDICA befindet sich zentral in Bozen und ist unter anderem auch Partner von Mutualhelp. Alle Leistungen entdecken und Termin buchen: www.lamedica.info


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Nach den sonnenreichen Monaten fallen sie häufig besonders auf: dunklere Flecken im Gesicht, an den Händen, am Dekolleté oder an anderen Körperstellen, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind. Pigmentflecken sind weit verbreitet und meistens harmlos. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn nicht jede dunkle Hautveränderung hat dieselbe Ursache – und nicht jede sollte ohne vorherige dermatologische Abklärung behandelt werden.

Warum Pigmentflecken entstehen Die Farbe unserer Haut wird wesentlich durch den körpereigenen Farbstoff Melanin bestimmt. Er wird von spezialisierten Hautzellen, den sogenannten Melanozyten, gebildet. Bei Sonneneinstrahlung produziert die Haut vermehrt Melanin, um sich bis zu einem gewissen Grad vor UVStrahlung zu schützen – die Haut wird braun. Wird sie über viele Jahre immer wieder der Sonne ausgesetzt, kann sich die Verteilung des Pigments verändern. Es entstehen umschriebene dunklere Stellen, die als Sonnen- oder Altersflecken bezeichnet werden. Besonders häufig zeigen sie sich dort, wo die UV-Belastung am höchsten ist: im Gesicht, am Dekolleté,

an den Unterarmen und auf den Handrücken. Nicht jeder dunkle Fleck ist gleich Neben Sonnenflecken gibt es zahlreiche weitere Formen von Pigmentveränderungen. Dazu gehören Sommersprossen, pigmentierte Muttermale und entzündungsbedingte Verfärbungen. Auch hormonelle Einflüsse können eine Rolle spielen. Ein Beispiel dafür ist das Melasma: eine meist symmetrische, flächige Pigmentierung, die vor allem im Gesicht auftritt und unter anderem durch Hormone und Sonnenlicht begünstigt wird. Für Laien sind die verschiedenen Pigmentveränderungen oft schwer voneinander zu unterscheiden. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie ein Fleck aussieht, sondern auch, ob und wie er sich im Laufe der Zeit verändert. Wann ist eine Kontrolle sinnvoll? Dermatologisch abgeklärt werden sollten Pigmentflecken, die neu auftreten, rasch wachsen oder ihre Form beziehungsweise Farbe verändern. Aufmerksamkeit verdienen auch sehr dunkle, mehrfarbige oder unregelmäßig begrenzte Stellen sowie Flecken, die deutlich anders aussehen als die übrigen Hautmale.

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Juckreiz, Blutungen oder wiederkehrende Verkrustungen sind ebenfalls Gründe für eine Untersuchung. Beschwerden müssen jedoch nicht vorhanden sein: Auffällige Hautveränderungen können gerade im frühen Stadium völlig symptomlos sein. „Bevor ein Pigmentfleck aus ästhetischen Gründen behandelt wird, muss eindeutig geklärt sein, um welche Hautveränderung es sich handelt.“ Erst die Diagnose, dann die Behandlung Wer Pigmentflecken als störend empfindet, wünscht sich häufig eine möglichst schnelle Entfernung. Doch aufhellende Cremes, Peelings oder andere Behandlungen sollten nicht ohne gesicherte Diagnose eingesetzt werden. Sie können das Erscheinungsbild einer Hautveränderung beeinflussen und dadurch eine spätere medizinische Beurteilung erschweren. Bei der dermatologischen Untersuchung kann die Hautveränderung mithilfe eines Dermatoskops genauer betrachtet werden. Dieses spezielle Auflichtmikroskop macht Pigmentstrukturen sichtbar, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Bestehen Zweifel an der Gutartigkeit, kann eine Gewebeuntersuchung notwendig sein. Erst wenn feststeht, dass der Fleck medizinisch unbedenklich ist, kann über eine kosmetische Behandlung gesprochen werden. Welche Behandlung kommt infrage? Welche Methode geeignet ist, hängt von der Art und Tiefe der Pigmentierung, vom Hauttyp und von der betroffenen Körperregion ab. Je nach Befund können beispielsweise medizinische Wirkstoffe, Peelings oder andere dermatologische Verfahren zum Einsatz kommen. Nicht jede Pigmentierung lässt sich vollständig oder dauerhaft

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Wenn die Sonne Flecken hinterlässt

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entfernen. Manche Flecken können nach einer Behandlung erneut auftreten – insbesondere dann, wenn die Haut weiterhin intensiver UV-Strahlung ausgesetzt ist. Eine fachärztliche Beratung hilft dabei, realistische Erwartungen zu entwickeln und mögliche Nebenwirkungen wie Hautreizungen oder erneute Verfärbungen zu vermeiden. Sonnenschutz ist die beste Vorbeugung Konsequenter Sonnenschutz kann dazu beitragen, dass bestehende Pigmentflecken nicht dunkler werden und neue langsamer entstehen. Dabei reicht es nicht, nur im Urlaub an Sonnencreme zu denken. Gesicht, Hände und Dekolleté sind über viele Monate hinweg UV-Strahlung ausgesetzt – auch beim Spazierengehen, bei der Gartenarbeit oder beim Sport. Neben einem geeigneten Lichtschutzfaktor helfen Kleidung, Kopfbedeckung und Schatten, die Haut zu schützen. Wichtig ist außerdem, Sonnenschutzmittel ausreichend aufzutragen und bei längerem Aufenthalt im Freien regelmäßig zu erneuern. Pigmentflecken sind somit nicht automatisch ein Grund zur Sorge. Sie zeigen aber, warum Hautveränderungen nicht ausschließlich unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet werden sollten. Die richtige Reihenfolge lautet: beobachten, dermatologisch abklären und erst danach – wenn gewünscht und medizinisch sinnvoll – behandeln.


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Gynäkologie in der Marienklinik

Vorsorge, die genauer hinsieht. Beratung, die weiterdenkt.

Auffällige Befunde gezielt abklären Ein Spezialgebiet von Dr. Alberta Dibiasi ist die Kolposkopie. Sie ist von der italienischen Fachgesellschaft Società Italiana di Colposcopia e Patologia Cervico-Vaginale als Kolposkopistin akkreditiert. Die Untersuchung kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn PAP- und/ oder HPV-Test einen auffälligen Befund ergeben haben. Dabei werden Gebärmutterhals, Scheide und äußerer Genitalbereich mithilfe eines speziellen Vergrößerungsgeräts genau betrachtet. Verdächtige Gewebeveränderungen lassen sich so erkennen und bei Bedarf gezielt weiter abklären. „Ein auffälliger Vorsorgebefund bedeutet nicht automatisch, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Die Kolposkopie hilft uns, Veränderungen präzise zu beurteilen und die nächsten Schritte fundiert festzulegen“, erklärt Dr. Dibiasi. Ein weiterer Schwerpunkt von Dr. Dibiasi ist der Brustultraschall. Die strahlenfreie Untersuchung ermöglicht eine detaillierte Darstellung des Brustgewebes und dient unter anderem zur Abklärung tastbarer Veränderungen, Schmerzen oder auffälliger Befunde. Besonders bei dichtem Brustgewebe kann sie eine wichtige Ergänzung zur Mammografie sein. Welche Untersuchung sinnvoll ist, wird individuell an-

hand des Alters, der Beschwerden und des persönlichen Risikoprofils entschieden. Kompetenz in der gynäkologischen Onkologie Dr. Tiziana Tagliaferri verfügt über besondere Erfahrung in der gynäkologischen Onkologie. Sie hat in diesem Fachgebiet promoviert und war Referentin für gynäkologische Onkologie am Krankenhaus Bozen. Ihre Expertise ermöglicht eine fundierte Einordnung auch komplexer gynäkologischer Beschwerden und Befunde. Bei Verdacht auf eine Tumorerkrankung oder nach einer entsprechenden Diagnose ist die enge Abstimmung der weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte besonders wichtig. Gut begleitet durch Perimenopause und Menopause Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung, Veränderungen des Zyklus oder Beschwerden im Intimbereich: Die hormonelle Umstellung kann sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. In der Marienklinik beraten und begleiten Dr. Alberta Dibiasi und Dr. Tiziana Tagliaferri Frauen während der Peri- und Menopause. Dr. Tagliaferri hat kürzlich eine umfassende Weiterbildung auf diesem Gebiet abgeschlossen. Im Mittelpunkt stehen die konkreten Beschwerden, die gesundheitliche Vorgeschichte und die persönliche Lebenssituation. Nicht jede Frau benötigt eine Hormontherapie. Wenn sie infrage kommt, werden Nutzen und mögliche Risiken sowie geeignete Präparate und Anwendungsformen sorgfältig besprochen. Auch nicht hormonelle Behandlungsmöglichkeiten und die langfristige Gesundheit von Knochen, HerzKreislauf-System und Stoffwechsel fließen in die Beratung ein.

Dr. Alberta Dibiasi

Dr. Tiziana Tagliaferri

„Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Beschwerden, die den Alltag oder die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, müssen Frauen aber nicht einfach hinnehmen“, betont Dr. Tagliaferri. „Eine fundierte Beratung schafft die Grundlage

für eine Behandlung, die zur jeweiligen Frau und zu ihrer Lebensphase passt.“ Mit spezialisierten Untersuchungen und fundierter fachärztlicher Beratung bietet die Marienklinik gynäkologische Betreuung in unterschiedlichen Lebensphasen.

Gynäkologie in der Marienklinik Dr. Alberta Dibiasi & Dr. Tiziana Tagliaferri Frauengesundheit. Persönlich begleitet.

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Gynäkologische Gesundheit verändert sich im Laufe des Lebens. Deshalb braucht es neben regelmäßiger Vorsorge gezielte Untersuchungen und eine Beratung, die Beschwerden und die persönliche Lebenssituation berücksichtigt. In der Marienklinik liegen besondere Schwerpunkte auf der Kolposkopie, dem Brustultraschall sowie der Begleitung von Frauen in der Peri- und Postmenopause.


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INTERVIEW GESUNDHEITSZENTREN

WEIL VIELES ­ZUSAMMENHÄNGT Meinrad Vigl über die wachsende Bedeutung von Gesundheitszentren

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Nur wenn Körper und Seele im Gleichgewicht sind, macht sich Wohlbefinden breit, fühlt man sich rundum gesund. Wer dieses Gleichgewicht erhalten oder wiederfinden möchte, braucht oft Unterstützung aus mehreren Fachrichtungen. Gesundheitszentren bündeln sie unter einem Dach. Meinrad Vigl, Inhaber und Mitbegründer von Omnia-Physio in Vahrn, erklärt, warum dieser ganzheitliche Ansatz an Bedeutung gewinnt, was solche Zentren leisten können und wie sie ihr Angebot an neue Bedürfnisse anpassen.

Gesundheitszentren, in denen unterschiedliche Leistungen unter einem Dach gebündelt werden, findet man auch in Südtirol immer häufiger. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung? Meinrad Vigl: In den vergangenen Jahren ist es zunehmend schwieriger geworden, für Angebote wie Physio-, Psychooder Ernährungstherapie zeitnah einen Termin zu finden, der sich auch mit dem eigenen Alltag und Terminkalender vereinbaren lässt. Gerade bei begrenzter zeitlicher Flexibilität kann die Suche nach einem

> Lesen Sie weiter auf Seite 16.


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Chirurgisches Fachzentrum In der CityClinic ist vielfältige chirurgische Kompetenz unter © SoYou

Die CityClinic Bozen verbindet medizinische Spitzenkompetenz mit individueller Betreuung – für Menschen, die Wert auf höchste Qualität, kurze Wege und eine Medizin mit persönlicher Zuwendung legen.

entwickelt ihr Leistungsangebot kontinuierlich weiter. Mehr als 60 erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte arbeiten eng zusammen und bieten medizinische Versorgung auf höchstem Niveau – effizient, persönlich und aus einer Hand. So profitieren die Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, raschen Terminen und der Sicherheit, immer vom Arzt ihres Vertrauens behandelt zu werden. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen vereint die CityClinic Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Prävention unter einem Dach – getragen von einem Team aus über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Therapie, Verwaltung und Management. Die CityClinic ruht auf vier zentralen Säulen: dem chirurgischen Fachzentrum, dem ambulanten Fachärztezentrum (Medical Center), der radiologischen Abteilung (CityRadiology) sowie der ambulanten Reha-Abteilung (RehaCenter).

Unmittelbare postoperative und ambulante Physiotherapie

Radiologische Abteilung


© SoYou

• Bikefitting • Trainingstherapie • Präventionsprogramme • Individuelle Betreuung

Ambulantes Facharztzentrum

einem Dach gebündelt. In folgenden Fachbereichen arbeiten und operieren hier anerkannte und privat niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte aus ganz Südtirol: • Anästhesie • Allgemein- und Gefäßchirurgie • Augenheilkunde (Augenchirurgie) • Dermatologie • Gynäkologie • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) • Orthopädie und Traumatologie • Handchirurgie • Plastische Chirurgie • Urologische Chirurgie • Neurochirurgie Medical Center Im Medical Center, dem ambulanten Fachärztezentrum der CityClinic, werden spezialisierte medizinische Leistungen in folgenden Fachbereichen angeboten: • Sportmedizin • Komplementärmedizin • Urologie • Dermatologie • Schmerztherapie • Neurologie • Neurochirurgie • Endokrinologie • Allgemein- und Gefäßchirurgie Ergänzend zu den Facharztvisiten gibt es individuell abgestimmte Check-up-Pakete zur Gesundheitsvorsorge – für alle, die aktiv etwas für ihre Gesundheit tun möchten.

Biomechanische Haltungs- und Bewegungsanalysen

Radiologie: Präzise Diagnostik schafft Sicherheit Modernste Bildgebung ermöglicht rasche und verlässliche Diagnosen – die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung. Leistungsstarke Geräte liefern Bilder in höchster Qualität, die von erfahrenen Radiologinnen und Radiologen schnell und präzise beurteilt werden. Unser diagnostisches Angebot umfasst: • MRT • CT • konventionelles Röntgen • Ultraschalluntersuchungen aller Körperregionen • 3D-Mammografie (Tomosynthese) • Knochendichtemessung (Dexa) • Body composition RehaCenter: zurück in Bewegung „Der Weg zurück zur Gesundheit beginnt nicht erst nach der Behandlung – er ist Teil der Behandlung“, sagt der Koordinator der Physiotherapie Matthäus Kössler. Im RehaCenter der CityClinic werden die Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück zu Gesundheit, Beweglichkeit und Lebensqualität begleitet – individuell, professionell und abgestimmt auf ihre persönlichen Bedürfnisse. Ob nach einem ambulanten oder stationären Eingriff oder zur gezielten Prävention: Erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten entwickeln gemeinsam mit

den behandelnden Fachärztinnen und Fachärzten maßgeschneiderte Behandlungskonzepte. Im biomechanischen Labor werden Bewegungsabläufe mithilfe moderner Analysemethoden präzise erfasst und ausgewertet. So lassen sich Fehl- und Belastungsmuster erkennen, Bewegungsabläufe optimieren und individuelle Potenziale ausschöpfen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für individuell abgestimmte Rehabilitationsund Präventionsprogramme. Sie tragen auch gezielt zur Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit bei. Unser Angebot umfasst: • Physiotherapie • Rehabilitation

Gemeinsam die Medizin von morgen gestalten Medizin entwickelt sich ständig weiter. Deshalb investieren wir kontinuierlich in moderne Medizintechnik, innovative Behandlungsmethoden und die Aus- und Weiterbildung. Unser Anspruch ist klar: Wir möchten, dass unsere Patientinnen und Patienten jederzeit von einer Medizin profitieren, die wissenschaftlich fundiert, technisch auf dem neuesten Stand und gleichzeitig menschlich ist. Medizin beginnt mit Vertrauen. Und sie endet für uns erst dann, wenn sich unsere Patientinnen und Patienten medizinisch und menschlich bestens begleitet fühlen.

CityClinic Bozen erfahren. verlässlich. herzlich Waltraud-Deeg-Straße 3/G Tel. 0471/1551010 info@cityclinic.it www.cityclinic.it Sanitätsdirektor: Dr. Helmuth Ruatti

Dafür stehen wir: • Medizin mit Menschlichkeit • Persönliche Betreuung statt anonymer Behandlung • Kurze Wege und rasche Terminvergabe • Erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten • Modernste Diagnostik auf höchstem Niveau • Interdisziplinäre Zusammenarbeit • Versorgung aus einer Hand Eine Klinik – viele Kompetenzen • Über 60 Fachärztinnen und Fachärzte • 18 medizinische Fachbereiche • Mehrere 1000 ambulante Behandlungen jährlich • Über 2800 Operationen pro Jahr • 99,8 Prozent Patientenzufriedenheit • 8 Jahre Erfahrung • Moderne Radiologie und Bilddiagnostik • Interdisziplinäres Medical Center • Rehabilitations- und Präventionsangebote mit biomechanischer Analyse


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INTERVIEW GESUNDHEITSZENTREN Viele gesundheitliche Probleme hängen zusammen. Nur an einer Stelle zu arbeiten, bringt deshalb nicht immer ans Ziel.

passenden Termin zur Herausforderung werden. Gleichzeitig ist die Nachfrage in diesen Bereichen gestiegen – auch im Zuge eines wachsenden Gesundheitsbewusstseins.

Wie äußert sich das? Vigl: Die Südtirolerinnen und Südtiroler waren zwar – verglichen mit meinen Erfahrungen im benachbarten Ausland

– im Durchschnitt immer schon recht bewegungsfreudig und sportlich. Während sie aber früher erst dann eine Gesundheitseinrichtung aufgesucht haben, sobald ein Problem akut

geworden ist, denken sie heute zunehmend vorbeugend. Das empfinde ich als sehr positiv. Auffallend ist, dass insbesondere die Coronazeit einen Schub in diese Richtung gege-

Foto: Mercurio Studio

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Gutes Hören beginnt mit guter Beratung Gutes Hören ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit und trägt dazu bei, den Alltag selbstständig und aktiv zu gestalten. Ob im Gespräch mit der Familie, bei Terminen, im Beruf oder in Gesellschaft – wer gut versteht, kann leichter am täglichen Leben teilnehmen. Veränderungen des Hörvermögens entwickeln sich jedoch oft langsam und bleiben lange unbemerkt. Erste Anzeichen können

sein, dass Gespräche anstrengender werden, häufiger nachgefragt werden muss oder Sprache bei Hintergrundgeräuschen schwieriger zu verstehen ist. Ein Hörtest kann frühzeitig Klarheit schaffen. Bei Besser Hören werden kostenlose und unverbindliche Hörtests angeboten. Zeigt sich dabei ein Unterstützungsbedarf, steht eine persönliche und ausführliche Beratung im Mittelpunkt. Dabei

werden nicht nur die Ergebnisse des Hörtests berücksichtigt, sondern auch die individuellen Bedürfnisse, Gewohnheiten und Hörsituationen im Alltag. Da Besser Hören mit verschiedenen Markenherstellern zusammenarbeitet, kann aus unterschiedlichen Hörsystemen und technischen Möglichkeiten ausgewählt werden. Entscheidend ist, welche Lösung zur jeweiligen

Person passt. Passende Hörgeräte können deshalb einen Monat lang kostenlos und unverbindlich im Alltag ausprobiert werden. So lässt sich in unterschiedlichen Situationen feststellen, wie gut die jeweilige Hörlösung unterstützt. Auch nach der Anpassung bleibt eine persönliche und verlässliche Betreuung wichtig. Mit 27 Standorten in ganz Südtirol ist Besser Hören wohnortnah erreichbar. Wenn ein Besuch in einer Servicestelle nicht möglich ist, werden zudem kostenlose Hausbesuche angeboten. So steht von der ersten Überprüfung des Hörvermögens bis zur langfristigen Betreuung eine individuelle Begleitung im Mittelpunkt. Wenden Sie sich an eine unserer 27 Servicestellen in ganz Südtirol oder vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. 0471/263390 oder per E-Mail an info@besserhoeren.it.


INTERVIEW GESUNDHEITSZENTREN 17 Warten bis der Körper rebelliert, das ist keine gute Strategie. Ein Check zwischendurch kann vielen Problemen vorbeugen.

ben hat. Vielleicht, weil sich die Menschen intensiver mit sich selbst beschäftigt und Zeit gefunden haben, über die persönlichen Bedürfnisse nachzudenken oder das eine oder andere

an Bewegung oder Ernährung auszuprobieren, das ihnen gutgetan hat.

kommen, die vorbeugend ­Leistungen in Anspruch nehmen?

Bedeutet das, dass auch Menschen in Ihre Einrichtung

Vigl: Das ist ganz unterschiedlich. Die meisten Klienten und

Klientinnen haben zwar bereits ein Problem, das sie zu uns führt. Aber es gibt auch den

> Lesen Sie weiter auf Seite 20.

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Dolomiti Sportclinic Ein Sturz beim Klettern, plötzlich auftretende Schmerzen beim Wandern oder schon lange bestehende Gelenkbeschwerden: Wenn Bewegung zur Qual wird, zählt vor allem eines – schnelle, kompetente und persönliche Hilfe. Genau dafür steht die Dolomiti Sportclinic, Privatklinik für Orthopädie und Traumatologie.

Gegründet von Dr. Arnold Gurndin, bietet die Dolomiti Sportclinic moderne Diagnostik, persönliche Beratung und eine schnelle, individuell abgestimmte Behandlung. Das Besondere: alles aus einer Hand – und ohne lange Wartezeiten. Bei Verletzungen oder akuten Beschwerden stehen ärztliche Visite und umfassende Diagnostik mit Röntgen, MRT, CT und Ultraschall zur Verfügung. Anschließend wird die

© Alex Filz

Damit dein Lächeln nicht auf der Strecke bleibt!

passende Therapie festgelegt – bei Bedarf kann eine Operation noch am selben Tag erfolgen. Neben chirurgischen Eingriffen bietet die Klinik ein breites Spektrum an konservativen und regenerativen Therapien, darunter PRP-Infiltrationen, fokussierte Stoßwellentherapie sowie Akupunktur. Behandelt werden Menschen jeden Alters, von Kindern mit Wachstumsproblemen oder

Sportverletzungen bis hin zu Patienten mit Gelenkverschleiß oder chronischen Beschwerden. Mit dem Hauptsitz in St. Ulrich in Gröden sowie weiteren Strukturen in Bozen und Meran ist die Dolomiti Sportclinic optimal aufgestellt. Bestimmte Leistungen werden zudem in Konvention mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb angeboten: In der Praxis in Bozen können orthopädische Visiten auf Zuweisung des Hausarztes in An-

spruch genommen werden, ebenso wie ausgewählte Operationen in St. Ulrich – insbesondere im Bereich der Endoprothetik (z. B. Knie- oder Hüftgelenk). Ob Südtirolerinnen und Südtiroler, internationale Patientinnen und Patienten oder Spitzensportlerinnen und -sportler – sie alle vertrauen auf medizinische Kompetenz, kurze Wege und persönliche Betreuung. Für eine schnelle Rückkehr zu Bewegung, Sport und Lebensqualität.

dolomiti sportclinic Dolomiti Sportclinic Gröden, Bozen und Meran Tel. 0471/086000 www.dolomiti-sportclinic.com


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Zurück zu dem, was zählt: So funktioniert moderne Physiotherapie

Rückenschmerzen nach acht Stunden am Schreibtisch, ein ver­ drehtes Knie beim Fußball oder Unsicherheit nach einer Opera­ tion: Wer Schmerzen hat, möchte vor allem eines – schnell wieder normal leben. Doch Heilung bedeutet mehr als Schmerzfrei­ heit. Es geht darum, Vertrauen in den eigenen Körper zurückzuge­ winnen und Belastungen wieder sicher zu meistern.

Bei Omnia Physio beginnt Therapie deshalb nicht mit einem Standardprogramm, sondern mit einer einfachen Frage: Was möchten Sie wieder können? Für manche ist das ein Spaziergang ohne Beschwerden, für andere der Wiedereinstieg ins Training oder die Rückkehr auf die Skipiste. Das persönliche Ziel bestimmt den Weg der Rehabilitation. Mehr als die schmerzende Stelle Beschwerden werden heute nicht mehr nur isoliert betrachtet. Schmerzen können viele Ursachen haben: Bewegungsmangel, Überlastung, Stress, fehlende Regeneration. Deshalb verfolgen die Gründer von Omnia Physio, Meinrad Vigl, Armin Harrasser und Davide Lorenzi einen ganzheitlichen Ansatz. Klassische Physiotherapie wird mit aktivem Training kombiniert. Auch Schlaf, Ernährung, Regeneration, mentale Belastung

und der berufliche Alltag können eine Rolle spielen. Wer verstehen möchte, warum Beschwerden entstehen, muss den Menschen als Ganzes betrachten. Training ist Teil der Therapie Ein wichtiger Baustein ist die aktive Mitarbeit. Mit gezielten Übungen werden Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Stabilität aufgebaut. Das Training ist individuell: Eine Läuferin nach einer Knieverletzung braucht andere Reize als ein Büroangestellter mit Rückenproblemen. Die Belastung wird kontrolliert gesteigert, Fortschritte werden regelmäßig überprüft. So zeigt sich, was gut funktioniert und wo noch Defizite bestehen. Objektive Tests geben Sicherheit und helfen, Überlastungen zu vermeiden. Gute Betreuung braucht Zusammenarbeit Besonders nach Operationen oder bei längeren Reha-Verläufen ist ein abgestimmtes Vorgehen wichtig. Deshalb arbeitet Omnia Physio eng mit Ärzten, Chirurgen und externen Spezialisten zusammen. Innerhalb der Praxis greifen Therapie, Training und verschiedene Spezialisierungen ineinander. Qualität durch Wissen und Innovation Weiterbildung spielt dabei eine große Rolle. Alle Therapeuten bilden sich regelmäßig fort und bringen neue Erkenntnisse ins Team ein. Gleichzeitig spezialisiert sich jeder auf bestimmte Bereiche. Die Praxis arbeitet mit internationalen Partnern zusammen und nutzt moderne Geräte sowie innovative Behandlungskonzepte, an deren Entwicklung sie teils selbst beteiligt ist. Dieses Wissen gibt Omnia Physio auch in Kursen im In- und Ausland weiter. Omnia Physio betreut längst nicht nur Patienten aus der Region. Auch Menschen aus dem Ausland, darunter Hochleis-

tungssportler, kommen zur Behandlung. Im Mittelpunkt steht dabei jedoch nicht der Leistungsstatus, sondern das persönliche Ziel: Für einen älteren Menschen kann mehr Selbstständigkeit genauso bedeutend sein wie für einen Sportler die Rückkehr zu voller Leistungsfähigkeit. Das eigentliche Ziel: wieder selbstständig sein Moderne Physiotherapie richtet sich keineswegs nur an ambitionierte Sportler. Lebensqualität kann bedeuten, wieder sicher Treppen zu steigen, Einkäufe zu tragen, mit den Kindern zu spielen oder ohne Angst Sport zu treiben. Erfolgreiche Rehabilitation endet deshalb idealerweise nicht mit dem Satz „Der Schmerz ist weg“. Sie endet dann, wenn Menschen wissen, was ihr Körper kann, wie sie ihn sinnvoll belasten und was sie selbst tun können, damit Beschwerden möglichst nicht zurückkehren. Das wichtigste Ziel ist einfach: wieder das tun zu können, was im eigenen Leben zählt – sicher, selbstständig und mit neuem Vertrauen in den Körper.


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INTERVIEW GESUNDHEITSZENTREN Eine Physiotherapie kann helfen, aber oft hängen körperliche und seelische Probleme zusammen, weshalb ein ganzheitlicher Ansatz notwendig ist.

Hobbyläufer, der viele Jahre nur Ausdauer trainiert hat: Ihm ist bewusst geworden, dass er auch gezieltes Krafttraining braucht,

um Verletzungen und Langzeitfolgen vorzubeugen. Oder da ist die Sekretärin, die zwar Sport treibt, aber ständig hohen

Blutdruck hat. Oder es kommt der junge Handwerker, den es im Rücken zwickt und der den gesunden Ausgleich zur Belastung bei seiner Arbeit sucht. In all diesen Fällen sind wir eine geeignete Anlaufstelle.

Was kann ein Gesundheitszentrum leisten, was eine einzelne Arztpraxis oder eine klassische Physiotherapiepraxis nicht leisten kann?

Ihre Gesundheit in besten Händen.

Vigl: Viele gesundheitliche Probleme hängen erfahrungsgemäß miteinander zusammen.

in seiner Gesamtheit betrachtet wird. Eine Physiotherapie wird schwieriger, wenn beispielsweise Übergewicht eine Rolle spielt. In diesem Fall kann eine zusätzliche Ernährungstherapie sinnvoll sein. Wer an chronischen Schmerzen leidet, ist psychisch oft stark belastet oder sogar depressiv und kommt womöglich mit einer begleitenden Psychotherapie besser voran. Nach einer schweren Operation braucht es unter Umständen nicht nur eine gute Rehabilitation, sondern auch einen Ernährungsplan. Es gibt viele Studien, die beweisen, dass die Ernährung den Heilungsprozess maßgeblich beeinflusst. In einem Gesundheitszentrum lassen sich die unterschiedlichen Disziplinen über kürzere Wege verbinden – und das alles unter einem Dach.

Eine ganzheitliche Behandlung kostet viel Geld … Vigl: Wie eine ganzheitliche Behandlung gestaltet wird, hängt immer von den individuellen Bedürfnissen und Zielen der Patientinnen und Patienten ab. Gerade in privaten Einrichtungen kann sich eine vertrauensvolle Beziehung zu den behandelnden Fachleuten

Viele gesundheitliche Probleme hängen erfahrungsgemäß miteinander zusammen. Deshalb ist es vorteilhaft und wichtig, wenn die verschiedenen Disziplinen nicht isoliert arbeiten, sondern der Mensch in seiner ­Gesamtheit betrachtet wird. Meinrad Vigl

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Deshalb ist es vorteilhaft und wichtig, wenn die verschiedenen Disziplinen nicht isoliert arbeiten, sondern der Mensch

entwickeln, in der offen besprochen wird, welche Maßnahmen sinnvoll sind und womit begonnen werden sollte. Häufig wird


INTERVIEW GESUNDHEITSZENTREN 21 Bewegung, Ernährung, Schlaf und viele andere Faktoren sind für unsere Gesundheit verantwortlich.

sinnvoll sind. So lässt sich für jede Person ein passender und praktikabler Weg finden.

Vor allem im Bereich der Prävention und Bewegungstherapien gibt es laufend Veränderungen. Wie entscheiden Sie, welche Therapien oder Fachbereiche neu in Ihr Angebot aufgenommen werden?

die Behandlung schrittweise aufgebaut und im Verlauf angepasst: Man startet beispielsweise mit einigen Sitzungen,

beobachtet die Entwicklung und entscheidet anschließend gemeinsam, ob weitere oder ergänzende Therapiebausteine

Vigl: Wir schauen uns an, welche Bedürfnisse bei unseren Klientinnen und Klienten auftreten und welche Entwicklungen es in den einzelnen Therapiebereichen gibt. Wenn wir merken, dass ein Thema häufiger wird oder eine Behandlung sinnvoll mit einem weiteren Angebot ergänzt werden könnte, besprechen wir das intern. Daraus kann sich ergeben, dass jemand aus dem Team eine

entsprechende Weiterbildung macht, oder wir gar überlegen, eine zusätzliche Fachrichtung ins Zentrum zu holen.

ZUR PERSON

Meinrad Vigl ist Inhaber und Mitbegründer von Omnia-Physio, Vahrn.

Fotos: Alex Moling

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Von links nach rechts: Dr. Hubert Agreiter, Dr. Thomas Egger, Dr. Reinhold Kofler, Dr. Mauro Martin, Dr. Thomas Pezzei

Traumacenter Kronplatz

Kompetenz, die bewegt. Von der Diagnose bis zur Therapie.

Diagnostik. Behandlung. Physiotherapie. – Alles an einem Ort

Das Traumacenter Kronplatz zählt zu den führenden privaten Kompetenzzentren für Orthopädie, Traumatologie und Sporttraumatologie in Südtirol. Das Ärzteteam vereint jahrzehntelange Expertise und begleitet PatientInnen persönlich – von der ersten Abklärung bis zur Rück-

kehr in Alltag, Beruf und Sport. Moderne Diagnostik direkt vor Ort – MRT, CT, Röntgen und Ultraschall – ermöglicht rasche, präzise Befunde und individuell abgestimmte Therapien. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Physiotherapie direkt im Haus.

In enger Abstimmung mit dem behandelnden Ärzteteam werden individuelle Therapie- und Rehabilitationskonzepte erstellt – mit dem Ziel, Beweglichkeit, Funktion und Belastbarkeit gezielt wiederherzustellen und den Heilungsverlauf optimal zu begleiten.

Traumacenter Kronplatz Seilbahnstraße 14/A Reischach/Bruneck Tel. 0474/548217 info@traumacenter-kronplatz.it www.traumacenter-kronplatz.it


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INTERVIEW PRIVATVERSICHERUNG

REDEN WIR ÜBER DEN ERNSTFALL Nicht privat versichert?

Ein Sturz beim Skifahren, eine plötzliche Diagnose, eine Operation, die nicht warten kann: Niemand denkt gern an den Tag, an dem das passieren kann. Genau deshalb lohnt sich der Blick darauf, bevor es so weit ist. Giulia Sandri, Verantwortliche für die Bearbeitung der Schadensfälle und Expertin Bancassurance der ­Volksbank, erklärt im Gespräch, warum sich immer mehr Menschen für eine private Krankenversicherung entscheiden, worauf es bei der Wahl des richtigen Tarifs wirklich ankommt – und was sie selbst als Erstes prüfen würde.

Welche sind die häufigsten Gründe, aus denen Kunden eine private Krankenversicherung abschließen? Giulia Sandri: Der Hauptgrund ist sicher der Wunsch, im Krankheitsfall möglichst rasch eine hochwertige medizinische Versorgung zu bekommen. Dabei auch die Behandlungseinrichtung wählen zu können, ohne dass die Kosten für Krankenhausaufenthalte oder Operationen im Vordergrund stehen, ist ebenso ein wichtiger Faktor. Eine private Krankenversicherung wird deshalb häufig als zusätzliche Absicherung gesehen – für sich selbst, aber auch für die Familie.

> Lesen Sie weiter auf Seite 24.


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Spitzenmedizin, Empathie, Innovation

Brixsana: Warum Ihre Gesundheit hier in besten Händen ist Im Südtiroler Gesundheitssektor spielt die Brixsana private clinic eine bedeutende Rolle. Es ist mehreren Gründen zu verdanken, welche das Haus zu einer der führenden Adressen für private Gesundheitsversorgung in der Region machen.

Eine ganzheitliche Versorgung, die durch 22 spezialisierte Kompetenzzentren unter einem einzigen Dach ein außergewöhnlich breites Spektrum abdeckt. Rund 30 renommierte Fachärzte arbeiten Hand in Hand. Der kontinuierliche Austausch sowie regelmäßige Fortbildungen garantieren eine starke interdisziplinäre Kompetenz mit Diagnose- und Therapiewegen nach den neuesten Forschungsstandards. Kurze Wartezeiten verbinden sich mit einer persönlichen Betreuung in einem angenehmen Ambiente, in dem stets der Mensch im Zentrum steht. Dank gezielter Konventionen mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb können ausgewählte Leistungen auch über die reguläre Krankenkasse in Anspruch genommen werden. Abgerundet wird das Angebot durch eine Diagnostik der Zukunft: Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Brixsana ist ihr kontinuierlicher Pioniergeist bei technologischen Innovationen, wobei die stetige Investition in modernste Medizintechnik höchst präzise Diagnosen und schonende, fortlaufend weiterentwickelte Behandlungen ermöglicht. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür bietet erstens die Augenheilkunde: Dr. Dagmar Pedri brachte den SimVis Gekko2 an die Klinik, die somit als erste und einzige in Südtirol ein KIgestütztes System zur Simulation von Linsenimplantaten einsetzt. Patienten mit Grauem Star oder Alterssichtigkeit kön-

nen dank dieser innovativen Technologie bereits vor einem operativen Eingriff realistisch nachempfinden, wie sie mit unterschiedlichen Linsentypen nachher sehen werden. Diese Symbiose aus KI und Medizintechnik sorgt für eine bisher unbekannte Entscheidungssicherheit. Ebenfalls einzigartig sind die Innovationen von Prof. Dr. Alexander Gardetto auf dem Gebiet der bionischen Chirurgie. Mit der Targeted Sensory Reinnervation (TSR), der gezielten sensorischen Reinnervation des Amputationsstumpfes, ermöglicht er Patientinnen und Patienten, ihre bionische Prothese sensorisch wahrzunehmen und gewissermaßen zu fühlen. Dadurch wird die Prothese stärker als Teil des eigenen Körpers erlebt. Gleichzeitig können Phantomund neuropathische Schmerzen deutlich reduziert werden oder sogar vollständig verschwinden. So gewinnen Betroffene ein wertvolles Stück Lebensqualität und Selbstständigkeit im Alltag zurück. Das sind nur zwei von vielen Beispielen. Neben dem Hauptsitz in der Brixner Industriezone betreibt die Klinik zusätzlich drei Traumacenter: in Corvara, am Kronplatz in Olang und an

der Talstation Speikboden. Hier wird nicht nur bei Unfällen eine schnelle und gute Versorgung sichergestellt: Am Speikboden können Ansässige reguläre Fachvisiten mittels Terminvereinbarung ganzjährig in Anspruch nehmen. Die umfangreiche Erfahrung in der Orthopädie und Traumatologie macht die Brixsana zur begehrten Anlaufstelle bei Erkrankungen des Gelenkund Bewegungsapparates: Hüftund Knieprothesen, Fuß- und Handchirurgie, Infiltrationen

und Schmerztherapie sind wichtige, aber nur einige Bereiche. An allen Standorten trifft Professionalität auf echte Herzenswärme. Diese Kombination gilt als das Erfolgsrezept. Wenn es um Gesundheit geht, zählt auch das Vertrauen – und dieses ergibt sich aus medizinischer Kompetenz einerseits und Begegnungen auf Augenhöhe andererseits. Schließlich ist sie unser wertvollstes Gut, und in sensiblen Situationen möchte man sie in besten Händen wissen.

5 GRÜNDE FÜR DIE BRIXSANA PRIVATE CLINIC Ihre Gesundheit in besten Händen – weil sie das Wertvollste ist, widmen wir uns ohne Kompromisse Ihrem Wohlbefinden. • 22 Kompetenzzentren unter einem Dach • 30 Fachärzte stehen in engem Austausch miteinander • Kurze Wartezeiten, persönliche Betreuung und eine angenehme, fürsorgliche Atmosphäre

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INTERVIEW PRIVATVERSICHERUNG

Hat sich die Nachfrage in den vergangenen Jahren verändert?

Ein kleiner monatlicher Beitrag kann im Ernstfall eine große finanzielle Belastung verhindern.

Sandri: Ja, ganz eindeutig. Die Menschen nehmen stärker wahr, dass das Gesundheitssystem an manchen Stellen an seine Grenzen stößt – etwa bei den Wartezeiten oder bei der Verfügbarkeit bestimmter Leistungen. Auch die finanziellen Belastungen bei einer schweren Erkrankung fallen ins Gewicht. Eine rechtzeitige Vorsorge hilft dann, den gewohnten Lebensstandard trotz der möglichen hohen Ausgaben abzusichern. Wichtig ist es aber, für jede Situation die geeignete Lösung und für jeden Kunden bzw. jede Kundin das passende Produkt zu finden.

Die Versicherungsprämien sind oft sehr unterschiedlich. Was ist bei der Entscheidung besonders zu beachten? Und wie wichtig ist da die persönliche Beratung? Sandri: Die Höhe der Prämie ist zweifellos ein wichtiger Faktor, sollte jedoch nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Ausschlaggebend sind vor allem folgende Punkte: • der Umfang der Leistungen, • die Versicherungssummen,

Gesundheitsvorsorge sollte nicht erst dann zum Thema werden, wenn bereits gesundheitliche ­Probleme da sind. Sie sollte, so wie viele andere Absicherungen, Teil einer Strategie fürs Leben sein. Giulia Sandri

• mögliche Selbstbehalte, • die Wartezeiten sowie •  die Bedingungen für die Kostenrückerstattung. Bei einer auf den ersten Blick günstigeren Lösung kann es im Ernstfall deutlich eingeschränktere Leistungen oder weniger vorteilhafte Bedingungen geben. Wer zum Beispiel viel unterwegs ist oder ausgiebig Sport treibt, hat selbstverständlich andere Bedürfnisse als Menschen, die sich vor allem daheim aufhalten. Auch das Alter spielt bei der Entscheidung eine bedeutende Rolle. Daher ist die persönliche Beratung von zentraler Bedeutung, um die optimale Absicherung zu ermöglichen.

Welche Leistungen werden Ihrer Erfahrung nach besonders oft beansprucht und welche vielleicht häufig unterschätzt oder übersehen? Sandri: Die am häufigsten genutzten Leistungen betreffen Krankenhausaufenthalte und chirurgische Eingriffe. Allerdings können auch die Kosten

Eine persönliche Beratung kann Missverständnissen und Ärger vorbeugen. > Lesen Sie weiter auf Seite 26.


© Milo Zanecchia

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Wo das Abenteuer beginnt, darf die Sicherheit nicht enden

© iStock

Südtirol ist schon seit langem ein Paradies für Sporttreibende sowie Naturgenießende. Die imposanten Gipfel der Dolo­ miten locken im Sommer zu Wanderungen und Klettertou­ ren, während sich die verschnei­ ten Hänge im Winter in ein Mekka für Skifahrerinnen und Skifahrer verwandeln. Doch wo Naturlandschaften Begeisterung wecken, bewegt man sich stets auf terrainbedingtem Risikobo­ den. Ein unbedachter Schritt auf dem Klettersteig, eine rutschige Eisstelle auf der Skipiste oder ein plötzlicher Wetterumschwung können den Traum schlagartig zu einem absoluten Albtraum werden lassen.

„Auch wenn wir glauben, dass ein alpinen Unfälle eine private Un­ Unfall immer nur den anderen fallversicherung nicht zu einem passiert, die Statistik zeichnet Luxusprodukt, sondern zu einer leider ein anderes Bild“, sagt Notwendigkeit. Meist wird ver­ Markus Zahrnhofer, Vorstands­ gessen, dass sich unfallbedingte direktor der Merkur Versiche­ Langzeitschäden bis hin zur In­ rung. Die aktuellen Zahlen der validität auch auf die Erwerbs­ Rettungsdienste unterstreichen fähigkeit auswirken. Dies führt das Risiko deutlich: Allein der wiederum zu finanziellen Ein­ Alpenverein Südtirol verzeichne­ bußen, die nicht nur die Betrof­ te im letzten Jahr über 1800 Aus­ fenen selbst in eine existentielle rückungen, während das Landes­ Notlage bringen, sondern sich institut für Statistik (ASTAT) für auf die ganze Familie auswirken. eine einzige Wintersaison knapp Hinzu kommt, dass die gesetzli­ 12.000 Unfälle auf Südtirols Ski­ che Unfallversicherung nur für pisten registriert. Umgerechnet Arbeitnehmende gilt und aus­ bedeutet das, dass jede Stunde schließlich Arbeitsunfälle sowie mehr als ein Unfall passiert. Vie­ Berufskrankheiten deckt. le dieser Zwischenfälle erfordern kostenintensive Bergungen per „Wenn wir von Menschen reden Hubschrauber sowie eine schnel­ und deren Bedürfnisse ganzheit­ le medizinische Erstversorgung lich betrachten, denken wir die im unwegsamen Gelände. Im existentielle Absicherung mit“, Regelfall haben Betroffene die ergänzt Zahrnhofer. Um Unfäl­ entstehenden Kosten selbst zu le und Verletzungen bestmöglich tragen. zu vermeiden, sind die passende Ausrüstung sowie Trainingsme­ Entgegen der Wahrnehmung thoden essentiell. Das reicht von vieler macht die Häufung der richtigen Aufwärmübungen bis © Geoff Holman

Im Schnitt ereignet sich auf Südtirols Bergen jede Stunde ein Unfall. Die private Unfallversicherung ist damit kein Luxusprodukt, sondern neben der richtigen Ausrüstung und der passenden Vorbereitung ein absolutes Muss.

hin zur Schutzbekleidung. ,,Ge­ nau deshalb liegt unser Fokus nicht nur auf Ernstfällen, son­ dern auf aktiver Prävention. Wir setzen auf finanzielle Unterstüt­ zung bei der Unfallvorsorge, egal ob bei der Arbeit, beim Sport oder in der Freizeit – beispiels­ weise für die richtige Sportaus­ rüstung und Sicherheitsbeklei­ dung“, so Zahrnhofer. Interessen sind sehr unterschiedlich, genau­ so wie die Bedürfnisse der Men­ schen. Deshalb gibt es individu­ elle Lösungen für individuelle Anforderungen. Über die Merkur Versicherung AG Die Merkur Versicherung AG ist eine österreichische Versiche­ rungsgesellschaft mit Sitz in Graz. Als zweitgrößter privater Kran­ kenversicherer Österreichs und mit der Erfahrung aus 228 Jah­ ren Unternehmensgeschichte stellt die Traditionsversicherung das Wunder Mensch und dessen Absicherung in den Mittelpunkt ihres unternehmerischen Den­ kens und Handelns. Die Merkur Gruppe ist in Öster­ reich, Italien und Südosteuropa im Jahresschnitt mit 1796 Mit­ arbeitenden aktiv.

Kontakt Merkur Versicherung AG Leopoldstraße 17, Innsbruck Tel. +43 512/598403737 office@merkur­versicherung.it www.merkur­versicherung.it


INTERVIEW PRIVATVERSICHERUNG Vergleichen ist immer wichtig: Einige Privatversicherungen bieten die Möglichkeit, die gesamte Familie einzuschließen.

für diagnostische Untersuchungen vor dem Krankenhausaufenthalt oder für Rehabilitationsund Physiotherapiemaßnahmen nach der Entlassung erheblich sein und dürfen nicht unterschätzt werden. Dann sind Betroffene oft froh, wenn die Kosten in den Vertragskliniken direkt übernommen werden. Hier sind wir wieder beim Punkt „Beratung“, denn es ist oft das Kleingedruckte, das übersehen wird.

Private Krankenversicherungen sind in der Regel auf jüngere und gesunde Menschen ausgerichtet. Haben Menschen mit Vorerkrankungen überhaupt Chancen, sich versichern zu lassen? Und wie ist es bei älteren Menschen?

Sandri: Selbstverständlich gibt es am Markt die unterschiedlichsten Angebote. Es gilt deshalb zunächst zu prüfen, ob für den Abschluss der Versiche-

rung ein Gesundheitsfragebogen erforderlich ist und bis zu welchem Alter man beitreten kann. Der Versicherungsschutz kann oft aber auch bis zum 85. Lebensjahr bestehen bleiben. Selbst Vorerkrankungen können nach Ablauf der Karenzzeiten mitversichert sein. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, welche Leistungen tatsächlich abgedeckt sind und welche Einschränkungen gelten.

Wie reagiert eine private Krankenversicherung auf Inflation und steigende Gesundheits­kosten? Können sich Leistungen und Beiträge eines bestehenden Tarifs im Laufe der Zeit verändern? Sandri: Wie bei jedem Versicherungsprodukt können sich die Vertragsbedingungen im Laufe der Zeit ändern, insbesondere aufgrund von Neuentwicklungen im Gesundheitswesen und wegen der steigenden

Kosten von medizinischen Leistungen. Die Grundlage hierfür sind stets die jeweils gültigen Vertragsbestimmungen. Daher ist es ratsam, den eigenen Versicherungsschutz von Zeit zu Zeit zu überprüfen und mit dem Berater oder der Beraterin zu besprechen, besonders wenn sich die eigene Lebenssituation ändert. So kann sichergestellt werden, dass die gewählte Lösung auch weiterhin zu den persönlichen Bedürfnissen passt.

räume hat und nicht ständig an die Kosten denken muss. Es ist für privat Versicherte auch beruhigend zu wissen, dass sie sich im Ernstfall für eine Einrichtung, eine Behandlungsmethode, einen Arzt oder eine Ärztin entscheiden können, denen sie vertrauen.

ZUR PERSON Foto: Volksbank

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Ihr ganz privater Tipp für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung …? Sandri: Gesundheitsvorsorge sollte nicht erst dann zum Thema werden, wenn bereits gesundheitliche Probleme da sind. Sie sollte, so wie viele andere Absicherungen, Teil einer Strategie fürs Leben sein, damit man im Krankheitsfall zusätzliche finanzielle Spiel-

Giulia Sandri ist die Verantwortliche für die Bearbeitung der Schadensfälle und Expertin Bancassurance der Volksbank.


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