Sanierungen bleiben auch 2026 attraktiv: Staat und Südtirol fördern Bauherren weiterhin mit verschiedenen Programmen. Wer ein Bauvorhaben plant, sollte Fördermöglichkeiten gezielt prüfen und ausschöpfen.
10 TARTSCH
Architekt Christian Kapeller ermöglichte in Tartsch zeitgemäßes Wohnen im denkmalgeschützten Widum. Ein Projekt, das eindrücklich zeigt: Weiterbauen ist vor allem eine Frage der Haltung – nicht der Inszenierung.
16 RESTAURIERUNGEN
Ein Restaurator arbeitet an der Schnittstelle von Vergangenheit und Gegenwart. Er erhält nicht nur historische Objekte, sondern liest und bewahrt auch ihre Spuren und Geschichten.
20 KALTERN
Jahrzehntelang stand ein historisches Gebäude im ensemblegeschützten Ortskern von St. Anton/Kaltern leer und in Vergessenheit. Heute ist es, dank Florian Scartezzini Architecture, wieder Teil des Dorfes – zurückhaltend saniert und behutsam in die Gegenwart überführt.
IMPRESSUM
„Dolomiten“-Spezial „SANIEREN&RENOVIEREN“, Mai 2026, Herausgeber, Verlag und Druck: Athesia Druck GmbH, Bozen Redaktion und Druckerei: Weinbergweg 7, 39100 Bozen, Tel. 0471/928888, Chefredakteur: Elmar Pichler Rolle Redaktion: Lisa Mitterer, Elisabeth Stampfer, Barbara Oberlechner, Florian Mair, Titelbild: Spherea3D/Peter Daldoss, Layout: Athesia Druck GmbH, Tel. 0471/925358, Koordination: Lidia Galvan, „Dolomiten“- Anzeigenabteilung, Tel. 0471/925312, dolomiten.spezial@athesia.it
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Athesia Druck GmbH hat gemäß Art. 37 der EU-Verordnung 2016/679 (GDPR) den Datenschutzbeauftragten (Data Protection Officer, DPO) ernannt. Die Kontaktaufnahme für jedes Thema in Bezug auf die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist über dpo@athesia.it möglich. Druckreif übermittelte Unterlagen können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher oder grafischer Form, haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur.
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FÖRDERUNGEN 2026
Neue Regeln, mehr Kontrolle
Sanieren bleibt auch 2026 attraktiv: Staat und Land Südtirol unterstützen Bauherren weiterhin mit verschiedenen Förderungen. Gleichzeitig nehmen die Kontrollen zu, etwa durch verstärkte Prüfungen der Katasterdaten durch die Einnahmenagentur. Die Regeln sind klarer strukturiert, die Spielräume etwas enger geworden. Wer ein Projekt plant, sollte die Möglichkeiten gezielt vergleichen und nutzen.
Der Austausch alter Fenster zählt zu den häufigsten Maßnahmen bei energetischen Sanierungen und wird weiterhin steuerlich gefördert.
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Sarner Betonabdichtungstechnik
und Mauertrockenlegung
Behebung von Wassereintritten (In ltrationen) im Beton- und Mauerwerk Injektionsarbeiten (mit Hochdruckharz und Schleierinjektionen)
• Feucht nasse Mauern, Mauerfraß
• Schimmel befallene Mauern
• Schleierinjektionstechnik
• Betonrisse mit Hochdruckharz
• Aufzugschächte
• Tiefgarage-Decken
• Schwimmbäder
• Inspektionsarbeiten
• Kellern-Terrassen
• Wasserreservois
• Abwasserkanälen
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Steigende Energiepreise, strengere Klimavorgaben und der Zustand vieler Bestandsgebäude sorgen dafür, dass Sanierungen weiterhin ein zentrales Thema bleiben. Schlechte Dämmung, veraltete Fenster oder ineffiziente Heizsysteme verursachen nicht nur hohe Energiekosten, sondern beeinträchtigen auch den Wohnkomfort deutlich. Öffentliche Förderungen sollen helfen, Investitionen in die Modernisierung wirtschaftlich tragbar zu machen. Die Unterstützung bleibt bestehen, ist aber klarer geregelt als in den vergangenen Jahren. Wie diese Maßnahmen im Detail aussehen und welche Regeln derzeit gelten, zeigt ein Blick auf die aktuellen Förderregelungen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die staatlichen Steuerabzüge, die auch 2026 die wichtigste Förderschiene bilden.
Steuerabzüge 2026: klare Regeln, stabile Sätze
Das Fördersystem für 2026 ist klar strukturiert und basiert auf 2 zentralen Abzugssätzen:
Auch im heurigen Jahr gelten die zentralen Steuerabzugssätze von 50 Prozent für den Hauptwohnsitz und von 36 Prozent für andere Immobilien.
50 Prozent und 36 Prozent.
Der höhere Satz von 50 Prozent gilt ausschließlich für Maßnahmen am Hauptwohnsitz. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige Eigentümer ist oder über ein entsprechendes Nutzungsrecht verfügtunddortseinenWohnsitz hat. Für viele Haushalte entscheidet damit der Hauptwohnsitz über die Höhe der Förderung.
Für Zweitwohnungen oder andere Immobilien reduziert sich derAbzugauf36Prozent.Diese Unterscheidung gilt grundsätzlich sowohl für klassische Renovierungen als auch für
energetische Maßnahmen.Unverändert bleibt die Obergrenze der förderfähigen Kosten: ProWohneinheitkönnenmaximal96.000Euroberücksichtigt werden.DiesteuerlicheEntlastung erfolgt über die Einkommensteuer (IRPEF) und wird auf 10 gleich hohe Jahresraten verteilt. Die Förderung wirkt damit vor allem langfristig. Die Investition muss zunächst selbst getragen werden, bevor sie sich über die Jahre steuerlich auswirkt. Entscheidend ist dabeidasZahlungsdatum:Förderfähig sind nur Ausgaben, die innerhalb des Jahres 2026 tatsächlich bezahlt werden.
Ecobonus: Förderung für energetische Maßnahmen
Energetische Sanierungen spielen weiterhin eine Schlüsselrolle. Dazu zählen etwa der Austausch von Fenstern, die Dämmung der Gebäudehülle, der Einbau moderner Heizsysteme. Auch hier erfolgt die Förderung über die Steuerabzüge mit 50 beziehungsweise 36 Prozent. Gerade beim Fenstertausch wird die Logik der Förderung besonders deutlich: Werden alte, schlecht isolierende Elemente durch moderne ersetzt, sinkt der Energieverbrauch
Die Spezialisten
Fotos: shuttertock
FÖRDERUNGEN
Auch 2026 können Möbel und energieeffiziente Elektrogeräte im Zuge einer Renovierung steuerlich berücksichtigt werden, jedoch nur in begrenztem Umfang.
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spürbar. Gleichzeitig verbessern sich Wohnkomfort und Wert der Immobilie. Genau solche Maßnahmen sollen durch den Ecobonus gezielt unterstützt werden. Allerdings sind die Anforderungen gestiegen. Förderfähig sindnurEingriffe,diedefiniertetechnischeMindeststandards erfüllen. Ebenso entscheidend ist eine korrekte Abwicklung: Rechnungen, Zahlungsnachweise und die Meldung an die ENEA müssen vollständig und fristgerechtvorliegen.
Der Möbelbonus als Ergänzung
Wer eine Renovierung durchführt,kannauch2026weiterhin den Möbelbonus nutzen. Die-
ser erlaubt einen Steuerabzug von 50 Prozent auf Möbel und energieeffiziente Elektrogeräte. Mit einer Obergrenze von 5000 Euro bleibt der finanziel-
le Effekt jedoch überschaubar. Dennoch kann der Bonus eine sinnvolleErgänzungdarstellen, insbesondere bei umfassenderen Renovierungsprojekten.
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Neben den klassischen Steuerabzügen bleibt das sogenannte
Die Förderlandschaft ist 2026 insgesamt weniger umfangreich, gleichzeitig nehmen die Kontrollen weiter zu.
Wärmekonto („Conto Termico“) eine wichtige staatliche Alternative. Es wird über den staatlichen Energiedienstleister GSE (Gestore dei Servizi
Energetici) abgewickelt und richtet sich vor allem an den Austausch von Heizsystemen sowie an Maßnahmen im Bereich erneuerbareEnergien. Der entscheidende Unterschied liegt in der Form der Förderung: Statt über mehrere Jahre verteilt zu werden, erfolgt die Auszahlung in Form direkter Zuschüsse innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums. Je nach Maßnahme sind Förderungen vonbis zu 65 Prozent möglich. Gerade für Haushalte mit geringer Steuerlast oder begrenzter Liquidität kann das Wärmekonto daher die attraktivere Lösungsein.
Die Landesförderungen in Südtirol
Das Land Südtirol ergänzt die staatlichen Maßnahmen durch eigeneFörderprogramme.Diese setzen gezielt auf EnergieeffizienzunderneuerbareEnergien. Die Beiträge liegen meist zwischen 40 und 50 Prozent der anerkannten Kosten. Besonders gefördert werden kombinierte Systeme, etwa Wärmepumpen in Verbindung mit Photovoltaik. Für Mehrfamilienhäuser können die Fördersätze je nach Maßnahme deutlich höher ausfallen.
Der wesentliche Vorteil liegt in der direkten Auszahlung. Im
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Trinkwasserleitungen sanieren statt ersetzen – die clevere Lösung
In vielen Gebäuden in Südtirol schlummert ein unterschätztes Problem: veraltete, verkalkte oder korrodierte Trinkwasserlei-
tungen. Früher oder später stehen Eigentümer und Verwalter vor der Frage, wie die Versorgung dauerhaft gesichert werden kann – ohne enorme Kosten und massive Eingriffe in die Bausubstanz.
Der vollständige Austausch der Leitungen gilttechnischalsklassische Lösung, ist jedoch in der Praxis oft kaum umsetzbar und sehr teuer. Wochenlange Bauarbeiten, hohe Investitionen und Einschränkungen für Bewohner machen diesen Weg unattraktiv. Eine moderne und bewährte Alternative bietet die Trinkwasserrohrsanierung von innen. Dabei werden bestehende Leitungen gereinigt und im Anschluss mit einer
speziellen Beschichtung von innen versiegelt. Das Ergebnis: hygienisch einwandfreie, langlebige Leitungen – ohne Aufstemmen von Wänden oder lange Ausfallzeiten.
Entscheidend für den Erfolg dieser Methode sind zwei Faktoren: hochwertige Materialien und eine fachgerechte Ausführung. Nur wenn beide Aspekte stimmen, entsteht ein dauerhaft sicheres System für die Trinkwasserversorgung. Ebenso wichtig ist die Temperaturbeständigkeit der Beschichtung, da
moderne Warmwassersysteme zunehmend höheren Belastungen ausgesetzt sind. Ein weiterer Vorteil liegt in der Nachhaltigkeit. Bestehende Rohrsysteme bleiben erhalten, wodurch Ressourcen geschont, Bauabfälle reduziert und Emissionen vermieden werden.
Fazit
Die Trinkwasserrohrsanierung von innen ist eine wirtschaftliche, effiziente und umweltfreundliche Lösung. Bei professioneller Umsetzung bietet sie eine sichere Perspektive für die Trinkwasserqualität – ganz ohne die Nachteile einer Komplettsanierung.
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Foto: shutterstock
Photography
Veränderungen an einer Immobilie können eine Anpassung der Katasterdaten erforderlich machen – etwa dann, wenn sich Fläche, Nutzung, Ausstattung wesentlich ändern.
Gegenzug ist der administrative Aufwand höher, und eine Kombination mit staatlichen Steuerabzügen ist in der Regel ausgeschlossen.
Die richtige Förderstrategie
Die Wahl der passenden Förderung ist heute komplexer als nochvorwenigenJahren.Während früher oft hohe Fördersätze den Ausschlag gaben, rückt nun die individuelle Situation stärker in den Vordergrund. Wer eine hohe Steuerlast hat, profitiert häufig stärker von Steuerabzügen. Wer hingegen rasch Liquidität benötigt oder nurgeringeSteuernzahlt,fährt mit direkten Zuschüssen oft besser. Eine sorgfältige Planung – idealerweise gemeinsam mit einem Techniker oder Berater – ist daher entscheidend.
Nach dem Bonus kommt die Kontrolle
Parallel zur Neuordnung der Förderlandschaft intensiviert die Einnahmenagentur ihre Kontrollen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob bauliche Veränderungen korrekt im Kataster erfasst wurden. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Immobilien
durch staatliche Förderungen aufgewertet. Nicht immer sind diese Veränderungen jedoch vollständig dokumentiert worden. Genau hier setzen die aktuellen Prüfungen an. Die Behörde nutzt verstärkt digitale Datenabgleiche, um Unstimmigkeiten zwischen Förderanträgen, Bauunterlagen und Katasterdaten zu erkennen.
Der Katasterwert im Fokus
Im Zentrum steht der Katasterwert, der als Grundlage für verschiedene Steuern dient, etwa für die Gemeindeimmobiliensteuer,diefürErbschaftsund Schenkungssteuern. Er entspricht jedoch nicht dem tatsächlichen Marktwert, sondern liegt in der Regel deutlich darunter.
Ausgangspunkt ist die sogenannte Katasterrendite, also ein im Kataster eingetragener Grundwert der Immobilie, der sich nach Größe, Lage, Nutzung und Ausstattung richtet. Durch Multiplikation mit festgelegten Faktoren ergibt sich daraus der Katasterwert. Verändern sich durch Bauarbeiten wesentliche Eigenschaften–etwaFläche,Ausstattung, Nutzung–,kannaucheineAnpassung dieses Wertes erforderlich werden. Ziel der Kon-
ist zu prüfen, ob die bisher eingetragene Katasterrendite noch den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.
Nicht jede Maßnahme ist meldepflichtig
Gleichzeitig gilt: Viele klassische Sanierungsmaßnahmen führenzukeinerKatasteränderung. Der Austausch von Fenstern, eine Fassadendämmung oder die Modernisierung der HeizungsindinderRegelnicht meldepflichtig, solange keine strukturellen Eingriffe erfolgen. Dennoch ist im Einzelfall eine genaue Prüfung sinnvoll, insbesondere wenn mehrere Maßnahmen kombiniert wurden.
trollen ist es sicherzustellen, dassdurchgeförderteMaßnahmen entstandene Wertsteigerungen korrekt erfasst sind.
Wann eine Katastermeldung erforderlich ist
Eine Anpassung der Katasterdaten wird immer dann notwendig, wenn sich der Wert einer Immobilie infolge von Bau- oder Sanierungsmaßnahmen wesentlich verändert. Maßgeblich ist dabei nicht der subjektiveEindruckdesEigentümers, sondern eine objektive Bewertung der baulichen Eingriffe.
Typische Fälle sind Erweiterungen, etwa durch Zubauten, Aufstockungen, die zu einer Vergrößerung der Nutzfläche führen.AuchdieZusammenlegung oder Teilung von WohneinheitenerfordertinderRegel eine neue katasterrechtliche Einstufung. Ebenso relevant sind grundlegende Änderungen der Raumstruktur, wenn etwa durch Umbauten die Anzahl oder Nutzung der Räume wesentlich verändert wird. Darüberhinauskannaucheine qualitativeAufwertungderImmobilieeineRollespielen,etwa durch eine umfassende Sanierung, eine deutlich verbesserte Ausstattung. In solchen Fällen
Was tun bei einem Schreiben der Einnahmenagentur
Wer ein sogenanntes „Compliance-Schreiben“ erhält, sollte zunächstRuhebewahren.Häufig handelt es sich um einen Hinweis und nicht um eine unmittelbare Sanktion. Empfohlen wird, einen Techniker beizuziehen, der die Situation fachlich bewertet. Sollte sich dabei ergeben, dass eine Meldung erforderlich gewesen wäre, kann diese in der Regel nachträglich durchgeführt werden,unterUmständenmiteiner Verwaltungsstrafe.
Was sich ab 2027 ändern könnte
Bereits ab 2027 könnte sich die Förderlandschaft erneut verändern. Nach aktuellem Stand ist vorgesehen,diestaatlichenAbzugssätze weiter zu senken–auf 36 Prozent für den Hauptwohnsitz und 30 Prozent für andere Wohnformen. Ob diese Anpassung tatsächlich kommt, ist derzeit noch offen. Für Bauherren und Sanierer empfiehlt sich daher eine vorsichtige Kalkulation: Wer von Beginn an mit niedrigeren Fördersätzen rechnet, bleibt auf der sicheren Seite – und kann im besten Fall positiv überrascht werden.
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Neues Wohnen im ALTEN WIDUM
In Tartsch hat Architekt Christian Kapeller neues Wohnen in einem denkmalgeschützten Widum möglich gemacht. Ein Projekt, das mit großer Selbstverständlichkeit zeigt, dass Weiterbauen mehr mit Haltung als mit Inszenierung zu tun hat.
Fotos:RenéRiller
Der Aufbau des Widums folgt einer klaren Ordnung: ein langer Mittelgang mit Terrazzoboden, von dem auf jeder Ebene 3 Räume abgehen.
Das Haus im Ortskern von Tartsch blickt auf eine langeGeschichtezurück.Teiledes Kellers reichen bis ins 16. Jahrhundert, seine heutige Gestalt erhielt das Gebäude jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals wurde das Widum in seiner jetzigen Form ausgebaut, mit Elementen des Historismus und Jugendstils. Fenster, Böden und viele Details stammen aus dieser Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor
das Haus seine ursprüngliche Funktion und wurde schließlich zur Versteigerung angeboten. 2020 trat die Bauherrschaft an Architekt Christian Kapeller heran, der bekannt für seine behutsamen Sanierungen im Altbestand ist. Der Baubeginn erfolgte 2022, die Fertigstellung rund 2 Jahre später. 2026 wurde das Projekt mit dem Architekturpreis Südtirol in der Kategorie „Instandhaltung“ ausgezeichnet.
DIE STRUKTUR DES HAUSES
Der Bestand folgt einer klaren Ordnung: 2 Geschosse, ein langerMittelgang,vondemaufder Südseitejeweils3Räumeabgehen. Zwei davon sind getäfelte
Stuben, der dritte ist einfacher gehalten. Diese Struktur wiederholt sich auf beiden Ebenen. Daran schließt ein Stadel an. EinRaum,derimLaufederZeit unterschiedlich genutzt wurde und bei Kapeller nun eine ganz neueRolleübernimmt.
Holzvertäfelung, abgestimmte Grüntöne, fein gearbeitete Oberflächen: Die historischen Räume bestechen durch ihre ruhige Stimmigkeit.
Die Qualität der historischen Räume liegt in ihrer Ausführung. Die Stuben sind in Holz getäfelt, die Oberflächen fein gearbeitet, die Proportionen
ausgewogen. Auffällig ist die Farbigkeit: viele abgestimmte Grüntöne, die sich durch Böden, Wände und Details ziehen.ImHausgangliegengrüne
In den alten Stadel setzt Kapeller einen klaren, eigenständigen Baukörper aus Holz. Mit Abstand zu den bestehenden Mauern bleibt er klar ablesbar.
Terrazzoplatten aus der Bauzeit. Sie wurden erhalten und dort, wo sie fehlten, mit neuen Terrazzoflächen ergänzt, die sich farblich daran orientieren. Alt und Neu gehen dabei harmonisch ineinander über.
Überraschungen ergaben sich während der Arbeiten vor allem in den Stuben. Was zunächst wie schlichte, weiße Decken wirkte, entpuppte sich als Schablonenmalerei aus der Zeitum1900.DieMusterwurden freigelegt und restauriert. „Das sind Momente, die man nicht planen kann“, so Kapeller, „die freigelegte Malerei gibt dem Raum nochmal eine ganz neue Wirkung.“
DER EINGRIFF IM STADEL
Der eigentliche Eingriff konzentriert sich auf den angrenzenden Stadel. Hier setzt Kapeller einen klaren, eigenständigen Baukörper aus Holz ein. Der Kubus nimmt jene
Funktionenauf,dieimBestand nur mit sehr großem Aufwand unterzubringen gewesen wären: Nassräume und Hauswirtschaftsraum, also alles, was konstruktiv und klimatisch höhere Anforderungen stellt. Im Erdgeschoss des Kubus befinden sich ein Tages-WC mit Dusche und ein Hauswirtschaftsraum, darüber ein großzügiges Bad. Der Kubus steht frei im Raum, mit Abstand zu den bestehenden Mauern. Diese Distanz ist entscheidend: Der Eingriff bleibt ablesbar, ohne den Bestand zu überlagern. Gleichzeitig entstehen so auch spannende neue Blickbeziehungen, etwa in die Tiefe der Scheune, aber auch zurück ins Haus. DergroßeVorteildiesesAnsatzes liegt in seiner Konsequenz. Während im Stadel bewusst eingegriffen wurde, konnte im Widum selbst sehr zurückhaltend gearbeitet werden. Dort ging es um Restaurierung, um das Weiterführen vorhandener Materialien, um Licht und Atmosphäre.
Täfelungen, Farbigkeit, freigelegte Deckenmalereien. All das erzeugt eine dichte, ruhige Atmosphäre.
REDUKTION UND GENAUIGKEIT
Im Inneren des alten Hauses beschränkten sich die Maßnahmen auf das Notwendige. Oberflächen wurden gereinigt,ergänzt,teilweiseinstand gesetzt. Vieles bleibt bewusst unvollständig. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus der Überzeugung heraus, dass
ein solches Gebäude nicht in einem Schritt „fertig“ werden kann.
Diese Offenheit wurde auch von der Jury des Südtiroler Architekturpreises hervorgehoben. „Architektur heißt hier Freilegung, Offenlegung, Pflege und Weiterbau und im Besonderen Noch-Nicht-Fertig-Bauen“, heißt es in der Begründung. Erhalten sei hier keine Nostalgie, sondern
Haltung. Pflege und Instandhaltung werden als Teil des Entwurfs verstanden, nicht als nachgelagerte Aufgabe. Kapeller spricht selbst von einem „work in progress“. Einige Bereiche wurden nur so weit bearbeitet, wie es für die Nutzung notwendig ist. Wie sich das Haus weiter verändert, hängt auch von den Bewohnern ab. „Man muss einem solchen Gebäude die
Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln“, sagt er.
ZWISCHEN ZEITEN
Das Widum ist kein barockes oder mittelalterliches Haus, sondern ein Bau der Jahrhundertwende. Diese zeitliche Einordnung prägt auch den Umgang damit. Historismus
Was zunächst wie schlichte weiße Decken wirkte, entpuppte sich als Schablonenmalerei aus der Zeit um 1900.
und Jugendstil bringen eine andere Formensprache mit sich; weniger monumental, dafür stärker von Details und Oberflächen geprägt. EntsprechendsensibelmusstederEin-
griff erfolgen. Gerade in den Stuben wird das spürbar. Die Täfelungen, die Farbigkeit, die freigelegten Deckenmalereien: All das erzeugt eine dichte, ruhige Atmosphäre. Der neue
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Holzkubus im Stadel setzt dazu einen klaren Kontrast, ohne laut zu werden. Er ist einfach in Form und Material, fast selbstverständlich in seiner Präsenz.
Im Zusammenspiel entsteht ein Haus, das weder auf Vergangenheit reduziert ist noch sich in der Gegenwart verliert. Seine Geschichte wird ganz selbstverständlich weitererzählt. Oder anders gesagt: In der langen Geschichte dieses Hauses liegt dank Kapellers Eingriff kein Ende, sondern ein weiterer Übergang.
CHRISTIAN KAPELLER
- Geb. 1971 in Schlanders
- 1990–1998 Studium Architektur in Innsbruck
- Büro in Schlanders seit 2001
Spezialisiert auf Renovierungen und Denkmalschutz, Hotels und Gastronomie
PREISE UND WETTBEWERBE
- Contract World
- Big See
- The Plan Award
- Diverse Nominierungen
AUSWAHL BAUTEN
- Kindergarten, Schlanders
- Stockerhof, Laatsch
- St.-Luzien-Hof, Kortsch
- Oberjuvalhof, Kastelbell
- Muntetschinighof, Tartsch
- Hotel Sonne, Stilfs
- Hotel Madatsch, Trafoi
- Bäckerei Schuster, Laatsch
- Niedermoar, Tschirland
- Lautenschlagerhof, Tschirland
- Alter Widum, Tartsch
- Lidlhof, Prissian
- Herrschaftshof zu Prad
- Revitalisierung Wohnhaus, Obermais
Foto: privat
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LEISER DIALOG mit der VERGANGENHEIT
Ein Restaurator arbeitet an der stillen Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Seine Aufgabe ist es, nicht nur alte Dinge zu erhalten, sondern auch Spuren der Zeit zu verstehen, zu bewahren und behutsam weiterzugeben. Ob es sich um ein Gemälde, eine Skulptur, ein Möbelstück oder ein historisches Gebäude handelt – jedes Objekt erzählt eine Geschichte, und der Restaurator wird zu ihrem aufmerksamen Zuhörer.
Der Arbeitsalltag eines Restaurators ist überraschend vielfältig. Am Anfang steht stets eine sorgfältige Untersuchung,beiderdieUrsachender Schäden an einem historischen Werk genau analysiert werden. „Denn zuallererst müssen wir die Schadensursachen beseitigen – beispielsweise Feuchtigkeit im Mauerwerk oder in Fresken“, sagt Restaurator Armin Zingerle aus Percha, „sonst wäre eine Restaurierung eine rein kosmetische Maßnahme.“ Dann werden Farbschichten analysiert, Schäden kartiert und Materialien bestimmt – egal ob in einer Kirche, einem Schloss oder einem alten Bauernhaus. Mit feinen Pinseln, einem Skalpell oder speziellen Lösungsmitteln entfernt der Restaurator vorsichtig
Schmutz,vergilbteFirnisseund alte, unsachgemäße Überarbeitungen. Dabei braucht es nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein tiefes Ver-
Bemalte Holzdecke in Oberbozen vor und nach der Restaurierung
Fotos:
Zingerle Restaurierungen
Nicht die Erneuerung, sondern der Erhalt des ursprünglichen Charakters steht im Mittelpunkt jeder Restaurierung.
ständnis für Kunstgeschichte und Materialkunde. Jeder Eingriff muss überlegt sein, denn das Ziel ist nicht, das Objekt zu „erneuern“, sondern seinen ursprünglichen Charakter zu erhalten – in Absprache mit dem Landesdenkmalamt.
Geduld gefragt
Geduld gehört zu den wichtigsten Eigenschaften im Beruf des Restaurators. Manche Arbeiten dauern Wochen oder Monate, manchmal sogar Jahre. Es gibt MomentederFrustration,wenn sich ein Material anders verhält alserwartetodereineBeschädigung schwerer ist als angenommen. Doch genauso gibt es Augenblicke stiller Freude: wenn unter einer vergilbten Schicht plötzlich leuchtende Farben wiedersichtbarwerdenoderein beschädigtes Detail seine Form zurückgewinnt. „Das Ergebnis der Arbeit ist das Schönste an unserem Beruf“, betont Zingerle, der seit mehr als 40 Jahren alsRestauratortätigist.
Die Bestandsaufnahme
Ein Restaurator arbeitet oft im Hintergrund, fern von Öffent-
lichkeitundApplaus.Unddoch trägt er eine große Verantwortung. Seine Entscheidungen beeinflussen, wie künftige Generationen ein Kunstwerk oder ein historisches Objekt erleben werden – beispielsweise das Fresko von anno dazumal an einer Fassade, eine barocke Statue, eine gotische Freskomalerei. Der Beruf des Restaurators verlangt Respekt vor der Vergangenheit, aber auch Mut zur Entscheidung in der Gegenwart. Gleichzeitig ist er eine sehr menschliche Tätigkeit: Man entwickelt fast eine Beziehung zu den Objekten, an denen man arbeitet, und bleibt ihnen oft auch darüber hinaus verbunden.Dennmanspürtdie Hand des Künstlers, die Gebrauchsspuren früherer BesitzersowiedieEinflüssevonZeit undUmwelt.IngewisserWeise ist der Restaurator ein Vermittler – zwischen Menschen verschiedener Epochen, zwischen Geschichte und Gegenwart. So vereint dieser Beruf Präzision und Kreativität, Wissenschaft und Intuition. Und vielleicht liegt gerade darin seine besondere Schönheit: im leisen, sorgfältigen Bewahren dessen, was sonstverlorengehenkönnte.
Mühlwald: Kapelle beim Oberwegerhof vor und nach der Restaurierung
Jenesien: Widum vor und nach der Restaurierung
Foto:
Fotos: Zingerle Restaurierungen
Mehr Wohnkomfort, weniger Energieverbrauch
Steigende Energiekosten und wachsende Anforderungen an Wohnkomfort machen die energetische Sanierung zu einem der zentralen emen im Baubestand. Wer sein Haus oder seine Wohnung zukunfts t machen möchte, sollte dabei nicht auf Einzelmaßnahmen setzen, sondern auf ein durchdachtes Gesamtkonzept.
Die richtige Basis: Analyse und Gebäudehülle
Am Anfang steht immer eine fundierte Analyse des Bestands. Denn nur wer genau weiß, wo Wärme verloren geht und welche Bauteile energetisch nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen, kann gezielt handeln. Besonders das Dach, die Außenwände und kritische Übergänge wie Fensteranschlüsse spielen hier eine zentrale Rolle.
Auf dieser Grundlage folgt einer der wichtigsten Hebel der energetischen Sanierung: die Gebäudehülle. Eine gezielt eingesetzte Wärmedämmung reduziert nicht nur den Energiebedarf deutlich, sondern verbessert auch das Raumklima und schützt die Bausubstanz langfristig.
Damit diese Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten, kommt es entscheidend auf die richtige Materialwahl an. Moderne Dämmstoffe und Systemlösungen müssen nicht nur hohe Dämmwerte bieten, sondern auch zum jeweiligen Gebäude passen – insbesondere im Altbau. Diffusionsoffe-
ne und langlebige Materialien helfen dabei, Feuchteprobleme zu vermeiden und sorgen für ein dauerhaft gesundes Wohn klima.
Entscheidend im Detail: Technik, Ausführung und Mehrwert
Doch eine erfolgreiche energe tische Sanierung endet nicht bei der Gebäudehülle. Auch Aspekte wie Schallschutz, Luftdichtheit und Feuchte schutz sollten von Anfang an bedacht werden. Denn unge naue Anschlüsse oder schlecht abgestimmte Materialien kön nen die Effizienz einzelner Maßnahmen erheblich beein trächtigen. Erst das perfekte Zusammenspiel aller Kompo nenten sorgt für ein dauerhaft zuverlässiges Ergebnis. NebendentechnischenVortei len spielt auch der wirtschaftli cheAspekteinewichtigeRolle. Energetisch sanierte Gebäude sind langfristig attraktiver, ver ursachen geringere Betriebs kosten und erfüllen aktuelle wie zukünftige Standards. Da mitsteigtnichtnurderWohn komfort, sondern auch der Wert der Immobilie. Umso wichtiger ist es, von Beginn an auf fachkundige Unterstützung zu setzen. bau expert begleitet Bauherren, Planer und Handwerker mit langjähriger Erfahrung – von der Analyse über die passende Dämmstrategie bis hin zur Auswahl abgestimmter Systemlösungen.
Fazit
Wer energetisch saniert, investiert in Komfort, Effizienz und Zukunftssicherheit.
Ton Revò
Andalo
Panchià
Pergine V.
Borgo V. Mattarello
Rovereto
Mori
Sand in Taufers
Bruneck
Brixen
Latsch
Marling
Bozen Eppan Leifers
Renovierung in St. Anton/Kaltern
Der ALTBESTAND, der WIEDER SPRICHT
Jahrzehntelang war es da – und doch abwesend. Ein historisch wertvolles Gebäude im ensemblegeschützten Ortskern von St. Anton in Kaltern, verschlossen, vergessen und dem langsamen Ausbleichen preisgegeben. Heute ist es wieder Teil des Dorfes. Nicht laut und nicht spektakulär, sondern mit jener leisen Selbstverständlichkeit, die entsteht, wenn Vergangenheit und Gegenwart behutsam in Einklang gebracht werden. Und so ist nach der Sanierung neues Leben in die alten Mauern eingezogen – in das Haus Mendelglück.
Es ist ein altehrwürdiges Haus, das sich nicht in den Vordergrund drängt. Seine Proportionen sind vertraut, seine Kubatur seit jeher Teil des gewachsenen Dorfkerns von St.Anton. Und doch erzählte es von einer Zäsur: vom langen Leerstand, von geschlossenen Fensterläden und von Räumen ohne Stimmen. Bis zu jenem Moment, in dem entschieden wurde,demGebäudeneuesLeben zu geben – ohne ihm seine Geschichtezu nehmen. Die umfangreiche Sanierung des historischen Gebäudes folgte aber keiner radikalen
Erneuerung. Im Gegenteil. Die Eingriffe blieben bewusst zurückhaltend und respektierten die bestehende Struktur bis ins kleinste Detail. Die äußere Erscheinung, die den Ortskern mitprägt, ist unverändert geblieben. Die massive Mauerstruktur, das historische Kellergewölbe, selbst die alte Kellertreppe: erhalten, integriert und vor allem für die Zukunft weitergedacht. Ausgangspunkt des Projekts war ein gewonnener Wettbewerb, aus dem Architekt Florian Scartezzini gemeinsam mit seinem Berufskollegen
Das Haus Mendelglück fügt sich selbstverständlich in den Ortskern von St. Anton/Kaltern ein.
Vollwärmeschutz
Innen- und Außenputze Isolierputz
Unterböden mit Fließestrich
Unterböden traditionell
Industrieböden
Rampen in Fischgrat
Altbestand und neue Eingriffe stehen in einem ruhigen, ausgewogenen Verhältnis.
Wolfgang Piller als Sieger hervorging.IhreEntwurfsidee:den Bestand nicht zu überformen, sondern zu schärfen. 3 neue Wohnungen sollten entstehen –nicht als Addition, sondern als logische Fortsetzung, als NutzungdervorhandenenStruktur. Das Studio von Architekt Scartezzini setzte das Konzept des Vorprojektsschlussendlichum.
ALT UND NEU IM DIALOG
Neue Elemente ergänzen die bestehende Struktur und eine zeitgemäße Erschließung lädt zum Betreten des Gebäudes ein.
Schon beim Eintreten in das Bauwerk wird deutlich, dass das Haus nicht neu erfunden, jedoch von Grund auf neu interpretiert wurde. Die Wege
Die Innenräume sind klar strukturiert.
durch das Gebäude sind präzise geführt. Ein neues Treppenhaus ergänzt die Erschließung von anno dazumal und fügt sich selbstverständlich in das Gefügeein.AltundNeustehen keinesfalls im Wettbewerb, sondern im Dialog – sie ergänzen sich. Man spürt in den alten Mauern, wo die Geschichte liegt und bewahrt wird – und wo die Gegenwart beginnt. Besondere Aufmerksamkeit galt auch den Freibereichen: Denn die Terrassen, Balkone und Loggien öffnen die Wohnungen zum Garten und zur umliegenden Landschaft hin. Sie garantieren jene Zwischenräume, die das Wohnen erweitern, ohne die historische
Struktur zu überfrachten. Ein nordseitiger Anbau mit Veranda und Balkon ergänzt den Bestand maßvoll und trägt dazu bei, die Nutzung der Außenräume zu stärken.
Die Materialwahl folgte keinem Trend, sondern dem Ort. Holzjalousien, echter Montiggler Porphyr, rauer Außenputz und die Wiederverwendung historischer Details prägen das Erscheinungsbild. Die Fenstereinrahmungen wurden bewusst hervorgehoben: glatt verputzt, heller gefasst, als feine Akzente in der massiven Fassade. Alles wirkt beeindruckend ruhig, gesetzt, selbstverständlich–alswärees nie anders gewesen.
WÄRMEPUMPE & PHOTOVOLTAIK
Auch energetisch wurde das Gebäude behutsam weiterentwickelt, aber nicht überfordert. Neue Fenster und gezielte Dämmmaßnahmen verbessern die Effizienz, ohne den Charakter des Hauses zu beeinträchtigen. Auf eine Außendämmung, welche die Materialität und Erscheinung der historischen Fassade empfindlich verändert hätte, wurde bewusst verzichtet. Stattdessen setzt das energetische Konzept auf eine nachhaltige Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. In Verbin-
dung mit einer durchgehenden Fußbodenheizung ist für ein effizientes und vor allem komfortables Raumklimagesorgt.
RESPEKTVOLLER UMGANG
Im Inneren setzte Architekt FlorianScartezzinidenrespektvollen Umgang mit dem Bestand fort. Die Wohnungen sind klar strukturiert, ruhig gestaltet undfreivonÜberflüssigem. HistorischeElementewieWiener Geflecht, Bugholz finden sich in der Einrichtung wieder und sind mit zeitgemäßer Möblierung kombiniert worden. Es ist also eine Atmosphäre
IHR LICHTPARTNER - VON DER PLANUNG BIS ZUR MONTAGE
Schlichte Materialien und reduzierte Formen bestimmen das Erscheinungsbild.
entstanden, die weder nostalgisch wirkt noch kühl modern – sondern getragen von einer stillen Selbstverständlichkeit. EinbesondererOrtimHausist diegroßzügigeWohnkücheim Dachgeschoss. Hier zeigt sich, wie aus einer Herausforderung höchste Qualität werden kann. Trotz begrenzter Raumhöhe wurde ein vollständig nutzbarer, hochwertiger Wohnraum geschaffen. Die Kücheninsel aus Champagne-Quarzit bildet gemeinsam mit Türen und Einbauten aus Naturholz sowie der Esstischgruppe mit Thonet-Stühlen ein stimmiges Ensemble. Das Licht fällt weich ein, die Materialien sprechen leise, der Raum lädt zum Verweilen ein.
SENSIBLER
UMGANG
„Eine der zentralen Herausforderungen des Projekts lag
in der geringen Raumhöhe des Dachbodens, der dennoch zu hochwertigem und vollständig nutzbarem Wohnraum umgestaltet werden sollte“, erinnert Architekt Florian Scartezzini, „gleichzeitig erforderte der sensible Umgang mit dem historischen Kontext besondere Sorgfalt, um den Charakter des Bestands zu bewahren und die Eingriffe harmonisch zu integrieren. Auch die Lage im dicht bebauten Ortskern stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung, insbesondere in Bezug auf Zugänglichkeit, Belichtung und Privatsphäre.“
Die 3 Wohnungen unterscheiden sich in ihrer Größe, nicht aber in ihrer Haltung. Mit Wohnflächen von rund 64 bis etwa 73 Quadratmetern bieten sie zeitgemäßen Wohnraum in einem historischen Rahmen. Kein Quadratmeter ist zufällig, kein Detail beliebig. Alles folgt dem Prinzip der Ange-
Das Projekt zeigt den respektvollen Umgang mit historischer Bausubstanz.
messenheit. Am Ende hat man im historischen Ortskern von St.AntoninKalternalsomehr als nur eine Sanierung in die Tat umgesetzt. Das heutige Haus Mendelglück wurde für das Dorf wiedergewonnen und in den Alltag integriert. Ein Gebäude, das über Jahrzehnte leer stand, ist nun wieder Teil des Ortskörpers, belebt und bewohnt. Es war kein lauter Neubeginn, sondern ein leiser, nachhaltiger Schritt nach vorne.
Das in die heutige Zeit geführte,aberaltehrwürdigeGebäude in St. Anton zeigt beispielhaft, wie historisch gewachsene Strukturen durch präzise Eingriffe weiterentwickelt werden können. Es bleibt, was es immer war – und ist doch neu. Genau darin liegt seine Stärke. Die Bauherren und die Architekten sind mit dem Ergebnis sehr glücklich. Denn ihr Konzept ist mehr als nur aufgegangenundkönntealsBeispielfür andereUmbauprojektedienen.
WIR BEDANKEN UNS
für die Unterstützung der Präsentation bei:
•Hofer Fliesen & Böden GmbH, Barbian
•Inama GmbH, Leifers
•Lichtstudio A. Eisenkeil GmbH, Marling
FLORIAN SCARTEZZINI
Florian Scartezzini Architecture ist ein Studio in Bozen, das sich mit Architektur, Innenarchitektur und Raumplanung beschäftigt. „Wir bearbeiten Projekte unterschiedlicher Maßstäbe und Typologien – von Wohnbauten über historische Gebäude bis hin zu öffentlichen und touristischen Bauaufgaben sowie städtebaulichen Fragestellungen“, sagt Architekt Florian Scartezzini. Ein zentraler Aspekt ist die intensive Auseinandersetzung mit Ort und Bauherr. Kontext, regionale Bautraditionen und handwerkliche Qualität bilden die Grundlage für neue Lösungen. Scartezzini ist seit 2008 Mitglied der Architektenkammer und seit 2025 im Vorstand sowie als Sekretär tätig. Seine Arbeit steht für klare, zeitgemäße Gestaltung und einen sensiblen Umgang mit Umgebung.
Ein Vergleich aller infrage kommenden Heizsysteme nach Kosten und Wartung hilft, die passende und günstigste Lösung zu finden.
HEIZANLAGEN im VERGLEICH
Das Angebot Heizanlagen wird immer größer, differenzierter und für den Verbraucher immer unüberschaubarer.
des Interesses von Baufrauen und Bauherren steht die Frage nach kostengünstigen Möglichkeiten, Haus und Wohnung zu beheizen. Diese Fragewirdumsodrängender, je mehr die Brennstoffkosten für fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas in die Höhe
Eine sehr gute Möglichkeit, in diesem Bereich vergleichende Daten zu erhalten, ist der sogenannte Heizkesselbarometer. Mit seiner Hilfe gelingt es, sich ein Bild über die verschiedenen Möglichkeiten der Beheizung der eigenen 4 Wände und der jeweiligen Kosten zu verschaf-
Der Heizkesselbarometer ist eine Kostenstudie von diversen Heizsystemen. Dabei geht man von einem Gebäude miteinerLeistungvon15kW
undeinemJahresnutzenergiebedarf von 15.000 kWh aus
Die zweite Kostenstudie beziehtsichaufeineLeistungvon 7 kW und einen Jahresnutzenergiebedarfvon 7000kWh.
Der Heizkesselbarometer berücksichtigt nicht nur die Kosten für die Anschaffung eines Heizkessels, sondern auch die nachfolgenden Brennstoffkosten und die Wartung. Förderungen und steuerliche Abzugsmöglichkeiten, die bei der Anschaffung einer Heizanlage zur Verfügung stehen, finden hingegen keine Berücksichtigung.
Der Preis ist heiß
Dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn jene Heizanlagen, die in der Anschaffung am günstigsten sind, ver-
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KURZÜBERSICHT:
Anlagen mit 15 kW Leistung
Anlagen mit 7 kW Leistung
Heizkessel, die mit Erdgas gespeist werden, sind platzsparend, effizient und in der Anschaffung relativ günstig – verursachen jedoch weiterhin CO2 -Emissionen und sind von der Entwicklung der Gaspreise abhängig.
lieren nun durch diesen Vergleich an Attraktivität.
Neben den im Heizkesselbarometer angeführten Heizsystemen, gibt es auch andere Möglichkeiten, die eigenen 4Wände zu beheizen, wie
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mit Wärmepumpe
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durch eine teilsolare Raumheizung, eine Ganzhausheizung, eine direkte Stromnutzung mittels elektrischer Fußbodenheizung, elektrische Infrarotheizkörper, die Kombination von Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage. Der Heizkesselbarometer wurde von Herrn Gantioler Günther ausgearbeitet.
Der detaillierte Heizkesselbarometer steht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale für alle Interessierten zur Verfügung.
Tipp
Es empfiehlt sich, sämtliche Heizsysteme, die infrage kommen, unter den oben erwähnten Gesichtspunkten
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Heizen mit Pellets ist eine umweltfreundliche und effiziente Alternative: Die Anlagen arbeiten automatisch, benötigen aber Lagerraum und Wartung.
Heizen mit Hackschnitzeln ist eine hocheffiziente, erneuerbare Alternative zu fossilen Energien, die jedoch spezifische Anforderungen an Platz und Gebäudegröße stellt.
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wie Anschaffungskosten, Brennstoffkosten, Wartung zu vergleichen; nur dann kann man sichergehen, dass man das idealste und eventuell auch kostengünstigste System ausgewählt hat.
Zusätzlich zum Einbau einer neuenHeizanlagehelfenauch einfache Energiespartipps, um die zukünftigen Heizkosten zu senken:
Das Absenken der Raumtemperatur um nur ein °C spart rund 6 Prozent Energie; richtiges Lüften (Stoßlüften) verhindert unnötige Wärmeverluste; Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Verkleidungen verdecken;
Wärmeabgabesysteme (Heizkörper, Fußbodenheizung, …) regelmäßig entlüften – Luft im Heizkreislauf erhöht den Energieverbrauch; abends Rollläden, Jalousien und Vorhänge schließen, um Wärmeverluste zu verringern; regelmäßigeKontrolleund Reinigung der Heizanlage erhöhen deren Effizienz; zusätzliche Dämmmaßnahmen – z. B. an Fenstern, oder Heizkörpernischen – können den Wärmebedarf weiter reduzieren.
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Altehrwürdigen
SCHMIDLBÄCK
DNoch bevor sich die Tür des Hauses öffnet, erzählt der renovierte Schmidlbäck neben dem Ex-Kapuzinerkloster in Oberlana seine Geschichte. Sie beginnt beim Eintreten, setzt sich fort im Stiegenhaus und endet im Dachgeschoss. Die Innengestaltung folgt keinem Bruch, sondern einem Gedanken: dem Weitererzählen dessen, was schon da war. Und darin liegt die Botschaft dieses altehrwürdigen Hauses.
iebaulicheErneuerung erfolgte mit großem Respekt vor der Substanz, mit Blick für das Bestehende und mit einer klarenHaltungzurGestaltung. DieInnenarchitekturlaginden Händen von Vera Weiss, die das gesamte Haus mit seinen sieben Wohnungen nachhaltig geprägt hat – von der Haustür bis in das Dachgeschoss. „Mir war es sehr wichtig, den Charakter des Gebäudes bei-
zubehalten“,sagtsie,„mirgeht das Herz auf, wenn ich solche Projekte verwirklichen darf.“
Keine glatte Neuerfindung
Die klare Haltung der Innenarchitektin ist im Haus spürbar. Denn der Schmidlbäck zeigt sich nicht als glatte Neuerfindung, sondern als sorgfältig geschriebene Fortsetzung seiner eigenen Geschichte. Der
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Ein Haus voller Geschichte: der Schmidlbäck in Oberlana.
Historisches wurde mit viel Liebe erhalten.
Bestand bildete die Grundlage aller Entscheidungen von Vera Weiss. Besonders sichtbar wird das im Stiegenhaus: Das schmiedeeiserne Stiegengeländer wurde erhalten, ebenso der Terrazzoboden, der den vertikalen Erschließungsraum prägt.BeidesindprägendeElemente der Identität des Hauses undtragenzurBewahrungseiner historischen Tiefe bei.
Ein Herzstück sind die Öfen von anno dazumal, teils noch funktionstüchtig. Auch an ihnen orientierte sich das Gestaltungskonzept. Denn auch sie geben – neben dem Geländer und dem Terrazzoboden – Maßstab, Materialität und Tonalität vor. Anstatt sie zu überlagern, wurden sie bewusst in Szene gesetzt. Die neuen Einbauten und Möbel
treten zurück, bleiben relativ schlicht, in Naturtönen gehalten. Großes Ziel war es, dem Bestand Raum zu geben – ihm die Wirkung zu lassen. Und das ist Vera Weiss zweifelsohne gelungen.
Lesbar, ruhige Übergänge
Diese Zurückhaltung zeigt sich auch in der Wahl der Ma-
Die alten Öfen sind ein Blickfang im Schmidlbäck-Gebäude.
terialien. Die Böden aus Eiche im Fischgrätmuster verleihen den Wohnungen Wärme und Struktur, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Bestehende Türen, soweit sie gut erhalten waren, wurden renoviert und weiterverwendet. Neue Türen entstanden im alten Stil, passgenau zum Charakter des Hauses. Die Übergänge zwischen Alt und
Lichtdurchflutete Räume und eine besondere Aussicht werden geboten.
Neu bleiben lesbar, aber ruhig. Auch in den Bädern setzt sich dieser Ansatz fort. Die Fliesen am Boden im Terrazzostil greifen die Materialität des Stiegenhauses auf. Die Armaturen wurden bewusst so gewählt bzw. eigens angefertigt, dass sie wie anno dazumal wirken. Moderne Funktionalität verbindet sich mit einer Anmutung, die sich selbstverständlich in das Gesamtbild des Hauses einfügt. Die Farbwelt am und im Schmidlbäck ist warm und zurückgenommen: Denn die Fassadenfarben wurden ebenfalls von der Innenarchitektin ausgewählt–bewusst harmonisch. Innen dominiert ein warmes Weiß,
das Licht reflektiert und gleichzeitig den historischen Elementen – Öfen, Geländern und Böden – eine gebührende Ruhe gibt. Nichts konkurriert, alles ergänzt sich.
Balken freigelegt
Besonders deutlich wird die Auseinandersetzung mit dem Bestand im Dachgeschoss, wo diealtenHolzbalkenfreigelegt und sichtbar belassen wurden – eine Augenweide in den beiden Wohnungen. Sie strukturieren den Raum, erzählen von der Vergangenheit des Hauses und geben den Dachwohnungen ihren besonderen Ausdruck. Hier wird die Ge-
schichte nicht erklärt, sondern gezeigt. Der Schmidlbäck steht heute als Beispiel dafür, wie Sanierung und Neugestaltung zusammenfinden können. Die Geschichte des Hauses wurde nicht konserviert und auch nicht überschrieben – sie wurde weitergeschrieben. Jede Entscheidung folgt
diesem Gedanken. Kein Detail ist laut, aber jedes ist bewusst gesetzt.
DieBotschaftdesaltehrwürdigen Hauses, in dem lange Zeit das tägliche Brot gebacken wurde, ist klar: Qualität entsteht dort, wo Bestand ernst genommen wird. Wo Architektur und Innenarchitektur
Die Armaturen in den Bädern wurden eigens angefertigt, dass sie wie anno dazumal wirken.
gemeinsam denken. Und wo Gestaltung nicht Selbstzweck ist, sondern Dienst an Raum, Geschichte und Nutzung. Der Schmidlbäck in Oberlana zeigt, wie ein Gebäude durch achtsame Sanierung und klare Haltung eine neue Gegenwart erhält–ohneseineVergangenheit zu verlieren.
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Das Innenarchitektur-Studio LÄNGE MAL BREITE in Lana hat sich der Aufgabe verschrieben, Räume zu gestalten, die weit mehr sind als nur funktionale Flächen. Ihr Ziel ist es, aus einem Wohnort ein echtes Zuhause zu schaffen, aus einem Hotel eine Wohlfühloase und aus einem Büro einen produktiven Ort. Dabei legt die Gründerin und studierte Innenarchitektin Vera Weiss großen Wert auf eine individuelle Herangehensweise, bei der stets maßgeschneiderte Lösungen in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden erarbeitet werden.
Eine besondere Atmosphäre herrscht im altehrwürdigen Gebäude.
Jeder Gestaltungsschritt ist genau überlegt worden.
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Gesamter Innenausbau mit Planung
Legionellen entwickeln sich bevorzugt in warmem Wasser ohne Durchfluss, insbesondere bei 25 bis 45 Grad Celsius.
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LEGIONELLEN IM LEITUNGSWASSER: Wann besteht Gefahr?
Beim Duschen oder durch feinen Wassernebel können Legionellen in die Atemwege gelangen und krank machen. Doch wie gelangen diese Bakterien überhaupt in die Hausinstallation? Warum ist nach längerer Abwesenheit besondere Vorsicht geboten? Und welche Maßnahmen helfen, das Risiko zu senken? Ein Überblick in Fragen und Antworten.
Was sind Legionellen –und wann werden sie zum Problem?
Legionellen sind natürlich vorkommende Bakterien, die in Gewässern und feuchten Lebensräumenzufindensind. In geringer Konzentration sind sie unbedenklich. Kritisch wird es erst, wenn sie sich stark vermehren. Das geschieht vor allem in warmem, stehendem Wasser. Temperaturen zwischen
25und 45 Grad Celsius bieten ideale Bedingungen. Gefährlich werden die Keime, wenn sie über fein zerstäubtes Wasser – etwa beim Duschen–eingeatmetwerden.Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Raucher, ältere Personen sowie Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen. Mögliche Folgen sind das mildere Pontiac-Fieber, das grippeähnliche Symptome verursacht, oder die Legio-
nellose– eine schwere Lungenentzündung, die unter anderem mit Verwirrtheit, Bauchbeschwerden oder Durchfall einhergehen kann und unbehandelt lebensbedrohlich ist.
Kann man sich durch Trinkwasser anstecken?
In der Regel nicht. Legionellen werden vor allem über sogenannte Aerosole übertragen, also feinste Wassertröpf-
chen in der Luft. Typische QuellensindDuschen,Whirlpools, Luftbefeuchter oder Wasserhähne.
Beim Trinken gelangen die Bakterien in den Magen und werden dort meist durch die Magensäure unschädlich gemacht.
Wie lässt sich vorbeugen?
Entscheidend sind 2 Faktoren: Temperatur und Bewegung des Wassers.
Nach längerer Abwesenheit, sollten alle Leitungen erst heiß, dann kalt gründlich durchgespült werden.
Für private Haushalte besteht keine Untersuchungspflicht, eine jährliche Prüfung ist dennoch ratsam.
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Überschreitungen der Grenzwerte sind meldepflichtig; Fachleute untersuchen anschließend die Anlage und die Ursachen.
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Warmwasser sollte im Speicher mindestens 60 Grad Celsiuserreichen,daLegionellen bei diesen Temperaturen absterben. Leitungen sollten regelmäßig genutzt werden, damit kein Wasser stagniert. Spätestens alle 72 Stunden sollte an jeder Entnahmestelle Wasser fließen.
Gerade während längerer Abwesenheiten, etwa im Urlaub, ist Vorsicht geboten. Idealerweise lässt jemand regelmäßig Wasserlaufen.NachderRückkehr empfiehlt es sich, alle Leitungen gründlich durchzu-
spülen – zunächst heiß, dann kalt. Ungenutzte Leitungen begünstigen das Wachstum der Bakterien erheblich. Da Legionellen weder sichtbar noch riechbar sind, bleibt das Risiko oft unbemerkt.
Gibt es Kontrollpflichten?
Für private Haushalte besteht in Italien keine verpflichtende Untersuchung. Eine jährliche Überprüfung wird jedoch empfohlen. Strengere Vorgaben gelten für öffentliche Einrichtungen wie Beherbergungsstätten,
be müssen sich auf diese Anforderungen einstellen, da bei Verstößen Sanktionen drohen.
Was tun bei einem Befall?
Entscheidend sind 2 Faktoren: Temperatur und Bewegung des Wassers. Wird ein bestimmter Grenzwert überschritten, ist eine Risikoanalyse verpflichtend. Das Überschreiten des Grenzwertes muss beim Sanitätsbetrieb gemeldet werden. Fachleute prüfen dann die Anlage und suchen nach Ursachen.
Je nach Belastung sind unterschiedliche Schritte nötig: Anpassung der Wassertemperatur; technische oder bauliche Verbesserungen; Reinigung und Desinfektion der Anlage. Bei hohen Konzentrationen kann ein Duschverbot verhängt werden, um die Bildung von Aerosolen zu vermeiden. Zur Bekämpfung kommen meist 2 Verfahren zum Einsatz:
thermische Desinfektion: Erhitzen des Wassers auf etwa 70 Grad und Durchspülen aller Leitungen; chemische Desinfektion: Einsatz geeigneter Mittel zur Keimreduktion. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt von der konkreten Situation ab.
Thermalbäder, Pflegeheime. Ein Dekret vom 19. Juli 2025 schreibt unter anderem vor: Sicherstellung der Wasserqualität bis zur Entnahmestelle; Benennung einer verantwortlichen Person für die Hausinstallation; Einteilung von Gebäuden nach Risikostufen; Durchführung von Risikoanalysen und entsprechenden Maßnahmen; Überwachung zusätzlicher Parameter sowie Anpassung von Grenzwerten.
Auch Betriebe im Gastgewer-
Helfen Legionellenfilter?
Vorbeugend eingesetzte Filter werden kritisch gesehen. Sie können den Wasserdurchfluss verringern und dadurch selbst Bedingungen schaffen, in denen sich Mikroorganismen ansiedeln.
Grundsätzlich gilt: Das vom VersorgergelieferteTrinkwasser ist in der Regel hygienisch einwandfrei. Entscheidend ist daher vor allem der richtige Betrieb der Hausinstallation. Wenn Temperatur und Nutzung stimmen, lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.
Mauern von einst und historische Strukturen erzählen von der langen Baugeschichte bis zurück ins 13. Jahrhundert.
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Wer den Hof Unternberg in Unterfennberg erreicht, merkt schnell, dass hier Zeit in Schichten liegt. Das Gebäude wirkt nicht gebaut, sondern gewachsen. Sein Kern stammt aus dem 13. Jahrhundert. Und schon ein Jahrhundert später hat die Verbauung
Der Hof Unternberg wirkt nicht gebaut, sondern gewachsen.
Mit einem kleinen Budget, viel Eigenleistung und einem feinen Gespür für das Bestehende ist am Hof Unternberg in Unterfennberg (Margreid) eine Sanierung gelungen, die eines klar aufzeigt: Erhalt kann leise sein –und gerade deshalb überzeugend.
der Grundfläche ihre heutige Ausdehnung erreicht. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden lediglich eine neue Raumaufteilung und die Aufstockung des gesamten Gebäudes vorgenommen. Seither hat der Hof viel erlebt – und nicht alles schadlos überstanden.
Immer wieder stürzten Teile ein, wurden neu gefügt, provisorisch stabilisiert. Schlechte Fundamente und minderwertiger Mörtel hatten ihre Spuren hinterlassen.
Als Alexandra Schweiggl, ihr Partner Peter und ihr Vater Adalbert den denkmalge-
schützten Hof übernahmen, war er gezeichnet, aber voller Möglichkeiten. Jeder Eingriff verlangte Respekt vor dem Bestand. Mit im Boot saß der Bozner Architekt Theodor Gallmetzer. Sein Ansatz war zurückhaltend: nichts neu erfinden, sondern freilegen,
D‰cher
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Foto: Arch. Theodor Gallmetzer
Foto: Arch. Theodor Gallmetzer
stabilisieren, weiterdenken. Parallel dazu untersuchten Bauforscher im Auftrag des Landesdenkmalamtes das Gebäude. Mauern, Schichten und Öffnungen – alles erzählt eine Geschichte, die in Absprache mit dem Denkmalamt schließlich in die Planung einfloss.
Archäologische Arbeit
Die Baustelle glich über Monate einer archäologischen Arbeit. Mauern wurden unterfangen, Drainagen gelegt, feuchteBereichetrockengelegt. Und wo nötig, mussten Steine neu gesetzt, Balken ersetzt und Decken verstärkt werden. Zugbänder und Holzverbunddecken geben dem Haus Halt. Der Dachstuhl wurde nicht angerührt, nur beschädigte Ziegel musste man ersetzen. Alte Dielen ließen die Bauherren vorsichtigausbauenundwieder einlegen, Türen blieben und wurden behutsam restauriert. Innen kehrte langsam wieder Leben ein. Das junge Paar zog in das erste Obergeschoss ein, darunter wohnen die Eltern. Im Nordwesten, ein Halbgeschoss tiefer, gibt es eine kleine Ferienwohnung. Eine neue Außentreppeführthinauf–genau dort, wo früher schon eine war.WaswieeinneuerEingriff
wirkt, ist in Wahrheit ein Wiederfinden. Es sind diese leisen Entscheidungen, die den Hof prägen. Ein Fenster wurde dort geöffnet, wo seine Konturen noch imMauerwerkablesbarwaren. Ein Balkon entstand leicht und zurückhaltend aus Holz. Innen sorgen Kalkputz, Kalkanstriche und eine diffusionsoffene DämmungfüreingutesRaumklima.DiehistorischenFenster an der Außenseite wurden belassen.Unddahinterverbinden neue „Denkmalfenster“ die Teilung von anno dazumal mit moderner Technik. Komfort hat sich entwickelt, ohne laut zu werden.
Bewohnter Prozess
Auch wirtschaftlich wurde der Hof Unternberg neu gedacht: Denn im Wirtschaftsgebäude wurden Lagerflächen für das biologisch-dynamisch erzeugte Gemüse integriert, ohne zusätzliche Fläche zu beanspruchen. Und draußen wächst das Gemüse in der von den Hofbesitzern gewählten Wirtschaftsweise – ein stiller Kreislauf, der alles trägt. Weiters nötig war ein Maschinenraum, der sich unauffällig in das Untergeschoss des Wirtschaftsgebäudes schiebt. Dass dieses
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Foto: Arch. Theodor Gallmetzer Foto:
Der Hof Unternberg ist innen und außen ein wahres Schmuckstück.
Projekt mit begrenzten Mitteln umgesetzt wurde, ist überall spürbar. Nicht als Mangel, sondern als Haltung: erhalten statt ersetzen, nutzen statt erweitern. Die Nominierung für einen Architekturpreis, erwähnt
in der Fachzeitschrift „Turris Babel“,würdigtgenaudas.Am Ende ist der Hof Unternberg kein fertiges Objekt, sondern ein bewohnter Prozess. Einer, der zeigt, wie viel möglich ist, wenn man genau hinschaut.
THEODOR GALLMETZER
Für Theodor Gallmetzer ist Architektur eine Leidenschaft. Jedes Gebäude, das umgebaut oder neu errichtet werden soll, durchläuft einen individuellen Planungsprozess –seien es Wohnhäuser, Ansitze, Hotels, Kellereien oder denkmalgeschützte Gebäude. In seinen Entwürfen greift er den Kontext und vor allem die Energie des Ortes auf. Mit großer Sensibilität spürt er die tiefsten Wünsche der Bauherrschaft auf und lässt sie mit viel Geschick in den Entwurfsprozess einfließen. So entstehen Gebäude und Räume, die Menschen berühren und eine besondere Atmosphäre sowie Ausstrahlung besitzen. theodor@gallmetzer-architecture.com
Wandfarben prägen die Wirkung eines Raumes oft stärker als Möbel. Sie beeinflussen, wie groß, hell oder gemütlich ein Zimmer wahrgenommen wird – und wirken sich sogar auf das persönliche Wohlbefinden aus. Deshalb lohnt es sich, die Auswahl bewusst zu treffen und sich vorab zu überlegen, welche Stimmung im Wohnzimmer entstehen soll.
Der PASSENDE FARBTON
Helle Farbtöne wie Beige, Creme, zarte Pastellnuancen lassen kleine Räume, schmale Flure oder verwinkelte Grundrisse offener erscheinen. Sie reflektieren das einfallende Licht und sorgen für ein luftiges, freundliches Ambiente. Besonders in Wohnungen mit begrenztem Platzangebot können solche Farben dazu beitragen, ein
Gefühl von Großzügigkeit zu schaffen. In großen oder hohen Räumen kann hingegen schnell eine gewisse Leere entstehen. Hier helfen dunklere Farben wie tiefes Blau, warmes Anthrazit, ein sattes Grün. Sie geben dem Raum optisch mehr Halt, lassen ihn kompakter wirken und schaffen eine angenehme, wohnliche Atmosphäre.
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Warme Farben für Räume mit wenig Licht
Die Ausrichtung eines ZimmersspielteinewichtigeRolle bei der Farbwahl. Räume mit Nordfenstern erhalten meist kühleres, indirektes Licht. Warme Farbtöne wie Sand, Terrakotta, Ocker, ein gedecktes Rostrot gleichen diesen Effekt aus und verleihen dem Raum mehr Wärme und Behaglichkeit. In lichtdurchfluteten Räumen mit Südausrichtung können dagegen auch kühlere Farben überzeugen. Nuancen wie Graublau, Salbei, Steingrau wirken hier frisch, modern und ruhig, ohne dabei kühl oder ungemütlich zu erscheinen.
Wie viele Wände sollen Farbe bekommen?
Auch die Frage nach der richtigen Dosierung ist entscheidend. Ein kompletter Anstrich in einer intensiven Farbe kann schnell überwältigend wirken. Deshalb eignen sich für alle 4 Wände eher dezente, zurückhaltende Töne. Kräftige Farben entfalten ihre
Wirkung oft am besten als gezielter Akzent – etwa auf einer einzelnen Wand hinter dem Sofa oder im Bereich eines Regals. So entsteht ein Blickfang, ohne den Raum optisch zu überladen.
Farben harmonisch kombinieren
Wer mehrere Farben kombinieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten:
Ton-in-Ton-Konzepte: Verschiedene Abstufungen einer Farbe sorgen für ein ruhiges, harmonisches Gesamtbild.
Analoge Farben: Farbtöne, die im Farbkreis nebeneinanderliegen, wirken besonders stimmig.
Komplementärfarben: Gegensätze wie Blau, Orange bringen Dynamik und Lebendigkeit in den Raum. Besonders elegant wirken gedeckte, leicht „gebrochene“ Farbtöne – etwa Burgunder in Kombination mit Petrol, Flieder zusammen mit einem sanften Goldton. Sie wirken weniger grell und lassen sich gut mit Möbeln und Textilien abstimmen.
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Die Auswahl der Wandfarbe ist ein wesentliches Gestaltungselement mit großem Einfluss auf die Raumwirkung.
Materialien und Einrichtung mitdenken
Die Wandfarbe sollte immer imZusammenspielmitBoden, Möbeln und Dekoration betrachtet werden. Helle Holzböden harmonieren gut mit warmen, natürlichen Farben, während dunkle Möbel durch helle Wände besser zur Geltung kommen.
Auch Textilien wie Vorhänge, Teppiche, Kissen können Farbakzente aufgreifen und so
ein stimmiges Gesamtbild erzeugen. Wer unsicher ist, kann sich an einer Hauptfarbe orientieren und diese in verschiedenenNuancenimRaum wiederholen.
Die Wirkung im Tagesverlauf testen
Farben verändern ihre Wirkung je nach Lichtquelle und Tageszeit. Ein Ton, der im
Kräftige Farben wirken am besten als gezielter Akzent, etwa an einer Wand und setzen einen Blickfang ohne den Raum zu überladen.
Baumarkt perfekt wirkt, kann im eigenen Wohnzimmer ganz anders erscheinen. Deshalb empfiehlt sich eine Farbprobe direkt im Raum: Ein gestrichenes Holzbrett oder ein Stück Karton kann einige Tage im Zimmer platziert werden. So lässt sich beobachten, wie sich der Farbton bei Morgenlicht, in der Abenddämmerung und unter künstlicher Beleuchtung verhält.
Farbe
bewusst einsetzen
DierichtigeWandfarbeistmehr als eine Geschmacksfrage – sie ist ein Gestaltungselement mit großer Wirkung. Wer Lichtverhältnisse, Raumgröße und Einrichtung berücksichtigt, kann gezielt Atmosphäre schaffen: von hell und offen bis zu gemütlich und geborgen. Ein durchdachtesFarbkonzeptsorgt dafür, dass das Wohnzimmer nicht nur gut aussieht, sondern sich auch genau richtig anfühlt.
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Parkett richtig pflegen
So bleibt der HOLZBODEN LANGE SCHÖN
Ein Parkettboden verleiht Räumen eine warme, einladende Atmosphäre. Damit er über viele Jahre hinweg gepflegt aussieht, kommt es auf die richtige Behandlung an.
Regelmäßiges Reinigen und der richtige Schutz vor Kratzern sowie Feuchtigkeit tragen dazu bei, die natürliche Oberfläche zu erhalten und die Lebensdauer des Bodens zu verlängern.
Die folgenden Hinweise helfen dabei, typische Fehler zu vermeiden und den Boden optimal zu schützen.
1. Staub und Schmutz schonend entfernen Vor der gründlichen Reinigung sollte loser Schmutz entfernt werden. Am besten gelingtdasmiteinemStaubsaugerundeinemgeeigneten Bürstenaufsatz. So wird verhindert, dass kleine Steinchen oder Staubpartikel die Oberfläche zerkratzen.
2. Vorsicht bei Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln Parkett verträgt keine übermäßige Nässe. Statt eines nassen Lappens empfiehlt sich ein nur leicht angefeuchtetes Tuch – oft als
„nebelfeucht“ bezeichnet. Wichtig ist, dass kein Wasser auf dem Boden liegen bleibt.
Aggressive Reinigungsmittel oder Scheuermittel sind ungeeignet, da sie die Oberfläche beschädigen können. Entweder reicht klares Wasser oder ein speziell für Holzfußböden entwickeltes Pflegemittel.
3. Geöltes Parkett regelmäßig auffrischen
Wurde der Boden nicht versiegelt, sondern geölt, braucht er gelegentlich eine Auffrischung. Dafür wird ein dünner Film Pflegeöl aufgetragen. Da die AnwendungetwasErfahrungerfordert, kann es sinnvoll sein, Fachleute hinzuzuziehen.
4. Kleine Schäden einfach beheben Leichte Kratzer oder Druckstellen lassen sich im Alltag kaum vermeiden. Für solche Fälle gibt es Reparatursets mit farblich passenden Wachsstiften. Auch dunkle Abriebspuren von SchuhsohlenkönnenoftmiteinemeinfachenRadiergummientfernt werden.
5. Bei starker Abnutzung: abschleifen
Ist die Oberfläche stark beansprucht oder wirkt stumpf, kann Parkett abgeschliffen
und neu behandelt werden. Wie oft das möglich ist, hängt von der Dicke der Nutzschichtab Mehrschichtparkettmit4Millimeter Nutzschicht lässt sich in der Regel ein- bis zweimal renovieren, während Massivparkett,miteinerNutzschicht von 22 Millimetern, deutlich häufiger aufgearbeitet werdenkannunddadurchbesonderslanglebigist.
Mit der richtigen Pflege bleibt Parkett nicht nur optisch ansprechend, sondern behält auch langfristig seinen Wert.
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Bauen aus Leidenschaft, seit 1950
Seit über 50 Jahren ist Bolzano Costruzioni ein verlässlicher Bezugspunkt in Südtirol für alle, die ihre Räume bauen, renovieren und aufwerten möchten. Ein umfassendes Bauunternehmen, das jede Projektphase mit Kompetenz und Sorgfalt begleitet: von der Planung über die Haustechnik und Abbrucharbeiten bis hin zu Renovierungen, Ausführungsdetails und Integration modernster Hausautomations- und Klimatisierungssysteme.
Jedes Projekt entsteht unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse und entwickelt sich durch eine effiziente und strukturierte Organisation, die schnelle Zeiten und zuverlässige Ergebnisse gewährleistet. Das Unternehmen greift auf hoch qualifizierte, multidisziplinäre Teams zurück – Elektriker, Maurer und spezialisierte Techniker –, die synergetisch zusammenarbeiten, um einen vollständigen und koordinierten Service zu bieten und jedes Detail präzise zu betreuen, bereits ab der ersten Besichtigung. Die Multidisziplinarität ist nicht nur ein Prinzip, sondern ein konkreter Ansatz im täglichen Arbeiten. Ob es sich um ein Privathaus, ein Büro oder ein Unternehmen handelt – Bolzano Costruzioni ist in der Lage, jede Anforderung professionell zu erfüllen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die Funktionalität, Bauqualität und Ästhetik vereinen. Im Mittelpunkt eines jeden Projektes steht eine klare Vision: Die Ästhetik der Räume ist kein nebensächlicher Aspekt, sondern ein echter Wert. Eine
gepflegte, harmonische und gut geplante Arbeitsumgebung trägt zur Steigerung von Produktivität und Wohlbefinden bei. Ein mit Liebe zum Detail gebautes Zuhause wird zu einem Ort, an dem man jeden Tag besser lebt und Komfort sowie Lebensqualität erhöht. Aus diesem Grund wird jede Umsetzung darauf ausgelegt, ein Gleichgewicht zwischen Technik und Design, zwischen Stabilität und Stil zu schaffen. Die sorgfältige Auswahl der Ma-
terialien, die Liebe zum Detail bei den Ausführungen und die Integration modernster Technologien ermöglichen es, moderne, effiziente und langlebige Räumlichkeiten zu schaffen. Bolzano Costruzioni ist in ganz Südtirol tätig und realisiert Projekte, die mit der Umgebung in Dialog treten, deren Eigenschaften respektieren und deren Identität hervorheben. Ob Renovierung oder Neubau – das Ziel bleibt stets dasselbe: Räume zu schaffen,
die die Menschen widerspiegeln, die in ihnen leben, und dabei Ästhetik, Funktionalität und Komfort vereinen. Denn gut zu bauen ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung und Leidenschaft, die über die Zeit weitergegeben wird. Dieses tägliche Engagement ermöglicht es Bolzano Costruzioni, Projekt für Projekt Orte zu gestalten, an denen Ästhetik auf Komfort trifft und Teil des täglichen Lebens wird. Wir bauen im Einklang mit der Umwelt.
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Michele Barbetta
WIE LANGE HÄLT EIN HAUS?
Lebensdauer von Bauteilen im Überblick
Ein Haus ist weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es besteht aus zahlreichen Bauteilen, die zusammen für Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz sorgen. Doch wie alle Dinge unterliegen auch diese Komponenten einem natürlichen Verschleiß.
Die Lebensdauer einzelner Bauteile kann dabei stark variieren – abhängig von Material, Ausführungsqualität, Nutzung und Wartung. Wer baut, kauft oder saniert, profitiert von einem grundlegenden Verständnis dieser Zeiträume. So lassen sich Wartungsintervalle besser planen und zukünftige Investitionenrealistischereinschätzen.
Dach
Fassadenfarben können bereits nach einem Jahr ihre Frische verlieren.
Armaturen zeigen oft nach 10 bis 15 Jahren Abnutzungserscheinigungen.
Die Dachkonstruktion selbst ist in der Regel äußerst robust. Bei fachgerechter Ausführung und trockener Lagerung kann sie 80 bis 100 Jahre oder sogar länger bestehen. Anders verhält es sich mit der Dacheindeckung: Tonziegel und Betondachsteine: etwa 30 bis 50 Jahre; Metalldächer (z. B. aus Titanzink, Kupfer): 50 bis 100 Jahre; Bitumenbahnen auf Flachdächern: meist 20 bis 30 Jahre. Regelmäßige Wartung, insbesondere die Reinigung von Dachrinnen und Entwässe-
rungssystemen, trägt wesentlich zur Lebensdauer bei.
Fenster und Türen
Moderne Kunststofffenster erreichen heute eine Lebensdauer von etwa 30 bis 40 Jahren. Holzfenster können bei guter Pflege ähnlich lange halten, benötigen jedoch regelmäßige Anstriche und sind empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit. Aluminiumfenster gelten als besonders langlebig und witterungsbeständig – hier sind 40 bis 60 Jahre keine Seltenheit.
Haustüren aus Massivholz oder Metall halten häufig 30 bis 50 Jahre. Innentüren sind meist weniger beansprucht und können ebenfalls mehrere Jahrzehnte überdauern.
Fassade und Außenputz
Die Fassade schützt das Gebäude vor Witterung und trägt zur Wärmedämmung bei. Klinkerfassaden sind besonders langlebig und können 80 bis 100 Jahre halten. VerputzteFassadensolltenhingegen nach etwa 30 bis 40Jahren erneuert oder zumindest überarbeitet werden. Fassadenfarben verlieren oft be-
reits nach 10 bis 15 Jahren an Schutzwirkung und Frische. Wärmedämmverbundsysteme erreichen in der Regel eine Lebensdauer von 30 bis 40Jahren – vorausgesetzt, sie wurden fachgerecht montiert und regelmäßig gewartet.
Heizung, Elektrik und Wasserleitungen
Die Heizungsanlage zählt zu den wichtigsten technischen Einrichtungen im Haus: Gas- und Ölheizkessel: etwa 15 bis 25 Jahre; Wärmepumpen und moderne Brennwertkessel: rund 20 Jahre oder mehr; Heizkörper: bis zu 50 Jahre; Fußbodenheizungen: etwa 40 bis 50 Jahre; Die Elektroinstallation kann im Idealfall 40 bis 50 Jahre halten. Dennoch lohnt sich oft eine frühere Modernisierung, etwa bei fehlenden FI-Schutzschaltern, unzureichender AbsicherungfürmoderneGeräte.
Wasserleitungen aus Kupfer oder Edelstahl erreichen häufig 50 bis 70 Jahre. Ältere verzinkte Stahlrohre können dagegen bereits nach 30 bis 40 Jahren korrodieren. Kunststoffleitungen sind ebenfalls
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Eine regelmäßige Kontrolle des Daches ist wichtig.
Bodenbeläge sind besonders stark beansprucht und unterscheiden sich deutlich in ihrer Haltbarkeit:
Echtholzparkett: über 50Jahre (bei Pflege und gelegentlichem Abschleifen); Laminat: etwa 10 bis 20 Jahre; Fliesen: 30 bis 50 Jahre oder länger; Teppichböden: rund 10 bis 15 Jahre.
Innenputz und Anstriche sollten je nach Nutzung alle 5 bis 15 Jahre erneuert werden. Gipskartonwände können über Jahrzehnte bestehen, sofern keine Feuchtigkeit eindringt.
Auch Deckenverkleidungen –etwa aus Holz, Gips – sind in der Regel sehr langlebig, solange sie trocken bleiben.
Sanitäre und Kücheneinrichtungen
Sanitärobjekte wie Toiletten, Waschbecken, Badewannen halten im Durchschnitt 20 bis 30 Jahre. Armaturen zeigen oftschonnach10bis15Jahren Abnutzung, insbesondere bei
kalkhaltigem Wasser. Küchenmöbel und Einbaugeräte sind meist auf eine Nutzungsdauer von etwa 15 bis 25 Jahren ausgelegt – abhängig von Qualität und Pflege.
Pflege verlängert die Lebensdauer
Die tatsächliche Lebensdauer eines Bauteils ist keine feste Größe. Sie hängt von vielen Faktoren ab: Materialqualität, handwerkliche Ausführung, Nutzung, Umwelteinflüsse sowie Wartung und Pflege. Regelmäßige Kontrollen und dasfrühzeitigeBehebenkleiner Schäden können die Nutzungsdauer deutlich verlängern. Gleichzeitigistessinnvoll,sich beimKaufoderBaueinesHauses über den Zustand und die Restlebensdauer zentraler Bauteile zu informieren. So lassen sich unerwartete Kosten vermeiden und notwendige Sanierungenbesserplanen.
Wer ein Haus baut, kauft oder modernisiert, sollte die Lebensdauer seiner Bauteile im Blick behalten. Ein fundiertes Verständnis hilft dabei, Instandhaltungen gezielt zu planen und langfristig wirtschaftlich zu handeln.
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Geom. Elmar Tapfer Technischer Leiter
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Gut gemachte Elektroinstallationen können bis zu 50 Jahre halten.
Stressfrei sanieren
MEHR SICHERHEIT durch GEZIELTEN SCHUTZ
Südtirol ist geprägt von einer einzigartigen Landschaft, die sicheres Renovieren und Sanieren nicht immer einfach macht.
In abgelegenen Hanglagen sind Erdrutsche und Überschwemmungen typische Risiken von lokalen Bauvorhaben. In städtischen Gebieten kann hingegen die dichte Bebauung zuSchädenanNachbarhäusern
führen. Witterungsereignisse und Arbeitsunfälle können außerdem hohe Kosten verursachen. Ein gut durchdachter Versicherungsschutz ist daher unerlässlich, um finanzielle Katastrophen vorzubeugen.
Ein guter Versicherungsschutz beugt finanziellen Schäden vor.
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Die CAR-Versicherung als Muss
Für Privatpersonen bietet die CAR-Versicherung die umfassendste Absicherung. „Sie deckt sowohl direkte Sachschäden an der Baustelle als auch die Haftpflicht gegenüber Dritten ab“, erklärt Sigismund Prentki, Head of Client ExecutivederWideGroup.Als„Contractor’s All Risks“-Polizze schließt sie Auftragnehmende, Subunternehmende, Bauleitende und Auftraggebende mit ein. Die Deckungssumme entspricht dabei dem Gesamtwert derBauarbeitenundbleibtüber diegesamteBaudauergültig. Bauunternehmen können ebenfalls eine CAR-Versicherung in Anspruch nehmen. Je nach Spezialisierung kann es sich für sie sogar lohnen, diese um den Schutz der eigenen Maschinen und Baustellenausrüstung zu erweitern.
Wichtiger Zusatz: die Decennale Postuma
Die Decennale Postuma versichert schwere Baumängel und Einsturzrisiken am Tragwerk,
die erst nach dem Bauabschluss sichtbar werden. „Die Nachhaftung kann auf andere Bestandteile des Bauwerks ausgeweitet werden, etwa auf Abdichtungen, Wärmedämmungen, Putz, Bodenbeläge“, weiß Prentki.
Wie der Name vermuten lässt, schützt die Decennale Postuma für 10 Jahre ab der Bauabnahme. Die Versicherungs-
summe orientiert sich am Wert der Immobilie und kann in der Regel nur in Kombination mit einer All-Risks-Versicherung geltend gemacht werden. Für private Bauherrinnen und Bauherren besteht zwar keine allgemeine Versicherungspflicht, jedoch werden Schutzmaßnahmen angesichts des hohen Risikopotenzials dringend empfohlen.
Bauverantwortliche sollten vor Projektstart die Berufs- und Betriebshaftpflicht der Beteiligten kontrollieren.
Gute Planung ist die halbe Miete
Gut zu überlegen ist, ob ergänzend zur CAR- und Nachhaftungsversicherung noch andere Schutzlösungen benötigt werden. So muss beispielsweise der Nutzen einer ALOP-Garantie bei Arbeitsverzögerungen sowie der Mehrwert einer erweiterten Gewährleistungsgarantie für Ausführungsfehler abgewogen werden.
Um böse Überraschungen zu vermeiden, rät Prentki allen Bauverantwortlichen,vorProjektstart zudem die Berufsund/oder Betriebshaftpflichtversicherungen der beteiligten Betriebe und Selbstständigen zu prüfen. Denn alles, was nicht vertraglich geregelt ist, wird nicht geschützt.
Nicht zu vergessen ist, vor Baubeginn das eigene Grundstück sowie die angrenzenden Gebäude sorgfältig fotografisch zu dokumentieren. Auf diese Weise können unklare Haftungsfragen verhindert werden, was im Streitfall entscheidend sein kann. Der Versicherungsbedarf sollte nicht unterschätzt werden. Prentki betont, dass das Versicherungsmanagement kein nebensächlichesElement,sondern ein integraler Bestandteil von Bautätigkeiten ist. Wer im VorfeldeineCAR-undDecennale-Postuma-Versicherung abschließt, kann das eigene Renovierungsobjekt während und nach der Bauausführung wirksam absichern. Ob zusätzliche Deckungen sinnvoll sind, ist im Einzelfall zu bewerten.
In meiner Arbeit als Architekt mit Fokus auf Energiee zienz stand ich vor einem sehr komplexen Fall, bei dem niemand helfen konnte. Dank der Unterstützung der RÖFIX-Techniker konnte ich die Herausforderung lösen und den Auftraggeber zufriedenstellen. RÖFIX ist ein Unternehmen mit unvergleichlicher technischer Kompetenz.
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Was moderner Blitzschutz leisten muss
TRIFFT (NICHT) der BLITZ?
Ein gut geplantes Blitzschutzkonzept schützt nicht nur das Gebäude, sondern auch die immer komplexere Haustechnik. Fotos: shutterstock
Wenn draußen der Donner rollt, taucht schnell eine beunruhigende Frage auf: Wie groß ist die Gefahr, dass ein Blitz ins eigene Haus einschlägt? Spätestens dann wird klar, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit dem Schutz des Gebäudes zu beschäftigen. Doch reicht ein klassischer Blitzableiter aus, um größere Schäden zu verhindern?
Ein genauer Blick zeigt: Wirksamer Schutz besteht aus mehreren Bausteinen. Ein einzelner Blitzableiter genügt meist nicht. Entscheidend ist ein abgestimmtes Zusammenspiel von äußerem und innerem Blitzschutz. Der äußere Blitzschutz orientiert sich am Prinzip des Faradayschen Käfigs. Ziel ist es, einen direkten Einschlag kontrolliert abzuleiten, ohne dass der Blitz ins Gebäudeinnere gelangt. Dazu gehören Fangeinrichtungen auf dem Dach, Ableitungen entlang der Außenwände sowie eine Erdungsanlage. Der Blitzstrom wird so gezielt ins Erdreich geführt. Allerdings verteilt sich ein Teil der Energie dennoch im Gebäude. Zusätzlich können Blitzeinschläge in der Umge-
bung über Leitungen im BodeninsHausgelangen.Diese sogenannten Überspannungen gefährden Stromkreise und empfindliche Geräte.
Warum innerer Blitzschutz unverzichtbar ist
Hier kommt der innere Blitzschutz ins Spiel, auch Überspannungsschutz genannt. Spezielle Bauteile in der Elektroinstallation sorgen dafür, dass Spannungsspitzen abgefangen und sicher abgeleitet werden. Das ist besonders wichtig in Haushalten mit moderner Technik wie Wärmepumpen, Klimaanlagen, Ladeeinrichtungen für Elektroautos. Ohne entsprechenden Schutz könnenselbstindirekteBlitzeinwirkungen teure Schäden verursachen.
Geräte einfach vom Netz trennen – reicht das?
Früher galt der Rat, bei Gewitter alle Stecker zu ziehen. In der Praxis ist das heute kaum umsetzbar. Zum einen müsste ständig jemand zu Hause sein, um rechtzeitig zu reagieren. Zum anderen sind moderne Haushalte stark vernetzt und verfügen über zahlreiche fest installierte Systeme, die sich nicht einfach abschalten lassen. Dazu zählen etwa Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Ein systematischer Überspannungsschutz ist daher deutlich zuverlässiger.
In Neubauten ist dieser inzwischen verpflichtend. Ein äußerer Blitzschutz ist für reine Wohngebäude hingegen nicht vorgeschrieben.
Kosten: Früh planen spart Geld
DieAusgabenfürBlitzschutz hängen stark von der jeweiligen Situation ab. Beim Neubau lassen sich wichtige Vo-
raussetzungen kostengünstig schaffen. Wer etwa die Erdungsanlage direkt um Anschlüsse für einen späteren äußeren Blitzschutz erweitert,investiertoftnurwenige Hundert Euro.
Deutlichteurerwirdes,wenn bestehende Gebäude nachgerüstet werden müssen. Dann können schnell mehrere Tausend Euro anfallen. Hinzu kommt der Überspannungsschutz–undimSchadensfall mögliche Kosten für beschädigte Technik, die oft noch höher liegen.
Wartung nicht vergessen
Blitzschutzsysteme benötigen regelmäßige Kontrolle. Fachleute empfehlen eine Überprüfung alle 2 bis 4Jahre. Vor allem Erdungsanlagen und metallische Verbindungen können mit der Zeit korrodieren.
Auch der Überspannungsschutz sollte geprüft werden, damit er im Ernstfall zuverlässig funktioniert.
Versicherungsschutz prüfen
Wer in Technik wie Photovoltaik, Wärmepumpe investiert, sollte auch den Versicherungsschutz im Blick behalten. Nicht jede Polizze deckt Schäden durch Überspannung vollständig ab. Unterschiede zwischen Tarifen können erheblich sein–vom fehlenden Schutz bis zur vollständigen Absicherung.
Ein genauer Vergleich lohnt sich daher ebenso wie ein Blick in bestehende Verträge, insbesondere bei älteren Polizzen.
Ein durchdachtes Blitzschutzkonzept schützt nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch die zunehmend komplexe Haustechnik. Gerade mit Blick auf häufigere und intensivere Gewitter gewinnt das Thema weiter an Bedeutung.
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Wann sich Selbermachen nicht rechnet
Ein Umbau oder eine Sanierung geht schnell ins Geld. Naheliegend ist daher der Gedanke, durch Eigenleistungen zu sparen. Doch wer als privater Bauherr selbst Hand anlegt, sollte genau prüfen, ob sich der Aufwand am Ende tatsächlich lohnt –oder ob zusätzliche Kosten und Risiken entstehen.
Vielegreifenvorallembeim Innenausbau selbst ein, etwa beim Streichen oder beim Verlegen von Böden. Was einfach klingt, ist jedoch oft in komplexe Bauabläufe eingebunden. GeradedasZusammenspielmit Handwerksbetrieben oder Baufirmen wird leicht unterschätzt undkannzuProblemenführen, wenn Termine oder Abläufe nichteingehaltenwerden. Entscheidend ist eine realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten. Wie viel Zeit steht tatsächlich zur Verfügung?Reichenhandwerkliches Geschick und Fachkenntnisse aus? In manchen Bereichen sind Qualifikationen erforderlich, die sich nicht kurzfristig durch Videos oder Anleitungen ersetzen lassen. Eine gründliche Vorbereitung und Information im Vorfeld ist daher unerlässlich.
EIGENLEISTUNGEN am BAU
Ebenso wichtig sind eindeutige Vereinbarungen: Wer übernimmt welche Aufgaben und zu welchem Zeitpunkt? Welche Vorarbeiten sind nötig? Eigenleistungen sollten stets eng mit den beauftragten Fachfirmen abgestimmt werden.
Sinnvoll ist es, den Umfang der Eigenarbeit und die Zuständigkeiten frühzeitig schriftlich festzuhalten. So lässt sich klar regeln, welche Leistungen der Bauträger schuldet. Unklare Formulierungen können später zu Streitigkeiten oder kostspieligen Nachbesserungen führen
Planung mit Zeitpuffer
Eigenleistungen brauchen oft mehr Zeit als gedacht. Daher sollteeinausreichenderPuffer
eingeplant werden, um Verzögerungenzuvermeiden.Denn geraten Abläufe ins Stocken, betrifft das schnell das gesamte Bauprojekt.
Ein Beispiel: Wer den Parkettboden selbst verlegt, muss dies innerhalb eines genau definierten Zeitfensters tun –etwa zwischen Malerarbeiten und dem Einbau der Türen. Wird dieser Ablauf gestört, kanndaszuunsauberenÜbergängen oder zusätzlichen Arbeiten führen.
Haftung nicht unterschätzen
Ein zentraler Punkt ist die Haftungsfrage. Für ihre eigenen Leistungen müssen Bauherren selbst geradestehen. TretenMängelauf,dieausder Eigenarbeit resultieren, haftet in der Regel nicht die beauftragte Baufirma. Zwar prüfen
Fachfirmen die ausgeführten Arbeiten und weisen auf mögliche Probleme hin, sie dürfen aber grundsätzlich davon ausgehen, dass Eigenleistungen fachgerecht umgesetzt werden.
Wer unsicher ist, sollte fachlichen Rat einholen. Ein unabhängiger Sachverständiger kann helfen, Risiken einzuschätzen, Bauunterlagen zu prüfenunddieAusführungzu begleiten. Das kann zwar zusätzliche Kosten verursachen, schützt aber oft vor größeren finanziellen Schäden. Eigenleistungen können sinnvoll sein – aber nur mit guter Planung, klaren Absprachen und realistischem Blick auf dieeigenenFähigkeiten.Ohne diese Voraussetzungen wird aus der vermeintlichen Ersparnis schnell ein teures Risiko.