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PRIVATKLINIKEN & GESUNDHEITSZENTREN
Südtirols GESUNDHEITSZENTREN und PRIVATKLINKEN
MEINE GESUNDHEIT AUSGABE IM HERBST
· Erscheinungsdatum: 23. Mai 2026
· Anzeigenschluss: 27. April 2026
· Erscheinungsdatum: 19. September 2026
· Anzeigenschluss: 24. August 2026
· Erscheinungsdatum: 17. Oktober 2026
· Anzeigenschluss: 23. September 2026
Schwindel – organisch, neurologisch, psychisch?
Wirken Medikamente bei Frauen und Männern unterschiedlich?
Was tun bei Insektenallergie?
Karies: Wie vorbeugen und behandeln?
Serie: Unsere Organe –Bauchspeicheldrüse
Zink – der Hausmeister
Kimchi – warum tut es uns gut?
Oxymel – ein Zaubertrank?
IMPRESSUM
„Dolomiten“-Spezial „Meine Gesundheit“, April 2026 · Herausgeber, Verlag und Druck: Athesia Druck GmbH, Bozen Redaktion und Druckerei: Weinbergweg 7, 39100 Bozen, Tel. 0471/928888 · Chefredakteur: Elmar Pichler Rolle Redaktion: Edith Runer · Mitarbeit: Dr. Christian Thuile · Bilder/Illustrationen: Shutterstock und www.freepik.com Layout: Athesia Druck GmbH, Werbeberatung · Koordination: Lidia Galvan, „Dolomiten“-Anzeigenabteilung, Tel. 0471/925312, dolomiten.spezial@athesia.it
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Oxymel
Außer Balance
Schwindel ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Um häufigen oder länger anhaltenden Schwindel wirksam zu bekämpfen, braucht es eine umfassende Ursachenforschung. Sie lohnt sich, denn wer den Schwindel einmal versteht, findet in den meisten Fällen wieder die Balance.
Plötzlich scheint sich die Umgebung zu drehen, der Körper schwankt, die Kontrolle scheint abhandenzukommen, leichtes Angstgefühl macht sich breit. Ein Griff zur Tischkante. Ein Versuch, tief durchzuatmen. Es vergehen Sekunden, vielleicht sogar Minuten. Ups – was war das?
Schwindel haben wohl alle schon erlebt. Und meistens ist er völlig harmlos. Zum Beispiel nach mehreren Umdrehungen um die eigene Achse. In diesem Fall kommen Muskeln und Augen zum Stillstand, während die Flüssigkeit im Gleichgewichtsorgan, das im Innenohr sitzt, noch
nachschwingt. Das ist ein klassischer Drehschwindel, der nach wenigen Sekunden endet. Ein kurzes Schwindelgefühl nach schnellem Aufstehen liegt hingegen am Blutdruckabfall: Das Blut schießt durch die Schwerkraft schnell in die Beine, während Herz und Gehirn kurzfristig unterversorgt bleiben. Doch
G esundheit aus der Natur
Unsere Lebensumstände haben sich stark verändert: Früher lebten die meisten Menschen auf dem Land, hatten innigen Kontakt zur Natur und kannten sich mit Flora und Fauna gut aus. Man ernährte sich von vielerlei Gewächsen, die im Garten herangezogen und draußen in freier Natur gesammelt wurden. Und wusste sich mit Heilpflanzen vom Kräuterbeet und aus Gottes Apotheke zu kurieren.
1. Warum ist das Wissen über heimische Kräuter und Pflanzen heute wieder so gefragt?
das bessert sich meistens ebenfalls schnell. Wenn Schwindel jedoch länger andauert oder auffallend oft passiert, kann das zu extremer Unsicherheit und Angst führen. Betroffene fürchten, die Macht über den eigenen Körper zu verlieren. Und tatsächlich ist mit manchen Schwindelgefühlen nicht zu spaßen.
Schwindel ist meistens harmlos, kann unter Umständen aber auch auf eine Erkrankung hinweisen. Häufiger oder anhaltender Schwindel sollte ärztlich untersucht werden.
Wir trafen Karin Greiner, Diplom-Biologin, Dozentin für Kräuterpädagogik und Volksheilkunde, Kräuter- und Baum-Expertin, Garten- und Pflanzenexpertin im Bayerischen Rundfunk und Buchautorin, zum Interview:
Viele Menschen haben heute weniger Kontakt zur Natur als früher. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis, sich wieder stärker mit ihr zu verbinden. Kräuterwissen steht für Gesundheit, Ernährung
und kulturelle Identität, besonders im Alpenraum. Es stärkt das Wohlbefinden, fördert Achtsamkeit und hilft, Natur bewusster wahrzunehmen und zu schützen. Zudem wächst das Interesse an natürlichen Alternativen im Alltag. Im Lehrgang Kräuterpädagogik mit Start am 11. Mai und der Seminarreihe „Gesundheit auf Pflanzenbasis“ mit Start am 2. September im Bildungshaus Kloster Neustift gehen wir auf all diese Themen ein.
2. Warum ist die praktische Anwendung so wichtig?
Wissen wird erst durch eigenes Tun wirklich verinnerlicht. Durch Sammeln, Verarbeiten und Ausprobieren werden Pflanzen mit allen Sinnen erlebt. Praktische Übungen schaffen Sicherheit, fördern Erfahrung und machen Mut, das Gelernte im Alltag anzuwenden. In der Gemeinschaft fällt es leichter, Neues zu lernen, auszuprobieren und voneinander zu profitieren.
Organisch, neurologisch, psychisch?
Schwindel ist zwar kein eigenständiges Krankheitsbild, aber ein Symptom, ein Warnsignal unseres Körpers. Dahinter können organische, neurologische oder psychische Ursachen stecken.
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3. Was nehmen Teilnehmende des Lehrgangs Kräuterpädagogik und der Seminarreihe „Gesundheit auf Pflanzenbasis“ für sich mit?
Sie stärken ihr Gesundheitsbewusstsein, erleben Erholung in der Natur und gewinnen mehr Selbstvertrauen im Umgang mit Pflanzen. Gleichzeitig eröffnen sich neue Perspektiven für den Alltag und mögliche berufliche Wege. Freude, Selbstwirksamkeit und ein bewusster Lebensstil stehen im Mittelpunkt und fördern ein nachhaltiges Verständnis für Natur, Gesundheit und den eigenen Lebensraum.
Mehr Infos zu Angeboten aus Natur und Gesundheit erhalten Sie im Bildungshaus Kloster Neustift.
Genau deshalb gleicht die exakte Diagnoseerstellung oft einer detektivischen Spurensicherung.
„Oft ist die Ursache von anhaltendem oder häufigem Schwindel im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs zu suchen“, weiß Dr. Umberto Zanarotti, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) im Gesundheitszentrum St. Josef Meran-Bozen. „Wenn zusätzlich Symptome wie Sehstörungen, starke Kopfschmerzen, Hörverlust, gar Bewusstlosigkeit auftreten, kann es sich aber auch um ein schwerwiegendes neurologisches Problem handeln.“ In diesem Fall ist umgehende ärztliche Hilfe essenziell. Denn: „Falls ein Schlaganfall die Ursache ist, muss dieser schnell behandelt werden.“ Hinter einem wiederkehrenden Schwindel können jedoch auch Herzrhythmusstörungen, andere Herzerkrankungen oder niedriger Blutdruck stecken. Betroffene fühlen dann auch eine Art Benommenheit oder Leere im
Bogengänge Schläfenbein
Gleichgewichtsorgan (Vestibularapparat)
Hör-Gleichgewichtsnerv
Hörschnecke
Oft ist Schwindel auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr zurückzuführen. Um das festzustellen, ist eine umfassende Untersuchung wichtig.
Kopf. „Das erfordert eine kardiologische bzw. internistische Abklärung“, so der Facharzt. Nicht zuletzt kann die Psyche dem Körper ein Schnippchen schlagen und zu Schwindel führen.
Der Weg zur Diagnose Bei so vielen möglichen Ursachen ist es wichtig, gezielt und interdisziplinär vorzugehen, also die verschiedenen Untersuchungen aufeinander ab -
Gehörknöchelchen
Eustachische Röhre (Ohrtrompete)
zustimmen. An vorderster Front steht eine Anamnese. „Der Arzt oder die Ärztin sollte sich ausreichend Zeit für ein Gespräch nehmen, und idealerweise sollte der Patient oder die Patientin von einer Person begleitet werden, da die Diagnose mitunter komplex sein kann. Das führt bei Betroffenen oft zu Unsicherheit und noch mehr Angst.“ Klassische Fragen bei einem Gespräch lauten:
Wie fühlt sich der Schwindel an? Verstärkt er sich bei Positionswechseln, beim Umdrehen im Bett, bei Bewegung? Wird er durch Lärm oder Druckunterschiede ausgelöst? Treten zusätzliche Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Hörprobleme, Angstzustände, Schweißausbrüche auf? Wie ist der Lebensstil einschließlich Ernährungs-, Bewegungs- und Schlafgewohnheiten?
„Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen peripherem und zentralem Schwindel. Ersterer wird sehr oft im Innenohr verur-
Äußeres Ohr (Ohrmuschel)
Äußerer Gehörgang
Trommelfell
(Hammer, Amboss und Steigbügel)
sacht, während der zentrale Schwindel vom Nervensystem ausgeht und neurologisch abgeklärt werden sollte“, erklärt Dr. Zanarotti. Das bedeutet, dass durch eine Magnetresonanztomografie (MRT) des Schädels neurologische Ursachen wie ein Schlaganfall oder organische Ursachen wie ein Tumor ausgeschlossen werden können.
Dem HNO-Arzt bieten sich mehrere Diagnosemöglichkeiten. Unerlässlich ist ein Hörtest. Eine sogenannte Tympanometrie gibt unter anderem Hinweise auf Probleme im Mittelohr und die Funktion des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Bei der Nasopharyngolaryngoskopie
wird der Nasen-, Rachenund Kehlkopfbereich mit einer kleinen Kamera untersucht, um anatomi-
VORSICHT BEI ÄLTEREN
Besondere Aufmerksamkeit gilt älteren Menschen. Ab dem 65. Lebensjahr steigt das Schwindelrisiko deutlich. Altersbedingte Veränderungen, Mehrfacherkrankungen und Medikamentennebenwirkungen spielen eine Rolle. Manche Senioren beschreiben ihre Beschwerden als „Altersschwäche“. Doch die präzise Differenzierung ist entscheidend – denn hinter dem Symptom kann sich eine behandelbare Ursache verbergen.
sche Veränderungen oder Entzündungen festzustellen, die ursächlich für den Schwindel sein können.
Meist gut behandelbar Viele Schwindelformen sind gut behandelbar. In den meisten Fällen handelt es sich laut Dr. Zanarotti um einen gutartigen Lagerungsschwindel. Dabei verschieben sich kleine Kristalle, sogenannte Otolithen, im Innenohr. Sogenannte Befreiungsmanöver führen hier –korrekt durchgeführt – in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit zur Beschwerdefreiheit.
Bei plötzlichem Drehschwindel liegt die Ursache oft in einem gestörten Gleichgewichtssinn. Auch wenn sich zu viel Lymphflüssigkeit im Innenohr befindet, kann das zu Drehschwindel führen.
Orthopädie und Traumatologie | Phlebologie | Physikalische Medizin und Rehabilitation
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In diesem Fall spricht man von Morbus Menière. Diese Krankheit kann unter Umständen die Hörfähigkeit beeinträchtigen. Eine oft durch Viren ausgelöste Krankheit ist die Neuronitis vestibularis, also eine Entzündung des Gleichge-
Akupunktur als Alternative
wichtsnervs, die sich ebenfalls durch Drehschwindel äußert, aber oft von Begleitsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen gekennzeichnet ist. Bei all diesen Erkrankungen können zur Akutbehandlung von Übelkeit und Schwindel Medikamente notwendig sein. Wichtig ist dann aber eine Physiotherapie in Form eines speziellen Gleichgewichtstrainings. Es unterstützt das Gehirn dabei,
Auch der Lebensstil beeinflusst das Gleichgewichtssystem. Ausreichend Flüssigkeit gehört zu einem gesunden Leben.
Durch das gezielte Setzen von Nadeln wird der Energiefluss im Körper harmonisiert. Oft verschwindet dann auch der Schwindel.
Eine gut verträgliche und oft wirkungsvolle Therapieoption bei Schwindel stellt die Akupunktur dar. Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Schwindel Ausdruck eines Ungleichgewichts im Körper, häufig verursacht durch Störungen im Energiefluss. Durch das gezielte Setzen von Nadeln an spezifischen Akupunkturpunkten kann dieser Energiefluss harmonisiert und die zugrunde liegende Störung beseitigt werden. „Gerade bei Gleichgewichtsstörungen wie der Neuronitis vestibularis ist Akupunktur eine interessante Alternative“, erklärt der Ganzheitsmediziner Dr. Christian Thuile. Entscheidend sei dann allerdings ein früher Behandlungsbeginn, da in diesem Fall meist nur wenige Sitzungen erforderlich sind. Auch bei chronischem und schlecht diagnostizierbarem, bei stressbedingtem oder psychosomatischem Schwindel ist Akupunktur angesagt, ebenso, wenn Verspannungen zu Schwindel führen.
fehlende Informationen aus dem Innenohr durch andere Sinne zu kompensieren. Das gilt auch für Morbus Menière, wobei diese Krankheit in seltenen Fällen eine chirurgische Behandlung des Innenohrs erfordert.
Übrigens: Auch Verspannungen im Halswirbelbereich sowie psychische Hintergründe wie Stress, Sorgen äußern sich mitunter mit Schwindelgefühlen. Physio- bzw. Psychotherapie können helfen, aus dem drohenden Teufelskreis –Schwindel, Angst, Unsicherheit – auszubrechen.
Was wir selbst tun können Neben der medizinischen Therapie spielt bei der Behandlung von Schwindel auch der Lebensstil eine wichtige Rolle. Ausrei-
chende Flüssigkeitszufuhr, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein stabiler Schlafrhythmus stärken das Gleichgewichtssystem. Die Reduktion von Koffein und Alkohol kann ebenfalls positive Auswirkungen haben.
Dr. Umberto Zanarotti, Facharzt für Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde (HNO) im Gesundheitszentrum St. Josef Meran-Bozen
Die möglichen Wirkmechanismen der Akupunktur sind vielfältig: Die Durchblutung wird gefördert, die Muskulatur entspannt, das vegetative Nervensystem reguliert. Außerdem kommen Betroffene zur Ruhe, was Stress reduziert und die Schlafqualität verbessert.
Dr. Christian Thuile leitet u. a. den Bereich Naturheilkunde und Komplementärmedizin im Gesundheitszentrum St. Josef Meran-Bozen.
Genial unauffällig: Innovation Hörbrille
Ca. 100.000 Südtiroler sollen laut Schätzungen schwerhörig sein, doch nur jeder Vierte wird behandelt. Im Vergleich zu Sehfehlern wird mangelndes Hörvermögen oft schlicht nicht bemerkt. Dabei ist es essenziell für die soziale Teilhabe: Ein Defizit erhöht das Risiko für Isolation und sogar Demenz. Spätestens ab 50 sollten sowohl Augen als auch Gehör jährlich untersucht werden. Bei leichten bis mittelschweren Hörproblemen hilft die Innovation namens „Nuance Audio“ von „EssilorLuxottica“ diskret und unauffällig, aber effektiv.
Was die Hörbrille kann, merkt man ihr kaum an. Hinsichtlich Design und Qualität steht sie einer klassischen, hochwertigen Sehbrille in nichts nach. Schlicht, wie Farbe und Fassung sind, passt sie sich jedem Stil an. Das geringe Gewicht ist optimal für den ständigen Gebrauch. Auch selbsttönende TransitionsGen-S-Gläser sind verfügbar. Der Unterschied zur gewöhnlichen Sehbrille ist zwar unsichtbar, aber groß: Winzige Richtmikrofone und Richtlautsprecher in den Bügeln ersetzen das im Ohr zu platzierende Hörgerät. Der Träger kann je nach Einstellung entweder sämtliche Geräusche oder ganz gezielt
nur gesprochene Worte des direkten Gegenübers verstärken. Vor allem in lauten Umgebungen wie in Restaurants stören die Hintergrundgeräusche. Dank Hörbrille können diese mit wenigen Klicks in einer eigenen Handy-App oder wahlweise auch per separat erhältlicher Fernbedienung nahezu ausgeblendet werden. Auch die Lautstärke und das Ein- und Ausschalten lassen sich darüber
regeln. Etui, Tuch und Ladepad sind inklusive.
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Starke wohnortnahe Versorgung
Viel ist bereits über sie geredet worden, nun werden sie aktiv: die neuen Gemeinschaftshäuser. Und sie sind nicht die einzigen Neuerungen in der wohnortnahen Versorgung.
Wir haben es wohl alle schon erlebt: Das Wochenende beginnt und es trifft uns ein kleines medizinisches Problem. Nicht schlimm, aber auch nicht wirklich aufschiebbar. Eine Abschürfung etwa, ein Insektenstich, ein Hexenschuss. Nun gibt es eine neue Anlaufstelle genau für solche Fälle: das Gemeinschaftshaus.
Was ist ein Gemeinschaftshaus?
Es handelt sich im Grunde um einen ausgebauten Gesundheits- und Sozialsprengel, der verschiedene gesundheitliche und soziale Dienste unter einem Dach vereint und so einen niederschwelligen Zugang für die Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Sprengel bietet das
Gemeinschaftshaus eine breitere Palette an Diensten und Gesundheitsangeboten. Diese reichen von Allgemeinmedizin, fachärztlichen Leistungen und Basisdiagnostik über Blutabnahme, krankenpflegerische Betreuung und Therapieleistungen – wie
Physiotherapie, Logopädie, Diätologie – bis hin zu Diensten des Sozialbereichs und verschiedenen Beratungsangeboten, z. B. Familienberatung. Insgesamt 12 Gemeinschaftshäuser sind vorläufig in Südtirol geplant, 9 davon gehen 2026 in Betrieb: Brixen,
Das „Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten“
Ein Angebot in den Gemeinschaftshäusern, das von der Bevölkerung besonders geschätzt werden dürfte, ist das „Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten“ (AKD). Eben jener Ort, an den man sich für kleinere, aber nicht aufschiebbare gesundheitliche Probleme wenden kann, für die die Notaufnahme der Krankenhäuser die falsche Anlaufstelle ist.
Aktuell sind 2 solche Ambulatorien aktiv, die anderen folgen demnächst:
• im Gemeinschaftshaus Brixen, Romstraße 5, montags bis freitags, 8–19 Uhr, telefonisch erreichbar rund um die Uhr unter Tel. 0472/813671;
• im Gemeinschaftshaus Klausen, Seebegg 17, montags bis samstags, 8–20 Uhr, Tel. 0472/813146.
Wichtig ist, nicht einfach hinzugehen, sondern zuerst einmal beim Gemeinschaftshaus anzurufen, um genauere Auskünfte für das eigene Problem zu erhalten.
Klausen, Bozen Loew-Cadonna, Innichen, Leifers, Mals und Naturns vor dem Sommer, Bruneck und Sterzing im Herbst. Bei Leifers und Bruneck handelt es sich um Neubauten, die anderen Gemeinschaftshäuser sind die gewohnten Gesundheitssprengel, die verschiedenen Erweiterungsarbeiten unterzogen wurden. Zu unterscheiden ist dann noch zwischen „Hub“- und „Spoke“-Gemeinschaftshäusern: „Hubs“ sind größere, zentrale Einrichtungen, die täglich von 0 bis 24 Uhr geöffnet sind. Dazu zählen Bozen Loew-Cadonna, Brixen und Bruneck. „Spokes“ sind kleiner und nur montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
Stärkung und Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung ist eines der Hauptziele im Regierungsprogramm der Südtiroler Landesregierung 2023–2028. Gleichzeitig sieht auch der staatliche Wiederaufbau- und Resilienzplan (der sogenannte „PNRR“) die Errichtung von Einrichtungen
Foto: 123rf
Freuen sich über die Eröffnung der Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten im Gesundheitsbezirk Brixen: AKD-Ärztin
Carina Elizabeth Urrejola, Bezirksdirektorin Elisabeth Montel, Pflegedienstleiterin
Judith Gostner, Sanitätskoordinatorin Christina Troi, die Direktorin des Amtes für Verwaltungsaufgaben des Sprengels Christine Engl, Pflegekoordinatorin Stefania Negro.
Foto: Sabes/LR
der wohnortnahen Betreuung vor. Neben dem Gemeinschaftshaus zählt dazu auch das Gemeinschaftskrankenhaus.
GRIPPE?
NICHT MIT UNS!
3 Gemeinschaftskrankenhäuser bekommt Südtirol: Meran, Bozen und Neumarkt. Meran ist bereits im Bau und wird 2027 eröffnet, Bozen und Neumarkt folgen 2028. Übergangsweise nehmen aber schon im Mai 2026 die Gemeinschaftskrankenhäuser BozenMoritzing (im WGebäude des Krankenhauses) und MeranTappeiner (in der ehemaligen Reha des Krankenhauses) ihre Tätigkeit auf.
#schützedich
„Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen entsteht eine umfassende Betreuung, die vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen einen großen Mehrwert bietet.“
Christian Kofler, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes
Wohnortnahe Einsatzzentralen und GesundheitsHotline 116117 Abgerundet wird die Neuordnung der wohnortnahen Versorgung durch die wohnortnahen Einsatzzentralen und die Gesundheits Hotline 116117. Wohnortnahe Einsatzzentralen (WONE) sind organisatorische Einrichtungen, die den Patientinnen und Patienten beim Übergang von einem Betreuungsbereich zum anderen helfen und die Zuweisung einer Person an die verschiedenen Einrichtungen koordinieren. Beim Übergang von der stationären Versorgung im Krankenhaus zur wohnortnahen Betreuung im Sprengel oder zu Hause gibt die WONE die notwendigen Informationen zur Entlassung an die territorialen Dienste weiter. Oder wenn nach einem Krankenhausaufenthalt die Unterbringung in einem Seniorenwohnheim nötig ist, hilft die WONE bei der Suche nach einem Heimplatz. Landesweit gibt es 5 Wohnortnahe Einsatzzentralen: Bozen, Neumarkt, Meran, Brixen und Bruneck.
„In Südtirol bauen wir –anders als im restlichen Staatsgebiet – auf einem bereits gut funktionierenden Versorgungsmodell auf: den Gesundheits- und Sozialsprengeln, die nun zu Gemeinschaftshäusern weiterentwickelt werden. Ziel ist es, dieses gewachsene System enger mit der Krankenhausversorgung zu verzahnen und den Zugang zu Gesundheits- und Sozialleistungen breiter sowie niederschwelliger zu gestalten. Gleichzeitig sollen sich die Krankenhäuser stärker auf die Akutversorgung konzentrieren, während etwa fachärztliche Leistungen für chronisch Kranke schrittweise in wohnortnahe Einrichtungen verlagert werden.“
Gesundheitslandesrat
Die GesundheitsHotline 116117 ist eine europäische Rufnummer. In einigen EULändern und italienischen Regionen ist sie bereits aktiv. Sie ist die Rufnummer für alle Gesundheitsfragen und anliegen, die nicht dringender Natur, also keine Notfälle sind. Sie ist täglich rund um die Uhr erreichbar und die Anrufe werden von Fachpersonal entgegengenommen. Bei Fragen zu einem gesundheitlichen Anliegen oder einer kleinen Dringlichkeit außerhalb der Ambulatoriumszeiten des eigenen Hausarztes kann man diese Nummer anrufen und bekommt Hilfe für das weitere Vorgehen. Die neue GesundheitsHotline wird in den nächsten Monaten als Pilotprojekt im Gesundheitsbezirk Bozen eingeführt und in einem zweiten Moment auf das ganze Land ausgeweitet.
Foto: Sabes
Foto: Südtiroler Landtag
Foto: Sabes
Hubert Messner
Gleich und doch nicht gleich
Frauen reagieren oft anders auf Medikamente als Männer. Doch das Geschlecht allein macht den Unterschied nicht aus. Warum es auf viel mehr ankommt, was die Medizin bereits weiß und was Patientinnen und Patienten wissen sollten, das erklärt Dr. Rosmarie Oberhammer, die sich seit Jahren mit geschlechtersensibler Medizin beschäftigt.
Wirken Medikamente bei Frauen und Männern unterschiedlich? Auf Basis von Forschungsergebnissen könnte dies naheliegen. In Wirklichkeit ist das Thema weitaus komplexer, hat mit den Wirkstoffen, dem Verhältnis Körpergröße und -gewicht, der Körperzusammensetzung, den Vorerkrankungen, den Lebensumständen, den Erwartungen und auch mit historischen Fehlentwicklungen zu tun. Doch beginnen wir bei der Basisinformation.
Genauer hinschauen
Dr. Rosmarie Oberhammer ist Anästhesistin, Intensivmedizinerin, Notärztin und Schmerzmedizinerin am Krankenhaus in Bruneck, und sie ist die wichtigste Ansprechpartnerin in Südtirol, wenn es um geschlechtersensible Medizin geht. So nennen Fachleute heute den oft missverstandenen Begriff Gendermedizin. Die Ärztin sagt: „Es gibt durchaus Wirkstoffe, bei denen Frauen häufiger oder stärkere Nebenwirkungen
Wenn wir heute von Gendermedizin sprechen, dann meinen wir eine Medizin, die biologische, aber auch ökonomische und soziokulturelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern, ethnischen Gruppierungen und Menschen unterschiedlichen Alters, Gewichtes und mit unterschiedlichen Lebensumständen berücksichtigt. Damit können Präventionsprogramme auf einzelne Gruppen besser abgestimmt, Diagnosen gezielter gestellt und Therapien individualisierter ausgewählt werden.
DR. ROSMARIE OBERHAMMER
haben als Männer.“ Allerdings: „Viele Unterschiede relativieren sich, sobald man genauer hinschaut.“ Einige Beispiele sind allerdings gut belegt. So wurde für das Schlafmittel Zolpidem in den USA eine niedrigere Dosierung für Frauen eingeführt. Der Grund: Frauen waren am Morgen nach der Einnahme häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt, offenbar weil der Wirkstoff bei ihnen langsamer abgebaut wird. Nachgewiesen ist auch, dass Frauen von bestimmten blutdrucksenkenden Mitteln häufiger Nebenwir-
kungen bekommen. Sogenannte ACE-Hemmer führen eher als bei Männern zu Reizhusten, Amlodipin zu Wasseransammlungen in den Knöcheln.
Dennoch: Das Geschlecht allein erklärt selten die ganze Wirkung. Oft kommen weitere Faktoren hinzu. Als Beispiel nennt Dr. Oberhammer die Vollnarkose. Als Narkosegase noch häufiger eingesetzt wurden, berichteten Frauen nach Operationen öfter von Übelkeit und Brechreiz als Männer. Es schien hier einen klaren geschlechtsspezifischen Unterschied zu geben. Doch
bei genauerem Hinsehen relativierte sich dieser Eindruck. „Wenn Faktoren wie die Operationsart und -dauer, der Einsatz starker Schmerzmittel oder auch das Rauchen berücksichtigt werden, sind die Unterschiede oft viel geringer.“ Interessant ist beispielsweise, dass Menschen, die rauchen, nach einer Vollnarkose seltener Übelkeit haben als Nichtraucher – egal, ob Frau oder Mann.
Contergan und die Folgen Dass die unterschiedliche Reaktion auf Medikamente lange übersehen wurde, hat auch einen historischen Grund. Über Jahrzehnte hinweg basierte die medizinische Forschung vor allem auf Männern, meist sogar jungen, weißen, normalgewichtigen Männern. Frauen spielten in klinischen Studien kaum eine Rolle. „Auslöser dieser Entwicklung war die Contergan-Affäre Anfang der 1960er-Jahre“, erklärt Dr. Oberhammer.
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Lesen Sie weiter auf Seite 14.
Damals führte dieses als harmlos eingestufte Beruhigungs- und Schlafmittel zu schweren Fehlbildungen bei Neugeborenen oder sogar zu Fehlgeburten, wenn es in der Frühschwangerschaft eingenommen wurde, etwa auch gegen die Schwangerschaftsübelkeit. Die Konsequenz war ein radikaler Einschnitt: Frauen im gebärfähigen Alter wurden aus Arzneimittelstudien weitgehend ausgeschlossen – aus Angst vor Folgeschäden. Die Beschränkung hatte schwerwiegende Folgen, wie die Geschichte von Aspirin zeigt. Studien, die mit dem darin enthaltenen Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) an Männern durchgeführt wurden, bewiesen eine deutliche Schutzwirkung vor Herzinfarkten. Der Wirkstoff entwickelte sich daraufhin zu einem der meistverwendeten Medikamente weltweit. Erst bei späteren Tests erkannte man, dass ASS bei Frauen nicht dieselbe Wirkung hat. „Die Aspirin-Story hat uns einiges gelehrt“, sagt Dr. Oberhammer.
Auch Medikamente gegen Aids wurden anfangs nur an Männern getestet, bei Frauen mussten sie im klinischen Alltag wegen der Nebenwirkungen oft abgesetzt werden.
Heute wäre es Standard, dass klinische Studien Frauen und Männer einbeziehen. Leitlinien wurden angepasst, und in vielen medizinischen Fachbereichen werden geschlechtsspezifische Unterschiede inzwischen im klinischen Alltag berücksichtigt. Besonders weit ist die Forschung etwa in der Kardiologie, der Schmerzmedizin, der Anästhesie.
Welches Medikament in welcher Dosierung eingenommen werden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab. Das Geschlecht spielt dabei eine wichtige, aber nicht die einzige Rolle.
Auch in Disziplinen wie der Psychiatrie, der Intensiv- und Präventionsmedizin, der Rheumatologie, Pneumologie, Infektiologie gibt es systematische Vorgangsweisen. „Und es werden immer mehr Unterschiede erkannt, entsprechende Anpassungen der Diagnosekriterien und der Therapieoptionen vorgenommen.“
Mehr als nur Geschlechterunterschied
Inzwischen wissen wir: Die Wirkung eines Medikaments hängt immer vom Zusammenspiel verschiedener Einflüsse ab. So spielt auch das Körpergewicht eine große Rolle. Das zeigte sich in Studien von starken Schmerzmitteln wie Morphin. Dabei schien es zunächst so, als bräuchten Frauen geringere Dosierungen und hätten gleichzeitig mehr Nebenwirkungen. Doch in diesen Studien wurde das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße nicht berücksichtigt. Da Frauen im Durchschnitt kleiner und leichter als Männer sind, haben sie jedoch bei gleicher Dosis häufiger Nebenwirkungen Ein zweiter Aspekt: Unterschiede in den Organfunktionen. Manche
Medikamente entfalten ihre Wirkung beispielsweise erst nach der Umwandlung in der Leber. Etwa ein Drittel der Menschen wandelt sie sehr schnell um – mit schneller Wirkung, aber auch mehr Nebenwirkungen. Bei einem weiteren Drittel ist es umgekehrt, sodass sie kaum profitieren. Nur etwa ein Drittel weist eine normale Umwandlung mit gewünschter Wirkung und günstigen Nebenwirkungen auf.
Ein weiterer Faktor ist der Stoffwechsel: Menschen mit aktiverem Stoffwechsel – etwa Kinder oder sehr aufgeregte Personen – benötigen zur Einleitung einer Narkose höhere Dosierungen.
Nicht unerheblich bei der Wirkung von Medikamenten ist die Erwartungshaltung. Es ist nachgewiesen, dass Frauen eher mit Nebenwirkungen einer Narkose rechnen – und diese dann auch erleben. Bei Männern ist das Phänomen weniger ausgeprägt.
Keine Willkür bei Medikamenteneinnahme
Die Entwicklung muss deshalb insgesamt in Richtung personalisierte Medizin und Pharmakologie gehen.
„Die geschlechtersensible Medizin hat dafür den Weg geebnet“, sagt Dr. Oberhammer. Gleichzeitig betont sie, wie aufwändig diese Entwicklung ist. Mehr Studienteilnehmende bedeuten mehr Zeitaufwand und höhere Kosten. „Strenge Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben, fehlende öffentliche Mittel und Interessenkonflikte großer Pharmakonzerne verlangsamen die Forschung zusätzlich.“ Das hat Folgen. So wurden Versuche, eigene Blutdruckmedikamente für Frauen zu entwickeln, aus wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt. Es ist also noch ein langer Weg hin zur personalisierten Medizin.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem, sich ihrer eigenen Verantwortung bewusst zu sein und Medikamente korrekt anzuwenden. „Medikamente sollten weder eigenständig eingenommen noch ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden“, präzisiert Dr. Rosmarie Oberhammer.
Dr. Rosmarie Oberhammer, Ärztin an der Abteilung Anästhesie und Intensivtherapie des Krankenhauses Bruneck und Gendermedizin-Expertin
Sssssstich mit Folgen
Sssssss … Peng … „Verflixt, zu spät!“ Das ist der übliche Ablauf eines Insektenstiches. Noch bevor unser Gehirn reagiert, haben die Biester schon zugestochen. Solange es danach aber nur an der Einstichstelle etwas schmerzt, juckt und ein wenig aufschwillt, ist ein Insektenstich lediglich lästig. Gefährlich wird es, wenn der Körper allergisch reagiert.
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Ein Insektenstachel ist ein hochpräzises Werkzeug. Fein, glatt, effizient. Er durchdringt die Haut in Sekundenbruchteilen – so schnell, dass das Nervensystem ihn erst verzögert registriert. Deswegen reagieren wir meistens zu spät. Was wir
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als Schmerz empfinden, ist weniger der Stich als bereits die Reaktion des Körpers auf das eindringende Insektengift. Denn sobald das Gift in die Haut gelangt, beginnt eine biochemische Kettenreaktion.
Lesen Sie weiter auf Seite 16.
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„Der Körper schüttet Botenstoffe aus – unter anderem Histamin, das die Blut gefäße erweitert“, erklärt Professor Dr. Klaus Eisendle, Primar der Abteilung Der matologie am Krankenhaus Bozen und Allergologe. erweiterten Gefäße lassen mehr Blut in das Gewebe fließen, wodurch die Ein stichstelle rötlich und warm wird. Gleichzeitig werden die Gefäßwände durchlässi ger, und Flüssigkeit tritt ins Gewebe – die Schwellung entsteht. Das Histamin führt außerdem zu Juckreiz, der oft mehrere Tage anhält.
Was passiert im Körper?
Bei den meisten Menschen bleibt die Immunantwort des Körpers lokal begrenzt. Doch vor allem auf Stiche von Hautflüglern und Wespen, aber auch Hor nissen und Hummeln – re agieren manche allergisch. Das bedeutet: Das Immun system des Körpers bildet nach einem oder auch meh reren Insektenstichen unge wöhnlich viele Antikörper (IgE). Beim nächsten Stich
RICHTIG REAGIEREN – SCHRITT FÜR SCHRITT
körperlichen Reaktionen ist eine fachärztliche Visite angesagt, um mit Medikamenten sofort gegensteuern zu können und bei Bedarf Tests zur Ermittlung des tatsächlichen Auslösers zu
Zunächst wird das Blut auf allergiespezifische Antikörper untersucht. Ist das Ergebnis nicht eindeutig, folgt ein sogenannter Prick-Test auf der Haut und bei weiteren Zweifeln ein InterkutanTest. „All diese Tests werden ausschließlich nach heftigen Reaktionen verordnet“, unterstreicht der Facharzt. Präventive Tests seien nicht sinnvoll, weil man nicht weiß, wie der Körper auf einen Insektenstich tatsächlich reagiert und weil sie gieauslöser
Wie wird therapiert?
nik auslöst. Da ist schnelles Handeln angesagt. „Wird die Person ohnmächtig, entwickelt am ganzen Körper Juckreiz oder hat Atemnot, ist die Notrufnummer 112 zu wählen“, rät der Facharzt. Bei anderen, weniger heftigen
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Wird die Person ohnmächtig, entwickelt am ganzen Körper Juckreiz oder hat Atemnot, ist die Notrufnummer 112 zu wählen.
PROF. DR. KLAUS EISENDLE
Die Therapie hängt vom Testergebnis ab. „Bei 1 – lediglich Reaktionen auf der Haut – genügt ein Notfallset, das Betroffene mitführen sollen“, sagt Dr. Eisendle. Das Set enthält in der Regel ein Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin. Adrenalin wirkt am schnellsten. Es kann als Fertigpen in den Oberschenkel injiziert werden. Die anderen beiden lindern Juckreiz und Schwellungen und wirken entzündungshemmend. Mit Grad 2 – eine Hautplus noch mindestens eine weitere Reaktion – sollte indessen eine Desensibilisierung in Erwägung gezogen werden. Dabei wird dem Körper über 3 bis 5 Jahre eine schrittweise steigende Menge des Insektengiftes kontrolliert verabreicht. „Ziel ist es, das Immunsystem so umzuprogrammieren, dass es im Gift keinen
Ein Bienenstich ist oft daran zu erkennen, dass der Stachel in der Haut stecken bleibt, während eine Wespe meist mehrfach stechen kann, ohne ihren Stachel zu verlieren.
Feind mehr erkennt.“ Zwar ist die Desensibilisierung langwierig – beim ersten Termin ist sogar ein mehrtägiger tagesklinischer Krankenhausaufenthalt angesagt, danach alle 4 bis 6 Wochen. Dennoch: „Die Toleranz ist schon nach dem ersten Termin höher. Die Erfolgsquote liegt bei rund 90 Prozent, bei Wespen sogar bei 95 Prozent“, so Dr. Eisendle.
Wie kann man vorbeugen?
Für die Behandlung ist es hilfreich zu wissen, welches Insekt gestochen hat. Ein einfaches Merkmal: Nach einem Bienenstich bleibt der Stachel meist in der Haut zurück. Die Biene verliert ihn beim Stechen und stirbt danach. Wespen hingegen ziehen
ihren Stachel wieder heraus und können mehrfach stechen. Eine Bienengiftallergie bedeutet nicht automatisch, dass man auch auf Wespengift allergisch reagiert – und umgekehrt. Wer weiß, worauf er sensibel reagiert, kann gezielter vorsorgen.
Zur Vorbeugung rät der Facharzt, im Freien nicht barfuß zu gehen, auf Parfums und bunte Kleidung zu verzichten und Süßspeisen oder Getränke draußen möglichst zu meiden – sie ziehen Insekten an. Macht ein Biest Anstalten, sich auf dem Körper niederzulassen, nicht panisch herumfuchteln und versuchen, es zu verscheuchen oder wegzublasen. Das macht das Tier nur aggressiv. Am besten ruhig bleiben und sich von
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der Gefahrenstelle langsam entfernen. Die Tiere stechen in der Regel nur, wenn sie bedroht werden.
Prof. Dr. Klaus Eisendle, Primar der Abteilung Dermatologie am Krankenhaus Bozen und Allergologe
Wespe (l.) und Biene (r.)
BIENE ODER WESPE – EIN KLEINER, ABER WICHTIGER UNTERSCHIED
Besser schlafen. Freier atmen. Zur Ruhe kommen.
Was alpine Nadelbaum öle – Zirbe, Weißtanne, Fichte, Latsche und Lärche – zur Entspannung beitragen können und worauf es bei echter Qualität ankommt.
Der Wald riecht unverwechselbar. Wer durch einen Zirbenwald geht, kennt diesen Duft: harzig, warm und klar. Schultern entspannen sich, der Atem wird ruhiger, der Kopf wird frei. Was in den Alpen seit Generationen geschätzt wird, gewinnt heute neue Bedeutung – bei Stress und Schlafproblemen.
Ätherische Öle aus Nadelbäumen wirken über das limbische System – jenen Bereich, der Emotionen, Entspannung und Schlaf steuert. So unterstützen sie den Übergang vom aktiven Tag in die Ruhephase.
Die Kraft alpiner Nadelbäume
Zirbelkiefer, Weißtanne, Fichte, Latsche und Lärche sind weit mehr als prägende Bäume der Alpen. Ihre ätherischen Öle entstehen durch schonende Destillation und enthalten eine Vielzahl natürlicher Pflanzenstoffe.
sie den Alltag sanft begleiten –beim Abschalten am Abend, beim Durchatmen oder in Phasen erhöhter Belastung.
Zirbelkiefer – Ruhe und Erholung aus den Alpen
Die Zirbe steht für tiefe Entspannung und Schlaf. Ihr warmer holziger Duft schafft eine ruhige Atmosphäre und hilft, inneren Druck loszulassen. Im Diffusor angewendet, unterstützt sie das Einschlafen und hilft, innere Anspannung zu lösen. Dabei wirkt es sanft und unaufdringlich – eine natürliche Begleitung für den Übergang in die Nacht.
Anwendung: Für ruhigen Schlaf: 3–5 Tropfen im Diffusor, etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen. Alternativ 1 Tropfen auf das Kopfkissen.
im Alltag und gewinnen damit neue Bedeutung.
Weißtanne –klare Raum luft, freie Atemwege Die Weißtanne wirkt klärend und befreiend. Ihr frischer, bal samischer Duft unterstützt das Durchatmen und schafft eine angenehme Atmosphäre. Gerade in der Erkältungszeit wird sie wegen ihrer keimreduzierenden Wirkung auf die Raumluft besonders geschätzt. Ihr ausgleichender Duft vermittelt Ruhe und Geborgenheit.
lösender und durchblutungsfördernder Wirkung – ideal bei Erkältung. Tipp: Ein Latschenbad am Abend befreit die Atemwege, lockert den Körper und führt zur Ruhe. Für einen Liter Latschenkiefernöl wird ca. 300 kg Rohmaterial und viel Handarbeit bis auf 2500 Meter Höhe benötigt.
Anwendung: Abendliches Erkältungsbad: 6–7 Tropfen Latsche oder Fichte plus 3 EL Salz/Honig ins warme Badewasser. Bei Erkältung: 3 Tropfen auf 2 Liter heißes Wasser inhalieren.
Warum natürliche Düfte heute wieder gefragt sind Stress, Reizüberflutung und Schlafprobleme nehmen zu –gleichzeitig wächst der Wunsch nach einfachen, natürlichen Lösungen. Ätherische Öle schaffen
Anwendung: 4–5 Tropfen im Diffusor für klare Raumluft. Als Erkältungsbad: 5–6 Tropfen mit Honig oder Salz ins warme Badewasser.
Fichte & Latsche – Atemwege und Entspannung
Fichte wirkt aufbauend und stabilisierend, löst Anspannung und unterstützt erholsamen Schlaf. Latsche ergänzt mit schleim
Die Lärche ist der einzige Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln verliert. Ihr milder, harziger Duft wird bei Erschöpfung, innerer Anspannung und Schlafproblemen geschätzt und kann Leichtigkeit und ruhige Stimmung fördern.
Anwendung: 4–5 Tropfen in den Diffusor bei Stress. Kombination mit Zirbe (je 2 Tropfen) für Stimmung und Schlaf.
Lavendel und Baldrian –die klassische SchlafKombination
Lavandula angustifolia gilt als echter Lavendel, geschätzt für seine ausgleichende und beruhigende Wirkung. Er mildert innere Unruhe und erleichtert das Einschlafen – ausgleichend sowohl bei Anspannung als auch bei Erschöpfung. Zusammen mit Zirbelkiefer entsteht eine harmonische Abendmischung.
Baldrian ist eine der wirkungsvollsten Heilpflanzen bei kreisenden Gedanken und unruhigen Nächten. Wichtig: Baldrian braucht 1–3 Wochen regelmäßiger Einnahme – kein Sofortmittel, aber ein verlässlicher pflanzlicher Begleiter für dauerhaft besseren Schlaf.
Vom Wald in die Flasche: Qualität, die man riecht Der Markt für ätherische Öle ist groß und oft unübersichtlich. Nur wenn Herkunft, Rohstoffqualität und Verarbeitung stimmen, bleibt das natürliche Duft- und Wirkstoffspektrum erhalten. Ein gutes Nadelbaumöl riecht nicht einfach nach Wald, sondern lebendig, viel schichtig und unverwechselbar.
Ladengeschäft und Onlineshop – Pfalzen, Pustertal Bergila in Pfalzen lebt diese Qualitätsprinzipien seit 4 Generationen – getragen von Generationenwissen, handwerklicher Sorgfalt und echtem Interesse an den Pflanzen dieser Region. Jedes Öl ist klar deklariert, die Rohstoffe stammen aus dem alpinen Raum Südtirols. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal: Kein Baum wird für die Ölgewinnung extra gefällt. Bergila verwendet ausschließlich Äste, Zweige und Nadeln aus Forstpflegemaßnahmen – destilliert mit reinem Gebirgsquellwasser, ohne Zusätze, 100 % naturrein. So, wie es von der Pflanze kommt.
Wer das Ladengeschäft in Pfalzen besucht, kann riechen, vergleichen und Fragen stellen – direkt bei den Menschen, die die Produkte herstellen. Wer nicht vor Ort ist, findet unter www. bergila.com das gesamte Sortiment mit Produktinformationen, Anwendungstipps und fundierter Auskunft zu Herkunft und Zusammensetzung.
2. 3–4 Tropfen Zirbenöl oder Zirben- mit Lavendelöl in den Diffusor geben
3. Zirbelkieferkissen neben das Kopfkissen legen
4. Bei Bedarf Baldrian-Tinktur ergänzen
5. Den Duft bewusst als ruhigen Übergang in den Abend nutzen
6. Das Ritual regelmäßig wiederholen
Woran erkennt man gute ätherische Öle?
Merkmal Darauf kommt es an
✓ 100 % reines ätherisches Öl Nur naturreine Öle enthalten das volle Pflanzenspektrum.
✓ Botanische Bezeichnung Art und Pflanzenteil bestimmen Qualität und Charakter.
✓ Schonende Destillation Sie bewahrt die feinen Inhaltsstoffe der Pflanze.
✓ Bio / kontrollierte Wildsammlung Hochwertige Rohstoffe sind die Basis guter Öle.
Wasserdampfdestillation bei Bergila in Pfalzen: Frisches Pflanzenmaterial wird im Destillierkessel mit heißem Dampf schonend und handwerklich verarbeitet.
✓ Komplexer, lebendiger Duft Ein gutes Öl riecht natürlich, vielschichtig und authentisch.
✓ Herkunft nachvollziehbar Transparenz und Handwerk werden vor Ort sichtbar.
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Alle Angaben beruhen auf traditionellem Erfahrungswissen und erfolgen ohne Gewähr. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Für Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Haftung übernommen. Ätherische Öle nur verdünnt anwenden; bei anhaltenden Beschwerden und bei Kindern unter 3 Jahren nur nach ärztlicher Rücksprache.
Kleine Sünde, großes Loch
Schlafen wie auf Wolken gebettet
K. Summerer
Fast alle Menschen in den Industrieländern – es sind rund 98 Prozent – leiden im Laufe des Lebens mindestens einmal an Karies. Somit ist das famose Loch im Zahn die häufigste Infektionskrankheit überhaupt.
Warum Zähneputzen vor dem Frühstück sinnvoll ist warum Zwischenmahlzeiten nicht förderlich für die Zahngesundheit sind, das und weitere Aspekte zu Karies, verrät das Brunecker ZahnärztePaar Dr. Michael Tschurtschenthaler und Dr. Carina Rabelbauer.
Eine persönliche Frage: Wie oft und wie lange putzen Sie die Zähne?
Carina Rabelbauer: Morgens direkt nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen.
Wir verwenden eine Schallzahnbürste, die eine automatische Laufzeit von 3 Minuten hat. Das ist die empfohlene Zeit zum Zähneputzen. Mehrmals pro Woche verwenden wir zusätzlich Zahnseide.
Hatten Sie selbst schon mit Karies zu tun?
Michael Tschurtschenthaler: Es ist zum Glück schon viele Jahre her, aber ich habe tatsächlich schon ein, 2 Füllungen. Gott sei Dank sitze ich an der Quelle.
Was passiert im Zahn, wenn Karies entsteht?
Carina: Karies entsteht nicht über Nacht. Meist sind mehrere Faktoren über längere Zeit ursächlich für die Zerstörung von Zahnhartsubstanz. Es beginnt bei schlechter oder falscher Zahnhygiene. Dazu gehört zum Beispiel auch Zähneputzen – zweimal am Tag und morgens am besten noch vor dem Frühstück oder frühestens 30 Minuten danach. Ungünstig wirken sich zudem häufige Zwischenmahlzeiten aus,
Zahnhalteapparat Abszess
insbesondere zuckerhaltiges Essen und Süßgetränke. Verminderter Speichelfluss und ein säurehaltiger pH-Wert des Speichels, zum Beispiel durch falsche Ernährungsgewohnheiten, bestimmte Krankheiten, sind ebenfalls Faktoren, die mit der Zeit zur Demineralisierung des Zahnschmelzes führen. In der Folge kommt es zum Einbruch der Oberfläche, und Kariesbakterien können weiter in das Zahninnere eindringen.
PRAXIS DR. MARTIN & MICHAEL TSCHURTSCHENTHALER
FACHARZT FÜR ZAHN-, MUND- UND KIEFERHEILKUNDE
Zahnarztpraxis Dr. Tschurtschenthaler deckt alle Bereiche der Zahnheilkunde ab: Professionelle Zahnreinigung und Zahnaufhellung, Zahnerhaltung sowie Zahnersatz, zahnärztliche Chirurgie und Implantologie, Kieferorthopädie
Zähneputzen vor dem Frühstück – klingt nicht logisch.
Michael: Ja, klingt zunächst unlogisch. Schließlich lernt man, die Zähne nach dem Essen zu putzen. In diesem Fall kann es jedoch besser sein, es vorher zu tun – aus 2 Gründen: Über Nacht bildet sich auf den Zähnen ein Belag aus Bakterien und Speichel, der möglichst bald nach dem Aufstehen entfernt werden sollte. Gleichzeitig enthalten Lebensmittel wie Kaffee oder Marmelade Säuren, die den pH-Wert im Mund senken und den Zahnschmelz vorübergehend aufweichen. Erst nach etwa 30 Minuten wird er durch den Speichel wieder neutralisiert. Putzt
man in dieser Zeit, kann der Zahnschmelz zusätzlich geschädigt werden. Da die wenigsten nach dem Frühstück so lange warten können, ist es sinnvoll, vorher zu putzen: Die Mineralstoffe der Zahnpaste stärken den Zahnschmelz und machen die Zähne widerstandsfähi-
Zahnarztpraxis Dr. Philip Siegmund
ger gegen die anschließenden Säureeinwirkungen.
Trifft Karies vor allem jüngere Menschen?
Michael: Karies kann grundsätzlich in jedem Lebensabschnitt vorkommen. Bei jüngeren Men-
Ihre Zahngesundheit in besten Händen
Unsere Philosophie verbindet moderne Zahnmedizin mit traditionellen Werten. Wir legen großen Wert auf Vertrauen, persönliche Betreuung und langfristige Beziehungen zu unseren Patienten. Gleichzeitig setzen wir auf innovative Technologien und schonende Behandlungsmethoden, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu bieten: individuell, transparent und auf höchstem fachlichen Niveau.
• Implantologie – festsitzende Lösungen für fehlende Zähne
• Ästhetische Zahnmedizin –Bleaching und natürliche Verschönerung Ihres Lächelns
• Kinderzahnheilkunde –einfühlsame Betreuung für unsere kleinen Patienten
• Oralchirurgie – schonende chirurgische Eingriffe auf modernstem Niveau
Falsches Ernährungsverhalten und mangelnde Mundhygiene sind bei jüngeren Menschen die häufigsten Ursachen für Karies.
schen entsteht sie hauptsächlich durch falsches Ernährungsverhalten und mangelnde Mundhygiene. Bei älteren Personen verhindern vermehrt körperliche Einschränkungen ein sauberes Zähneputzen. Dazu kommen verminderter Speichelfluss und mitunter Medikamente, die zusätzlich Mundtrockenheit fördern.
Ist Zucker wirklich der schlimmste Verursacher?
Carina: Entscheidend ist eigentlich die Säure. Denn
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• Kieferorthopädie – funktionelle und ästhetische Zahnkorrekturen
• Prophylaxe – professionelle Zahnreinigung, für langfristige Zahngesundheit
In unseren Praxen arbeiten wir mit modernsten Technologien, um Behandlungen noch präziser, schonender und effizienter zu gestalten.
Innovation und Technologie
• Digitale Abformung
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• Schmerzfreie Anästhesie
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Dr. Philip Siegmund Postwiese 16, Sarntal Tel. 0471/623896
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Praxis Prad
Praxis Sarntal
Süßes zwischendurch, das sollte die Ausnahme sein. Die Regel wäre, Süßigkeiten nur nach den Hauptmahlzeiten zu essen.
Bakterien im Mund wandeln Zucker in Säuren um, die dem Zahnschmelz Mineralstoffe entziehen. Wie so oft gilt: Die Dosis macht das Gift. Auch wir genießen gelegentlich etwas Süßes oder trinken gern ein Glas Wein, das ebenfalls Säuren enthält. Wichtig ist dabei, die richtige Balance zu finden. Süßes sollte möglichst im Anschluss an eine Hauptmahlzeit gegessen werden. Als Zwischenmahlzeit belasten sie die Zähne hingegen stärker. Dabei geht es nicht nur um klassische Süßigkeiten:
Selbst vermeintlich gesunde Lebensmittel wie Obst enthalten neben Fruchtzucker zum Teil auch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können. Problematisch ist außerdem der häufige Konsum von verstecktem Zucker in verschiedenen Lebensmitteln.
Gibt es nicht beeinflussbare Faktoren, die das Kariesrisiko erhöhen?
Michael: Schwer zu beeinflussen ist der Speichelfluss, der zum Beispiel aufgrund einer Bestrahlung im KopfHals-Bereich, durch Medikamente wie Antidepressiva
geringer sein kann. Bei Kindern führen vergrößerte Polypen oft zu chronischer Mundatmung. Sie können einen offenen Biss entwickeln, der Speichelfluss ist vermindert und das Kariesrisiko erhöht.
Bei Babys und Kleinkindern können Kariesbakterien von den Eltern übertragen werden, zum Beispiel durch Küssen, wenn dasselbe Besteck benutzt wird – vor allem dann, wenn die Eltern selbst eine hohe Anzahl an Kariesbakterien im Mund haben. Genetisch bedingte Ursachen wie tiefe Fissuren in der Kaufläche, ein starker Zahnengstand, der das Zähneputzen erschwert,
Lesen Sie weiter auf Seite 24.
begünstigen ebenfalls die Entstehung von Karies.
Wie schnell kann sich Karies entwickeln – von der ersten Veränderung bis zur Lochbildung?
Carina: Die Zahnmedizin unterteilt die Karies in verschiedene Stadien, je nachdem, wie tief sie sich im Zahn befindet. Die ersten Veränderungen am Schmelz machen sich durch gelbliche oder dunkle Verfärbungen bemerkbar. Ist die Oberfläche nicht mehr nur verfärbt, sondern auch beim Tasten mit der Zahnsonde weich, ist die Karies schon fortgeschritten. Auf einem Bissflügelröntgenbild lässt sich dann gut erkennen, ob sie schon weiter ins Dentin, also ins Zahnbein, vorgedrungen ist. Übrigens ist meistens erst in diesem Stadium ein Schmerz zu spüren – oder wenn die Karies sehr nahe beim Zahnnerv ist.
Wie lange der Kariesprozess dauert, ist sehr individuell, manchmal Jahre, manchmal nur Monate – auch je nach Ess- und Putzverhalten. Im Milchgebiss entwickelt sich die Karies sehr schnell. Zum einen, weil der Zahnschmelz eine sehr dünne Schicht hat,
WELCHE ZAHNPASTE?
Dr. Michael Tschurtschenthaler und Dr. Carina Rabelbauer empfehlen grundsätzlich die Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpaste. Sie sorgt dafür, dass sich im Speichel Fluorid-Ionen anreichern, die den Zahnschmelz stärken und eine schützende Oberfläche
zum anderen, weil Kinder oft Milchpulvergetränke bekommen, die versteckten Zucker enthalten. In der Zahnmedizin wird diese Erkrankung auch Flaschenkaries genannt.
Kann nur ein Zahnarzt/eine Zahnärztin eine beginnende Karies erkennen?
Michael: Betroffene erkennen Karies oft erst, wenn es schon zu spät ist. Sie entsteht gern auch an nicht leicht zugänglichen bzw. sichtbaren Stellen. Deshalb empfehlen wir eine professionelle Zahnreinigung mit einer zahnärztlichen Visite ein- bis 2-mal im Jahr. Ein Alarmzeichen ist es, wenn ein Zahn sensibel auf süße Speisen oder kalte Getränke reagiert. Dann sollte der nächste Termin vereinbart werden.
bilden. Wichtig ist dabei eine altersgerechte Dosierung: Für Kinder unter 6 Jahren werden Zahnpasten mit etwa 500 ppm Fluorid empfohlen, für Kinder bis 12 Jahren etwa 1000 ppm und ab dem zwölften Lebensjahr rund 1500 ppm.
Kann eine beginnende Karies ohne Bohren gestoppt werden?
Carina: Befindet sich Karies noch im Anfangsstadium – und nur dann –, gibt es 2 Alternativen. Zum einen kann einmal pro Woche ein hoch dosiertes Fluoridgel auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. In den Zahnzwischenräu-
men kann dies zusätzlich mithilfe von Zahnseide erfolgen. Zum anderen besteht die Möglichkeit einer sogenannten Kariesinfiltration. Dabei werden spezielle Substanzen auf den Zahn aufgebracht, die das Fortschreiten der Karies stoppen. Man kann sich das wie ein „Einfrieren“ der Kariesaktivität vorstellen.
Gibt es neue Behandlungsmethoden?
Michael: Die Kariesinfiltration zählt zu einer modernen Möglichkeit, Karies im beginnenden Stadium zu stoppen. Leider kommen die meisten Betroffenen zu spät, sodass der Bohrer ans Werk muss, sprich eine klassische Füllung notwendig ist.
Dr. Michael Tschurtschenthaler und Dr. Carina Rabelbauer
Feste dritte Zähne an nur einem Tag?
Die All-on-4-Technik macht’s möglich!
Wer einen zahnlosen Kiefer oder ein stark zerstörtes Gebiss besitzt, kann die Lebensqualität durch eine präzise All-on-4-Behandlung sofort erhöhen. Sie ist selbst für all jene geeignet, die mit fortgeschrittener Parodontitis, instabilen Zahnprothesen und einem reduzierten Knochenangebot zu kämpfen haben.
Viele Menschen möchten ein strahlendes Lächeln, das optisch und funktionell überzeugt. Können die natürlichen Zähne diesen Wunsch nicht erfüllen, greifen manche zu klassischen Totalprothesen. Diese bieten zwar eine gute Basisversorgung, haben jedoch häufig Beschwerden wie mangelnder Halt, eingeschränkte Kaufunktion zur Folge. Aus diesem Grund hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten ein neuer Therapieansatz etabliert, der unter dem Namen All-on-4 bekannt wurde.
All-on-4: Was ist das?
All-on-4 heißt wörtlich „Alles auf 4“. In der Implantologie meint der Begriff ein markenrechtlich geschütztes Behandlungskonzept, bei dem eine komplette Zahnreihe auf nur 4 Implantaten abgestützt wird. Ziel ist es dabei, durch eine stabile Fixierung einen hohen Tragekomfort zu gewährleisten und zeitintensive Knochenaufbauprozesse zu umgehen. Damit dieses Vorhaben gelingen kann, muss eine ausgebildete Fachkraft zunächst 2 Implantate senkrecht in den Frontzahnbereich inserieren. Anschließend setzt sie 2 weitere Implantate im Seitenzahnbereich ein, wobei
Dr.
med. dent. Mirko Solderer, MSc, Zahnarzt und Spezialist für Implantologie
auf einen schrägen Winkel geachtet werden muss. Dies nutzt den vorhandenen Knochen viel besser aus und teilt die Kaukräfte gleichmäßig auf alle 4 Implantate auf.
Wichtige Rahmenbedingungen
Eine Zahnbrücke über den gesamten Kieferbogen ist mittels All-on-4 nur möglich, wenn eine ausreichende Knochenqualität und -quantität vorliegt. Außerdem sind unter anderem ein geeignetes Implantatdesign und ein kontrolliertes chirurgisches Vorgehen essenziell, um künstliche Zahnwurzeln sicher und kosteneffizient verankern zu können.
Wissenschaftliche Studien zeigen Überlebensraten von über 95 Prozent nach 5 bis 10 Jahren, sofern diese Voraussetzungen erfüllt sind. Eine gute Mundhygiene trägt wie regelmäßige Kontrolluntersuchungen, und professionelle Implantatreinigungen dazu bei, Komplikationen zu minimieren und die Langlebigkeit der Implantate zu garantieren.
Der typische Behandlungsablauf Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner wissen, dass eine sorgfältige Vorbereitung über den Erfolg einer Implantation entscheidet. Aus diesem Grund gehören nicht nur eine klinische Untersuchung und eine Röntgenaufnahme zum Standard, sondern ebenfalls eine individuelle Beratung sowie eine Analyse der Kieferrelation. Zusätzlich kommen moderne 3D-Softwares und chirurgische Schablonen zum Einsatz, um vorab die besten Implantatpositionen festzulegen. Beim Operationstermin selbst werden je nach Bedarf zuerst nicht erhaltungswürdige Zähne extrahiert. Dann werden 4 Implantate samt Verbindungselementen eingesetzt und ein exakter Abdruck genommen. Dieser dient zur passgenauen Herstellung eines provisorischen Zahnersatzes, der noch am selben Tag verschraubt wird. Patientinnen und Patienten ist es dadurch möglich, eine zahnlose Übergangszeit zu vermeiden. Nach 8 bis 12 Wochen Einheilung wird schließlich die endgültige Brücke platziert. Diese besteht meist aus hochwertigem Zirkonoxid oder robusten Titan-Acryl-Kombinationen. In der Regel hängt die Wahl des Materials von Budget, ästhetischen Ansprüchen und funktionellen Anforderungen ab.
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Die Bauchspeicheldrüse
Sie ähnelt einer länglichen Birne, wiegt etwa so viel wie eine Tafel Schokolade, sie hasst schlechtes Fett und Alkohol, steht hingegen auf Gemüse. Gemeint ist die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt. Sie ist das erste Organ, das wir in der Serie „Zwischen Herz und Hirn“ vorstellen.
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein kleines, aber unverzichtbares Organ im Oberbauch. Gut verborgen hinter dem Magen steuert sie sowohl die Verdauung als auch den Blutzucker und arbeitet dabei unbemerkt wie eine Schaltzentrale im Hintergrund.
Es ist, als würden 2 unterschiedliche Systeme parallel laufen. Das eine arbeitet für die Verdauung im Darm, das andere steuert den Blutzuckerhaushalt.
DR. RONALD RADMÜLLER
Aufbau und Funktionen
Die Besonderheit der Bauchspeicheldrüse liegt darin, dass sie 2 völlig unterschiedliche Aufgaben
erfüllt: eine exokrine und eine endokrine Funktion. Die exokrine Funktion betrifft die Verdauung. Die Bauchspeicheldrüse produziert täglich bis zu 2 Liter Verdauungssaft, der über einen Gang in den Dünndarm abgegeben wird. Dieser Saft enthält Enzyme, die Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate in ihre kleinsten Bausteine zerlegen. Man kann sich diese Enzyme wie hoch spezialisierte Werkzeuge vorstellen, die große Nahrungsbestandteile präzise „zerlegen“.
Die endokrine Funktion betrifft die Hormonproduktion. Spezialisierte Zellen geben Hormone direkt ins Blut ab, vor allem Insulin und Glukagon. Diese regulieren den Blutzuckerspiegel und halten ihn in einem engen Gleichgewicht. „Es ist, als würden 2 unterschiedliche Systeme parallel laufen“, sagt Dr. Ronald Radmüller, Facharzt für Gastroenterologie in der Marienklinik in Bozen und in der Martinsbrunn ParkClinik in Meran. „Das eine arbeitet für die Verdauung
Endoskopie in Meran & Bozen
Die Sorge, dass eine Endoskopie unangenehm sein könnte, hält viele Menschen davon ab. Dank moderner Methoden gelingt es heute, die Untersuchung so angenehm wie möglich zu gestalten.
Die Bauchspeicheldrüse hat 2 zentrale Funktionen im Körper. Wenn sie nicht mehr richtig arbeitet, wirkt sich das entsprechend stark auf die Gesundheit aus.
im Darm, das andere steuert den Blutzuckerhaushalt.“
Erkrankungen und Störungen Ist die Produktion von Verdauungsenzymen eingeschränkt, spricht man von einer exokrinen Pankreasinsuffizienz. Die Nahrung kann dann nicht mehr vollständig verwertet werden, was zu Blähungen, Durchfällen, fettigen Stühlen und Gewichtsverlust trotz ausreichender Ernährung führen kann.
Dr. Ronald Radmüller,
T
Gastroenterologe
SD: Dr. A. Dadvar, SD: Dr. P. Mazzurana
Lesen Sie weiter auf Seite 28.
„Man kann sich das wie einen Prozess vorstellen, bei dem ein entscheidender Verarbeitungsschritt fehlt“, erklärt Dr. Radmüller, die Aufnahme ist da – aber die Verwertung bleibt unvollständig.“
Eine der häufigsten Erkrankungen ist die Pankreatitis, die eine akute oder eine chronische Form annehmen kann. Akut verursacht sie meist starke, gürtelförmige Schmerzen im Oberbauch, oft mit Ausstrahlung in den Rücken. Chronisch entwickelt sie sich schleichend. Das Gewebe wird nach und nach zerstört und durch Narben ersetzt, wodurch langfristig sowohl die Verdauungsfunktion als auch die Hormonproduktion abnimmt. „Die Besonderheit der Bauchspeicheldrüse ist, dass ihre eigenen Enzyme sehr aktiv sind“, erklärt Dr. Radmüller. „Wenn diese fehlgeleitet aktiviert werden, schädigen sie das Organ selbst.“
Störungen der endokrinen Funktion der Bauchspeicheldrüse betreffen insbesondere die Insulinproduktion und -sekretion. Insulin ermöglicht die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Körperzellen und senkt
damit den Blutzuckerspiegel. Kommt es zu einem Insulinmangel oder zu einer verminderten Insulinwirkung (Insulinresistenz), kann die Glukose nicht mehr ausreichend in die Zellen aufgenommen werden. In der Folge verbleibt vermehrt Zucker im Blutkreislauf, was langfristig zur Entstehung eines Diabetes mellitus führt. Neben Entzündungen und Diabetes gibt es noch weitere Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, darunter Pankreaszysten, gutartige Tumoren und seltene neuroendokrine Tumoren. „Wichtig ist die differenzierte Betrachtung“, betont Dr. Radmüller, ein Befund allein sagt noch nichts über seine Bedeutung aus.“
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs löst oft große Angst aus, da er häufig erst spät erkannt wird. Frühe Symptome sind unspezifisch, wie Bauch-, Rückenschmerzen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme. Aktuell gibt es kein standardisiertes Screening für die Allgemeinbevölkerung, weshalb die individuelle Risikoabwägung wichtig ist. „Das Risiko ist insgesamt geringer, als viele befürchten“, sagt Dr. Radmüller.
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, etwas Bewegung, wenig Alkohol und kein Nikotin – das sind die Zutaten für eine gesunde Bauchspeicheldrüse.
Gesundheit ist kein Zufall. Viele Entscheidungen im Alltag wirken sich direkt auf die Bauchspeicheldrüse aus.
DR. RONALD RADMÜLLER
Prävention und Alltagstipps
Rauchen, hoher Alkoholkonsum, starkes Übergewicht, Bewegungsmangel und chronische Entzündungen sind die wichtigsten Risikofaktoren für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Die gute Nachricht: Viele dieser Faktoren lassen sich aktiv beeinflussen. Das Organ lässt sich mit einfachen Maßnahmen wirkungsvoll unterstützen: ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten, Reduktion stark verarbeiteter Lebensmittel, maßvoller Alkoholkonsum, regelmäßige Bewegung, Verzicht auf Nikotin, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei bekannten Risikofaktoren.
„Gesundheit ist kein Zufall“, betont Dr. Radmüller, viele Entscheidungen im Alltag wirken sich direkt auf die Bauchspeicheldrüse aus.“
Ein zuversichtlicher Ausblick
Auch wenn Erkrankungen ernst sein können, lohnt sich ein sachlicher Blick. Die medizinische Forschung entwickelt sich stetig weiter, und unser Verständnis wächst. „Wir sollten unseren Körper nicht mit Angst betrachten, sondern mit Wissen“, sagt Dr. Radmüller abschließend, denn viele wichtige Einflussfaktoren liegen in unserer Hand.“
Dr. Ronald Radmüller, Facharzt für Gastroenterologie in der Marienklinik in Bozen und in der Martinsbrunn ParkClinik in Meran
Exzellenz für Ihre Augen –seit über 40 Jahren in Bozen
Pioniergeist, Erfahrung und modernste Augenmedizin – für höchste Ansprüche an Sehqualität und persönliche Betreuung. Gutes Sehen ist ein entscheidender Bestandteil von Lebensqualität – und zugleich eine Frage von Vertrauen. In der Augenarztpraxis Dr. Überbacher & Dr. Warscher in Bozen verbinden wir seit über 40 Jahren medizinische Erfahrung mit modernster Technologie und individueller Betreuung.
Gegründet wurde die Praxis von Dr. Josef Gamper und Dr. Hans Peter Überbacher. Während Dr. Gamper als Pionier der Augenheilkunde in Italien gilt und die Phakoemulsifikation früh im Land etablierte, steht Dr. Überbacher für den kontinuierlichen Aufbau und die Weiterentwicklung der Praxis. Dieser Anspruch an Innovation, Präzision und Verantwortung prägt unsere Arbeit bis heute.
Erfahrung, Spezialisierung und persönliche Betreuung Heute steht ein erfahrenes Team aus 3 Fachärzten und einer spezialisierten Orthoptistin für eine Medizin, die höchste fachliche Qualität mit persönlicher Zuwendung verbindet. Wir betreuen Patientinnen und Patienten aus Südtirol ebenso wie aus Nordtirol und darüber hinaus – Menschen, die Wert auf Spezialisierung, Erfahrung und individuelle Lösungen legen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der refraktiven Chirurgie. Ziel ist es, Fehlsichtigkeiten präzise zu korrigieren und ein Leben möglichst unabhängig von Brille oder Kontaktlinsen zu ermöglichen. Neben modernen Laserbehandlungen mit dem Femtosekundenlaser ZEISS VISUMAX 800
bieten wir ein breites Spektrum an individuellen Lösungen: Dazu zählen Phake-Linsenimplantationen (EVO-ICL) sowie der refraktive Linsenaustausch –insbesondere bei höheren Fehlsichtigkeiten oder altersbedingten Veränderungen. So kann für nahezu jede Ausgangssituation die passende Methode gewählt werden.
Auch die Kataraktchirurgie gehört seit jeher zu den Kernkompetenzen unserer Praxis. Moderne Premiumlinsen eröffnen heute Möglichkeiten, die weit über die klassische Behandlung hinausgehen und verschiedene Sehbereiche gezielt optimieren. Dabei setzen wir u. a. auf digitale 3D-Chirurgie mit dem NGENUITY-Visualisierungssystem. Die hochauflösende, dreidimensionale Darstellung
ermöglicht eine besonders präzise Darstellung und zugleich schonende Durchführung der Eingriffe.
Auch in der vitreoretinalen Chirurgie kommt diese Technologie zum Einsatz. Pars-plana-Vitrektomien führen wir eigenständig durch – mikrochirurgische Eingriffe, die höchste technische Präzision und langjährige Erfahrung erfordern.
Ein weiterer zentraler Bereich ist die spezialisierte Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Netzhautmitte. In unserer Makulasprechstunde legen wir großen Wert auf frühzeitige Erkennung, präzise Diagnostik und eine langfristige, individuell abgestimmte Betreuung. Ergänzt wird das Spektrum durch plastische Lidchirurgie. Funktionelle und ästhetische
Eingriffe tragen dazu bei, das Gesichtsfeld zu verbessern und gleichzeitig ein natürlich-frisches Erscheinungsbild zu erhalten.
Einfühlsame Betreuung für Kinder
Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der Betreuung von Kindern. Unsere Orthoptistin sorgt mit viel Einfühlungsvermögen dafür, Sehschwächen und Schielerkrankungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln –eine wesentliche Grundlage für die gesunde Entwicklung des Sehens.
Was unsere Praxis seit jeher auszeichnet, ist die Verbindung aus Erfahrung, Innovation und persönlicher Verantwortung. Wir nehmen uns Zeit für unsere Patientinnen und Patienten, beraten umfassend und entwickeln individuelle Behandlungskonzepte –mit einem klaren Ziel: bestmögliches Sehen und nachhaltige Lebensqualität.
Dr. Philipp Überbacher, Dr. Klemens Überbacher und Dr. Markus Warscher (v. l. n. r.)
Zink –der Haus meister
Zink ist der kleine Hausmeister in unserem Körper: Er überwacht die Zellteilung, repariert Schäden, sorgt dafür, dass das Immunsystem richtig reagiert und die Hormone die Balance halten. Seine wichtigsten Lieferanten sind Fleisch, Fisch, Meeres- und Hülsenfrüchte sowie Nüsse.
Spurenelemente sind wie unsichtbare Heinzelmännchen. Sie kommen im Körper zwar nur in winzigen Mengen (Spuren) vor. Ihre Arbeit ist dennoch entscheidend. Anders als Vitamine, die oft direkt Energie liefern oder bestimmte Prozesse antreiben, erledigen Spurenelemente ihre Aufgaben hinter den Kulissen. Sie bauen also keine großen Strukturen selbst auf, sondern steuern, reparieren und halten das System im Gleichgewicht. Der Körper merkt daher sofort, wenn sie fehlen.
Herr über 300 Enzyme Zu den wichtigsten Spurenelementen zählt Zink. Über
300 Enzyme arbeiten unter seiner Führung. Einige beschleunigen die Verdauung, andere reparieren DNASchäden, wieder andere steuern das Immunsystem, die Wundheilung, den Geschmacks- und Geruchssinn. Kinder, die zu wenig Zink aufnehmen, kommen beim Wachstum ins Stocken, weil Zink dafür sorgt, dass der Bauplan des Körpers umgesetzt wird. Erwachsene spüren seine Präsenz unter anderem bei Hormonen wie Testosteron, Insulin.
Mangel macht schwach Anders als Eisen oder Vitamin B12 kann Zink vom Körper kaum gespeichert werden und muss
daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Zinkmangel äußert sich zunächst durch kleine Signale: brüchige Nägel, Haarausfall, wunde Stellen an Mund oder Zunge. Später schwächeln die Abwehrkräfte, Erkältungen häufen sich, Wunden schließen sich verzögert. In Extremfällen kann starker Mangel das Wachstum bremsen oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, denn Zink sorgt dafür, dass neue Zellen gebildet werden. Im Gehirn ist Zink für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen verantwortlich. Es stabilisiert Gedächtnis und Lernfähigkeit und sorgt für eine ausgewogene Stimmung.
Zink wird im Körper nicht gespeichert und muss ihm deshalb regelmäßig über die Ernährung zugeführt werden. Ein Zinkmangel äußert sich unter anderem durch Schwäche.
Achtung: Zu wenig Zink schwächt den Körper, zu viel kann jedoch andere Mineralstoffe wie Kupfer blockieren. Für Erwachsene liegt die empfohlene Tagesdosis zwischen 7 und 15 Milligramm – gut erreichbar mit einem abwechslungsreichen Speiseplan. Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte liefern die größten Mengen, aber auch in Nüssen, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Eiern ist Zink enthalten. Pflanzliches Zink wird oft schlechter aufgenommen, sodass Vegetarier und Veganer besonders aufpassen sollten. Vitamin A und C können die Verwertung von Zink optimieren.
Energie für die Zellen – Vitalität neu erleben mit ADLER Med
Atemberaubende Natur, großzügige Spa-Landschaften und viel Raum für Ruhe und Erholung: Die ADLER Spa Resorts in Gröden, in der Toskana und auf Sizilien bieten den idealen Rahmen, um neue Kraft zu schöpfen und das eigene Wohlbefinden nachhaltig zu stärken. Ergänzend dazu vereinen die hotelinternen ADLER Med Zentren modernste medizinische Infrastruktur mit fundierter Expertise –für mehr Vitalität, innere Balance und neue Lebensfreude. Im Folgenden stellen wir Ihnen 4 bewährte Energiekicks aus dem umfangreichen therapeutischen Angebot vor.
Ozon für mehr Power
Die Ozon-Sauerstoff-Therapie verbessert die Sauerstoffversorgung des Gewebes und aktiviert regenerative Prozesse. Viele Patienten berichten von gesteigerter Vitalität und besserer Konzentration, besonders bei chronischer Müdigkeit. Die Behandlung wird zudem zur Linderung von Entzündungen, bei chronischen Darmerkrankungen sowie bei Fettablagerungen und Cellulite eingesetzt. Die Anwendung erfolgt durch Injektion oder als kleine Eigenbluttherapie, etwa zur Unterstützung des Immunsystems.
Wo? ADLER Balance, ADLER Thermae
Schnelle Energie per Infusion Nicht alle Nährstoffe aus der Ernährung gelangen dorthin, wo sie gebraucht werden. Die Infusionstherapie bringt individuell abgestimmte Wirkstoffkombinationen direkt über die Blutbahn in den Körper – mit schnellen Effekten auf Gesundheit und Wohlbefinden. Vitamine, Mineralien und Antioxidantien unterstützen die Zellerneuerung und wirken dem Alterungsprozess entgegen.
Besonders hilfreich ist die Behandlung auch zur schnelleren Regeneration nach Krankheiten oder intensiven Stressphasen.
Wo? ADLER Balance, ADLER Thermae
Alles im Fluss durch Akupunktur
Akupunktur wirkt auf neurologischer, hormoneller und biochemischer Ebene. Feine Nadeln stimulieren gezielt Nervenrezeptoren und fördern die Ausschüttung von Endorphinen, Serotonin und anderen stressreduzierenden Botenstoffen. Gleichzeitig wird der Fluss der Lebensenergie (Qi) entlang der Meridiane harmonisiert. Besonders bewährt bei stress-
ADLER Med steht für Gesundheit und Regeneration in exklusiver Urlaubsatmosphäre. Modernste Diagnostik, hochwertige medizinische Anwendungen und ganzheitliche Programme mit Fokus auf Detox, Gewichts-
bedingter Erschöpfung, zur Stärkung des Immunsystems und zur Linderung chronischer Schmerzen.
Wo? ADLER Balance, ADLER Sicilia
ADLER Detox – ganzheitlich und individuell
Eine Detox-Kur schenkt neue Vitalität und spürbare Leichtigkeit. Innovative Check-ups analysieren Stoffwechseltoxine und Körperzusammensetzung. Auf dieser Basis erstellen die Ärzte einen maßgeschneiderten Ernährungsplan. Gezielte Anwendungen und pflanzliche Heilmittel unterstützen den Reinigungsprozess und fördern das körperliche Wohlbefinden.
reduktion, Prävention und Stressmanagement bilden das Herzstück des Angebots. Ein erfahrenes Ärzteteam berät und begleitet Sie persönlich und individuell. Einzelleistungen können auch ambulant in Anspruch genommen werden.
Ideal für mehrtägige Aufenthalte.
Wo? ADLER Balance, ADLER Thermae, ADLER Sicilia
Alle Therapien und Gesundheitsprogramme beginnen mit einer ausführlichen medizinischen Visite und werden individuell auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt. So wird die Grundlage für einen optimalen Behandlungserfolg geschaffen.
Standorte:
ADLER Balance, St. Ulrich/Gröden
ADLER Thermae, Provinz Siena
ADLER Sicilia, Provinz Agrigento
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.adler-med.it
Foto: Alex Filz
Kimchi –Kick für Darm & Gaumen
Bereits vor über 1000 Jahren wurde in Korea fermentiertes Gemüse konserviert, um den Winter zu überstehen.“ Das steht in einem
KOBAS Kimchi
Internet-Lexikon über Kimchi. Die Vorfahren der Koreaner scheinen also genauso schlau gewesen zu sein wie die Römer – und die Südtiroler. Denn auch
Wer glaubt, Kimchi sei Sauerkraut auf Koreanisch, der liegt falsch. Der Geschmack ist intensiver, die Würze komplexer, nur der hohe Gesundheitswert ist ähnlich: probiotisch, vitamin- und ballaststoffreich.
hierzulande wussten die Menschen schon früh, sich vitaminreich zu ernähren, wenn es kein frisches Obst und Gemüse aus dem Garten gab.
Voller Geschmack mit fermentiertem Gemüse aus Südtirol Kimchi made in Südtirol. Wir haben den koreanischen Klassiker aus fermentiertem Gemüse in Südtiroler Manier neu interpretiert, mit Rohstoffen, die uns unsere Heimat bietet.
Das Ergebnis? Drei Sorten
Kobas Kimchi: milder Wirsing leicht scharfer Weißkohl und scharfer Rotkohl.
Der Bruder des Sauerkrauts
Doch während man es bei uns mit Sauerkraut eher schlicht hielt, entwickelten die Koreaner aus der
Herstellung: Lechner Kraut, Laas
Mehr zum Kimchi auf www.kobas.it
Fermentierte Lebensmittel wie Kimchi stärken die Darmflora und unterstützen das Immunsystem.
Fermentation im Lauf der Jahrhunderte eine kulinarische Kunstform. Rund 200 Kimchi-Varianten soll es heute geben, von salzig bis leicht süß, von säuerlich bis umami, also herzhaft, von mild bis zackig scharf. Chinakohl-Kimchi ist der Klassiker, weitere Kohlarten, außerdem Blattgemüse, Rettich, Frühlingszwiebeln, Gurken und sogar Auberginen werden fermentiert. In Korea gehört Kimchi übrigens zu jeder Mahlzeit – so selbstverständlich wie bei uns der Salat.
Das Gewürz macht’s Der inhaltliche Unterschied zum Sauerkraut, das aus Weißkohl hergestellt wird, besteht im Wesentlichen in den Gewürzen. Während das Südtiroler Traditionsgemüse mit Salz, Wacholder und bisweilen Kümmel „gschmackig“ wird, kommt bei Kimchi eine Paste aus mehreren Gewürzen ins Spiel, zum Beispiel Ingwer, Knoblauch, Koriander, Pfeffer, Chili. Auch Fischsoße wird manchmal beigemischt. Gerührt mit Reismehl und Wasser entsteht daraus eine streichfähige Mischung, die wiederum mit dem Gemüse vermengt wird. Ein geriebener Apfel kann die Fermentation ankurbeln und die Schärfe abrunden.
Anschließend wird alles dicht geschichtet und luftdicht verschlossen. Ein, 2 Tage wird bei Raumtemperatur die Gärung in Gang gesetzt, danach reift das Kimchi im Kühlschrank weiter – je länger, desto intensiver.
Generell schmeckt Kimchi schärfer als Sauerkraut und ist oft auch mehr gesalzen.
JETZT DRAN DENKEN
Wer Kimchi selbst herstellen möchte, braucht knackiges, unbehandeltes Gemüse – idealerweise aus der Sommer- oder Frühherbsternte. Genau dann ist es besonders aromatisch, nährstoffreich und voller natürlicher Mikroorganismen, die für eine gelungene Gärung sorgen. Kimchi gibt es auch fertig zu kaufen, am besten in Fachgeschäften.
Komplettpaket für Darm „Fermentiertes Gemüse gehört zu den besten Unterstützern für unseren Darm“, sagt der Ernährungs- und Ganzheitsmediziner Dr. Christian Thuile. Der Grund: Während der Gärung entstehen lebende Milchsäurebakterien, die gute Darmbakterien fördern und so zu einer gesunden Darmflora beitragen. „Und diese ist die Grundlage für ein starkes Immunsystem“, erklärt Dr. Thuile. Hinzu kommen Vitamine –vor allem C und A – sowie Mineralstoffe und Ballaststoffe. „Die Kombination aus Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen und
natürlichen Milchsäurebakterien wirkt entzündungshemmend und ist quasi ein Komplettpaket für den gesunden Darm.“ Außerdem hat Kimchi ausgesprochen wenige Kalorien.
WOZU PASST KIMCHI?
Kimchi ist zwar typisch koreanisch, lässt sich aber vielseitig verwenden:
• als Beilage zu Reis, Fleisch, Fisch, Gegrilltem und Suppen;
• als Kimchi-Suppe;
• als Sauce für Burger;
• in gebratenem Reis. Eine koreanische Spezialität sind Kimchi-Omeletts. Dazu wird Teig aus Mehl, Wasser, Reismehl und einer Prise Zucker angerührt und mit Gemüse wie Karotten, Paprika, Zucchini, Frühlingszwiebeln vermischt. In einer Pfanne wird das Omelett auf beiden Seiten ausgebacken. Dazu passt ein Dip aus Limette, Sojasauce und etwas Zucker.
Ihr Gesundheitspartner fürs Leben.
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Oxymel –ein Zaubertrank?
Ob als isotonischer Durstlöscher für Sportliche oder als Hausmittel gegen Husten – Oxymel liegt voll im Trend. Manche stellen den „Sauerhonig“ selbst her, andere kaufen ihn fix und fertig. Doch wie gesund ist das moderne Getränk überhaupt?
Ganzheitlich zu mehr Lebensfreude und Vitalität!
Ein inspirierender Ratgeber, der zeigt, wie Körper, Geist und Seele in Einklang kommen können. Das Buch verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praktischen Tipps zu Ernährung, Fasten, Achtsamkeit und seelischer Gesundheit.
Paula Maria Holzer, 208 Seiten Athesia-Tappeiner Verlag, ISBN 978-88-6839-889-7
Oxymel – das klingt ein bisschen wie ein Zaubertrank aus dem Braukessel des gallischen Druiden Miraculix. Und tatsächlich handelt es sich um ein jahrtausendealtes Elixier, das derzeit allerdings wieder buchstäblich in aller Munde ist. Wer es noch nicht kennt –es handelt sich um eine Mischung aus Honig und Essig, abgeschmeckt mit Kräutern.
Kräuter und ihre Wirkung Der Begriff Oxymel ist altgriechischen Ursprungs.
„Oxos“ steht für Essig und „meli“ für Honig. Manche sprechen auch von „Sauerhonig“. Das Grundrezept ist simpel: 3 Teile Honig, ein Teil Essig – meistens wird Apfelessig empfohlen, weil er im Gegensatz zu anderen Essigsorten basisch wirkt – und frische oder getrocknete Kräuter. Die Mischung wird in ein sauberes Gefäß gegeben und muss je nach Pflanzenart 1–3 Wochen an einem kühlen, lichtarmen Ort ziehen. Während der Ziehzeit sollte das Gefäß täglich geschüttelt werden.
Am Ende wird das Oxymel abgeseiht und in Flaschen umgefüllt, in denen es mehrere Monate hält.
Gut zu wissen: Kräuter mit ätherischen Ölen geben ihre Inhaltsstoffe schneller ab als solche mit Bitterstoffen. Die Kräuter sind es auch, die den Geschmack und laut den Promotoren auch die Wirkung des Oxymels ausmachen. Lavendel soll demnach entspannen, Thymian bei Husten helfen, Wermut soll entgiften, Rosmarin die Verdauung unterstützen. Bei Halskratzen mischt man Salbei bei, bei Fieber Holunder. Wer das Immunsystem stärken möchte, greift zu Kapuzinerkresse oder Sanddorn, Kamille, Fenchel und Minze helfen bei Verdauungsproblemen. Unzählige weitere Kräuter lassen sich zu Oxymel verarbeiten.
Hausmittel, aber kein Heilmittel
Bei aller Vielfalt lohnt sich dennoch ein nüchterner Blick auf die zugeschriebenen Effekte. Wissen-
schaftliche Belege für eine eigenständige gesundheitsfördernde Wirkung von Oxymel gibt es bislang nicht. Die positiven Eigenschaften lassen sich vor allem den einzelnen Bestandteilen zuschreiben: Honig kann zum Beispiel gereizte Schleimhäute beruhigen, Essig den Appetit anregen, und viele Kräuter unterstützen den Körper auf die eine oder andere Weise. Ob ihre Kombination die therapeutische Wirkung jedoch verstärkt, ist nicht geklärt. Zudem ist Sauerhonig für Babys tabu, und auch ältere Kinder und Erwachsene sollten ihn wegen des hohen Zuckergehalts nur in Maßen genießen.
Deshalb der Ratschlag: Als traditionelles Hausmittel kann Oxymel bei leichten Beschwerden durchaus ausprobiert werden. Ernsthafte Erkrankungen gehören jedoch in ärztliche Hände. Miraculix würde sagen, Oxymel ist mehr als ein aromatisches Getränk, allerdings kein Zaubertrank.
Apfelessig, Honig und Kräuter tun dem Körper gut. Gemixt und nach einigen Wochen Ziehzeit ergeben diese Zutaten das bekannte Oxymel.
TIPP
Wird das Oxymel in heißen Tee eingerührt, kann ein Schuss Milch oder Sahne helfen, die flüchtigen ätherischen Öle zu binden, damit sie nicht einfach mit dem Wasserdampf „verduften“.
Polizze H: unsere Art, für Sie da zu sein, wenn Sie es brauchen. Bei einem Aufenthalt in einem öffentlichen oder privaten Krankenhaus Ihrer Wahl haben Sie Anrecht auf Spesenrückerstattung oder Tagegeld. Sichern Sie sich den Schutz, der Sie weltweit begleitet.
www.volksbank. it
»Polizze H« ist ein Versicherungsprodukt, das von Allianz Spa angeboten und von der Südtiroler Volksbank AG vertrieben wird. Bitte lesen Sie vor dem Beitritt die Informationsbroschüre –sie liegt in allen unseren Filialen auf bzw. ist unter www.volksbank.it und www.allianz.it abrufbar.