STILVOLLER
Rückzugsort
UNSCHEINBAR
modern
KÜCHENTRENDS
2027
EINRICHTEN
„Dolomiten“-Sonderdruck zur Ausgabe Nr. 222 vom 26. September 2026
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INHALT
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3 Küchentrends 2027 Die Küche 2027 wird noch stärker Teil des Wohnraums – als Möbel, Architektur und Treffpunkt zugleich. 12 Trends zeigen die neue Freiheit in der Küchengestaltung. 12 Reportage VÖLS Innenarchitektin Simone Eisath verwandelt ein Feriendomizil in Völs am Schlern in einen stilvollen Rückzugsort. Innen und Außen verschmelzen, die Terrasse wird zur natürlichen Erweiterung des Wohnraums.
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GARDASEE – persönlicher Rückzugsort
22 Foto: Günther Richard Wett
28 Das passende Bett
Foto: Simone Eisath
18 Das Ankleidezimmer 22 Reportage GRÖDEN Von außen unscheinbar, innen überraschend modern: Der Pertanhof in St. Jakob/Gröden verbindet die Geschichte des alten Bauernhauses mit zeitgemäßer Architektur. Architekt Igor Comploi hat dem Gebäude ein neues Kapitel verliehen.
Foto: Hetti‘s Kitchen & more
Inhalt
34 Der Umzug
IMPRESSUM „Dolomiten“-Spezial: „EINRICHTEN“, September 2026, Herausgeber, Verlag und Druck: Athesia Druck GmbH, Bozen Redaktion und Druckerei: Weinbergweg 7, 39100 Bozen, Tel. 0471/928888, Chefredakteur: Elmar Pichler Rolle Redaktion: Lisa Mitterer, Elisabeth Stampfer, Florian Mair, Titelbild: Günther Richard Wett, Layout: Athesia Druck GmbH, Tel. 0471/925358, Koordination: Lidia Galvan, „Dolomiten“- Anzeigenabteilung, Tel. 0471/925312, dolomiten.spezial@athesia.it produziert nach den Richlinien des Österreichischen Umweltzeichens UW 1492
Foto: Auer Lukas Photograph
Privacy Athesia Druck GmbH hat gemäß Art. 37 der EU-Verordnung 2016/679 (GDPR) den Datenschutzbeauftragten (Data Protection Officer, DPO) ernannt. Die Kontaktaufnahme für jedes Thema in Bezug auf die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist über dpo@athesia. it möglich. Druckreif übermittelte Unterlagen können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher oder grafischer Form, haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur.
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GANZ nach GESCHMACK Foto: Möbelhaus Wallnöfer/StoneArt
Sie zeigt Rundungen, spielt mit Holz und Stein, lässt Lieblingsstücke sichtbar und Technik beinahe verschwinden: Die Küche 2027 rückt gestalterisch noch näher an den Wohnraum. Sie wird Möbel, Architektur und Treffpunkt zugleich. Dabei geht es weniger um den einen großen Trend als um eine neue Freiheit in der Gestaltung. 12 Tendenzen, die zeigen, wohin die Reise geht. Der Dunstabzug wandert direkt ins Kochfeld und macht die klassische Haube über der Kochinsel überflüssig.
Sanft gerundete Wangen geben der Kücheninsel einen weichen Abschluss und lassen den kompakten Block leichter und wohnlicher wirken. Foto: Fleischmann Kitchen & Living
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n den vergangenen Jahren waren vor allem ruhige, perfekt abgestimmte Küchenbilder gefragt: Fronten, Arbeitsplatten und Griffe bildeten eine harmonische Einheit, die Farben hielten sich eher zurück, die Linien waren klar und Technik verschwand möglichst aus dem Blickfeld. 2027 wird dieses Bild lockerer. Unterschiedliche Materialien dürfen aufeinandertreffen, Stein darf auffallen, Vitrinen zeigen Lieblingsstücke und eine Kücheninsel muss nicht zwingend rechteckig sein. Die Küche wird individueller und damit interessanter.
Die Kurve kriegen Kantig war lange gesetzt, jetzt bekommt der Küchenblock einen weicheren Abschluss. Rundwangen zählen zu den prägenden Details, die 2027 häufiger zu sehen sein werden. Vor allem an Inseln und freistehenden Elementen ersetzen sanft gerundete Seiten die klassische rechtwinklige Wange. Große Volumen wirken dadurch leichter, Übergänge fließender und die Insel stärker wie ein eigenständiges Möbel. Besonders spannend wird es, wenn sich die weiche Linienführung durch das gesamte
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KÜCHENTRENDS 2027
Die markante, steinerne Oberfläche zieht sich über Fronten und Arbeitsplatte und prägt den gesamten Küchenblock. Foto: Hetti‘s Kitchen & more
Möbel zieht – von der Front bis zur Arbeitsplatte. Holz schmiegt sich um die Kurve, Lackflächen bekommen eine fast skulpturale Wirkung. Dabei muss keineswegs die ganze Küche rund werden. Gerade das Zusammenspiel von klaren Linien und einer gezielt gesetzten Rundung macht den Reiz aus.
Von ausdrucksstark bis zurückhaltend – Stein und Steinoptiken spielen 2027 ihre ganze gestalterische Bandbreite aus. Foto: Möbelhaus Wallnöfer/StoneArt
Stein will gesehen werden Marmor, Quarzit, Keramik und Steinoptiken sind in der Küche nicht neu. 2027 dürfen sie jedoch stärker in den Mittelpunkt rücken. Markante Maserungen, kräftige Strukturen und kontrastreiche Adern machen Arbeitsplatten, Rückwände und ganze Küchen-
KÜCHENTRENDS 2027 5 Lebhaft gemasertes Holz prägt Insel sowie Nische und setzt einen warmen, charaktervollen Kontrast zur geradlinigen Küche. Foto: Elisa Fedrizzi/Möbelhaus Rogen
inseln zu Blickfängen. Dabei muss Stein nicht immer auffällig oder dunkel sein. Auch helle, ruhige Oberflächen können eine starke Wirkung entfalten. Entscheidend ist, dass das Material bewusst zur Gestaltung der Küche beiträgt – mal als markanter Blickfang, mal als ruhiger Gegenpol zu Holz, Lack oder Metall. So wird aus einer funktionalen Oberfläche ein prägendes Gestaltungselement.
Holz zeigt Charakter Holz bleibt auch 2027 ein wichtiges Material in der Küche. Dabei darf die natürliche Maserung stärker in den Vordergrund rücken: Ausdrucksvolle Holzstrukturen und dunklere Hölzer ergänzen die hellen, ruhigen Oberflächen der vergangenen Jahre. Auch der Einsatz wird vielfältiger. Holz findet sich nicht nur auf Fronten, sondern kleidet Nischen aus, prägt Kücheninseln oder zieht sich über ganze Wandflächen. Besonders spannend wirkt es im Zusammen-
spiel mit Stein, Glas, Lack oder Metall. Dabei muss nicht jede Holzfläche exakt zur nächsten passen.
Fühlbare Unterschiede In der Küche zählt nicht nur, wie eine Oberfläche aussieht, sondern auch, wie sie sich anfühlt. Fein gerilltes Holz, gebürstetes Metall, strukturierter Stein und geriffeltes Glas bringen eine spürbare Dimension
ins Spiel. Statt durch zusätzliche Dekoration entsteht Abwechslung durch die Materialien selbst. Dabei treffen unterschiedliche Oberflächen ganz selbstverständlich aufeinander: glatt und strukturiert, matt und glänzend, fein und ausdrucksstark. Das macht selbst zurückhaltend geplante Küchen interessant und zeigt, dass gutes Design nicht nur eine Frage des Sehens ist.
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Zeigen erlaubt Grifflose Fronten, versteckte Geräte, geschlossene Hochschrankwände: In den vergangenen Jahren sollte möglichst vieles aus dem Blickfeld verschwinden. Das bleibt – gleichzeitig wächst die Lust, ausgewählte Dinge wieder sichtbar zu machen. Vitrinen mit getöntem oder strukturiertem Glas, offene Regale und beleuchtete Fächer
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KÜCHENTRENDS 2027 Geriffeltes Glas bringt Leichtigkeit in die Schrankwand, ohne alles preiszugeben. Offene Holzfächer setzen Lieblingsstücke bewusst in Szene. Foto: Hetti‘s Kitchen & more
lockern geschlossene Flächen auf. Schönes Geschirr, Gläser, Kochbücher oder Keramik werden so Teil der Einrichtung. Alltägliches verschwindet, Besonderes bekommt eine Bühne. Vor allem Glas bringt Leichtigkeit in große Schrankwände. Getönt, geriffelt oder dunkel gerahmt lässt es den Inhalt mal mehr, mal weniger durchscheinen. Von innen beleuchtet wird die Vitrine am Abend selbst zum Gestaltungselement.
Platz für Nischen Zwischen hohen Schränken öffnet sich eine mit Holz aus-
gekleidete Arbeitszone, eine beleuchtete Steinnische wird zur Kaffeestation oder ein offenes Regal unterbricht die Front. Nischen lockern große
Schrankflächen auf und schaffen gleichzeitig praktischen Platz. Noch flexibler wird es mit Schiebe-, Falt- oder Einschub-
türen. Dahinter lassen sich Kaffeemaschine, Kleingeräte, Vorräte oder sogar ganze Arbeitsbereiche verstecken. Bei Bedarf ist alles schnell zur
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Offene Fächer machen die Kücheninsel auch auf der Wohnseite interessant und schaffen Platz für Gläser und dekorative Stücke. Fotos: Möbelhaus Wallnöfer/Senso
Metall im Mix
Hand, danach schließen sich die Türen und die Küche wirkt wieder ruhig und aufgeräumt. Auch ganze Vorratsbereiche können so hinter großen Fron-
ten verschwinden. Das schafft zusätzlichen Stauraum, ohne die Küche mit weiteren sichtbaren Schränken zu überladen.
Neben Holz und Stein rücken auch metallische Oberflächen wieder stärker ins Blickfeld. Vor allem Edelstahl und Edelstahloptiken bringen einen Hauch Profiküche ins private Zuhause. Dabei wirkt Edelstahl heute weniger kühl als früher. Kombiniert mit Holz, Naturstein
oder matten Fronten entsteht ein spannender Kontrast. Auch wärmere Metalltöne wie Bronze setzen Akzente, etwa bei Armaturen, Griffen oder Leuchten.
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Feine Lichtlinien heben Materialien und Strukturen hervor, dunkle Küchenfronten gewinnen dadurch an Tiefe und Atmosphäre. Foto: Möbelhaus Rogen
wird satter und tiefer: Dunkle Rotnuancen, Braun, Terrakotta, gedämpftes Blau oder kräftigeres Grün bringen mehr Ausdruck in die Küche. Auch ein zarter Korallton kann zwischen Holz und Stein überraschend elegant wirken. Interessanter als die Suche nach der Trendfarbe 2027 ist jedoch die größere Freiheit bei der Farbwahl. Farbe muss nicht länger auf Accessoires beschränkt bleiben. Eine Insel, eine Nische oder einzelne Schränke dürfen bewusst aus dem neutralen Umfeld herausstechen.
Wer es lieber ruhig mag, muss trotzdem nicht umplanen: Die eigentliche Botschaft lautet nicht „mehr Farbe“, sondern mehr Mut zur eigenen Farbe.
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Lichtspiele Beleuchtung spielt bei der Küchengestaltung eine zunehmend bedeutsame Rolle.
Feine Lichtlinien finden sich in Griffmulden, Regalen, Nischen und Vitrinen. Sie sorgen nicht nur für Helligkeit, sondern setzen Materialien
Foto: Möbelhaus Rogen
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Arbeitslicht. So verbindet die moderne Lichtplanung Funktion und Atmosphäre.
Die Insel wird zum Möbel
und besondere Details gezielt in Szene. Vor allem Holz, Naturstein und Glas profitieren davon. Licht hebt Strukturen hervor,
gibt dunklen Schrankflächen mehr Tiefe und bringt Vitrinen am Abend zum Leuchten. Gleichzeitig braucht es beim Kochen weiterhin gutes
Die Kücheninsel ist längst mehr als zusätzliche A rbeitsf läche. 2027 wird auch ihre Wirkung im Raum wichtiger. Gerade in offenen Küchen wird deshalb die Rückseite ebenso sorgfältig geplant wie die Arbeitsseite. Sie kann Materialien der übrigen Einrichtung aufnehmen oder bewusst einen Kontrast dazu bilden. Offene Fächer und Regale geben der Insel einen wohnlichen Charakter und bieten Platz für Bücher, Keramik oder andere Lieblingsstücke.
Auch ihre Funktionen werden vielfältiger: Eine verlängerte Arbeitsplatte schafft einen Essplatz, eine angesetzte Theke Raum für den schnellen Kaffee oder ein Gespräch beim Kochen. So übernimmt die Kücheninsel mehrere Aufgaben und verbindet Kochen, Essen und Wohnen miteinander.
Die inneren Werte Gute Gestaltung hört nicht an der Schranktür auf. Schubladen, Auszüge und Schrankinnenräume werden ebenso sorgfältig geplant wie die sichtbaren Bereiche der Küche. Einsätze aus Holz, variable Ordnungssysteme und abgestimmte Details sorgen dafür, dass Besteck, Gewürze, Geschirr und Küchenhelfer ihren festen Platz haben.
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KÜCHENTRENDS 2027
Wo gekocht wird, wird auch gewohnt – die Kochinsel schafft den fließenden Übergang zum Essbereich.
Häufig Benötigtes ist schnell und bequem erreichbar. Dabei geht es längst nicht nur um Ordnung. Große Auszüge machen selbst den hinteren Bereich gut zugänglich, Innenauszüge sorgen für Übersicht bei Vorräten und flexible Einsätze lassen sich an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen. Auch optisch gewinnt das Innenleben an Bedeutung: Holz, dunkle Metalltöne und hochwertige Profile greifen Materialien und Farben der Küche auf und sorgen für ein stimmiges Gesamtbild.
Durchdachte Lösungen nutzen selbst schwierige Bereiche in Ecken, Inseln oder hohen Schränken sinnvoll aus. So lässt sich vorhandener Platz besser ausschöpfen, ohne zusätzliche Schränke einzuplanen. Denn wie gut eine Küche funktioniert, zeigt sich oft erst beim Öffnen von Türen und Schubladen.
Technik taucht ab Während Materialien und Möbel mehr Aufmerksamkeit bekommen, zieht sich
die Technik optisch zurück. Dunstabzüge wandern in die Kochfläche, Geräte fügen sich bündig in Hochschrankwände ein und Bedienelemente bleiben möglichst dezent. Moderne Küchentechnik soll unterstützen, ohne die Gestaltung des Raumes zu bestimmen. Das eröffnet zugleich neue Möglichkeiten bei der Planung. Fällt etwa die große Dunstabzugshaube über der Insel weg, bleibt der Blick durch den Raum frei. Geräte können sich hinter einheitlichen Fronten verbergen oder mehrere Funk-
Foto: Möbelhaus Wallnöfer/Senso
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tionen miteinander verbinden. So tritt die Technik in den Hintergrund und lässt Materialien, Möbel und klare Linien stärker wirken. Auch im Alltag geht es zunehmend um Komfort, der möglichst selbstverständlich funktioniert. Automatische Programme und Sensoren übernehmen einzelne Arbeitsschritte, passen Einstellungen an oder unterstützen beim Kochen. Die Technik der Küche 2027 kann also immer mehr – sehen muss man davon immer weniger.
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Einrichten beginnt nicht erst mit Möbeln, Farben oder Dekoration. Oft entsteht die Atmosphäre eines Raumes bereits am Boden. Holzböden verleihen Wohnräumen, Hotels, Büros und öffentlichen Bereichen Wärme, Natürlichkeit und zeitlose Eleganz. Als lebendiges Material entwickelt Holz im Laufe der Jahre seinen eigenen Charakter und wird durch Holzart, Farbton und Verlegeart geprägt.
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tungsmöglichkeiten denn je. So entstehen individuelle Lösungen, die den persönlichen Stil der Bewohner unterstreichen.
Dabei gewinnen auch nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen Wohnbereichen zunehmend an Bedeutung.
Neben Holz spielen Fliesen eine zentrale Rolle in modernen Einrichtungskonzepten. Sie sind robust, pflegeleicht und vielseitig einsetzbar; längst nicht mehr nur im Bad oder in der Küche. Ob Wohnraum, Wellnessbereich, Eingangszone oder stark beanspruchte Objektflächen: Fliesen verbinden Funktionalität mit zeitgemäßem Design.
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REPORTAGE VÖLS
Innenarchitektin Simone Eisath hat in Völs am Schlern ein exklusives Feriendomizil mit einer engen Verbindung zwischen Innen und Außen gestaltet. Drinnen bietet ein kleiner Raum maximale Funktionalität. Eine weitläufige Terrasse erweitert den Wohnraum harmonisch in die Natur hinaus.
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Fotos: Simone Eisath
REPORTAGE VÖLS 13 Die Möbel fügen sich präzise in die Architektur ein, verbinden Funktion und Gestaltung und schaffen ruhige Raumstrukturen mit klaren Linien.
Jeder Zentimeter wird geschickt genutzt und doch entsteht Großzügigkeit.
A
ls Teil eines Neubaus mit insgesamt 16 Wohneinheiten ist in St. Anton bei Völs am Schlern ein Penthouse entstanden. 100 Quadratmeter Innenfläche, 200 Quadratmeter Terrasse. Grundriss, Ausrichtung und Dimensionen waren durch das Gebäude weitgehend vorgegeben. Das Penthouse sollte als Ferienwohnung für eine junge Familie funktionieren, die ihre Zeit in den Bergen vor allem aktiv verbringt. Drei Schlafzimmer für Eltern, Kinder und Gäste, zwei Bäder, Garderobe, Abstellraum und
eine kompakte Wohnküche mussten auf kleinstem Raum Platz finden. „Meine Aufgabe war es, aus den vorhandenen Flächen so viel wie möglich herauszuholen, um für die junge vierköpfige Familie eine Ferienwohnung zu planen, die ihren Wünschen und Anforderungen entspricht“, beschreibt Eisath ihre Arbeit. Die Küche blieb dabei bewusst kompakt. Ein Teil jener Funktionen, die in einer klassischen Wohnung im Inneren liegen würden, konnte ganz bewusst nach außen verlagert werden.
Geiler wohnen. Wir bedanken uns beim Bauherrn und der Architektin für das Vertrauen und die erfolgreiche Zusammenarbeit.
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REPORTAGE VÖLS
Die Leuchten im japanischen Stil verleihen dem reduzierten Design besonderen Charakter.
AUF MASS GEPLANT „Die Innenwände wurden bereits in Kombination mit maßgefertigten Einbaumöbeln geplant. Was im Grundriss verwinkelt aussieht, fühlt sich in den fertigen Räumen der Wohnung geordnet und selbstverständlich an”, so Eisath. Die Möbel reagieren damit unmittelbar auf die Räume. Vom Eingangsbereich bis zum Essplatz zieht sich ein durchgehendes Einbaumöbel und fasst unterschiedliche Funktionen zu ei-
nem einzigen architektonischen Element zusammen. Darin sind die Garderobe, der Zugang zum Gästebereich sowie eine Holzverkleidung beim Essplatz integriert. So entsteht eine ruhige Raumkante, die Stauraum, Erschließung und Gestaltung miteinander verbindet. Entscheidend ist die Präzision, mit der es Innenarchitektin Simone Eisath gelingt, diese unterschiedlichen Funktionen zusammenzuführen. „Die bündigen Abschlüsse und Gehrungsschnitte an Möbelkanten habe ich auch im Detail durchgeplant und gemeinsam mit dem Tischler
In den Bädern sorgt satiniertes Rauchglas für Privatsphäre umsetzen können“, sagt Eisath. Die Einbauten wirken dadurch weniger wie nachträglich eingesetzte Möbel, sondern mehr wie eine Fortsetzung der Architektur. In den Bädern sorgt satiniertes Rauchglas für Privatsphäre, ohne den Raum vollständig abzuschotten. Eine fixe Glasscheibe trennt WC und Dusche voneinander, während sich die davorliegende Schiebetür je nach Bedarf vor den Duschoder WC-Bereich schieben lässt. Stauraum, Durchgänge und Raumteiler werden nicht aneinandergereiht, sondern in die vorhandene Struktur integriert.
MATERIAL IM DIALOG Eichenholz, helle Beige- und Grautöne und schwarze Details bilden die materielle Grundlage. Die Palette ist dabei bewusst reduziert. „Material- und Farbpaletten entstehen im Dialog”, so Eisath, „meine ersten Vorschläge basieren dabei meist auf Ort und Gebäude, welche mir eine gestalterische Basis bieten, um ein erstes Konzept auszuarbeiten.“ Im nächsten Schritt werden die Vorstel-
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REPORTAGE VÖLS 15
Durchdacht bis in jedes Detail: Maßgefertigte geflieste Waschtische und schwarze Armaturen sowie viel Holz dominieren im Badezimmer. lungen der Bauherren und die Eigenschaften der Materialien einbezogen. Gerade bei einer Ferienwohnung spielt die Alltagstauglichkeit auch eine große Rolle. „Dabei ist es mir wichtig, dass sich die
Bauherren mit der gewählten Farbpalette wohlfühlen und vor allem auch mit den Materialien. Manche Materialien sind pflegeintensiver oder empfindlicher als andere. „Diese Pro und Kontras, zwi-
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schen Funktionalität, Ästhetik und persönlichen Vorlieben, bilden die Basis für das endgültige Materialkonzept.“ Die gewählte Palette zieht die Innenarchitektin durch alle Räume. In den Bädern treffen
satinierte Rauchglasscheiben auf maßgefertigte geflieste Waschtische und schwarze Armaturen. Teilweise ist die Beleuchtung direkt in die Möbel integriert. Eine kleine Abweichung von der sonst zu-
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REPORTAGE VÖLS
rückhaltenden Linie bilden die Leuchtkörper. „Was vielleicht nicht meiner üblichen Handschrift entspricht, mir aber persönlich sehr gut gefällt, sind die Lampen, welche ich für die Bauherren auswählen durfte. Sie haben einen japanischen Touch und kommen in den minimalistisch gestalteten Räumen besonders gut zur Geltung.“.
DIE TERRASSE ALS ZWEITES WOHNZIMMER Mit rund 200 Quadratmetern ist die Dachterrasse doppelt so groß wie die Wohnung. Sie war deshalb von Anfang an mehr als eine Außenfläche. „Die Terrasse war ein wichtiger Punkt bei diesem Projekt, denn sie sollte
Ein Loungebereich macht die Terrasse zu einem echten erweiterten Wohnzimmer.
den relativ kleinen Wohnbereich nach außen hin erweitern und somit zu einem Wohnzimmer im Freien werden.“ Direkt vor der Wohnküche liegt der Essplatz. Eine Pergola mit motorisierten, um 90 Grad drehbaren Lamellen kann je nach Wetter geöffnet oder geschlossen werden. Dahinter folgt der Loungebereich. Auch im Freien wurde ein einheitliches Farbund Materialkonzept durchgezogen, das auf zeitlose Farben setzt, welche einerseits mit dem Gebäude und dem Interieur und andererseits mit der umgebenden Natur harmonieren. Der Zugang zur Terrasse erfolgt sowohl von den Wohnräumen als auch von den Schlafzimmern. Die große Fläche wird durch unterschiedliche Nutzungen gegliedert. Essen und Woh-
nen liegen nahe der Küche, am hinteren Ende befindet sich der private Wellnessbereich. Vom Elternschlafzimmer führt der Weg direkt zur Sauna, einer Außendusche, einem Whirlpool und einer Liegewiese. Der Whirlpool sitzt leicht erhöht in einer bepflanzten Fläche. Ein individuell gefertigtes Holzpodest umfasst das Becken und bietet zugleich Platz zum Sitzen und Liegen. Von hier aus öffnet sich der Blick über das Dorf und die Berglandschaft.
ABGRENZUNG UND WEITE Tröge aus Metall, bepflanzt mit Gräsern und kleinen Bäumen, schaffen unterschiedliche Bereiche und bieten zugleich
REPORTAGE VÖLS 17
SIMONE EISATH INTERIOR DESIGN STUDIO Seit 2018 plant Simone Eisath individuelle Innenräume. Dabei geht es ihr nicht um kurzlebige Trends, sondern um Räume, die zu den Menschen, ihrem Alltag und dem jeweiligen Ort passen. Natürliche Materialien, reduzierte Gestaltung und der bewusste Umgang mit Bestehendem prägen ihre Arbeit. Nach der Gründung ihres Studios in Innsbruck verlegte sie dieses 2022 nach Südtirol. Ihre vielseitigen Erfahrungen aus Architektur, Handwerk und Reisen fließen in jedes Projekt ein.
Die Lamellen der Pergola können je nach Wetter geöffnet oder geschlossen werden. Sichtschutz. Ihre unterschiedlichen Höhen lassen die Terrasse offen und schaffen dennoch räumliche Distanz. Der Sichtschutz an der Außendusche nimmt Elemente der Architektur auf. Seine vertikale Holzstruktur erinnert an die Lamellen der Pergola. Auf diese Weise werden die einzelnen Bereiche gestalterisch miteinander verbunden. Die Bepflanzung
ist bewusst pflegearm angelegt. Bodendecker, Gräser und Wacholder werden durch einzelne kleine Bäume ergänzt. Eine Tropfberegnung übernimmt die Bewässerung. Für eine Ferienwohnung ist das eine wichtige praktische Voraussetzung. Zugleich bleibt die Terrasse auch in Abwesenheit der Bewohner als gestalteter Außenraum bestehen.
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DAS ANKLEIDEZIMMER
RAUM für LIEBLINGSSTÜCKE Morgens nicht erst in Schubladen kramen und Schuhe aus verschiedenen Ecken zusammensuchen, sondern die gesamte Garderobe auf einen Blick sehen: Ein Ankleidezimmer macht das tägliche Anziehen komfortabler und bringt Ordnung ins Schlafzimmer. Dafür braucht es kein großes Extrazimmer. Schon wenige Quadratmeter genügen, wenn Stauraum, Laufwege und Beleuchtung clever geplant sind. Fotos: shutterstock
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as Wort „Ankleidezimmer“ weckt schnell Bilder von großzügigen Räumen mit langen Schrankreihen und Regalen voller Schuhe. Doch eine Ankleide kann auch deutlich kleiner ausfallen. Entscheidend
Außen elegant, innen praktisch: Hinter den dunklen Fronten verbirgt sich eine großzügige Ankleide mit offenen Fächern, Kleiderstangen und viel Stauraum. ist weniger die Größe als ein durchdachter Grundriss. Auch eine Nische, ein Teil des Schlafzimmers oder der Bereich unter einer Dachschräge kommen infrage. Gerade bei schwierigen Grundrissen kön-
nen maßgefertigte Einbauten Flächen erschließen, für die Standardmöbel keine passende Lösung bieten. Dabei muss nicht gleich die gesamte Ankleide vom Tischler stammen: Oft lassen sich Standardsyste-
me mit individuell angepassten Elementen kombinieren. Praktisch sind auch Schiebe- oder Gleittüren: Sie benötigen beim Öffnen keine zusätzliche Fläche und können die Ankleide vom Schlafbereich trennen.
DAS ANKLEIDEZIMMER 19
Vor der Planung lohnt sich eine Bestandsaufnahme. Wer viele Kleider, Mäntel, Hemden oder Blusen besitzt, braucht ausreichend Platz zum Hängen. Für Pullover, T-Shirts und Jeans sind Regalböden und Schubladen wichtiger. Auch Schuhe, Taschen, Gürtel und andere Accessoires sollten von Anfang an berücksichtigt werden. Bei der hängenden Garderobe kommt es zudem auf die Länge an. Hemden, Sakkos oder Röcke benötigen weniger Höhe als lange Kleider und Mäntel. Werden die Kleiderstangen entsprechend
angeordnet, bleibt darunter Platz für Schubladen, Regalböden oder Schuhe. Auch die Schranktiefe sollte zum Inhalt passen. Ebenso wichtig ist genaues Ausmessen: Wo befinden sich Türen, Fenster, Dachschrägen,
Steckdosen und Heizkörper? Wie hoch können die Schränke sein? Und bleibt genügend Bewegungsfreiheit, wenn Schubladen und Auszüge geöffnet sind? Als angenehm gelten Laufwege von etwa 90 bis 110 Zentimetern.
Stauraum bis unter die Decke Wo die Grundfläche knapp ist, lohnt sich der Blick nach oben. Raumhohe Schränke schaffen zusätzlichen Stauraum für Koffer, Bettwäsche und andere Dinge, die nicht täglich ge-
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Erst zählen, dann planen
Integrierte Lichtleisten sorgen in Schränken und Regalen für gute Übersicht und setzen die Garderobe wirkungsvoll in Szene.
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Mit Spiegel, Schminkplatz und Ablagen für Schmuck und Accessoires wird die Ankleide zum persönlichen Bereich für die tägliche Routine. braucht werden. Zusätzliche Kleiderstangen in der Höhe lassen sich mit einem Kleiderlift bequem erreichen. Was häufig gebraucht wird, gehört dagegen in Griffhöhe. Hemden, Blusen und Jacken hängen auf Augenhöhe, Pullover und Shirts finden in Fächern oder Schubladen Platz, Schuhe weiter unten. Ganz oben ist Saisonales gut aufgehoben. Im Herbst können dort Sommerkleidung und leichte Schuhe verschwinden,
während Strick, Mäntel und Stiefel in die gut erreichbaren Bereiche wandern. Im Frühjahr wird getauscht. Boxen oder Körbe helfen dabei, den Überblick zu behalten.
Offen oder lieber geschlossen? Offene Regale und Kleiderstangen wirken leicht und können selbst auf kleiner Fläche einen eigenen Ankleidebereich schaffen. Allerdings bleibt bei offenen Lösungen
alles sichtbar, zudem sind die Kleider stärker Staub und Licht ausgesetzt. Oft ist deshalb eine Kombination sinnvoll: Häufig Getragenes bleibt griffbereit, anderes verschwindet hinter Türen oder in Schubladen. Bei den Fronten ist Glas weiterhin gefragt. Getöntes Rauchglas lässt den Inhalt dezent durchscheinen und kann auch als Gleittür die Ankleide vom Schlafzimmer trennen. In Kombination mit warmem
Holz und dunklen Tönen entsteht eine elegante, wohnliche Optik.
Gutes Licht gehört dazu Besonders wichtig ist die Beleuchtung. Ein einzelnes Deckenlicht reicht oft nicht aus, weil Schrankfächer und Kleidung schnell im Schatten liegen. Integrierte LED-Leisten oder Spots sorgen gezielt für Helligkeit und erleichtern die Orientierung.
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DAS DER ANKLEIDEZIMMER 21 Warmweißes Licht wirkt in Kombination mit Holz besonders wohnlich. Am Spiegel sollte die Beleuchtung möglichst gleichmäßig sein, damit Farben natürlich erscheinen. Praktisch sind außerdem Sensoren, die das Licht beim Öffnen einer Schranktür automatisch einschalten.
Spiegel schaffen Weite Ein Ganzkörperspiegel gehört zur Ankleide und ist besonders auf kleiner Fläche praktisch: Er reflektiert Licht und lässt den Bereich großzügiger erscheinen. Fehlt eine freie Wand, kann er in eine Schrank- oder Schiebetür integriert werden. Ist genügend Platz vorhanden, ergänzen ein Hocker oder eine kleine Bank die Ausstattung und erleichtern das Anziehen von Schuhen. Auch ein
Schmink- oder Frisiertisch kann eingeplant werden.
Angenehm unter den Füßen Auch der Boden trägt dazu bei, wie wohnlich eine Ankleide wirkt. Holz sorgt für Wärme und kann den Bereich optisch mit dem Schlafzimmer verbinden. Ein kleiner Teppich bringt zusätzliche Behaglichkeit, gerade weil man sich beim An- und Umziehen häufig barfuß bewegt. Dabei sollte er so liegen, dass sich Türen und Schubladen weiterhin problemlos öffnen lassen. Wo auch Schuhe aufbewahrt werden, sollte der Boden zudem pflegeleicht und strapazierfähig sein.
Gut geplant für viele Jahre Eine Ankleide wird meist nicht nur für wenige Jahre eingerichtet. Umso sinnvoller
ist eine Ausstattung, die sich später verändern lässt. Verstellbare Regalböden, versetzbare Kleiderstangen und herausnehmbare Einsätze machen die Innenaufteilung flexibel. So kann aus einem Bereich für hängende Kleidung später zusätzlicher Platz für Pullover, Schuhe oder Taschen werden. Auch die kleinen Dinge verdienen Aufmerksamkeit. Für Schmuck, Uhren, Gürtel oder Krawatten eignen sich etwa flache Schubladen mit Unterteilungen. Taschen bleiben auf Regalböden übersichtlich, Wäsche und kleinere Kleidungsstücke verschwinden in Schubladen. Je klarer die Aufteilung, desto leichter lässt sich später Ordnung halten. Auch bei der Technik lohnt es sich, vorauszudenken. Zusätzliche Steckdosen oder vorbereitete Anschlüsse erleichtern es, später einen beleuchteten Spie-
gel oder weitere Lichtquellen nachzurüsten. Wer nicht alles auf einmal umsetzen möchte, kann mit einer guten Grundausstattung beginnen und diese nach und nach ergänzen. Qualität lohnt sich vor allem dort, wo täglich Bewegung ins Spiel kommt: bei Scharnieren, Schubladenauszügen und Kleiderstangen. Sie müssen über Jahre zuverlässig funktionieren. Körbe, Einsätze und andere Ordnungshilfen lassen sich dagegen unkompliziert ergänzen oder austauschen. Am Ende muss eine gute Ankleide weder besonders groß oder luxuriös sein. Sie sollte zum Raum, zur Garderobe und zu den täglichen Gewohnheiten passen. Denn der eigentliche Luxus liegt nicht in möglichst vielen Quadratmetern, sondern darin, morgens auf einen Blick zu finden, was man anziehen möchte.
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REPORTAGE GRÖDEN
Wer zum ersten Mal vor dem Wohnhaus am Pertanhof in St. Jakob/Gröden steht, würde kaum vermuten, was sich hinter seinen Mauern verbirgt. Das Gebäude wirkt still, beinahe verschlossen. Das Bauernhaus ist ein Bauwerk, das Geschichten trägt und nun in ein neues Kapitel eingetaucht ist. Außen erzählt es noch immer vom Gestern. Innen dagegen öffnet sich eine überraschend zeitgenössische Wohnwelt.
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Außen bewahrt das Gebäude seinen historischen Charakter, innen überzeugen offene Räume, natürliche Materialien und zeitgemäßer Wohnkomfort.
as ensemblegeschützte Gebäude stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert, auch wenn sein genaues Alter nicht mehr eindeutig bestimmt werden kann. Über die Jahrhunderte hat es Wind, Wetter und gesellschaftliche Veränderungen erlebt. Nun hat es eine weitere Verwandlung erfahren, vielleicht die tiefgreifendste in seiner langen Geschichte. Die äußere Erscheinung wurde behutsam saniert, während das Innere vollständig neu gedacht und aufgebaut wurde.
EINE „REISE“ DURCH DIE ZEIT Schon beim Betreten wird klar, dass hier kein gewöhnlicher Umbau stattgefunden hat.
Das Haus überrascht. Es ist, als würde man durch eine historische Hülle in eine andere Zeit eintreten. Licht fällt durch alte Fensteröffnungen, trifft auf warme Holzoberflächen, Sichtbeton und feine Metallarbeiten. Nichts wirkt laut oder aufdringlich. Stattdessen entsteht eine Atmosphäre, die von Zurückhaltung lebt und gerade deshalb beeindruckt. Die Herausforderung begann laut Projektant Igor Comploi lange vor dem ersten Hammerschlag: Das historische Gebäude besteht aus einem gemauerten und verputzten Sockelgeschoss, darüber erhebt sich ein Holzblockbau. Eine Bauweise, die im Grödnertal vergleichsweise selten anzutreffen ist. Zudem war die gewachsene Struktur alles
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andere als regelmäßig. Räume, Wände und Öffnungen folgten über Jahrzehnte und Jahrhunderte eigenen Regeln. Und genau darin lag die Schwierigkeit: Wie lässt sich modernes Wohnen verwirklichen, ohne den Charakter eines solchen Hauses auszulöschen? Für Architekt Comploi vom Architektenbüro Mahlknecht Comploi in Brixen bestand die schwierige Aufgabe darin, das neue Innenleben mit den bestehenden Öffnungen nach außen in Einklang zu bringen.
Gleichzeitig sollte die historische Substanz aufgewertet werden, ohne mit fremden Materialien überladen zu werden. Die Wahl fiel auf eine konsequente Reduktion: Kupfereiche, Sichtbeton und Metall bestimmen das Erscheinungsbild. Gerade diese Beschränkung schafft Klarheit und verleiht dem Bestand eine neue Wertigkeit. Complois Konzept hat die Bauherrenfamilie überzeugt und dürfte in Zukunft beispielhaft für ähnliche Projekte sein.
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REPORTAGE GRÖDEN
Viel Holz, klare Linien und eine offene Raumgestaltung verleihen dem Inneren eine besondere Atmosphäre.
EINE UNERWARTETE WEITE Besonders eindrucksvoll wirkt die räumliche Großzügigkeit im Wohnbereich. Wo man in einem alten Bauernhaus eher niedrige und getrennte Räume erwarten würde, öffnet sich das Haus über mehrere Ebenen. Eine innere Öffnung verbindet Erdgeschoss und Dach-
geschoss miteinander. Licht wandert durch die Höhe des Gebäudes, schafft Blickachsen und verleiht dem Wohn- und Essbereich eine unerwartete Weite. Die historische Hülle bleibt spürbar, wird aber neu interpretiert. Wer durch die Räume geht, entdeckt immer wieder spannende Kontraste. Die alten Fensterrahmen setzen die Landschaft wie Bilder in Szene. Massive historische Bauteile treffen auf
präzise handwerkliche Eingriffe der Gegenwart. Holz bringt Wärme, Sichtbeton Ruhe und Beständigkeit. Metall setzt Akzente. Besonders in der Küche und beim Ofen zeigt sich die Zusammenarbeit mit dem Künstler Laurenz Stockner. Seine Metallarbeiten wirken nicht wie Dekoration, sondern wie ein selbstverständlicher Teil des Hauses. Kunst und Handwerk verschmelzen gekonnt mit der Architektur.
RESPEKT VOR DEM BESTAND Doch hinter der ästhetischen Qualität steckt auch eine technische Meisterleistung. Während der Arbeiten musste die bestehende Struktur abgestützt werden. Das historische Gebäude sollte erhalten bleiben, obwohl im Inneren praktisch alles neu entstand. Ein Balanceakt zwischen Bewahren und
Ausführung der gesamten Heizungs- und Sanitärinstallationen. Wir bedanken uns für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.
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REPORTAGE GRÖDEN 25 Große Fensterflächen holen die Natur ins Innere und schaffen eine helle, einladende Atmosphäre.
Erneuern. Jeder Eingriff erforderte Respekt vor dem Bestand und gleichzeitig den Mut, neue Lösungen zu entwickeln. Die neue innere Hülle wurde
Die markante Wendeltreppe verbindet die Ebenen und unterstreicht das moderne Gestaltungskonzept.
in Holzbauweise errichtet und mit einer Innendämmung versehen. So verbindet das Haus traditionelle Materialien mit zeitgemäßen Anforderun-
gen an Energieeffizienz und Wohnkomfort. Auf dem Dach erzeugt eine Photovoltaikanlage grünen Strom, der die Luftwärmepumpe speist. Beheizt
werden die Räume über eine Fußbodenheizung. Ein historisches Gebäude und moderne Technik gehen hier eine Partnerschaft ein, die noch vor we-
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REPORTAGE GRÖDEN
Der Schlafraum überzeugt durch hochwertige Verarbeitung und ein stimmiges Zusammenspiel von Design und Naturmaterialien. nigen Jahrzehnten kaum vorstellbar gewesen wäre. Auf rund 220 Quadratmetern entstand ein Einfamilienhaus mit klar gegliederten Funktionen. Im Untergeschoss befinden sich Nebenräume und
ein kleiner Wellnessbereich. Das Erdgeschoss ist dem Leben gewidmet: Kochen, Essen und Zusammensein. Und unter dem Dach liegt der private Rückzugsraum mit den Schlafbereichen. Trotz dieser
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funktionalen Ordnung wirkt das Haus nie streng. Vielmehr folgt es einem natürlichen Rhythmus, der sich aus der Architektur selbst entwickelt.
SPUREN DER JAHRHUNDERTE Besonders bemerkenswert ist die Wirkung von außen. Viele Umbauten historischer Gebäude wollen ihre Modernität demonstrieren. Das Wohnhaus am Pertanhof geht genau den umgekehrten Weg. Er bleibt zurückhaltend. Er trägt weiterhin die Spuren seines Alters, verrät kaum etwas über sein Innenleben und bewahrt damit sein Geheimnis. Erst wer eintritt, erkennt die eigentliche Transformation. Und genau darin liegt sein Reiz. Vielleicht ist das die größte Qualität dieses Projekts. Es versucht nicht, Vergangenheit und Gegenwart gegeneinander auszuspielen. Das Alte wird nicht museal konserviert, das Neue drängt
sich nicht in den Vordergrund. Stattdessen entsteht ein Dialog. Die historischen Mauern erzählen weiter ihre Geschichte, während die neue Architektur ein weiteres Kapitel hinzufügt. Am Ende ist das Wohnhaus am Pertanhof in St. Jakob/ Gröden viel mehr als nur ein Gebäude mit historischem Charakter. Es ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie gewachsene Baukultur weiterleben kann. Nicht durch Stillstand, sondern durch sorgfältige Weiterentwicklung. Das Haus zeigt, dass Denkmalpflege und modernes Wohnen kein Widerspruch sein müssen. Hinter der alten Fassade verbirgt sich heute ein Zuhause, das den Geist seiner Geschichte bewahrt und ihn gleichzeitig in die Zukunft trägt. Genau deshalb wirkt dieses Gebäude so besonders: Es erzählt von Jahrhunderten und bleibt dennoch ganz im Heute verankert. Und darin zu wohnen, ist ein Erlebnis.
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ARCHITEKTEN MAHLKNECHT COMPLOI – BRIXEN & GRÖDEN Architektur, die sich selbstverständlich in ihre Umgebung einfügt und dabei ihren eigenen Charakter bewahrt: Dafür stehen die Architekten Thomas Mahlknecht und Igor Comploi. Sie verbinden mit ihrem Team klare, zeitgemäße Gestaltung mit einem Gespür für Materialien, Landschaft und die Menschen, die ihre Räume später mit Leben füllen. Das Spektrum der Projekte ist vielseitig – von privaten Wohnhäusern Das Team (v. l.): und historischen Hofstellen über Thomas Mahlknecht, Tobia Comploi (hinten), Hotels und Resorts bis hin zu Melanie Marmsoler, Igor Comploi (hinten), besonderen kulturellen Orten. Luca Perathoner und Lukas Stuffer.
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DAS PASSENDE BETT
Wer gut schlafen möchte, braucht nicht nur eine passende Matratze, sondern auch ausreichend Platz. Bei der Wahl des Bettes spielen Körpergröße, Schlafgewohnheiten und persönliche Vorlieben eine entscheidende Rolle. Für Paare stellt sich zudem die Frage: eine große oder zwei einzelne Matratzen?
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in Bett soll vor allem eines sein: ein Ort, an dem sich der Körper entspannen und vom Alltag erholen kann. Doch wie viel Platz braucht es dafür eigentlich? Während für eine Person bereits 80 Zentimeter Breite ausreichen können, wünschen sich andere deutlich mehr Bewegungsfreiheit. Bei
Das RICHTIGE BETT: Auf die Größe kommt es an Bei der Wahl des passenden Bettes sind verschiedene individuelle Faktoren entscheidend. Doppelbetten kommen zusätzlich die individuellen Bedürfnisse beider Schlafenden ins Spiel.
Wie breit sollte das Bett sein? Für eine Person kann ein 80 Zentimeter breites Bett eine platzsparende Lösung sein
Schlafen wie auf Wolken gebettet ...
– insbesondere in kleineren Schlafzimmern. Wer sich im Schlaf gerne bewegt oder einfach mehr Raum zur Verfügung haben möchte, ist mit 90 oder 100 Zentimetern Breite komfortabler unterwegs. Bei zwei Personen beginnen die gängigen Doppelbettgrößen bei etwa 1,40 Metern. Für viele
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Paare kann diese Breite jedoch auf Dauer knapp werden. Mehr Bewegungsfreiheit bieten Modelle mit 1,60, 1,80 oder 2 Metern Breite. Eine größere Liegefläche bedeutet allerdings nicht automatisch besseren Schlaf. Entscheidend ist, dass das Bett zum Raum und zu den persönlichen
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DAS PASSENDE BETT 29 Bettgröße und Raum sollten harmonisch aufeinander abgestimmt sein, um eine gute Bewegungsfreiheit zu gewährleisten.
Bedürfnissen passt. Rund um das Bett sollte außerdem genügend Platz bleiben, um bequem ein- und aussteigen und das Schlafzimmer gut nutzen zu können.
Ab einer Breite von 1,60 Metern lässt sich das Doppelbett mit zwei einzelnen Matratzen ausstatten. Das kann vor allem für Paare interessant sein, deren körperliche Voraussetzungen oder Schlafgewohnheiten unterschiedlich sind. Denn welche Matratze geeignet ist, hängt unter anderem von Körpergröße und Gewicht, der bevorzugten Schlafposition und dem persönlichen Empfinden
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Zwei Matratzen für mehr Individualität
ab. Während eine Person lieber etwas weicher liegt, benötigt die andere möglicherweise eine festere Unterlage. Zwei Matratzen ermöglichen es, diese Unterschiede zu berücksichtigen. Jeder Partner kann den Härtegrad und die Liegeeigenschaften wählen, die am besten zu ihm passen.
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Auch die Länge ist entscheidend Bei der Bettlänge sind zwei Meter der gängige Standard. Für hochgewachsene Menschen kann das allerdings zu wenig sein. Wer selbst nahe an die Zwei-Meter-Marke herankommt, sollte längere Varian-
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ten mit 2,10 oder 2,20 Metern in Betracht ziehen. Zwischen Körpergröße und Matratzenlänge sollte ausreichend Platz bleiben, damit die Füße nicht am Bettende anstoßen. Auch wer sich im Schlaf viel bewegt, kann von einer großzügigeren Liegefläche profitieren.
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DAS PASSENDE BETT Für einen sicheren Schlaf sollten Babys im eigenen Bettchen schlafen.
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Babys schlafen sicherer im eigenen Bett
Bei richtiger Planung findet auch der Hund seinen Platz im Bett. Und was ist mit dem Nachwuchs oder dem Haustier, das sich nachts gerne am Fußende einquartiert? Auch solche Gewohnheiten können bei der Planung eine Rolle spielen. Für den alltäglichen Schlafkomfort sollte das Bett aber in erster Linie auf die erwachsenen Schlafenden abgestimmt sein.
Bei Babys gelten andere Maßstäbe. Gerade in den ersten Lebensmonaten steht die Sicherheit an erster Stelle. Ein eigenes Babybett oder ein Beistellbett neben dem Elternbett bietet den Vorteil, dass das Kind in unmittelbarer Nähe der Eltern schlafen kann, ohne die gemeinsame Matratze zu teilen. Wer das Baby dennoch mit ins Elternbett nimmt, sollte be-
sonders auf eine sichere Umgebung achten. Das Kind darf nicht aus dem Bett fallen oder zwischen Matratze und Bettkante beziehungsweise Wand geraten. Auch weiche Gegenstände wie Kissen oder lose Decken können für Säuglinge ein Risiko darstellen.
Eine große oder zwei kleine Matratzen? Bei Doppelbetten sorgt die Frage nach einer durchgehenden oder zwei einzelnen
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Matratzen regelmäßig für Diskussionen. Aus ergonomischer Sicht sprechen viele Argumente für zwei Matratzen. Der Grund: Die optimale Liegefläche ist individuell. Körpergewicht, Körperbau, Schlafposition und persönliche Vorlieben bestimmen, welche Matratze als angenehm und unterstützend empfunden wird. Bei zwei Matratzen kann jeder Partner seine Seite entsprechend auswählen. Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der Nacht: Eine durchge-
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DAS PASSENDE BETT 31
hende große Matratze kann Bewegungen stärker übertragen. Dreht sich eine Person um oder steht auf, kann die Bewegung auch auf der anderen Seite spürbar sein. Zwei getrennte Matratzen reduzieren diese Übertragung und können dadurch für einen ruhigeren Schlaf sorgen.
Praktisch auch im Alltag Zwei einzelne Matratzen sind nicht nur beim Schlafen praktisch. Auch beim Beziehen, Wenden und Transportieren lassen sie sich meist leichter handhaben als ein großes Modell mit 180 oder 200 Zentimetern Breite. Hinzu kommt die Flexibilität: Muss eine Matratze ersetzt werden, kann die andere weiterhin verwendet werden. Auch die Bezüge lassen sich getrennt abnehmen und waschen.
Was tun gegen die Besucherritze?
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Der Nachteil von zwei Matratzen liegt auf der Hand: Zwischen ihnen entsteht eine mehr oder weniger breite Lücke – die sogenannte Besucherritze. Wer häufig in der Mitte des Bettes
liegt, kann diese als störend empfinden. Spezielle Schaumstoffelemente können den Spalt ausfüllen. Je nach Ausführung gibt es beispielsweise keil- oder T-förmige Lösungen. Bei zwei Matratzen mit unterschiedlichen Härtegraden lässt sich der Übergang allerdings nicht immer vollständig beseitigen. Eine Alternative kann ein durchgehender Topper sein. Er verbindet die beiden Liegeflächen optisch und teilweise auch funktional, überbrückt den Spalt und kann für zusätzlichen Komfort sorgen.
Nicht nur auf die Optik achten Bei der Anschaffung eines neuen Bettes lohnt es sich daher, nicht ausschließlich nach Design und Preis zu entscheiden. Die richtige Größe, eine passende Matratze und ausreichend Bewegungsfreiheit tragen wesentlich zum Schlafkomfort bei. Grundsätzlich gilt: Das Bett sollte groß genug sein, damit sich alle Schlafenden bequem bewegen können – gleichzeitig aber so gewählt werden, dass es zum Raum und zu den individuellen Bedürfnissen passt.
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Bei der Matratzenwahl sollten persönliche Bedürfnisse und individuelle Schlafgewohnheiten berücksichtigt werden.
DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK Bettbreite
• 80 cm: platzsparend und für eine Person geeignet • 90–100 cm: mehr Bewegungsfreiheit für eine Person • ab 140 cm: gängige Größe für zwei Personen • 160–200 cm: besonders komfortabel für Paare
Bettlänge
• 200 cm: gängiger Standard • 210–220 cm: empfehlenswert für größere Menschen
Eine oder zwei Matratzen?
• Zwei Matratzen ermöglichen eine individuellere Auswahl von Härtegrad und Liegeeigenschaften. • Bewegungen des Partners werden weniger stark übertragen. • Einzelne Matratzen sind leichter zu beziehen und auszutauschen. • Eine durchgehende Matratze vermeidet dagegen die sogenannte Besucherritze.
Für Babys gilt: In den ersten Lebensmonaten ist ein eigenes Bett oder Beistellbett die sichere Schlafumgebung.
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INNEN NEUE IDENTITÄT
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Auf den ersten Blick fügt sich die Villa in Moniga del Garda (BS) harmonisch in das Ensemble aufeinander abgestimmter Häuser ein: Mehrere Villen wurden hier nach demselben architektonischen Stil realisiert. Doch hinter einer dieser Fassaden verbirgt sich ein Haus mit einem ganz eigenen Charakter. Architekt Thomas Kompatscher (A-TK) und Petra Tarantello (Arts and Crafts) haben das Gebäude nach den Wünschen der Eigentümer gestaltet und so aus einem Ferienhaus ein Zuhause gemacht.
ußen ist alles gleichgeblieben, innen haben wir das ursprüngliche Konzept konsequent auf die persönlichen Wünsche der Eigentümer zugeschnitten“, sagt Kompatscher. „Sie schenkten Petra Tarantello und mir großes Vertrauen und ermöglichten dadurch tiefgreifende Veränderungen in der Raumaufteilung.“ Das Projekt der Villa stammt vom Architekturbüro Area 17, dessen äußere Gestaltung beibehalten wurde. Ziel war es, einen Ort mit einer eigenen Persönlichkeit, Wärme und heimeliger Wohnlichkeit zu schaffen.
Die Villa erstreckt sich über zwei Ebenen: Eine der wichtigsten Entscheidungen im Planungsprozess war die Neuausrichtung der Treppe. Dadurch ließen sich die Räume neu ordnen und die Abläufe individuell gestalten. Im Obergeschoss befinden sich Küche, Essbereich und Wohnzimmer, die fließend ineinander übergehen. Ergänzt wird diese Ebene durch ein Tages-WC. Von den Wohnbereichen aus eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf den Gardasee, der zum besonderen Wohngefühl beiträgt.
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Stimmiges Gesamtkonzept Kompatscher und Tarantello begleiteten aber nicht nur die architektonische Gestaltung,
Eine klare Trennung Im Erdgeschoss befinden sich die privateren Bereiche: Hier liegen drei Schlafzimmer, die Bäder und der Eingangsbereich. Die klare Trennung zwischen Wohn- und Ruhezone sorgt für eine angenehme Wohnqualität und schafft Rückzugsorte für die Bewohner. Besonderes Augenmerk lag auf der Atmosphäre der Innenräume. Abgerundete Wände verleihen dem Haus eine weiche, harmonische Wirkung und lassen die Räume fließender erscheinen. Weit-
läufige Glasflächen bringen viel Tageslicht ins Innere und verstärken den Bezug zur umliegenden Landschaft. Licht, Ausblicke und Raumgefühl verbinden sich dabei zu einer besonderen Atmosphäre. Auch bei der Materialwahl standen Behaglichkeit und Eleganz im Mittelpunkt. Warme Holzböden prägen die Wohnund Schlafbereiche und geben den Räumen eine natürliche Ausstrahlung. Im Treppenbereich setzen Kunstharzböden moderne Akzente und bilden einen spannenden Kontrast. Die verschiedenen Farbnuan-
sondern vor allem auch die Einrichtung. So entstand ein durchgängiges Konzept, bei dem sorgfältig ausgesuchte Designmöbel, natürliche Materialien und elegante Farben harmonisch zusammenspielen. Im Außenbereich ergänzen ein Swimmingpool und großzügige Grünflächen das Feriendomizil und erweitern den Wohnbereich nach draußen. Die Verbindung aus mediterranem Lebensgefühl, großzügigen Ausblicken und einer individuell gestalteten Innenarchitektur macht die Villa zu weit mehr als einem Ferienhaus. Sie ist ein Ort, der ganz auf die Bedürfnisse seiner Bewohner zugeschnitten ist und sich entsprechend persönlich anfühlt.
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DER UMZUG
Umziehen bedeutet organisieren, aussortieren, packen und schleppen – und kostet damit Zeit, Kraft und oft auch Geld. Wer rechtzeitig plant, kann sich viel Stress ersparen. Fünf Tipps für einen möglichst entspannten Umzug.
5 clevere Tipps für einen entspannten UMZUG
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Eine gute Organisation ist entscheidend für einen stressfreien Umzug.
1. Den Umzug sinnvoll aufteilen Was lässt sich selbst erledigen, wo sind Profis gefragt? Kleine Umzüge können mit Unterstützung von Familie und Freunden oft problemlos bewältigt werden. Bei großen
Haushalten, langen Strecken oder schweren und empfindlichen Möbeln kann professionelle Hilfe sinnvoll sein. Kosten lassen sich sparen, wenn die Aufgaben geteilt werden: Kartons selbst packen und transportieren, schwere Möbel dagegen von
Fachleuten abbauen und befördern lassen.
1. Frühzeitig ausmisten Je weniger mit umzieht, desto weniger Kartons, Arbeit und Transportkosten fallen an. Deshalb sollte möglichst ei-
nige Wochen vor dem Umzug mit dem Aussortieren begonnen werden. Dabei hilft eine einfache Frage: Wird dieser Gegenstand heute noch gebraucht und gefällt er überhaupt noch? Am besten zunächst mit Dingen beginnen, an denen wenig Er-
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innerungen hängen – etwa in der Küche. Erinnerungsstücke kommen besser erst später an die Reihe.
3. Kartons richtig packen und beschriften Kartons sollten möglichst konkret beschriftet werden – nicht nur mit dem jeweiligen Zimmer, sondern idealerweise auch mit dem Schrank oder Stellplatz. Farbcodes können zusätzlich die Zuordnung erleichtern. Schwere Gegenstände gehören nach unten, leichte nach oben. Ein Karton sollte nicht mehr als etwa 15 bis 20 Kilogramm wiegen. Hohlräume mit Packpapier oder Textilien ausfüllen, damit der Inhalt beim Transport nicht verrutscht.
4. Möbel abbauen, Kleidung auf der Stange lassen Große Möbel lassen sich zerlegt leichter und sicherer
transportieren. Schrauben und Kleinteile am besten beschriften, in Beuteln sammeln und direkt am Möbelstück befestigen. Türen und Schubladen sollten gesichert werden. Stretchfolie kann dabei helfen, lose Teile zusammenzuhalten und Oberflächen zu schützen. Kleidung muss dagegen nicht unbedingt ausgeräumt werden: In speziellen Kleiderkartons mit Stange kann sie direkt auf dem Bügel transportiert werden. Beim Tragen gilt: aus den Beinen heben, nicht aus dem Rücken. Außerdem sollten Laufwege frei von Stolperfallen sein.
5. Einen „Wohlfühl-Karton“ packen Für den ersten Abend und den nächsten Morgen lohnt sich ein eigener Karton mit allem, was sofort gebraucht wird:
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Bei größeren Umzügen oder schweren Möbeln kann ein professionelles Umzugsunternehmen wertvolle Unterstützung bieten. Schlafsachen, Zahnbürste, Handtücher, Ladegeräte, notwendige Medikamente und Dokumente sowie Kaffee, Tee und Snacks. So bleibt die Suche nach den essentiellsten Dingen zwischen all den Umzugskartons erspart. Denn ein Umzug ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern oft auch emotional. Mit dem alten Zuhause
endet ein Lebensabschnitt – gleichzeitig entsteht die Möglichkeit, im neuen Zuhause bewusst Platz für Neues zu schaffen. Ein entspannter Umzug beginnt lange vor dem eigentlichen Transport. Wer frühzeitig ausmistet, strukturiert packt und die Aufgaben sinnvoll verteilt, spart Zeit, Geld und vor allem Nerven.
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