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Trauttmansdorff –eine Erfolgsgeschichte
Zehn Bestehensjahre – mehr als dreimillionendreihunderttausend Besucher; bei 229 Öffnungstagen in der Gartensaison sind das etwa 1400 Gäste pro Tag – aufgestiegen zum beliebtesten Ausflugsziel Südtirols – innovativ und im stetigen Wandel. So liest sich die Erfolgsbilanz der Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. In der vergangenen Saison haben die Gärten ihr großes Ziel erreicht und die Besucherzahl nochmals steigern können: Zwischen dem 1. April und dem 15. November 2010 besuchten 411.926 Personen die Gärten, die sich mit Recht zu den schönsten Gartenanlagen Europas zählen,
vier Prozent mehr als im Vorjahr, 1790 Gäste pro Tag. Ende August 2010 hingegen löste die 3.000.000ste Besucherin seit Eröffnung der Gärten am 16. Juni 2001 ihre Eintrittskarte. Auch wer keinen grünen Daumen hat, kann sich bei seinem Spaziergang durch die über 80 Gartenlandschaften der Faszination der bunten Blumen und vielfältigen Pflanzen nicht entziehen.
Blühhöhepunkte über das ganze Jahr verteilt
Auf zwölf Hektar Fläche bieten die Gärten ihren Gästen auf über 100 Höhenmetern zahlreiche Attraktionen und übers Jahr verteilte Blühhöhepunkte. Fast mit jeder Woche wandelt sich das Panorama; die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind auf je-
den Fall mehr als nur einen Besuch wert. In der Tat sind etwa 25 % der Gäste „Wiederholungstäter“. Seit dem Bestehen der Gartenanlage hat das fleißige Trauttmansdorffer GärtnerInnenteam über eine Million Zwiebelpflanzen – Tulpen, Narzissen, Krokusse usw. – gesetzt. Insgesamt können in den Gärten über 5800 verschiedene Arten und Sorten der vielfältigen Flora besichtigt werden. Wer sich nicht nur an der Schönheit der reichen Flora erfreuen will, sollte sich durch die Gärten führen lassen. Die in Botanik überaus bewanderten 21 Gartenführerinnen und Gartenführer haben in den ersten zehn Jahren etwa 170.500 Personen einen spannenden und umfassenden Einblick in die Gärten geboten, welche von 24 Gärtnerinnen und Gärtnern liebevoll und sorgsam gepflegt werden.
Work in progress und kein Ende
Sieben Jahre dauerte der Bau, seit zehn Jahren ziehen sie jährlich hunderttausende von Besuchern in ihren Bann. Die mehr als 80 Gartenlandschaften der Gärten von Schloss Trauttmansdorff – eine der führenden Attraktionen Südtirols. Geheimnis des Erfolges, neben der unbeschreiblichen Schönheit der Anlage, ist der ständige Wandel.
Die Gärten sind ein „work in progress“, an dessen In-Szene-Setzen ein motiviertes Team unermüdlich arbeitet. Nicht, dass man/frau Gefahr liefe, sich zu verlaufen. Aber wer die Gärten von Schloss Trauttmansdorff nach zwei, drei Jahren des Fernbleibens wieder besucht, darf sich auf Neues gefasst machen. Die Gärten wachsen ständig – nicht nur Blumen und Pflanzen, auch die Themen werden immer wieder ergänzt. Innovation und Kreativität sind hier Gebot und ein Merkmal, das die lebendigen Gärten von Schloss Trauttmansdorff von vielen anderen, statischen Garten- oder Parkanlagen im In- und Ausland unterscheidet.
Ein Garten – viele Landschaften
Die Gartenanlage ist grundsätzlich eingeteilt in Waldgärten, Sonnengärten, Wasser- und Terrassengärten sowie in die Landschaften Südtirols. Das einzigartige Klima Merans ermöglicht es nicht nur, auf zwölf Hektar ei-
nen breiten Überblick über die unterschiedlichen Landschaftstypen Südtirols mit seinen Berg- und Tal-Landschaften, Wäldern, einheimischen Rebanlagen und Streuobstwiesen zu vermitteln, sondern auch die Nachstellung mediterraner Landschaften oder die Pflanzung von typischen amerikanischen oder asiatischen Vegetationstypen. In Meran kann sich der Gast vom Duft der Zitronenbäume oder der Provence und der mediterranen Macchia betören lassen oder durch eine Wüstenlandschaft mit Agaven, Sukkulenten und Aloen wandern. Im Frühjahr erfreut bunter Mohn das Auge, im Sommer das Sonnenblumenfeld, da dem Pinselstrich eines Vincent van Gogh würdig wäre.
Ein Garten der Rekorde
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind etwas für Liebhaber von Rekorden. Vergnüglicher als die Lek-
türe des neuesten Guinness-Buches ist sicher ein Spaziergang durch die Gärten auf der Suche nach der größten, öffentlich zugänglichen italienischen Salbeisammlung, des nördlichsten Olivenhains Italiens und eines 700 Jahre alten Olivenbaums.
Aber auch im nicht-botanischen Bereich können die Gärten mit Rekorden aufwarten. Nur einen Monat nach der Eröffnung betrat ein berühmter Gast die Anlage: Prinzessin Caroline von Monaco. Im ersten Jahr konnten schon über 120.000 Besucherinnen und Besucher gezählt werden, im dritten Jahr löste bereits zu Anfang der Saison der 500.000ste Gast sein Eintrittsticket und bereits im zweiten Jahr deckten die Eintrittspreise die laufenden Kosten zur Gänze.
Bereits 2004 präsentierte sich die Anlage umweltfreundlich. Das neue Eingangsgebäude mit Besucherzentrum wurde bereits vor sieben Jahren als Klimahaus B erbaut. Im vierten Jahr,
2005, erhielten die Gärten die Auszeichnung als „Schönster Garten Italiens“, 2006 dann Europas schönster Garten Nr. 6. Mittlerweile ist die gesamte Gartenanlage auch für Menschen mit Behinderung zugänglich und barrierefrei, bzw. kinderwagenfreundlich.
Botanik in Kombination mit den vielschichtigsten Themenbereichen
Bereits ein Jahr nach Eröffnung veranstalteten die Gärten die erste musikalische Nacht am Seerosenteich. Eine Band aus Armenien gab den Auftakt zu einem der mittlerweile renommiertesten World Music Festivals Italiens, das jeden Sommer eine große Fangemeinde anlockt und für unvergessliche Stunden sorgt. Keine Frage: Im Jubiläumsjahr darf man sich auf ganz besondere musikalische Leckerbissen freuen (siehe www.trauttmansdorff.it). Eine Neuheit im Jubiläumsjahr sind auch die Freitagabende, an denen die Gärten mit dem Touriseum bis 23 Uhr geöffnet sind und u. a. in den „Verbotenen Garten“ und zum Besuch intensiv duftender und leuchtender Pflanzen einladen.
Der Garten lebt
Im Lauf der Jahre kristallisierte sich der lebendige Charakter dieser einzigartigen Gartenanlage mit dem besonderen Vermittlungskonzept immer mehr heraus. Die Botanik wird hier gelebt und vorgelebt. Die Gärten möchten lehrreich sein, aber nie schulmeisterlich oder langweilig. Der Libellenführung folgt auch der desinteressierteste Schüler mit größter Aufmerksamkeit! Ein begehbares Lexikon
der Vegetationskunde, das Gartenfreunde, Experten, Familien und Kinder gleichermaßen anzieht. Botanik wird immer in Zusammenhang gesetzt mit Kultur und den vielschichtigsten Themenbereichen und unter den verschiedensten Gesichtspunkten präsentiert. Warum nicht auch von einer binokelförmigen Aussichtsplattform, die aus dem Flaumeichenwald herausragt und den Namen ihres Schöpfers, Matteo Thun, trägt?
Eine Einführung in das bäuerliche Kultur- und Naturerbe Südtirols, die dem Besucher längst vergessene Obstsorten oder die alteingesessenen einheimischen Rebsorten präsentiert. In der Saison 2010 waren die Besucher unter dem Titel „Himmlische Düfte und Höllengestank!“ zu Duftspaziergängen und besonderen Duftmenus ins Restaurant oder Café eingeladen. Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene binden die Gärten vielfältig thematisch in ihr Umfeld ein; Erlebnispakete der verschiedensten Art in Zusammenarbeit mit anderen Südtiroler Einrichtungen, wie z. B. Gletscher & Palmen, Gärten & Therme oder Gärten & Wein runden diese Initiativen ab.
Die Botanische Unterwelt und ein kleiner Ausblick
Wer so beginnt, darf sich auch nach dem dreimillionsten Besucher (im August 2010) keine Pause gönnen. Der Name Gärten von Schloss Trauttmansdorff ist mittlerweile Programm und verpflichtet zu immer mehr. Eine Aufgabe, der sich das Gartenteam mit nicht endendem Enthusiasmus stellt. Die Weichen für die Projekte der nächs-
ten Jahre sind längst bereitet. Schon im Jubiläumsjahr wartet der schönste Garten Italiens mit etwas ganz Besonderem und in Europa Einzigartigem auf: der neu eröffneten „Botanischen Unterwelt“. Ein Parcours, der 200 Meter in die Tiefe des Felsens führt und den Besuchern die schaurig-spannende Kehrseite, nämlich, was unter der Erde vor sich geht, aufregend inszeniert vor die Augen führt.
Die Besuche für die nächsten Jahre sind bereits vorprogrammiert. Wer möchte sich schon das neue „Glashaus“ mit Terrarium und vielfältigen Wechselausstellungen entgehen lassen, das 2012 eröffnet wird oder aber den „Garten für Verliebte“, dessen Eröffnung für 2013 geplant ist? Denn es gilt in Trauttmansdorff immer, die Botanik einzigartig und ungewöhnlich, mit allen Sinnen erlebend und so breit als möglich ansprechend von innen nach außen zu tragen.
„Eine Vision wird Wirklichkeit“
Der Mann hinter der Erfolgsgeschichte. Klaus Platter erzählt in diesem Interview wie aus verwahrlosten Hängen um das Schloss Trauttmansdorff der schönste Garten Italiens entstanden ist und welche Zukunftsvorstellungen er für die Gärten von Schloss Trauttmansdorff hat.
Radius: Wie gelangte die Laimburg in den Besitz von Schloss Trauttmansdorff und seiner umliegenden Güter?
K. Platter: Mit dem Zweiten Autonomiestatut wurde das Eigentum an Schloss und Gütern vom Staat Italien an das Land Südtirol übertragen. Sämtliche landwirtschaftliche Anbauflächen aus ehemaligem Staatsbesitz gelangten in die Obhut der Verwaltung des Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrums Laimburg. Die steilen Weingärten rund um Schloss Trauttmansdorff, wie sie auf Bildern aus einer Zeit um 1900 zu sehen sind, fanden wir, von Buschwald durchwachsen, in völlig verwahrlostem Zustand vor. Lediglich an der Südseite des Schlosses wurden einige Tausend Quadratmeter Rebanlagen gepflegt. Auf der ebenen Fläche, wo sich jetzt der Seerosenteich befindet, wuchsen vereinzelt Birnen- und Apfelbäume. An der Nordseite lag eine riesige Lehmgrube, wo Lehm für eine Ziegelei abgebaut wurde, während auf der gegenüberliegenden Straßenseite, dort,
wo sich jetzt der Besucherparkplatz befindet, die Überreste einer Gärtnerei standen. In mühsamen Verhandlungen haben wir diese Areale von den Pächtern abgelöst.
Radius: Weshalb führte gerade die Laimburg beim Bau der Gärten Regie? K. Platter: Der damalige Landesrat für Landwirtschaft, Luis Durnwalder, verkündete 1988 vor dem Eingangstor von Schloss Trauttmansdorff, dass „hier im Umfeld des Schlosses ein botanischer Garten errichtet wird“. 1995 erteilte er als Landeshauptmann mir als Direktor der Gutsverwaltung Laimburg den Auftrag, die Errichtung des Gartens zu begleiten sowie dessen Führung und Bewirtschaftung zu übernehmen. Das löste bei mir zunächst nur beschränkte Euphorie aus: Waren doch schon in den Jahren zuvor 15 mehr oder weniger vernachlässigte Höfe aus dem Staatsbesitz zu übernehmen gewesen und nach und nach aufzubauen – da stellte ich mir angesichts von Trauttmansdorff die berechtigte Frage, ob dies betriebswirtschaftlich und vor allem organisatorisch überhaupt noch gut zu bewältigen sei. Zudem schien mir der Auftrag, die Anlage als botanischen Garten kostendeckend zu führen, schier unerfüllbar.
Radius: Wie lange dauerten die Arbeiten bis zur Eröffnung der Gärten?
K. Platter: Gemeinsam mit dem Amt für öffentliche Bauten und mit dem Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung haben wir sieben Jahre an der Infrastruktur gearbeitet und parallel dazu sechs Jahre lang Bäume und Sträucher gepflanzt. Das planerische Ursprungsprojekt von Ing. Manfred Ebner wurde dabei laufend mit einem breiteren Wegenetz, verschiedenen Serviceeinrichtungen, den Künstlerpavillons, der Seerosenbühne mit Tribünen, verschiedenen Erlebnisstationen und Aussichtspunkten wie der Voliere sowie mit neuen Arealen ergänzt. Das war notwendig geworden, um einen in seiner Art einzigartigen, modernen botanischen Garten zu schaffen, in dem Pflanzenwissen
zeitgemäß vermittelt und der Gast so serviceorientiert als möglich empfangen wird. Gleich nach der Eröffnung wurde uns bewusst, dass nicht nur das feste Pflanzenarrangement für den zukünftigen Erfolg des Gartens ausschlaggebend sein würde, auch die saisonalen Wechselbepflanzungen mit ihrem laufend wechselnden Farbeindruck und insbesondere die Pflege und Sauberkeit des Gartens würden für einen nachhaltigen Eindruck bei den Besucherinnen und Besuchern sorgen.
Radius: In welchem Verhältnis standen die geplanten Kosten zu den tatsächlichen Aufwendungen?
K. Platter: Es war sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die genauen Kosten zu erfassen: Wesentliche Kostenfaktoren wie das Ersetzen der obersten Lehmschicht des Areals mit Humuserde – grundlegend für die Errichtung eines botanischen Gartens – sowie die Stabilisierung des Lehmhangs am Freiberg waren nicht in diesem Ausmaß kalkuliert gewesen. Letzterer war zunächst „geformt“ worden, hatte sich nach einer längeren Regenperiode im Herbst 2000 aber als völlig „instabil“ erwiesen und musste in der Folge zur Gänze abgetragen werden. Damit bot sich die Gelegenheit, aus der Not eine Tugend zu machen und mit der „Bewehrung des Lehmhanges“ die „Blühenden Lehmwände“ zu gestalten, und damit einen einzigartigen Gartenbereich zu schaffen. Auf diese Weise sind die Gärten schon im Zuge ihrer Errichtung gewaltig gewachsen. Um Einheimischen wie Gästen bereits von Anfang an einen attraktiven Garten zu bieten, wurden gezielt große Sträucher und Bäume ausgewählt, die im Verhältnis zu kleinen Setzlingen ein Vielfaches kosteten. Damit waren die Anfangskosten zwar hoch, aber die Deckung der laufenden Kosten durch die Eintrittsgelder bereits nach dem zweiten Jahr der Eröffnung gewährleistet, und zwar bis heute.
Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang vor allem das grundlegende Verständnis von Landeshauptmann Luis Durnwalder für die Errichtung
der „Gärten von Schloss Trauttmansdorff“ und sein unbeirrter Glaube an dieses Projekt und dessen Bedeutung für Südtirol und die touristische Belebung des Meraner Raums: Das erklärt, warum er uns zusätzlich benötigte Gelder trotz großen politischen Widerstands stets genehmigte.
Radius: Wie wurde nun der botanische Garten von Meran zu den Gärten von Schloss Trauttmansdorff?
K. Platter: Es galt einen Namen zu finden, der mit einer starken Aussage weit über die Grenzen des Landes hinaus Strahlkraft besitzen würde. Blickt man auf die Geschichte der Gärten, wurden weltweit viele ihrer schönsten von Schlossbesitzern in Auftrag gegeben; es lag somit nahe, unseren botanischen Garten mit Schloss Trauttmansdorff und seiner Geschichte zu verknüpfen und damit auch mit den Kuraufenthalten von Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn in Meran/Trauttmansdorff. Dies erklärt zugleich, warum wir heute im italienischsprachigen Raum die Gärten als „I Giardini di Sissi a Castel Trauttmansdorff“ erfolgreich bewerben. Dass Schloss Trauttmansdorff mittlerweile auch noch Sitz des Touriseums, des Landesmuseums für Tourismus, ist, bedeutet eine Bereicherung der gesamten Gartenanlage.
Radius: Was macht den Erfolg der Gärten von Schloss Trauttmansdorff aus? K. Platter: Das sind mehrere Faktoren: die geografische Lage der Gärten und ihre großräumige Einbettung in die Südtiroler Bergwelt. Sie liegen in Meran am Hang des Freibergs und weisen unterschiedliche Höhen- und Windlagen auf und sie bieten in ihrer Dreidimensionalität vielfältige Perspektiven, Aus- und Einblicke. Aber es ist auch die Vielfalt der Pflanzen und deren Anordnung zu Miniaturlandschaften sowie die akkurate gärtnerische Pflege und Sauberkeit der Infrastruktur. Es sind „Gärten in Bewegung“ mit natürlichen und gesetzten Blühhöhepunkten von Dekorpflanzen, mit Sinnesstationen und Künstlerpavillons, mit Veranstaltungen, wo Botanik zum Erlebnis wird, mit dem Zusammenspiel von moderner und alter Architektur,
mit dem spannenden Gegensatz von historischem Schloss und modernem Museum, mit barrierefreien und kinderfreundlichen Serviceeinrichtungen, welche die Gäste willkommen heißen und angemessen verabschieden. Kurzum, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind ein SüdtirolSchaufenster und werden als solches vermittelt. Außerdem sind sie heute – weil stets die Pflanzen im Mittelpunkt stehen – zum konfliktfreien Treffpunkt unterschiedlicher Kulturen und Generationen geworden. Der Erfolg der Gärten ist mit Sicherheit darauf zurückzuführen, dass diese verschiedenen Aspekte als Ganzheit in der Vermarktung herausgestrichen werden. Und nicht zuletzt ist er der hervorragenden Arbeit unseres Chefgärtners Klaus Messmer und seinem Team zu verdanken.
Radius: In welche Richtung sollen sich die Gärten aufgrund Ihrer Erfahrung und Vision entwickeln?
K. Platter: Drei Dinge sind zu beachten, wenn unsere Gärten weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen sollen: Da sich der Garten sehr geballt und in außerordentlicher Vielfalt, sprich „aufregend“, präsentiert, gibt er seinen Gästen kaum Zeit zur Muse; somit hat zunächst eine Erweiterung mit einer Ruhezone Priorität: Dieser Garten-
bereich sollte die Besucher mit einer schlichten Auswahl an Pflanzen und Farben sowie mit ruhigem Gewässer einnehmen. Ein weiterer Bereich mit Schau- und Modellgärten sollte Blumenliebhabern und Hobbygärtnern Anregungen für die eigene Gartengestaltung in ländlichem wie städtischem Kontext bieten. Und schließlich sollte ein Gartenbereich ganz unterschiedlich gestalteten Künstlergärten Raum geben. So stelle ich mir die Weiterentwicklung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff unter anderem vor. Und ich wünsche meinem Nachfolger
Kurzfakten
Eigentümer: Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Betreiber: Gutsverwaltung des Landund Forstwirtschaftlichen Versuchszentrums Laimburg, Pfatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Gartensaison (Verwaltung der Gärten mit Gärtnerinnen und Gärtnern, Gartenführerinnen und Gartenführern und Kassenteam, Restaurant und Palmencafé, Shop und Touriseum): ca. 100 Personen Vermarktung der Gesamtstruktur „Trauttmansdorff“: Verwaltung der Gärten Museale Vermarktung: Touriseum
Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer (links) zu Besuch in den Gärten; in Begleitung von Landeshauptmann Luis Durnwalder (mitte) und Klaus Platter (rechts)
Ganz schön was los!
Ein Grund für den Publikumserfolg der Gärten von Schloss Trauttmansdorff ist mit Sicherheit die gelungene Mischung von Gartenerlebnis und Kulturevent. Mit Veranstaltungen, die Botanik mit Musik und Kulinarik verbinden, werden vor allem einheimische Besucherinnen und Besucher angesprochen.
Auch im Jubiläumsjahr erwartet die Gäste ein Highlight nach dem anderen: Die Veranstaltungsbroschüre, die mittlerweile in ihrer fünften Ausgabe vorliegt, informiert über etwa 50 Events in diesem Gartenjahr.
Längst ein Klassiker unter den Veranstaltungen ist die bewährte Konzertreihe „Gartennächte“: Sie zählen nicht nur zu den mittlerweile bedeutendsten World-Music-Festivals Norditaliens, sondern ziehen auch ein immer breiteres Publikum in das stimmungsvoll beleuchtete Amphitheater rund um den Seerosenteich an. Bereits zum zehnten Mal präsentieren die Gärten –analog zu ihrem Motto „Pflanzen aus aller Welt“ – musikalische Leckerbissen aus allen Kontinenten. Inmitten exotischer Pflanzen erfüllen dieses Jahr sechs Gruppen den atemberaubenden akustischen Raum der Gärten mit World Music vom Feinsten.
Trauttmansdorff nach Feierabend
An Freitagen im Juni, Juli und August bleiben die Gärten bis 23.00 Uhr geöffnet! Unter dem Motto „Trauttmansdorff nach Feierabend“ werden an diesen Abenden kulinarische und musikalische Genüsse mit spannender Wissensvermittlung verbunden; und zwar, botanisch geführt oder touristisch passend zur laufenden Sonderausstellung des Touriseums. An lauschigen Sommerabenden wird am romantischen Seerosenteich ein bunt gemischtes musikalisches Programm präsentiert. Dabei wird die Stimmung gemeinsam mit den sommerlichen Temperaturen steigen – das Repertoire reicht von melodischen Musicalstücken über lässig-coolen DJ-Mix und mitreißenden Rockklängen bis hin zu heißen afrikanischen und Latino-Rhythmen. Die thematisch angepassten Menüvariationen im Palmen-Café und dem Restaurant Schlossgarten runden den Abend genüsslich ab.
Sissi lädt ein
Auch das Frühstück bei Sissi ist ein wahrer Publikumsrenner: An jedem Sonntag im Juni können die Gäste die einzigartige Kombination von atemberaubender Aussicht und klassischer Musik mit einem köstlichen Frühstück
genießen. „Sissis Gäste bitte zu Tisch“ heißt es beim vierten von insgesamt fünf Schlossabenden. Unter dem Motto „Sterne – Schlösser – Almen“ erwarten die Gäste am 16. September 2011 erlesene Gaumenfreuden. Fünf Sterneköche aus dem Meraner Land und dem Vinschgau werden an diesem Abend die Gäste mit Kreativität und Meisterschaft begeistern.
Sonderausstellungen
„Sie wünschen? Desidera?“ Mit dieser Frage begrüßen Südtirols Kellner ihre Gäste. Diese Frage ist auch der Titel der neuen, touristischen Sonderausstellung des Touriseums für den die Remise von Schloss Trauttmansdorff in einen Speisesaal verwandelt wurde. Dem Besucher wird die Ausstellung serviert!
Die Sonderausstellungen, die abwechselnd von den Gärten und vom Landesmuseum für Tourismus gestaltet werden, waren allesamt große Publikumserfolge: So gastiert die größte europäische Duftausstellung „Himmlische Düfte und Höllengestank“ aus dem Jahr 2010 heuer an der RuhrUniversität Bochum, während die Ausstellung „Alles Palme!“ (2008) demnächst in Genf gastieren wird. Daten und das genaue Programm aller Veranstaltungen bitte der Webseite entnehmen: www.trauttmansdorff.it
Faszinierende Unterwelt
Wer durch die Gärten flaniert und sich an der Lebenslust der Natur erfreut, verschwendet vielleicht kaum einen Gedanken daran, welch unglaubliche Kräfte, ganz im Verborgen und für den Menschen unsichtbar, diese pflanzliche Pracht auf der Erde ermöglichen.
Dieser schaurig spannenden Welt, in der sich normalerweise Regenwurm und Co. guten Tag sagen, gehen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff nun sprichwörtlich auf den Grund.
Im Rahmen der Feierlichkeiten rund um zehn Jahre Trauttmansdorff eröffnet das beliebteste Ausflugsziel Südtirols eine neue Attraktion: die „Botanische Unterwelt“. An den Hängen der Landschaften Südtirols, wo steile Porphyrwände und knorrige Flaumeichen einander abwechseln, führt ein 200 Meter langer Erlebnisparcours durch ein Reich, das die Mysterien des unterirdischen pflanzlichen Lebens auf unterhaltsame und anschauliche Weise unter die Lupe nimmt.
Wasser, Erde, Nährstoffe, Wurzelwerk und Licht
Unter der Erde findet dem Blick des Menschen entzogen ein nicht minder aktives Treiben statt. Die Besucherinnen und Besucher werden durch mehrere Höhlen geführt, in denen jeweils ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt steht und einzigartig multimedial vermittelt wird: Wasser, Erde, Nährstoffe, Wurzelwerk und Licht.
Auf obskuren Pfaden
Immer dunkler wird es hier und feucht, die Luft schmeckt angenehm kühl und dem neugierigen Höhlenbesucher steigt ein schwerer, erdiger Geruch in die Nase. Widerhall der eigenen Schritte, der Parcours, schaurig schön, geleitet weiter ins Erdinnere, wo sich unvermittelt eine große, in den Fels geschlagene Halle auftut und den Raum mit einer spektakulären In-
szenierung einer jener Grundessenzen erfüllt, die das pflanzliche Leben unter der Erde bestimmen. Begleitet von Lichterspielen und Klängen als Wegweiser, führen die schmalen unterirdischen Pfade weiter, und von Höhle zu Höhle rücken die zentralen Elemente der „Botanischen Unterwelt“ in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Wasser, Erde, Nährstoffe, Wurzelwerk und Licht. Einmal sprechen martialisch imposante Stimmen über ihre Unentbehrlichkeit, dann streiten zänkische Nährstoffe über ihre Dominanz in der Nahrungskette von Knollen und Wurzeln, die in einem weiteren Raum der Inszenierungen in höllischem Tempo wachsen und sich fest in die Erde krallen. Gruselig und spannend, anregend und informativ vermitteln die multimedial aufbereiteten Stationen unter der Erde elementares Wissen – und sie tun dies auf eine höchst anschauliche und kurzweilige Weise,
Ein dreiköpfiger Höhlenhund (entstanden in Anlehnung an den Höllenhund aus der griechischen und römischen Mythologie) bewacht den Eingang zur Botanischen Unterwelt.
bei der alle Sinne angesprochen sind, das Erlebte aufzunehmen.
Info
Idee: Klaus Platter mit dem Trauttmansdorff-Team
Umsetzung: Heinz Müller (CH) Die Multimedia-Führung durch die „Botanische Unterwelt“ findet abwechselnd in deutscher, italienischer und englischer (ab April 2012) Sprache statt und dauert jeweils 17 Minuten.
Publikumsmagnet Nummer 1
Lustwandeln, erholen, staunen, lernen, Kultur und Schönheit tanken. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind seit ihrer Eröffnung vor zehn Jahren ein Publikumsmagnet und damit zu einer der (Touristen)Attraktionen nicht nur Merans, sondern ganz Südtirols geworden.
Luis Durnwalder, Landeshauptmann: „Mit der Verwirklichung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran hat sich unser Land vor zehn Jahren ein außerordentliches Geschenk gemacht. Diese modern konzipierte, nach ökologischen Kriterien angelegte und mehrsprachig auftretende botanische Gartenanlage hat sich im Laufe des vergangenen Jahrzehnts bei einheimischen Besuchern wie auch bei den vielen Gästen unseres Landes, weit über die Grenzen hinaus, als die Tourismusdestination Nummer 1 in Südtirol entwickelt. Wir alle feiern deshalb mit großer Freude und auch mit einem gewissen Stolz den 10. Geburtstag dieser einzigartigen Gartenanlage in der Passerstadt. Das Geheimnis des bisherigen Erfolges liegt in der steten Fortentwicklung des Gartens. Das reichhaltige Angebot wurde für die Besucher von Anfang konstant erweitert und damit die Attraktivität sukzessive gesteigert. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit diesem Konzept auch in Zukunft weiter erfolgreich sein werden. Das Jubiläumsjahr verspricht jedenfalls höchsten Genuss für alle Sinne. Ad multos annos!“
Reinhold Messner, Extrembergsteiger und Museumsgründer: „Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff tragen zurecht den Titel als „Schönste Garten Italiens“; auch wenn es in Italien sicher einmalige Gartenanlagen gibt. Es ist fantastisch, was Südtirol und insbesondere, was Klaus Platter, der ja hinter dem ganzen Projekt
steht, in so kurzer Zeit daraus gemacht hat. Sie zeigen von Ostern bis Herbst eine unglaubliche Blütenvielfalt in den verschiedenen Gartenwelten. Ich war nicht sehr oft dort, aber jedes Mal beeindruckt von der Schönheit und der Innovationskraft dieser Anlage. Sehr gelungen auch die Symbiose mit dem Touriseum, das alleine längst nicht die Anziehungskraft hätte, so viele Besucher anzuziehen. Für mich zählen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff zu den absoluten Highlights in Südtirol.“
Henri Chenot, Espace Henri Chenot – Hotel Palace:
„Für mich stellen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff wirklich eine ganz außerordentliche Struktur dar, die höchste Qualität bietet und zudem perfekt mit ihrer Umgebung harmonisiert. Auch unsere Gäste, die auf der Suche nach Entspannung und Relax von der Hektik und vom Stress des Alltags sind, schätzen das vielfältige Angebot dieser Anlage.“
Günther Januth, Bürgermeister von Meran: „Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff haben Meran in den letzten Jahren eine wunderschöne Entwicklung gebracht und sind zum Magneten Nummer 1 geworden – für Meran, für das Burggrafenamt und ohne irgend jemanden beleidigen zu wollen, vielleicht sogar für ganz Südtirol. Was ich persönlich – und mit mir meine Familie – am meisten schätze, ist das Bemühen, immer wieder Neues zu bieten. Jeder Besuch ist anders und jeder Besuch weckt die Lust auf einen weiteren Besuch. Meine ganz besondere Anerkennung gilt allen – den Gartenbautechnikern und den Gärtnern –, die täglich dafür sorgen, dass die Gärten so sind, wie sie sind: nämlich wunderschön.“
Christoph Engl, Direktor der Südtiroler Marketing Gesellschaft: „Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind deshalb ein so wertvolles Produkt für Südtirol, weil sie gleichermaßen Einheimische und Touristen mit dauernd wechselndem Programm und zu jeder Jahreszeit anziehen. Zudem liefern sie den schlagenden Beweis, dass Südtirol neben den einzigartigen Berglandschaften der Dolomiten auch Gebiete hat, die überraschenderweise ein mediterranes Klima haben, obwohl sie sehr nahe am Alpenhauptkamm sind.“
Hans Berger, Landesrat für Landwirtschaft und Fremdenverkehr: „Prächtige Blühhöhepunkte im Wandel der Jahreszeiten, harmonisches Zu-
Luis Durnwalder
Reinhold Messner
Günther Januth
Henri Chenot
Christoph Engl
sammentreffen von mediterranem Klima im alpinen Südtirol, ständiges Farbenspiel mit wechselnden Höhepunkten: die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind für mich persönlich schlichtweg eine Augenweide! Sie sind weit mehr als „nur“ Botanischer Garten, sondern Bereicherung für ganz Südtirol. Botschafter für das Land der Blumen und der Sinne, für das Genussland Südtirol, in dem sich Gegensätze anziehen, um in einer einzigartigen Vielfalt zu verschmelzen, die seinesgleichen sucht. Gelungen ist auch die Symbiose zwischen Gärten und Touriseum, dem Südtiroler Landesmuseum für Tourismus, welches seit 2003 im liebevoll renovierten Schloss Trauttmansdorff beherbergt ist und von Geschichte, Identität und Perspektiven des Südtiroler Tourismus berichtet.“
Thomas Aichner, Direktor der Marketing Gesellschaft Meran: „Für mich fassen die Gärten die große Vielfalt der Gärten Merans zusammen. Alpin – mediterran, das wird hier erfassbar, von der Olive und der Zypresse bis zur Zirme. Die Gärten spiegeln für mich das Mondäne wider, das so prägend für Meran ist. Gärten braucht
man ja nicht. Sie sind kein Nutzgarten. Sie laden zum Verweilen ein, zum Lustwandeln und das erzählt die Geschichte Merans. Auch der Name Burggrafenamt kommt ja nicht von ungefähr. Wir haben hier eine unglaubliche Vielfalt von Schlössern und Burgen und die Gärten sind um ein ganz besonders schönes Schloss herum erbaut. Für mich sind die Gärten der zentrale Anziehungspunkt, nicht nur Merans, sondern von ganz Südtirol.“
Alex Meister, Direktor der Meraner Kurverwaltung: „Für mich sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff als Einheit zu sehen mit dem Touriseum. Beides zusammen ist alles andere als ein Schlechtwetterprogramm für Tage, an denen man nicht wandern kann. Also kein „oder“ sondern ein „und“!! Ich freue mich über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung und kann nur sagen: auf die nächsten zehn Jahre!“
Eine große Herausforderung
Die Planung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff aus der Sicht des Hobby-Botanikers und Bauingenieurs Manfred Ebner.
Durch die Freundschaft mit dem genialen Meraner Botanikliebhaber und Gartengestalter Karl Ludwig Honeck wurde ich in viele Geheimnisse der Botanik mit besonderem Bezug zur exotischen Vegetation und dem Klima im Meraner Becken eingeweiht. Bei Gartenbesuchen, durch intensives Studium und auf Reisen habe ich mir mein Wissen über Gartengestaltung und die hiesigen winterharten Pflanzen angeeignet. Die Chance, einen vollkommen neuen botanischen Garten zu planen, war die größte und schönste Herausforderung, die mir als Planer geboten werden konnte. Meine langjährige Erfahrung in der Planung
und Bauleitung im Bauwesen konnte ich nun mit der Botanik verbinden. Dabei standen für mich immer die Pflanzen, das neu zu gestaltende Terrain und der Blick auf die umliegende Landschaft im Vordergrund. Ziel der Planung war es, eine große pflanzliche Vielfalt in ein wunderschönes Gelände mit über 100 Metern Höhenunterschied rund um das Schloss zu gruppieren. Neu angelegte Wege würden von einem Gartenbereich in den anderen führen, wobei der Blick der Besucher durch die Wegführung und durch den Rahmen der Bepflanzung immer wieder gezielt auf ausgewählte landschaftliche Höhepunkte gelenkt werden sollte. Von Porphyr eingefasste Erdwege und die filigranen Stahlkonstruktionen der Geländer, Brücken
Judith Wade, Geschäftsführerin von Grandi Giardini Italiani: „Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind eingebunden in das Netzwerk „Grandi Giardini Italiani“, ein Zusammenschluss von 80 Garten- und Parkanlagen mit historischen Namen wie „Giardini di Boboli“ oder „Reggia di Caserta“. Die Tatsache, dass ein moderner, d. h. erst vor kurzem angelegter Garten sich in dieser illustren Runde befindet, spricht für sich. Und spricht vor allem für die Verwaltung und Leitung, die weitsichtig und mit großer Kompetenz in ein solch hochwertiges Projekt investiert haben und dies auch angemessen zu vermarkten wissen. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind längst eine Realität von europäischem Niveau.“
Franz Gruber, Gartenexperte und Geschäftsführer der Gärten Niederösterreichs:
„Eine äußerst gelungene Mischung zwischen botanischem Garten und gepflegtem Schaugarten. Mit unheimlich viel Liebe und Kompetenz, mit Herz und Hirn angelegt und verwaltet. Sicher einer der ersten Gärten in Europa.“
Manfred Ebner stellt sein Projekt zum botanischen Garten Bürgermeister Franz Alber (l.) und dem Landesrat für Landwirtschaft Luis Durnwalder (r.) vor.
Hans Berger
Thomas Aichner
Alex Meister
Judith Wade
Franz Gruber
Das Sissi-Vermächtnis
Meran und besonders Schloss Trauttmansdorff zählten zu den bevorzugten Reisedestinationen der reiselustigen Kaiserin Elisabeth von Österreich. Ihr verdankt Meran auch den ausgezeichneten Ruf als Kurstadt. Die Gärten, das Schloss und die Stadt Meran bewahren und wertschätzen das einzigartige kulturelle Erbe der beliebten Sissi und vermitteln dies auch ihren Gästen mit großem Erfolg.
Würde sie heute durch die blühenden Gärten von Schloss Trauttmansdorff flanieren, wäre sie mit hoher Wahrscheinlichkeit entzückt über die zahllosen mit wunderbaren Pflanzen umfassten Wege, auf denen sie ihrer Leidenschaft für ausgedehnte Spaziergänge frönen könnte – und
sicherlich auch darüber, mit wie viel Aufmerksamkeit ihr geistiges Erbe hier auch heute noch respektiert und gepflegt wird. Kaiserin Elisabeth von Österreich brachte in der Tat viele Stunden in den heutigen Gärten von Schloss Trauttmansdorff zu. Zwei Mal verweilte sie zur Kur in Schloss Trauttmansdorff und ließ in den angrenzenden Ländereien „anmuthige Wege, mit Kies bestreut“ anlegen, auf denen sie gerne und häufig ihren großen Bewegungsdrang auslebte.
Blüte einer Kurstadt
Als Kaiserin Elisabeth am 16. Oktober 1870 eigentlich „in strengem Inkognito“ mit der neuen Brennerbahn anreiste, war die ganze Stadt in heller Aufruhr und begrüßte die Adelsfamilie mit großer Begeisterung. Mit ihrer
Tochter Marie-Valerie bezog sie die prunkvoll eingerichteten Räume von Schloss Trauttmansdorff. Der Hofarzt der kaiserlichen Familie hatte wegen des schlechten Gesundheitszustandes von Marie-Valerie zu einem Kuraufenthalt im wintermilden Meran geraten. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich schon bald die Nachricht, das Kind sei auf dem Weg der Besserung. Im selben Jahr noch erlebte die junge Kurstadt Meran ihren ersten, für damalige Zeiten enormen Ansturm an Wintergästen. Logis war selbst für Aristokratie und Geldadel kaum noch zu finden. Auch wenn die Kaiserin in Meran sehr zurückgezogen lebte und das Schloss und dessen nähere Umgebung kaum verließ, prägte sie mit ihrem Aufenthalt das besondere Renommee Merans und verhalf der Stadt damit zum ausgezeichneten Ruf einer Kurstadt von Welt.
Kulturelles Erbe
Die Erinnerungen an die Aufenthalte dieser ganz besonderen Persönlichkeit Kaiserin Sissi sind bis heute in ihrer Lebendigkeit ungebrochen. Auch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff wahren ihr Gedächtnis. Jener Weg, auf dem die Kaiserin „ferne ungestört vom Geräusch der Welt“ flanierte, wurde liebevoll restauriert und führt als „Sissi-Promenade“ zu einer Büste aus Bronze, die sich bei den Gästen großer Beliebtheit als Fotomotiv erfreut. Auf der Terrasse vor dem Schloss steht eine Bank aus Marmor, der „SissiThron“, den Baron von Deuster, späterer Besitzer des Schlosses, zu Ehren der Kaiserin errichten ließ. Das Touriseum, ein vergnügliches Museum zu 200 Jahren Tourismusgeschichte des Alpenraums, ist in den Räumlichkeiten des Schlosses untergebracht. In einigen der ehemaligen Gemächer der Kaiserin gedenkt eine Dauerausstellung mit Originalexponaten und modern inszenierten Hörspielen den Kuraufenthalten der Monarchin. Von Trauttmansdorff ins Zentrum von Meran führt der Sissi-Weg vorbei an
historischen Parkanlagen und prunkvollen Ansitzen, die mit den Aufenthalten der Kaiserin in Verbindung stehen. Im Zentrum der Stadt feiert dieses Jahr der Kaiserin-ElisabethPark, der zu ihren Ehren errichtet und mit einer Statue in Lebensgröße ausgestattet wurde, sein 150-jähriges Bestehen. Die Stadt Meran selbst begeht feierlich den Status der Kurstadt, der ihr vor 175 Jahren verliehen wurde. Trauttmansdorff ist auch Teil einer zu Ehren der Kaiserin errichteten europäischen Kulturroute, der SisiStraße, die an sehenswerten Schlössern vorbei und durch schöne Städte in Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien und in der Schweiz führt: Stationen, die im bewegten Leben der reisefreudigen Kaiserin wider Willen eine bedeutende Rolle gespielt haben.
Faszination Sissi
Sie war ihrer Zeit weit voraus, eine emanzipierte, eigenwillige und figurbewusste Frau. Charmant, aber unglücklich in ihrer Rolle als Kaiserin bewegte sie die Herzen der Menschen auf der gan-
zen Welt. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat auch der Film über das Leben der Kaiserin mit Romy Schneider in der Hauptrolle, der die Kinokassen rund um den Erdball klingeln ließ, zu diesem einprägsamen Bild und der großen Berühmtheit der beliebten Monarchin beigetragen.
Die Faszination ihrer Erscheinung ist bis heute ungebrochen. Seit ein paar Jahren haben die Gärten von Schloss Trauttmansdorff das geistige Erbe der Kaiserin in ihre Vermarktung einbezogen. Besonders Gäste aus dem norditalienischen Raum nehmen diese sehr kulturspezifische Ansprache seitens der Gärten sehr gerne an. Zu Zehntausenden strömen sie Jahr für Jahr auf den Spuren der Kaiserin in die „Giardini di Sissi a Castel Trauttmansdorff“ – Sissis Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff zählen mit Sicherheit zu den schönsten in Südtirol.
Mit den von uns installierten Überwachungs-, Alarm- und Brandschutzsystemen tragen auch wir dazu bei.
Sissiterrasse mit Sissibank vor dem Schloss
Therme Meran: Relaxen mitten in der Stadt
Mit einer Gesamtfläche von über 50.000 m² bietet der Thermenpark viel Platz für Entspannung und Erholung. Mit den alten, mächtigen Bäumen, den Palmen- und Rosengärten bieten die Außenbecken viel Abwechslung und Raum zum Wohlfühlen. Gemeinsam mit den Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind die Meraner Thermen ein absoluter Besuchermagnet.
Sport-Schwimmbecken, Nichtschwimmer-Becken, Kinderbecken, und der Badeparcours mit Kneippbecken, Quellbad, Strömungsbecken sowie Kalt- und Warmbecken. Attraktionen wie das unterirdische Dampfbad, der Wasserfall, die Felsgeysire sowie die Schwallduschen sind ebenfalls harmonisch in die Parkanlage integriert. Zwischen den Pools und am Seerosenteich bieten die großzügigen Sport- und Liegewiesen viel Freiraum an der frischen Luft. Diese Anlagen werden gepflegt von den Mitarbeitern der Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Das kleine Paradies inmitten der Meraner Altstadt ist bis zum 15. September täglich von 9 bis 20 Uhr zugänglich und der Innenbereich bis 22 Uhr.
Interessante Familientickets und Saisonskarten
Die individuell zugeschnittenen Eintrittskarten ermöglichen den Besuchern der Therme Meran das für ihn und seine Familie ideale Angebot auszusuchen: Im Sommer 2011 gibt es ein spezielles Angebot, welches bis zum 15. September gültig sein wird: eine Familie mit mindestens drei Personen (mindestens ein Erwachsener und ein Kind) zahlt nur 28,00 Euro für die Tageskarte, jedes weitere Kind 4,50 Euro. Das Familien-Ticket ist den ganzen Sommer über täglich gültig. Für Erwachsene kostet die Saisonskarte 420 Euro, für Kinder gibt es einen Rabatt von 50 %. Das Ziel der Therme Meran ist es, das Wohlfühlen der klei-
nen Gäste, der Gäste der Zukunft, zu garantieren. Das Motto der Sommerveranstaltungen für Kinder ist „eine Zeitreise“. Vom 2. Juli bis zum 21. August wird jedes Wochenende (Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr) ein Programm für die kleinen Gäste geboten. Das Sommerprogramm für die Kleinen endet am 27. August mit einem großen Fest von 11 bis 19 Uhr. Mit dem
Beginn der schönen Jahreszeit beginnen die verschiedenen Veranstaltungen am Thermenplatz. Insbesondere sollte man dabei die „Music & More“-Abende vom Juni bis September mit Live-Musik von 20 bis 23 Uhr ins Auge fassen. Zusätzlich zu den Veranstaltungen befindet sich am Thermenplatz, eingebettet in einem wunderschönen Bergpanorama, das Bistro.
Neues Zuhause für Schildkröten
Neue Attraktion im Thermenpark: Die Therme Meran hat eine Auffangstation für Sumpfschildkröten im Außenbereich des Thermenareals errichtet. Menschen gehen oft verantwortungslos mit Tieren um, so auch mit Schildkröten: Als kleine, niedliche Tiere werden sie verschenkt; sie wachsen jedoch schnell heran und werden dann als Belastung empfunden. „Wir wollen mit unserem Projekt des Schildkrötenteichs die Menschen sensibilisieren, diese Tiere nicht auszusetzen“, sagt Thermendirektorin Adelheid Stifter. In einem abgegrenzten, artgerechten Teich im Thermenpark finden rund 25 Tiere eine neue Heimat. Für Futter und Pflege wird die Therme Meran sorgen und aufkommen. Vor allem können Kinder viel über diese interessanten Lebewesen, die es ja schon zu Zeiten der Dinosaurier gab, lernen. Von Juli bis August findet zudem ein Zeichen- und Namenswettbewerb für Kinder statt, bei welchem die besten Zeichnungen und die besten Namensvorschläge für die Schildkrö-
ten prämiert werden. Im Beisein des Bürgermeisters von Meran, Günther Januth, dem Landesveterinärdirektor Paolo Zambotto, dem Leiter des tierärztlichen Dienstes des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Alessandro Fugatti, dem Koordinator des tierärztlichen Dienstes Meran, Franz Hintner und dem Verantwortlichen des Tierheims Sill, Giovanni Lorenzi, wurden die Schildkröten am Mittwoch, 25. Mai im Teich der Therme Meran eingesetzt.
Unser Ruheraum
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In unseren erstklassigen Häusern wird Wellfeeling groß geschrieben. Ob Sie sich auf der Sonnenterrasse die Ferienbräune holen, Ihre Lieblingslektüre „verschlingen“, meditieren oder faulenzen, sportlich aktiv oder einfach nur gemütlich einen herrlichen Sonnentag verbringen oder einen guten Tropfen verkosten. Wir bieten Ihnen immer das richtige Ambiente in reizvoller Umgebung.
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