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Radius_Energie & Umwelt_2026

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I.R.

WIRTSCHAFTSMAGAZIN

N° 06

September 2026 mediaradius.it

E N E R G I E & U M W E LT

Flüssiges Gold

Warum Wasser zur kostbarsten Ressource unserer Zukunft wird.


Foto KI-generiert

16

Aktuelles 4 Nachhaltigkeit – Kosten, die sich rechnen … 16 Wasser – Das blaue Gold

BLAUES GOLD Die Ressource Wasser im Fokus

Illustration © Shutterstock

INHALT

20

20

Rad statt Ruß

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Heizen mit Energie aus der Umwelt

EDITORIAL

28

Fragen an den Experten

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Ein Stück E-Mobilität gefällig?

Nachhaltigkeit, Energie und ­Mobilität gehören zu den großen Zukunftsthemen unserer

Projekte

Zeit. Neue Technologien, erneu-

10 Vom Biogas zum Biomethan: St. Lorenzen investiert in die Energie-Zunkunft

Mobilitätskonzepte eröffnen

30 Wasserstoff für die Kurstadt

schaft und Umwelt. In dieser

38 Gasser Logistic: Zukunft auf bestehendem aufgebaut

Ausgabe richten wir den Blick auf das „blaue Gold“ Südtirols:

40 Neue Halle für Nordpan

Wasser. Als Grundlage für

erbare Energien und innovative

Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft und Energiegewin-

Info-PR

Foto KI-generiert

RAD STATT RUSS Städte radfreundlich gestalten

32

nung ist diese Ressource von

8

Progress AG, Brixen

13

BiHcon GmbH, Bruneck

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eco center AG, Bozen

unschätzbarem Wert. Gleichzeitig zeigen wir, wie Photovoltaik, E-Mobilität, Biomethan und intelligente Energielösun-

19 Energie-Werk Prad Genossenschaft, Prad am Stilfserjoch 23

Chancen für Wirtschaft, Gesell-

gen dazu beitragen können, eine nachhaltige Zukunft zu

Würth GmbH, Neumarkt

gestalten. Die Beiträge machen

26 Alperia AG, Bozen

deutlich: Die Energiewende ist

29 Enyroof by Rabensteiner GmbH, Brixen

längst im Gange und lebt von

31

Wolftank DGM GmbH, Bozen

Innovation, Verantwortung und

37

Marx GmbH, Schlanders

dem Mut, neue Wege zu gehen.

42

Betonform GmbH, Gais

Viel Freude bei der Lektüre! Magdalena Pöder

PEFC-zertifiziert

EIN STÜCK E-MOBILITÄT GEFÄLLIG? E-Carsharing

IMPRESSUM Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen Nr. 26/01, am 27.11.2001 Chefredakteur: Elmar Pichler Rolle

Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, Recycling und kontrollierten Quellen PEFC/18-31-166

www.pefc.org

produziert nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens, Athesia Druck GmbH, UW 1492

Verwaltung: Weinbergweg 7 | 39100 Bozen

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage

Tel. 0471 081 561

und im Postversand

info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Druckauflage: 24.000 Stück

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock,

Preis: Einzelpreis 2,30 Euro, A+D: 2,90 Euro

verschiedene Privat-, Firmen- und Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der

Verkaufsleitung: Patrick Zöschg

Grafik/Layout: Melanie Vitroler

Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten.

Redaktion: Dr. Nicole D. Steiner, Edith Runer, Florian Mair, Barbara Oberlechner

Art Director: Elisa Wierer

Athesia Druck GmbH hat gemäß Art. 37 der EU-Verordnung

Lektorat: Magdalena Pöder

Werbung/Verkauf: Michael Gartner, Markus Hatzis, Siegfried Rungaldier, Isaak Lechner

Produktion: Athesia Druck Bozen

Projektleiterin: Magdalena Pöder

www.athesiadruck.com

2016/679 (GDPR) den Datenschutzbeauftragten (Data Protection Officer, DPO) ernannt. Die Kontaktaufnahme für jedes Thema in Bezug auf die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist über dpo@athesia.it möglich.


4 Nr. 6/2025

AKTUELL

NACHHALTIGKEIT KOSTEN, DIE SICH RECHNEN …

Nachhaltigkeit vor allem ein Kostenfaktor? Eine zu kurzsichtige Fragestellung. Das meint Luís André Pereira Fialho, Leiter der Forschungsgruppe Photovoltaic Energy Systems am Institut für Erneuerbare Energie von Eurac Research. Er sieht die Energiewende zunehmend auch als Frage der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit. Photovoltaik, Speicher, Elektromobilität und intelligente Energiesysteme können Unter-

nehmen nicht nur helfen, CO₂ zu reduzieren, sondern auch Energiekosten und Risiken zu senken.

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er Markt wird zunehmend von Faktoren wie Dekarbonisierung, Amortisationszeiten, ESG-Anforderungen (= Nachhaltigkeitsanforderungen in Bezug auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung), Elektrifizierung und Batteriespeichersystemen bestimmt. Die seit April 2025 von Luis Fialho geleitete Forschungs-

gruppe Photovoltaik-Systeme am Eurac Research Institut für Erneuerbare Energie befasst sich mit der Leistungsoptimierung und Zuverlässigkeit von Solartechnologien. Außerdem untersucht die Gruppe innovative Integrationen von Solartechnologien in Gebäuden, Stromnetzen und in die Landschaft. Die Wissenschaftler arbeiten dabei eng mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Südtirol sowie mit nationalen und europäischen Forschungspartnern zusammen.


Nr. 6/2025 5

Foto © Research, Martin Telser

AKTUELL

Im Fokus stehen Themen wie Photovoltaik, Energiewende und nachhaltige Regionalentwicklung. Wir haben mit Prof. Fialho darüber gesprochen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen diese Entwicklungen auf Unternehmen haben – kurz-, mittel- und langfristig. Welche Investitionen sich schon heute rechnen, wo häufig Fehlkalkulationen entstehen und warum die Energieversorgung der Zukunft eng mit regionaler Wertschöpfung verknüpft sein könnte. Radius: Hat sich Nachhaltigkeit von einem Umweltthema zu einem Wirtschaftsthema entwickelt? Stellen Investitionen in Photovoltaik, Energiespeicher oder

E-Mobilität heute einen echten Wettbewerbsvorteil für Südtiroler Unternehmen dar? Luis Fialho: Ja. Unsere Simulationsmodelle zeigen, dass Dekarbonisierungs-Technologien inzwischen zu einem bedeutenden Instrument der wirtschaftlichen Absicherung geworden sind. Für Südtiroler Unternehmen mit hohen Energiekosten und einer starken Abhängigkeit von volatilen Energiemärkten ermöglichen Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher, Betriebskosten langfristig zu stabilisieren. Die Eigenproduktion und der Eigenverbrauch von Strom schützen vor Preisschwankungen, wie sie zuletzt während der Energiekrise deutlich wurden. Auch die

DIE EIGENPRODUKTION UND DER EIGENVER­ BRAUCH VON STROM SCHÜTZEN VOR PREIS­ SCHWANKUNGEN.

Elektrifizierung von Fahrzeugflotten verringert die Abhängigkeit von internationalen fossilen Energiemärkten. Neben den direkten Einsparungen profitieren Unternehmen zudem von günstigeren Bewertungen in nachhaltigen Lieferketten und werden für ESG-orientierte Geschäftspartner in Europa attraktiver. Radius: Welche Maßnahmen bieten derzeit das optimale Verhältnis zwischen Investition und wirtschaftlichem Nutzen? Gibt es typische Amortisationszeiten für Photovoltaik- oder Speichersysteme? L. Fialho: Photovoltaik auf Dächern bleibt der wirtschaftlich attraktivste Einstieg in die Energiewende. Unter den aktuellen Marktbedingungen in


6 Nr. 6/2025

AKTUELL

verursacht zweifellos administrativen Aufwand. Nachhaltigkeit ausschließlich als Kostenfaktor zu betrachten, greift jedoch zu kurz. Die eigentlichen wirtschaftlichen Vorteile liegen in drei Bereichen: ·  Senkung der Betriebskosten: geringere Ausgaben für Strom, Wärme und Treibstoffe. · Besserer Zugang zu Kapital: Banken und Investoren knüpfen Finanzierungen zunehmend an Nachhaltigkeitskriterien. Unternehmen profitieren von günstigeren Finanzierungsmöglichkeiten wie Green Loans oder Sustainability-linked Loans. · Risiko-Minimierung: Nachhaltige Unternehmen sind besser gegen steigende CO2-Kosten und die Unsicherheiten internationaler Energiemärkte abgesichert.

larstrom. Moderne Speichersysteme schaffen Mehrwert durch eine Kombination verschiedener Funktionen: Sie reduzieren Lastspitzen, dienen als unterbrechungsfreie Stromversorgung, vermeiden teure Netzausbauten und ermöglichen etwa die Integration von Schnell-Ladestationen oder Wärmepumpen. Radius: Viele Unternehmer sehen Nachhaltigkeit vor allem als Kostenfaktor, der durch ESG-Vorgaben und Berichtspflichten entsteht. Wie zutreffend ist diese Wahrnehmung, und wo liegen die herausragenden wirtschaftlichen Vorteile? L. Fialho: Die Erfüllung von ESGAnforderungen und Berichtspflichten

Foto © Research, Andre De Giovanni

Südtirol amortisieren sich gewerbliche PV-Anlagen in der Regel innerhalb von fünf bis acht Jahren. Die Lebensdauer der Module liegt dagegen bei mehr als 25 bis 30 Jahren. Besonders vielversprechend sind neue Anwendungen wie Agri-Photovoltaik, bei der landwirtschaftliche Nutzung und Stromproduktion kombiniert werden, oder schwimmende Photovoltaikanlagen auf künstlichen Wasserreservoirs. Da hierfür bereits genutzte Flächen eingesetzt werden, entstehen keine Zusatzkosten für den Erwerb. Batteriespeichersysteme weisen meist längere Amortisationszeiten von acht bis zwölf Jahren auf. Ihre Wirtschaftlichkeit beruht heute jedoch nicht mehr allein auf der Speicherung von So-

Radius: In Ihren Energieszenarien für Südtirol spielt die lokale Wertschöpfung eine wichtige Rolle. Wie kann die Energiewende die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärken? L. Fialho: Unsere Energieszenarien für Südtirol zeigen, dass jedes Jahr Hunderte Millionen Euro für den Import fossiler Energieträger aus der Region abfließen. Investieren Unternehmen dagegen in Photovoltaik, Wärmepumpen oder intelligente

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AKTUELL

Energienetze, fließt ein beträchtlicher Teil dieser Mittel an lokale Planungsbüros, Installationsbetriebe, Handwerksunternehmen und Energiegemeinschaften. Dadurch bleibt die Wertschöpfung in der Region, lokale Lieferketten werden gestärkt, technisches Know-how wird aufgebaut und die Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Energiekrisen wird erhöht. Radius: Welche Fehler machen Unternehmen in dieser Hinsicht am häufigsten? L. Fialho: Ein häufiger Fehler besteht darin, einzelne Maßnahmen isoliert zu betrachten. Oft werden Photovoltaikanlagen installiert, ohne gleichzeitig den Energieverbrauch zu optimieren, die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte mitzudenken oder Wärme- und Stromsysteme intelligent miteinander zu verknüpfen. Ebenso werden Anlagen häufig auf maximale Stromeinspeisung statt auf einen möglichst hohen Eigenverbrauch ausgelegt. Radius: Welche Investitionen werden nach ihrem Dafürhalten in den nächsten fünf bis zehn Jahren strategisch besonders relevant sein? L. Fialho: Der bedeutendste wirtschaftliche Nutzen wird künftig aus der intelligenten Vernetzung verschiedener Energiesysteme entstehen. Eine

Schlüsselrolle spielen dabei SmartEnergy-Management-Systeme (EMS), die Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Gebäudetechnik und das Laden von Elektrofahrzeugen dynamisch aufeinander abstimmen. Zudem werden Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EEG) Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen, überschüssigen Strom lokal zu teilen und zu vermarkten. Aus einem Kostenfaktor kann so eine zusätzliche Einnahmequelle werden. Großes Potenzial bieten darüber hinaus neue Photovoltaik-Anwendungen wie Agri-Photovoltaik und schwimmende PV-Anlagen. Sie ermöglichen es Unternehmen, bisher wenig genutzte Flächen – etwa landwirtschaftliche Areale oder künstlichen Wasserreservoirs – für die Energieerzeugung zu nutzen und ihre

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PROF. LUIS ANDRÉ PEREIRA FIALHO stammt aus Portugal und leitet seit April 2025 die Forschungsgruppe „Photovoltaik-Systeme“ am Eurac Research Institut für Erneuerbare Energie in Bozen. Zuvor koordinierte er die damals umfangreichste portugiesische Forschungsgruppe im Bereich Photovoltaik. Gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn zog er 2025 nach Südtirol. An seiner neuen Heimat schätzt er besonders die hohe Lebensquali-

PHOTOVOLTAIK AUF DÄCHERN BLEIBT DER WIRTSCHAFTLICH ATTRAKTIVSTE EINSTIEG IN DIE ENERGIEWENDE.

tät, die ausgeprägte Innovationskultur und das klare Bekenntnis zu Nachhaltigkeit. In der Eurac hingegen hat er ein Forschungsumfeld vorgefunden, das zu den führenden Europas im Bereich Photovoltaik zählt. Es ist nicht nur weltweit vernetzt, sondern arbeitet gleichzeitig eng mit Unternehmen und öffentlichen Akteuren der Region zusammen.

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PHOTOVOLTAIK - DIE ENERGIE DER SONNE IST UNERSCHÖPFLICH Mit über 20 Jahren Erfahrung sind wir auf gewerbliche Photovoltaikanlagen von 100 kWp bis 10 MWp spezialisiert. Ob Dach-, Freilandanlagen oder Carports – wir planen, dimensionieren und realisieren Ihre Anlage von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme. ELPO GMBH • Alfred-Amonn-Straße 5 • 39031 Bruneck BZ • Tel. +39 0474 570 700 • info@elpo.eu • www.elpo.eu

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Fotos © Nicola Colella

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Moderne Wohnarchitektur mit Betonfertigteilen Das 20-stöckige Hochhaus Torre Parko in Saronno vereint Architektur und Natur zu einem fließenden Wohnraum und setzt mit dem innovativen Green Code Bausystem neue urbane Maßstäbe, realisiert mit Betonfertigteilen der ­PROGRESS AG.

M

it Torre Parko entsteht in Saronno, unweit von Mailand, ein neues architektonisches Wahrzeichen. Das 74 Meter hohe Wohngebäude mit 20 Stockwerken ist erdbebensicher gebaut und Teil eines umfassenden Masterplans zur städtebaulichen Aufwertung des Quartiers. Der Baukörper erzeugt eine direkte Verbindung zwischen Gebäude und Park, während in den oberen Etagen bepflanzte Bereiche als natürlicher Filter zwischen Innen und Außen wirken. Photovoltaik, Geothermie und der Einsatz umweltfreundlicher, wiederverwertbarer Materialien runden das nachhaltige Gesamtkonzept des Gebäudes ab. Torre Parko interpretiert das Wohnen als offenen, flexibel nutzbaren Lebensraum. Betonfertigteile als Gestaltungselement

Für Fassade und Tragstruktur setzt Torre Parko auf innovative Green Code Betonfertigteile. Die Außenwand besteht aus der

Green Code Thermowand Plus® mit einer Wandstärke von 4550 cm. Der U-Wert von 0,23 W/m²K trägt zu den Anforderungen für die Energieeffizienzklasse A bei. Für die Fassadengestaltung wird die Matrize Naab verwendet, die dem Gebäude seine charakteristische Tiefe verleiht. Die Elemente integrieren bereits Dämmung und feuerfeste Isolierpaneele und sorgen so für ein optimiertes energetisches und bauphysikalisches Gesamtpaket. Die vollständige interne Projektplanung der PROGRESS AG gewährleistet dabei höchste Präzision und eine verbesserte technische Lösung für Fassade und Struktur. Industrielle Vorfertigung mit dem Green Code Bausystem

Die industriell und statisch gefertigten Green Code Betonelemente integrieren Dämmung, Heizung, Kühlung, Lüftung, Akustik und Beleuchtung. Damit übernehmen sie weit mehr als eine tragende Funktion. Die Vorfertigung im Werk ermöglicht verkürzte Bauzeiten um bis zu 40% und eine saubere, präzise Montage mit bis zu 60% weniger Personal auf der Baustelle. Mit dem Projekt Torre Parko zeigt die PROGRESS AG eindrucksvoll, wie moderne Fertigteiltechnologie architektonischen Anspruch, Effizienz und Nachhaltigkeit in Einklang bringt.


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BIOENERGIE, ST. LORENZEN

Mit einer umfassend modernisierten Anlage am Kniepass beschreitet die BioenergieGenossenschaft St. Lorenzen neue Wege. Statt Strom steht nun die Produktion von hochwertigem Biomethan im Mittelpunkt.

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ie Bioenergie-Genossenschaft St. Lorenzen hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Nach dem Baustart im Dezember 2024 konnte die modernisierte Anlage Anfang 2026 offiziell den Betrieb aufnehmen. Unter der Leitung von Obmann Viktor Wierer und seinem Team wurde das bestehende Werk umfassend erweitert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Ziel des Projekts war es, die Effizienz deutlich zu steigern und die Produktion von elektrischer Energie schrittweise durch die Erzeugung von Biomethan zu ersetzen Die ursprüngliche Biogasanlage produziert bereits seit 2008 erneuerbare Energie. Mit Blick auf die zukünftigen Anforderungen des Energiemarktes wurde jedoch früh erkannt, dass eine Weiterentwicklung notwendig sein würde. Zusätzlichen Rü-

ckenwind erhielt das Vorhaben durch das italienische Ministerialdekret vom 15. September 2022, das die Rahmenbedingungen für die Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz festlegte. Erste Projektideen gab es bereits im Jahr 2019, für die Umsetzung wartete man jedoch bewusst auf den richtigen Zeitpunkt. Energie aus regionalen Kreisläufen

Nachhaltigkeit steht im Zentrum des gesamten Anlagenkonzepts. Anders als viele vergleichbare Betriebe im Ausland setzt die Genossenschaft nicht auf eigens angebaute Energiepflanzen wie Mais oder Gras. Mehr als 90 Prozent der eingesetzten Substrate stammen aus der heimischen Landwirtschaft und bestehen aus Gülle, Mist und Jauche. Ergänzt werden diese durch pflanzliche Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion, beispielsweise nicht vermarktungsfähige Kartoffeln oder Rote Beete. Täglich werden zwischen 150 und 200 Tonnen dieser Rohstoffe in die Anlage eingebracht. Mikroorganismen zersetzen das organische Material und erzeugen dabei Biogas. In einem modernen Auf-

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Nr. 6/2025 11


12 Nr. 6/2025

BIOENERGIE, ST. LORENZEN

bereitungsprozess wird das Rohgas anschließend gereinigt und über spezielle Membranen gefiltert. Der Methangehalt steigt dabei von rund 55 Prozent auf über 98 Prozent. Gleichzeitig werden Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und Ammoniak entfernt. Das fertige Biomethan kann direkt ins öffentliche Gasnetz eingespeist werden. Zu den Abnehmern zählt unter anderem Dolomites Milk (Loacker) in Vintl, wo das erneuerbare Gas zur nachhaltigeren Gestaltung der Produktion genutzt wird. Moderne Technik für maximale Effizienz

Mit der Erweiterung wurden zahlreiche Anlagenbereiche neu errichtet beziehungsweise ausgebaut. Herzstück der Modernisierung ist die neue Gasaufbereitungsanlage. Hinzu kommen ein erweitertes Gärrestelager sowie eine eigene Energiezentrale. Diese umfasst ein Blockheizkraftwerk mit 250 Kilowatt Leistung, eine Photovoltaikanlage mit 210 Kilowatt sowie eine Hackschnitzelanlage mit 450 Kilowatt thermischer Leistung. Die zusätzliche

Wärmeversorgung wurde notwendig, weil bei der Biomethanproduktion keine überschüssige Prozesswärme mehr anfällt. Die benötigte Wärme wird nun gezielt erzeugt, um die Fermenter konstant auf Betriebstemperatur zu halten. Vorreiterrolle in Südtirol

Die Umsetzung des Projekts war mit einigen Herausforderungen verbunden. Insbesondere die laufenden Anpassungen gesetzlicher Vorgaben verlangten von den Verantwortlichen ein hohes Maß an Flexibilität. Gleichzeitig gab es in Italien nur wenige vergleichbare Referenzanlagen, weshalb vielerorts Neuland betreten wurde. Heute läuft die Anlage nahezu im Vollbetrieb und gilt als Vorzeigeprojekt für die Region. Ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts ist dabei die Verwertung der Gärreste. Die vergorene Gülle wird den Mitgliedsbetrieben wieder zur Verfügung gestellt und mithilfe spezieller Ausbringtechnik direkt in den Boden eingebracht. Dadurch können Emis-

Regelungs- und Steuerungstechnik Schaltschrankbau/Elektroanlage Heizungs-, Lüftungs- und Schwimmbadtechnik Geprüfte Heizkesselwärter Automation Handwerkerzone 32 | Ehrenburg/Kiens | T. +39 0474/564105 | M. +39 348/2659185 | info@harrasser.it | www.harrasser.it


BIOENERGIE, ST. LORENZEN

sionen deutlich reduziert werden. Zudem stehen die enthaltenen Nährstoffe den Pflanzen schneller zur Verfügung und die Geruchsbelastung fällt wesentlich geringer aus als bei unbehandelter Gülle. Nachhaltig aufgestellt für kommende Generationen

Nr. 6/2025 13

innovative Technik und nachhaltiges Wirtschaften erfolgreich miteinander verbunden werden können. Sie ist damit nicht nur ein wichtiger Energielieferant, sondern auch ein starkes Zukunftsmodell für die Landwirtschaft und die Energieversorgung in Südtirol.

Auch aus klimapolitischer Sicht setzt die Anlage Maßstäbe. Durch den hohen Anteil an Wirtschaftsdüngern erreicht sie rechnerisch nicht nur eine CO2-neutrale, sondern sogar eine CO2-negative Bilanz. Das bedeutet, dass insgesamt mehr Treibhausgase eingespart als verursacht werden. Dieser Umstand spielte auch bei der jüngsten Zertifizierung eine wesentliche Rolle. Für die Zukunft plant die Genossenschaft bereits weitere Optimierungen. So wird unter anderem über den Bau zusätzlicher Feldlager nachgedacht, um Logistik und Lagerkapazitäten weiter zu verbessern. Darüber hinaus möchte man emissionsmindernde Technologien in der Landwirtschaft aktiv vorantreiben und deren Einsatz stärker fördern. Die modernisierte Biomethananlage in St. Lorenzen zeigt eindrucksvoll, wie regionale Kreisläufe, Anzeige

Stroh – eine neue Chance für die Energiewende Jedes Jahr entstehen in der Landwirtschaft ­große Mengen an Stroh. Was häufig als Nebenprodukt betrachtet wird, kann mit den richtigen Technologien zu einer bedeutsamen Ressource für die erneuerbare Energiegewinnung werden.

Vahrn, tätig. Unter der Leitung von CEO Michael Niederbacher entwickelt das Unternehmen innovative Technologien für Biogas- und Biomethananlagen.

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Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt in Grottole (Matera). Die Anlage wurde für den Einsatz von mehr als 10.000 Tonnen Stroh pro Jahr ausgelegt. Mit der patentierten SpritzMix®-Technologie wird die Biomasse effizienter durchmischt, die Prozessstabilität verbessert und die Nutzung landwirtschaftlicher Ressourcen optimiert. Das Projekt zeigt, wie Innovation, technisches Know-how und die Zusammenarbeit mit dem Territorium dazu beitragen können, landwirtschaftliche Nebenprodukte in eine nachhaltige Energiequelle zu verwandeln.

ie Nutzung von Stroh zählt heute zu den spannendsten Herausforderungen im Biomethansektor, da diese Biomasse besondere Anforderungen an Technik und Prozessführung stellt. In diesem Bereich ist BiHcon GmbH, ein Südtiroler Unternehmen mit Hauptsitz in Bruneck und operativem Standort in

Ein innovatives Projekt in Süditalien

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Fotos © Luca Mich

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Saubereres Wasser: eco center testet eine neue Behandlung

Die Kläranlage Tramin

In der Kläranlage Tramin hat eco center eine Versuchsreihe gestartet, um die Qualität der gereinigten Abwässer noch weiter zu verbessern. Installiert wurde eine Pilotanlage, um das so genannte „vierte Abwasserreinigungsstadium“, eine zusätzliche Phase zur Beseitigung der Mikroschadstoffe, zu untersuchen.

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ie neuen europäischen Vorschriften über die Behandlung der kommunalen Abwässer verlangen von den bedeutenderen Kläranlagen, binnen 2045 auch die so genannten Mikroschadstoffe in erheblicher Weise zu reduzieren. Diese Mikroschadstoffe entweichen derzeit den herkömmlichen

Die Pilotanlage

Abwasserreinigungsbehandlungen. Im Südtirol haben die Vorschriften ein paar Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität des Großen Kalterer Grabens vorgesehen, der durch eine begrenzte und von der Landwirtschaft beeinflusste Durchflussmenge gekennzeichnet ist. Unter diesen Maßnahmen ist die Anwendung eines vierten Reinigungsstadiums vorgesehen, um die Auswirkungen des Abflusses der Kläranlage Tramin auf den Graben noch weiter zu verringern. Um diesen neuen Vorschriften zu entsprechen, hat eco center Anfang Oktober 2025 in der Kläranlage Tramin eine Pilotanlage installiert, um das so genannte „vierte Reinigungsstadium“ zu testen. Ziel des Experimentes ist es, die erforderlichen Daten zu sammeln, um die Ausmaße einer realen Kläranlage korrekt zu

Die Aktivkohle


Nr. 5/2026 15

bestimmen. Außerdem sollen durch das Experiment Informationen gewonnen werden, um Erfahrungen über den Wirkungsgrad dieser Behandlungsphase zu sammeln, die das eco center in seinen zentralen Kläranlagen einführen muss.

KLÄRANLAGE TRAMIN

Was sind Mikroschadstoffe?

Kapazität

Mikroschadstoffe sind Substanzen, die in der Umwelt in sehr niedrigen Konzentrationen vorhanden sind, aber lange dort verbleiben können. Dies liegt daran, dass sie sich sehr langsam abbauen und sich auch in erheblicher Entfernung von den Örtlichkeiten befinden können, an denen sie freigesetzt werden. Sie umfassen viele Arten von Schadstoffen. Viele dieser Mikroschadstoffe sind Gegenstand von relativ rezenten Studien und es sind noch keine vollständigen Informationsmaterialien über die Auswirkungen ihres Vorhandenseins in den Ökosystemen verfügbar. In Wasserökosystemen können sie Auswirkungen auf Lebewesen, insbesondere auf die empfindlichsten Arten, haben und in einigen Fällen können sie mit elementaren Prozessen, wie der Photosynthese der Wasserpflanzen, interferieren. Außerdem können sie sich fortschreitend in den im Wasser lebenden Lebewesen ansammeln und über die Nahrungskette bis zum Menschen gelangen. Andere in den Boden freigesetzte Mikroschadstoffe können in die tieferen Erdbodenschichten sickern und das Grundwasser erreichen. Bei der Versuchsreihe von Tramin wurden drei Hauptgruppen von Mikroschadstoffen in Betracht gezogen: Pharmaka, perund polyfluoroalchilische Substanzen (PFAS) und Pestizide.

138.000 Einwohnergleichwerte

Die Pilotanlage

Die Pilotanlage kombiniert in Reihenschaltung zwei fortgeschrittene Technologien für die Beseitigung von Mikroschadstoffen: die chemische Oxidation mit Ozon und die Adsorption durch Aktivkohle. Eine Pumpe entnimmt eine kleine Menge des geklärten Abwassers kurz vor dem Abfluss in den Großen Kalterer Graben und leitet es zur Pilotanlage. Der Behandlungsprozess wickelt sich in drei Phasen ab. Das Abwasser dringt durch einen Filter, der die noch vorhandenen Feststoffpartikel beseitigt. Anschließend fließt das Wasser in die Ozonbehälter, wo der Prozess der chemischen Oxidation dazu beiträgt, zahlreiche Schadstoffe abzubauen. Schließlich läuft das Abwasser durch Aktivkohlefilter, welche die noch vorhandenen Stoffe dank des Adsorptionsprozesses zurückhalten. Am Ende der Behandlung wird das Wasser wieder in den Abfluss der Kläranlage geleitet. Erste Ergebnisse

Die bisherigen Analysen belegen, dass die Pilotanlage die untersuchten Mikroschadstoffe wirksam beseitigt und so die Qualität des behandelten Wassers merklich verbessern kann, sodass sie den durch die Normen festgelegten Anforderungen entspricht. Gereinigte Abwässer mit diesen Merkmalen könnten den europäischen Vorschriften über die Wiederverwendung des Wassers entsprechen und eine nachhaltigere Handhabung der Wasserressourcen fördern.

Angeschlossene Gemeinden Kaltern, Tramin, Auer, Neumarkt, Montan, Truden, Aldein, Pfatten Gereinigte Abwässer (2025) 3 Mio. m3 Durchschnittliche Abbauwerte (2025) 98% Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB₅) 96% Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) 97% Stickstoff, gesamt (Ntot) 96% Phosphor, gesamt (Ptot)

Ein anderer Pluspunkt ist die operative Flexibilität der Anlage: Die beiden Behandlungen können nämlich zusammen oder abwechselnd verwendet werden, unter Anpassung an die verschiedenen Behandlungserfordernisse und an die Merkmale des zu behandelnden Abwassers. Man muss freilich bedenken, dass die erzielten Ergebnisse aus einer Pilotanlage stammen und somit bei Anlagen mit realen Ausmaßen bestätigt werden müssen. Mit Sorgfalt abzuwägen sind die Führungskosten, die mit dem Verlauf der Energiepreise und der Preise der bei der Behandlung verwendeten Materialien zusammenhängen. Zu berücksichtigen sind auch die hohen Energieverbräuche dieser Prozesse, ein Aspekt, der mit den Zielen der Energieeffizienz und Klimaneutralität, die von den neuen europäischen Vorschriften gefördert werden, in Konflikt geraten könnte. Zukunftsperspektive

Diese Versuchsreihe wird bis Oktober dieses Jahres fortgesetzt. Es ist aber wichtig, weiterzumachen, um weitere Daten zu sammeln und zu analysieren und ein möglichst vollständiges Bild im Hinblick auf die Konstruktion einer quaternären Behandlung auf Kläranlagenebene zu gewinnen. Die Herausforderung der nächsten Jahre wird gerade darin bestehen, ob man fähig ist, diese fortgeschrittenen Technologien in ein immer sorgfältigeres Kontrollsystem zu integrieren. So soll eine Handhabung der Wasserressourcen garantiert werden, die mit den künftigen Zielen bezüglich Umweltqualität und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit Schritt halten kann. eco center AG Rechtes Eisackufer 21 A | 39100 Bozen Tel. 0471 089 500 info@eco-center.it | www.eco-center.it


Foto KI-generiert

16 Nr. 6/2025

BLAUES GOLD Wie selbstverständlich drehen wir den Wasserhahn auf und das Wasser läuft. Dabei vergessen wir allzuoft, dass es sich um einen der wichtigsten Rohstoffe handelt, der nicht unbegrenzt bereitsteht. Mit den schon spürbaren Folgen des Klimawandels werden ein nachhaltiges Umdenken und eine weitsichtige Vorplanung notwendig.

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er menschliche Körper braucht mindestens 1,5 Liter Wasser täglich davon, um einwandfrei zu funktionieren. Darüber hinaus wird Wasser in vielen Bereichen unseres Alltags benötigt: im Haushalt unter anderem zum Kochen, und zum Putzen, in der Freizeit etwa zum Schwimmen oder Skifahren. Neben diesen unmittelbaren Nutzungen wird Wasser jedoch auch indirekt verwendet: in der Landwirtschaft für den Anbau von Lebensmitteln oder im Energiesektor zur Erzeugung von Strom. Doch woher kommt unser Wasser? Wie viel steht tatsächlich zur Verfügung? Wer verbraucht in Südtirol wie viel wofür? Und welche Auswirkungen hat der Klimawandel? Von den Gletschern zu den Menschen

Giacomo Bertoldi von Eurac Research erklärt,

dass das Wasser in Südtirol aus den Bergen stammt. Von Bedeutung seien die Schmelze von Schnee und Eis sowie die Niederschläge im Winter. „Das Gebirge agiert zwar als natürlicher Wasserspeicher, gleichzeitig bestehen aber lokale Engpässe“, weiß Bertoldi. Roberto Dinale vom Amt für Hydrologie und Stauanlagen stimmt dem zu, kann auf Basis der Daten aus den meteorologischen und hydrologischen Messnetzen jedoch beruhigen: Über das gesamte Jahr gerechnet gibt es in Südtirol grundFo t o: P sätzlich mehr als genug Wasser. r iv at Aus der sogenannten Wasserbilanz geht hervor, dass es sich nach Abzug von Abfluss und Verdunstung mit ungefähr 5.000 Mio. Kubikmetern an Wasser haushalten lässt. Giacomo Bertoldi Den überwiegenden Senior Researcher am Institut Anteil des Wassers befür Alpine Umwelt bei ansprucht die LandwirtEurac Research

schaft. Eingesetzt wird es vor allem für die Bewässerung und die Frostschutzberegnung. Dahinter reihen sich sonstige Entnahmen für beispielsweise Haus- und Löschwasser oder Antriebskräfte, gefolgt vom Trinkwasser sowie den industriellen Anwendungen. Den kleinsten Anteil macht die technische Beschneiung aus, die nur zu bestimmten Zeiten anfällt. „Nicht zu vergessen ist die Nutzung des Wassers für die Wasserkraft“, betont Bertoldi. Nach aktuellen Angaben der Zeitschrift des Landes Südtirol beruht nahezu 90 Prozent der regionalen Stromproduktion auf Wasserkraft. Es sind rund 1.000 Wasserkraftwerke unterschiedlicher Größe, die zusammen circa 5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Stauseen spielen eine zentrale Rolle, denn sie stellen nicht nur sicher, dass Wasser für später bevorratet wird. Sie sorgen dafür, dass sogar zu Tageszeiten genug Energie gewonnen werden kann, an denen viele Menschen so einiges


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Neue Herausforderungen an Strom gleichzeitig verVorbereitung. Klaus Unterweger von der durch die Erderwärmung brauchen. Südtiroler Agentur für Bevölkerungs„In Südtirol sind derzeit Die mittleren Jahresabflüsse schutz merkt an, dass im Allgemeinen 128 Stauanlagen mit einem der Fließgewässer haben sich alle Landesteile von wasserbedingten Stauraum von mehr als Dinale zufolge bislang Naturgefahren betroffen sein können. Roberto Dinale 5.000 Kubikmetern in nur geringfügig gewanBesonders sensibel seien aber jene BeUmweltingenieur mit Schwerpunkt Betrieb. 15 davon sind delt, die jahreszeitliche reiche, in denen viele Menschen, InfraHydrologie und Wasserwirtschaft große und 113 davon und Direktor des Südtiroler Amtes für Verlagerung hingegen strukturen und wirtschaftliche AktivitäHydrologie und Stauanlagen. sind kleine Konstrukstark. Der Hydrologe ten in Talräumen entlang von Flüssen sieht wie Eurac-Fortionen“, berichtet Diund Bächen liegen. „Südtirol verfügt über eine lange Tradinale. Konkret sind 37 Becken für die schende, dass nun in den kalten Monaten Wasserkraft da, 42 für die Bewässerung, mehr und in der heißen Sommerphase tion in der Abwehr von Naturgewalten. 41 für die Kunstschneeproduktion, sieDie zahlreichen Schutzbauten, Rückhaltendenziell weniger Wasser fließt. Die ben für die Naherholung und ein letztes Grundwasserneubildung fällt damit zutebecken und Gewässerverbauungen sodient dem historischen Interesse. „Diese nehmend auf den Winter und Frühling. wie die Gefahrenzonen- und Zivilschutzauf den ersten Blick sehr ausgewogene „Durch den zu erwartenden Temperaturpläne sind bereits Bestandteil unseres Aufteilung zwischen den diversen Nutanstieg werden wärmere Sommer, mildeSicherheitskonzepts“, sagt Unterweger. zungsarten täuscht: Betrachtet man die re Winter, geringere Schneemassen und … und zu wenig Speicherkapazitäten, zeigt sich ein deutein höheres Risiko sommerlicher Wasliches Dominieren der Wasserkraft“, unserknappheit wahrscheinlicher“, warnt Für Trockenheit lässt sich feststellen, dass terstreicht der Experte. Seiner Aussage Bertoldi. Dadurch könne die Häufigkeit sie ebenso überall auftreten kann. Unter Druck könnten jedoch speziell die innenach halten die dafür reservierten Stauvon Starkregenereignissen ansteigen, die seen 263 Millionen Kubikmeter Wasser Überschwemmungen, Muren und ralpinen und niederschlagsärmeren Fo t o: A zurück, während alle übrigen nur auf 6,5 Bergstürze begünstigen. Gebiete geraten. Schwierig wird ge nt Millionen Kubikmeter kommen. es primär dann, wenn mehr Zwischen zu viel … Neben dem Aufbau von strategischen Wasser entnommen wird, Wasserreserven haben die Stauwerke als die Natur nachliefern Dass Wasser mit Gefahnoch einen weiteren Mehrwert. Durch ren verbunden ist, ist kann. In diesem Fall können nichts Neues. Die extredie Beobachtung der Wasserstände und Nutzungskonflikte zwischen der Zu- und Abflüsse können die Wasmeren Gegenteile machen den verschiedenen Wasserversermengen überwacht und die vorhanallerdings den Umgang brauchenden entstehen. Klaus Unterweger denen Ressourcen entsprechend verteilt mit der Ressource anFür Dinale und UnterweDirektor der Agentur für werden. Außerdem lassen sich kritische spruchsvoller und erger gibt es keinen Zweifel Bevölkerungs­schutz der Situationen vorhersagen. fordern eine sorgfältige daran, dass die TrinkwasAutonomen Provinz Bozen. z

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serversorgung in Dürreperioden eindeutig Vorrang hat. Anschließend gilt es, die Wasserbewirtschaftungsplanung zusammen mit den bestehenden Konzessionen und der spezifischen Lage zu bewerten. Generell hat die landwirtschaftliche Bewässerung einen hohen Stellenwert, danach folgen industrielle und energetische Bedürfnisse. Trotz klarer Prioritäten sowie transparenter Richtlinien hält Bertoldi es dennoch nicht für realistisch, dass Auseinandersetzungen komplett ausbleiben. Um diese auf ein Minimum zu reduzieren, braucht es eine gute Governance, vorausschauendes Denken sowie wirksames Ressourcenmonitoring. Wissen, was kommt

Etabliert wurden schon Strukturen des ganzheitlichen Risikomanagements für miteinander vernetzte Partner wie Bevölkerungsschutz, Gemeinden und Einsatzorganisationen. Dazu zählen gemäß Unterweger Überwachungssysteme,

„WICHTIG IST, FRÜHZEITIG ZU REAGIEREN UND NICHT ERST ENTSCHLÜSSE ZU FASSEN, WENN BEREITS AKUTE PROBLEME VORLIEGEN“ K L AU S UN T E RW EG E R

Wetter- und Pegelmessungen, Warnungen sowie abgestimmte Alarm- und Einsatzpläne. Für die Hochwasservorhersage erstellt etwa das Amt für Hydrologie und Stauanlagen zweimal täglich Echtzeitprognosen für die nächsten drei Tage. Dreimal im Monat wird zudem an 90-Tage-Prognosen gearbeitet, um Wasserknappheit rechtzeitig zu erkennen. Entsprechend können Stauanlagen gezielt auf Hochwasserrückhaltung oder Wasserspeicherung ausgerichtet werden.

Die Investition in wissenschaftliche Forschungsprojekte soll ergänzend dazu gewährleisten, künftige Entwicklungen besser abzuschätzen. So geht es bei der Initiative NextWater_ST um ein präzises Verständnis der langfristigen Wasserverfügbarkeit und Wassernachfrage. „Wichtig ist, frühzeitig zu reagieren und nicht erst Entschlüsse zu fassen, wenn bereits akute Probleme vorliegen“, bemerkt Unterweger. Auch in einem wasserreichen Land wie Südtirol dürfe Wasser nicht als Selbstverständlichkeit eingestuft werden. Eine gemeinsame Aufgabe

Um die Folgen des Klimawandels zu begrenzen und irreversible Schäden abzumildern, braucht ein umfassendes Wassermanagement, das an die veränderten Bedingungen angepasst ist. Dafür muss in allen Bereichen angesetzt werden, ansonsten steht der Erhalt der Menge und Qualität des ober- und unterirdischen Wassers auf Dauer auf dem Spiel.

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Seit 100 Jahren Energie aus der Region – für die Region E-Werk Prad verbindet genossenschaftliche Tradition mit moderner Energie-, Wärme- und Netzinfrastruktur.

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as E-Werk Prad zählt zu den wenigen historischen Energiegenossenschaften Italiens. Stromproduktion, Verteilung und Verkauf sowie die Fernwärmeversorgung liegen innerhalb derselben Genossenschaft in einer Hand. So können lokale Energiequellen direkt vor Ort genutzt und Investitionen langfristig im Interesse der Mitglieder und der Gemeinschaft geplant werden. Eigene Wasserkraft, Photovoltaik und Hackschnitzelanlagen sowie die Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Biogasgenossenschaft bilden die Grundlage dieses regionalen Energiesystems. Seit 2012 wurde zudem eine eigene Glasfaserinfrastruktur im Gemeindegebiet aufgebaut.

Blick ins Innere des künftigen Batteriespeichers: Die erste Ausbaustufe umfasst 10 MWh Speicherkapazität bei 2,5 MW Leistung.

100 Jahre Genossenschaft – geprägt von Pioniergeist

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ng mit dieser Entwicklung verbunden bleibt Georg Wunderer. Der 2018 verstorbene langjährige Obmann war ein Vordenker der dezentralen und genossenschaftlichen Energieversorgung und prägte das E-Werk sowie den Kooperationsgedanken über Jahrzehnte weit über die Grenzen Prads hinaus. Im kommenden Jahr feiert die Genossenschaft ihr 100-jähriges Bestehen. Der Grundgedanke bleibt unverändert: Energie möglichst vor Ort erzeugen, lokale Ressourcen sinnvoll nutzen und die daraus entstehenden Vorteile der Gemeinschaft zugutekommen lassen.

erste Ausbaustufe mit 10 MWh Speicherkapazität und 2,5 MW Leistung soll voraussichtlich im November 2026 in Betrieb gehen. Das Gesamtkonzept ist bereits auf eine spätere Erweiterung auf bis zu 30 MWh ausgelegt. Der Speicher nimmt Leistungsspitzen auf und gibt die Energie zu Zeiten geringerer Netzbelastung wieder ab. Damit wird die bestehende Netzinfrastruktur besser genutzt und zusätzlicher Spielraum für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien geschaffen. Zugleich kann die Batterie entscheidende netzdienliche Funktionen übernehmen.

2025: Jahresstrombedarf erstmals aus eigener Produktion gedeckt

Fernwärme: Technologiesprung 2027

2025 konnte erstmals durch umfangreiche Ausbau- und Modernisierungsarbeiten bilanziell genügend eigener Strom erzeugt werden, um den Jahresbedarf der Mitglieder vollständig zu decken – auch während der Wintermonate. Wesentlich dazu beigetragen haben die Erneuerung des Suldenbachkraftwerks 2022 und die Modernisierung des Kraftwerks Mühlbach II 2024. Moderne Wasserkraft bleibt das Rückgrat der lokalen Stromproduktion. Batteriespeicher: ein neues Kapitel für das lokale Stromnetz

Prad wächst – und mit der Gemeinde wächst auch das Stromnetz. Vor allem die zusammenhängende Industriezone mit mittlerweile rund 12 MW installierter bzw. angeschlossener Photovoltaikleistung führt an sonnigen Tagen zu hohen Einspeisespitzen, insbesondere zur Mittagszeit. Als eines seiner innovativen Zukunftsprojekte realisiert das EWerk deshalb einen voluminösen Batteriespeicher (BESS). Die

Auch die Fernwärmeversorgung wird grundlegend weiterentwickelt. Für 2027 ist ein umfangreicher Umbau vorgesehen. Eine Absorptionswärmepumpe im Winter und eine elektrische Kompressionswärmepumpe im Sommer sollen vorhandene Energiepotenziale besser nutzen, Strom und Wärme stärker koppeln und den Hackschnitzelverbrauch deutlich reduzieren. 100 Jahre – und der Blick geht nach vorne

100 Jahre nach seiner Gründung bleibt das Grundprinzip des E-Werks Prad unverändert: lokale Ressourcen nutzen, Infrastruktur vor Ort weiterentwickeln und die daraus entstehenden Vorteile der Gemeinschaft zugutekommen lassen. Tradition und Innovation sind dabei kein Gegensatz – sondern die Grundlage für die Energieversorgung von morgen. Energie-Werk Prad Genossenschaft Kreuzweg 5 C | 39026 Prad am Stilfserjoch Tel. 0473 616 202 info@e-werk-prad.it | www.e-werk-prad.it


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AKTUELL

STATT RUß Auf der Schnellroute ins Zentrum oder vor allen motorisierten Fahrzeugen über die Ampelkreuzung oder auch in der Gegenrichtung durch die Einbahnstraße – die Radfreundlichkeit einer Stadt zeigt sich auf vielfältige Art und Weise. Die dänische Hauptstadt macht’s vor. Und Südtirols Städte, insbesondere Bozen, ziehen nach.

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aren Sie schon mal in Kopenhagen unterwegs? Dann ist Ihnen sicher eines sofort aufgefallen: Fahrräder. Überall. Die dänische Hauptstadt gilt als fahrradfreundlichste Stadt der Welt. Und das ist kein Zufall, sondern Politik – seit den 1970er-Jahren hat man hier das Rad systematisch gefördert. Rund 400 Kilometer Radwege durchziehen die Stadt, die etwas mehr Einwohner

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als Südtirol hat. Die Radwege sind durch Bordsteine vom Autoverkehr abgetrennt und breit genug für Lastenräder. An Ampeln sorgen grüne Wellen dafür, dass Radfahrende bei einer bestimmten Geschwindigkeit möglichst gar nicht stoppen müssen. Dabei helfen Bodenlichter, das richtige Tempo zu halten. Radparkplätze gibt es zur Genüge, in manchen Vierteln sogar mehr als Autoabstellplätze.

Kopenhagen macht’s vor.

Das Ergebnis dieser Maßnahmen: Kopenhagens Bürger radeln 1,2 Millionen Kilometer – täglich. Mehr als die Hälfte fahren mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule – selbst im Anzug oder mit Regenponcho, falls der Himmel, wie so oft, seine Schleusen öffnet. Radfahren ist in Dänemark nicht Sport, sondern Alltag. Man hat offensichtlich bisher nicht genug von

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Fahrradfahrenden. Denn ständig werden neue Verbesserungen vorgenommen, wie etwa ein intelligentes Verkehrsleitsystem. Mit diesem können Fahrradstaus – auch solche gibt es in Kopenhagen zur RushHour – geschickt umfahren werden. Aber wie ist das möglich geworden? Warum klappt das in Kopenhagen, in anderen Städten aber gar nicht? Ganz einfach: weil Kopenhagen es wollte. Und zwar früh. Mit konsequenten Entscheidungen bereits ab den 1970er-Jahren wurde das Fahrrad über Jahrzehnte zum selbstverständlichen Teil der Stadtplanung. Der sogenannte „Copenhagenize“Ansatz, entwickelt von einer Kopenhagener Agentur, beschreibt es genau: Städte sind so zu gestalten, dass das Fahrrad im Mittelpunkt steht. Das Ziel: weniger Autos, mehr Lebensqualität. Bozen zieht nach

Wie sieht es nun aber in Südtirols Städten aus? Zumal im Land doch bis 2040 nahezu Klimaneutralität angestrebt wird?

An manchen Tagen, an denen sich Autoschlangen durch sämtliche Viertel der Landeshauptstadt wälzen, möchte man kaum glauben, dass auch Bozen im Hinblick auf Fahrradmobilität zu den Vorbildern gezählt wird. Zumindest in Italien. 2025 hat die Stadt zum siebten Mal in Folge die Auszeichnung „Comune Ciclabile 2025“ erhalten. Der Italienische Verband der Fahrradfreunde (Federazione Italiana Ambiente e Bicicletta – FIAB) zeichnet damit Gemeinden aus, die in den Radverkehr investieren – von neuen Radwegen bis zu innovativen Mobilitätskonzepten. Und tatsächlich weist Bozen erhebliche Anstrengungen im Hinblick auf Fahrräder auf. Schon seit den 1980er-Jahren, als das Auto noch der König unter den Verkehrsmitteln war, wird am Radwegenetz gearbeitet. Langsam zwar, aber stetig. Wer selten in Bozen ist, dem fallen bei einem Besuch nach längerer Zeit oft die engen gewordenen Straßen oder die versetzt parkenden Autos auf – nicht

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selten ein Nebeneffekt neuer Radwege. 2020 zählte das Netz rund 27 Kilometer, der Radverkehrsanteil lag bei 26 Prozent. Zum Vergleich: Zwei Jahrzehnte zuvor waren es gerade mal 17 Prozent gewesen. Langfristig peilt die Stadt einen Anteil von 34 Prozent an. Auch die anderen größeren Städte Meran, Brixen und Bruneck setzen aufs Rad – mit Initiativen wie „E-Bike2Work“ oder dem Ausbau von Radwegen. Wie in Bozen gestaltet sich die Verwirklichung vor allem in den Zentren schwierig. Dort, wo in engen Gassen Autoverkehr zulässig ist, bleibt für Fußgänger und erst recht für Radfahrende kaum Platz. Doch die Stadtregierungen haben die Notwendigkeit zumindest erkannt. Sicherheit geht vor

Radwege allein reichen aber nicht, um attraktiv zu sein. Immer wieder zeigen Unfälle, wie essenziell auch das Thema Sicherheit ist. Gerade für Radler – denn sie sind bei einem Crash besonders

STÄDTE SIND SO ZU GESTALTEN, DASS DAS FAHRRAD IM MITTEL­ PUNKT STEHT – GLEICH­ BERECHTIGT MIT FUSS­ GÄNGERN UND DEM UNVERMEIDLICHEN MO­ TORISIERTEN ­VERKEHR.

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verletzlich und mitunter auch ziemlich verwegen unterwegs. Wo ließe sich da ansetzen? Getrennte Ampelschaltungen für Autos und Radfahrende wären etwa ein Ansatz. Will heißen: Während Autofahrende noch Rot haben, dürfen Radler – und nur sie – auf ihrer Spur schon über die Kreuzung fahren. Wenn diese Lösung scheitert, könnten vorgezogene Haltelinien für Radfahrende an Kreuzungen für mehr Sicherheit sorgen. Sie starten so bei Grün als Erste und werden außerdem beim Linksabbiegen nicht übersehen. Die Einführung von Fahrradstraßen, wo das Fahrrad grundsätzlich Vorfahrt vor dem Auto hat, kann ebenfalls zur Sicherheit beitragen. Schutz vor Diebstahl

Neben der Sicherheit der Fahrenden spielt aber auch der Schutz der Fahrräder eine Rolle. Die Realität ist leider die: Wer sein Rad irgendwo in der Stadt abstellt – auch mit Schloss –, muss mit Diebstahl

AKTUELL

rechnen. Wirklich sicher ist es meist nur in einer sogenannten Fahrradbox aus Metall. In Südtirol gibt’s solche Boxen inzwischen an vielen Bus- und Bahnhaltestellen. Doch auch die fahrradfreundlichste Stadt, Kopenhagen, kämpft mit

EINE STADT MIT ­MANGELHAFTEM RADWEGENETZ IST SEIT DEM AUFKOM­ MEN DER E-BIKES UNATTRAKTIV FÜR BEWOHNER, TOURIS­ TEN UND BESUCHER.

Diebstahl. Tausende Räder verschwinden dort jährlich – trotz GPS-Trackern und mehrfacher Schlösser. Kurz, sicher, direkt

Bleibt schließlich noch ein bedeutsames Thema im Hinblick auf Radmobilität für Städte: die Attraktivität. Wenn man die Menschen vom Auto aufs Rad bringen will, müssen Radwege kurz, sicher und direkt sein. Ohne Umwege, ohne ständige Stopps. Neben abschließbaren Fahrradboxen sind moderne, hochwertige Abstellplätze – klassische Vorderradhalter zählen nicht dazu – an möglichst vielen Orten in der Stadt wichtig. Hervorragende Beleuchtung, barrierefreie Zugänge, Platz für Lastenräder oder Dreiräder für Menschen mit Einschränkungen: All das gehört zu einer hochwertigen Radinfrastruktur. Da heißt es also, noch kräftig in die Pedale treten, um im Hinblick auf Fahrradfreundlichkeit zu Kopenhagen aufzuschließen.


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„Dare to build different” Würth Italien hat 2025 seinen ersten strategischen Nachhaltigkeitsplan definiert: eine ­ESG-Roadmap, die das Engagement des Unternehmens formalisiert und klar die Richtung für die kommenden Jahre vorgibt. Der Plan legt strategische Ziele mit Zeithorizont 2033 fest, die in den drei Dimensionen Environmental, Social & Governance gegliedert und an den Leitlinien der Würth-Gruppe ausgerichtet sind.

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icola Piazza, Geschäftsführer von Würth Italien, erklärt: „Mit unserem ersten strategischen Nachhaltigkeitsplan wollten wir einer bereits in der Organisation verankerten Richtung konkrete Form geben, indem wir klare, messbare Ziele definieren, die mit der Entwicklung unseres Geschäfts im Einklang stehen. Als Unternehmen kennen wir unsere Auswirkungen und arbeiten jeden Tag daran, sie zu reduzieren: Nachhaltigkeit erfordert Weitblick, Innovation und Mut, vor allem aber die Fähigkeit, Ziele in konkrete Maßnahmen zu übersetzen und Wert für Kunden, Mitarbeitende, Lieferanten und das Gebiet zu schaffen“. Wertschöpfung für die Lieferkette

Nachhaltigkeit wird auch zu einem Service für die Kunden. Mit Würth Green Solution, der Ende 2024 gestarteten Business Unit, unterstützt Würth Italien Unternehmen bei Projekten zur Energieeffizienz, Photovoltaik, Wärmepumpen, LED-Beleuchtung und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig sieht der Plan vor, 95 % der strategischen Lieferanten anhand von Nachhaltigkeitskriterien zu bewerten. Dieses Engagement wird durch ein integriertes Managementsystem gestützt, das

nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 zertifiziert ist. Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft

Der Nachhaltigkeitsplan umfasst zudem Initiativen zum Schutz der Biodiversität. Ein Beispiel ist das Projekt Foresta Würth Wald, das 2025 die Marke von 25.000 gepflanzten Bäumen erreichte und damit eine geschätzte CO2 Bindung von über 560 Tonnen ermöglicht. Auch die soziale Verantwortung ist ein wichtiger Bestandteil des Engagements. Würth Italien unterstützt unter anderem Organisationen wie Special Olympics sowie weitere gemeinnützige Einrichtungen. Unter den besten 2 % weltweit laut EcoVadis

Als Bestätigung des eingeschlagenen Weges erhielt Würth Italien die EcoVadis-Goldmedaille und erzielte 85 von 100 Punkten, womit sich das Unternehmen unter den besten 2 % der weltweit bewerteten Unternehmen positioniert. Darüber hinaus nähert sich Würth Italien schrittweise den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) an. In diesem Zusammenhang wurde erstmals eine freiwillige doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, um die wichtigsten Themen für Unternehmen, Umwelt und Stakeholder noch gezielter zu identifizieren und zu priorisieren. „Mit seinem ersten strategischen Nachhaltigkeitsplan bekräftigt Würth Italien den Anspruch, ökologische und soziale Herausforderungen aktiv anzugehen und Nachhaltigkeit zu einem konkreten Hebel für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gemeinsame Wertschöpfung zu machen“, erklärt Harald Santer, Geschäftsführer Vertrieb von Würth Italien. Weitere Infos unter www.wuerth.it


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Steigende Energiekosten, der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und der Klimaschutz haben die Wärmepumpe in den vergangenen Jahren zu einem der gefragtesten Heizsysteme gemacht. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich beim Neubau oder bei einer Sanierung für diese Technologie. Doch wie funktioniert eine Wärmepumpe eigentlich und für wen lohnt sich der Umstieg?

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ine Wärmepumpe nutzt die in der Luft, im Erdreich oder im Grundwasser gespeicherte Umweltwärme und macht sie für das Heizen und die Warmwasserbereitung nutzbar. Dafür benötigt sie Strom, erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom aber ein Mehrfaches an Heizenergie. Dadurch arbeitet sie deutlich effizienter als klassische Heizsysteme, die auf fossile Brennstoffe angewiesen sind.

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Am weitesten verbreitet sind Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie entziehen der Außenluft Wärme und sind vergleichsweise einfach zu installieren, da keine Bohrungen erforderlich sind. Erd- und Grundwasserwärmepumpen gelten als besonders effizient, benötigen jedoch entsprechende Voraussetzungen und höhere Anfangsinvestitionen. Ein großer Vorteil der Technologie besteht darin, dass sie auch bei niedrigen Außentemperaturen zuverlässig arbeitet. Besonders effizient ist eine Wärmepumpe in Gebäuden mit guter Wärmedämmung und Niedertemperatur-Heizsystemen wie Fußboden- oder Wandheizungen. Moderne Geräte können zudem im Sommer zur Kühlung der Wohnräume eingesetzt werden.

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sorgung steigt. Wer zusätzlich einen Stromspeicher nutzt, kann den selbst produzierten Solarstrom noch effizienter verwenden. Gerade in Südtirol setzen immer mehr Haushalte auf diese Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe. Sie ermöglicht eine weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und schützt langfristig vor starken Schwankungen auf den Energiemärkten. Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen trägt gleichzeitig dazu bei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Nicht jede Lösung passt zu jedem Haus

Trotz vieler Vorteile ist die Wärmepumpe nicht automatisch die beste Lösung für jedes Gebäude. Vor allem bei älteren Häusern mit hohem Wärmebedarf kann vor einer Installation eine energetische Sanierung sinnvoll sein. Entscheidend sind eine sorgfältige Planung und die richtige Dimensionierung der Anlage. Fest steht jedoch: Die Wärmepumpe hat sich von einer Nischentechnologie zu einem wichtigen Baustein nachhaltiger Energieversorgung entwickelt. In Kombination mit erneuerbaren Energien bietet sie eine effiziente, komfortable und zukunftsfähige Möglichkeit, Wohngebäude zu beheizen und gleichzeitig den Energieverbrauch langfristig zu senken.

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Die Energiewende intelligent managen Die Energiewende entscheidet sich nicht nur beim Bau neuer Photovoltaik- oder Windkraftanlagen. Gefragt sind intelligente Systeme, die Energie erzeugen, speichern, transportieren und effizient nutzen. Für Alperia bedeutet das, gleichzeitig in erneuerbare Energien, Netzinfrastruktur, Digitalisierung, Energie­ effizienz und Innovation zu investieren. Der neue Industrieplan 2026–2028 zeigt, wie dieser Weg konkret aussehen soll.

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ange Zeit drehte sich die Diskussion rund um die Energiewende vor allem um den Ausbau erneuerbarer Energien. Heute zeigt sich jedoch: Die Herausforderung ist deutlich komplexer. Gefragt ist ein Energiesystem, das Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gleichzeitig gewährleistet. Denn der Strombedarf wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Elektromobilität, Wärmepumpen, zunehmend elektrifizierte Industrieprozesse und der wachsende Einsatz von Künstlicher Intelligenz erhöhen den Energiebedarf. Gleichzeitig müssen die CO2-Emissionen sinken und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter reduziert werden. Die Elektrifizierung gilt dabei als einer der entscheidenden Hebel, um Klimaschutz,

Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung miteinander zu verbinden. 750 Millionen Euro für die Transformation

Um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten, plant Alperia bis 2028 Investitionen von rund 750 Millionen Euro. Einen Großteil der Investitionen verwendet Alperia für die Energieproduktion. Neben der Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke treibt die Gruppe den Ausbau von Photovoltaik-, Windkraft- und Speichersystemen voran. Gleichzeitig investiert sie in das mehr als 9.400 Kilometer lange Stromnetz. Denn die Netze werden zunehmend zur tragenden Säule der Energiewende: Sie müssen zusätzliche Lasten aufnehmen, immer mehr dezentrale Erzeugungsanlagen integrieren und gleichzeitig eine sichere und zuverlässige Versorgung gewährleisten. Ergänzt werden die Investitionen durch den Ausbau von Wärme- und Energiedienstleistungen, nachhaltiger Mobilität sowie durch die Weiterentwicklung des Kundenangebots und innovativer Lösungen für mehr Energieeffizienz und die Energiewende. Erneuerbare Energien gezielt ausbauen

Die Wasserkraft bleibt das Rückgrat der Energieproduktion von Alperia. Gleichzeitig erweitert die Gruppe ihr Portfolio mit neu-


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Wetterprognosen und Umgebungsparameter, um Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen automatisch zu optimieren. So wird nur jene Energie eingesetzt, die tatsächlich benötigt wird. Die künstliche Intelligenz kann dabei die Auslastung einzelner Gebäudebereiche berücksichtigen, die notwendige Heiz- oder Kühlleistung berechnen und den Betrieb der Anlagen laufend anpassen. Die Energieversorgung der Zukunft wird nicht mehr aus voneinander getrennten Bereichen bestehen. Strom, Wärme, Mobilität und digitale Anwendungen wachsen zunehmend zusammen. Die eigentliche Herausforderung liegt deshalb nicht in einzelnen Technologien, sondern darin, unterschiedliche Systeme intelligent miteinander zu verknüpfen und optimal aufeinander abzustimmen. Wärme neu denken

en Photovoltaikanlagen, zum Beispiel in Biella (Piemont), und Windkraftprojekten, etwa in Apulien. Durch die Kombination unterschiedlicher erneuerbarer Energiequellen stärkt Alperia die Versorgungssicherheit, fördert eine nachhaltige Energieversorgung und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Innovation durch künstliche Intelligenz

Ein Beispiel für diesen Wandel ist Sybil, die von Alperia entwickelte Lösung für intelligente Anlagensteuerung und Energieeffizienz. Sie kombiniert Künstliche Intelligenz, Sensorik und Datenanalyse, um große Mengen an Betriebsdaten in Echtzeit auszuwerten und den Betrieb von Anlagen gezielt zu optimieren. Ziel ist es, Energieverbrauch, Emissionen und Kosten zu senken und gleichzeitig Komfort und Versorgungssicherheit zu erhöhen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Industrieanlagen über Fernwärmenetze bis hin zu umfangreichen Infrastrukturen wie Schulen, Sporthallen, Wohnanlagen, Gewerbegebäuden und Flughäfen. Sybil analysiert historische Verbrauchsdaten,

Neben Strom spielt auch die Wärmeversorgung eine zentrale Rolle. Alperia investiert deshalb kontinuierlich in die Erweiterung seiner Fernwärmenetze. Diese Investitionen ermöglichen es, immer mehr Haushalte und Unternehmen mit effizienter und emissionsarmer Wärme zu versorgen. Die Energiewende als Systemaufgabe

Die Energiewende ist heute vor allem eine technologische, industrielle und gesellschaftliche Herausforderung. Genau darauf setzt Alperia mit ihrem Industrieplan 2026–2028: auf erneuerbare Energien, Digitalisierung, Energieeffizienz und den Ausbau moderner Infrastrukturen. Der Erfolg wird letztlich nicht allein daran gemessen werden, wie viele neue Anlagen gebaut werden. Entscheidend ist, ein Energiesystem zu schaffen, das flexibel, resilient und intelligent funktioniert und gleichzeitig den Weg in eine Zukunft mit immer weniger fossilen Brennstoffen ermöglicht. Alperia AG Zwölfmalgreiener Straße 8 | 39100 Bozen Tel. 0471 986 111 info@alperia.eu | www.alperia.eu


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Fragen an den Experten Die Radius-Themenausgaben informieren und vermitteln zeitgemäßes Wissen in kompakter Form. In dieser Ausgabe werden spezifische Detailfragen zum übergeordneten Thema „Elektrische (Firmen-)Fahrzeuge und E-Ladesäulen“ behandelt. Franz, Meran: Ich bin Hotelier und Geschäftsführer einer diesbezüglichen GmbH. Ich habe wenig Zeit, mich im Detail mit steuerlichen Fragen zu beschäftigen, und würde gerne eine einfache Antwort auf zwei Fragen erhalten, die mich aktuell beschäftigen. Frage 1: Ich möchte einem Mitarbeiter einen Firmenwagen zur Verfügung stellen, welchen er auch privat nutzen kann. Im Internet habe ich gelesen, dass durch zusätzliche „Optionals“ nun alles teurer wird für die Beteiligten? Frage 2: E-Ladesäulen für Hotelgäste: Wie stelle ich die Ladekosten meinen Gästen korrekt in Rechnung? Philipp J. Gamper: Lieber Franz, folgend das Wichtigste kurz & knackig. Zu Frage 1: Mit der Korrekturverordnung (Dlgs. Nr. 148 vom 07.08.2026) wurden die Regelungen zur Ermittlung des Sachbezugs („Fringe Benefit“) für Firmenwagen mit Privatnutzung rückwirkend ab 1. Jänner 2026 neu geregelt. Künftig erfolgt die Berechnung grundsätzlich

auf Basis von 15.000 Jahreskilometern und den ACI-Kilometerkosten. Dabei gelten je nach Antriebsart unterschiedliche Prozentsätze: 50 % für Verbrenner sowie Mild- und Vollhybride, 20 % für Plug-in-Hybride und 10 % für Elektrofahrzeuge. Für Bestandsfahrzeuge (Überlassung zwischen 01.07.2020 und 31.12.2024) sowie bis Ende 2024 bestellte und 2025 zugewiesene Fahrzeuge bleibt die bisherige CO2-Staffelung bestehen. Diese Übergangsregelung gilt nun auch bei einer Neuzuweisung an einen anderen Mitarbeiter. Neu sind zudem zwei Zuschläge: Sonderausstattungen, die nicht in den ACI-Tabellen enthalten sind, erhöhen den Sachbezug pauschal um 5 %. Nach Ablauf von fünf Jahren ab Erstzulassung erhöht sich der ermittelte Sachbezug um weitere 50 %. Arbeitgeber sollten ihren Fuhrpark daher zeitnah überprüfen, da aufgrund der rückwirkenden Gültigkeit Anpassungen erforderlich sein können. Zu Frage 2: Seit dem Jahr 2026 sind die Betreiber von E-Ladestationen verpflichtet, über das Portal „Fatture e Corrispettivi“ der Agentur der Einnahmen die mit den Ladebuchsen verbundenen Geräte (sogenannte „Server Energia“) zu registrieren. Dies gilt für jene Fälle, bei denen der Kunde beim Ladevorgang nicht identifiziert wird (meist bei privaten Endverbrauchern). D. h.: Falls eine Rechnung (also nicht Tagesinkasso) an den Kunden ausgestellt wird, besteht keine Meldepflicht.

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Tritt der Betreiber der Ladesäule bzw. das Hotel lediglich als Eigentümer oder technischer Betreiber der Ladeinfrastruktur auf, ohne gegenüber dem Kunden als Stromlieferant aufzutreten oder ein Entgelt zu vereinnahmen, gelten die vorstehenden Regelungen gegenüber dem Kunden nicht. Die rechtliche Ausgestaltung dieser Konstellation ist derzeit allerdings noch nicht abschließend geregelt und bedarf weiterer Klarstellungen durch den Gesetzgeber. Für konkrete Informationen zu Fristen und Abwicklungsmodalitäten sollten Sie sich bei Bedarf natürlich an Ihren Steuerberater wenden.

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it einer Photovoltaik-Überdachung werden sie zu wertvollen Energieflächen mit doppeltem Nutzen. Sie erzeugen erneuerbare Energie und schaffen gleichzeitig wettergeschützte Bereiche für Fahrzeuge, Mitarbeitende, Kund:innen und Besucher:innen. Genau hier setzt Enyroof an. Das Unternehmen entwickelt und realisiert großflächige Solarüberdachungen, die Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Architektur miteinander verbinden. Kompetenz aus dem High-End-Glashausbau

Hinter Enyroof steht die Rabensteiner GmbH aus Brixen. Als einer der führenden europäischen Spezialisten für hochwertige Glas-, Aluminium- und Stahlkonstruktionen verfügt das Unternehmen über mehr als 45 Jahre Erfahrung in der Planung und Realisierung komplexer Bauwerke. Dieses Know-how aus

Keine Solarüberdachung gleicht der anderen: Standort, Nutzung, statische Anforderungen und Fundamente bestimmen die Planung jedes Projekts. Enyroof entwickelt darauf abgestimmte Lösungen und begleitet Projekte auf Wunsch bis zur schlüsselfertigen Umsetzung. Die Basis bildet das dachintegrierte, für die Überkopfverglasung zertifizierte Photovoltaiksystem. Es ist vollständig wasserdicht und ermöglicht eine effiziente Regenwassernutzung. In Kombination mit einer integrierten Ladeinfrastruktur und optionalen Speichersystemen entstehen so langlebige Lösungen, die bestehende Flächen nachhaltig aufwerten und wirtschaftliche wie ökologische Vorteile schaffen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Parkplätzen für Pkw, Lkw und Busse über Logistik- und Lagerflächen bis hin zu Parkhausdecks, Busbahnhöfen oder öffentlichen Plätzen. Alle Projekte verfolgen dasselbe Ziel: vorhandene Flächen intelligenter zu nutzen und daraus langfristigen wirtschaftlichen und ökologischen Mehrwert zu schaffen. Enyroof by Rabensteiner GmbH Julius-Durst-Straße 88 | 39042 Brixen Tel. 346 095 6953 enyroof@rabensteiner.eu | www.enyroof.com

Mehr Schutz. Mehr Energie. Mehr Wert. Großflächige Photovoltaik-Überdachungen, die bestehende Flächen wie Parkplätze, Logistikareale und Busbahnhöfe in nachhaltige Energiequellen verwandeln.

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06.08.2026 14:13:42


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H2-WASSERSTOFFTANKSTELLE MERAN

WASSERSTOFF FÜR DIE KURSTADT

Neben dem Meraner Stadtfriedhof wurde eine sasa-Wasserstofftankstelle gebaut. Mit Rücksicht auf das empfindliche Umfeld wurde eine Anlage geschaffen, die sich harmonisch in das Areal integriert. Sie steht seit Mitte 2026.

S

eit mehreren Jahren arbeitet die sasa AG daran, ihre Busflotte zu dekarbonisieren. Deshalb wurden unter anderem wasserstoffbetriebene Fahrzeuge angekauft, die emissionsfrei unterwegs sind. Ihr Einsatz erfordert eine geeignete Tankinfrastruktur, die eine zuverlässige Versorgung lokal sicherstellt. Da eine solche in Meran fehlte, wurde ihre Realisierung in Angriff genommen. Besondere Rahmenbedingungen

Für den Standort wurde ein Grundstück der Gemeinde Meran ausgewählt, das sasa gegenwärtig als Depotgelände nutzt. Zusätzlich zu den Autobussen werden dort betriebliche Einrichtungen wie Werkstatt, Waschanlage und Büroräum-

lichkeiten untergebracht. Es umfasst außerdem ein in Stahlfachwerkbauweise ausgeführtes Gebäude, das einst als Trambahnremise diente. Dessen Fassade ist charakteristisch für die Architektur der Jahrhundertwende: Glatte und raue Putzoberflächen wechseln sich ab, zudem prägen Segmentbögen und Segmentbogenfenster das Erscheinungsbild. Entsprechend steht es unter Denkmalschutz und der umliegende Bereich muss mit Respekt gestaltet werden. Dazu kommt, dass sich das Gebiet innerhalb eines Friedhofsbanngebiets befindet. Ästhetik und Funktion im Einklang

Vor diesem anspruchsvollen Hintergrund wurde das Nalser Architekturbüro

Plan_architektur mit der Konzeption der neuen Wasserstofftankstelle beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt und dem Ensembleschutz wurde nach einer sensiblen Lösung gesucht, die einen effizienten Betankungsbetrieb über einen doppelten H2-Dispenser erlaubt. Mit der Erfahrung aus früheren Projekten wurde eine Idee entwickelt, die Alt und Neu miteinander in Dialog treten lässt. Die Remise fungierte als Vorbild, weshalb sich die Materialwahl auf Ortbeton und Stahlblech konzentriert. Um die historische Optik und Haptik aufzugreifen, wurde gestockter Beton und eingefärbter Sichtbeton verwendet. Eine ergänzende, dunklere Tönung ordnet sich dem Baudenkmal bewusst unter.


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Fotos © Lucia Rose Buffa

H2-WASSERSTOFFTANKSTELLE MERAN

Die fliegenden Leichtdächer und ihre Unterkonstruktionen sind daneben mit verzinktem Stahlblech in warmem Grau und leichter Patina ausgeführt. Um die funktionalen Tankstellenelemente ebenso zurückhaltend zu positionieren, wurden sie mit Beton oder einer Verkleidung aus Blechgittern gefasst. Installiert wurden sechs Baukörper, darunter eine Trailerbox, ein vorgefertigter Kontrollraum für die H2-Kompressoren

und H2-Kompressor-Kühlsysteme, eine Kabine für Löschwasserpumpen sowie eine Zapfanlage mit H2-Lager. Eine zum Friedhof angrenzende Sicherheitsmauer sowie ein Gebäude mit Fluchttreppe sind dabei Maßnahmen, die für Sicherheit sorgen. Begrünung als Ausgleich

Die bestehende Friedhofsmauer wurde im Zuge des Eingriffs zwar teilweise er-

setzt, nimmt jedoch weiterhin Bezug auf die Gestaltungsmerkmale des ursprünglichen Bestands. Eine gezielte Begrünung soll die baulichen Veränderungen abmildern und eine ruhige Atmosphäre garantieren. Auch rund um die Tankstelle, die dieses Jahr errichtet wurde, finden sich Bepflanzungen. Finanziert wurde die Umsetzung mit Mitteln aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienz­ plan (PNRR). Anzeige

Wasserstoff für Südtirols Mobilität Die Wolftank Group ist ein Unternehmen mit über 75 Jahren Erfahrung im Bereich der Umwelt­ technologien und seit mehr als 20 Jahren im ­Wasserstoffsektor tätig. Die Gruppe hat sich auf die Entwicklung und Umstzung emissionsarmer Infrastrukturen für die urbane Mobilität spezialisiert.

I

m Jahr 2021 war das Unternehmen an der Umsetzung der ersten Wasserstofftankstelle in Bozen beteiligt, die von der SASA AG betrieben wird, und leistete damit einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung der Mobilität. Bozen und Meran setzen auf Wasserstoff

Die Tankstellen in Bozen und Meran verfügen über eine tägliche Betankungskapazität von jeweils 35 bzw. 10 Bussen und können darüber hinaus bis zu 10 Pkw betanken. In Bozen war die Wolftank Group an der Erweiterung der bestehenden, bereits zuvor von der Gruppe errichteten Anlage beteiligt und lieferte die wichtigsten dafür erforderlichen Komponenten. In Meran lieferte die Gruppe die maßgeblichen Anlagenkomponenten sowie das Automatisierungssystem, das den Betrieb der Anlage steuert. Mit diesen Projekten leistet die Wolftank Group einen konkreten Beitrag zum Übergang zu einer emissionsarmen Mobilität und einem nachhaltigen öffentlichen Verkehr in Südtirol.

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32 Nr. 6/2025

EIN STÜCK E-MOBILITÄT GEFÄLLIG? „Teilen statt besitzen“ – dieses Motto prägt seit Jahren die Debatte um nachhaltige Mobilität. Besonders E-Carsharing gilt als Hoffnungsträger: Ein geteiltes Elektroauto soll mehrere Privatautos ersetzen, Ressourcen schonen und die CO₂-Bilanz verbessern. Doch wie realistisch ist diese Rechnung? Lohnt sich das Teilen wirklich – fürs Klima, für die Nutzer und für die Gesellschaft? Aktuelle Studien, Nutzererfahrungen und kritische Stimmen zeigen: Die Antwort ist komplexer, als es die Werbung suggeriert.


Hier zum Video

AKTUELL

D

ie Produktion von Elektrofahrzeugen – insbesondere der Batterien – ist mit erheblichen CO2-Emissionen verbunden. Dieser „CO2-Rucksack“ entsteht durch energieintensive Prozesse bei der Gewinnung von Rohstoffen wie Lithium, Kobalt und Nickel sowie bei der Batteriefertigung. Die Höhe der Emissionen hängt stark vom Strommix am Produktionsstandort ab. In Regionen mit hohem Anteil erneuerbarer Energien fällt die Bilanz deutlich besser aus als in Ländern mit kohlebasierter Energieerzeugung.

Komfort im Sommer und Winter?

Alles Gute kommt von oben!

Betrieb und Strommix

Im Betrieb sind Elektrofahrzeuge lokal emissionsfrei, doch die CO2-Bilanz hängt maßgeblich vom verwendeten Strommix ab. In Ländern, in denen der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix kontinuierlich steigt, verursachen E-Autos im Betrieb immer weniger Emissionen. Bei einer Fahrleistung von etwa 45.000 bis 60.000 Kilometern gleicht ein Elektroauto die höheren Herstellungskosten im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen aus. Wird das Fahrzeug mit Ökostrom betrieben, verkürzt sich diese Strecke auf 25.000 bis 30.000 Kilometer. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg stößt ein Elektroauto somit deutlich weniger Treibhausgase aus als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

EIN ZENTRALER VORTEIL VON E-CARSHARING LIEGT IN DER GETEILTEN NUTZUNG: EIN EINZIGES CARSHARING-FAHRZEUG KANN BIS ZU 20 PRIVATE AUTOS ERSETZEN.

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Effizienz durch geteilte Nutzung

Ein zentraler Vorteil von E-Carsharing liegt in der geteilten Nutzung: Ein einziges Carsharing-Fahrzeug kann bis zu 20 private Autos ersetzen. Dies reduziert nicht nur die Anzahl der produzierten Fahrzeuge, sondern auch die damit verbundenen Emissionen. Zudem werden Carsharing-Fahrzeuge intensiver genutzt, was die CO2-Bilanz pro gefahrenem Kilometer weiter verbessert. Studien zeigen, dass gut organisierte Carsharing-Flotten bereits heute die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte unterbieten. Nutzerprofile: Vielfalt der Zielgruppen

E-Carsharing spricht eine breite Palette von Nutzergruppen an, die jeweils unterschiedliche Bedürfnisse und Motive haben: Für Studenten und junge Erwachsene in urbanen Räumen ist E-Carsharing eine attraktive Alternative zum eigenen Auto. Die Flexibilität, ein Fahrzeug nur bei Bedarf zu nutzen, ohne sich um Wartung, Versicherung oder Parkplatzsuche kümmern zu müssen, macht das Modell besonders interessant. Typische Anwendungsfälle sind spontane Fahrten, Umzüge oder Wochenendausflüge. Senioren schätzen E-Carsharing vor allem wegen der einfachen Handhabung und der fehlenden Verantwortung für Wartung und Reparaturen. Für sie ist es eine praktische Lösung, um mobil zu

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34 Nr. 6/2025

AKTUELL

IN TOURISTISCHEN REGIONEN, INSBESONDERE IN AUTOFREIEN ZONEN, IST E-CARSHARING EINE BELIEBTE OPTION FÜR TAGESAUSFLÜGE ODER ERKUNDUNGSTOUREN.

bleiben, ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen. Besonders in Städten, in denen Parkplätze knapp und teuer sind, bietet Carsharing eine willkommene Alternative. Berufs- bzw. Wochenpendler nutzen E-Carsharing häufig, um die „letzte Meile“ zwischen Bahnhof und Zuhause oder Arbeitsplatz zu überbrücken. Die Kombination aus öffentlichem Nahverkehr und Carsharing ermöglicht es, auf ein eigenes Auto zu verzichten und trotzdem flexibel zu bleiben. Dies ist besonders in Ballungsräumen mit gut ausgebautem Nahverkehr ein entscheidender Vorteil. Urlauber und Touristen: In touristischen Regionen, insbesondere in autofreien Zonen, ist E-Carsharing eine beliebte Option für Tagesausflüge oder Erkundungstouren. Hier ersetzt es oft Mietwagen und trägt dazu bei, den Individualverkehr zu reduzieren. Auch in ländlichen Gebieten gewinnt E-Carsharing an Bedeutung. Durch die gemeinsame Nutzung von Dienstfahr-

zeugen oder speziell bereitgestellten Carsharing-Fahrzeugen können Bewohner mobil bleiben, ohne auf ein eigenes Auto angewiesen zu sein. Das ist besonders in Gebieten mit einer mangelhaften Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein wichtiger Faktor. Barrieren und Herausforderungen

Trotz der vielen Vorteile gibt es noch immer Hürden, die einer breiten Akzeptanz von E-Carsharing im Weg stehen: Gewohnheit und Mentalität: Viele Menschen sind an die Bequemlichkeit eines eigenen Autos gewöhnt und scheuen den Umstieg auf geteilte Mobilitätslösungen. Die Idee, ein Fahrzeug nicht zu besitzen, sondern nur bei Bedarf zu nutzen, erfordert eine Veränderung der Denkweise, die nicht jeder sofort akzeptiert. Kostenwahrnehmung: Obwohl E-Carsharing in der Regel günstiger ist als ein eigenes Auto, unterschätzen viele die tat-

Unabhängig mit Fotovoltaik­ anlagen und Infrarotheizungen von Thermosol Die Heizungsalternative!

Seit über 30 Jahren arbeiten wir auf dem Gebiet der alternativen Energien – angefangen von thermischen Solaranlagen über Pellets- Holz- und Hackschnitzelheizungen bis hin zu Infrarotheizungen und Wärmepumpen, die wir nun mit Fotovoltaikanlagen kombinieren. Mit einer Mischung aus diesen Systemen sind wir imstande, jedem Kunden seine individuelle, von fossilen Brennstoffen unabhängige Heizanlage zu realisieren. Besuchen Sie uns in Großen Zuspruch finden zurzeit unsere Fotovoltaikanunserem Ausstellungsraum lagen für die Warmwasserbereitung und Stromspeiin Tscherms und auf cher. Echte Alleskönner und Hingucker sind auch unsere www.thermosol.it Infrarotheizungen made in Germany & Austria. Als Ganzhausheizung oder auch als Heizungsergänzung sind Steuerabschreibung sie flexibel einsetzbar in Form von Spiegeln, Bildern, Glasmöglich! und Standheizungen. Infrarotheizungen sind sehr kostenNähere Auskünfte günstig im Verbrauch und langlebig (10 Jahre Garantie). Für alle unsere Heizsysteme bieten wir einen professionellen Kundendienst mit Ersatzteilgarantie.

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AKTUELL

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ERFOLGSFAKTOREN FÜR DIE EINFÜHRUNG VON E-CARSHARING Bedarfsanalyse und Planung: Eine genaue Analyse des lokalen Mobilitätsbedarfs ist der erste Schritt. Kooperationen: Erfolgreiche Carsharing-Projekte basieren oft auf Kooperationen mit lokalen Akteuren. Energieversorger können Ökostrom bereitstellen, Verkehrsbetriebe können KombiTickets anbieten. Attraktive Tarifmodelle: Güns-

sächlichen Ersparnisse. Studien zeigen, dass Haushalte, die auf Carsharing umsteigen, im Schnitt weniger für Mobilität ausgeben als zuvor. Dennoch besteht bei vielen die Wahrnehmung, dass Carsharing teuer sei. Verfügbarkeit und Infrastruktur: In ländlichen Gebieten fehlt es oft an der notwendigen Infrastruktur, wie Ladesäulen oder ausreichend Carsharing-Stationen. Auch in Städten kann die Verfügbarkeit von Fahrzeugen zu Stoßzeiten ein Problem darstellen. Technische Hürden: Für einige Nutzer, insbesondere ältere Menschen oder technisch weniger versierte Personen, stellt die Bedienung von Apps und Buchungs-

systemen eine Barriere dar. Hier sind einfache, intuitive Lösungen und Schulungsangebote notwendig. Kritische Stimmen aus der Forschung: Einige Studien weisen darauf hin, dass Carsharing allein nicht ausreicht, um den Individualverkehr nachhaltig zu reduzieren. Entscheidend ist eine ganzheitliche Verkehrswende, die auch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, der Radwege und der Fußgängerzonen umfasst. Zudem zeigt sich, dass FreeFloating-Carsharing (flexibles Abstellen der Fahrzeuge) nicht immer zu einer Reduktion des Verkehrsaufkommens führt, sondern teilweise sogar zusätzliche Fahrten generiert.

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tige Einstiegstarife oder spezielle Aktionen für einkommensschwache Haushalte erhöhen die Attraktivität von E-Carsharing. Ausbau der Infrastruktur: Eine ausreichende Anzahl an Ladesäulen und Carsharing-Stationen ist essenziell. Kommunikation und Aufklärung: Viele Menschen wissen nicht, wie E-Carsharing funktioniert oder welche Vorteile es bietet. Gezielte Informationskampagnen, Schulungen und persönliche Beratung können hier Abhilfe schaffen.


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AKTUELL

Soziale Auswirkungen

E-CARSHARING BIETET DAS POTENZIAL, DEN INDIVIDUALVERKEHR ZU REDUZIEREN, DIE CO2-BILANZ ZU VERBESSERN UND MOBILITÄT FÜR ALLE ZUGÄNGLICH ZU MACHEN.

E-Carsharing kann einen bedeutenden Beitrag zur Mobilitätsgerechtigkeit leisten, insbesondere für einkommensschwache Haushalte. Durch günstige Tarife und andere Angebote wird der Zugang zu Mobilität auch für Menschen ermöglicht, die sich kein eigenes Auto leisten können. In Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil oder niedrigem Einkommen kann Carsharing die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erhöhen – vorausgesetzt, die Angebote sind bekannt und leicht zugänglich. Allerdings gibt es auch hier Herausforderungen: Sprachbarrieren, fehlende Informationen und mangelnde Infrastruktur können den Zugang erschweren. Erfolgreiche Projekte zeigen, dass gezielte Aufklärungskampagnen und niedrigschwellige Angebote notwendig sind, um diese Gruppen zu erreichen.

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E-Carsharing als Teil der Mobilitätswende

E-Carsharing bietet das Potenzial, den Individualverkehr zu reduzieren, die CO2-Bilanz zu verbessern und Mobilität für alle zugänglich zu machen. Doch um diese Ziele zu erreichen, muss E-Carsharing in ein umfassendes Verkehrskonzept eingebettet sein. Nur durch die Kombination mit dem öffentlichen Nahverkehr, dem Radverkehr und der Fußgängerfreundlichkeit kann es seinen vollen Nutzen ganz entfalten. Die Technologie und die Modelle sind vorhanden – jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Gesellschaft für das Konzept des Teilens zu begeistern. ECarsharing ist kein Allheilmittel, aber ein entscheidender Schritt in Richtung einer klimafreundlichen und sozial gerechten Mobilität.


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Mit Erfahrung und Innovation in die Zukunft Seit fast sieben Jahrzehnten steht die Marx GmbH für innovative und zuverlässige Lösungen in den Bereichen Transport, Hoch- und Tiefbau sowie Betonlieferung im Vinschgau. Das 1957 gegründete Unternehmen mit Sitz in Vetzan bei Schlanders verbindet traditionelle Werte wie Verlässlichkeit und regionale Verwurzelung mit modernster Technologie. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Einsatz eines vollelektrischen Schwerlast-LKWs für den Marmortransport aus dem Göflaner Steinbruch.

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ie Marx GmbH hat sich über viele Jahre hinweg als vielseitiger und kompetenter Partner für Bau-, Transport- und Infrastrukturlösungen etabliert. Besonders eng verbunden ist das Unternehmen mit dem traditionsreichen Marmortransport aus dem Göflaner Steinbruch. Bereits seit 2005 übernimmt Marx diese anspruchsvolle Aufgabe im Auftrag der Gemeinde Schlanders und verfügt dadurch über ein einzigartiges Knowhow entlang der Strecke zwischen Steinbruch, Marmorwerk und Talsohle. Die langjährige Erfahrung zahlt sich aus: Straßenverhältnisse, Wetterbedingungen, logistische Herausforderungen und sicherheitsrelevante Besonderheiten sind dem Team bestens bekannt. Unterstützt wird diese Kompetenz durch qualifizierte Mitarbei-

ter, die seit vielen Jahren auf der Strecke im Einsatz sind und maximale Betriebssicherheit gewährleisten. Nachhaltigkeit auf vier Achsen

Mit dem Einsatz eines vollelektrischen Designwerk MC 8x4R Mid Cab X setzt die Marx GmbH neue Maßstäbe im Schwertransport. Der moderne E-LKW verfügt über eine Batteriekapazität von 508 kWh und eine Motorleistung von 500 kW beziehungsweise 680 PS. Damit erfüllt das Fahrzeug nicht nur die hohen technischen Anforderungen des anspruchsvollen Geländes, sondern ermöglicht zugleich einen lokal emissionsfreien Betrieb. Gerade im sensiblen Umfeld des Nationalparks Stilfserjoch stellt dies einen bedeutenden Vorteil dar. Der Transport erfolgt ohne lokale CO2-Emissionen und nahezu geräuschlos. Gleichzeitig sorgt die moderne Rekuperationstechnologie dafür, dass bei Bergabfahrten Energie zurückgewonnen wird. Dies macht den Betrieb besonders effizient und ressourcenschonend. Zukunftssicher durch Qualität und Eigenständigkeit

Mit dem neuen E-LKW investiert die Marx GmbH gezielt in eine nachhaltige und zukunftsorientierte Fuhrparkentwicklung. Am Firmensitz in der Gewerbezone Vetzan steht dafür eine eigene 44-kW-Ladestation zur Verfügung. Dadurch kann das Fahrzeug innerhalb von rund 9,8 Stunden vollständig geladen werden. Bei Nutzung einer 350-kW-Schnellladeinfrastruktur lässt sich der Ladezustand von 10 auf 80 Prozent sogar in nur 0,9 Stunden erreichen. Diese moderne Lade- und Fahrzeugtechnik sorgt für maximale Einsatzbereitschaft und unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, auch künftig innovative Lösungen in allen Geschäftsbereichen voranzutreiben. Marx GmbH Gewerbegebiet 15 | 39028 Schlanders Tel. 0473 742 172 info@marx.bz | www.marx.it

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GASSER LOGISTIC, BOZEN

ZUKUNFT AUF BESTEHENDEM AUFGEBAUT Bauen bedeutet nicht immer, bei null anzufangen. Manchmal liegt die Herausforderung gerade darin, aus Vorhandenem Neues zu schaffen. Und genau diesen Weg ist Gasser Logistic an der Nikolaus-Kopernikus-Straße in Bozen gegangen. Aus einem bestehenden Gebäude und einer anspruchs­ vollen Ausgangssituation ist ein modernes Logistikzentrum entstanden.

„D

ie größte Herausforderung bestand darin, mit dem Bestand umzugehen sowie die Gehwege und Wegeführungen zwischen Kundenverkehr, Mitarbeitern und Lkw sinnvoll, funktional und vor allem sicher zu gestalten“, sagt Architekt Julian Tratter. Gemeinsam mit Aig Associati Partner war er an der Projektierung und Verwirklichung des neuen Standorts beteiligt. „Der zweigeschossige Zubau, der sich gut in das Gelände einfügt, wurde intern mit dem Bestand verbunden“, so Tratter. Auf rund 5.000 Quadratmetern, aufgeteilt auf vier Stockwerke, sind heute alle Bereiche des Familienunternehmens an einem Standort vereint: Büros, Disposition, Lagerflächen, Aufenthaltsräume und eine Mensa für die etwa 40 Mitarbeitenden. Hinzu

kommen eine Lkw-Waschanlage, Ladestationen für E-Fahrzeuge sowie eine neue Heizungs- und Klimaanlage. Am neuen Firmensitz wurden zudem Grünflächen geschaffen und die vorhandenen Außenflächen so organisiert, dass Lkw jeglicher Größe den Standort sicher und effizient nutzen können. „Die Architekten haben aus dem Bestand möglichst viel herausgeholt“, lobt Gabriela Gasser, die das Unternehmen mit ihren Geschwistern Manuela und Lukas führt. Kunst trifft auf Nachhaltigkeit

Auch bei der Gestaltung wurde auf Akzente geachtet: Die Werkserie „Network“ der Künstlerin Marlies Baumgartner verleiht dem Logistikzentrum eine eigene Identität und ergänzt die funktionale


GASSER LOGISTIC, BOZEN

Architektur um eine künstlerische Komponente. Und Nachhaltigkeit war der Unternehmerfamilie Gasser bei diesem Projekt von Bedeutung: Auf dem Dach befindet sich deshalb eine Photovoltaikanlage, die samt Batteriespeicher weiter ausgebaut wird. Ziel ist es, möglichst viel des benötigten Stroms direkt vor Ort mit Sonnenenergie zu erzeugen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der E-Mobilität: ELkw gehören heute schon zur Fahrzeugflotte – und ihr Anteil wird kontinuierlich steigen. Optimale Anbindung

Das Unternehmen wurde 1984 von Hermann Gasser gegründet. Seine Vision war es, von einem zentralen Firmensitz in Bozen aus eine flächendeckende Belieferung Südtirols und des Trentino zu gewährleisten. Mit dem Wachstum des Unternehmens mussten die Standorte in Bozen Süd einige Male gewechselt werden. Der neue Firmensitz knüpft an diese Geschichte an und bietet weiterhin optimale Verbindungen in Richtung Norden und Süden. Damit lassen sich die vorrangigen Liefergebiete schnell erreichen. Mit dem neuen Logistikzentrum steht also ein langfristig ausgelegter Firmensitz zur Verfügung, der die Geschichte des Unternehmens fortschreibt und zugleich Raum für seine Zukunft schafft. Die Familie Gasser hat gezeigt, wie aus Bestehendem etwas Neues entstehen kann. Der Bestand wurde nicht zum Hindernis, sondern zum Ausgangspunkt für die Zukunft. Was bereits da war, wurde weitergedacht – und bildet heute die Grundlage für die nächste Etappe der Firmengeschichte. Wohl ganz im Sinne des Gründers.

Foto: meraner-hauser.com

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PRODUKTIONSHALLE NORDPLAN, OLANG

NEUE HALLE FÜR NORDPAN Mit einer großen Feier für Mitarbeiter, Familien und Freunde hat Nordpan im Jubiläumsjahr „100 Jahre Rubner“ die neue Produktionshalle am Standort Olang offiziell eingeweiht. Rund 600 Gäste folgten der Einladung und erlebten einen besonderen Tag, der nicht nur dem stolzen Firmen­jubiläum, sondern vor allem einer bedeutenden Investition in die Zukunft des Unternehmens gewidmet war.

I

m Mittelpunkt stand die neue Produktionshalle, deren Bau Anfang Mai 2025 gestartet wurde. Das Gebäude umfasst eine überdachte Fläche von rund 3.600 Quadratmetern sowie weitere 800 Quadratmeter Freidächer. Die beeindruckende Holzkonstruktion wurde von Rubner Holzbau aus Brixen gefertigt. Besonders auffällig sind die fast 40 Meter langen Binder, die die gesamte Hallenbreite überspannen. Dadurch kann die gesamte Fläche ohne

störende Stützen genutzt werden, was optimale Voraussetzungen für moderne Produktionsabläufe schafft. An der Umsetzung des Bauprojekts waren mehr als 30 Bau- und Handwerksunternehmen beteiligt. Dank der guten Zusammenarbeit und der termingerechten Ausführung konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Die neue Halle bietet nun die Grundlage für weitere Wachstumsschritte und eine noch effizientere Produktion.

Das Herzstück: die neue Endfertigungslinie

Herzstück der Investition ist die neue Endfertigungslinie für die Bearbeitung der Massivholzplatten. Sie besteht aus einer hochmodernen Schleifmaschine, einer vollautomatischen Aufteilsäge sowie einer Verpackungsstraße. Die Anlage ist bereits vollständig installiert und wird großteils im Zweischichtbetrieb genutzt. Ergänzt wird die neue Produktionsinfrastruktur durch ein modernes Hochre-


PRODUKTIONSHALLE NORDPLAN, OLANG

gallager. Die gesamte Software für die interne Logistik wurde dabei von der eigenen Nordpan-IT-Abteilung entwickelt und implementiert, wodurch die Abläufe optimal auf die betrieblichen Anforderungen abgestimmt werden konnten. Showroom und Jubiläumsfeier als besondere Highlights

Ein architektonisches Highlight befindet sich direkt auf der Produktionshalle: Dort wurde ein stilvoll gestalteter Showroom errichtet, der vollständig mit Produkten aus der Rubner-Gruppe ausgestattet ist. Gleichzeitig präsentiert er die gesamte Produktpalette von Nordpan. Fassaden, Decken, Küchen- und Möbelelemente zei-

gen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Holzwerkstoffe. Der neue Raum dient künftig als Treffpunkt für Kunden, Partner, Lieferanten und Mitarbeitende und bietet den idealen Rahmen für Besprechungen, Präsentationen und Vorführungen. Im Rahmen der Feierlichkeiten hatten die Mitarbeitenden zudem die Gelegenheit, ihren Familien und Freunden die eigenen Arbeitsplätze sowie die Herstellung der Massivholzplatten auf den modernen Industrieanlagen näherzubringen. Für viele Gäste bot sich dabei erstmals die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Produktion zu werfen. Für einen besonderen Rückblick sorgte ein eigens präsentierter Film, der die

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100-jährige Geschichte der Familie Rubner und die Entwicklung der verschiedenen Unternehmen der Rubner-Gruppe in Europa zeigte. Gemeinsam mit den Eigentümerfamilien Rubner und Prugger wurde so nicht nur die erfolgreiche Vergangenheit gewürdigt, sondern auch ein Blick auf die Zukunft des Unternehmens gerichtet. Mit der neuen Produktionshalle und der modernen Endfertigungslinie setzt Nordpan ein starkes Zeichen für Innovation, Effizienz und den Werkstoff Holz. Die Investition unterstreicht die langfristige Ausrichtung des Unternehmens und schafft beste Voraussetzungen für die kommenden Jahre.

U N S E R „P “ S T E H T F Ü R „PA S S T ! “. U N D DA S S E I T G U T Ü B E R 6 0 JA H R E N! So auch bei der Errichtung der neuen Endfertigungshalle für die Firma , wo wir unsere Erfahrung unter Beweis stellen durften. Vielen Dank für das Vertrauen! THE FOCUSED COMPANY Handwerkerzone Rasen T +39 0474 496 185 info@plaickner.com www.plaickner.com

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Maßgeschneiderte Trafo­ kabinen für jede Anforderung Trafokabinen entstehen bei Betonform nicht nach einem starren Standardprinzip. Vielmehr entwickelt das Unternehmen individuelle Lösungen, die exakt auf die jeweiligen Projektanforderungen und technischen Gegebenheiten abgestimmt sind. Von der Planung und Projektierung über die Produktion bis hin zur Lieferung und Montage begleitet Betonform seine Kunden durch sämtliche Projektphasen.

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ank eines flexiblen Bausystems können sowohl Standardausführungen als auch Sonderanfertigungen in unterschiedlichen Größen, Raumaufteilungen und technischen Konfigurationen realisiert werden. „Jede Trafokabine stellt eigene Anforderungen. Unser Anspruch ist es, für jede Situation eine maßgeschneiderte und technisch durchdachte Lösung zu entwickeln“, so das Motto von Betonform. Neben den technischen Möglichkeiten bietet Betonform auch vielfältige Optionen bei der optischen Ausführung. Die

Trafokabinen können mit unterschiedlichen Fassadenlösungen gestaltet werden, etwa in gestrichener Ausführung, als Waschbetonfassade, mit Cortenstahl oder Holzverkleidung sowie mit individuell strukturierten Betonoberflächen. Ebenso flexibel zeigt sich Betonform bei der Dachgestaltung. Neben klassischen Flach- und Sonderdächern werden auch begrünte Dachlösungen umgesetzt, um die Trafokabinen harmonisch in die bestehende Architektur und Umgebung einzubinden. Insbesondere bei anspruchsvollen Projekten kommt die Erfahrung von Betonform zum Tragen. Ob beengte Platzverhältnisse, außergewöhnliche Abmessungen, spezielle Kabel- und Zugangssysteme oder individuelle Vorgaben der Netzbetreiber: Gemeinsam mit den Kunden werden passgenaue technische Lösungen entwickelt. So erhalten Auftraggeber sämtliche Leistungen aus einer Hand – von der ersten Projektidee bis zur fertig montierten Trafokabine.

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