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Radius Energie & Umwelt 2015

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Energie & Umwelt

WÄRMEPUMPEN

GÜNSTIG UND ÖKOLOGISCH HEIZEN UND KÜHLEN

Erdwärme und Luftwärme: mit uns, alles aus einer Hand

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www.tiroler.it

impressum

Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen

Nr. 26/01, am 27.11.2001

Chefredakteur: Franz Wimmer

Produktion/Redaktion: Magdalena Pöder

Verkaufsleitung/Koordination: Marita Wimmer

Redaktion: Annamarie Huber, Nicole D. Steiner, Marita Wimmer

Werbung/Verkauf: Michael Gartner, Lorenz Mederle

Verwaltung: Kapuzinergasse 5

39100 Bozen | Tel. 0471 081 561

info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock, verschiedene Privat-, Firmen- und Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung: King Laurin GmbH, Eppan

Grafik: Daniel Fabris

Layout: Georg Hochkofler

Lektorat: Magdalena Pöder, Ulrike Schwarz

Produktion: Athesia Druck Bozenwww.athesia.com

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und im Postversand

Druckauflage: 25.000 Stück

Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,60 Euro

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten.

inhaltsverzeichnis

Aktuell

06 Solarenergie in Südtirol hat Potential

16 St. Anton: Dutzende Millionen für den Umweltschutz

19 Die größten Wasserkraftwerke

21 Atom, Kohle, Sonne und Wind

22 Energiesparen im großen Stil

27 Smart Metering – Smart Grid

30 Marseille: DolomythiCup 2015

32 Leise, sauber und CHIC

36 Vom blauen und weißen Gold

40 Gewerbezone Gand: Geballte Kraft des Handwerks

Rubriken

44 Gesundheit: Mehr Energie im Leben: So geht der perfekte Tag

46 Bunte Meldungen

„Grundsteine für Neuausrichtung gelegt“

Mit der Reorganisation des Energiesektors steht Südtirol am Anfang eines neu eingeschlagenen Weges. Energie- und Umweltlandesrat Richard Theiner im Interview.

Info-PR

10 Südtiroler Energieverband, Bozen

13 Syneco GmbH, Bozen

14 EL-COM GmbH, Bozen

15 Energy.Consulting GmbH, Brixen

24 Agentur für Energie Südtirol –KlimaHaus, Bozen

26 GRAF-AG GmbH, Bozen

28 GruberDruck GmbH, Lana

29 Hella Italien GmbH, Bozen

30 GeoSun, Bruneck

31 Aqotec GmbH, Weißenkirchen

35 Energy.Trade GmbH, Brixen

38 Geoliving GmbH, Bozen

43 Mortec Tooor GmbH, Kaltern

Gewerbezone Gand: Geballte Kraft des Handwerks

Einen vollen Erfolg verbuchten die dreizehn beteiligten Betriebe mit dem Tag der offenen Tür in der Handwerkerzone Gand.

Mehr Energie im Leben:

So geht der perfekte Tag

Zugegeben: Es gibt einfach schlechte Tage, die nicht zu retten sind. Abgehakt. Wie sich ein Tag entwickelt, hängt allerdings zu einem guten Stück auch an einem selbst.

„Wir können Innovation ...“

Der Geschäftsführer des Consulting-Unternehmens SYNECO, Rupert Rosanelli, und der Direktor des SEV, Rudi Rienzner, über das Kompetenzzentrum im Bozner Energytower.

Die Energiewende ist auch über Deutschland hinaus ein bekannter Begriff. Nach der Katastrophe von Fukushima wurde der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Auch in Südtirol könnte der Begriff Energiewende in diesem Jahr zum Schlagwort werden, nicht so spektakulär wie bei den nördlichen Nachbarn, schließlich geht es nicht um Atomenergie. Trotzdem spektakulär genug aus heimischer Sicht. Die sogenannte Heimholung der Wasserkraft, die mit erheblichen Turbulenzen verbunden war und nun doch zum positiven Ende kommen sollte. Die Übergabe der Konzession von St. Anton an die Eisackwerke Anfang des Jahres, der Beschluss SEL und Etschwerke zusammen zu führen, die Aktivitäten des Südtiroler Energieverbandes und die stärkere Rolle der Gemeinden, wenn es um die Nutzung der Wasserkraft geht. Konsens statt Konfrontation – die Energiewende in Südtirol.

Franz Wimmer
Franz Wimmer

Solarenergie in Südtirol hat Potential

Energie bestimmt unser Leben. Ohne Energie gäbe es keine wirtschaftliche Entwicklung. Eine nachhaltige Energiepolitik spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Nutzung der Sonnenenergie hat in Südtirol großes Potential. Mit dem Einsatz innovativer Technologien kann dieses noch weiter ausgebaut werden.

Der enorme Energieverbrauch stellt uns vor große Herausforderungen. Hinzu kommt die Tatsache, dass fossile Energieträger nur noch auf bestimmte Zeit zur Verfügung stehen werden. Wie kann also für die Zukunft die Versorgungssicherheit gewährleistet werden? Eine Energiewende wurde schon seit geraumer Zeit eingeleitet. Der Übergang von der Nutzung von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Kohle zu erneuerbaren Energien ist notwendig, um eine nachhaltige Energieversorgung zu garantieren und so der globalen Erderwärmung und dem damit zusammenhängenden Klimawandel entgegenzuwirken.

Wie Südtirol seine Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen wird, ist im strategischen Dokument „Energie-Südtirol-2050“ vorgezeichnet, das 2011 von der Landesregierung genehmigt wurde. Es geht um eine nachhaltige und sparsame Energiepolitik, die auf Energie-

effizienz und den Einsatz erneuerbarer Energieträger setzt und die uns noch Chancen gibt, die schlimmsten Szenerien der Klimaentwicklung abwehren zu können. Südtirol wird die CO2-Emissionen innerhalb 2020 auf unter vier Tonnen und spätestens bis 2050 auf unter 1,5 Tonnen pro Jahr und Person senken. Dabei spielt auch die Sonnenenergie eine nicht unbedeutende Rolle.

Günstige Voraussetzungen

Die Sonnenenergie hat den Vorteil, dass man daraus sowohl Wärme (Solarthermie) als auch Strom (Photovoltaik) produzieren kann. „Südtirol hat aufgrund der vielen südexponierten Hanglagen, der guten klimatischen Bedingungen und einer hohen Strahlungsausbeute günstige Voraussetzungen für die Nutzung der Sonnenenergie“, erklärt Petra Seppi, Direktorin des Landesamtes für Energieeinsparung.

„Solarenergie hat hierzulande ein großes Potential und kann noch weiterhin ausgebaut werden.“

7.600 Photovoltaikanlagen gibt es aktuell in Südtirol. Diese Anlagen produzieren jährlich 250 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit wird knapp zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Südtirol durch Photovoltaik abgedeckt. Durch die staatliche Einspeisevergütung „conto energia“ hat die Installation von Photovoltaikanlagen zur Strom-

Foto:
Landesamt

erzeugung einen starken Aufschwung erfahren. Innerhalb 2018 sollen auf allen Flachdächern öffentlicher Gebäude

Photovoltaikanlagen installiert werden, sofern der Gebäudestandort für die Errichtung solcher Anlagen geeignet ist. Ausgiebig wird die Sonnenenergie bereits für die Wärmeproduktion verwendet. Insgesamt gibt es in Südtirol mehr als 21.000 thermische Sonnenanlagen mit einer Gesamtfläche von 230.000 Quadratmetern. Im internationalen Vergleich liegt Südtirol damit im Spitzenfeld. Die installierte Kollektorfläche ist in etwa fünf Mal so groß wie der Durchschnittswert in der EU. Die Technologien sind erprobt und stehen auch in großen Maßstäben zur Verfügung.

Projekt „Solar Tirol“

Um die technische Nutzung der Solarenergie weiterhin zu unterstützen und auszubauen, hat das Land Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol und mit Unterstützung der Europäischen Akademie in Bozen und der Universität Innsbruck das Interreg-Projekt „Solar Tirol – Solarpotenziale im Land Tirol und der Provinz Bozen“ ausgeführt und die Potentiale der Sonnenenergie genau erhoben. Die bisher verfügbaren Informationen über diese Energieform waren zu allgemein gehalten. Im Projekt „Solar Tirol“ wurden zu Beginn die Oberflächenformen der Siedlungsgebiete aus der Luft genau erfasst und für jeden Quadratmeter die Sonnenstrahlung und Besonnungsdauer berechnet. Es wurden räumlich hochaufgelöste Solarpotentialkarten erstellt und konkrete Empfehlungen zur Solarenergie und deren Ausbaumöglichkeiten in Südtirol und im Land Tirol entwickelt. Frei zugängliche, georeferenzierte Datenbanken ermöglichen öffentlichen und privaten Nutzern, die Solarpotentiale auf Dachflächen, den bevorzugten Standorten für die Installation von Solarenergieanlagen, schnell und unkompliziert zu ermitteln, ebenso wie die optimale Technologie für die Nutzung der Sonnenenergie.

Förderungen als Anreiz

Die vom Land Südtirol vorgesehenen finanziellen Förderungen für thermische Solaranlagen und Photovoltaikanlagen abseits des Stromnetzes, ohne Möglichkeit zur Stromeinspeisung, bieten zudem einen Anreiz, Energie aus der sauberen Energiequelle Sonne zu gewinnen und somit einen persönlichen Beitrag zum Erhalten einer intakten Umwelt zu leisten.

Alle Informationen zu den Förderungen unter: www.provinz.bz.it/umweltagentur/energie/foerderungenergiesparmassnahmen-und-erneuerbare-energie.asp; Informationen zum Projekt „Solar Tirol“ unter: www.tirol.gv.at/solartirol.

Landesamt für Energieeinsparung

Mendelstraße 33 | 39100 Bozen

Tel. 0471 414 720

energieeinsparung@provinz.bz.it

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„Grundsteine für Neuausrichtung gelegt“

Mit der Reorganisation des Energiesektors steht Südtirol am Anfang eines neu eingeschlagenen Weges. Ziel ist und bleibt es, eine bestmögliche und moderne Energiepolitik für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sicherzustellen, erklärt Energie- und Umweltlandesrat Richard Theiner im Interview.

> Radius: Herr Landesrat, im Energiebereich scheint der SEL-Skandal überwunden und eine neue Zeit eingeläutet.

LR Richard Theiner: Im Energiebereich sah sich die neue Landesregierung und damit vor allem auch ich als zuständiger Landesrat vor der großen Herausforderung, die rezente Vergangenheit zu bewältigen. Mit rund 1,5 Milliarden Euro Schadenersatzklagen und einem virulenten Streit um die Konzessionen der großen Wasserableitungen war eine zwingende Neuausrichtung des Sektors und eine Befriedung der Streitparteien oberste Priorität. Besonders problematisch habe ich stets die Auseinandersetzungen im Energiebereich zwischen Land und Gemeinden empfunden, weil dieser „Bruderzwist“ verständlicherweise auch für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar war.

> Radius: Was war Voraussetzung für eine Neuausrichtung des Energiesektors?

LR Theiner: Mit der anstehenden Fusion zwischen SEL und Etschwerke, dem Rückkauf der Enel-Anteile sowie mit der Einigung mit der Eisackwerke GmbH im Hinblick auf die Konzession des Kraftwerks St. Anton wurden gemeinsam

mit der Neubewertung der Konzessionen der Großwasserableitungen die Grundsteine für die Neuausrichtung des Energiesektors gelegt. Auf dieser Basis war es erstmals wieder möglich, gemeinsam neue Regeln für die Energiepolitik und für die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure zu definieren.

> Radius: Kommen wir zu Ihrer wohl wichtigsten Aufgabe im vergangenen Jahr im Energiebereich: der Fusion zwischen der SEL und den Etschwerken.

LR Theiner: Ich habe mich stets dafür eingesetzt, eine neue Form der Beteiligung zwischen Land und Gemeinden am Stromsektor zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem Landeshauptmann haben wir daher im vergangenen Jahr intensiv daran gearbeitet, die Fusion zwischen Etschwerke und SEL zu ermöglichen. Nach langen Verhandlungen konnte es gelingen, dass man letztendlich zusammengefunden hat. Der Wert der „New Company“ liegt bei 1,5 Milliarden Euro, womit wir auch auf staatlicher Ebene eine gewisse Größe erreicht haben. Abgesehen von diesem wirtschaftlichen Wert ist die politische Bedeutung der Fusion für Südtirol besonders zu unterstreichen. Zudem gibt uns dies nun die Möglichkeit, die Gemeinden mit einem zusätzlichen Aktienpaket von zehn Prozent als Basis an der neuen Gesellschaft zu beteiligen. Nach erfolgter Fusion wird es auch möglich sein, dass bei kleinen Wasserkraftwerken, wo die Gemeinden und die SEL gemeinsam beteiligt sind, die Gemeinden 100 Prozent der Anteile übernehmen können.

> Radius: Ein weiterer bedeutender Schritt war die so genannte ENEL-Operation.

LR Theiner: Es ist uns gelungen, die 40-prozentigen ENELAnteile an zehn großen und sieben kleinen Wasserkraftwerken zurückzukaufen. Das bedeutet, Eigenständigkeit und Selbstbestimmung in der Führung der heimischen Kraftwerke zu haben. Ein Großteil der Energie aus heimischer Wasserkraft befindet sich nun in Händen Südtirols, dadurch ergeben sich neue Gestaltungsspielräume. Insgesamt ist das Land sehr interessiert, die großen Energiekonzerne der Vergangenheit gänzlich aus unseren heimischen Unternehmen zu lösen. Intensive Verhandlungen gibt es derzeit auch mit der Edison.

Landesrat
Richard Theiner
Foto: Ingrid Heiss
Foto: SEL
Zoggler Stausee im Ultental

> Radius: Nach den Vorkommnissen um die unrechtmäßige Zuweisung einiger Energiekonzessionen hatte sich noch die alte Landesregierung im April 2013 für die Neubewertung der Konzessionsgesuche ausgesprochen. Was hat diese ergeben?

LR Theiner: Die Neuvergabe der Konzession St. Anton ist im Februar über die Bühne gegangen. Ende März wurden dann nach erfolgter Neubewertung neun Konzessionen für Großkraftwerke bestätigt, eine Konzession muss neu ausgeschrieben werden. Mit der Neubewertung, die eine rechtliche Grundlage für die Wiederherstellung der Rechtmäßigkeit darstellt, ist es gelungen, unter die Vergangenheit einen Schlussstrich zu ziehen, um eine Neuausrichtung des Energiesektors in Angriff nehmen zu können.

> Radius: Was konnte in den vergangenen eineinhalb Jahren noch erreicht werden?

LR Theiner: Seit Februar 2014 arbeitet die „Expertenrunde Energie“, zunächst unter dem Vorsitz von Georg Wunderer und nun von Flavio Ruffini, mit dem Ziel, gemeinsam mit allen Akteuren – Land, Gemeinden aber auch Produzenten –eine tragfähige Basis für eine Neuausrichtung und ein neues Vertrauensverhältnis zu schaffen. Dieser „Energietisch“ hat innerhalb weniger Monate einen Vorschlag für das neue Landesgesetz betreffend die kleinen und mittleren Wasserableitungen ausgearbeitet, das vom Landtag im Jänner bereits verabschiedet worden ist. Kern des neuen Gesetzes für die kleinen und mittleren Ableitungen ist es, dass die Allgemeinheit vom Wasser als öffentlichem Gut einen Nutzen ziehen soll. Für die Durchführbarkeit des neuen Landesgesetzes ist noch der Beschluss des Leitfadens über jene technischen Dokumente, die den Gesuchen beizulegen sind, notwendig. Sodann wird man, nachdem im Juli der notwendige Beschluss betreffend die Kriterien der sensiblen Gewässerabschnitte genehmigt wurde, neue Gesuche und noch unbehandelte alte Gesuche auch bearbeiten können.

> Radius: Dort wo Konzessionen vergeben werden, fließen auch Umweltgelder in beträchtlicher Höhe.

LR Theiner: Die Umweltgelder stellen zweifelsohne eine große Errungenschaft dar. Südtirol ist das einzige Land, in dem aufgrund der Neuausschreibung der großen E-Werkskonzessionen die Gemeinden und das Land jährlich ca. 30 Millionen Euro an Umweltgeldern erhalten. Diese stellen einerseits eine Entschädigung für die Belastungen durch Wasserkraftwerke dar und erlauben andererseits nachhaltige Umweltinvestitionen. Damit können viele Maßnahmen zur Verbesserung von Landschaft und Umwelt – von der Revitalisierung von Gewässern bis hin zur energetischen Sanierung von Gebäuden – realisiert werden. Dies kommt nicht zuletzt auch der lokalen Wirtschaft zugute, denn durch konkrete Investitionen vor Ort können Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden. Neu ist, dass die Gemeinden nun auch bei den kleinen und mittleren Wasserableitungen eine Entschädigung in Form der so genannten Umweltgelder bekommen werden.

> Radius: Beim Energietisch besprochen wurde auch die notwendige Erneuerung der teilweise veralteten Stromnetzinfrastruktur.

LR Theiner: Stromverteilung ist ein hoch komplexes Geschäft, man denke nur an die Abstimmungsnotwendigkeit, die heute durch die vielen Einspeisenden – von großen Kraftwerken bis zu kleinsten Photovoltaikproduzenten –eine große Herausforderung geworden ist. Es geht also darum, ein schlüssiges Gesamtkonzept für Südtirol zu erarbeiten, das eine vorausschauende und nachhaltige Planung der Netzinfrastrukturen ermöglicht und damit auch eine sichere und effiziente Stromversorgung gewährleistet.

> Radius: Wie wird dieses Gesamtkonzept aussehen?

LR Theiner: Es wird derzeit an einem Masterplan gearbeitet, der Notwendigkeiten und Prioritäten für Investitionen aufzeigt, Schwachpunkte der Infrastrukturen offenlegt und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren (Gemeinden, Selnet, Terna, Etschwerke etc.) verbindlich regelt. Alle haben natürlich Interesse an der Versorgungssicherheit. Doch Eingriffe in das Stromverteilungsnetz bedeuten auch Eingriffe in die Landschaft; weshalb auch Vertreter des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz und des Heimatpflegeverbandes an den Sitzungen des Energietisches teilnehmen. In Bezug auf Terna wurde eine technische Arbeitsgruppe eingerichtet, in deren Rahmen wir unsere Vorstellungen für verschiedene, zu realisierende Vorhaben besprechen können, wie beispielsweise die unterirdische Verlegung von Hochspannungsleitungen oder den Bau neuer Hochspannungsleitungen. Wie Sie sehen, auch im Bereich der Verteilungs- und Versorgungssicherheit ist in diesen eineinhalb Jahren Einiges geschehen, wenn auch noch viel zu tun bleibt. Denn eine qualitativ hoch stehende Versorgung ist nicht nur für unsere Bürger, sondern auch für die heimische Wirtschaft von größter Bedeutung.

„Wir können Innovation ...“

Ein wegweisendes Projekt für die Südtiroler Energielandschaft: Der Geschäftsführer des Consulting-Unternehmens SYNECO, Rupert Rosanelli, und der Direktor des SEV, Rudi Rienzner, über das Kompetenzzentrum im Bozner Energytower, die Vernetzung Südtiroler Energiebetriebe und die Anforderungen an die Zukunftsbranche Energie.

> Radius: Herr Rosanelli, Herr Rienzner, der SEV ist umgezogen, SYNECO bereitet sich auf die Übersiedlung vor. Im futuristischen Energytower in Bozen sind Sie in Zukunft Nachbarn, auch wenn Ihre Büros auf unterschiedlichen Stockwerken untergebracht sein werden.

Rudi Rienzner: Wir sind nicht nur Nachbarn, sondern vor allem Partner, die schon heute eng zusammenarbeiten und diese erfolgreiche Kooperation in Zukunft weiter ausbauen wollen und werden. Der gemeinsame Standort in Bozen bringt da natürlich viele Vorteile.

Rupert Rosanelli: Im Energytower entsteht jetzt ein unabhängiger Kristallisationspunkt der Südtiroler Energiewirtschaft. Hier wird

lokales Know-how mit internationaler Ausrichtung verknüpft, hier arbeiten Experten, die für Verbraucher, Produzenten und Versorger Lösungen in den Bereichen Strom, Wärme, Energieeffizienz und Mobilität vorbereiten und umsetzen.

R. Rienzner: Wir reagieren damit auf eine steigende Nachfrage. Es ist kein Zufall, dass sich die Anzahl der SEV-Mitglieder in nur fünf Jahren nahezu verdoppelt hat. Wir haben unser Dienstleistungsangebot mit unserem Partner SYNECO ausgebaut und unser Personal aufgestockt. Der SEV wächst und will sich als Dienstleistungsplattform für kleine und mittlere Unternehmen, Genossenschaften und Stadtwerke positionieren, die in diesem Land seit über 100 Jahren verlässlich arbeiten. Das ist unsere Vergangenheit. Und unsere Zukunft.

Der SEV und der EnergieConsulter SYNECO verstärken ihre Partnerschaft und werden damit den neuen Anforderungen eines dynamischen Energiemarktes gerecht.

> Radius: Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen SEV und SYNECO denn genau aus?

R. Rosanelli: SYNECO ist als hochspezialisierter Dienstleister und Berater seit 15 Jahren erfolgreich am überregionalen Markt tätig. Wir stellen unser gesamtes Know-how den Mitgliedern des SEV zur Verfügung.

v.l.: Rupert Rosanelli (SYNECO) und Rudi Rienzner (SEV)

Für die Betreiber von Kleinkraftwerken haben wir etwa ein Projekt entwickelt, das die Überprüfung und Verbesserung der Anlagen umfasst. Ein anderes Projekt betrifft die Fernheizwerke. Unter dem Motto „Smart Heat“ stellen wir intelligente Modelle zur Fernwärmeversorgung zur Verfügung. Wir betreuen Gemeinden bei der Netzübernahme. Wir steigern die Energieeffizienz an der Schnittstelle zwischen Versorgern und Betrieben. Unsere „Smart-Grid-Initiative Südtirol“ arbeitet mit Unternehmen und Dienstleistern an einem Konzept zur Optimierung lokaler Netze. Wir können Innovation.

R. Rienzner: Man darf nicht vergessen, dass die Südtiroler Smart-Grid-Initiative inzwischen selbst in der Verwaltung der EU-Kommission diskutiert wird und dass ist auch ein Erfolg unserer Lobbyarbeit. Der SEV ist Mitglied des europäischen Verbands der unabhängigen Strom- und Gasverteilerunternehmen GEODE, der in Brüssel sehr aktiv ist und Vorschläge des SEV in die entsprechenden Positionspapiere einbaut. Ich wurde als Geschäftsführer zu einem der Vizepräsidenten von GEODE gewählt. Und noch etwas: Südtirol gehört zu den führenden Regionen Europas in Bezug auf dezentrale Wärmeversorgung. Diese Position soll in Zusammenarbeit mit SYNECO durch nachhaltige Investitionen in Innovation und neue Technologien weiter gefestigt werden, inzwischen übrigens auch mit EU-Mitteln.

> Radius: SYNECO liefert also das technisch-wissenschaftliche Fachwissen und der SEV steuert seine große Erfahrung im administrativen Bereich bei.

R. Rienzner: Mit unserem Servicezentrum bieten wir unseren Mitgliedern ein „Rund-Um-Sorglos“-Paket an, das alle bürokratischen Vorgänge im Rahmen eines Jahresauftrags

automatisch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsverwaltung delegiert. Dazu gehören etwa die Verrechnung – von der Zählerverwaltung bis zum Rechnungsversand – das gesamte Meldewesen oder der Stromhandel. Wir haben im vergangenen Frühjahr eine eigene Rechtsabteilung aufgebaut, die seitdem erfolgreich für unsere Mitglieder arbeitet.

R. Rosanelli: Wir ergänzen uns sehr gut, denn was zählt, ist die beste Lösung für den Kunden. Die Stärken von SYNECO wie Projekt- und Geschäftsentwicklung, betriebliches Energiemanagement, kommunale Energiekonzepte, Innovationsberatung und konkrete Lösungsumsetzung passen sehr gut zum umfangreichen LeistungsPortefeuille des SEV. Erfolgreich ist man heute, wenn man Kompetenzen vernetzt, schnell und mit flexiblen Einheiten agiert.

> Radius: Dieses kombinierte Know-how stellen Sie Genossenschaften, Gemeinden, Unternehmen und Stadtwerken in Südtirol zur Verfügung.

R. Rienzner: Genau. Der SEV setzt ja auf die kooperative Vernetzung mit seinen Partnern. Gemeinsam entwickelte Dienstleistungen und Innovationen werden in diesem dicht geknüpften Netz, das von eigenverantwortlichen „Knoten“ gehalten wird und in dessen Mittelpunkt der SEV als Vermittler, Lobbyist, Projektentwickler und Serviceanbieter steht, ausgetauscht. Das Ergebnis ist ein flexibler Energiepool, der auf den Aufbau zentraler Bürokratien verzichtet und den Wissenstransfer ebenso garantiert wie die kollektive Vertretung der eigenen Interessen. Hier sind also viele „Köpfe“ am Werk und das ist der Vorteil dieses Kooperationsmodells, das dem europäischen Trend entspricht und in

erster Linie natürlich den Mitgliedern des SEV zu besonders günstigen Preisen zugutekommt.

R. Rosanelli: Es geht ja gar nicht anders: Wenn die „Energiewende“ mit den Zielen Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Sozialverträglichkeit Erfolg haben soll, muss die Bereitstellung von Energiedienstleistungen in den Mittelpunkt rücken und dafür braucht es eben neue Technologien, Kapital, Know-how, Marketingstrategien und die Entwicklung eines breiten Serviceangebots. Der Markt wandelt sich: Aus Energieversorgungsunternehmen, die Energie verkaufen, werden Energiedienstleister mit einer Vielzahl neuer Angebote. Das haben auch die großen Energieversorger erkannt und greifen immer öfter auf unsere Beratungsleistungen zurück.

R. Rienzner: Und gerade die dezentral aufgestellte Südtiroler Energiewirtschaft ist auf die Zulieferung von Service-Leistungen angewiesen, um bestehen zu können.

R. Rosanelli: Ein Beispiel dafür ist unsere Ausfallsicherung für Fernheizwerke. Gemeinsam mit einem deutschen Partnerunternehmen stellen wir eine mobile Heizanlage zur Verfügung, mit der die Wärmeversorgung, auch nach Betriebsausfällen aufgrund von Naturkatastrophen und technischen Problemen, landesweit gewährleistet wird. Dieses Modell ist nur solidarisch möglich, da die Kosten von einem Heizwerk allein natürlich nicht getragen werden können.

> Radius: Sie plädieren ausdrücklich für Kooperation, Dezentralität und Bodenständigkeit. Die geplante Fusion zwischen den beiden großen Playern Etschwerke AG und SEL AG scheint ihrer Vision einer zukunftsfähigen Südtiroler Energielandschaft zu widersprechen.

R. Rienzner: Wir hätten uns ein Kooperationsmodell gewünscht, das Unternehmen, Stadtwerke und Genossenschaften verbindet und den Strom aus großen Wasserkraftwerken, etwa über einen Strompool und eine Südtiroler Strombörse, allen zur Verfügung stellt. Aber jetzt ist eine Entscheidung gefallen und es ist unsere Aufgabe, das Beste daraus zu machen.

> Radius: Wird Strom jetzt billiger?

R. Rosanelli: Das Tarifsystem mit Steuern und Abgaben, die einen beträchtlichen Teil des Endpreises ausmachen legt der staatliche Gesetzgeber und nicht das Land Südtirol fest. Auch die neue Gesellschaft wird an diese Vorgaben gebunden sein. Um es ganz klar zu sagen: Die von der Politik vorangetriebene Fusion bringt an sich keinen billigeren Strom. Handlungsspielraum besteht hier nur im Bereich der Direktvermarktung, bei der bestimmte Erzeuger mit definierten Verbrauchergruppen verknüpft werden. Wir arbeiten daran!

Radius: Herr Rienzner, stellen Sie sich vor, ich möchte ein Kraftwerk bauen. Helfen Sie mir als Verband dann dabei?

R. Rienzner: Natürlich. Ich würde Sie an unser Dienstleistungszentrum verweisen. Da sind sie immer in guten Händen. Das energiegeladene SEV-Team vor dem Energietower

SEV: Der Südtiroler Energieverband

Mit Fachwissen und Zukunftsentwürfen prägt der SEV die Südtiroler Energiewirtschaft. Heute gehören dem Verband 306 Mitglieder an und darunter sind 119 Wasserkraftwerke, 56 Bioheizkraftwerke und 157 Photovoltaikanlagen.

Der SEV vertritt – in Südtirol, in Italien und in der EU-Hauptstadt Brüssel – 195 Unternehmen, 34 Gemeinden und öffentliche Körperschaften sowie 77 Genossenschaften und Konsortien und ist auch deshalb aus der Südtiroler Energielandschaft nicht mehr wegzudenken. Ein kooperativ vernetzter Pool aus Unternehmen, Genossenschaften und Stadtwerken für die Energieversorgung der Zukunft: Als Serviceplattform und unabhängiger Partner will der SEV kleinen und mittleren Energiebetrieben in Südtirol den Rücken stärken.

Die Ausgangslage ist gut

Seit mehr als 100 Jahren stellen in Südtirol Stadtwerke sowie kleine und mittelständische Unternehmen und Genossenschaften die Versorgung mit Energie – verlässlich und kundennah – sicher. Zudem gibt es in Südtirol eine Vielzahl erneuerbarer Energieträger, die nachhaltig und eigenständig genutzt werden können. Ökologische Selbstversorgung?

Warum eigentlich nicht – wenn die Voraussetzungen dafür bestehen. Auch das ist Autonomie – und Unabhängigkeit. Der SEV setzt sich daher aktiv für den Einstieg in eine – den örtlichen Bedürfnissen optimal angepasste – dezentrale und demokratische Energiewirtschaft ein.

SEV – Südtiroler Energieverband

Giuseppe di Vittorio Str. 16 | 39100 Bozen Tel. 0471 064 400 | Fax 0471 064 409 info@sev.bz.it | www.sev.bz.it

SYNECO: Ökonomie und Ökologie

SYNECO berät und begleitet Unternehmen und öffentlichen Organisationen im Bereich der Energiewirtschaft und des nachhaltigen Wirtschaftens.

Geschäftsführer

Rupert Rosanelli erklärt: „Wir unterstützen gewerbliche Unternehmen dabei, Ressourcen effizient einzusetzen und so ihre Position am Markt nachhaltig zu stärken. Für Energieproduzenten und -versorger leisten wir hochspezialisierte und innovative Services und setzen gemeinsam mit ihnen Geschäftsmodelle um, die neu

SYNECO-Mitarbeiter v.l.: Matteo Zandonai, Rupert Rosanelli, Christoph Larch

und zukunftsfähig sind. Für Investoren bieten wir innovative Möglichkeiten, im Bereich der erneuerbaren Energien erfolgreich zu agieren und begleiten Projekte von der Planung und Bewertung bis zur Inbetriebnahme und Wartung von Anlagen.“

Ganzheitliche Konzepte

Für Gemeinden und öffentliche Einrichtungen erarbeitet SYNECO ganzheitliche Konzepte zur Verbesserung der Umwelt- und Energiebilanz sowie der Lebensqualität für Bürger. Die Kunden profitieren von der Erfahrung des interdisziplinären Teams, in dem Fachkräfte aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Technik, Naturwissenschaften und Recht zusammenarbeiten. Um die Dienstleistungen laufend zu verbessern, werden regelmäßig mit italienischen und internationalen Verbänden sowie mit universitären Einrichtungen Erfahrungen ausgetauscht. Mittlerweile ist SYNECO an drei Standorten in Südtirol, Nordtirol und Italien tätig. „In Partnerschaft mit unseren Kunden erzeugen wir nachhaltigen Mehrwert durch innovative Geschäftsmodelle und Zukunftsstrategien. Wir stehen für perfekte Synergie von Ökonomie und Ökologie, deshalb SYNECO“, so Rupert Rosanelli.

Syneco GmbH

Marie-Curie-Str. 17 | 39100 Bozen

Tel. 0471 301 731 | Fax 0471 326 000 office@syneco-consulting.it | www.syneco-consulting.it

Energieeffizienz in der Druckluft

Druckluft, nach Strom, Gas und Wasser das vierte Versorgungsstandbein der Industrie, jedem ein Begriff, aber trotzdem weitgehend unbekannt. Wie viel Energie darf die Produktion von Druckluft verbrauchen, was kostet Druckluft, und wer kann das beantworten?

Einerseits

ist bekannt, dass die Erzeugung von Druckluft sehr energieintensiv ist, dennoch werden Kompressoren und nachgeschaltete Komponenten wie Trockner und Filter häufig vernachlässigt. Laut Studie des Fraunhofer Institutes geht man in Europa von durchschnittlich 33 % möglicher Energieeinsparung aus. Daraus folgt, dass eine energieeffiziente Produktion auch gleichzeitig eine kostengünstige Produktion ist, da Energie bei weitem der größte Kostenfaktor über die Standzeit einer Druckluftanlage ist. So funktionstüchtig die meisten Kompressoren auch sein mögen, sind sie in puncto Ineffizienz kaum zu übertreffen: der Wirkungsgrad einer durchschnittlichen Druckluftanlage liegt bei mageren 5 % der zugeführten elektrischen Energie. Nicht mehr steht der Pneumatik zur Verfügung. Höhere Wirkungsgrade sind mit heutiger Kompressortechnik nicht zu erwarten, im Gegenteil: Anlagen mit solch niederen Wirkungsgraden können bei nicht korrekter Auslegung, vor allem bei Überdimensionierung sofort nochmals einige Prozentpunkte verlieren. Doch was passiert mit den restlichen 95 % der Energie? Sie werden zu ungenutzter Wärme: Ölkühlung, Luftkühlung, Reibung, Abstrahlung.

Optimierung der Energiekosten

Kompressor ohne Wärmerückgewinnung:

100 % elektrische Energieaufnahme, 95 % Wärmeverluste, 5 % Druckluft

die Kosten für Druckluft nicht bekannt sind und dass ohne Messtechnik deren Erfassung erst gar nicht möglich ist. Ein kurzes Beispiel einer Optimierung der Energiekosten: In einem Industriebetrieb verschlang die Druckluft jährlich 48.000 € an elektrischer Energie, dazu musste der Betrieb noch für 10.000 € Wärmeenergie zukaufen. Das ergab insgesamt 58.000 € an Energiekosten. Bei gleichbleibender Druckluftmenge konnten die Kosten für elektrische Energie auf 30.000 € gesenkt werden. Dank der Wärmerückgewinnung wurde die bereits vorhandene Wärmeenergie in die Heizung eingebunden, somit entfielen weitere 10.000 €. Nach dem Umbau betrugen die Energiekosten 30.000 €, damit wurde eine Einsparung von 28.000 € oder 48 % erreicht. Investitionen in die Verbesserung von Druckluftanlagen rechnen sich dank modernster Technologie binnen zwei bis drei Jahren.

Kompressor mit Wärmerückgewinnung:

Moderne Druckluftanlagen, wie sie heute von EL-COM gebaut werden, berücksichtigen alle Energieflüsse, analysieren diese laufend und ermöglichen dadurch eine stetige, dem Bedarf angepasste Optimierung. Der Grundgedanke ist einfach: nur produzieren, was benötigt wird. Es gilt, die minimal nötige Druckluftmenge bei minimal nötigem Druck, in bester Qualität und mit dem geringsten Energieeinsatz zu produzieren. Das Produzierte optimal nutzen, indem das Nebenprodukt Wärme abgefangen und für Heizung oder Prozesswärme nutzbar gemacht wird. Warum werden diese Ressourcen von Betrieben nur selten genutzt? Der häufigste Grund ist, dass

100 % elektrische Energieaufnahme, 73 % Wärmerückgewinnung, 22 % Wärmeverlustel, 5 % Druckluft

Seit Jahren investiert EL-COM in die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz von Druckluftanlagen, mit großem Erfolg. Durch interne Tests, Feldversuche und die fortlaufende Verbesserung der Anlagen im Kundenbesitz wurden Möglichkeiten gefunden, den Wirkungsgrad auf nahezu 80 % anzuheben, wohlgemerkt ausgehend von den ursprünglichen 5 %. Das macht EL-COM zum führenden Unternehmen im Bereich der industriellen Drucklufterzeugung. Realisierte Anlagen setzen Maßstäbe und erreichen eine nie dagewesene Energieeffizienz, welche jedem nationalen und internationalen Vergleich standhält.

EL-COM GmbH

Lahnweg 28 A | 39040 Auer Tel. 0471 967 445 | Fax 0471 810 758 info@el-com.com | www.el-com.com

Besser beraten –Erfolg mit Experten

Strategieentwicklung, Business-Pläne und Energiekonzepte zusammen mit Experten. Ziel aller Maßnahmen ist es, Probleme in den Energiebetrieben frühzeitig zu erkennen, die Erlöskraft zu sichern und auszubauen und Organisationsstrukturen einzuführen, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein.

Ab 2016 startet die neue Regulierungsperiode der Autoritá. Die Anforderungen für Qualität und Dokumentationspflichten werden immer höher. Auch wenn Sie seit Jahren als Stromproduzent und -verteiler tätig sind: Die gesetzlichen Vertreter und die Mitarbeiter sind manchmal überfordert, alle Normen und Gesetze auf eigene Faust zu erkennen und zu erfüllen und dabei noch Zukunftskonzepte für die Sicherung des Betriebes zu entwerfen. Auch der Aufsichtsrat braucht immer mehr die Garantie, dass alle Normen und Gesetze bestmöglich eingehalten werden und zusätzliche Optimierungspotentiale mittels Analyse der betriebsinternen Vorgänge erkannt werden. Stellt sich hingegen heraus, dass eine Aufgabe im Unternehmen durchgeführt werden muss und bisher vernachlässigt wurde, dann besteht dringender Handlungsbedarf.

Steigende Kontrollen seitens der Behörden

Die Geschäftsleitungen befürchten meist Schlimmes, wenn eine Kontrolle von seiten der staatlichen Behörde angekündigt ist. Auch wenn die bisherigen Lösungsansätze des E-Werks technisch gut umgesetzt wurden, ist es nicht selbstverständlich, dass die Dokumentation einer Prüfung standhält. Hier steht energy.360° consulting an Ihrer Seite. Aufgrund der Erfahrung kann dem Unternehmen kurzfristig bei Kontrollen beratend Unterstützung geboten werden; wichtig ist jedoch auch ein frühzeitiger Check vor einer möglichen Kontrolle, um vorgeschriebenene Prozesse und Dokumentationen umsetzen zu können.

GAP-Analysen und Strategieberatung als Lösung

Die Berater der energy.360° consulting analysieren in der GAP-Analyse zur Feststellung der IST-SOLL-Situation zusammen mit dem E-Werk die relevanten Abläufe.

Die Prozess- und Organisationsanalyse bietet weitere Optimierungsansätze wie z.B.:

• erstellen von Business- und Finanzplänen für die strategische Ausrichtung,

• eruieren von Erlösoptimierungen und Kostentreibern,

• aufdecken von nicht abgedeckten Aufgaben,

• Vermeidung von Doppelarbeit, Prozessorientierung und Effizienzsteigerung durch Einsatz von EDV und Automatisierung,

• Schulung von Mitarbeitern.

Zusammen wird ein Maßnahmenplan erstellt, um die Schritte, welche sich aus der Analyse ergeben, konkret in die Tat umzusetzen. energy.360° consulting bietet Beratung zur Entwicklung und Umsetzung von Projekten für Unternehmen und öffentlichen Körperschaften sowie Konzepte zur Energieeinsparung als auch zu Gründungen/Trägerschaftskonzepten an. energy.360° consulting arbeitet unabhängig, mit dem einzigen Ziel die E-Werke und Verteiler bei ihren Zielen zu unterstützen, dabei können Sie auf das richtige Netzwerk an Beratern zurückgreifen. Dazu zählen Energieberater, EDV-Spezialisten, Ingenieure, Steuerberater und Juristen, die die nötige Erfahrung mitbringen und einen Mehrwert schaffen und damit sicherstellen, dass für den Kunden der Einsatz lohnend ist.

energy.consulting GmbH

Julius-Durst-Str. 6 | 39042 Brixen

Tel. 0472 275 300 | Fax 0472 275 310 info@energy-360.it | www.energy-360.it

St. Anton: Dutzende Millionen für den Umweltschutz

„Zu innovativ, deshalb nicht zulässig ...“, das war einmal ein Argument, um die Übernahme des Kraftwerkes Mühlbach durch die Eisackwerk GmbH zu verhindern. Für St. Anton wurden solche Argumente erst gar nicht angeführt, man lässt das Duo Hellmuth Frasnelli und Karl Pichler mittlerweile Innovationen verwirklichen.

Ähnlich

wie die Pläne in Mühlbach, setzt auch das Projekt zur Erneuerung des Kraftwerkes St. Anton in Bozen, das fünftgrößte E-Werk in Südtirol, die Fachleute in Staunen. Geradezu begeistert zeigen sich die Techniker der Stadt-

verwaltung, die Umweltschützer, Fischer, Kanuten etc. Der Grund für die Begeisterung liegt in einer einfachen und doch genialen Idee. Die Talfer soll in Zukunft einen annähernd gleichmäßigen Wasserstand führen, was natürlich der gesamten Flora und Fauna im Flussbett und im Uferbereich zu Gute kommt. „Das Kraftwerk St. Anton wird alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Mit unserem Projekt zeigen wir wie das Schwall-Problem bei Wasserkraftwerken gelöst werden kann“, gibt sich Hellmuth Frasnelli begeistert. „Unabhängig davon, die Anlage ist über 60 Jahre alt, es wurde nie was investiert, höchste Zeit für eine Sanierung nach modernsten Gesichtspunkten“, ist auch Karl Pichler überzeugt. Wobei

Kraftwerk St. Anton
Stausee Wangen
Wasserviadukt Zuleitung

das Wort Sanierung sehr untertrieben erscheint, sieht man die Pläne genauer ein. Praktisch wird alles erneuert, von der Druckrohrleitung über die Turbinen bis zu den Generatoren. Damit soll auch die Produktion von etwa 270 Millionen Kilowattstunden auf 310 Millionen Kilowattstunden gesteigert werden.

Ende des Stilstandes

Seit über 60 Jahren produziert das Kraftwerk Strom. Ursprünglicher Betreiber bis 2010 war der Stromkonzern Enel und danach knapp vier Jahre lang die SE-Hydropower. Seit dem April 2015 nach aufreibenden Jahren im Kampf um die Konzession, stehen die Zeichen nun auf Erneuerung. Zur Erinnerung: Ende 2009 wurde der SEL die Konzession von St. Anton zugesprochen, obwohl die Bewertung durch die Landesämter dem Projekt der Eisackwerk GmbH den Vorzug gegeben hatte. Gestützt auf diese Tatsache erfolgte 2010 seitens der Eisackwerk GmbH gegen den Entscheid des Landes die Eingabe bei der Staatsanwaltschaft mit bekanntem Ausgang. Im Frühjahr 2015 musste die Landesverwaltung die Konzession neu vergeben – das Duo Frasnelli/Pichler war am Ziel und man konnte sich an die Umsetzung der Ideen machen.

Die Talfer ist derzeit gefährlich

Durch den sprunghaft wechselnden Wasserstand, bedingt durch den Kraftwerksbetrieb ist die Talfer, zumindest der Abschnitt vom Kraftwerk bis zur Eisackmündung, italienweit als einer der gefährlichsten Flüsse eingestuft. Derzeit wird in St. Anton Spitzenstrom produziert, das heißt die Turbinen arbeiten nach Bedarf, gespeist von einem Stausee in Wangen am Ritten. Bei Volllast aller drei Turbinen führt die Talfer im Schwallbetrieb innerhalb von kürzester Zeit mehr als zehnmal so viel Wasser. Dadurch sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Menschen in Bedrängnis oder zu Tode gekommen. Das Ziel ist es nun dies zu vermeiden und einen möglichst gleichhohen Pegel der Talfer zu erreichen. Doch wie soll das gehen?

Schnitt mit Angabe der verschiedenen Hochwasserpegel

Quote Eingangsareal

Gemeindestraße Sankt Anton

Umspannstation St. Anton
Peltonturbine Krafthaus St. Anton

Ein 100.000 Kubikmeter fassendes Wasserbecken im Berg

Die bahnbrechende Idee war ein knapp 100.000 m³ fassendes Kavernenbecken im Berg hinter dem Kraftwerk (zum Vergleich: die größten Speicherteiche für Beschneiungsanlagen fassen ebenfalls maximal 100.000 m³). Mit Kavernenanlage haben die Eisackwerke schon in Mühlbach für Aufsehen gesorgt, allerdings in anderer Form. „Auch diese Anlage wird nach Fertigstellung wieder zahlreiche Fachbesucher aus aller Welt anziehen“, davon ist Hellmuth Frasnelli fest überzeugt. Mit diesem unterirdischen Staubecken wird dann der derzeitige Schwallbetrieb der Talfer Geschichte sein. Bei Volllast wird ein Teil des Wassers einfach zurück in den Berg geleitet, das Becken wird gefüllt; wenn die Turbinen stillstehen, wird das Becken langsam in die Talfer geleert. Damit erreicht man zwischen Kraftwerk und Mündung in den Eisack einen annähernd gleichbleibenden Wasserstand, unabhängig davon, ob die Turbinen laufen, Strom produziert wird oder nicht.

Eisackwerk ist gleich Innovation ... ... und Innovation kostet! Auf diesen einfachen Nenner lässt sich das Projekt bringen; und die komplette Erneuerung der Anlage St. Anton lassen sich die neuen Betreiber auch gehörig was kosten. „Wir gehen von einem Gesamt-Investitionsvolumen von etwa 55 Millionen Euro aus. Diese Summe ist deshalb so hoch, weil wir allein in den Umweltschutz, mit dem Kavernenstaubecken zusätzliche Kosten von etwa

23 Millionen veranschlagen müssen. Wenn man bedenkt, dass bisher absolut gar nichts getan wurde, so ist dies ein weiterer Beweis dafür, dass wir als private Unternehmer nicht nur auf Profit aus sind. Wir nehmen mit unseren innovativen Ideen zu Gunsten von Umwelt und Nachhaltigkeit sehr viel Geld in die Hand“, argumentiert Karl Pichler. „Dazu kommt, dass wir als private Investoren dafür garantieren, dass in erster Linie Südtiroler Firmen und Lieferanten zum Zug kommen, was wiederum über direkte Steuern und Wertschöpfung dem Land zu Gute kommt“, beleuchtet Hellmuth Frasnelli noch den gesamtwirtschaftlichen Aspekt. Zusätzlich zu diesen Investitionen sind noch weitere Millionenbeträge in Form von Umweltgeldern, Konzessionsgebühren, Mietgeldern und Steuern fällig; insgesamt mehr als 8 Millionen Euro pro Jahr. Alles in allem eine Win-Win-Situation für Betreiber und Allgemeinheit. Das bestätigt zu 100 % den Aufmacher der Eisackwerk GmbH auf ihrer Homepage, denn da heißt es: „Das Ziel von Eisackwerk ist die Projektierung und Umsetzung von sicheren, umweltfreundlichen und effizienten Kraftwerken. Die Unternehmensethik stellt die Sicherheit der Bevölkerung sowie den Schutz der Umwelt immer vor den Profit.“

Eisackwerk GmbH

Gerbergasse 40 | 39100 Bozen Tel. 0471 977 769 | Fax 0471 977 466 info@eisackwerk.it | www.eisackwerk.it

Stollenachse

Ausbruchprofil

Überlaufkanal

Die Vertragsunterzeichnung im April 2015 ... ... und die Schlüsselübergabe an Karl Pichler und Hellmuth Frassnelli.

Die größten Wasserkraftwerke

Mit Wasserkraft elektrische Energie zu gewinnen ist effizient, relativ kostengünstig und (meist) sehr umweltfreundlich. Speicherbecken und Flusskraftwerke gibt es weltweit in Dimensionen, die für alpenländische Verhältnisse kaum zu begreifen sind. Nachstehend drei Tabellen über die größten Wasserkraftwerke der Welt. Aufgelistet nach Leistung in Megawatt (MW) und nach Höhe und Länge der Staudämme.

Dass bei den leistungsstärksten Talsperren Länder wie China, Brasilien, Venezuela, Myanmar und Russland die Nase vorne haben, liegt wohl auch daran, dass die Umweltauflagen bei derartig gigantischen Projekten weit unter dem mitteleuropäischen Standard liegen.

Der Drei-Schluchten-Damm vom Jangtsekiang

Auf den ersten Blick ist der Damm tatsächlich beeindruckend. Nach 17 Jahren Bauzeit wurde das mit 185 Metern Höhe und über 2.309 Metern Länge weltweit größte Bauwerk seiner Art im Juni 2006 fertig. Als Talsperre staut es den Oberlauf des Jangtsekiang zu einem 650 Kilometer langen See (zum Vergleich Luftlinie vom Brenner bis Rom). Bei der Planung des Damms hatte Chinas Führung alle in- und ausländischen Warnungen vor den ökologischen, geologischen und ökonomischen Problemen ignoriert.

Das umgerechnet etwa 20 Milliarden Euro teure Projekt hat mit 26 Großturbinen ebenso viel Kapazität zur Stromerzeugung wie 18 Atomkraftwerke. „Trotz aller wirtschaftlichen Erfolge des Damms bestehe fortlaufender

Drei-Schluchten-Damm von Jangtsekiang in China

Handlungsbedarf, um die durch seinen Bau entstandenen Probleme zu lösen“, das gibt mittlerweile auch die chinesische Führung zu. Der Jangtsekiang speist auch weitere drei Megakraftwerke zwischen 9.000 und 12.600 MW. Damit liegen vier der zehn größten Wasserkraftwerke am Jangtsekiang. Abgesehen von Anlagen in Russland sind die zwei leistungsstärksten europäischen Wasserkraftwerke das Donau-Flusskraftwerk „Eisernes Tor“ zwischen Serbien und Rumänien (2.192 MW) und die Grande-DixenceTalsperre in der Schweiz mit 2.069 MW.

Die höchsten und längsten Talsperren

In dieser Wertung liegt der Iran vor China. Eine 315 Meter hohe Talsperre staut den Fluss Bachtiari. Knapp dahinter liegt China mit zwei Talsperren (am Dadu He und am Yalong Jiang), die auch 312 bzw. 305 Meter erreichen. Insgesamt sind sieben der höchsten Talsperren im Reich der Mitte. In den Top 10 noch vertreten ist Tadschikistan mit einer 300 Meter langen Talsperre am Fluss Wachasch und die Schweiz mit der Grande-Dixence-Talsperre. Zum Vergleich, die höchste Talsperre in Österreich ist die Kölnbreinsperre im Maltatal/Kärnten mit 200 Meter. In Italien ist die 178 Meter hohe Talsperre Alpa Gera, die den Cormor in der Lombardei staut, die mächtigste Talsperre.

Größten Wasserkraftwerke Leistung MW Staat Fluss

Drei Schluchten 18.200 China Jangtsekiang

Itaipú 14.000 Brasilien, Paraguay Rio Parana Xiluodu 12.600 China Jangtsekiang

Turuchansk 12.000 Russland Untere Tugunska

Belo Monte 11.000 Brasilien Xingu

Guri (Simon Bolivar) 8.850 Venezuela Rio Caroni

Wudonge 8.700 China Jangtsekiang

Tucuruí 7.960 Brasilien Rio Tocantins

Tasang 7.110 Myanmar Saluen

Grand Coulee 6.495 Vereingte Staaten Columbia River

Kraftwerk Eisernes Tor 2.192 Serbien, Rumänien Donau

Grand Dixence 2.069 Schweiz La Dixence

Traurige Berühmtheit erreichte die ehemals höchste Talsperre Italiens, die 260 Meter hohe Vajont-Staumauer 100 km nördlich von Venedig. Sie wurde ab 1956 zur Aufstauung des Flusses Vajont errichtet. Sie ist durch die „Katastrophe von Longarone“ am 9. Oktober 1963 weltweit bekannt geworden.

Das Aufstauen des Stausees Vajont führte zu einem Bergrutsch vom Monte Toc in den See. Dieser verursachte eine große Flutwelle, die sich über die Mauerkrone in das enge Tal ergoss und das Städtchen Longarone vollständig zerstörte. Bei der Katastrophe starben etwa 2.000 Menschen. Mehr als die Hälfte der Leichen wurde nicht gefunden. Die Mauer ist heute noch vorhanden, der See wurde allerdings nicht wieder aufgestaut.

7.700 Meter lange Talsperre in Südamerika

Der Grenzfluss Paranà zwischen Brasilien und Paraguay wird mit einer 7.760 Meter langen und 196 Meter hohen Mauer aufgestaut. Die mit Abstand gewaltigste Talsperre der Welt. In dieser Wertung staut die „Barrage Robert Bourassa“-Talsperre den Fluss „La Grande Rivere“ in Kanada mit 2.826 Meter Länge und 168 Meter Höhe. An dritter Stelle die „Oroville“-Talsperre in Nordamerika mit 2.317 Meter und einer Höhe von 235 Meter.

Höchsten Talsperren Höhe in m Länge in m Staat Fließgewässer

Bachtiari 315 434 Iran Bachtiari

Shuangjiangkou 312 649 China Dadu He Jinping 305 569 China Yalong Jiang Nurek 300 704 Tadschikistan Wachsch

Lianghekou 295 616 China Yalong Jiang

Xiaowan 292 900 Cina Mekong

Grande Dixence 285 695 Schweiz Dixence

Baihetan 277 728 China Jinsha Jiang

Vajont 261,6 190 Italien Vajont

Kölnbreinsperre 200 626 Österreich Bäche & Obere Malta

Vajont-Staumauer in Longarone

Atom, Kohle, Sonne und Wind

Die leistungsstärksten Atomkraftwerke stehen in Deutschland und Frankreich mit Leistungen von 1.350 bis 1.500 MW. Die stärksten Anlagen in Amerika, Brasilien und Japan leisten zwischen 1.150 und 1.350 MW.

Im Vergleich dazu leisten Kohlekraftwerke im Durchschnitt 100 MW. Wesentlich effizienter und umweltfreundlicher sind Gasturbinen; sie bringen je Einheit eine Leistung von bis zu 340 MW.

Sonnenenergie und Biogas

Das erste kommerziell betriebene Solarthermie-Kraftwerk entstand bereits 2007 in der Nähe von Sevilla. Die Anlage hatte eine Leistung von immerhin 11 MW. Angespornt von diesem Erfolg bauten spanische Ingenieure drei Anlagen in der Provinz Granada – heute eine Leistung von rund 150 MW. In der Wüste von Seih Al-Dahal bei Dubai entsteht seit 2012 ein Werk, das mit Solarpanelen bis 2030 auf eine Leistung von 1.000 MW kommen soll. Leistungsmäßig weit dahinter liegen derzeit (noch) die Biogasanlagen. In dieser Technologie ist Deutschland füh-

Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind:

• Wasserkraftwerke

• Wasserver- und entsorgung

• Anlagen für Energietransport und -verteilung

• Fernheizwerke

• Verkehrswegebau (Straßen-, Tunnel- und Eisenbahnbau)

• Spezialtiefbau und Geotechnik

Durch eine interdisziplinäre Bearbeitung von Projekten bieten wir komplette Lösungen "aus einer Hand"

rend. Der „BioEnergie Park Güstrow“ ist derzeit die mit Abstand größte Anlage der Welt und leistet 50 MW und ist in keiner Weise mit anderen Biogasanlagen vergleichbar.

Größte Windturbine der Welt – die E-126

Die derzeit größte Turbine ist die E-126 der Firma Enercon. Maße: Rotor 127 m Durchmesser; Nabenhöhe 135 m auf Stahlbetonturm (2.800 t Gewicht); Gesamthöhe 198,5 m; Kosten einer E-126: 11 Millionen Euro. Bei den Windkraftanlagen sind England und Deutschland an der Spitze. Die größte Offshore-Windkraftanlage, die derzeit in Betrieb ist, befindet sich in Südengland. 175 Turbinen bringen eine Leistung bis zu 1.000 MW. Dahinter liegen Anlagen im Bereich von 300 bis 600 MW vorwiegend in der Nordsee vor der Küste von England, Deutschland und Belgien. Geplant und in Bau befindliche Anlagen haben in der Zukunft aber ganz andere Dimensionen. Allein in England gibt es acht aktuelle Projekte, deren Leistung zwischen 1.800 und 9.000 MW liegen. Erst weit dahinter liegen Projekte in Deutschland und den USA mit 500 bis 700 MW.

INGENIEURBÜRO / STUDIO D’INGEGNERIA

Fernheizwerk
Fiera di Primiero
Wasserkraftwerk Reinbach

Energiesparen im großen Stil

Neuentwickelter hydraulischer Abgleich samt Qualitätssicherung bei Heizungsanlagen bringt enorme Einsparungen.

Dass der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Energieeinsparung ist, steht längst außer Frage. Präzise und kontrolliert durchgeführt sorgt dieser dauerhaft in allen Anlagen, in denen mit Wasser Energie verteilt wird, für die optimale Verteilung, gleichmäßige Versorgung, gute Regelbarkeit und sparsamsten Betrieb. Wie viel Einsparung durch Einsatz des modernsten Verfahrens für den hydraulischen Abgleich möglich ist, zeigen einige Projekte des Landes Südtirol und der Stadtwerke Bruneck. Dem Brunecker Anlagenbauer Peintner GmbH gelang es, über 30 % der Energiekosten in der Technischen Fachoberschule in Bruneck einzusparen. Über ähnlich hohe Einsparungen kann sich auch das bekannte Hotel Andreas Hofer in Bruneck freuen.

Wie sind so hohe Einsparungen möglich?

Es gilt europaweit als eines der besten und verlässlichsten Verfahren zur Optimierung und Qualitätssicherung von Heizungsanlagen – das „myWarm | pure Efficiency Verfahren“ für den hydraulischen Abgleich. Für die Optimierung sind hierfür keine Anlagenpläne oder Rechenwerte und auch kein Umbau erforderlich. Selbst mit alten Thermostatventilen und alten Heizkörpern ist die volle und dauerhafte Optimierung in wenigen Tagen möglich. Einzigartig daran ist auch die genaue Dokumentation der Messdaten. Die Stadtwerke Bruneck beispielsweise bieten ein Tarifmodell an, bei welchem die Einspeisung niedriger Rücklauftemperaturen dem Endkunden einen großen Preisvorteil beim Wärmeeinkauf bringt. Über 20 % günstiger ist die Kilowattstunde, welche bei einer Rücklauftemperatur von weniger als 35°C abgenommen wird. Aber auch bei jedem Gasbrennwertgerät

ist der Kilowattstundenpreis bei einer Rücklauftemperatur von unter 45°C um mehr als 10 % günstiger als bei 55°C.

Die Optimierung der Rücklauftemperaturen zahlt sich also immer aus

Entscheidend für den sparsamen Betrieb einer Heizung sind die hydraulischen Widerstände im Rohrleitungssystem, die Durchflussmengen durch die Heizflächen und die Pumpenleistung. Sind diese zueinander abgestimmt, sorgen sie dafür, dass alle Räume im richtigen Verhältnis zueinander die Wärmeenergie bekommen und Verschwendung vermieden wird. So reichen kleinere Anschlusswerte und Kesseldimensionen, was wiederum Neuinvestitionen erspart. Und wird weniger Pumpenleistung benötigt, kann enorm viel Strom eingespart werden.

Stromverbrauch

33 % jährliche klimabereinigte Heizkosteneinsparung in der Technischer Fachoberschule Bruneck durch myWarm | pure Efficiency.
v.l.: Lothar Huber, Geschäftsführer Peintner GmbH und Hermann Pramstaller, Techniker Stadtwerke Bruneck
für Pumpen in der Technischen Fachoberschule in Bruneck wurde um 77,5% reduziert.

Optimierung der Rücklauftemperatur führt zu günstigeren Fernwärmetarifen, geringeren Anschlusswerten & höherem Wirkungsgrad.

Das myWarm | pure Efficiency Verfahren ermittelt zur Optimierung einfach bei allen Heizflächen die ankommende Energie aus Vorlauf, Rücklauf, Raumtemperatur und Heizkörperleistung. Auf Basis dieser Messwerte werden via Internet die Werte für den richtigen hydraulischen Widerstand an jeder Heizfläche errechnet. Die errechneten Einstellwerte werden zurück zur Heizfläche geschickt, wo Stellmotoren die Durchflussmengen am jeweiligen Heizkörper begrenzen. Die Wirksamkeit der Einstellungen ist sehr rasch sichtbar. Die begrenzten Heizkörper werden am Rücklauf kälter,

mehr warmes Vorlaufwasser fließt nun weiter und hydraulisch schlecht gelegene Heizkörper werden wärmer. Alle Einstellungen bleiben unter Kontrolle, Baufehler, falsche Heizflächen Dimension und Fehlzirkulationen werden sicher und rasch erkannt. Pläne des Verteilnetzes sind nicht notwendig. Die myWarm Ventilhub-Begrenzer, welche nach der Einstellung dauerhaft für den richtigen hydraulischen Abgleich sorgen, ersparen teure Umbauten an der Anlage wie z.B. Ventiltausch, und sind wartungsfrei. Am Ende steht eine detaillierte Dokumentation der Anlage mit allen Einstellungen und der erreichten Optimierung zur Verfügung.

Die Verlässlichkeit des Verfahrens in allen Anlagen und möglichen Umständen begeistert nicht nur die Stadtwerke Bruneck. Auch viele große europäische Energieversorger wie Wien Energie, Linz AG, IKB Rheinenergie, Stadt München setzen auf das erfolgreiche Verfahren des österreichischen Unternehmens myWarm GmbH. Die Stadtwerke Bruneck konnten durch die merkbar niedrigeren Rücklauftemperaturen im Wärmenetz den jährlichen Primärenergiebedarf um über 10 %, und den CO2 Ausstoß äquivalent zu Heizöl um ca. 100 Tonnen senken. Das Land Südtirol spart jährlich über 30 % der Heizkosten in der TFO in Bruneck. Aber auch kleinere Unternehmen wie das Hotel „Andreas Hofer“ freuen sich über die Investition, welche sich nach eigenen Angaben in den nächsten zwei Jahren amortisiert haben wird und ihm dauerhaft 25 % an Heizkosten spart.

Energie- und Klimaprogramm für Gemeinden

Gemeinden sind wichtige Gestalter für eine ressourcenschonendere Zukunft: Sie tätigen Investitionen in energieeffiziente Technologien, erarbeiten nachhaltige Mobilitätskonzepte und beschließen Energiesparmaßnahmen im öffentlichen Gebäudesektor.

Damit übernehmen sie auch eine Vorbildfunktion für Bürger und ansässige Unternehmen. Das KlimaGemeindeProgramm, das von der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus in Kooperation mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige entwickelt wurde, unterstützt Gemeinden dabei, ein nachhaltiges Energie- und Umweltmanagement zu erarbeiten, umzusetzen und dessen Wirksamkeit zu prüfen. Das KlimaGemeinde-Programm basiert auf dem European Energy Award®, einem europaweit einheitlichen und anerkannten Energiemanagementsystem für Kommunen zur Energieeffizienzsteigerung und zur Steigerung einer bewußten Nutzung natürlicher Ressourcen. Im Mittelpunkt steht ein kontinuierlicher Optimierungssprozess der gesamten Energieeffizienz der Gemeinde durch innovative, technische und bauliche Lösungen. Das KlimaGemeinde-Programm knüpft damit an europaweite Anstrengungen an, Kommunen verstärkt als Klimaschutzakteure zu positionieren. Teilnehmende Kommunen, die ihre Energie- und Umweltbilanz beständig ver-

bessern, werden mit der „KlimaGemeinde-Zertifizierung“ ausgezeichnet.

Mit konkretem Instrument zum KlimaLand Südtirol hat sich im Bereich Energie- und Klimapolitik viel vorgenommen. Mit dem im Jahr 2011 verabschiedeten KlimaLand-Plan hat sich die Provinz Bozen zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß pro Einwohner bis 2020 auf unter 4 Tonnen und bis 2050 auf 1,5 Tonnen zu reduzieren. Derzeit fallen circa 5 Tonnen an klimaschädlichem CO2 pro Einwohner an. Südtirol will zudem seine Energieautonomie ausbauen. 90 % des Energieverbrauchs sollen bis 2050 ausschließlich mit lokalen und regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Um diese Ziele zu erreichen, ist die Einbindung von Gemeinden notwendig. Mithilfe eines Energie- und Umweltmanagement-Plans können Gemeinden evaluieren, in welchen Bereichen sie Maßnahmen ergreifen können, um Energie und natürliche Ressourcen einzusparen. Beispielsweise können sie die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Systeme umstellen, in energieeffiziente Anlagentechnik von Schwimmbädern investieren, klimafreundliche Stromerzeugung durch den Ausbau erneuerbarer Energien fördern, das Mobilitätskonzept in der Gemeinde fahrradfreundlicher gestalten, oder kommunale Gebäude wie Schulen und Ämter energetisch sanieren.

Weitsichtige Energie- und Umweltmanagementpläne Es existiert kein Universalansatz für die Erstellung eines Energie- und Umweltmanagementplans. Vielmehr müssen lokale Herausforderungen und Potenziale betrachtet werden, um sinnvolle und zielführende Maßnahmen zu erarbeiten. Das KlimaGemeinde Programm leistet dabei Hilfestellung. In der Gemeindeverwaltung wird die Arbeitsgruppe „Energy Team“ gebildet, deren Kompetenzen im Bereich Energie und Umwelt geschult werden, um sie bei die Ausarbeitung und Umsetzung des energiepolitischen Arbeitsprogramms zu begleiten.

Ein ausgebildeter „KlimaGemeinde Berater“ unterstützt die Gemeinde bei der Erarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen. Darüber hinaus wird ihnen die Energiebuchhaltungssoftware „Energiebericht Online“ zur Verfügung gestellt. Die Software

sammelt und wertet Daten zu CO2 Werten in der Gemeinde sowie zu Energie- und Wasserverbräuchen öffentlicher Gebäude aus. Das Programm unterstützt Gemeinden ebenso dabei die Bevölkerung für die Thematiken Klimaschutz und Energieeinsparungen zu sensibilisieren. Die Teilnahme an dem KlimaGemeinde Programm bietet Kommunen damit wertvolle Dienstleistungen: Sie erhalten eine Reihe von Instrumenten und Know-how zur Entwicklung, Umsetzung und Verifizierung einer nachhaltigen Energiestrategie. Dadurch senken sie langfristig ihre Energiekosten, ihren Ressourcenverbrauch und tun zugleich Gutes für die Umwelt und für die Sicherstellung der Lebensqualität in ihrer Gemeinde. Die KlimaGemeinde Zertifizierung dient zudem dem Standortmarketing.

Energie- und Umweltlandesrat Richard Theiner begrüßt das KlimaGemeinde Programm und unterstreicht dessen Wichtigkeit mit folgenden Worten: „Die KlimaGemeinde Zertifizierung ist ein praxisorientierter Impulsgeber für Gemeinden, um aktiven Klimaschutz zu betreiben. In einer KlimaGemeinde zu leben, sollte ein Wunsch aller Bürger sein. Das Programm hilft Gemeinden dabei, dass wir in Zukunft mehr Energie sparen und klimafreundliche Energieträger effizient nutzen, um damit unseren einzigartigen Lebensraum für unsere Nachkommen zu erhalten.“ Weitere Informationen unter www.klimagemeinde.it

Sand in Taufers: erste zertifizierte KlimaGemeinde Südtirols

GRAF-AG heizt und kühlt mit Luft

Energetisch eigenständig, frei und unabhängig sein: Die Wärme bezieht das ECOHOUSE von GRAF-AG aus der Luft, Erde oder dem Grundwasser; den Strom aus Photovoltaik. Die 1 Millimeter dünne Innendämmung und das Infrarot-Speicherheizsystem unterstützen energetisch gesundes Wohnen. Interessant auch als Nachsanierung und für Altbauten.

Werträumt nicht davon? Einmal das Eigenheim bzw. das Betriebsgebäude energetisch sanieren und danach kein Geld mehr für Gas, Pellets und Strom ausgeben. GRAF-AG hat die Komplettlösung für energetische Unabhängigkeit. Die Kosten bei der Anschaffung halten dem Vergleich mit herkömmlichen Lösungen stand und machen sich langfristig durch das Wegfallen der Brennmaterial- und Stromrechnungen erst recht bezahlt.

Luft gibt’s überall und unbegrenzt Innovative Wärmepumpen nutzen die Wärmequellen Erdwärme, Grundwasser und Luft zum Heizen, Kühlen und fürs Warmwasser. Sie sind imstande, durch Komprimierung des Kältemittels das Heizungswasser bis zu 70 Grad zu erwärmen. „In 95 % eignet sich Luft als Energiequelle am besten“, erläutert Helmuth Graf, einer der drei Geschäftsführer und Brüder von GRAF-AG. Das kleine Außengerät im Garten oder auf dem Dach kann auch nachträglich bei bestehendem Gebäude mit dem innovativen Heizungssystem eingebaut werden. Die Kosten sind mit denen einer PelletsHeizung vergleichbar, mit dem großen Unterschied, nie mehr Geld für Brennmaterial auszugeben.

Sinnvoll dämmen und schlau heizen

Der Wärmetest beweist: Die mit AERO-THERM beschichtete Fliese aus dem Kühlschrank fühlt sich bedeutend wärmer

an als die ohne und wird im Zimmer auch nicht feucht. 1 mm AERO-THERM auf Innenwände und Decken aufgetragen, reicht für die Wärmedämmung aus, spart bis zu 46 % Energie und behebt energetische Schwachstellen, sogenannte Wärmebrücken. Das Geheimnis der CALADIAInfrarot-Speicherheizung hingegen ist die hohe Speicherfähigkeit von Wärme im Inneren des designten Heizkörpers, welche durch die patentierte Ansteuerung hocheffizient arbeitet und so einen geringen Stromverbrauch sichert.

Strom erzeugen und sparen

GRAF-AG plant, entwickelt und realisiert maßgeschneiderte Lösungen von maximaler Energieeffizienz. Jede einzelne Photovoltaik-Platte erzeugt unabhängig von der anderen Strom, sodass Beschattungen keine Rolle spielen. Strom sparen helfen LED-Lampen: bis zu 90 %. Sie verbrauchen im Vergleich zu Glühbirnen nur 10 % an Energie und haben eine lange Lebensdauer. Sie enthalten keine giftigen Stoffe und belasten nicht die Raumluft. LUXXLED steht für eine große Auswahl an Formen und Farbtönen von Produkten für den individuellen Lichtkomfort.

„Fenster und Heizung sanieren, sinnvoll dämmen, den Strom selbst erzeugen und durch LED einsparen“, bringt Helmuth Graf die Schritte zur energetischen Freiheit auf den Punkt. Mit dem ECOHOUSE von GRAF-AG wird dieser Traum Wirklichkeit und ist für jeden erschwinglich.

GRAF-AG GmbH

Schlachthofstraße 30 C | 39100 Bozen

Tel. 0471 080 200 | Fax 0471 080 201 info@graf-ag.com | www.graf-ag.com

Smart Metering – Smart Grid

Treibender Motor unserer Gesellschaft ist eine gesicherte Stromversorgung. Dabei leisten intelligente Zähler einen wesentlichen Beitrag zur effizienten Stromnutzung. Bei der Entwicklung intelligenter Stromnetze (Smart Grids) kommt diesen Zählern eine Schlüsselposition zu.

Derfortschreitende Ausbau erneuerbarer Energien erfordert eine grundlegende Anpassung und Veränderung des bisherigen Stromversorgungssystems. Besondere Herausforderungen ergeben sich dabei aus der stark fluktuierenden Stromerzeugung aus Wind, Wasser- und Sonnenenergie. Hier muss das Energiesystem zukünftig deutlich flexibler werden, um beispielsweise auf starke Erzeugungsschwankungen in sehr kurzen Zeiträumen reagieren zu können. Ein Lösungsansatz ist, über ein intelligentes Stromnetz alle Elemente des Energiesystems mittels Informationstechnik zu vernetzen, um neue Möglichkeiten zu erhalten, das Gleichgewicht zwischen Last und Erzeugung auszugleichen. Intelligenten Zählern kommt hierbei die Aufgabe zu, Informationen über die aktuelle Verbrauchssituation zu erfassen, aber auch Preisinformationen kurzfristig an die Verbraucher zu übermitteln. Sie ermöglichen, dass Konsumenten ihren Stromverbrauch an den Strompreis, und so unter anderem an das schwankende Stromangebot aus der Wind-, Wasser- und Solarenergieeinspeisung, anpassen. Die erfassten Daten werden auch an Netzleitstellen übergeben und der Netzmanager trifft computergestützt Entscheidungen zur Zu- und Abschaltung von Produktionskapazitäten.

Was ist Smart Metering?

Unter intelligenten Zählern (Smart Metern) werden elektronische Zähler mit zugehörigen Kommunikationsschnittstellen verstanden. Im Gegensatz zu Messgeräten älterer Generation können sie Informationen über den aktuellen Energieverbrauch und dessen zeitlichen Verlauf automatisiert erfassen und zeitnah bereitstellen.

Moderne Zähler kommunizieren über ein offenes StandardProtokoll. Dabei kommt derzeit die Übertragung über das Stromleitungsnetz zum Einsatz und in Zukunft immer stärker das Glasfasernetz. Das wirklich Neue ist, dass dann alle Systeme im Mix zum Einsatz kommen, um eine optimale Übertragung des zunehmenden Informationsbedarfes zu sichern. Diese liefert die Grundlage für die Entwicklung der Smart Grids hin zu den Smart Markets.

Vereinheitlichung und Integration der Systeme Bislang unterscheiden sich die in den Ländern zum Einsatz kommenden elektronischen Zähler in Funktion und Ausstattung teilweise noch erheblich. Zur Schaffung einer offenen Software- und Hardwarearchitektur für intelligente Zähler wurde auf ein Mandat der Europäischen Kommission hin die europäische „Smart Meters Coordination Group“, dessen Mitglied ein Dienstleistungsunternehmen aus Brixen ist, gebildet.

Neben Diskussionen zur Definition eines einheitlichen Datenschutzprofils sind Standards für die technische Vereinheitlichung und Kompatibilität der Systeme eine weitere wichtige Fragestellung.

Gerade in der heutigen Zeit ist es angebracht, dass hochtechnisierte Systeme vereinheitlicht werden, dass sie miteinander kommunizieren, um Daten austauschen und verarbeiten zu können. Letztendlich kann so der Mensch optimale Entscheidungen treffen.

GruberDruck 100% klimaneutral

Das Umweltbewusstsein in unserer Gesellschaft wächst von Jahr zu Jahr und ist zu einem festen Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. GruberDruck ist die erste 100 % klimaneutrale Druckerei in Italien und wurde somit zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Ein Betrieb mit Gründung bereits Ende 1800 steht für Tradition. Die beiden Ur-Ur-Enkel vom Gründer für Innovation. Ein Gespräch mit den Juniorchefs Benjamin und Matthias Gruber.

> Radius: Vor nun fast einem Jahr wurde GruberDruck zur Gänze klimaneutral. Was hat euch zu diesem Schritt bewogen?

Benjamin Gruber: Uns lag das Thema Umweltschutz schon immer am Herzen. Sei es privat oder als Unternehmen. Wir glauben fest daran, dass jeder Einzelne sehr viel bewirken kann. In erster Linie ist unser Hauptziel Emissionen von vornherein zu vermeiden. Wir setzen tausende Projekte um und sind uns bewusst, dass wir dadurch auch CO 2-Emissonen verursachen. Nun wollten wir uns aber dieser Verantwortung stellen und sie nicht auf unsere Kunden abladen. Daher fassten wir den Entschluss noch aktiver und 100 % klimaneutral zu werden.

> Radius: Und wo genau liegt der Nutzen für eure Kunden und für euch als Unternehmen?

B. Gruber: Nun ja, wer mit uns zusammenarbeitet bekommt automatisch 100 % klimaneutrale Produkte. Wer

möchte, kann dies dann auch ohne jegliche Zusatzkosten, mit dem ClimatePartner-Label auf seinen Produkten kommunizieren. Des Weiteren wird durch die Neutralisation jedes einzelne Kilogramm CO2 für uns zu einem zusätzlichen Kostenfaktor. Das spornt natürlich noch mehr an, den Ausstoß vorweg zu vermeiden und ständig nach neuen Einsparungsmöglichkeiten zu suchen.

> Radius: Gibt es weitere Maßnahmen für den Umweltschutz bei euch im Betrieb?

Matthias Gruber: Wie Benjamin bereits erwähnte, versuchen wir durch die verschiedensten größeren und kleineren Maßnahmen unseren CO2-Fußabdruck Schritt für Schritt immer weiter zu minimieren. Da es immer Verbesserungspotential gibt, werden wir damit wohl auch nie aufhören. Ein weiterer Punkt, der uns sehr wichtig ist, ist Aufklärungsarbeit. Es kommt zum Beispiel immer wieder vor, dass Kunden skeptisch gegenüber Recyclingund Naturpapieren sind. Wir versuchen daher diese aktiv zu bewerben und die Vorteile bzw. den Mehrwert für die Kunden aufzuzeigen. Auch in unserem neuen Online-Magazin wird das Thema Nachhaltigkeit einen festen Platz haben.

Info

- Experten für Design, Illustration und Grafik

- Offsetdruck, Digitaldruck und ganz neu Letterpress

- Die Top-Adresse für eine Vielzahl von Druckveredelungen

- Handwerkliche und industrielle Buchbinderei

- Stempelproduktion nach Maß

GruberDruck

Gampenstr. 20 | 39011 Lana Tel. 0473 561 487 | Fax 0471 183 0116 info@gruberdruck.com | www.gruberdruck.com

Benjamin Gruber
Matthias Gruber

Energie sparen mit dem richtigen Sonnenschutz

Künstliche Lichtquellen, Klimaanlagen und Heizung sind die größten „Energiefresser“ in unseren Gebäuden. Moderne Sonnenschutzsysteme können den Energieverbrauch deutlich verringern.

DasPrinzip ist nicht neu. Schon die Kastenfenster früherer Generationen nutzten einen Luftpolster zwischen den beiden Scheiben als Klimapuffer. Das Sonnenschutz-Programm von HELLA perfektioniert diese Technik. HELLARollladen wirken wie eine „dritte Scheibe“. Temperaturunterschiede werden durch den Aufbau eines Luftpolsters ausgeglichen, Hitze und Kälte effizient abgeschirmt. Das Raumklima wird nachhaltig verbessert, der Energieverbrauch deutlich reduziert.

TRAV®frame, die HELLA-Revolution im Einbau von Fenstern und Sonnenschutz.

Dosierung des Tageslichts Raffstores und Jalousien von HELLA bieten zudem die Möglichkeit, Tageslicht individuell zu dosieren und zu steuern, genau nach den Wünschen des Nutzers. Einfallendes Licht kann durch die „Tageslichtfunktion“ zum Beispiel gezielt zur Decke eines Raumes gelenkt werden. Der Raum ist hell, man sieht nach draußen, es gibt keine Blendung und der

Einsatz von künstlichen Lichtquellen wird reduziert. Auch das spart Energie.

Innovatives Sonnenschutzsystem

Der Grundstein für energieeffizienten Sonnenschutz wird im Idealfall bereits in der Rohbauphase gelegt. Das Leibungssystem TRAV®frame von HELLA ermöglicht es, bauphysikalisch perfekt und handwerklich einfach die komplexe Kombination aus Fenster und Sonnenschutz in jede beliebige Fassade zu integrieren. Das innovative System schließt Wärmebrücken, Putzrisse oder andere Konstruktionsfehler praktisch aus und weist brillante Energiewerte auf. Bewährte Dämmstoffe garantieren optimale Wärme- und Kältedämmung und somit zusätzliche Energieeinsparung.

Das österreichische Unternehmen HELLA ist einer der wenigen Komplettanbieter auf dem Markt und kann damit hohe Qualität bei allen Komponenten garantieren. International ist HELLA ein wesentlicher Impulsgeber bei der Entwicklung nachhaltiger Systeme für Sonnenschutz und Klimaregulierung.

Info

+ Weniger Heizen im Winter: Rollladen bilden einen Luftpolster und verhindern so die Zirkulation der Luft.

+ Weniger Kühlen im Sommer: Rollläden schirmen Hitze ab und ersetzten oft sogar die Klimaanlage.

Hella Italien GmbH

Zone Wurzer 22 | 39050 Leifers/Bozen | Tel. 0471 195 1600 Rienzfeldstr. 30 | 39031 Brunek | Tel. 0474 555 886 bozen@hella.info | bruneck@hella.info | www.hella.info

Die Lamellen der HELLA-Raffstores lenken das Tageslicht genau nach den Wünschen des Nutzers.
Maximaler Schutz und optimales Raumklima mit Rollläden von HELLA.

Die Regelung bringt’s!

IDM-Wärmepumpen mit intelligenter Regelung bringen Komfort, Energieeffizienz und Photovoltaikstromnutzung in Einklang.

D36 Jahre Wärmepumpen

er NAVIGATOR PRO 2.0 von IDM setzt neue Maßstäbe: Erstmals werden Wärmeverteilung und -erzeugung aufeinander abgestimmt geregelt. Dieser Energy-Manager koppelt erstmals Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung, er ist Wärmepumpen- und Einzelraumregler, berücksichtigt Wetterdaten, Photovoltaikstrom und allenfalls zusätzliche Wärmeerzeuger. So werden Sonne, Luft und Erdwärme intelligent individuell nach den Bedürfnissen des Nutzers eingesetzt. Er sorgt dafür, dass die Wärmepumpe die benötigte Wärme (Winter) oder Kälte (Sommer) vorausschauend und möglichst kostensparend erzeugt.

Der Osttiroler Wärmepumpenhersteller ist für die intelligente Nutzung von Umweltwärme bekannt. Seit mehr als 36 Jahren entwickelt und produziert IDM Systeme, die alternative Wärmeerzeuger multivalent nutzen. Von der effizienten Wärmebereitstellung haben die Osttiroler nun den Schritt zur Wärmeverteilung genommen und präsentieren eine Einzelraumregelung als Energiemanager, der gleichzeitig auch den Wärmepumpenbetrieb optimiert. Der NAVIGATOR stimmt Komfort und Energieeinsparung aufeinander ab. Der NAVIGATOR passt sich dem Gebäude an und steuert selbständig jeden einzelnen Raum. Der NAVIGATOR nutzt Photovoltaikstrom. Der NAVIGATOR blickt in die Zukunft und heizt/kühlt je nach Wettervorhersage. Der NAVIGATOR ist kostenlos mit dem Internet verbunden und kann nach Belieben aus der Ferne abgelesen und gesteuert werden.

GEOSUN des Peter Hinteregger Fabrikstraße 2 | 39031 Bruneck | Tel. 0474 370 229 info@geo-sun.com | www.geo-sun.com

Marseille: DolomythiCup 2015

Spannend, stürmisch, sonnig und unvergesslich: der DolomythiCup 2015 in Marseille. Nach einem Jahr kreativer Pause fand der DolomythiCup heuer in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille statt, der zweitgrößten des Landes.

Unterstützt vom Team Winds und unter Leitung von Loic Fournier-Foch starteten insgesamt sechs Südtiroler Segelteams in acht Wettfahrten an drei Regattatagen in den Kampf gegen Wind und Wellen. „Unser Ziel ist es den DolomythiCup zu einer sportlichen Regatta auf hohem Niveau zu entwickeln. Mit der Entscheidung, die Wettfahrten heuer in Marseille auszutragen, sind wir diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen“, erklärt ein sichtlich zufriedener OK-Chef Edy Scherer. „Anfangs wollte ich die Südtiroler Segler einfach nur zum Regattasegeln bringen. Mittlerweile gibt es bereits zwei weitere, große Südtiroler Segelevents, die ebenfalls aus dem DolomythiCup hervorgegangen sind. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, den sportlich ambitionierten Seglern, die stets auf der Suche nach neuen Abenteuern sind, neue Erfahrungen zu bieten.“ Dass dies in Marseille gelungen ist, bestätigt auch der strah-

lende Sieger Peter Rosatti mit seinem Team wwwindsquare: „Es waren herausfordernde Wettfahrten, mit tollen, dynamischen Booten, die perfekt ausgerüstet waren und einen Segelspaß auf hohem Niveau ermöglichten“, erklärte Rosatti bei der Preisverleihung.

Grenzgänger aus Österreich

Wer der Meinung ist, Effizienz sei ausgereizt, wird von aqotec in regelmäßigen Abständen eines Besseren belehrt. Das zwischen den Landesgrenzen von Salzburg und Oberösterreich liegende Unternehmen, welches von hier aus als Partner von über 80 % aller FernwärmeHeizwerken in Südtirol agiert, hat gleich mit zwei neuen Produkten das ohnehin bereits facettenreiche Sortiment erweitert.

DemTeam rund um Christian Plainer und Christian Holzinger ist es zum einen gelungen eine Wohnungsstation zu produzieren, wie sie in dieser Form noch nie am Markt war, und konnte zum anderen mit dem Geschäftspartner myWarm viele Gebäude durch hydraulischen Abgleich optimieren.

Mit der neu entwickelten Wohnungsstation „aqoLoft“ konnte aqotec den Bereich der dezentralen Wärmeversorgung in Mehrparteienhäusern revolutionieren. Die einzigartige Regelung bietet dem Endkunden eine einfache und bequeme Möglichkeit, Warmwasser sekundenschnell zu beziehen und

gleichzeitig perfekt abgeglichenen Heizbetrieb zu genießen. Durch besonders niedrige Rücklauftemperaturen und geringe Wartungskosten werden Kosten reduziert, was Netzbetreiber und Endkunde freut.

Neben geringsten Rücklauftemperaturen sticht die Wohnungsstation „aqoLoft“ vor allem durch die niedrigen Betriebs- und Wartungskosten ins Auge.

Die Angebote, Einsparungen mittels hydraulischen Abgleichs zu erzielen, häufen sich wie Sand am Meer. aqotec bleibt mit dem neuen und einzigartigen System „aqoBalance“ realitätstreu und garantiert eine ganzheitliche Optimierung von Zentralheizungen und Kühlanlagen mit Einsparungen von bis zu 30 %. Auf Basis von Messdaten werden Baufehler erkannt und das System hydraulisch und energietechnisch perfekt optimiert.

Aqotec GmbH

Vöcklatal 35 | A-4890 Weißenkirchen im Attergau Tel. +43 (0) 7684 204 00 office@aqotec.com | www.aqotec.com

… auch bei anderen Plänen bequem online

2013 wurde das Gebäude erweitert, um den ständig umfassenderen Aufgaben gewachsen zu sein.

Leise, sauber und CHIC

Was ist das: Leise, zuverlässig, geräumig, mobil, nachhaltig und CHIC? Ein mit Wasserstoff betriebener Brennstoffzellenbus oder besser: fünf solche Busse, die seit zwei Jahren in Bozen und gelegentlich auch sonst im Land im Einsatz sind. Südtirol befindet sich mit diesem Projekt in bester Gesellschaft. London, Hamburg, Oslo, Berlin und der Schweizer Kanton Aargau setzen ebenfalls auf die Brennstoffzellentechnik im öffentlichen Nahverkehr. Weitere Städte folgen in Kürze.

CHIC steht nicht für das attraktive Äußere und die besondere Ausstattung dieser Nahverkehrsbusse, die mit Absicht ein anderes Outfit aufweisen als die herkömmlichen Stadtbusse, sondern ist die Abkürzung für das Konzept

Clean Hydrogen in European Cities, das Projekt der EU, das den Alltagsbetrieb von Brennstoffzellenbussen in verschiedenen europäischen Regionen fördert. 26 Brennstoffzellenbusse sowie die dazu gehörigen Infrastrukturen in der Schweiz, Italien, Norwegen und England werden durch die Public-Private-Partnership-Initiative „Joint Undertaking for Fuel Cells and Hydrogen (FCH JU)“ über das Projekt CHIC gefördert.

Südtirol ist aufgrund seiner besonderen Sensibilität in Sachen Umwelt führend in dieses Projekt eingebunden.

Aufgrund des Wasserreichtums kann zudem der Rohstoff Wasserstoff sozusagen vor der Haustür gewonnen werden. Damit kompensieren sich höhere Ankauf- und Transportspesen, zudem bleibt die Wertschöpfung aus der Herstellung dieses absolut emissionsfreien Treibstoffes im Land selbst.

Über achtzig Brennstoffzellenbusse in Europa

Die in Bozen eingesetzten fünf Brennstoffzellenbusse werden von der SASA betrieben; die Wartung erfolgt bei einer Werkstätte des Herstellers in Brixen, die Finanzierung wurde vom Land und der EU sichergestellt und der Ankauf der Busse wurde von der STA abgewickelt, die Referent für das europäische Projekt ist. Bei der STASüdtiroler Transportstrukturen AG handelt es sich um eine Inhouse-Gesellschaft des Mobilitätsressorts des Landes Südtirol, das Landesrat Florian Mussner untersteht. Die STA ist der operative Kern des Mobilitätsressorts und setzt umweltfreundliche, innovative Mobilitätslösungen im öffentlichen Nahverkehr um. Dazu gehören die Planung, Ausschreibung, Koordinierung, Wartung und Verwaltung von Infrastrukturen im Bereich der Mobilität. Direktor der STA AG ist Joachim Dejaco.

Umfrage unter Fahrgästen zeigt hohe Akzeptanz und Zufriedenheit

Die Bozner Wasserstoffbusse sind seit zwei Jahren in Betrieb, nach Ansicht von Landesrat Mussner, der erst vor wenigen Monaten ein zusätzliches Abkommen über den Ankauf weiterer 500 Busse in zwanzig europäischen Regionen mitunterzeichnet hat, Zeit um eine erste Bilanz zu ziehen. An zwei Haltestellen im Bozner Stadtbereich, am Dominikanerplatz und am Krankenhaus, wo die Busse der Linie 10A und 10B bzw. 112 nach Leifers verkehren, wurden Fahrgäste zu ihren Erfahrungen mit den Brennstoffzellenbussen befragt. Die fünf völlig emissionsfreien Busse sind auf diesen Linien an fünf von sieben Tagen in der Woche im Einsatz und zwar für zwölf Stunden am Tag. Am Abend werden sie an der Wasserstofftankstelle in Bozen Süd aufgetankt. Die Busse haben eine Reichweite von bis zu 350 km.

Der Preis für den Wasserstoff-Kraftstoff liegt derzeit bei rund zehn Euro pro Kg, auf einen Kilometer kostet das Fahren mit Wasserstoff ungefähr einen Euro, mit Diesel 30 - 40 Cent. Etwa 600.000 Euro kostet ein moderner Brennstoffzellenbus, ein Dieselbus kommt auf 250.000 Euro. Vor fünf Jahren kostete ein Wasserstoffbus noch das Doppelte. Das CHIC-Projekt und damit die Anschaffung der emissionsfreien Busse ist für seine Laufzeit von 2010 bis 2016 mit mehr als 26 Mio. Euro durch die EU gefördert.

Alltagstaugliche Technik der Zukunft

Aber zurück zur Umfrage. Die Fahrgäste schätzen die geringe Lärmemission dieser blau-weiß-lackierten Busse, und zwar sowohl im Straßenverkehr als auch im Businneren. Auch das Fehlen von Abgasen – die Busse scheiden einzig Wasserdampf aus – wurde äußerst positiv bewertet. Die Umfrage hat einen weiteren Faktor aufgezeigt: Die Bevölkerung ist umweltfreundlichen Projekten gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt, auch wenn es etwas mehr kostet. Die Mehrheit der Befragten war informiert darüber, dass der Anschaffungspreis dieser Busse von der EU bezuschusst wird. Weniger informiert waren sie über die technischen Details dieser emissionsfreien Antriebsart. Landesrat Mussner legt Wert auf die Feststellung, dass die Wasserstofftechnik bereits heute absolut alltagstauglich und zukunftsweisend ist. „Die Fahrzeuge haben eine hohe Reichweite und das Betanken ist nicht mit größerem Zeitaufwand verbunden. Für uns sind die völlig emissionsfreien und leisen Busse ein konkreter Schritt dahin, die öffentliche Mobilität in Südtirol nachhaltig und umweltfreundlich zu gestalten.“

Die Einschätzung der blau-weißen Brennstoffzellenbusse von Seiten der Fahrgäste zeigt, dass ...

� die Busse eine hohe Aufmerksamkeit erzielen, vor allem aufgrund der niedrigen Lärmemissionen;

� Fahrgeräusch, Geruch- und Abgasbelastung sowie Umweltfreundlichkeit sehr positiv bewertet werden;

� die Bekanntheit des Energieträgers H2 hoch ist;

� die Involvierung einer EU-Finanzierung großteils bekannt ist, dass aber das Wissen um die Wasserstoffherstellung gering ist;

� der Umweltaspekt bei der Fahrzeugbeschaffung zwar wichtig ist, aber nicht um jeden Preis, zumal die Bürger bei öffentlichen Ausgaben preissensibel sind.

„Ausgereifte Technik und alltagstauglich ...“

Joachim Dejaco ist seit 2011 Direktor der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) und als solcher von Anfang an, also samt Ausschreibung und Finanzierung, in das Projekt zur Inbetriebnahme von mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbussen im öffentlichen Nahverkehr mit eingebunden. Vor zwei Jahren haben fünf moderne Brennstoffzellenbusse in Bozen den Betrieb aufgenommen. Fazit: Sie sind zuverlässig und geschätzt bei Fahrgästen, Anrainern und Busfahrern.

> Radius: Die ersten fünf Brennstoffzellenbusse in Südtirol sind in Bozen eingesetzt. Warum nur dort?

Joachim Dejaco: Der Einsatz dieser emissionsfreien Busse ist überall dort sinnvoll, wo auffällt, dass sauber gefahren wird. Das heißt also in Fußgängerzonen, im innerstädtischen Bereich oder in Naturschutzgebieten: Der allererste unserer Busse war nämlich im September 2013 auf der Seiser Alm für eine ZDF-Show im Einsatz. Weniger zielführend ist der Einsatz auf stark befahrenen Straßen, wo niemand merkt, dass diese Busse leise und völlig emissionsfrei sind.

> Radius: Die Wasserstoff-Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt in ganz Südtirol nur eine Tankstelle, jene in Bozen Süd …

J. Dejaco: Bei den Tankstellen stimme ich Ihnen zu. Entlang der Brennerachse gibt es eine in München, eine in Innsbruck, eine in Bozen und damit hat es sich. Im Augenblick. In Deutschland wurde im Sommer 2014 eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach in den nächsten Jahren fünfzig Tankstellen in Deutschland errichtet werden. Was die Kinderschuhe betrifft, widerspreche ich Ihnen. Die Technik ist ausgereift und vor allem alltagstauglich. Fahrzeuge mit der Kombination Wasserstoff/Brennstoffzelle haben eine hohe Reichweite, sie sind geräumig, sind also nicht wie batteriebetriebene Fahrzeuge nur im engsten Stadtbereich einsetzbar. Ich glaube an die Brennstoffzellen-Technologie als eine der Formen der Elektro-

Joachim Dejaco

Mobilität auf der Straße, insbesondere für große Reichweiten und bei Fahrzeugen mit hohem Gewicht.

> Radius: Die blau-weißen Busse unterscheiden sich schon rein optisch von den normalen, gelben Stadtbussen … J. Dejaco: Wir wollen Aufmerksamkeit wecken. Die Fahrgäste nehmen auch sehr bewusst wahr, dass diese Busse leise sind und dass sie keine Abgase erzeugen. Man hört effektiv nur ein leises Surren der Elektromotoren und das Rollgeräusch am Kopfsteinpflaster der Innenstadt, und die Busse stoßen effektiv nur Wasserdampf aus. Eine an den Haltestellen durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass für 62 % der Befragten die Umweltfreundlichkeit der wichtigste Aspekt bei der Anschaffung von Bussen ist. Dafür dürfte laut Meinung der Bürger ein Bus auch etwas teurer sein, denn nur 24 % der Befragten gaben als Kriterium den Preis an.

> Radius: Wie kommen dieses Busse zum Einsatz?

J. Dejaco: Wir haben zwei stark befahrene Linien ausgesucht, die die Stadt queren bzw. umrunden. Die Sasa-Linien 10A und 10B sowie den Bus nach Leifers auf der Linie 112. Die Busse sind an fünf von sieben Wochentagen im Einsatz und werden jeweils am Abend nach Dienstende in nur sieben Minuten betankt. Mit einer Reichweite von bis zu 350 Kilometern schaffen die Busse die Tagesschicht wie jeder andere Stadtbus auch.

> Radius: Kann jeder Busfahrer einen Brennstoffzellenbus fahren?

J. Dejaco: Im Prinzip ja. Dennoch schulen und sensibilisieren wir die Fahrer gezielt dafür. Die Busfahrer sollen mit der Technologie vertraut sein, sie lernen ein paar technische Besonderheiten, etwa um beim Bremsen Energie zurückzugewinnen und somit besonders energiesparend zu fahren. Und letztlich sind die Busfahrer auch unsere Botschafter zu den Fahrgästen, denen sie nach Möglichkeit Auskunft geben.

STA - Südtiroler Transportstrukturen AG

Gerbergasse 60 | 39100 Bozen

Tel. 0471 312 888 | Fax 0471 312 849 info@sta.bz.it | www.sta.bz.it

Siegeszug der Erneuerbaren

Höhere Rendite für Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen durch präzise Leistungsprognosen.

DieErneuerbaren Energien haben in den letzten Jahren einen Siegeszug angetreten. Das war umweltpolitisch durchaus so gewollt, denn auf diese Energieträger will im heutigen Versorgungssystem niemand mehr verzichten. Trotzdem gibt es Probleme.

Bereits 44 % der Energieproduktion wird mittlerweile aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt. Kennzeichen dieser Kraftwerke ist, dass sie wetter- und umweltabhängig Energie produzieren. Da der Verbrauch der Konsumenten sich nicht an diese Wetterbedingungen orientiert, muss Ausgleichsenergie aus Kraftanlagen wie Verbrennungskraftwerken zur Stabilisierung der Netzführung zugeschaltet bzw. abgeschaltet werden.

Bis 2014 waren die erneuerbaren Energien von der Beteiligung an diesen Zusatzkosten befreit. Seit 2015 jedoch, müssen sie sich verursachergerecht an den Regelkosten beteiligen. Auch der GSE verrechnet die entstehenden Kosten an die Produzenten weiter. Diese Kosten und die administrativen Kosten des GSE belaufen sich je nach Anlage monatlich auf bis zu zehn Prozent des Marktwertes der produzierten eingespeisten Energie.

Hochpräzise Datengrundlagen „energy.360° trading“ hat nun auf wissenschaftlich mathematischer Basis ein ausgereiftes und spezielles Vorhersagemodell für Wasserkraft- und Photovoltaikanlagen entwickelt, das historische Anlagenmesswerte mit Wetterdaten

hochpräzise kombiniert. Grundlage für die Prognose sind unterschiedliche meteorologische Daten, wie aktuelle Wettervorhersagen, Sonneneinstrahlung, Niederschlagsmengen, Wind und Temperatur sowie gleichzeitig auch die erfassten Produktionswerte aus Vormonaten bzw. Jahren. Durch einen permanenten Abgleich der prognostizierten mit der tatsächlich produzierten Energie über „Smart Meter“ erfolgt eine kontinuierliche Präzisierung der Prognosen.

Präzise Wasserkraft- und Solarstromprognosen

Mit den präzise erfassten Daten können die Produktionsleistungen aus Wasserkraft und Photovoltaikanlagen bis zu sieben Tage im Voraus für das gesamte Staatsgebiet für Einzelanlagen, Preiszonen und auch Netzregelzonen prognostiziert werden. Die Vorhersagen werden mehrmals am Tag aktualisiert. Diese Prognosen helfen die Regelenergie und damit die anteiligen Kosten klein zu halten.

Erlösoptimierung für Produzenten

Auf Basis der Spezialisierung in der Vermarktung Erneuerbarer Energien, kombiniert mit einem ausgewogenen Anlagenportfolio hat „energy.360°“ trading, als Südtirols größter unabhängiger Energievermarkter, die Möglichkeit, die Erlöse für Produzenten aus erneuerbaren Energien wesentlich zu optimieren und somit die Gewinne zu steigern. Ein Beispiel ist, dass die Prognosemodelle so exakt sind, dass die Produzenten von sämtlichen Kosten der Regelenergie befreit werden können. Ein ähnliches System wird gerade auch für Verbraucher aufgebaut, um ihren Konsum optimal mit der Produktion zu kombinieren. Dies hilft den Produzenten zu höheren Renditen und den Verbrauchern zur Deckung des eigenen Strombedarfes aus erneuerbaren Energiequellen. Denn je zuverlässiger die Prognosedaten sind, umso einfacher lassen sich die Stromproduktionen der regenerativen Energiequellen in das Energieversorgungssystem integrieren.

energy.trade GmbH

Julius-Durst-Str. 6 | 39042 Brixen

Tel. 0472 275 300 | Fax 0472 275 310

trade@energy-360.it | www.energy-360.it

Vom blauen und weißen Gold

Reichtum Wasser. Der Kampf ums Wasser, um Wasserrechte zum Trinken für Mensch und Tier und zur Bewässerung der Lebensmittel prägte die Menschheitsgeschichte und ist aktueller denn je. Denn Süßwasser wird durch seine kommerzielle Nutzung, Klimawandel und ökologische Eingriffe des Menschen immer knapper.

Ohne Wasser kein Leben. Wasser ist die Energie für Mensch, Tier und Pflanzen schlechthin, aus der sie bestehen und ohne die sie sterben. Das Vorhandensein von Süßwasser war für die Gründung einer Stadt ausschlaggebend. So verfügen bzw. verfügten historische Städte über gutes und genügend Wasser bis in unsere Tage herauf, bevor der Mensch begann, es durch Umweltgifte zum Trinken ungenießbar zu machen.

Der Kampf ums blaue Gold

Trinkwasser aus der Plastikflasche ist ein Riesenbusiness für wenige, ein ökonomisches und ökologisches Unding

für alle Erdenbewohner, das der Umwelt enorm schadet. Für Süßwasser wurden Kriege geführt. Nicht nur in Afrika. China und Indien befestigen ihre Landesgrenzen, da das Volk von Bangladesch in absehbarer Zeit auf Suche nach Trinkwasser in die Nachbarländer strömen wird. Nestle kauft die Süßwasserquellen weltweit auf. Das Sichern der Wasserrechte für Trinkwasser, Bewässerung und Stromerzeugung ist hochaktuell und ethisch hochbrisant.

Die Energie für Mensch, Tier und Pflanze Wasser ist wie Luft die Energie schlechthin für alle Lebewesen. Gutes Wasser ist ein Segen für die Gesundheit. Genügend Wasser ist die Voraussetzung für den Fortbestand der Fische und anderer Lebewesen in Bächen und Seen und der Nahrungskette. Reichlich Wasser braucht es für die Kulturpflanzen, von denen wir uns ernähren: Gemüse, Obst, Getreide. Die Geschichte unserer Waalwege belegt jahrhundertealte Bewässerungsrechte. Die Produktion, die Verarbeitung und der Vertrieb von Lebensmitteln schaffen Wohlstand, auch in unserem Land.

Mühlen – die ersten Maschinen

Der Mensch wusste von alters her die Fließkraft des Wassers zu nutzen. Die Sägemühle von Hierapolis in der heutigen Türkei aus dem 3. Jh. n. Ch. war eine wassergetriebene

Steinsägemühle. Die Wassermühle ist die erste bekannte Maschine, bei der eine Drehbewegung mithilfe von Kurbelwelle und Pleuelstange in eine lineare Bewegung umgesetzt wird. Auch in unserem Lande wurde die Wasserkraft zum Mahlen und für Sägewerke genutzt. Einige der schönsten Mühlen sind im Mühlental zwischen Mischì und Seres in Campill, im Naturpark Puez-Geisler.

Von der Mühle zum Wasserkraftwerk

Das zum Antrieb nötige Wasser wird dem Fließwasser entnommen. Je nach örtlicher Gegebenheit sind zur Erhöhung der Fallhöhe und zur Speicherung von Wasser Teiche,

Stauwehre und Kanäle erforderlich, wie die zahlreichen Wasserbauwerke auch in unserem Land bezeugen. Für die Umsetzung der Wasserenergie kamen bei historischen Mühlen Wasserräder zum Einsatz. Wasserturbinen übernehmen nun ihre Arbeit und werden in den Wasserkraftwerken zur Erzeugung von Elektrizität in optimaler Weise eingesetzt.

Energie aus Wasserkraft – das weiße Gold

Mobilität und Komfort haben einen hohen energetischen Preis. Durch Wasserkraft erzeugte Energie ist eine profitable Quelle des Wohlstandes für die Länder in den Bergen weltweit. Dabei sollte nicht Gier die Antriebsfeder sein und ganze Landstriche kahl legen, den Menschen, Tieren und Pflanzen die Lebensgrundlagen entziehen und Wüsten hinterlassen. Der Mensch hat es in der Hand, was er aus dem Reichtum Wasser, dem blauen und weißen Gold, macht.

Es liegt in unserer Hand

Umweltschutz ist Teil

Die Lösung ist da, nutzen wir sie!

Das Potenzial der Erdwärme und warum es noch verkannt wird.

Wetterextreme

und zur Neige gehende Gas- und Ölquellen zeigen uns: So kann es nicht weitergehen. Wir müssen umdenken und „umstellen“. Eigentlich wäre die Lösung der Energiefrage ganz einfach. Sie lautet Erdwärme. Denn Erdwärme ist die einzige Energiequelle, die unerschöpflich, erneuerbar und überall vorhanden ist.

Das Jahr 2015 dürfte das wärmste Jahr aller Zeiten werden. Diese Prognose geben Klimawissenschaftler aus den USA aufgrund jüngster Wetter- und Klimadaten. Wie die US-amerikanische Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA festgestellt hat, war bereits der Juni 2015 der weltweit wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Wissenschaftler ermittelten eine Durchschnittstemperatur auf den Oberflächen von Land und Meer von 16,33 Grad Celsius. Das sind 0,88 Grad mehr, als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts ergab. Laut dem Klima-Extrem-Index der NOAA gab es zumindest in den USA eine klare Häufung von Rekord-Temperaturen seit Beginn des Jahrtausends. Zwischen 1910 bis etwa 1990 habe es zwar temporäre Ausreißer gegeben, aber keine systematische Erwärmung.

Aber auch in Europa ist dieser Trend deutlich zu erkennen. So wurde beispielsweise in Spanien und Österreich heuer ein Wert von 1,4 Grad über dem Durchschnitt zwischen 1981 und 2010 berechnet.

Das Wetter und die Temperaturen werden also immer extremer. Und das geht nicht nur in die „warme“ Richtung. Auch ungewöhnliche Kälteeinbrüche oder riesige Regenmengen dürften das Klima in den nächsten Jahrzehnten prägen.

Dass der Mensch zu einem Teil mitverantwortlich für diese Entwicklung ist, dürfte kaum mehr jemand bezweifeln. Umso mehr ist es nun Aufgabe jedes Einzelnen und der Politik, diesen Trend zumindest zu verlangsamen. Kohlendioxid ist hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt und damit auch mit schuld am Klimawandel. Daher gilt es, die CO2Emissionen zu reduzieren. Das geht am effektivsten über die Heizung. Denn sie ist in unseren Breitengraden der größte CO2-Produzent.

Energieautark durch Erdwärme

In folgendem Interview erklärt der Erdwärme-Experte Wolfgang Holzfeind – er ist Geschäftsführer des Bozner Energie-Unternehmens Geoliving –, warum Südtirol mit der Nutzung von Erdwärme (Geothermie) energieautark werden könnte.

> Radius: Herr Holzfeind, Sie behaupten, das Potenzial der Erdwärme sei in Südtirol noch nicht erkannt worden. Zweifler werden jetzt sagen „Das ist nur die Werbung eines Unternehmers“. Was entgegnen Sie dieser Aussage? Wolfgang Holzfeind: Das mit der Werbung hätte ich vor zehn Jahren vielleicht auch gesagt. Wer sich allerdings eingehend mit der Materie beschäftigt, der wird zum selben Schluss kommen wie ich – und wie übrigens viele neutrale

Energieexperten. Nicht umsonst stellt die Schweiz mit Volldampf auf Erdwärme um. Erdwärme hat gegenüber anderen erneuerbaren Energieformen viele Vorteile …

> Radius: Die da wären …?

W. Holzfeind: Nehmen wir als Beispiel die Sonnenenergie. Südtirols Haushalte waren in den vergangenen Jahrzehnten vorbildlich mit dem Einbau von Solaranlagen. Und das war auch gut so. Im Winter jedoch, wenn wir mehr Wärme brauchen, liefert die Sonne oft zu wenig Energie. Erdwärme hingegen kann unabhängig von der Jahreszeit und vom Wetter genutzt werden. Sie ist praktisch in unendlicher Menge im Untergrund vorhanden – und das überall auf der Welt.

> Radius: Südtirol setzt seit einiger Zeit aufgrund der reichen Holzvorkommen auf Hackschnitzel-, Pellets- und andere Holzheizungen. Ist diese Art der Wärmeenergie für unser Land nicht naheliegender als Erdwärme, die erst aus dem Boden geholt werden muss?

W. Holzfeind: Auf den ersten Blick vielleicht. Aber man muss bedenken, dass Holz nur bei einem idealen Verbrennungsprozess umweltfreundliche Energie liefert. Auch bei Pellets gibt es Bedenken wegen des Freiwerdens von Schwermetallen und Rauchpartikeln. Erdwärme hingegen verursacht überhaupt keine Emissionen. Lediglich der Antrieb der Wärmepumpe, die die Erdwärme auf die richtige Temperatur bringt, braucht einen geringen Anteil an Strom. Wenn dieser aber aus erneuerbaren Quellen stammt, erfolgt die Wärmeproduktion CO2-neutral. Außerdem entfallen bei der Nutzung von Erdwärme sämtliche Transportwege, und die Effizienz ist im Vergleich größer als bei anderen Energieträgern.

> Radius: Strom aus Wasser, Wärme aus der Erde – damit wäre Südtirol unabhängig, wenn es um Energie geht.

W. Holzfeind: Genau. Wenn das Verständnis für die Erdwärme wachsen würde, hätten wir alle Voraussetzungen, um energieautark zu werden.

> Radius: Warum setzt sich Erdwärme in Südtirol Ihrer Meinung nach trotz seines Potenzials und seiner Effizienz noch schwer durch?

W. Holzfeind: Ich denke, das liegt daran, dass man sich schwer vorstellen kann, wie eine Geothermie-Anlage funktioniert, zumal die Temperaturen unter der Erdoberfläche ja nur knapp über jenen am Boden liegen. Außerdem denken viele bei Erdwärme gleich an riesige Bohrlöcher.

> Radius: Und wie erklären Sie Ihren Kunden, wie Erdwärme „funktioniert“?

W. Holzfeind: Die Angst vor den „riesigen Bohrlöchern“ für die Erdsonden kann ich meist schnell vertreiben. Wir haben bei bestehenden Gebäuden Bohrungen in Gärten durchgeführt, wo man ein paar Tage später nichts mehr gesehen hat. Bei Neubauten ist es sowieso kein Problem. Die Erdwärme-Technologie ist ebenfalls keine Hexerei. Über die Erdsonden gelangt die Erdwärme in eine Wärmepumpe – übrigens das einzige sichtbare Element der Anlage –, für die ein Platz eines Kühlschranks notwendig ist. Wie der Begriff verrät, pumpt dieses Gerät die Temperatur dieser Erdwärme auf

jene Höhe, die der Haushalt wünscht und transportiert sie über die normalen Heizleitungen in die Räume.

> Radius: Stimmt es, dass Wärmepumpen auch zur Kühlung genutzt werden können?

W. Holzfeind: Ja, das ist ein enormer Vorteil gegenüber anderen Energieformen. Wenn es heiß ist, kann die Wärmepumpe problemlos durch Umschalten zur natürlichen Klimaanlage umfunktioniert werden. Sie sorgt für gleichmäßige Kühlung und verbraucht dabei nur minimal Energie für die Umwälzpumpe, die für den Transport des kühlenden Wassers aus der Erde und durch das Gebäude sorgt. Im Unterschied dazu fressen herkömmliche Klimaanlagen die Energie regelrecht. Und sie befördern zusätzliche warme Luft in die Atmosphäre, während die Wärmepumpen die Wärme wieder zurück in die Erde pumpen.

> Radius: Ihr Unternehmen baut Geothermieanlagen für größere Gebäude, aber auch für kleine Haushalte. Wie ist die Resonanz der Kunden?

W. Holzfeind: Wenn ich jetzt sage, dass alle zufrieden sind, wäre das eine Behauptung. Ich habe jedenfalls bis jetzt nur positive Rückmeldungen bekommen. In der Schweiz, das wie gesagt Vorreiter in Sachen Erdwärme ist, hat man vor einigen Jahren eine Zufriedenheitsstudie durchgeführt. 95 Prozent der Kunden waren damals zufrieden bis sehr zufrieden. Das sagt doch einiges über die Erdwärme aus.

Geoliving GmbH

Koperinkusstr. 13 A | 3100 Bozen

Zufriedenheit mit dem System

Tel. 0471 052 828 | Fax 0471 052 829 info@geoliving.it | www.geoliving.it

218 telefonische Interviews Wärmepumpenverkauf in der Schweiz: Zufriedenheit mit dem System.

Wolfgang Holzfeind
Quelle:

Gewerbezone Gand: Geballte Kraft

Einen vollen Erfolg verbuchten die dreizehn beteiligten Betriebe mit dem Tag der offenen Tür in der Handwerkerzone Gand Ende August. Interessante, kuriose und innovative Einblicke ermöglichten die Betriebe den Besuchern.

In der Handwerkerzone Gand zwischen Eppan und Kaltern, direkt oberhalb der Abzweigung zum Mendelpass gelegen, haben knapp 20 Handwerksbetriebe ihre Niederlassung. Alles in allem präsentieren die Firmen aus Eppan und Kaltern eine gebündelte Ladung Wirtschaftskraft

„made in Südtirol“. 13 von diesen Betrieben haben sich an der eintägigen Wirtschaftsschau beteiligt. Sie stellten ihre vielfältigen Produkte und Dienstleistungen vor, während Kunden, Besucher und Schaulustigen ein buntes Programm mit Musik, Kulinarik und Kinderunterhaltung genossen.

Eine aufwändige Vorbereitung

In wochenlanger Vorbereitung wurde ein buntes Programm erstellt und die Betriebe haben sich entsprechend „in Schale geworfen“ und warteten mit tollen Initiativen auf. Neben den vielen Informationsangeboten samt Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein konnten die Besucher

des Handwerks

von Betrieb zu Betrieb wandern und die ganze Zone Gand erkunden.

Vom Fahrradbauer über den Sanitärinstallateur bis hin zum Programmierer haben die ansässigen Unternehmen ihre vielseitigen Arbeitsfelder zur Schau gestellt. Die Bevölkerung sollte für die Vielseitigkeit der Betriebe sensibilisiert werden und dies ist mit dieser Initiative voll gelungen.

Zufriedener Obmann, zufriedene Aussteller

„Eine Initiative, die die Vielseitigkeit der ansässigen Unternehmen sichtbar machte, aber auch die Gewerbezone selbst den Besuchern näher brachte“, erklärte Elmar Morandell,

Kalterer Ortsobmann im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister. „Unsere Gewerbezone hat endlich ihre Weihe und feierliche Eröffnung erhalten“, berichtete Erwin Morandell, OK-Chef der Veranstaltung. „Die Besucher kamen voll auf ihre Kosten. Wir sind zufrieden.“ Alle Betriebe zeigten sich von ihrer besten Seite und warteten mit tollen Initiativen auf, ein Hingucker war sicherlich auch die begehbare „Größte Gießkanne der Welt“, von Künstler Paul Thuille. Die Kalterer Tanzlmusik und das Musikerduo „Die Südtiroler“ sorgten neben Vorträgen und Vorführungen für Unterhaltung. Die freiwilligen Feuerwehren von Ober- und Unterplanitzing sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.

Die weltgrößte Gießkanne, gefertigt von Metallbau Vorhauser.

Es öffnen sich Türen und Tore

Automatische Tore jeder Art fürs Eigenheim oder den Betrieb. Zäune und Geländer fürs Leben. Automatisierte Eingangstüren für Geschäfte und Hotels sowie Verladesysteme für die Logistik: Mortec Tooor in Kaltern ist seit über 20 Jahren der professionelle Ansprechpartner dafür und punktet mit 24-Stunden-Service, Beständigkeit und Sicherheit.

„Auf dem Boden bleiben. Im Keller werden Betriebe geboren, in Hochhäusern gehen sie verloren“, so Erwin Morandell, aus diesem Grund sind Bodenständigkeit, Beständigkeit und Sicherheit seine Prinzipien. Mit seiner Frau Sofie gründete er 1992 die Firma Mortec, die seit sechs Jahren im großzügigen und modernen Firmensitz in Kaltern als Familienunternehmen Mortec Tooor GmbH nun 32 Mitarbeiter beschäftigt.

Automatisierte Tore und Eingangstüren Egal wie viel Platz vorhanden ist: Geht nicht, gibt’s nicht. Mortec Tooor plant, fertigt, montiert und wartet automatisierte Tore für jede örtliche Gegebenheit in Aluminium, Stahl oder Holz. Ob Roll-, Falt- oder Schiebetor, mit Fenster oder ohne; freitragend oder sich vertikal öffnend: Mortec hat nicht nur die technische Lösung, sondern auch eine Vielzahl von Designs und Ausführungen. So versorgen Lüftungstore Tiefgaragen mit Frischluft, für Hotels, Unternehmen

und Kondominien gefragt. Automatisierte Eingangstüren öffnen sich dezent in Hotels und Geschäften: bequem und angenehm.

Verladerampen und automatische Schranken

Mortec hat für Industriegebäude nicht nur geräuscharme Schnelllauftore, geeignet bei hoher Öffnungsfrequenz, Hebefalt- und Großtore, Rolltore in Sondergrößen und andere – auf Wunsch mit hochisolierenden, kratzfesten Thermoscheiben und optimalem Lichteinfall, sondern fertigt auch Verladetechnik nach Maß mit Torabdichtungen, um beim Verladen das Eindringen von Kälte zu vermeiden. Hinzu kommen Schrankensysteme für unterschiedliche Anforderungen. Allen Produkten gemeinsam ist die individuelle optimale Ausführung auf höchstem Sicherheitsniveau.

Umzäunungen und Geländer für Balkone

Bei automatisch betriebenen Toren und Eingangstüren, Verladerampen und Schranken gehören die Sicherheitseinrichtungen wie Quetschschutz und Schließkanten zum Standard für Mortec-Produkte. Sicherheit ist das wichtigste Ziel auch bei Umzäunungen von Grundstücken und Geländer für Balkone und Terrassen. Die Auswahl an Formen und Farben ist groß, mit dem großen Vorteil von Null-Wartung. Aluminium macht dies möglich, da es besonders widerstandsfähig und pflegeleicht ist.

Wir sind rund um die Uhr für die Kunden da „Jederzeit eine freie Fahrt aus der Tiefgarage garantiert unser 24-Stunden-Service und ist für Hotels und Unternehmen besonders wichtig“, stellt Erwin Morandell fest. So sieht Kundenservice, Sicherheit und Beständigkeit bei Mortec Tooor in Kaltern aus.

Mortec Tooor GmbH

Gewerbegebiet Gand 11 | 39052 Kaltern Tel. 0471 962 510 | Fax 0471 962 706 office@mortec.it | www.mortec.it

Mehr Energie im Leben: So geht der perfekte Tag

6:30 Sonnenlicht ist der beste Wecker

Sie fühlen sich morgens beim Weckerklingeln wie erschlagen? Beugen Sie dem abends schon vor: Lassen Sie Rollläden oben und Vorhänge auf! Das Sonnenlicht unterdrückt die Produktion des Hormons Melatonin, das mit verantwortlich ist für das Gefühl der Müdigkeit. Morgendliche Sonnenstrahlen im Gesicht vertreiben einen Teil der Müdigkeit schon vor dem Aufwachen.

7:30 Das Duschen zum Erlebnis machen

Das Duschen am Morgen bringt den Körper auf Touren –besonders, wenn es mit stimulierenden Erlebnissen verbunden ist: Stellen Sie sich einen MP3-Player ins Bad, hören Sie unter der Dusche Ihre Lieblingsmusik und singen Sie mit.

8:00 Den Tag begrüßen – vor der Tür Immer noch nicht wach? Gehen Sie für ein paar Minuten nach draußen. Das macht nicht nur gute Laune, es kurbelt auch die Serotoninproduktion schneller an – und verkürzt die Phase der Umstellung vom Schlafen zum Wachsein.

8:30 Frühstücken wie ein Kaiser

Ein Teller Müsli, ein Glas Saft und natürlich Obst. Ein gesundes Frühstück gibt dem Körper Energie – und die braucht er am Morgen besonders. Der Spruch „Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann“ trifft zu - halten Sie sich also nicht zurück. Wer aber morgens nach dem Aufstehen noch nichts essen kann, der muss sich nicht zwingen, den Tag mit einem opulenten Frühstück zu beginnen. Wichtig ist, dass man überhaupt etwas zu sich nimmt.

8:45 Rütteln Sie an Ihren Routinen

Wenn Sie Rechtshänder sind, putzen Sie sich mal mit links die Zähne; wechseln Sie am Frühstücks-tisch jeden Morgen Ihren Sitzplatz – das Gehirn reagiert auf neue Erfahrungen mit der Ausschüttung von Botenstoffen wie Dopamin, die auch die Konzentration steigern.

9:30 Der erste Kaffee im Büro Ja, Kaffee steigert die Leistungsfähigkeit, wie mehr als hundert Studien zeigen konnten. Die Wirkung von Kaffee wurde in zahllosen Studien erforscht, und fast jedem Ergebnis widerspricht eine andere Studie mit den gegenteiligen Resultaten. Fest steht letztlich nur: Es wirkt stimulierend, und es ist auch bei einem Konsum von acht Tassen täglich weitestgehend harmlos.

11:00 Ein Glas Wasser? Zwei, mindestens!

Im Idealfall haben Sie vor dem Mittagessen schon einen Liter Flüssigkeit zu sich genommen. Und zwar auf den Vormittag verteilt. Besonders reines Wasser löscht den Durst und hilft dem Körper: Das Blut wird flüssiger und fließt besser, der Organismus wird besser versorgt, Gehirnleistung und Konzentrationsfähigkeit steigen; auch die Verdauung wird durch mehr Flüssigkeit erleichtert.

12:30 Neue Energie in der Mitte des Tages

Der Tag währt noch lang, das Mittagessen liefert uns die nötige Energie für die nächsten Stunden. Ideal: Ein warmes, leichtes Essen, am besten aus frischem Gemüse und fettarmem Fleisch oder Fisch, zusammen mit Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Nach Möglichkeit nichts Schweres, denn das braucht auch länger, um verdaut zu werden. Da kann sich schnell Müdigkeit einstellen nach dem Essen. Der Körper steckt seine Energie in die Verdauung und hat an anderen Stellen weniger zur Verfügung.

14:00 Nachmittagstief? Atemübungen!

Heben Sie mal den Kopf und atmen Sie dabei tief ein. Haben Sie gemerkt, wie wortwörtlich erhebend das ist? Kein Wunder, dass Sie am Nachmittag manchmal müde über Ihre Tastatur

gebeugt arbeiten – wegen der Haltung atmen Sie auch flacher. Nehmen Sie sich in solchen Fällen einen Moment Zeit für Atem- und Entspannungsübungen.

16:00 Greifen Sie zu!

Ob viele kleine Mahlzeiten statt drei großer Mahlzeiten hilfreich sind beim Abnehmen, ist inzwischen heftig umstritten. Fest steht aber: Eine kleine Mahlzeit zwischendurch stellt zusätzliche Energie bereit.

18:00 Feierabendjogging

Klar, Bewegung ist gut für den Kreislauf, Durchblutung und Puls steigen, der Körper wird aktiviert. Aber nicht nur das. Regelmäßiges Laufen steigert auch die Gehirnaktivitäten. Im Idealfall gehen Sie zwei- bis dreimal die Woche Joggen, am besten statt morgens eher abends – da ist der Körper schon aktiviert und braucht nicht erst richtig aufzuwachen wie am Morgen. Wem das zu viel und zu anstrengend ist, der kann auch flott Spazierengehen.

19:00 Der beste Abend der Woche!

Verabreden Sie sich mit Ihren engsten Freunden. Das ist meist ein entspannter Abend, Sie wissen, was Sie erwartet und können sich lange darauf freuen – und es dann genießen, wenn es so weit ist.

20:00 Gemeinsames Abendessen

Ja, es ist etwas spät fürs Abendessen. Ernährungsexperten zufolge sollte man spätestens um 19 Uhr diniert haben. Aber Sie kamen eben nicht früher los. Dann gehen Sie heute ausnahmsweise später essen, als Nachtisch bestellen Sie sich auch noch eine zweite Crème brûlée. Das mag ungesund sein, aber wenn es nicht jeden Abend vorkommt und wenn Sie gerade Lust darauf haben – dann machen Sie es einfach.

23:00 Ausklang

Machen Sie die To-do-Liste für morgen schon heute. So können Sie das, was Sie heute nicht erledigt haben, nach morgen auslagern und beruhigt einschlafen, vielleicht nach ein paar Seiten in einem guten Buch. Und vergessen Sie den Mythos, der Schlaf vor Mitternacht sei der gesündeste. Richtig ist zwar, dass die ersten Stunden des Schlafs die wichtigsten sind, aber ob diese vor oder nach Mitternacht liegen, spielt keine Rolle, solange man insgesamt genug schläft.

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Südtirolwerbung die ankommt

Der nächste Winter kommt bestimmt! Doch kommen auch die Gäste? Das SÜDTIROL-Magazin als Beilage in der renommierten Tageszeitung „DIE WELT“ sorgt für eine exklusive Südtirol-Präsentation und erreicht damit eine höchst interessante Leserschaft.

DIE

WELT-Leser haben laut Mediadaten einen hohen Bildungsgrad und verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen (Unternehmer, Freiberufler, leitende Angestellte). Der überwiegende Teil der WELT-Leser ist nördlich der Linie Frankfurt/Hof zu Hause. Sie sind nicht nur Konsumenten, sondern interessieren sich für Land, Leute, Wirtschaft, Kultur und Nachhaltigkeit.

im Durchschnitt 5,6 Tage. DIE WELTLeser schätzen die typische Südtiroler Gastronomie der Drei-, Vier- und Fünfsterne-Hotels in Familienbesitz. Alpine-mediterrane Küche, Aktivurlaub und Wellness heißt die „Genussformel“. Genau die Zielgruppe für Qualitätstourismus nach HGV- und SMG-Definition. Damit ist jeder der 900.000 Leser ein potentieller Südtirol-Urlauber!

Auf die bereits erschienenen Ausgaben 2014, gab es eine ausgezeichnete Resonanz. Die vorgegebene Zielgruppe für Qualitätstourismus konnte punktgenau erreicht werden.

Qualitätstourismus – keine Streuverluste Sie kennen Südtirol als Marke, fahren schöne Autos, gehören nicht zu den Wochenend-Urlaubern, sondern bleiben

Das nächste SÜDTIROL-Magazin Ausgabe Winter 2015/16 erscheint wieder in Kooperation mit der WELT-GRUPPE (Axel-Springer-Verlag), liegt am am Samstag, dem 21. November der Gesamtauflage von DIE WELT bei und erreicht damit über 900.000 Leser.

Für weitere Informationen: Tel. 0471 081 561; www.mediaradius.it/welt, info@mediaradius.it

Gemeinsam stark abheben

GRS – HELI SERVICE ist das Fachunternehmen für professionelle Luftrettung in den Alpen. Zudem bietet GRS kostengünstige Hubschrauber-Transportflüge für Schutzhütten und Baustellen. Buchbar auch für Ausflüge und als spezielles Überraschungsgeschenk. Bierfässer und Lebensmittel aller Art, eine Baggerraupe und Holz, um den Zaun aufzurichten: Sechsmal hob der Hubschrauber von GRS ab und flog die Waren und Güter zur Schutzhütte.

Im Netzwerk kostengünstiger GRS steht für „Genossenschaft Rettung Südtirol“. Noch kein Jahr alt, besteht das Sozialunternehmen aus einem Netzwerk von Hubschrau-

bern über ganz Südtirol verteilt. Die Anflugzeiten sind daher kürzer und somit günstiger für den Kunden. Transportflüge für Schutzhütten und Baustellen machen den Großteil der Einsätze aus: Materialtransporte für Hoch- und Tiefbau, Personen- und Mannschaftstransfers, Logging und Montageflüge. Flugrettung, Tierbergungen und Lawinensprengungen: GRS – HELI SERVICE fliegt Zivilschutz- und Rettungseinsätze.

Es regnet Rosenblätter

Für die schönsten Seiten des Lebens bietet GRS Hubschrauberflüge als Geschenkidee an. Als Treuebonus für Hotelgäste, vom Hubschrauberrund-

Volksbank: dritte EIBTranche für Unternehmen

Ab sofort stellt die Volksbank kleinen und mittleren Unternehmern wieder Finanzierungen der Europäischen Investitionsbank (EIB) im Umfang von 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Damit können im Vergleich zu herkömmlichen Finanzierungen günstigere Zinssätze berechnet werden. Dies ist bereits die dritte Tranche, die die Volksbank zugunsten von Unternehmen auflegt. Neben den günstigen Zinsen ist die Finanzierung auch steuerfrei. Das heißt, die Ersatzsteuer von 0,25 Prozent auf den Finanzierungsbetrag entfällt. Die Finanzierung kann sowohl als Hypothekar- oder Chirografardarlehen eröffnet werden. Dabei gilt: Die Finanzierungen können von Klein- und Mittelbetrieben bis zu 250 Mitarbeitern sowie von MidcapUnternehmen bis zu 3.000 Mitarbeitern in Anspruch genommen werden. Die Laufzeit variiert je nach Projekt zwischen zwölf und 15 Jahren. Die Projekte müssen in Italien angesiedelt sein. Die begünstigten Darlehen werden sofort bereitgestellt. Ansprechpartner sind die Firmenkundenberater der Volksbank. Die Südtiroler Volksbank mit Sitz in Bozen ist als Regionalbank neben dem Heimatmarkt Südtirol in den nordost-italienischen Provinzen Trient, Belluno, Treviso, Pordenone und Venedig tätig. Insgesamt verfügt die Südtiroler Volksbank über 195 Geschäftstellen. Die Bank (Gründungsjahr 1886) beschäftigt rund 1.045 Mitarbeiter und zählt über 55.000 Mitglieder.

flug mit Abendessen bis zum Regen aus Rosenblättern überm Garten der Liebsten: GRS ist gespannt auf die Einfälle der Kunden und freut sich auf die Umsetzung. Weitere Informationen unter info@grs-csa.it

Energie in den Beinen

Extremsportler Guido Kunze aus Deutschland hat mit seinem Rad in nur 14 Tagen fast 70.000 Höhenmeter bergauf auf Passstraßen gesammelt. Durch die Seealpen, Savoyer und Piemonteser Hochalpen, durch Wallis und Graubünden, durch Tirol und zahllose Schleifen in den Südtiroler, Trentiner und Veneter Dolomiten bis nach Obereggen. Gestartet wurde am 10. August am Mont Ventoux in der Provence und dann ging es mit dem Rad nonstop tausende Höhenmeter über klassische Rennrad-Pässe des Giro d‘Italia und der Tour de France in den Alpen bis nach Obereggen im Ski Center Latemar. Das selbstgesteckte Ziel von insgesamt hunderttausend Höhenmetern auf und abseits der offiziellen Passstraßen verfehlte er, erreichte aber mit 70.000 Höhenmetern auf offiziellen Passstraßen dennoch die für einen Guinness-Rekordeintrag nötigen Anforderungen. Am 24. August hatte Guido Kunze sein Großprojekt durch quasi den gesamten Alpenbogen mit Ziel am Latemar in Obereggen zu Ende gebracht. Nach 66 Passstraßen, im Schnitt also fast fünf Pässen pro Tag und knapp 1.100 Höhenmeter pro Pass ist Guido Kunze also erneut Weltrekordhalter.

Wechsel an der Spitze der Messe Bozen

Thomas Mur ist seit 1. September Direktor der Messe Bozen. Knapp vier Monate nach dem langjährigen Präsi-

denten, Gernot Rössler, verabschiedet sich nun auch Direktor Reinhold Marsoner vom Dienst bei der Messe. Der 1. September 2015 geht sicher in die Annalen der Messe Bozen ein, da nach einer ungewöhnlich langen Amtszeit (über 24 Jahre) Reinhold Marsoner das Zepter an einen Jüngeren weitergab.

Mit Thomas Mur, 40, übernimmt kein Neuling die Geschäfte der Messe Bozen. Bereits während seines Studiums war Mur als Projektmitarbeiter für die Messe Bozen tätig, er war Pavillon-

Manager auf der Expo in Hannover und hat auch als verantwortlicher Team- und Projektleiter diverse Messebeteiligungen der SMG im Ausland koordiniert. Gemeinsam mit Armin Hilpold, dem ebenfalls neu ernannten Präsidenten von Messe Bozen, wird er die künftige Richtung der Messe Bozen vorgeben. Dazu Thomas Mur: „Es sind große Fußstapfen, in die ich trete, aber ich bin zuversichtlich gemeinsam mit dem gut eingespielten Team zur erfolgreichen Fortentwicklung der Messe Bozen beitragen zu können.“

Von Hochzeiten bis zur Weihnachtsfeier

Catering Oskar Geier besteht seit 2007 und etablierte sich als kompetentes, kundenorientiertes und innovatives Unternehmen in Sachen Catering. „Wir bieten das Gesamtpaket für jedes Event, egal ob Hochzeit, Weihnachts-, Betriebs- oder Geburtstagsfeier. Neben einer exquisiten Küche organisieren wir gerne auch das Geschirr, Tische und Stühle sowie auch Zelte, Grills und sonstiges Zubehör. Mit Passion und Professionalität versuchen wir Ihnen die Organisation Ihres Events zu erleichtern und Schritt für Schritt zu perfektionieren“, so Oskar Geier.

Beim Wareneinkauf legt man besonders Wert auf einheimische Produkte. Das Fleisch vom Dorfmetzger, Milchprodukte und Gemüse aus Südtirol, Olivenöl aus Italien usw. Durch das Bedürfnis, die Tradition nicht aus den Augen zu verlieren, hat sich der diplomierte Diätkoch Oskar Geier als Caterer in Südtirol bestens etabliert: „Wir kochen auch gerne nach Ihren Wünschen, oder stellen ein passendes Menü für jede spezielle Veranstaltung zusammen. Mein bevorzugter Kochstil besteht aus einer Mischung von mediterraner und alpiner Küche, wobei ich diese gerne neuzeitlich

interpretiere.“ Weitere Informationen unter www.cateringgeier.it und 347 0418801.

Energiepreise: Autonomie zum Vorteil nutzen

Die jüngsten Daten des europäischen Statistikinstitutes Eurostat zeigen, dass die italienischen Unternehmen höhere Energiepreise zahlen als die Mitbewerber der benachbarten Länder. Für Südtiroler Unternehmen bedeutet dies einen Preisunterschied von ca. 30 Prozent zu Deutschland und Österreich. Im Vergleich zu Frankreich zahlen heimische Unternehmen sogar 45 Prozent mehr. Der Unternehmerverband Südtirol hat bereits anlässlich der Vollversammlung im

vergangenen Mai auf die Bedeutung der Energie als Wettbewerbsfaktor hingewiesen. „Südtirol produziert

mehr als doppelt so viel Energie, als es selbst verbraucht. Es gibt genügend Gestaltungspotenzial, um Familien und Unternehmen wettbewerbsfähige Energiepreise zu garantieren: Diesen Handlungsraum gilt es voll auszunutzen. Die Möglichkeit der selbständigen Gestaltung der Energiepolitik würde damit einen sofortigen und strategischen Vorteil für die ganze Bevölkerung bedeuten“, betont der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Stefan Pan.

Fotocredit: DLife
Stefan Pan
v.l.: Thomas Mur und Reinhold Marsoner

Garage 61: Auktion die Vierte

Am 26. September 2015 geht in Eppan in der Handwerkerzone in der Garage 61 die 4. Oldtimer-Auktion über die Bühne. Bestens organisiert von Ossi Planer und seinem Team, darf man sich jetzt schon auf die Klassiker der Auktion freuen. Klassische Automobile

und Motorräder sowie Antiquitäten und Automobilia kommen unter den sprichwörtlichen Hammer. Denn versteigert wird in klassischer Manier mit Hammer und in Echtzeit. Die besondere Art Fahrzeuge zu kaufen oder zu verkaufen – besonders für Private ein

100 % ELEKTRISCH BAGGERN MIT 0%EMISSIONEN

Jetzt neu im Niederstätter-Mietpark: der 800-kg-Bagger WACKER NEUSON 803 dual power

- Diesel- und Elektro-Hydraulik-Antrieb - Gleiche Leistung mit beiden Antriebenauch im Hammerbetrieb - Einfacher und kostengünstiger Transport

transparentes einfaches Kaufen oder Verkaufen.

Angebot trifft Nachfrage

Alle Fahrzeuge werden von Samstag, 12. September bis einschließlich Samstag, 26. September in Eppan in der Garage 61 jeweils von 8 bis 18 Uhr für die Besichtigung ausgestellt. In angenehmer Atmosphäre (Sitzplatzreservierung erwünscht), bei traditionellem Bieten sowie mit Telefonbieter oder per Briefgebot wird ein korrekter, schneller und unkomplizierter Ablauf garantiert. Die Auktion beginnt um 14 Uhr; im Eintritt von 10 Euro sind Katalog und Aperitif enthalten. Weitere Infos und Online-Katalog unter www.garage61.it, info@garage61.it und Tel. 0471 661 145.

Südtiroler gründen Social Media Startup

Zwei Brüder aus Überetsch entwickeln lokales Facebook: GLOQON – The Glocal Network, heißt das Startup, welches Personen auf lokaler Ebene vernetzt. Nutzer sehen per Klick alle Posts anderer Personen aus der unmittelbaren Umgebung – egal ob befreundet oder nicht. Die Plattform bietet einen einfachen Weg für vielfältige Einsatzmöglichkeiten: gebrauchte Kleider zu verkaufen, Schnäppchen zu finden, Neuigkeiten zu verbreiten oder Aktivtäten zu organisieren. Alle registrierten

User können außerdem unter www. gloqon.com 349 Euro für eine Reise nach Griechenland gewinnen. Die zwei Brüder Johannes (26) und Alexander De Zordo (29) aus St. Pauls wollen durch ihr lokales Konzept Leute im realen Leben zueinander bringen. Posts können ausschließlich von Personen vor Ort gesehen werden – sei es um Events zu finden, Mitfahrgelegenheiten anzubieten, neue Leute zu treffen, die Nachbarschaft um etwas Milch zu bitten oder vor Polizeikontrollen zu warnen.

Onlinestore.it sourct Lagerlogistik nach Bozen aus

Die Speditions- und Logistikfirma OMEST aus Bozen übernimmt die gesamte Lagerlogistik der Onlinestore GmbH, eines der größten E-commerce-Unternehmen Italiens.

Die Firma Onlinestore aus Kastelbell generiert über ihre Onlineshops Onlinestore.it, Alpisport.it und Giabri.it in Italien einen Jahresumsatz von über 35 Millionen Euro und zählt zu den größten Online-Elektronikanbietern des Landes. Zur Unternehmensgruppe gehören mittlerweile fünf Onlineshops in drei Ländern. Um sich nun vollständig auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren, hat sich die Onlinestore GmbH entschieden, die gesamte Lagerlogistik outzusourcen.

teamblau

Ihr Lager vertrauen sie zukünftig dem Logistikunternehmen OMEST aus Bozen an, das bereits kleine Teile

nominiert für

German Design Award

Ein besonderer Schachzug ist der Südtiroler Internetagentur teamblau gelungen: das Web-Projekt des Hauptsitzes der Volksbank www. hauptsitz.volksbank.it wurde für den German Design Award in den Kategorien „Digital Media and Online, Interactive User Experience und Au -

diovisual“ nominiert. Der bekannte German Design Award ist der internationale Premiumpreis des Rates für Formgebung. Eine große Ehre für die Agentur, dessen herausragende Leistung nun mit dieser Nominierung prämiert wurde. Die Preisverleihung erfolgt im September.

davon betreute. Aktuell verwaltet die OMEST KG an die 20.000 Produkte, davon rund 1.000 Elektro- und Haushaltsgeräte der Onlinestore GmbH. Mitte September wurde das neue Logistikzentrum in Bozen in Betrieb genommen. Hier werden zukünftig rund 20.000 Produkte mit einer 26-fachen Lagerdrehgeschwindigkeit lagern. Das Outsourcing schafft neue Synergieeffekte, wovon beide Unternehmen, aber auch die Kunden, profitieren. Durch schlanke und flexible Strukturen wird sich die Onlinestore GmbH zukünftig auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Effizienz der einzelnen Prozesse erhöhen. Die OMEST organisiert auch die Verteilung für weitere sechs Lager in Italien.

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