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Radius_Bauen & Sanieren_2026

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Damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt: Die häufigsten Fehler beim Immobilienkauf und wie Sie sie vermeiden

BAUEN & SANIEREN

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DIE MAUERN LESEN

Aus Altem Neues zu schaffen, ist Herausforderung & Freude zugleich.

EIN GLASHAUS, DAS BEGEGNUNG PFLANZT

Neue Radstation „Schullian Bistro & Flowers“

LAURA PLONER

Frau in einer Männerdömane

IMPRESSUM

Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen Nr. 26/01, am 27.11.2001

Chefredakteur: Elmar Pichler Rolle

Projektleiterin: Magdalena Pöder

Verkaufsleitung: Patrick Zöschg

Redaktion: Dr. Nicole D. Steiner, Edith Runer, Florian Mair, Barbara Oberlechner

Werbung/Verkauf: Michael Gartner, Markus Hatzis, Siegfried Rungaldier, Isaak Lechner

INHALT

Aktuelles

5 Wohnungs- oder Hauskauf

12 Wohnhaus 53: Sanieren mit Haltung

16 Die Mauern lesen

22 Loacker: neues Technology Center

24 Hotel Schwarzer Adler: Geschichte neu belebt

30 Umbau statt Auszug

36 Gärtnerei Schullian: ein Glashaus, das Begegnung pflanzt

46 Draußen wird drinnen

52 Forststation Deutschnofen

56 Alpine vs. mediterrane Architektur

60 „Alexa, mach das Licht an!“

Info-PR

10 Progress AG, Brixen

21 Interior Studio, Meran

23 Niederstätter AG, Bozen

43 Elsler GmbH, Auer

44 HELLA Italien GmbH, Bruneck

45 Provex Industrie GmbH, Bruneck

66 Röfix AG, Partschins

Rubrik

64 Portrait: Laura Ploner

Projekte in Türkis

PEFC-zertifiziert

DiesesProduktstammt

ausnachhaltig bewirtschaftetenWäldern, Recyclingund kontrolliertenQuellen www.pefc.org

PEFC/18-31-166

produziert nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens, Athesia Druck GmbH, UW 1492

Verwaltung: Weinbergweg 7, 39100 Bozen, Tel. 0471 081 561 info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Fotos: „Dolomiten“-Archiv, shutterstock, verschiedene Privat-, Firmen- und Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Grafik/Layout: Simon Krautschneider

Art Director: Elisa Wierer

Lektorat: Magdalena Pöder

Produktion: Athesia Druck Bozen, www.athesiadruck.com

EDITORIAL

Bauen und Sanieren heißt heute mehr als Quadratmeter schaffen. Es geht um Lebensqualität, Weitblick und Entscheidungen, die Jahrzehnte tragen. Diese Ausgabe zeigt, wie in Südtirol gebaut wird: mit regionaler Kompetenz, technischer Innovation und einem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Bestandserhalt. Wir stellen ausgewählte Bauprojekte vor, beleuchten Trends wie „Umbau statt Auszug“ und zeigen, wie Wohnen sich zunehmend nach draußen erweitert. Außerdem widmen wir uns dem Thema Haus- und Wohnungskauf: der großen Vorfreude und den oft unterschätzten Details danach. Denn zwischen Schlüsselübergabe und Alltag entscheidet gute Vorbereitung darüber, ob aus einem Traum langfristig ein gutes Zuhause wird. Gute Lektüre!

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und im Postversand

Druckauflage: 24.000 Stück

Preis: Einzelpreis 2,30 Euro, A+D: 2,90 Euro

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten. Athesia Druck GbmH hat gemäß Art. 37 der EU-Verordnung 2016/679 (GDPR) den Datenschutzbeauftragten (Data Protection Officer, DPO) ernannt. Die Kontaktaufnahme für jedes Thema in Bezug auf die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist über dpo@athesia.it möglich.

Magdalena Pöder

HÄTTE, HÄTTE

… Fahrradkette. Ach, hätte ich das doch anders gemacht. Wäre mir das nur früher aufgefallen! Schon wenige Wochen nach dem Einzug folgt bei manchen die Ernüchterung: Unerwartete Kosten zehren an den Nerven, die Nachbarn entpuppen sich als anstrengend, und für frisches Brot braucht es plötzlich das Auto. Kleinigkeiten? Auf Dauer keineswegs!

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„Hätte, wäre …“ – im Nachhinein ist man immer schlauer. Gerade deshalb ist es so wichtig, sich vor dem Haus- oder Wohnungskauf umfassend zu informieren und alle wichtigen Details genau zu prüfen.

WAS MUSS ICH BEIM KAUF BEACHTEN?

Mit zusätzlichen Kosten rechnen

Notar, Grundbuch, Steuern oder Maklerhonorare sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Diese Beträge fallen oft gestaffelt an und wirken deshalb harmloser, als sie es tatsächlich sind. Wer sie von Beginn an einplant, behält den Überblick.

Nicht zu knapp kalkulieren

Darlehen bringen zusätzliche Verpflichtungen mit sich: Versicherungen, Steuern und langfristige Bindungen.

Eine Finanzierung, die nur unter Idealbedingungen funktioniert, wird im Alltag schnell zur Belastung.

Laufende Ausgaben mitdenken

Gemeinschaftskosten, Reparaturen, Energiepreise und Instandhaltung fallen

regelmäßig an – unabhängig davon, ob sie gerade ins Budget passen. Rücklagen sind unbedingt notwendig. Fachleute empfehlen mindestens drei bis sechs Monatsgehälter.

Geldrahmen einschätzen

Die erste eigene Wohnung ist für viele die größte finanzielle Entscheidung ihres Lebens. Wer nur den Kaufpreis betrachtet, übersieht schnell Nebenkosten und laufende Ausgaben. Der Blick einer erfahrenen Person auf die Gesamtkosten schützt vor späterem Druck.

Lage heißt Alltag

Quadratmeter und Preis sagen wenig über das tägliche Leben aus. Arbeitsweg, Lärm der Nachbarn, Zeitaufwand

Es ist bezeichnend, wie schnell sich jemand findet, der von den Schattenseiten der ersten eigenen Wohnung erzählen kann. Ein Café, ein zufälliges Treffen mit einer Bekannten, ein Gespräch, das zunächst harmlos beginnt. Erst nach ein paar Minuten wird klar, warum sie hier mit ihrem Vater sitzt. Sie hat sich von ihrem Lebensgefährten getrennt, ist vor wenigen Monaten mit ihren Kindern ausgezogen, hat eine eigene Wohnung gekauft – und beginnt nun zu begreifen, was dieser Schritt tatsächlich bedeutet. Sie hat die Kosten völlig unterschätzt: Notar, Makler, Registergebühren, Steuern … Posten, die man kennt, die aber im eigentlichen Kaufpreis nicht enthalten sind. Ihre tatsächliche Wirkung entfalten sie erst nach und nach, wenn die Rechnungen eintreffen. Und das tun sie jetzt. Jeden Tag. Zurück will die zweifache Mutter nicht, und woandershin kann sie im Moment auch nicht. Ein Kind ist gerade erst eingeschult, sollte nicht wieder aus seinem Umfeld gerissen werden, erzählt sie. „Irgendwie muss es weitergehen“, sagt sie schließlich. Kein dramatischer Satz, eher eine nüchterne Feststellung. Aber sie macht ihre Erschöpfung deutlich spürbar.

bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit und Ähnliches wirken jeden Tag. Was auf dem Papier günstig erscheint, kann im Alltag teuer werden.

Mit Abstand entscheiden

Begeisterung gehört dazu, sollte aber nicht allein entscheiden. Müdigkeit nach langer Suche oder emotionale Umstände erhöhen die Gefahr, Kompromisse einzugehen, die man später bereut. Abstand und Zeit helfen, klar zu bleiben.

Fachlichen Rat einholen

Ob bei Verträgen, Bausubstanz oder rechtlichen Besonderheiten: Externe Beratung kostet Geld, verhindert aber oft größere Probleme. Was vorab geklärt ist, muss später nicht mühsam korrigiert werden.

FEHLER #1: DAS BUDGET

Dieses Beispiel macht deutlich, wie schnell Lebensentscheidungen über den Kopf wachsen können. Die eigenen vier Wände bedeuten zwar Freiheit und Unabhängigkeit, gleichzeitig aber auch Verantwortung und höhere Kosten. Nicht weil Menschen grundsätzlich falsch rechnen, sondern weil viele Verpflichtungen erst sichtbar werden, wenn Verträge bereits unterschrieben sind. Neben dem Kaufpreis kommen Strom, Versicherungen, Gebühren, Reparaturen und notwendige Anschaffungen fürs neue Eigenheim hinzu – oft schon lange, bevor der Einzug tatsächlich stattfindet. Was einzeln überschaubar erscheint, wächst in der Summe schnell zu einer Belastung heran, besonders für Familien.

FEHLER #2: DIE EUPHORIE

Beim Kauf eines ganzen Hauses kommt eine weitere Ebene hinzu: der tatsächliche Zustand der Immobilie. Gerade unerfahrene Käuferinnen und Käufer lassen sich mitunter von Lage, Aussicht oder Garten leiten und blenden technische Details in ihrer Euphorie aus. Schlechte Dämmung, veraltete Heizsysteme oder Feuchtigkeit im Keller bleiben zunächst unsichtbar – bis sie sich im Alltag bemerkbar machen und in steigenden Ausgaben niederschlagen.

FEHLER #3: ZUSATZKOSTEN

Doch nicht nur die Immobilie selbst beeinflusst die laufenden Ausgaben. Auch ihre Lage wirkt sich langfristig auf das Budget aus. Wer etwa von der vermeintlich teuren Stadtwohnung in ein Dorf zieht, rechnet selten die zusätzlichen Fahrtkosten für den täglichen Arbeitsweg mit ein – ganz zu schweigen von der Zeit, die im Auto oder im Stau verloren geht. Was auf dem Papier günstiger wirkt, kann sich im Alltag relativieren. Immer wieder vergessen oder gedanklich unterschlagen werden unvorhersehbare Ausgaben: zum Beispiel ein defekter Boiler, neue Haushaltsgeräte, Zahnspangen für die Kinder, steigende Zinsen. Solche Kosten wirken sich dann besonders hart aus.

EIN TYPISCHER REFLEX IST ES, IN DER NEUEN WOHNUNG ODER GAR IM GANZEN HAUS ALLES AUF EINMAL PERFEKT MACHEN ZU WOLLEN. EINRICHTUNG, LAMPEN, WINTERGARTEN –OFT WIRD SCHNELL BESTELLT UND AUF PUMP GEKAUFT. DAS MUSS NICHT SEIN.

FEHLER #4: NICHTS

SCHRIFTLICHES

Wenn schließlich alles unterschrieben ist und der Schlüssel fast greifbar scheint, glaubt man, das Schwierigste sei geschafft. Tatsächlich steckt der Teufel oft im Detail. Denn zwischen Kaufvertrag und tatsächlichem Einzug kommt zum Vorschein, was nie wirklich geregelt wurde: Die Einbauküche, die bei der Besichtigung selbstverständlich dazugehört hat, wird plötzlich abgebaut, oder der Strom wurde bereits abgemeldet, was Reparaturarbeiten verhindert. Daher der Hinweis: Was nicht schriftlich festgehalten ist, gilt im Zweifel als nie vereinbart. Apropos Einkauf: Ein typischer Reflex ist es, in der neuen Wohnung oder gar im ganzen Haus alles auf einmal perfekt machen zu wollen. Einrichtung, Lampen, Wintergarten – oft wird schnell bestellt und auf Pump gekauft. Dabei ließe sich vieles Schritt für Schritt ergänzen, weil es vorübergehend auch alte Möbel und Glühbirnen tun.

FEHLER #5: GEGLAUBT, DASS …

Zur Stromfrage bei Punkt „Fehler # 4“: Die Frage, ab wann welche Kosten übernommen werden, muss unbedingt geklärt werden. Strom, Wasser, Heizung, Müll, Kondominiumspesen – all das läuft nicht automatisch „ab Einzug“, sondern oft ab Übergabe oder sogar früher. Wer hier nicht genau hinschaut, erlebt später vielleicht Überraschungen in Form von hohen Rechnungen. Besonders problematisch wird es, wenn alte Verträge zu spät gekündigt oder neue nicht rechtzeitig aktiviert werden.

Auch die Übergabe selbst wird häufig unterschätzt. Sie sollte kein bloßer Schlüsseltausch sein, sondern ein dokumentierter Moment. Zählerstände, Zustand der Immobilie, sichtbare Mängel – all das gehört festgehalten, denn es kann im Zweifelsfall später zu Diskussionen führen, wenn Vereinbarungen unterschiedlich interpretiert werden.

FEHLER #6: HÄTTE ICH GEWUSST, …

Erst mit dem tatsächlichen Einzug beginnt schließlich der Alltag im neuen Zuhause –und mit ihm auch das soziale Umfeld. Gerade in Kondominien entscheiden oft die Nachbarn, ob man sich wohlfühlt oder nicht. Da lohnt es sich oft, schon im Vorfeld das Wichtigste zu checken, vielleicht sogar mal zu klingeln und sich vorzustellen. Das reicht oft schon, um die Stimmung im Haus einzuschätzen und Missverständnissen vorzubeugen. Bei allen Punkten gilt: Wer aufmerksam bleibt, lieber öfter mal nachfragt und nichts als selbstverständlich hinnimmt, erspart sich viel Ärger.

Erst mit dem Einzug zeigt sich, wie das Miteinander im Haus wirklich ist. Wer vor dem Kauf nachfragt und die Nachbarschaft kennenlernt, kann sich später viel Ärger ersparen.

Anzeige Der SPI-3D-Drucker – entwickelt für großformatige Anwendungen mit höchster Präzision.

Innovative Fassadengestaltung durch 3D-Betondruck

Die PROGRESS AG setzt mit der neuen 3D-Drucktechnologie einen wichtigen Innovationsschritt und eröffnet der Betonfertigteilindustrie völlig neue gestalterische und technologische Möglichkeiten.

In Caorle wird derzeit mit dem Projekt Pareus Resort erstmals ein Referenzprojekt realisiert, bei dem mittels 3D-Druck hergestellte Betonfassaden industriell gefertigt und mit innovativen Green-Code-Betonfertigteilen kombiniert werden. Auf einer Fläche von rund 28.000 Quadratmetern entstehen dort insgesamt 28 Ferienhäuser. Der Lieferumfang umfasst insgesamt über 20.000 Quadratmeter Fertigteile. Dazu zählen unter anderem 4.000 Quadratmeter mittels 3D-Druck hergestellte Fassadenelemente mit Green Code Thermowand Plus®, 4.300 Quadratmeter Doppelwände, 4.000 Quadratmeter Green Code Eco Slab® sowie 1.500 Quadratmeter Progress-XM-Decken. Der Rohbau des Resorts soll im Sommer 2026 fertiggestellt werden, die Eröffnung ist für Mai 2027 vorgesehen. Die Fertigung erfolgt vollständig im Werk der PROGRESS AG in Brixen, wodurch eine gleichbleibend hohe Qualität, verkürzte Bauzeit und eine präzise Abstimmung der einzelnen Betonelemente gewährleistet werden.

Die SPI-Technologie der Progress Group

Die Progress Group hat mit dem Verfahren Selective Paste Intrusion (SPI) eine neuartige 3D-Drucktechnologie für den Fertigteilbau entwickelt, bei der Zementleim gezielt in ein Sandbett eingebracht und nur an definierten Stellen verfestigt wird. Schicht für Schicht entstehen so Bauteile mit einer Auflösung von nur drei Millimetern, wobei der umgebende Sand während des Drucks die Stützfunktion übernimmt und nach dem Aushärten vollständig wiederaufbereitet wird. Auf

INFO

Bausystem: Green Code

Betonfertigteile: Progress AG

Fassadenelemente: Progress 3D Concrete Printing

diese Weise lassen sich komplexe Geometrien, Überhänge und feine Oberflächenstrukturen ohne Schalung und mit hoher Maßhaltigkeit herstellen.

Perspektiven des industriellen 3D-Drucks Zentrales Entwicklungsziel des SPI-Verfahrens ist ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit: Durch gezielten Materialeinsatz nur dort, wo er statisch oder funktional erforderlich ist, lassen sich Beton- und Zementverbrauch sowie CO2Emissionen deutlich reduzieren. Der 3D-Betondruck mit SPITechnologie versteht sich dabei als Ergänzung zur klassischen Fertigung. Das Projekt Pareus ist das Leuchtturmprojekt, das Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und architektonische Freiheit im industriellen Fertigteilbau demonstriert.

PROGRESS AG

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Das Pareus-Resort in der Bauphase
Die Häuser im Rohbau am Ferienort Caorle

Manche Dinge muss man einfach so belassen, wie sie sind.“ Dieser Grundsatz prägt die architektonische Haltung von Christian Kapeller. Mit Erfahrung aus rund 20 denkmalgeschützten Sanierungen verfolgt er einen Ansatz, der das Historische nicht überformt, sondern weiterdenkt. „Das Neue muss im Einklang mit dem Alten stehen“, erklärt der Architekt. Statt bewusster Kontraste setzt er auf ähnliche Materialien, zurückhaltende Farben und eine Sprache, die Ergänzung statt Bruch bedeutet. Seine Projekte behandelt er dabei so zerstörungsfrei wie möglich. Diese Haltung kam auch dem sogenannten „Herrschaftshof zu Prad“ zugute – einem der ältesten Gebäude des Ortes, erstmals 1451 erwähnt. Das Haus konnte vor dem

SANIEREN MIT HALTUNG

In Prad am Stilfser Joch wurde ein Wohnhaus aus dem Jahr 1451 vor dem Verfall bewahrt – und mit großer Sensibilität in die Gegenwart überführt. Das Projekt von Architekt Christian Kapeller zeigt eindrucksvoll, wie denkmalgeschütztes Bauen gelingen kann: respektvoll gegenüber dem Bestand, kompromisslos in der Haltung und überraschend zeitgemäß in der Nutzung.

Abriss gerettet werden und wird heute unter dem Namen „Burgerhaus“ als Showroom und zur Vermietung genutzt. Im alten Teil des Dorfes Prad zeigt es exemplarisch, was in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt möglich ist: eine radikale, aber konsequente Form der Sanierung.

So nah wie möglich am Original Als Kapeller das Projekt übernahm, war das Gebäude stark baufällig. „Teilweise konnte man gar nicht mehr hineingehen“, erinnert er sich. Dennoch blieb der Eingriff minimal: Alles, was noch halbwegs erhalten war, wurde bewahrt. Das zeigt sich bis heute in steilen Treppen, niedrigen Türen und kleinen Fensteröffnungen. Das Haus durfte seine Eigenheiten behalten – und damit seinen Charakter.

Im Inneren blieb die Grundrissstruktur weitgehend erhalten. Lediglich die Nassräume mussten neu integriert werden, teils innerhalb der bestehenden Räume, teils in der ehemaligen kleinen Küche im Obergeschoss. Wo Böden nicht mehr zu retten waren, wurden sie mit heimischem Lärchenholz erneuert –inklusive moderner Fußbodenheizung, die heutigen Wohnkomfort ermöglicht, ohne den historischen Ausdruck zu stören. Wer heute am Esstisch sitzt oder in den Keller hinabsteigt, spürt den Geist der Vergangenheit. „Man wird fast ehrfürchtig, wenn man bedenkt, dass hier schon rund 30 Generationen gelebt haben“, sagt Kapeller. Balken, Decken und Mauern erzählen von fast 600 Jahren Geschichte.

Denkmalpflege mit zeitgemäßem Blick

Auch äußerlich zeigt sich das Haus bewusst ursprünglich. Die Außenmauern wurden nicht überarbeitet oder retuschiert, sondern lediglich gereinigt und gefestigt – eine Methode moderner Denkmalpflege, die den Alterungsprozess verlangsamt, ohne Spuren der Zeit zu tilgen. „Man geht weg vom Nachmalen und kehrt zur Ursprünglichkeit zurück“, so Kapeller. Ein Ansatz, der nicht nur authentischer wirkt, sondern – dank geringerer Eingriffe und entsprechender Förderungen – auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Viele Besucher sind überrascht: Sie halten das Haus für vollständig neu. Kaum jemand erkennt, dass Putze, Balken und

Strukturen jahrhundertealt sind. „Hier ist nichts gefaked“, betont Kapeller. Tatsächlich sei diese Art der Sanierung oft günstiger als ein vergleichbarer Neubau. „Wenn man heutigen Komfort mit großen Öffnungen, neuen Strukturen und maximaler Technik erzwingen will, wird es teuer. Wer sich hingegen auf das Alte einlässt, kann auch hochwertig und wirtschaftlich sanieren.“

Moderne Nutzung, sanft ergänzt Neben Kosten ist es vor allem die Atmosphäre, die dieses Haus auszeichnet. Die Seele des Bestands bleibt spürbar und wird durch neue Elemente lediglich begleitet. Moderne Einrichtung tritt als stilvolle Ergänzung auf, nicht als dominierender Akzent.

ARCH. CHRISTIAN KAPELLER

Geboren 1971 in Schlanders, studierte Architektur in Innsbruck und führt seit 2001 sein Büro in Schlanders. Sein Ansatz ist geprägt von einer klaren Haltung: Jedes Projekt wird individuell und in enger Abstimmung mit den Bauherrinnen, -herren entwickelt – abgestimmt auf Ort, Funktion und Bedürfnisse. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude. Darüber hinaus realisiert er Projekte im Hotel- und Gastronomiebau, im Wohnbau sowie im Bereich „Urlaub auf dem Bauernhof“. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz spielen eine zentrale Rolle: Kapeller plant nach KlimahausStandards (A, B, A nature), begleitet energetische Sanierungen inklusive Förderberatung und setzt auf ökologische Bauweisen.

WIR LIEBEN ES, NEUE DIMENSIONEN DER ÄSTHETIK ZU ENTDECKEN

Im Atelier, der Kreativschmiede von Arts and Crafts, erfährt Ästhetik jeden Tag neue Dimensionen.

Hier arbeiten Petra und ihr Team von InteriorExperten Seite an Seite, Schritt für Schritt, schaffen Freiräume für neue, individuelle Ideen und realisieren Einrichtungskonzepte, bei denen die Individualität der Kund:innen, im Vordergrund stehen. Denn wie der Mensch auch ist die Seele eines jeden Raumes einzigartig und nicht wiederholbar.

Ein Beispiel ist die ehemalige Rauchküche, die vor der Sanierung vollständig geschwärzt war. Als Hommage an ihre frühere Nutzung integrierte Kapeller einen bündigen, mattschwarzen Küchenblock, gefertigt von einem lokalen Tischler. Ein schlichtes Wandbrett dient als Kaffeetheke, alte Deckenhaken, Nischen und eine bewusst offene Durchreiche erinnern an frühere Zeiten. Die angrenzende Stube fungiert heute als Esszimmer mit großem Tisch und gemütlichem Ofen.

Im Obergeschoss setzt sich dieses Prinzip fort: Das Wohnzimmer mit kleinem Kamin, niedrigen Türöffnungen von teils nur 1,50 Meter Höhe und kleinen Fenstern bleiben erhalten – aus Überzeugung und aus Respekt vor dem Bestand. Umbauten wurden dort vermieden, wo sie dem Charakter geschadet hätten.

Rückzugsort mit überraschendem Komfort

Die beiden Schlafzimmer sind zurückhaltend und elegant gestaltet. Die Nassbereiche wurden in zementverschalte Boxen integriert, fast wie eigenständige Möbelstücke. Waschtisch, Badewanne oder Dusche sind lediglich durch helle Leinenvorhänge vom Schlafbereich getrennt – ein bewusstes Spiel mit Offenheit und Intimität, das an hochwertige Hotelkonzepte erinnert.

Der einzige bewusst gesetzte Luxus befindet sich neben dem Wohnzimmer: eine holzbefeuerte Sauna. Von dort führen steile Holzstufen ins Dachgeschoss, das als Ruheraum dient. Hier befindet sich auch der einzige größere Eingriff in die Gebäudehülle: eine innen liegende, von außen nicht einsehbare Dachterrasse. Sie schafft zeitgemäße Aufenthalts-

qualität, ohne das Erscheinungsbild zu verändern – und ermöglicht im Winter sogar einen Sprung in den Schnee nach dem Saunagang.

Auszeichnung für eine klare Haltung

Das Projekt wurde mit dem BIG SEE Architecture Award 2024 (Residential Houses) ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere den sensiblen Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand, die konsequente Reduktion auf das Wesentliche und die gelungene Verbindung aus historischer Substanz und moderner Nutzung. Was Christian Kapeller am „Burgerhaus“ am meisten schätzt? Die Antwort kommt ohne Zögern: „Die Besinnung auf das Ursprüngliche.“ Wer hier wohnt, kehrt zurück zu dem, was wirklich zählt – räumlich, architektonisch und menschlich.

DIE MAUERN LESEN

Alte Häuser, verlassene Höfe, leer stehende Hotels – wer genau hinsieht, erkennt an solchen Gebäuden mehr als nur Bauschäden. In diesen Mauern steckt Potenzial, das Geschichte fortschreiben kann. Und genau darum geht es bei der Sanierung: den Charakter eines Ortes zu bewahren und ihn gleichzeitig für die Zukunft zu öffnen.

In Südtirol stehen sie überall: ungenutzte Wohnhäuser und öffentliche Gebäude, ehemalige Hotels und Gasthöfe, Industriegebäude, die oft über Jahrzehnte ihrem Schicksal überlassen werden, und Bauernhöfe, die nicht mehr bewohnt sind. Auf den ersten Blick wäre es oft einfacher, alles abzureißen, neu zu bauen und damit Wohnraum und Wirtschaftsraum zu schaffen. Auf den zweiten Blick ist eine Sanierung aber wahrscheinlich kostengünstiger und vor allem nachhaltiger. Und damit ist nicht nur die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit gemeint, sondern auch eine kulturelle und emotionale: die Bindung der Menschen an vertraute Orte, an Erinnerungen und Geschichten. Der Architekt und Präsident der Architekturstiftung, Philipp Steger, muss deshalb über die Frage „Sanierung oder Neubau?“ nicht lange nachdenken. „Ein Neubau ist gut kalkulierbar, aber schon allein wegen der urbanistischen Vorgaben oft auch anonym und im Charakter eher arm. Ein Altbau hingegen ist ein Zeitspeicher. Er erzählt Geschichten. Er trägt das Leben früherer Generationen in sich. Daraus etwas Neues zu schaffen, ist Herausforderung und Freude zugleich.“ Sanieren bedeute, mit der Vergangenheit in Dialog zu treten und gleichzeitig für die Zukunft zu bauen.

Im Gegensatz dazu werde mit einem Abriss alles gelöscht. „Wir verlieren ja nicht

nur Material, sondern auch das, was einen Ort ausmacht: eine gewisse Vertrautheit, ein Stück Authentizität und nicht zuletzt auch handwerkliches Wissen.“

Weiterdenken statt einfrieren Manche Eigentümer haben ein falsches Verständnis von einer Sanierung, fürchten, dass sich wenig verändern lässt. Dabei gibt es sehr viele Möglichkeiten, mit dem Bestand lebendig umzugehen und ein altes Gebäude den modernen Anforderungen anzupassen. „Als Planer muss ich gemeinsam mit den Eigentümern herausfinden, was bleiben und was ergänzt werden kann und wie technische Anforderungen so verpackt werden können, dass sie den Charakter des Hauses bewahren.“ Dabei sei Kreativität genauso wichtig wie Technik: „Manchmal muss man um den Bestand herumdenken und architektonische Lösungen finden, die den Bau auch weiterentwickeln.“

Freilich fordert eine Sanierung die Planenden heraus. Altbauten können hellhöriger sein, haben abweichende Raumhöhen oder unkonventionelle Grundrisse. Doch gerade das ist oft das Salz in der Suppe. Als Beispiel aus den eigenen Projekten nennt Philipp Steger die Sonnenburg bei St. Lorenzen. Das Architekturbüro null17, das er gemeinsam mit Kollegen führt, hat für das ehemalige Benediktinerinnenkloster in den vergangenen Jahren die Sanierung geplant. Es

„EIN ALTBAU IST EIN ZEITSPEICHER. ER ERZÄHLT GESCHICHTEN. ER TRÄGT DAS LEBEN FRÜHERER GENERATIONEN IN SICH. DARAUS ETWAS NEUES ZU SCHAFFEN, IST HERAUSFORDERUNG UND FREUDE ZUGLEICH.“

ARCHITEKT UND PRÄSIDENT DER ARCHITEKTURSTIFTUNG, PHILIPP STEGER

Foto©NULL17

wurde zu einem Hotel umgebaut, wobei man unter anderem in den ehemaligen Klosterzellen einen Wellnessbereich untergebracht hat. „Bei einem solchen Projekt steht, unabhängig vom Denkmalschutz, immer der respektvolle Umgang mit dem Bestand im Vordergrund“, erklärt Steger. „Gleichzeitig geht es darum, eventuell neu angebaute Gebäudeteile

in ein Gleichgewicht mit dem Bestand zu setzen.“ Statt das Gebäude zu glätten oder zu inszenieren, habe man eine Strategie des Freilegens und Weiterbauens verfolgt. „Wir wollten nichts museal einfrieren, sondern das Vorhandene ernst nehmen und weiterdenken.“ Gearbeitet wurde mit lokalen Materialien und traditionellen Handwerkstechniken – nicht

aus Nostalgie, sondern weil sie zum Ort passen. So konnte die Burg ihren Charakter bewahren und gleichzeitig in der Gegenwart ankommen.

Große Verantwortung

Wie geht ein Architekt vor, wenn er vor oder in einem so alten Gebäude steht, das saniert werden soll? „Man muss sich

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Nach dem Abriss zweier Häuser in Sand in Taufers zeichnen Holzlatten die früheren Fassadenkonturen nach und sichern die Gebäudefassade.

vor allem Zeit nehmen“, sagt Philipp Steger, „die Mauern immer wieder lesen und sich mit der Geschichte auseinandersetzen, die darin geschrieben wurde.“ Das gelte bei Weitem nicht nur für historische Gebäude. „Auch bei Wohnhäusern, die vererbt wurden, ist es wichtig, sich auf die Menschen einzulassen, die darin gewohnt haben und darin wohnen werden.“ Architekten und Architektinnen hätten eine große Verantwortung, egal, ob es sich um einen Neu- oder um einen Umbau handelt. Es sei immer eine sehr langfristige Investition, die entsprechend lange Freude machen soll. „Man muss sich dabei auch fragen: Was kann für kommende Generationen wertvoll und bleibend sein, worauf kann man hingegen verzichten?“

Langfristige Perspektive Sanierung ist also mehr als Technik – es ist ein Ausdruck von kultureller Verantwortung. Es bedeutet, alte Materialien und Handwerkskunst zu würdigen. Die Wiederverwendung von Bestehendem spart zudem enorme Ressourcen. Sogenannte graue Energie, die in Baustoffen steckt – von Herstellung über Transport und Verarbeitung bis hin zur Entsorgung –, wird bei der Sanierung weiter genutzt. Das trägt enorm zum Klimaschutz bei, zumal die Bauwirtschaft der größte Verursacher von CO2-Emissionen ist.

Dass viele Eigentümer Sanierungen dennoch scheuen, hat unterschiedliche Gründe. Kauft beispielsweise ein fremder Investor ein Gebäude, hat er in der Regel ein bestimmtes Projekt im Kopf, bei dem ihm der Bestand schlichtweg im Weg steht. Er hat keinen persönlichen Bezug zum Objekt, und dann ist es bis zum Abriss nicht mehr weit.

... mit lokalen Materialien und traditionellem Handwerk wurde die Sonnenburg weitergebaut, ohne ihren architektonischen Charakter zu verlieren.
Aus ehemaligen Klosterbereichen entstand moderner Hotelraum ...

Der Innenausbau des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes vom Alten Stadel am Maireggerhof zeigt, wie die neue Wohnung im Dach- und Obergeschoss in die bestehende Struktur integriert wurde.

Menschen mit einer persönlichen Bindung zu einem Gebäude schrecken beim Stichwort Sanierung hingegen eher vor der Ungewissheit, was alles auf sie zukommen könnte. Philipp Steger kann diese Sorge nachvollziehen, relativiert sie aber. „Ein Abriss mit anschließendem Neubau wirkt am Anfang zwar überschaubarer und kostengünstiger, am Ende jedoch in den allermeisten Fällen mindestens genauso aufwändig und genauso teurer.“

Detaillierte Planung

Entscheidend für die Kostenkontrolle bei einer Sanierung sei jedoch eine sehr frühe und detaillierte Planung. „Je

mehr ich mich im Vorfeld mit dem Gebäude beschäftige, desto weniger Überraschungen gibt es später – und dafür muss ich halt einen gewissen Spielraum einplanen.“ Damit die Rechnung aufgeht, brauche es zudem etwas Flexibilität von beiden Seiten – jener der Planenden und jener der Zahlenden. „Manchmal führen klassische Lösungen nicht weiter, dann sind Kompromisse oder neue Wege erforderlich. Das funktioniert nur, wenn Vertrauen da ist.“ Denn letztlich gehe es bei solchen Umbauten nicht um Architektur als Selbstzweck. „Wir gestalten Lebensräume mit“, sagt Steger, „ein Wohnhaus ist kein Kunstobjekt, sondern ein Ort, der

IHR BODEN SCHLEIFER

Schleifen, Ölen

oder Lackieren von Holzböden sowie Grundreinigung von geölten Holzböden

funktionieren und den Menschen entsprechen muss.“ Dafür brauche es Sensibilität für die Bedürfnisse der Nutzer und Nutzerinnen – und die Bereitschaft, die eigene gestalterische Handschrift nicht in den Vordergrund zu stellen. Eine sorgfältige Machbarkeitsstudie und die Einbindung von Fachplanern bzw. Fachplanerinnen würden zudem helfen, Risiken und Kosten realistisch einzuschätzen.

Abriss als letzte Option

Natürlich gibt es Fälle, in denen kein Weg um einen Abriss herumführt. „Aber es sollte immer die letzte Option sein“, betont der Architekt. Holzschwamm,

statische Schäden, extreme Feuchtigkeit – das seien Grenzen. Was rät der Architekt Eigentümerinnen und Eigentümern, die vor der Entscheidung „Sanieren oder neu bauen“ stehen? „Erst einmal davon ausgehen, dass eine Sanierung möglich ist“, sagt Philipp Steger, „dann sollte man den Bestand ganz genau anschauen: Welche Qualitäten stecken darin? Welche Herausforderungen gibt es? Wie sind die Räume geschnitten, und wie kann man darauf reagieren?“ Jedes Detail sollte sorgfältig hinterfragt werden. „Man muss nicht alles sofort entscheiden. Und wenn sich im Lauf der Planung herausstellt, dass es wirklich keinen Sinn macht, kann man immer noch abreißen.“ Aber oft lohne es sich, dem Altbau eine Chance zu geben. „Es gab schon Situationen, da haben wir Bauherren, die abreißen wollten, von einer Sanierung überzeugt, und am Ende waren sie froh, diese Herausforderung angenommen zu haben.“

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NEUES TECHNOLOGY CENTER

In Unterinn entsteht ein neues Technology Center für Loacker, einer der weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Waffel- und Schokoladenspezialitäten. Der Neubau geht aus einem geladenen Architekturwettbewerb hervor, den Roland Baldi Architects aus Bozen für sich entscheiden konnten. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2027 geplant.

Das Technology Center (Forschungsund Entwicklungszentrum) wird künftig den gesamten Innovationsprozess von Loacker – von der ersten Idee bis zur Marktreife – unter einem Dach bündeln. Ziel ist es, Entwicklung, Austausch und Zusammenarbeit räumlich optimal zu unterstützen und neue Impulse für die Produktinnovation zu schaffen.

Architektur als Ausdruck der Marke Der architektonische Entwurf übersetzt die Markenidentität von Loacker in eine klare, präzise Formensprache. Werte wie Authentizität, Bodenständigkeit und Nachhaltigkeit finden Ausdruck in einer reduzierten, funktionalen Architektur.

Das Gebäude folgt der Topografie des Geländes und entwickelt sich aus der Stapelung mehrerer Volumen, die unterschiedliche Nutzungen aufnehmen und zugleich Flexibilität für zukünftige Entwicklungen bieten. Die Schichtung der Baukörper bildet das zentrale gestalterische Motiv und nimmt in abstrakter Weise Bezug auf die charakteristische Struktur der Loacker-Waffeln.

Effiziente Abläufe und zeitgemäße Arbeitswelten Gleichzeitig ermöglicht die klare Organisation effiziente Arbeitsabläufe und

kurze Wege. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die Gestaltung der Arbeitswelt. Offen angelegte Arbeitsbereiche, visuelle Bezüge zwischen den Ebenen sowie der direkte Bezug zur umgebenden Landschaft fördern Austausch, Konzentration und Identifikation. Die räumliche Organisation unterstützt zeitgemäße Arbeitsmodelle ebenso wie die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Bereichen. Auch in konstruktiver Hinsicht setzt das Projekt auf einfache, langlebige Lösungen. Die gewählten Materialien und Konstruktionen sind auf geringen Wartungsaufwand, langfristige Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Robuste Materialien, klare Konstruktionen und ressourcenschonende Prinzipien gewährleisten eine hohe Betriebssicherheit, geringe Wartungsanforderungen und langfristige Wirtschaftlichkeit.

Mit dem Wettbewerbserfolg unterstreichen Roland Baldi Architects ihre Kompetenz in der Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger und zukunftsorientierter Architektur.

Wenn Strom auf der Baustelle zum Engpass wird

Ein Energiespeicher sorgt dafür, dass Strom da ist, wenn er gebraucht wird – zuverlässig, in der richtigen Menge und deutlich leiser und effizienter als klassische Generatoren. Er speichert Energie aus verschiedenen Quellen und gibt sie bedarfsgerecht wieder ab. So werden Verbrauchsspitzen abgefedert, Stillstände vermieden und die Betriebskosten bleiben kalkulierbar.

Energiespeicher sind die neue Generation der Stromversorgung“, erklärt Manuel Niederstätter, Mitglied des Verwaltungsrates, „deswegen haben wir an dieser Stelle gezielt investiert.“

Wenn auf der Baustelle der Strom schlappmacht, ist das wie Fahren mit angezogener Handbremse: Man bewegt sich, aber es kostet Kraft und Nerven. Damit alle Maschinen einsatzfähig sind, Abläufe wie geschmiert laufen und die Teams ihre Arbeit machen können, braucht es eine verlässliche Energieversorgung. Der Energiespeicher garantiert diese Versorgungssicherheit. „Speziell das Modell ZBC 500-250 bietet eine leistungsstarke und vielseitig einsetzbare Lösung für Baustellen und Industriegelände. Zur Planung und Betreuung stehen unsere Teams bereit. Sie bringen die Maschinen sauber gewartet und betriebsfertig direkt auf die Baustelle.“

ZBC 500-250: Hochleistungsenergiespeicher für anspruchsvolle Einsätze

Der Energiespeicher in Containergröße ist für intensive Anwendungen konzipiert. Ausgestattet mit verbauten LithiumEisenphosphat-Akkus eignet er sich sowohl als eigenständige Lösung als auch im Hybridbetrieb mit einer oder mehreren, auch erneuerbaren Energiequellen. In Kombination mit Dieselgeneratoren punktet die Lösung durch eine drastische Reduzierung der Betriebsstunden des Generators. Dadurch werden Verbrauch, CO2-Emissionen und Wartungsaufwand gedrosselt. Das Resultat ist ein leiserer, saubererer und effizienterer Betrieb. Das digitale Herzstück des ZBC 500-250, der innovative EcoController™, liefert detaillierte Analysen, optimiert den Betrieb und ermöglicht eine präzise Fernsteuerung.

Menschen machen den Unterschied

Moderne Technik allein reicht nicht – den Unterschied machen die Menschen bei Niederstätter. Servicetechniker, die vorausschauend handeln und erklären, sorgen dafür, dass auf der Baustelle alles reibungslos läuft. Das Planungsteam im Büro prüft alle Optionen, damit vor Ort die beste Lösung bereitsteht. Viele Mitarbeitende begleiten das Unternehmen seit Jahren. Sie kennen die Abläufe auf der Baustelle genau und bringen ihre Erfahrung jeden Tag ein. Das Ergebnis: weniger Stress, keine Verzögerungen und ein Bauprojekt, das planmäßig und erfolgreich umgesetzt wird.

Niederstätter AG

Achille-Grandi-Straße 1 | 39100 Bozen

Tel. 0471 061 100 rent@niederstaetter.it | www.niederstaetter.it

ALTSTADTJUWEL VOLLER LEBEN

Mitten am Stadtplatz von Sterzing, nur wenige Schritte von der Heiliggeistspitalkirche und dem Zwölferturm entfernt, erhebt sich der im Herbst 2024 neu eröffnete und seitdem in neuem Glanz erstrahlende „Schwarze Adler“ – ein historischer Gastbetrieb. Seine Mauern tragen Spuren der Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurück – Zeugnisse, die auf beeindruckende Weise in die Gegenwart geführt wurden.

Ingenieurgemeinschaft PARDELLER GmbH

Dr. Ing. Hans Pardeller

39049 Sterzing – Altstadt 30

Tel: 0472 – 973900

E - Mail: info@ig - pardeller.it

WEB: www.ig - pardeller.it

Mitglied der Gruppe www.baslerhofmann.ch

Brückenbau

Geotechnik

Hochbau – Tragwerksplanung

Straßenbau

Leitungsbau – GIS

BIM Building Information Modelling

Ziel des Sanierungs- und Umbauprojekts war es, diesen historischen Altbau mit Leben zu füllen. Entstanden ist ein Vier-Sterne-Hotel mit 28 Zimmern, das rund 100 Erwachsene und Kinder beherbergen kann – ein Haus, das historische Substanz und modernen Komfort auf harmonische Weise vereint. Und das Restaurant im Erdgeschoss kann sich ebenfalls sehen lassen. Die architektonische Planung und Umsetzung lag in den Händen

von G22 Projects, einem interdisziplinären Büro, dessen Leitmotiv „Einfach gute Architektur und Interiors“ jeden Schritt begleitet. Die Founding Partner Philipp Nösslinger, Claudine Holstein und Norbert Gufler führten das Projekt von der konzeptionellen Entwicklung bis zur baulichen Umsetzung. Dabei stand die sensible Verbindung von Denkmalpflege, funktionalen Anforderungen und zeitgemäßer Architektur im Mittelpunkt.

INFO

G22 Projects ist ein mehrfach ausgezeichnetes Architektur- und Interior-Design-Büro mit über 40 Mitarbeitr:innen und Standorten in Lana und München. Es steht für eine leistungsphasenübergreifende Planungskultur, die die Schönheit des Notwendigen mit der Kunst des Machbaren verbindet. Dabei entstehen Projekte, die gestalterische Qualität, funktionale Klarheit und wirtschaftliche Nachhaltigkeit überzeugend miteinander vereinen. SIMPLY GOOD ARCHITECTURE + INTERIORS

MaltechBau –Ihr Partner für anspruchsvolle Bauprojekte in Südtirol!

schlüsselfer tige Generalsanierungen

Verputzarbeiten im Innen- und Außenbereich

Wärmedämmverbundsysteme

EnergetischeSanierungen

Unterböden

Restaurierungsarbeiten

Architektur, die Geschichte umarmt Architektur und Interior Design wurden konsequent auf das Hotelkonzept ausgerichtet, das von Brandnamic entwickelt worden ist. Schon früh war ein enger Dialog zwischen Architekten, Designern und Bauherren entscheidend, um Ideen und Entwürfe kontinuierlich abzustimmen. Von Beginn an waren die Firmen Maltech Bau und Mader als ausführende Partner eingebunden. Gemeinsam mit G22 Projects und dem Landesdenk-

Arch. Philipp Nösslinger, MBA

malamt begleiteten sie das schrittweise Vorgehen der baulichen Maßnahmen. Abbrucharbeiten und notwendige Sanierungsmaßnahmen wurden laufend gemeinsam festgelegt, präzise auf die historische Bausubstanz abgestimmt. Mader übernahm die Baumeisterarbeiten, während Maltech Bau neben Abbrucharbeiten auch umfangreiche Renovierungen ausführte – von der Trockenlegung des Mauerwerks über Verpressungsarbeiten bis hin zur Freilegung und Sanierung der historischen Steinmauern und Gewölbe. Auch Wärmedämm- und Verputzarbeiten lagen in ihrem Verantwortungsbereich.

Mit Respekt vor der Substanz

Ein zentrales Anliegen war der Erhalt der historischen Strukturen: Gewölbe, Decken, Steinmauern, tragende Bauteile und der Dachstuhl wurden fachgerecht saniert. Besonders wichtig war, die be-

stehende Bausubstanz sensibel in das neue Nutzungskonzept zu integrieren. Das war eine besondere Herausforderung, denn es galt, sorgfältig abzuwägen, welche Elemente erhalten und welche entfernt werden sollten.

BESONDERS WICHTIG

WAR,

DIE BESTEHENDE

BAUSUBSTANZ

SENSIBEL IN DAS NEUE

NUTZUNGSKONZEPT

ZU INTEGRIEREN.

Die neuen Zimmer, Apartments und Gemeinschaftsbereiche wurden so gestaltet, dass sie harmonisch mit dem historischen Gebäude verschmelzen. Antike Elemen-

te treffen auf moderne Materialien und Designs, wodurch eine stimmige Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart entsteht. Durch die Neubewertung der vorhandenen Strukturen entstanden Entwürfe, die es den Gästen ermöglichen, in jedem Raum das Zusammenspiel von Alt und Neu zu erleben.

Räume voller

Geschichte und Komfort

Das gesamte Gebäude wurde umfassend renoviert, alle Stockwerke einbezogen. Das Nutzungskonzept umfasst eine kleine Lobby, einen Fitnessbereich, einen kompakten Wellnessbereich sowie ein Restaurant, das die historische „Schwemme“ – den früheren Schankraum – wiederbelebt. Ergänzt wird das Angebot durch einen Speisesaal mit denkmalgeschütztem Mobiliar, eine Bar sowie Lagerräume für Ski- und Fahrradausrüstung.

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Der Grundriss sowie das Gesamtbild blieben vollständig erhalten. Der barrierefreie Zugang zum Erdgeschoss erfolgt über einen zweiten Eingang, da die denkmalgeschützten Eingänge vom Stadtplatz aus ausschließlich über Treppen erreich-

DER GRUNDRISS SOWIE DAS GESAMTBILD BLIEBEN VOLLSTÄNDIG ERHALTEN.

bar sind. Innerhalb des Erdgeschosses wurden Rampen installiert und Bodenhöhen angepasst, um die vollständige Zugänglichkeit aller Gästebereiche zu gewährleisten. So entstand ein Projekt, das den historischen Bestand nicht nur

bewahrt, sondern ihn als aktiven Träger architektonischer Qualität versteht und in eine zeitgemäße Nutzung überführt.

Vier Häuser, eine Herausforderung

Der „Schwarze Adler“ war historisch ein Ensemble aus vier Gebäuden: Im Parterre befanden sich die Taverne „Schwemme“ und ein Geschäft, in den oberen Stockwerken Hotel und Restaurant. Heute ist das Parterre ein Restaurant mit rund 300 Sitzplätzen – im Innenraum sowie außen auf der Terrasse am Stadtplatz direkt unterm Zwölferturm –, während die oberen Stockwerke ausschließlich dem Hotelbetrieb vorbehalten sind.

Seit der Neu- bzw. Wiedereröffnung des „Schwarzen Adlers“ im November 2024 verlief der Betrieb erfolgreich, und das Haus erfreut sich wachsender Beliebtheit. Hannes Stofner, Gesellschafter

„ES GING DARUM, EIN NEUES KONZEPT AUSZUARBEITEN, UM DAS GEBÄUDE WIRTSCHAFTLICH

INTERESSANT

ZU GESTALTEN. “

HANNES STOFNER, GESELLSCHAFTER DER SCHWARZER ADLER GMBH

der Schwarzer Adler GmbH, erklärt: „Es ging darum, ein neues Konzept auszuarbeiten, um das Gebäude wirtschaftlich interessant zu gestalten. Unsere große Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt –unser Konzept ist aufgegangen.“ Und er ergänzt und lässt die Arbeiten Revue passieren: „Früher hatte der Gastbetrieb einen ausgezeichneten Namen –und wir sind wieder auf dem besten Weg dorthin, man kann sagen, wir sind nahe dran. Die Herausforderung bestand darin, die alte Struktur in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt zu erhalten. Zuallererst musste aber alles bis auf den Rohbau zurückgebaut werden. Historisch waren es vier Gebäude, die zusammengebaut wurden. Es war eine Herausforderung, das Historische zu bewahren – es ist uns aber gelungen. Und wir sind zufrieden.“

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DER BAUTRÄGER MIT HANDSCHLAGQUALITÄT

Die Oberegger Group zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Unternehmen im Bau- und Immobilienbereich des Eisacktals. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1962 zurück; mit der eigenen Baufirma und 50 Mitarbeitenden bildet diese langjährige Baukompetenz das stabile Fundament der heutigen Bauträgerschaft. Als Bauträger hat Oberegger Immobilien wesentlich zur Entwicklung von Wohnraum in der Region beigetragen – mit Projekten, die heute das Orts- und Landschaftsbild mitgestalten.

Über 1.000 Wohnungen wurden realisiert und erfolgreich verkauft. Damit ist nicht nur neuer Lebensraum entstanden, sondern auch ein nachhaltiger Beitrag zur baulichen Entwicklung im Eisacktal geleistet worden. Projektentwicklung, Planung und fundierte Baukompetenz bilden die Grundlage für eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Umsetzung.

Die Bauträgerschaft wird heute von Walter Oberegger gemeinsam mit seinen Söhnen Thomas und Klaus geführt. Als familiengeführtes Unternehmen setzt man auf langfristiges Denken und transparente Begleitung – von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe.

Aktuell erweitert Oberegger Immobilien sein Portfolio um Projekte im Bereich des leistbaren Wohnens - das erste Projekt steht bereits vor dem Baustart. Gleichzeitig werden mehrere neue Projekte im Eisacktal vorbereitet, die in den kommenden zwei bis drei Jahren realisiert werden sollen.

Ein Beispiel dieser Entwicklung ist das Wohnprojekt „Rosa Letzner“, das durch klare Architektur, durchdachte Grundrisse und hohe Bauqualität überzeugt.

Mit stetiger Projektentwicklung und starker regionaler Verwurzelung bleibt Oberegger Immobilien ein bedeutender Bauträger im Eisacktal und darüber hinaus.

ROSA LETZNER

Walter, Thomas und Klaus Oberegger

UMBAU STATT AUSZUG

Hohe Wohnbaupreise, mangelnde Mietwohnungen, begrenzte Bauflächen, wachsende Bevölkerungszahlen und sinkende Haushaltsgrößen: Die Suche nach einem leistbaren Eigenheim ist in Südtirol nicht leicht. Junge Berufstätige nehmen deshalb bedarfsorientierte Anpassungen am Elternhaus vor, damit neuer Wohnraum entsteht.

Als Experten in Heizungs-, Sanitär- und Lüftungstechnik führen wir nicht nur Installationen im Neubau durch, sondern beraten Sie auch gerne bei Umbau und Renovierungen.

Viele unserer Eltern und Großeltern konnten sich durch harte Arbeit in ihrer Jugend ein großes Wohnhaus kaufen – ein Traum, den sich heute kaum mehr jemand verwirklichen kann. Paare, die schon viele Jahre zusammen sind, oder alleinstehende Erwachsene müssen daher häufig das elterliche Zuhause raffiniert erweitern, um einen Auszug bewerkstelligen zu können.

Zahlreiche Vorteile

Ein Hausumbau umfasst in der Regel wesentliche Eingriffe in einen Baube-

stand. Das Versetzen von Wänden, das Einsetzen neuer Fenster oder der Ausbau von vormals ungenutzten Flächen sind einige beliebte Maßnahmen, die dabei vorgenommen werden. Überzeugt der Altbau mit einem einzigartigen Charakter und mit qualitativ hochwertigen Bauteilen, können diese ausgewählten Elemente im Rahmen einer Umgestaltung oftmals bewusst erhalten und gekonnt in die Neuerungen integriert werden. Befindet sich eine alte Bausubstanz in guter Kondition, sind außerdem aus sicherheitstechnischen und gesundheitlichen

Gründen keine kostspieligen Sanierungsarbeiten wie Trockenlegungen, Fundamentverstärkungen erforderlich. Weil die bestehende Grundstruktur erhalten bleibt, entfallen ebenfalls Grundstücksund Erschließungskosten, während öffentliche Beiträge und Steuererleichterungen die Brieftasche entlasten können. Das eingeplante Geld kann dadurch gänzlich in das angestrebte Wohnkonzept fließen, das gezielt an die individuellen Bedürfnisse angepasst wird. Wer ergänzend dazu noch an den energiesparenden Komfort denkt, kann noch ganz nebenbei

Wir liefern und installieren Trinkwasserspeicher samt kompletter Ausrüstung, einbruchhemmende Türen (WK RC3 nach EN 1627) und UV-Anlagen (Ö-Norm)

KEINE KOMPROMISSE BEI SICHERER TRINKWASSERVERSORGUNG

die laufenden Betriebskosten senken und den Wert der Immobilie steigern.

Mehrgenerationenhäuser gestalten Es gibt vielfältige Strategien, die mehr Platz verschaffen. Eine beliebte Idee ist es, das Dachgeschoss oder den Keller zu einem bezugsfertigen Stockwerk auszubauen. Je nach Situation kann ein separater Zugang eingerichtet werden, sodass eine echte Einliegerwohnung entsteht. Ausreichend Tageslicht sowie wohltemperierte und offene Räume tragen dazu bei, eine angenehme Wohnatmosphäre zu kreieren, die zum Verweilen einlädt. Sichtbare Holzbalken und unverputzte Ziegelwände können die Einrichtung stilvoll abrunden und als rustikale Highlights begeistern.

EINE BELIEBTE IDEE IST ES, DAS DACHGESCHOSS ODER DEN KELLER ZU EINEM BEZUGSFERTIGEN STOCKWERK AUSZUBAUEN.

Sind die Gegebenheiten für den Ausbau von leer stehenden Stöcken hingegen nicht gegeben, kann eine systematische Raumteilung in Betracht gezogen werden. Voraussetzung ist, dass das Eigentum der Eltern groß genug ist, um es in separate Einheiten zu unterteilen. Die Grundrissänderung wird durch den

Einbau von nichttragenden Wänden gewährleistet, die typischerweise aus Gips, Holz, Ziegel, Metall oder Porenbeton bestehen. Im Einklang mit intelligenten Raumkonzepten werden so effiziente Projekte verwirklicht, von denen alle Beteiligten profitieren können. Eine multifunktionale Einrichtung erleichtert dabei das Leben in den kleineren Apartments und verhindert auf Dauer die Entstehung eines belastenden Chaos.

Eine weitere, aber aufwendigere Methode der Wohnraumerweiterung ist es, ein Wohngebäude um einen seitlichen Anbau zu ergänzen. Hierfür wird das Originalhaus häufig im rechten Winkel verlängert, wodurch ein geschützter Innenhof entsteht. Weitläufige Fensterfronten können den angebauten Gebäudeflügel mit natürlichem Sonnenlicht durchfluten, was einen positiven Einfluss auf die Stimmung hat. Damit sich die Vergrößerung harmonisch an den Originalbe-

INDIVIDUELLE

stand angliedert, wählen viele nochmals denselben Baustil. Formen, Farben und Materialien orientieren sich demnach am historischen Vorbild und sorgen für ein einheitliches Gesamtbild. Wichtig ist es allerdings, die baurechtlichen Abstandsgrenzen zu den benachbarten Grundstücken einzuhalten. Alle, die über genügend Restkubatur verfügen, können neben einem Zubau auch eine Aufstockung des Elternhauses erwägen. Eine Aufstockung bedeutet, dass ein oder mehrere Geschosse hinzugefügt werden, was sich grundsätzlich in urbanen Kontexten aufgrund des starken Platzmangels anbietet. Aktuell liegt dabei besonders eine Aufstockung in Holzbauweise im Trend. Da Holz ein sehr leichter und flexibler Baustoff ist, kommt dieser der vorhandenen Tragstruktur und der eigenen Gestaltungsfreiheit zugute. Modulare Holzbauteile ermöglichen einen effizienten Bau, der immer öfter mit

schwarz verkohltem Holz verkleidet wird. Eine derartige Fassade erzeugt nicht nur einen eleganten Look, sondern ist langlebig, schädlingsabweisend und nachhaltig.

Der typische Ablauf

Wer einen Umbau plant, sollte sich zunächst darüber Gedanken machen, welche Bauarbeiten denn konkret umgesetzt werden könnten und welches Kapital realistisch aufgebracht werden kann. Anschließend werden Geometer oder Architekten aufgesucht, die den Gebäudezustand sowie die Kataster- und Grundbuchdaten in Augenschein nehmen. Auf dieser Grundlage kann dann ein passendes Konzept erstellt werden, dessen Meldung oder Genehmigung bei der zuständigen Gemeinde vorzunehmen ist. Zu beachten ist, dass der Baustart durch beauftragte Unternehmen erst erfolgen darf, wenn das eingereichte Projekt freigegeben wurde. Am Ende der Bauphase muss sich schließlich die Abnahme der Bauleistungen ereignen und Kataster wie Grundbuch aktualisiert werden.

Wichtige Erfolgstipps

Fachexperten empfehlen, frühzeitig mit der Planung des gewünschten Vorhabens zu beginnen, damit unvorhergesehene Probleme – wie Diskrepanzen zwischen Kataster und Grundbuch – nicht den Zeitplan auf den Kopf stellen. Ebenso ratsam ist es, einen Puffer für ungeplante Ausgaben anzulegen, der böse

EIN GUTER TIPP IST ES, BEI DER SUCHE NACH SERIÖSEN BAUFIRMEN EMPFEHLUNGEN VON BEKANNTEN ODER FREUNDEN ZU BERÜCKSICHTIGEN.

Überraschungen wie Mauerfeuchtigkeit, Fehlkalkulationen abfedern kann. Viele Bauherren wünschen sich zwar, durch Eigenleistungen Kosten zu sparen, allerdings besteht die Gefahr, das eigene Können zu überschätzen. Werden Leitungen falsch verlegt, Innendämmung fehlerhaft angebracht oder Dehnungs-

räume missachtet, können hohe Mehrkosten entstehen. Aus diesem Grund ist es zentral, realistisch einschätzen zu können, an welchen Stellen gespart werden kann und für welche Bereiche Fachkräfte engagiert werden sollten. Ein weiterer Tipp ist es, bei der Suche nach seriösen Baufirmen Empfehlungen

von Bekannten oder Freunden zu berücksichtigen. Dies fördert das Vertrauen und trägt dazu bei, das finanzielle Risiko einer möglichen Fehlentscheidung zu verringern. Daneben kann es hilfreich sein, verschiedene Angebote einzuholen, um das Preis-Leistungs-Verhältnis vergleichen zu können. Wurde ein geeig-

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EINE UMWELTSCHONENDE BAUWEISE KANN MIT ATTRAKTIVEN FÖRDEROPTIONEN EINHERGEHEN, DIE EIN ENORMES SPARPOTENZIAL BIETEN.

neter Vorschlag ausgewählt, so ist die Aufsetzung eines professionellen Bauvertrags unerlässlich. Bei plötzlichen Baumängeln kann er sicherstellen, dass sich der verantwortliche Betrieb um deren Behebung kümmern muss. Auch eine sorgfältige Text- und Fotodokumentation des Baufortschritts kann dazu bei-

tragen, bei auftretenden Streitigkeiten Klarheit zu schaffen.

Zuletzt sollte den Bauprozess ein nachhaltiges Denken begleiten. Es ist sinnvoll, sich vorab darüber zu informieren, welche Materialien energieeffizient wirken und langfristig Kosten sparen. Eine umweltschonende Bauweise kann

darüber hinaus mit attraktiven Förderoptionen einhergehen, die ein enormes Sparpotenzial bieten. Es lohnt sich demnach bereits vor der Planung, die diversen Landesförderungen zu sichten. Eine rechtzeitige Beantragung ist nämlich entscheidend, um keine Chance zu verpassen.

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EIN GLASHAUS, DAS BEGEGNUNG PFLANZT

Es war einmal ein Traum – und dieser hat Gestalt angenommen. Neugierige Blicke von Kundinnen, Kunden und Passanten bleiben daran hängen. Martina Schullian von der Gärtnerei Schullian in Bozen-Gries kann sich ein Lächeln nicht verkneifen, wenn ihr Blick über die Baustelle an der Meraner Straße schweift. Zwischen Stahlträgern, Glasflächen und emsig arbeitenden Handwerkern erkennt sie bereits, was hier entstehen wird. Wenn alles nach Plan verläuft, zieht mit April Leben in die Radstation „Schullian Bistro & Flowers“ ein.

Von Brixen nach Europa.

Innovative Glashauslösungen mit Weitblick.

Neben ihrer Gärtnerei ist also nicht einfach ein weiteres Gewächshaus entstanden. Hier wächst etwas Besonderes heran: ein Ort der Begegnung, eine grüne Oase am Radweg, ab April offen für alle – für Vorbeikommende, Radfahrer, die Stammkundschaft sowie für Neugierige. Eine Radstation, eingebettet in Pflanzen, Licht und Weite – gekrönt von einem Café, das zum Innehalten einladen soll, das ist Martina Schullians Traum. Ein Platz zum Durchatmen, zum Stärken, zum Verweilen – und vielleicht auch, um auf neue Gedanken zu kommen. „Viele meiner Kollegen im Ausland haben in ihren Gärtnereien oder in ihren Gartencentern auch ein kleines Café“, erzählt die Firmenchefin, während im Hintergrund Handwerker geschäftig arbeiten. „Die Menschen können sich

„VIELE MEINER KOLLEGEN IM AUSLAND HABEN IN IHREN GÄRTNEREIEN ODER IN IHREN GARTENCENTERN

AUCH EIN KLEINES CAFÉ.“

MARTINA SCHULLIAN

dort ausruhen, sich stärken, neue Inspirationen sammeln und einfach entspannen.“ Und genau diese Idee wird nun in Bozen-Gries verwirklicht – in dieser Form vermutlich einzigartig im Land oder zumindest eine Seltenheit. Gedacht ist die neue Radstation als offener Treffpunkt. Gäste sollen eine Kleinigkeit essen, einen Aperitif genießen oder in Ruhe die neuesten Nachrichten in der Zeitung lesen können. Pflanzen werden dabei allgegenwärtig sein: üppiges Grün im Innenraum, auf der Terrasse und im Garten mit Kinderspielplatz. Was es jedoch bewusst nicht geben wird, ist ein Verkauf von Pflanzen im Cafébereich. „Dafür haben wir ja gleich daneben unsere Gärtnerei“, betont Schullian. Die Radstation versteht sie als Ergänzung, nicht als Konkurrenz zum bestehenden

Millimetergenau – beim Errichten des Stahlgerüstes für das Glashaus.

Betrieb. Und auch Menschen, die nicht eigens zum Einkaufen kommen, werden hier herzlich willkommen sein.

Ein lebendiger Treffpunkt

In der ersten Zeit nach der Eröffnung wird die neue Radstation an die Öffnungszeiten der Gärtnerei gebunden sein. „Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen und entwickeln“, sagt Schullian. „Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es auch darüber hinaus Öffnungszeiten geben wird.“ Die Vision der Gärtnereichefin ist klar: Es muss ein lebendiger Treffpunkt sein, der über den klassischen Gärtnereibesuch hinausgeht.

Dem Planerteam der Bozner LZP Architekten hatte Martina Schullian ihre Vorstellungen präzise geschildert. „Die Atmosphäre muss wie in einer Gärtnerei sein. Das Wohlfühlen steht im Mittelpunkt“, betont sie. Entstehen soll eine

grüne Insel, ein kleines Paradies, das Natürlichkeit und Geborgenheit ausstrahlt. Dazu gehören auch praktische Elemente: Ladestationen für E-Bikes, ein frei zugänglicher Trinkwasserbrunnen sowie sanitäre Anlagen, die den Kundinnen und Kunden vorbehalten sind.

„DIE ATMOSPHÄRE MUSS WIE IN EINER GÄRTNEREI SEIN. DAS WOHLFÜHLEN STEHT IM MITTELPUNKT.“ MARTINA SCHULLIAN

Ein besonderes Herzensprojekt ist für Martina Schullian eben die Verwirklichung eines Cafés. Gebrauchtes Mobi-

liar aus der Gastronomie, alte Lampen und Geschirrstücke werden sorgfältig ausgewählt, aufgearbeitet und in das neue Ambiente integriert – eigentlich hat Martina Schullian schon alles beisammen. „Das ist meine Leidenschaft“, schwärmt sie. Nachhaltigkeit und Individualität werden damit auch spürbar sein. Wichtig ist ihr vor allem, dass Menschen hier zusammenkommen, ins Gespräch kommen und sich kennenlernen. „Denn auch eine Gärtnerei selbst ist ein Ort der Begegnung“, sagt sie – und genau diese Qualität soll sich im Neubau widerspiegeln.

Anlehnung an Bestehendes „Ziel war es, dass sich der Neubau an die bestehende Gärtnerei anlehnt – so will es auch die Bauherrin“, erklärt Geometer Andreas Weger (LZP Architekten), der als Bauleitungsassistent

Schritt für Schritt wurde das Glashaus verwirklicht.

die Arbeiten begleitet und überwacht. Architektonisch präsentiert sich das Projekt als modernes Glashaus, das formal und gestalterisch Bezug auf die bestehenden Gewächshäuser nimmt. Es ist aber viel mehr. Auf einem Sockel aus Sichtbeton erhebt sich das Glashaus. In seinem Inneren steht ein eigenständiger Baukörper – ein Kubus aus Beton mit den Außenmaßen zehn mal fünf Meter und einer Innenfläche von 50 Quadratmetern. Dieser wird künftig die funktionalen Bereiche wie Küche, Lager, Sanitäranlagen beherbergen. „Dieser Baukörper steht für sich im Glashaus“, erläutert Weger, „der Kubus wird sozusagen vom Glashaus geschützt.“ Die tragenden Elemente des Kubus wurden betoniert, weitere Innenwände in Gipsbauweise ausgeführt. Rund um diesen Kern soll sich in einigen Wochen der offene Gastraum eröffnen.

Die Gäste sollen dann den Kubus umrunden: Drei Seiten sollen dem Verweilen und Sitzen gewidmet sein, die sanitären Anlagen werden von einer Seite

ARCHITEKTONISCH PRÄSENTIERT SICH DAS PROJEKT ALS MODERNES GLASHAUS, DAS FORMAL UND GESTALTERISCH BEZUG AUF DIE BESTEHENDEN GEWÄCHSHÄUSER NIMMT.

erschlossen. Und der Innen-Sitzbereich wird rund 130 Quadratmeter umfassen, während das gesamte Glashaus eine Flä-

PSENNER

HEIZUNGSBAU K.G.

Unsere Leistungen:

che von 180 Quadratmetern einnimmt. Und der Innen-Sitzbereich wird rund 130 Quadratmeter umfassen, während das gesamte Glashaus eine Fläche von 180 Quadratmetern einnimmt. Die Außenmaße des Glashauses – inklusive überdachter Terrasse – betragen 12,60 mal 20,50 Meter; ohne Überdachung misst es 9,50 mal 19,50 Meter.

Begrünungs- und Versickerungskonzept

Was man noch nicht sieht: Nach außen wird sich eine großzügige, überdachte Terrasse öffnen, die Martina Schullian ebenfalls gastronomisch nutzen will. Der Sitzbereich im Freien wird etwa 100 Quadratmeter umfassen, die gesamte Terrassenfläche inklusive Zufahrt, Radabstellplätzen und Brunnen rund 375 Quadratmeter. Direkt angrenzend erstreckt sich eine rund

775 Quadratmeter große Fläche –schon bald eine Garten- und Grünfläche mit Bepflanzung, hochstämmigen Bäumen, Spielplatz und Aufenthaltsbereichen. Die Gartengestaltung wird einem durchdachten Begrünungs- und Versickerungskonzept entsprechen. Versickerungsfähige Untergründe und entsprechende Beläge sind auch für die Parkplatzgestaltung vorgesehen.

Ein serviceorientierter Stopp

Der Terrassenbereich wird direkt vom Radweg entlang der Meraner Straße – in Richtung Krankenhaus – zugänglich sein. Radfahrerinnen und Radfahrer sollen hier nicht nur Sitzmöglichkeiten und Erfrischung finden, sondern auch Abstellplätze sowie bereitgestellte Werkzeuge und Hilfsmittel für kleinere Reparaturen.

AUCH DER

BESTEHENDE

PARKPLATZ

DER GÄRTNEREI

SCHULLIAN WURDE

GROSSZÜGIG

ERWEITERT UND

AUFGEWERTET. ZU

DEN BISHERIGEN

30 STELLPLÄTZEN

SIND 26 NEUE

HINZUGEKOMMEN.

So wird die Radstation tatsächlich zu einem serviceorientierten Stopp am Weg. Auch der bestehende Parkplatz der Gärtnerei Schullian wurde großzügig erweitert und aufgewertet. Zu den bisherigen 30 Stellplätzen sind 26 neue hinzugekommen. Die Erweiterungsfläche umfasst rund 700 Quadratmeter. Damit wurde dem erwarteten Gästeaufkommen Rechnung getragen und gleichzeitig auf eine umweltbewusste Gestaltung geachtet. Technisch präsentiert sich das Gebäude ebenso durchdacht wie architektonisch. Das Glasdach besteht aus 26 Millimeter starkem Isolierglas (Einscheibensicherheitsglas und Verbundsicherheitsglas) und umfasst eine Fläche von 275 Quadratmetern, davon sind 70 Quadratmeter als überdachte Außenfläche ausgewiesen. An der Dachun-

terseite ist innen zusätzlich eine Beschattung vorgesehen. Die Fassade besteht aus 36 Millimeter starkem Isolierglas: Im unteren Bereich kommt dreifaches Einscheibensicherheitsglas zum Einsatz, im oberen dreifaches Float-Glas. Insgesamt misst die Glasfläche der Fassade rund 250 Quadratmeter.

Profis am Werk

Errichtet wurde zunächst die Stahlstruktur des Glashauses, anschließend wurden die Glaselemente eingesetzt. „Wir hatten das Glück, mit der Firma Rabensteiner Glashaus eine spezialisierte Firma im Boot zu haben“, sagt Weger. Sie setzte das von den Architekten geplante Glashaus fachgerecht um. Für ein angenehmes Raumklima wird ein Lüftungssystem sorgen. Das Gebäude

FÜR EIN ANGENEHMES RAUMKLIMA

SORGT EIN LÜFTUNGSSYSTEM. DAS GEBÄUDE IST AN DIE FERNWÄRME

ANGESCHLOSSEN: IN DER WARMEN

JAHRESZEIT WIRD GEKÜHLT, IN DER KALTEN BEHEIZT.

LZP ARCHITEKTEN –INNOVATIVE ARCHITEKTUR AUS BOZEN

Gegründet 1996 in Bozen, sind LZP Architekten ein dynamisches Architekturbüro unter der Leitung der beiden Architekten Markus Lunz und Sylvia Lehnig. Mit einem engagierten Team von rund 20 jungen Fachkräften realisieren sie Projekte, die private und öffentliche Bauvorhaben ebenso umfassen wie anspruchsvolle Wettbewerbe im In- und Ausland. Besonders geschätzt werden sie als Experten für Projektentwicklungen und komplexe urbanistische Situationen. Mit einer Kombination aus Kreativität, technischer Präzision und zukunftsorientierter Planung setzt das Büro LZP Architekten Maßstäbe für Architektur, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt. Mehr Informationen auf www.lzp.bz.

Schützend umgibt das Glashaus den Kubus.

ist an die Fernwärme angeschlossen: In der warmen Jahreszeit wird gekühlt, in der kalten beheizt. Zudem wurden die baulichen Voraussetzungen geschaffen, um zu einem späteren Zeitpunkt eine Wärmepumpe zu integrieren. Optisch bleibt das Ensemble auf jeden Fall seiner Herkunft treu: ein Glashaus mit Glasdach und integrierten Beschattungselementen, montiert auf einem Sichtbetonsockel. Der Boden im Innenbereich ist mit Pflastersteinen gestaltet, die Terrasse rund um das Gebäude mit Schotterbelag ausgeführt. Viel Grün wird das Bauwerk umgeben und sich damit harmonisch in das Gelände einfügen.

Kleines Projekt, viele Akteure Obwohl es sich um ein vergleichsweise kleines Projekt handelt, waren zahlreiche Akteure beteiligt. Fünf Planungsbüros und insgesamt zehn ausführende Firmen wirkten an der Umsetzung mit. Ihr Zusammenspiel lässt nun einen Ort entstehen, der weit mehr ist als ein Bau-

metallbau-vorhauser.it

werk aus Glas und Beton. Mit der neuen Radstation erfüllt sich Martina Schullian nicht nur einen persönlichen Traum. Sie schafft einen Raum, der Natur, Architektur und Begegnung verbindet – einen Platz, an dem Menschen verweilen, Kraft schöpfen und sich austauschen können. Ein Stück Gärtnerei Schullian, neu gedacht – offen, einladend und mitten im Grünen.

Deine Idee, unser Know-how.

Treppen | Balkone | Brüstungen | Glasbau | Tore

Die Radstation „Schullian Bistro & Flowers“ lädt zum Verweilen ein.

Neue Maßstäbe im Innenausbau

Mit der Einführung der Hydrosoft®-Kabinen erweitert die Elsler GmbH ihr Portfolio um eine innovative Wellnesslösung und setzt neue Akzente im modernen Innenausbau. Seit über 25 Jahren steht das Familienunternehmen für hochwertige Materialien und fundierte Fachberatung. Im Mittelpunkt stehen ganzheitliche Konzepte, die Design, Komfort und Energieeffizienz verbinden und individuelle Gestaltungsspielräume eröffnen. So entstehen stimmige Gesamtlösungen mit Wellnesscharakter für private Wohnräume, Gästezimmer und Ferienimmobilien.

Entspannung nach dem Vorbild des Regenwaldklimas mit unseren Hydrosoft®-Kabinen: Sie kombinieren milde Infrarotwärme mit sanftem Wasserdampf. Im Gegensatz zu klassischen Saunas entsteht ein angenehmes, kreislaufschonendes Klima ohne extreme Temperaturen. Die ausgewogene Verbindung von Wärme und Feuchtigkeit fördert Entspannung und Regeneration – ideal für den Alltag und als schonen-

de Alternative zur herkömmlichen Sauna. Dank kompakter Bauweise lassen sich die Kabinen platzsparend in bestehende Raumkonzepte integrieren. Die Installation ist unkompliziert: Eine normale Steckdose genügt, ein Wasseranschluss ist nicht erforderlich. Wellness wird dadurch einfach realisierbar, flexibel und alltagstauglich. Gerade im touristischen Umfeld bietet das System einen klaren Mehrwert: Gastgeber werten ihr Angebot auf und schaffen ein zusätzliches Komfortmerkmal.

Ganzheitliche Wohnkonzepte aus einer Hand

Die Hydrosoft®-Kabinen ergänzen das Elsler-Sortiment ideal, das seit mehreren Jahrzehnten Feinsteinzeugfliesen für Innenund Außenbereiche, Holz- und Designböden sowie gemauerte Öfen, Kamin-, Pellet- und Elektroöfen umfasst. So entstehen ganzheitliche Wohnkonzepte, bei denen Materialien, Oberflächen und Technik perfekt aufeinander abgestimmt sind. Funktionale, langlebige und ästhetische Lösungen werden durch persönliche Beratung in der Ausstellung optimal umgesetzt.

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Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und begleiten Sie von Beginn bis zum Abschluss Ihres Projekts.

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ONYX – das smarte Spiel mit der Sonne

Um eine optimale Gebäudeenergiebilanz zu erreichen, sollte sich der Sonnenschutz immer zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Position befinden. Mit der HELLA-eigenen Sonnenschutzsteuerung ONYX ist das kein Problem!

Wenn gewünscht, reagiert das Smart-Home-System auch auf das Wetter. Die drei Sensoren ONYX.TAG sun, ONYX.TAG temperature und ONYX.TAG wind können verschiedene Automationen ganz einfach mit den ONYX-Steuergeräten kombinieren und sind nur vier mal vier Zentimeter groß.

ONYX.TAG sun zähmt die Sonne

Der Sonnen- und Helligkeitssensor ONYX.TAG sun misst laufend die aktuelle Helligkeit und steuert Beschattungsanlagen

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Vor genau 50 Jahren traf eine große Portion Mut auf eine ebenso starke Idee: Produkte zu entwickeln, die den Alltag erleichtern – funktional, langlebig und vor allem einfach in der Anwendung. Was damals als Vision begann, ist heute die Grundlage eines international erfolgreichen Unternehmens.

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sungen zu schaffen, die Menschen in allen Lebensphasen begleiten und unterstützen.

Qualität, Benutzerfreundlichkeit und zeitloses Design stehen dabei konsequent im Mittelpunkt. Unsere Produkte verbinden technische Präzision mit ästhetischem Anspruch und werden höchsten Anforderungen an Sicherheit, Komfort und Langlebigkeit gerecht.

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Showroom Bruneck
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DRAUSSEN WIRD

DRINNEN

Wäscheleine, Plastikstühle und Holzkiste waren gestern. Der Außenbereich von Wohnungen und Häusern hat sich gewandelt. Er ist ein richtiger „Wohnraum im Freien“ geworden. Und das wird bei der Planung zunehmend berücksichtigt.

Balkone, Terrasse oder Garten galten lange als Bonus für Haus und Wohnung. Und wer sie weniger geschätzt hat, nutzte sie sogar nur als Stauraum, den höchstens ein Plastiktisch mit zwei Stühlen schmückte und vielleicht ein kleiner Grill irgendwo in einer Ecke. Doch dieser Blick hat sich grundlegend verschoben. Draußen wird vielfach nicht mehr nur abgestellt und gegrillt, sondern immer mehr gelebt. Der Grund dafür ist augenscheinlich: Weil Wohnen immer auch ein Spiegel der Gesellschaft ist. Die meisten von uns verbringen heute viel Zeit in geschlossenen Räumen, oft unter Zeitdruck. In der Freizeit sehnen sie sich umso mehr nach dem Blick in den Himmel oder nach einem Stückchen Grün. Und so mutiert der Außenbereich zum Wohlfühlort, an dem sich das Leben in vollen Zügen genießen lässt.

DIE MEISTEN VON UNS VERBRINGEN HEUTE VIEL ZEIT IN GESCHLOSSENEN RÄUMEN, OFT UNTER ZEITDRUCK. IN DER FREIZEIT SEHNEN SIE SICH UMSO MEHR NACH DEM BLICK IN DEN HIMMEL ODER NACH EINEM STÜCKCHEN GRÜN. UND SO MUTIERT DER AUSSENBEREICH ZUM WOHLFÜHLORT, AN DEM SICH DAS LEBEN IN VOLLEN ZÜGEN GENIESSEN LÄSST.

Freilich ist die Situation in Südtirol längst nicht so gravierend wie in Großstädten. Wer nicht bereits mitten im Grün wohnt, der erreicht es binnen kürzester Zeit. Doch der Trend ist auch hierzulande eindeutig erkennbar, etwa an der Loggia, einem weniger traditionellen Element in der heimischen Architektur. Loggien (siehe Erklärung in der Info-Box) findet man

deshalb vor allem bei Neubauten. Aber auch bei Sanierungen werden immer öfter Loggien „dazu gebaut“, gewissermaßen als spannender Kontrast zum Altbau.

Unterschiedliche Funktionen

Wer einmal verstanden hat, dass Wohnraum nicht an der Tür nach draußen enden muss, der hat viele Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings sollte bedacht werden, dass Balkon, Terrasse, Loggia und auch die Veranda architektonisch unterschiedlich wirken und oft unterschiedliche Funktionen haben. Die Loggia ist unter ihnen der vermutlich wohnlichste Außenbereich – fast ein Raum, dem einfach nur eine Außenwand fehlt. Genau deshalb wird sie häufig als „Zimmer im Freien“ bezeichnet. Zwar reduziert sie als Teil des Grundrisses die Wohnfläche, bietet dafür aber einen unschätzbaren Vorteil gegenüber den anderen Außenbereichen: Schutz vor Wind, zu hoher Sonneneinstrahlung und vor Niederschlag. Loggien lassen sich deshalb auch bei Regen, an kühleren Tagen oder in Übergangsjahreszeiten hervorragend nutzen. Und sie bieten sommers wie winters einen geschützten Platz für alle möglichen Pflanzen. Das Gegenstück zur Loggia ist der Balkon: exponiert in jeglicher Hinsicht, sowohl was das Wetter anbelangt als auch die Blicke der Nachbarn. Balkone haben in Südtirols Gebäudelandschaft eine lange Tradition, weshalb sie Wertschätzung verdienen. Gerade deswegen sollte der Balkon nicht als „Abstellkammer“ missbraucht werden. Mit etwas Fantasie, Geschmack, dem passenden Mobiliar und der entsprechenden Präzision schafft

BALKONE HABEN IN SÜDTIROLS GEBÄUDELANDSCHAFT EINE LANGE TRADITION, WESHALB SIE WERTSCHÄTZUNG VERDIENEN. GERADE DES-

WEGEN SOLLTE DER BALKON NICHT ALS

„ABSTELLKAMMER“ MISSBRAUCHT

WERDEN.

man es problemlos, daraus ein Lieblingsplätzchen zu zaubern. Die Terrasse ist, wenn man vom Garten absieht, der großzügigste Vertreter des Außenraums. Sie bietet wahrscheinlich einen höheren Naturbezug als die etwas eingeengte Loggia. Meist befindet sie sich im Erdgeschoss, ist gewissermaßen der

Übergang zum Garten. Sie kann aber auch als Dachterrasse oder frei stehende Fläche mitten im Garten ausgeführt sein. Durch ihren festen Untergrund eignet sich die Terrasse gut für Außenmöbel aller Art. Eine Unterform der Terrasse ist die Veranda. Sie gleicht eher einem Wintergarten, kann aber im Unterschied zu diesem bei Kälte schlecht genutzt werden. Ansonsten aber eignet sie sich perfekt zum Grillen oder als Spielplatz für die Kinder, denn das Dach schützt alles, was herumsteht und -liegt.

Loggia, Balkon,

Das passende Mobiliar

Mit der neuen Wertschätzung des Außenraums verändern sich auch die dort befindlichen Möbel. Der Außenbereich wird nicht mehr anonym mit Kisten, Plastikstühlen und -tischen eingerichtet, sondern bewusst gestaltet. Damit gleichen sich die Möbel von draußen immer mehr der Einrichtung von Innenräumen an. Vielen Möbeln sieht man kaum noch an, dass sie für den Außenbereich gedacht sind.

Tische und Stühle für draußen setzen auf robuste Materialien wie Aluminium, Edelstahl und wetterfestes Holz. Pflegeleichte, UV-beständige Oberflächen sowie moderne Outdoor-Gewebe und Geflechte sorgen für Komfort.

Am ehesten unterscheiden sich Tische und Stühle, weil draußen vor allem Materialien wie Aluminium, Edelstahl zum Einsatz kommen. Auch wetterfestes Holz macht eine gute Figur. Tischplatten sollten auf jeden Fall robust, pflegeleicht und unempfindlich gegen Hitze, Feuchtigkeit und UV-Strahlung sein. Für Stühle gibt es tolle Outdoor-Stoffe, Textilgewebe oder Kunststoffgeflechte, die auch ohne dicke Polsterung bequem sind und schnell trocknen. Im Design geht der Trend klar in Richtung reduziert und funktional –mit filigranen Gestellen und klaren Formen, die sich kombinieren lassen.

Tipp: Schön designte Klapp- und Stapelstühle bringen zusätzliche Flexibilität, vor allem auf kleineren Terrassen oder Balkonen, dasselbe gilt für Ausziehtische oder modulare Tischsysteme.

Regel die Basis, Kissen und Accessoires setzen indessen farbige Akzente.

Sofa oder Daybed?

Bei den Farben der Polsterungen hat sich in den vergangenen Jahren wenig geändert: Dezente Farben in Richtung Beige, Braun und Grau bilden in der

Auf der Terrasse und vor allem in der Loggia darf das Outdoor-Sofa nicht fehlen. Es ist der Trend schlechthin, und entsprechend bietet der Markt eine große Auswahl. Sofas für draußen sollten ein robustes Gestell haben, etwa aus Aluminium, Edelstahl. Es eignen sich aber auch wetterfeste Geflechte wie Polyrattan, strapazierfähige Stoffe, die UV-beständig sind und schnell trocknen. Dazu gibt es Sitz- und Rückenauflagen mit schnell trocknendem Schaumstoff. Wer es noch bequemer haben möchte, der schafft sich ein Daybed an, also gewissermaßen ein Bett für genussvolle Stunden unterm Sternenhimmel. Dabei

handelt es sich um eine Kombination aus Sofa und Liege, die sich zu einer kuscheligen Sonneninsel vereinen. Eine Überdachung oder ein klappbares Sonnensegel sorgt bei Bedarf für Schatten. Viele Daybeds – man sieht sie auch immer öfter auf Terrassen von Hotels – sind für zwei Personen ausgelegt. Romantik pur. Doch bei aller Emotionalität gilt: Der Außenraum stellt immer hohe technische Anforderungen, deshalb sollte man bei der Anschaffung nicht unnötig sparen, sondern sich vorab gut informieren, wie langlebig und strapazierfähig das Material ist. Holz, Aluminium, Rope (das sind die Seilgeflechte aus Synthetik) oder pulverbeschichtete Metalle müssen unbedingt UV-Strahlung, Regen und Temperaturschwankungen standhalten.

Tipp: Selbst wenn Sofas und Sitzauflagen aus wasserabweisenden, UVbeständigen Stoffen bestehen, sollten sie bei Schlechtwetter und bei längerer Nichtnutzung mit einer Plane geschützt werden. Das erhöht die Lebensdauer.

Grillen und gärntnern

Bleibt noch ein wichtiges Element für draußen: die Garten- oder Outdoor-Küche. Wer mehr als nur hin und wieder grillen möchte, sollte eine wetterfeste Küchenzeile ins Auge fassen. Sie besteht normalerweise aus Edelstahl oder Stein, ist mit Arbeitsplatten aus Keramik, Quarzkomposit oder ebenfalls Naturstein bzw. Edelstahl ausgestattet sowie mit einem Spülbecken. Dazu kommen ein Grill, etwas Stauraum und bisweilen auch ein Kühlschrank. Freilich bedarf es vor der Anschaffung einer Küchenzeile einer guten Planung, denn es gilt, wichtige technische Fragen zu klären, etwa woher Strom und Wasser kommen. Ein allerletzter, aber nicht minder bedeutender Baustein des Außenraums ist das Grün. Pflanzen in Kübeln, Hochbeeten oder hängenden Ampeln verleihen Balkon, Loggia und Terrasse Wohlfühlatmosphäre und geben ihnen gleichzeitig eine Struktur. Sie schaffen je nach Platzierung und Größe Schatten, Sichtschutz oder kleine Rückzugsorte.

WETTERFEST + UMWELTFREUNDLICH?

Was Witterungseinflüssen gut standhält, ist nicht immer ökologisch sinnvoll. Tropenhölzer wie Teak sind extrem witterungsbeständig, stehen aber in der Kritik. Alternativen wie die Robinie, die Douglasie und die heimische Edelkastanie bieten ähnliche Eigenschaften bei besserer Umweltbilanz. Generell sollte Holz aus FSC-zertifizierter Produktion stammen. Kritisch sind Materialien, die schnell verschleißen oder schwer zu recyceln sind. Auch minderwertiges Polyrattan oder beschichtete Stahlgestelle ohne Rostschutz gelten als problematisch.

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Die gängigsten Außenbereiche …

BALKON

Der Balkon liegt außerhalb des Gebäudegrundrisses und ist an die Fassade angebaut. Er ist nach oben offen und rundum mit einer Brüstung oder einem Geländer versehen. Balkone sind stärker den Witterungseinflüssen ausgesetzt, bieten dafür aber direkten Zugang zu Licht, Luft und Ausblick.

VERANDA

Die Veranda ist eine Außenfläche mit eigenem Dach, die aber fest mit dem Haus verbunden ist, häufig im Eingangs- oder Übergangsbereich. Sie dient weniger als Rückzugsort oder Platz zum Grillen, sondern als Empfangsraum im Freien, wo man aber auch gemütlich sitzen oder spielen kann.

LOGGIA

Eine Loggia ist ein nach außen offener, aber baulich in das Gebäude integrierter Raum. Sie ist überdacht und an zwei oder drei Seiten geschlossen. Dadurch ist sie besonders gut vor Wind, Regen und Lärm geschützt und lässt sich fast wie ein zusätzliches Zimmer nutzen.

TERRASSE

Eine Terrasse ist eine ebene, befestigte Außenfläche, meist auf Boden- oder Dachniveau. Sie kann direkt an das Haus anschließen oder frei stehend im Garten liegen. Terrassen sind großzügig nutzbar, vielseitig gestaltbar und ideal für Außenmöbel, Essbereiche oder Lounges.

FORSTSTATION DEUTSCHNOFEN

Mit der neuen Forststation im Zentrum von Deutschnofen ist ein Verwaltungsbau entstanden, der aus dem Wesen seiner Nutzung heraus gedacht ist. Als Zentrale der lokalen Forstbehörde der Südtiroler Landesverwaltung steht das Gebäude exemplarisch für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, gebaut aus jenem Material, mit dem die tägliche Arbeit der Nutzerinnen/ Nutzer untrennbar verbunden ist: Holz.

Die Forststation dient sowohl der internen Verwaltung als auch als Anlaufstelle für die Öffentlichkeit bei Anliegen rund um wirtschaftlich genutzte Flächen. Diese doppelte Funktion bestimmt die räumliche Organisation des Hauses: Im Untergeschoss befinden sich die Garage für die Dienstfahrzeuge, Umkleiden sowie Lager- und Nebenräume. Das Erdgeschoss ist die öffentlich zugängliche Ebene mit Eingang, Schalterbereich und den Büroräumen der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter. Ergänzt wird diese Ebene durch ein Archiv sowie ein barrierefreies WC. Im Obergeschoss, unter dem Satteldach, liegt ein großzü-

HOLZ IST HIER

ALLGEGENWÄRTIG, PRÄGT DIE UMGEBUNG UND BILDET DIE GRUNDLAGE DER FORSTWIRTSCHAFTLICHEN ARBEIT.

giger Besprechungsraum mit Teeküche, der durch ausziehbare Betten auch als Notfallzentrale genutzt werden kann.

Holz als Bauweise und Ausdruck Die Entscheidung für eine konsequente Holzbauweise lag nahe. Deutschnofen ist eine der waldreichsten Gemeinden Südtirols: Holz ist hier allgegenwärtig, prägt die Umgebung und bildet die Grundlage der forstwirtschaftlichen Arbeit. Tragwerk, Wände und Decken bestehen aus Brettsperrholzplatten (XLAM). Holz wird dabei als tragendes, raumbildendes und identitätsstiftendes Element verstanden.

Geflammtes Holz als Fassade Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Gestaltung der Fassade. Sie greift traditionelle Holzschutztechniken auf, bei denen Holz durch thermische Behandlung widerstandsfähiger gemacht wird. Solche Techniken finden sich sowohl in der japanischen Baukultur, wo Holzoberflächen kontrolliert angebrannt werden, als auch in der regionalen alpinen Bautradition, in der Pfosten und Bauteile, die in den Holzboden gerammt wurden, an den erdberührenden Stellen angeflammt wurden, um sie vor Feuchtigkeit und Fäulnis zu schützen. Von dieser handwerklichen Praxis inspiriert erscheint die neue Forststation

TRADITIONELLE

HOLZSCHUTZTECHNIKEN AUF, BEI DENEN HOLZ

DURCH THERMISCHE BEHANDLUNG

WIDERSTANDSFÄHIGER GEMACHT WIRD.

im Dorfzentrum sinnbildlich wie ein in den Boden gerammter Baukörper. Die schwarz lasierte Fassade erinnert bewusst an das angebrannte Holz und übersetzt das überlieferte Wissen in einen zeitgenössischen architektonischen Ausdruck.

Nachhaltigkeit als Ressource Neben der Holzbauweise erfüllt das Gebäude den KlimaHaus-Gold-Standard. Die Energieversorgung erfolgt über Wärmepumpen, die durch Photovoltaikpaneele am Dach gespeist werden. Alle eingesetzten Bauteile und technischen Anlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik und sind auf maximale Energieeffizienz ausgelegt.

Architektur

als Beitrag

DIE ENERGIEVERSORGUNG ERFOLGT ÜBER WÄRMEPUMPEN, DIE DURCH PHOTOVOLTAIKPANEELE AM DACH GESPEIST WERDEN.

Der Bau verzichtet auf formale Gesten zugunsten einer stringenten Ausarbeitung von Nutzung, Material und Detail. In dieser Zurückhaltung liegt seine Qualität: Die Architektur wird zum funktionalen Werkzeug und zugleich zu einem architektonischen Beitrag zur aktuellen Diskussion um Nachhaltigkeit und Verantwortung im Bauen.

ROLAND BALDI

Schon während des Studiums in Innsbruck (Österreich) war Roland Baldi als freier Mitarbeiter in verschiedenen Architekturbüros tätig und gründete 1994, nach Ablegen der Staatsprüfung in Venedig im selben Jahr, sein eigenes Büro Roland Baldi Architects in Bozen. Roland Baldi setzt sich nicht nur mit dem eigenen Büro für gute Architektur ein, sondern engagiert sich auch in diversen Arbeitsgruppen und Kommissionen und ist Mitbegründer der Architekturstiftung Südtirol. Roland Baldi überträgt den kulturellen Mix Südtirols auch auf sein Büro, wo er gerne mit Architektinnen/Architekten verschiedener Herkunft und Ausbildung in Projektteams zusammenarbeitet.

VON DER URHÜTTE ZUR ENERGIEKLUGEN ARCHITEKTUR

Zunächst waren es rudimentäre Hütten (wo es keine Höhlen gab) oder Zeltbauten, erstellt aus dem, was die Natur zur Verfügung stellte: Reisig, Äste, Baumstämme, Steine, Lehm. Die Grundfrage war immer jene des Schutzes – vor wilden Tieren und Feinden, vor Niederschlägen, Wind, Kälte und Hitze. Nach und nach fand der Mensch immer bessere und auch „technischere“ Lösungen, und schließlich gesellten sich weitere Faktoren hinzu: Ästhetik und Statik. Das war die Geburt der Architektur.

Klima- und Lebensumstände sowie verfügbare Ressourcen bedingten die Baustile. Heute sind Energieeinspa-

ARCHITEKTUR IST SEIT

JEHER EINE ANTWORT: EINE ANTWORT AUF LANDSCHAFTSVORGABEN, AUF KLIMATISCHE BEDINGUNGEN, AUF VORHANDENE ROHSTOFFE UND WIRTSCHAFTLICHE VORAUSSETZUNGEN, AUF TRADITIONEN SOWIE LEBENSWEISEN BZW. -GEWOHNHEITEN.

rung, Nachhaltigkeit und Raumknappheit hinzugekommen. Alpine und südliche Architektur haben sich im Lauf der Jahrhunderte angenähert und stellenweise ähnliche Strategien entwickelt. Architektur ist seit jeher eine Antwort: eine Antwort auf Landschaftsvorgaben, auf klimatische Bedingungen, auf vorhandene Rohstoffe und wirtschaftliche Voraussetzungen, auf Traditionen sowie Lebensweisen bzw. -gewohnheiten. Die Südtiroler Architektur kann als eine Art Hybrid bezeichnet werden. Auf der einen Seite ist sie extrem an die rauen Verhältnisse des alpinen Raums angepasst, auf der anderen Seite an die mediterranen klimatischen Einflüsse der Südalpenseite. Ein Vergleich der Südtiroler Architektur mit den Architekturen

südlicherer Gefilde ergibt mehr als eine Gemeinsamkeit.

Die moderne Architektur in Europa ist gegenwärtig vor allem von drei Faktoren beeinflusst: den Auswirkungen des Klimawandels, dem zur Verfügung stehenden – oder eben nicht mehr zur Verfügung stehenden – Bauland sowie der Ressourcenknappheit und den damit verbundenen energetischen Einspar- und Modernisierungsmaßnahmen. Auch im Süden muss Architektur Antworten auf extreme (und zunehmend extremere) Bedingungen finden: Hitze, Trockenheit oder Feuchtigkeit, Salzgehalt der Luft und Wind in Meeresnähe sowie Widerstand gegen Erosion und Überflutung.

Schutz und Trutz

Die Architektur am Berg ist auf Schutz ausgelegt: dicke Mauern, niedrige Decken, kleine Fenster, kleine Räume. Auskragende und steile Dächer dienen dazu, Schneebruch vorzubeugen. Wirtschaftsräume sind wichtiger als Wohnräume, und oft steht beides dicht nebeneinander; der Übergang ist fließend. Schutz vor widrigen Witterungsbedingungen und vor Wärmeverlust steht im Vordergrund. Verwendet werden vor Ort vorhandene Materialien, sprich Holz und (Natur-) Stein. In der Vergangenheit kam viel Holz zum Einsatz, vor allem auch deshalb, weil es günstig war und sozusagen vor der Haustür zur Verfügung stand. Steine

Qualität,die bewegt

waren schwieriger zu beschaffen und zu bearbeiten, Back- und Ziegelsteine den wohlhabenden Schichten vorbehalten.

Der Begriff „steinreich“ leitet sich tatsächlich von diesem Umstand ab. Weitere Kennzeichen historischer Baukörper sind eine kompakte, geduckte und robuste Architektur, ausgelegt auf Funktionalität. Der Standort war oft von praktischen Kriterien bestimmt: an „Sonnenplätzen“ nur dann, wenn es keine Anbauflächen gab, an schattigen Stellen, wenn der von der Sonne beschienene Grund der Landwirtschaft vorbehalten

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war. Wenn möglich, wurden Hanglagen genutzt, um einen Teil des Hauses zusätzlich vor Witterungseinflüssen zu schützen.

In unserer Zeit ändert sich das. Auch Gebäude in den Bergdörfern strecken sich, Bauernhäuser werden an Sonnenplätze verlegt; Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Stadel, Ställe, Schutzhäuser, aber auch öffentliche und private Wohnbauten bedienen sich neuer Materialien wie Stahl, Glas, Sichtbeton, werden großzügiger gebaut. Dank verbesserter Isolierung vergrößern sich die Fensterfronten, na-

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Rudimentäre Hütten wie diese, heute in Teilen Afrikas noch verbreitet, könnten früher auch in unseren Tallagen errichtet worden sein.

türliches Licht und Panorama werden wichtige architektonische Merkmale. Die wichtigsten Kriterien sind neben der architektonischen Form die Energieeffizienz und eine ökologisch nachhaltige Bauweise. Südtirol ist zu einer Spielwiese moderner Architektur geworden. Das zeigen avantgardistische Baukonzepte von Weinkellereien, Schutzhäusern, Museen (man denke nur an die neue Kellerei Bozen, die Schwarzensteinhütte in den Zillertaler Alpen, die „unsichtbare“ Bergstation Carezza, die MMs von Reinhold Messner) sowie von Privathäusern. Charakteristisch sind das Spiel mit alten und neuen Materialien, die Neuinterpretation historischer Bauformen und das Vermischen historischen Bauguts mit modernen Materialien und Formen.

Revolution KlimaHaus-Standard

Seit 2017 gibt es einen weiteren Faktor, der die Südtiroler Architektur prägt und mittlerweile italienweit zur Anwendung kommt: den KlimaHaus-Standard. Optimierte Ausrichtung und Gebäudedämmung, kompakte Baukörper sowie in den Tallagen Loggien, Terrassen und Balkone als klimatische Pufferzonen und ausgeklügelte Belüftungssysteme charakterisieren Neu- und Umbauten. In den Südtiroler Tälern finden sich interessante Mischformen traditioneller, alpin beeinflusster und mediterran anmutender Bauweisen. Die Laubengänge

Die neue Kellerei Bozen gilt als Vorzeigebeispiel moderner Architektur im alpinen Raum, ein avantgardistisches Baukonzept, das Landschaft, Funktion und Design zu einem starken Gesamtbild verbindet, ganz im Sinne zeitgemäßer Baukultur.

in den Städten mit Häusern aus dem Mittelalter, geprägt von dicken Mauern und kleinen Fenstern, bieten beides: Schutz vor Winterkälte und Sommerhitze. Aber auch großzügige Bauten mit großen Fensterfronten, Terrassen und Patios, in denen Innen- und Außenraum fließend ineinander übergehen. In der kalten Jahreszeit spielt sich das Leben im isolierten Inneren ab, in der warmen Jahreszeit wird der Außenraum zum Lebensraum; bei extremer Hitze bietet der Innenraum wohltuende Kühle und Schutz vor zu viel Sonne.

ASTAT-Daten

Im Zusammenhang mit dem Thema Bauen in Südtirol ist ein Blick auf eine aktuelle Statistik des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) für das Jahr 2024 interessant: Im Wohnbau sind die ausgestellten Baugenehmigungen für Neubauten um 8,3 Pro-

zent zurückgegangen, jene für Erweiterungsbauten hingegen um 11,4 Prozent gestiegen. Die Bauabschlüsse verzeichneten Minuswerte: minus 19,3 Prozent bei Neubauten und miunus 19,0 Prozent bei Erweiterungsbauten. Die Klimahausagentur stellte 1.982 Energieausweise aus (Wohn- und Nichtwohngebäude). Fest steht: Statt neu gebaut wird in Südtirol eher ausgebaut. Allerdings in einem langsameren Rhythmus, was auf hohe Material- und Energiekosten zurückzuführen ist und wohl auch auf die allgemeine globale Krisensituation, die sich auf Südtirol auswirkt. Die Immobilienpreise im Wohnbereich sind stabil geblieben, was in Südtirol aufgrund des ohnehin hohen Preisniveaus nicht unbedingt eine gute Nachricht ist. Bozen und Umgebung verzeichnen mit durchschnittlich 4.212 bis 5.450 Euro die

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höchsten Werte; Brixen und Meran mit Umgebung sowie die Gemeinden im Dolomitengebiet liegen ebenfalls bei über 4.000 Euro. In anderen Gemeinden bewegen sich die Quadratmeterpreise laut ASTAT zwischen 2.882 und 4.049 Euro. Im Fokus steht weniger ein Mehr an Wohnbau (obwohl dringender Bedarf besteht), sondern Qualität, Verdichtung und Umbau, vor allem im Hinblick auf die energetische Effizienz. 36,9 Prozent der nachgefragten Wohnungen haben eine Nettowohnfläche zwischen 46 und 75 Quadratmeter.

Schutz, Luft und Licht

Ein Haus oder eine Wohnung im mediterranen Raum muss ebenfalls Schutz bieten – nicht vor Kälte, sondern vor zu viel Wärme und intensiver Sonneneinstrahlung. Materialien wie Natursteinwände, Lehmverputz, Terrakotta- oder Fliesenböden sorgen für Kühle, heute zunehmend auch Betonelemente. Die Farben des Südens sind hell: viel Weiß, Erd- und Blautöne, die sich harmonisch in die mediterrane Landschaft einfügen. Auch hier sind die Dächer weit auskragend, um ausreichend Schatten zu bieten, im Gegensatz zum alpinen Raum jedoch flach gehalten. Die Fensterflächen sind groß, um ausreichend Licht einzulassen. Südostlagen sind reinen Süd- oder Südwestausrichtungen vorzuziehen, um ein zu starkes Aufheizen der Räume zu ver-

Häuser schützen nicht vor Kälte, sondern vor Hitze: Naturstein, Lehmputz, Terrakotta- und Fliesenböden, ergänzt durch moderne Betonelemente, sorgen für angenehme Kühle und wirksamen Sonnenschutz.

hindern. Die Decken sind häufig hoch, Wohn- und Aufenthaltsräume traditionell großzügig, die Erdgeschosse offen. Im Zuge des Klimawandels und der Ressourcenknappheit gewinnt auch im Süden Europas die Isolation zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, Kühle zu bewahren und ein übermäßiges Aufheizen zu verhindern. Gebäude im mediterranen Raum setzen zudem auf natürliche Belüftung. Patios, Loggien und Terrassen ermöglichen fließende Übergänge nach draußen und bringen Licht und Luft ins Gebäudeinnere. Türen und Fenster bleiben vor allem in den Morgen- und Abendstunden offen. Häuser öffnen sich mehr nach innen zu Patios und Gärten als nach außen. Auch die historische südliche Städtearchitektur weist (wie in Südtirol) enge Gassen und Laubengänge auf, die ebenso gut

vor Sonne und Hitze schützen wie vor Regen und Kälte. Besonders wichtig in südlichen Lagen –und das gilt auch für die südlichen Tallagen Südtirols – ist die Möglichkeit, während der Sonnenstunden die Fenster abzudunkeln, um einem zu starken Aufheizen vorzubeugen. Hierzu eignen sich besonders modulierbare Klappläden mit Ritzen, die Luft und Licht durchlassen. Alpine und mediterrane Architektur. In Südtirol findet sich beides: dem Wind und Wetter trutzende Konstruktionen oberhalb von 1.500 Meter Meereshöhe, die Schutz und Rückzug bieten, und südlich anmutende, sich öffnende, lichtdurchflutete Wohnräume, die sich nur durch ihr Panorama als alpin zu erkennen geben – und die je nach Jahreszeit beides brauchen: Schutz vor Kälte und vor Hitze.

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Mediterrane

„ALEXA, MACH DAS LICHT AN!“

„Hey, Google, schalt das Radio leiser …“ Rollläden schließen und öffnen sich zu vorbestimmten Zeiten, Lichter gehen an und aus, ebenso die Kaffeemaschine oder die Brotbackmaschine. Die Heizung reagiert automatisch auf Temperaturwechsel, die Beleuchtung passt sich dem Tageslicht und Nutzen an, der Fernseher oder das Radio schalten sich automatisch an …

Ein smartes Haus verspricht nicht nur mehr Komfort, sondern auch Energieersparnis und mehr Sicherheit. Das Umrüsten ist auch im bestehenden Baugut möglich und bezahlbar. Was ist Domotik? Der Begriff ist eine Zusammensetzung des lateinischen domus (= Haus) und des griechischen Automatika (= Automatisierung oder selbsttätige Steuerung, das heißt Einsatz von Technologien und automatisierten Systemen, die Geräte und Infrastrukturen eines Hauses automatisch steuern und verwalten). Das heißt, Funktionen wie Beleuchtung, Heizung, Klimaanlage, Fensterbeschattung, Sicherheits- und Schließsysteme, Haushaltsgeräte, auch Unterhaltungselektronik werden über einfache Benutzersysteme wie mobile Anwendungen, Sprachassistenten gesteuert und bedient.

Längst keine Science Fiction mehr Was manchen noch nach Science Fiction aussieht, ist bei anderen längst All-

tag. Das smarte Haus, der digitalisierte Wohn- und Lebensraum. Mehr Komfort durch programmierbare Automation. Das sich automatisch schließende und öffnende Garagentor. Aufwachen mit Duft nach frisch gebackenem Brot, kein

DAS SMARTE HAUS, DER DIGITALISIERTE WOHN- UND

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Zeitverlust, um am Abend oder nach dem Aufstehen alle Läden zu schließen und zu öffnen. Mehr Kontrolle über Stromverbrauch, Heizung und Klimaanlage, die auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und plötz-

liche Wetterwechsel reagieren. Komme ich früher oder später nach Hause, kann die Heizung über das Handy zeitnah auf An- und Abwesenheit geschaltet werden. Sensoren an den Fenstern bewirken, dass sie automatisch abschaltet, sobald das Fenster geöffnet wird.

Ein Smarthome bietet mehr Sicherheit durch sich automatisch schließende Rollläden, durch elektronisch gesteuertes Ein- und Ausschalten von Lampen, durch sensoraktivierte Alarmsysteme bzw. Anwesenheitssimulationen, die bei Annäherung das Licht und den Fernseher einschalten. Sensoren melden, ob sich jemand im Haus befindet. Auch auf Entfernung und im Urlaub ist die Immobilie damit unter Kontrolle und es braucht nicht nur das wachsame Auge des Nachbarn – der möglicherweise ebenfalls in Ferien ist! Die Heizung kann zeitnah reguliert werden.

Ein Smarthome bietet auch ein Maximum an Gemütlichkeit und Effizienz. Perfekte Lichtverhältnisse von gemütlich gedämpft

Mediterrane Häuser schützen nicht vor Kälte, sondern vor Hitze: Naturstein, Lehmputz, Terrakotta- und Fliesenböden, ergänzt durch moderne Betonelemente, sorgen für angenehme Kühle und wirksamen Sonnenschutz.

bis intensiv für alle Bedürfnisse und Stimmungen. Arbeiten, Kochen, Chillen, Spielen. Im Flur und im Garten bzw. im Treppenhaus oder an der Haustür hingegen nur, wenn der Bewegungsmelder Präsenz angibt. Und nur dann, wenn es sie tatsächlich braucht, womit wiederum eine nicht unerhebliche Energieersparnis verbunden ist.

Gateways: Google, Alexa, WLAN und Co

Was kompliziert klingt, wird einfach, wenn alle Systeme über eine Applikation gesteuert werden und in einer zentralen Steuerungsstelle, einem Gateway zusammenlaufen. Sensoren, smarte Glühlampen und Steckdosen, Rollläden-Motoren, auch Vorhänge, Haushalts- und andere elektronische Geräte müssen dabei nicht etwa über spezielle Leitungen vernetzt werden (was nur bei einem Neubau möglich ist), sondern können auch über Funk oder Infrarotwellen verbunden werden.

Die oben bereits erwähnten Systeme Google und Alexa sind den meisten bekannt. Smarte Lösungen können aber auch direkt über das WLAN, das Smarthome-System Zigbee, Z-Wave und andere mehr abgewickelt werden. Es empfiehlt sich in jedem Fall, bei einem Fachmann Informationen einzuholen. Nicht zuletzt ist die Digitalisierung auch mit Datenaustausch verbunden und es muss sichergestellt sein, dass das System nicht missbraucht werden kann.

Nicht an Hausbesitz oder Neubau gebunden

Eine gute Nachricht für alle NichtHaus- oder Wohnungsbesitzer: Auch als Mieter kann man sich sein Zuhause smart gestalten, vorausgesetzt man nutzt funkbasierte Systeme, die man jederzeit aktivieren, erweitern und bei Wohnungswechsel auch mitnehmen kann. Der Vorteil eines solchen Systems ist auch, dass man Schritt für Schritt vorgehen und nach und nach neue Komponenten hinzufügen kann. Zunächst zum Beispiel die Beleuchtungssysteme, indem man smarte Glühbirnen in die Lampen einsetzt (gibt es von herkömmlichen Leuchtmittel-Anbietern oder auch von Ikea) und erst in einem weiteren Schritt Smart-Steckdosen für die Nutzung der Haushaltsgeräte in die Haussteckdosen einsetzt bzw. bevor man digitale Thermostate an den Heizkörpern befestigt, um auch das Heizsystem zu vernetzen und smart zu bedienen, bevor man an die Digitalisierung von Rollläden, Markisen oder sogar Vorhängen geht. Ebenso sind diese Systeme auch in Altbauten problemlos einbaubar.

Eine Step-by-step-Lösung empfiehlt sich jenen, die die Kosten für die Digitalisierung auf einen längeren Zeitraum verteilen möchten. Laut Google kostet eine Smarthome-Vollausstattung inklusive Plan und Montagezeit um die 40.000 Euro. Basissysteme starten bei etwa 300 Euro, mittlere Systeme mit Leuchtsystemen, Steckdosen und Heiz-

körperthermostaten sowie einigen Bewegungssensoren kommen auf zwischen 1.500 und 5.000 Euro zu stehen. Komplexere Systeme gibt es ab 5.000 Euro. Je komplexer, desto kostspieliger, das steht fest. Es hängt natürlich auch davon ab, wieviel man selbst leisten kann, oder ob man sich alles einrichten lassen muss. Nicht zu vergessen bei der Kostenkalkulation: die erhebliche Energieersparnis durch intelligente Nutzung der „Stromfresser“ und im Fall einer Eigenimmobilie, der gesteigerte Wiederverkaufswert!

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Lösungen für Alleinstehende und Menschen mit Handicap

Aber es gibt noch andere Aspekte, die vor allem in unserer zunehmend älter werdenden Gesellschaft nicht unterschätzt werden sollten. Ein Smarthome ist eine wertvolle Hilfe für Alleinlebende und hier vor allem alleinlebende ältere Menschen. Das dezente Nachtlicht, das sich einschaltet, wenn man den Flur betritt. Das System kann Alarm schlagen, wenn Personen zu wenig getrunken oder vergessen haben, Medikamente einzunehmen. Eine gesunde Ernährung kann das intelligente Haus ebenfalls unterstützen, indem der Kühlschrank den Inhalt scannt und Einkaufszettel erstellt oder Rezeptvorschläge macht.

Auch für Menschen mit Handicap ist das smarte Haus eine wertvolle Unterstützung im Ausbau der Barrierefreiheit. Vokale Kommandos zur Bedienung von Licht, Elektrogeräten, dem Herunterlassen von Rollläden, dem Absenken von Kästen oder der Bedienung der Türsprechanlage und Öffnen der Haustür zum Beispiel. Diese komplexen Aktivitäten sind natürlich mit entsprechenden Kosten verbunden.

Smart in Südtirol

Für Südtirol ist die digitale Haustechnik unter vielerlei Aspekten von großem Interesse: Steigende Energiepreise, der Klimawandel, knapper Baugrund und

ein hoher Sanierungs bedarf prägen derzeit das Bauen in Südtirol. Während Neubauten zunehmend energieef fizient geplant werden, steht der Großteil des Gebäudebestands vor einer zentralen Frage: Wie lassen sich bestehende Häuser fit für die Zukunft machen und wie lässt sich ihr Wert er halten, ohne sie grundlegend umzubauen? Eine mögliche Antwort könnte neben der energetischen Umrüstung die Umstellung auf ein Smarthome sein. Gerade in Südtirol, wo die klimatischen Bedingungen zwischen alpinem Hochgebirge und mediterranen Tallagen schwanken, liegt hier ein großes Potenzial und besteht großer Bedarf. Ein Haus in Brixen oder Bozen muss im Sommer vor Überhitzung schützen, im Winter jedoch Wärme speichern und Vorkehrungen hierfür sind oft während der Abwesenheit der Bewohner, also untertags zu treffen, wenn die Bewohner meist bei der Arbeit sind. Smarte Steuerungen ermöglichen genau diese Feinabstimmung, und zwar für alle Bedürfnisse. Effizient beheizte und gelüftete Räume sind zudem ein Plus in Bezug auf Wohnkomfort. Dieser Aspekt verspricht nicht nur einen höheren Wohnkomfort, sondern rückt das smarte Haus in Richtung Klimahaus-

Standard. Auch wenn es sich um einen Altbau handelt.

Kostensparende Steuerung von Ferienwohnungen und Hotels Ebenso sind diese Systeme ideal, um Ferienwohnungen auch aus der Entfernung zu steuern bzw. in Beherbungsbetrieben den Energieverbrauch exakt und ohne großen Aufwand und Zeitverlust unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig Heizsysteme und Beleuchtung exakt der jeweiligen Tageszeit und metereologischen Lage anzupassen und gleichzeitig perfekt auf die Bedürfnisse der Gäste einzustellen.

Nur kein Stromausfall!

Nur eines darf nicht passieren bei einem intelligenten Haus: Die Stromversorgung muss garantiert sein. Bei einem Stromausfall geht nämlich gar nichts mehr und im schlimmsten Fall sitzt man im Dunkeln und kann weder Türen noch Fenster öffnen!

KLEIN, ABER OHO

Sie ist zierlich, keine Riesin und hat eine große Leidenschaft für Baumaschinen und Material-Wiederverwertung. Laura Ploner, 21 Jahre alt und seit zwei Jahren im Familienbetrieb Ploner GmbH, Tiefbau, Abbruch und Recycling, in Bruneck tätig. Sie unterstützt die Baustellenleiter und ist verantwortlich für das Bauschuttrecyclingwerk.

Eine Frau in einer Männerdomäne –immer noch. Auf dem Bau herrscht ein rauer Ton, es heißt anpacken und sich nicht zieren. Wie kann sich eine junge Frau dort behaupten? „Sehr gut“, meint Laura Ploner selbstbewusst, „es stimmt, ich arbeite fast nur mit Männern zusammen, und es ist ein harter Job, aber sie kommen mir mit Respekt entgegen, sind immer bereit, mir zu helfen.“ Allerdings, so Laura Ploner, „sie schauen mir auch sehr genau auf die Finger. Durchgehen lassen sie mir nichts.“ Aber Männer seien unkompliziert, direkt und lösungsorientiert. Das schätzt sie. Dass sie mitunter aufgrund ihres zierlichen Körperbaus unterschätzt wird, ist ihr umso mehr Ansporn, es allen zu zeigen. Die Firma Ploner beschäftigt 30 Mitarbeiter und ist in dritter Generation seit fast 50 Jahren erfolgreich im Raum Bruneck und Umgebung im Tiefbau tätig. Abbruch, Aushub, Verlegung von Leitungen jeglicher Art, Bachverbauung, Hang-

sicherung, Materialaufbereitung, Sprengungen, Straßenbau und Transporte.

Ein Arbeitsalltag zwischen Verantwortung, Baustelle und Recycling Laura Ploner hatte nicht von Kind auf vor, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. Nach dem Abschluss der Wirtschaftsfachoberschule Bruneck überlegte sie, ob sie ein Studium aufnehmen sollte, dann aber zog es sie doch mehr in Richtung Arbeit. Sie geht gerne arbeiten. „Es ist abwechslungsreich, jeder Tag ist anders und stellt uns vor neue Herausforderungen,

Foto©privat

„ES IST ABWECHSLUNGSREICH, JEDER TAG IST ANDERS UND STELLT UNS VOR NEUE HERAUSFORDERUNGEN, ICH BIN IN KONTAKT MIT VIELEN MENSCHEN, DAS ALLES MAG ICH!“

LAURA PLONER

ich bin in Kontakt mit vielen Menschen, das alles mag ich!“ Vor allem ihre ältere Schwester, Anna, ist ihr eine Stütze im Arbeitsalltag, aber auch privat verstehen sich die beiden sehr gut.

Seit zwei Jahren steht sie jeden morgen früh auf, um spätestens um 6.45 Uhr im Betrieb zu sein. Ausmachen tut es ihr nichts. Bisher hat sie sich bewährt und sie hat die Entscheidung gegen das Studium und für die Arbeit im Baugewerbe auch nicht bereut. Allerdings hat sie vor, in Kürze doch noch einmal die Schulbank zu drücken, um einen berufsspezialisierten Abschluss zu erlangen.

Abwechslung, Einsatz und Umweltbewusstsein

Den Vormittag verbringt sie meistens im Betrieb, am Nachmittag geht es auf die Baustellen oder sie begleitet Sondertransporte. Bei Wind und Wetter. Empfindlich darf Frau in diesem Metier nicht sein. Von der Kleidung her hat sie sich nicht anpassen müssen. Sportliche Outfits, Jeans und Pullover oder T-Shirt sind ihr am liebsten. Besonders die Tätigkeit im Recyclingwerk erfüllt sie mit Befriedigung. Die Idee, etwas für die Umwelt zu tun und sich gleichzeitig der Herausforderung der Materialien zu stellen, das reizt sie. „Dieser Bereich ist sehr abwechslungsreich. Die verschiedenen Arten von Bauschutt müssen den entsprechenden Materialboxen zugeteilt, analysiert und dann zu Produkten verarbeitet werden. Je besser

beim Abbruch getrennt wird und je sauberer der Abfall, desto hochwertiger das Recyclingprodukt. „Wir haben auch eine Dosieranlage und können verschiedene Materialien zusammenmischen, um gleichbleibende Qualitätsprodukte herzustellen. Das Erstellen der Rezepte und das Bedienen der Anlage gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben.“ Was sie daran fasziniert, ist vor allem die Idee, dass mit jeder Wiederverwertung etwas für die Umwelt getan wird. Sie nimmt diese Verantwortung sehr ernst. Ihr Umfeld findet ihre Tätigkeit cool. Außer wenn sie Überstunden macht. „Das können nicht alle nachvollziehen!“, sagt Laura Ploner. Sie selbst ist der Ansicht, dass junge Menschen mehr Solidarität gegenüber ihrem jeweiligen Arbeitgeber zeigen sollten. „Der Arbeitsmarkt braucht junge Leute, braucht Fachkräfte und vor allem Menschen, die nicht nach einem Jahr ,Pfiati‘ sagen und weg sind.“

Zwischen Bodenständigkeit und Zukunftsplänen

Was sie wichtig findet, gerade auch für Menschen ihrer Generation: „Sich selbst treu sein, nicht blind jedem Trend nachrennen, offen kommunizieren und bei anstehenden Problemen die Geduld haben, nach Lösungen zu suchen, Durchhaltevermögen zu zeigen und nicht gleich aufzugeben.“

Sich selbst sieht sie als kommunikativ und flexibel. Probleme geht sie sachlich und fachlich an, sie ist gut im Vermitteln und hat eine lockere Art. Woran sie noch arbeiten möchte: „Ich neige dazu, Dinge zu persönlich zu nehmen, und bin kein Weltmeister im Abschalten.“

Sie lebt mit ihrem Freund zusammen und an frischem Brot mangelt es ihr nie, da er und seine Familie eine Bäckerei betreiben. Am Wochenende ist sie am liebsten auf dem Berg, zum Skifahren oder Wandern und das auch sehr gerne mit den Eltern, Geschwistern und Freunden.

Zukunftsideen? Laura Ploner lacht: „In spätesten zehn Jahren selbstständig Baustellen leiten, die Welt bereisen, eine gute Work-Life-Balance und eine glückliche und gesunde Familie haben.“ Alles machbar!

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TDachkante neu gedacht

Mit ROOFETICS® präsentiert RÖFIX ein innovatives System für den Übergang zwischen Fassaden-Wärmedämmung und Dach. Die Lösung verbindet reduzierte Ästhetik mit hoher technischer Performance und setzt ab 2026 neue Maßstäbe für zeitgemäße Architektur.

Klare Linien, homogene Gebäudehüllen und eine ruhige

Formensprache prägen die moderne Architektur. Genau hier setzt

ROOFETICS® an: Das System eliminiert Vorsprünge, sichtbare Materialwechsel und technische Störungen an der Dachkante. Anstelle von Abdeckblechen und optischen Brüchen entsteht eine durchgängige Fassade, deren Übergang zum Dach nahezu unsichtbar bleibt. Das Ergebnis ist ein harmonisches Zusammenspiel von Gestaltung und Funktion – reduziert, präzise und architektonisch konsequent.

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Zentrales Element des Systems ist das patentierte ProAttika®-Profil. Gefertigt aus hoch entwickelten Verbundwerkstoffen und exakt auf das Gesamtsystem abgestimmt, wurde es für extreme Witterungsbedingungen getestet. ROOFETICS® vereint damit architektonische Eleganz mit langlebiger techni-

scher Zuverlässigkeit – eine Lösung, die sowohl gestalterischen als auch baulichen Anforderungen gerecht wird.

Mit ROOFETICS® eröffnet RÖFIX eine neue Perspektive im Fassadenbau: Das Dach wird nicht länger als technischer Abschluss verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Architektur. So entsteht eine gestalterische Kontinuität, die Planern und Architekten neue Freiräume in der Umsetzung zeitgemäßer Baukonzepte bietet.

Weitere Informationen unter: www.roefix.it/roofetics

In meiner Arbeit als Architekt mit Fokus auf Energieeffizienz stand ich vor einem sehr komplexen Fall, bei dem niemand helfen konnte. Dank der Unterstützung der RÖFIX-Techniker konnte ich die Herausforderung lösen und den Auftraggeber zufriedenstellen. RÖFIX ist ein Unternehmen mit unvergleichlicher technischer Kompetenz.

Marco Lisoni Architekt (Varese)

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