Skip to main content

Radius Balloon Festival 2012

Page 1


unglaublich!

ab 279 E

Hin- und Retourflug inklusive Taxen (begrenzte Plätze) buchen Sie jetzt in Ihrem Reisebüro und fragen Sie nach dem aveo tours Katalog.

Direktflug mit Austrian Airlines ab Bozen nach

impressum

Herausgeber: Athesiadruck GmbH

Verantwortlicher Schriftleiter: Armin Mair

Verantwortlicher Projektleiter:

Franz Wimmer

Produktion/Redaktion: Magdalena Pöder

Redaktion: Franz Wimmer, Catherine Marino

Werbung/Verkauf:

Lorenz Mederle

Verwaltung: Kapuzinergasse 5

39100 Bozen | Tel. 0471 977 824 info@mediaradius.it www.mediaradius.it

Fotos: Balloonfestival, Tourismusverein Toblach, Wolfgang Nairz, Josef Strobl

Konzept und Abwicklung: King Laurin GmbH, Eppan

Grafik/Layout: Georg Hochkofler

Lektorat: Ulrike Schwarz

Produktion: Athesiadruck Bozen www.athesia.it

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und im Postversand

Druckauflage: 20.000 St.

Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,50 Euro

inhaltsverzeichnis

Balloonfestival

04 Schweben statt fliegen

06 Initiator Alexander Strobl

08 Das Balloonfestival Toblach 2012

10 Der antike Traum des Fliegens

12 Die heurigen Ballonteams

15 Rotwild GmbH, Brixen

Vom ersten Balloonfestival zum 10. Jubiläumsfestival

Vor zehn Jahren wurde in Toblach die Idee geboren, ein HeißluftBalloonfestival zu veranstalten. Gastwirt Alexander Strobl initiierte das Projekt und kann nun auf eine Vielzahl an Besuchern und Piloten aus der ganzen Welt zurückblicken.

Das Balloonfestival Toblach 2012
Der antike Traum des Fliegens

Ballonfahren schweben statt fliegen

Mit den Vögeln als Inspiration ist der Traum zu fliegen im Menschen herangereift. Mit der Ballonfahrt fand man einen Weg, die Menschen über ihre Erde schweben zu lassen. Vielleicht nicht so frei wie die Vögel, aber eine wunderbare Art, um sich die Welt einmal von oben anzuschauen.

In Toblach hat man die Ballonfahrt schon vor zehn Jahren für sich entdeckt und die Toblacher hatten schon immer eine Gabe, Trends sofort umzusetzen und damit auch Besucher anzulocken. Als man im Jahre 827 zum ersten Mal „Duplago“ in einer Urkunde festhält, spricht man noch über eine Ortschaft, die auf der Verbindungsstraße zwischen Venedig und Augsburg liegt. Die Römer hatten diese Straße schon geschickt von der oberen Adria bis weit hinauf durch die Alpen gezogen und nun wurde sie zu einer wichtigen Verbindung zwischen Mitteleuropa und Venetien. Aus diesem Grunde durchquerten auch viele Adelige die Ortschaft und entschlossen sich

nicht selten auch länger hier zu bleiben oder wiederzukommen, angetan von der schönen Natur, die man in diesem Gebiet vorfindet. Viele Abenteurer vollbrachten hier große Bergsteiger-Leistungen, doch auch Künstler und Schriftsteller waren von dem Landschaftsbild angetan und hielten es fest. Um 1893 kam die große Skieuphorie nach Toblach und man wusste sie auch sofort gut umzusetzen. Nicht nur wurden einheimische Sportler tatkräftig unterstützt und brachten so auch politische Ehrenzeichen für ihre Leistungen nach Toblach, auch wirtschaftlich fanden die Toblacher gute Möglichkeiten, durch diese neue Sportart und auch durch die noch kommenden Wintersportarten, Gewinn und Bekanntheit zu erlangen. In Toblach hat man nicht einfach die neuen Trends umgesetzt, man versucht auch, sie noch etwas einzigartiger zu gestalten, einen eigenen Stempel aufzudrücken. Josef Strobl z.B. baut sich im Winter jeden Jahres seinen eigenen Eisberg. Das ist nicht nur wunderschön anzusehen, es zeigt vor allem die Begeisterung, mit der man in Toblach neue und außergewöhnliche Dinge angeht. Nun hat Toblach neben dem Wintersport und dem Radsport auch schon eine zehn-jährige Geschichte im Ballonfahren.

Vom ersten Balloonfestival zum 10. Jubiläumsfestival

Vor zehn Jahren wurde in Toblach die Idee geboren, ein Heißluftballoonfestival zu veranstalten. Gastwirt Alexander Strobl initiierte das Projekt und kann nun auf eine Vielzahl an Besuchern und Piloten aus der ganzen Welt zurückblicken.

Radius: Wie ist die Idee entstanden eine Veranstaltung rund um das Ballonfahren zu organisieren?

Alexander Strobl: Ich als Touristiker habe vor elf Jahren etwas gesucht, das schneeunabhängig auch im Winter machbar ist. Ich selbst bin kein Ballonfahrer, aber ich wollte etwas Neues finden, das unsere wunderschöne Gegend präsentieren kann. Dies waren die zwei Bedingungen, die das neue Projekt erfüllen musste und als ich auf das Ballonfahren kam, erschien mir dies sofort als passend.

Radius: Wie verlief die Planung und Realisierung dieses Events?

A. Strobl: Das Erste war einen Piloten zu finden. Nicht nur um Ballon zu fahren, sondern auch um uns hinsichtlich der gesetzlichen Vorschriften zu unterstützen. Es stellten sich drei bis vier Piloten zur Verfügung, doch schon bald kristallisierte sich Paolo Barbieri als der Geeignetste für unser Projekt heraus. Vor allem lag dies auch daran, dass er als Italiener die bürokratischen Notwendigkeiten für ein solches Balloonfestival kannte. Dann wurden erste Testfahrten gemacht und anschließend konnte das erste Balloonfestival von Toblach beginnen. Wir hatten uns gedacht, mit sechs bis sieben Teams zu starten, doch letztendlich erschienen bei der Premiere schon 15 Teams. Im Laufe der Jahre ist diese Zahl dann auch stetig gewachsen bis zu den heurigen 32.

Radius: Haben sich auch die Wettkämpfe im Laufe der Zeit verändert?

A. Strobl: Nein, wir haben von Anfang an immer dieselben Wettkämpfe organisiert, da sich diese für uns am besten eig-

nen. Es ist dies die Dolomiti Balloon-Trophy, die Fuchsjagd und die Zieltrophy.

Radius: Dieses Jahr stieg zum ersten Mal der Toblach-Südtirol-Ballon in die Lüfte. Warum genau im Jahr 2012?

A. Strobl: Das Dolomiti Balloonfestival 2012 war ein Jubiläumsjahr für uns und deshalb wollten wir etwas Besonderes für Toblach organisieren. Der Toblach-Südtirol--Ballon wurde von uns in Kombination mit dem Tourismusverein Toblach finanziert und er stellte sich auch als eine gelungene Jubiläumsattraktion heraus.

Radius: Wie hat man die einheimische Bevölkerung in dieses Projekt integriert?

A. Strobl: Wir haben unseren „Jupp Hein“, der die Schulen besucht und dort die Begeisterung schon bei den Kleinen weckt. Sie schreiben dann auch Aufsätze darüber und insgesamt findet es in den Schulen eine große Resonanz. Auch Malwettbewerbe rund um das Ballonfahren werden veranstaltet und so lernen die Kinder und Jugendlichen schon bald diese inzwischen auch sehr wichtige Seite von Toblach kennen.

Radius: Sind Sie mit dem Jubiläumsjahr des Balloonfestivals zufrieden?

A. Strobl: Ja, ich bin zufrieden mit dem Festival, doch das Wetter hat uns heuer ein bisschen Probleme bereitet und den Start oft verhindert. Die Ballonfahrt wird durch das Wetter gesteuert und deshalb ist es sehr wichtig, die passenden Wetterkonditionen zu haben. Das gehört aber zum Ballonfahren dazu und deshalb haben wir auch immer einen Plan B vorbereitet. Es wird Rodeln gegangen, Ski gefahren, Fackelwanderungen werden veranstaltet und dann sind da auch noch Kiter, die sobald die Heißluftballone nicht starten können, einspringen und ihre Drachen steigen lassen. Trotzdem bin ich zufrieden, da die Fahrten, die am Mittwoch, Donnerstag und am zweiten Sonntag gemacht worden sind, besonders toll waren.

Radius: Gab es dieses Jahr außer dem Südtirol-ToblachBallon noch weitere Neuigkeiten?

Alexander Strobl

A. Strobl: Ja, dieses Jahr haben wir zum ersten Mal eine Modellballontrophäe organisiert. Wir haben gute Kontakte mit dem „Deutschen Modellflieger Verband“ und so hat es dieses Jahr geklappt, einen Wettbewerb auch für die ferngesteuerten Modellballone zu organisieren. Außerdem sind wir mittlerweile imstande, Ballonfahrten das ganze Jahr über anzubieten und nicht nur im Zeitraum, in dem das Balloonfestival stattfindet. Wir sind inzwischen auch in der Lage, Prämien für Firmen anzubieten oder auch für Hochzeiten Ballone zu vermieten. Die meisten Anfragen für eine Ballonfahrt sind jedoch die für Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, aber auch für Verlobungen.

Radius: Würden Sie sonst noch gerne etwas hinzufügen?

A. Strobl: Ja, ich möchte mich noch besonders bei den Toblacher Vereinen bedanken, die heuer enorm zum Gelingen des Dolomiti Balloonfestivals beigetragen haben. So spielte der Katholische Familienverband beim Kindertag eine wesentliche Rolle. Beim Ball engagierten sich besonders die Toblacher Bauernjugend, der Hochpustertaler Amateur Fußballclub, die Feuerwehr Wahlen und die Wasserrettung aus Bruneck. Der Bauernmarkt beim Eröffnungstag wäre ohne das starke Zutun der Bauern sicherlich nicht möglich gewesen. Die Kaufleute haben die Schaufenster mit Ballons verzaubert. Der Tourismusverein und die Gastwirte haben ein eigenes Urlaubspaket

geschnürt. Die Toblacher Bäuerinnen haben die Verpflegung der Piloten beim Abschlussessen übernommen. Zahlreiche Hotels und Restaurants haben für Piloten und Passagiere eigene Arrangements gemacht. Es wurde ein gelungenes Dorffest.

Rolland Sébastien aus Frankreich bei seiner Siegesfahrt

Georg Hochko er

Tel. 0471 941 143 gra k@mediaradius.it

Dolomiti Balloonfestival Toblach 2012

Das Ballonfahren stellt eine passende Aktivität für diese wunderschöne Gegend dar und es bringt zusätzlich Gäste nach Toblach und ins Hochpustertal.

Das Balloonfestival hatte in den letzten zehn Jahren eine positive Resonanz, nicht nur von externen Besuchern, auch Einheimische begeisterten sich von Beginn an für dieses außergewöhnliche Ereignis. Die steigenden Zahlen der Besucher und Teilnehmer bestätigen auch, dass die Ausführung der Idee vom Präsidenten des OK-Teams, Alexander Strobl, sich im Laufe der vergangenen Jahre stets gesteigert hat und sich den Bedürfnissen der Besucher anzupassen wusste.

Neuigkeiten im 10. Jubiläumsjahr

Eine große Neuigkeit in diesem Jahr war der Wettkampf der Modellballonpiloten. Dieser „Gaudiwettkampf“ fand

erstmals in Toblach statt und das dank der guten Zusammenarbeit mit dem „Deutschen Modellflieger Verband“. Die Modellballone werden ferngesteuert, soweit dies möglich ist. Als Modellheißluftballonpilot kann man nur versuchen, einen guten Ausgleich an Zufuhr warmer Luft und Abkühlung zu finden, um den Ballon in die gewünschte Richtung steigen, sinken oder schweben zu lassen, aber ansonsten muss man einfach dem Wind folgen.

Eine weitere Neuigkeit beim Dolomiti Balloonfestival 2012 war der vom Briten Kaye Andrew vorgestellte „Actionman“. Die Sonderformen der Heißluftballone sind ein Hingucker und auch diese Comicfigur begeisterte schon vielerorts die Zuschauer. Dieser Ballon unterscheidet sich nicht nur im Aussehen von anderen Ballons, sondern auch in der Größe, da er mindestens doppelt so groß ist wie ein üblicher Ballon. Man benötigt mehrere helfende Hände um den Actionhelden zum Schweben zu bringen. Er hat schon viele Fahrten hinter

Seit 1987 im historischen Dorfkern von Toblach.

Restaurant

Fam. Pichler

Graf-Künigl-Straße 8 - 39034 Toblach (BZ)

Tel. +39 0474 972 022 & +39 329 441 11 96 info@winkelkeller.it - www.winkelkeller.it

Toblacher Highlights im Jahr 2012/13

• Cortina – Toblach Run am 03.06.2012

• Alta Pusteria International Choirfestival vom 20.06. bis 24.06.2012

• Gustav Mahler Musikwochen vom 14.07. bis 03.08.2012

• 36. Toblacher Nachtlauf am 14.08.2012 und traditioneller großer Festumzug am 15.08.2012

• Rollerski Worldcup vom 14. bis 16.09.2012

• Festspiele Südtirol vom 14. bis 23.09.2012

• Ältester Krampuslauf Südtirols im Dezember 2012

• Tour de Ski vom 04. bis 05.01.2013

• Dolomiti Balloonfestival vom 05. bis 13.01.2013

• 37. Pustertaler Ski-Marathon am 12. bis 13.01.2013

• 36. Volkslanglauf Toblach – Cortina am 02. bis 03.02.2013

• Großer Faschingsumzug am 07.02.2013

sich, doch leider konnte Kaye Andrew diesen Ballon auf dem Balloonfestival in Toblach nicht steigen lassen. Er wurde aber zur Freude der Zuschauer zweimal vollständig aufgeblasen. Ein weiteres Highlight der diesjährigen Edition des Dolomiti Balloonfestivals war die Einweihung des neuen Toblach-Südtirol-Ballons. Er sieht nicht nur gut aus, sondern repräsentiert das Dorf Toblach und auch ganz Südtirol. Am ersten Abend des Dolomiti Balloonfestivals wurde der neue Ballon vorgestellt, um seine Reise sofort danach antreten zu können. Fam. Kröll Silvesterstr. - 31 39034 Toblach Tel. 0474 979 072 - info@ristorante-genziana.it www.ristorante-genziana.it

Die Ehrengäste bei der Einweihung des Südtirol-Toblach-Ballons v.l.n.r.: Hochwürden Albert Ebner, Tourismusvereinspräsident Roland Sapelza, Vizelandeshauptmann Hans Berger, Bürgermeister von Toblach Guido Bocher, Kommandant der Straßenpolizei Bruneck Karl Erlacher und Direktor der Mittelschule Röd in Bruneck Falkensteiner Markus

Enzianhütte

Heute wie damals unverkennbar in Gastfreundschaft und Tradition

Schon unsere Uroma Thres wusste Ihre Gäste zu verwöhnen, so bemühen wir uns heute noch Küche und Keller traditionell weiterzuführen. Ganz besonders schätzen unsere Gäste die Wildgerichte, die Strauben und unsere hausgemachten Schnäpse. (Brennerlizenz Nr. 2 in Südtirol)

Vorspeisenwoche: 20. bis 29. April

Der „Action Man“ von Kaye Andrew (GB)

Der antike Traum des Fliegens

Es beginnt alles mit einem Urtraum des Menschen: dem Fliegen. Erste Aufzeichnungen darüber, dass die Menschen über Möglichkeiten nachdachten, in die Höhe zu steigen und sich dort fortbewegen zu können, wurden uns vom antiken Griechenland überliefert.

Damals entstanden Sagen über fliegende Geschöpfe und Götter, die mit aus Wachs und Federn gebastelten Flügeln in die Lüfte stiegen, doch noch hatte man keine Vorstellung davon, wie man effektiv in der Luft schweben und sich dort sogar fortbewegen könnte. Die Idee war die, sich der Physik des Vogels zu nähern, um wie er zu fliegen. Wenn man das betrachtet, muss dieser Wunsch des Menschen, auch wenn nicht schriftlich belegt, schon von Anbeginn der Menschheit da sein. Der Anblick eines fliegenden Geschöpfes könnte auch schon im Urmenschen eine Sehnsucht hervorgebracht haben, sich auf dieselbe Weise fortzubewegen. Wahrscheinlich hat es auch schon damals erste Versuche gegeben, die Fähigkeit der Vögel nachzuahmen, da die Nachahmung ein Instinkt des Menschen ist. Leider müssen wir aber davon ausgehen, dass die Versuche alle gescheitert sind. Fakt ist jedenfalls, dass Philosophen und Naturwissenschaftler seit der Antike darüber nachgedacht haben, ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe, den Menschen in die Lüfte tragen

zu können. Der Disput war damals sehr polarisierend, die Idealisten auf einer Seite und die rationalen Denker auf der anderen. Vor 200 Jahren hat man schließlich durch die Zusammenarbeit der beiden Seiten ein Ergebnis auf ein jahrhundertelang andauerndes Experiment gefunden.

Die Erfinder der Heißluftballone

Der Schlüssel zur Ballonfahrt lag, wie beim Apfel auf dem Kopf von Newton, in einer alltäglichen Situation. Eine so einfache und primäre Arbeit, wie das Kochen, hat den Anstoß zu einer großartigen Erfindung gegeben.

Die Wirtin bereitet gerade vor den Gästen das Abendessen zu und hebt den Topfdeckel hoch, um in die Suppe zu sehen. Sie bückt sich etwas und kommt dabei dem Feuer etwas zu nahe. Ihr Rock bläst sich für einige Millisekunden auf und ein aufmerksamer Gast hat das mitbekommen. Michel-Joseph de Montgolfier ist seit einiger Zeit mit der Frage beschäftigt, wie er und sein Bruder Etienne-Jacques, der Schwerkraft trotzen könnten, um in den Himmel zu fliegen. Die zwei Brüder sind sehr kultiviert und vor allem der Ältere beschäftigt sich gerne mit naturwissenschaftlichen Themen. Er hatte sich schon das damalige Wissen zu Gasen angeeignet und gerade auch deshalb war es zu einem Ziel von ihm geworden, in den Himmel zu steigen, doch bislang hatte Joseph den Knackpunkt noch nicht gefunden. Viele Versuche haben die beiden zusammen

gestartet, Berechnungen angestellt und Modelle erbaut, aber noch keines hatte bis jetzt Erfolg. In diesem Gasthaus aber, dessen war sich Michel-Joseph sofort bewusst, war der ent scheidende Hinweis gekommen. Sie machten sich also erneut an die Arbeit und experimentierten weiter. Am 4. Juni 1783 war die erste öffentliche Präsentation eines Modellheißluft ballons, dem Martial. Damals war noch niemand mit an Bord, erst am 19. September wurden die ersten Tiere in einen Käfig in den Ballonkorb gesetzt. Es war ein Hahn, eine Ente und ein Widder. Der Ballon wurde Reveillon getauft und auch König Ludwig XVI war beim Abheben dieses Ballons anwesend.

Testflug mit Tieren

Die Tiere waren nach der Landung kerngesund und so wurde allmählich klar, dass es dort oben auch genießbare Luft zum Atmen gab. Als diese vielen Versuche immer positivere Ergebnisse brachten, begannen die Gebrüder letztendlich mit dem Erschaffen eines großen Ballons. Es war auch schon ein Freiwilliger vorgetreten, um sich vom Ballon in den Himmel mitnehmen zu lassen. Jean Francois Pilâtre hatte als Erster den Ballon mit den Tieren nach ihrer Landung gefunden und da er ein sehr außergewöhnlicher und origineller Typ war, scheute er sich nicht davor, seine große Bewunderung zu zeigen und sich als Werkzeug der Wissenschaft benützen zu lassen. König Ludwig XVI wollte erst Kriminelle in den Ballon setzen, doch Pilâtre erhob kräftig Einspruch und ließ seine Beziehungen spielen, da er der Ansicht war, dass so ein Gesindel nicht die Ehre verdient hätte, als Erste in den Himmel zu fliegen. Am Ende hatte Pilâtre seinen Willen durchgesetzt und am 21. November 1783 erhob sich der riesige, nobel dekorierte Heißluftballon in die Lüfte. Die Gebrüder Montgolfier sahen ihren Traum endlich in Erfüllung gehen. Nach acht Kilometern sank der Ballon wieder, da die Hülle schon zu stark mit Ruß bedeckt war. Trotz des starken Qualms am Startplatz und des rußbedeckten Ballons bei der Landung, war dieser erste Flug mit Menschen sehr eindrucksvoll und begeisterte die Masse. Auch der König blieb nicht unbeeindruckt und erhob den Vater der beiden Montgolfier-Brüder, Pierre, und seine gesamten Nachfolger in den Adeligenstand und so heißen die Erfinder des Heißluftballons auch „de“ Montgolfier. Bevor er aber die Experimente der MontgolfierBrüder gesehen hatte, ließ Ludwig auch von einem anderen Versuche machen, um die von Joseph erfundene Methode zu überprüfen. Jacques Charles hatte diesen Auftrag erhalten und erbaute ebenfalls einen Ballon.

Gebrüder Mongolfier vor Jacques Charles

Er sagte zu ihm: „Danke, dass Sie uns den Weg in die Lüfte gezeigt haben“ und darauf ließ Montgolfier seinen Miniatur in die Höhe steigen und alle Menschen, die um sie geschart waren, erhoben ihre Stimmen zum Jubel. Eine wundervolle Geste, die Sportlichkeit und Fairplay ehrt und von denen man in unserer heutigen Zeit auch mehrere sehen möchte.

Der Ballon von Jacques Charles hob zwar erst nach dem der Gebrüder Montgolfier ab, erhielt jedoch mehr Resonanz. Nicht nur, weil er und Marie-Noël Robert die weitaus längere Distanz zurücklegten, sondern auch weil sie höher hinauf gestiegen sind und Charles mit seinen Steuerungskünsten überzeugt hat. Der Ballon war außerdem mit Wasserstoff gefüllt, ein sogenanntes Charlière. Zusammen sind die beiden Piloten 43 km gefahren und dann ist Charles selbst noch eine halbe Stunde geflogen. Der Wasserstoffballon hatte deshalb in naher

Die heurigen Ballonteams

Der für die Piloten wohl prestigeträchtigste Wettbewerb, Dolomiti Balloon-Trophy der so genannte „long-distance flight“, ist ein alljährliches Kräftemessen zwischen den Ballonteams um die kilometermäßig längste Fahrt im Rahmen des Dolomiti Balloonfestivals. Dabei geht es um das Ziel, die größtmöglichste Distanz ohne Zwischenlandung zurück zu legen, gemessen an der Luftlinie. Nicht selten werden Weiten erreicht, welche mit dem Auto im selben Zeitraum nie und nimmer zu schaffen wären, beispielsweise nach München, Kitzbühel, Slowenien, Venedig, Udine, usw.

Nachfolgend eine kurze Präsentation der Ballonfahrerteams 2012:

1. Paolo Barbieri (I) ist Flugdirektor des Dolomiti Balloonfestivals. 1983 fingen seine Ballonabenteuer an. Jetzt ist er Generalimporteur von Ultramagic-Balloons in Italien.

2. Wolfgang Nairz (A) ist ein Ballonpilot in Rente. Er leitete zahlreiche Expeditionen im fernen Osten, die er auch in zahlreichen Büchern veröffentlicht hat.

3. Andreas Nairz (A) haben es die Alpenüberquerungen besonders angetan, wie auch die Fahrten in Nepal, Kenia oder Finnland. In Innsbruck leitet er ein Ballonfahrtunternehmen und hat den Toblach-Südtirol-Ballon ermöglicht.

4. Hartmann Abendstein (Fin) ist schon lange Pilot. Die allerwichtigste Ballonfahrt in seinem Leben war seine erste Alleinfahrt.

5. Günther Binder (D) hat mehrere Jahre die Dolomiti Trophy gewonnen. In Deutschland leitet er ein Ballonfahrtunternehmen in der Nähe von Stuttgart.

Die Sieger der heurigen Dolomiti Balloon-Trophy v.l.: Günter

6. Helmut Galgoczy (A) fuhr dieses Jahr den neuen Toblach-Südtirol-Ballon.

7. Christian Mader (I) ist ein Südtiroler Ballonfahrer und sein Beruf ist Clown. Jede Ballonfahrt ist für ihn die wichtigste, denn zwei Mal dieselbe Fahrt gibt es nicht.

8. Michael Haberle (A) kommt aus Österreich und genießt jedes Mal die schöne Aussicht der Toblacher Bergwelt von oben.

9. Jens Klähn (D) kann auf rund 2000 Ballonfahrten zurückblicken, darunter unzählige bei Ballontreffen in ganz Europa. Er ist auch Flugzeugpilot.

1 11 2 12 4 14 3 13 5 15 6 16

Paolo Barbieri
Josep Maria Lladó Wolfgang Nairz
Stricker Hartmann Abendstein
Helmut Galgoczy Ron Van Kesteren
Binder, Rolland Sébastien und Vanneste Ramses

10. Uwe Felten mit Lothar Schneichel (D) ist seit 21 Jahren Pilot. Jede seiner über 1000 Fahrten war wichtig für ihn, da er den Passagieren damit immer viel Freude bereitet hat.

11. Josep Maria Lladó (E) ist Flugtechniker von Beruf und Geschäftsführer von Ultramagic. Er hat bereits fünf Mal das Chateau d’Oex-Wettrennen gewonnen.

12. Tom Stricker (D) ist Berufspilot. Er und sein Team waren die Titelverteidiger der Dolomiti Balloon Trophy von Toblach.

13. Komza Robertas (LI) ist ein litauischer Ballonfahrer und ihm hat es das Hochpustertal richtig angetan. Er hat in Litauen zahlreiche Meisterschaften ausgetragen.

14. Markus Pott (D) hat 1984 seine Ausbildung als Ballonpilot gemacht. Er hat schon einige Alpenüberquerungen hinter sich, ist in Mallorca und auch New Mexico Ballon gefahren.

15. Mandy Dickinson (GB) ist eine Profi-Ballonfahrerin bei Virgin Balloons. Sie hat das britische Long Jump Rennen gewonnen. Zudem hält sie den Rekord für die längste Fahrt einer britischen Frau.

16. Ron Van Kesteren (NL) erlebte eine abenteuerliche Landung im Ahrntal, wo er auf 1500 m.ü.d.M., in einem Meter Schnee landete.

17. Vanneste Ramses (B) ist noch ein junger Ballonfahrer, er war Mitglied des jüngsten belgischen Teams, das bei einem transalpinen Rennen mitgefahren ist.

18. Jurgen Dobbelaeres (B) schönste Fahrten sind die, über die Alpen, in der Schweiz und in Österreich, aber auch eine Fahrt über die syrische Wüste.

19. Eric Martens (B) ist Sicherheitsbeauftragter bei der Zivilluftfahrt und Flugtechniker. Sein Ballon hat ihn bis jetzt schon auf die Karibischen Inseln aber auch nach Thailand gebracht.

20. John Rosé (GB) ist Mitglied bei der „Oxford Balloon“, einer britischen Ballonfirma. Bis jetzt waren seine schönsten Fahrten, die Überquerung des Ärmelkanals und eine Fahrt in New Mexico.

21. Franz Taucher (D) führt ein Ballonfahrtunternehmen in Hamburg, das auch Heißluftluftschiffe und Gasballone fährt.

22. Guido Montemurro (I) hat mit Gleitschirmfliegen angefangen. Er nennt die Fahrten über die Alpen als seine schönsten, da es für ihn immer ein aufregendes Erlebnis ist, die Berge zu überqueren.

7 17 10 20 9 19 8 18

finden uns: An der Ampel Richtung Dorfzentrum, nach

Christian Mader
Vanneste Ramses
Uwe Felten
John Rosé
Jens Klähn
Eric Martens
Michael Haberle
Jurgen Dobbelaeres

23. Pascal Goldschmidt (I) ist ein Berufspilot aus Italien und bietet das ganze Jahr über Ballonfahrten in der Toskana an.

24. Klomp Georges (L) ist ein Ingenieur in der Gasverteilung. Seine Fahrten gingen nach Luxemburg, Frankreich, Belgien und Deutschland.

25. Igor Naymilov (RUS) ist Pilot und Generaldirektor einer russischen Firma. Er ist bereits mit seinem Ballon über das Uralgebirge nach Russland gefahren und tief ins Land hinein bis Kungur.

26. Raul Carbonell (E) fährt besonders gern in Spanien und Italien, wo er auch seine Liebe gefunden hat.

27. Luc Madou (B) ist Ballonpilot bei der größten Ballonfirma in Belgien, der „Madou“. Sein Ballon hat sogar eine speziell für gehbehinderte Menschen eingerichtete Einfahrt.

28. Boris Nigrowsky (RUS) ist seit 1998 Ballonpilot und fährt auch für Montgolfieres du Perigord. Er ist schon

über St. Petersburg oder auch Lissabon gefahren, oder in einer Nachtfahrt von Pordenone nach Rocamadour.

29. Kaye Andrew (GB) hat extravagant geformte Heißluftballons, mit welchen er auch schon in Japan war und dieses Jahr in Toblach hatte er einen Action-Man Ballon.

30. Ivan Vastano (I) interessierte sich im Jahr 2000 zum ersten Mal für die Heißluftballone. Ein Erlebnis für ihn war der Flug von Österreich bis in die Poebene. Er bietet mit seinem Freund Guido Montemurro Ballonfahrten in ganz Italien an.

31. Sergey Gusev (RUS) ist mit ganzem Herzen Ballonpilot und ist zum ersten Mal im Jahr 2003 abgehoben. Zu seinen schönsten Erlebnissen zählt er die Warsteiner Montgolfiaden. Alexander Butko ist Flugtechniker und es war immer sein großer Traum zu fliegen.

32. Rolland Sébastien (F) ist ein außergewöhnlicher Pilot. Er hat zweimal das Gordon Benett Rennen mit Kopilot Vincent Leys gewonnen.

Franz Taucher
Luc Madou
Guido Montemurro
Boris Nigrowsky
Klomp Georges
Ivan Vastano
Pascal Goldschmidt
Kaye Andrew
Igor Naymilov
Sergey Gusev
Raul Carbonell
Rolland Sébastien
Alle Teilnehmer des Dolomiti Balloonfestivals 2012

Rotwild – Alles andere als schreckhaft

Die 2010 gegründete Werbeagentur Rotwild aus Brixen - mit beinahe zwei Jahrzehnten Erfahrung im kreativen Bereich, versteht sich als ganzheitliche Kreativagentur, so Horst Oberrauch und Erwin Lehner, die beiden Gründer.

Der Kunde hat in „Rotwild“ einen einzigen Ansprechpartner für alle seine Werbeaktivitäten, ganz gleich ob Konzipierung, Corporate Design/Identity, Webdesign und Webmarketing, Fotografie, Kreativtexten, Außenwerbung oder Gestaltung von Drucksorten jeder Art. Auf Wunsch wird auch der Druck und der Versand an die Kunden miterledigt. Die junge Kreativagentur führt aber nicht nur aus, sondern berät im Vorfeld und erstellt auf Wunsch einen mehrstufigen und individuellen Werbeplan.

Am wichtigsten ist der Erste Schritt, den man macht Denn der bestimmt die Richtung, in die man werbemäßig geht; und dieser Schritt soll gut überlegt und durchdacht sein. Dazu gilt es, das Individuelle eines Unternehmens herauszufiltern und das Einzigartige der Dienstleistung oder des Produkts hervorzuheben. Durch die Zusammenarbeit mit

Rotwild und deren Partnern im In- und Ausland kann den zahlreichen Kunden aus Italien, Österreich und Deutschland beinahe jeder Werbewunsch erfüllt werden.

Neue und ungewöhnliche Ideen nach außen tragen

Die Vermarktung eines Produktes - mit all seinen individuellen Eigenarten - ist für jedes Unternehmen, insbesondere in einem Nischenmarkt wie Südtirol, das „Um und Auf“. Die spezielle Eigenheit eines Unternehmens zu kommunizieren, regelmäßig und nachhaltig – das verspricht eine gut geplante und durchdachte Werbeaktivität und das garantiert wiederum einen anhaltenden Erfolg für den werbenden Kunden.

Die Werbung wandelt sich

Die Zeiten der Lehrbuchkonzepte sind schon lange vorbei; doch eines hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert; es braucht auch im 21. Jahrhundert Kreativität und freies Denken, um ein gutes Werbekonzept zu erschaffen und umzusetzen.

Und dass dies bei Rotwild keine leeren Worte sind, bedarf es nur einen Blick in die Büroräumlichkeiten, welche eher einem modern eingerichteten Wohnzimmer als einem Büro ähneln. „Am Arbeitsplatz soll man sich mindestens so wohl fühlen wie zuhause und durch keine gedanklichen oder sonstigen Barrieren eingeschränkt sein“, so die Strategie der beiden Agentureigentümer. Und es gibt noch ein weiteres Erfolgsrezept: “Wir haben die besten Mitarbeiter, sind ein tolles Team und wir freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft mit unseren Kunden.“

INFO

Rotwild GmbH

Julius-Durst-Straße 20A | 39042 Brixen

Tel. 0472 612 512

info@rotwild.it | www.rotwild.it

v.l.: Erwin Lehner und Horst

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Radius Balloon Festival 2012 by athesiamedien - Issuu