Junge Menschen stellen die alte Arbeitswelt auf den Kopf: weniger Hamsterrad, mehr Leben. Zwischen Work-Life-Balance, Sinnsuche und neuen Modellen entsteht ein Wandel, der Unternehmen herausfordert – und unsere Vorstellungen von Arbeit neu definiert. Mehr dazu auf Seite 3
im Gespräch: Egon Lerchegger
Leben, um zu arbeiten, oder arbeiten, um zu leben? Hamsterrad ist out 3 Duzen oder Siezen am Arbeitsplatz?
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SO ARBEITET SÜDTIROL
Wöchentliche Insidertipps
Die Karriereleiter erklimmen
Fühlt man sich nach einigen Jahren in derselben beruflichen Rolle unterfordert, zählt ein fördernder Führungsstil, der Talente mit neuen Herausforderungen motiviert. So bleiben Nachwuchskräfte dem Unternehmen treu und können es mit ihrem Potenzial weiter bereichern. Wer langfristig aufsteigen möchte, benötigt jedoch nicht nur die Unterstützung der Vorgesetz-
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EGON LERCHEGGER
hat in Brixen die Metallfachschule besucht und anschließend bei der GKN Driveline in Bruneck eine interne Ausbildung begonnen. Mittlerweile ist er zum Produktionsleiter aufgestiegen und betreut über 100 Mitarbeitende.
In Südtirol herrscht Kostendruck und der Mangel an Angestellten sorgt in vielen Bereichen dafür, dass langfristig vermehrt auf Automation gesetzt wird. Um beruflich voranzukommen, lohnt es sich, in die eigene Weiterbildung zu investieren und Kompetenzen aufzubauen, die einen selbst unentbehrlich machen. Obwohl es in der heutigen Zeit schwieriger erscheint, ohne Abschluss bestimmte Positionen zu erreichen, ist ein Weiterkommen durchaus möglich. Besonders soziale Kompetenzen und kreative Fähigkeiten sind dabei oftmals entscheidend, da sie sich nur begrenzt erlernen lassen und zum Teil eine natürliche Begabung erfordern. Manche Fachkenntnisse hingegen können ebenfalls im betrieblichen Umfeld noch erworben werden.
Der Besuch von passenden Schulen und/oder universitären Studiengängen kann den Unternehmenseinstieg aber trotzdem erleichtern und dafür sorgen, dass man sich von den anderen Bewerbenden abhebt.
DURCH EINSATZ AUFFALLEN
Ehrgeiz, Engagement und Freude sind heute wie damals sehr gefragte Eigenschaften. Werden Ideen miteingebracht und wird durch die eigene Arbeitsleistung Interesse gezeigt, dann wird dies in der Regel von Personalverantwortlichen wahrgenommen. Auch das aktive und selbstständige Aneignen von Neuem wird geschätzt und beweist die Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft. Bewirbt man sich intern für eine höhere Stelle, wird ebendieser Eifer bei der Auswahl mitberücksichtigt.
Klappt ein gewünschter Positionswechsel nicht, sollte noch lange nicht an sich selbst gezweifelt werden. Das Einholen von Feedback kann Anreize zur Selbstoptimierung liefern, während bei regelmäßigen Mitarbeitergesprächen Gelegenheiten zur Weiterentwicklung besprochen werden können. Grundsätzlich zahlt sich Durchhaltevermögen aus, denn nicht jede Chance muss vertikal sein – manchmal eröffnet bereits ein horizontaler Weg neue Türen.
LEBEN, UM ZU ARBEITEN, ODER ARBEITEN, UM ZU LEBEN?
Hamsterrad ist out
Junge Menschen mit Masterabschluss und Top-Arbeitserfahrung im Ausland übernehmen einen Bauernhof und beginnen, Käse zu produzieren. Andere gehen in Teilzeit, leben intensiv, aber ohne große materielle Ansprüche. Wieder andere arbeiten hybrid, sind überall und nirgends zu Hause, verdienen gut, kennen aber keine zweistelligen Überstundenzahlen mehr. Und dann gibt es jene, die Workaholics sind, sich im Multitasking oder im immer gleichen Hamsterrad aufreiben und ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie eine Woche Urlaub nehmen.
Gut ausgebildete Fachkräfte langfristig binden, ist heute für viele
Unternehmen eine große Herausforderung. Viele junge Menschen haben ein anderes Verständnis von Sicheinsetzen und Leisten mit Bedingung. Arbeit soll erfüllen, aber nicht das Leben verdrängen.
LWer Arbeit heute als Sinn des Lebens betrachtet, riskiert viel: Jeder Misserfolg wird zur existenziellen Krise. Das immer höhere Tempo brennt aus und wer nicht mithalten kann, gilt als Versager, ist von Selbstzweifeln geplagt oder wird krank.
ebensmuster, Arbeitsmuster. Noch nie standen qualifizierten Erwerbstätigen so viele Möglichkeiten offen wie heute – und noch nie mussten Personalchefs und HR-Abteilungen so erfindungsreich sein, um Fachkräfte langfristig ansprechen und binden zu können. Leben, um zu arbeiten? Das zieht bei den meisten Vertreterinnen und Vertretern der Generationen Y und Z nicht mehr. Sie arbeiten, um zu leben. Wenn sie dabei auch noch einen Job finden, der sie erfüllt, umso besser. Viele junge Menschen setzen schon beim Bewerbungsgespräch den Fokus auf die LifeWork-Balance und haben keine Scheu, dies klar zu formulieren.
In der Vergangenheit war Arbeit vor allem Mühe und einer nicht privilegierten Gesellschaftsschicht vorbehalten. Hegel sah in der Arbeit ein Mittel, um die Bedürfnisse einer Gesellschaft zu befriedigen. Wer Arbeit heute als Sinn des Lebens betrachtet, riskiert viel: Jeder Misserfolg wird zur existenziellen Krise. Das immer höhere Tempo brennt aus und wer nicht mithalten kann, gilt als Versager, ist von Selbstzweifeln geplagt oder wird krank.
ARBEITEN AM WOCHENENDE ODER NACH 18 UHR? NEIN, DANKE!
Gerade im Gastgewerbe und Dienstleistungsbereich macht sich der Generationensprung bemerkbar. Nach 17 oder 18 Uhr arbeiten, am Wochenende oder an Feiertagen – dazu sind viele heute nicht mehr bereit. In den 1970er-Jahren verweigerten sich die Hippies den Werten ihrer
Vorgänger im Protest gegen eine verkrustete Gesellschaft. Heute verweigern sich viele junge Menschen tradierten Lebens- und Arbeitsmodellen. Work-Life-Balance ist das Zauberwort. Auch gut ausgebildete Fachkräfte in gut bezahlten, karriereversprechenden Jobs kehren diesen plötzlich den Rücken. Sie schrauben ihre Ansprüche zurück und setzen auf Freizeit, Familie und Lebensqualität.
Auf seiner Website wirbt der Südtiroler Sanitätsbetrieb – einer jener Bereiche, die besonders unter Fachkräftemangel leiden – wie ein Tourismusunternehmen für die Vorzüge des Lebens in Südtirol. Landschaft, Kultur- und Freizeitangebot werden in den höchsten Tönen gepriesen. Auch das ist ein Hinweis auf den Mehrwert, der heute zusätzlich zum Gehalt geboten werden muss, sowie auf die Wertstellung, die der Gestaltung des Lebens außerhalb der Arbeitszeit zukommt.
In ganz Europa hat in den letzten Jahren eine Neuordnung der Arbeitskultur eingesetzt – auch in Südtirol, zumindest in den weniger traditionell geprägten Bereichen. Mit Ausnahme vielleicht der Landwirtschaft, deren Arbeitsbedingungen stärker festgeschrieben sind. Obwohl auch viele junge Bauern neue Wege beschreiten und sich zunehmend die Frage einer ausgewogenen Work-Life-Balance stellen. Die Frage „Leben, um zu arbeiten, oder arbeiten, um zu leben?“ ist längst kein philosophisches Gedankenspiel mehr, sondern ein realer ökonomischer Konflikt. Denn die jungen Generationen fordern nicht nur eine bessere Work-Life-Balance – sie fordern ein anderes Verständnis von Arbeit. Und das nicht
Arbeit findet im Zug statt, im Coworking Space in Barcelona, auf einer Südtiroler Alm mit stabilem WLAN oder nachts im Homeoffice. Für manche ist dies Freiheit, für andere der Anfang der Entfremdung.
aus Launenhaftigkeit oder Bequemlichkeit, sondern weil sie einerseits als Kinder die völlige Vereinnahmung des Lebens durch die Arbeit bei ihren Eltern miterlebt haben und andererseits durch Schüleraustausche, Erasmus-Semester, Praktika in Kopenhagen, Gap Years in Australien oder Masterstudien in Amsterdam erfahren haben, dass Arbeit auch anders organisiert sein kann: kürzer, flexibler, produktiver, menschlicher. Länder wie Spanien, Portugal, Belgien, Island experimentieren (oder haben sie schon eingeführt) mit der 4-Tage-Woche bei gleichem Gehalt – mit eindeutigen, positiven Ergebnissen: höhere Produktivität, geringere Krankenstände, zufriedenere Beschäftigte. In Österreich wurde erst kürzlich das Forschungsprojekt „Four is more?“ abgeschlossen. Der Mehrwert der Befragten bezeichnete sie als „Frischlufthauch“.
UND WELCHER TYP BIST DU?
Die Gesellschaft von heute steckt in einem Spannungsfeld von Gegensätzen. Alles ist möglich, nichts garantiert. Auf der einen Seite Konsum, Eigentum, Reisen, Lifestyle – die Begehrlichkeiten und der Druck, bestimmten Klischees zu entsprechen, sind eher größer geworden. Andererseits treten junge Menschen in den Arbeitsmarkt, für die Karriere und eine Kreditkarte ohne Limit kein Lebensziel mehr sind. Die Zeit dem Besitz vorziehen. Die lieber auf den Berg ge-
Arbeiten irgendwo und nach eigenem Rhythmus, Pausen und dennoch produktiv. Junge Generationen fordern eine bessere Work-Life-Balance und zeigen, dass es funktioniert.
hen, als am Wochenende für mehr Geld zu arbeiten. Die Arbeit tatsächlich nur als das sehen, was sie ursprünglich war: ein Mittel zur Sicherung des Lebens – nicht zu seiner Rechtfertigung.
Aber es gibt auch noch weitere Gruppen. Eine, die es schafft, beides zu vereinen, weil sie Zugang zu modernen Arbeitsmodellen hat: Gleitzeit, Homeoffice, Jobsharing, klare Grenzen, echte Pausen. Nicht jeder Betrieb kann das bieten. Und genau deshalb entsteht eine neue Spaltung: zwischen jenen, die moderne Arbeitsbedingungen erhalten, und jenen, die in überholten Strukturen feststecken.
Und dann gibt es eine kleine Gruppe – in sehr spezifischen Arbeitsfeldern –, bei der Arbeit und Leben flexibel ineinanderfließen: hybride Arbeitsformen, Remote Work, digitale Nomadenmodelle. Für sie ist Arbeit weder Bindung noch Bürde, sondern Teil des Lebensstils. Arbeit findet im Zug statt, im Coworking Space in Barcelona, auf einer Südtiroler Alm mit stabilem WLAN oder nachts im Homeoffice. Für manche ist dies Freiheit, für andere der Anfang der Entfremdung.
DER MEHRWERT MACHT DEN UNTERSCHIED
Heute liegt das größte Problem vieler Unternehmen – auch in Südtirol – weniger im Marketing oder im Wettbewerb, sondern zunehmend im HR-Bereich. Gut ausgebildete
Termine, Zeitdruck, Stress –wer nicht mithält, ist out.
Heute liegt das größte Problem vieler Unternehmen – auch in Südtirol – weniger im Marketing oder im Wettbewerb, sondern zunehmend im HRBereich.
Fachkräfte sind rar. Man muss sie nicht nur finden, sondern auch halten. Das erfordert ein Umdenken. Es braucht Offenheit für neue Lebensmodelle und Kreativität bei der Gestaltung von Arbeitsbedingungen, die der geforderten Work-Life-Balance entsprechen und beiden Seiten Vorteile bieten. Stichwort Workation, Gleitzeit, Homeoffice, Upskilling-Programme, Firmenwagen, Jobcrafting, moderne Büroräume, Ruhezonen, Sport in der Mittagspause u. v. m. Vielleicht liegt der wahre Fortschritt unserer Zeit darin, dass wir Arbeit als einen Teil des Lebens begreifen – und nicht mehr als dessen Mittelpunkt. Arbeit soll uns erfüllen, aber nicht das Leben verdrängen. Wer gern und motiviert zur Arbeit geht und innerhalb eines korrekten Zeitrahmens gibt, was er geben kann, wird nicht nur zufriedener sein, sondern sein Leben insgesamt als stimmiger erleben. Wie in so vielem ist es auch hier eine Frage des rechten Maßes
Du oder Sie? An dieser Frage scheiden sich oft die Geister. Unser Artikel zeigt, welche Anrede sich in welcher Situation eignet.
Die Frage, ob man sich am Arbeitsplatz duzen oder siezen sollte, hat sich wohl jeder schon mal gestellt. Es ist nur eine kleine sprachliche Entscheidung, doch sie beeinflusst oft, wie wir miteinander umgehen,wiewohlwirunsfühlenundwieschnellVer-
trauen entsteht. Manche Unternehmen haben das Du inzwischen fest etabliert, andere hingegen halten am Siefest.BeideVariantenhabenihreVor-undNachteile und erst im täglichen Miteinander zeigt sich, welche Form für ein Team oder eine Situation wirklich passt.
Das Du
Viele moderne Unternehmen sind längst beim Du angekommen. Locker und dynamisch begegnet man sich beim Duzen schnelleraufAugenhöhe,dasEis bricht früher und Hierarchien fühlen sich weniger steil an. Wer schoneinmalineinemTeamgearbeitet hat, in dem alle geduzt werden, weiß: Die Stimmung wirkt sofort offener. Das Dutzen kann helfen, gewisse HemmschwellenabzubauenundKommunikation zu erleichtern. Wenn alle per du sind, fällt es leichter, Ideen offen auszusprechen, Kritik anzubringen oder schnelle Rückfragen zu stellen. Gerade für neue Mitarbeitende ist das Du eine Einladung, sofort dazuzugehören, ohne wochenlange Orientierung
und die Angst, wer wie korrekt anzureden ist. In dynamischen Projekten, in denen Entscheidungen schnell fallen müssen, kann diese Offenheit auch eine echte Zeitersparnis bedeuten. Doch das Du hat nicht nur Vorteile.NichtjedePersonfühltsich damitwohl.Mancheempfinden das Du als zu privat oder als Grenzüberschreitung, besonders wenn eine Führungskraft es automatisch erwartet und es quasi „verordnet“ wird. Duzen bedeutetnicht,dassHierarchien verschwinden. Wird ein lockerer Tonfall mit strenger Führung kombiniert, kann das schnell unauthentisch und verwirrend wirken. Wer also im Team das Du einführt, sollte immer auch aufindividuelleGrenzenachten.
Das Sie
Das Siezen gilt im deutschsprachigen Raum nach wie vor als respektvolle Grundform, vor allem in traditionellen Branchen oder größeren Organisationen. Es schafft eine gewisse professionelle Distanz, die manche als angenehm empfinden: Man muss sich nicht sofort persönlich öffnen und kann die Zusammenarbeit sortierter angehen. Das Sie gibt Orientierung und vermeidet peinliche Situationen, in denen man unsicher ist, wie nah man treten darf. Hilfreich ist es auch, wenn im Team große Altersunterschiede bestehen, es strenge Hierarchien gibt oder es häufig Kundenkontakt gibt. Auch
bei Konflikten kann das Sie eine neutrale Distanz wahren, die sachliche Diskussionen erleichtert.
Allerdings kann genau das auch Barrieren aufbauen. Für manche fühlt es sich steif oder künstlich an und gerade jüngere Mitarbeitende empfinden das Sie schnell als unnötige Hürde. In internationalen Teams sorgt es häufig eher für Verwirrung als für Klarheit, weil das formelle Sie in vielen Sprachen in dieser Form gar nicht existiert. Wer also auf das Sie setzt, sollte gleichzeitig ein Klima der Offenheit schaffen, damit es nicht wie eine Mauer wirkt.
DIE PSYCHOLOGISCHE WIRKUNG
Sprache formt Denken und Verhalten und das gilt auch für die Wahl der Anrede. Das Du kann das Gefühl von Gleichberechtigung und Zusammenhalt stärken, während das Sie Distanz und Respekt signalisiert. Wer geduzt wird, fühlt sich oft ermutigt, proaktiver zu sein, wer gesiezt wird, nimmt Entscheidungen eher als offizielle Anweisung wahr.
Gleichzeitig spielt der persönliche Charakter eine Rolle: Introvertierte Mitarbeitende bevorzugen möglicherweise das Sie, weil es ihnen Raum gibt, während extrovertierte Typen das Du als Einladung zu offener Kommunikation begrüßen. Diese Unterschiede gehören in einer guten Unternehmensführung erkannt und respektiert.
WIE SIEHT ES IN SÜDTIROL AUS?
Auch regionale Unterschiede beeinflussen die Wahl von Du oder Sie. In Deutschland ist das Siezen nach wie vor weit verbreitet, vor allem in größeren Städten und klassischen Branchen wie Banken, Behörden, der Industrie. Das fördert eine professionelle Distanz, die gerade in hierarchisch strukturierten Unternehmen geschätzt wird. In Südtirol dagegen und generell in kleineren, stärker vernetzten Regionen fällt der Wechsel zum Du oft viel schneller. In Südtirol kennen sich viele Menschen persönlich, Teams sind kleiner und Hierarchien wirken flacher. Das Du wird hier schneller als selbstverständlich angesehen und signalisiert Zugehörigkeit, ohne dass es als übergriffig empfunden wird. Es schafft gleich eine Vertrauensbasis und erleichtert vielen Südtirolern und Südtirolerinnen die Zusammenarbeit. Diese regionale Nuance zeigt, dass die Anrede nicht nur eine Frage von Unternehmenskultur ist, sondern auch sehr vom sozialen Umfeld und der gelebten Tradition vor Ort beeinflusst wird.
Im Klartext
Südtirol bildet an der Realität vorbei!
Schulen und Betriebe entfernen sich zunehmend voneinander, als würden sie in 2 verschiedenen Welten leben. Viele Ausbildungswege sind stehen geblieben und orientieren sich kaum an der Realität moderner Arbeitsplätze. Praxis fehlt, Kompetenzen fehlen – und Unternehmen fragen sich immer lauter, wofür eigentlich noch ausgebildet wird. Wenn wir so weitermachen, produzieren wir eine Generation, die formal topqualifiziert ist, aber am tatsächlichen Bedarf vorbeigeht.
HANNES MAIR
studierte Rechts-, Wirtschaftsund Politikwissenschaften an den Universitäten von Trient und Innsbruck. Er hat langjährige Berufserfahrung im Bereich Personalwesen und ist seit 2005 Geschäftsführer und Personalberater der look4U.
Eigentümer und Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, 39100 Bozen
Chefredakteur: Elmar Pichler Rolle
Projektleitung/Koordination: Sandra Prossliner
Layout und Druck: Grafische Betriebe Athesia Druck, Bozen
Foto Titelseite: Shutterstock
Versandart: als Beilage in der Samstagsausgabe der „Dolomiten“
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Die LandesberufsschulefürHandelund Grafik Gutenberg Bozen suchteine*n Hausmeister*in (m/w/d) in Vollzeit Schulwart*in (m/w/d) in Teilzeit ZweisprachigkeitsnachweisD-deutscheSprachgruppenzugehörigkeit Informationenunter Tel. 0471/562500 und lbs.bz-hg-gutenberg@schule.suedtirol.it
DieAusschreibungenunddieGesuchformularesindauchimInternet abrufbar: www.gemeinde.meran.bz.it unter Neuigkeiten/Bekanntmachungen Info: Personalamt der StadtgemeindeMeran FrauSoletti, Tel.0473/250244 FrauNalin, Tel.0473/250194
LED-BELEUCHTUNGSKONZEPTE
IM WOHNBEREICH
Effizienz,Gestaltung undWirtschaftlichkeit
Die Beleuchtung spielt im Wohnbereich eine entscheidende Rolle für Atmosphäre, Funktionalität und Wohlbefinden. Sie beeinflusst, wie wir Räume wahrnehmen, wie produktiv wir sind und wie wir entspannen. In den vergangenen Jahren hat sich die LEDTechnologie als dominierende Lichtquelle durchgesetzt. LEDs bieten nicht nur ästhetische Flexibilität, sondern auch Vorteile in Sachen Energieeffizienz, Lebensdauer und Leuchtkraft.
Ein zentrales Element eines modernen LEDBeleuchtungskonzepts ist die Zonenbeleuchtung. Wohnbereiche werden dabei in unterschiedliche Funktionsbereiche unterteilt, die individuell beleuchtet werden. So erfordert der Essbereich warmweißes Licht für eine gemütliche Atmosphäre, während Lese- oder Arbeitsplätze helles, neutralweißes Licht benötigen, das die Konzentration fördert. LEDs lassen sich problemlos dimmen, sodass unterschiedliche Lichtstimmungen ohne zusätzlichen Aufwand erzeugt werden können. Durch diese gezielte Lichtsteuerung wird nicht nur die Wohnqualität erhöht, sondern auch Energie eingespart, da nur die tatsächlich benötigte Lichtmenge erzeugt wird.
Die Leuchtkraft von LEDs ist ein weiterer entscheidender Faktor. Moderne LED-Lampen erreicht die Helligkeit herkömmlicher Glühlampen oder Halogenleuchten bei deutlich geringerem Stromverbrauch. Während eine klassische Glühlampe beispielsweise 60 Watt benötigt, erreicht eine LED mit nur 8 bis 10 Watt eine vergleichbare Lichtstärke. Dieser Unterschied macht sich nicht nur in den monatlichen Stromkosten bemerkbar, sondern auch langfristig in der Lebensdauer: LEDs erreichen oft 25.000 bis 50.000 Betriebsstunden, während herkömmliche Leuchtmittel regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Die langfristi-
ge Kostenersparnis ergibt sich somit aus einem geringeren Energieverbrauch und reduzierten Ersatzkosten.
GESTALTERISCHE MÖGLICHKEITEN
Akzentbeleuchtung und indirekte Beleuchtung eröffnen zusätzliche gestalterische Möglichkeiten. LED-Strahler oder flexible LED-Streifen setzen gezielt Möbel, Kunstwerke oder architektonische Details in Szene. Indirektes Licht hinter Möbeln, Treppenstufen oder an Sockelleisten sorgt für eine angenehme Grundstimmung, ohne zu blenden. In Verbindung mit Dimmern lässt sich die Lichtintensität jederzeit an die Tageszeit oder Stimmung anpassen, wodurch der Wohnbereich dynamisch und lebendig wirkt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Farbtemperatur. Warmweißes Licht (2700 bis 3000 Kelvin) schafft Behaglichkeit in Wohnund Schlafbereichen, neutralweißes Licht (rund 4000 Kelvin) eignet sich für Arbeitsplätze, und kaltweißes Licht (über 5.000 Kelvin) ist besonders in Funktionsräumen wie Hauswirtschafts- oder Abstellräumen sinnvoll. Der Begriff Kelvin (K) bezeichnet die Einheit der Farbtemperatur von Lichtquellen. Moderne LEDs ermöglichen eine stufenlose Anpassung der Farbtemperatur, sodass die Lichtqualität jederzeit optimal auf Aktivität und Tageszeit abgestimmt werden kann.
Im Wohnbereich sorgt die richtige Beleuchtung für Stimmung, praktische Nutzung und ein angenehmes Wohlgefühl.
MODERNE STEUERUNGEN
Die Integration von Smart-Home-Technologien bietet zusätzliche Vorteile. LED-Leuchten lassen sich per App, Sprachsteuerung oder automatisierte Szenarien steuern. So kann morgens ein sanftes, hell werdendes Licht den natürlichen Sonnenaufgang simulieren, während abends warme Lichttöne für Entspannung sorgen. Auch individuelle Szenarien wie „Filmabend“ oder „Dinner“ können auf Knopfdruck aktiviert werden, wodurch sich Lichtqualität und Raumwirkung automatisch anpassen. Neben Funktionalität und Gestaltung ist Wirtschaftlichkeit ein zentraler Vorteil von LEDs. Durch den geringen Stromverbrauch und die hohe Lebensdauer amortisieren sich Investitionskosten meist innerhalb weniger Jahre. Darüber hinaus reduzieren hochwertige LEDs die Wartungsintervalle, da Ausfälle selten sind. Gleichzeitig liefern sie eine konstante Leuchtkraft über die gesamte Lebensdauer, was bei klassischen Leuchtmitteln oft nicht der Fall ist.
Die Planung und Integration von LEDs sollte daher sorgfältig erfolgen. Unterschiedliche Lichtarten – Grund-, Zonenund Akzentbeleuchtung – lassen sich kombinieren, um sowohl ästhetische als
auch funktionale Anforderungen zu erfüllen. LEDs können unauffällig in Decken, Regalen oder Treppen integriert werden, aber auch als Design-Elemente in Form von Pendel- oder Stehleuchten genutzt werden. Farbspiele, dimmbare Leuchten und flexible Steuerung eröffnen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, die den Wohnbereich individuell prägen.
VIELE VORTEILE
Zusammenfassend lässt sich sagen: LEDBeleuchtungskonzepte im Wohnbereich vereinen Effizienz, Leuchtkraft und Gestaltungsspielraum. Sie ermöglichen eine präzise Steuerung von Lichtstimmungen, sparen Energie sowie Kosten und erhöhen die Lebensqualität. Durch gezielte Zonenbeleuchtung, Akzentsetzung, flexible Farbtemperaturen und moderne Steuerungssysteme kann jeder Wohnbereich optimal ausgeleuchtet werden – von entspannend und gemütlich bis funktional und konzentriert. Wer auf LED-Technologie setzt, profitiert also nicht nur von ästhetischen und atmosphärischen Vorteilen, sondern auch von langfristiger Wirtschaftlichkeit und Energieeinsparung.
Akzentbeleuchtung und indirekte Beleuchtung eröffnen zusätzliche gestalterische Möglichkeiten. LEDStrahler oder flexible LED-Streifen setzen gezielt Möbel, Kunstwerke oder architektonische Details in Szene. Indirektes Licht hinter Möbeln, Treppenstufen oder an Sockelleisten sorgt für eine angenehme Grundstimmung, ohne zu blenden.
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AUTOBATTERIEPFLEGE
Erkennen, messen und handeln
Eine Autobatterie versorgt das Fahrzeug im Stand mit Energie und liefert beim Starten den notwendigen
Strom für den Anlasser. Moderne Fahrzeuge nutzen häufig Absorbent-Glass-Mat-Batterien (AGM) oder Enhanced-Flooded-Batterien (EFB), da sie höheren Belastungen durch Start-Stopp-Systeme gewachsen sein müssen. Damit die Batterie zuverlässig arbeitet, ist regelmäßige Pflege entscheidend.
Zur Batteriepflege gehört eine Sichtkontrolle des Gehäuses sowie der Pole, die oft durch Feuchtigkeit oder Salz korrodieren. Leichte Ablagerungen lassen sich mit einer Drahtbürste entfernen, stärkere mit einer Mischung aus Wasser und Natron. Anschließend sollten die Pole mit etwas Polfett geschützt werden, um erneuter Korrosion vorzubeugen. Fahrzeuge, die überwiegend auf Kurzstrecken bewegt werden oder längere Standzeiten haben, profitieren von einem Erhaltungsladegerät, das die Batterie dauerhaft im optimalen Ladebereich hält.
SPANNUNGSMESSUNG
Wenn die Batterie ihren Dienst verweigert, zeigt sich das meist durch einen langsamen oder erfolglosen Startversuch, flackernde Lichter oder ein deutlich hörbares Klickgeräusch des Anlassers. In solchen Fällen hilft eine einfache Spannungsmessung mit dem Multimeter: Werte um 12,7 Volt stehen für einen guten Zustand, während Spannungen unter 12 Volt auf eine deutliche Entladung hinweisen. Sehr niedrige Werte, etwa um 11 Volt, deuten auf eine Tiefentladung oder einen Defekt hin. Zusätzlich sollte überprüft werden, ob die Lichtmaschine korrekt lädt. Liegt die Bordspannung bei laufendem Motor nicht zwischen 13,8 und 14,8 Volt, könnte das Ladesystem die Ursache sein.
Eine Fahrzeugbatterie sollte ersetzt werden, wenn sie trotz vollständiger Ladung schnell wieder an Spannung verliert.
LADEVORGANG IN BELÜFTETEM BEREICH
Eine entladene, aber intakte Batterie lässt sich mit einem automatischen Ladegerät selbst wieder aufladen. Dabei wird das rote Kabel an den Pluspol, das schwarze an den Minuspol oder einen Massepunkt am Fahrzeug angeschlossen. Der Ladevorgang sollte in einem gut belüfteten Bereich erfolgen und je nach Batteriekapazität mehrere Stunden dauern. Wenn das Fahrzeug dringend gestartet werden muss, ist Starthilfe durch Überbrückungskabel möglich. Dabei wer-
Eine entladene, aber intakte Fahrzeugbatterie lässt sich mit einem automatischen Ladegerät problemlos wieder aufladen (im Bild, unten). Leichte Ablagerungen können mit einer Drahtbürste, stärkere Verschmutzungen mit einer Mischung aus Wasser und Natron entfernt werden (im Bild, links).
den zuerst die Pluspole, anschließend der Minuspol des Spenderfahrzeugs mit einem Massepunkt des Empfängerfahrzeugs verbunden. Nach kurzem Laufenlassen startet das Fahrzeug meist problemlos. Eine Fahrzeugbatterie sollte ersetzt werden, wenn sie trotz vollständiger Ladung schnell wieder an Spannung verliert, bereits deutlich älter als 6 Jahre ist oder mehrfach tiefentladen wurde. Regelmäßige Pflege und eine rechtzeitige Diagnose verhindern Pannen und sorgen dafür, dass die Bordelektronik zuverlässig versorgt bleibt.
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