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Drei-Sterne-S-Hotel

„Murrer“ im Sarntal

Fast alles verändert, aber nichts verloren

Wer den Weg nach Weißenbach im hinteren Sarntal einschlägt, merkt schon bald, dass hier ein anderes Tempo herrscht. Die Straßen werden

enger, die Landschaft weiter. Wiesen und Wälder öffnen sich, dahinter ragen die Sarntaler Alpen auf – ruhig, kraftvoll und unverstellt. Inmitten dieser Kulisse, an einem sonnigen und

zugleich geschützten Platz, liegt das von Grund auf erneuerte und neu gedachte DreiSterne-S-Hotel „Murrer“: nahe an der Hauptstraße und doch überraschend still. Ein Ort, an

dem man nicht vorbeikommt, sondern ankommt, gerne bleibt und wiederkommt.

Das Hotel „Murrer“ ist kein Haus, das sich aufdrängt. Es fügt sich ein. Es erzählt keine

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lauten Geschichten, sondern ehrliche. Hier zählt nicht der Effekt, sondern das Gefühl –die Ruhe, die Weite und der Blick. Und vor allem die Menschen, die diesen Ort prägen.

Ein Familienbetrieb mit Haltung

Das Hotel wird von der Familie Tobanelli geführt – sichtbar, greifbar und persönlich. Denn wer als Gast und Fremder kommt, geht als Freund nach Hause und kommt gerne wieder. Jeder im Traditionsbetrieb hat seine Aufgabe, seinen Bereich und seine Verantwortung: Die Seniorchefs Karin und Luis sind die Gastgeber im Haus. Judith Tobanelli verantwortet den Spa-Bereich, kümmert sich um Wohlbefinden, Ruhe und Regeneration. Und Sohn Armin Tobanelli steht in der Küche – mit klarer Handschrift, Erfahrung und Leidenschaft am Herd.

Diese klare Aufteilung ist keine Formalität, sondern Ausdruck eines funktionierenden Miteinanders als Familie. Unterstützt werden die Tobanellis von einem kleinen, konstanten Team. Insgesamt arbeiten sechs Mitarbeitende im Betrieb; mit der Familie sind es rund zehn Personen, die das Hotel „Murrer“ am Laufen halten. Diese Überschaubarkeit prägt den Charakter des Hauses: persönlich, aufmerksam und verbindlich. Man kennt sich. Und man wird gekannt.

Ein mutiger Schritt nach vorn

Die Geschichte des Drei-Sterne-S-Hotels ist lang, doch der jüngste Wendepunkt kam be-

wusst und entschlossen. Bereits 2020 reifte die Idee, das bestehende Hotel grundlegend zu erneuern. Nicht auszubessern, sondern neu zu denken. Schnell wurde klar, dass punktuelle Veränderungen nicht ausreichen würden. Zu viele Jahrzehnte hatten ihre Spuren hinterlassen, zu viele Kompromisse waren gewachsen. Gemeinsam mit Sohn Armin entschied sich die Familie für einen radikalen, aber sauberen Schnitt: alles oder nichts. Eine Entscheidung, die von den Tobanellis Mut verlangte – und Vertrauen. Vertrauen in das Haus, in die eigene Vision und in den Weg, der vor ihnen lag. Es folgte eine intensive Phase der Planung: zeichnen, rechnen, verwerfen, neu anfangen.

Während der Corona-Zeit wurde Konzept um Konzept entwickelt, doch die Umsetzung ließ auf sich warten. Gesetzliche Rahmenbedingungen verzögerten den Baubeginn um mehrere Jahre. Geduld war gefragt. Und natürlich Durchhaltevermögen.

Umbau mit Klarheit und Konsequenz

Mitte Oktober 2024 fiel schließlich der Startschuss. Was dann folgte, war keine Renovierung, sondern eine vollständige Neuausrichtung. Das Gebäude wurde ausgehöhlt, von unten bis oben kernsaniert. 99,9 Prozent des Hauses wurden umgebaut. Nur ein einziger Raum im Erd-

geschoss blieb unangetastet: die traditionelle, holzgetäfelte Stube – bewusst bewahrt als verbindendes Element zur Vergangenheit, auf welche die Familie Tobanelli weiter aufbaut. Der dritte Stock wurde komplett neu errichtet, um eine moderne Dachkonstruktion zu ermöglichen. Grundrisse wurden neu gedacht, Abläufe optimiert, Strukturen vereinfacht. Besonders wichtig war dabei die Atmosphäre: Licht, Akustik, Raumgefühl. So ist auch das Stiegenhaus neu platziert worden, um bessere akustische Werte und mehr Ruhe im Haus zu schaffen. Die Bauarbeiten dauerten bis Mitte Juli 2025. Natürlich blieb ein Umbau dieser Größenord-

nung nicht ohne Überraschungen. Alte Mauern erzählten ihre eigenen Geschichten. Doch die Handwerker fanden Lösungen – pragmatisch, erfahren und mit einem klaren Ziel vor Augen. Der Zeitplan blieb stabil, das Projekt auf Kurs.

Bauen mit Verantwortung

Von Anfang an war klar: Der Neubeginn soll nicht nur modern sein, sondern auch verwurzelt. Deshalb legte die Familie Tobanelli großen Wert darauf, mit einheimischen Betrieben und Handwerksfirmen zu arbeiten. Kurze Wege, bekannte Gesichter, Vertrauen in Qualität und Erfahrung. Ein

besonderes Augenmerk galt den Materialien – allen voran dem Holz. Rund 80 Prozent des verbauten Holzes stammen aus dem eigenen Wald. Es wurde vor Ort geschlagen, weiterverarbeitet und direkt im Haus eingesetzt. Echtes Null-Kilometer-Holz, Nachhaltigkeit pur. Keine Symbolik, sondern gelebte Praxis mit Vorbildfunktion.

Diese Nähe zur Natur spürt man im ganzen Haus: in den Holzverkleidungen, in der Farbwahl, im Zusammenspiel von Innenraum und Landschaft. Ziel war es, das Gebäude mit der umliegenden Natur in Einklang zu bringen – nicht als Kulisse, sondern als Teil des Ganzen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Wohnen mit Ruhe und Weitblick

Im Zuge der Neugestaltung wurden alle 25 Zimmer mit insgesamt 58 Betten von Grund auf überarbeitet. Einige Räume ließ man vergrößern, andere neu strukturieren. Alle sind natürlich modern eingerichtet – klar, ruhig und hochwertig. Heute stehen den Gästen Komfort-Zimmer, Juniorsuiten und großzügige Dachsuiten zur Auswahl. Jedes Zimmer ist auch ein Rückzugsort. Ein Ort, um die Tür zu schließen, tief durchzuatmen und den Blick über die Berge schweifen zu lassen. Balkone öffnen sich zur Landschaft hin, große Fenster holen Licht und Weite ins Innere.

Nichts ist überladen, nichts laut. Die Räume sind bewusst so gestaltet, dass sie nicht dominieren, sondern tragen.

Wellness als stiller Luxus

Der neu errichtete Spa-Bereich, betreut von Judith Tobanelli, ist ein zentraler Bestandteil des neuen Hotels „Murrer“. Kein überdimensionierter Wellness-Tempel, sondern ein durchdachter Ort der Ruhe. Herzstück ist eine Panoramasauna mit rund 30 Quadratmetern und großem Fenster mit Blick auf die Sarntaler Alpen. Ergänzt wird sie durch eine Infrarotkabine, ein Dampfbad, einen Eisbrunnen sowie durch einen großzügigen Ruheraum

mit Panoramafenstern. Licht, Raum und Aussicht spielen hier bewusst zusammen. Judith bietet zudem verschiedene Massagen und Beautybehandlungen an. Individuell, ruhig, persönlich. Der Spa-Bereich ist ein beeindruckender Ort zum Verweilen, zum Nachspüren –besonders nach einem aktiven Tag in der Natur.

Eine Küche mit Erfahrung und Offenheit

Die Küche des Hauses liegt in den Händen von Küchenmeister Armin Tobanelli. Sein Werdegang ist geprägt von Vielfalt: von Drei-Sterne-Restaurants im In- und Ausland über klassische Betriebe bis hin zur

Skihütte. Seine Stationen reichen von Buenos Aires bis Bangkok – Erfahrungen, die sich heute in seiner Küche im hinteren Sarntal widerspiegeln, ohne sich aufzudrängen. Im Mittelpunkt stehen qualitativ hochwertige Lebensmittel, sorgfältig ausgewählt und respektvoll verarbeitet. Die Küche verbindet Südtiroler Klassiker mit modernen Einflüssen, öffnet sich gelegentlich auch der thailändischen Küche. Tradition trifft Neugier – ehrlich, klar und ohne Effekthascherei. Eine zentrale Rolle spielt dabei Florim Berisha, Armins rechte Hand. Er absolvierte seine Lehre bereits unter der Anleitung des Küchenmeisters und ist seit dem ersten Tag der Wiedereröffnung fixer

Bestandteil des Küchenteams. Vertrauen, Erfahrung und eingespielte Abläufe prägen die Zusammenarbeit, die sich auf dem Teller widerspiegelt.

Aktiv im Sarntal

Das Sarntal ist ein Tal der Möglichkeiten. Als flächenmäßig größte Gemeinde Südtirols bietet es eine beeindruckende Vielfalt an Wander- und Radwegen. Touren beginnen direkt vor der Haustür des Hotels „Murrer“, ebenso Fahrrad- und Motorradausflüge über das Penser Joch.

Im Winter verwandelt sich Weißenbach in ein Paradies für Wintersportler. Die Langlaufloipe startet unmittelbar am Hotel, Tourenskigeher finden zahlreiche Möglichkeiten, Rodler, Skifahrer und Snowboarder erreichen das Skigebiet Reinswald in kurzer Zeit. Die besondere Lage des Hotels ermöglicht diese Nähe zur Aktivität – und zugleich maximale Ruhe. Fernab von städtischem Lärm, in sonniger Lage, kann man die Kraft der Sarntaler Alpen nicht nur genießen, sondern regelrecht aufnehmen. Urlaub im „Murrer“ wird zum Erlebnis.

Ein Haus, das weiterdenkt

Mit der Wiedereröffnung des neuen Drei-Sterne-S-Hotels „Murrer“ ist die Entwicklung aber keinesfalls abgeschlossen – es wurden „nur“ bedeutende Weichen gestellt. Denn für die nahe Zukunft sind weitere behutsame Aufwertungen geplant: ein Garten für eigene Kräuter und Salate, ein Whirlpool auf der Wellness-Terrasse, eine Erweiterung des Speisesaals und ein Kinderspielplatz im Garten. Schritt für Schritt –immer mit Blick auf das Ganze.

Die Geschichte des Hauses

Die Geschichte des Hotels „Murrer“ reicht bis ins Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als Südtirol noch zu Österreich gehörte und in Wien Kaiser Franz Joseph I. regierte. Ein altes Foto zeigt das Anwesen aus der Zeit, als es noch ein Gasthaus mit k. k. Tabaklizenz war. Über beide Weltkriege hinweg blieb das Gebäude weitgehend unverändert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es als Trattoria und Gasthaus weitergeführt. In den 1920er-Jahren entwickelte

sich das Haus zu einem wichtigen Treffpunkt im Dorf. Pferdefuhrwerke lieferten Waren des täglichen Bedarfs an, Fuhrleute und Pferde wurden versorgt. Das Haus war Umschlagplatz, Begegnungsort und sozialer Mittelpunkt zugleich. In den späten 1950er-Jahren erfolgten eine Renovierung und Erweiterung. Den Gästen wurde ein Aufenthalt mit Vollpension ermöglicht. Ende der 1970er-Jahre wurde das Gebäude erneut umgebaut Damit entwickelte es sich zum Hotel „Murrerhof“, dem Vorläufer des heutigen Gastbetriebs.

Wenn’s perfekt sein soll.

Drei-Sterne-S-Hotel „Murrer“ Weißenbach 18 | Sarntal Tel. 0471/1390022

info@murrer.it | www.murrer.it

Cin: IT021086A1TS8Z7PRQ

Und mit dem Umbau 2024/25 wurde diese Geschichte nicht beendet – sondern fortgeführt.

Und die Familie Tobanelli wird sie weiterschreiben – das ist sicher.

Was ist das DreiSterne-S-Hotels „Murrer“?

Ein Haus, das sich verändert hat – und dennoch bei sich geblieben ist.

Ein Ort für Ruhe, Natur, ehrliche Küche und echte Gastfreundschaft.

Ein Platz im hinteren Sarntal, an dem man nicht nur zu Gast ist,

sondern sich willkommen fühlt.

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∙ Day-Spa 40 Euro p. P.

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