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Sonderdruck zur heutigen „Dolomiten“ Nr. 21/2026 – Fotoarchiv: www.hotel-bella-vista.com

Eine Architektur, welche die Natur umarmt as Projekt von Matteo Thun für das Hotel Bella Vista – Trafoi zeigt, wie Architektur, Landschaft und handwerkliche Tradition in ausgewogenem Dialog miteinander stehen. Es schafft einen Ort,

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der die Gegenwart interpretiert, ohne die Verbindung zu seinen Wurzeln zu verlieren. Die Inspiration stammt vom „Nest“, dem universellen Archetyp des Rückzugsortes: Daraus entsteht eine Architektur, die sich der Landschaft nicht

aufdrängen will, sondern ein integraler Bestandteil derselben werden möchte. Der neue Baukörper entfaltet sich wie ein leichter Organismus, geprägt von großzügigen Glasflächen, die die Grenze zwischen Innen und Außen auflösen.

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Natürlicher Luxus

enn ein renommierter Architekt für einen langjährigen Freund plant, entsteht oft mehr als ein Bauprojekt. Mit der Erweiterung des traditionsreichen Hotels Bella Vista in Trafoi hat

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Star-Architekt Matteo Thun gestaltet die Erweiterung des historischen Hotels Bella Vista – Trafoi

Matteo Thun für den ehemaligen Ski-Olympiasieger und Weltmeister Gustav Thöni einen besonderen Ort geschaffen. Dieser verbindet Architektur, Natur und Geschichte auf eindrucksvolle Weise. „Hier hat man das Gefühl, die Natur zu umarmen, und dass die Natur dich umarmt. Die Architektur hat die Aufgabe, diese Begegnung zwischen Mensch und Natur zu ermöglichen“ beschreibt Matteo Thun seine Idee. Im Sommer 2026 wurde der neue Anbau des Hotels im Herzen des Nationalparks Stilfser Joch feierlich eröffnet. Gemeinsam mit den Architektinnen

Christina Biasi-von Berg und Isabel Di Lembo, zuständig für Innenarchitektur, sowie Ing. Wolfgang Oberdörfer und Armin Angerer vom Ingenieurbüro Bauteam, welche für das Einreichprojekt, Statik und Sicherheit und Baumanagement verantwortlich waren, entstand ein Projekt, das den Charakter des historischen Hauses aus dem Jahr 1875 bewahrt und zugleich neue architektonische Maßstäbe für alpinen Tourismus setzt.

Warum wurde Matteo Thun als Architekt beauftragt, wie ist es dazu gekommen?

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Gastgeberin Petra Maria Thöni: Meinen Vater Gustav Thöni und Matteo Thun verbindet eine alte Freundschaft, die zurückgeht auf die Zeit der Jugendskirennen: Thöni und Thun sind bei den Schülermeisterschaften meist hintereinander gestartet und so lernten sie sich kennen. Die Gräfin Lena Thun heißt mit ledigem Namen Trafoier, daher war die Familie Thun immer wieder in Trafoi. Als wir das historische Hotel Bella Vista um einen Neubau erweitern wollten, lag es auf der Hand, Matteo Thun mit dem Projekt zu betrauen.

Was ist die Vision für das Hotel Bella Vista – Trafoi? Gastgeber Stephan Gander: Das Prinzip war ganz einfach: „Dieser besondere Ort braucht eine besondere Architektur.“ Das war auch die Aufgabenstellung, die wir dem Planungsteam um Matteo Thun gaben. Wir wollten eine Architektur, die in der Lage ist, unseren wunderbaren Blick auf den Ortler und die Engadiner Dolomiten ins Haus zu holen. Es sollte eine Architektur werden, die zum Ort und zu seiner spektakulären Bergwelt passt. Petra: Zudem war uns wichtig, dass das Projekt modern und

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zeitlos ist. Es sollte ein Generationenprojekt werden. Übrigens freut es uns sehr, dass sich bereits unsere Kinder mit viel Engagement in den verschiedenen Bereichen einbringen.

Was war der schwierigste Part des Projektes? Stephan: Die Bürokratie, denn die gesamte bürokratische Abwicklung, hat Zeit (knapp 10 Jahre) und Geld gekostet. Wir befinden uns hier mitten im Nationalpark. Um zu bauen, mussten unzählige Hürden überwunden werden. Einige Beispiele: Landschaftsschutz,

hydrologische und geologische Gutachten, Begutachtung durch den Landesbeirat für Landschaft und Baukultur. Viel wertvolle Zeit hat ein absurdes Verfahren vor dem Staatsrat gekostet. Erst als all diese Hürden genommen waren, konnten wir endlich mit der Umsetzung beginnen.

Mit welchen Handwerkern wurde das Projekt umgesetzt? Stephan: Uns waren die lokalen Wirtschaftskreisläufe ein wichtiges Anliegen, daher haben wir zu 100 Prozent mit lokalen Handwerkern zu-

sammengearbeitet. Mit den meisten von ihnen arbeiten wir bereits seit Jahrzehnten zusammen. Auf der Baustelle gab es ein perfektes Zusammenspiel zwischen Bauherrn, Planern, Technikern und Handwerkern, sodass wir das gesamte Projekt in Rekordzeit innerhalb von 14 Monaten umsetzen konnten. Petra: Bei dieser Gelegenheit danken wir allen Handwerkern für ihre tadellose Arbeit und den Einsatz. Ein Hoch auf die Handwerkskunst!

Wie sind die ersten Erfahrungen mit dem

neuen Hotelprojekt? Welche Art von Gästen kommt und was wird besonders geschätzt? Stephan: Wir sind sehr erfreut, dass die besondere Architektur sehr gut angenommen wird. Bereits in der Bauphase haben sich gar einige Journalisten aus dem Bereich Architektur und Design für den Bau interessiert. In der Folge sind viele interessante Publikationen erschienen: Design- und Architektur-Magazine wie etwa „AD Architectural Digest“, „Vanity Fair“, ELLE-Dekoration oder das international führende Design-Magazin

„Wallpaper“ haben publiziert. Sogar ein Architekturmedium aus Südkorea hat über uns berichtet. Es hat uns fasziniert, was diese Architektur für eine internationale Strahlkraft hat. Petra: Wir erwarten uns jetzt keine Gäste aus Südkorea, aber unser neues Hotel-Projekt hat neue und internationale Gäste nach Trafoi gebracht. Die Gäste sind begeistert vom Matteo-Thun-Design, dem neuen Wellness-Bereich mit Infinity-Pool zum Trafoi-Canyon, von unserer Gourmet-Küche und Gastfreundschaft, aber auch von der Schönheit unserer Berge.

PROJEKT

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Der Architekt und Designer Matteo Thun zum Projekt Hotel Bella Vista – Trafoi: Ihre Planung beginnt immer mit dem „Genius Loci“. Wie gehen Sie vor? Jedes Projekt beginnt mit dem, was wir den Genius Loci nennen – der einzigartigen Seele eines Ortes. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, der Landschaft Architektur aufzuzwingen, sondern ihr zuzuhören. Das bedeutet, die Natur, die lokalen Traditionen und die Materialien des Ortes zu respektieren. Die Natur sollte immer stärker sein als die Architektur, und Gebäude sollten wirken, als gehörten sie selbstverständlich genau an diesen Ort.

Wie haben Sie sich beim Hotel Bella Vista – Trafoi konkret der Seele des Ortes angenähert?

FENSTER FASSADEN

Am Fuße des Ortlers und der Engadiner Dolomiten war es unmöglich, die Natur nicht in den Mittelpunkt des Projekts zu stellen. Wir haben die Landschaft in ihrer reinsten Form angenommen und sie jede gestalterische Entscheidung leiten lassen. Daraus entstand die Idee einer Architektur, die sich beinahe selbstverständlich mit ihrer Umgebung verbindet und Teil der Landschaft werden sollte.

Wie gelingt es, dass sich ein Gebäude in die Umgebung einfügt? Die Verwendung natürlicher Materialien, insbesondere von Holz, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ebenso wichtig ist jedoch das architektonische Konzept selbst. Anstatt sich nach außen auszudehnen, richtet sich das Gebäude nach innen und erinnert

im Falle des Hotel Bella Vista – Trafoi an die schützende Form eines Nestes. Dadurch entstehen ununterbrochene Ausblicke auf die Landschaft, während die Natur ständig Teil des Gästeerlebnisses bleibt. Ob in der Lounge „Home of Gold“, dem Pool, der Sauna oder in den Zimmern – der Berg bleibt stets der eigentliche Protagonist.

Welche Atmosphäre sollen Gäste in den Räumen spüren? Mein Anliegen war die Harmonie zwischen Architektur und Natur, die hier beim Hotel Bella Vista – Trafoi auf wunderbare Weise verschmelzen: Die Atmosphäre sollte vor allem von der Umgebung geprägt werden, die Architektur fungiert als ruhiger Rahmen, der es den Gästen ermöglicht, die außergewöhnliche Landschaft

in ihrer ganzen Intensität zu erleben. Wahrer Luxus bedeutet hier, mit einem atemberaubenden Ausblick aufzuwachen und sich jederzeit mit der Natur verbunden zu fühlen.

Wie entsteht das Gefühl von Wohlbefinden und Luxus? Das Geniale an diesem Ort ist die Natur, die Stille, die Weite und die beeindruckende Bergwelt, welche die Architektur umgeben. Diese Verbindung aus Architektur und Natur schafft einen diskreten, nicht zur Schau gestellten, natürlichen Luxus. Wenn Architektur es einem ermöglicht, einen Ort in seiner reinsten Form zu erleben – wenn die Zeit langsamer vergeht und die Landschaft Teil des eigenen Inneren wird –, dann entstehen Wohlbefinden und Luxus.

Matteo Thun, Jahrgang 1952, ist Architekt und Designer. Er stammt aus Bozen in Südtirol. Thun studierte in Florenz und besuchte in Salzburg Lehrveranstaltungen des österreichischen Malers Oskar Kokoschka. Er war 1981 Mitbegründer von Sottsass Associati und der Gruppe Memphis, einem einflussreichen italienischen Designer- und Architektenkollektiv der Postmoderne. Von 1983 bis 1996 unterrichtete er Design in Wien. 1984 gründete er sein eigenes Studio, Thun & Partners, in Mailand und gestaltet fachübergreifend Architektur und Design. Er arbeitete für Swatch, Lavazza, Campari, Vapiano, Hugo Boss, Villeroy & Boch, Alessi, PORSCHE Design – zudem designte er auch verschiedene ikonische Architektur-Projekte und Hotels auf der ganzen Welt.

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Gustav Thöni mit seinen 3 Töchtern – links Susanne und Anna, rechts Petra Maria

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Wellness für Erwachsene und Familien Die Erweiterung des Hotel Bella Vista – Trafoi umfasst: 24 neue Natura-Suiten mit

wir leben licht. seit 1957

spektakulärem Blick auf den Ortler und die Engadiner Dolomiten, eine 250 m² große Lounge-Bar, welche der Sportgeschichte von Gustav Thöni und der „Valanga Azzurra“ gewidmet ist, einen neuen Wellnessbereich mit 550 m² Innenfläche und über 5000 m² Außenfläche, sechs Saunen, fünf Pools: einen Panorama-Pool, einen Infinity-Pool mit spektakulärem Blick in den Trafoi-Canyon und ein großes Whirlpool. Der Ruhebereich „Fire & Ice“ hat eine zentrale Piazza mit Feuerstelle und der einzigartigen Schnee-Dusche „SNOWSKY“, die nach einem Saunagang für wohltuende Abkühlung sorgt. Abgerundet wird das Projekt durch ein Family-Spa, mit zwei Kinderbecken und einer Erlebnisrutsche für Kinder und Jugendliche. Wöchentliche Yoga- und Pilates-Ange-

bote, Atemwanderungen oder Meditationen mit Sound-Healing greifen die Atmosphäre der Berge auf und machen sie wohltuend erlebbar. Innenarchitektur und Farbkonzept Harmonisch zum architektonischen Konzept interpretiert die von Architektin Christina Biasi-von Berg und Isabel di Lembo entwickelte Innenarchitektur die Räume als Erweiterung der umgebenden Landschaft. In den Wellnessbereichen dominieren Naturstein, helle Farbtöne und moosgrüne Akzente, die bewusst gewählt wurden, um den Blick auf die Berglandschaft freizugeben. Bereits auf dem Weg zum „Natur-SPA“ soll der Gast durch die Tonalität der Naturfarben auf das Naturerlebnis eingestimmt werden, das ihn im In-

finity-Pool erwartet, sobald er von der großartigen Natur des Trafoi-Canyons umgeben ist. „Home of Gold“ – Lounge erzählt eine Geschichte In den Gemeinschaftsbereichen hingegen verbindet sich die Erzählung mit der Geschichte von Gustav Thöni und der legendären „Valanga Azzurra“ durch die architektonische Gestaltung: Die Lounge-Bar „Home of Gold“ nutzt ein Farbkonzept, das Identität schafft und mit der Geschichte des Hauses eng verbunden ist. Es bietet Blau-, Weiß- und Rottöne, die an das Weiß des Schnees und an die blauen und roten Tore der Skirennen erinnern. Die beeindruckende Pokalsammlung von Gustav Thöni bildet den gestalterischen Rahmen und dient als Reflektor des Lichtes, das am Abend die Lounge-Bar in eine

„gold-silberne-bronzene“ Lichtstimmung verzaubert. Kulinarisches Erlebnis – inspiriert an den drei Kulturen Am Stilfser Joch begegnen sich 3 Sprachen und auch 3 Kulturen: die Südtiroler, die lombardische und jene vom Engadin/Graubünden. Auch kulinarisch gesehen bieten diese 3 Kulturen eine spannende Bandbreite von Gerichten und Geschmäckern: Küchen-Chef Andreas Wunderer, der nach seiner kulinarischen Weltreise in seine Heimat zurückgefunden hat, spielt gekonnt mit diesen drei kulinarischen Regionen. Gemeinsam mit seinem engagierten Team kreiert er fantasievoll und auf gesunde Art und Weise geschmackvolle Gerichte, die zum kulinarischen Erlebnis werden.

@Luca Visciani and Daniel Merler

okale Materialien und Handwerker Im Einklang mit der Gestaltungsphilosophie von Matteo Thun wurden beim Hotel Bella Vista – Trafoi vorrangig lokale und natürliche Materialien verwendet. Dazu gehören Zirbelkiefer, Fichte, Lärche und Eiche aus Südtirol und dem Alpenraum, lokaler Stein, vom Wasser des Trafoi-Baches geformte Elemente sowie Stoffe, die von der Tradition des Vinschgaus inspiriert sind. Eine zentrale Rolle in der Umsetzung spielten die lokalen Handwerker, die mit viel Engagement ein Meisterwerk der Südtiroler Handwerkskunst geschaffen haben.

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as Ensemble aus historischem Haus – moderner Architektur und Design – einem in die Natur eingebetteten Wellnessbereich – eindrucksvoller Bergwelt – hochwer-

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tiger Kulinarik und gelebter Südtiroler Gastfreundschaft, hat am Fuße des Ortlers ein besonderes Boutique-Hotel für Wellness-Suchende und Familien entstehen lassen. Im neuen ganzjährig beheizten Infini-

ty-Pool verschmelzen Wasser, Himmel und Berge zu einem besonderen Wohlfühl-Ort. Schwimmen und schweben inmitten der Natur mit Blick auf die Engadiner Dolomiten war noch nie schöner …

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