- Donnerstag, 2. Juli 2026
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Willkommen in ... In den kommenden Wochen stellen wir auf diesen Seiten weitere Südtiroler Gemeinden genauer vor, erklären, was sie so besonders macht, und zeigen kuriose Fakten auf. Die nächsten Ge© meinden sind Kurtatsch (16. Juli) und Bruneck (30. Juli).
as macht Schenna zu einem besonderen Lebensort – heute und in Zukunft? Bürgermeisterin Annelies Pichler (im kleinen Bild unten) spricht im Interview über den Zusammenhalt im Dorf, die Herausforderungen zwischen Tourismus und Lebensqualität sowie ihre Vision für Schenna im Jahr 2050. Dabei wird deutlich: Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung und gelebte Gemeinschaft sollen den Weg in die Zukunft prägen.
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SCHENNA „Dolomiten“: Was macht Schenna für Sie so besonders? Als Bürgermeisterin, als Bürgerin? Annelies Pichler: Für mich ist Schenna nicht nur ein „schöner Ort“. Für mich stellt die Gemeinde Lebensraum, Tradition, Natur und lebendige Gemeinschaft dar. Letztere wird vor allem von den knapp 50 Vereinen getragen, darunter allein drei Feuerwehren. Dieses große Miteinander der Bürger und Generationen prägt Schenna – und es wird das Dorf auch durch Zeiten begleiten, in denen die Herausforderungen größer werden. „D“: Die da wären? Pichler: Vorrangig die Themen, die auch das ganze Land bewegen – leistbares Wohnen, Klimaschutz, Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung. Schenna besitzt die Voraussetzungen, gemeinsam Lösungen zu finden. „D“: Was sollte man in Schenna unbedingt erlebt haben? Pichler: Natürlich die Landschaft und Berge. Mein persönlicher
Wo Gastfreundschaft eine Haltung ist
BEZIRKSGEMEINSCHAFT: Burggrafenamt
Die Gemeinde Schenna ist für Bürgermeisterin Annelies Pichler Lebensraum, Tradition, Natur und Gemeinschaft.
EINWOHNER:* 3.069
Kraftort für eine kleine, aber feine Auszeit ist der Waalweg von der Masulschlucht oberhalb von Verdins entlang des Schennerbergs bis hinein ins Naiftal. Schenner Höhepunkte sind aber vor allem dann, wenn die Bevölkerung des Dorfes sich trifft. Beispielsweise zu den Kulturwochen, bei Festen und traditionellen Anlässen (wie etwa der „Schenner Langes“, „Schenna blüht auf“ oder die „Sommerabende in Schenna“, Anm. d. Red.). Oder bei den Dankesfeiern für unsere ehrenamtlich tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich Tag für Tag für den Nächsten einsetzen. Oder auch beispielsweise bei kirchlichen Festtagen wie der Fronleichnamsprozession. Viele Veranstaltungen, bei denen die Gemeinschaft sichtbar wird, verbinden innovative Gedanken und Tradition. Ich wünsche mir für Schenna, dass „Gastfreundschaft“ weit über den Tourismus hinausgeht, dass sie eine Haltung
im Zusammenleben ist. „D“: Stichwort Tourismus. Schenna gilt in Südtirol als Tourismushochburg. In welche Richtung bewegt sich die Gemeinde diesbezüglich? Pichler: Der Tourismus spielt ohne Zweifel eine große Rolle in der Gemeinde. Aber er darf nicht unbegrenzt wachsen. Er sichert Arbeitsplätze, Einkommen. Aber er darf nicht unbegrenzt wachsen. Unser Schwerpunkt muss nun die Sicherung der guten Qualität sein und die Balance im Dorf zwischen Einheimischen und Urlaubsgästen. Ich glaube, Schenna hat einen guten Mittelweg eingeschlagen – und wurde als nachhaltige Tourismusdestination mit dem Nachhaltigkeitslabel Südtirol zertifiziert. Fazit: Wir sind ein starker Tourismusort, aber auch ein starker Lebensort. Davon profitieren auch andere Wirtschaftssektoren wie die Landwirtschaft – ein sehr wichtiger und sehr gut funktionierender Sektor, der Innovationen offen entgegentritt, wie etwa im Weinbau –, der Handel, das Handwerk und der Dienstleistungsbereich. Strukturell handelt es sich vor allem um Familienbetriebe, wodurch sich die Wirtschaft in der Gemeinde – auch in schwierigeren Zeiten – als sehr resilient erwiesen hat. „D“: Wie motiviert Schenna seine jungen Bürger, in der Gemeinde zu bleiben? Pichler: Viele junge Menschen sind stark im Dorf verwurzelt, verstärkt wird diese Verbundenheit unter anderem durch die hervorragende Jugendarbeit der
Vereine. Außerdem weist die Gemeinde eine stabile Wirtschaftslage auf, verfügt über gute Anbindungen an Meran und Bozen und tut viel für die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Stichwort Sommerbetreuung und ganzjährige Kitas. Wir haben drei Schulen in Schenna – eine Grund- und Mittelschule im Dorfzentrum, eine Grundschule in Verdins sowie eine Zwergschule in Obertall. Außerdem binden wir junge Menschen in Entscheidungen der Gemeinde mit ein – unter anderem können sie über den ständigen Jugendbeirat über wichtige Themen mitreden und mitgestalten. „D“: Was macht die Gemeinde für ihre älteren Mitbürger? Pichler: Die Qualität einer Gemeindeverwaltung zeigt sich darin, wie sie mit jenen Menschen umgeht, die das Dorf aufgebaut haben. Unser Seniorenheim befindet sich mitten im Dorf, es finden Seniorentreffen statt, und die
Tourismusverein Schenna/Helmuth Rier
Vereine organisieren viele Veranstaltungen und Ausflüge für Senioren. Mir persönlich ist es auch ein großes Anliegen, Bedingungen zu schaffen, damit Menschen so lange wie möglich selbstständig leben können. Und: Parallel zum Jugendbeirat gibt es in Schenna auch einen Seniorenbeirat.
SPRACHGRUPPEN:** 96,99 % deutsch, 2,94 % italienisch, 0,07 % ladinisch.
„D“: Wo steht Schenna 2050? Pichler: Wenn die Schenner sagen „Hier lebt es sich gut, hier besteht eine hohe Lebensraumqualität“ und „Hier hält man zusammen“, dann haben wir unser Ziel erreicht. Um langfristige strategische Leitplanken für diese Entwicklung zu setzen, haben wir das Dorfentwicklungskonzept „SCHENNA.WEITER.DENKEN“ auf den Weg gebracht. Kernaspekte des Projekts sind starke Bürgerbeteiligung, Nachhaltigkeit, zukunftsorientierte Mobilität, Gemeinde- und Ressourceneffizienz sowie Begegnungsräume. (sh) © Alle Rechte vorbehalten
FRAKTIONEN: Tschivon, Unterdorf, Oberdorf mit St. Georgen, Verdins, Tall, Schennaberg
MEERESHÖHE: 370 – 2.781 Meter ü.d.M. (Hauptort: 570 Meter ü.d.M.) FLÄCHE: 48,3 km2
NACHBARGEMEINDEN: Hafling, Kuens, Meran, Riffian, Sarntal, St. Leonhard in Passeier, Tirol PARTNERSCHAFT MIT: Stainz (A) *Stand: 31.12.2025
**Stand 2024
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Schloss Schenna
Mausoleum für Erzherzog Johann und seine Familie
Rund um Schenna laden zahlreiche Wege zum Wandern ein. Tourismusverein Schenna/Dietmar Denger
St. MarPnskirche
Vinothek | Weinverkostung Kellerführung | Weinberatung Familien- und Firmenfeier im Felsenkeller Schenna bei Meran | info@weingut-pfoestl.com T. +39 0473 230 07 60
jeden Mittwoch | 20 - 23 Uhr
SOMMERABENDE mit Live-Musik auf dem Raiffeisenplatz 20 – 21.30 Uhr Abendshopping 20 – 22 Uhr Dorfmarktl
Meisterbetrieb
www.schenna.com/events