

Kultur&Natur
IndenkommendenWochen stellenwiraufdiesenSeiten SüdtirolerGemeindengenauer vor,erklären,wassiesobeson-
dersmacht,undzeigenkuriose Faktenauf.DienächstenGemeindensindEppan(7.Mai) undSarntal(21.Mai).

DiePfarrkircheSt.PetrusundPaulusinKienswurdeindenJahren1835 bis1838erbaut.NurderTurmstammtnochausdem15.Jahrhundert. BemerkenswertsinddieDeckengemälde. herbMedia
schichte.InEhrenburgsteht SchlossEhrenburg ausdem12. Jahrhundert,einstSitzderHerren vonEhrenburgundspäterimBesitzderGrafenKünigl.Architektonischspannend:Esbestehtaus einemnahezuunveränderten mittelalterlichenTeilimSüden undeinembarockenOsttraktvon 1732.HeuteistesinPrivatbesitz undnichtzugänglich. BlicktmanvonEhrenburgzum Berghang,siehtmaneinigecharakteristischeBergbauernhöfe. Siegehörenzu Getzenberg –einemruhigenWeilermitteilsromanischenUrsprüngen.Vom einstigen HeilbadIlstern ist kaumetwasgeblieben,nureine kleineKapelle,erreichbarüber den Besinnungsweg.Wanderungenhierzeigeneindrucksvolldie harteArbeitderBergbauern;alte Hofnamenwie„Vögler“erinnern anfrühereTraditionen.
InSt.Sigmundlädthingegen der Schmetterlingsweg zueiner Wanderungein,währendder Murmeltierweg vomParkplatz
Gelenkeunteranderemzur Grünbachsee(2.258Meterüber EinkulturellesHighlightistdie PfarrkircheSt.PetrusundPaulus inKiens(1835–1838,Turm ausdem15.Jahrhundert,kürzlichrestauriert).Sehenswertsind dieWerkevonJosefRenzler,Alois StadlerundChristianRenzler. DasHochaltarbildzeigtdieKirchenpatroneüberKiens,dieauf MariamitdemKindverweisen, begleitetvomBibelzitat:„Alle eureSorgewerftaufihn,denner sorgtfüreuch.“Die Pfarrkirche vonSt.Sigmund zähltzuden schönstenBaudenkmälernSüdtirols.1363erstmalserwähnt,wurdederheutigeBau1449bis1489 errichtet.DerHochaltar(1440)ist einerderältestenundbedeutendstenFlügelaltäreSüdtirols. AndessenEntstehungwarmit dem„MeistervonSt.Sigmund“ aucheinbedeutenderMalerder Spätgotikbeteiligt.EbenfallsinSt. Sigmund:dasvorzehnJahren saniertebarocke Stöcklzur SchmerzhaftenMuttergottes, das1621erbautund1644erweitertwurde. ©AlleRechtevorbehalten
IndividuelleLuxusaufzüge


Kahlerweg6·St.Sigmund/Kiens Telefon:3495310711




Elektroinstallationen Beleuchtungsanlagen Photovoltaikanlagen Mittelspannungsanlagen
Kiens:Zukunftbauen
IMFOKUS: Umfahrung,starkeBetriebeundgezielteInvestitioneninI
Kiensinvestiertgezieltin seineZukunft:NeueVereinsräume,einzentralesSporthausundProjektefürbetreutesWohnenstehenimFokus vonBürgermeisterMarkusMitterhofer.MitderUmfahrung bis2027sollderDurchzugsverkehr–20.000Fahrzeugesind imSchnittjedenTagaufder PustertalerStraßebeiSt.Sigmundunterwegs,zurHochsaisondeutlichmehr–neugeregeltunddasDorfzentrumaufgewertetwerden.StarkeUnternehmensichernArbeitsplätze, währendInfrastruktur,EhrenamtundsozialeAngeboteden Standortnachhaltigstärken. „Dolomiten“:WasmotiviertSie alsKommunalpolitiker?Welche ThemenliegenIhnenpersönlich ganzbesondersamHerzenund warum?
MarkusMitterhofer:MeinAnliegenistesprimär,dieWünsche derBevölkerungvoranzubringen.ZudenSchwerpunktengehörtdasMesner-HausinEhrenburg.DieGemeindehatesschon seitvielenJahreninsAugegefasst,umdortRäumefürVereine zuschaffen.Außerdemsollin KienseinsogenanntesSporthaus entstehen.Indiesemsollenalle SportvereinederGemeindeunter einemDachvereintwerden,inklusiveBar.EinweiteresAnliegen istmirdieStrukturfürbetreutes WohneninSt.Sigmund(geplant sindetwasgeräumigereKleinwohnungen,indenenauchdie
HANDWERK,TOURISMUS,LANDWIRTSCHAFT

InKienstreffendörflichesAmbiente,WirtschaftstätigkeitundregeVereinstätigkeitausgeglichenaufeinander.
PflegekraftderSeniorenuntergebrachtwerdenkannunddieälterenLeutesomitrundumbetreut sind,Anm.d.Red.).Außerdem gehörendieSanierungendes KindergartensinEhrenburg,der SeniorenwohnungeninKiens, derVolksschuleunddesGemeindehauses,dietechnischeAusstattungunsererdreiFeuerwehren unddieInstandhaltungdesWegenetzeszudenPrioritäten.

MarkusMitterhoferistseitdem VorjahrBürgermeistervonKiens.


„D“:DauerbrennerUmfahrung vonKiens.
Mitterhofer:Fürdenkommenden22.MaiistderDurchstichdes Tunnelsgeplant,eineLösungfür denVerkehrdurchSt.Sigmund befindetsichinAusarbeitung. 2027solldieKienerUmfahrung fertiggestelltwerden.Dannwird eseinegroßeHerausforderung sein,dasKienerDorfzentrum–verkehrstechnisch–neuzugestalten.DennzuunserenaktuellenProblemengehörtnichtnur derVerkehrinderTalsohle.Auch dieLandesstraßevonKiensnach PfalzenwirdvonvielenAutofahrernalsAbkürzungbetrachtet, unddasführtzueinerweiteren Achse,überdiestarkerDurch-
Handwerkerzone38
I-39030KIENS/EHRENBURG
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zugsverkehrrolltunddasKiener Dorfzentrumbelastet.Wennder UmfahrungstunnelinBetrieb geht,gehtdieseStraßeandiebeidenGemeinden–danngiltes,eineakzeptableLösungaufKommunalebenezufinden.
„D“:WasmachtKiensfürSieso besonders?WassindseineStärken?
Mitterhofer:SeineMenschen. VorausschauendeKöpfeineiner gutfunktionierendenGewerbezone,sehrengagierteGastronomen,HandwerkerundLandwirte undnatürlicheinenormesVereinswesen.DreiFeuerwehren, Sportvereine,dieMusikkapelle, InstitutionenwieKVWundKFS undvieles,vielesmehr.AlsGemeinderichtenwirunserbesonderesAugenmerkdarauf,diese ehrenamtlichtätigenMitbürgerinnenundMitbürgerzuunterstützen–finanziellundstrukturell.
„D“:KiensistStandortderRubnerGruppe,vonLiftkom,KammererTankbausowieWiegeder FalkensteinerHotels&Residences…SüdtirolerParadeunter-
nehmen,dieinihrenBranchen marktführendundinternationale Playersind.WasmachtdieGemeindefürdieseBetriebeattraktiv?
Mitterhofer:DieHeimatverbundenheit.EssindKienerUnternehmer,diehierihreWurzelnhabenundausTraditionhierbleiben.UndwiralsGemeinde schaffendieRahmenbedingungen,damitdieseBetriebenicht abwandern.Etwa,wennesum Erweiterungsmöglichkeitengeht. DenndieseUnternehmenschaffenArbeitsplätzevorOrt.Wirals Gemeindeunterstützen,geben aberdenIndustrie-,Gastronomie-undHandwerksbetrieben keinewirtschaftlicheMarschroutevor.
„D“:WiemotiviertKiensseine jungenBürger,inderGemeinde zubleiben?
Mitterhofer:Kienshatflorierende BetriebemitinteressantenArbeitsplätzen.Somithabenwir auchkaumAbwanderungen. GrundsätzlichkannmanalsGemeindeaufdasThemaAbwanderungwenigEinflussnehmen. DieJugendgehtindieWelthin-
DIEZUKUNFTWIRDINHOLZGEBAUT
VielfältigaufgestellterWirtschaftsstandort KienshatsichindenvergangenenJahrzehntenzueinem wirtschaftlichbemerkenswert dichtenStandortimPustertal entwickelt.Aufnur33,84QuadratkilometernvereintdieGemeindeeineungewöhnlichhoheKonzentrationanexportstarkenLeitbetrieben,innovativen Handwerksunternehmenund stabilenklein-undmittelständischenStrukturen.Große PlayerwiedieRubnerGruppe imHolzbau(imBild)oderFalkensteinerimTourismussektor stehenstellvertretendfürdie internationaleAusrichtung, währendzahlreicheKMUals RückgratderlokalenWirtschaft fungieren. Dieüber3.000EinwohnerinnenundEinwohner(dieBevölkerungszahlhatindenvergangenenJahrenständigzugenommen)verteilensichauffünf Fraktionen,dieBevölkerungszahlwächstkontinuierlich–ein klarerIndikatorfürwirtschaftlicheAttraktivitätundBeschäftigungsmöglichkeitenvorOrt. EinerheblicherTeilderGemeindeflächewirdlandwirtschaftlichgenutzt.DiesunterstreichtdieBedeutungderPrimärwirtschaft,dienichtnur Wertschöpfunggeneriert,sondernauchalsBasisfürdenTourismusdient. DerTourismussektorselbst zähltzudenstärkstenwirtschaftlichenSäulen:Diegute ErreichbarkeitperAutooder Zug,dieNähezumKronplatz, diegroßeAnzahlprofessionellerBetriebeinderGemeinde unddasschöneAmbientemit

unzähligenWandermöglichkeitensindbeivielenGästenwichtigeBeweggründe,umnach Kienszukommen.DieBranche schafftdadurchdirekteArbeitsplätzeinBeherbergungund Gastronomiesowieindirekte EffektefürZulieferbetriebeund Dienstleister. ParalleldazuistdasHandwerk einzentralerBeschäftigungsmotor:IndenGewerbezonen, insbesondereinEhrenburg,habensichzahlreicheBetriebe angesiedelt,dieüberregional tätigsindundkontinuierlichin ErweiterungundInnovationinvestieren.
Fazit:DieWirtschaftsstruktur vonKienszeichnetsichdurch eineausgewogeneVerteilung aus:Landwirtschaft,Tourismus undHandwerkgreifenineinanderundstabilisierensichgegenseitig.Gleichzeitigsorgtdie guteVerkehrsanbindungim PustertalfüreffizienteLogistik undErreichbarkeit–einentscheidenderStandortfaktorfür exportorientierteUnternehmen. ©AlleRechtevorbehalten
aus,studiert,arbeitet–undbleibt dannimAusland,weilinSüdtirol keineentsprechendenKarrierechancenbestehen.
„D“:WasmachtdieGemeinde fürihreälterenMitbürger? Mitterhofer:Soebensinddiesogenannten„Mittagstische“für Seniorenangelaufen.Beidiesen monatlichen,geselligenTreffen wirdEssen–vonHoteliers,GastwirtenundSpendernzurVerfügunggestellt–füreinensymbolischenPreisserviert.Zudemhat sichdieGemeindeinSt.Sigmund einenBaugrundreserviert,auf demWohnungenfürSenioren, dienochselbstständigsind,ge-

Rubner: HolzkompetenzausSüdtirol- Türen,Fenster,Häuser,Brettschichtholz und Massivholzplatten.
Seitüber100Jahren
bautwerden.BetreutesWohnen wirdinZukunfteinimmerwichtigeresThema.Dennesgehtum unsere„Aufbau-Generation“,und auchdiesemussinderGesellschaftihrenPlatzfinden.Damit werdenalleGemeindenSüdtirols konfrontiert.
„D“:WostehtKiens2050?
Mitterhofer:GuteFrage.Ichhoffe,dassbisdahinkeineAbwanderungderWirtschaftstattfindet undwirunsunsereStrukturen nochleistenkönnen.Undich hoffe,dassKiensanAttraktivität gewinnt,sobaldsichdieVerkehrsumfahrungenetablierthaben.(sh) ©AlleRechtevorbehalten









Regelungs-und Steuerungstechnik




Schaltschrankbau/Elektroanlage Heizungs-,Lüftungs-und Schwimmbadtechnik

GeprüfteHeizkesselwärter Automation