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Dolo_SS_Zu Besuch in Aldein_06_08_26

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- Donnerstag, 6. August 2026

Willkommen in... In unserer Rubrik „Zu Besuch in...“ stellen wir regelmäßig Südtiroler Gemeinden genauer vor, erklären, was sie so besonders macht, und zeigen kuriose Fakten auf. Die nächste Gemeinde ist Vahrn (27. August). ©

Ruhige Natur, gute Gemeinschaft und „Aldeiner Gemütlichkeit“ INTERVIEW: Vom UNESCO-Welterbe GEOPARC Bletterbach zu traditionsreichen Museen – Was Aldein zu bieten hat ON E LISABETH T URKER .V................................................. .

aufgestellt? Oberberger Pichler: Aldein ist nach wie vor stark landwirtschaftlich geprägt, daneben gibt es zahlreiche Handwerksbetriebe. Auch der sanfte Tourismus spielt eine wichtige Rolle, wobei wir hier durchaus noch Entwicklungspotenzial sehen. Besonders freut mich, dass viele junge Menschen neue Ideen umsetzen. Neben einer Pilzzucht und einer Fischzucht entstehen immer mehr regionale Produkte, die direkt ab Hof verkauft werden – von Gemüse und Fleisch über Brot, Eier und Nudeln bis hin zu Joghurt und Marmeladen.

ALDEIN. Ruhe, Gelassenheit und ganz viel Natur: Das alles und vieles mehr bietet die Gemeinde Aldein auf dem sonnigen Hochplateau am Regglberg. Bürgermeisterin Charlotte Oberberger Pichler spricht über die hohe Lebensqualität ihrer Gemeinde, den starken Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft und warum Aldein für sie längst zur zweiten Heimat geworden ist.

„Dolomiten“: Frau Oberberger Pichler, was macht die Gemeinde Aldein für Sie so besonders? Charlotte Oberberger Pichler: Vor allem ihre Weitläufigkeit. Aldein liegt auf einem sonnigen Hochplateau, und ich genieße die vielen Sonnenstunden, die wir hier haben. Besonders schätze ich aber auch die Menschen: Die Aldeinerinnen und Aldeiner sind offen, kommunikativ, hilfsbereit und gastfreundlich. Das macht die Lebensqualität hier aus. Man kommt leicht miteinander ins Gespräch, der Zusammenhalt ist groß. Ich selbst stamme ursprünglich aus Montan, lebe aber seit fast 40 Jahren in Aldein – längst ist die Gemeinde zu meiner zweiten Heimat geworden. „D“: Was bedeutet es Ihnen, Bürgermeisterin Ihrer Gemeinde zu sein? Oberberger Pichler: Es ist eine

Aldein liegt hoch oben am sonnigen Plateau des Regglbergs.

große Verantwortung und bringt täglich neue Aufgaben mit sich. Gleichzeitig ist dieses Amt ein ständiger Lernprozess. Besonders schätze ich den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Es freut mich, gemeinsam etwas bewegen zu können und möglichst vielen Anliegen gerecht zu werden. „D“: Welcher ist Ihr persönlicher Lieblingsort in Aldein? Oberberger Pichler: Einen einzelnen Lieblingsort zu nennen, fällt mir schwer. Das Schöne an Aldein ist, dass man innerhalb weniger Minuten mitten im Wald ist. Dort findet man Ruhe, kann Kraft tanken und abschalten. Diese Nähe zur Natur macht unsere Gemeinde für mich so lebensund liebenswert.

„D“: Was sollte man in Aldein unbedingt gesehen haben? Oberberger Pichler: Wir verfügen über drei sehenswerte Museen. Im Dorfmuseum befindet sich mit dem „Schatz vom Thalhof“ eine einzigartige Sammlung sakraler Kunstgegenstände. Das Mühlenmuseum mit seiner historischen Mühle, einer wasserbetriebenen Säge und einer traditionellen Lodenstampfe vermittelt spannende Einblicke in das frühere Handwerk und lässt sich ideal mit einer Wanderung verbinden. Ein weiteres Highlight ist das Geomuseum in Oberradein, das eng mit dem GEOPARC Bletterbach verknüpft ist. Dort werden besondere Gesteine und Fossilien ausgestellt. Der Bletterbach selbst ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und

Thomas Monsorno

zählt zu den außergewöhnlichsten Naturdenkmälern Europas. Selbst die Europäische Weltraumorganisation ESA nutzt das Gebiet regelmäßig für wissenschaftliche Vorbereitungen. Besonders beliebt bei Familien ist außerdem der Saurierpfad, der Kindern die Erdgeschichte auf spielerische Weise näherbringt. „D“: Auf welche Veranstaltungen freuen Sie sich besonders? Oberberger Pichler: Ich bin langjährige Chorsängerin und freue mich deshalb auf jeden Auftritt und jede Messmitgestaltung des Kirchenchores Aldein. Außerdem ist es schön zu erleben, wie eng alle Vereine zusammenarbeiten und das Dorfleben bereichern. „D“: Wie ist Aldein wirtschaftlich

„D“: Was bietet Aldein jungen Menschen? Oberberger Pichler: Unsere Vereine leisten hervorragende Jugendarbeit. In Aldein mit seinen Ortsteilen Radein und Holen gibt es ein vielfältiges und lebendiges Vereinswesen – von Sport und Musik über Feuerwehren, Chöre, Schützen und Theater bis hin zu Jungschar und Jugendtreffs. Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen funktioniert ausgezeichnet und es ist beeindruckend, mit welchem Einsatz und Engagement sie Kinder- und Jugendarbeit leisten. „D“: Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Gemeinde? Oberberger Pichler: Ich wünsche mir, dass Aldein auch künftig ein lebenswerter Ort bleibt und wir uns weiterentwickeln, ohne unsere Wurzeln zu verlieren. Dabei sollten wir sorgsam mit unseren Ressourcen umgehen und uns unsere „Aldeiner Gemütlichkeit“ bewahren. Am meisten wünsche ich mir aber, dass die Menschen auch in Zukunft stolz darauf sind, Aldeinerinnen und Aldeiner zu sein. © Alle Rechte vorbehalten

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