Volle Kraft voraus: Der Sport im Mittelpunkt von Dr. Giovanni Podini, Präsident Südtiroler Sporthilfe Diese Sporthilfe-Gala stand im Zeichen der Olympischen Spiele. Im Februar 2026 wird Italien Austragungsort des wichtigsten Sportevents der Welt – und wir sind ein Teil davon. Die Gala hat eindrucksvoll gezeigt, was den Südtiroler Sport ausmacht: Seine Werte, seine Geschichten, seine Gesichter. Wie viele Athletinnen und Athleten unser Land mit rund 535.000 Einwohnern hervor bringt, ist außergewöhnlich. Über 300 Olympioniken hat Südtirol bereits gestellt – Sportlerinnen und Sportler, die mit Schweiß, Herzblut, Ehrgeiz und riesiger Motivation ihre Karriere aufgebaut und uns Momente geschenkt haben, die nur der Sport schenken kann. Erfolg ist kein Zufall. Er ist harte Arbeit, Ausdauer, Lernen, Aufopferung – und vor allem Leidenschaft zu dem, was man tut. Damit sich Athleten voll und ganz auf ihre Ziele konzentrieren können, braucht es ein starkes Umfeld: Eltern, Vereine, Trainer, Verbände, Förderer, Sponsoren – und die Südtiroler Sporthilfe, die ideell und materiell zur Seite steht. Die Gala hat gezeigt, dass Südtirol stark hinter seinen Sporthelden steht. Diese Leistung verdient Anerkennung: Mit Evelin Lanthaler und Jannik Sinner haben wir zwei Aushängeschilder zu den Sportlern des Jahres gekürt und noch weitere Auszeichnungen verliehen. Wir haben den Südtiroler Sport gefeiert – so wie er es sich verdient. Danke an alle Partner, Förderer und Unterstützer der Südtiroler Sporthilfe, die unsere Arbeit möglich machen und damit helfen, Träume zu verwirklichen. Nun blicken wir auf die kommenden Monate, auf die Zeit vor Olympia und auf erfolgreiche Olympische Winterspiele, bei denen unser Land zeigen kann, dass wir den Sport leben, dass unsere Athletinnen und Athleten im Mittelpunkt stehen und dass wir dieser einmaligen Chance mit Mut und Innovation begegnen. ©
„Dolomiten“-Sportlerwahl: Sinner-Mania in Meran GLANZVOLL: Tennis-Star Jannik Sinner und Naturbahnrodlerin Evelin Lanthaler lassen die Konkurrenz hinter sich – Südtirol feiert seine Spitzenathletinnen und -athleten mit der rauschenden Sporthilfe Gala im Meraner Kurhaus
Fesch: die „Dolomiten“-Sportlerin des Jahres Evelin Lanthaler (links) und die ehemalige Naturbahnrodlerin Greta Pinggera. mar
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unkt 19.45 Uhr gestern Abend im Meraner Kurhaus: Ein Raunen geht durch das Foyer. Der Grund: Tennis-Star Jannik Sinner ist im Kursaal eingetroffen. Sofort wird der Sextner von seinen Fans bestürmt, es werden unzählige Autogramme geschrieben und Selfies gemacht. Bereits zum vierten Mal in Folge haben die Südtirolerinnen und Südtiroler die Nummer 1 der TennisWeltrangliste zum „Dolomiten“Sportler des Jahres gewählt. Gemeinsam mit der Naturbahnrodlerin Evelin Lanthaler, „Dolomiten“-Sportlerin des Jahres, nahm er die Auszeichnung im Rahmen der Sporthilfe Gala auf der Bühne des Kursaals entgegen. Zahllose Sportlerinnen und Sportler haben Südtirol ein fantastisches Sportjahr mit vielen spannenden und emotionalen Momenten geschenkt. Dafür hat sich das Land nun bedankt. 21
Ein sympathischer Superstar: Tennis-Ass Jannik Sinner, „Dolomiten“-Sportler des Jahres, posierte im Meraner Kursaal geduldig für Fotos und Selfies und schrieb Autogramme. sh
Sportlerinnen, 27 Sportler und sechs Teams waren bei der 37. „Dolomiten“-Sportlerwahl nominiert. Das Ergebnis der 120.737 Stimmen von „Dolomiten“- und sportnews.bz-Leserinnen und -Lesern sowie von 42 Südtiroler Sportjournalisten war eindeutig. Jannik Sinner gewann vor SkiAss Dominik Paris und Handballer Leo Prantner. Evelin Lanthaler aus Platt in Passeier setzte sich vor den Biathletinnen Hannah Auchentaller und Dorothea Wierer durch. Zur Mannschaft des Jahres wurden die Doppelsitzer-Partnerinnen im Kunstbahnrodeln Andrea Vötter und Marion Oberhofer gekürt (mehr dazu auf den Seiten 42 bis 44). Der Sonderpreis „Sportler mit Herz by HGV“ ging an Elisabeth Egarter, Kinder- und Jugendtrainerin bei mehreren Sextner Sportvereinen.
Ein weiteres Highlight des Abends: Neun Athletinnen und Athleten, die ihre Karriere beendet haben – Evelin Lanthaler, Laura Letrari (Schwimmen), Hannes Kiem (Fußball), Martin Sonnerer (Handball), Federica Sanfilippo (Biathlon und Langlauf), Riccardo Tonetti (Ski alpin) sowie Greta Pinggera, Florian Clara und Patrick Pigneter (Naturbahnrodeln) – wurden für ihr sportliches Lebenswerk ausgezeichnet. Mit großer Freude nahmen alle Sportlerinnen und Sportler ihre Trophäen entgegen – unter anderem von „Dolomiten“-Chefredakteur Elmar Pichler Rolle, Sportlandesrat Peter Brunner, CONI-Südtirol-Präsident Alex Tabarelli, Sporthilfe-Präsident Giovanni Podini, Skilegende Gustav Thöni, der ehemaligen Wasserspringerin Tania Cagnotto und Markus Kerschbamer,
stellvertretender Chefredakteur von ORF-„Südtirol heute“. Im Anschluss an den Nervenkitzel der „Dolomiten“-Sportlerwahl, durch die Moderator Ivo Zorzi (unterstützt vom virtuellen Assistenten „Schiri“, dem Markus Frings Stimme und Mimik lieh) führte, fiel der Startschuss zur Sporthilfe Gala. Die Gäste – darunter viele Südtiroler Sport-Ikonen, Wirtschaftskapitäne und Politiker, Sportfunktionäre und begeisterte Fans – genossen das elegante Ambiente. Es wurde geplaudert und gelacht, diskutiert und festlich diniert. Musikalisch unterhielten die Ladies in Dress und DJ Patex. Organisiert wurde das Event von der Südtiroler Sporthilfe, für die Sportlerwahl zeichnete das Tagblatt „Dolomiten“ verantwortlich. Die schönsten Bilder des Abends sehen Sie auf den folgenden Seiten. © Alle Rechte vorbehalten
„Geht nicht, gibt's nicht“ von Athesia-Direktor Dr. Michl Ebner Es ist wie immer ein passender Vergleich: Südtirol ist mit seinen 535.000 Einwohnern ein Stadtteil von Mailand, Rom, München, Berlin oder Wien, die alle mehr als zwei Millionen Einwohner zählen. Stellen Sie sich vor, dass in Rom oder München Jannik Sinner, Dominik Paris, dazu Evelin Lanthaler, Doro Wierer, Fußballerin Eva Schatzer und Handballer Leo Prantner alle aus dem gleichen Viertel kommen. Womöglich Straßennachbarn sind oder in die gleiche Schule gingen. Südtirol bietet den idealen Nährboden für herausragende Sportlerinnen und Sportler. Das ist seit vielen Jahrzehnten so. Anfangs sorgten noch einzelne Ausnahmekönner wie Klaus Dibiasi, Giorgio Cagnotto und Ski-Weltmeister Carletto Senoner für Aufsehen, seit Beginn der 1970er-Jahre machte vor allem Gustav Thöni, dazu die Kunstbahnrodler und Biathleten Südtirol zu einem Begriff – und das weit über die Sportwelt hinaus. Das ist so geblieben, und wenn unser Land nach wie vor Top-Stars fast am Fließband produziert, dann hat dies ganz viel mit der Bevölkerung zu tun. Mit Eltern, die ihren Kindern alle Sportfacetten vorleben. Mit ehrenamtlichen Funktionären und Top-Trainern in den Vereinen, die es landauf landab gibt. Und später mit einer Professionalisierung gemeinsam mit der Schule, die es ermöglicht, nach oben zu kommen. Wobei: So wichtig das familiäre und das Vereinsumfeld sowie die sportlichen Infrastrukturen auch sind, entscheidend sind noch immer der Wille, der Einsatz und das Umgehen mit Rückschlägen eines jeden Sportlers selbst. Diese Aushängeschilder zeigen uns immer wieder auf's Neue, was möglich ist. Und das sich auch im beruflichen wie im privaten Leben hervorragend umsetzen lässt. Geht nicht, gibt’s nicht! Da ist viel Wahres dran! © Alle Rechte vorbehalten