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A L U Í Z I O A . S I LVA

H A N DBUCH DER V ISION F ÜR ZELLGRUPPEN EDITION


Brasilianische Originalausgabe erschienen bei: Videira, Igreja em Células, www.videira.org.br Originaltitel: Manual da Visão de Células Copyright © 2001 – Videira, Igreja em Células 1. Auflage 2008 © 2008 media!worldwidewings Bücher, Musik und NetTravel Am Eichwald 17 61231 Bad Nauheim www.worldwidewings.de e-mail: media@worldwidewings.de Bestellungen sind an oben stehende Adresse zu richten. Jede Wiedergabe oder Vervielfältigung des Textes, auch auszugsweise, bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch den Verlag/Autor. Alle Bibelzitate wurden, wenn nicht anderweitig gekennzeichnet, der Revidierten Elberfelder Übersetzung, Brockhausverlag, 1985, entnommen. Übersetzung: Ermelindo Roepke, Benjamin Schneider Lektorat: Nicole Pohlmann Satz: Manuela Sommerer, type & print, Nürnberg Umschlagsbearbeitung: Thomas Sommerer, type & print, Nürnberg Überarbeitung der Grafiken ins Deutsche: Jonathan Schirmer, Goiana Druck: Schönbach Druck, Erzhausen ISBN 978-3-9809297-6-9 Best.-Nr. 889 056 Auf die folgende überkonfessionelle Internetseite möchten wir Sie aufmerksam machen: www.dem-braeutigam-entgegen.de


INHALTSVERZEICHNIS

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INHALTSVERZEICHNIS

Bemerkung zur deutschen Ausgabe....................................................................... Einleitung .................................................................................................................11 Kapitel 1 EINE GEMEINDE AUS ÜBERWINDERN....................................15 Kapitel 2 JEDES MITGLIED IST EIN DIENER..............................................21 Kapitel 3 JEDES HAUS IST EINE ERWEITERUNG DER GEMEINDE................................................................................ 27 Kapitel 4 UNSERE GENERATION FÜR CHRISTUS EROBERN............ 33 Kapitel 5 WARUM ZELLEN?.............................................................................37 Kapitel 6 DIE ZELLEN SIND IN DER BIBEL................................................ 45 Kapitel 7 GEMEINDE IN ZELLEN ODER GEMEINDE MIT ZELLEN.....49 Kapitel 8 WAS IST EINE ZELLE?.................................................................... 55 Kapitel 9 DAS ZIEL DER ZELLE.......................................................................61 Kapitel 10 WAS IST MULTIPLIKATION?........................................................69 Kapitel 11 DIE SCHLÜSSELPERSONEN DER ZELLE...................................75 Kapitel 12 DIE FUNKTIONEN.............................................................................81 Kapitel 13 DIE JÜNGERSCHAFT UND DAS MENTORING.......................91 Kapitel 14 DIE VERSAMMLUNG DER ZELLE – DAS EIS-BRECHEN........................................................................... 99 Kapitel 15 DIE VERSAMMLUNG DER ZELLE – DER LOBPREIS UND DIE ANBETUNG.................................... 103 Kapitel 16 DIE VERSAMMLUNG DER ZELLE – DIE ERBAUUNG IM WORT GOTTES........................................ 109 Kapitel 17 DIE VERSAMMLUNG DER ZELLE – DER AUSTAUSCH ÜBER DAS WORT......................................115


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HANDBUCH DER VISION FÜR ZELLGRUPPEN

Kapitel 18 DIE VERSAMMLUNG DER ZELLE – DIE GEMEINSCHAFT.................................................................... 121 Kapitel 19 GRUNDSTRATEGIEN ZUM WACHSTUM DER ZELLE....... 127 Kapitel 20 MERKMALE EINER STARKEN ZELLE.................................... 135 Kapitel 21 DIE ETAPPEN EINER NORMALEN ZELLE..............................141 Kapitel 22 WIE BEGINNT MAN EINE ZELLE?........................................... 149 Kapitel 23 WIE KANN DIE VISION DER ZELLEN BEWAHRT WERDEN?................................................................... 155 Kapitel 24 DIE VORTEILE DER VISION.........................................................161 Kapitel 25 DIE FEINDE DER VISION............................................................. 165 Kapitel 26 PROBLEMLÖSUNG IN DER ZELLE........................................... 171 Kapitel 27 WARUM WÄCHST MEINE ZELLE NICHT?............................ 179 Kapitel 28 DIE KINDER- UND TEENAGERZELLE..................................... 183 Kapitel 29 TIPPS FÜR ZELLLEITER............................................................... 199


BEMERKUNG ZUR DEUTSCHEN AUSGABE

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BEMERKUNG ZUR DEUTSCHEN AUSGABE

Ich halte es für ein Vorrecht, Pastor Aluízio und seine Gemeinde „Videira“ (deutsch: Weinstock) zu kennen. Da ich sehr oft in den letzten sieben Jahren in Brasilien war, konnte ich das Wachstum der Gemeinde ein wenig miterleben. Die Vision ist gewaltig: „Unser Auftrag ist es, eine Gemeinde aus Überwindern zu erbauen, in der jedes Mitglied ein Diener ist und jedes Haus eine Erweiterung der Gemeinde, um so unsere Generation durch die Zellen für Jesus zu erobern.“ So gewaltig wie ihre Vision ist auch ihr Gemeindewachstum! Innerhalb von sieben Jahren ist die Gemeinde von 70 auf über 15 000 Mitglieder angewachsen. Die Vision und deren Umsetzung haben die Gemeindemitglieder aus einem kirchlichen Einmann-System mit einem passiven Kirchenbesucherdasein erlöst und in eine biblische Dynamik entlassen. Sie leben nach dem Motto: Glaube und Aktion! Aus Begeisterung und Leidenschaft betet und fastet jeder Einzelne 21 oder 40 Tage lang, und dies mehrmals im Jahr. Sie machen sich eins im Glauben für ihr gemeinsames Ziel: nämlich Menschen zu Jesus zu führen. Wo nicht nur einzelne Pastoren beten, sondern Tausende anpacken, beten, prophetisch dienen, evangelistisch unterwegs sind und für Kranke beten, da kommt eine göttliche Dynamik in die eigenen Reihen und in die Stadt. Durch die Vision hat sich die Kirche von einer Organisation in einen Organismus verwandelt. Alle setzen sich gegenseitig dafür ein, dass jeder Einzelne und alle gemeinsam zum Ziel kommen. Jeder hilft jedem zu überwinden! Verantwortung tragen ist gefragt! Sie arbeiten hart, aber voller Erwartung und in der Freude des Herrn daran, um die Ziele zu erreichen, die ihnen Gott aufs Herz gelegt hat. Jedes Gemeindemitglied ist ein Diener, und so ist der ganze Leib Jesu involviert: Alle packen mit an! Sie sind zu dem urbiblischen Gemein-


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demodell zurückgekehrt – auch damals trafen sich die Christen in verschiedenen Hauszellen. Und ich bin überzeugt, dass das den Unterschied ausmacht! Die Gemeinde macht den Leib Jesu in der brasilianischen Stadt Goiânia zu einem allgemein bekannten Begriff. In ganz Brasilien wurden in den letzten Jahren mehr als 80 Videira-Gemeinden neu gegründet. Co-Pastoren und Gemeindemitglieder, die entschlossen sind, eine neue Gemeinde zu gründen, lassen alles in Goiânia, dem Hauptsitz der Videira-Gemeinden, zurück und ziehen in eine unbekannte, oft nicht so sichere und wohlhabende Stadt, um dort wieder bei Null zu beginnen. Mit der gleichen Vision vor Augen, setzen sie alles daran, die Unerreichten zu erreichen und sie zu Jüngern zu machen! Die Vision verändert das Leben aller Gemeindemitglieder! Seien Sie darauf gespannt, welche Auswirkungen sie auf Ihr Leben und Ihre Umgebung haben wird! Kann auch Ihre Gemeinde ein biblisches, sprunghaftes Wachstum erleben? Die Lektüre dieses Handbuches wird Sie ermutigen und vielleicht sogar herausfordern, Gottes Ziele in Ihrer Gemeinde und in Ihrer Stadt zu verwirklichen. Die deutsche Ausgabe ist durch den Einsatz von Pastor Ermelindo Roepke und der intensiven und aufwendigen Lektoratsarbeit von Nicole Pohlmann zustande gekommen. Beiden sei ganz herzlich gedankt. Da viele Begriffe, die in der Vision vorkommen, so im deutschen Sprachgebrauch nicht verwendet werden, wurden lange Gespräche mit meinem Sohn Benjamin notwendig, der sich zur Zeit in der „Videira“ als Pastor ausbilden lässt. Ein großes Dankeschön für seinen Einsatz beim Klären, Überarbeiten und Neuformulieren. Hildegard Schneider Verlegerin (media!worldwidewings)

November 2007


BEMERKUNG ZUR DEUTSCHEN AUSGABE

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Sollten Sie Fragen zur Umsetzung der Vision haben oder wie Ihre eigene Gemeinde umstrukturiert oder eine neue Gemeinde auf der Basis der Vision der Zellgruppen gegründet werden könnte, setzen Sie sich mit dem Deutschland-Büro der Videira Associated Ministries (VIMHA) in Verbindung. Die „VIMHA - Videira Associated Ministries“ wurde von der brasilianischen Gemeinde „Videira“ gegründet und ist eine überkonfessionelle Organisation, die Gemeinden in verschiedenen Nationen geistliche Führung und Orientierung gibt. Ihr Ziel ist es, durch die Vision einer Gemeinde in Zellen, neue Gemeinden zu gründen und bestehende Gemeinden zuzurüsten, um in einer gemeinsamen biblischen Lehre vorwärtsgehen zu können. Weinstock Deutschland ist der deutsche Ableger der “Videira – Igreja em Células“ und hat das Ziel, die Vision einer Gemeinde in Zellen nach dem „Modell Videira“ nach Deutschland zu bringen.

Deutschland-Büro der VIMHA: Videira Associated Ministries Am Eichwald 17 · 61231 Bad Nauheim info@vimha.de · www.vimha.de


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EINLEITUNG

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EINLEITUNG

Einmal fragte ein Junge einen Mann Gottes: „Was ist Salbung?“ Der Mann Gottes lenkte die Aufmerksamkeit des Jungen auf einen Ochsen, der in einiger Entfernung graste, und vergewisserte sich: „Siehst du, dass dieser Ochse dort weidet?“ „Ja.“ „Das hat nichts mit Salbung zu tun.“ Danach beobachtete er einen Vogel, der zwitschernd auf einem Ast saß, und sagte: „Hörst du diesen Vogel zwitschern?“ „Ja.“ „Das hat auch nichts mit Salbung zu tun.“ Der Junge war nun verärgert und bestand auf einer Antwort: „Sag mir doch endlich, was Salbung ist?“ Nach einer kurzen Pause wandte sich der Mann wieder dem Jungen zu: „Wenn du einen Ochsen auf einem Ast sitzen siehst und ihn zwitschern hörst, das ist Salbung.“ Das, was die Gemeinde ausmacht, ist das Übernatürliche. Wenn Vögel, die auf Ästen zwitschern, und Ochsen, die auf der Weide grasen, alles sind, was wir haben, dann besitzen wir nicht mehr, als die Welt auch hat. Das Werk, das wirklich aus Gottes Feder stammt, muss übernatürlich, himmlisch und außergewöhnlich sein. Wie Gottes übernatürliche Kraft auch in der Gemeinde wirksam und deutlich sichtbar werden kann, dazu will das vorliegende Handbuch praktische Anleitung geben. Das Wachstum in einer Gemeinde kommt nicht daher, dass sie eine gute Struktur und eine ausgefeilte Organisation hat – auch wenn dies wichtige Komponenten sind. Wenn unser Werk aber allein aus einer guten organisatorischen Struktur bestünde, was hätten wir dann, was die Welt nicht hätte? Die Welt ist von Marketingstrategien, Qualitätsnormen, Arbeitnehmerbeteiligungen und vielen anderen ähnlichen Dingen geprägt. Doch wir können nicht einfach nur auf die Technik und die Organisation vertrauen. Wir benutzen sie lediglich wie ein Kleidungsstück, das wir angezogen haben und bei Bedarf tauschen können. Kinder wechseln die Kleidungsstücke während ihres


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Wachstums, und so wie diese ändern auch Gemeinden ihre Struktur und Organisation in dem Maße, wie sie wachsen. Wenn die Gemeinschaft, die wir praktizieren, sich in nichts von der des Rotary- oder des Lionclubs unterscheidet, was machen wir dann besonderes? Was lehren wir zusätzlich, wenn unsere Predigten sich nicht von den Redekünsten der Politik oder einer akademischen Vorlesung unterscheiden? Die Botschaft Jesu war eindeutig: Er kam nicht, um alles Bisherige aufzuheben, sondern um es zu übertreffen. Hier kommt der große Unterschied zum Vorschein: Wir müssen die Methoden der Welt übertreffen. Übertreffen meint nicht nur besser sein, sondern das Übernatürliche in unser Denken und Handeln einzubeziehen. Wir können die Welt nicht einfach mit unserer Musik anlocken, denn die Welt hat Musik, die zum Teil mit besseren Mitteln und sehr viel mehr Geld produziert wurde. Unsere Theater, Dramen und Inszenierungen erreichen die Menschen kaum, weil die Welt jene Dinge engagierter betreibt. Christliche Kleingruppen locken die „Heiden“ wenig, denn diese haben sich in Form von Selbsthilfegruppen auch schon organisiert. Und doch gibt es etwas, das keiner, aber auch kein einziger Mensch auf dieser Welt fertig bringen könnte: ein zwitschernder Ochse auf einem Ast – um in der Bildersprache des eingangs erwähnten Mann Gottes zu bleiben. Die übernatürliche Kraft, die in einer Gemeinde wie in einer christlichen Kleingruppe spürbar sein kann, schenkt Gott durch seine Salbung. Jesus sagt: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.“ (Matthäus 18,20) Ohne die Macht Gottes amüsieren wir nur die Heiligen oder verwirren sie mit unserem Aktionismus. Die Gemeinde ist nicht an diesen Planeten gebunden, ihre Herkunft ist himmlisch, genau wie das ihr eigene Leben und ihre Kraft. Alles, was nicht auf dieser geistlichen Kraft beruht, weist keine Merkmale von dem auf, wie eigentlich Gemeinde aussehen soll. gebaut werden soll. Erst durch diese Kraft wird aus der Gemeinschaft mehr als nur menschliche Beziehungen, aus einer Predigt mehr als nur ein Vortrag, aus Worten und aus Musik mehr als nur ein gesungenes Lied. Wir brauchen die Salbung Gottes, denn sie stürzt oft unsere eigene Ordnung und unsere Konzepte um. Sie strukturiert unsere Arbeit neu. Unsere Gemeinschaft sollte nicht auf der Ebene menschlicher Gemeinschaft stehenbleiben, sondern von der Art her sein wie die göttliche –


EINLEITUNG

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nämlich geistgewirkt. Unsere Predigt darf keine intellektuelle und komplizierte Vorlesung sein, sondern soll die Stimme Gottes sein, die vom Himmel über die Erde donnert. Weder auf unsere akademischen Titel, noch auf die Lautstärke, in der wir predigen, darf sich unsere Autorität stützen, sondern nur auf die des Heiligen Geistes. Wir bringen Frucht, nicht weil wir die richtigen Strategien anwenden, sondern weil wir von Gott eine Salbung besitzen. Egal wie sehr wir uns anstrengen, das Richtige zu tun, letztlich kann nur Salbung einen Ochsen zum Zwitschern bringen, und das noch hoch oben auf einem Ast. Wenn unser Dienst in den Zellen lediglich die Techniken und Dynamiken der Gruppenpsychologie reproduziert, vergeuden wir unsere Zeit. Wir sind kein Unternehmen, sondern wir sind die Gemeinde des Herrn Jesus. Ihr könnt euch die Techniken und die Methoden unserer Vision aneignen, aber denkt daran, dass die wirkliche Quelle allen Wachstums, des Lebens und jeglicher Frucht sehr viel wichtiger ist als der Schlauch (also die Strukturen). Von dieser Quelle fließt der neue Wein – die Salbung des Geistes. Jesus selbst, der Herr der Herrlichkeit, unser König und Heiland, wird diese Salbung auf dich ausgießen, die das „Ungewöhnliche“ bzw. das Übernatürliche bewirkt und Frucht hervorbringt. Diese Salbung ist es, die aus dem Leben mehr als eine Aufeinanderreihung von Ereignissen macht, ja, die ein Menschenleben zu einer Reflexion des Himmlischen werden lässt.


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Alles beginnt mit Gebet Mein Gebet ist, dass dir Gott eine besondere Erfahrung schenkt, während du dieses Handbuch studierst. Ich bete für dich, dass du die Gemeinde durch Gottes Augen siehst und von einer himmlischen Vision angesteckt wirst, nämlich dem Bau einer Gemeinde aus Überwindern. Lass dich von diesen zwei Vorstellungen begeistern: (a) die Zellen zu multiplizieren (einmal pro Jahr) und (b) unsere Generation für Christus zu erobern. Aber bevor es losgeht, nimm dir einige Minuten Zeit, und schreibe das auf, was du gerade fühlst. Nutze die Zeilen unten, um ein Gebet an Gott aufzuschreiben.


GELEITWORT

K A PI T E L 1 EINE GEMEINDE AUS ÜBERWINDERN

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HANDBUCH DER VISION FÜR ZELLGRUPPEN „Unser Auftrag ist es, eine Gemeinde aus Überwindern zu erbauen, in der jedes Mitglied ein Diener ist und jedes Haus eine Erweiterung der Gemeinde, um so unsere Generation durch die Zellen für Jesus zu erobern.“ Dies ist unser Slogan. Zuerst benennen wir unseren Auftrag: eine Gemeinde aus Überwindern zu erbauen. Eine solche Gemeinde erfüllt Gottes Absichten.

Und was sind die Absichten Gottes? Eine Gruppe von Personen zu haben, die ihm immer ähnlicher werden. Gott hat sich das so vorgestellt: Menschen, die mit seiner Lebensenergie gefüllt sind, um Seine Werke auszuführen und Seine Autorität zu zeigen, damit Er auf dieser Erde repräsentiert wird. Der Mensch wurde als ein Gefäß geschaffen, das von Gott und Seiner Liebe erfüllt ist. Damit wir Ihn in uns aufnehmen können, wurden wir wie ein Handschuh gemacht. Der Handschuh ist das Abbild der Hand und ihr ähnlich, aber die Hand ist die Wirklichkeit des Handschuhs. So wie ein Handschuh nach dem Vorbild der Hand angefertigt wird, genauso wurde der Mensch als Abbild Gottes geschaffen, mit der Absicht, „Göttliches“ in ihm wohnen zu lassen. Wenn in einem Menschen die Persönlichkeit Gottes lebendig geworden ist, wird er zu einem Werkzeug in Gottes Händen. Damit der Mensch als Werkzeug Nutzen bringt, hat Gott ihm den folgenden Befehl gegeben: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht.“ – 1. Mose 1,28

Fruchtbar sein und sich vermehren – Multiplikation Der erste Befehl, der den Menschen in der Schöpfungsgeschichte gegeben wurde, war, fruchtbar zu sein und sich zu vermehren. Für den in Jesus wiedergeborenen, neuen Menschen gilt immer noch dasselbe Schöpfungsprinzip, nämlich sich zu vermehren: Wir alle sind aufgefordert, zu evangelisieren und Jünger zu machen (Mk 16,15; Mt 28,1820). Adam hat sich als Mensch mit einem Körper vermehrt; wir aber vermehren uns durch den lebendig machenden Geist (1Ko 15,45). Adam vermehrte sich auf natürliche Art, wir uns aber auf geistliche. Adam zeugte natürliche, wir aber geistliche Kinder. Eine Gemeinde aus Über-


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windern ist folglich diejenige, die das eigentliche Vorhaben durchführt: Fruchtbar zu sein und sich zu vermehren. Ohne dieses Prinzip der Vermehrung kann Gottes Ziel nicht erreicht werde. Deswegen erfordert unsere Vision, dass sich eine Zelle mindestens einmal pro Jahr multipliziert. Der erfolgreiche Leiter multipliziert deshalb mindestens einmal pro Jahr seine Zelle.

Unterwerfen und herrschen Gott hat Adam, den ersten Menschen, nach seinem Ebenbild erschaffen. So steht es in seinem Wort. Gott hat auch dem Menschen die Autorität gegeben, in seinem Namen die Herrschaft auszuüben. Merke dir diese beiden Worte: Ebenbild und Herrschaft. Denn nur, wenn wir das Ebenbild Gottes sind, können wir herrschen. Als Seine Ebenbilder haben wir den Auftrag zu herrschen und stellvertretend im Auftrag Gottes Autorität auszuüben. Mit dem Widersacher gehen wir am Besten so um, dass wir alle Bereiche unseres Lebens unter Jesu Herrschaft stellen. Nur wenn wir dem Feind keinen Zentimeter des Bodens überlassen, können wir in jeder Situation siegreich sein (Mt 16,19; Mt 18,18; Röm 16,20). Damit erfüllen wir jenen Teil der Vision, der besagt, dass Christen Überwinder sind. Als siegreicher Überwinder hat jeder Christ den Auftrag bzw. den Dienst, durch Gebet und mit der Autorität Jesu in seinem Namen zu herrschen und zu unterwerfen. Eine Gemeinde aus Überwindern zeichnet sich also dadurch aus, dass sie wächst und sich multipliziert – aber auch herrscht, denn das entspricht dem Ebenbild Gottes. Kannst du jetzt klar sehen, aus welchen beiden Teilen die Absichten Gottes bestehen? Erstens hat der Mensch, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes, einen Dienst. Und zweitens hat er den Auftrag, sich durch den lebendig machenden Geist zu vermehren. Eine Gemeinde aus Überwindern hat die Vision, ihre Generation zu erobern.

Nicht nur gerettet, sondern Überwinder In evangelikalen Kreisen ist allgemein bekannt, dass jeder Christ ein Überwinder ist. In Römer 8,37 heißt es: „Aber in allen Dingen sind wir mehr als Überwinder, durch den, der uns geliebt hat.“ Von daher ist jeder Christ rechtmäßig ein Überwinder aufgrund des Sieges Christi


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am Kreuz. Aber die Erfahrung zeigt, dass viele wie Besiegte leben und nicht wie Sieger. Der Unterschied zwischen diesen beiden besteht darin, dass die „Überwinder-Christen“ die Bestimmung Gottes erfüllen, während die Besiegten den Auftrag Gottes für dieses Zeitalter nicht beachten und ignorieren. Die legale Position unterscheidet sich leider oft von der Position, in der man sich befindet und die man lebt. In diesem Sinne sind wir rechtmäßig schon mehr als Überwinder: Christus hat uns schon den Sieg gesichert, indem er am Kreuz den Preis für unsere Erlösung bezahlte und alle Fürsten und Mächte dieser Welt durch seinen Sieg unterwarf. Nun lebt Er in uns. Da er bereits gesiegt hat, sind wir zusammen mit ihm Überwinder und haben daher auch eine gleiche Position wie er inne. Trotzdem leben wir oft etwas ganz anderes. Wenn wir unseren Anspruch durchsetzen, leben wir tatsächlich nur aus, was uns schon rechtmäßig zusteht. Es gibt viele Christen, die rechtmäßige Erben eines großen Vermögens sind, aber in großer Armut ihr Dasein fristen: Königskinder, die wie Sklaven unterdrückt werden. In unserer Gemeindevision haben wir folgenden Slogan übernommen: „Unser Auftrag ist es, eine Gemeinde aus Überwindern zu bauen.“ Überwinder sind diejenigen, die schon im Alltag erfahren, was ihnen legitim zusteht. Es ist eine Sache gerettet zu sein, die andere jedoch, als ein Überwinder zu leben. Obwohl jeder wiedergeborene Christ rechtmäßig ein Überwinder ist, erfahren dies nicht alle. Die Wirklichkeit sieht leider so aus, dass viele Christen besiegt vor sich her vegetieren. Vielleicht stimmst du nicht mit dieser These überein und fragst mich: „Sagst du, dass ein besiegter Christ gerettet ist?“ Du musst eines verstehen: Die Bedingung, um erlöst zu werden, ist eine andere, als die, ein Überwinder zu werden. Die Errettung hat mit dem ewigen Leben zu tun, welches ein Geschenk Gottes ist und jedem, der glaubt, umsonst gegeben wird. Aber ein Überwinder zu werden, hängt mit der Belohnung im tausendjährigen Reich zusammen. Die Erlösung nimmt man im Glauben an, die Belohnung bekommt man für die Werke, die wir für Gott tun. Eine Belohnung gibt es nur für die Überwinder. Du kannst das ewige Leben und die Erlösung haben und dennoch wie ein Besiegter leben. Dies zu verstehen ist sehr wichtig. Der Lohn, den wir von Gott empfangen werden, ist nur für wenige Menschen von Bedeutung. Niemand sollte sich selbst betrügen, indem er meine, nur deshalb den Lohn zu empfangen, weil er Jesus angenom-


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men hat. Belohnung hat immer etwas mit Arbeit zu tun, die wir für Gott leisten. Die große Belohnung für Christen wird sein, mit Jesus im tausendjährigen Reich zu regieren, nachdem er wiedergekommen ist. Aber lass mich noch eins sagen: Wenn du noch nicht einmal bereit bist, eine Zelle zu leiten, wie wirst du dann mit Christus regieren können? Wenn noch nicht einmal das Verlangen besteht, den Auftrag zu erfüllen, in dem man zum Beispiel seine Zelle einmal pro Jahr multipliziert, wie will man dann eine Belohnung erwarten? In einer Gemeinde aus Überwindern ist jedes Mitglied ein Diener und hat einen Dienst. Alle stellen sich zur Verfügung, eine Zelle zu leiten und sich als Zelle einmal pro Jahr zu multiplizieren. Eines der Zeichen dafür, dass wir es schaffen, eine Gemeinde aus Überwindern zu sein, ist, dass sich die Zellen multiplizieren.

Wenn du die Vision der Überwinder besser verstehen willst, lies: Watchman Nee: O dano da segunda morte (Der Schaden des 2. Todes) , Árvore da Vida, 1996 The King and the Kingdom of Heaven, Christian Fellowship Publishers, 1978 Aids to Revelation, Chistian Fellowship Publishers, 1978 Interpreting Matthew, Christian Fellowship Publishers, 1978 Sammlung des Evangeliums Gottes, Árvore da Vida, 1993 A Igreja gloriosa (Die glorreiche Gemeinde), Árvore da Vida, 1991 A ortodoxia da Igreja, (Die Orthodoxität der Gemeinde), Árvore da Vida, 1990


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