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Mein Dank gilt Fredo Thomas, der mich ermutigt hat, meine Gedanken als Buch niederzuschreiben. Mein Dank gilt Inge Stimming und Nicole Pohlmann, die das Manuskript mit viel Liebe und Hingabe Ăźberarbeitet haben.


Mach` dich bereit, meine Tochter, steh auf, es ist Zeit! Du wirst auf Berge gehen und Gipfel sehen Von denen du heute noch keine Vorstellung hast Du wirst mit dem Herrn über Höhen gehen Geschwind und am Seil seiner Liebe Hast du dir nicht eine Liebesgeschichte Mit dem Herrn gewünscht Du wirst sie Erleben ER wird dich auf Händen tragen Durch tausend Seelen Du wirst seine Herrlichkeit schauen Knie nieder und bete an Wir werden den Gipfel erstürmen Zu zweit und dann kommen die Hochtäler voller Blumen Und der Tau wird glitzern voller Edelsteine Mach dich bereit meine Tochter Steh auf Es ist Zeit Gib mir die Ehre die volle Ehre Nur mir allein gebührt die Ehre Ich werde sie mit niemandem teilen Ich bin ein eifersüchtiger GOTT ICH WERDE ÜBER DIR WACHEN

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Vorwort

„Dem Bräutigam entgegen“ ist ein aktuelles bewegendes Buch, das den Leser nicht unberührt lässt. Es öffnet unser Herz für alles, was der Heilige Geist dem Volk Gottes sagen will, indem es an uns appelliert, Gemeinschaft mit Jesus zu suchen. Aus Hingabe an ihn werden sich unerwartete Türen öffnen. Wir sind berufen, seine Pläne und Absichten zu erkennen und seine Wege zu gehen. Hildegard Schneider hat ihr Herz geöffnet und nimmt uns mit auf ihre geistliche Reise. Sie führt uns Schritt für Schritt in tiefere Offenbarung Christi. Sie zeigt auf, was es uns bedeutet, ihm in wahrer Jüngerschaft nachzufolgen: Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus berichtet sie uns, welchen Preis es sie gekostet hat – welche Veränderung, welcher Segen, welche Siege sich dann in ihrem Leben und dem ihrer Familie ereigneten. In den Bibelauslegungen und Zeugnissen offenbart Hildegard ihr Herz für den Herrn und für sein Volk Israel. Dieses Buch kann für uns die Stimme des Herrn sein, die an die Tür unseres Herzens klopft und zu einem aufregenden Abenteuer mit ihm ruft. Wenn du seine Stimme hörst und ihm die Tür aufmachst, wird er zu dir hinein kommen und mit dir essen und du mit ihm. Wenn wir alles hinter uns lassen, um ihn kennenzulernen, ist das Leben, was er uns geben will, für unseren Verstand nicht zu fassen. Jesus sehnt sich danach, uns seinen Pulsschlag hören zu lassen – und alles für uns zu sein, was wir jemals brauchten. Unser Herz wird brennen, wenn uns die 9


DEM BRÄUTIGAM ENTGEGEN

Schriften aufgetan werden und wir verstehen, was der Herr für die bereitet hat, die ihn lieben. In diesem Buch tritt der Leser eine prophetische Reise an, um Jesu Vielseitigkeit zu sehen: in der Errettung, Heilung, Versorgung, Befreiung, „erfolgreichen“ Evangelisation und Veränderung unserer Städte; schließlich geht es darum, Jesus als unseren Bräutigam und als den Liebhaber unserer Seele zu entdecken. „Dem Bräutigam entgegen“ wird unser Herz erwärmen, unseren Augen Licht geben, unsere Schritte führen und unseren Glauben stärken. Es wird uns helfen, mit dem Heiligen Geist zusammen zu arbeiten, der uns darauf vorbereitet, als Braut Christi mit ihm jetzt und für immer zu regieren. Dieses Buch ist prophetisch, persönlich, inspirierend und praktisch. Es bringt uns auf eine neue Ebene der Möglichkeiten zu erleben, was es bedeutet, Jesus zu lieben und im Geist mit ihm eins zu sein. Kay Chance im Januar 2006

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Inhaltsverzeichnis TEIL I: Jesus – kennen wir ihn? ........................................13 TEIL II: Die Persönlichkeit Jesu .........................................21 1. Jesus, unser Erretter.......................................................23 2. Jesus, der Herr unseres Lebens ....................................25 3. Jesus, unser Versorger ...................................................35 4. Jesus, unser Arzt und Heiler ........................................39 5. Jesus, unser Befreier ......................................................41 6. Jesus, unser Vorbild als Priester ...................................47 7. Jesus beruft uns zu Menschenfischern ........................55 8. Jesus bildet uns als Jünger aus ......................................65 9. Jesus nimmt uns hinein in seine Leidensgemeinschaft.............................................71 10. Jesus, der Liebhaber unserer Seele ...............................85 11. Jesus, unser Bräutigam ..................................................89 12. Jesus beauftragt uns, mit ihm zu regieren – letzte Vorbereitungen ..................................................101 TEIL III: Unser Bräutigam – sein Sehnen nach persönlicher Nähe und die Antwort der Braut ..................................................109 1. Zeit der Gemeinschaft . ............................................... 111 2. Sprechen in anderen Zungen ...................................... 113 3. Ein absolutes und bedingungsloses Ja zur Wüste .... 115 4. Gebet um Einheit ........................................................ 117 5. Die Braut erkennt Jesus im Abendmahl . ..................125 Gedicht: Folge mir..............................................................137 11


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Jesus – kennen wir ihn?


JESUS SEHNT SICH DANACH, DASS WIR IHN PERSÖNLICH KENNEN LERNEN


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Jesus – kennen wir ihn?

Liebe auf den ersten Blick – ein Mann und eine Frau verlieben sich ineinander. Es gibt nur noch einen Gedanken: „Wann werde ich SIE, wann werde ich IHN wieder sehen?“ In ihrem Terminkalender steht seit Wochen nur EIN Name geschrieben, und in seinem sieht es nicht anders aus. Noch nie hat sie sich so geliebt gefühlt. Schritt für Schritt entdecken die Beiden einander, voller Neugierde, verspielt und kreativ wie zwei kleine Kinder. Er fühlt sich endlich verstanden, vollständig angenommen und entdeckt sich vollkommen neu in ihrem Spiegel. Nach einigen Wochen bringt er ihr als Geschenk eine Biographie mit. Nicht irgendeine Biographie über eine berühmte Persönlichkeit, sondern seine eigene, die jetzt druckfrisch in ihren Händen liegt. Zunächst ist sie begeistert, sie hat nicht gewusst, dass ihr Liebster Schriftsteller ist. Sie entdeckt gerade eine neue Seite an ihm und ist stolz darauf, ihn zu kennen: Sie an der Seite eines berühmten Schriftstellers? „Ich möchte und werde dich heiraten. Du bist die Frau, auf die ich ein Leben lang gewartet habe. Da ich aber jetzt für eine lange Zeit verreisen muss, bitte ich dich, auf mich zu warten. Du kannst in dieser Zeit meine Biographie lesen. Dann wirst du mich näher kennen lernen.“ Sie ist davon überzeugt, dass er wiederkommen wird, um sein Versprechen einzulösen. Trotzdem ist sie schockiert. Damit hatte sie nicht gerechnet. Seine Worte holen sie in eine neue Realität. Sie verschlingt sein Buch auf der Suche nach 15


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dem Mann, den sie liebt und den sie besser kennen lernen will. Sie kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, als sie entdeckt, wie vielfältig ihr zukünftiger Mann ist, welche Talente und Begabungen in ihm schlummern. Sie liest von seinen 40. Geburtstag. Wie gerne wäre sie persönlich bei dieser großen Feier dabei gewesen. Sicherlich war er ein charmanter und perfekter Gastgeber. Wie hätte er sie wohl begrüßt und den anderen vorgestellt? Oder wie waren die Dreharbeiten für seinen neuesten Film? Sie stellt sich alles genau vor und fragt sich, ob er dort inmitten all dieser Hektik souverän und gelassen geblieben ist oder ob er sich doch hat anstecken lassen von der Betriebsamkeit und der nervösen Anspannung? So spannend seine Biographie auch war, sie hätte nicht sagen können, dass sie ihn als Regisseur, Schriftsteller und Gastgeber kannte, weil sie nur in seiner Biographie gelesen hatte. Sie wollte ihn persönlich kennen lernen. Daher beschloss sie, eine Rolle in seinem nächsten Film zu übernehmen – und sie nahm sich vor, auf seiner nächsten Party unter den Gästen zu sein. Warum schreibe ich diese Geschichte auf? Weil ich in all den vielen Jahren, in denen ich Jesus nachfolge, entdeckt habe – und immer wieder neu bemerke –, dass viele Christen die Bibel als eine Biographie lesen. Sie staunen, was Jesus alles gemacht hat und welch großartige Persönlichkeit er gewesen ist: Sie kennen beispielsweise die Geschichte der Brotvermehrung, freuen sich darüber und sind stolz auf Jesus. Dennoch kennen sie Jesus nicht persönlich als denjenigen in ihrem Leben, der in wunderbarer Weise eingreift. Sie wissen, dass Jesus als Bräutigam wiederkommt, ohne ihn zu kennen. Jesus jedoch möchte sich uns in seiner ganzen Persönlichkeit offenbaren. Er möchte nicht nur einzelne Gaben geben, sondern sich selber. Wir können letztendlich die Gaben von ihm empfangen oder empfangen haben, ohne ihn, den Geber, wirklich zu kennen. Ist dies nicht ein Widerspruch? 16


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Hören wir bei Matthäus 7,21 das Wort Jesu: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“

Liebe zu Jesus – das ist der Wunsch nach Gemeinschaft mit ihm „… dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.“ (Eph 1,17) Wenn ich die Liebe zu Jesus habe, dann erkenne ich, was Jesus für mich bedeutet. Am Anfang einer Beziehung steht der Wunsch nach Gemeinschaft. Doch ahnen wir, wie stark der Wunsch Jesu nach diesem Miteinander ist? Dieser Wunsch hat Jesus geradezu auf die Erde gezogen, so dass das Wunder der Gemeinschaft möglich wurde. Oder wollen wir das Wunder lieber nicht haben, weil es uns zu stark ist? Ganz sicher wollen wir nicht wieder abschaffen, was Jesus mit äußerstem Leiden angeschafft hat. Wenn wir Gemeinschaft mit einem Menschen haben, dann werden wir viel Zeit mit ihm verbringen. Wir gehen vielleicht mit ihm essen, sehen uns gemeinsam einen Film an, tauschen Erlebnisse aus und machen gemeinsame Erfahrungen. Wir lernen uns immer besser kennen, je öfter wir zusammen sind. Es dauert nicht lange, bis wir wissen, wie der andere in bestimmten Situationen reagiert. Das möchte Jesus auch. Wir dürfen ein Gespür entwickeln, wie er im Hier und Jetzt denkt. Darum 17


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möchte er mit uns Zeit verbringen! Er will uns durch seinen Geist in die unterschiedlichsten Situationen führen, damit wir ihn in allen Dimensionen kennen lernen können. So können wir ihm am Morgen sagen, dass wir mit ihm durch den Tag und die Nacht gehen wollen und dass wir gespannt sind, mit welchen Menschen er uns zusammenbringen wird. Wir können ihm sagen, dass wir offen sind für ihn und für das, was er uns über sich zeigen möchte. Und eines ist sicher: Die Frage in unserem Herzen, was er uns heute offenbaren will, wird uns näher und näher zu Jesus bringen. Am Anfang dieses Buches, in der Geschichte „Liebe auf den ersten Blick“ überschlägt sich das Leben der Frau in einer Entdeckung nach der anderen. Während es ihr noch schwindelt, sich an der Seite eines berühmten Schriftstellers zu sehen, stellt sich heraus, dass ihr zukünftiger Mann auch Regisseur ist. In seiner Abwesenheit liest sie seine Biografie, als sie die Entscheidung fällt, eine Rolle in seinem Film zu spielen. Sie weiß, sie muss ihn auch in der Eigenschaft kennen lernen, wie er Regie führt. Auf unsere Situation übertragen, heißt das: Der Heilige Geist inszeniert in unserem Leben ständig neue Szenen, wenn wir bereit sind, auf sie einzugehen. Wir werden überrascht sein, wie er Personen und Situationen so zusammenstellt, dass wir als Darsteller einsteigen müssten. Vielleicht erschrecken wir zuerst, dass ein Darsteller unseren Namen tragen soll. Doch dann sind wir fasziniert. Auf einmal stehen wir schon mitten in der Szene und erleben, dass der Herr mit uns ist in allem, was wir tun. Ob wir dann nach „unserem Dienst“ und nach „unseren Gaben“ noch fragen? Wir halten vielmehr Ausschau nach IHM und suchen die innigste Verbindung mit ihm. „In allem was wir tun“ bedeutet dann: Wir entdecken ihn. Und das Erstaunliche ist dabei: Wir sind voll einbezogen. Welche Vollmacht er hat! Je mehr ich auf Christus, den Messias schaue, umso mehr 18


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erlebe ich seine Macht und Herrlichkeit. Und er wird sagen: „Ich habe dir das gezeigt, weil ich dich liebe – und weil ich möchte, dass du auch diese Seite von mir erfährst.“ Es ist unmöglich, die Fülle des Herrn in allen Schattierungen auszudrücken. Sie umfasst ein gewaltiges Spektrum, das wir gar nicht erfassen können. Mein Versuch, Jesus zu beschreiben, ist nur ein Anfang. Wir werden an offenbarter Erkenntnis seiner Person zunehmen – jetzt und die ganze Ewigkeit hindurch. Im Wort Gottes wird die Persönlichkeit Jesu einmal so beschrieben, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte (vgl. Kol 1,19). Ob dies ein Thema für uns ist? Lässt sich die Fülle überhaupt erfahren? Immerhin traut uns Jesus diese Erfahrung zu. Er möchte uns seine Fülle Schritt für Schritt zeigen. – Doch nur zeigen? Nein, Jesus hat mehr mit uns vor. Er möchte, dass wir seine Macht und Allmacht persönlich erfahren. Etwa diese riesige Macht und Allmacht? Ja! Diesen Plan hat er mit jedem von uns vor. Ich bin selbst durch einen langen Prozess gegangen, bis ich verstanden habe, dass es der größte Wunsch unseres Herrn ist, dass wir ihn kennen. Ich habe mich darauf eingelassen. Seine Führungen sind für mich das größte Abenteuer meines Lebens geworden. Und so möchte ich euch durch dieses Buch auf eine Reise mitnehmen, deren Ziel es ist, Jesus zu entdecken und ihn kennen zu lernen.

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