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Graham & Shirley Powell

Der Dienst der Befreiung Wie man als Christ von dämonischen Einflßssen frei werden kann

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Titel der englischen Originalausgabe: Christian Set Yourself Free © 1983 Graham und Shirley Powell Übersetzt aus der englischen Ausgabe von 2005 New Wine Press; PO Box 17; Chichester; West Sussex PO20 6YB; England ISBN: 1 903725 39 9 © 2008 Deutsche Ausgabe: Glaubenszentrum Bad Gandersheim Dr.-Heinrich-Jasper-Str. 20, 37581 Bad Gandersheim www.glaubenszentrum.de

ISBN: 978-3-00-025594-6 1. Auflage 2008 2. Auflage 2009 3. überarbeitete Auflage 2011 4. Auflage 2012 alle Rechte zur Vervielfältigung vorbehalten Die zitierten Bibelverse sind der revidierten Elberfelder Übersetzung (1992) entnommen. Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Njock Umschlaggestaltung: Jan Henkel, janhenkel.com Titelbild: © eyewave / Fotolia.com Satz: Glaubenszentrum Bad Gandersheim Druck und Bindung: CPI – Ebner & Spiegel, Ulm Printed in Germany

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Inhaltsverzeichnis Kapitel 1

Krise und Suche ����������������������������������������� 7

Kapitel 2

Shirleys Zeugnis �������������������������������������� 23

Kapitel 3

Die Größe Gottes ������������������������������������� 28

Kapitel 4

Wer ist Satan? ������������������������������������������ 32

Kapitel 5

Das Reich der Dämonen �������������������������� 52

Kapitel 6

Die Einfallsstraßen der Dämonen ������������ 83

Kapitel 7

Geistliche Ausrüstung für den geistlichen Kampf ���������������������������������� 107

Kapitel 8

Glaube ist der Schlüssel ������������������������ 148

Kapitel 9

Die Realität der neuen Schöpfung ��������� 169

Kapitel 10

Selbstdisziplin und Befreiung ��������������� 192

Kapitel 11

Befreiung und körperliche Heilung ������� 199

Kapitel 12

Manifestationen oder keine Manifestationen ������������������������������������� 204

Kapitel 13

Befreiung: Wie lange dauert es? ������������ 217

Kapitel 14

Was Befreiung behindert ����������������������� 228

Kapitel 15

Wie man sich selbst befreit �������������������� 243

Kapitel 16

Befreiungsdienst an anderen ������������������ 258

Kapitel 17

Die Freiheit behalten ����������������������������� 263

Kapitel 18

Befreiungsdienst bei Kindern ���������������� 274

Kapitel 19

Fragen und Antworten über Befreiung �� 279

Kapitel 20

Persönliche Zeugnisse ��������������������������� 293

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Kapitel 1 Krise und Suche Shirley und ich steckten in einer Krise. Doch wir konnten nicht wissen, dass sich daraus Ereignisse ergeben sollten, die unser Leben völlig auf den Kopf stellen würden. Mehrere Jahre lang hatte ich in einer übergemeindlichen Organisation als Evangelist gearbeitet. Dabei tauchten immer wieder Probleme auf, für die sich keine Lösungen zu finden schienen. Frustriert und aus Mangel an Reife reichte ich beim nationalen Direktor meine Kündigung ein. „Wie hat der Herr dir gezeigt, dass du diese Entscheidung treffen sollst?“, fragte mein Direktor, als ich in seinem Büro saß. Wir redeten mehrere Stunden miteinander, und am Ende kam ich zu dem Schluss, dass Gott uns eigentlich nicht beauftragt hatte, die Arbeit zu verlassen. Dann lenkte er die Unterhaltung in eine andere Richtung und fragte mich: „Graham, hast du persönliche Probleme, die du mir mitteilen möchtest?“ Persönliche Probleme! Ich hatte den Eindruck, dass mein Leben voller Probleme war. Nach außen hin war ich ein eifriger Diener Gottes, doch innerlich kämpfte ich mit großen Nöten. Es gab viele Bereiche meines Lebens, in denen ich nicht frei war und keinen Sieg hatte, obwohl ich schon jahrelang nach Antworten suchte. Täglich hatte ich stundenlang gebetet und Gott um Hilfe angefleht, ohne dass sich die Dinge jemals änderten. Probleme? Ja! Aber konnte mein Direktor mir helfen? Jahrelang hatte ich immer wieder bei vielen führenden Persönlichkeiten im Leib Christi Rat gesucht. Doch wenn ich 7

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mein Herz ausgeschüttet hatte, war die Antwort immer die gleiche: „Es tut mir leid, ich kann dir nicht helfen.“ Konnte ich jetzt Hilfe empfangen? Würde ich mich noch einmal demütigen und Bereiche tiefer Not bekennen müssen, um dann doch keine Erleichterung zu finden? In der gegenwärtigen Situation hatte ich wohl kaum eine Wahl, und so bekannte ich aufs Neue. Mein Direktor hörte mir zu und bot mir dann an, für mich zu beten. Er sagte, sein Eindruck wäre, dass Dämonen die Ursache meiner Konflikte seien, und dass ich Befreiung bräuchte. Weil ich keine weiteren Enttäuschungen erleben wollte, zögerte ich zunächst, sein Angebot anzunehmen. Ich verabschiedete mich jedoch mit der Zusage, darüber nachzudenken. Schließlich entschlossen wir uns, seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir trafen uns gemeinsam mit unseren Ehefrauen und begannen, auf den Herrn zu warten. Und dann passierte es plötzlich! Irgendetwas in mir manifestierte sich mit einer ungeheuren Macht und einem ungeheuren Druck. So etwas war noch nie zuvor geschehen! Eine innere Kraft ergriff mich mit voller Wucht, und ich begann zu zittern. Meine augenblickliche Reaktion war Furcht. Als meine Freunde in Jesu Namen die Freisetzung befahlen, begann etwas aus meinem Mund heraus zu schreien. Furcht, ja – aber auch Hoffnung. Im gleichen Moment, als die Furcht mich ergriff, hörte ich mich auch innerlich sagen: „Wenn diese Macht gebrochen ist, werde ich völlig verändert sein! Ich werde wie verwandelt sein! Etwas außerhalb von mir war der Grund, warum ich so war.“ Zum ersten Mal erkannte ich, dass böse Geister die Ursache meiner Probleme waren. Daran gab es keinen Zweifel mehr. Gedanken der Hoffnung erfüllten mich: „Wenn dieser Abend vorüber ist, werde ich frei sein! Ich werde der Welt 8

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davon erzählen! Ich werde Gottes Volk die Augen öffnen! Ich werde ihnen sagen, dass Jesus ihr Befreier sein kann! Morgen werde ich ...“ Vier Stunden später lag ich erschöpft und enttäuscht am Boden. Es war sehr viel in Bewegung gekommen, aber eine Befreiung war nicht passiert. Wir verabredeten uns für eine weitere Gebetszeit. Wieder endete sie mit Enttäuschung. Eine Sitzung nach der anderen folgte, doch das Ergebnis war immer gleich. Mein Direktor und seine Frau waren ratlos. Sie hatten schon für viele Menschen in dieser Weise gebetet und großartige Resultate erzielt, doch eine Situation wie meine hatten sie noch nicht erlebt. Warum konnten sie anderen helfen, aber mir nicht? Ich fing an, über mein bisheriges Leben nachzudenken. Mir kamen sofort mehrere Ereignisse in den Sinn, die ein Einfallstor für böse Geister gewesen sein konnten. Doch was hielt sie jetzt davon ab, mich wieder zu verlassen? Weder ich noch meine Freunde wussten, was es war. Ich bin in Neuseeland aufgewachsen, in einer Familie, die an christliche Werte glaubte. Unsere Familie besuchte die presbyterianische Gemeinde am Ort. Als Kind war mein Herz für Gott offen gewesen, und als Sechsjähriger hatte ich Jesus in mein Leben eingeladen. Doch nur wenige Tage nach dieser Entscheidung erlebte ich einen massiven Angriff des Feindes, einen Gegenangriff auf den Ruf meines Herzens. Natürlich hatte ich dies zu der Zeit nicht als solchen erkannt. Ohne mein eigenes Zutun geschah etwas, wodurch ich buchstäblich von Angst überwältigt wurde. Durch dieses Ereignis eroberte der Feind eine große Festung in mir. Von jenem Tag an waren meine Gedanken ständig mit Furcht erfüllt. Oft versteifte sich mein ganzer Körper vor Angst. Ich musste lernen, damit zu leben. Als Jugendlicher wurden diese Ängste noch stärker, doch trotzdem war ich weiterhin eine aufgeschlossene Per9

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son und engagierte mich in verschiedenen Schulaktivitäten, unter anderem auch im Schülerbibelkreis, wo ich sogar der Schülervertreter wurde. Gegen Ende der Oberschulzeit organisierte ich auch den Schulball, aber das kollidierte mit den Grundsätzen der anderen christlichen Leiter. Ich selbst hatte das Tanzen in der Gemeinde gelernt und konnte nichts Falsches daran finden. Ich fand die Leiter engstirnig und trat von meinem Posten zurück. Ich hörte auch auf, zu den Treffen zu gehen; stattdessen wählte ich die Gesellschaft der Welt. Rückblickend führte diese Entscheidung zu weiteren Enttäuschungen und öffnete die Tür für einen noch größeren dämonischen Einfluss auf mein Leben. Nach der Oberschule ging ich zur Handelsmarine, denn ich hatte schon immer davon geträumt, zur See zu fahren. Leider kam ich dadurch mit Männern in Kontakt, die keinen Respekt vor Gott und vor christlichen Werten hatten. Einige Monate blieb ich noch auf dem sogenannten christlichen Weg, doch dann erlag ich dem Einfluss meiner Umgebung. Ich wandte mich vom Herrn ab und fing sogar an, den Namen Christi zu verfluchen. Meine Ängste wurden in jener Zeit immer schlimmer, und ich wurde von Depressionen, Selbstmitleid und Einsamkeit geplagt. Seit meiner Geburt litt ich an einer Allergie, die ständig Atembeschwerden auslöste. Die Zufriedenheit, nach der ich mich durch ein Leben auf See gesehnt hatte, schwand dahin. Wieder an Land begann ich eine Ausbildung als Lehrer. Ich spielte auch Saxophon und schloss mich einer Tanzkapelle an. Ich freute mich auf die Tanzveranstaltungen und die Auftritte am Samstagabend. Für eine Zeit lang gab mir das eine gewisse Zufriedenheit, die aber nie lange anhielt. In mir war eine innere Leere, die sich nicht füllen ließ. Ich beschloss daher, mich wieder der Kirche zuzuwenden. Beim Überfliegen einer Zeitung sah ich, dass im örtlichen Opernhaus eine Jugendevangelisation stattfinden sollte. 10

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Der Redner war ein Evangelist aus den USA. Er leitete eine Band und war professioneller Musiker gewesen, ehe er Prediger wurde. Durch die Musik angezogen, entschloss ich mich, die Veranstaltung zu besuchen. Am ersten Abend sprach der Referent über die Wiederkunft Jesu Christi, bei der er die Menschheit richten würde. Diese Botschaft hatte ich noch nie zuvor gehört. Während ich zuhörte, wurde ich gründlich von Sünde überführt. Als Kind hatte ich mein Herz für Christus geöffnet, doch jetzt schien Gott so weit weg zu sein. Dunkelheit umgab mich. Ich hörte aufs Neue, dass Jesu erstes Kommen auf die Erde dazu diente, meine Sünde wegzunehmen; ich hörte von seiner Auferstehung von den Toten, von seiner Himmelfahrt, und jetzt hörte ich auch von seiner endgültigen Wiederkunft auf die Erde, um sie zu richten. Gott sprach zu mir. Er gab mir eine weitere Möglichkeit, zu ihm umzukehren – vielleicht war es die letzte. Ich wusste, dass es nur eine absolute Antwort gab. Es ging um alles oder nichts. Ich entschloss mich, Jesus alles zu geben; ich erhob mein Herz zu Gott und stieß einen tiefen Schrei der Buße aus. Ich bat um die Vergebung meiner Sünden und nahm Jesus Christus als meinen Herrn an. Als ich mit meinem Gebet fertig war, tönte die Stimme des Predigers immer noch im Saal. Etwas war geschehen. Ich fühlte mich rein, und ich wusste, dass mir vergeben war; die Gewissheit des ewigen Lebens erfüllte mein Herz; ich wusste, dass ich in den Himmel kommen würde und nicht in die Hölle; Jesus lebte – für mich! Ich erinnere mich, dass ich nach der Veranstaltung dachte: „Jetzt kenne ich Gott. Jetzt habe ich jemanden, an den ich mich wenden kann, jemanden, der mir aus meinen Problemen heraushilft.“ Ich hatte eine neue Richtung eingeschlagen – mich von den alten Wegen abgewandt. Jesus Christus war nun der zentrale Faktor in meinem Leben; sein Wille war wichtiger als 11

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alles andere. Die Bibel wurde zu einem lebendigen Buch, und die Gemeinschaft mit anderen Christen war wunderbar. Ich legte ständig von der Realität der Vergebung und von der persönlichen Bekanntschaft mit Gott Zeugnis ab. Die Einsamkeit verließ mich, und die Depressionen wurden deutlich weniger. Doch die Ängste blieben und die Atembeschwerden auch. Ich fing an, Gott zu bitten, mich völlig frei zu machen. Die Wochen vergingen, und mein Hunger nach Gott wurde immer größer. Eines Tages erzählte mir ein befreundeter Christ von der Taufe im Heiligen Geist. Das war neu für mich, aber ich ließ mich freudig auf diese Wahrheit aus dem Wort Gottes ein. Am nächsten Abend taufte Jesus mich mit seinem Heiligen Geist. Ich war von einem neuen Bewusstsein seiner Gegenwart überwältigt, einer neuen Gewissheit seines Wortes, einem neuen Verlangen, ihn zu loben, einer neuen Freude und einer neuen Kraft zum Dienst. Eine Woche lang lebte ich wie auf Wolken, doch dann kam ich wieder auf die Erde zurück. Zu meiner Enttäuschung waren die alten Probleme immer noch da. Sicher, es hatte eine neue Freisetzung gegeben, aber tief in mir schrie ich immer noch nach Antworten. Nicht lange danach hatte ich ein ungewöhnliches Erlebnis: Der Herr hatte mich aufgefordert, mehr Zeit mit ihm zu verbringen, aber ich war nicht völlig darauf eingegangen. Zu jener Zeit besuchte ich eine Gemeinde, in welcher ein Gastprediger die Versammlung herausforderte, Zeit in der Gegenwart Gottes zu verbringen. Während er redete, schien es mir, als ob seine Augen an meinen klebten. Helle Lichtstrahlen kamen aus seinen Augen heraus und strahlten auf mich herab. Dieses Licht war strahlender als jedes irdische Licht. Ich fühlte mich Gott völlig ausgeliefert. Er erforschte mein Herz. Die Intensität dieses Lichts war so stark, dass ich mich instinktiv hinter die Sitzreihe vor mir duckte. Der Prediger fuhr fort zu predigen, da er offensichtlich nicht mitbekam, 12

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wie Gott ihn gebraucht hatte, um zu mir zu sprechen. Mein Gehorsam gegenüber dieser Herausforderung sollte inmitten der auf mich zukommenden Schwierigkeiten die Quelle meiner Kraft sein. Ohne diesen Gehorsam hätte ich die darauf folgenden Jahre nicht durchgestanden. Gegen Ende meiner Lehrerausbildung wurde ich während der Ferien eingeladen, bei einer Strandmission in der Band Saxophon zu spielen. Dort begegnete ich zum ersten Mal Shirley Garratt, der jungen Frau, die später meine Ehefrau wurde. Im darauf folgenden Jahr nahm ich eine Stelle als Lehrer an. Mit der Zeit, besonders seit ich im Heiligen Geist getauft worden war, bemerkte ich einen seltsamen Kontrast. In einiger Hinsicht wurde mein Leben immer besser, aber in anderer Hinsicht ging es mehr und mehr bergab. Obwohl ich geistlich wuchs und im christlichen Dienst sehr engagiert war, wurden meine Ängste immer schlimmer. Oft wurde ich von tiefen Depressionen erfasst, aus denen ich tagelang nicht heraus kam. Wenn ich solch einen Anfall hatte, wurde ich sehr stark von Selbstmordgedanken geplagt, und die Sorgen wurden immer größer. Rückblickend kann ich heute verstehen, was da mit mir geschah: Der Heilige Geist war in meinem Leben in neuer Weise freigesetzt worden, und das hatte eine verstärkte Aktivität der verborgenen dämonischen Festungen zur Folge. Äußerlich wusste keiner etwas von diesem Druck. Doch je mehr ich Jesus nachfolgte, so schien es, desto schwieriger wurde es. Jeder positiven Segnung und jedem guten Wunsch wurde etwas Negatives entgegengestellt. Noch jahrelang verlief mein Leben nach diesem Muster. Das Einzige, was mir dabei die Kraft zum Weiterleben gab, war das tägliche Warten auf Gott. Meine Gebetszeiten wurden immer intensiver, bis ich im Durchschnitt vier Stunden am Tag betete. Es war nicht so, dass ich immer so lange beten und das Wort Got13

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tes lesen wollte, aber ich war dazu gezwungen, um innerlich gestärkt zu werden. Die Phasen der Depressionen hielten an. Ich fand heraus, dass ich sie nur durch tagelanges Fasten und Beten durchbrechen konnte. Auch dieses Muster wiederholte sich jahrelang. Entschlossen, von dem inneren Tumult frei zu werden, kündigte ich meine Lehrerstelle, um Gott noch intensiver suchen zu können. (Es kam mir überhaupt nicht in den Sinn, dass ich Befreiung von bösen Geistern brauchte.) Ich ging auf einer kleinen Insel an der Küste Neuseelands auf eine Farm und fing an, den Herrn im Gebet und Fasten zu suchen. Ich war entschlossen, das Fasten nicht zu brechen, bis ich frei geworden war. Es funktionierte nicht. Nicht dieses Mal und auch nicht später. Wegen meines schlechten Gesundheitszustands musste ich das Fasten brechen. Doch ich blieb dort und suchte weiter den Herrn. Während ich auf der Farm war, kam ein junger Mann zu Besuch und prophezeite mehr als einmal über mir, dass ich bis zu einem gewissen Datum, das einige Wochen in der Zukunft lag, frei sein würde. Ich glaubte, dies sei ein Wort vom Herrn, und so verstärkte sich meine Erwartung der Heilung und der Befreiung, je näher der angekündigte Tag rückte. Der Tag kam und ging, und meine Hoffnungen waren am Boden zerstört. Ich lernte dadurch, dass es möglich ist, dass Menschen aus ihren eigenen Gedanken heraus prophezeien. Es ist wirklich eine ernste Sache, zu sagen: „So spricht der Herr ...“, und dann im Fleisch zu reden! Nach drei Monaten kehrte ich widerstrebend zum Festland zurück. Glücklicherweise wurde ich Gott gegenüber nie bitter, obwohl es so schien, als antworte er nicht auf die Schreie meines Herzens und meine vielen Tränen. Ich machte einfach weiter, aber ich war enttäuscht. Ich zog nach Wellington und begann, als freiwilliger Mitarbeiter bei einer evangelistischen Organisation zu arbeiten. 14

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Shirley war ebenfalls ein Teammitglied, und unsere Freundschaft vertiefte sich in dieser Zeit. Im darauf folgenden Jahr wurden wir getraut. Da ich immer noch unter dem inneren Druck litt, suchte ich Rat bei verschiedenen Dienern Gottes. Jedes Mal schüttete ich aufs Neue mein Herz aus und bat um Hilfe, doch sie blieb aus. Keiner schien zu verstehen, was ich durchmachte oder wie mir zu helfen war. Ein Wort, das mein Leben in dieser Zeit zutreffend beschreiben würde, wäre „Tortur“. Mein Leben war eine einzige Tortur. Nur durch Gebet und Fasten erfuhr ich etwas Erleichterung. Doch weil ich essen musste, um zu leben, konnte mir das Fasten nur begrenzt Erleichterung verschaffen. Unser Eifer, dem Herrn zu dienen, führte uns sechs Monate nach unserer Hochzeit in einen vollzeitlichen evangelistischen Dienst, zunächst in Neuseeland und dann in Australien. Wie schwierig war es doch, dem Herrn zu dienen! Es ist eine Sache, innere Nöte zu haben, aber es ist eine andere Sache, an der Front zu stehen und den Verlorenen das Evangelium zu predigen – und gleichzeitig diese inneren Nöte zu haben. Die Vorbereitung der Botschaften war ein ständiger Kampf. Meine Gedanken waren immer abgelenkt. Ich konnte mich nicht entspannen. Verspannungen waren Tag und Nacht meine Begleiter. Ich war so angespannt, dass ich nicht geduldig am Spülbecken warten konnte, bis das Geschirr abgewaschen war und in das Abtropfgestell gelegt wurde. Ich musste immer etwas tun oder Gott suchen. Jahrelang war unser gesellschaftliches Leben eingeschränkt. Wenn wir gefragt wurden, ob wir ein paar Tage später mit ins Restaurant kommen wollten, zögerte ich sehr, mich festzulegen, weil ich nie wusste, wie ich mich an diesem Tag fühlen würde. Wenn er gut gelaufen war, konnte ich den Abend aushalten. Wenn der Tag schlecht gelaufen war, wäre es eine einzige Qual gewesen. 15

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Auf meiner Suche las ich viele Bücher. Ich versuchte, Prinzipien der christlichen Psychologie anzuwenden, aber entweder funktionierte es nicht oder ich konnte nicht tun, was man mir riet. Da ich wusste, wie wichtig es ist, aus Gottes Wort heraus zu leben, lernte ich Tausende von Bibelversen auswendig. Ich tat alles, was ich wusste: Ich betete, las das Wort, lebte im Gehorsam, gab den Zehnten und das Opfer, fastete regelmäßig, ging bei Aufrufen nach vorn, damit andere für mich beteten, doch nichts gab mir einen Durchbruch bei meinen inneren Nöten. Ich erhielt mein Leben als Christ nur dadurch aufrecht, dass ich täglich auf Gott wartete und erneuert und gestärkt wurde. Dadurch konnte ich weitermachen, aber meine inneren Nöte konnte ich nicht besiegen. Der Himmel schien meine einzige Hoffnung zu sein. Ich sehnte mich nach dem Ende meiner Pilgerreise auf Erden, wenn ich von meinem irdischen Leib und all seinen inneren Konflikten frei sein würde. Ich sehnte mich danach, zu entfliehen. Doch jetzt war ein Wendepunkt gekommen! Im Beisein meines Direktors war das Werk des Feindes entlarvt worden: Ich war von Dämonen gebunden. Doch wieder war meine Hoffnung auf Befreiung völlig enttäuscht worden. Ich war von Dämonen gebunden, aber wie konnte ich frei werden? Stunden um Stunden des Gebets! Meine Ratgeber ratlos! Ich war völlig verzweifelt! Ich tat weiter meine Arbeit als Evangelist, und das Erstaunliche war, dass der Herr sie segnete. Obwohl in mir die Hölle los war, wurden weiterhin Menschen gerettet. Wenige wussten von meinen Kämpfen. Ich fastete. Ich betete. Ich schrie aus tiefstem Herzen zu Gott. Was sollte ich denn sonst noch tun? Nicht nur mein Direktor und seine Frau hatten für mich gebetet; auch andere waren zur Hilfe gerufen worden. Ein Pastor einer großen Gemeinde in Europa wurde gebeten, mit mir zu reden. Er versicherte mir mit großer Gewissheit, dass 16

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Christen nicht von Dämonen gebunden sein könnten, denn wenn wir einmal durch Gottes Geist von neuem geboren seien, wären wir befreit. Nach den heftigen Manifestationen, die ich erlebt hatte, machten seine Worte keinen Eindruck auf mich – und auch nicht auf meinen Direktor. Wir wussten, dass ich Befreiung brauchte. Er hatte keine andere Lösung anzubieten. Wir wandten uns an einen anderen Pastor, der auf dem Missionsfeld in Asien schon mit von Dämonen Besessenen zu tun gehabt hatte. Auch er versuchte, mich davon zu überzeugen, dass ich nicht von Dämonen gebunden war und schlug mir vor, 5. Mose 28 zu lesen, wo es um den Segen des Gehorsams und den Fluch des Ungehorsams geht. Doch auch das war kein Trost. Seit ich mein Leben völlig Jesus Christus ausgeliefert hatte, war ich immer bemüht gewesen, dem Herrn ganz nah zu sein und immer den Weg des Gehorsams zu wählen. Wie könnte es also sein, dass ich durch Ungehorsam verflucht wäre? Konnte mir vielleicht ein Psychiater helfen? Ein Facharzt hatte sich netterweise bereit erklärt, mich kostenlos zu beraten. Also fuhr ich in meinem Evangelisationswagen zu seiner Praxis. In goldenen Buchstaben war auf beiden Seiten des Fahrzeugs der Schriftzug zu lesen: „CHRISTUS STARB FÜR UNSERE SÜNDEN“. Ich schämte mich so sehr, dass ich den Wagen einige Häuser entfernt parkte. Ich war so erschöpft! Zu alledem hatte ich schlaflose Nächte mit furchtbaren Träumen hinter mir. Innerlich widerstrebend saß ich vor seinem Schreibtisch. Ich diente einem Christus, der alle Macht hatte; der Satan besiegt hatte. Warum sollte ich also an einem solchen Ort nach einer Lösung für meine Probleme suchen? Und doch war ich dankbar für jeden, der mir vielleicht helfen konnte. „Was für eine Therapie wollen Sie von mir verschrieben bekommen?“, fragte er, nachdem wir uns eine Weile unter17

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halten hatten. Seine Frage überraschte mich. Er nannte mir dann acht verschiedene Therapien, von denen ich nur noch drei behalten habe: Einnahme von LSD, Schocktherapie und Hypnotherapie. Ehrlich gesagt, sagte mir keine davon zu. Ich sagte ihm, ich würde ihm vertrauen und es vorziehen, wenn er die Entscheidung träfe. Er wählte die Hypnotherapie. Auf diesem Gebiet war er hochqualifiziert. Doch irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es für einen Christen nicht das Richtige war. Als ich auf der Couch lag, erhob ich mein Herz zum Herrn und bat ihn um seinen Schutz, falls es mir in irgendeiner Weise schaden sollte. (Ich wusste damals noch nicht, dass Hypnotherapie zu den okkulten Praktiken gehört.) Dreimal versuchte er, mich zu hypnotisieren, jedoch ohne Erfolg. Ich weigerte mich nicht, aber in meiner Verzweiflung schrie ich zu Gott um Hilfe und Bewahrung. Am Ende des dritten Versuchs hörte ich wieder die all zu vertrauten Worte: „Es tut mir leid, ich kann Ihnen nicht helfen.“ Er gab mir ein Rezept für weitere Beruhigungsmittel, und das war’s. Gab es eine Antwort? Würde ich jemals Veränderung erleben? Wie lange konnte ich Gott unter diesem enormen inneren Druck noch dienen? Nach weiteren drei Monaten und vierzig Stunden Gebet kam dann der erste Durchbruch. Ein anderer Pastor war hinzugezogen und eine zusätzliche Gebetszeit arrangiert worden. Zunächst eine Sitzung, dann eine weitere, und schließlich, bei der dritten, kam der Durchbruch. Wie immer gab es gewaltige Manifestationen und innere Zerrissenheit, aber keine offensichtliche Befreiung. Nach einiger Zeit jedoch hatte das Gebetsteam den Eindruck, dass ein gewisses Maß an Befreiung stattgefunden hatte. Ich fühlte oder bemerkte nichts, aber sie waren sicher, dass Gott etwas getan hatte. Sie hatten gegen die Ursache meiner Atembeschwerden gebetet. Seit ich Kind war, hatten Pollen, Staub oder eine geringe 18

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Temperaturschwankung im Raum bei mir heftiges Niesen ausgelöst. Normalerweise litt ich die ersten Stunden des Tages an verstopften Nebenhöhlen und oft sogar den ganzen Tag. Und jetzt, obwohl sie immer noch verstopft waren und ich keine Veränderung fühlte, sagte man mir, dass Befreiung eingetreten war. Zwei Tage später wachte ich morgens auf und stellte fest, dass ich frei atmen konnte. Keine verstopften Nebenhöhlen. Kein Niesen. Ich war begeistert! Zumindest war es ein Beweis, dass Gott dabei war, die Kraft des Feindes zu brechen. Ich war geheilt und bin es auch heute, viele Jahre danach, immer noch. Bald danach wurden wir im Rahmen unserer Arbeit an einen anderen Ort versetzt, wo wir neue Aufgaben zugeteilt bekamen. Dieser Schritt entsprach den Absichten Gottes, aber er entfernte uns von der regelmäßigen engen Gemeinschaft mit unserem Direktor und seiner Frau. Sie hatten den Eindruck, dass sie uns kurzfristig geholfen hatten, so gut sie konnten. Doch obwohl der Herr einen Bereich meines Lebens angerührt hatte, waren meine tiefsten Nöte immer noch nicht behoben. Weitere fünf Jahre des Suchens, Betens und Fastens sollten vergehen, ehe ich lernte, das Werk des Feindes zu verstehen und mit Gott zusammenzuarbeiten, um für mich selbst Befreiung zu bewirken. Es waren fünf Jahre ständigen Kampfes, in denen ich oft das Gefühl hatte, dass ich den Dienst nicht länger ausführen konnte. Erstaunlicherweise waren es außerordentlich fruchtbare Jahre. Der Herr bereicherte uns auf vielerlei Weise, wie wir es nie gesucht oder begehrt hatten. Seelen wurden weiterhin gerettet, und äußerlich betrachtet hätten wir in unserem Arbeitsfeld als „erfolgreich“ angesehen werden können. Und doch war da immer noch dieser innere Druck. Er ließ nie nach, weder am Tag noch in der Nacht. Wie immer verbrachte ich jeden Tag mehrere Stunden in der Gegenwart Gottes und schrie zu ihm wegen meiner Befreiung. Doch 19

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die Bindungen blieben. Literatur und Tonbänder über Besessenheit von Dämonen kamen mir in die Hände, doch nichts davon half mir in die Freiheit. Sie handelten alle hauptsächlich vom Werk des Feindes, aber nicht davon, wie man sich davon befreien kann. Meistens gaben sie ein Absagegebet an die Werke Satans vor. Ich sprach das Gebet, aber nichts geschah. Doch Gott sei Dank war der Wendepunkt in greifbarer Nähe. Seit einiger Zeit hatte der Heilige Geist uns darauf vorbereitet, einen neuen Schritt in unserem Leben zu wagen. Wir hatten schon viele Jahre mit einer bestimmten Organisation zusammengearbeitet und sehnten uns nun danach, frei zu sein, um biblische Wahrheiten zu predigen, die wir aufgrund der Richtlinien der Organisation nicht predigen durften. Der Zeitpunkt Gottes war gekommen, eine Veränderung herbeizuführen. Nach unserer Kündigung erhielten wir zahlreiche Angebote, uns anderen Organisationen anzuschließen oder in Gemeinden als Pastoren zu dienen, doch wir hatten den Eindruck, wir sollten keines davon annehmen. Der Herr machte uns klar, dass wir auf ihn warten und nicht in den Dienst zurückgehen sollten, bis er es uns sagte. Wir machten uns auf einige Wochen des Wartens gefasst, hätten jedoch nie gedacht, dass es ganze 18 Monate dauern würde. Und so begann die Zeit des Wartens. Mit neuer Intensität bat ich den Herrn um Befreiung. Ich war jetzt frei, mich Tag und Nacht nach ihm auszustrecken, denn ich hatte keine weiteren Verpflichtungen. Der Herr versorgte uns, bis Shirley eine gute Arbeitsstelle fand, mit der wir unseren Lebensunterhalt bestritten. Durch unseren Gehorsam Gott gegenüber während dieser Übergangszeit empfingen wir von ihm ganz praktische Erkenntnisse über die unsichtbare Welt und darüber, wie wir die Segnungen von Golgatha freisetzen können. 20

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Stunde um Stunde ging ich auf den ländlichen Straßen spazieren und betete. Unser Haus lag am Rande einer Kleinstadt mitten in einer wunderschönen Landschaft. Mein einziger Begleiter war ein Hirtenhund, der mir treu folgte, wo auch immer ich hinging. Mit neuer Hingabe fastete ich und hoffte auf einen Durchbruch. Jahrelang hatte ich die Verantwortung auf Gott abgewälzt. Ich hatte gesagt: „Herr, du kannst es tun. Du bist ein Wunder wirkender Gott. Nichts ist dir unmöglich. Bitte mache mich frei.“ Mein ständiges, monotones Flehen kann man in einem Wort zusammenfassen: „Hilfe!“ In den folgenden Monaten sollte ich lernen, dass ich, wenn ich frei sein wollte, selbst dafür die Verantwortung übernehmen musste, anstatt sie auf Gott zu schieben. Das war eine wichtige Lektion. Ich sollte ebenfalls lernen, Gott nicht mehr um seine Versorgung zu bitten, sondern sie im Glauben zu empfangen. Die meisten meiner Gebete drehten sich darum zu bitten, bitten, bitten – aber nie darum zu empfangen. Die ersten zwölf Monate des Wartens vergingen. Obwohl es auch zahlreiche Segnungen gab, war ich danach körperlich, geistig und geistlich erschöpft. Jede Nacht wurde ich von Albträumen geplagt und wachte jeden Morgen entmutigt und völlig entkräftet auf. Ich fastete während drei dieser zwölf Monate und hatte an körperlicher Widerstandskraft eingebüßt. Immer wieder hatte ich zum Herrn gesagt: „Dein Wort sagt, wenn wir dich von ganzem Herzen suchen, werden wir dich finden. Was heißt „von ganzem Herzen“? Wie kann ich dich denn noch intensiver suchen?“ Ich hatte noch nicht gelernt, dass wir Gott durch Glauben gefallen; nicht durch religiöse Übungen wie Fasten und Gebet, auch wenn sie sehr wichtig sind. Rückblickend können wir heute verstehen, was der Herr zuließ: Er brachte uns zunächst an einen Ort des Todes, dann erst fand die Auferstehung statt. Wir hatten ihm treu und vol21

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ler Eifer gedient, doch einen sehr großen Teil unserer Arbeit taten wir aus eigener Kraft. Wir mussten sterben, ehe wir leben konnten. Eines Tages sagte ich zu Shirley: „Ich fühle mich wie ein toter Mann. Ich bin dieser Welt gestorben. Ich bin mir selbst gestorben. Ich bin dem Dienst für Gott gestorben. Ich werde nie wieder predigen, es sei denn, es geschieht ein Wunder. Ich fühle mich wie unter der Erde und begraben. Ich lebe, und doch bin ich tot. Ich bin am Ende meiner Selbst.“ So fühlte ich mich eine ganze Zeit lang. Doch mitten in der Dunkelheit, als es schien, dass wir nicht mehr tiefer fallen konnten, begann der Herr, mich zu lehren, wie ich durch Auferstehung wieder zum Leben erwachen konnte. Was er mich lehrte, haben wir in den folgenden Kapiteln dieses Buches festgehalten.

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