Israel Gottes Augapfel und Zankapfel der Welt Einsichten im Kampf zwischen Wahrheit und LĂźge
Winfried Balke
Inhalt Vorwort
Seite
1
Augapfel Gottes und Zankapfel der Welt
8
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Staat und Land Israel in biblischer Sicht
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Jerusalem
73
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Die „Siedlungen“ – Hindernis zum Frieden?
96
5
Israel und die Palästinenser
121
6
Die UNO und der jüdische Staat
144
7
Friedenslösungen?
174
8
Israel als multikulturelle Gesellschaft
202
9
Ein Segen für die Welt
242
Literaturverzeichnis
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1) Israel- Augapfel Gottes und Zankapfel der Welt Schon in 5. Mo 32, 10 heißt es über Jakob, stellvertretend für Israel: „Er fand ihn (es) im Land der Wüste und in der Öde, im Geheul der Wildnis. ER umgab ihn, gab acht auf ihn, ER behütete ihn wie Seinen Augapfel.“ Dieses Bild greift der HERR, an Israel gerichtet, in Sach.2, 12 auf: „Wer euch antastet, tastet Meinen Augapfel an.“ Aber durch die Jahrtausende hindurch ist zu erkennen: Israel ist auch der Zankapfel der Welt.
1) An den Begrifflichkeiten erkennt man schon beides Der HERR nennt Israel „Liebling Seiner Seele“ (Jer. 12, 7), „Pflanzung Seiner Lust“ (Jes. 5, 7), „Jeshurun“ (= Rechtschaffene) und gebraucht andere wunderbare Bezeichnungen. In den Psalmen wird Israel, in dem Bewußtsein von Gottes Liebe, „Seine Turteltaube“ genannt (Ps. 74, 19). Im Staatsnamen Israel (= Gott kämpft) bekennt sich der heutige Staat ja ganz konkret zu Gott, denn im Hebräischen heißt Gott EL. Ben Gurion verwarf seinerzeit bewusst die Vorschläge „Judäa“ und „Zion“, die ja auch gut gepasst hätten. Der Name des HERRN sollte im Staatsnamen vorkommen!
Noch bedeutender ist allerdings umgekehrt: Der HERR hat die Heiligkeit Seines Namens an dieses Volk geknüpft! ER ist der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, „das ist Mein Name in Ewigkeit“ (2. Mo 3, 15). Und ER selbst nennt sich auch „der Heilige Israels“ (Jes. 41, 14). Zum politischen Kampf heute gehört, dass von manchen Seiten der Begriff Israel oder Jerusalem bewusst durch andere Namen ersetzt wird. Zum Beispiel spricht die Turkish Airline von AlQuds statt Jerusalem und die chinesische Hainan Airline hatte (bis Israel protestierte) auf der Karte ihrer Flugrouten Jerusalem und Tel Aviv in „The Palestinian Territories“ angesiedelt. Auch schon früh gab es Versuche, den Namen Israel auszulöschen: Kaiser Hadrian, 135 n.Chr., nannte Israel in „Philistäa“ um - den Inbegriff der damaligen Feinde – und Jerusalem in „Aelia Capitolina“. Die Nachwirkungen solcher Bemühungen sind bis in unsere Zeit zu erleben: Nachlässig wird selbst in frommen Kreisen von „Palästina“ statt Israel gesprochen, und die von Menschen eingefügten Fußnoten der Bibel lauten oft fälschlicherweise „Palästina zur Zeit des AT“ oder „Palästina zur Zeit des NT“ – was es nicht gab! Schließlich erhielt ja Joseph in Ägypten nach dem Tode des Herodes im Traum nicht die Weisung, nach „Palästina“ zu gehen, sondern: „zieh in das Land Israel!“ (Mt. 2, 20) Die in der Welt meist gebrauchten Begriffe „Palästina“, „Westbank“ (statt Judäa&Samaria) 1oder „zionistic entity“ (statt Israel) werden bewusst gewählt, um die biblischen Begriffe zu vermeiden. Christen aber sollten besonders wachsam sein, die in der Heiligen Schrift verbürgten und den 1
Siehe dazu Kapitel „Israel und die Palästinenser“ und „Die ´Siedlungen` - Hindernis zum Frieden?“
historischen Tatsachen entsprechenden Bezeichnungen zu verwenden. Was sagt die Bibel über die Versuche, den Namen Israel auszulöschen? Schon der Psalmist Asaph betet in Ps. 83, 2 – 5: „Gott, schweige nicht! Verstumme nicht, und sei nicht stille, o Gott! Denn siehe, Deine(!) Feinde toben, und die Dich hassen, erheben das Haupt. Gegen Dein Volk planen sie listige Anschläge, und sie beraten sich gegen die, die bei Dir geborgen sind. Sie sprechen: Kommt und lasst uns sie als Nation vertilgen, dass nicht mehr gedacht werde des Namens Israel!“ (Wir sehen: die Feinde Israels sind Gottes Feinde.) Aber wir dürfen nach Jes.66, 22 gewiss sein: „Wie der neue Himmel und die neue Erde, die ICH mache, vor Mir bestehen, spricht der HERR, so werden eure Nachkommen und euer Name(!) bestehen.“
2) Die Erwählung Israels – Zeichen göttlicher Liebe und Stein des Anstoßes Gott hat, wie wir wissen, mit Abraham (1. Mo 17, 7) und dann bestätigend mit Isaak und Jakob/Israel einen Bund, einen ewigen Bund geschlossen. Es war ein Bund ohne Bedingung, wie wir z.B. in Ps. 89, 31 ff: erkennen können, wo der HERR über David spricht: „Wenn seine Söhne Mein Gesetz verlassen und nicht wandeln in Meinen Rechtsbestimmungen, wenn sie Meine Ordnungen entweihen und Meine Gebote nicht halten, so werde ICH ihr Vergehen mit der Rute und ihre Ungerechtigkeit mit Schlägen heimsuchen. Aber Meine Gnade werde ICH nicht von ihm weichen lassen und nicht verleugnen Meine Treue. ICH werde Meinen Bund nicht
entweihen und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus Meinen Lippen.“ Und was war der Grund für die Erwählung? Die Israeliten brauchten damals nichts und brauchen auch heute nichts vorzuweisen, um ihre Erwählung zu „rechtfertigen“. „Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern -, sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch…“ (5. Mo 7, 7). Wegen dieser abgrundtiefen Liebe finden wir so wundervolle Aussagen Gottes über Sein auserwähltes Volk: „ICH will dich Mir verloben in Ewigkeit…in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, ja in Treue will ICH dich Mir verloben“ (Hos. 2, 21), „Dein Gemahl ist dein Schöpfer“ (Jes. 54, 5). Über Zion spricht Gott: „Siehe, in Meine beiden Handflächen habe ICH dich eingezeichnet“ (Jes. 49,16). Die Erwählung wird in vielfacher Weise wiederum in den Namen Israels deutlich: „Meine Nation“ (Jes. 51, 4), „Mein Berufener“ (Jes. 48, 12), „Erbteil des HERRN“ (z.B. 2.Sam.20,19), “Sein Eigentum“ (Ps. 135, 4), „Sein Herrschaftsbereich“ (Ps. 114, 2), „Sein Auserwählter“ (Jes. 54, 4) u.a. Diese Erwählung Israels ist “nicht als Bevorzugung zu verstehen, sondern von Anfang an als `Beschlagnahmung´ zum Auftrag Gottes an den Völkern der Welt.“2 Wie stehen die Juden selbst zu dieser Erwählung? Sind sie stolz darauf? Das jüdische Gebetsbuch, der Sidur, zeigt auf, dass sie die Erwählung sowohl als unverdientes Geschenk als auch als Verpflichtung ansehen: „Uns obliegt es, zu 2
Wolf Klaiber, in: Wilfried Bullinger&Wolf Klaiber: „Juden und Christen, 2000 Jahre tragische Geschichte“, Korntal 2009, S. 141
verherrlichen den HERRN des Alls, die Ehre zu geben dem Schöpfer der Welt, dass ER uns nicht hat sein lassen wie die Völker der Erde und uns nicht gleichgestellt den Geschlechtern des Erdbodens, dass ER unser Teil nicht gleich gemacht hat dem ihren und unser Los dem ihrer Scharen. Wir beugen das Knie … Wir wissen, dass wir kein Verdienst haben. (HERR,) übe an uns Milde um Deines Namens willen!“3 Gegen die Erwählung Israels, das Ausgesondertsein, begehrte die Welt immer wieder auf. Wir lesen das schon im Buch Ester: Der böse Haman sagte zum König Ahasveros: „Da gibt es ein Volk, …abgesondert unter den Völkern…Und ihre Gesetze sind von denen jedes anderen Volkes verschieden…“(Ester 3, 8). Und ein Brief wurde ausgesandt, dass alle Juden umgebracht werden sollten, weil der Jude Mordechai sich nicht vor dem Haman niederwarf. Ruben Berger, ein messianischer Leiter in Israel, zeigt einen geistlichen Zusammenhang dieses Aufbegehrens gegen Israels Erwählung auf: „Es ist Satans Plan, die Nationen zu benützen, um gegen Israel vorzugehen, denn er weiss, dass der Segen der Nationen abhängig ist von dem Segen, den Gott Israel geben will.“4 Schon früh gab es eine bewusste Abgrenzung des Christentums von den jüdischen Wurzeln: Konstantin der Große, der ab dem Jahre 313 begann, das Christentum zur Staatsreligion zu erheben, beschlagnahmte Synagogen und wandelte sie in Kirchen um. Und die Synode von Nicäa (321)
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Gebete der Israeliten, Tel Aviv 1988, S. 113 Ruben Berger, in: „Gottes Plan mit Israel“, Hombrechtikon 1993, S. 12
ordnete an, das Osterfest dürfe nie mit dem jüdischen Passahfest zusammenfallen.5 Augustinus (um 400 n.Chr.) teilte der Welt mit: „Das wahre Bild des Hebräers ist Judas Ischariot…Der Jude kann die Heilige Schrift niemals verstehen und wird auch ewig die Schuld am Tode von Jesus tragen“.6 Das hat der sog. „Kirchenvater“ gesagt! Dies musste gravierende Auswirkungen haben. Diese Anschuldigung des Gottesmordes und davon abgeleitet die Sicht, die Juden seien deshalb für immer verworfen, hat sich hartnäckig über die Jahrhunderte gehalten. Was können wir dazu sagen? a) Die Römer haben Jesus gekreuzigt, müssten also genauso - und mit ihnen die heutigen Italiener… - angeklagt werden. b) Sein Opfertod war längst im Himmel beschlossen, c) Die Juden riefen zwar damals „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder“, aber Jesu Blut ist nicht Zeichen der Verfluchung, sondern der Rettung, d) Jesus selbst rief aus „Vater, vergib ihnen…“ und war mit dem Vater völlig eins. Der Kreuzzug von 1096 war ein erster unerhörter Tiefpunkt von Massenmorden an den Juden. Die Pest im 14. Jh. wurde den Juden zugeschrieben, deshalb metzelten Deutsche die Juden aus 350 Synagogen nieder. „Puritanische Geschichtstheologie erklärte die Engländer zu leiblichen Nachkommen der verlorenen Stämme, die ja an der Kreuzigung Jesu nicht beteiligt gewesen seien, und England zum neuen ´auserwählten Volk´, das zur Weltherrschaft berufen sei.“7 5
Siehe Wilfried Bullinger&Wolf Klaiber, a.a.O., S. 29 Zitiert bei Fritz May: „Israel zwischen Blut und Tränen, Asslar, 2. Aufl. 1988, S. 32 7 Zitiert in: Bullinger&Klaiber, a.a.O., S. 69 f. 6
Leider müssen wir auch Luther zitieren: „Nach dem Neuen Bund sind die Juden nicht mehr Israel. Die Christen sind die rechten Israeliten und neuen Juden“.8 In seiner Hetzschrift von 1543 steht: „Zweifelt nicht, in Christus Geliebte, dass ihr nach dem Teufel keinen bittereren, gewalttätigeren Feind habt als den richtigen Juden, der es mit seinem Glauben ernst nimmt… Verbrennt ihre Synagogen und Schulen!“9 Das wirkte über Jahrhunderte nach, z.B. beriefen sich Julius Streicher und andere im Naziregime ausdrücklich auf Luther.10 1933 forderten die sog. Deutschen Christen die Abschaffung des AT und Ausmerzung der Begriffe „Israel, Zion, Jerusalem, Hallelujah, Amen“ aus den Gesangbüchern! Die Irrlehre, die Kirche sei das „neue Israel“, ist bis heute nicht ausgemerzt. Die Bedeutung einer klaren, bibelfundierten Beziehung der Christen zum jüdischen Volk fasst der ehemalige Erzbischof von Paris namens Lustiger – ein Jude –in dem Satz zusammen: „Die Haltung der Christen gegenüber den Juden enthüllt die Haltung der Christen gegenüber Christus: Wenn das jüdische Volk angegriffen wird, wird Christus verletzt“. 1948 hatte der “Bruderrat der Evangelischen Kirche Deutschlands“ geschrieben: „Die Erwählung Israels ist durch und seit Christus auf die Kirche aus allen Völkern, aus Juden und Heiden, übergegangen.“11 Ja, diese Enterbungstheologie schlägt sich sogar zum Teil in unserem Kirchenliedgut nieder: „Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit! Lob Ihn mit Schalle, 8
Zitiert bei Fritz May, a.a.O., S. 35 Siehe Fritz May, a.a.O., S. 56 ff. 10 Siehe D.J. Goldhagen: Die katholische Kirche und der Holocaust, S. 215 11 Zitiert in: Bullinger&Klaiber, S. 95 9
werteste Christenheit! ER lässt dich freundlich zu sich laden: freue dich, Israel, Seiner Gnaden!“ Ist hier wirklich Israel gemeint? In Kunstwerken wird das Judentum in den Dreck gezogen. Am Dom zu Erfurt z.B. kämpft ein strahlender Ritter gegen einen auf einer Sau reitenden Ritter – gemeint als Sinnbild für den Sieg des Christentums über das Judentum. Am Bamberger Dom ist die Synagoge dargestellt als Figur mit verbundenen Augen und aus den Händen gleitenden Gesetzestafeln. Gerade die Intellektuellen begehrten immer wieder gegen die Erwählung Israels auf. Der berühmte Philosoph Johann Gottlieb Fichte schrieb 1845, man solle allen Juden „in einer Nacht die Köpfe abschneiden und andere aufsetzen, in denen auch nicht eine jüdische Idee ist.“12 Nach diesem Fichte sind Straßen und Gymnasien benannt! Und Johann Gottfried Herder - nicht nur Philosoph, sondern auch Hofprediger – verstieg sich Ende des 18. Jh. zu der Aussage: „Der Jude ist ein Parasit, der andere Nationen aussaugt.“13 Papst Pius X. wies Theodor Herzl und sein Anliegen mit den Worten zurück: „Weil die Juden unseren HERRN nicht annehmen, können wir das jüdische Volk nicht annehmen.“14 Noch 1937 schrieb das Sprachrohr des Vatikan (Civilta Cattolica), es sei „eine offizielle Tatsache, dass die Juden aufgrund ihres Herrschaftsgeistes und ihrer revolutionären Übermacht ein störendes Element sind. Das Judentum ist …
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Zitiert bei Fritz May, a.a.O., S. 67 Zitiert bei Fritz May, a.a.O., S. 69 14 Zitiert in: Bullinger&Klaiber, a.a.O., S. 81 13
ein Fremdkörper, ein Entzündungsherd…“ Das wurde erst 1965 durch die päpstliche Erklärung Nostra Aetate revidiert.15 Auf dem Hintergrund all dieser schrecklichen Entgleisungen war es möglich, auch Christen zur Zeit des Nationalsozialismus für das Ziel der Auslöschung der Juden zu vereinnahmen. Mit Schaudern sehe ich Bilder, in denen selbst Kirchen mit Hakenkreuzfahnen gespickt sind, und werde an Ps. 74, 4 ff. erinnert: „Es brüllen Deine Widersacher inmitten Deiner Versammlungsstätte. Sie haben ihre Zeichen als Zeichen des Sieges gesetzt. Es sieht aus, als wenn man Äxte emporhebt im Dickicht des Waldes…Sie haben Dein Heiligtum in Brand gesteckt, bis auf den Grund entweiht die Wohnung Deines Namens.“ Wie ist die Situation heute? Heute wird dem Staat Israel immer wieder auf verschiedene Weise das Existenzrecht abgesprochen. Es gibt eine ganze DelegitimierungsKampagne.16 Zwar hat der deutsche Bundestag im Herbst 2009 ausdrücklich bestätigt, dass Israel das Recht auf Existenz habe. Aber ist es nicht geradezu peinlich, dass mehr als 60 Jahre nach Staatsgründung ein UN-Mitglied dies einem anderen UN-Mitglied bescheinigen muss? Von palästinensischen sog. Wissenschaftlern wird behauptet, es gäbe überhaupt keinen archäologischen Beweis jüdischen Lebens im Staatsgebiet! Auch der 1. und 2. Tempel sei nur ein Phantasiegebilde! Historisch wichtige jüdische Stätten werden als „palästinensisches Weltkulturerbe“ deklariert. König 15
„Ein bahnbrechendes theologisches Dokument“, obwohl es in keiner Weise den neu gegründeten Staat Israel erwähnt. So Moshe Aumann in: „Juden, Christen, Israel“, Gießen 2005, S. 78 f. 16 Näheres dazu in Kapitel „Die jüdischen ´Siedlungen – Hindernis zum Frieden?“ Antisemitismus wird i.a. in drei Ausprägungen gesehen: Dämonisierung Israels, Doppelstandard (d.h. an Israel wird ein anderes Maß angelegt als an andere Staaten) und Delegitimierung.