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DEUTSCH

Jugendgebetbuch


Y O U C AT Jugendgebetbuch


deutsch

J U G E ND G E BE T BU C H

Herausgegeben von Georg von Lengerke und Dรถrte Schrรถmges


inhalt Du kannst beten 7 Kleine Gebetsschule 12 ER S T ER T E IL

Ich will Dich preisen Tag für Tag – Ein Zweiwochengebetbuch 17 Erste Woche – Mein Weg mit Gott Sonntag: Du kennst mich 18 | Montag: Du hast meine Schritte fest gemacht 23 | Dienstag: Du bist der Weg 29 | Mittwoch: In Deinem Namen gehen 33 | Donnerstag: Du nennst uns Freunde 37 | Freitag: Du hörst mein Rufen 42 | Samstag: Du weißt, was mich bestimmt 46

© 2014 YOUCAT Foundation gemeinnützige GmbH. Alleiniger Gesellschafter der YOUCAT Foundation ist das Internationale Päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT mit Sitz in Königstein im Taunus. Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Marke YOUCAT erfolgt mit Zustimmung der YOUCAT Foundation. YOUCAT® ist eine international geschützte Wort- und Bildmarke. Eingetragen unter GM: 011929131 Umschlaggestaltung, Layout, Illustrationen und Satz: Alexander von Lengerke, Köln Druck und Bindung: FINIDR, s.r.o. Tschechien Printed in Czech Republic Produktionskoordination: Druckmedien Speyer GmbH, Speyer ISBN: 978-3-945148-09-9 Besuchen Sie uns auf www.youcat.org

Die YOUCAT Foundation gemeinnützige GmbH fördert durch erwirtschaftete Überschüsse aus Verlagsarbeit und Spenden weltweit Projekte der Katechetisierung und Neuevangelisierung unter jungen Menschen. Sie können die internationale Arbeit der YOUCAT Foundation gemeinnützige GmbH auch direkt mit einer Spende unterstützen. Spendenquittungen werden ab einer Summe von 100,-- Euro unaufgefordert ausgestellt. Deutsche Bank AG BLZ: 720 700 24 Konto-Nr.: 031 888 100 IBAN: DE13 7207 0024 0031 8881 00 BIC: DEUTDEDB720

ZWE I T ER T E IL

Du hast uns Freunde genannt – Mein Leben beten 87 Den Vater preisen 88 | Den Sohn hören 94 | Um den Geist bitten 100 Gott anbeten 105 | Mir vergeben und mich erlösen lassen 110 Unterscheiden und entscheiden 118 | Berufen sein und Antwort geben 122 | Für die Menschen beten – zu den Menschen gehen 130 Leib und Leben – uns anvertraut 138 | In der Not rufen 146 | Endlich und unsterblich sein 152 | Mit der Mutter Jesu beten 158 REGI S T ER

Namensregister 168 | Index der Gebete 172 Quellenhinweise 176 | Danksagungen 176 Bildnachweis 176

INHALT

Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Zweite Woche – Gottes Weg mit mir Sonntag: Gott steht auf – Auferstehung 51 | Montag: Erbaut aus lebendigen Steinen – Die Kirche 56 | Dienstag: Damit die Welt glaubt – Einheit 62 | Mittwoch: Du nimmst uns das Herz aus Stein – Umkehr 66 Donnerstag: Das ist heute! – Eucharistie 70 | Freitag: Gott geht in den Schmerz – Das Leiden Christi 75 | Samstag: In alle Ewigkeit – Gottesbund 80

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Du kannst beten Du kannst beten. Vielleicht hast Du schon nicht mehr gebetet, seitdem Du ein Kind warst. Vielleicht ist Dir das Beten überhaupt noch ganz fremd. Oder man hat Dir gesagt, es sei schwierig zu beten oder es würde sowieso nichts bringen. Möglicherweise hast Du Angst, Gott würde Dein Gebet nicht erhören. Oder Du hast von großen Gefühlen gehört, die man beim Beten erfahren kann, und Du hast Angst, enttäuscht zu werden. Aber das alles muss Dich nicht am Beten hindern.

Du kannst beten. Das können wir Dir schreiben, obwohl wir Dich gar nicht persönlich kennen. Aber der, zu dem Du beten kannst und der zu Dir sprechen will, kennt Dich. Er ist Dir ganz nahe. Er kennt Dich besser, als Du Dich selber kennst, und ist Dir näher, als Du Dir selber bist. Jesus ist der menschgewordene Gott. Und schon bei seinem Kommen in die Welt hat er entschieden, auch in Deinem Herzen zu wohnen. Dort wartet er auf Dich. Dort will er gesucht und gefunden werden. Dort will er zu Dir sprechen und von Dir gehört werden. Er kennt Dich und hat Dich lieb wie sonst keiner. Du darfst Dich ihm anvertrauen mit Deinem ganzen Leben, mit allem Schönen und Schweren, mit Deiner Freude und mit Deinem Schmerz, mit dem, was Dir Freude macht, und dem, was unansehnlich ist und Dich beschämt. Beten heißt Dich Gott mit allem anvertrauen. Beten heißt Schweigen und Hören. Und es heißt, ihn einzulassen in Dein tägliches Leben, in Deinen Leib und Deine Erinnerung, in alles, was Du redest, denkst und tust. Den großen Schritt zu Dir hin hat Gott schon gemacht. Der Weg ins Beten beginnt auch für Dich nur mit einem kleinen Schritt. Wir laden Dich ein, ihn zu gehen.

DU K ANNS T BE TEN

Geh den kleinen Schritt!

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Das Zweiwochengebetbuch und die Lebensthemen Zu diesem Gebetsweg der Freundschaft mit Gott soll dieses Buch eine Hilfe sein. Es versammelt in sich alte und neue Gebete für gute und böse Tage und Nächte. Du findest Gebete aus der Heiligen Schrift, Gebete großer Beter aus der Geschichte und heutiger Menschen.

Während wir diese Gebete gesucht, gefunden und auch immer wieder gebetet haben, sind wir den gleichen Weg gegangen, den Du mit diesem Buch gehen kannst. Und wir gehen ihn weiter mit. Und mit uns gehen unzählige andere Beter: Menschen aller Zeiten seit der Erschaffung der Welt; solche, die schon bei Gott sind, und solche, die noch heute mit uns leben. Viele beten mit Dir und für Dich – auch wir. Du kannst beten. Und wenn Du willst, kannst Du noch heute damit beginnen.

Die Gebete anderer sind ein Weg in Dein Beten Die vorformulierten Gebete können Dich ins Beten mit eigenen Worten und in das innere Gebet des Schweigens führen. Die vorformulierten Gebete sind ja nicht bloß zum „Nachbeten“ da. Wenn Du Dir das Gebet eines anderen Menschen zu eigen machst, dann betest Du gemeinsam mit ihm und er mit Dir. Die Verfasser der Gebete in diesem Buch wollen Deine Mitbeter und Fürbeter sein. Sie können zu Weggefährten des Glaubens werden, die Dir helfen, immer mehr Deine eigenen Worte und auch in das Schweigen des Gebetes zu finden. So wirst Du immer mehr ein betender, ein mit Gott verbundener Mensch werden.

Ehreshoven im August 2011, Fra‘ Georg Lengerke und Dörte Schrömges

DU K ANNS T BE TEN

Das Buch besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist ein Gebetsrhythmus mit Morgen- und Abendgebeten für zwei Wochen. Die Tage der ersten Woche sind mit Themen aus unserem Leben mit Gott, die der zweiten Woche mit Themen aus Gottes Leben mit uns überschrieben. Der zweite Teil ist eine Sammlung von Gebeten zu verschiedenen Themen und Anliegen. Sie können gut mit dem regelmäßigen Rhythmus des ersten Teils verbunden und in ihn eingefügt werden – je nach Anlass, den verschiedenen Festzeiten der Kirche oder Deinen Anliegen.

Es kann sein, dass Dir einzelne Gebete, Sätze oder Worte tief ins Herz fallen. Dann verweile dort. Gib Dir einen Augenblick Zeit. Lass das Wort tief in Dein Herz und in Deinen Leib einsinken. Vielleicht möchtest Du es auswendig lernen und mitnehmen in die Unternehmungen und Anliegen Deines Tages. Es mag Dir auch helfen, manche Gebete laut zu beten. Du musst auch nicht immer alle Gebete nehmen. Wähle aus und bleibe, wo Dich ein Text besonders anspricht.

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Kleine Gebetsschule

Entscheide Dich.

Viele beginnen mit großen Vorsätzen zu beten. Nach einer Weile scheitern sie daran und glauben, sie könnten gar nicht beten. Beginne mit festen kurzen Gebetszeiten. Und die halte in Treue durch. Dann können Deine Sehnsucht und auch Dein Gebet wachsen, wie es Dir, der Zeit und den Umständen gemäß ist.

Bereite Dir einen Ort.

Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. MAT THÄUS 6,6

Ritualisiere und strukturiere Dein Gebetsleben.

Vor allem gehört zum rechten Beten, dass wir es regelmäßig tun. Also nicht nur, wenn das Herz einen drängt. Die Seele lebt aus dem Gebet. Aber alles Leben will Regel und Wiederkehr, will Rhythmus. ROMANO GUARDINI

Nimm Dir Zeit zum Beten.

Beten heißt wach sein dafür, dass Gott mir zugewandt ist. Bei ihm brauchst Du keine Audienzen zu beantragen. Für die Zeit des Gebetes gibt es drei Kriterien, die hilfreich sein können. Nimm eine feste Zeit (Gewohnheit hilft), eine ruhige Zeit (das sind oft der frühe Morgen und der Abend) und eine wertvolle Zeit, die Du gerne hast, aber auch gerne wegschenken magst (keine „Abfallzeit“).

„Wir können zu allen Zeiten beten“ – ich weiß, wir können es, aber ich fürchte, dass diejenigen, die nicht zu bestimmten Zeiten beten, überhaupt selten beten. CHARLES HADDON SPURGEON

Der Ort, an dem Du betest, wirkt sich auch auf Dein Beten aus. Suche deshalb einen Ort, an dem Du gut beten kannst. Für manchen wird das die Bettkante sein oder der Schreibtisch. Anderen hilft es, wenn sie einen bereiteten Ort haben, der sie erinnert und einlädt: Schemel oder Stuhl mit Kniebank, Teppich, Ikone oder Bild, Kerze, die Heilige Schrift, ein Gebetbuch.

Sich jedes Mal neu zum Gebet zu überwinden kann einen viel Kraft kosten. Gib Deinem Beten eine feste Ordnung (einen Ritus). Diese soll Dich nicht einengen, sondern Dir helfen, nicht jeden Tag überlegen zu müssen, ob und wie Du beten willst. Vor dem Gebet stelle Dich bewusst in die Gegenwart Gottes; nach dem Gebet nimm Dir noch einen Moment Zeit, um zu danken und Dich unter Gottes Segen zu stellen.

Das Gebet, das ein Mensch nach bestem Können verrichtet, hat große Kraft. Es macht ein bitteres Herz süß, ein trauriges froh, ein armes reich, ein törichtes weise, ein verzagtes kühn, ein schwaches stark, ein blindes sehend, ein kaltes brennend. Es zieht den großen Gott in das kleine Herz; es trägt die hungrige Seele empor zu Gott, dem lebendigen Quell, und bringt zusammen zwei Liebende: Gott und die Seele. GERTRUD VON HELF TA

KLEINE GEBE T SSCHULE

Sei im Kleinen treu.

Gott hat uns als freie Menschen gewollt und geschaffen. Viele Male am Tag wägen wir ab, setzen wir Prioritäten, treffen wir Entscheidungen. Ohne Entscheidungen geht nichts weiter. Wenn Du es willst, entscheide Dich, ein betender Mensch zu werden und Deine Beziehung zu Gott zu gestalten. Entscheide bewusst: Dann und dann will ich beten. Triff die Entscheidung für das Morgengebet schon am Abend und für das Abendgebet schon am Morgen.

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Lass den ganzen Menschen beten.

Beten vollzieht sich nicht nur in Gedanken und Worten. Im Gebet darf sich der ganze Mensch mit Gott verbinden: Dein Leib, Deine innere und äußere Wahrnehmung, Deine Erinnerung, Dein Wollen, Denken und Fühlen oder der Traum der vergangenen Nacht. Manchmal geben Dir auch die Zerstreuungen wichtige Auskunft darüber, was Dich wirklich beschäftigt und bewegt und was Du ausdrücklich vor Gott bringen und bei ihm lassen kannst. Zu Erledigendes, das Dir während des Betens einfällt und das Du nicht vergessen willst, kannst Du auch aufschreiben und zum Beten zurückkehren.

FR ANZ VON SALES

Bete auf vielfältige Weise.

Nutze die Gelegenheiten.

Beten bedeutet auch, auf die Stimme Gottes zu hören. Gott spricht am ausdrücklichsten in den Worten der Heiligen Schrift, die die Kirche Tag für Tag liest. Er spricht durch die Überlieferung der Kirche und das Zeugnis der Heiligen. Aber er spricht auch – oft verborgen – im Herzen eines jeden Menschen, z.B. im Urteil Deines Gewissens oder durch eine innere Freude. Das Wort Gottes in der Schrift macht das Wort Gottes im Herzen hörbar und verleiht ihm eine Stimme. Lass Gott in Deinem Beten zu Wort kommen. Mache Dich vertraut mit ihm, damit Du seine Stimme von den vielen Stimmen unterscheiden und seinen Willen erkennen lernst.

Wir jammern, dass sich uns Gott in den wenigen Minuten, die wir für ihn übrig haben, nicht zeigt. Wie steht es aber mit den dreiundzwanzigeinhalb Stunden, in denen Gott bei uns anklopft und wir ihm antworten: „Es tut mir leid, ich habe so viel zu tun“? ANTHONY BLOOM

Entdecke und übe die vielen Weisen des Gebetes, die je nach Zeit und eigener Verfassung und momentaner Situation anders sein können: das vorformulierte Gebet eines anderen Beters, in das ich einstimme; das persönliche Gebet in den eigenen Anliegen; das Beten mit einem Wort aus der Heiligen Schrift (z.B. den Lesungen des Tages); das Herzensgebet (oder Jesusgebet), bei dem ein kurzer Gebetsruf oder nur der Name Jesu mit jedem Atemzug wiederholt wird; das innere Gebet, in dem der ganze innere und äußere Mensch schweigt und hört … Du kannst auch die Gelegenheiten nutzen, die sich bieten, um zwischendurch zu beten (z.B. Stoßgebete, eine Bitte, ein kurzer Dank oder Lobpreis): die Wartezeit, die Fahrt im Bus, im Zug oder im Auto (nicht gleich die Musik anmachen), die Freistunde, die Kapelle oder Kirche am täglichen Fußweg. Lass die Gelegenheiten, die Du zum Beten hast, zu Einladungen werden, Dich immer wieder neu mit Gott zu verbinden.

KLEINE GEBE T SSCHULE

Wenn Dein Herz wandert oder leidet, bring es behutsam an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart Deines Herrn; und selbst, wenn Du in Deinem Leben nichts anderes getan hast, außer Dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart unseres Gottes zu versetzen, obwohl es jedes Mal wieder fortlief, nachdem Du es zurückgeholt hast, dann hast Du Dein Leben wohl erfüllt.

Lass Gott zu Wort kommen.

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Bete mit der irdischen und der himmlischen Kirche.

Wer betet, stellt sich – sei es allein oder mit anderen – in die große Gemeinschaft der Betenden hinein. Sie reicht von der Erde bis in den Himmel und schließt die heute Lebenden wie auch die Engel, die Heiligen und die unbekannte Schar der bei Gott Lebenden ein. Beten bedeutet auch, füreinander zu beten. Daher ist es gut, nicht bloß für sich allein zu beten, sondern, wo es möglich ist, auch mit anderen: mit der Familie, mit Freunden, mit Deiner Gemeinde. Und mit den Heiligen. Du darfst sie um ihr Gebet bitten. Denn die Gebetssolidarität der Menschen vor Gott hört mit dem Tod nicht auf.

Schafft in Eurem Leben Raum für das Gebet! Alleine beten ist gut, noch schöner und gewinnbringender ist es aber, gemeinsam zu beten, denn der Herr hat gesagt, dass er dort, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, mitten unter ihnen ist (vgl. Matthäus 18,20). BENEDIK T X V I.

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erster teil

Ich will Dich preisen Tag f端r Tag e in z w e i w o c he n g e be t buc h 16

Erste Woche Mein Weg mit Gott 18 Zweite Woche Gottes Weg mit mir 51

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Erste Woche – Mein Weg mit Gott wo

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Ich habe dich gesehen

* Zum Kreuzzeichen findest Du ein Gebet auf Seite 105!

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.* + Herr, öffne meine Sinne

(Bei jedem + wird ein kleines Kreuzzeichen an die bezeichnete Stelle gemacht)

+ Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund Dein Lob verkünde.

JOHANNES 1,47–49

+ Herr, öffne meine Augen, damit ich Dein Wirken und die Not der Menschen sehe. + Herr, öffne mir die Ohren, damit ich Dein Wort und den Schrei der Armen höre. + Herr, öffne mir die Nase, damit ich das Lebendige vom Toten unterscheide. + Herr, öffne meinen Verstand, damit ich Dich und Dein Wort verstehe. + Herr, öffne mein Herz, damit ich Dir Raum gebe und Dich suche und finde in allen Dingen. + Herr, öffne meine Hände, damit ich von Dir empfange und den Menschen fröhlich gebe. Amen.

Stille Meine Bitte für den Tag … Versuche einmal, das Vaterunser mit dem Atem zu beten. Bei jedem Ausatmen bete einen Satz. Es ist ja der Heilige Geist selbst, der in Dir betet. Und Dein Atem ist ein Bild für Ihn, für den Geist, den Gott Dir gab, als Er Dir das Leben schenkte (vgl. Genesis 2,7).

Vater unser Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. nach MAT THÄUS 6,9–13

18 19 ER S T E WOCHE – SONN TAG: DU KENNS T M ICH

In vielen betenden Gemeinschaften beginnt das erste Gebet des Tages mit der Bitte aus dem 51. Psalm: Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund Dein Lob verkünde. Damit ist die Bitte verbunden, zum Lob Gottes geweckt zu werden und mir bewusst zu sein, wozu ich im Laufe des Tages meine Lippen sonst noch öffne.

In jener Zeit sah Jesus Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

du kennst mich


Der Schild des heiligen Patrick

Segne mich, Herr, bewahre mich vor allem Bösen und führe mich zum ewigen Leben. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Die Herrlichkeit Gottes ist der lebendige Mensch.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. In Stille schaue ich zurück auf diesen Tag. Ich rufe mir ins Gedächtnis, was und wer mir im Verlauf dieses Tages begegnet ist, was ich gedacht, gesagt und getan habe. Guter Vater, ich danke Dir für diesen Tag und alles Gute, das ich erfahren habe. Vergib mir, wo ich gegen Dich, die Menschen oder mich selbst gesündigt habe, und lass mein Herz ruhig werden bei Dir. Amen. Ich empfange mich aus Deiner Hand Immerfort empfange ich mich aus Deiner Hand. Das ist meine Wahrheit und meine Freude. Immerfort blickt mich Dein Auge an, und ich lebe aus Deinem Blick, Du mein Schöpfer und mein Heil. Lehre mich, in der Stille Deiner Gegenwart das Geheimnis zu verstehen, dass ich bin. Und dass ich bin durch Dich und vor Dir und für Dich. Amen. ROMANO GUARDINI

IRENÄUS VON LYON

Du kennst mich Herr, Du hast mich erforscht und Du kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, Du weißt von mir. Von fern erkennst Du meine Gedanken. Ob ich gehe oder ruhe, es ist Dir bekannt;

20 21 ER S T E WOCHE – SONN TAG: DU KENNS T M ICH

PATR ICK VON IRL AND

Zum Beten der Psalmen: Die Psalmen sind das Gebetbuch der Bibel. Du betest sie mit Millionen von Christen und Juden auf der ganzen Welt. Den heutigen und den Betern seit 2500 Jahren, denn für Gott sind alle je gesprochenen Gebete noch und für immer da. Die Psalmen können uns helfen, alle Erfahrungen und Regungen des menschlichen Herzens vor Gott zu tragen: Freude und Dank, Verzweiflung und Zorn, selbst den Hass gegen die Bösen und die Frage, ob Gott eigentlich schläft, während wir leiden …

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

Ich erhebe mich heute ermutigt und bestärkt im Glauben an den dreifaltigen Gott. Ich vertraue mich heute Gottes mächtiger Führung an, Gottes wachendem Auge, Gottes lauschendem Ohr, Gottes schützenden Händen, Gottes fürsprechendem Wort, Gottes leitender Weisheit, Gottes offenen Wegen, Gottes bergendem Schild. Christus sei mit mir, Christus sei vor mir, Christus sei in mir, Christus sei unter mir, Christus sei über mir, Christus zur Rechten, Christus zur Linken, er die Kraft, er der Friede! Christus sei, wo ich liege, Christus sei, wo ich stehe, Christus sei, wo ich sitze, Christus in der Tiefe, Christus in der Höhe, Christus in der Weite. Amen.


aus PSALM 139

Ich bete Dich an

AUGUST INUS

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du hast meine schrit te fest gemacht

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Es kommt vor allem darauf an, entschlossen zu beginnen. Wer entschlossen beginnt, hat schon einen guten Teil des Weges hinter sich. TERESA VON ÁV IL A

Ich bin Dein Ich fürchte mich nicht, mein Herr, denn Du hast mich geschaffen. Du rufst mich bei meinem Namen. Ich bin Dein! Wenn ich durchs Wasser schreite, bist Du bei mir, wenn durch Ströme, dann reißen sie mich nicht fort. Wenn ich durchs Feuer gehe, werde ich nicht verbrannt, keine Flamme versengt mich. Denn Du bist der Herr, mein Gott, Du bist der Heilige, Du bist mein Retter! Ich bin in Deinen Augen teuer und wertvoll, Du liebst mich. Du hast jeden Menschen zu Deiner Ehre geschaffen, geformt und gemacht. Du allein bist Gott, und auch künftig wirst Du es sein. Weil Du bei mir bist, fürchte ich mich nicht. nach JESAJA 43

Schenke mir, Herr, eine ruhige Nacht und ein vollkommenes Ende in Dir. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

che

22 23 ER S T E WOCHE – MON TAG: DU HA S T ME INE SCHR I T T E F E S T GEM ACH T

Herr, Du hast uns geschaffen, und unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in Dir. Dein ist das Licht des Tages. Dein ist das Dunkel der Nacht. Das Leben ist Dein und der Tod. Ich selbst bin Dein und bete Dich an. Lass mich ruhen in Frieden, segne den kommenden Tag, und lass mich erwachen, Dich zu rühmen. Amen.

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ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

Du bist vertraut mit all meinen Wegen. Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge – Du, Herr, kennst es bereits. Du umschließt mich von allen Seiten und legst Deine Hand auf mich. Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen. Denn Du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke Dir, dass Du mich so wunderbar gestaltet hast. Deine Augen sahen, wie ich entstand, in Deinem Buch war schon alles verzeichnet. Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der Dich kränkt, und leite mich auf dem altbewährten Weg! Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


Er stellt euch auf festen Grund

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch. Wisst, dass eure Brüder in der ganzen Welt die gleichen Leiden ertragen müssen! Der Gott aller Gnade aber, der euch in (der Gemeinschaft mit) Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen. 1. PE TRUSBR IEF 5,7.9B–10

Stille Meine Bitte für den Tag …

ME ISTER ECKHART

Vater unser im Himmel … Meine Sehnsucht nach Wahrheit Ich preise Dich, mein Vater, für die Sehnsucht nach Wahrheit, die Du tief in mich eingepflanzt hast. Sie lässt sich nicht abspeisen mit leeren Versprechungen, einfachen Lösungen und hohlen Phrasen.

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Ich bitte Dich, mein Vater, dass Du mit mir auf die Wahrheit meines Lebens schaust, auf alles Echte und alles Falsche, auf alles Wahre und alle Lüge, auf alle Fülle und alle Leere. Ich vertraue Dir, mein Vater, dass Du in mein Leben kommst, mit Deinem Licht meine Dunkelheit hell machst und für mich die Wahrheit bist, die alle meine Sehnsucht stillen wird. Amen. DÖRTE SCHRÖMGES

Segne mich, Herr, bewahre mich vor allem Bösen und führe mich zum ewigen Leben. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

ER S T E WOCHE – MON TAG: DU HA S T ME INE SCHR I T T E F E S T GEM ACH T

Die ein gutes Leben beginnen wollen, die sollen es machen wie einer, der einen Kreis zieht. Hat er den Mittelpunkt des Kreises richtig angesetzt und steht er fest, so wird die Kreislinie gut. Das soll heißen: Der Mensch lerne zuerst, dass sein Herz fest bleibe in Gott, so wird es beständig werden in all seinen Werken.


+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Guter Vater, ich danke Dir für diesen Tag und alles Gute, das ich erfahren habe. Vergib mir, wo ich gegen Dich, die Menschen oder mich selbst gesündigt habe, und lass mein Herz ruhig werden bei Dir. Amen.

Was ist das Schlimmste, was der Mensch sich selbst antun kann? – Wenn er vergisst, dass er ein Königssohn ist.

Herr, mein Gott: Wie der Fisch nicht ohne Wasser leben kann, so kann ich nicht ohne Dich leben. Du hast mich erschaffen, Du erhältst mein Leben. Heute komme ich, Dir zu danken für das Leben, das Du mir ständig neu schenkst. Ich komme, Dir zu danken, Dir zu sagen, wie sehr ich das Leben liebe. Ja, ich freue mich zu leben, auch wenn ich oft neben mir stehe, wenn ich auf der Stelle trete und nicht weiß, wohin es mit mir gehen soll. Vor allem freue ich mich, Dein Kind zu sein, in mir den Atem des göttlichen Lebens zu tragen, Deinen Heiligen Geist. Du willst in mir leben, Gast sein in mir. Von ganzem Herzen danke ich Dir für diese Ehre, für diese Freude. Amen. nach einem Gebet aus Obervolta

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien. Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, aus Schlamm und Morast. Er stellte meine Füße auf den Fels, machte fest meine Schritte. Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. Zahlreich sind die Wunder, die Du getan hast, und Deine Pläne mit uns; Herr, mein Gott, nichts kommt Dir gleich. Wollte ich von ihnen künden und reden, es wären mehr, als man zählen kann. An Schlacht- und Speiseopfern hast Du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst Du nicht. Doch das Gehör hast Du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. aus PSALM 40

26 27 ER S T E WOCHE – MON TAG: DU HA S T ME INE SCHR I T T E F E S T GEM ACH T

MART IN BUBER

Herr, mein Gott, ich freue mich

Ja, ich komme

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

In Stille schaue ich zurück auf diesen Tag. Ich rufe mir ins Gedächtnis, was und wer mir im Verlauf dieses Tages begegnet ist, was ich gedacht, gesagt und getan habe.

Gott will nicht Schlacht- und Speiseopfer. Er will nicht, dass Du ihm etwas von Dir gibst. Er will nicht Deine Leistung und Erfolge (so erfreulich sie sind), nicht gute Noten und was Dich in den Augen der anderen groß macht. Er sehnt sich nach Dir selbst, nach Deinem Herzen, so wie es heute ist; danach, dass Du ihm auch noch Deinen Schmerz und Deine Schuld überlässt. So wird er Dein Heiland sein und heilen, was in Dir zerbrochen ist.


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du bist der weg

Dieser Tag sei mir aus Deiner Hand gegeben

Gott lässt uns weniger aus den Augen als eine Mutter ihr Kind, das zu gehen anfängt.

Herr, sei vor mir und weise mir den rechten Weg. Herr, sei neben mir und schütze mich. Herr, sei hinter mir und bewahre mich vor der Heimtücke böser Menschen. Herr, sei unter mir, rette mich aus der Schlinge und fange mich auf, wenn ich falle. Herr, sei in mir und tröste mich, wenn ich traurig bin. Herr, sei um mich herum und verteidige mich vor denen, die über mich herfallen. Herr, sei über mir und segne mich. So schenke mir, Herr, eine ruhige Nacht und ein vollkommenes Ende in Dir. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, dieser Tag, und was er bringen mag, sei mir aus Deiner Hand gegeben: Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Du bist der Weg: ich will ihn gehen. Du bist die Wahrheit: ich will sie sehen. Du bist das Leben: mag mich umwehen Leid und Kühle, Glück und Glut, alles ist gut, so wie es kommt. Gib, dass es mir frommt! In Deinem Namen beginne ich. Amen. altes Pilgergebet

28 29 ER S T E WOCHE – DIENS TAG: DU BI S T DER WEG

JOHANNES MAR I A V I ANNE Y, PFARRER VON ARS

Segensgebet

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Ich bin der Weg Thomas sagte zu Jesus: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Stille In Stille schaue ich zurück auf diesen Tag. Ich rufe mir ins Gedächtnis, was und wer mir im Verlauf dieses Tages begegnet ist, was ich gedacht, gesagt und getan habe.

Meine Bitte für den Tag … Vater unser im Himmel …

Darin liegt der Adel und die Schönheit des Glaubens: dass wir das Herz haben, etwas zu wagen. JOHN HENRY NE WMAN

Guter Vater, ich danke Dir für diesen Tag und alles Gute, das ich erfahren habe. Vergib mir, wo ich gegen Dich, die Menschen oder mich selbst gesündigt habe, und lass mein Herz ruhig werden bei Dir. Amen.

An Dich gelehnt – mich hinauswagen Vater im Himmel, sei Du das Heil, gib, dass ich meine Armseligkeit hinter mir lasse und, an Dich gelehnt, mich hinauswage in die unbekannten Meere der Freiheit. Amen. TE ILHARD DE CHARDIN

JOHANNES 8,12

Führe mich, Du mildes Licht Führe Du mich, mildes Licht! Wenn Finsternis mich umgibt, führe mich. Dunkel ist die Nacht, und ich bin weit weg von zu Hause. Führe Du mich und behüte meinen Fuß. Ich möchte gar nicht sehen, was jetzt noch fern ist. Mir reicht der jeweils nächste Schritt. So habe ich nicht immer beten können: Führe mich! Ich meinte, meinen Weg allein zu kennen. Ich liebte den geschönten, eitlen Tag, in meinem Herzen regierte König Stolz. Ach, Herr, vergiss es. Doch jetzt, führ Du mich Deinen Weg. Du warst immer bei mir mit Deinem Segen. Und ich glaube daran, dass Du mich weiter leiten wirst – durch Matsch und Sumpf, über Felsen und durch reißendes Wasser –, bis meine Dunkelheit vorüber ist und mich am Morgen das Lächeln Deiner Engel empfängt, das ich so liebe und das ich zwischendurch verloren hatte. Amen. nach Lead, Kindly Light von JOHN HENRY NE WMAN

30 31 ER S T E WOCHE – DIENS TAG: DU BI S T DER WEG

Segne mich, Herr, bewahre mich vor allem Bösen und führe mich zum ewigen Leben. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

JOHANNES 14,5–6


aus PSALM 16

Vater, ich bin auf der Suche, ich stelle keine Behauptungen auf. Aber Du, mein Gott, wache über meine Schritte und weise mir die Richtung. Amen. AUGUST INUS

Schenke mir, Herr, eine ruhige Nacht und ein vollkommenes Ende in Dir. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

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in deinem namen gehen

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Sooft Du etwas Gutes zu tun beginnst, bitte zuerst inständig darum, dass er es vollende. BENEDIK T VON NURSI A

O Gott, ich bete Dich an O Gott, ich bete Dich an: Du Weisheit, die mich erdacht, Du Wille, der mich gewollt, Du Macht, die mich geschaffen, Du Gnade, die mich erhoben, Du Stimme, die mich ruft, Du Wort, das zu mir spricht, Du Güte, die mich beschenkt, Du Vorsehung, die mich leitet, Du Barmherzigkeit, die mir vergibt, Du Liebe, die mich umfängt, Du Geist, der mich belebt, Du Ruhe, die mich erfüllt, Du Heiligkeit, die mich wandelt, Dass ich nimmer ruhe, bis ich Dich schaue: O Gott, ich bete Dich an. Amen. GOT TESLOB

Ich sende euch In jener Zeit sagte Jesus zu den zwölf Aposteln: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! MAT THÄUS 10,7–8.16

32 33 ER S TE WOCHE – MI T T WOCH: IN DE INEM NAMEN GEHEN

Auf der Suche

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ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue Dir. Ich sage zum Herrn: „Du bist mein Herr; mein ganzes Glück bist Du allein.“ Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. Ich will ihnen nicht opfern, ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen. Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit. Denn Du gibst mich nicht der Unterwelt preis; Du lässt Deinen Frommen das Grab nicht schauen. Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor Deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, zu Deiner Rechten Wonne für alle Zeit. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

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Fremde Götter sind alle Mächte, Ansprüche und Erwartungen, alle Trends, Moden und Ansagen, die uns zuflüstern: „Ich bin dein Gott! Folge mir und gehöre mir, dann werde ich dich glücklich machen!“ Dieser Psalm sagt: Nur Gott ist Gott, nur er ist die Macht, die uns frei und glücklich macht.

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Du zeigst mir den Pfad zum Leben


Stille Meine Bitte für den Tag … Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

MUT TER TERESA

Mach uns würdig, Herr, unseren Mitmenschen in der ganzen Welt zu dienen, die in Armut und Hunger leben und sterben. Gib ihnen durch unsere Hände heute ihr tägliches Brot, durch unsere verstehende Liebe Frieden und Freude. Herr, gewähre, dass ich eher zu trösten suche, als getröstet zu werden; zu verstehen, als verstanden zu werden; zu lieben, als geliebt zu werden; denn durch Selbstvergessen findet man; durch Verzeihen erlangt man Verzeihung; durch Sterben erwacht man zum ewigen Leben. Amen. Morgengebet der Schwestern der Nächstenliebe (Orden von Mutter Teresa)

Segne mich, Herr, bewahre mich vor allem Bösen und führe mich zum ewigen Leben. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. In Stille schaue ich zurück auf diesen Tag. Ich rufe mir ins Gedächtnis, was und wer mir im Verlauf dieses Tages begegnet ist, was ich gedacht, gesagt und getan habe. Guter Vater, ich danke Dir für diesen Tag und alles Gute, das ich erfahren habe. Vergib mir, wo ich gegen Dich, die Menschen oder mich selbst gesündigt habe, und lass mein Herz ruhig werden bei Dir. Amen. Gib acht Herr, gib acht auf uns, denn das Meer ist so groß, und unser Boot ist so klein. Amen. bretonisches Fischergebet

Wort in die Nacht Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade. PSALM 119,105

34 35 ER S TE WOCHE – MI T T WOCH: IN DE INEM NAMEN GEHEN

Der einfache Weg! Die Frucht der Stille ist das Gebet. Die Frucht des Gebetes ist der Glaube. Die Frucht des Glaubens ist die Liebe. Die Frucht der Liebe ist das Dienen. Die Frucht des Dienens ist der Friede.

Mach uns würdig zu dienen

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

Petrus in JOHANNES 6,68

Vater unser im Himmel …


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du nennst uns freunde

AUGUST INUS

THEOPHAN DER E INSIEDLER

Schon zieht herauf des Tages Licht Schon zieht herauf des Tages Licht, wir flehn zu Gott voll Zuversicht: Bewahre uns an diesem Tag vor allem, was uns schaden mag. Bezähme unsrer Zunge Macht, dass sie nicht Hass und Streit entfacht; lass unsrer Augen hellen Schein durch Böses nicht verdunkelt sein. Rein sei das Herz und unversehrt und allem Guten zugekehrt. Und gib uns jeden Tag das Brot für unsre und der Brüder Not. Dich, Vater, Sohn und Heil‘ger Geist, voll Freude alle Schöpfung preist, der jeden neuen Tag uns schenkt und unser ganzes Leben lenkt. Amen. aus dem Stundenbuch der Kirche

Schenke mir, Herr, eine ruhige Nacht und ein vollkommenes Ende in Dir. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

36 37 ER S T E WOCHE – DONNER S TAG: DU NENNS T UNS F REUNDE

Wache Du, Herr, mit denen, die wachen oder weinen in dieser Nacht. Hüte Deine Kranken. Lass Deine Müden ruhen. Segne Deine Sterbenden. Tröste Deine Leidenden. Erbarme Dich Deiner Betrübten, und sei mit Deinen Fröhlichen und mit uns allen um Deiner unendlichen Liebe willen. Amen.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

ER S T ER T E IL : ICH W IL L DICH PRE I SEN TAG F ÜR TAG

Behüte die Wachenden

Nachdem Du über ihre Bedeutung nachgedacht und tief darauf reagiert hast, mache Dir die Mühe, einige Gebete auswendig zu lernen. So wirst Du mehr in der Lage sein, die Aufmerksamkeit Deines Geistes gleichmäßig auf Gott zu richten. Du wirst selber sehen, wie wohltuend das ist: Gebete auswendig gelernt zu haben versichert, dass die Gebete jederzeit und unter allen Umständen bei Dir sind, und das bedeutet sehr viel.


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