Jesus im Scheol Was zwischen Kreuzigung und Himmelfahrt Jesu geschah
Gabor Kover
Jesus im Scheol Was zwischen Kreuzigung und Himmelfahrt Jesu geschah Gabor Kover © Verlag für Weltmission ISBN 978-3-942501-66-8 1. Auflage Februar 2013 Berlin
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfältigung in irgendeiner Form (Fotokopie, Microfilm oder andere Verfahren) oder Verarbeitung durch elektronische Systeme ohne schriftliche Einwilligung des Autors und des Verlages sind verboten.
Bibelstellen wurden der Elberfelder Übersetzung entnommen. © R. Brockhaus Verlag, Witten
Übersetzung: Hanna Zobel Coverbild: Krisztian Horvath Druck: Booksfactory, www.booksfactory.de Verlag für Weltmission www.verlag-fuer-weltmission.de
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INHALT TEIL 1 – DER AUFBAU DER ERDE UND DIE ORTE DES GERICHTS Der Aufbau der Erde Sprüche 8 Tehom Quellen des Tehom Tehom und die Meere Zusammenfassung Der Scheol und weitere Orte des Gerichts Scheol bzw. Hölle Abaddon Tartaros Gehenna Zusammenfassung
07 12 14 15 16 19 23 23 45 48 49 52
TEIL 2 – JESUS IM SCHEOL Vorbilder – Prophetische Geschichten Die Geschichte Josefs Die Geschichte Esthers Die Geschichte Jonas Daniel in der Löwengrube
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Weshalb musste Jesus in den Scheol hinabfahren?
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Wiederbelebung Auferstehung Zusammenfassung Verherrlichung Himmelfahrt
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EINLEITUNG Das Hauptthema dieses Buches ist der Tod und die Auferstehung Jesu Christi – das große Werk der Erlösung. Um allerdings die Offenbarung der Bibel über das Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu zu verstehen, müssen wir uns vorab mit einigen anderen Themen auseinandersetzen. Ohne diese vorausgehenden Kenntnisse würden wir die Kapitel, die das Leiden Jesu beinhalten, nur metaphorisch, als eine Art bildliche Rede verstehen. Deswegen beschäftigen wir uns zunächst mit den biblischen Aussagen über den inneren Aufbau der Erde: Wo EH¿QGHW VLFK GLH +|OOH XQG ZDV VDJW GLH %LEHO •EHU VLH DXV Wie wir schließlich erkennen werden, sind diese Informationen außerordentlich wichtig, um die späteren Abschnitte des Themas besser verstehen zu können. Anschließend betrachten wir einige alttestamentliche Vorbilder und Geschichten. Sie alle beinhalten Elemente, die sich auf die Erlösung beziehen. Anhand dieser Ereignisse lassen sich weitere Gesichtspunkte des Opfers Jesu erkennen. Danach setzen wir uns mit den konkreten Bibelstellen auseinander, die sich mit dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung Jesu beschäftigen. Dieses Buch hat ausschließlich die Bibel und die sich daraus ergebende biblische Lehre zur Grundlage. In ihm kommen viele Bibelstellen vor, welche kurz kommentiert werden, sodass dieses Buch gleichzeitig die Bibel auslegt. Während des Lesens kristallisiert sich auch ein Grundprinzip heraus, dass – wenn die Bibel nicht selbsterklärend in Gleichnissen spricht – man sie in erster Linie nicht metaphorisch, sondern eher wortwörtlich verstehen muss. Wenn wir die Bibel auf diese Weise lesen, verstehen wir sie auch besser. Jesus fuhr nach seiner Auferstehung in den Himmel auf, doch durch die Mitglieder der Gemeinde wirkt er heute weiterhin hier auf der Erde. Das Markus-Evangelium beschreibt dies in Kapitel 16,20 wie folgt: „Sie gingen aus und predigten, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.“
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Während des Lesens dieses Buches wünsche ich dir, dass Jesus Christus – durch die von ihm handelnden Bibelstellen – Zeugnis von sich ablegt, und der Heilige Geist dich berührt!
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DER AUFBAU DER ERDE Heutzutage sehen die Menschen viele wissenschaftliche Theorien als Fakten an. Diese wissenschaftlichen Theorien sind materialistische Auffassungen. Sie sind Teil der heutigen Weltanschauung geworden, da man das heutige wissenschaftlich-materialistische Weltbild mit diesen Theorien am besten belegen kann. Allerdings haben diese Theorien eine Vielzahl an Schwachstellen. Die materialistische Wissenschaft kann sehr viele Gegebenheiten nicht erklären und deshalb nur einen Teil der Wahrheit auslegen. Nicht verständliche bzw. unerklärliche Phänomene werden oftmals LQ HLQH .DWHJRULH HLQJHUHLKW GLH KlX¿J IROJHQGHUPD‰HQ EH]HLFKQHW ZLUG Ä.HLQH (UNOlUXQJ DXI¿QGEDU³ ,Q GLHVH .DWHJRULH JHK|UHQ ] % die Parapsychologie, die Entstehung des Lebens, die Ur-Rätsel, und ]DKOUHLFKH DQGHUH 'LQJH ,PPHU KlX¿JHU K|UW PDQ GHVKDOE GLH 0HLnung, dass das wissenschaftlich-materialistische Weltbild überholt ist. Anhand der Bibel kann man jedoch die meisten dieser Phänomene und Geheimnisse deuten. Möglicherweise ist die Bibel doch nicht so ein altmodisches Buch? Auch vom inneren Aufbau der Erde haben die Menschen heutzutage eine Vorstellung, die der materialistischen, wissenschaftlichen Theorie entspricht. Laut der verbreitetsten Theorie ist die Erde (sowie die restlichen Sterne und Planeten) einst aus einer Ur-Masse heraus H[SORGLHUW %LJ %DQJ 'LH 2EHUÀlFKH GHU KHL‰HQ /DYD HUKlUWHWH im kalten Weltall. Seitdem erkaltet sie stetig, das Innere jedoch ist immer noch heiß. Auf dieser heißen Lava schwimmen bzw. bewegen sich die Erdplatten. Wir werden uns den inneren Aufbau der Erde anhand der biblischen Offenbarungen anschauen, welche sich nicht mit dieser wissenschaftlich-materialistischen Theorie decken. Der erste und grundlegendste Unterschied ist, dass, laut der Bibel, Gott die Erde geschaffen hat. ,P %XFK +LRE ¿QGHQ ZLU HLQH 6WHOOH LQ GHU *RWW VHOEVW HU]lKOW ZLH er dies tat:
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Hiob 38,1;4-11 1 Da antwortete der HERR dem Hiob aus dem Sturm und sprach: ... 4 Wo warst du, als ich die Erde gründete? Teile es mit, wenn du Einsicht kennst! 5 Wer hat ihre Maße bestimmt (das Wort bedeutet auch: achtgeben, hüten, aufpassen, in eine Reihe ordnen), wenn du es kennst? Oder wer hat über ihr die Messschnur ausgespannt? 6 Worauf sind ihre Sockel eingesenkt? 7 Oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten? 8 Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, als es hervorbrach, dem Mutterschoß entquoll, 9 als ich Gewölk zu seinem Gewand machte und Wolkendunkel zu seinen Windeln 10 und ich ihm meine Grenze zog und Riegel und Türen einsetzte 11 und sprach: Bis hierher kommst du und nicht weiter, und hier soll aufhören der Stolz deiner Wellen? Anhand dieser Beschreibung liegt die Erde auf einem Grundstein bzw. Eckstein, der den Mittelpunkt der Erde bildet. Gott hat diesen gelegt, und es gibt nur einen einzigen davon. Auf diesen Grundstein senkte HU 6RFNHO LP DOWKHEUlLVFKHQ 8UWH[W GHU %LEHO £° ± eden = Grund, 6RFNHO 6lXOH HLQ 'LHVH 6RFNHO QHQQW GLH %LEHO GLH Ä6lXOHQ GHU (UGH³ Es gibt auch andere Worte, welche das Wort Gottes für diese Säulen YHUZHQGHW GDV QlFKVWH LVW GDV :RUW ®¥±£ ± mosad = Grund, Fundament. Schauen wir uns einige Bibelstellen an, in welchen dieses Wort vorkommt: Jesaja 24,18 Und es geschieht, wer vor der Stimme des Grauens (vor der IXUFKWEDUHQ 1DFKULFKW ÀLHKW IlOOW LQ GLH *UXEH XQG ZHU aus der Grube heraufsteigt, wird im Garn gefangen. Denn die Fenster in der Höhe tun sich auf, und es erbeben die Grundfesten (Säulen) der Erde.
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Das gesamte Kapitel (Jesaja 24) handelt von den Katastrophen der Endzeit. Unter anderem können wir hier auch lesen, dass die Erde von solch kosmischen Plagen betroffen sein wird, die die Säulen der Erde zum Erbeben bringen werden. Micha 6,2 Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN, und ihr Uralten, ihr Grundfesten der Erde! (… und ihr Unveränderbaren, ihr Grundfesten der Erde!) Der Prophet Micha beschreibt hier, dass die Säulen sehr stabil sind. Die genauen Bedeutungen des Wortes, das für Uralten gebraucht wird, sind folgende: stark, stabil, massiv, hart. 2. Samuel 22,16 Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt durch das Schelten des HERRN, vor dem Schnauben des Hauchs seiner Nase. Hier lesen wir, dass auf Grund des Zornes Gottes und auf Grund des Lichts, das seine Gegenwart umgibt, die Betten und Kanäle des Meeres sichtbar und die Säulen der Erde aufgedeckt wurden! Gott scheint also schon einmal dort gewesen zu sein, noch dazu voll Zornes! Die folgende Bibelstelle zeigt uns eine weitere interessante Sache: Jeremia 31,37 So spricht der HERR: Wenn der Himmel oben gemessen werden kann und die Grundfesten der Erde unten erforscht werden können, dann will ich auch die ganze Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der HERR.
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Gott sagt hier durch den Propheten Jeremia, dass es sowohl unmöglich ist, dass Gott Israel für immer verwirft, als auch, dass die Säulen der Erde erforschbar sind bzw. aufgedeckt werden können. Lediglich aus dem Wort Gottes können wir Informationen über diese Säulen erhalten. Auch eine weitere Bibelstelle zeigt uns, dass man das Innere der Erde nicht erforschen kann: Sprüche 25,3 Der Himmel an Höhe und die Erde an Tiefe und das Herz der Könige sind unerforschlich. Es ist interessant, dass sich dies nicht nur auf den Stand der Technologie zur Zeit der Entstehung der Bibel bezieht, sondern auch auf den heutigen! Selbst heutzutage haben wir außerordentlich wenig Informationen über das Innere der Erde. Fachleute konnten nur ein paar Kilometer in die Tiefe bohren. Ihre Theorien stellten sie anhand verschiedenster Folgerungen auf. Das ist ungefähr so als wenn man versuchen würde, das Innere eines Apfels durch Untersuchungen an der Schale zu beschreiben ... Ein weiteres Wort, das die Bibel für die Säulen der Erde verwenGHW LVW IROJHQGHV ²®¥£ ± amud = Säule. Dieses Wort stammt von GHP :RUW ÄDXIVWHOOHQ³ ] % HLQH 6WDWXH RGHU 6lXOH DXIVWHOOHQ (V bedeutet aber auch verstärken, erhalten, standhalten oder verharren und beinhaltet ebenfalls die Bedeutung massiv bzw. stabil. Die Bibel gebraucht dieses Wort für die Wolken- und Feuersäule, welche Israel zur Zeit des Exodus leitete, sowie für die Säulen der Stiftshütte und des salomonischen Tempels. Psalm 75,4 Wanken mag die Erde und alle ihre Bewohner, ich habe ihre Säulen festgestellt.
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Wenn wir den gesamten 75. Psalm durchlesen, sehen wir, dass dieses Kapitel vom Gericht handelt, und dass Gott eine Zeit bestimmt hat, in der er die sündigen Menschen gerecht richten wird. In der Zeit des Gerichts werden wegen der Plagen viele Erdbewohner verschwinden. Gott wird jedoch die Säulen der Erde verstärken, damit diese nicht zusammenbrechen. Auch die folgende Bibelstelle handelt von Gottes Gericht: Hiob 9,6 Er (Gott) bewegt die Erde von ihrem Ort, dass ihre Pfeiler zittern. In Hiobs Zeiten hatten die Menschen noch die Vorstellung, dass die Erde auf Säulen ruht. Gott kann die Erde so erschüttern, dass selbst die Säulen erzittern! 'DV QlFKVWH :RUW I•U GLH 6lXOHQ GHU (UGH ODXWHW ®«¥° ± makhon = Grund, Sockel, Säule. Psalm 104,5 Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten (Säulen). Sie wird nicht wanken immer und ewig. Auch dieses Wort beinhaltet die Bedeutung stabil, massiv. Die gesamte Erde ruht also auf einem sehr massiven Grund, damit sie nicht in sich zusammenbricht oder wankt. 'DV I•QIWH KHEUlLVFKH :RUW LVW VFKOLH‰OLFK ®¶· ± macuk = Säule. 1. Samuel 2,8 Denn dem HERRN gehören die Säulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt. Anhand der letzten beiden Bibelstellen wird klar, dass Gott die Erde, so wie wir Menschen sie kennen, als eine feste Schale auf eben diese
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Säulen gegründet hat. Die harte Schicht ruht also auf den Grundfesten und Säulen, damit sie niemals wankt, sodass die Erde stabil ist. (Sollten tatsächlich nur ein paar Kilometer dicke Steinplatten über mehreren tausend Kilometern dicker Lavaschicht liegen, würde dann nicht dasselbe geschehen wie auf der Sonne, und zwar, dass GLH /DYD KlX¿J DXV LKU KHUDXV EULFKW" Diese fünf hebräischen Wörter beziehen sich also auf ein und dasselbe: Auf die Säulen der Erde, welche auf dem Grundstein der Erde stehen und die äußeren harten Erdschichten tragen!
SPRÜCHE 8 Bisher war unsere Ausgangsbibelstelle Hiob 38,1-17. Eine sehr ähnOLFKH 6WHOOH ¿QGHQ ZLU LQ GHU %LEHO LQ GHQ 6SU•FKHQ ZR HEHQfalls Gott selbst über die Schöpfung der Erde spricht: Sprüche 8,22-30 22 Der HERR hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, als erstes seiner Werke von jeher. 23 Von Ewigkeit her war ich eingesetzt, von Anfang an, vor den Uranfängen der Erde. 24 Als es noch keine Fluten gab, wurde ich geboren, als noch keine Quellen waren, reich an Wasser. 25 Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln war ich geboren, 26 als er noch nicht gemacht die Erde und die Fluren, noch die Gesamtheit der Erdschollen des Festlandes. 27 Als er die Himmel feststellte, war ich dabei. Als er einen Kreis abmaß über der Fläche der Tiefe, 28 als er die Wolken droben befestigte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, 29 als er dem Meer seine Schranke setzte, damit das Wasser seinen Befehl nicht übertrat, als er die Grundfesten der Erde abmaß: 30 da war ich Schoßkind bei ihm und war seine Wonne Tag für Tag, spielend vor ihm allezeit.
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In diesem Kapitel spricht der Sohn, der später Mensch gewordene Erlöser, über den wir im Alten Testament als Engel Gottes oder Herr der Heerscharen lesen können. Er spricht sowohl von sich, als Weisheit, über die Ewigkeit, über die Zeit vor der Schöpfung des Himmels und der Erde, als auch von der Schöpfung der Erde. Er erzählt, dass der Vater nicht nur die geistliche Welt und die geistlichen Geschöpfe, wie z.B. die Engel, geschaffen hat, sondern auch den Staub, d.h. die Materie an sich: als er noch nicht gemacht die Erde und die Fluren, noch den Anfang der Staubes des Festlands (Vers 26). Auch hier können wir wieder von den Säulen der Welt (Vers 29) lesen. Wortwörtlich übersetzt: als er die Grundfesten der Erde ausschnitzte. Wir lesen hier außerdem über die Schöpfung des Meeres, wie in Hiob 38 auch. Es wäre sehr interessant, das ganze Kapitel tiefer zu studieren, aber, um bei unserem Thema zu bleiben, schauen wir uns nur an, was der 0HVVLDV QRFK GDU•EHU VDJW ZDV VLFK LP ,QQHUQ GHU (UGH EH¿QGHW Sprüche 8,24 Als es noch keine Fluten gab, wurde ich geboren, als noch keine Quellen waren, reich an Wasser. Sprüche 8,27 ... als er einen Kreis abmaß über der Fläche der Tiefe. Sprüche 8,28 … als er stark machte die Quellen der Tiefe. In dieser Beschreibung sollten wir zwei Wörtern größere Beachtung schenken: Sowohl das Wort für Tiefe (hebräisch Tehom), als auch dasjenige für Quellen NRPPW KLHU KlX¿J YRU :DV DEHU LVW HLJHQWOLFK dieses Tehom?
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TEHOM º¤¥Die Bedeutung des Wortes ist 1. Tiefe und 2. Wirbel. Laut der Fußnote der Perlbibel (1. Mose 1,2) ist das Tehom eine rauschende, tiefe Wassermenge. Es ist im Inneren der Erde. (Es gibt auch solche Bibelstellen, in denen Tehom die Tiefe des Meeres und der Ozeane bedeutet, doch wir beschäftigen uns hier mit diesem Wort nur im Sinne der unterirdischen Wasser.) Was schreibt die Bibel über diese Wasser? Psalm 136,6 Der die Erde über den Wassern ausgebreitet hat, denn seine Güte währet ewiglich. Psalm 24,1-2 Des HERRN ist die Erde und ihre Fülle, die Welt und die darauf wohnen. Denn er, er hat sie gegründet über Meeren und über Strömen sie festgestellt. In diesen Psalmen kommt zwar nicht das Wort Tehom (Tiefe) vor, aber wir können hier sehen, dass Gott die Erde über die Meere (Wasser) und Ströme platzierte. Aus den Bibelstellen über die Säulen der Erde konnten wir sehen, dass Gott die Erde auf Säulen platzierte. Nun erfahren wir auch, dass sie nicht nur auf Säulen gegründet ist, sondern auch über Wassern! Diese Wasser unter der Erde nennt die Bibel also Tehom.
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QUELLEN DES TEHOM An der Stelle (Sprüche 8), in der Christus über Tehom (Tiefe) spricht, erwähnt er – wie wir bereits gesehen haben – auch die mit Wasser gefüllten Quellen. Demnach ist eine der Haupteigenschaften des Tehom, dass es Quellen hat. Von diesen Quellen lesen wir auch bei GHU %HVFKUHLEXQJ GHU 6LQWÀXW 1. Mose 7,11 Im 600. Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich. 1. Mose 8,2-3 Und es schlossen sich die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und der Regen vom Himmel her wurde zurückgehalten. Und das Wasser verlief sich von der Erde, DOOPlKOLFK ]XU•FNJHKHQG XQG GDV :DVVHU QDKP DE QDFK Verlauf von 150 Tagen. Über diese Quellen kommen die Wasser des Tehom also an die ErdREHUÀlFKH Sprüche 3,20 Durch seine Erkenntnis brachen die Fluten aus der Tiefe hervor, die Wolken triefen von Tau. Aus dem nächsten Abschnitt wird z.B. klar: die Flüsse entspringen aus den Wassern des Tehom. Hesekiel 31,15 So spricht der Herr, HERR: Am Tag, als sie in den Scheol hinabfuhr, habe ich um ihretwillen die Tiefe in Trauer ver-
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setzt, ich habe sie verhüllt und ihre Ströme zurückgehalten; die großen Wasser wurden gehemmt, und den Libanon hüllte ich in Trauer um ihretwillen, alle Bäume des Feldes wurden um ihretwillen ohnmächtig. Wenn Gott die Wasser des Tehom verschließt, dann vertrocknen die Flüsse, es entsteht Dürre und alle Bäume des Feldes vertrocknen. In 1. Mose 49,25 segnete Jakob Josef eben deswegen: „Der (Herr) segne dich mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des Mutterleibes.“ Jakob wusste, dass „Durch seine (Gottes) Erkenntnis brachen die Fluten aus dem Tehom hervor.“ (Sprüche 3,20), und er wusste auch, dass es ein sehr wichtiger Segen ist: „Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern des Tehom, die in der Ebene und im Gebirge entspringen.“ (5. Mose 8,7)
TEHOM UND DIE MEERE Wie die Flüsse, so entspringen auch die Meere aus dem Tehom. Diese unterirdischen Wasser sind also nicht gleich mit den Meeren bzw. Ozeanen. Das lässt sich daran erkennen, dass die Bibel dafür verschiedene Worte gebraucht: Hiob 28,14 Die Tiefe sagt: In mir ist sie nicht! – und das Meer sagt: Nicht bei mir! Auch im 135. Psalm lesen wir: „Alles, was dem HERRN wohlgefällt, tut er im Himmel und auf der Erde, in den Meeren und in allen Tiefen.“ (Psalm 135,6) Das Tehom und die Meere sind demnach voneinander verschieden.
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Schauen wir uns noch einmal Hiob 38,8-9 an: „Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, als es hervorbrach, dem Mutterschoß entquoll, als ich Gewölk zu seinem Gewand machte und Wolkendunkel zu seinen Windeln.“ Demnach brach das Meer von irgendwo hervor. Laut dem hebräischen Wort quoll es hervor, als Gott die Meere schuf. Aufgrund dieser Bibelstelle scheint es so, dass, nachdem Gott die Erdkugel über die tiefen Wasser gründete, auf sein Wort hin die Wasser des Tehom DXV GHQ 4XHOOHQ GHU 7LHIH DQ GLH 2EHUÀlFKH KHUYRUTXROOHQ XQG VR die Meere entstanden! (Die Wissenschaft kann übrigens bis heute den Ursprung der Gewässer der Erde nicht erklären, obwohl sie viel weniger Wasser auf der Erde vermutet als es in Wirklichkeit gibt.) Wo die Wasser aus dem Tehom KHUDXVTXROOHQ ZDUHQ GLH 4XHOOHQ des Tehom: 16 Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres, und hast du den Urgrund der Tiefe durchwandelt? 17 Sind dir die Tore des Todes aufgedeckt worden, und hast du die Tore der Finsternis gesehen? Hier können wir das Gefühl bekommen, dass die Bibel ein Bild von oben nach unten beschreibt: die Quellen des Meeres, darunter der Urgrund der Tiefe, schließlich die Tore des Todes. Das Reich des Todes beginnt irgendwo am Urgrund der Tiefe. 'LH 4XHOOHQ GHU 0HHUH EH¿QGHQ VLFK ]ZLVFKHQ GHU 7LHIH (Tehom) und den Meeren, am Grund der Meere. Über diese Quellen bekommen also die Meere das Wasser aus dem Tehom. Wenn wir diese Quellen aus der Tiefe betrachten, dann sind diese die Quellen der Tiefe, denn durch sie dringen die Wasser der Tiefe hervor. Wenn wir sie allerdings von oben, aus der Perspektive der Meere betrachten, dann sind es die Quellen der Meere, denn durch sie erhalten die Meere ihr Wasser. Wir sehen also, dass die Quellen der Meere und die Quellen
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der Tiefe hier dasselbe meinen. Tehom und die Meere sind allein bei diesen Quellen miteinander verbunden. Die mit Wasser gefüllten Quellen, die Quellen des Tehom EH¿QGHQ VLFK DOVR QLFKW DP *UXQG des Tehom, d.h. sie nähren es nicht – denn es ist in sich selbst „der JUR‰H :DVVHUVSHLFKHU³ ± VRQGHUQ GLHVH 4XHOOHQ EH¿QGHQ VLFK DP obersten Punkt des Tehom, und von hier entspringen die Wasser in die Meere bzw. in die Ozeane. Im 17. Vers geht es um den Tod und um die Tore der Finsternis. Diese sind die Tore der Unterwelt (des Scheols). Sie sind unten, am Urgrund der Tiefe, irgendwo am Grundstein der Erde. Wir haben bereits den 6. Vers des 135. Psalms gelesen. Betrachten wir ihn nun aus einem anderen Blickwinkel: „Alles, was dem HERRN wohlgefällt, tut er im Himmel und auf der Erde, in den Meeren und in allen Tiefen.“ Diesen Vers können wir auch als eine „von oben hinabführende DarVWHOOXQJ³ EHWUDFKWHQ $XFK KLHU VHKHQ ZLU GDVV GDV Tehom sich unter GHQ 0HHUHQ EH¿QGHW Eine weitere Bedeutung des Wortes Tehom (Tiefe) ist: Strom, strömendes, wirbelndes Wasser. Dies lässt darauf schließen, dass man sich das Tehom nicht als einen stillen Wasserspeicher vorstellen NDQQ VRQGHUQ ± ZLH GDV KlX¿J DXFK EHL GHQ 2]HDQHQ GHU )DOO LVW – das Wasser strömt, wirbelt bzw. braust unter der Erde im Tehom herum. Ergebnisse von Tiefengrabungen in der heutigen Zeit belegen diese biblischen Wahrheiten: An mehreren Stellen wurden anhand Tiefengrabungen mehrere Heißwasserspeicher unter der Erde gefunden. Aufgrund dessen wurde gefolgert, dass sich im Erdinneren viel mehr :DVVHU DOV ELVODQJ YHUPXWHW EH¿QGHW $EHU ZLH NDQQ GDV :DVVHU VR KHL‰ VHLQ" 'LH :DVVHU GHU 7LHIH EH¿QGHQ VLFK XQWHU HQRUPHQ 'UXFN Dies verhindert, dass sie verdampfen. Je größer der Druck, desto größer der Siedepunkt des Wassers. Es ist auch nicht auszuschließen, dass sich die Eigenschaften der Stoffe im Innern der Erde, so auch
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die des Wassers, unter so großem Druck und so hoher Temperatur verändern und für uns unbekannte Eigenschaften annehmen. Neben den Galapagos-Inseln beispielsweise wurden HeißwasserTXHOOHQ DXI GHP 0HHUHVJUXQG HQWGHFNW $XV GLHVHQ 4XHOOHQ EULFKW sehr mineralstoffreiches, heißes Wasser hervor. Auf Grund des hohen Drucks beträgt der Siedepunkt des Wassers 380°C! Bislang kennt die Menschheit übrigens den Grund der Ozeane kaum. Ungefähr 0,0001% wurden erforscht. Verblüffend, dass bisher mehr Aufnahmen vom Mond als vom Grund der Ozeane existieren! Im Buch Hiob lesen wir, dass sich im Erdinnern ausser den Wassern DXFK )HXHU 0DJPD EH¿QGHW Hiob 28,5 Die Erde, aus der das Brot hervorkommt, ihr Unteres wird umgewühlt wie vom Feuer. Allerdings betont die Bibel das im Erdinneren vorkommende Wasser, das Tehom, viel mehr, als das Feuer oder das geschmolzene Gestein!
ZUSAMMENFASSUNG Wir haben nun diejenigen Teile der Bibel durchgeschaut, welche sich mit dem Inneren der Erde befassen. Ich behaupte nicht, dass es mir gelang, alles genau auszulegen. Mir ist auch bewusst, dass diese Beschreibung vielen als merkwürdig und altmodisch erscheint. Aber der biblischen Weltanschauung entsprechend müsste das Erdinnere ungefähr so aussehen, und wie wir sogar sehen konnten, selbst Christus, als Weisheit, spricht im Hinblick auf die Schöpfung der Erde darüber. Zusammenfassend lassen sich zwei wesentliche Punkte feststellen:
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DER AUFBAU DER ERDE A FÖLD FELÉPÍTÉSE 1. STEINSCHICHT 1. HARTE KPZETLEMEZEK 2. OZEANE MEERE ÓCEÁNOKUND ÉS TENGEREK 3. DIE SÄULEN DER ERDE A FÖLD OSZLOPAI 4. DER A FÖLD ALAPKÖVE DER 4. GRUNDSTEIN 5. ERDE SEOL 6. SCHEOL MÉLYTENGERI ÁRKOK 5. 7. TIEFSEEGRABEN TEHOM / A MÉLYSÉG / 6. A NAGY VIZEK 7. TEHOM (TIEFE, DIE 8. A TEHOM MÁS FORRÁSAI GROSSEN WASSER) 8. DIE ANDEREN QUELLEN DES TEHOM
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1. Gott gründete die Erdkugel auf Säulen. ,P (UGLQQHUQ EH¿QGHW VLFK VHKU YLHO :DVVHU ± das Tehom, die Wasser der Tiefe. Über die Größe und Dicke der Säulen, bzw. die Maße des Grundsteins haben wir keinerlei Informationen. Wir wissen auch nicht, wie dick die äußere, harte Schicht ist. Das Innere der Erde, abgesehen von den ersten 30 bis 70 km, ist noch vollkommen unerforscht. (Der Radius der Erde beträgt 6378 km!) Wäre es nicht möglich, dass die äußere Erdschicht aus mehreren Schichten besteht und sich auf dieVHQ GLH (UGSODWWHQ EHZHJHQ" %H¿QGHW VLFK YLHOOHLFKW DXFK ]ZLVFKHQ diesen Schichten – oder sogar in den Erdplatten – das geschmolzene Gestein, die Lava? Wir können diese Fragen nicht beantworten. Eins ist auf jeden Fall sicher: Weder die wissenschaftliche, noch die biblische Anschauung ist eindeutig beweisbar. Die Bibel selbst sagt: Das Innere der Erde ist unerforschbar. Den Aufbau unseres Planeten – wie jedes Werk Gottes – können wir nur durch Glauben annehmen. Wir können Gott unmöglich ganz verstehen, denn er ist ein viel höheres Wesen als der Mensch. Gott erwartet aber auch nicht, dass wir ihn verstehen, sondern dass wir an ihn glauben! Am Wichtigsten ist in diesem Abschnitt für uns, anhand der biblischen Beschreibung zu sehen, dass sich also viel mehr heißes Wasser LP ,QQHUHQ GHU (UGH EH¿QGHW DOV ZLU XQV GDV YRUJHVWHOOW KDEHQ ,Q GHQ folgenden Kapiteln werden wir sehen, wieso das so wichtig ist.
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DER SCHEOL UND WEITERE ORTE DES GERICHTS Mir ist bewusst, dass die Lehre über die Hölle nicht beliebt ist. Im Hinblick auf unser Thema ist sie allerdings sehr wichtig, um zu verstehen, was Jesus für uns erlitt. So verstehen wir, welch große Kraft notwendig war, um die Hölle und den Tod zu besiegen. Man braucht sich vor der Lehre über die Hölle nicht zu erschrecken. Wenn mit Glauben darüber gesprochen wird, dann erbaut das Wort Gottes. Es wird Gottesfurcht und Glauben hervorbringen. Auch auf die Bibelstellen über die Hölle bezieht sich die Aussage, dass das Wort Leben und Geist ist! Sollte dir aber dieses Thema ganz und gar nicht gefallen oder solltest du nicht gern lesen, kannst du diesen Abschnitt auch überspringen und zum Kapitel „Jesus im Scheol, Vorbilder – prophetische *HVFKLFKWHQ³ EOlWWHUQ Was schreibt demnach das Wort Gottes über die Hölle und über die Orte der Bestrafung im Erdinneren?
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BZW.
HÖLLE
'HU LQ GHU %LEHO DP KlX¿JVWHQ DXIWUHWHQGH 2UW GHU 6WUDIH LP -HQseits ist der Scheol. Seine Bedeutung ist: Hölle, Reich der Toten. Im Scheol werden die Seelen der verstorbenen Menschen bis zum großen Gericht gesammelt. Das hebräisch-aramäische Wörterbuch *HVHQLXV GH¿QLHUW GHQ 6FKHRO ZLH IROJW Äein in ausschließlich Israel gebrauchtes Wort für das Reich der Toten, dessen Etimologie unbekannt ist³ ,P $OWHQ 7HVWDPHQW NRPPW GLHVHV :RUW 0DO YRU 6HLQH Eigenschaften sind:
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6HKU WLHI LP (UGLQQHUHQ DXI¿QGEDU Sprüche 15,24 Der Weg des Lebens geht für den Einsichtigen nach oben, damit er dem Scheol unten entgeht. Jesaja 14,9 Der Scheol drunten ist in Bewegung deinetwegen, in Erwartung deiner Ankunft. Er stört deinetwegen die Schatten auf, alle Mächtigen der Erde, er lässt von ihren Thronen alle Könige der Nationen aufstehen. 4. Mose 16,30 Wenn aber der HERR ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund öffnet und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren ... $QKDQG GLHVHU %HLVSLHOH ZLUG NODU ZR VLFK GHU 6FKHRO +|OOH EH¿QGHW (V EH¿QGHW VLFK GHPQDFK QLFKW DQ HLQHP DX‰HULUGLVFKHQ 2UW sondern im Inneren der Erde.
'LH %LEHO NHQQ]HLFKQHW LKQ DOV HLQH KXQJULJH %HVWLH GLH YHUVFKOLQJW ZDV LKU LQ GLH 4XHUH NRPPW (V EH¿QGHQ VLFK ZRP|JOLFK VFKRQ PHKUHUH 0LOOLDUGHQ 0HQVFKHQVHHOHQ GDULQ Habakuk 2,5 … er, der seinen Schlund weit aufsperrt wie der Scheol und der wie der Tod ist und nie sich satt frisst! Und er rafft an sich alle Nationen und sammelt zu sich alle Völker. Sprüche 27,20 Scheol und Abgrund werden nicht satt, und die Augen des Menschen werden nicht satt.
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'HU 6FKHRO KDW 7RUH -HVXV VSULFKW GDYRQ GDVV VHOEVW GLH 3IRUWHQ GHU +|OOH GLH *HPHLQGH QLFKW •EHUZlOWLJHQ N|QQHQ Matthäus 16,18 Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Hades (des Scheol) werden sie nicht überwältigen. Wir müssen uns den Scheol als ein mehrstöckiges Höhlensystem vorstellen. Es ähnelt nicht einem irdischen Land. Es hat nicht nur Breiten und Längen, sondern auch Höhen. Dort ist andauernd viel los. Jeden Tag sterben Menschen, deren Seele in der Hölle landen. Diesen großen Verkehr kann man nicht an nur einem Eingang abfangen, es muss mehrere Tore geben, die sich mit großer WahrscheinOLFKNHLW LQ EHWUlFKWOLFKHU (QWIHUQXQJ YRQHLQDQGHU EH¿QGHQ In Zeiten der Bibel saßen in den Toren die Leiter und die Vornehmen einer Stadt. Vermutlich spricht Jesus hier von den bösen Geistern, die in den Toren des Scheols sitzen. Demnach greifen die bösen Kräfte des Scheols die Gemeinde – ausgehend von den Toren des Scheols – also von unten an. Sie schmieden ständig neue und böse Pläne, auch gegen einzelne Christen. Wenn die Gemeindemitglieder hingegen auf dem Fels bleiben, dann wird ihnen nichts passieren – die Kräfte der Hölle können die Gemeinde nie besiegen! Wer sind diese bösen Geister? In der Bibel gibt es Stellen, die zeigen, dass der Scheol nicht nur ein geographischer Ort, sondern auch eine Person ist: Offenbarung 6,8 Und ich sah: Und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf VD‰ GHVVHQ 1DPH LVW Ä7RG³ XQG GHU +DGHV IROJWH LKP 8QG ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Tod und durch die wilden Tiere der Erde.
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Offenbarung 20,13-14 13 ... der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. In diesen Stellen wird der Scheol (Hades) nicht wie bisher als geographischer Ort erwähnt, sondern als Person. In der ersten Stelle lesen wir, dass er auf einem Pferd sitzt, in der zweiten hingegen, dass er in den Feuersee geworfen wird. Es wäre in beiden Fällen unvorstellbar, dass es sich um das große unterirdische Seelengefängnis handeln würde. Der böse Geist des Todes hat die Aufgabe, die Seele eines verstorbenen Menschen dem Scheol zur Überwachung auszuliefern. Der böse Engel des Scheol ist verantwortlich für den geographischen Ort, d.h. für die Hölle. Nach dem Sündenfall des Menschen bekam er die Aufgabe, die Seele eines sündigen Menschen zu bewachen und in Gefangenschaft zu halten. (Gott liefert ihm diese Seelen aufgrund ihrer Sünden aus.) Vermutlich wurde der geographische Ort nach dem Namen des bösen Engels benannt, weswegen die Entstehung des Wortes den Menschen unbekannt ist. Diese beiden bösen Hauptengel sind also die Vertreter bzw. Diener des Satans. Sie sitzen mit weiteren bösen Geistern in den Toren des Scheol und greifen die Gemeinde regelmäßig an. Wie es scheint, stehen sie nicht in einem untergeordneten Verhältnis zueinander, eher in einem gleichberechtigten Verhältnis, wobei sie eng zusammenarbeiten. Psalm 55,16 Der Tod überrasche sie, lebendig mögen sie hinabfahren in GHQ 6FKHRO GHQQ %RVKHLWHQ VLQG LQ LKUHU :RKQXQJ LQ LKUHP Innern. Offenbarung 6,8 GHU GDUDXI VD‰ GHVVHQ 1DPH LVW Ä7RG³ XQG GHU +DGHV folgte ihm.