Und er rennt ... Kinder-Mini-Musical
Text und Musik: Peter Menger © 2017 Gerth Medien Musikverlag, Asslar Arbeitsheft mit einstimmigen Noten, Akkorden, Sprechertexten und Regieanweisungen
Die Aufnahmen zu diesem Musical. Eine Produktion von Peter Menger CD (mit Playback) 940636 Im Download unter www.gerth.de: Musical: DL940636
Playbacks zum Musical: DL920636 Klaviersätze einzeln als Download verfügbar Liedtexte L6360001 Szenentexte L6360002
Hinweis für Veranstalter In der Regel werden öffentliche Aufführungen von Musik über die GEMA lizensiert. Ausnahmen bilden Veranstaltungen mit Aufführungen des „Großen Rechts“, zu denen auch unsere Musicals und Singspiele gehören. In diesen Fällen erhalten Sie die Aufführungsgenehmigung von Gerth Medien als rechtsinhabenden Verlag. Anfragen bitte an: musical@gerth.de. Bearbeitungen von Werken dürfen nur mit Einwilligung des Urhebers bzw. des rechtsinhabenden Verlages veröffentlicht oder verwertet werden. Verfilmungen müssen vor Anfertigung genehmigt werden. (UrhG §23) Die Lieder, Texte und Illustrationen in diesem Heft sind urheberrechtlich und wettbewerbsrechtlich geschützt. Aus diesem Grund ist jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung nicht gestattet. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.
Umschlaggestaltung und Cover-Illustration: Hanni Plato Satz: Lisa Antonacci Notengrafik: Klangwerkstatt Christine Kandert, Reichenberg © 2017 Gerth Medien Musikverlag, Asslar Bestell-Nr. 857527 ISBN 978-3-89615-527-6 1. Auflage 2017 Druck: w3 print+medien GmbH & Co. KG Printed in Germany Auslieferung: Gerth Medien, Postfach 1148, D-35607 Asslar www.gerth.de
Die Geschichte Ein Chef, der rennt - das ist irgendwie peinlich! Die Diener sehen nur noch die Sandalen wegfliegen, als der Vater losrennt, um seinen Sohn willkommen zu heißen. Weil die Schweine, die der Sohn mittlerweile hütet, nicht mal das ausgespuckte Essen der Bäuerin mit ihm teilen wollen, macht er sich auf den Weg nach Hause. Er glaubt zu träumen, als er den Vater sagen hört: „Du bist und bleibst mein Kind!“ Das anschließende Fest wird einfach himmlisch!
Besetzung: der „verlorene Sohn“ der Vater Rahel Judith Magd
Diener Knecht 4 falsche Freunde Opfer einige Schweine
Nachbarin1 Nachbarin 2 Kind 1 Kind 2
Zum Lernen empfiehlt sich für jedes Kind eine Aufnahme des Kinder-Mini-Musicals als CD oder Download.
Inhaltsverzeichnis
Seite
CD-Track
Playback
Szene 1 Lied 1 Szene 2 Lied 2 Szene 3 Lied 3/1
Hintergrundbild
Intro - Und er rennt ... / Im Dorf 4 1 Haus des Vaters (1) Ich will weg 13 2 18 Im Haus des Vaters 5 Der Vater weint 14 19 Im Gasthaus 6 Markt (2) Lied der falschen Freunde (1. Strophe) 15 6 20 Nachbarn 7 Lied 3/2 Lied der falschen Freunde (2. Strophe) 15 8 21 Szene 4 Beim Bauern 8 9 Bauernhaus (3) Lied 4 Lied der Schweine 16 10 22 Schweine (4) Lied 5 Vergib mir 17 11 23 Lied 6 Ich will wieder nach Hause 18 12 24 Szene 5 Das Wiedersehen 10 13 Landschaft 5) Lied 7 Und er rennt 19 14 25 Lied 8 Du bist und bleibst mein Kind 20 15 26 Haus des Vaters (6) Szene 6 Das Fest 11 16 Lied 9 Der Himmel feiert ein Fest 22 17 27 Party (7) Sprechertexte + Tipps für die Aufführung 23 Bastelanleitungen + Bühnenbild 24 Auf der CD zum Musical befinden sich Hintergrundbilder, die mit Beamer projiziert werden können.
Intro – Und er rennt ... Szene 1: Im Dorf CD Titel: 01 [Vor dem Haus des Vaters] [Hintergrundbild 1: Haus des Vaters] Rahel:
Hey Judith, hast du schon gehört? Er ist weg.
Judith:
Was? Das kann doch nicht dein Ernst sein!
Rahel:
Doch! Gestern Nachmittag. Meine Mutter hat ihn gesehen.
Judith:
Bist du dir sicher?
Rahel:
Ja, ganz sicher!
Judith:
Aber, das kann er doch nicht machen!
Rahel:
Ich kann es auch nicht nachvollziehen.
Judith:
Er kann das doch nicht alles hinschmeißen.
Rahel:
Das war es dann wohl für ihn.
Judith:
Wie meinst du das, Rahel?
Rahel:
Naja, hierher kann er doch nie mehr zurückkommen.
Judith:
Das stimmt – und dabei hatte er es doch gut hier, ich meine…
Rahel:
Ja, du hast Recht, ich weiß gar nicht, worüber er sich überhaupt beschwert, der sollte mal bei uns wohnen…
Judith:
Tja, daraus wird jetzt auch nichts mehr. Der ist doch jetzt unten durch und überhaupt. Sein Vater wird ihn nie wieder hier sehen wollen.
Rahel:
Natürlich nicht. So eine Schande über die Familie zu bringen…
Lied 1: Ich will weg CD Titel: 02 Playback: 18 Der Sohn hat einen kleinen Koffer, den er hinter sich her zieht und singt…
4
Szene 2: Im Haus des Vaters CD Titel: 03 Die Magd kommt aus dem Zimmer, ein Tablett in der Hand. Diener:
Und, wie geht’s ihm?
Magd:
Nicht gut. (schüttelt den Kopf)
Diener:
Hat er wenigstens was gegessen?
Magd:
Nein, er hat nichts angerührt – und das jetzt schon seit Tagen.
Knecht:
Ja, aber so kann das nicht weitergehen. Ich finde, er übertreibt es mit seiner Trauer.
Magd:
Du, ich denke, er leidet wirklich.
Knecht:
Du denkst wegen des Geldes?
Magd:
Nein, er ist unglaublich traurig, dass der Junge weg ist. Sein Junge!
Knecht:
Was heißt hier sein Junge! Sein Verräter! Er müsste jetzt endlich mal Nägel mit Köpfen machen.
Magd:
Was meinst du damit?
Knecht:
Na, zum Beispiel den Namen vom Türschild entfernen, die alten Bilder abhängen, das Zimmer ausräumen lassen, mal einen Schlussstrich ziehen.
Magd:
Du meinst so endgültig?
Knecht:
Natürlich endgültig. Ist hier irgendwas nicht endgültig? Schließlich hat ER ja auch seinem Vater den Tod gewünscht, als er das Erbe forderte.
Magd:
Das stimmt. Welche Schande!
Knecht:
Weißt du jetzt, was ich meine? Das muss Konsequenzen haben. Für immer! Der sollte hier nie wieder als Sohn erwähnt werden.
Magd:
Oh Mann, das ist aber hart.
Knecht:
Hart aber gerecht. Oder?
Magd:
Schon, aber ich finde es trotzdem zu krass. Der arme Junge!
Diener:
Och, so arm ist er jetzt nicht mehr. Du weißt selbst, was der Vater alles aufgegeben hat, um ihn auszubezahlen. Unglaublich, dass er das überhaupt gemacht hat. Er hätte ihn einfach wegjagen sollen.
Magd:
Ich möchte wissen, wo er jetzt ist.
Knecht:
Wo er jetzt ist? Ha, das ist mir sowas von egal. Hauptsache, er kommt nie mehr wieder… 5
Lied 2: Der Vater weint CD Titel: 04 Playback: 19
Szene 3: Im Gasthaus CD Titel: 05 [Marktplatz] [Hintergrundbild 2: Marktstraße] Die „Freunde“ kommen auf den Sohn zu. „Freund“ 1:
Herzlich willkommen, der Herr. Bitte treten Sie doch ein!
„Freund“ 2:
Ja, fühlen Sie sich hier wie zuhause.
„Freund“ 3:
Es war eine gute Entscheidung von Ihnen, hierher zu kommen.
„Freund“ 4:
Ja, wir haben sozusagen schon auf Sie gewartet.
Lied 3: Lied der falschen Freunde/Strophe 1 CD Titel: 06 Playback: 20 Spielerisch tanzen die Freunde, mal eingehakt, mal frei um den Sohn herum, man hört nur den jeweils ersten Textteil und danach nur lalalalala… Sie nehmen den verlorenen Sohn in die Mitte und tanzen, während die Musik weiterläuft, mit ihm in das Gasthaus. Währenddessen tauchen zwei Nachbarinnen des Gasthauses auf und unterhalten sich mit Blick auf das Geschehen. CD Titel: 07 Nachbarin 1:
Na, haben die wieder einen erwischt? (zeigt auf die Freunde)
Nachbarin 2:
Sieht so aus. (nickt mit dem Kopf)
Nachbarin 1:
Ja, ja, immer dieselbe Masche.
Nachbarin 2:
Genau! Die erste Runde geht aufs Haus, dann muss er mal einen ausgeben und am Ende ist er sein letztes Hemd los…
Nachbarin 1:
So ist es, kann einem schon leidtun, der arme Junge…
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Nachbarin 2:
Ja, mir auch. Auf den ersten Blick sind alle super nett, aber dann…
Nachbarin 1:
Ja, ja..
Zwei kleinere Kinder spielen zusammen und kommen dabei auf die Bühne… Kind 1:
Wie lange sowas gehen kann, weiß keiner so genau. Wer all sein Geld nur so verprasst, ist meistens nicht so schlau.
Kind 2:
Und wenn man nichts dazu verdient, dann geht es ganz geschwind: das viele Geld ist ruck-zuck weg – das weiß doch jedes Kind!
Die „Freunde“ geben dem Sohn einen letzten Tritt und wenden sich schimpfend ab. Der Sohn bleibt am Boden liegen. „Freund“ 1:
Und lass dich hier nie wieder blicken…
„Freund“ 2:
Ja, wenn man die Zeche nicht zahlen kann, hört der Spaß auf…
„Freund“ 3:
Los, hau schon ab! (Er tritt noch mal in Richtung des Sohnes…)
Sohn:
Au!
„Freund“ 4:
Oh, guckt mal! (Er wendet sich an die anderen und zieht sie von dem Sohn weg) – da kommt wieder einer… (mit übertriebener Freundlichkeit:) Guten Tag, der Herr!
Sie wenden sich wieder einem neuen Gast zu und singen diesmal die 2. Textzeile… zum Publikum gewandt:
Lied 3 Lied der falschen Freunde/Strophe 2 CD Titel 08 Playback: 21 Sie ziehen sich lachend mit dem neuen Gast wieder in das Gasthaus zurück und zeigen bei „über dich“ noch mit dem Finger auf den Sohn.
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6 Ich will wieder nach Hause
CD Titel: 12 Playback: 24
Text und Musik: Peter Menger 3
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Die auf dem Album vorhandenen Sprechertexte sind bei der Aufführung nicht zwingend notwendig.
Sprechertexte (optional):
Szene 1: Es ist ein ruhiger Nachmittag, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und es ist sehr friedlich in dem kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt und alles in Ordnung zu sein scheint. Alles in Ordnung? Nein, das ist es nicht, ganz und gar nicht! Szene 2: Während der Sohn unterwegs ist geht es im Haus des Vaters gar nicht lustig zu. Die Dienerschaft macht sich schon große Sorgen… Szene 3: Jetzt ist der Sohn schon ganz schön weit weg, aber er hat festgestellt mit einem dicken Portmonee in der Hand ist man überall gerne gesehen.
Und schon sind die sogenannten Freunde mit ihm im nächsten Gasthaus verschwunden. Die Menschen, die das hier öfter erleben, wissen mittlerweile genau, was für ein falsches Spiel da gespielt wird. Oh, Oh, so richtig gut geht es dem Sohn jetzt nicht mehr. Er ist pleite und plötzlich sind auch seine „guten Freunde“ gar nicht mehr so freundlich. Aus der Traum! Das Geld ist weg und die „falschen“ Freunde auch. Verzweiflung macht sich breit. Wo soll er denn jetzt hin? Wie bekommt er etwas zu essen? Wo einen Platz zum Schlafen? Vielleicht versucht er es mal auf einem Bauernhof, da gibt es doch immer Arbeit und hoffentlich auch etwas zu essen. Naja, Essen gibt es schon, aber nur für den Bauern und die Bäuerin. Szene 4: Da sitzt er nun. Im Schweinestall. Der Bauer hat gerade das ausgespuckte Essen seiner Frau in den Futtertrog gekippt und dem neuen Arbeiter noch einmal eingeschärft, dass hier Ordnung zu herrschen hat und er gefälligst was arbeiten soll… Szene 5: Nachhause will er. Und zu seinem Vater, den er so verletzt hat. Was wird der Vater denken? Wie wird er reagieren, wenn er den Sohn wieder sieht? Wird er ihn überhaupt erkennen? Also, das wird echt spannend. Was wird er wohl machen, der Vater? Damit hatte der Sohn nicht gerechnet. Wie lieb muss sein Vater ihn haben, dass er ihm sogar entgegenrennt und das nach allem, was er getan hat. Was für ein Vater!
Tipps für die Aufführung
Requisiten: Entsprechende Kleidung für die Darsteller
Szene 2: kleiner Koffer, Tablett mit Geschirr für die Magd, Küchentuch für den Diener, Besen für den Knecht Szene 3: Portmonee, Banner mit Aufschrift „Gasthaus“, evtl. Hüte und einheitliche Tücher zum Umhängen für die falschen Freunde, zusätzlich einen Hut für den jeweils „neuen Freund“ Szene 4: Tisch, 2 Stühle, 1 Teller evtl. Deko für den Tisch, Futtertrog (z. B. Karton oder Holzkiste), Mistgabel, Besen, Stirnbänder u. Nasen für die Schweine s. Bastelanleitung Szene 6: 1Tisch, mehrere Teller u. Becher
Beamer:
Hintergrundbilder für die einzelnen Szenen befinden sich als PowerPoint Präsentation auf der CD.
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