4. Gott hat eine individuelle Berufung für jeden Einzelnen Beginnen wir den Dienst, zu dem wir von Gott berufen sind, stellt einen dies häufig vor große mentale Herausforderungen. Meist verfügen wir über nicht viel mehr als einen Eindruck, dass dieses Vorhaben der Plan Gottes für unser Leben ist. Es beginnt lediglich mit einer Idee, die nur Gott und man selbst kennt. Und diese Idee ist nicht mehr als ein winziger Teil des Ganzen und ist am Anfang nicht mal physisch sichtbar, weil es sich ja nur um einen Gedanken handelt. Jeder weiß, dass Gedanken diffus und flüchtig sein können und sich dahinter häufig aufdrängende Zweifel einnisten wollen. Doch durch das Verbundensein und die Zwiesprache mit dem Heiligen Geist werden wir Ordnung in die Seele bringen. Für Jesus stehen Körper, Seele und Geist in einem Zusammenhang. Wenn wir Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Denken anbeten und vertrauen, wird er uns bei allen Entscheidungen, bei allen Plänen und Vorhaben helfen. Deshalb brauchen wir unseren Verstand keineswegs als unseren Feind zu betrachten, sondern vielmehr als einen sinnvollen Katalysator, der das Nützliche von Schädlichem trennt. Wir wissen als gläubige Christen, dass unser Geist in Beziehung zu Gott steht und somit als unser wichtigstes Entscheidungszentrum fungiert. Die Ratio muss diesem
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unserem Geist untergeordnet sein, dennoch ist uns der Verstand – das Denken – von Gott gegeben. Durch die beständige Erneuerung des Verstandes – anhand des Wortes Gottes – können wir uns dahingehend verändern, dass uns die Ratio bei unserer Berufung nicht im Wege steht, sondern ein wertvoller Helfer wird. Der Eindruck, der am Anfang unserer Tätigkeit steht, ist das Fundament, auf dem wir unser Vorhaben aufbauen. Mit diesem Eindruck gilt es nun zu arbeiten und ihn konstant weiterzuentwickeln, bis daraus ein ausgereifter Plan entsteht. Das Wort Gottes, die Bibel, muss als die oberste Richtschnur dieses Vorhabens angesehen werden. Anhand des Wortes Gottes erkennen wir, ob das Vorhaben dem Geist Gottes entspricht oder ob es diesem zuwiderläuft. Um sich selbst und die Idee eingehend zu prüfen, sollten wir uns in jedem Fall Zeit lassen, denn je länger wir das Wort Gottes auf uns wirken lassen, desto tiefer wird die daraus resultierende Offenbarung. Der durch das Wort Gottes erneuerte Verstand stellt bei der Ausführung eine immense Stütze dar, ist er es doch, mit dem wir die äußeren Rahmenbedingungen unseres Vorhabens prüfen und erkunden können. Die Ratio ermöglicht uns, unseren Plan abzuwägen und die Pros und Contras zu analysieren, dennoch sollte unser Verstand niemals isoliert von unserem Geist handeln. Unser Geist steht in Verbindung mit dem Geist Gottes – mit dem wir auch versiegelt sind. Je mehr wir uns durch das Wort Gottes verändern lassen, je mehr wird unser Verstand, so steht es in der Bibel, von der geistlichen Realität durchdrungen. Dieser erneuerte Verstand hilft uns dabei, den Kurs, den wir eingeschlagen haben, sowohl auf rationaler
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Ebene als auch auf geistlicher zu prüfen. Den Eindruck, den wir von Gottes Geist empfangen haben, erfüllen wir nur, indem wir uns Gottes ganzen Plan durch den Heiligen Geist aufschließen lassen. Natürlich müssen wir – um etwas von Gott zu erhalten – glauben, dass Gott über das Erbetene verfügt und er willig ist, es uns zuteilwerden zu lassen. Wir haben aber den unbeschreiblichen großen Vorzug, Gottes Willen anhand seines Wortes zu erfahren und zu verstehen. Sobald wir seinen Willen erkannt haben, wächst in uns der Glaube und wir öffnen uns für Gottes Möglichkeiten. Die Wege Gottes sind in den meisten Fällen anders, als wir uns das vorstellen, dies liegt in Gottes Natur begründet. Gott ist Geist, der sich außerhalb von Raum und Zeit befindet. Johannes 4,24: Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Hier sehen wir einen prägnanten Unterschied zu uns Menschen, wir haben zwar auch einen Geist, aber wir leben in einem Körper mit einer Seele und sind durch weltliche Einflüsse beeinflussbar – Gott ist von diesen Einflüssen völlig frei. Mit unserem begrenzten Verstand können wir den Plan Gottes gar nicht vollständig erkennen, denn wir verfügen nur über eine beschränkte und weltliche Sicht. Deshalb ist es absolut wichtig, sensibel für den Heiligen Geist und das Wort Gottes zu werden, damit wir für die Eigenschaften des Wesens Gottes empfänglich werden. Je öfter und tiefer wir Gott vertrauen, desto einfacher fällt es, Gottes Plan zu erkennen und diesen auch in seinem Sinne umzusetzen. Gott hilft uns dabei durch seinen Heiligen Geist. Wir werden seinen Frieden in dieser Angelegenheit
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spüren, sein Wirken ist unübersehbar. Sind wir dagegen unruhig und unsicher, sollten wir uns fragen, ob wir aus uns heraus reagieren und ob sich der Heilige Geist zurückgezogen hat. Auch wenn wir den Plan Gottes für uns erkannt haben, sollten wir uns bewusst machen, dass Gott niemals den ganzen Plan auf einmal enthüllt. Zwar lässt uns Gott immer weiter blicken, doch sehen wir das Zukünftige nur in Fragmenten. Der Plan Gottes ist immer gut und vollkommen und für jeden Menschen völlig individuell. Es mag Fälle geben, wo sich Berufungen ähneln, dennoch sind sie der Art nach völlig verschieden. Die Einzigartigkeit der Berufungen weist auf Gottes Urheberschaft hin, denn so viele Menschen es auf Erden gibt, so viele Berufungen gibt es auch. Diese Masse an verschiedenen, jedoch auch ineinandergreifenden Ideen und Gedanken kann kein Mensch erdenken. Betrachten wir nur einige völlig individuelle Berufungen, sei es nun in der Gemeinde oder in einzelnen Gruppen, stellen wir staunend fest, dass sie sich perfekt ergänzen und ineinandergreifen. Jede Berufung fügt sich in das Gesamtkonzept des Leibes Christi ein. Ein wesentliches Merkmal der Berufung ist, dass wir durch sie zum Handeln gedrängt werden. Je tiefer wir den Plan Gottes für unser Leben verinnerlichen, desto schwerer fällt es, diesen zu ignorieren. Ja, es ist sogar gefährlich, ihn zu ignorieren, denn wenn wir den Plan oder die Bestimmung Gottes zurückweisen, beschneiden wir uns selbst. Als Gott uns erschaffen und erdacht hat, gab er auch jedem Menschen bereits vor der Geburt seine individuelle Berufung mit. Verdrängen wir die Bestimmung Gottes für
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unser Leben, weisen wir nicht nur unseren Schöpfer zurück, sondern auch einen Teil von uns selbst. Die Tatsache, dass Gott uns mit einem freien Willen ausgestattet hat, gibt uns auch die Möglichkeit, einen anderen Weg in unserem Leben einzuschlagen als den, welchen Gott für uns vorgesehen hat. Die Verlockung mag manchmal groß sein, dennoch ist sie nichts weiter als eine Verführung, die uns unserem Ziel nicht näher bringen würde, sondern uns davon entfernt. Wir sind nicht dazu berufen, außerhalb der Gemeinschaft Gottes zu leben, sondern dürfen jederzeit in seine Gegenwart kommen. Jesus hat uns den Weg frei gemacht. Nur bei Gott erfahren wir die Berufung für unser Leben und wozu wir eigentlich geschaffen sind. Es ist Gott eine Freude, uns erfolgreich im Leben stehen zu sehen, es ist sein erklärter Wille. Wir Christen erkennen Gottes Fürsorge und seine Liebe. Wenn wir uns mit dem Leben Christi beschäftigen, erkennen wir darin die Liebe, die er für uns hat. Gott hat keinen Menschen je zurückgewiesen und wird es auch niemals tun, er nimmt uns an. Himmlischer Vater, ich weiß, dass Du auf mein Leben eine Berufung gelegt hast, und ich glaube, dass Du mir hilfst, diese zu erkennen und sie zu ergreifen. Ich möchte das Richtige tun und das Falsche lassen. Hilf mir, dass ich die Fähigkeiten, die Du mir geschenkt hast, mit Weisheit einsetze. Ich möchte Dir nachfolgen und meinen Weg in Christus weitergehen. Amen.
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