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Larry Kreider Von Haus zu Haus 7. KAPITEL LEITEN DURCH DIENEN „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde“ (Philipper 2,5-7). Leiten bedeutet dienen Jesus ist unser Vorbild in Sachen Leiterschaft. Er war und ist der größte Leiter, der jemals lebte. Er leitete, indem er ein Diener für all jene wurde, die um ihn waren. Er wusste aufgrund seiner vertrauten Beziehung zu seinem Vater, wer er war. Aus dieser Beziehung heraus diente er den Bedürfnissen Einzelner. Gute Leiter, die Gott heute mächtig gebraucht, haben einige Dinge gemeinsam: eine innige Beziehung zum Vater; sie wissen, wie man betet; sie sind demütig; vollkommen abhängig von Jesus und sie sind Diener. Beobachtest du sie, wenn sie nicht im Rampenlicht stehen, wirst du feststellen, dass sie auch dann anderen dienen. Als junger Pastor war ich in Ohio bei einem Leiterschaftstreffen und hatte die Gelegenheit, einen bekannten Diener des Herrn hinter den Kulissen zu beobachten. Er ergriff jede Gelegenheit und nahm sich der Menschen um sich herum an, war für ihre Nöte offen. Eines Tages wurde ich Zeuge, wie er einen Aushilfskellner zum Herrn führte. Er erklärte sich bereit, diesem jungen Mann zu helfen, eine Gemeinde zu finden, die er am kommenden Wochenende besuchen konnte. Ich sah diesen Leiter, wo immer er eine Gelegenheit dazu fand, dienen. Sein Leben hatte großen Einfluss auf mein Leben. Er war ein wahrer Leiter. Leiter und Diener sind Synonyme im Leib Christi. Als „DOVE“ begann, benutzten wir niemals nur den Begriff „Leiter“. Wir sagten „dienende Leiter“, was auf wahre Leiterschaft nach dem Modell Christi hinweist. Es gibt ein Sprichwort: „Dein Leben spricht so laut, dass keiner ein Wort von dem verstehen kann, was du sagst.“ Wenn wir anderen empfehlen zu dienen und diesen Rat selbst nicht befolgen, ist das genauso, wie wenn Zigaretten rauchende Eltern ihrem Kind das Rauchen verbieten. Wenn die Menschen sehen, dass ihre Leiter dem selbstsüchtigen Geist unserer Zeit nicht nachgeben, sondern dienen und einander hoch halten, werden sie dazu ermutigt, es ihnen gleichzutun. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, anderen zu dienen, aber wir können nicht jedem auf dieser Welt dienen. Wir können nicht alle Bedürfnisse befriedigen; so sind wir in eine Zellgruppe berufen und können dort beginnen. Gib den Maßstab vor. Sei ein Beispiel! Hilf jemandem beim Umzug, lade zum Essen ein, besuche einen Häftling oder bete mit jemandem, der es braucht. Es gibt Hunderte Beispiele, die ich anführen könnte, um das Dienen in der Zellgruppe zu belegen. Eine Zellgruppe, die ich kenne, investierte Zeit und Geld in eine allein erziehende Mutter, die durch die Erziehung ihrer kleinen Kinder erschöpft war. Sie ermöglichten ihr einen Urlaub. Andere haben ihre Freizeit gerne für die Neugestaltung oder das Ausmalen eines Zimmers im Haus eines Zellgruppenmitgliedes gegeben oder um ein Auto zu reparieren. Als eines Tages ein Mitglied einer Zellgruppe unserer Gemeinde kam und sagte, die Toilette wäre zerbrochen und das Wasser überschwemme ihre Wohnung, verließ der Zellgruppenleiter sofort das Treffen, um dem Ehemann beim Kauf und der Montage der neuen Toilette


zu helfen. Wenn ein Leiter ein Beispiel gibt, werden andere bald dasselbe tun und der Leib Christi wird das Dienen als Lebensstil übernehmen. Ein dienender Leiter herrscht nicht über Menschen, sondern unterstützt sie und bringt sie vor Gott. Im weltlichen System wird von Leitern erwartet, dass sie dominieren, Gott aber hat uns berufen, dem Beispiel seines Sohnes Jesus zu folgen und Diener zu sein. Durch sein Beispiel machte Jesus deutlich, dass Leiter zum Dienen berufen sind. Jesus lehrte seine Jünger zu dienen „Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wisst, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben. Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein, und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein; gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ (Matthäus 20,25-28; Rev. Elberfelder). Als die Mutter von Jakobus und Johannes zu Jesus kam und darum bat, dass ihre Söhne zur Rechten und Linken seines Thrones in seinem Reich sitzen dürften, erklärte ihr Jesus: „Du weißt nicht, worum du bittest.“ Die anderen zehn Apostel waren wütend, eifersüchtig und ärgerlich, als sie davon hörten. Jesus antwortete mit folgenden Worten: „Wer immer sich wünscht, ein Leiter zu sein, muss ein Sklave werden.“ Er sagte nicht, es sei falsch, bedeutend oder ein Leiter zu sein; aber die Bedeutsamkeit des weltlichen Systems, in dem wir leben, ist total anders, als die Bedeutsamkeit aus Jesu Perspektive. In Johannes 13 lesen wir, dass Jesus seine Jünger wegschickte, um das Passah vorzubereiten. Als Jesus ankam, erkannte er, dass es ein Problem gab. Die Jünger stritten darum, wer ihnen die Füße waschen sollte. Weil kein Diener anwesend und es Sitte war, dass ein Diener die Füße der Familienmitglieder und Gäste wusch, wenn sie von den staubigen Straßen nach Hause kamen, waren die Jünger frustriert. Wortlos nahm Jesus ein Handtuch, band es sich um, kniete nieder und begann, die Füße der Jünger zu waschen. Das war zu viel für Petrus. Er kämpfte mit der Vorstellung, dass Jesus bereit war, die Aufgabe eines niederen Dieners zu übernehmen. Wie Petrus sind auch wir manchmal zu stolz und sträuben uns zuzulassen, dass man uns dient. Ein anderes Mal müssen wir dagegen unsere Selbstsüchtigkeit ablegen, um anderen dienen zu können. Im Rahmen einer Hauszellgruppe lernen wir zu dienen und Dienst anzunehmen. Leiterschaft ohne zu dienen „Sie sagten zu ihm und sprachen: Wirst du gegen dieses Volk freundlich und ihm gefällig sein und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir allezeit dienen!“ (2. Chronik 10,7). Nachdem Salomon gestorben war, wurde Rehabeam König von Israel. Er konsultierte zwei Gruppen von Ratgebern, um sich Rat zu holen und Gottes Volk weise zu regieren. Die Ältesten, die schon unter seinem Vater Salomon gedient hatten, sprachen die Worte, die im oben angeführten Vers zu lesen sind. Dann ging Rehabeam zu den Jüngeren, die ihm rieten, dem Volk Folgendes zu sagen: „Wenn ihr glaubtet, unter meinem Vater ein schweres Joch zu tragen, wartet ab. Es wird noch viel schwerer werden!“ Er folgte dem Rat der jungen Männer und verlor zehn der zwölf Stämme Israels, weil er dem biblischen Prinzip des Dienens nicht gehorchte. Gott sagt, wenn wir anderen dienen und gut zu ihnen sind, werden sie uns ebenfalls dienen wollen. Weil Jesus uns vor zweitausend Jahren am dem Kreuz selbstlos diente, muss das unser wahrer Beweggrund sein, anderen zu dienen. Wenn wir mit einem reinen Herzen dienen, wird unser Säen im Dienen uns die Vorteile ernten lassen.


Dienen. Saat und Ernte Ein wichtiger Schlüssel für unseren Erfolg als Leiter ist, im Rahmen unserer Hauszellgruppe zu dienen. Stelle dir selbst die Frage: „Wie kann ich meiner Gruppe am besten dienen?“ Das beste Training zur Leiterschaft ist, bereitwillig zu dienen und zu tun, was immer notwendig ist. Sei praktisch. Finde etwas, das erledigt werden muss und führe es aus. Begrüße die Besucher an der Tür, hole jemanden ab, der eine Mitfahrgelegenheit sucht, lade jemanden zum Essen ein, mache bei jemand anderem sauber, hilf einer Familie beim Umzug oder repariere ein Auto. Als Leiter bist du ein Vorbild für deine Gruppe, deshalb musst du Maßstäbe für das Dienen setzen. Wie der Apostel Paulus solltest du in der Lage sein, zu den Menschen in deiner Zellgruppe zu sagen: „Werdet meine Nachahmer, gleichwie ich Christi!“ (1. Korinther 11,1). Wenn du ihnen ein Beispiel bist, werden die anderen nachfolgen. Wenn du zum Beispiel in einem Bereich - Parkdienst, Ordnerdienst, Kinderdienst - am Sonntagmorgen bei den Gottesdiensten dienst, werden die Mitglieder deiner Zellgruppe dazu herausgefordert werden, es dir gleichzutun. Du musst dir bewusst sein, dass es Zeit braucht zu dienen. Nimm dir diese Zeit für andere und um eine gute, vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Wenn du Zeit mit Menschen in sozialen Kontakten verbringst, mit anderen etwas unternimmst, um einfach Spaß zu haben oder um zu helfen, säst du Samen der Freundschaft, die für das Reich Gottes eine Ernte bringen werden. Wie reagierst du auf einen Telefonanruf um zwei Uhr morgens? Du solltest mit dem Herzen eines Dieners darauf antworten! Es wird einige Zeit der Übung brauchen, aber ein Diener antwortet: „Hallo! Was kann ich für dich tun?“ Reagierst du so: „Mann! Weißt du, wie spät es ist?“ Anrufe zu unpassender Zeit können uns zeigen, wo wir wirklich stehen! Wenn wir wütend werden, verhalten wir uns falsch, denn wir fordern Rechte und reagieren aus einem falschen Geist heraus. Es ist so, als richte sich in uns wieder die alte Schlange auf. Die Schlange im Garten Eden war nur um sich selbst besorgt und um ihre "Rechte". Tatsächlich haben wir keine Rechte, weil wir sie am Fuß des Kreuzes niedergelegt haben. Der Herr hat uns daraufhin Privilegien und Verantwortung gegeben. Jesus hat seine Rechte als Gott aufgegeben und ging an das Kreuz wie ein Lamm zum Schlachter. Weil Jesus seine Rechte niedergelegt und sie als Lamm Gottes aufgegeben hat, müssen wir bereit sein, unser Leben für andere niederzulegen. Das bedeutet nicht, dass wir Schwächlinge sind, die mit einem Märtyrerkomplex leben, sondern dass wir als Kinder Gottes so geborgen sind, dass wir unsere Rechte und Erwartungen gerne niederlegen, um anderen zu helfen, damit sie in Christus gestärkt werden (siehe Philipper 2,1-1). Wenn das Nachbarhaus brennt, wie reagierst du? Sagst du: „Ich hoffe, der große Feuerwehrwagen fährt nicht über meinen Rasen!“ oder „Ich hoffe, der Rauch zieht nicht in mein Haus!“:? Nein, ich bin sicher, du würdest sagen: „Ich werde alles Mögliche tun, um meinem Nachbarn zu helfen, weil er in Not ist.“ Wenn jemand in der Zellgruppe ein Problem hat, wie soll man reagieren? - Indem wir alles in unserer Macht Stehende tun und dienen und uns um die Probleme kümmern. Nicht weil es eine große Mühe für uns ist und wir es hinter uns bringen wollen, sondern weil wir diese Person in Christus gestärkt sehen wollen. Es sind nicht unsere Handlungen, die wichtig sind, sondern unsere Einstellung. Herr, lehre uns, das Herz eines Dieners zu haben.


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