Skip to main content

846150

Page 1

Robert Stearns Bereitet den Weg

Auszug aus Kapitel 4: "Lebendige Steine": Das Versagen von Familie, Regierung, Schule und Gemeinde hat eine Leere zurückgelassen, und die Leere wird durch diese Gruppenstrukturen gefüllt. Wenn die Gemeinde den Übergang von einer organisierten Institution zu einer organischen Struktur - einer lebendigen Gemeinschaft - nicht schafft, werden wir die nächste Generation verlieren und den Preis dafür bezahlen. Dieser Preis ist ein völliger sozialer Zusammenbruch und eventuell Anarchie. Wenn Mitgefühl für die Verlorenen und Gehorsam gegenüber dem Missionsauftrag nicht genug sind, um uns zu einem radikalen Handeln zu motivieren, kann es vielleicht die Angst vor dem gesellschaftlichen Chaos und dem persönlichen Verlust tun. Wir haben eine ganze Generation, die Eltern braucht! Elternschaft kann nicht am Sonntagmorgen in neunzig Minuten stattfinden oder am Freitagabend in der Jugendgruppe mit einem jungen Pastor, der im Durchschnitt 1,2 Jahre in der Gemeinde bleibt. Die Gemeinde muß eine lebendige Gemeinschaft werden - ein Ort der Ehrlichkeit, Sicherheit, Heilung und mit Tiefgang. Ich möchte an jene ein Wort der Ernüchterung richten, die die heutige Zeit locker und leichtherzig mit der Kontrakulturbewegung der sechziger Jahre vergleichen und das Ganze einfach als vorübergehende Phase einer Jugend in der Pubertät betrachten. Sie irren sich. In den sechziger Jahren ging es darum auszubrechen und sich einzubringen. Diese Generation ist nur dabei, auszubrechen, weil es nichts mehr gibt, wo man sich einbringen könnte. In den sechziger Jahren ging es darum , dem "Frieden eine Chance" zu geben, "Flower Power" und Liebe. Die heutige Generation hat ein dunkle, nihilistische, selbstzerstörerische Wunde in ihrem herzen. Diese Generation wartet auf die Zerstörung und glaubt, dass Liebe eine Illusion ist, weil jeder, der sie hätte lieben sollen, darin versagt hat - insbesondere die Väter. ELIA, KOMM HERAB!

Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und furchtbare Tag des HERRN; der soll das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Banne schlagen muss! Maleachi, 3:23-24(Schl.) Vaterlosigkeit wird uns ganz sicher unter einen Fluch bringen. Unsere Nation bringt die Frucht der Vaterlosigkeit auf unzählige Weise hervor. Wir wissen es alle! Wir kennen die Statistiken und wissen im Grunde, dass die Wurzel der gesellschaftlichen Probleme im Zusammenbruch der Familie zu finden ist. Und der Zusammenbruch der Familie ist hauptsächlich auf den abwesenden, missbrauchenden und zurückgezogenen Vater zurückzuführen. Floyd McClung unterstreicht diesen Punkt in seinem bahnbrechenden Buch "Das


Vaterherz Gottes": Unsere Welt wird von einer Epidemie des Schmerzes heimgesucht. Während uns aus den nationalen Zeitungen Schlagzeilen mit Scheidung und Kindsmissbrauch entgegen schreien, überrascht es nicht, dass die Vorstellung von einem Vater-Gott bei vielen Menschen Reaktionen des Ärgers, des Grolls und der Ablehnung hervorruft. Weil Sie keinen liebevollen irdischen Vater erlebt haben, der sich um sie kümmert, haben diese Menschen eine verzerrte Sicht von der Liebe des Vaters. In vielen Fällen entscheiden sich diese Menschen einfach, seine Existenz zu leugnen oder zu ignorieren. Oftmals haben selbst christliche Väter, obwohl sie nach außen hin die richtigen Dinge tun, fürchterlich mit Gefühlen der Unzulänglichkeit, der Einsamkeit und der Angst vor Nähe zu kämpfen, sogar ihren Frauen und Kindern gegenüber. Sie scheinen unfähig, aus den Stereotypen auszubrechen, die ihnen durch die Gesellschaft und ihre eigene Vergangenheit auferlegt wurden. Sie sind einfach unfähig, ihrer Familie ihre innersten Gefühle mitzuteilen oder sie effektiv in geistliches Wachstum hineinzuführen. Gewöhnlich hatten diese Männer den gleichen emotionalen Abstand zu ihren Vätern und wissen gar nicht, wie sie anders sein könnten. Doch sie werden anders werden. Durch Gottes Gnade werden sie ihren Ängsten begegnen und ihre Herzen öffnen, um Heilung und Reinigung zu erfahren.

Auszug aus Kapitel 5: "Sprudelnde Kreativität": SEID FREIGESETZT

Diese Generation wird mit einer neuen Salbung und Autorität im Bereich Kreativität aufstehen; sie wird gesalbte Klänge und Sichtweisen hervorbringen, die Gott verherrlichen und Menschen zu Jesus ziehen. Eine Flut kreativer Kraft wird den Damm der Angst und spröden Trockenheit durchbrechen und die Einschränkungen des religiösen Geistes hinwegspülen. Das Mark der kreativen Salbung wird in die vertrockneten Gebeine der toten religiösen Institutionen ausgegossen und dadurch Leben hervorbringen. In der Vergangenheit haben wir eine Subkultur - Christliche Künste genannt geschaffen, anstatt unsere Filmemacher, Tänzer, Musiker und Künstler anzuleiten, auszurüsten und freizusetzen. Wir zwingen diese talentierten Gläubigen in diese Subkultur hinein, anstatt ihnen zu ermöglichen Salz und Licht in dieser Welt zu sein. Wir taten genau das Gegenteil von dem, was Jesus anordnete, als er sagte: "Gehet hin in alle Welt..." (Markus 16:15, Schl.). Er nahm den Bereich der Kreativität nicht aus dem Missionsbefehl heraus. Er ist ihre Quelle, und ER ist der Herr über alles! Es liegt an uns, in diesen Bereichen einen Maßstab für außerordentliche Leistungen zu setzen und sie für IHN einzunehmen. Wir dürfen das "Licht" evangelistischer Kreativität nicht unter dem "Scheffel" christlicher Subkultur verstecken. Die Begrenzungen, die wir dem Geist der Kreativität auferlegten, basieren auf Angst und dem Stolz auf unsere eigene ethnische Abstammung. So wie Sauls Tochter Michal David verachtete, hat unsere eigene geistliche Unfruchtbarkeit diejenigen angegriffen, die den Geist Davids in sich haben (siehe 2.Samuel 6:12-23).


Viel zu häufig drücken wir Dingen, die ganz einfach unseren Erfahrungshorizont überschreiten, das Etikett "fleischlich", "seelisch" oder sogar "dämonisch" auf. Ich werde niemals vergessen, wie ich einmal an meiner ersten Dienststelle als Jugendpastor mit unserer Jugendgruppe eine regionale Anbetungskonferenz besuchte. Hin und wieder wurden diese Treffen von unterschiedlichen Jugendgruppen gesponsert, ich gehörte zum Leitungsteam. Die meisten dort vertretenen Konfessionen kamen von den Großkirchen, meine Gemeinde hatte einen charismatischen Hintergrund. Unsere kleine Jugendgruppe war alles andere als gehemmt. Das Anbetungsteam begann mit einem Lied mit folgendem Text: "Ich werde singen/tanzen/klatschen, wie David es tat." Die anderen Jugendgruppen standen dort und sangen die Worte halbherzig vor sich hin. Unsere Gruppe nahm die Worte als Einladung zum Handeln und tat genau das, wovon in dem Lied die Rede war Klatschen, Singen und Tanzen. (Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum Menschen Lieder singen und dann genau das, wozu das Lied uns auffordert, verbieten verweigern oder bremsen!) Einer der Leiter kam auf mich zu und war offensichtlich sehr aufgebracht und ärgerlich. "Sehen Sie nicht, was passiert?", fragte er. "Diese Kinder tanzen in der Gemeinde!" "Nein", kam mir in den Sinn. "Die Gemeinde tanzt im Gebäude." Die Tänzer sollen tanzen! Die Sänger sollen singen! Die Schreiber sollen schreiben! Die Künstler sollen schaffen! Sie alle, die Sie für diese Stunde geboren sind, um die Schönheit des Herrn zu zeigen, um seine Braut mit Lobpreisgewändern zu schmücken und um Seine eingefallene Stiftshütte wieder aufzurichten - Sie sollen das Wort des Herrn hören! Seien Sie frei! Seien Sie freigesetzt! Laufen Sie zu Ihm und unterdrücken Sie nie mehr die Sehnsucht Ihres Herzens, Ihm Ihre Liebe und Anbetung auszudrücken. Es spielt keine Rolle, ob Sie in Ihrem Wohnzimmer oder in einer Versammlung mit tausend anderen befinden - Sie haben eine Privataudienz. Sie singen, spielen, schauspielern, schaffen und drücken sich auf Ihre Weise aus, um Ihm wohlzugefallen, alleine Ihm.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
846150 by Fontis-Shop - Issuu