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GARTEN ZEIT FÜR DIE SEELE

Oasen der Ruhe im Alltag

90 Andachten

Aus dem Englischen von Elke Wiemer

Der Verlag weist ausdrücklich darauf hin, dass im Text enthaltene externe Links vom Verlag nur bis zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung eingesehen werden konnten. Auf spätere Veränderungen hat der Verlag keinerlei Einfluss. Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.

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Originally published under the title: Playing in the Dirt: 90 Devotions for Crazy Plant Ladies Published by DaySpring, 21154 Highway 16 East, Siloam Springs, AR 72761, USA. dayspring.com Copyright © 2023 DaySpring Cards, Inc. All rights reserved.

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Wenn nicht anders angegeben, wurden die Bibelverse entnommen aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen · brockhaus-verlag.de

Weitere verwendete Bibelübersetzungen: das Buch. Neues Testament, Psalmen, Sprichwörter – übersetzt von Roland Werner.

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Verwendet mit freundlicher Genehmigung von Fontis – Brunnen Basel. Alle weiteren Rechte weltweit vorbehalten. (Hfa)

Neue Genfer Übersetzung – Neues Testament und Psalmen, Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft (NGÜ)

Die Volxbibel, © 2014/2023 Volxbibel-Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen · scm-verlagsgruppe.de

1. Auflage 2026

Bestell-Nr. 821178

ISBN 978-3-98695-178-8

Umschlaggestaltung: Hanni Plato

Umschlagmotiv: wutuabang1, Shutterstock

Lektorat: Esther Middeler · www.middeler.com

Herstellung: Immanuel Grapentin

Satz: satz-bau Leingärtner, Nabburg

Druck und Verarbeitung: FINIDR s.r.o.

Printed in Czech Republic

www.gerth.de

Gärten sind Orte, wo die Zeit stillsteht und das Herz Frieden findet.

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Autor unbekannt

Nie zu viele

Und ich bete, dass Christus durch den Glauben immer mehr in euren Herzen wohnt und ihr in der Liebe Gottes fest verwurzelt und gegründet seid. So könnt ihr mit allen Gläubigen ihr ganzes Ausmaß erfassen, die Breite, Länge, Höhe und Tiefe.

Epheser 3,17-18

Wir Pflanzenfans haben ein Mantra: „Wir haben nie zu viele Pflanzen – so was gibt es gar nicht.“ Egal, wie viele wir auch anhäufen: In unseren Häusern und Herzen ist immer Platz für mehr (trotz der gelegentlichen Proteste derer, mit denen wir zusammenleben). Wir werden jedes Regal und jede sonnige Fensterbank mit bunten Töpfen voller üppiger, farbenfroher Blüten füllen – und jede einzelne davon lieben. Pflanzen kann man einfach nicht zu sehr lieben!

Diese Art von bedingungsloser Liebe ist ein Geschenk von Gott. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat (vgl. 1. Johannes 4,19).

Während unsere Liebe unzulänglich ist, weil wir eben Menschen sind, ist Gottes Liebe vollkommen, weil er eben Gott ist.

Und weil er uns so vollkommen liebt, sandte Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde, damit dieser ein fehlerloses Leben führte, das frei war von Schuld – nur um dann von den Menschen, die er liebte und die er retten wollte, getötet zu werden. Diese Art von Liebe können wir gar nicht verstehen. Ihr Ausmaß unermesslich. Die Liebe einer Pflanzenmama verblasst im Vergleich dazu.

Pflanzen sind auf unsere Pflege angewiesen und wir lassen ihnen diese gern zukommen. Wir genießen die Zeit, die wir damit zubringen, sie zu gießen, zu beschneiden und sogar zu säubern (Blätter sammeln auch Staub an!). Nehmen wir uns also, während wir uns um unsere Pflanzen kümmern, einen Moment Zeit, um innezuhalten und darüber nachzudenken, was Gott uns bereits alles gegeben hat. Er war und ist unser Versorger, unser Schutz, unsere Quelle der Liebe und des Lebens. So wie wir unseren Pflanzen alles geben, was sie brauchen, um zu blühen und zu gedeihen, so überhäuft uns auch unser himmlischer Vater mit Liebe. Nimm diese Liebe von ihm an.

Danke, Gott, dass deine vollkommene Liebe niemals aufhört. Danke, dass du mich mehr liebst, als ich mir je vorstellen kann, und dich um mich kümmerst.

Hilf mir, aus Dankbarkeit dafür auch den Menschen in meinem Leben heute mit Liebe und Fürsorge zu begegnen.

Ganz normal

Wie du mich in die Welt gesandt hast, so sende ich sie in die Welt.

Johannes 17,18

Ab wann ist man nicht nur jemand, der Pflanzen mag, sondern eine regelrechte Pflanzenliebhaberin? Wo liegt die Grenze, ab der man zu viele Zimmerpflanzen hat? (Das war nur ein Witz – man kann gar nicht zu viele Pflanzen haben.) Gibt es da überhaupt eine feste Anzahl? Oder ist eine Pflanzenfreundin jemand, deren ganzer Stolz die Blütenpracht und das Laub ihrer Pappelfeigen ist?

Wie auch immer die Definition lautet, eines haben wir Pflanzenliebhaberinnen gemeinsam: unsere Begeisterung. Die Energie und der Enthusiasmus, mit denen wir uns um unsere blühenden Pflanzen kümmern, sind unschlagbar. Wer nichts für Pflanzen übrighat, stellt vielleicht unsere Liebe infrage –„Pflanzen erwidern doch deine Zuneigung nicht“ – oder den Aufwand, den wir hier betreiben – „Wie viel Zeit verbringst du mit Gießen?“. Und wahrscheinlich können sie auch unseren Wunsch nach einer weiteren Pflanze nicht nachvollziehen –„Hast du nicht schon genug Pflanzen?“. Aber wir zucken angesichts ihres Unverständnisses nur mit den Schultern und stehen zu unserer Identität. Wir lieben unsere Pflanzen und sind stolz darauf, Pflanzenfreundinnen zu sein.

Wenn du dein Vertrauen auf Gott setzt und das für dich in Anspruch nimmst, was sein Sohn Jesus am Kreuz für dich

getan hat, wird es Menschen geben, die das nicht verstehen. Sie werden dich vielleicht für verrückt erklären. Wirst du zu deiner neuen Identität stehen – dass du jemand bist, der versucht, dem Vorbild von Jesus zu folgen? Oder wirst du dich davon abwenden und versuchen, ein „normales“ Leben zu führen?

Bevor er Christus begegnete, verfolgte der Apostel Paulus die Kirche mit großem Eifer (vgl. Philipper 3,6). Er verstand nicht, was es bedeutet, sein Vertrauen auf Gott zu setzen, und hielt Menschen, die das taten, für verrückt. Er machte sich über sie lächerlich und fügte ihnen Leid zu. Eines Tages hatte Paulus jedoch eine Begegnung mit Gott, die sein Leben verändern würde, und er schlug ein neues Kapitel auf. Er wurde vom Verfolger zum Verkündiger und verbrachte den Rest seines Lebens damit, jedem und jeder zu erzählen, was Gott für ihn getan hatte und wie sehr er seinen Retter liebte. Die Leute hielten ihn für verrückt.

Gott zu lieben, bedeutet nicht, dass wir dem Beispiel von Paulus exakt folgen. Wir müssen unseren eigenen Weg finden, um unsere Liebe zu Gott auszuleben, aber wir sollten uns nicht wundern, wenn manche Menschen das nicht verstehen. Anstatt uns zurückzuziehen, sollten wir ihnen mutig erzählen, was er für uns getan hat.

Gott, danke, dass du mich gerettet hast. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die denken, es sei nicht „normal“, dir zu vertrauen. Hilf mir, auf deine Liebe zu mir zu vertrauen, und schenke mir den Mut, anderen von dir zu erzählen, damit auch sie dich kennenlernen.

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