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Die amerikanische Originalausgabe erschien im Verlag Tyndale House Publishers, Inc. unter dem Titel „Christopher And His Family“. © 1988, 1990, 2003 by Barbara Davoll © der deutschen Ausgabe 2005 Gerth Medien in der SCM Verlagsgruppe GmbH, 35614 Asslar Aus dem Amerikanischen übersetzt von Elke Wiemer, Beate Peter und Siegfried Piehozki.

Die angegebenen Bibelzitate sind der „Hoffnung für alle“ entnommen. 1. Auflage der revidierten Fassung, © 2002 Brunnen Verlag Basel

Best.-Nr. 816076 ISBN 978-3-86591- 076 - 9 3. Auflage 2020 Umschlag- und Buchgestaltung: Beth Sparkman, Immanuel Grapentin Illustrationen: Dennis Hockerman Satz: Immanuel Grapentin Druck und Verarbeitung: Print Consult GmbH, München


Inhalt Inhalt Doktor Hamsterrattes Pillen 7

Auf den Rat weiser Menschen soll man hören. 13,14) Das große(Sprüche Kirchenfest 7 Wenn wir gierig alles für uns behalten, Die Glocke 31 bringen wirrettende uns in Schwierigkeiten. Ein Geschenk im Verborgenen besänftigt (Sprüche 15,27) den Zorn eines Feindes. (Sprüche 21,14) Schrecken im Mäuseloch 29 Gott hilft uns auch in den größten Schwierigkeiten Vom Feind zum Freund 51 (Psalm 46,2–3) Wie man einen Raufbold durch Freundlichkeit und Liebe zum Freund gewinnt. Unglück im Regen 51 6,35) zu gehorchen. Warum es besser ist, (Lukas den Eltern (Epheser 6,1)

Der Schwätzer 75 Wir müssen darauf achten, 73 was wir sagen. Die Streithähne (Sprüche 12,18) Unsere Eltern und Geschwister sind unsere engsten Freunde. (Epheser 4,32)

Der Musikwettbewerb 99 Wie Freunde sich gegenseitig Mut machen können, Der kleine Drückeberger 95 einer Sache dranzubleiben. Wir an sollen einander nicht anlügen. (Hebräer 3,9) 12,1b –2) (Kolosser

Über Die die Autorin 123 117 Über Der den Illustrator Illustrator 123 117


Doktor Hamsterrattes Pillen

Der Rat eines weisen Menschen hilft anderen zum Leben und bewahrt sie vor tĂśdlichen Fallen. SprĂźche 13,14

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Ganz in der Nähe einer kleinen, ruhigen Stadt lag ein wunderschönes Tal. In diesem Tal stand eine alte Kirche mit Steinmauern, in der eine Mäusefamilie lebte. Es war die Familie der Kirchenmäuse. Christopher Kirchenmaus gehörte auch dazu. Er lebte mit seinen Freunden und Verwandten im Keller der Kirche, ganz in der Nähe des Heizkessels, wo es schön warm war. Eines Tages rannten Christopher Kirchenmaus und seine Freundin Malwine frühmorgens den Weg hinter der Kirche hinunter. „Wohin gehen wir?“, fragte Malwine. „Nur bis zum Ende des Weges“, antwortete Christopher. „Ich habe eine Überraschung für dich. Schau, da!“, rief er und zeigte auf ein kleines Haus mitten im Wald.

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„Das ist doch nur ein altes Haus voll Gerümpel“, sagte Malwine. „Das habe ich schon oft gesehen. Was soll denn daran eine Überraschung sein?“ „Dort wohnt der alte Doktor Hamsterratte“, erklärte Christopher. „Komm, wir erlauben uns einen kleinen Spaß. Wir klingeln und verstecken uns dann im Gras. Dann wirst du deine Überraschung erleben.“ Christopher rannte die schiefen Stufen zur Haustür hinauf, zog am Strick der Türglocke und sprang dann ins Gras neben dem Eingang, wo Malwine auf ihn wartete. Als die Tür aufging, bekamen die beiden einen Lachanfall.

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Dort im Eingang stand die komischste alte Ratte, die sie je gesehen hatten. Doktor Hamsterratte trug einen langen weißen Arztkittel und drei seltsame Hüte auf dem Kopf. Aber am meisten mussten sie über die Krawatten lachen. Er trug sechs Krawatten, die um seinen Hals baumelten und fast bis auf den Boden hingen. Als er aus der Haustür kam, stolperte er darüber. Er blinzelte und sagte: „Nanu? ’ier ist ja gar keiner. ’at wohl jemand versucht, misch su ärgern.“ Dann drehte er sich um und schloss die Tür hinter sich. 11


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„Komm, wir verschwinden“, sagte Christopher, während er sich vor Lachen den Bauch hielt. „Na, hab ich dir nicht gesagt, dass ich eine Überraschung für dich habe?“ „Was meinst du, warum zieht er sich nur so seltsam an?“, fragte Malwine, während sie nach Hause liefen. „Keine Ahnung. Wahrscheinlich weil er eine Hamsterratte ist. Hast du den ganzen Kram in den Kartons vor dem Haus gesehen? Bei ihm findest du von Suppentüten bis hin zu Nüssen einfach alles.“ Da kam ihnen Christophers Vater auf dem Weg entgegen. „Christopher, komm schnell, mein Sohn!“ Sie merkten, dass er sehr aufgeregt war. Jetzt gab es nichts mehr zu lachen.

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„Christopher, deine Mama hat schlimme Bauchschmerzen und hohes Fieber. Wir müssen unbedingt die richtige Medizin für sie finden“, erklärte er. Malwine schaute Christopher an. „Mein Freund Manfred hat erzählt, dass eine rosa gestreifte Pille seinem Nachbarn geholfen hat, als er sehr hohes Fieber hatte. Meinst du, der alte Doktor Hamsterratte hat so eine Pille?“, fragte sie ihn. „Das ist eine gute Idee“, sagte Christopher. „Wir fragen ihn, Papa. Du gehst nach Hause zu Mama. Mach dir keine Sorgen. Wir kriegen so eine Pille.“

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