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Doch hĂ€ngt nicht wehmĂŒtig diesen Wundern nach! Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen! Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? Durch die WĂŒste will ich eine Straße bauen, FlĂŒsse sollen in der öden Gegend fließen.

JESAJA 43,18–19

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!

(MatthÀus 22,37)

Der Sinn des Lebens

Wenn man in seinem Herzen nur tief genug grĂ€bt, findet man sie: die Sehnsucht nach einem Leben, das Bedeutung hat. So sicher wie ein Baby von allein anfĂ€ngt zu atmen, so fragt sich garantiert jeder frĂŒher oder spĂ€ter: Welchen Sinn hat mein Leben?

Manche Leute suchen den Sinn in ihrer beruflichen Karriere. „Mein Sinn im Leben ist es, Zahnarzt zu werden.“ Toller Job, aber wohl kaum ein Grund, um dafĂŒr zu leben. Solche Menschen sind, was sie tun – und deshalb tun sie sehr viel. Sie arbeiten viel, denn wenn sie nicht arbeiten, verlieren sie ihre IdentitĂ€t.

Andere sind, was sie haben. Sie finden ihren Sinn in einem neuen Auto, einem neuen Tablet, in neuen Klamotten. Diese Menschen kurbeln die Wirtschaft an und strapazieren ihr Konto, weil fĂŒr sie der Sinn in den Dingen liegt, die sie besitzen.

Manche versuchen es mit Sport, Filmen, Drogen, Freunden, Sex, mit allem Möglichen. Aber alle diese Dinge sind nur TÀuschungen. Willst du die Wahrheit wissen? Der Sinn unseres Lebens ist es, Gott zu lieben. Nichts anderes wird uns wirklich zufrieden machen.

Zum Nachdenken

Dein Leben ist so verwirrend. Es gibt so viele Fragen. Was soll ich werden? Worin bin ich gut? Warum bin ich hier? Es gibt einen, der die Antworten kennt, nach denen du suchst, einen, der deine

Zukunft kennt. Der einen Plan fĂŒr dich hat. Etwas, wofĂŒr es sich zu leben lohnt. Liebe ihn, dann wird sich alles andere ergeben.

2. Januar

Ich will euch ein anderes Herz und einen neuen Geist geben. Ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges Herz. (Hesekiel 36,26)

Das Abenteuer der Gnade

Weißt du, was Gnade ist? Wir reden meist davon, als wĂŒssten wir es. Wir bekommen eine „Gnadenfrist“ fĂŒr ein Referat. Ein Politiker fĂ€llt in Ungnade. Manche sprechen vom „gnĂ€digen Herrn“ und der „gnĂ€digen Dame“. Das Wort macht sich gut in christlichen Songtexten. Gnade ist ein Wort, auf das wir nicht weiter reagieren mĂŒssen.

Aber ist das wirklich alles? Was ist Gnade wirklich?

Die Gnade ist komplett Jesus in Person. Sie lebt, weil er lebt. Sie wirkt, weil er wirkt. Sie ist wichtig, weil er wichtig ist. Durch Gnade gerettet zu sein heißt, durch Jesus gerettet zu sein – nicht durch einen Gedanken, eine Regel, die Gemeindemitgliedschaft, sondern durch Jesus selbst, der jeden mit sich in den Himmel ziehen wird, der ihm auch nur die geringste Zustimmung dazu gibt. Nicht weil wir mit dem Finger geschnippt oder religiöse SprĂŒche von uns gegeben haben oder wegen einer geheimen Abmachung. Gnade lĂ€sst sich nicht „organisieren“. Sie ist wie Jesus: unkontrollierbar und unbezĂ€hmbar. Sie ist wie eine Fahrt im Wildwasserkajak, so aufregend und beĂ€ngstigend und beglĂŒckend. Gnade ist keine App zum Runterladen. Sie ist ein Abenteuer zum Erleben.

Zum Nachdenken

Hast du schon mal Gnade erlebt? Hat es dich verĂ€ndert? Hat es dich stark gemacht? Hat es dich sanft gemacht? Wenn nicht, halte dich an Jesus und lass dich von der Gnade wegspĂŒlen. Seine mitreißende Gnade ist genau das, was du brauchst.

3. Januar

Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. (1. Johannes 4,19)

Liebt mich jemand?

Gott liebt dich mit einer unerschĂŒtterlichen Liebe.

Ein Hauch dieser Liebe wurde im Jahr 1878 in England sichtbar: Der kleine Sohn von Prinzessin Alice hatte sich mit der schrecklichen Krankheit Diphtherie infiziert. Die Ärzte stellten den Jungen unter QuarantĂ€ne und sagten der Mutter, sie solle sich von ihm fernhalten. Aber das konnte sie nicht. Eines Tages hörte sie, wie er der Krankenschwester zuflĂŒsterte: „Warum gibt mir meine Mama keinen Kuss mehr?“ Bei diesen Worten brach der Mutter das Herz. Sie lief zu ihrem Sohn und bedeckte ihn mit KĂŒssen. Nach wenigen Tagen starb sie.1

Was trieb eine Mutter dazu, so etwas zu tun? Was trieb Gott dazu, etwas noch viel GrĂ¶ĂŸeres zu tun? Liebe. Und was fĂŒr eine Liebe – „die wir doch mit unserem Verstand niemals fassen können“ (Epheser 3,19). Du musst dieser Liebe vertrauen. Vielleicht sehnst du dich nach dieser Liebe. Vielleicht haben diejenigen, die dich hĂ€tten lieben sollen, es nicht getan. Diejenigen, die dich hĂ€tten lieben können, wollten es vielleicht nicht. Du wurdest nicht zu der Party eingeladen. Oder mit zerbrochenem Herzen

zurĂŒckgelassen. Oder mit der Frage „Liebt mich irgendjemand?“ allein gelassen.

Hör auf Gottes Antwort. Wenn du ĂŒber Jesus am Kreuz nachdenkst, dann hör, wie Gott dir versichert: „Ja, ich! Ich liebe dich!“

Zum Nachdenken

Du kennst die Tage, an denen du dich ungeliebt fĂŒhlst. Deine Mutter schnauzt dich an. Deine beste Freundin, dein bester Freund will nichts von dir wissen. Sogar dein Hund scheint dich schrĂ€g anzuschauen. Und Gott? Es gibt niemals auch nur einen einzigen Augenblick, in dem er dich nicht von ganzem Herzen liebt. Verlass dich drauf. Immer. Auf ewig.

4. Januar

Lasst die Botschaft von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. (Kolosser 3,16)

Gottes Wort lebt

In HebrĂ€er 4,12 heißt es: „Gottes Wort ist voller Leben und Kraft. Es ist schĂ€rfer als die Klinge eines beidseitig geschliffenen Schwertes; dringt es doch bis in unser Innerstes, bis in unsere Seele und unseren Geist, und trifft uns tief in Mark und Bein. Dieses Wort ist ein unbestechlicher Richter ĂŒber die Gedanken und geheimsten WĂŒnsche unseres Herzens.“ Gibt es irgendein anderes Buch außer der Bibel, das mit diesen Worten beschrieben wird?

„Voller Leben und Kraft.“ In den Worten der Bibel steckt Leben. Gott wirkt durch diese Worte.

SpĂ€tabends, wenn du ganz alleine bist, liest du: „Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab“ (HebrĂ€er 13,5). Der Satz tröstet dich wie eine beruhigende Hand auf der Schulter. Sorgen nagen an deinem inneren Frieden, und dann spricht dir jemand den Vers zu: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dĂŒrft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!“ (Philipper 4,6). Diese Worte lassen dich innerlich aufseufzen.

Mach dir diese Worte zu eigen. Triff keine Entscheidung, ganz egal, wie klein oder groß sie ist, ohne vorher mit der offenen Bibel, einem offenen Herzen und offenen Ohren zu Gott zu kommen.

Zum Nachdenken

Von deinen Lehrern bekommst du stapelweise BĂŒcher zu lesen. Englischbuch, Mathebuch, Geschichtsbuch, im Deutschunterricht gleich ganze Romane. Aber nichts davon wird einen solchen Einfluss auf dein Leben haben wie die Bibel. Vergiss die allerwichtigste LektĂŒre nicht.

5. Januar

Wer also von Herzen glaubt, wird von Gott angenommen; und wer seinen Glauben auch bekennt, der findet Rettung. (Römer 10,10)

Sprich es aus und glaube daran

Zweifelst du manchmal daran, ob du wirklich zu Gott gehörst und nach diesem Leben in den Himmel kommst? Fragst du dich,

ob du wirklich gerettet bist? Wie kannst du dir tatsÀchlich sicher sein?

Die Bibel sagt: „Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: ‚Jesus ist der Herr!‘, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden“ (Römer 10,9). Bekenne zuerst, dass Jesus der Herr ist. Sprich es laut aus oder sag es leise in deinem Herzen – ganz egal. Du musst es nur ernst meinen. Und dann glaube, dass Jesus auferstanden ist. Er ist kein Toter in irgendeinem Grab, sondern der lebendige Gott, der die Macht ĂŒber den Tod hat. Beachte, was in Römer 10,9 nicht steht: FĂŒhre ein perfektes Leben, sei nett zu allen Menschen, bau keinen Mist, zweifle nicht, lĂ€chle immer 
 dann wirst du gerettet werden. Nein! Wir mĂŒssen einfach nur bekennen und glauben. Dann folgt die Rettung – und auch der Frieden und die Freude im Herzen, weil du deinen letztendlichen Bestimmungsort kennst.

Zum Nachdenken

Wir machen es uns selbst oft ganz schön schwer. In Gedanken erfinden wir noch mehr Bedingungen, um zu Gott kommen zu können: noch mehr gute Werke, bessere Noten in der Schule, heiligere Gedanken. Aber Gott will, dass die Sache einfach und unkompliziert ist. Sprich von der GrĂ¶ĂŸe und Macht, die Jesus hat. Glaube, dass er getötet wurde und ins Leben zurĂŒckgekehrt ist. Ganz einfach. Das ist die Rettung.

Doch was er sich vorgenommen hat, das tut er; seine PlĂ€ne sind gĂŒltig fĂŒr alle Zeit. (Psalm 33,11)

Gott verÀndert sich nicht

Gott wird immer der Gleiche sein. Das kann man von niemand sonst sagen. Freunde rufen dich heute an und ignorieren dich morgen. Den Lehrern gefĂ€llt diese Woche dein Aufsatz und nĂ€chste Woche finden sie ihn schlecht. Deine Eltern schwanken zwischen verstĂ€ndnisvoll und kritisch. Aber Gott nicht. „Er, der Vater des Lichts, Ă€ndert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis“ (Jakobus 1,17).

Hast du Gott schon mal mit schlechter Laune erlebt? Wird nicht vorkommen. Hast du Angst, dass du seine Geduld ĂŒberstrapaziert hast? Glaubst du, er hat dich aufgegeben? Falsch. Hat er dir nicht etwas versprochen? „Gott ist kein Mensch, der lĂŒgt. Er ist nicht wie einer von uns, der seine Versprechen bald wieder bereut. Was er sagt, das tut er, und was er ankĂŒndigt, das fĂŒhrt er aus“ (4. Mose 23,19). Er ist nie eingeschnappt oder sauer, schmollt nicht und ist nicht gestresst. Seine Kraft, seine Wahrheit und seine Liebe Ă€ndern sich nie. „Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und fĂŒr immer“ (HebrĂ€er 13,8).

Die Auferstehung von Jesus verliert nie ihre Kraft. Das Blut von Jesus verliert seine Wirkung nicht. Gott verÀndert sich nicht. Darauf kannst du dich verlassen.

Zum Nachdenken

VerĂ€nderung ist aufregend. Aber wenn sich alles um dich herum stĂ€ndig verĂ€ndert – deine Freunde, deine Klasse, deine Familie, deine Schule, dein Körper, deine TrĂ€ume –, dann ist es manchmal ganz schön, jemanden zu kennen, der bestĂ€ndig ist und auf den du dich verlassen kannst. Und wenn dieser Jemand zufĂ€llig der allmĂ€chtige Schöpfer des Universums ist, dessen Liebe zu dir ĂŒberfließt? Ich finde, das ist wirklich eine großartige Sache.

7. Januar

Denn das ist mir klar geworden: GegenĂŒber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. (Philipper 3,8)

Die Belohnung

Die Belohnung dafĂŒr, dass man an Jesus glaubt, ist Jesus selbst. Reist du zum Grand Canyon, weil du von dort ein T-Shirt oder so eine Schneekugel zum SchĂŒtteln als Souvenir haben möchtest?

Nein. Die Belohnung fĂŒr eine Reise zum Grand Canyon ist der Grand Canyon. Es ist das unglĂ€ubige Staunen darĂŒber, dass du Anteil hast an etwas so Uraltem, Wunderbarem und MĂ€chtigem, das so viel grĂ¶ĂŸer ist als du.

Die Belohnung fĂŒr unseren Glauben ist derjenige, den Gott geschickt hat, um fĂŒr unsere SĂŒnden zu bezahlen. Nicht das Geld auf deinem Konto, der Computer in deinem Zimmer, Gesundheit oder ein besseres SelbstwertgefĂŒhl. NatĂŒrlich sind diese Dinge etwas wert. Aber der ganz große Ironman des Glaubens ist Jesus.

Das Geschenk? Zeit mit ihm zu verbringen. Mit ihm unterwegs zu sein. Über ihn nachzudenken. Ihn zu erforschen. Die atemberaubende Erkenntnis, dass du durch ihn Teil von etwas Uraltem, Unendlichem, Unaufhaltsamem, UnergrĂŒndlichem bist. Und dass der, der mit seinem kleinen Finger den Grand Canyon erschaffen kann, auch glaubt, dass du es wert bist, dass er an einem Kreuz starb. Jesus Christus ist die Belohnung fĂŒr deinen Glauben.

Zum Nachdenken

Du glaubst vielleicht, dass du jeden Gedanken an Belohnungen aufgeben musst, wenn du Christ wirst. Das stimmt nicht. Du bekommst deine Belohnung nur nicht in Form von Geld oder guten Noten, sondern in Form einer engen Beziehung mit dem Schöpfer. Das ist schwer zu bewerten. Es ist sogar schwer, sich das vorzustellen. Aber was fĂŒr eine großartige Belohnung ist das!

8. Januar

FĂŒhre mich und lehre mich, nach deiner Wahrheit zu leben, denn du bist der Gott, der mich rettet. (Psalm 25,5; NL)

Ehrliche SelbsteinschÀtzung

Heb die Hand, wenn irgendeiner der folgenden Punkte auf dich zutrifft. Du lebst in Frieden mit allen. Jede deiner Beziehungen ist so sĂŒĂŸ wie Honig. Sogar deine frĂŒheren Freunde sagen nur Gutes ĂŒber dich. Du liebst alle und wirst von allen geliebt. Trifft das auf dich zu? Oder du hast vor nichts Angst. In Französisch durchgefallen – kein Problem. Bei dir wurde ein Herzfehler festgestellt – gĂ€hn!

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