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Inhalt Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1. Was werden meine Freunde von mir denken? . . . 11 2. Wer ist Gott? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 3. Liebt Gott jeden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 4. Warum liebt Gott uns?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 5. Was hat Jesus mit mir zu tun?. . . . . . . . . . . . . . . . 55 6. Warum musste Jesus für uns sterben? . . . . . . . . . . 69 7. Wen meint Gott mit „jeder“? . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 8. Was heißt eigentlich „glauben“?. . . . . . . . . . . . . . 95 9. Was muss ich tun, um Christ zu werden? . . . . . . . 107 10. Warum kommt nicht jeder in den Himmel? . . . . . 119 11. Was ist ewiges Leben? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131 12. Was bringt mir die Erlösung?. . . . . . . . . . . . . . . . . 145 Meine Notizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
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Einleitung Was Teens sich wohl denken, wenn sie den Vers aus Johannes 3,16 lesen? Das ist eine Frage, die man mir vor einiger Zeit gestellt hat. Um eine Antwort zu finden, habe ich mit vielen Jungs und Mädels gesprochen. Ich habe sie gebeten, mir von ihren Ängsten und Kämpfen, von ihren Hoffnungen und Träumen zu erzählen. Und dabei habe ich festgestellt, dass sich viele ihrer Gedanken einander ähneln. Und: Viele Teens hatten einzigartige Formulierungen verwendet, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben. Zusammengenommen geben ihre Kommentare ein herrliches Bild davon ab, mit wie viel Witz und Weisheit Teens dem Leben und der Wahrheit begegnen. Alle Antworten meiner Gesprächspartner habe ich für dieses Buch zusammengefasst und zwei ausgedachten Personen zugeschrieben: Justin und Becca.
Justin ist 16 Jahre alt. Seine Eltern sind geschieden und er ist noch nicht lange Christ. Er spielt gerne Gitarre und verbringt viel Zeit mit seinen Freunden. Er hat ein Faible für Basketball oder Videospiele und surft leidenschaftlich im Internet. Justin würde gerne ein Leben führen, wie Gott es sich für ihn ausgedacht hat, aber das gelingt ihm mal mehr, mal weniger gut. Trotzdem ist er dankbar, dass er sich nicht allein auf seine eigene Kraft verlassen muss. 9
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Du wirst beim Lesen von Justins Kommentaren noch merken: Er wagt es wirklich, sich auf Gott einzulassen, und beginnt, die unfassbare Liebe, die in Johannes 3,16 in einem Satz zusammengefasst ist, zu begreifen. Und dadurch kann sein Glaube immer weiter wachsen.
Becca ist 17 Jahre alt. Sie geht schon seit ihren Kindertagen regelmäßig in die Kirche. Aber es fällt ihr nicht leicht, all das im Leben umzusetzen, was sie sonntags im Gottesdienst hört. Becca ist dankbar, dass sie schon ihr Leben lang an Gott geglaubt hat, aber sie begreift auch, dass es vom Hören zur Umsetzung des Gehörten ein langer Weg ist. Becca hat dieselben Probleme wie die meisten Mädchen in ihrem Alter: Zoff mit den Eltern; und was den Umgang mit Jungs angeht, steht sie vor schwierigen Entscheidungen. Sie hat ein eher schwaches Selbstbewusstsein und kriegt es schwer auf die Reihe, andere liebevoll zu behandeln. Aber Becca sehnt sich von Herzen danach, das Richtige zu tun, und sie wendet sich oft an Gott mit der Bitte, ihr im Alltag zu helfen.
Ich hoffe, es macht dir Spaß, die Kommentare von Justin und Becca zu lesen. Einige ihrer Einsichten und Bekenntnisse könnten vielleicht auch deine eigenen sein. Einige ihrer Gebete auch. Du bist frei, ihre Worte, ihre Gebete zu deinen zu machen. Justin und Becca (und all die Teens, mit denen ich mich unterhalten durfte) haben eines begriffen: Gott hört mir gerne zu – egal, ob ich ihn um Hilfe und Führung bitte oder ob ich ihn einfach nur loben und preisen möchte. Er ist immer da, mit seiner Liebe und mit offenen Armen. 10
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1 Was werden meine Freunde von mir denken? Er wartet geduldig auf die Dunkelheit. Die Nacht wird ihn schützen. Er wartet auf die sicheren Schatten der Dämmerung. Er sitzt im zweiten Stock seines Hauses am Fenster und blickt in die untergehende Sonne, wartet auf den richtigen Zeitpunkt. Wartet. Heute Nacht will Nikodemus dorthin gehen, wo keiner ihn vermuten würde, der ihn kennt. Morgen würde er dann wieder dahin gehen, wo jeder ihn erwartet. Er würde sich, wie jeden Tag, mit den religiösen Führern seiner Zeit treffen und tun, was religiöse Führer eben tun: über Gott diskutieren. Darüber, wie man Gott nahekommt, wie man Gott um etwas bittet, wie man Gott milde stimmt. Gott. Die Pharisäer reden viel über Gott. Und Nikodemus ist einer von ihnen. Er denkt nach. Er diskutiert mit den anderen. Er versucht, die letzten Geheimnisse Gottes zu lösen. Was will Gott den Menschen sagen? Nikodemus muss es unbedingt wissen. Das ist schließlich sein Job. Er ist ein geachteter Mann und der Anführer einer Gruppe anderer geachteter Männer. Er ist einer der wichtigsten Thora-Gelehrten seiner Zeit und sein Name ist im ganzen Land bekannt. 11
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Er hat sein Leben dem Gesetz Gottes gewidmet. Er hat einen der 71 Sitze des jüdischen Gerichtes inne. Er hat einen exzellenten Ruf, er hat einen großen Einfluss und er hat – Fragen.
Justin Ich habe auch eine Reihe von Fragen, die ich Gott gerne stellen würde, wie Nikodemus: — Wer bist du? — Wer bin ich? — Warum bin ich in diese Familie hineingeboren worden? — Warum hast du dir die Mühe gemacht, eine so schöne Welt zu schaffen? — Warum gibt es eine Hölle? — Warum liebst du mich, egal, was ich tue? Und wenn ich dich schon mal frage: Könntest du mir dann bitte auch verraten, warum es in dieser Welt Schlangen, Mücken und Flöhe gibt?*
Viele Fragen an diesen Prediger aus Galiläa, den Mann, der sich reichlich Zeit nimmt für die Armen und Ausgegrenzten, aber wenig für die religiösen Führer. Nikodemus ist also bereit. Seine Freunde dürfen von dem Treffen nichts wissen. Sie würden es nicht verstehen. Als die Nacht über die Stadt hereinbricht, tritt Nikodemus aus seinem Haus und schleicht ungesehen durch die verwinkelten Straßen. Er sieht unterwegs Diener, die in den Innenhöfen ihrer Herren die Lampen anzünden. Sein Weg * Schreibe deine eigenen Gedanken und Fragen auf die freien Seiten hinten im Buch!
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führt aber weiter, zu der Tür eines schlichten Hauses. Jesus und seine Anhänger sind heute Nacht hier, hat man ihm gesagt. Nikodemus klopft an. Der fröhliche Lärm im Raum verstummt, als Nikodemus eintritt. Drinnen sitzen hauptsächlich Tagelöhner und Steuereintreiber, die nicht in die Welt eines klugen Gelehrten passen. Sie rutschen unbehaglich auf ihren Stühlen hin und her. Stille.
Justin Ich verstehe gut, wie Nikodemus sich gefühlt hat. Ich will Jesus auch besser kennenlernen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mit dieser Sehnsucht ganz alleine bin. Es ist nicht so, dass meine Freunde Gott hassen. Aber sie scheinen sich auch nicht besonders für ihn zu interessieren. Nikodemus ist nachts zu Jesus gegangen, als ihn keiner sehen konnte. Genau so fühle ich mich auch: Es ist dunkel, ich bin allein. Nachdenken. Beten. Fragen stellen. Ich wüsste so gerne, wer du bist und warum du mich geschaffen hast. Ich frage mich, wie ich dich besser kennenlernen kann. Ich frage mich, was du von mir erwartest.
Das peinliche Schweigen endet, als Nikodemus den berühmtesten Dialog der Bibel beginnt: „Rabbi, wir wissen, dass Gott dich gesandt und dich als Lehrer bestätigt hat. Nur mit Gottes Hilfe kann jemand solche Wunder vollbringen, wie du sie tust“ (Johannes 3,2). Nikodemus fängt mit dem an, was er „weiß“. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht, drückt er damit aus. Was du tust, ist beeindruckend. 13
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Jetzt wird jeder erwarten, dass Jesus dem netten Mann auch ein höfliches Kompliment macht: „Ja, ich habe schon von dir gehört, Nikodemus.“
Dein Bestes ist nicht genug. Deine guten Taten sind nicht genug. Deine größten Bemühungen reichen nicht aus. Wenn du nicht neu geboren wirst, hast du nicht mal eine Ahnung davon, wie es in Gottes neuer Welt aussieht.
Nein, es kommt kein Kompliment. Jesus erwähnt mit keiner Silbe, welche herausragende Stellung Nikodemus innehat. Er zeigt sich noch nicht einmal erfreut über seine guten Absichten. Nicht, weil es sie nicht gäbe, nein, sondern weil sie seiner Meinung nach einfach unerheblich sind. Stattdessen trifft Jesus eine klare Aussage: „Amen, ich versichere dir: Nur wer von oben her geboren wird, kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen“ (Johannes 3,3). Siehst du diesen tiefen Riss, der durch diese Geschichte geht, diese Linie, die den Glauben vom Nichtglauben trennt? Nikodemus steht auf der einen Seite, Christus auf der anderen, und Jesus gibt sich keine Mühe, diesen Graben zu verschleiern. Nikodemus lebt in einer Welt, in der gute Taten, ernsthafte Rituale und harte Arbeit alles sind. Wenn du für Gott tust, was du kannst, dann erledigt Gott den Rest. Was antwortet Jesus? Dein Bestes ist nicht genug. Deine guten Taten sind nicht genug. Deine größten Bemühungen reichen nicht aus. Wenn du nicht von oben her geboren wirst, hast du nicht mal eine Ahnung davon, wie es in Gottes neuer Welt aussieht.
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Wer sehnt sich nicht nach einer zweiten Chance? Nach einem neuen Versuch?
Nikodemus zögert. Von oben her geboren werden? „Wie kann ein Mensch geboren werden, der schon ein Greis ist?“ (Johannes 3,4). Du machst Witze. Das Leben zurückspulen? Ganz an den Anfang zurückgehen? Noch mal von vorne anfangen? Man kann doch nicht geboren werden, wenn man schon alt ist! Aber ist das nicht gerade unsere Sehnsucht? Eine zweite Chance. Ein neuer Versuch. Jesus zuckt nicht mit der Wimper. „Amen, ich versichere dir: Nur wer von Wasser und Geist geboren wird, kann in Gottes neue Welt hineinkommen“ (Johannes 3,5). In diesem Moment weht ein Windstoß ein paar Blätter durch die Tür, die immer noch offen steht. Jesus liest eines davon auf und zeigt es Nikodemus. Gottes Kraft ist wie der Wind, erklärt er. Ein neues Herz kommt direkt aus dem Himmel. Keiner kann es sich wünschen, verdienen, selbst erschaffen. Ein neues Leben? Etwas Unbegreifliches. Das kriegt nur Gott hin, und er tut es, vom Anfang bis zum Ende. Nikodemus blickt durch den Raum, sieht die Anhänger Jesu an. Ihre Gesichter verraten, dass auch sie etwas verunsichert sind. Neu geboren werden. Geburt ist, per Definition, ein vollkommen passives Geschehen. Das Kind trägt nichts dazu bei. Die Mutter verdient allen Respekt für die Leistung. Sie ist es, die pressen muss, Schmerzen hat, ein Baby zur Welt bringt. Die Mutter zahlt den Preis der Geburt. Das Kind nimmt ihr keine Arbeit ab. Genauso braucht man für eine geistliche Geburt einen starken Vater, aber als sein Kind brauche ich dafür meine eigenen Kräfte nicht einzusetzen. 15
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Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, muss wieder ans Werk. Darum geht es in dem Bild, das Jesus hier verwendet: Geboren werden: Gott nimmt alle Mühen auf sich. Von oben: Gott stellt die himmlische Schönheit wieder her.
Wir versuchen es nicht zum zweiten Mal. Wir tun es nicht aus eigener Kraft, sondern durch ein Wunder Gottes. Dieser Gedanke klingt für Nikodemus geradezu verrückt. „Wie ist so etwas möglich?“ (Johannes 3,6). Jesus gibt ihm mit seiner Antwort einen der schönsten Verse der Bibel, den Diamanten der Hoffnung:
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Ein Feuerwerk der Hoffnung aus nur 28 Wörtern. Es fängt mit Gott an und endet mit dem Leben und es will uns mit diesen Worten „anzünden“. Der Vers ist kurz genug, um ihn auf einen Bierdeckel zu schreiben oder in einer Minute auswendig zu lernen. Er ist aber auch beständig genug, sodass er zweitausend Jahre Sturm und Regen, Zweifel und 16
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Fragen überdauern konnte. Wenn du noch nichts von der Bibel weißt, fang hier an. Wenn du schon alles von der Bibel weißt, komm hierher zurück. Wir alle brauchen diesen Vers als Erinnerung.
Becca Als ich Kind war, durfte ich mir einmal einen Plastikring als kleines Geschenk aussuchen, der in einer „Schatzkiste“ lag – als Belohnung dafür, dass ich einen Bibelvers auswendig gelernt hatte. Ich war, glaube ich, erst fünf. Den Ring hatte ich am nächsten Morgen schon verloren … aber ich kann mich immer noch an jedes einzelne Wort des Bibelverses erinnern. Es war Johannes 3,16. Jetzt begreife ich, warum ich als Kind diesen Vers vor allen anderen auswendig lernen sollte. Er zeigt, was echte Liebe bedeutet. Es geht nicht um Blumen, Schokolade oder einen feuchten Kuss beim Happy End eines schmalzigen Filmes – obwohl ich das manchmal auch nicht schlecht finde! Aber hier geht es um wahre Liebe, aus der heraus Gott uns seinen einzigen Sohn gegeben hat. Dieser Vers ist ein Laserstrahl, der genau auf das Herz Gottes zeigt. Mehr als jeder andere Vers in der Bibel hilft mir Johannes 3,16 zu verstehen, wer Gott ist und was er für mich getan hat.
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Der Kern unseres Problems ist unser menschliches Herz. Und die einzige Kur hat Gott in Johannes 3,16 beschrieben: Er liebt. Er gibt. Wir glauben. Wir leben.
Diese Worte sind für die Bibel, was der Mississippi für Amerika ist – ein offener Weg in das Herz des Landes. Man kann sie glauben oder verwerfen, annehmen oder zurückweisen, aber wer ernsthaft über Gott nachdenkt, kommt an ihnen nicht vorbei. Man kann nicht begreifen, was Christus gesagt hat, ohne Johannes 3,16 zu verstehen! Lies den Vers noch mal, laut und langsam, und merke dir das Wort, das deine Aufmerksamkeit gewinnt. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt …“ Irgendwie erwarten wir vielleicht einen zornigen Gott. Einen, der die Welt bestrafen will, der sie einstampfen und neu formen will, der sie verloren gibt und aufgeben will … Aber einen, der die Welt liebt? Die Welt? Diese Welt? Mit all den schrecklichen Dingen, die sich hier abspielen – Kindesmissbrauch, Hunger, Armut, Krieg …? Und was gibt Gott, weil er die Welt so sehr liebt? Regeln? Vorschriften? Verordnungen? Nein. Die herzerweichende, alle Vernunft übersteigende, unglaubliche und trotzdem wahre Behauptung in Johannes 3,16 lautet: Gott gab seinen Sohn … seinen einzigen Sohn. In der Bibel wird Jesus Gott gleichgestellt. Das heißt: Gott gab sich selbst. Warum? Damit „jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht.“ 18
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Jeder. Ein ziemlich umfassendes Wort. Und zugrunde gehen … ein ernüchterndes Wort. Wir würden es gerne abmildern, wenn nicht sogar übermalen. Aber nicht so Jesus. Auf jedem Quadratzentimeter vor dem Eingang zur Hölle stellt er Schilder auf, auf denen steht: „Eintritt verboten“. Und er macht jedem klar, der diesen Ort betreten will: „Nur über meine Leiche!“ Trotzdem gibt es Menschen, die darauf bestehen. Am Ende werden einige zugrunde gehen, andere aber werden leben. Was macht den Unterschied aus? Es sind nicht die Talente. Es ist nicht, was du tust. Es spielt keine Rolle, wer du bist oder was du hast. Nikodemus konnte von allem sehr viel vorweisen. Aber das, was den Unterschied ausmacht, ist der Glaube. „Jeder, der an ihn glaubt, geht nicht zugrunde, sondern hat das ewige Leben.“
Becca Nikodemus hat getan, was er für richtig hielt. Ich meine, er war ja auch ein religiöser Führer. Er hat den ganzen Tag damit verbracht, über Gott zu diskutieren und in den heiligen Schriften zu lesen. Im Vergleich zu seinen Mitmenschen muss er ein ziemlich guter Mensch gewesen sein. Manchmal habe ich das Gefühl, ich verbringe mein Leben mit dem Versuch, andere Menschen glücklich zu machen. Meine Lehrer, meine Eltern, meine Freunde … meine Jugendleiter. Im Vergleich zu meiner Umwelt bin ich, ganz ehrlich, ein ziemlich guter Mensch. Verglichen mit den meisten Mädels an meiner Schule verdiene ich
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eine Auszeichnung. Wie geht noch mal der Spruch, mit dem mein Vater mich immer nervt? „Du sollst nicht trinken, rauchen, lügen oder über andre lachen – und geh auch nicht mit denen, die so was gerne machen!“ Nun ja, ich trinke nicht, rauche nicht, ich lüge nicht und lache nicht über andere (meistens jedenfalls). Aber immer wieder muss ich mir sagen, dass es darum ja gar nicht geht, denn ich kann nie gut genug sein oder genug Gutes tun … Ich meine, meine guten Noten oder die Hilfsaktionen meiner Jugendgruppe oder verantwortungsvoll Auto zu fahren, das alles garantiert mir nicht den Himmel. Aber es wäre nicht ehrlich zu behaupten, ich würde viel Zeit damit verbringen, über Gottes Vorstellungen von einem guten Leben nachzudenken. Es ist leichter, sich mit anderen zu vergleichen. Keiner ist perfekt, und die meisten sind weit, weit davon entfernt. Gott, danke, dass mit dem Wörtchen „jeder“ in dem Vers auch ich gemeint bin. Dass da mein Name steht. Mein Leben. Sünde ist Sünde – ein schwarzes Herz, das weniger schwarz ist als andere, trennt mich trotzdem von dir. Aber dann kommst du, Jesus. Das ist dein Job. Ich nehme dich beim Wort. Hilf mir beim Neustart.
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Zum Nachdenken Hast du vor deinen (nicht christlichen) Freunden jemals verheimlicht, dass du an Gott glaubst und über deine Beziehung zu ihm nachdenkst? Wenn ja – warum?
Was ist für dich persönlich an Gott am schwersten zu verstehen?
In welcher Hinsicht wärst du gerne so wie Gott?
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