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Falls nicht anders vermerkt, sind alle Bibelzitate folgender Ausgabe entnommen: Die Bibel. Schlachter Übersetzung © 2000, neue revidierte Fassung, CLV; Genfer Bibelgesellschaft. Weitere verwendete Übersetzungen: Elberfelder (ELB), Neues Leben (NL), Luther (LUT), Einheitsübersetzung (EÜ) Bei den Bibelzitaten wurden vereinzelt Hinzufügungen in runden Klammern durch den Autor gemacht. Die Worte in eckigen Klammern entsprechen der Originalwiedergabe.
2ULJLQDODXVJDEH +RZ WR ¿QG IROORZ IXO¿OO *RG¶V :LOO ISBN: 978-1-908529-29-9 © 2013 by Andrew Wommack Ministries – Europe P.O. Box 43 92, Walsall, WS1 9AR, England
*RWWHV :LOOHQ ¿QGHQ EHIROJHQ HUI•OOHQ ISBN: 978-1-910273-63-0
© der deutschen Ausgabe 2015 Andrew Wommack Ministries Germany e. V. Am Bahnhof 2; D-55765 Birkenfeld Telefon: 06782 989844-0 E-Mail: info@awme.de
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Herausgegeben von Andrew Wommack Ministries – Europe Übersetzt von Ines Piecha Lektoriert von Katja Penth
Gedruckt in Ungarn. Alle Rechte vorbehalten nach dem Gesetz für Internationales Copyright. Inhalte und/oder Cover dürfen weder im Ganzen noch auszugsweise ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form reproduziert werden.
,QKDOW 1. Gott hat dich aus einem bestimmten Grund erschaffen ............... 5 2. Der Gott der zweiten Chancen ................................................... 30 3. Ein lebendiges Opfer .................................................................. 41 4. Erneuere dein Denken ................................................................ 56 5. Deine geistliche Identität .................................... ....................... 68 6. Habe deine Lust am Herrn ......................................................... 81 7. Der richtige Zeitpunkt und die Vorbereitung ............................. 94 8. Es erfordert Anstrengung ......................................................... 104 9. Lass den Frieden regieren ........................................................ 114 10. Der Heilige Geist ................................................................... 123 11. Auf Siegeskurs ....................................................................... 142 12. Geduldiges Ausharren ............................................................ 160 13. Verherrliche den Herrn ........................................................... 176 14. Dankbarkeit bringt dich weiter .............................................. 193 15. Benutze deine Vorstellungskraft ............................................ 207 Empfange Jesus als deinen Retter ................................................ 232 Empfange den Heiligen Geist ...................................................... 233 Lieferbare Titel in Deutsch .......................................................... 234 Ăœber den Autor ............................................................................. 244
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ürzlich lehrte ich in einer Bibelschule über den Willen Gottes und stellte die Frage: „Wie viele von euch wissen nicht genau, ob sie momentan genau das tun, wozu Gott sie erschaffen hat?“ Ich sagte: „Du möchtest es vielleicht, du sehnst dich danach und möglicherweise betest du sogar, dass Gott all die Dinge, die du tust, für sein Reich gebraucht, aber wie viele von euch sind sich nicht sicher, ob sie tun, wozu Gott sie erschaffen hat?“ Mehr als die Hälfte der Menschen in diesem Raum hob die Hand – und das waren schon lauter „Fanatiker“, denn sie waren an einem Donnerstagmorgen nur deswegen gekommen, um das Evangelium zu hören! Du wirst Gottes Willen für dein Leben nicht automatisch erfüllen. Das geschieht nicht unbeabsichtigt oder zufällig. Wenn du Gottes Willen in deinem Leben erfüllt sehen willst, dann bedeutet das als Erstes, dass du herausfinden musst, für welche einzigartige Bestimmung er dich erschaffen hat. In der Natur sucht sich das Wasser immer den Weg des geringsten Widerstands und unsere menschliche Natur tut das Gleiche, 5
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wenn wir es zulassen. Am Ende irren wir ziellos durchs Leben und erlauben den Hindernissen, denen wir begegnen, unsere Richtung zu bestimmen. Aber so muss es nicht sein. Gottes Absicht für uns ist ein gutes Leben in Zufriedenheit. Das können wir erfahren, wenn wir bereit sind, mehr zu tun als nur mit dem Strom zu schwimmen – denn das schafft sogar ein toter Fisch. Die Dinge zu erreichen, für die wir geschaffen wurden, bedeutet, bewusste Anstrengungen zu unternehmen, um Gottes Willen zu erkennen, zu befolgen und zu erfüllen. Als ich mich darum bemühte, meine von Gott gegebene Bestimmung zu entdecken, war das ein wichtiger Wendepunkt in meinem Leben. Zu der Zeit war ich auf der Highschool und bis dahin war alles über meinen Kopf hinweg für mich entschieden worden. Aber als sich der Schulabschluss näherte, erkannte ich, dass ich damit anfangen musste, eigene Entscheidungen zu treffen. Das brachte mich zur Frage aller Fragen, die wir uns alle eines Tages stellen: Was ist der Sinn meines Lebens? Ich bin dankbar, dass ich eine Sache gelernt habe, als ich in der Gemeinde aufwuchs: Gott hat jeden von uns mit einer Bestimmung erschaffen. Vielleicht wussten deine Eltern nicht, dass du unterwegs bist, aber Gott wusste es. Gott hat dich erschaffen. Du bist nicht einfach so entstanden. Du bist kein Zufall. Gott hat dich erschaffen und er hat sich etwas dabei gedacht. Als ich mit der Frage kämpfte, was ich mit meiner Zukunft anfangen sollte, wusste ich, dass Gott eine Absicht für mich hatte und darum wollte ich mich nicht einfach für irgendeine Richtung entscheiden. Ich fing an, Leute in meiner Gemeinde zu fragen: „Wie erkennt man Gottes Willen für sein Leben? Wie findet man das heraus?“ Leider konnte mir niemand helfen. Ich kannte keine Methode, wie man Gottes Willen entdeckt, also begann ich das Wort Gottes zu studieren. Ich wusste, dass die Bibel Wahrheiten über Gott enthält, also dachte ich, das wäre ein guter Ort, um nach Gottes Willen für mein Leben zu suchen. So fing ich an, die Bibel bis zwei oder drei Uhr morgens zu durchforschen. Seitdem ich ein kleines Kind war, habe ich täglich in der Bibel gelesen, aber ich hatte sie nie wirklich studiert und so kaufte ich mir 6
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einen Bibelkommentar, der mir helfen sollte, alles zu verstehen. Dieser Kommentar umfasste fünf Bände dieser großen, alten und schweren Bücher und ich setzte mich hin und studierte jeden einzelnen Vers. Ich erinnere mich noch, dass ich eine Lampe mit einem flexiblen Arm hatte, den ich in alle möglichen Richtungen drehen konnte. Ich zog die Lampe direkt über meine Bibel herab und las, während mein Kopf sich über dem Lampenschirm befand. Wann immer ich einschlief, senkte sich meine Stirn auf die Lampe und ich verbrannte mich. So wurde ich wieder wachgerüttelt, damit ich weiterlas. Auf diese Weise zwang ich mich selbst, wach zu bleiben und die Bibel zu lesen. Obwohl ich in jenem Jahr die Bibel zwei- oder dreimal komplett durchlas, hatte ich nicht das Gefühl, als würde Gott mir etwas Bestimmtes zeigen. Ich empfing keine besonderen Offenbarungen. Ich bereitete einfach nur den Boden. Bevor du Samen säst, musst du die Steine ausgraben und das Erdreich vorbereiten, damit der Same hineinfallen kann. Genau das tat ich; ich suchte den Herrn. Das machte ich mehr als ein Jahr lang und dann – ganz plötzlich – öffnete sich etwas. Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. Römer 12,1-2
Diese Schriftstelle wurde lebendig in mir. Sie brannte in meinem Herzen. Ich verbrachte Monate damit, sie zu lesen und Gott zu fragen: „Was bedeutet das? Wie mache ich das?“ Einige Zeit später hatte ich eine übernatürliche Begegnung mit dem Herrn und erlebte seine Liebe zu mir. Das stellte mein Leben völlig auf den Kopf und vier Monate lang war ich wie gefangen in der Gegenwart Gottes. Das veränderte mich. Oft, wenn ich über diese übernatürliche Begegnung mit Gott rede, denken die Leute, das wäre ein zufälliger Glückstreffer gewesen – wie ein Blitz oder so. Sie denken: Man weiß nie, wo der Blitz einschlägt. Tatsächlich habe ich gehört, dass der Blitz nicht vom Himmel 7
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herabkommt. Das sieht zwar so aus, aber im Boden befindet sich eine negative Ladung, die den Blitz anzieht – also geht es eigentlich im Boden los. Man kann das auf Zeitrafferaufnahmen von einem Blitzeinschlag erkennen. Die Wahrheit ist, dass der Blitz aus einem bestimmten Grund an einem Ort einschlägt. Ebenso gibt es Gründe dafür, warum Gott einem Menschen übernatürlich begegnet, während andere überhaupt keine Begegnung mit ihm haben. Es stimmt, dass du Gott nicht dazu bringen kannst, dir etwas zu offenbaren, indem du sagst: „Gott, sag mir jetzt sofort, was ich wissen will.“ So funktioniert das nicht. Aber du kannst dein Herz vorbereiten. In meiner Situation verstand ich nicht wirklich, was mit mir geschah. Ich war nicht reif genug zu begreifen, was da vor sich ging – ich hatte einfach nur Hunger nach Gott. Ich wollte Gottes Absicht für mein Leben erkennen. 18 Monate lang hatte ich ihn auf bestmögliche Weise gesucht – so gut ich eben konnte. Es war kein Zufall, dass Gott erschien. Ich wusste, dass er eine Bestimmung für mich hatte und mein Leben veränderte sich, als ich hungrig genug wurde, diese Bestimmung zu entdecken. Als Ergebnis meines Hungers berührte Gott mich. Darüber bin ich nie hinweggekommen. Es hat mein Leben verändert! Ein weitverbreitetes Missverständnis in der Gemeinde besteht heutzutage darin zu meinen, dass Gott uns aufzieht wie eine Spielzeugfigur und uns dann unseres Weges ziehen lässt, so wie es uns gut erscheint. Sollte ich in eine Klemme geraten, denkt man, kann ich Gott anrufen und vielleicht hilft er mir. Diese Art von Philosophie führt dazu, dass Menschen ihr eigenes Ding drehen und Gott im Nachhinein bitten, es zu segnen – anstatt ihn von Anfang an um Richtungsweisung zu bitten. Seitdem ich Gottes Willen für mein Leben gefunden habe, bete ich nicht mehr, dass Gott mein Tun segnet. Ich bete nicht einmal für die Versammlungen, die ich abhalte, was manche Leute schockiert. Ich wurde gefragt: „Du hast vor der Versammlung weder gebetet noch Fürbitte gehalten?“ Nein, denn Gott hat mir aufgetragen, diese Veranstaltung durchzuführen. Es wäre ungerecht von ihm, mir eine Anweisung zu geben und dann zu erwarten, dass ich es aus eigener 8
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Kraft und Macht tue. Gott gibt mir die Salbung zu tun, wozu er mich berufen hat. Das gilt für jeden von uns. Wenn du tust, wozu Gott dich berufen hat, musst du keine Zeit damit verbringen, ihn um seinen Segen zu bitten oder zu beten, dass er für dich eingreift. Gott hat das bereits gesegnet, was er dir aufgetragen hat. Warum beten so viele Leute darum, dass Gott ihnen zu Hilfe kommt? Weil sie nicht tun, was er ihnen geboten hat. Andere sind vielleicht in den Willen Gottes für ihr Leben hineingestolpert, aber sie erleben nicht die Sicherheit und die Freude, die daraus resultiert, dass man weiß, dass man exakt im Willen Gottes ist.
Wartet jemand auf dich? Ich glaube, sich im Zentrum von Gottes Willen zu befinden, wird von einem übernatürlichen Frieden begleitet. Es macht etwas mit dir, wenn du weißt: Du bist genau da, wo Gott dich haben will. Ich erinnere mich an eine Begegnung in Charlotte (North Carolina), wo ich seit den Achtzigerjahren jedes Jahr gepredigt habe. Ein Freund von mir hat dort ein Unternehmen und lädt mich ein, zu seinen Angestellten zu sprechen. In einem bestimmten Jahr war ich dort zum Predigen und als ich gerade gehen wollte, sah ich eine asiatische Frau, die das Telefon bediente. Ich hatte sie nie zuvor gesehen, also hielt ich an und begann mit ihr zu sprechen. „Sind Sie neu hier?“, fragte ich. „Ja“, sagte sie, „ich habe gerade letzte Woche angefangen.“ „Oh, okay. Wie kommt es, dass Sie nicht bei den anderen Mitarbeitern waren?“ „Ich bin neu hier, also hat man mir gesagt, ich soll das Telefon bedienen“, antwortete sie. „Und wer sind Sie?“ Ich sagte ihr, wer ich bin und sie fragte: „Was machen Sie?“ „Ich bin ein Redner.“
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„Für wen?“, fragte sie. „Für Jesus“, antwortete ich. „Sie sind derjenige!“, rief sie. Ich fragte sie, was sie meinte und sie erklärte mir, dass sie Buddhistin sei. Am Abend zuvor hatte sie ihre buddhistische Anbetung durchgeführt und plötzlich war sie von der ganzen Sache enttäuscht und sagte: „Das ist es nicht. Buddha ist es nicht.“ Sie erzählte mir, dass sie gesagt hatte: „Gott, ich weiß, du bist real. Ich weiß, dass es dich gibt, aber ich weiß nicht, wer du bist. Würdest du dich mir offenbaren?“ Dann erzählte sie, dass plötzlich ein pulsierender Lichtball erschien und direkt vor ihr schwebte. Sie sagte, sie wusste, dass es Gott war, dennoch fragte sie: „Wer bist du?“ Eine Stimme antwortete: „Morgen werde ich einen Mann zu dir schicken, der dir sagen wird, wer ich bin.“ „Du musst derjenige sein!“, rief sie erneut. „Ich bin derjenige“, antwortete ich. Ich fuhr fort, ihr von Jesus zu erzählen und sie wurde von Neuem geboren und im Heiligen Geist getauft. Es war großartig! Als ich von dort wegging, dachte ich: Gott, ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Ich war genau dort, wo ich sein sollte. Gott wusste, dass er darauf zählen konnte, dass ich dort sein und seiner Führung folgen würde, also sagte er der Frau, dass sie mich erwarten sollte. Ich kann unmöglich den Frieden, die Zufriedenheit und die Freude beschreiben, die aus dem Wissen resultiert, dass du genau da bist, wo Gott dich haben will. Wenn das den Tag nicht gut für dich macht, was dann? Es macht etwas mit dir, wenn du weißt, dass alles in deinem Leben der Absicht dient, für die Gott dich erschaffen hat. Viele Menschen haben nie die Befriedigung erfahren, ohne jeglichen Zweifel zu wissen, dass sie tun, wozu Gott sie erschaffen hat. So sollte kein Christ leben. Gott hat dich für etwas Besseres geschaffen, als ziellos durchs Leben zu laufen. Du hast eine Bestimmung.
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Eine heilige Unzufriedenheit Du kannst nur auf eine einzige Weise vollkommenen Frieden und Freude in deinem Leben haben: indem du dein Leben in die Richtung lenkst, in die Gott dich führen will. Sonst betest du vielleicht darum, von Entmutigung frei zu werden, wo doch der Mangel an Frieden, den du erlebst, tatsächlich daher kommt, dass du nicht in Gottes vollkommenem Willen bist. Wenn du nicht in die richtige Richtung gehst, lässt Gott dich manchmal umkehren, indem er dir das Gefühl von Unruhe gibt; ich nenne es „heilige Unzufriedenheit“. Wir müssen verstehen, dass die „heilige Unzufriedenheit“, die von Gott kommt, sich grundlegend von einer Depression unterscheidet. Depression, die ihren Ursprung in der Welt hat, kommt daher, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf das Fleisch richten, statt auf die Dinge Gottes (Röm 8,6). Die Unzufriedenheit, die Gott gebraucht, um Christen, die nach seinem Willen fragen, eine Richtung zu weisen, ist gänzlich anders als der Aufruhr negativer Gefühle. Gott benutzt keine Depression, um uns zu leiten. Als meine Frau Jamie und ich als Pastoren in einer Gemeinde in Seagoville (Texas) dienten, gab es Zeiten, in denen Freunde uns überreden wollten, von dort wegzugehen. Sie sagten: „Die Menschen nehmen eure Botschaft nicht an; keiner will euch; zieht einfach weiter.“ Es stimmte, die Leute blieben unserer Gemeinde scharenweise fern. Aber unser Herz war in Seagoville. Wir liebten die Menschen und waren glücklich; also blieben wir und dienten weiter. Alles war großartig bis zu einem bestimmten Tag, als ich in der Gemeinde betete – es war, als hätte jemand in mir den Schalter umgelegt. Plötzlich schaute ich aus dem Fenster, blickte über die Stadt und dachte: Gott, was mach ich hier? Wenn das hier nicht das Ende der Welt ist, kann man es von hier aus zumindest sehen. Die Wünsche meines Herzens änderten sich in einem Moment und plötzlich hasste ich es, in Seagoville zu sein. Diese Veränderung in meinen Gefühlen war so abrupt, dass es mich überraschte. Nur einen Tag zuvor war ich glücklich und begeistert über 11
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die simple Tatsache gewesen, dort dienen zu können. Und nun – ohne einen ersichtlichen Grund – wollte ich nicht mehr in Seagoville sein. Ich fing an zu beten und Gott um Klarheit zu bitten und innerhalb von einer oder zwei Stunden war ich überzeugt, dass Gott mir sagte, ich solle gehen. Er gab mir sogar ein Datum dafür. Er sagte mir, dass wir unser Haus am ersten November verlassen würden. Ich war mir so sicher, dass ich mich auf dem Heimweg fragte, wie ich Jamie unseren Umzug beibringen sollte. Als ich zu Hause ankam, stand bereits ein Schild mit der Aufschrift „Zu verkaufen“ in unserem Vorgarten! Ich ging hinein und fragte: „Was macht das Schild dort im Garten?“ Sie antwortete: „Unser Vermieter kam vorbei und sagte, dass wir spätestens am ersten November draußen sein müssen.“ Gott gab mir keine Richtungsweisung, indem eine Donnerstimme vom Himmel her erschallte und sagte: „So spricht der Herr: Verlasst Seagoville!“ Nein, ich hatte einfach nicht mehr den Wunsch, dort zu sein. Dies ist eine Weise, wie Gott mit uns spricht: durch die Wünsche unseres Herzens. Einer der Gründe, warum manche Leute nicht zufrieden mit der immer wiederkehrenden Alltagsroutine sind, wie aufstehen, zur Arbeit gehen, nach Hause kommen, fernsehen, zu Bett gehen und dann wieder aufstehen usw., liegt darin, dass sie nicht das tun, wozu Gott sie berufen hat. Es ist eine heilige Unzufriedenheit. Du wirst niemals dieses Gefühl von Freude und Frieden haben, von dem ich gesprochen habe, wenn du nicht in Übereinstimmung mit Gottes Willen für dein Leben kommst. Solange du nicht tust, wozu Gott dich erschaffen hat, wirst du niemals diese Triebkraft haben, die dich jeden Morgen aufs Neue mit Begeisterung über dein Leben aufweckt; wo du weißt, dass du auf einem Weg bist, der eine Bedeutung hat und das Leben anderer verändert. Es ist traurig, aber viele Christen haben nie die Zufriedenheit kennengelernt, die entsteht, wenn wir uns im Zentrum von Gottes Willen befinden. Einer der Gründe dafür ist, dass die Gemeinde mehr von der Welt beeinflusst wird, als dass sie die Welt beeinflusst. Viele von uns sind in dem Glauben aufgewachsen – sei es in einem christlichen Elternhaus oder nicht –, dass unser Leben uns gehört und 12
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wir damit machen können, was immer wir wollen. Andere dagegen wachsen in der Annahme auf, sie seien ein „Unfall“ gewesen, weil ihre Eltern ihnen gesagt haben, dass diese Schwangerschaft nicht geplant war. Manche schauen umher und haben das Gefühl, ihnen würden die Talente und Fähigkeiten fehlen, die sie bei anderen sehen. Viele Leute gehen auf die eine oder die andere Weise durchs Leben und haben das Gefühl, ein Fehler zu sein – also kämpfen sie sich durch und versuchen, das Beste daraus zu machen. Der Plan des Herrn für dein Leben ist sehr viel besser als das. Du bist kein Unfall. Dir mangelt es nicht an den Talenten, die du brauchst, um Gottes Willen zu erfüllen. Du musst dich nicht durchs Leben kämpfen, um dann von einer Krise in die andere zu geraten. Gott hat eine Absicht für dich. Er hat dich aus einem Grund erschaffen. Du hast eine besondere Bestimmung im Leben und Gott möchte, dass du sie entdeckst.
Abgesondert von Mutterleibe an Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir, als ich im Verborgenen gemacht wurde, kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden. Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war. Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie ist ihre Summe so gewaltig! Psalm 139,14-17
Was für eine gewaltige Passage der Bibel! Gott sah dich, bevor du überhaupt geboren wurdest. Er sah dich im Leib deiner Mutter. Während dein Körper geformt wurde, legte Gott gleichzeitig deine Talente, Fähigkeiten und deine Bestimmung in dich hinein. Es ist Teil dessen, wer du bist. Bevor du überhaupt geboren wurdest, hat Gott bereits niedergeschrieben, wie dein Leben aussehen soll. Er hat deine Talente und Fähigkeiten aufgeschrieben. Du denkst vielleicht, du hast dich selbst zu einem Künstler entwickelt oder zu einem Buchhalter oder was auch immer du bist, aber du kannst nichts hervorbringen, was Gott nicht zuvor in dich hineingelegt hat. Gott 13
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hat dir eine Veranlagung gegeben, eine Neigung. Manche Menschen sind lebhaft und lebendig, während andere still und zurückhaltend sind. Gott hat dir deine Persönlichkeit gegeben. Er hat dich geschaffen, wie du bist. Du kannst dich bis zu einem gewissen Grad verändern, aber du kannst nicht den Kern dessen verändern, wer du bist. Früher war ich ein Läufer, heute bin ich ein Jogger. In der Schule wollten sie, dass ich Sprints laufe – 50-Meter-Strecken. Ich tat es, aber ich hasste es und war nie wirklich gut darin. Ich war gut genug, um zur Leichtathletikmannschaft zu gehören, aber nie gut genug, um auch Medaillen zu gewinnen. Als ich mit der Schule fertig war, fing ich an zu joggen und stellte fest, dass ich es genoss. Es machte mir Spaß, 25 oder 30 Kilometer langsam zu laufen, aber 50 Meter so schnell wie möglich zu rennen, mochte ich überhaupt nicht. Ich habe schließlich erfahren, dass Muskeln aus sogenannten schnell zuckenden und langsam zuckenden Fasern bestehen. Sprinter haben überwiegend schnell zuckende Muskelfasern, während Langstreckenläufer eher langsam zuckende Muskelfasern haben. Man kann zwar durch Training das Verhältnis von schnell zuckenden zu langsam zuckenden Fasern verändern, aber nicht in großem Maß. Das Grundverhältnis ändert sich nicht. Manche Menschen sind für Tempo angelegt, andere für Ausdauer. Ich mochte Sprints nicht, weil ich nicht die Veranlagung eines Sprinters hatte. Ich war für Langstreckenläufe geschaffen. In gleicher Weise kann deine Persönlichkeit bis zu einem gewissen Maß beeinflusst und verändert werden, doch du hast eine genetische Veranlagung für eine bestimmte Art von Mensch mit einer bestimmten Art von Persönlichkeit. Du wurdest in dieser Weise geschaffen. Bevor du im Mutterleib geformt wurdest, hat Gott diese Dinge geplant. Er hat sie festgelegt. Er hat deine Fähigkeiten und deine Bestimmung in dich hineingewebt, doch er erzwingt es nicht, dass sein Willen für dein Leben auch zustande kommt. Deswegen erkennen und finden viele Menschen den Willen Gottes für ihr Leben nicht. Sie haben diese fatalistische Haltung, dass alles, was geschehen soll, auch geschehen wird – wie in diesem alten Lied: Qué será, será. Whatever will be, will be. Was sein soll, wird auch sein. 14
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Wenn du das Schicksal dein Leben diktieren lässt, wirst du eine Menge falscher Entscheidungen treffen. Du kannst dich nicht einfach von den Umständen beherrschen und kontrollieren lassen. Gott schiebt dich nicht hin und her wie eine Schachfigur. Viele Leute meinen, Gott sei souverän und alles, was er will, geschieht, aber so läuft das nicht. Gott ist in dem Sinne souverän, dass er alle Macht hat und der Herr aller Dinge ist, sowohl der sichtbaren als auch der unsichtbaren. Aber er ist nicht in dem Sinne souverän, dass nichts ohne seine Erlaubnis geschieht. Gott kontrolliert nicht dein Leben. Er setzt seinen Willen nicht mit Gewalt durch. Nicht alles, was in deinem Leben geschieht, entspricht dem Willen Gottes. Ich weiß, viele Leute lehren, dass nichts geschehen kann, was nicht Gottes Willen entspricht, aber das Wort Gottes sagt etwas anderes. Zum Beispiel schreibt der Apostel Petrus: Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. 2. Petrus 3,9
Gott will eindeutig nicht, dass jemand verloren geht. Er will, dass jeder Errettung empfängt, und doch sagt Jesus, dass mehr Menschen verloren gehen als errettet werden, weil sie den breiten Weg wählen, der ins Verderben führt, anstatt durch die schmale Pforte zu gehen, die zum ewigen Leben führt (Mt 7,13-14). Gott möchte zwar, dass jeder errettet wird, dennoch wird das nicht geschehen. Selbst Jesus hat das prophezeit. Gottes Wille kommt in unserem Leben deswegen nicht automatisch zustande, weil wir unseren Teil dazu beitragen müssen. Wir entscheiden, ob wir errettet werden. Es ist unsere Wahl. In gleicher Weise hat Gott einen Plan für dein Leben, doch du hast im Prinzip die Kontrolle über dein Leben. Ohne deine Kooperation wird Gott seinen Plan für dein Leben nicht zustande kommen lassen. Schon vor deiner Geburt, bevor du überhaupt im Mutterleib gebildet wurdest, hatte Gott bereits einen Plan für dein Leben. Du wurdest geboren als Mann oder Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte und in das Land, zu dem du gehörst – und das hat einen 15
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Grund. Es ist kein Zufall. Gott hat dich erwählt. Er hat eine Bestimmung für dich und er gab dir Gaben und Fähigkeiten, um diese Bestimmung zu erfüllen, doch schlussendlich liegt die Entscheidung bei dir.
Schritte und Etappen Wenn du dich fühlst wie ein eckiger Würfel in einem runden Loch, mag es daran liegen, dass du den Umständen gestattet hast, dich von der Richtung wegzubewegen, die Gott für dich geplant hat. Wenn du nicht zufrieden oder erfüllt bist, liegt es daran, dass du dich nicht in die richtige Richtung bewegst. Du wirst nie das Maß von Erfolg im Leben haben, das du haben könntest, wenn du nicht Gottes Willen für dich entdeckst. Als ich damit anfing, den Herrn zu suchen, wusste ich, dass ich zum Predigen berufen war, aber ich wusste nicht, in welchem Ausmaß. Mit der Zeit entdeckte ich, dass meine Berufung im Lehren bestand und nicht im Evangelisieren. Meine Gabe galt dem Leib Christi, um die Gläubigen zu lehren, wer sie in Christus sind. Zu Beginn jedoch wusste ich nicht genau, in welche Art von Dienst ich berufen war und so fing ich an, Bibelstunden zu halten. Das war lange bevor es so etwas wie geisterfüllte Gemeinde gab. Die Leute dachten, wer in Sprachen redet, ist vom Teufel. Ich habe sogar mal eine Liste der zehn wichtigsten Dinge gemacht, die in meiner Heimatstadt „vom Teufel“ waren. Ich stand auf Platz eins! Alle, die zu meiner Bibelstunde kamen, waren aus ihren Gemeinden hinausgeworfen worden, also sagten sie: „Wir werden hier unseren Zehnten geben. Das ist jetzt unsere Gemeinde.“ „Moment mal“, sagte ich. „Dies ist eine Bibelstunde und keine Gemeinde. Und ich bin kein Pastor.“ „Nenn es, wie du willst“, antworteten sie, „aber wir können nirgendwo sonst hingehen. Wir kommen hierher, also bist du unser Pastor.“ In Ermangelung eines besseren Kandidaten wurde ich Pastor. Ich wollte kein Pastor sein. Ich hatte mich nie dazu berufen gefühlt. Aber 16
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die Leute in meiner Bibelstunde fingen an, mich „Pastor“ zu nennen und schließlich war ich in drei Gemeinden als Pastor tätig. Gott gebrauchte mich in dieser Rolle und das Leben von Menschen wurde verändert, Leute wurden von Neuem geboren und viel Gutes passierte – aber es war nicht meine Berufung. Nachdem ich mit Radiosendungen begonnen hatte, hielt ich meine erste Evangeliumsversammlung ab und kündigte die Veranstaltung im Radio an. Ich lud jeden ein, dem es möglich war, zu kommen. Es war großartig! Gleich nach der ersten Versammlung wusste ich, dass ich dazu geschaffen war, zu reisen und in genau dieser Art und Weise zu dienen. Obwohl ich die gleichen Dinge schon vorher gelehrt hatte, empfand ich eine neue Art von Freiheit, Zufriedenheit und Freude, als ich anfing in der Weise zu dienen, zu der Gott mich geschaffen hatte. Als Pastor von drei Gemeinden befand ich mich nicht außerhalb des Willens Gottes; es war eine Trainingszeit für mich. In dieser Phase lehrte Gott mich und ich lernte dabei sehr viel, aber ich war noch nicht im Zentrum seines Willens. Man gelangt nicht sofort ins Zentrum seines Willens, wenn man sich vorher außerhalb seines Willens befunden hat. Es ist ein Prozess. Es braucht Zeit und geschieht schrittweise. 1968 fing ich an zu predigen. Am 26. Juli 1999 weckte der Herr mich mitten in der Nacht auf und sprach einige Dinge zu mir. Er teilte mir mit, dass ich gerade erst am Anfang stand, das zu erfüllen, wozu er mich berufen hatte und dass ich seinen perfekten Willen für mein Leben versäumt hätte, wenn ich zu einem früheren Zeitpunkt gestorben wäre. Diese Dinge zu hören, war gleichzeitig entmutigend und ermutigend. Es war entmutigend, weil ich bereits 31 Jahre lang gepredigt und viele großartige Dinge erlebt hatte, doch der Herr sagte mir, dass ich jetzt erst ins Zentrum seines Willens gelangte. Aber es ermutigte mich auch, weil ich bereits erlebte, dass Gott wunderbare Dinge tat und ich fühlte mich ausgesprochen gesegnet, das zu tun, wozu er mich berufen hatte. Ich dachte: Wenn ich jetzt erst näher an das komme, wozu Gott mich berufen hat, dann wird es sogar noch besser! Und so war es. Unser Dienst ist beträchtlich gewachsen und wir erreichen mehr Menschen als je zuvor mit dem Evangelium. Ich muss laufen, um damit Schritt 17
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halten zu können. Es ist gigantisch! Aber das haben wir nicht über Nacht erreicht. Wenn dir das Leben schwer vorkommt oder du keine Zufriedenheit erlebst, kann es daran liegen, dass Gott dich für etwas anderes erschaffen hat als das, was du gerade tust. Er hat dich für das eine geschaffen, aber du tust das andere. Vielleicht bist du da zufällig hineingeraten; vielleicht wurdest du auf einer Jobmesse für Hochschulabsolventen angeworben oder hast geheiratet oder einfach die Gelegenheiten genutzt, die sich dir boten. Vielleicht hat dein Leben einfach selbst seine Weichen gestellt, was manchmal vorkommt. Ich hoffe, du erkennst jetzt, dass Gott dich mit einer einzigartigen Bestimmung erschaffen hat und dass du dieser Bestimmung bewusst nachgehen musst.
Gott schaut nicht auf deinen Lebenslauf Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel im Judentum gehört, dass ich die Gemeinde Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Geschlecht übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferungen meiner Väter. Als es aber Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und GXUFK VHLQH *QDGH EHUXIHQ KDW ZRKOJH¿HO « Galater 1,13-15
Wenn der Apostel Paulus schreibt, dass Gott ihn ausgesondert hatte, meint er damit, dass Gott ihn für eine besondere Bestimmung ausgewählt hat. Gott hatte Paulus von Mutterleib an dafür ausgesondert, das Evangelium zu verkünden. Das ist ein tief greifender Gedanke. Wir schauen immer auf die Qualifikationen von einem Menschen, wenn wir eine Position in der Gemeinde oder am Arbeitsplatz besetzen wollen. Wir wollen wissen, ob der Bewerber verlässlich ist. Wir sehen uns seine Resultate und natürlichen Fähigkeiten an und entscheiden uns schließlich für ihn auf der Grundlage seiner Leistungen. Bei Gott ist das anders. Dieser Abschnitt der Bibel besagt, dass Gott Paulus schon von Mutterleib an erwählt und ausgesondert hatte, das Evangelium zu predigen – noch bevor er etwas Gutes oder etwas Schlechtes getan 18
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oder seine Talente und Fähigkeiten entfaltet hatte. Gott sieht nicht auf deinen Lebenslauf und sagt: „O sieh nur, was du alles erreicht hast. Du bist eine wirklich gute Wahl. Ich denke, ich berufe dich für dieses oder jenes.“ Nein, so arbeitet Gott nicht. Vom Moment deiner Empfängnis an hat Gott einen Plan für dich und im Mutterleib hat er bereits deine Bestimmung entworfen. Unsere Talente und Fähigkeiten können ein Hinweis auf den Willen Gottes sein, aber viele von uns haben verborgene Gaben und Talente, die wir nie entdeckt oder ausgebaut haben. Wenn wir nur auf die Dinge schauen, die wir für unsere Talente und Fähigkeiten halten, verpassen wir Gott. Wir werden unser wahres Potenzial erst dann erkennen, wenn wir über unsere eigenen Fähigkeiten hinausgehen und uns in den Bereich begeben, wo wir Gott für etwas Übernatürliches vertrauen. Wir können nicht einfach sagen: Nun, ich war immer gut darin, vor Leuten zu sprechen, also will Gott vielleicht, dass ich ein Prediger werde. Auf diese Weise werden wir Gottes Willen nicht herausfinden. Ich war jemand, der anderen Leuten nicht ins Gesicht schauen und mit ihnen reden konnte. Ich erinnere mich, wie ich als Oberschüler eines Tages eine Straße entlangging, ein Mann an mir vorbeiging und „Guten Morgen“ sagte. Erst als er schon zwei Straßen weiter war, kam auch mein „Guten Morgen“ heraus. Ich setzte mich in mein Auto und dachte: Gott, was ist los mit mir? Ich war so introvertiert. Hätte man nur auf meine natürlichen Qualifikationen zu diesem Zeitpunkt geschaut, wäre man nie auf den Gedanken gekommen, dass ich einmal vor Tausenden von Leuten sprechen würde. Aber Gott hatte mich zu etwas berufen, das meiner Natur vollkommen entgegengesetzt war. Gott hat mich zwar verändert, aber ich bin immer noch gern allein. Ich genieße es richtig. Wenn ich mir eine schöne Zeit machen will, verbringe ich sie allein – das ist meine Natur. Gott hat mich berufen etwas zu tun, das das Gegenteil meiner natürlichen Veranlagung ist. Viele Leute versuchen herauszufinden, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, indem sie auf ihre natürlichen Fähigkeiten oder das Ergebnis eines Persönlichkeitstests schauen. Ein Persönlichkeitstest 19
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kann dir Gottes Plan für dein Leben nicht verraten; er kann dir nur eine Momentaufnahme zeigen, wo du zu dem Zeitpunkt, an dem du den Test machst, eigentlich stehst. Die Ergebnisse gelten nicht ewig. Hätte ich einen Persönlichkeitstest gemacht, bevor Gott mich im Jahr 1968 berührte, kann ich dir garantieren, dass das Ergebnis extrem introvertiert gelautet hätte. Doch würde ich heute den gleichen Test machen, wäre das Ergebnis höchst extrovertiert. Ein Test gibt dir nur eine Momentaufnahme darüber, wo du gerade stehst. Er vermittelt dir vielleicht, welchem Persönlichkeitstypus du im Moment zugeordnet wirst, aber er kann dir weder Gottes Plan noch seine Berufung für dein Leben verraten. Manche Menschen sind so sehr verletzt und vom Leben in die Knie gezwungen worden, dass ihnen diese Momentaufnahme keinen wahren Hinweis auf ihr Potenzial geben kann. Gott schaute Paulus nicht an, als er zwanzig oder dreißig Jahre alt war und sagte: „Wow, du hast zwanzig Jahre bei Gamaliel studiert und hast all dieses Wissen in der Tasche – ich denke, ich werde dich dazu gebrauchen, das Evangelium zu predigen und das halbe Neue Testament zu schreiben.“ Das ist nicht Gottes Art. Tatsächlich hätten die meisten von uns Petrus dazu auserwählt, zu den Heiden zu gehen, weil er selbst ein halber Heide war. Als Jesus Petrus in die Nachfolge berief, saß Petrus vielleicht sogar gerade fluchend auf seinem Boot. Er war ein Hitzkopf. Es scheint, als würde er immer nur von einem Fettnäpfchen ins nächste treten. Er machte ständig Fehler. Petrus war nicht geschliffen oder religiös, deswegen hätten die meisten von uns ihn für einen geeigneten Kandidaten für den Dienst unter den Heiden gehalten – und wir hätten außerdem Paulus zu den Juden geschickt! Paulus war im jüdischen Glauben geschult; er kannte das Gesetz in- und auswendig. Darüber hinaus hatte er eine Offenbarung über die Gnade. Wer wäre also besser geeignet, einen gesetzlichen Juden zu überzeugen als Paulus? Er war der größte Pharisäer von allen. Und doch sandte Gott Paulus zu den Heiden und Petrus zu den gesetzlichen Juden. Vielleicht denkst du: Gott kann mich nicht gebrauchen. Mein ganzes Leben lang war ich nur mittelmäßig. Aber Gott plant seine Bestimmung 20
Gott hat dich aus einem bestimmten Grund erschaffen
für dein Leben nicht aufgrund deiner vorherigen Leistungen. Er wird dich immer zu etwas berufen, das über deine natürlichen Fähigkeiten hinausgeht und dich zwingt, dich auf ihn zu verlassen. Wenn du nur das tust, wozu du dich vom Natürlichen her befähigt fühlst – wozu du aus deiner eigenen Kraft und Fähigkeit in der Lage bist –, dann wirst du in Versuchung geraten, den Erfolg dir selbst zuzuschreiben. Du wirst denken: Darin bin ich wirklich gut. Das liegt mir einfach. Ich würde sogar behaupten: Wenn du einfach nur das tust, was dir leichtfällt, hast du wahrscheinlich den Willen Gottes für dein Leben noch gar nicht gefunden. Gott hatte Paulus von Mutterleibe an ausgesondert, noch bevor er seine Fähigkeiten verfeinert oder irgendetwas im Leben erreicht hatte. Genauso muss Gottes Bestimmung für dich nicht unbedingt in Übereinstimmung mit den Dingen sein, die du als deine Stärken betrachtest. Ich habe einmal den Spruch gehört, dass der Ort mit dem meisten Potenzial auf Erden der Friedhof ist, weil die meisten Leute sterben, ohne je ihr Potenzial ausgeschöpft zu haben; sie nehmen es mit ins Grab. Du warst von Mutterleibe an ausgesondert und Gott hat Fähigkeiten in dich hineingelegt, um seine Bestimmung zu erfüllen. Aber er wird seinen Willen nicht ohne deine Mitarbeit zustande kommen lassen. Du musst Anstrengungen unternehmen, um Gottes Plan für dein Leben herauszufinden. Du kannst seinen Plan nicht entdecken, indem du nur auf deine natürlichen Fähigkeiten schaust. Wenn du die Geschichte deiner Erfolge und Misserfolge anschaust, verpasst du vielleicht Gottes Plan und erkennst nie das Potenzial, das er in dich hineingelegt hat.
Nicht alles, was gut ist, kommt von Gott Die Vorstellung von tief greifenden Lebensveränderungen mag beunruhigend sein – besonders wenn du eine Karriere hast und die Dinge gut laufen oder wenn du an den Ruhestand denkst und dich darauf freust, eine Zeit lang gar nichts zu machen. Du kannst keine Schlaglöcher auf dem Weg gebrauchen. Und doch frage ich dich: Hast du wirklich die Bestimmung Gottes für dich gefunden? Egal wie unangenehm der 21
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Gedanke an Veränderung sein mag, es ist wichtig zu wissen, ob du deine Lebensbestimmung gefunden hast oder nicht. Ich glaube, dass die meisten den Willen Gottes für ihr Leben nicht entdeckt haben. Die meisten Leute erfüllen nicht das, wozu Gott sie geschaffen hat. Sie mögen zwar etwas Gutes tun, aber nur weil es gut ist, muss es nicht von Gott sein. Nicht alles, was gut ist, ist auch der Wille Gottes. Du magst einen Ausbildungs- oder sogar Hochschulabschluss haben und wunderbare Dinge tun, aber machst du das, wozu Gott dich berufen hat? Wir alle haben nur eine Chance, Gottes Willen für unser Leben zu erfüllen. Es ist nicht Gottes Absicht, dass wir tun, was immer wir wollen und dabei zu denken: Solange unser Herz rein ist, ist alles in Ordnung. Nein, du wurdest von Gott für eine spezifische Bestimmung erschaffen und die wirst du nicht zufällig erfüllen. Du musst eine Offenbarung über Gottes Willen bekommen und dann gegen den Strom schwimmen, um sie zu erfüllen. Ohne Anstrengung und Zeit wirst du nicht erleben, wie Gottes Wille für dein Leben zustande kommt. Das Schicksal wird dies nicht hervorbringen. Du musst Verantwortung über dein Leben ergreifen und dem Willen Gottes folgen. Du musst die Kontrolle übernehmen! Finde heraus, wohin Gott dich führen will und dann steuere dein Leben in diese Richtung. Jamie und ich sind genau da, wo Gott uns haben wollte, und wir tun, was wir tun sollten, aber wir wären heute nicht im Zentrum seines Willens, wenn wir in der Vergangenheit den einfachen Weg gegangen wären. Qué será, será ist keine Lebensphilosophie, die zu großen Resultaten führen wird. Wir haben Gott gesucht. Wir haben Umständen und Situationen widerstanden, die uns vom Willen Gottes abbringen wollten. Wir mussten durchhalten. An den Punkt, wo wir heute stehen, sind wir nicht zufällig oder durch unsere eigene Stärke und Weisheit gelangt. Es erforderte Anstrengung. Ohne Anstrengung und Entschlossenheit glaube ich nicht, dass auch du das Zentrum des Willens Gottes erreichen wirst. Paulus sagte über sich selbst: „Es gefiel Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat …“ 22
Gott hat dich aus einem bestimmten Grund erschaffen
(vgl. Gal 1,15). Paulus erkannte, dass der Herr die Bestimmung für ihn hatte, ein Repräsentant Gottes zu sein. Und doch glaubte Paulus 20 oder 30 Jahre seines Lebens, dass er Gottes Willen erfüllen würde, indem er ein gesetzlicher Jude war. Paulus sagte, dass er viel eifriger war als alle anderen und seine Altersgenossen in der jüdischen Religion bei Weitem übertraf (Gal 1,14). Schließlich offenbarte sich ihm der Herr auf übernatürliche Weise und sagte im Prinzip Du machst all das falsch und Paulus musste die Richtung seines Lebens komplett ändern. Das Leben von Paulus macht deutlich, dass die reine Entdeckung einiger deiner Talente nicht automatisch bedeutet, dass du sie so gebrauchst, wie Gott es geplant hat. Vielleicht tust du es sogar, aber du musst von Gott hören, um sicher zu sein. Du musst es herausfinden. Das Leben ist keine Generalprobe, es ist echt. Den heutigen Tag gibt es nur einmal und es ist an dir, ihm eine Bedeutung zu geben. Du musst dich jeden Tag in die Richtung bewegen, die Gott für dein Leben beabsichtigt hat. Du hast nicht genug Zeit, einfach durchs Leben zu schlendern und darauf zu hoffen, dass du in deine Bestimmung hineinstolperst oder zu beten, dass Gott dich am Ende doch noch gebrauchen wird. Es ist so einfach, in einer Routine festzufahren. Wenn wir nur ein wenig Sicherheit erlangen und der Druck wegfällt, wollen wir das Leben auf Autopilot schalten. Es kann sich ein wenig bedrohlich anfühlen, die Routine abzulegen und etwas Neues zu wagen, vor allem dann, wenn wir die gleichen Dinge über eine lange Zeit getan haben. Aber wir müssen bereit sein, uns aus der Komfortzone zu bewegen, um Gottes Bestimmung für unser Leben zu entdecken. Ich verspreche dir, die Freude darüber zu erleben, sich im Zentrum des Willens Gottes zu befinden, ist es allemal wert. Gott hat mich berufen zu lehren und Menschen zu dienen. Ich tue, wozu Gott mich berufen hat. Deswegen kann ich unzählige Menschen nennen, die geheilt wurden, Ehen, die wiederhergestellt wurden, und Leute, die von Neuem geboren wurden. Es war großartig! Aber du musst kein Prediger sein, um eine von Gott gegebene Bestimmung zu haben. Gott hat einen einzigartigen Plan für jeden Einzelnen.
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Ich gebe Millionen von Dollar für Radio- und Fernsehsendungen aus und doch gibt es Leute – zum Beispiel Freunde, Verwandte und Nachbarn –, die sich meine Sendungen niemals anhören. Es würde keinen Unterschied machen, ob ich das Zehnfache investieren würde, denn es wird immer bestimmte Menschen geben, die niemals meinen Evangeliumsbotschaften zuhören. Manche von ihnen sind vielleicht deine Freunde oder Nachbarn. Ein ordinierter Prediger erreicht sie vielleicht niemals, aber du schon. Es gibt Wunder, die Gott dazu bestimmt hat, dass sie dir geschehen. Vielleicht bist du niemals im Radio oder im Fernsehen auf Sendung und vielleicht gebraucht Gott dich auch nicht, vor Tausenden von Menschen zu sprechen, aber du hast einen Einflussbereich. Allerdings wird er nie die volle Salbung empfangen, solange du dein Potenzial nicht erreichst. Du musst keine Reife als Christ erlangen, bevor Gott dich liebt. Gottes Liebe ist bedingungslos und er nimmt dich an, wo auch immer du gerade bist. Aber du wirst viel glücklicher und ein größerer Segen für Menschen, wenn du deine Bestimmung entdeckst und diese Richtung für dein Leben einschlägst. Es kann Gottes Wille sein, dass du in genau dem Unternehmen bist, in dem du gerade arbeitest. Nicht jeder, der für Gott leben will, muss ein Vollzeitprediger werden. Wir brauchen Christen, die draußen in der Welt sind und in der Kraft und den Gaben Gottes wirken. Ein Pastor zu sein, ist nicht der einzige Weg, Gott zu dienen. Tatsächlich beruft Gott mehr Menschen in die Geschäfts- und Arbeitswelt, als er Menschen in den Vollzeitdienst ruft. Ungeachtet dessen, wozu du berufen bist: Gott will, dass du Menschen erreichst und seine Kraft in der Welt wirken lässt. Es ist wichtig für dich zu wissen, dass du das tust, wozu Gott dich geschaffen hat und nicht einfach nur hoffen, dass du etwas tust, was für ihn akzeptabel ist. Ich glaube, es wäre schrecklich, ein ganzes Leben zu leben und nicht sicher zu wissen, dass man tut, wozu Gott einen geschaffen hat. Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, wie das wäre. Für mich jedenfalls wäre die Vorstellung erschreckend, schlafen zu gehen und aufzuwachen und keine Ahnung zu haben, ob ich dem Willen Gottes nachfolge. 24
Gott hat dich aus einem bestimmten Grund erschaffen
Es gibt nur eine Sache, die schlimmer ist, als den Willen Gottes nicht zu kennen, nämlich seinen Willen zu kennen und sich dagegen zu entscheiden – entweder weil du dir seinen Willen ausgeredet hast oder weil du erlaubt hast, dass andere dir seinen Willen ausreden. Zu wissen, dass Gott dich mit einer bestimmten Absicht erschaffen hat und sich unqualifiziert oder unfähig zu fühlen, diese Absicht zu erfüllen, ist noch schlimmer, als diese Bestimmung gar nicht erst zu kennen. Es motiviert mich zu wissen, dass ich tue, wozu Gott mich erschaffen hat. Jeden Morgen stehe ich mit einem Ziel auf. Ich weiß, ich habe noch nicht alles erreicht, was Gott für mich geplant hat, aber ich bewege mich in die richtige Richtung. Eine gottgegebene Bestimmung und ein Leben geführt vom Heiligen Geist motivieren mich, den Härten des Lebens zu begegnen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Menschen ohne eine Bestimmung den Antrieb finden, sich durchzukämpfen, als durch das Wissen, dass die Alternative noch schlimmer ist. Arbeiten um nicht zu verhungern, ist ein schrecklicher Lebensstil. Du musst wissen, dass du tust, wozu Gott dich berufen hat. Du brauchst einen Sinn für dein Leben. Gott hat eine Bestimmung für jeden Menschen, der am Leben ist. Mich interessiert nicht, ob deine Eltern dich geliebt oder gewollt haben. Gott wusste, dass du unterwegs bist. Gott hat jedes Detail über dich in seinem Buch niedergeschrieben und er hat einen Plan für dich. Jede Gabe, jedes Talent, der Zeitpunkt deiner Geburt, dein Geburtsland und alles andere, was dich betrifft, wurde von Gott gestaltet. Du bist kein Zufall. Gott hat einen perfekten Plan für dein Leben und sein Plan ist besser als der Plan, den du selbst machst.
Gottes universaler Wille Ich kann dir mit Nachdruck sagen, was Gottes wichtigster Wille für dein Leben ist: dass du Jesus kennst. Er will nicht, dass jemand verloren geht, sondern dass jeder Raum zur Buße hat (2 Petr 3,9). Gottes Wille für jeden Einzelnen auf Erden ist, ihn zu kennen. Es spielt keine Rolle, was du in der Vergangenheit getan hast. Paulus sagt, dass er der größte unter allen Sündern war und doch hat Gott ihn erwählt, um zu zeigen, 25
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dass jeder, der den Namen des Herrn anruft, errettet wird (Röm 10,13). Um errettet zu werden oder um in richtiger Beziehung zu Gott zu sein, musst du von Neuem geboren werden. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Johannes 3,3
Du musst dir sicher sein, dass du von Neuem geboren bist. Viele Kirchgänger denken, um errettet zu sein muss man nur glauben, dass Gott existiert, aber die Bibel sagt: Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es – und zittern (Jak 2,19). Mit anderen Worten: Es ist keine besondere Leistung, an Gott zu glauben – selbst die Dämonen wissen, dass es ihn gibt. Du musst mehr tun als nur verstandesmäßig die Existenz Gottes anzuerkennen; du musst dein Leben ihm persönlich unterordnen und wenn du das tust, sagt die Bibel, dass du von oben geboren bist. Dein Inneres verändert sich. Wenn du bereits von Neuem geboren bist – klasse, ich werde dir deine Errettung nicht ausreden. Doch wenn du dein Leben noch nicht Gott übergeben hast, musst du das tun. Dies ist der erste und wichtigste Schritt, wenn du Gottes Willen für dein Leben entdecken willst. Du musst mit Sicherheit wissen, dass du das bereits getan hast. Viele Leute denken sich: Nun, ich bin ein guter Mensch, ich gehe in eine Gemeinde. Aber das reicht nicht aus. In einer Gemeinde zu sitzen macht aus dir keinen Christen, ebenso wenig wie das Sitzen in einer Garage dich zu einem Auto macht. Du musst von Neuem geboren werden. Es spielt keine Rolle, was für ein guter Mensch du bist. Wir alle verfehlen den Standard Gottes für Vollkommenheit. Du kannst dich nicht selbst retten und deswegen wurde Gott Mensch – Jesus – und zahlte für uns den Preis. Nichts was du selbst tun kannst, macht dich würdig, die Liebe Gottes zu empfangen. Keine noch so große Anzahl guter Werke wird dir das Privileg einräumen, in den Augen Gottes gerecht zu sein. Das Einzige, was dich in die rechte Beziehung mit Gott bringt, ist dein Glaube an Jesus und deine Unterordnung ihm gegenüber als den Herrn über dein Leben. 26