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Ein verhärtetes Herz ANDREW WOMMACK


Ein verhärtetes Herz Der Feind des Glaubens von

Andrew Wommack


Falls nicht anders vermerkt, sind alle Bibelzitate folgender Ausgabe entnommen: Die Bibel. Schlachter Übersetzung © 2000, neue revidierte Fassung, CLV; Genfer Bibelgesellschaft. Weitere verwendete Übersetzungen: Gute Nachricht (GN), Elberfelder (ELB), Neue Genfer Übersetzung (NGÜ), Hoffnung für Alle (HFA) Bei den Bibelzitaten wurden vereinzelt Hinzufügungen in runden Klammern durch den Autor gemacht. Die Worte in eckigen Klammern entsprechen der Originalwiedergabe.

Originalausgabe: Hardness of Heart ISBN: 978-1-906241-30-8 © 2008 by Andrew Wommack Ministries – Europe P.O. Box 43 92, Walsall, WS1 9AR, England

Ein verhärtetes Herz ISBN: 978-1-910273-00-5 (paperback) ISBN: 978-1-910273-13-5 (eBook)

© der deutschen Ausgabe 2014 Andrew Wommack Ministries Germany e. V. Am Bahnhof 2; D-55765 Birkenfeld Telefon: 06782 9846405 E-Mail: info@awme.de

Auch in anderen Sprachen erhältlich unter: www.awme.net

Herausgegeben von Andrew Wommack Ministries – Europe Übersetzt von Daniel Lindner Lektoriert von Elke Buchholz und Ines Piecha

Gedruckt in Ungarn. Alle Rechte vorbehalten nach dem Gesetz für Internationales Copyright. Inhalte und/oder Cover dürfen weder im Ganzen noch auszugsweise ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form reproduziert werden.


Inhalt

Teil I: Das Problem Kapitel 1 Kapitel 2

Die Speisung der 5 000 ......................................... 7 Weitere Beispiele ................................................ 14

Teil II: Die Ursache Kapitel 3 Warum sich das Herz verhärtet ........................... 24 Kapitel 4 Du wirst bekommen, worüber du nachdenkst ..... 29

Teil III: Die Lösung Kapitel 5 Unterbinde die Empfängnis ................................. 52 Kapitel 6 Unglauben verstehen ........................................... 60 Kapitel 7 Die Rolle von Gebet und Fasten ......................... 66 Kapitel 8 Abschließende Gedanken .................................... 74 Empfange Jesus als deinen Retter .......................................... 80 Empfange den Heiligen Geist ................................................ 81 Lieferbare Titel in Deutsch .................................................... 83 Über den Autor ....................................................................... 95


Einleitung Ich bete, dass der Herr dir Ohren gibt, welche die Botschaft dieses Buches hören, sodass du die Fülle von Gottes Segen erleben und im Gegenzug ein Segen für andere sein kannst – genau wie Gott es für dich geplant hat. Viele Christen sind zu der Überzeugung gekommen, dass Gott heute noch Wunder tut, so wie er es zu Zeiten der Bibel getan hat. Sie erfreuen sich an den Zeugnissen anderer, die diese Wunder jetzt erleben, doch in den meisten Fällen erleben sie selbst diese Segnungen des Herrn nicht. Hinzu kommen viele Zeugnisse aus dem Ausland von Leuten, die das Evangelium zum ersten Mal hören und von ihrer Blindheit geheilt werden oder erleben, wie ihre verkrüppelten Gliedmaßen wieder gesund werden und unsere Frustration steigt. Warum können diese Leute, die nichts vom Glauben wissen, keine Gebetszeiten haben und nicht in der Bibel lesen, solche Dinge empfangen und wir nicht? Wie kann das sein? Indem der Herr mir die Lehre über das verhärtete Herz offenbarte, gab er mir die Antwort auf diese und viele weitere Fragen. Ich glaube, diese Wahrheiten werden die Grundlage für viele Dinge werden, die Gott in deinem Leben tun will. Andrew Wommack

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Teil I: Das Problem

Die Verhärtung des Herzens betrifft alle Christen in irgendeinem Bereich ihres Lebens. Diese Verhärtung hindert uns daran, die Stimme des Herrn zu hören und uns in unserem täglichen Leben von ihm führen zu lassen.

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Kapitel 1

Die Speisung der 5 000

I

n Markus 6,35-44 speiste Jesus 5 000 Männer – wahrscheinlich 15 000 Menschen insgesamt – mit fünf Broten und zwei Fischen; und er hatte hinterher mehr übrig, als er zu Anfang hatte! Das war ein sehr bemerkenswertes Wunder, aber bald darauf sollte noch etwas viel Erstaunlicheres geschehen. In Markus 6,45-48 heißt es: Und sogleich nötigte er seine Jünger, in das Schiff zu steigen und ans jenseitige Ufer, nach Bethsaida, vorauszufahren, bis er die Volksmenge entlassen hatte. Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Und als es Abend geworden war, befand sich das Schiff mitten auf dem See und er allein auf dem Land. Und er sah, dass sie beim Rudern Not litten; denn der Wind stand ihnen entgegen. Und um die vierte Nachtwache kommt er zu ihnen, auf dem See gehend; und er wollte bei ihnen vorübergehen.

Über die Maßen erstaunt Während ich das las, habe ich mich gefragt, wie es wohl gewesen wäre, einer dieser Jünger zu sein, mitten in einem Sturm, der mich zu töten droht. Und nun kommt Jesus auf dem Wasser gehend – das allein ist schon erstaunlich – aber hier heißt es, dass er an ihnen vorübergehen 7


Kapitel 1

wollte. Man würde eher erwarten, dass Jesus auf sie zu rennt und schreit: „Hier bin ich, ich helfe euch!“ Ich war – gelinde gesagt – verblüfft. Genau so ging es den Jüngern auch. In Markus 6,49 heißt es: Als sie ihn aber auf dem See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien. Mit anderen Worten, sie konnten nicht glauben, dass es Jesus war. Sie glaubten, sie würden eine Erscheinung sehen. In den Versen 50-51 steht: Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Und sogleich redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht! Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich. Und sie erstaunten bei sich selbst über die Maßen und verwunderten sich. Über die Maßen erstaunt! Das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Tod kurz bevor steht, Jesus auf dem Wasser läuft, das mich gleich ertränken wird und ich feststellen muss, dass es so aussieht, als würde er einfach an mir vorbeigehen, dann entsetzt mich das. Beziehe das einmal auf deine eigene Situation. Vielleicht kämpfst du gerade verzweifelt mit finanziellen Problemen. Vielleicht fällt deine Ehe gerade auseinander. Vielleicht hat der Arzt dir gesagt, dass du an Krebs sterben wirst. Und dann kommt Jesus und sagt: „Oh, eine Million Euro … eine Ehe retten … eine Krankheit heilen … das ist doch nichts weiter“ und dann geht er einfach an dir vorbei. Du wärest „über die Maßen erstaunt“, oder? Dann las ich Vers 52, in dem steht: Denn sie waren nicht verständig geworden durch die Brote; denn ihr Herz war verhärtet. Denn ist eine Konjunktion und verbindet Vers 52 mit Vers 51. Die Bibel zieht hier den Schluss, dass sie nicht hätten erstaunt sein sollen – es hätte sie nicht überraschen dürfen, Jesus auf dem Wasser laufen zu sehen.

Das verhärtete Herz Warum waren sie überrascht? Hier steht, dass der Grund dafür ihre verhärteten Herzen waren.

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Die Speisung der 5 000

Etwas begann mir zu dämmern. Ich hatte immer gedacht, dass ein verhärtetes Herz nur jemand hat, der gegen Gott rebelliert, der Gott hasst. Ein Beispiel: Ich wurde errettet, als ich acht Jahre alt war und seitdem war mein Verlangen immer, Gott von ganzem Herzen zu folgen. Ich habe mich selbst nie als hartherzig betrachtet. Doch jetzt sagte der Herr mir im Grunde: Wenn es dich erstaunt hätte, Jesus auf dem Wasser laufen oder irgendeine andere übernatürliche Manifestation zu sehen, dann bist du hartherzig. Ich musste neu überdenken, was Herzenshärte ist.

Nicht nur Rebellion Die Verhärtung des Herzens ist nicht einfach nur Rebellion gegen Gott. Die einfachste Erklärung für ein verhärtetes Herz ist, dass ein solches Herz leichteren Zugang zum Bereich des Natürlichen als zum Übernatürlichen hat. Wenn das wahr ist, bedeutet es, dass jeder von uns in einem gewissen Maß hartherzig gegenüber Gott ist – wir sind von dem, was wir sehen, stärker beeindruckt als wir es sein sollten. Wir sollten an den Punkt kommen, wo wir mehr von dem bewegt sind, was Gott sagt, als von irgendetwas anderem. Beim Lesen dieser Kapitel zum Beispiel werden einige komplett freigesetzt werden und andere werden sagen: „Das ist das Nutzloseste, was ich je gelesen habe; es hat mir rein gar nichts gebracht.“ Nicht ich, der Autor, bin die Variable. Wenn ich lehre, hören alle Menschen in der Versammlung die gleiche Botschaft. Manche nehmen sie auf und ihr Leben verändert sich. Andere scheinen ihr nichts abgewinnen zu können. Der Unterschied liegt nicht bei mir – oder in der Botschaft. Der Unterschied liegt im Zustand der Herzen.

Eine gute moralische Einstellung ist keine Hilfe Du kannst Gott gegenüber verhärtet und trotzdem ein moralisch einwandfreier Mensch sein. Ich habe in meinem ganzen Leben nie ein Schimpfwort gesagt, nie Schnaps getrunken, noch nie eine Zigarette 9


Kapitel 1

geraucht oder die Dinge getan, die du vielleicht getan hast. Aber ich hatte Gott gegenüber ein sehr verhärtetes Herz und habe es in manchen Bereichen immer noch. Ein verhärtetes Herz ist nicht einfach nur das Ergebnis von Rebellion oder Sünde. Eine der typischen Eigenschaften eines verhärteten Herzens ist, dass du über die Kraft Gottes staunst. Du wirst eher das Natürliche als das Übernatürliche erwarten. Ich glaube, als Jesus die 5 000 Menschen speiste, war er erfreut, aber ich glaube nicht, dass er geschrien hat: „Wow, schaut euch das an! Es hat funktioniert! Preis sei Gott!“ Jesus war nicht schockiert. Ich glaube, er hat es nicht anders erwartet. Er wäre erstaunt gewesen, wenn es nicht funktioniert hätte. Viele von uns, die beten und nicht das erhoffte Resultat erleben, sagen sich: Nun ja, so in etwa habe ich es erwartet. Die meisten von uns wären beeindruckt, wenn ein Wunder geschähe.

Ich durchkreuzte mein eigenes Gebet Ich habe einmal für einen Jungen in Omaha, Nebraska, gebetet, der sehr stark schielte. Seine Augen hatten eine derartige Fehlstellung, dass er nicht einmal sehen konnte, wo ich stand. Ich befahl seinen Augen, sich gerade zu stellen, und sie richteten sich sofort perfekt aus. Weißt du, was ich dann tat? Ich sagte: „Ich kann das nicht glauben.“ Weißt du, was mit diesen Augen geschah? Sie gingen genau in die Position zurück, in der sie vorher gewesen waren. Soweit ich weiß, schielt der Junge immer noch. Das ist ein verhärtetes Herz – und es blockierte meinen Glauben. Lasst uns weiterlesen in Markus, Kapitel 8, um noch einige andere Charakteristika eines harten Herzens anzuschauen. In Markus 8,1-3 heißt es: In jenen Tagen, als eine sehr große Volksmenge zugegen war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Ich bin voll Mitleid mit der Menge, denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie ohne Speise nach Hause entlasse, so werden sie auf dem Weg verschmachten, denn etliche von ihnen sind von weit her gekommen. 10


Die Speisung der 5 000

In der vorhergehenden Speisung der 5 000, die wir in Johannes 6,5 nachlesen können, sehen wir, wie Jesus sich an Philippus wendet, als er die Menschenmenge sah, und sagt: „Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können?“ Glaubst du, Jesus stand händeringend da und sagte: „O Jünger, was sollen wir nur tun? Wie sollen wir denn all diesen Menschen bloß etwas zu essen geben?“ Nein, er wusste, was er tun würde. In Vers 6 heißt es dann: Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wusste wohl, was er tun wollte. Jesus stellt Philippus diese Frage nicht, um Informationen zu bekommen, sondern vielmehr um den Jüngern eine Gelegenheit zu geben, im Glauben zu handeln.

Die Jünger versagen Aber sie versagten. Philippus nahm seinen Geldbeutel heraus und sagte: „Brot für 200 Denare reicht nicht für sie aus …“ (Vers 7). Wenige Tage später tritt genau dieselbe Situation erneut ein. Diesmal sind es sieben Brote und 4 000 Menschen – mehr Essen zum Austeilen und weniger Leute zu speisen. Jesus hatte ihnen schon gezeigt, was er tun konnte, aber er wollte seine Jünger an dem Wunder beteiligen. Bei dieser Gelegenheit hätte Philippus sagen können: „Jesus, ich weiß, was zu tun ist. Wir werden diese Brote und Fische nehmen und die ganze Menschenmenge speisen, genauso wie neulich.“ Aber weißt du, was die Jünger taten? In Markus 8,4 lesen wir: Und seine Jünger antworteten ihm: Woher könnte jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen? Sie versagten wieder. Warum haben sie sich nicht erinnert? Es waren nur ein paar Tage vergangen, aber sie hatten komplett vergessen, was Gott getan hatte; das Wunder war ihnen völlig entfallen. Wir denken uns: Junge, wie konnten die nur so dumm sein? Konnten sie sich nicht daran erinnern, was geschehen war?

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Kapitel 1

Bei wie vielen von uns ist schon ein Wunder Gottes in unserem Leben geschehen und wir haben gedacht: Ich werde niemals, niemals mehr an Gott zweifeln. Dann kommt der nächste Tag, etwas Schlimmes passiert und es wirft uns komplett zurück? Du vergisst, was Gott am Tag zuvor getan hat. Das ist Verhärtung des Herzens.

Hütet euch vor dem Sauerteig Lass uns fortfahren in Markus, Kapitel 8. Nach der Speisung der 4 000 Menschen heißt es in den Versen 15-17: Da gebot er ihnen und sprach: Seht euch vor, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes! Und sie besprachen sich untereinander und sagten: Weil wir kein Brot haben! Und als es Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht und begreift ihr noch nicht? Habt ihr noch euer verhärtetes Herz?

Jesus spricht wieder über die Verhärtung des Herzens – genau das, wofür er seine Jünger bereits in Kapitel 6 getadelt hatte. Dieses Mal erklärt er etwas genauer, was er damit meint. Es bedeutet nicht erkennen oder nicht verstehen. Es heißt nicht, dass du die Wahrheit nicht kennst; es bedeutet einfach, dass du diese Wahrheit nicht so verstehst, dass sie dich verändert. Er fährt fort in Vers 18-21: Habt [ihr] Augen und seht nicht, Ohren und hört nicht? Und denkt ihr nicht daran, als ich die fünf Brote brach für die Fünftausend, wie viel Körbe voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sprachen zu ihm: Zwölf! Als ich aber die sieben für die Viertausend [brach], wie viel Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? Sie sprachen: Sieben! Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr denn so unverständig?

Tatsachen allein reichen nicht Die Jünger besaßen Wissen. Sie erinnerten sich an die Fakten, aber diese Fakten beeinflussten ihr Handeln nicht. Sie veränderten nicht die 12


Die Speisung der 5 000

Gegebenheiten. Dieses Wissen wurde nicht wirksam, denn sie hatten nicht die geistliche Erkenntnis und die Weisheit, um es umzusetzen. Noch einmal: Das ist Verhärtung des Herzens und die Bibel hat viel dazu zu sagen.

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Kapitel 2

Weitere Beispiele

A

ls die Israeliten aus Ägypten auszogen, sahen sie großartige und wunderbare Dinge. Sie durchquerten das Rote Meer. Sie sahen neun Plagen über Ägypten kommen, eine Feuersäule schützte sie in der Nacht und eine Wolkensäule am Tag. Dennoch fragten sie nur zwei oder drei Tage später: „Kann Gott uns einen Tisch in der Wüste decken? Kann Gott diese ganze Menschenmenge speisen?“ Vielleicht fragst du dich: Wie konnten sie das fragen? Wie konnten sie nur so begriffsstutzig sein? Im Hebräerbrief, Kapitel 3 steht, dass der Grund für das Verhalten der Israeliten ihr verhärtetes Herz war.

Pharao – das anschaulichste Beispiel Pharao ist ein besonders deutliches Beispiel für Herzenshärte. Sieh ihn dir einmal in 2. Mose, Kapitel 8 und folgende an. Die Bibel erwähnt mindestens 18 Mal, dass das Herz des Pharaos verhärtet war. Wenn Gott dein Herz verhärtet, bist du in Schwierigkeiten (im Neuen Bund verhärtet Gott unsere Herzen nicht). Der Pharao sah all diese Wunder. Er sah die Plagen über sein Land kommen und direkt nach jeder Plage verhärtete er sein Herz aufs Neue 14


Weitere Beispiele

und blieb bei seiner Haltung. Als beispielsweise die Froschplage kam, waren überall Frösche. Sie waren in den Schuhen, im Essen und in den Kleidern. Sie bedeckten buchstäblich das Land. Schließlich rief der Pharao Mose und sagte: „Mose, dieses Mal habe ich gesündigt. Das hier ist Gottes Werk.“ Er hatte schon vorher gesündigt, aber jetzt erkannte er es endlich. Er kam zur Vernunft, demütigte sich und gab zu, dass es Gott war, der all das tat. Er flehte Mose an: „Nimm diese Plage von mir.“ Und Mose sagte: „Du sollst die Ehre haben, den Zeitpunkt zu bestimmen. Sag mir, wann ich diese Plage wegnehmen soll.“ Nun schau dir an, was die Verhärtung des Herzens bewirken kann. Dazu musst du wissen, dass Pharao geplagt war – gedemütigt, zerstört und in die Knie gezwungen. Er hätte darum bitten können, dass die Frösche sofort verschwinden. Aber als er nach dem Zeitpunkt gefragt wurde, sagte er: „Morgen.“ Das ist Herzenshärte. So sieht fehlendes Urteilsvermögen aus. So sieht es aus, wenn jemand schwer von Begriff ist, aber genau das ist es, was Herzenshärte bewirkt. Natürlich verhärtete der Pharao sein Herz mehr und mehr, bis er letztendlich im Roten Meer vernichtet wurde.

Wie steht es mit dir? Inwieweit betrifft dich das? Herzenshärte bedeutet nicht, dass du nicht vom Verstand her weißt, was die Wahrheit ist, sondern dass dieses Wissen nicht wirksam wird. Wenn ich zum Beispiel sagen würde: „Nenne mir eine Bibelstelle über Heilung“, dann könntest du wahrscheinlich – wie viele andere Christen auch – Jesaja 53,5; Matthäus 8,17; 1. Petrus 2,24; 3. Johannes 2 usw. sofort herunterrattern. Trotzdem sind viele Gläubige krank. Ist Gottes Wort nicht wirksam? Manche sagen vielleicht: „Tja, ich weiß einfach nicht genug, ich muss noch mehr lernen.“ Wenn das wahr ist, dann könnte niemand, der gerade frisch von Neuem geboren ist, jemals ein Wunder erleben. Viele von uns haben gleich nach der Bekehrung mehr Wunder erlebt als jetzt und das, obwohl wir weniger wussten als heute. 15


Kapitel 2

Smith Wigglesworth Viele große Glaubensmänner wie Smith Wigglesworth, John Lake oder William Branham wussten weniger über das Wort Gottes als du und ich, aber sie erlebten mehr.

Ohne Beine Smith Wigglesworth zum Beispiel verbrachte einmal einen Abend mit einem Mann, dem beide Beine amputiert worden waren. Als sie über Heilung sprachen, sagte Smith plötzlich zu ihm: „Geh und kaufe dir morgen früh ein Paar neue Schuhe.“ Dann ging Smith zu Bett. Während der Mann darüber nachdachte, sprach der Herr zu ihm und befahl ihm genau das zu tun, was Smith ihm gesagt hatte. Gleich am nächsten Morgen ging er in ein Schuhgeschäft und bat einen Angestellten um ein Paar Schuhe. Der Angestellte fragte: „Welche Größe?“ Als der Angestellte erkannte, dass der Mann die Schuhe für sich selbst haben wollte, sagte er: „Mein Herr, ich kann Ihnen nicht helfen.“ Da antwortete der Mann: „Geben Sie mir ein Paar in Größe 42 in Schwarz.“ Der Angestellte gab ihm die Schuhe, der Mann bezahlte sie und nahm sie aus der Schachtel. Er steckte einen Schuh an seinen Stummel und sofort wuchsen ein Bein und ein Fuß in den Schuh hinein! Dann steckte er den anderen Schuh an den anderen Stummel und auch hier wuchsen sofort ein Bein und ein Fuß in diesen Schuh! Offensichtlich war das ein großartiges Wunder, aber dieser Mann wusste nicht so viel über Glauben wie die meisten von uns heute. Wenn wir heute so viel mehr wissen, warum erleben wir dann nicht solche Wunder? Der Grund ist ein verhärtetes Herz.

T. L. Osborne T. L. Osborne, ein Evangelist, hat sehr wahrscheinlich mehr als jeder andere erlebt (einschließlich Jesus), wie Menschen geheilt wurden, weil er durch seine Massenversammlungen mehr Menschen erreichen konnte. Bei seinen Versammlungen im Ausland kam er selten dazu, 16


Weitere Beispiele

seine Botschaft bis zu Ende zu predigen, weil die Blinden plötzlich sehen, die Lahmen gehen und die Tauben hören konnten. Manchmal wurden 100 000 Menschen in einer Nacht geheilt. Das sorgte für solch eine Aufregung, dass er seine Botschaft unterbrechen musste und die Leute einlud, sich zu bekehren. Wenn jedoch der gleiche Mann eine Versammlung in den Vereinigten Staaten abhielt, passierte nur wenig. Als er zum Beispiel bei Robert Tilton predigte (dieser Gottesdienst wurde sogar über Satellitenfernsehen übertragen), war ein Freund von mir in dieser Veranstaltung, dessen Beine im Vietnamkrieg weggesprengt worden waren. Er sagte, dass von den über 2 000 Anwesenden höchstens zwölf an einem Abend geheilt wurden. Und er gehörte nicht dazu. Wir wissen mehr, aber erleben oft viel weniger. Manche Menschen haben das Evangelium noch nie zuvor gehört, aber wenn sie jemanden nur erwähnen hören, dass Jesus heilt, stehen sie aus ihren Rollstühlen auf oder werfen ihre Krücken weg. Sie werden sofort geheilt. Warum? Weil das Wort Gottes ihr Herz durchdringt. Bei den meisten von uns tut es das nicht. In Sprüche 4,20-22 heißt es: Mein Sohn, achte auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden! Lass sie nie von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innersten GHLQHV +HU]HQV 'HQQ VLH VLQG GDV /HEHQ GHQHQ GLH VLH ¿QGHQ XQG heilsam ihrem ganzen Leib.

Eines Tages meditierte ich über diesen Vers und fragte: „Gott, was bedeutet neige dein Ohr?“ Gott sagte mir, dass er nicht die Haltung unseres Kopfes meint! Sondern er spricht davon, wie aufmerksam wir zuhören.

Dröhnende Ohren in Vietnam Lass mich ein richtig anschauliches Beispiel geben: Ich war in Vietnam einer Feuerunterstützungsbasis zugeteilt. Es schlugen andauernd Bomben ein, Raketen wurden abgefeuert und Mörser 17


Kapitel 2

explodierten. Oft kassierten wir 10 oder 15 direkte Treffer pro Tag, ein oder zwei davon trafen genau auf meinen Bunker. Der Bunker hielt dem zwar stand, aber alles fiel aus den Regalen und jedes Mal entstand eine riesige Staubwolke. Schließlich gewöhnte ich mich daran. Ich lernte, es einfach komplett auszublenden. Eines Tages schob ich Wache im Bunker Nr. 1. Dieser Bunker lag etwa 100 Meter tiefer als die anderen Bunker und war damit dem feindlichen Feuer stärker ausgesetzt. Dort hatten vier von uns Dienst, und ich hielt die erste Wache. Zwei der Männer gingen nach unten zum Schlafen, und der andere, ein Puerto-Ricaner, blieb mit mir oben. Er war ein Wehrpflichtiger und das Einzige, was er auf Englisch sagen konnte, war: „Vierzig Tage“. Egal was man ihn fragte, er antwortete mit „Vierzig Tage“. Er war ein wenig verrückt. Als er dann die zweite Wache übernahm, legte ich mich direkt neben ihm schlafen. Gegen fünf Uhr morgens wachte ich auf und er war nicht mehr da. Ich schaute unten nach, doch auch die anderen beiden Männer waren nicht mehr da. Wir hatten den Befehl, bis sechs Uhr morgens Wache zu halten, deshalb blieb ich und ging dann wieder zurück den Berg hoch. Plötzlich lief mir eine ganze Gruppe von Offizieren, Soldaten und dem Kaplan entgegen, die mich fragten: „Bist du okay?“ Ich antwortete: „Natürlich.“ Ich hatte keine Ahnung, was sie von mir wollten. Es stellte sich heraus, dass dieser Puerto-Ricaner in der Nacht komplett durchgedreht war und unsere gesamte Munition verschossen hatte. Er schoss etwa 500 oder 600 Mal mit einem M16-Gewehr um sich, warf über hundert Handgranaten, schoss hundert oder mehr Granaten mit einem Granatenwerfer ab und ließ alle Landminen um uns herum hochgehen. (Diese Dinger können dich glatt in die Luft schleudern oder sogar taub machen.) Er schoss den Berg hinauf, den Berg hinunter, in alle Himmelsrichtungen. Die Männer unten im Bunker bekamen Angst und liefen weg. Die anderen auf dem Berg wollten ihn in die Luft jagen, wussten jedoch, dass ich noch da war und ließen es deswegen sein. Am Ende ging ihm die Munition aus, er lief den Berg hoch und dort haben sie ihn dann geschnappt. 18


Weitere Beispiele

Ich habe alles verschlafen! Andererseits, wenn irgendjemand in meinen Bunker kam, während ich gerade schlief, weckte mich die Tür nur durch ihr Quietschen in den Angeln sofort auf. Warum? Der Grund war, dass ich meine Ohren den Dingen zugeneigt hatte, die mich bedrohten. Die Explosionen waren normal, aber alles Unnormale wie der Klang von Schritten war bedrohlich. Wahrscheinlich kennst du das auch. Du lebst vielleicht an einer vielbefahrenen Straße oder in der Flugschneise eines Flughafens. Nun kannst du dich an all diese Geräusche gewöhnen und sie ausblenden, aber das Geräusch deines weinenden Babys wird dich sofort aufwecken.

Die Entscheidung liegt bei dir Das Gleiche passiert im Übernatürlichen. Du entscheidest selbst, wofür du sensibel sein willst und du entscheidest selbst, wofür du verhärtet sein willst. Viele Menschen beklagen sich bei mir, dass sie sich keine Bibelstellen merken können, egal wie sehr sie sich anstrengen. Sie fragen mich, wie ich das mache (mir wurde schon unterstellt, ich hätte ein fotografisches Gedächtnis, aber das ist nicht der Fall). Nun können mir genau dieselben Leute sagen, wer die Basketballmeisterschaft oder den Super Bowl gewonnen hat, mit all den wichtigen Einzelheiten dazu. Ich kann mir keines dieser Dinge merken. Manchmal schaue ich mir diese Sportereignisse an, aber kann mich nicht mehr daran erinnern, wer eigentlich gewonnen hat! An deren oder meinen Erinnerungen ist nichts Verkehrtes dran. Es ist einfach so, dass ein verhärtetes Herz dein Erinnerungsvermögen abstumpfen lässt (Mk 8,18). Dein Gedächtnis ist mit deinem Herzen verbunden. Wofür dein Herz sensibel ist, das erinnerst du; wofür dein Herz verhärtet ist, das vergisst du.

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Kapitel 2

Zurück nach Ägypten Lass uns zu Pharao zurückkehren. Nach all diesen Plagen, nach den Fröschen, nachdem sein Erstgeborener getötet worden war, nach all dem Elend ließ er endlich das Volk Israel gehen. Selbst seine eigenen Minister sagten: „Lass sie ziehen oder Ägypten geht zugrunde“ (2 Mose 10,7). Pharao war besiegt und er gab es zu. Er sagte Mose: „Wenn du jemals mein Angesicht wiedersiehst, werde ich dich umbringen“ (2 Mose 10,28). Dann sagt die Bibel, dass Gott das Herz des Pharaos erneut verhärtete. Sogleich verlor er all seine Einsicht, all seine Weisheit, all sein Denkvermögen und verfolgte die Kinder Israel. Es wäre für jeden normalen Menschen unmöglich, ohne Hilfe so irrational zu handeln! Das Volk Israel lagerte in einem Tal zwischen dem Roten Meer auf der einen und den Bergen auf der anderen Seite. Pharao und seine Armee kamen ihnen hinterher und sahen sie in der Falle sitzen. Im Gegensatz zur Darstellung in vielen Hollywoodfilmen durchquerten sie das Meer nicht bei Tageslicht. Sie durchquerten es bei Nacht.

Die Feuersäule Die Bibel berichtet von einer Feuersäule, die vor den Kindern Israels herging (2 Mose 13,21-22). Als sie das Rote Meer erreichten, kam die Säule herab und lagerte sich im Tal zwischen den Israeliten und den Ägyptern (2 Mose 14,19). Nun, wenn jemand hartherzig genug ist, die Israeliten zu verfolgen, die gerade erst die mächtigste Nation der Erde besiegt hatten, sollte man meinen, dass derjenige wenigstens dann zur Vernunft kommt, wenn das übernatürliche Feuer Gottes erscheint. Aber die Bibel zeigt uns, dass die Ägypter blieben und mehr als zwölf Stunden auf die Feuersäule vor ihnen starrten! Darüber hinaus brachte die Säule den Israeliten Licht und den Ägyptern Dunkelheit (2 Mose 14,20). Es ist eine Sache, wenn man auf ein Feuer schaut, das einem den Weg versperrt, eine andere aber, wenn dieses Feuer einem selbst Dunkelheit und den Feinden Licht spendet! Pharao saß einfach nur da, bis das Feuer verschwand, während die 20


Weitere Beispiele

Israeliten das Rote Meer durchquerten. Dann nahm er die Verfolgung wieder auf. Die Bibel erzählt weiter, dass der Herr ihren Streitwagen die Räder abnahm, wodurch es schwer war weiterzufahren. Das kann ich mir gut vorstellen – so ganz ohne Räder! Schließlich erkannten einige dieser hochintelligenten Ägypter: „Der Herr kämpft für die Israeliten.“ Junge, Junge, ich denke, das wäre mir schon früher aufgefallen. Dir nicht auch? Das ist Herzenshärte. Zu diesem Zeitpunkt war es natürlich schon zu spät – das Meer brach über den Ägyptern zusammen und vernichtete sie. Der Punkt ist, dass dein verhärtetes Herz dich daran hindert, vernünftig denken und schlussfolgern zu können. Wie oft hast du schon etwas wirklich Dummes getan und später zu Gott gesagt: „Herr, wie konnte ich nur so dumm sein?“ Du wusstest eigentlich vorher, was du hättest tun sollen, jedoch kam es dir inmitten deiner Probleme nicht in den Sinn. Dies zeigt, dass du ein verhärtetes Herz gegenüber den göttlichen Dingen hattest. Ein verhärtetes Herz verursacht eine Art „geistliche Behinderung“. In Hiob 39,13-17 spricht der Herr zu Hiob über den Straußenvogel. Er sagt, dass der Strauß seine Eier im Sand vergräbt und dabei vergisst, dass sie zertreten oder von wilden Tieren gefressen werden könnten. Vers 16 erklärt, dass die Mutter gegen ihre Jungen verhärtet ist. In Vers 17 wird diese Verhärtung als ein Verlust an Weisheit und Verstand bezeichnet.

Der Prozess ist umkehrbar! Bis hierher habe ich nur über die negative Seite eines verhärteten Herzens gesprochen. Aber wusstest du, dass diese Herzenshärte auch umgekehrt werden kann? Du kannst sensibel für Gott und verhärtet gegenüber der Welt werden. Wenn du herausfindest, wie die Verhärtung des Herzens anfängt, kannst du sie aufhalten und so weit umdrehen, dass ein einziges Wort von Gott Hunderte Worte des Teufels zunichtemacht. Jesus sagt in Johannes 10,4-5: 21


Kapitel 2

… und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. (LQHP )UHPGHQ DEHU IROJHQ VLH QLFKW QDFK VRQGHUQ ÀLHKHQ YRU LKP denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.

Diese Stelle besagt, dass Gläubige die Stimme Gottes hören und die Stimme des Teufels ignorieren können. Im nächsten Abschnitt werden wir darüber sprechen, wie ein verhärtetes Herz entsteht. Das ist der erste Schritt, um zu lernen, wie wir Herzenshärte überwinden.

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Teil II: Die Ursache Nicht das, was wir wissen, sondern worĂźber wir nachdenken, bestimmt, ob unsere Herzen hart oder weich sind.

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Kapitel 3

Warum sich das Herz verhärtet

I

n diesem Abschnitt werden wir darüber sprechen, wie ein verhärtetes Herz entsteht. Wir haben bereits festgestellt, dass es so ziemlich jeden Menschen betrifft, sogar diejenigen, die Gott nachfolgen.

Verhärte dein Herz nicht Darum, wie der Heilige Geist spricht: „Heute, wenn ihr seine Stimme K|UW VR YHUVWRFNW HXUH +HU]HQ QLFKW ZLH LQ GHU $XÀHKQXQJ DP 7DJ der Versuchung in der Wüste, wo mich eure Väter versuchten; sie prüften mich und sahen meine Werke 40 Jahre lang. Darum wurde ich zornig über jenes Geschlecht und sprach: Immer gehen sie in ihrem Herzen in die Irre, und sie haben meine Wege nicht erkannt, so dass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!“ Habt acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen! Hebräer 3,7-12

Was sehen wir hier? Zunächst zeigt uns diese Stelle, dass du selbst derjenige bist, der sein Herz verhärtet. Wie ich schon gesagt habe, verhärtet nicht Gott dein Herz (Gott verhärtete Pharaos Herz, aber dies geschah unter einem anderen Bund als wir ihn heute haben). 24


Warum sich das Herz verhärtet

Zweitens spricht der Text in Vers 12 von einem bösen Herzen des Unglaubens. Wenn dein Herz verhärtet ist, folgt unmittelbar daraus Unglaube. Wenn dein Herz nicht verhärtet ist, wirst du keinen Unglauben haben. Dann heißt es in Vers 13: Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es „Heute“ heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde!

Hier heißt es also, dass dein Herz durch den Betrug der Sünde verstockt oder verhärtet werden kann.

Was ist mit Sünde? Ich werde hier nicht viel über Sünde sagen, da wir alle schon viele Predigten über Sünde gehört haben und niemand, der von Neuem geboren ist, absichtlich sündigen will. Ich will nur dies sagen: Wenn du in Sünde lebst, hör damit auf, denn es verhärtet dein Herz. Du kannst nicht in Sünde leben und gleichzeitig ein sensibles Herz gegenüber Gott haben. Sünde ist nicht der einzige Faktor, der deinen Glauben aufhält. Sie ist nicht einmal der Hauptgrund. Nimm mein Leben als Beispiel. Ich wurde in einer Glaubensgemeinschaft großgezogen, welche predigte: Lebe ein heiliges Leben, sei ein guter Mensch und sündige nicht. Ich wurde von Neuem geboren, als ich acht Jahre alt war und Gott mich das erste Mal von Sünde überführte. Infolgedessen habe ich in meinem ganzen Leben niemals ein Schimpfwort gesagt, je eine Zigarette geraucht oder Alkohol getrunken. Ich bin Gott nachgefolgt, so gut ich nur konnte. Als ich von Neuem geboren war, fragte ich: „Was ist Sünde?“ Mir wurde gesagt: Trinke nicht, fluche nicht, kaue keinen Tabak und gehe nicht mit jenen, die treiben solchen Schabernack – das war so ziemlich alles. Nun, ich tat nichts dergleichen. Ich lebte nach ihrer Definition nicht in Sünde. Ich lebte ein heiliges Leben und trotzdem erlebte ich nicht, wie sich die Kraft Gottes manifestierte. Zum Beispiel sah ich 25


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