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DER HEILIGE GEIST VON ANDREW WOMMACK


Falls nicht anders vermerkt, sind alle Bibelzitate folgender Übersetzung entnommen: Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH und Co. KG, Witten

Der Heilige Geist Veröffentlichung dieser Ausgabe für Andrew Wommack Ministries – Europe ISBN 978-0-9554055-3-2 Copyright © 2006 Andrew Wommack Ministries – Europe P.O. Box 4392, Walsall, WS1 9AR, England

Herausgegeben von Andrew Wommack Ministries – Europe 2., wesentlich erweiterte Auflage 2009 Titel der englischen Originalausgabe: The Holy Spirit

Gedruckt in Ungarn. Alle Rechte vorbehalten nach dem Gesetz für Internationales Copyright. Inhalte und/oder Umschlag dürfen weder im Ganzen noch auszugsweise ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form reproduziert werden.


Inhaltsverzeichnis Einleitung Kapitel 1 – Leben durch Gottes Kraft Kapitel 2 – Im Heiligen Geist getauft Kapitel 3 – Das ganze Paket Kapitel 4 – Empfange ihn heute Kapitel 5 – Das Reden in Sprachen Kapitel 6 – Ein aktuelles Argument Kapitel 7 – Erbaue dich auf! Kapitel 8 – Auslegung Kapitel 9 – Fang an! Jesus als deinen Erretter annehmen Den Heiligen Geist empfangen Weitere lieferbare Titel in Deutsch

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Über den Autor

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Einleitung Millionen von Christen haben heutzutage in ihrem Leben die Kraft Gottes durch eine gesonderte und eigenständige Erfahrung, die „Taufe im Heiligen Geist“, empfangen. Wo auch immer man auf der Welt hinkommt – ob nach Afrika, Asien, Europa, Nordund Südamerika oder Australien –, treiben geisterfüllte Gläubige aggressiv das Königreich Gottes voran. Als ich heranwuchs, erklärte man mir, dass die Wunder wirkende Kraft Gottes auf dieser Erde zusammen mit der ersten frühen Gemeinde verschwunden sei. Das veranlasste mich zu glauben, dass ich alles, was mir vom Heiligen Geist zur Verfügung stand, schon bei meiner Errettung empfangen hatte. Nachdem ich bereits viele Jahre wiedergeboren war, machte sich bei mir eine große Frustration über mein kraftloses Christenleben in ständiger Niederlage breit. Verzweifelt suchte ich von ganzem Herzen den Herrn und stolperte dabei geradezu in die Taufe mit dem Heiligen Geist hinein. Diese machtvolle Begegnung mit Gott revolutionierte mein gesamtes Leben. Heute, rund vierzig Jahre später, ist meine Beziehung zum Herrn tiefer und stärker denn je. Regelmäßig erlebe ich Wunder jeglicher Art und mein Lehrdienst erstreckt sich mittlerweile um die ganze Welt. Nichts von alledem wäre ohne die übernatürliche Kraft des Heiligen Geistes möglich gewesen! Ob du nun erst seit Kurzem wiedergeboren oder schon seit vielen Jahren gläubig bist, Gottes Wort offenbart ganz klar, dass die Taufe mit dem Heiligen Geist eine notwendige Grundausrüsv


tung f端r ein fruchtbares und erf端lltes Leben als Christ ist. Der Herr Jesus selber gab uns den Befehl: Empfangt Heiligen Geist! (Johannes 20,22). Auch ich fordere dich heute dazu auf!

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Leben durch Gottes Kraft Ich wurde wiedergeboren, als ich acht Jahre alt war. Unser Pastor predigte an diesem Morgen eine Botschaft über die Hölle. Obwohl ich nicht viele schlimme Dinge in meinem jungen Leben getan hatte, so erkannte ich doch, dass ich gesündigt hatte und es mir an der Herrlichkeit Gottes mangelte. Ich wusste auch, dass die „Hölle“ der Ort war, an den die Menschen kamen, die Jesus nicht als ihren Herrn und Erlöser annahmen. Die Predigt an diesem Sonntag beunruhigte mich und so suchte ich Rat bei meinem Vater. Er erklärte mir, dass Gott heilig sei und meine Sünde mich von ihm trennte, dass seine Gerechtigkeit meine Verdammung in die Hölle erforderte, dass aber Jesus gekommen war, um meine Sünden zu vergeben und an meiner statt die ganze Strafe auf sich zu nehmen. Ich erinnere mich, dass ich mit meinem Vater in meinem Schlafzimmer betete und dass ich den Herrn an diesem Abend annahm. Im selben Moment spürte ich eine tiefe, innere Erleichterung, Friede durchflutete mein Herz. Noch bevor ich am nächsten Tag auch nur irgendjemandem etwas von meiner Bekehrung erzählen konnte, hatten meine 1


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Freunde in der Schule auch schon die Veränderung in mir bemerkt. „Was ist denn mit dir passiert?“, wurde ich gefragt. Als ich ihnen von meiner Wiedergeburt berichtete, machten sie sich sofort darüber lustig, dass ich ein Christ geworden war. Obwohl meine Mitschüler zum Zeitpunkt meiner Bekehrung eine anfängliche Veränderung in mir feststellen konnten, gab es später für meinen Glauben an Christus nur noch dürftige Hinweise. Mein bester Freund aus der Grundschule hatte nie gewusst, dass ich Christ war. Das erfuhr er erst, als er mich vor Kurzem im Fernsehen sah. Er war gerade durch eine äußerst schwierige Lebensphase gegangen und hatte, am Ende seiner Kraft angekommen, den Herrn angenommen. Als wir uns kurz darauf das erste Mal seit über dreißig Jahren wiedersahen, war er völlig schockiert zu hören, dass ich schon unsere ganze Schulzeit über Christ gewesen war. Mein Glaube hatte auf das Leben anderer ganz einfach keinen Einfluss gehabt. Ich betete ganze sechs Monate lang um Heilung für meinen Vater, doch nichts passierte. Er starb, als ich zwölf Jahre alt war. Obwohl ich vielen Versuchungen, denen andere Christen erlagen, ohne Schwierigkeiten widerstand, gehörten die sichtbaren Demonstrationen der Kraft Gottes, die die Bibel bei Gläubigen beschreibt, nur allzu offensichtlich nicht zu meinem Leben. Im Grunde genommen bestand Christentum für mich aus den Lehrmeinungen und Glaubenssätzen, die ich verinnerlicht hatte. Doch dann empfing ich am 23. März 1968 die Taufe im Heiligen Geist. Etwas in mir explodierte und mein Verständnis von Gott sprengte plötzlich alle Grenzen. Es dauerte viele Jahre, bis ich meinen Sinn (meine Gedanken und mein Wollen) erneuert hatte und anderen erklären konnte, was ich von diesem Moment an in meinem Geist bereits wusste. Als meine Mutter die plötzliche und radikale Veränderung sah, die in meinem Denken, 2


Leben durch Gottes Kraft

Gefühlsleben und Verhalten stattgefunden hatte, dachte sie tatsächlich, ich hätte den Verstand verloren. Mein neu entbrannter Eifer für Gott, gepaart mit einem Mangel an Weisheit, bewirkte sogar meinen Rauswurf aus einigen Gemeinden. Über Nacht war ich zum Fanatiker geworden! Niemand hätte je von mir gehört, wenn ich nicht im Heiligen Geist getauft worden wäre! Ich hätte an meiner formalen Errettung festgehalten, die Zeit bis zum Himmel durchgehalten und auf dieser Erde praktisch keinerlei Einfluss von Ewigkeitswert ausgeübt. Und ich bin nicht der Einzige, der sein Leben als Christ anfänglich ohne Sieg und äußerliche Beweise von Gottes Kraft gelebt hat. Ich habe viele, viele Zeugnisse von Menschen gelesen, denen es genauso ging – sogar in der Bibel!

Wie eine Taube Selbst Jesus wirkte in der Kraft Gottes erst, nachdem er im Heiligen Geist getauft worden war. Die Engel hatten ihn bei seiner Geburt als Herrn angekündigt, doch nichts von dem, was seinen Dienst auszeichnete – predigen, heilen, Dämonen austreiben – geschah, bevor der Heilige Geist wie eine Taube auf ihn herabgekommen war. Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm geöffnet, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und auf sich kommen. Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe (Matthäus 3,1617). Der Wendepunkt vom Natürlichen zum Übernatürlichen im Leben von Christus war die Taufe im Heiligen Geist. Sobald Jesus mit dem Heiligen Geist gesalbt worden war, begann er seinen Dienst. Der Geist führte ihn in die Wüste, damit er dem Teufel entgegentrat (Lukas 4,1-13). Jesus kam siegreich zurück und verkündete in der Synagoge seines Heimatdorfes mu3


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tig: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn (Lukas 4,18-19). Von diesem Tag an tat Jesus das, wozu er gesalbt worden war. Viele Male gab der Herr seine völlige Abhängigkeit vom Vater und dem Heiligen Geist zu. Er tat den Willen des Vaters in der Kraft des Heiligen Geistes, die in ihm und durch ihn floss. Vater, Sohn und Heiliger Geist arbeiten immer in völliger Einheit zusammen. Als Teil dieser voneinander abhängigen, dreieinigen Gottheit konnte und wollte Jesus so lange keine Wunder tun, bis der Heilige Geist auf ihn gekommen war. Gott macht nie etwas unabhängig von seinem Geist. Deshalb ist es unerlässlich für uns, den Heiligen Geist in unser Leben einzuladen, wenn wir den Sieg und den Überfluss erleben wollen, den Gott uns bereits zur Verfügung gestellt hat. Wenn der sündlose Sohn Gottes im Heiligen Geist getauft werden musste, bevor er seinen Dienst begann, wie können wir dann als Christen annehmen, ohne die Taufe im Heiligen Geist erfolgreich zu sein?

Aufruhr im Tempel Die Jünger Jesu waren Schwächlinge ohne Rückgrat, bevor sie die Taufe im Heiligen Geist empfingen. Diese Männer waren Jesus dreieinhalb Jahre nachgefolgt, hatten seine Wunder gesehen, seine Lehren gehört und den Alltag mit ihm geteilt. Doch ihr Leben war erfüllt von Schwachheit, Unreife, fleischlicher Gesinnung und Streit. Nach der Verhaftung von Jesus lösten sich ihre Versprechen, bei ihm zu bleiben – sogar bis in den Tod –, in Wohlgefallen auf. Sie ließen ihn im Stich und rannten voller Entsetzen um ihr Leben. 4


Leben durch Gottes Kraft

Petrus verleugnete Jesus nur Stunden nach seinem Schwur zur „Treue bis in den Tod“ dreimal. Seine menschliche Kraft reichte nicht einmal aus, um Jesus vor der Magd des Hohenpriesters und einigen anderen Leuten die Treue zu halten. Als man ihn wiederholt fragte: „Bist du nicht einer der Jünger Jesu?“, schwor er unter Verwünschungen: „Ich kenne den Menschen nicht!“ Dann krähte der Hahn und Petrus realisierte, was er getan hatte. Er weinte bitterlich. Er hatte Christus nicht verleugnen wollen, doch in seiner eigenen menschlichen Kraft war er unfähig gewesen, dem Druck zu widerstehen (Matthäus 26,69-75). Doch dann wurden Petrus und die anderen Jünger im Heiligen Geist getauft. Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, ... Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt ... (Apostelgeschichte 2,1-2.4). Sofort verwandelten sich die Jünger in kraftvolle Zeugen, die Jesus nun mit großer Kühnheit verkündeten. Allein am ersten Tag wurden dreitausend Menschen errettet und im Wasser getauft (Apostelgeschichte 2,41). Kurz darauf heilten Petrus und Johannes einen Gelähmten vor dem Tempel und verursachten durch die Verkündigung des Evangeliums einen solchen Aufruhr, dass die religiösen Führer sie ins Gefängnis werfen ließen (Apostelgeschichte 3 – 4,3). Wieder glaubten Tausende ihrer Botschaft, sodass die Obersten Petrus und Johannes schließlich verhörten, um herauszufinden, was da vorging. Es geschah aber am folgenden Tag, dass ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten sich in Jerusalem versammelten, und Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und so viele vom hohenpriesterlichen Geschlecht waren. Und nachdem sie sie in die Mitte gestellt hatten, fragten sie: In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies getan (Apostelgeschichte 4,5-7)? 5


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Kühn konfrontierte Petrus nun dieselben Männer, die Jesus gekreuzigt hatten! Da sprach Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste! Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, wodurch dieser geheilt worden ist, so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten – in diesem ‹Namen› steht dieser gesund vor euch. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet, der zum Eckstein geworden ist. Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen (Apostelgeschichte 4,8-12). Petrus verkündete öffentlich vor allen jüdischen Ältesten, dass allein der Glaube an den Gott Abrahams zur Errettung nicht ausreichend war. Eindeutig erklärte er ihnen, dass sie auch an den Namen von Jesus Christus glauben mussten, den sie selbst gekreuzigt hatten, oder ewiger Verdammung entgegensehen würden. Petrus ließ ihnen keinen Ausweg: Entweder nehmt ihr Jesus an oder ihr lehnt ihn ab! Und dieselben Männer, vor denen die Jünger zuvor voller Entsetzen geflohen waren, beugten sich nun vor deren durch den Heiligen Geist gewirkten Kühnheit. Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte und ungebildete Leute seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten sie, dass sie mit Jesus gewesen waren. Und da sie den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, konnten sie nichts dagegen sagen (Apostelgeschichte 4,13-14). Das Wunder, das durch die Jünger gewirkt wurde, brachte die Opposition der religiösen Ältesten zum Schweigen. Welch eine Veränderung hatte doch die Taufe im Heiligen Geist in ihr Leben gebracht!

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Leben durch Gottes Kraft

Klare Anweisungen Die letzten Worte unseres Herrn an seine Nachfolger, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde, waren klare Anweisungen in Bezug auf den Heiligen Geist. Wenn dein Werk auf dieser Erde beendet wäre und du zu deinem Vater im Himmel zurückkehren und dein ganzes Königreich einer kleinen Gruppe von Menschen übergeben würdest, dann wären deine letzten Worte von äußerster Wichtigkeit! Jesus befahl seinen Jüngern, so lange nichts zu tun, bis sie im Heiligen Geist getauft worden waren. Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr ‹, sagte er,› von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit* Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen ... Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg (Apostelgeschichte 1,4-5.8-9; *Fußnote „Elberfelder Bibel“: w. in; eigene Hervorhebung). Stell dir vor, wie schwierig das für die Jünger gewesen sein muss! Jesus hatte Gottes Wort gepredigt und seine Kraft wie niemand zuvor auf der Erde demonstriert. Aus diesem Grund ließen die religiösen Machthaber ihn umbringen und ins Grab legen. Ihrem menschlichen Verständnis nach war Jesus nichts weiter als ein gewöhnlicher Mensch. Doch nach drei Tagen stand „dieser Mensch“ von den Toten auf, genau wie er es vorausgesagt hatte, und bewies damit die Gültigkeit seiner Worte. Doch damit nicht genug: Jesus brachte nach seiner Auferstehung vierzig weitere Tage auf der Erde damit zu, seine Nachfolger zu lehren, bevor sie 7


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ihn dann persönlich in den Himmel auffahren sahen. Diese Jünger hatten unerhört gute Neuigkeiten – die es wert waren, von den Hausdächern verkündet zu werden –, doch Jesus befahl ihnen, sie für eine Weile zurückzuhalten. Warum? Sie mussten zuerst im Heiligen Geist getauft werden! Obwohl es wundervoll ist, wiedergeboren zu sein und Vergebung für unsere Sünden empfangen zu haben, können wir so lange keine wirksamen Zeugen für Jesus sein, bis wir die Fülle des Heiligen Geistes haben. Erst wenn wir ihn empfangen, werden wir fähig sein, ein siegreiches Leben zu führen und von Jesus voller Kraft Zeugnis zu geben. Denn erst der Heilige Geist befähigt uns, unsere Errettung tiefer zu erfahren und die wunderbaren Dinge, die Gott an uns getan hat, mit anderen wirksam zu teilen. Viele Christen lieben Gott von ganzem Herzen, dienen ihm aber aus eigener Kraft, weil sie nicht in seinem Geist getauft worden sind. Das Resultat ist ein toter, kraftloser Dienst. ... der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig (2. Korinther 3,6). Wenn Gläubige versuchen, aus ihren eigenen Fähigkeiten und ihrem eigenen Wissen heraus (die Bibel nennt das fleischlich) zu dienen, hat dieser Dienst, sogar wenn sie das Richtige sagen und tun, geistlich gesehen kein Gewicht. Ein Hauptgrund für die Leblosigkeit der heutigen Gemeinde sind Christen, die versuchen, Gott ohne die Kraft des Heiligen Geistes zu dienen. Es ist aber Jesus Christus selbst, der durch vom Heiligen Geist gestärkte Zeugen Zeugnis gibt und sein Leben zu den Menschen bringt. Unsere durch den Geist Gottes mit Kraft geladenen Worte und Taten haben das Potenzial, Menschenleben für das Königreich Gottes positiv zu beeinflussen. Der Heilige Geist ist derjenige, der uns dabei helfen wird, das uns von Gott versprochene Leben 8


Leben durch Gottes Kraft

in Sieg und F端lle zu erfahren. Wenn sowohl Jesus als auch die ersten Christen die Taufe im Heiligen Geist brauchten, um ein kraftvolles Leben zu f端hren, dann brauchen wir diese Gabe heute auch!

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