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Meine Lieblingsgeschichten der Bibel

ISBN 978-3-86701-201-0 CMV-Best.Nr.: 701.201 1. Auflage © Grafik: Review & Herald Publishing Association, Hagerstown, Maryland, USA Titel der amerikanischen Ausgabe: „My Bible Friends“ Illustrationen: Robert L. Berran © Text: Christlicher Missions-Verlag e.V., 33729 Bielefeld Printed in Germany


Weißt du schon, wie unsere Welt begann? Am Anfang hat Gott alles gemacht: die Erde und den Himmel, die Vögel und die Fische, die Tiere und die Pflanzen. Dann hat Gott den Menschen gemacht, einen Mann und eine Frau: Adam und Eva. Als Gott fertig war, sagte er: „Es ist alles sehr gut!“ Diese Welt war wunderschön. Die Tiere waren alle zahm und taten niemandem etwas zu Leide. Sie fraßen nur Gras und Blätter. Die Menschen aber aßen die Früchte. Doch dann geschah etwas Schreckliches. Adam und Eva wurden Gott ungehorsam. Seitdem wurde unsere Welt immer schlimmer...

MUSTER


Viele Jahre vergehen. Gott schaut wieder auf die Erde herab. Aber die Welt ist ganz anders geworden! Die Menschen sind bĂśse und gemein. Sogar die Tiere haben Angst vor ihnen. Die Tiere haben auch untereinander Angst. Sie jagen und fressen einander. Als Gott das sieht, hat er groĂ&#x;en Kummer in seinem Herzen. So hat er sich die Erde nicht vorgestellt!

MUSTER


Gott findet unter all den vielen Menschen nur einen, der ihn liebt. Es ist Noah mit seiner Frau. Noah hat sich fest vorgenommen, Gott gehorsam zu sein. Alle anderen Menschen lachen nur darüber. Sie sagen: „Was geht es Gott an, was ich tue?“ „Ich lebe so, wie ich es möchte! Ich will Gott nicht gehorchen.“ Eines Tages sagt Gott zu Noah: „Ich will alle Menschen und auch die Tiere vernichten. Sie haben meine Erde ganz verdorben! Darum werde ich sie verderben. Ich werde eine große Flut schicken. Alle Bäume und sogar Berge werden vom Wasser bedeckt sein. Ich will nur dich und deine Familie am Leben lassen. Auch von jeder Art der Tiere sollst du je zwei in die Arche nehmen. Wenn die Arche fertig ist, sollst du auch Futter für sie mitnehmen.“

MUSTER


Noah macht sich an die Arbeit. Er braucht sehr viel Tannenholz! Gott hat ihm ganz genau gesagt, wie groß die Arche werden soll. Sie soll 300 Ellen lang werden. Das ist so lang wie zehn sehr lange Lastwagen. Sie soll 50 Ellen breit sein. Das ist so viel wie zwei Busse hintereinander. Ihre Höhe soll 30 Ellen sein. Das ist so hoch wie ein Haus mit fünf Stockwerken!

MUSTER


Gott hat Noah befohlen, die Arche von innen und von außen mit Pech anzustreichen, damit kein Wasser hineinkommt. Noah macht alles ganz genau so, wie Gott es ihm gesagt hat. Er achtet sehr darauf, nichts irgendwie anders zu machen.

Der Bau der Arche dauert viele Jahre. In dieser Zeit wachsen Sem, Ham und Japhet zu Männern heran und heiraten.

In dieser Zeit werden Noah drei Söhne geboren. Sie heißen Sem, Ham und Japhet. Fleißig helfen sie ihrem Vater bei der Arbeit. Sie führen die Ochsen, tragen Wasser, sammeln Pech.

MUSTER


Während dieser Zeit kommen viele Leute, um sich die Arche anzuschauen. Noah warnt die Leute: „Ihr müsst wieder anfangen, Gott zu gehorchen! Wenn ihr weiter so böse seid, schickt Gott eine große Flut. Dann werdet ihr alle umkommen!“ Aber die Leute lachen nur: „Eine Flut? Haha! Hoho! HiHi!“ „Ich habe noch nie eine Flut erlebt! Noah, du redest dummes Zeug!“ Doch Noah baut weiter, auch wenn er dafür ausgelacht wird. Er weiß genau, dass die Flut kommen wird.

MUSTER


Als die Arche fertig ist, geschieht etwas Seltsames. „Tiere, Tiere! Da kommen Tiere angelaufen“, ruft ein Junge.

Die Leute sehen zuerst eine riesige Staubwolke näher kommen. Dann hören sie Getrampel von vielen Hufen. Schließlich können sie die einzelnen Tiere erkennen. Wo kommen die Tiere bloß her? Und warum?

MUSTER


Die Tiere kommen zur Arche, wie Gott es gesagt hat. Von manchen Tieren kommen sieben Paare. Von den anderen Tieren kommt immer nur ein Paar. Nun haben Noah, Sem, Ham und Japhet viel zu tun. Sie f체hren alle Tiere zu ihren K채figen. Sieben Tage dauert es, bis alle Tiere ihre neuen Wohnungen bezogen haben!

MUSTER


Dann schaut Noah ein letztes Mal zu den Menschen hinunter. Manche von ihnen lachen immer noch. Keiner will mit in die Arche. Nicht einmal die Arbeiter, die beim Bauen geholfen haben. Und dann ist es schließlich zu spät. Gott selbst macht die Tür zu. Er macht sie so fest zu, dass sie niemand mehr öffnen kann.

MUSTER


Drinnen in der Arche sitzen nur acht Menschen: Noah und seine Frau mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern. Gott hat gesagt, dass genau an diesem Tag die Flut beginnt. Die anderen haben sie nur ausgelacht: „Es wird nie eine Flut geben!“ Und dann beginnt der Regen auf das Dach zu prasseln. Von draußen hören sie starken Donner. Nach einigen Tagen schließlich spüren sie einen starken Ruck...

MUSTER


Die Arche schwimmt nun auf dem Wasser. Die Tiere erschrecken. Die Kühe muhen, die Tiger brüllen, die Gänse gackern. Das gibt ein wildes Getöse! Doch bald darauf kehrt Ruhe ein. Noah und seine Familie fürchten sich nicht. Sie haben gründlich gearbeitet und die Arche ganz genau so gebaut, wie Gott es gesagt hat. Darum wissen sie: Die Arche wird nicht untergehen!

MUSTER


Einen ganzen Monat und noch zehn weitere Tage regnet es. Auch von unten aus der Erde kommt Wasser heraus. Die ganze Erde ist von einem Meer bedeckt. Riesige Wellen heben die Arche in die HÜhe und lassen sie wieder hinab. Und was ist mit den Menschen, die noch vor kurzer Zeit ßber Noah gelacht haben? Sie ertrinken! Sie wollten sich nicht warnen lassen. Nun ist es zu spät!

MUSTER


Als der Regen aufgehört hat, wird das Meer ruhiger. Nun schaukelt es in der Arche nicht mehr so stark. Die Menschen und Tiere gewöhnen sich aneinander. Doch als die ganze Reise schon fünf Monate dauert, gibt es wieder einen Ruck. Was ist passiert? Die Arche ist auf eine Bergspitze aufgelaufen und sitzt nun fest.

MUSTER


Einen Monat sp채ter kann Noah schon andere Bergspitzen aus dem Wasser herausragen sehen. Alle warten, bis die Erde endlich wieder ganz trocken ist. Irgendwann kann man aus der Arche kein Wasser mehr sehen. Noah schickt einen Raben hinaus. Der fliegt hin und her, bis das Wasser vertrocknet ist. Dann schickt Noah eine Taube hinaus. Die Taube kann keinen Platz zum Wohnen finden und kehrt zur체ck. Sieben Tage sp채ter fliegt die Taube noch einmal. Dieses Mal bringt sie einen frischen Zweig mit. Nach weiteren sieben Tagen fliegt die Taube hinaus und kommt gar nicht mehr wieder. Ihr gef채llt es in der neuen Welt jetzt besser als in der Arche!

MUSTER


Dann ist es endlich so weit! Die Männer bauen das Dach der Arche ab. Nun können sie sich die Erde selbst anschauen. Es ist alles verwüstet. Hier und da liegen Baumstämme herum. Das Wasser hat sich schon verlaufen, aber noch nicht ganz. Sollen sie schon hinausgehen? Sollen sie die Tiere endlich befreien? Sie warten, bis Gott sie herausgehen lässt! Es dauert noch fast zwei Monate, bis die Erde ganz trocken ist. Erst dann sagt Gott zu Noah, dass er hinausgehen soll.

MUSTER


Noah öffnet die Käfige und lässt die Vögel hinaus. Endlich können sie wieder ihre Flügel ausstrecken. Sie singen laut zu Gottes Ehre. Auch die Tiere stürmen nun hinaus. Sie hüpfen und springen, sie bellen und quieken. Endlich sehen sie wieder die Sonne und das grüne Gras. Ein ganzes Jahr und zehn Tage waren sie in der dunklen Arche eingesperrt.

MUSTER


Noah baut aus Steinen einen Altar für Gott. Die ganze Familie kniet nieder. Sie danken Gott für ihre Rettung. Gott sagt zu Noah: „Ich werde nie wieder die ganze Erde durch Wasser vernichten! Als Zeichen dafür gebe ich meinen Regenbogen.“ Immer, wenn wir einen Regenbogen sehen, erinnert uns Gott daran, dass er die Welt einmal durch die große Flut vernichtet hat – und daran, dass er es nie wieder tun wird. Der Regenbogen erinnert uns aber auch an Noahs Gehorsam. Alle Menschen, die heute leben, sind Noahs Ur-ur-ur-Enkelkinder. Weil Noah Gott glaubte und ihm gehorchte, dürfen wir heute leben!

MUSTER


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2. Als Noah aus der Arche kam, hat ihm Gott versprochen, dass nie das Wasser wiederkommt, und alle waren froh. Sie lobten... 3. Als Noah aus der Arche kam, hat er angebetet. Der Regenbogen zeigte sich, und alle waren froh. Sie lobten...

Text & Musik: Margret Birkenfeld; © 1997 Gerth Medien Musikverlag, Asslar


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