Die Konzerte mit „Joybells” am 26. und 27.7.96 war die Deutschland-Premiere für einen Chor, der sich als erster in Europa intensiv mit Gospelmusik beschäftigt hat. Fernsehauftritte und Tourneen mit Michael Bolton, Andraé Crouch und anderen Größen des Show-Geschäfts haben nichts daran geändert, dass sich Joybells auch fast 40 Jahre nach ihrer Gründung noch immer als Kirchenchor versteht. Die Choristen wissen, wo ihre Wurzeln sind, und präsentieren ihre Musik nicht im Vortragsstil, nicht als „Easy-Listening“-Produkt, sondern als kommunikatives Gestaltungselement eines Gottesdienstes. Wer ein „Joybells“-Konzert erlebt hat, ist fasziniert von der dichten Atmosphäre, der Dynamik, der Ernsthaftigkeit und der ansteckenden Freude der Choristen, Solisten und Instrumentalisten. Trotz vieler Tourneen durch Europa, Asien und USA ist dieser Chor mindestens einmal im Monat in einem Gottesdienst seiner eigenen Gemeinde zu hören. Jedes Chormitglied engagiert sich auch in nichtmusikalischen Bereichen der Gemeindearbeit, was dazu beiträgt, dass dieser Chor ein großes Maß an Bodenhaftung besitzt und Veranstaltungen musikalisch-geistlich-menschliche Highlights sind. Kassel war der Auftakt für das Bestreben des Chores, auch in Deutschland wieder für eine Form der Gottesdienstgestaltung zu werben, die die Besucher mit einbezieht und die tiefsten Empfindungen heutiger Menschen trifft. „Wenn ein Musikstil das Evangelium nicht nur als Lippenbekenntnis, sondern mit Händen und Füßen, Body and Soul rüberbringt, dann ist es die Gospelmusik. Die kann man kaum singen, ohne von der Message überzeugt zu sein. Mit pechschwarzen Stimmbändern mischt der schwedische Gospelchor Joybells die Musiklandschaft in Deutschland neu auf. Authentisch, straight, schnörkellos kommt die Freude an Jesus beim Publikum an. Musik nicht nur für’s Tanzbein – davon gibt es genug. Wenn nur ein Bruchteil dieses leidenschaftlichen Grooves die Chorszene erfassen würde, dann hätten die Schweden etwas Feines angerichtet. Deutschland hat für eine schwedische Königin gesorgt – Joybells sorgen für einen ansteckenden Gospelsound in Deutschland.“ Jürgen Mette, Deutscher Gemeinschafts-Diakonie-Verband