praxis
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Studieren Sie diesen 7-Wochen-Kurs und lernen Sie Ihre Feinde kennen: Satan mit seinen Helfern sowie Welt und Fleisch! Sehen Sie sich die Mittel an, die Gott Ihnen für den Kampf zur Verfügung stellt. Üben Sie sich darin, diese geistlichen Waffen zu gebrauchen und siegreiche Schlachten zu schlagen! Sie können den Kurs allein oder in einer Gruppe machen. Gewinnen Sie Klarheit über ein Thema, bei dem heute viel Unwissenheit herrscht, das aber für ein gesundes geistliches Leben grundlegend ist. Auf www.rigatio.com finden Sie zusätzliches Material, das Sie kostenlos nutzen können. Eddie Rasnake ist seit über 20 Jahren als Pastor tätig, nachdem er zuvor sieben Jahre mit Campus für Christus unterwegs war. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich Jüngerschaftstraining und Schulung von Ältesten. Er ist außerdem Autor zahlreicher Bücher zu biblischen Themen. Eddie und seine Frau Michele leben mit ihren vier Kindern in Chattanooga, Tennessee.
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
Eddie Rasnake
Haben Sie sich schon einmal mit den Aussagen der Bibel zu Satan und den Dämonen beschäftigt? Wissen Sie, mit welcher Macht diese Wesen ausgestattet sind und wie Sie sich dagegen wehren können? Wenn nicht, dann sollten Sie mehr darüber erfahren!
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
Eddie Rasnake
Kurs- und Studienmaterial ISBN 978-3-95790-029-6
www.rigatio.com Best.-Nr. 682029
Entw09_SatansMacht_Umschlag.indd 1-3
7 LEKTIONEN für Einzelne und Gruppen
ZUSATZMATERIAL www.rigatio.com
05.04.17 10:57
Dank Ich danke von Herzen meinen lieben Freunden Wayne Barber und Rick Shepherd. Mit ihnen gemeinsam habe ich die Bibelkurs-Serie geplant, die jetzt bei AMG-Publishers erscheint. Ein großes Dankeschön auch an die Mitarbeiter von AMG für ihre hohe Wertschätzung des Wortes Gottes sowie für die Qualität, Sorgfalt und Tiefe ihres Materials zum Bibelstudium. Ich bin sehr dankbar, für einen Verlag schreiben zu dürfen, der seine Arbeit mehr unter dem Aspekt des Dienstes sieht und weniger wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund stellt. Hut ab besonders vor Rick Steele, Christy Graeber, Trevor Overcash, Warren Baker, Dale Anderson, Dan Penwell und John Fallahee für ihre Hilfe und Unterstützung. Den meisten Dank aber schulde ich meinem Herrn Jesus, der einen Kerl wie mich errettet hat, und nicht müde wird, mich zu lehren, was es heißt, ihm mit ganzem Herzen nachzufolgen. Eddie Rasnake
Impressum Falls nicht anders angegeben, sind die Bibelstellen zitiert nach der Revidierten Elberfelder Übersetzung 2006. Copyright SCM R. Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten.
Rasnake, Eddie
Satans Macht un Gottes Hilfe Ein 7-Wochen-Kurs für Einzelne und Gruppen
This book was first published in the United States by AMG Publishers, 815 Shallowford Rd, Chattanooga, TN 37421 with the title Life Principles for Spiritual Warfare © 2010 by Eddie Rasnake. Translated by permission.
ISBN 978-3-95790-029-6
© 2017 rigatio Stiftung gGmbH Übersetzung und Umschlag: rigatio Satz: jensweigel.de, Marburg Druck: Kösel, Altusried
Inhalt
Inhalt Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Lektion 1 Satan verstehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Lektion 2 Satans Methode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Lektion 3 Dämonen verstehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Lektion 4 Welt, Fleisch und Teufel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Lektion 5 Hilfe zur Verteidigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 Lektion 6 Hilfe beim Angriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Lektion 7 Fragwßrdige Praktiken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
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Vorwort Ein sehr beliebtes Diskussionsthema unter Christen ist heute der ganze Bereich, der gewöhnlich „geistliche Kampfführung“ genannt wird. Das Interesse dafür überrascht nicht. Auch glaube ich, dass dieses Thema zukünftig in der westlichen Welt immer relevanter wird. Wenn man die Evangelien liest, stellt man sehr schnell fest, dass es im Israel zur Zeit Jesu mehr dämonische Aktivität zu geben schien als in Europa und Nordamerika heute. Das trifft aber auf unsere Erde als Ganzes nicht zu; auch in der westlichen Welt ändert sich das. Unsere Kultur entfernt sich von ihrem säkularen Humanismus mit seiner Betonung von Rationalität und Verstand. Das allgemeine Denken bewegt sich hin zur Dominanz einer Weltanschauung, die manche als „kosmischen Humanismus“ bezeichnen – es ist ein menschenzentriertes Glaubenssystem, dem die Dimension des Übernatürlichen hinzugefügt wird. Diese Weltanschauung spiegelt sich wider in der rasant wachsenden Neuauflage östlicher Mystik, dem sogenannten New Age. Viele Europäer und Amerikaner sehen nicht, dass hinter vielen dieser Überzeugungen oft Okkultismus, altes Heidentum und Magie stehen. Mit der Zunahme dieser Bewegung werden wir meiner Meinung nach mehr und mehr offenkundige dämonische Aktivität in der westlichen Welt erleben. Wie antwortet die Gemeinde Jesu auf diesen kosmischen Humanismus? Mir scheint, dass aktuell mehr über geistliche Kampfführung gesprochen wird als jemals zuvor in der Geschichte. Trotzdem ist vieles, was heute über Satan und die Dämonen gelehrt wird, falsch und unbiblisch. Viele moderne Lehren haben tatsächlich eher zu geistlicher Unausgewogenheit statt zu Reife geführt. Ich will darin nicht einen völlig negativen Zustand sehen, sondern ich glaube, dass der Herr das wachsende Interesse am geistlichen Kampf zum Guten nutzt. Auch gehe ich davon aus, dass es die Gläubigen dazu bewegt, sich mit der biblischen Lehre über Satan und die Verantwortung der Gläubigen zu beschäftigen. Es gibt heute in diesem Bereich der Theologie viel Unausgewogenes. Trotzdem gehe ich davon aus, dass sich die Gläubigen mehr und mehr auf die Lehren der Heiligen Schrift und weniger auf die subjektive Erfahrung gründen und verlassen werden. Dieser Kurs will eine Hilfe dazu sein. Es geht nicht darum, Steine auf bestimmte Lehren oder Personen zu werfen. Vielmehr möchte ich Gläubigen dabei helfen, biblische Überzeugungen zu gewinnen. Auch wenn Sie mir nicht in allem zustimmen, was ich in diesem Kurs darlege, wird es Ihnen hoffentlich beim Bibelstudium helfen, Ihre eigenen Schlussfolgerungen vor dem Herrn zu ziehen. Ich bete, dass der Herr Ihr Studium segnet. Eddie Rasnake
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Lektion 1
Satan verstehen Wenn ich Gott wäre, hätte ich den Teufel wahrscheinlich nicht erschaffen. Und was ist mit Ihnen … hätten Sie das gewagt? Wenn wir die Probleme sehen, die er heute verursacht, und sein Zerstörungswerk durch die Geschichte hindurch, scheint es töricht, ihn um sich herum haben zu wollen. Dennoch zwang mich ein Gedanke, diese Haltung zu überdenken: Gott weiß mehr als ich. Denken Sie darüber nach. Der geistliche Kampf, in den wir eintreten, resultiert nicht aus einem Fehler Gottes. Weil Gott allwissend ist, wusste er schon vor Erschaffung dieses gefallenen Engels, was Satan jemals tun würde – es überraschte ihn nicht. Weil unser Gott allmächtig ist, kann er Satans Machenschaften ein Ende setzen, wann immer er will. Auch wenn ich nicht beanspruche, es völlig zu verstehen, muss ich doch als Erstes feststellen: Alles Nachdenken über geistliche Kampfführung beginnt mit dem Anerkennen, dass Gott ein Ziel damit hat, wenn er Satans Aktivitäten zulässt. Aufgrund dieser Tatsache treibt es mich in die Bibel, weil ich dort mehr über Satan und sein Wesen erfahre. Ich lade Sie ein, mich dabei zu begleiten. Immer wenn wir eine allgemeine Lehre in einem Bereich des Lebens als Christ formulieren, sollten wir auf Ausgewogenheit achten. Tatsache ist aber: Wo wir auch hinsehen, gibt es Einseitigkeit. Vielleicht ist kein Thema so anfällig dafür wie die geistliche Kampfführung. Unser Widersacher, der Teufel, erscheint als ein Engel des Lichts. Er sieht es nur zu gern, wenn wir eine unausgewogene Sicht seiner Person haben. Dabei ist es ihm wahrscheinlich egal, ob wir links oder rechts vom Pferd fallen, solange wir nicht mit Gottes Gedanken übereinstimmen. C.S. Lewis schreibt in seinem Buch Dienstanweisung für einen Unterteufel: „Es gibt zwei Irrtümer über die Teufel, in die das Menschengeschlecht leicht verfällt. Sie widersprechen sich und haben doch dieselbe Auswirkung. Der eine ist, ihre Existenz überhaupt zu leugnen. Der andere besteht darin, an sie zu glauben und sich in übermäßiger und ungesunder Weise mit ihnen zu beschäftigen. Die Teufel selbst freuen sich über beide Irrtümer gleichmäßig. Sie begrüßen den Materialisten wie den Anhänger der schwarzen Magie mit demselben Vergnügen.“1
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Der Teufel sieht es gerne, wenn wir eine unausgewogene Sicht seiner Person haben.
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
Satan verstehen 1. Tag
Die Gefahr der Einseitigkeit Als ich etwa fünf Jahre alt war und im Nachbargarten spielte, wurde ich einmal von einem großen Hund angegriffen. Heute noch habe ich am Unterarm Narben von den Wunden, die er mir zugefügt hatte. Man kann verstehen, dass ich mich immer noch unwohl fühle, wenn ein bellender Hund auf mich zuläuft. Etwas ganz anderes ist es, wenn der Hund an einer Kette liegt. Wenn er bellt und auf mich zu hechtet, werde ich wahrscheinlich trotzdem aufschrecken. Aber ich fühle mich sicher in dem Wissen, dass es sehr bald ein lautes Geräusch gibt und der Hund das Ende der Kette erreicht hat. Ganz egal, wie er sich auch anstrengen mag, er kann nichts außerhalb der Grenzen anrichten, die ihm sein Herrchen gesteckt hat. Die Heilige Schrift sagt sehr deutlich, dass unser Widersacher, der Teufel, umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann (siehe 1Petr 5,8). Allerdings ist er ein angebundener Löwe, und Gott hält das Ende der Leine. Wenn wir diese Tatsache verstanden haben, sollte das unsere Sicht von geistlicher Kampfführung sowie von Satan und seinen Gesellen radikal beeinflussen. Die biblische Lehre über den geistlichen Kampf ist nicht umfangreich, aber ganz klar.
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Lesen Sie 2. Korinther 11,14. Wie stellt Satan sich selbst dar?
Die Heilige Schrift enthält Warnungen, die wir beherzigen sollten. Zuerst sehen wir hier, dass Satan sich verkleidet. Wann immer wir dem Feind unserer Seele begegnen, sind die Dinge nicht so, wie sie uns scheinen. Das griechische Wort, das hier mit „verkleiden“ übersetzt wird, lautet metaschematizo und bedeutet „die äußere Erscheinung verändern“. Von daher ist es klar, dass wir uns bei jeder Begegnung mit dem Teufel täuschen können. Unser Vers sagt, dass er „die Gestalt eines Engels des Lichts“ annimmt. Ein Engel ist ein Bote, und seine Botschaft hier scheint Licht oder Erleuchtung zu bringen – aber das ist ein Irrtum. In Wahrheit ist mit der Herrschaft Satans nur Dunkelheit und Finsternis verbunden (siehe Apg 26,18). Wie kommt es nun, dass Gläubige eine unausgewogene Sicht von Satan haben? Ein Grund dafür ist, dass wir mehr auf ihn statt auf den Herrn blicken. A. W. Tozer hat das sehr treffend beschrieben: „Unser Fokus muss einzig und allein auf dem Herrn Jesus Christus liegen. Wenn Satan auftaucht, erscheint er dann nur unscharf und im Randbereich.“ Mit anderen Worten: Wenn wir unsere Augen auf Christus gerichtet halten, sehen wir von Satan so viel wie nötig. Ist Satan aber im Zentrum unseres Blickfeldes, sehen wir wahrscheinlich zu viel von ihm. Ich habe Folgendes
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Lektion 1: Satan verstehen festgestellt: Liegt mein Hauptaugenmerk auf dem Teufel, halte ich ihn leicht für größer als Gott. Das entspricht nicht den Tatsachen, aber es kann mir so scheinen. Um die richtige Sicht vom Teufel zu bekommen, müssen wir immer den Herrn vor Augen haben. Es gibt eine zweite Ursache für eine unausgewogene Sicht über den Teufel. Sie rührt daher, dass wir manchmal einfach die Meinungen anderer übernehmen, statt unsere Überzeugungen aus dem Studium der Heiligen Schrift zu gewinnen. Erlauben Sie mir, dass ich das erkläre. Es gibt immer Themen, über die Christen unterschiedliche Ansichten vertreten; und geistliche Kampfführung ist eine dieser heißdiskutierten Lehren im Leib Christi. Wenn sich Christen uneins sind, dann geschieht es sehr schnell, dass wir polarisieren. Hören wir eine Ansicht, die uns falsch erscheint, fliehen wir als Reaktion darauf leicht ins entgegengesetzte Extrem. Dadurch kann unsere Sicht genauso falsch sein … halt in die andere Richtung. Bei widerstreitenden lehrmäßigen Ansichten im Leib Christi liegt die Wahrheit für gewöhnlich nicht in einem der Extreme – sie befindet sich meist irgendwo dazwischen. Es bekümmert mich, dass manche Christen dieses Thema als Reaktion auf eine unausgewogene Betonung des Teufels insgesamt meiden. Ein ähnliches Problem tauchte in den 1960er und 70er Jahren in den Gemeinden auf. Die charismatische Bewegung blühte und betonte den Heiligen Geist teilweise übermäßig. Manche konservativen Gemeinden hielten diese starke Betonung nicht für richtig. Sie reagierten darauf, indem sie gar nicht über den Heiligen Geist lehrten aus Furcht, für charismatisch gehalten zu werden. Die Folge davon war eine immer größere Unausgewogenheit. Wenn wir eine umfassende und gesunde Haltung zu geistlicher Kampfführung suchen, dürfen wir uns nicht auf das konzentrieren, was wir für falsch halten. Stattdessen müssen wir uns damit beschäftigen, was Gottes Wort lehrt. Es gibt noch einen dritten Weg, der uns zu einer unausgewogenen Haltung gegenüber dem Teufel führt. Wir werden fehlgeleitet, wenn wir unsere Schlüsse aus unserer Erfahrung ableiten statt auf die klare Lehre der Heiligen Schrift zu hören. Es ist nichts Falsches daran, Erfahrungen zu haben; aber die Erfahrung ist ein sehr subjektiver Lehrer. Wenn ich meine Erfahrung nicht im Licht des Wortes Gottes deute, stehe ich immer in der Gefahr, falsche Schlüsse daraus zu ziehen. Ich möchte Ihnen das an einem Beispiel deutlich machen. Vor einigen Jahren bekam meine Frau die Diagnose Krebs. Hätte ich meinen Fokus damals auf die Erfahrung von Schmerz, Traurigkeit und Furcht gerichtet, wären mir leicht Zweifel an Gottes Güte gekommen. Aber die Heilige Schrift lehrt ganz klar, dass Gott gut ist und Gutes tut (Ps 119,68). Wenn meine Erfahrung und Gottes Wort nicht übereinzustimmen scheinen, dann muss meine Erfahrung umgedeutet werden, nicht Gottes Wort. Jahre sind nun schon seit dieser Diagnose vergangen, und Gott hat seine Güte über und über gezeigt. Auch wenn die Behandlung nicht anschlug, entschied Gott, sie zu heilen. Aber in der Hitze des Kampfes musste ich mein Vertrauen auf Gottes Wort setzen, und nicht auf mein Gefühl oder meine Erfahrung. Wenn ich eine ausgewogene Sicht über Satan bekommen möchte, muss ich zuerst hören, was Gott sagt – meine eigene Erfahrung und die anderer sind da schlechte Ratgeber. Seien wir doch ehrlich!
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„Unser Fokus muss einzig und allein auf dem Herrn Jesus Christus liegen. Wenn Satan auftaucht, erscheint er dann nur unscharf und im Randbereich.“ A. W. Tozer
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE Satan, der Vater der Lüge, wird mir gerne eine Erfahrung geben, wenn er mich dadurch täuschen kann.
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Lesen Sie Matthäus 4,5-7. Wie begegnet Jesus dem Satan?
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Warum wohl benutzt Satan Bibelstellen, um Jesus zu versuchen?
Zweifelt Jesus die Gültigkeit der Verse an, die Satan zitiert?
Wie geht Jesus mit Satans Argumenten um?
Satan, der Vater der Lüge, wird mir gerne eine Erfahrung geben, wenn er mich dadurch täuschen kann.
In der Einleitung zu dieser Lektion habe ich darauf hingewiesen, wie wichtig Ausgewogenheit ist. Wir haben nicht unbedingt schon die Wahrheit gefunden, wenn wir unsere Meinung mit einem Bibelvers untermauern können. Verse kann man aus dem Zusammenhang reißen und ihre Bedeutung verbiegen. Sie sind wie Kriegsgefangene: Wenn du sie lange genug folterst, sagen sie fast alles. In diesem Abschnitt reißt Satan Verse aus dem Zusammenhang und verbiegt sie zu seinen Zwecken. Man findet die ganze Wahrheit nie in einem Vers, sondern in der Ausgewogenheit aller Bibelstellen zu einem bestimmten Thema. Je wichtiger das Thema, desto wichtiger ist es, möglichst viele Stellen zu berücksichtigen und zu untersuchen. Beachten Sie: Jesus argumentiert nicht gegen die Verse, die Satan zitiert. Statt zu sagen: „Teufel, du liegst falsch“, sagt Jesus: „Es steht geschrieben …“, und zitiert einen anderen wichtigen Vers. Er stellt die Wahrheit heraus, indem er sie mit einem anderen Vers ausgleicht. Dadurch verhindert er, dass eine Aussage auf die Spitze getrieben wird.
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Lektion 1: Satan verstehen Wenn wir eine ausgewogene Sicht über geistliche Kampfführung erstreben, müssen wir bei Gott und seinem Wort anfangen. Er betrachtet geistliche Kampfführung als wichtig genug, um in seinem Wort darüber zu reden. Trotzdem ist es wichtig, sich daran zu erinnern: Die Bibel redet viel mehr über meinen Umgang mit mir selbst und meinen sündigen Begierden als darüber, wie ich mit dem Teufel fertig werde. Der Schwerpunkt liegt im Neuen Testament nicht auf dem Umgang mit dem Teufel, sondern auf dem Wandel mit Gott. Lassen Sie uns das im Auge behalten.
Satans Begrenzungen Wer sind die Feinde des Gläubigen? Beachten Sie: die Feinde, nicht der Feind. Wenn wir einen biblischen Standpunkt zur geistlichen Kampfführung einnehmen wollen, müssen wir erkennen, dass wir uns vielen Feinden gegenübersehen. Obwohl Satan ihr Chef ist, steht er nicht allein. In seinem Krieg unterstützen ihn Heere von Dämonen: Das sind jene Engel, die mit ihm fielen, als er aus dem Himmel vertrieben wurde. Bei seinem Angriff hilft ihm außerdem das Weltsystem, das sich selbst gegen Gott gestellt hat. Aber der vielleicht hilfreichste Gefährte Satans in diesem Konflikt findet sich an einem Ort, wo man ihn nie vermutet hätte – in uns selbst. Sie sehen: Alle Angriffe Satans wären sinnlos, gäbe es nicht in jedem von uns ein Begehren, das gegen Gott arbeitet. Die Bibel nennt dieses Begehren Fleisch. Wenn wir verstehen wollen, worum es beim geistlichen Kampf geht, müssen wir zuerst unsere Feinde verstehen. Dazu werfen wir einen Blick in die Bibel und sehen, was sie über jeden dieser Feinde sagt. Mit der Welt und dem Fleisch wollen wir uns in den kommenden Wochen beschäftigen, und so starten wir jetzt mit einem Blick auf Satan.
Um Satans „Make-up“ zu verstehen, müssen wir begreifen, woher er kommt. Lesen Sie die folgenden Verse. Was hat das mit Satan zu tun, was lernen Sie über ihn?
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Kolosser 1,16
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Epheser 1,20-22
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Satan verstehen 2. Tag
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
Gottes Handeln beruht immer auf seinem Vorherwissen. Noch bevor Gott den Satan schuf, wusste er bereits um dessen Rebellion.
Kolosser 1,16 sagt: „Denn in ihm (Jesus) ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden.“ Sie sehen, Satan ist ein geschaffenes Wesen. Deshalb wissen wir als Erstes, dass er unter Gottes Souveränität steht. Wir müssen uns daran erinnern, dass Gottes Handeln immer auf seinem Vorherwissen beruht. Noch bevor er den Satan schuf, wusste er bereits um dessen Rebellion. Epheser 1,20-22 lehrt uns, dass Gott Jesus „zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft.“ Und der Vers führt weiter aus: „Und alles hat er (Gott) seinen (Jesu) Füßen unterworfen.“ Satan ist wirklich ein Löwe an der Leine. Gottes Souveränität über Satan finden wir im Buch Hiob wohl am anschaulichsten dargestellt. Wahrscheinlich kennen Sie die Geschichte von Hiob und all dem, was Satan ihm zugefügt hat. Wenn Sie aber nicht genau aufpassen, sehen Sie den Herrn hinter all dem vielleicht nicht. Lesen Sie die Abschnitte, die unten angegeben sind. Beantworten Sie dazu die folgenden Fragen. Was lernen Sie aus diesen Begegnungen über Satans Beziehung zu Gott? Frage
Hiob 1,6-22
Wo begegnet Satan Gott? Wer bringt Hiob ins Gespräch? Was denkt Satan über Hiobs Gerechtigkeit? Wie will Satan ihn prüfen? Wie reagiert Gott auf Satans Plan? Welche Grenzen setzt Gott für Satans Angriff? Wie greift Satan an?
Wie reagiert Hiob? Wen erkennt Hiob hinter seinem Unglück?
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Hiob 2,1-10
Lektion 1: Satan verstehen Zuerst einmal: Ist Ihnen der Anlass für Gottes Gespräch mit Satan aufgefallen? Satan kam mit allen Engeln, „um sich vor dem HERRN einzufinden“ (Hi 1,6). Beachten Sie, wer wem Bericht erstattet. Gott ist derjenige, der Rechenschaft fordert. Zweitens ist es Gott, nicht Satan, der das Thema Hiob anschneidet – zweimal sogar. Gott fragt: „Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob?“ (V. 8). Dann wendet Satan ein, dass Hiob nur so gottesfürchtig sei, weil der Herr ihn segne. Beachten Sie, was Gott jetzt tut: Er erlaubt Satan, Hiob anzugreifen. Er gibt Satan Freiheiten, die er zuvor nicht hatte; er setzt Satan Grenzen dafür, was er darf und was nicht. In Kapitel eins gestattet er Satan, Hiobs Besitz und Kinder anzutasten, aber nicht ihn selbst. In Kapitel zwei, als Hiob trotz allen Leids Gott nicht flucht, darf Satan Hiobs Leib antasten, aber er darf ihn nicht töten. Gott hat während der ganzen Zeit die Kontrolle. Tatsächlich rechnet niemand im Buch diese Handlungen Satan zu. Während aller Kapitel sagen sowohl Hiob als auch seine Freunde: „Gott tat dies.“ Und Gott gibt ihnen Recht. Lesen Sie, was Gott in Kapitel 2,3 sagt: „Und dabei hattest du (Satan) mich gegen ihn aufgereizt, ihn ohne Grund zu verschlingen.“ Sogar Satan weiß das, denn in Kapitel 1,11 und 2,5 sagt er: „Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste alles an …“ Lesen Sie, was John MacArthur über Hiob schreibt: „Hiobs Geschichte zerstört unsere Vorstellung, dass wir Satans Angriffe verhindern können, wenn wir stark genug sind, ausreichend Erfahrung haben oder im Kampf gegen ihn geübt sind. Niemand war geistlich fitter als Hiob. Trotzdem erlaubte Gott es Satan, ihn heimzusuchen – und es gab nichts, was Hiob dagegen hätte tun können. Schließlich widerstand Hiob den gnadenlosen Angriffen Satans – nicht weil er einen geheimen Weg entdeckt hätte, Satan zu schlagen, weil er ihn zurechtgewiesen oder ihm befohlen hätte aufzuhören, sondern –, weil Gott die ganze Zeit alles unter Kontrolle hatte. Er wusste, wie viel Hiob tragen konnte (1. Korinther 10,13). Als Satan diese Grenze erreicht hatte, hielt Gott ihn zurück und sein Angriff war beendet.“2 Täuschen Sie sich nicht, Satan ist ganz klar gegen die Gläubigen. Trotzdem muss er dem Herrn Bericht erstatten. Er kann nur das tun, was Gott ihm erlaubt.
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Lesen Sie Lukas 22,31 im Zusammenhang. Was erfahren Sie dort über Satans Aktivität an Petrus?
In Lukas 22,31 sagt Jesus zu Petrus: „Satan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den Weizen.“ Beachten Sie, dass Jesus von dem drohenden Angriff wusste, bevor er
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Schon gewusst?
HIOB
Auch wenn das Buch Hiob vor den Psalmen steht, gehen die meisten Bibellehrer davon aus, dass es das erste niedergeschriebene Buch der Bibel ist. Hiob war vermutlich ein Zeitgenosse Abrahams.
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
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Schon gewusst?
WEIZEN
Zur Zeit Jesu bearbeitete man den Weizen in mehreren Schritten. Nach der Ernte wurde er gedroschen. Der Dreschboden war gewöhnlich ein großer, runder Platz auf einem flachen Felsen. Man streute den Weizen auf den festen Untergrund, dann führte man Ochsen oder Esel beständig im Kreis über die Körner. Oft zogen die Tiere einen Dreschschlitten – einen flachen, hölzernen Schlitten, auf dem eine Person stehen konnte, um zusätzliches Gewicht zu erzeugen. Bei diesem Schritt löste sich das Korn vom Halm, und es zerbrach die ungenießbare Schale (genannt Spreu), die das Weizenkorn umgab. Im nächsten Schritt wurden die Körner geworfelt, indem man sie in die Luft warf. Der Wind wehte dabei die Spreu fort, und das Korn fiel wieder zu Boden.
geschah. Er verhindert ihn nicht, aber er sagt Petrus, wozu er dient: Diese Prüfung soll ihn sichten wie Weizen. Man „sichtet“ oder „worfelt“ Weizen, um die Spreu oder andere Verunreinigungen zu entfernen. Jesus weiß das Ergebnis sehr wohl. Er sagt: „wenn du einst zurückgekehrt bist“, und nicht „falls“. Aus diesem Abschnitt können wir schließen, dass Satan sich unter der Autorität und Souveränität Gottes befindet. Weil er unter Gottes Herrschaft steht, gebraucht der Herr ihn manchmal, um seine eigenen Zwecke auszuführen. Im Fall von Hiob und Petrus war es jeweils zu ihrem Guten. Aber manchmal gebraucht Gott Satan auch, um durch ihn zu strafen. Ein Schlagwort in der geistlichen Kampfführung ist heute „Befreiung“, man redet z. B. manchmal auch vom „Befreiungsdienst“. Aber Gott befreit die Menschen nicht immer von Satan. Manchmal übergibt er sie ihm auch.
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Lesen Sie 1. Timotheus 1,18-20. Welche Aufgabe hat Gott dem Satan im Leben von Hymenäus und Alexander zugedacht?
Es ist offensichtlich, dass diese Männer, die Paulus hier erwähnt, Gläubige waren. Er sagt, dass sie „im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben“. Das setzt voraus, dass sie Glauben haben. In diesem Fall gebraucht Gott den Satan als sein Werkzeug zur Bestrafung von abgeirrten Gläubigen. In 2. Timotheus 2,17-18 erfahren wir, dass Hymenäus den Glauben mancher zerstörte, indem er sagte, „dass die Auferstehung schon geschehen sei.“ Gott gebraucht Satan, um Hymenäus für diese falsche Lehre zu strafen.
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Lesen Sie 1. Korinther 5,1-5. Mit welchem Ziel wurde hier der Mann „dem Satan überliefert“?
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Lektion 1: Satan verstehen Was also bedeutete es für einen Menschen, dem Satan überliefert zu werden? Die Heilige Schrift sagt dazu nichts Näheres. Es scheint, dass es sich auf jemanden bezieht, der nicht „den Glauben … und ein gutes Gewissen“ bewahrt hat (1Tim 1,19). Mit anderen Worten, Paulus redet von einem unbußfertigen Gläubigen. Wenn ein Gläubiger in der Sünde verharrt und Buße verweigert, scheint Gott dem Teufel zu befehlen, ihn zu züchtigen und ihn die Hölle auf Erden schmecken zu lassen. Paulus macht deutlich, dass die Errettung dieses Bruders nicht in Frage steht. Aber Gott ist nicht bereit zuzusehen, wenn seine Kinder es sich mit der Sünde bequem machen. Manchmal benutzt er den Teufel als ein Mittel, um Sünde zu richten und den Sünder wiederherzustellen.
Satans Fehler
Satan verstehen 3. Tag
Oswald Sanders hat in seinem Klassiker Geistliche Leiterschaft ein Kapitel mit Besondere Gefahren überschrieben. Bei der Abhandlung dieses Themas gebraucht er Satan als ein Beispiel. Bevor ich diese Gedanken gelesen hatte, war ich nie auf die Idee gekommen, über Satan unter dem Aspekt seiner Leiterschaft nachzudenken – tatsächlich war er ein Führer. Als ein Cherub war er eine Art „Chef“. In 1. Timotheus 3,6 lehrt Paulus, dass das Wesen von Satans Sünde sein Hochmut oder Stolz war. Deswegen versucht er, eine „Imitation“ des Reiches Gottes zu errichten (Offb 2,13; Eph 2,2), aber sein Untergang ist schon besiegelt. Es wird ihm nicht gelingen; der Stolz ist sein Verderben. Mit Blick auf den Stolz und seine Auswirkung auf Leiter schreibt Oswald Sanders: „Nichts ist Gott mehr zuwider als Einbildung. Diese Sünde zielt ihrem Wesen nach auf eine Selbstkrönung auf Kosten Gottes. Das war die Sünde, die den gesalbten Cherubim, den Wächter am Thron Gottes, zum widerwärtigen Feind machte und seine Vertreibung aus dem Himmel veranlasste. Von den unendlich vielen Formen, in denen sich diese Sünde darbietet, ist keine abschreckender als ‚geistlicher Hochmut‘. Auf geistige Gaben stolz sein, die Gott gegeben hat, oder auf die Stellung, in die uns seine Liebe und Gnade erhoben hat, heißt vergessen, dass Gnade eine Gabe ist, und dass wir alles, was wir haben, empfangen haben. Stolz ist eine Sünde, die dem Stolzen am wenigsten bewusst ist … Wenn wir unser Leben an dem Leben unseres Herrn messen, der sich bis zum Tod am Kreuz erniedrigte, werden wir, wenn wir ehrlich sind, von der Schäbigkeit, ja der Niederträchtigkeit unseres Herzens erschüttert.“3 Wie wir heute sehen werden, konnte Satans machtvolle Stellung seinen Ehrgeiz nicht befriedigen. Vielmehr entflammte sie ihn und verleitete ihn, Gottes Platz zu begehren.
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„Stolz ist eine Sünde, die dem Stolzen am wenigsten bewusst ist.“ Oswald Sanders
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
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Lesen Sie Hesekiel 28,12-19. Schreiben Sie alles auf, was Sie über Satan erfahren.
Ein wichtiger Teil von Satans Identität ist, dass er ein Engelwesen ist. Hesekiel 28,13-14 hebt hervor, dass Satan als Cherub geschaffen wurde. Die Cherubim sind eine Ordnung von Engeln, deren Aufgabe es ist, die Heiligkeit Gottes zu bewachen. Als Engel unterliegt Satan den gleichen Begrenzungen wie jeder andere Engel. Das heißt, er ist weder omnipotent (allmächtig) noch omniscient (allwissend) und auch nicht omnipräsent (allgegenwärtig). Wir müssen uns vor der falschen Vorstellung hüten, dass Satan Gott ebenbürtig ist im Kampf zwischen Gut und Böse. Gott hat nicht seinesgleichen. Satan ist ein geschaffenes Wesen mit all den Begrenzungen, die jeder Engel hat, und er ist Gott gegenüber rechenschaftspflichtig. Wenn es ein Gegenüber zum Teufel gibt, dann wäre das der Erzengel Michael; aber dem Allmächtigen ist er nicht ebenbürtig. Wir sehen Satan im Buch Hesekiel als rebellischen Engel. Vers 17 deutet darauf hin, dass der Stolz auf seine Weisheit und Schönheit die Quelle seines Aufbegehrens ist. Und in den Versen 18-19 lesen wir, dass er fürs Feuer bestimmt ist (Offb 20,10 weist auf den Feuer- und Schwefelsee hin) und nicht mehr sein wird.
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Lesen Sie Jesaja 14,12-19. Was erfahren Sie über die Wurzel von Satans Fall?
Ein weiterer Aspekt von Satans Persönlichkeit ist seine Rebellion. In Jesaja 14,12-19 erfahren wir, dass er fiel, weil er wie Gott sein und den rechtmäßigen Platz des einen, wahren Gottes einnehmen wollte. Den Gedanken eines Falls vom Himmel wendet Jesus Christus in Lukas 10,18 ausdrücklich auf Satan an. Das fünfmalige „Ich will“ in Jesaja 14 offenbart Satans Eigenwillen. In Römer 12,3 wird jeder Gläubige ermahnt, „nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei.“ Wenn der Stolz Wurzeln schlägt, denken wir nicht mehr richtig über uns. Diese aufgeblasene Selbstsicht war Satans größter Fehler.
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Lektion 1: Satan verstehen
Satans Motive
Satan verstehen 4. Tag
Sie wissen, dass wir normalerweise niemanden dafür tadeln, dass er sich ein hohes Ziel steckt. Aber es ist schon ein äußerst drastisches Bestreben, Gott zu verdrängen. Satan ist vom Verlangen getrieben, auf dem Thron Gottes zu sitzen. Das haben wir gestern in Jesaja 14,13-14 gesehen. Dort sagt Satan: „Ich will in den Himmel steigen und (ich will) meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen (das könnte sich auf die Engel beziehen), ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden (evtl. ein Hinweis auf die Versammlung der Engel oder auf Israel im Tausendjährigen Reich). Ich will auffahren über die hohen Wolken (er maßt sich die Herrlichkeit Gottes an) und (ich will) gleich sein dem Allerhöchsten (er ahmt Gott und sein Werk nach)“ (Luther84). Satan ist nicht kreativ, er schafft nichts Originelles, Schöpferisches. Bei allem Tun versucht er immer nur, Gott nachzuahmen. Beachten Sie die zentrale Person: Ich. Fünfmal sagt Satan „Ich will“. Seine Rebellion (wie jede Rebellion seither) ist im Kern das Verlangen, sein eigener Gott zu sein und keiner höheren Autorität zu unterstehen.
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Lesen Sie die Bibelstellen unten. Denken Sie darüber nach, dass es nicht Satans einziges Motiv ist, Gott zu verdrängen. Er möchte auch andere dazu bewegen, sich seiner Rebellion anzuschließen.
1. Mose 3,1-6
Matthäus 4,1-11
1. Johannes 5,19
Von Anfang an hat Satan versucht, Gläubige auf Abwege zu bringen. Wir sehen ihn im Garten Eden, wie er Adam und Eva zum Ungehorsam gegenüber Gott verführen will (1Mo 3,1-6). Am Beginn von Jesu Dienst auf Erden richtet sich sein Angriff gegen ihn (Mt 4,1-11). Die Ungläubigen hat er schon auf seiner Seite, auch wenn sie es nicht merken. In 1. Johannes 5,19 lesen wir: „… die ganze Welt liegt in dem Bösen.“ Petrus nennt ihn „euer Widersacher“ und beschreibt ihn als umhergehend „wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“ (1Petr 5,8). Und wenn er Sie nicht verschlingen kann, versucht er, Sie von Gott wegzuziehen.
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Satans „Ich will“ • Ich will in den Himmel steigen • Ich will meinen Thron erhöhen • Ich will mich setzen auf den Berg • Ich will auffahren über die Wolken • Ich will gleich sein dem Allerhöchsten
SATANS MACHT UND GOTTES HILFE
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Lesen Sie 2. Korinther 11,3. Welche Taktik benutzt Satan gegenüber Gläubigen?
Satan möchte, dass wir so wie er aus Gottes Plan aussteigen. Gerne würde er uns zum direkten Aufstand gegen Gottes Gebote anstiften. Wenn es Satan nicht gelingt, uns zu offener Sünde zu verführen, sind wir trotzdem nicht sicher vor ihm. Er wird immer noch Erfolg haben, wenn wir uns von der einfachen, reinen Hingabe an Christus weglocken lassen. Er kann sogar ein unausgewogenes Interesse an geistlicher Kampfführung benutzen, um unsere Augen auf Satan und Dämonen zu richten statt auf Christus – wohin wir blicken sollten. Täuschen Sie sich nicht, Satan ist niemandes Freund! Jesus hat ihn als Dieb bezeichnet, dessen Ziel es nur ist „zu stehlen und zu schlachten und zu verderben“ (Joh 10,10). Sollte er wirklich meinen, Gott überlisten zu können? Oder weiß er, dass er Gott nicht besiegen kann, und möchte so viel Schaden anrichten wie möglich? Egal wie, wir sind besser gerüstet, wenn wir im Voraus seine Motive verstehen.
Satan verstehen 5. Tag
Ich folge Gott nach Zwischen meinem Abschluss am College und meinem Beginn im vollzeitlichen christlichen Dienst arbeitete ich einige Jahre in einem Restaurant. Am Ende einer langen Schicht musste ich abends oft die Tageseinnahmen zählen. Dadurch hatte ich dann einige Übung darin, dicke Stapel von Geldscheinen schnell und exakt zu addieren. Ich hatte so oft Papiergeld in meiner Hand und war damit so vertraut, dass ich sehr schnell merkte, wenn etwas mit einem Schein nicht stimmte. So auch eines Abends, als mir ein 20-Dollar-Schein auffiel. Irgendwie fühlte er sich nicht „richtig“ an. Als ich mir ihn genauer ansah, merkte ich, dass er sich von den anderen unterschied; und schließlich stellte sich heraus, dass ein Mitarbeiter einen falschen Geldschein angenommen hatte. In einem Crashkurs hatte ich einmal einiges über Falschgeld gelernt, aber mit all den verschiedenen Arten von Blüten konnte man sich gar nicht beschäftigen. Wir wurden vorgewarnt, aber im Wesentlichen ging es nicht darum, Experte für das falsche Geld zu sein, sondern für das echte. Hier gibt es eine Parallele zur geistlichen Kampfführung.
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Lektion 1: Satan verstehen Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, dass die Hauptsache bei der geistlichen Kampfführung ist, Satan zu verstehen. Wir müssen wissen, dass wir einen Feind haben, und wir sollten seine Pläne kennen. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass er viele Verkleidungen trägt. Der beste Schutz gegen Verführung ist, mit der Wahrheit vertraut zu sein.
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Denken Sie über Ihre Sicht von Satan und den Dämonen nach. Wo würden Sie sich auf der Skala unten einordnen?
Ich unterschätze Satan und die Dämonen.
Ausgewogene Sicht
Ich habe ein ungesundes Interesse an dunklen Dingen
Denken Sie über unsere heutige Kultur und über die gefallene Welt nach, in der wir leben. Wo erkennen Sie, dass Satan seinen Einfluss ausübt, indem er wie ein „Engel des Lichts“ erscheint?
Was müssen Sie tun, um diesen Einfluss in Ihrem eigenen Bereich zu bekämpfen?
Um den Verschwörungen Satans zu begegnen, müssen wir uns immer wieder daran erinnern, dass er sich als etwas Positives und Gutes darstellt. Wir müssen wachsam sein und damit rechnen, getäuscht zu werden. Nur wenn wir mit der Wahrheit ausgerüstet sind, können wir die Lüge bekämpfen. Bibelstudium ist eine Möglichkeit, sich aktiv darauf vorzubereiten.
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Sehen Sie diese Wochenlektion noch einmal kurz durch. Gibt es Punkte, die der Herr Ihnen besonders aufs Herz legt, damit Sie sie umsetzen?
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SATANS MACHT UND GOTTES HILFE Warum schreiben Sie zum Abschluss der Lektion nicht ein Gebet, in dem Sie sich verpflichten, die erkannten Dinge in die Tat umzusetzen? Befehlen Sie dem Herrn dieses gesamte Studium an.
Wir müssen wachsam sein und damit rechnen, getäuscht zu werden.
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