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Bruce D. Allen

DER SIEBTE TAG ErfĂźllung der prophetischen Zusagen 3


Der siebte Tag

Titel des amerikanischen Originals: The Prophetic Promise of the Seventh Day by Bruce D. Allen © 2010 Deutsche Übersetzung © 2015 Alle Rechte vorbehalten. 2. Auflage, August 2015 ISBN 978-3-938972-33-5 Die Bibelzitate wurden, wenn nicht anders angegeben, der Revidierten Elberfelder Bibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal, entnommen.

ReformaZion Media

Braasstraße 30 D – 31737 Rinteln Fon (05751) 97 17 0 Fax (05751) 97 17 17 info@reformazion.de www.reformazion.de Gerne senden wir Ihnen unseren Verlagskatalog zu.

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Inhalt Vorwort 9 Einleitung 13 1 Die Verheißung

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2 Heiligung und Hingabe

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3 Weisheit der alten Rabbiner

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4 Gehorsam und Leidenschaft

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5 Das Zeichen des Sabbats

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6 Frischer Glaube

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7 Prophetische Fürbitte

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8 Ernte und Kraft

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9 Verwandlung

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10 Am siebten Tag aufstehen

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Anhang A – Verheißungen des siebten Tages

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Anhang B – Schriftstellen über den siebten Tag (Sabbat) 209 Anhang C – Literaturhinweis

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1 Die Verheißung Sehr oft gibt uns die Bibel Einsicht über Zeiten, denen wir als Volk entgegen sehen. Gerade jetzt befinden sich die Nationen in einem Zeitabschnitt mit außergewöhnlichen Umbrüchen. Viele Indikatoren und Zeichen deuten auf eine letzte sich zuspitzende Serie von Ereignissen hin. Jahrelang habe ich Gottes Wort mit dem Wunsch studiert, den Herrn und Seine Wege zu kennen. Ich wollte Ihn nicht nur als einen Gott verstehen, der denen Segen gibt, die Ihm vertrauen, noch allein als Geber von Gaben. Er sehnt sich nach einer Beziehung mit Seinem Volk und zwar mehr, als wir es jemals erfassen können. Durch dieses leidenschaftliche Streben nach Vertrautheit mit dem Herrn konnte ich tiefere Offenbarungsebenen des Wortes erreichen. Ich bemerkte Muster und numerische Zusammenhänge im Wort, die tiefgreifend und mit großer Klarheit zu uns reden. Sie offenbaren nicht nur das Herz und den Charakter Gottes, sondern sprechen auch prophetisch zu uns bezüglich der Stunde, in der wir leben, und von dem, was kommen wird. Je begeisterter ich wurde, desto mehr ich studierte und nachforschte, umso mehr Erstaunen ergriff mich, bis ich erkannte, dass sich mein Verlangen nach einer tieferen Beziehung zum Herrn in meinem Leben entfaltete. Die Bibel lehrt uns in Lukas 6:10 sehr deutlich, dass uns gegeben wurde, die Geheimnisse des Königreich Gottes zu kennen. Beim Aufdecken dieser Mysterien erkennen wir zunehmend, wer der Gott des Königreiches ist. 1999 offenbarte mir der Herr in der Schrift eine wichtige Einsicht, welche über diese jetzige Generation und Zeit spricht. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Geschwindigkeit diese Offenbarung zustande kommt, die 15


Der siebte Tag

ich studiert und gelehrt habe. Der erste Teil dieser Offenbarung wird in meinem vorangegangenen Buch Promise of the Third Day ausgelegt. Wir werden den zweiten Aspekt dieser Offenbarung untersuchen, der sich auf den siebten Tag bezieht. Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. 2. Petrus 3:8

Dies sei euch nicht verborgen! – Als Petrus an diesen Punkt seiner Lehre gelangt war, ermahnte er seine Zuhörer diesen Gedanken zu beachten. Was war ihm daran so wichtig? Das Besondere an der Aussage, „beim Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag“, ist, das sie auf eine Generation verweist: unsere Generation. – Lass uns sehen, warum! Wenn aus ewiger Sicht ein Tag tausend Jahren entspricht, ist Jesus erst vor zwei Tagen fortgegangen! Gottes Bezug auf Zeit und Ewigkeit unterscheidet sich sehr von unserer Wahrnehmung. Seit der Zeit Jesu bis zur letzten Jahrhundertwende haben wir erst zwei Tage verbracht (zweitausend Jahre) und befinden uns jetzt früh am Morgen des dritten Tages. In der Geschichte können wir viertausend Jahre von der Zeit Jesu bis zur Zeit Adams zurückgehen. Somit haben wir seit Adam sechstausend Jahre oder sechs Tage verbracht und befinden uns früh am Morgen des siebten Tages. Ein einmaliger Zusammenfluss des dritten und siebten Tages ist während dieses Jahrtausends erkennbar. Israels Zeiten und Zeichen Der dritte und der siebte Tag sind äußerst prophetisch und nicht wie jede andere Zeit in der Weltgeschichte. Auch ist offenkundig, dass dies nie wieder vorkommen wird. In Israel können wir ebenfalls prophetische Ereignisse beobachten. Jesu Jünger baten: 16


Die Verheißung

Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? Matthäus 24:3 Jesus erklärt in Matthäus 24:25 und Lukas 21 den Jüngern Zeiten und Zeichen am Ende der Zeit und kurz vor Seiner Rückkehr. In anderen Schriftstellen tadelt Er die Pharisäer, denn sie waren nicht fähig die „Zeichen der Zeit“ zu unterscheiden (Matthäus 16:3). Im Griechischen wird für „Zeit“ das Wort „kairos“ verwendet, welches am häufigsten mit „Zeitabschnitt“ übersetzt wird. Aus dieser Zurechtweisung können wir erfahren, dass Jesus lehrte, prophetische Zeiten besitzen Merkmale oder Zeichen, welche diese Phase einleiten und zur prophetischen Bedeutung führen. Würden wir jeden Vers der Schrift untersuchen, der von Zeiten und Zeitabschnitten und ihrer Erfüllung handelt, müssten wir eher ein Lexikon schreiben, als ein Buch. Die Aussage soll genügen, dass wir uns in einer Zeit befinden, in der verborgene Geheimnisse im Wort Gottes aufgedeckt und versteckte Rätsel entschlüsselt werden. Wir sind in eine einzigartige „Zeit“ in der Geschichte der Menschheit gekommen. Die Bibel erklärt, die Generation, welche Israels Staatsgründung erlebt, wird nicht vergehen, bis die Dinge, auf die Jesus sich bezieht, geschehen sind (siehe Lukas 21:32). Ich bin immer gelehrt worden und habe verstanden, dass eine biblische Generation 40 Jahre dauert. Die hebräischen Propheten haben es klar herausgestellt, dass Jerusalem ein Schlüssel für das Zweite Kommen Christi ist. Die Schrift erklärt, die Stadt Jerusalem findet während der Endzeit die meiste Aufmerksamkeit. In Psalm 102:14+17 sagte dies König David so: Du wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen. Denn es ist Zeit, ihn zu begnadigen, denn gekommen ist die bestimmte Zeit. Psalm 102:14 Denn der HERR wird Zion aufbauen, er wird erscheinen in seiner Herrlichkeit. Psalm 102:17 17


Der siebte Tag

Im Gegensatz zur politischen Rhetorik ist Jerusalem Israels Hauptstadt, seitdem König David seinen Thron dort vor über 3.000 Jahren errichtet hat. Die Stadt wurde achtmal zerstört und wieder aufgebaut und ist 27-mal in andere Hände gefallen. Seit dem Jahre 70 nach Christus herrschten die Juden nicht mehr über ihre Stadt. Die Wiedergeburt Israels geschah am 14. Mai 1948, und die Dinge schienen sich geändert zu haben. Es wurde erklärt, Jerusalem solle wiederum zur Hauptstadt Israels werden, doch die Stadt wurde geteilt. Die westliche Stadthälfte gehörte den Juden und die östliche Hälfte stand unter Kontrolle der Jordanier, wie auch der Ölberg, der Garten Gethsemane, das Kidrontal, der Tempelberg und die Klagemauer. Mitten durch die Stadt verlief eine riesige Zementmauer mit Stacheldraht, welche als „Niemandsland“ bezeichnet wurde. Das Hauptproblem für diejenigen von uns, die biblischer Prophetie als Leitfaden folgen, bestand darin, dass die heiligste Gegend Israels – der Berg Zion – jenseits des „Niemandslands“ lag. Dies bedeutete, das prophetische Wort aus Psalm 102 würde sich erst zu einem anderen, künftigen Datum erfüllen. Während des Sechstagekrieges 1967 vereinigte Israel die Altstadt von Jerusalem. Man riss die Zementmauer zwischen Ost und West herunter. Jetzt besitzt Israel eine ungeteilte Hauptstadt, einschließlich des Zionberges. Von Juni 1967 bis Juni 2007 sehen wir den Abschluss eines 40-jährigen Ablaufs. Ich glaube bestimmt, dass diese Generation, die Jerusalem wieder vereint gesehen hat, die Generation ist, die nicht vergehen wird, bis sich alle Dinge erfüllt haben. Diese Generation, welche den Aufbau Zions erlebt hat, ist die Generation, die Jesu Erscheinen sehen wird. Wir befinden uns in einer höchst prophetischen Zeit, die mit keiner anderen Zeitperiode, welche die Welt jemals erfahren hat, verglichen werden kann. 18


Die Verheißung

In diesem Zusammenhang erleben wir dazu in unserer Generation die Erfüllung des dritten und des siebten Tages. Israel ist jetzt eine Nation mit Jerusalem als Regierungssitz. Diese Generation wird erleben, wie sich Prophetie beschleunigt erfüllen wird. Gerade jetzt, wo ich sitze und schreibe, versuchen Weltmächte, Jerusalem zu teilen und wir werden zunehmend erleben, wie sich die Schrift während unseres Lebens so mehr und mehr erfüllt. Die Tage des Messias Interessanterweise sagt der Herr in Lukas 20 etwas über diese Zeit, in der wir uns befinden. Bei meinen Studien über den siebten Tag fand ich einige sehr aufschlussreiche historische Leckerbissen. Jüdische mündliche Überlieferung hat mich schon immer fasziniert, denn sie gibt Einsicht und Offenbarung in das Herz Gottes. Die Juden haben seit jeher das Verständnis, dass Gott Adam, unserem Vater, nur eine sechstägige Dienerschaft auf Erden gegeben hat. Diese Einsicht haben sie von Generation zu Generation weitergegeben. Auch heißt es im Talmud: „Die Welt, wie wir sie kennen, wird 6.000 Jahre lang bestehen. Die ersten 2.000 Jahre wird Chaos herrschen. Die zweiten 2.000 Jahre werden als die Jahre der Thora bezeichnen und die letzten 2.000 Jahre werden das Messianische Zeitalter beinhalten.“ 2 Ist es nicht interessant und bedeutsam, dass Ereignisse die Übergänge von einem 2.000-jährigen Zyklus zu einem nächsten kennzeichnen? Die ersten zwei Tage (die erste 2.000-Jahresspanne) werden als Tage der Gesetzlosigkeit betrachtet. Mit anderen Worten, von der Erschaffung Adams bis dahin, dass Abram Ur in Chaldäa verließ, bestand Chaos. Sünde herrschte. Der Bund mit Adam war in Kraft, wurde aber von den Nationen abgelehnt. Deshalb erwählte der Herr Abram, um mit ihm einen Bund zu gründen und seiner Schöpfung Ordnung zu bringen. 2 Michael L. Rodkinson, ed., trans, New Edition of the Babylonian Talmud, Volumes I-X. (1903).

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Der siebte Tag

Die nächsten zwei Tage, oder 2.000 Jahre, waren die Tage der Thora, bzw. des Gesetzes. Dies bringt uns von der Geburt Isaaks (die verheißene Nachkommenschaft) bis zur Geburt Jesu (der verheißene Nachkomme). Die dritte und letzte Spanne umfasst die Zeit von der Auferstehung Jesu bis zum heutigen Tag. Seit meiner Errettung mit 14 Jahren habe ich mich oft gewundert, warum die Schrift im Neuen Testament immer von den „letzten Tagen“ spricht. Damit werden die Tage des Messias Jesus bezeichnet, welche sechs Tage oder 6.000 Jahre vervollständigen. Hippolytus, ein früher Kirchenlehrer (170-236 nach Christus) schrieb: „Und 6.000 Jahre müssen vollendet werden, damit der Sabbat kommen kann, die Ruhe, der heilige Tag, an dem Gott von all seiner Arbeit ruhte …“ Prophetische Übergänge Andere Kirchenväter glaubten, die Geschichte Elias gäbe einen weiteren Hinweis auf die 6.000-jährige Dienerschaft der Menschen auf der Erde. In 1. Könige 19:18 heißt es: Aber ich habe 7.000 in Israel übrig gelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat. Dieses ist faszinierend: man glaubte, weil Elia vor dem großen und schrecklichen Tag des Herrn kommen muss (siehe Maleachi 3:23), würden die 7.000 Propheten darauf verweisen, dass der Tag des Herrn am Ende der 6.000-jährigen menschlichen Verwaltung der Erde käme, oder zu Beginn des siebten Jahrtausends. Zu dieser Zeit wird der Herr eine königliche Regierung auf Erden aufrichten, eine tausendjährige Herrschaft Christi, in der Er für 1.000 Jahre regieren und herrschen wird. Da die Regierung 20


Die Verheißung

Christi, über die in Offenbarung 20:4 gesprochen wird, eintausend Jahre anhält, können die 1.000 Jahre nach Gottes Sicht wie ein Tag betrachtet werden (siehe 1. Petrus 2:8). Dieser eine Tag, bzw. dieses eine Jahrtausend bezieht sich auf den Tag des Herrn. Da über die tausendjährige Regierung als eine Zeit der Ruhe und des Friedens gesprochen wird, können wir den Bezug zum siebten Tag der Schöpfung erkennen, an dem Gott ruhte. Wir befinden uns gerade jetzt am Übergangspunkt vom sechsten in den siebten Tag, an dem Gott die verheißene Erfüllung dieser Prophetie in den Herzen und Sinnen Seines Volkes in der ganzen Welt freisetzt. Wohin wir auch reisen, finden wir Menschen mit einer „göttlichen Unzufriedenheit“ vor. Sie wissen, dieses ist eine sehr unheilvolle und prophetische Zeit, mit tiefgreifender Vorhersehung, zu welcher jeder Gläubige von Gott berufen wurde. Im Neuen Testament gibt es ein Gleichnis, welches sich auf diesen 6.000-jährigen Terminplan und seiner Erfüllung bezieht. Dieses Verständnis war dem jüdischen Denken so gegenwärtig, dass Jesus ein Gleichnis lehrte, was auf diesem Prinzip der 6.000-jährigen Dienerschaft basierte. In Lukas 20:9-16 erzählt Jesus den Menschen dieses Gleichnis: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und reiste für lange Zeit außer Landes. Und zur bestimmten Zeit sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm von der Frucht des Weinbergs gäben; die Weingärtner aber schlugen ihn und schickten ihn leer fort. Und er fuhr fort und sandte einen anderen Knecht; sie schlugen auch den und behandelten ihn verächtlich und schickten ihn leer fort. Und er fuhr fort und sandte einen dritten; sie aber verwundeten auch diesen und warfen ihn hinaus. Der Herr des Weinbergs aber sprach: Was soll ich tun? Ich will meinen geliebten Sohn senden; vielleicht, wenn sie diesen sehen, werden sie sich scheuen. Als aber die Weingärtner ihn 21


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sahen, überlegten sie miteinander und sagten: Dieser ist der Erbe; lasst uns ihn töten, dass das Erbe unser werde. Und als sie ihn aus dem Weinberg hinausgeworfen hatten, töteten sie ihn. Was wird nun der Herr des Weinbergs ihnen tun? Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben. Als sie aber das hörten, sprachen sie: Das sei fern! Dieser Text findet zweifache Anwendung: Erstens spricht Jesus über Israel und die Heiden. Gott gab Abraham den Bund der Verheißung für das jüdische Volk, aber sie haben Seine Propheten getötet und abgelehnt und planten den Sohn zu kreuzigen. So würde Er diese Verheißung, den Weinberg und das Wort Gottes anderen Winzern, den heidnischen Nationen, bis zur Erfüllung der Zeit übergeben. Zweitens bezieht sich die Schrift auf das Bild der sechs Tage, an denen Adam auf dieser Erde regieren und herrschen sollte, bis zum siebten Tag, wenn Gott der Vater zurückkommen und Sein Königreich durch Jesus, den Messias, begründen würde. Genau hier befinden wir uns jetzt: in einer Periode des Übergangs. – Dies ist eine außergewöhnliche Zeit! Jesus sprach mit der samaritischen Frau am Brunnen und offenbarte prophetisch ihr ganzes Leben. Sie ging in die Stadt zurück und erzählte jedem, was geschehen war. Dann führte sie ganz Samaria zu Jesus. Er blieb dort zwei Tage, und am dritten Tag ging Er zurück zu Seinem Volk, Israel (siehe Johannes 4). – Dies ist noch ein weiteres Bild für die Erfüllung der Zeit in unserer Generation. Derzeit findet ein bemerkenswertes Erwachen in Israel statt: die Augen werden für die Wahrheit der Evangelien von Jesus geöffnet! Sie werden Ihn erkennen, den gekreuzigten Messias. Tausende Juden haben gerade jetzt eine übernatürliche Begegnung mit Jesus und gelangen so zur errettenden Annahme Jesu Christi. 22


Die Verheißung

Deutung von Moshes Traum Hier ein Beispiel von heute: Ein Mann mit Namen Moshe in Tel Aviv war 71 Jahre alt, als sich vor etwa fünf Jahren folgende Geschichte ereignete: Während neunzig Tagen hatte er zwanzigmal genau denselben Traum, und dies beunruhigte ihn sehr. Er war verzweifelt und wusste nicht, was er tun sollte. So ging er zu jedem ihm bekannten Rabbi, denn er war ein sehr frommer Jude. Er hatte ein Geschäft in Tel Aviv und fragte jeden Kunden und jeden Freund: „Kannst du mir sagen, was dieser Traum bedeutet?“ Niemand konnte seinen Traum deuten. Eines Tages kam eine „Marsch für Jesus“-Gruppe die Straße hinunter. Er war so verzweifelt, dass er sogar mit Christen sprechen wollte! So rannte er hinaus, ergriff einen Mann und sagte: „Bitte, mein Herr, können Sie mir diesen Traum deuten?“ Der Mann entgegnete: „Das weiß ich nicht, worum geht es in Ihrem Traum?“ Moshe erzählte ihm: „In meinem Traum erwachte ich mitten in der Nacht durch einen lauten Trompetenstoß. Als ich zu meiner Haustür lief und sie öffnete, stand dort Gabriel mit einer Trompete an seinem Mund und blies sie. Tausende Menschen wurden in die Luft gehoben. Und dort war ein Mann auf einem weißen Pferd, der hatte eine Krone auf, und ein Schwert kam aus seinem Mund, und auf seiner Brustplatte stand: Der Eroberer. Bitte mein Herr, können Sie mir sagen, was das zu bedeuten hat?“ Moshe wusste nicht, dass sein Gegenüber Pastor war. Dieser schlug in seiner Bibel 1. Korinther 15 auf und sagte zu Moshe: „Lies das!“ Als Moshe las: „In einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, werden die Toten in Christus zuerst auferweckt werden …“ (siehe 1. Korinther 15:52), begann er zu tanzen, zu singen und Gott zu loben. Er weinte mitten auf der Straße und sagte: „Genauso war mein Traum!“ Dieser Pastor hatte das Vorrecht, Moshe noch an Ort und Stelle 23


Der siebte Tag

zum Herrn zu führen. Seitdem erwartet Moshe jeden Moment den Trompetenklang, der die Gemeinde fort ruft, um allezeit beim Herrn zu sein.3 Das ist kein einzelner Vorfall. Es gibt strenggläubige chassidische Rabbiner, die eine Begegnung mit Jesus von Angesicht zu Angesicht hatten, aber der Herr hat ihnen befohlen: „Komm noch nicht hervor, bleib wo du bist, studiere und warte auf meinen Ruf. Ich werde Dir Bescheid geben, wenn die Zeit dafür reif ist. Dann wirst du aufstehen und sagen: „Jesus ist wahrhaftig der Messias.“ Überall in der Welt ereignen sich Begegnungen wie diese, in einem noch nie da gewesenen Ausmaß. Es gab noch keinen solchen Tag. Die Verheißung des siebten Tages Wir befinden uns am siebten Tag – dem Tag, an dem die Juden wieder in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden – und alles wird miteinander verwoben sein. Du wirst erkennen, es war Jesu Gewohnheit, am siebten Tag zur Synagoge zu gehen und dort zu lehren. Auf diese Weise offenbarte Er sich dem Bundesvolk Gottes. An diesem siebten Tag wird sich Jesus in den Synagogen, in den Tempeln, in Privathäusern, offenbaren. In ganz Israel und in der Welt zeigt sich Jesus Seinem Volk. Die biblische Prophetie erfüllt sich, ob wir es verstehen oder nicht. Sie erfüllt sich, wie wir es nicht zu denken vermögen. Wir leben in einer tiefgreifenden prophetischen Zeit. Gott setzt alle Hebel in Bewegung. Die Zahl sieben wird in der biblischen Numerologie als Zahl von Ruhe und Vollendung angesehen. Sie verweist auf die Erfüllung einer Bundesverheißung. Auch wird sie als Gottes heilige Zahl verstanden. Zudem wird sie gebraucht, wenn der Herr eine Vorgehensweise für einen Abschluss, eine Erfüllung 3 Für weitere Erlebnisse und Heimsuchungen wie diese siehe: Christine Darg, Miracles Among Muslims (Pescara; IT: Destiny Image Europe Publishers, 2007).

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oder eine geistliche Wahrheit unterstreicht. Jede Bundesverheißung in der Bibel wird sich an diesem Tag erfüllen. Wenn Du Dich mit der prophetischen Bedeutung des siebten Tages beschäftigst, wirst Du herausfinden, jede Verheißung wurde früh am Morgen des siebten Tages vollendet und erfüllt. Unsere Generation befindet sich genau inmitten der Erfüllung dieser Verheißungen. Du gehörst zu einer „Endstation“-Generation. Dabei geht es nicht ums Sterben, sondern das Erleben der Erfüllung aller Dinge, die uns Gott versprochen hat. Dieses ist der letzte Akt und der Vorhang für das derzeitige Weltsystem schließt sich. Wunder der Henoch-Generation Judas 14 besagt, Du bist Teil einer Henoch-Generation. Henoch lebte in der siebten Generation seit Adam und wurde samt Körper übernatürlich in den Himmel entrückt. Wir befinden uns heute im siebten Jahrtausend (sieben Tage) seit Adam. So wie Henoch dem natürlichen Tod durch einen übernatürlichen Eingriff des Himmels entging, wird auch diese Generation von Gläubigen eine Überführung in den Himmel erleben, was als „Entrückung“ oder „unsere Vereinigung mit ihm“ 4 bezeichnet wird. Diese Generation wird die Rückkehr Jesu sehen und den letzten großen Posaunenstoß hören. Ich könnte Dir von Arabern, Muslimen, Juden, Buddhisten, Atheisten und Agnostikern in der ganzen Welt berichten, die Begegnungen mit Jesus von Angesicht zu Angesicht haben. Der Herr sagt ihnen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, folge mir.“ Und sie werden auf herrliche Weise errettet. Gott ruhte am siebten Tag der Schöpfung – nicht wegen Müdigkeit, sondern weil das Werk vollendet war. Höre dies mit einem prophetischen Ohr: Gott beendet Seine Arbeit an diesem Tag nicht aufgrund von Erschöpfung, sondern wegen der Vollendung. Alles, was Er begann, wird an diesem Tag abgeschlossen. 4 Laut Elberfelder Bibel wörtlich: unser Sichversammeln zu Ihm hin.

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Der siebte Tag

Treu ist, der euch beruft; er wird es auch tun.

1. Thessalonicher 5:24

Er, der ein gutes Werk in Dir begonnen hat, wird es vollenden. Wann? Heute, am siebten Tag! Jede Verheißung, die Du von Gott bekommen hast, wird an diesem Tag zur Erfüllung kommen. Der Abschluss der prophetischen Verheißungen wird keine Jahre dauern, so wie in der Vergangenheit. Prophetische Worte geschehen mit erhöhter Geschwindigkeit, denn es ist das Ende des Zeitalters. Dieses ist die Zeit, welche die Propheten lange herbeigesehnt haben. Sie wünschten, in die Geheimnisse Christi zu schauen, und ihr Verlangen war, den Höhepunkt und die Erfüllung ihrer einzelnen prophetischen Worte zu erleben. Eine mir von Gott aufgetragene Herausforderung ist das Studium über die Versetzung/Entrückung durch Glauben, und dafür in unserer Generation zu glauben. (Ich mag es, mich dabei auf einen „Philippus-Express“ zu beziehen, gegründet auf der Geschichte in Apostelgeschichte 8.) Wir haben einige Erfahrungen damit gemacht und Gott hat uns bezüglich dieses Themas immer tiefer in das Wort hineingeführt.5 Weiterhin glaube ich, dass in den nächsten Jahren diese Art der übernatürlichen Erfahrung mehr zur Norm wird, als dass sie Ausnahme bleibt. Dies glaube ich von ganzem Herzen. Der Herr hat dies nicht nur zu mir gesprochen, sondern zu vielen anderen, die wir während unserer Reisen in die verschiedenen Länder getroffen haben. Ich glaube, ein Hauptgrund für den Herrn, dem Leib Christi dieses Wunder zuteilwerden zu lassen, ist die Kürze der Zeit und die Zahl der Aufgaben, die wir für unseren König vor Seiner Rückkehr zu erledigen haben. In einem Moment magst Du plötzlich in Jerusalem, Judäa, Samaria oder den äußersten Enden der Erde sein und dann zum Abendessen wieder pünktlich zu Hause. (Außer natürlich, Du wünscht in einer anderen Nation zu Abend zu essen.) 5 Davon berichte ich in meinem Buch „Ein-Blick in die Herrlichkeit“, ReformaZion Media, 2014.

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Die Verheißung

Es ist der letzte Tag, der letzte Moment der Geschichte und Du hast eine außergewöhnliche Bestimmung. Falls Du denkst, Du seist ein Unfall, entehrst Du Gott. Du bist kein Unfall und nicht aufgrund eines Fehlers hier. Du bist hier, weil Du eine göttliche Absicht und eine Berufung hast. Du wirst eine Bewegung Gottes erleben, die völlig anders ist, als was die Welt jemals erlebt hat. Du wirst es nicht nur sehen, Du wirst daran teilhaben. Auf diesen Moment hat die ganze Schöpfung gewartet: die Stunde, in welcher die reifen Söhne Gottes offenbar werden.

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2 Heiligung und Hingabe Die Zeit ist vorbei, Gemeinde nur zu spielen und fortwährend herauszufinden, was diese tun und wie sie sprechen sollte. Es ist an der Zeit für uns, die Gemeinde zu sein. Wir müssen jetzt erkennen, wir sind dafür bestimmt – geheiligt –, die Werke des Vaters zu tun. Dies kann nur durch unsere vollständige Auslieferung an Ihn geschehen, was den Eingang zur Ruhe bedeutet. Nicht alles, was in der Vergangenheit getan wurde, war falsch – beim besten Willen nicht. Wir haben von Gott gegebene Gaben und Werkzeuge benutzt und nach bestmöglichem Verständnis gehandelt. Trotzdem setzt der Herr heute größere Offenbarung und Einsicht frei, damit wir uns in etwas hineinbewegen können, was die Welt noch nicht gesehen hat. An diesem siebten Tag sehe ich uns an eine Stelle in unserem Leben kommen, von der Paulus etwa sagte: „Ich lebe nicht länger aus meinem Glauben, sondern ich lebe im Glauben des Sohnes Gottes“ (siehe Galater 2:20). Es ist Zeit, unser bisheriges Verständnis von Glauben wie auch unsere eigene menschliche Fähigkeit, an Gott festzuhalten, hinter uns zu lassen. Vielmehr müssen wir auf fleischliche Versuche, geistlich zu sein, verzichten und dahin kommen, wo unser eigenes Vorgehen und unser Leben in Christus verborgen werden. So wie die Apostel müssen wir mit Christus gestorben und begraben sein und durch den Glauben des Sohnes Gottes leben, statt durch unseren eigenen ärmlichen Glauben. An diesem Ort ist nichts unmöglich. Nichts! – In Johannes 14:12 sagte Jesus: 29


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