John G. Lake
Feuertaufe im Heiligen Geist
ReformaZion
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Feuertaufe im Heiligen Geist
Copyright © 2015 ReformaZion Media Alle Rechte vorbehalten. Bearbeitung: Conny Wenski Druck und Bindung: GGP Pößneck 1. Auflage, September 2015 ISBN 978-3-938972-28-1 Bibelzitate mit der Angabe (EB) wurden der Revidierten Elberfelder Bibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal, entnommen. Bibelzitate mit der Angabe (LU) entstammen der revidierten Lutherbibel, © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart. Gerne senden wir Ihnen unser Verlagsverzeichnis: ReformaZion Media Braasstraße 30 D-31737 Rinteln Email: info@reformazion.de Tel.: (05751) 97 17-0 Fax: (05751) 97 17-17 Unser Buchprogramm finden Sie auch im Internet unter: www.reformazion.de
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John G. Lake – eine kurze Biographie 7 Teil 1: Feuertaufe im Heiligen Geist Eine Taufe der Kraft 11 Meine Taufe im Heiligen Geist 15 Gott schenkt Sich selbst 33 Gottes Wohnung im Menschen 57 Sehnsucht nach Gottes Feuer 71 Gottesbewusstsein 79 Die Gabe der Unterscheidung 91 Der Vorläufer von Gottes Spätregen 97 Zungen, Auslegungen und Gebete 105 Der Dienst des Geistes 113 Die Feuersäule 127 Teil 2: Göttliche Herrschaft Herrschen wie Christus Als Könige regieren Satans begrenzte Macht Herrschen im Geist
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Teil 3: Die Kraft Gottes Mitleid Christi Wahre Kraft ist bei Gott Die Kraft des Geistes Bemerkenswerte Manifestationen in Südafrika Lass das Feuer fallen Die Kraft, Menschen zu heilen
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Feuertaufe im Heiligen Geist
Teil 4: Auslegungen von Zungenreden Das Geheimnis der Macht Jesus will dich fĂźhren Himmel und Erde werden eins
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Feuertaufe im Heiligen Geist
Ohne die im Herzen wohnende Kraft des Geistes ist das Leben des Christen eine Ermüdung für das Fleisch. Es ist ein Befolgen von Geboten und der Versuch, einen Lebensstil anzunehmen, für den man nicht die Kraft besitzt.
John G. Lake
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von Dr. John G. Lake Divine Healing Institute, Portland, Ohio, USA
Der Ruf Gottes Aus der Dunkelheit der Nacht habe ich dich gerufen, hinein in das herrliche Licht des Tages und in der Erkenntnis der Errettung Gottes durch Jesus einzutreten auf den Weg, in die Wahrheit und in das Leben. Er, der die bewusste Errettung durch Jesus, den Herrn, in deine Seele pflanzte, wartet nun in dir die Frucht der Erlösung erfüllt zu sehen, durch den Geist und das Wort. Überlasse dein Sein, wie Er, deinem Meister. Sein Weg für dich ist der Weg des Kreuzes. Er hat ihn selbst vollendet durch Schmerz und Leiden, gehorsam, sogar bis zum Tod. Darin, wie bei Ihm, ist das Geheimnis des Sieges. Obschon gestorben, erhob Er sich aus dem Grab zu neuem Leben; mächtig, göttlich, majestätisch. Er triumphierte über Tod, Hölle und alle Feinde. 15
Feuertaufe im Heiligen Geist Aufgestiegen über alle Himmel in die Räume göttlicher Herrlichkeit, als Sieger regierend, sendet Er Seinen Geist, zu wohnen auf ewig in deinem und meinem Herz. So drängt in unserem Sein der Geist der Eroberung in Gottes heiligem Krieg voran. Angreifend, überwältigend, befreiend, zerstörend alle Mächte der Finsternis, wo immer sie sind. Durch Tod zum Sieg, durch Prüfung zum Triumph, durch Leid zur Herrlichkeit, Überlegenheit und Macht. So wird denn Golgatha zur immer offenen Tür zu Jesus, zum Himmel, und nun zur Jüngerschaft.
Meine Taufe im Heiligen Geist Acht Jahre waren vergangen, seitdem mir Gott Jesus, den Heiler, offenbart hatte. Ich war schon im Dienst der Heilung tätig. Während der acht Jahre hatte jede Gebetserhörung, jede wunderbare Berührung Gottes, jede Reaktion meiner Seele auf den Geist in mir ein intensiveres Verlangen nach Innigkeit und dem Bewusstsein Gottes geschaffen, die, wie ich glaubte, die Jünger Jesu und die ursprüngliche Gemeinde besessen hatten. Kurz nach meinem Eintritt in den Dienst der Heilung besuchte ich einen Gottesdienst, in dem die Notwendigkeit der Geistestaufe aufgezeigt wurde. Als ich auf den Knien betete und mich Gott neu hin gab, kam eine Salbung des Geistes auf mich. Wellen heiliger Herrlichkeit durchströmten mich, und ich wurde in ein neues Bewusstsein der Gegenwart und Macht Gottes gehoben. 16
Meine Taufe im Heiligen Geist Einige Jahre diente ich in der Kraft dieser Salbung. Gebetserhörungen waren häufig, und Heilungswunder geschahen von Zeit zu Zeit. Ich fühlte mich auf der Schwelle zu einem großartigen geistlichen Raum und Bewusstsein, war aber unfähig, ganz hineinzugehen, sodass sich mein Wesen weder freuen konnte noch zufrieden mit dem Erreichten war. Freunde sagten: „Du hast die Geistestaufe. Hättest du sie nicht, wäre dein Dienst nicht so fruchtbar”, und ich hörte andere Äußerungen dieser Art. Dennoch bewies mir das Verlangen meiner Seele, es musste eine stärkere Erfahrung geben. Schließlich kam ich dahin, täglich gewisse Stunden einzuplanen, die ich Gott als Zeiten der Meditation und des Gebets widmete. So gingen etliche Monate vorüber bis eines Morgens, während ich kniend betete, der Geist des Herrn zu meinem Geist redete und sagte: „Gedulde dich bis zum Herbst.” Mein Herz jauchzte bei dieser Ermutigung. Ich fuhr mit meiner Meditation und meinem Gebet fort. Es wurde leicht, meine Seele vom normalen Tagesablauf zu trennen. Während meine Hände und mein Verstand mit den üblichen Tagesabläufen beschäftigt waren, blieb mein Geist in der Gemeinschaft mit Gott. So wurde stilles Gebet zur gewohnten Praxis. Und während meines Lebens hat sich dieses immer mehr ausgeweitet. Im Herbst kam ich mit einem Prediger des Evangeliums in Kontakt, der eine klare Botschaft von Gott und der Taufe im Heiligen Geist verkündete. Als ich diesen Mann und seine Lehre betrachtete, war ich beeindruckt, dass seine Interpretation des Wortes Gottes in hohem Maße dem entsprach, was meine Seele als den wahren Geist des Wortes begriff. Durch seine Lehre wurde ich in ein tieferes und klareres Bewusstsein der Kraft Gottes geführt, das eigene Herz von einem ständigen Bewusstsein der Sünde frei zu halten. Statt des bisher üblichen Kampfes gegen das Böse in meinem Inneren 17
Feuertaufe im Heiligen Geist kam ein starkes Bewusstsein der reinigenden Kraft Gottes in meinem inneren Wesen hervor und eine freudige, siegreiche Grundstimmung zog in meine Seele ein. Während dieser Zeit war ich zusätzlich zu meiner Arbeit als Evangeliums-Prediger noch als Vorgesetzter für die Vertreter einer Lebensversicherungsgesellschaft tätig. Gleichzeitig predigte ich praktisch jeden Abend. Ich hatte die Gewohnheit, nach unseren Gottesdiensten noch einem Freundeskreis beizuwohnen. Wir waren entschlossen, so lange zu Gott zu beten, bis wir die Taufe im Heiligen Geist in der Weise empfangen konnten, wie es bei den frühen Jüngern geschehen war. Ich glaubte, nicht nur mein Geist könnte in ein neues Bewusstsein der Gegenwart Gottes aufsteigen, sondern auch die offenkundige und bewusste Kraft Gottes sollte auf mein Leben kommen. In meiner Hingabe an Gott sagte ich immer wieder: „Gott, wenn Du willst, taufe mich im Heiligen Geist und gib mir die Kraft Gottes. Nichts soll zwischen mir und dem hundertprozentigem Gehorsam stehen dürfen.” Ich traf mich weiterhin monatelang fast jeden Abend mit diesen Freunden. Eine gesegnete Frau Gottes, die in unserer Stadt zu Besuch und bei mir zu Hause Gast war, bemerkte die Qualen meines Geistes und sagte eines Tages zu mir: „Komm beiseite, lass uns beten.” Als wir niederknieten, sagte sie: „Wenn Gott dir während des Gebets einen Grund offenbart, der dich hindert, die Geistestaufe zu empfangen, wirst du es mir sagen, und falls Er mir irgendeinen Grund offenbart, werde ich dir dies mitteilen.” Wir beteten, und kein Hindernis wurde uns beiden offenbart. Dann sagte sie: „Wir werden dem Wort Gottes und dem Brauch der frühen Gemeinde folgen.” Und sie legte ihre Hände auf meinen Kopf und bat Gott um meine Taufe im Heiligen Geist. Eine tiefe Ruhe kam auf mich. Am Nachmittag rief mich ein Bruder aus der Gemeinde an und bat mich, mit ihm eine kranke Frau aufzusuchen. Bei dem Haus angekommen, fanden wir 18
Meine Taufe im Heiligen Geist die Dame in einem Rollstuhl vor. Alle ihre Gelenke waren von entzündlichem Rheumatismus befallen. In diesem Zustand befand sie sich seit zehn Jahren. Während mein Freund sich mit ihr unterhielt und sie auf das Heilungsgebet vorbereitete, saß ich in einem tiefen Sessel auf der gegenüberliegenden Seite des großen Zimmers. Meine Seele schrie mit einer Sehnsucht zu Gott, die sich mit Worten nicht beschreiben lässt. Plötzlich schien es mir, als wäre ich unter einem warmen tropischen Regenschauer her gegangen, der aber nicht auf mich fiel, sondern durch mich hindurch. Unter dieser Einwirkung wurden mein Geist, meine Seele und mein Leib in eine solche tiefe, stille Ruhe eingehüllt, wie ich sie noch nie erfahren hatte. Mein Verstand, welcher immer so aktiv gewesen war, wurde völlig ruhig. Eine Ehrfurcht vor der Gegenwart Gottes legte sich auf mich. Ich wusste, dies war Gottes Wirken. Einige Augenblicke vergingen; ich weiß nicht, wie lange es dauerte. Der Geist sagte: „Ich habe deine Gebete gehört. Ich habe deine Tränen gesehen. Jetzt bist du im Heiligen Geist getauft.” Der scheinbare Regen ließ nach, aber er hatte solch eine Ruhe, solch eine Stille Gottes in mir hinterlassen, wie ich es mit Worten nicht beschreiben kann. Dann begannen Kraftströme mich vom Kopf bis zu den Fußsohlen zu durchströmen. Diese Ströme nahmen an Tempo und Spannung zu. Als sie durch mich hindurch rasten, schienen sie auf meinen Kopf zu kommen, durch meinen Körper zu eilen und durch meine Füße in den Boden zu gehen. Diese Kraft war so stark, dass mein Körper intensiv zu zittern begann. Ich glaube, wenn ich nicht in einem so tiefen, niedrigen Stuhl gesessen hätte, wäre ich zu Boden gefallen. Ein überwältigendes Bewusstsein der Gegenwart Gottes überkam mich. Ein erneuter Kraftschauer, der mein ganzes Fleisch ergriff, schien von meinen Füßen zu kommen und sich aufwärts zu bewegen. Meine Kehle und Zunge fingen an, sich in einer seltsamen Weise zu bewegen. Ich spürte, dass ich unfähig 19
Feuertaufe im Heiligen Geist war, Englisch zu sprechen. Und sogleich begann ich durch die Kraft des Heiligen Geistes in einer anderen Sprache zu reden, die ich nie gelernt hatte. Jahrelang hatte ich psychische Erscheinungen gründlich untersucht und bei Christen unterschiedliche körperliche Manifestationen beobachtet. Manchmal waren diese vom Geist Gottes, aber bei anderen Gelegenheiten waren sie total seelisch. Ich betete: „Vater, du weißt, dass ich Zeuge vieler Arten von psychischen Erscheinungen war. Ist dies die Kraft Gottes, die durch mich jagt, oder ist es irgendeine Art körperlicher Manifestation, welche die Welt nicht kennt? Ist es wirkliche Kraft oder denke ich nur, es wäre Kraft? Vater, ich will es wissen.” Diesen Herzensschrei beantwortete Gott folgendermaßen: Ich bemerkte wie mein Freund Zeichen gab, ich solle kommen und mit ihm zusammen für die kranke Frau beten. Weil er so beschäftigt war, hatte er nicht wahrgenommen, dass in mir etwas stattgefunden hatte. Ich stand auf, um zu ihm zu gehen, nahm aber ein so gewaltiges Zittern in meinem Körper wahr, dass ich große Schwierigkeiten hatte, das Zimmer zu durchqueren. Besonders das Zittern meiner Hände und Arme vermochte ich kaum zu kontrollieren. Ich war an kranke Menschen gewöhnt, nachdem ich ihnen so viele Jahre gedient hatte, und wusste, es wäre nicht klug, der Kranken meine Hände so aufzulegen. Wahrscheinlich hätte ich sie damit irritiert. Mir fiel ein, dass nur eine Berührung des Kopfes der Patientin mit meinen Fingerspitzen nötig wäre. So würde sie das Zittern nicht durchschütteln. Dies tat ich. Augenblicklich strömte heilige Kraft durch mich und ich wusste, diese floss ebenfalls durch die Kranke. Sie sagte nichts, aber offensichtlich war sie erstaunt über das Geschehen in ihrem Körper. Mein Freund hatte vor der Frau gekniet, als er mit großer Ernsthaftigkeit zu ihr gesprochen hatte. Jetzt stand er auf und sagte: „Lassen Sie uns beten, dass der Herr Sie jetzt heilt.” 20
Meine Taufe im Heiligen Geist Dabei nahm er sie bei der Hand. In dem Moment, als sich ihre Hände berührten, ging ein Blitz energiegeladener Kraft durch mich und durch die kranke Frau, und da mein Freund ihre Hand hielt, ging der Stoß durch ihre Hand in ihn hinein. Die Krafterschütterung in ihm war so groß, dass er davon auf den Boden fiel. Er sah mich freudig und überrascht an, sprang auf und sagte: „Preis sei dem Herrn, John, Jesus hat dich im Heiligen Geist getauft!” Dann nahm er die seit vielen Jahren verkrüppelte und steife Hand der Frau. Die zur Faust geballten Hände öffneten sich, und die Gelenke fingen an zu arbeiten – erst die Finger, dann die Hand und das Handgelenk, dann der Ellenbogen, die Schulter usw. Dies waren die äußeren Manifestationen, aber wer könnte die unaussprechliche Freude beschreiben, die durch meinen Geist ging? Wer könnte den Frieden und die Gegenwart Gottes erfassen, die meine Seele erfüllten? Die heiligende Kraft des Geistes in meinem Fleisch, die mein ganzes Wesen dem unterwarf, was ich als das Wesen Christi verstand. Die Offenbarung Seines Willens, die mich vereinnahmende, unaussprechliche Zärtlichkeit, eine Liebe für die Menschheit, die ich nie gekannt hatte – all dies wurde in mir geboren. Sogar jetzt noch, zehn Jahre später, ruht die Ehrfurcht jener Stunde auf meiner Seele. Meine Erfahrung ist wahrhaftig gewesen, so wie Jesus sagt:
Er wird in dir zu einer Wasserquelle werden, die ins ewige Leben sprudelt. nach Johannes 4:14 Seither durchströmte diese nie versiegende Quelle meinen Geist, meine Seele und meinen Leib Tag und Nacht und brachte vielen Menschen Errettung, Heilung und die Taufe des Geistes in der Kraft Gottes. 21